Printmedien unter Druck

05.03.10, 17:29

Springer-Verlag und Spiegel setzen neue Akzente



Die Printmedien stehen vor einem großen Problem: Sie können mit ihren gedruckten Inhalte immer weniger einnehmen. Kosteneinsparungen und die Suche nach neuen Einnahmequellen sind für sie unumgänglich. Das betrifft auch die beiden großen Verlage Axel SPRINGER und SPIEGEL.

Das digitale Zeitalter bedeutet auch für die Mediengiganten, sich an den Wandel der Zeit anzupassen. Auf einer Podiumsdiskussion auf der CeBIT in Hannover verkündete SPRINGER-Vorstandschef Mathias Döpfner am Mittwoch, die Verlage müssten ihren Erlös aus neuen Quellen beziehen. Dies sei eine „Schicksalsfrage“. So planen SPIEGEL und SPRINGER in einer Initiative mit der Deutschen Telekom mehr Inhalte über bezahlungspflichtige Websites und auf internetfähige Handys anzubieten. Von einer Doppelstrategie für das Netz spricht SPIEGEL-Chefredakteur Mathias Müller von Blumencron. Einerseits würden über bezahlte Inhalte, andererseits über Werbung Einnahmen erzielt werden.

Bald sollen laut FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND auch die Regionalausgaben der Bild-Zeitung gegen eine Gebühr auf dem Handy und im Internet zu lesen sein. Bisher verkaufte der Verlag die regionalen News nicht im mobilen Web. Die Vorteile für die Kunden: Telekom-Kunden erhielten laut FINANCIAL TIMES für ihre Regionalausgaben der BILD 25 bis 50 Prozent Rabatt.

Für die Zeitungs- und Zeitschriften-Verlage bedeute die Umstellung dabei kein großes, kurzfristiges Geschäft, sondern eine Anpassung an eine veränderte Mediennutzung, so Döpfner. Langfristig könne die Umstellung der „Kern des Geschäfts“ werden.

(Arne Unger | Quelle: heise.de, ftd.de, zeit.de)

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