Internetcommunities immer beliebter

15.03.2010, 9:26

Über die Mitgliedschaft in Internetcommunities wollen die Deutschen vor allem Kontakte pflegen, sowie Gleichgesinnte neu kennenlernen. Knapp die Hälfte aller deutschen Communitymitglieder hat bereits über das Internet private Kontakte aufgebaut.

Einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom zufolge gaben 78 Prozent der deutschen Communitymitglieder als wichtigsten Grund für ihr Onlineengagement an, Kontakte und Freundschaften pflegen zu wollen. An zweiter Stelle mit 41 Prozent wurde als Grund angegeben, Menschen mit gleichen Interessen kennenlernen zu wollen. Jeder Dritte (30 Prozent) möchte über Onlinecommunities neue Kontakte knüpfen.

Auch für das berufliche Fortkommen halten deutsche User ein Mitgliedschaft in Onlinecommunities für nützlich: Sieben Prozent der Nutzer pflegen hierüber berufliche Kontakte. Für die Erhebung wurden 1.000 Internetnutzer vom Meinungsforschungsinstitut Forsa befragt.

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Run auf iPad-Vorbestellung

15.03.2010, 9:20

Am Freitagmorgen wurde ab 5.30 Uhr die iPad-Vorbestellung in den USA freigeschaltet. Bereits in den ersten Stunden setzte ein Run auf den neuen Tablet-Rechner von Apple ein: Knapp 20.000 Rechner pro Stunde sollen vorbestellt worden sein.

Während von Apple keine offiziellen Zahlen zur Vorbestellung des iPad vorlagen, schätzten Analysten anhand von Bestellnummern die Nachfrage. Das Branchenblog Silicon Alley Insider beziffert die Gesamtzahl der in den ersten sechs Stunden vorbestellten iPads auf 91.000.

Auf dem US-amerikanischen Markt sollen die WLAN-iPads ab 3. April ausgeliefert werden. Für Deutschland werden die iPads erst Ende April erwartet. Während die iPads in den USA zwischen 499 US-Dollar und 829 US-Dollar kosten, ist die Preisstruktur für Deutschland noch nicht bekanntgegeben worden.

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Internetzensur am Pranger

12.03.2010, 15:20

Heute, am 12.3., ist der Welttag gegen Internetzensur. Die Organisation “Reporter ohne Grenzen” macht im Zuge dieses Tages auf weltweit zunehmende Internetzensur und Vergeltungsschläge gegen Blogger aufmerksam.

Die Organisation veröffentlicht jedes Jahr im März einen Bericht über die “Feinde des Internets”. Der aktuelle Bericht verheißt nichts Gutes. Rund 120 Blogger sind weltweit inhaftiert, letztes Jahr waren es noch „nur“ 70. In China allein werden 72 Cyber-Dissidenten festgehalten, weil sie sich zu frei ausgedrückt hatten.

Als Feinde des Internets listen die Reporter ohne Grenzen Saudi Arabien, China, Ägypten, den Iran, Usbekistan, Syrien, Tunesien und Vietnam. In Burma, Kuba, Nord Korea und Turkmenistan, ebenfalls Mitglieder der Feindesliste, mache man sich sogar die Mühe, die Bevölkerung fast vollständig vom Internet auszuschließen.

Russland und die Türkei wurden erstmals zur Liste der Länder hinzugefügt, die „unter Beobachtung“ stehen. In Russland werden sogenannte „extremistische“ Websites gebannt und Blogger arrestiert. ROG sieht die Gefahr, dass das Internet zum politischen Kontrollwerkzeug wird. In der Türkei kritisierte man, dass die Besprechung von Tabu-Themen zur Blockade tausender Seiten führte. Dazu zählen unter anderem Themen, die ethnische Minderheiten wie Kurden und Armenier betreffen.

Doch auch die westlichen Länder stehen in der Kritik. Hier werde das Internet unter dem Deckmantel des Kampfs gegen die Kinderpornographie oder Diebstahl intellektuellen Eigentums zunehmend zensiert. Dies mache sich besonders in Australien, Frankreich, Italien und Großbritannien bemerkbar. Gelobt wurden dagegen die skandinavischen Länder, die den Zugang zum Internet zum Grundgesetzt erklärt hatten (Beyond-Print berichtete).

Der vollständige Bericht findet sich hier.

(Imke Hans | Quellen: Pressetext.atGolem.deRSF.org)

Wie Facebook die Freunde ortet

12.03.2010, 14:22

Neben Twitter und Google Buzz zieht nun auch Facebook mit dem Ortungsdienst nach. In den Statusmeldungen der User soll demnächst nicht nur stehen, was sie machen, sondern auch wo sie sind. Damit könnten sich lang gesehene Freunde zufällig nicht mehr verpassen – und verfolgen, wer wann wo genau ist.

Um im Facebook seinen Aufenthaltsort automatisch mitzuteilen, ist ein Handy mit GPS-Empfänger notwendig. Derzeit dürften zwar nicht alle der 400 Millionen Mitglieder über solch ein Gerät verfügen, doch ist davon in der Zukunft auszugehen. Im April könnte laut New York Times die Einführung der neuen Anwendung im Online-Netzwerk auf der f8-Entwicklerkonferenz bekannt gegeben werden. Dann könnten die Newsfeeds der Freunde neben der virtuellen Stecknadel, die den derzeitigen Aufenthaltsort anzeigt, lauten: “Bin gerade bei MacDonald’s am Hauptbahnhof” oder “Bin im Kino”. Gemäß den aktuellen Nutzungsbedingungen von Facebook, die auf einen kommenden Ortungsdienst bereits hinweisen, kann jedes Mitglied aber selbst bestimmen, ob es seine Ortsinformationen preisgeben möchte oder nicht.

Damit der Austausch von Ortsangaben funktioniert, bietet Facebook eine eigene Anwendung an. Laut New York Times können Mitglieder aber auch eigene Software-Tools an andere über das Netzwerk anbieten. Damit die Lokalisierung außerdem stets aktuell ist und zukunftsträchtig wird, müssen sich die Mitglieder oft genug in die Social Community einwählen. Darum muss sich Facebook den Kopf jedoch nicht zerbrechen: Tatsächlich loggen sich 200 Millionen User jeden Tag ein, 100 Millionen von ihrem Mobiltelefon aus.

Ein Jahr lang arbeiteten die Verantwortlichen von Facebook an ihrem Tool, und kündigten es erst an, als es marktreif war. Woran noch so gearbeitet wird, bleibt abzuwarten. “Wir experimentieren die ganze Zeit über an neuen Einfallen, können aber keine Details nennen”, betont Pressesprecherin Meredith Chin.

(Arne Unger | Quelle: spiegel.denytimes.comkurier.at)

Regierung genehmigt Erfassung von einer Million Bücher

12.03.2010, 13:04

Scanerlaubnis: Der US-Internetkonzern Google hat mit der italienischen Regierung einen Deal ausgehandelt, der ihm die digitale Erfassung von rund einer Million alter Bücher für sein Bücher-Projekt gestattet.

Gescannt werden dürfen nur Bücher der Nationalbibliotheken in Rom und Florenz, die vor 1870 veröffentlicht wurden, zum Beispiel Werke von Galileo Galilei und Dante Aligheri. Die digitalisierten Werke darf Google in sein Bücherangebot aufnehmen. Zugleich hätten aber auch die Bibliotheken das Recht, die Bücher über andere Plattformen zugänglich zu machen. Auf italienischer Seite freut man sich über den Vertragsschluss, denn auf diese Weise würden nicht nur viele neue Jobs geschaffen, sondern auch kulturelles Inventar vor dem Verfall bewahrt.

Die Digitalisierung von Büchern kostet etwa 0,30 Euro pro Seite. Dies könnten sich die italienischen Institutionen nicht leisten. Google könne aufgrund seiner Technologie diese Erfassung deutlich günstiger anbieten. Ähnliche Verträge konnte der Internetkonzern bereits mit verschiedenen anderen Bibliotheken wie denen der Universitäten Madrid oder Oxford abschließen.

Mit dieser Entscheidung könnte Googles Buchprojekt wieder an Fahrt gewinnen. Zuletzt wurden in mehreren Ländern Klagen gegen das Vorhaben des US-Konzerns eingereicht. Im Heimatland rief die Open Books Alliance trotz Googles Nachbesserungen sogar den Kongress um Hilfe in der Sache an.

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Gewerbliche Leser sollen zahlen

12.03.2010, 12:58

Die Verleger wollen eine neue Verwertungsgesellschaft zu gründen – zahlen sollen in Zukunft nicht nur Portale wie Google, die kostenfrei abrufbare Inhalte systematisch auswerten, sondern jeder gewerbliche Nutzer der Verlagsangebote im Internet.

Das sagte Christoph Keese, bei Axel Springer Konzerngeschäftsführers Public Affairs, beim Kölner Medienforum, berichtet Heise. “Das Netz quillt über mit Informationen – wir organisieren die Rangreihenfolge. Das ist die Leistung, die wir bringen.” Da man mit Onlinejournalismus kein Geld verdienen könne, sollten gewerbliche Websurfer zur Kasse gebeten werden. “Wir sehen, dass die Abonnements von Zeitungen und Zeitschriften in den meisten Unternehmen zurückgehen – das hängt natürlich auch damit zusammen, dass wir so gute Webseiten machen”, begründete Keese die Notwendigkeit einer neuen Zahlungspflicht. Die private Nutzung und das Verlinken solle auch künftig kostenfrei bleiben.

Völlig unklar ist jedoch, wie eine solche Abgabe abgewickelt werden soll. Der Vorschlag ist vermutlich weniger ernst gemeint als Teil eines Kreuzzugs gegen die Gratiskultur im Web. Nach den kostenpflichtigen Apps für das iPhone will Axel Springer auch ein Paid-Content-Modell für seine mobilen Internetportale starten, die über die Telefonrechnung erfolgen soll.

Dabei ist es keineswegs so, dass der Verlag online kein Geld verdient: Bei den Werbeerlösen bauten die digitalen Medien im vergangenen Jahr mit einem Zuwachs um 24,1 Prozent ihren Anteil an den gesamten Werbeerlösen des Konzerns sogar auf auf 29,6 Prozent aus und konnten damit den Rückgang im Printbereich teilweise ausgleichen.

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Google-CEO kündigt Einigung mit China an

12.03.2010, 12:22

Vor zwei Monaten hatte der Internetkonzern damit gedroht, den chinesischen Markt aufzugeben, wenn die Zensurbestimmungen nicht gelockert werden. Jetzt soll eine Lösung in Sicht sein.

“Wir sind in aktiven Verhandlungen mit der chinesischen Regierung,” sagte Google-Geschäftsführer Eric Schmidt auf dem Abu Dhabi Media Summit in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Man werde nicht zum Status der Verhandlungen Stellung nehmen, es werde aber “bald etwas passieren”, berichtet das Wall Street Journal.

Nach einem Hackerangriff auf die Infrastruktur des Internetkonzerns, bei dem die Mailkonten von Menschenrechtlern ausgespäht werden sollten, hatte Google einen Rückzug aus China erwogen und angekündigt, die dort herrschende Zensur nicht mehr unterstützen zu wollen.

“Wir haben uns nie wohl gefühlt, die in China geforderte Zensur umzusetzen”, so Chefjurist David Drummond. Der Internetkonzern habe gehofft, dass durch seine Präsenz das Web freier werde. Das sei nicht eingetreten.

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Vicarious.ly zeigt die belebtesten Locations

12.03.2010, 11:41

Das 2009 gegründete US-Start-up SimpleGeo hat jetzt mit Vicarious.ly einen Dienst gestartet, der aus verschiedenen sozialen Netzwerken Statusnachrichten mit Geo-Tags sammelt und die User auf einem Stadtplan von Google Maps markiert.

Dazu prüft der Dienst Einträge in den Netzwerken TwitterfoursquareGowalla, BlockChalkBrightkiteBumpFlickr und Fwix. Die Nutzer teilen über ihr Netzwerk mit, wo sie sich aufhalten, zum Beispiel in welchem Café sie sitzen oder in welches Hotel sie gerade eingecheckt haben.

Vicarious.ly trägt diese Informationen zusammen und markiert die einzelnen Nachrichten im Stadtplan.

Dabei werden die Nutzer anonymisiert. Allerdings führt ein Klick auf das Statusupdate zum jeweiligen Social Network und verrät so, wer sich an diesem Ort befindet. Bislang ist der Dienst nur auf Austin, Texas beschränkt, soll aber künftig auch auf weitere US-amerikanische und internationale Städte ausgedehnt werden.

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Karriererisiko durch soziale Netzwerke?

12.03.2010, 11:30

Auf mögliche Gefahren von zu exzentrischen Selbst-Präsentationen von Bewerbern in social communities auf die Karrierechancen wurde in den Medien bereits vielfach hingewiesen. Personaler würden sie durchforsten und Entscheidungen von einer guten oder schlechten Internetdarstellung abhängig machen. Nun deckt eine aktuelle Studie geringere Risiken auf als befürchtet.

Laut einer Untersuchung der Online-Jobbörse StepStone hat das Ausbreiten des eigenen Privatlebens in sozialen Netzwerken wie Facebook oder studiVZ weniger Einfluss auf den Karriereverlauf als bisher angenommen. Demnach wird die Mehrheit der Bewerber in einem Vorstellungsgespräch nicht mit den eigenen Profildaten konfrontiert. Experten warnen jedoch davor, zu viel von sich preiszugeben. Wenngleich sich Arbeitgeber mit einer Ansprache auf Profildaten zurückhalten, heißt das nicht, dass sie nicht informiert sind.

“Auch wenn sich Personaler während eines Gespräches nicht auf Profilangaben der Bewerber direkt beziehen, heißt das nicht, dass ihnen diese nicht bekannt sind”, erläutert Mario Trusgnach, Geschäftsführer der Online-Jobbörse Adecco Österreich. So wurden sieben Prozent der Befragten während einer Bewerbung schon einmal auf ihr Netzwerkprofil angesprochen. Auch behaupten vier Prozent, der Unternehmensvertreter habe sich recherchebedingt auf Informationen aus sozialen Netzwerken bezogen.

Dennoch hat sich die Recherchequelle soziale Netzwerke noch nicht so stark etabliert wie bislang gedacht. Laut der Untersuchung setzen Human-Ressource-Verantwortliche in erste Linie nach wie vor auf bewährte Methoden, um herauszufinden, ob ein Kandidat für eine Position geeignet ist oder nicht. Denn eine oberflächliche Recherche führt nicht selten zu einer voreiligen Beurteilung. Aber Partyfotos oder unglücklich geratene Schnappschüsse im Netz auszustellen – davon rät Trusgnach dennoch ab.

(Arne Unger | Quelle: pressetext.de)