Neu in Adobe InDesign CS5

28.06.2010, 22:01

Die Änderungen im Detail

Bei professionellen Katalogen, Flyern oder anderen Druckerzeugnissen ist es nicht unwahrscheinlich, dass diese mit InDesign gestaltet wurden. Adobe hat sein Satz- und Layoutprogramm zum Desktoppublishing immer weiter optimiert, und auch die neue Version CS5 hält einiges an Überraschungen parat, die den Gestalter erfreuen und seine Arbeit erleichtern werden. Hier meine persönlichen Highlights. Weiterlesen

Im Interview: Stephan Böhlig

17.06.2010, 10:12

Der junge Fotograf stellt sich unseren Fragen

Heute möchten wir Euch den begabten Fotografen Stephan Böhlig (26) aus Dresden vorstellen, der die schönsten „Livemomente“ festhalten kann. Ob Promotionfotos, Fotos von Pressearbeiten oder mal etwas andere Städtefotos. Seine Motive bringt er mit einer gewissen witzigen und charmanten Art zur Geltung, sodass man beim Betrachten der abgebildeten Personen oder Objekte denken könnte, man wäre genau mittendrin im Geschehen. Besonders seine vielfältigen Portraitnahaufnahmen oder seine außergewöhnliche Aktion „Ich fotografiere meine follower“ auf seinem Webblog haben uns begeistert. Deshalb möchten wir ihn Euch gerne mal persönlich vorstellen!

Bilderrechte: Stephan Böhlig

Was hat Dich im Alter von 20 Jahren dazu inspiriert mit dem fotografieren anzufangen?
Ich bin da durch reinen Zufall dazu gekommen und habe vorher nie fotografiert. 2003 bekam ich eine kleine digitale Kompaktkamera geschenkt und habe damit wie ein Wilder herumgeknippst. Weit weg von jeglicher Fotografie. Danach kaufte sich mein Vater eine der ersten digitalen Spiegelreflexkameras. Tja, die bekam er relativ wenig zu sehen. Dann kamen schon die ersten Anfragen von Bekannten und so ging es dann auch weiter. Insgesamt gesehen entwickelt sich die Geschichte jedes Jahr weiter oder in eine andere Richtung.

Widmest Du Dich der Fotografie hauptberuflich oder ist es eher eine Art Hobby?
Ich würde es mittlerweile schon als meinen Beruf bezeichnen, da ich damit versuche mein Geld zu verdienen. Allerdings möchte ich die Waage halten und fotografiere immer noch viele private Projekte, die einfach nur Spaß machen sollen. Denn das muss Fotografie machen, sonst verliert man recht schnell die Lust. Ich zumindest.

War es schon immer Dein Traum Fotograf zu werden oder hattest Du früher andere Ziele?
Wenn man meiner damaligen Kunstlehrerin erzählen würde, dass ich jetzt als Fotograf arbeite, würde sie wohl vom Stuhl fallen. ;) Also eher nicht, ich habe in geisteswissenschaftliche Richtungen studiert, irgendwann aber gemerkt, dass es nicht das ist, was ich machen möchte.

Was inspiriert Dich und woher nimmst Du Deine Ideen?
Primär inspirieren mich Menschen und Musik. Ich fotografiere gerne ungewöhnlich. Also viele Künstler, viele Menschen die auch etwas anders leben etc. Die Ideen sind so gut wie immer Zufallsprodukte, die mit Freunden ausgeheckt werden. Ich bin kein Mensch, der seine Fotos komplett durchplant, auch wenn es das nicht immer einfach macht.

Wie wir Deiner Website entnehmen können, bist Du in den Bereichen „Portrait“, „Presse“, „Promo“ und „Konzert“ aktiv – welcher Bereich reizt Dich dabei am meisten und warum?
Mein Lieblingsbereich ist die Konzertfotografie. Damit habe ich begonnen zu fotografieren und mache es immernoch unglaublich gern. Es ist einfach sehr reizvoll, da alles in Bewegung ist, ständig andere Lichtverhältnisse herrschen und man nie so richtig weiß was passiert. Außerdem bewege ich mich gern im Rock’n’Roll-Umfeld, da gibt es nicht so viele festgeschriebene Gesetze, man kann sich auch fotografisch einfach mal ausleben. Allerdings hat dieses Jahr die Portraitfotografie in meiner Rangliste stark aufgeholt. Es macht mir wahnsinnig Spaß mit Menschen umzugehen, sie ins rechte Licht zu rücken und auch Ihren Blick zu sehen, wenn sie dann das Endergebnis sehen, welches auch mal ungewöhnlich ausfallen kann. Aber insgesamt bin ich natürlich für jeden Spaß zu haben, man kann mich in so gut wie jede Richtung jederzeit anfragen.

Gibt es ein Vorbild mit dem Du gerne mal arbeiten würdest?
Eigentlich gibt es keine Vorbilder im fotografischen Sinne. Ich hatte nie einen Lehrer, eine fotografische Ausbildung, habe nicht einmal ein theoretisches Buch gelesen. Ich wollte einfach immer nur fotografieren. Praxis macht mir schon immer mehr Spaß. Wenn ich aber mal jemand über die Schulter schauen dürfte, dann wäre das Sebastian Niehoff (http://www.propeller-images.de/), durch den ich meine Liebe zur Fisheye-Fotografie entdeckt habe. Oder auch Sascha Hüttenhain (http://www.huettenhain.com/), ein verdammt guter Studio- und Aktfotograf. Spontan fällt mir auch noch Todd Owyung (http://ishootshows.com/) ein, der wirklich atemberaubende Konzertfotos am Fließband produziert.

Was ist für Dich der „perfekte livemoment“?
Den suche ich noch. ;) Aber ein wirklich guter Moment zeigt einfach, dass er spontan entstanden ist. Das Foto muss einfach rocken, einen sofort in seinen Bann ziehen. Vielleicht darf es auch nicht so einfach reproduzierbar sein. Wenn ich ein Foto von mir auswählen dürfte, dann ist es wohl das Foto, auf dem ich mit meinem Bruder in einem Cabrio durch einen Tunnel fahre. Das kommt einem perfekten Moment in meinen Augen am nahsten.

Gibt es bestimmte Personen, die Du gern unbedingt mal vor Deine Linse bekommen möchtest?
Megan Fox! – Spaß beiseite, ich habe da noch so einige Sachen im Kopf, die ich irgendwann mal realisieren möchte. Portraitprojekte mit eher ungewöhnlichen Models. Warum nicht mal nur Punks von der Straße ablichten. Bestimmte Personen spielen da eine untergeordnete Rolle, auch wenn es natürlich immer interessant ist auch bekanntere Menschen zu fotografieren.

Welche Ausrüstung nutzt Du für Deine verschiedenen Projekte und was würdest Du unseren Lesern weiterempfehlen?
Ich fotografiere selbst seit einiger Zeit mit einer Canon EOS 1D Mark II und einem kleinen Arsenal an Objektiven. Generell habe ich gar nicht so viel Equipment, darum sollte es auch nicht gehen. Meine Studioportraits entstehen zum Beispiel mit ganz normalen Aufsteckblitzen, da diese einfach mobiler sind und ich ja sowieso kein Studio angemietet habe, sondern dankenswerterweise in der Kunstgalerie Treibhaus fotografieren darf. Wer sich stärker mit der Fotografie beschäftigen möchte, der sollte sich eine Einsteigerspiegelreflex kaufen. Welche Marke ist da wahrscheinlich eher egal, man muss halt mit dem Handling zurecht kommen. In Zeiten der modernen Bildbearbeitung kommt es meiner Meinung nach sowieso nicht mehr auf die Kamera an, das ist schon alles sehr stark zusammengerückt.

Erzähl uns doch mal von Deinem Projekt „Ich fotografiere meine follower“ – was hat es damit auf sich und wie kamst Du zu der Idee?
Das ist eher zufällig entstanden. Ich bin ein recht begeisterter Twitter-Nutzer und binde die Menschen, die meine Nachrichten lesen, auch gern in mein Leben oder meine Projekte ein. Ich habe mir im Frühjahr ein bisschen Blitzequipment gekauft. Als dann die Lieferung da war, wollte ich natürlich sofort loslegen. Problem war allerdings so schnell auch Modelle zu finden. Also schrieb ich kurz per Twitter, dass ich gern Leute empfange und kostenlos Portraitfotos von ihnen mache. Daraufhin meldeten sich dann ein paar Leute und schon war die Idee geboren. Ein wenig abgeschaut natürlich von Michaela von Aichberger, die ihre Follower malt. (http://ich-male-meine-follower.de/) Sie gab mir allerdings am Anfang ihr Einverständnis zu der ganzen Aktion. Mittlerweile sind über 70 Portraits entstanden, zum Großteil Menschen aus Dresden. Die Aktion hat bisher kein Ende gefunden und jeder darf sich gern bei mir melden und auch vorbeikommen, um sich ablichten zu lassen.

Und abschließend: Wo bist Du sonst noch im Netz zu finden?
Primär natürlich bei Twitter. Ansonsten gibt es noch einen Alltags-Blog in dem so einige Fotos mehr landen als im Portfolio.

Wenn Euch das Interview neugierig gemacht hat und Ihr Euch die tollen Fotos von Stephan Böhlig genauer ansehen wollt, dann könnt Ihr auf seiner Website http://www.livemoment.de bzw. bei seinem aktuellen Projekt http://ichfotografieremeinefollower.livemoment.de weiterstöbern…

40 sehenswerte Texteffekte für Photoshop

09.06.2010, 9:55

Hochwertige Schrifteffekte

Texteffekte in guter Qualität sind rar. Photoshop ist auch nicht gerade das perfekte Werkzeug für hochwertige Schriftzüge. Diese Kollektion mit 40 sehenswerten Texteffekten für Photoshop soll zeigen, dass es doch einiges Brauchbares und Nützliches im Netz zu entdecken gibt. Im Trend sind gerade 3D-Zeichen, die oftmals im Zusammenspiel mit einer weiteren Software wie etwa Cinema 4D entstehen.

Es sind natürlich auch einige Exoten darunter, wie etwa Text aus Gras, ein Schriftzug aus leckerer Milch oder aus Wasser, Feuer, Erde oder Luft (wenn man Wolken dazu zählen möchte). Ebenso gibt es Klassiker wie ein goldener Text oder ein Glasschriftzug zu entdecken.

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Im Interview: Alexander Mader

03.06.2010, 11:18

Im Interview: Der gelernte Mediengestalter Alexander Mader.

Alexander Mader

Bildrechte: Alexander Mader

Seit 2009 mit der Agentur weissmatt selbstständig, gestaltet er zahlreiche Kommunikationsmittel für kleine und mittelständische Unternehmen, sowie Privatleute. Zu seinem Repertoire gehören Logos, Geschäftspapiere, Flyer, Getränkekarten und einiges mehr. An dieser Stelle beantwortet er uns einige Fragen zu seiner Arbeit und gibt hilfreiche Tipps für Einsteiger.

Sind Ihrer Ansicht nach für Unternehmen unterschiedlicher Größe auch unterschiedliche Werbemittel empfehlenswert? Wenn ja, unterliegen diese speziellen Kriterien?
Ja, auf jeden Fall. Die Werbemittel richten sich zunächst nach Art der Unternehmensform und -größe und deren Zielgruppe, aber natürlich auch, und das nicht zuletzt, nach dem Budget des zu bewerbenden Unternehmens. So muss man mittelständische Unternehmen oft erst vom Nutzen der Werbung überzeugen und davon, einen gewissen Etat für Werbung anzulegen, zu investieren. In meinem Bereich werden dann nach dem Gestaltungsprozess oftmals Printmedien in Form von Flyern, Plakaten und natürlich den klassischen Geschäftspapieren (Briefpapier, Visitenkarten, Blöcke, etc.) produziert.

Nach welchen Prinzipien gehen Sie bei Ihren Arbeiten vor und wie erfassen Sie das Kundenanliegen am ehesten?
Zuerst einmal ist es wichtig, zu wissen, worum es geht. Das klingt einfacher als es ist. Darum ist es sehr wichtig, dass die Kommunikation zwischen Kunden und Dienstleister stimmt. So muss man sich viel Zeit für den Kunden nehmen und wichtige Fragen stellen. Das ist Übungssache. Wenn man soweit ist, dass man weiß, in welche Richtung die Sache steuert, kann man Empfehlungen aussprechen und mehr beratend wirken. So kommt man eigentlich sehr effektiv zu einem geistigen Entwurf, der für beide Seiten sehr gut funktioniert und den Werbenutzen voll ausschöpft. Je mehr Fragen oder Ungereimtheiten im Vorhinein geklärt sind, desto fließender läuft die eigentliche Produktion, der Gestaltungsprozess, etc.

Bildrechte: Alexander Mader

Durch welche Projekte haben Sie einen besonderen Fortschritt Ihrer Fähigkeiten feststellen können?
Eigentlich durch Projekte, die etwas Neues fordern, also Bereiche, in denen man noch nicht so routiniert vorgeht. Da kommen dann ganz tolle Dinge zustande. Projekte dieser Art kosten deutlich mehr Zeit, da man sich viel informieren muss, aber bringen einen auch dementsprechend weiter im Beruf. Für ein Kaffeehaus z.B. musste ich die komplette Werbung zur Firmengründung selbst organisieren. Da kam dann alles zusammen, von den Standardsachen wie Geschäftspapieren, Flyern für Eröffnungsaktionen, Etiketten, aber auch Außenbeschriftung, Tragetaschen, Anzeigen, Innentextilien und und und…

Haben die Projekte zu Beginn Ihrer Karriere Ihren Stil besonders beeinflusst?
Ich denke schon, dass diese Projekte einen gewissen Einfluss auf meine Vorgehensweise und vielleicht auch den Stil haben. Allerdings entwickle ich mich bei jedem Projekt auch weiter und wachse an den Herausforderungen. Das spiegelt sich auch im Stil wider. So gewisse Grundideen, oder auch Herangehensweisen (z.B. bei der Logoentwicklung) sind jedoch in meinem Stil fest verankert.

Haben bestimmte Printmedien, wie Flyer, für Unternehmen unterschiedlicher Größe einen höheren Nutzen für die Promotion?
Einerseits sind Flyer Wegwerfprodukte. Die ersten paar Sekunden, in denen man einen in die Hand nimmt, entscheiden, ob er in die Tonne fliegt oder in die Tasche wandert. Ich achte bei der Flyergestaltung immer auf eine ansprechende Optik und ebenso auf eine wertige Haptik. Der Nutzen eines Flyers ist stark von dessen Inhalt abhängig. Geht es darum nur Informationen (z.B. Neueröffnung) weiterzugeben, oder will man jemand zu einer Aktion einladen (z.B. Einladung kulturelles Event). Außerdem ist der Erfolg davon abhängig, inwieweit die Zielgruppe definiert und bekannt ist.

Bildrechte: Alexander Mader

Welche Programme sind Ihrer Ansicht nach für Anfänger, die keine Vorkenntnisse besitzen, autodidaktisch sehr sinnvoll, um in die Mediengestaltung einzusteigen?
Ich denke für Anfänger sind, auch aus finanzieller Sicht, Opensource Programme wie Gimp (Bildbearbeitung), Scribus (Layout & Satz) und Inkscape (Vektorgestaltung) eine sinnvoller Weg in die Mediengestaltung einzutauchen. Allerdings ist meiner Meinung nach eine Ausbildung klare Voraussetzung für diese Branche. Man muss sehr viele theoretische Grundlagen erlernen. Dazu gehören z.B. Typografie, Farbgestaltung/-psychologie, Gestaltungskonzepte, etc. Ich sehe leider viel zu häufig grobe gestalterische Patzer in der Werbung, vor allem bei einfacheren und günstigeren Printprodukten wie Faltblättern und Flyern.

Ist es auch Anfängern möglich, mit Standardprogrammen Werbemittel, wie etwa ein ansehnliches Plakat, zu entwerfen, das die nötigen Voraussetzungen erfüllt?
Ich denke von der technischen Seite betrachtet ist es möglich. Man muss sich auf der einen Seite mit den jeweiligen Programmen auseinandersetzen, auf der anderen Seite anhand von Fachbüchern Grundlagen erlernen. Das reicht sicher für ein Abi-Plakat oder eine , aber ist deutlich zu wenig für einen Firmenkunden.

Können Sie uns ein Beispiel geben, bei dem Sie selbst starke technische Fortschritte bei sich bemerkt haben?
Technische Fortschritte habe ich bei längeren Produktionen welche mit viel Zeitaufwand verbunden sind erlebt, z.B. bei einer Produktion für einen Reisekatalog, den ich komplett selbst gestaltet und gesetzt habe. Dabei lernt man die spezielleren Funktionen eines professionellen Layoutprogramms kennen und weiß diese umso mehr zu schätzen. Man arbeitet zudem von Tag zu Tag immer effizienter und sicherer.

Bildrechte: Alexander Mader

Sind Fortschritte stark von der vorhandenen Ausrüstung abhängig und würden ohne diese womöglich nicht zustande kommen?
Die Ausrüstung entscheidet sicher nicht, ob etwas gelingt oder nicht. Aber sie unterstützt einen ungemein dabei, ein Projekt komfortabel und sauber zu realisieren. Beim Arbeiten mit professioneller Software z.B. versteht man verschieden technische Aspekte erst richtig und deren Bedeutung. Letztendlich macht man aber nur Fortschritte wenn man sich viel mit dem Thema auseinandersetzt, d.h. viele Projekte erarbeitet und mitentwickelt. Da gehört es natürlich dazu auch den einen oder anderen Fehler zu machen und daraus seine Schlüsse zu ziehen.