Spätere Abmahnung bleibt möglich

22.04.2010, 14:10

Rechtsverstöße auf einer Website können rechtlich verfolgt und abgemahnt werden. Ob ein Rechtsverstoß auf derselben Website, der zum Zeitpunkt der ersten Abmahnung zwar bereits vorlag, aber vom Abmahner nicht bemerkt wurde, von diesem zu einem späteren Zeitpunkt gesondert abgemahnt werden kann, damit hat sich nun das Oberlandesgericht Hamm befasst.

Das Oberlandesgericht Hamm vertritt in seiner Entscheidung vom 21.01.2010 (Az. 4 U 168/09) die Auffassung, dass Abmahner, die einen Website-Betreiber wegen eines Wettbewerbsverstoßes abmahnen, nicht zuvor den gesamten Internetauftritt auf alle denkbaren Wettbewerbsverstöße völlig anderer Art überprüfen müssen. Daher ist ein Abmahner nicht daran gehindert, Verstöße, die im Zeitpunkt der ersten Abmahnung zwar bereits vorlagen aber noch nicht entdeckt wurden, zu einem späteren Zeitpunkt erneut kostenpflichtig abzumahnen.

Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der weitere Wettbewerbsverstoß tatsächlich erst zu einem späteren Zeitpunkt bemerkt wird. Ansonsten ist die zweite Abmahnung rechtsmissbräuchlich, da durch die scheibchenweise Verfolgung zusätzliche Kosten generiert werden.

In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall nahm ein Mitbewerber einen Internetanbieter von Elektronikartikeln in Anspruch, da dieser in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen nur unvollständige Angaben zum Beginn der Widerrufsfrist bei Verbraucherverträgen im Fernabsatz gemacht hatte. Hierin sah das Oberlandesgericht Hamm einen Wettbewerbsverstoß gem. § 4 Nr. 11 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), da die richtige und vollständige Belehrung über die Widerrufsfrist elementare Verbraucherschutzrechte betrifft und deren Nichteinhaltung für Verbraucher irreführend ist.

Die Geltendmachung des Wettbewerbsverstoßes durch den Mitbewerber war auch nicht deswegen ausgeschlossen, da dieser den Beklagten bereits zwei Monate zuvor wegen eines anderen Wettbewerbsverstoßes auf der Website abgemahnt hatte und der Beklagte schon damals in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen die nun beanstandete Widerrufsbelehrung verwendete. Dies hatte der Kläger damals jedoch nicht bemerkt bzw. bemerken müssen, da eine Beobachtungs- oder Untersuchungspflicht auf weitere Wettbewerbsverstöße völlig anderer Art nicht besteht.

Die damals beanstandete Nichteinhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Angabe der Energieeffizienzklasse bei einem Klimagerät der Marke C2 bedurfte nicht zwingend einer Beschäftigung mit der Widerrufsbelehrung in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Da die Abmahnung alsbald nach Kenntnis über die unvollständige Widerrufsbelehrung erfolgte, kann auch die Dringlichkeitsvermutung des § 12 Abs. 2 UWG nicht widerlegt werden.

Unser Tipp:

Die Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm verdeutlicht abermals, wie wichtig es ist, den gesamten Internetauftritt rechtlich einwandfrei zu gestalten, um zu verhindern, wegen Rechtsverstößen auf der eigenen Website, ggf. auch mehrmals kostenpflichtig, in Anspruch genommen zu werden.

Julia Blind, KLEINER Rechtsanwälte in Stuttgart

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Google startet Programm für Produktbewertungen

22.04.2010, 14:07

Macht Google demnächst den Produktbewertungsportalen Konkurrenz? Zumindest startet der Internetkonzern jetzt ein Programm, mit dem die eigene Produktsuche um umfangreiche Produktbesprechungen und Userbewertungen ergänzt werden soll.

Die Bewertungen will Google allerdings vorerst nicht selbst generieren, sondern arbeitet dafür mit verschiedenen Händlern und Herstellern zusammen, die die bei Ihnen eingestellten Bewertungen zur Verfügung stellen. Als Kick-Off-Partner hat Google den IT-Dienstleister Bazaarvoice gewonnen. Dessen Kunden können vorhandenen Produktbewertungen per Mausklick auch für Google freigeben.

Die Daten sollen mittelfristig auch in die Suchergebnisse oder in Werbeprogramme einfließen können. Zunächst einmal sei aber ihre Integration in Googles Produktsuche geplant, die sich nach wie vor in einem Beta-Stadium befindet. Weitere Anbieter von Produktbewertungen sollen in Bälde auch die Gelegenheit erhalten an dem Programm teilzunehmen.

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Facebooks F8 Konferenz 2010

22.04.2010, 14:04

Mit seiner programmatischen Rede auf der Facebook-Konferenz F8 gibt Mark Zuckerberg Ausblick auf ein personalisiertes Internet mit dem Nutzer im Zentrum aller Verbindungen. Mit dem Open Graph will Facebook Entwicklern und Nutzern ein Werkzeug an die Hand geben, sich über Webseiten hinweg zu verbinden.

Das Web solle eine “augenblickliche soziale Erfahrung” werden, so Zuckerberg in seinem Vortrag. Das werde möglich über den neuen Open Graph und soziale Plugins. Entwickler können über die Graph API nicht nur die Verbindungen zwischen Usern sehen, sondern auch die Beziehungen zu ihren Interessensgebieten in Form von anderen Webseiten, Marken oder Orten. “Die Leistung des Open Graphs ist, dass er dazu beiträgt, ein personalisiertes Web herzustellen, das mit jedem Klick erweitert wird”, so Zuckerberg.

Bisher habe Facebook mit den Partnern Microsoft Docs, Yelp und Pandora die Wirkungsweise des Open Graph getestet. So könne ein Nutzer von Facebook aus sich zum ersten Mal auf dem Musikdienst Pandora einloggen und erhalte dort auf Basis seiner bisher festgehaltenen Interessen die passenden Musikangebote, sowie Freundschaftsempfehlungen für User, die sich für die gleichen Lieder interessieren. In Zukunft werde das Web mit personalisierten Erfahrungen gefüllt werden.

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LinkedIn: Networken und tauschen

22.04.2010, 10:21

Das Karrierenetzwerk LinkedIn aktualisiert seine Tauschfunktionen und die Privatsphäreeinstellungen für User. Zum Weiterleiten von Links über LinkedIn hat das Netzwerk mit Lnkd.in jetzt seinen eigenen Link-Verkürzer gelauncht.

Um weitergeleitete Links attraktiver erscheinen zu lassen, erhalten diese jetzt eine Miniaturansicht. Das Weiterleiten von Links lässt sich darüberhinaus nun mit einem Klick auf den „Teilen“-Button erledigen. Beiträge können vor dem Absenden über eine Voransicht korrigiert oder wieder gelöscht werden.

Die Privatsphäreeinstellungen ermöglichen nunmehr festzulegen, ob alle LinkedIn-Nutzer oder nur individuelle User, bestimmte Gruppen oder alle bestätigten Kontakte die auf LinkedIn verbreiteten Informationen erhalten. Beim Weiterleiten eines Links über das Karrierenetzwerk werden die URLs zudem von dem jetzt gelaunchten LinkedIn-URL-Shortener verkürzt.

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Firefox 3.6.4 als Beta erschienen

22.04.2010, 10:13

Die Entwickler von Mozilla haben die neueste Version des populären Webbrowsers Firefox als Beta zum Testen freigegeben. In Version 3.6.4 soll der Browser deutlich souveräner mit abgestürzten Anwendungen umgehen.

Dazu wurde eine Technik, die innerhalb des Mozilla-Projekts “Lorentz” entwickelt wurde, implementiert. Plug-ins wie zum Beispiel Quicktime, Silverlight oder der Acrobat Reader laufen damit in eigenen Prozessen ab und beeinflussen damit nicht mehr die Performance aller Browserinstanzen. Tritt ein Fehler auf, kann dadurch die Seite im Tab samt Plug-in erneut aufgerufen werden, wodurch der bisher immer nötige Browser-Neustart vermieden wird. Die neue Browsertestversion steht sowohl für Windows, Linux und Mac OS X zum Download bereit.

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Zeit für eine neue Medienordnung?

21.04.2010, 15:48

Wo steht Print in zehn Jahren? Im Wettbewerb um iPad gegen Kindle, Apple gegen Amazon, Google gegen die Verlage, eBooks oder iPhone-Apps tritt das Medium Nummer eins scheinbar in den Hintergrund. Ist es Zeit für eine neue Medienordnung? Dies wurde auf dem Unternehmerforum der Deutschen Druck- und Medienindustrie diskutiert.

Deutschland digital! Neue Wege, neue Nutzer, neue Regeln? Strategien in einer neuen Medienwelt eruierten dazu Strategen und Medienmacher von Focus, Gruner + Jahr, Axel Springer Verlag und weitere beim Unternehmerforum des Bundesverbandes und Medien letzte Woche in Berlin.

Fazit des Forums: Medienmacher vertrauen auf das Medium Print und seine Aufmerksamkeitsstärke. Sie zeigten aber gleichzeitig auch die Anforderungen an die Druck-Branche von morgen. Dr. Wolfram Weimer, Chefredakteur des Focus: „Print muss gegenüber Online seine Glaubwürdigkeit ausspielen.“ Er schilderte eine neue Welt der Metawirklichkeit, in der Talkshows das Parlament als Ort der politischen Willensbildung entmachten. In dieser inszenierten Politik komme den Medien und speziell den Printmedien eine neue Funktion zu. Prof. Dr. Groebel fordert eine neue Offensive der Printbranche angesichts der wachsenden Bedeutung der sozialen Netzwerke und der jungen Mediennutzer. Yunfeng Cui konstatierte dagegen: „Print muss seine Qualitäten ausspielen.“ Die Fragmentierung der Medienwelt biete Druckdienstleistern die Chance sich zu spezialisieren und neue Märkte zu erzielen. Wichtig sei es, die Prozesse für die Kunden zu gestalten. Christoph Keeses Appell an die anwesenden Druck- und Medienunternehmer: „Bleiben Sie innovativ und entwickeln Sie neue Produkte. Sehen Sie sich nicht nur als Drucker, sondern als künftiger Infrastrukturanbieter.“ (Daniel Schürmann | Quelle: bvdm-online.de)

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Apples Gewinn steigt um 90 Prozent

21.04.2010, 13:21

Apple konnte im zweiten Quartal des Geschäftsjahres seinen Gewinn um 90 Prozent steigern. Der Nettogewinn stieg auf 3,07 Milliarden US-Dollar. Zugleich legte der Umsatz um 49 Prozent von 9,08 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum auf 13,50 Milliarden US-Dollar zu.

Damit erreichte der Konzern in den ersten drei Monaten des Jahres 2010 nach eigenen Angaben das beste Ergebnis außerhalb eines Weihnachtsquartals. Der Gewinn pro Aktie stieg auf 3,33 US-Dollar. Die Aktie zog nachbörslich kräftig an und lag nach der Veröffentlichung 19 US-Dollar im Plus und erreichte zwischenzeitlich einen Stand von 263 US-Dollar. Der Erfolg an der Börse wirkte sich auch auf andere Technologie- und Chipwerte aus, die bei der Eröffnung der Börse in Tokio deutlich anzogen.

Apple konnte im zweiten Quartal insgesamt 8,75 Millionen iPhones verkaufen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Zuwachs von 131 Prozent. Im Weihnachtsquartal verkaufte Apple dagegen nur 8,7 Millionen Smartphones. Vor allem im asiatisch-pazifische Raum verzeichnete das Unternehmen einen Absatzzuwachs von 474 Prozent. In Japan hat sich die Zahl der verkauften Geräte mit einem Plus von 183 Prozent fast verdoppelt.

Für das laufende Quartal rechnet Apple mit einem Umsatz von 13 bis 13,4 Milliarden US-Dollar. In diesem Zeitraum dürften sich auch die ersten Absatzzahlen des iPads niederschlagen. Bislang hat das Unternehmen aus Cupertino eine halbe Million Geräte verkauft und geriet durch den unerwarteten Ansturm auf den neuen Tablet-Rechner in Lieferprobleme. Ende April will der Konzern eine zweite Version des iPads an den Start bringen, die den Mobilfunkstandard 3G nutzt. In Europa soll das Gerät ab Ende Mai erhältlich sein.

Für den Sommer ist die offizielle Vorstellung des neuen iPhone-Modells geplant. Bereits gestern kamen erste authentische Bilder an die Öffentlichkeit.

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Trends von der ad:tech in San Francisco

21.04.2010, 13:06

Seit Montag treffen sich auf der adTech in San Francisco Onlinemarketing-Experten aus aller Welt, um neue Trends, Chancen durch das iPad, personalisierte Suchergebnisse und Werbung auf Twitter zu diskutieren. Oliver Weiß, Country Manager des Such- und In-Text-Netzwerks Mirago, ist vor Ort.

Wie ist die Stimmung auf der ad:tech?

Oliver Weiß: Der Optimismus ist zurückgekehrt. Für 2010 sagen die Experten für den US-Onlinewerbemarkt ein Umsatzwachstum von 14 Prozent, für 2011 weitere zehn Prozent voraus. Die größten Zuwächse erwartet man in den Bereichen Suchmaschinen- und Videowerbung.

Was sind die wichtigsten Themen?

Weiß: Viel wird über die zunehmende Fragmentierung und Komplexität der digitalen Welt diskutiert. Neue Endgeräte, mehr Publisher, mehr Agenturen, mehr Analysedaten, neue Werbemodelle, Real-Time-Content und erweiterte Targetingmethoden machen Kampagnenplanung und -umsetzung für Onlinemarketer immer komplizierter.

In seiner Keynote machte Jaime Cohen Szulc, Global CMO von Levi Strauss, deutlich, dass man einen gewissen Kontrollverlust in der Markenführung akzeptieren muss, sich dafür aber neue Chancen eröffnen. Es werde immer wichtiger, authentisch zu sein, etwas für seine Zielgruppe zu tun und die Unternehmenskultur im Gleichgewicht zwischen Beständigkeit und Anpassungsfähigkeit zu halten. Nur dann eröffne sich die Chance, dass Konsumenten eine Marke tragen und weiterentwickeln.

Wie wird das iPad als Marketinginstrument bewertet?

Weiß: In seiner Keynote gab Chris Anderson vom Wired Magazine zu, dass er dem iPad zunächst ziemlich skeptisch gegenüberstand, weil viele andere Tablet-PCs zuvor die hohen Erwartungen nicht erfüllt hätten.

Adobe und Wired arbeiten derzeit an einem komplett neuen Ansatz für die Produktion von Inhalten für die Tablet-PC-Ära. Dies wäre ein echter Schritt in Richtung einer Medienproduktion für das 21. Jahrhundert. “Das ist das erste Mal in meinem Berufsleben, dass ich einen Weg für das digitale Magazingeschäft im 21. Jahrhundert sehe“, sagte Anderson.

Was gibt es Neues in der Suchmaschinenoptimierung?

Weiß: Durch zahlreiche Erweiterungen wird die Ausgabe von Google-Suchergebnissen zukünftig immer individueller. So werden bald sowohl der Standort, als auch die vorhergehenden Suchanfragen und die wahrscheinliche Suchabsicht wie Shopping oder Recherche jedes einzelnen Users bei der Ausgabe berücksichtigt. Es kann also sein, dass zwei User mit exakt derselben Anfrage komplett unterschiedliche Suchergebnisse erhalten.

Schon heute können User über die individuellen Optionen die Ausgabe beeinflussen. Für Optimierer wird also die Frage nach dem absoluten Ranking immer unwichtiger. Zentrale Metrik für SEO wird vielmehr die Trafficmenge, die man für einen bestimmten Begriff erhält und die Konversionsrate pro Keyword.

Gab es Feedback zu Twitters neuem Anzeigenformat?

Weiß: In den USA ist Twitter im April mit dem System “Promoted Tweets” gestartet. In der ersten Phase sollen Tweets von Werbekunden in die Suchergebnisse integriert werden, in der zweiten auch in alle möglichen Twitter-Clients und in die individuellen Timelines der User eingebettet werden. Ob dieses Modell erfolgreich sein wird, hängt davon ab, wie intelligent Werbetreibende dieses neue Tool nutzen und ob Twitter seine Technologie so optimiert, dass wirklich ein relevanter Zusammenhang zwischen Werbebotschaft und Nutzerinteresse hergestellt werden kann.

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Werbung in Social Media

21.04.2010, 10:51

Für alle Mediaagenturen, die Social Media in ihre Displaykampagnen integrieren wollen, bietet der Blogvermarkter mokono jetzt eine Lösung: In einem mit dem Produkt oder der Marke gebrandeten Werbemittel fließen Blogbeiträge, Twitter-Nachrichten oder Facebook-Inhalte ein.

Das sogenannte “Social Media Ad” bietet Unternehmen die Möglichkeit, gute und bereits bestehende Inhalte aus sämtlichen sozialen Netzwerken zu nutzen und gleichzeitig den Fans unter den eigenen Kunden mehr Gehör zu verschaffen. Zusätzlich bietet das Social Media Ad die Möglichkeit, eigene Kanäle wie YouTube-Channels oder Facebook-Fanpages zu bewerben. So entsteht ein authentisches und interaktives Werbemittel, das noch dazu über sämtliche Standardwerbeplatzierungen ausgeliefert werden kann.

Premiere feierte das einzigartige Format bereits während der Kampagne von Twentieth Century Fox zum Kinofilm Date Night, die von Xenion verantwortet wurde (zum Vergrößern bitte auf die Lupe klicken).

“Mit dem Social Media Ad ermöglichen wir die Verzahnung von Mediaplanung und Social Media Advertising”, sagt Vasco Sommer-Nunes, Mitbegründer und Managing Director bei mokono. “Dieses Werbemittel kommt genau zum richtigen Zeitpunkt und hilft Planern, die Nachfrage nach Social Media nicht nur einfach, sondern auch mit überdurchschnittlichen Ergebnissen zu bedienen.”

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Axel Springer steigert Konzernumsatz um sieben Prozent

21.04.2010, 10:40

Das Medienunternehmen Axel Springer konnte das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen im ersten Quartal 2010 um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern. Der Konzern erzielte ein Ergebnis in Höhe von 119,2 Millionen Euro.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009 konnte Axel Springer ein EBITDA in Höhe von 80,3 Millionen Euro verbuchen. Der Konzernumsatz im jüngst abgelaufenen Quartal stieg um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 663,7 Millionen Euro.

Als Ursache für den Anstieg nannte der Konzern das Wachstum des Bereichs Digitale Medien. In diesen Bereich fallen die neuen iPhone-Apps, die kostenpflichtigen Regionalnachrichten und das Nachrichtenportal bild.de, das seit Kurzem mit einem eigenen Onlineshop und MP3-Store den E-Commerce forciert. Ebenso zeigten die vollzogenen Restrukturierungsmaßnahmen und die Kostendisziplin Wirkung. Positiv auf das Ergebnis wirkte sich zudem die Belebung des Werbemarktes aus.

Aufgrund des guten ersten Quartals und der günstigen Prognosen für den Rest des Jahres korrigiert der Vorstand seine Erwartungen für das Gesamtjahr nach oben und geht mit von einem deutlichen Anstieg des Konzernumsatzes aus. Auch das prognostizierte Plus in Höhe von zehn Prozent beim Ergebnis nach Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) werde deutlich übertroffen. Der vollständige Bericht zu den Ergebnissen des ersten Quartals wird am 11. Mai 2010 veröffentlicht.

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