EU will Onlinehändler zum europäischen Versand zwingen

28.02.2011, 12:42

Seit Jahren schon versucht die Europäische Union, Barrieren für den europaweiten Versandhandel zu beseitigen und zugleich einen hohen Standard in Sachen Verbraucherschutz einzuführen. Mit einer neuen Richtlinie will das Parlament nun Onlinehändler dazu zwingen, ihre Waren in allen EU-Ländern anzubieten.

Der Richtlinienentwurf sieht vor, dass Onlinehändler in der EU ihre Produkte nicht nur in allen 27 Ländern anbieten können, sondern das sogar müssen. Die Verbraucher in allen EU-Mitgliedsstaaten sollen online dadurch Zugang zu allen europäischen Händlern erhalten und ihre Waren ohne Einschränkungen über Grenzen hinweg bestellen können, berichtet die FTD. Ursprünglich plante die EU eine Richtlinie, die möglichst gleiche Rahmenbedingungen für alle europäischen Unternehmen schaffen sollte.Im Zuge dessen sollte das Verbraucherrecht in der EU harmonisiert werden. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch.

Würde der neue Entwurf umgesetzt, müssten die Onlinehändler sich mit den Verbraucherrechten in allen 27 Ländern beschäftigen und ihre Geschäftsbedingungen sowie Widerrufsbelehrungen entsprechend den nationalen Anforderungen anpassen.

Bislang kann jeder Onlineversender selbst entscheiden, in welchen Ländern er seine Produkte anbietet und in welche er nicht versenden möchte. Die Richtlinie würde ihm diese Entscheidungsfreiheit nehmen. Zugleich würde dadurch der Onlinehandel insbesondere für kleine Unternehmen zu einem Risikogeschäft. Entsprächen die AGB nicht den jeweiligen Verbraucherschutzbestimmungen oder würden bestimmte Länder ausgenommen, so müssten Onlinehändler mit Abmahnungen aus verschiedenen Ländern rechnen.

Ein solches Vorgehen benachteilige vor allem die kleinen Unternehmen, ist sich Christian Groß vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) sicher. Sie könnten die rechtlichen Risiken und den größeren Aufwand für einen europaweiten Versand nicht tragen. Großen Anbietern wie Amazon schade die Richtlinie hingegen nicht. Im Gegenteil sie gewönnen noch weiter an Bedeutung, da kleine Anbieter verdrängt würden.

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E-Book-Bereich für Android Market

28.02.2011, 12:11

Drei verschiedene Inhalte sollen schon Bald Einzug in Googles Android Market erhalten. So sollen neben den bisher verfügbaren Apps auch E-Books, Musiktitel oder Videos direkt aus dem Android Market herunterzuladen sein. Zwar sind die Bereiche noch nicht offiziell freigeschaltet, doch lassen sie sich bereits über eine URL aufrufen.

 

(Quelle: androidapptests.com)

Der E-Book-Bereich ist momentan nur in den USA unter der URL market.android.com/books erreichbar. Das Angebot ist zwar bestimmt nicht so umfassend wie das eines Kindle Stores, doch preislich gesehen sollen die E-Books denen von Amazons E-Book-Store ähneln.

Bisher waren solche Bücher nur als gewöhnliche App im Angebot enthalten. Welches Format die nun bald angebotenen E-Books haben werden, ist noch unklar. Neben den Büchern werden auch Audio- und Videodateien bald im Android Market zu finden sein, denn bei der Eingabe der URLs market.android.com/music und market.android.com/movies erhält man dort keine Fehlermeldung, dass es sich um eine nicht existierende URL handelt. Wann diese beiden Sektionen jedoch freigeschaltet werden und wie das Angebot aussehen wird, ist noch unklar.

(Marco Schürmann | Quelle: winfuture.de)

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Bei Google Mail verschwinden Konten

28.02.2011, 11:46
Maikonten bei Google machen Probleme

“Sie haben überhaupt gar keine Nachrichten mehr”: Mit dieser imaginären Fehlermeldung müssen zur Zeit rund 150.000 Google-Mail-Nutzer rechnen, die den Versuch starten, sich in ihr Konto einzuloggen. Tatsächlich sind alle Mails komplett verschwunden. Google arbeitet daran, den Fehler zu finden.

Seit gestern Abend häufen sich im Google-Supportforum die entsprechenden Fehlermeldungen. “Alles ist verschwunden, meine empfangenen Nachrichten, meine gesendeten Nachrichten, meine Entwürfe”, schreibt dort nur einer von zahlreichen Usern und bittet um schnelle Hilfe. Seit zwei Uhr heute Nacht (deutsche Zeit) arbeitet Google laut eigener Statusangabe an einer Lösung, zur Stunde dauert die Fehlersuche noch an. Demnach sollen lediglich weniger als 0,08 Prozent aller Google-Mailkonten betroffen zu sein. Dies entspricht jedoch einer Gesamtanzahl von rund 150.000 Mailkonten, berichtet der Spiegel.

Eine andere Wahl, als abzuwarten, haben die betroffenen User nicht. Eine Ausnahme gilt nur für die Nutzer, die im Vorfeld ein Backup von all ihren Nachrichten gezogen haben. Dies ist zum Beispiel über einen POP-Zugang möglich.

Anfang des Jahres musste sich Google erst mit einem Fehler in seinem mobilen Betriebssystem Android auseinandersetzen. Dabei hatten einige Smartphones SMS willkürlich an Kontakte aus dem Handy-Adressbuch verschickt.

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Bundestag beschließt De-Mail-Gesetz

28.02.2011, 10:28

Mit der Abstimmung über das De-Mail-Gesetz hat der Deutsche Bundestag vergangene Woche den Weg für die Einführung des rechtsverbindlichen E-Mail-Verkehrs frei gemacht. Das Gesetz wird wahrscheinlich schon in den kommenden Wochen in Kraft treten.

Der neue De-Mail-Dienstbietet ein zuverlässiges Verfahren für die elektronische Kommunikation zwischen Bürgern, Unternehmen und Behörden. Er ermöglicht unter anderem eine beweiskräftige Versand- und Zustellbestätigung. Diese elektronische Form des Einschreibens ist zum Beispiel bei Terminsachen hilfreich. So können viele Briefsendungen oder persönliche Besuche im Amt künftig durch E-Mails ersetzt werden. Allein durch wegfallende Porto-, Druck- und Verpackungskosten können nach Berechnungen des Bundesinnenministeriums pro Jahr im öffentlichen und privaten Bereich Kosten von bis zu 1,4 Milliarden Euro vermieden werden.

Auch für den Bürger soll sie Geld und vor allem Zeit sparen, da man weniger Briefe schreiben und weniger Behördengänge vornehmen muss. Außerdem soll die Kommunikation deutlich verbessert werden. De-Mail darf nur von Providern betrieben werden, die vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert und akkreditiert wurden. Außerdem überprüft das BSI immer wieder die Sicherheit der eingesetzten Produkte sowie die Zuverlässigkeit der Organisation und der Prozesse bei den Providern.

De-Mail sieht zum einen eine standardmäßige Transportverschlüsselung und darüber hinaus eine zusätzliche Ende-zu Ende-Verschlüsselung als Option vor. Beim De-Mail-Verfahren werden die Nachrichten aus technischen Gründen auf einem hochsicheren Server innerhalb des Bruchteils einer Sekunde ent- und wieder verschlüsselt. Dieses Verfahren wurde vom BSI geprüft und auf Basis höchster internationaler Sicherheitsstandards bestätigt. Umgekehrt erhöht De-Mail die Sicherheit von Mails schon dadurch, dass bei einer De-Mail der Absender eindeutig identifiziert werden kann. Da sich der Inhaber eines De-Mail-Kontos bei der Eröffnung mit dem neuen Personalausweis oder über das PostIdent-Verfahren ausweisen muss, kann der Versender einer De-Mail eindeutig festgestellt werden. Das Spam-Aufkommen lässt sich durch die eindeutige Identifizierung des Versenders wirksam eindämmen und gerade die besonders gefährlichen Phishing- und Trojaner-Attacken, die auf die Anonymität der E-Mail setzen, werden durch De-Mail deutlich erschwert.

(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

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Papierpreise steigen weiter deutlich

28.02.2011, 10:21

Wie vor rund einem Jahr hat vergangene Woche Papierunion erneut eine deutliche Preiserhöhung bei den Papierpreisen für das grafische und Office-Sortiment angekündigt. Damit will man die Steigerungen der Papierhersteller im März an die eigenen Kunden weitergeben.

Quelle: Pixelio.de

Fotograf: Rainer Sturm

Nach Papierunion haben die Papierhersteller angekündigt, die Preise im kommenden März erneut zu erhöhen. Aus diesem Grund wird man die eigenen Preise für das grafische und Office Sortiment zum 21. März 2011 um 8 Prozent anheben müssen. Die Papierindustrie begründet die erneute Preisanhebung mit den weiter gestiegenen Produktionskosten und der daraus resultierenden unbefriedigenden Ertragslage.

In Zukunft dürfte es also immer wahrscheinlicher werden, dass auch Druckerzeugnisse aufgrund der stetig steigenden Papierpreise im Preis angepasst werden müssen. Erst letztes Jahr gab es mehrere “Anpassungen” der Preise von Papierherstellern und Zulieferern.

(Daniel Schürmann | Quelle: papierunion.de)

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Alle Details zum Apple iPad 2

28.02.2011, 10:16

Nur wenige Tage vor der offiziellen Vorstellung des iPad 2 von Apple hat der US-Blog Engadget von vertrauenswürdigen und in Vergangenheit gut informierten Quellen erfahren, dass das iPad 2 aufgrund einiger Probleme mit weniger erscheinen wird, als zuletzt spekuliert. Konkret werden es der SD-Slot und das Retina-Display nicht in die zweite Tablet-Generation von Apple schaffen.

 

Apples iPad 2

(Quelle: Engadget.com)

In der letzten Woche noch überschlugen sich die Meldungen, auch hier auf Beyond-Print.de, zu Apples kommender Tablet-Gerätegeneration. Doch wie nun engadget.com aus den USA berichtet und sich dabei auf gut und zuletzt immer richtig informierte Insiderquellen beruft, soll das iPad 2 mit weniger Funktionen ausgeliefert werden. Statt eines hochauflösenden Displays und einem SD-Slot werden diese beiden Features nicht im iPAd 2 sondern vermutlich erst in der dritten Generation im Jahr 2012 verbaut werden.

Zu den Gründen gibt es keine genauen Informationen, aber laut engadget.com die Angabe, dass es konstruktionstechnische Probleme gegeben haben soll, die zu den oben genannten Änderungen führten. Es scheint also kurz vor dem Start in dieser Woche eine Entscheidung gegeben zu haben, dass man diese Funktionen entfernt, um den Einführungstermin relativ zeitnah ermöglichen zu können. Damit wird Apple vermutlich seinen Jahresrhythmus einbehalten und das iPad 3 mit SD-Slot und Retina Display im März/April 2012 auf den Markt kommen.

Was dürfen iPad und Apple Liebhaber also in wenigen Tagen im Rahmen der iPad 2 Vorstellung erwarten? Der Arbeitsspeicher soll auf 512 MB erhöht worden sein, die CPU auf den neuen A5 Chip upgegraded worden sein. Es soll zudem etwas dünner, aber sonst gleich groß sein und die gleiche Auflösung wie bereits der im letzten Jahr vorgestellte Vorgänger bieten. Zudem wird mindestens eine nach vorn gerichtete Kamera verbaut sein (für Videotelefonie), vermutlich auch eine rückwärtige Kamera für Schnappschüsse.

(Daniel Schürmann | Quelle: engadget.com)

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Budget der Onlinewerbung übersteigt brutto 5 Mrd. Euro

28.02.2011, 10:10
Budget der Onlinewerbung übersteigt brutto fünf Milliarden Euro (Foto: istock/xyno)

 

Der Online-Werbemarkt in Deutschland ist 2010 um insgesamt 26 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro gewachsen. Das gibt der Online-Vermarkterkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) bekannt. Damit rückt das Internet erstmals auf Platz zwei der stärksten Werbemedien und lässt die Zeitungen knapp hinter sich.

Der Vorjahresvergleich zeigt, dass Displaywerbung erneut am stärksten von der positiven Entwicklung des Online-Werbemarktes profitiert hat. Mit einer Zuwachsrate von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat sie 2010 zum ersten Mal die Drei-Milliarden-Euro-Grenze überschritten.

Budget für Onlinewerbung

Budget für Onlinewerbung

Mit insgesamt 3,15 Milliarden Euro verzeichnet sie damit den höchsten Wert der drei betrachteten Segmente. Auf Platz zwei liegt die Suchwortvermarktung mit Werbeinvestitionen von 1,87 Milliarden Euro und einer Wachstumsrate von 15 Prozent gegenüber 2009. Es folgen die Affiliate-Netzwerke mit 339 Millionen Euro und einem Zuwachs von zehn Prozent. Ursprünglich hatte der OVK eine Steigerung von neun Prozent prognostiziert.

Werbebudget nach Medien

Werbebudget nach Medien

“Onlinewerbung ist inzwischen unverzichtbarer Bestandteil einer ganzheitlichen Zielgruppenansprache. Mit einem Plus von 26 Prozent hat unser Wachstum die ursprüngliche Prognose noch übertroffen. Erstmalig hat das Internet die Gattung Zeitungen überrundet und positioniert sich so – früher als erwartet – als zweitstärkstes Werbemedium im Mediamix”, sagt Paul Mudter (IP Deutschland), Vorsitzender des OVK im BVDW. Mit einem Anteil am Gesamtwerbebudget von 39,1 Prozent liegt das Fernsehen unangefochten an der Spitze und konnte weiter zulegen.

Die Top Ten der Werbeformate

Der Blick auf die beliebtesten Werbeformate nach Bruttowerbeinvestitionen zeigt 2010 die unverändert starke Nachfrage nach großflächigen und integrierten Standardwerbeformen – ein Indiz für die verstärkte Brandingorientierung von Onlinewerbung. Aufmerksamkeitsstarke Formate wie Wallpaper, Superbanner und Rectangle finden sich auf den ersten drei Plätzen im Ranking, gefolgt von Skyscraper, Medium Rectangle und Microsite.

Top-Ten der Display-Werbeformate

Top-Ten der Display-Werbeformate

Auch das Maxi Ad wird immer begehrter und weist damit nach dem Pre-Roll und Wallpaper die drittstärkste Wachstumsrate auf. Pre-Roll zeigt erneut das stärkste Plus unter allen betrachteten Werbeformen und dokumentiert damit den ungebremsten Zuspruch für Bewegtbildwerbung.

Für das laufende Jahr geht der OVK von einer ungebrochen positiven Entwicklung des Online-Werbemarktes aus und prognostiziert ein Wachstum des gesamten Online-Werbemarkts von 16 Prozent. Damit würde das Bruttowerbevolumen der Internetwerbung bei über sechs Milliarden Euro liegen. Als Wachstumstreiber für das laufende Jahr sieht der OVK die Werbung auf mobilen Endgeräten und die Videowerbung, deren Budget sich seit 2008 verfünffacht hat.

Der Online-Werbemarkt in Deutschland war 2009 um zwölf Prozent auf 4,1 Milliarden Euro gewachsen. Mit einem Werbemarktanteil von 16,5 Prozent überholt das Internet erstmals die Publikumszeitschriften und ist nunmehr drittstärkstes Werbemedium hinter TV und Zeitung.

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Twitter in Verhandlungen über Minderheitenanteile?

28.02.2011, 9:18
Twitter in Verhandlungen über Minderheitenanteile?

Angeblich will sich die Anlagegesellschaft JP Morgan Chase bei Twitter einkaufen. Bei Übernahme eines Minderheitenanteils durch JP Morgan könnte sich der Wert des Kurzmitteilungsdiensts auf rund 4,5 Milliarden US-Dollar erhöhen.

Die Investition des Fonds von JP Morgan würde 450 Millionen US-Dollar betragen. Damit hielte die Anlagegesellschaft zehn Prozent an Twitter, dessen Bewertung auf 4,5 Milliarden US-Dollar steigen würde. Das berichtet die Financial Times. Ob es sich bei den Plänen um eine direkte Investition handelt oder ob die Anteile anderer Investoren übernommen werden sollen, sei noch unklar.

Kleiner Perkins im Dezember 2010 rund 200 Millionen US-Dollar in Twitter investiert. Damit wird der Kurzmitteilungsdienst auf 3,7 Milliarden US-Dollar bewertet.

Eine Stellungnahme der beteiligten Unternehmen liegt noch nicht vor.

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Video of the Week

28.02.2011, 8:46

Viel Spaß!

Kindle Store mit deutschen E-Books

28.02.2011, 8:43

Wer in Deutschland den weltweit beliebten “Kindle” E-Reader von Amazon nutzt, wird wissen, dass es über den offiziellen Amazon Kindle Store wenig deutschsprachige Literatur gibt. Allerdings werden immer mehr Bestseller aus dem Hause Bertelsmann in den Kindestore gestellt – nur zu beziehen sind sie nicht in Deutschland. Paradox! Aber “logisch”.

 

Der neue Kindle von Amazon

(Quelle: Amazon)

Wer auf deutschsprachige Literatur im Kindle Store zurückgreifen wollte und nach “German Edition” sucht, findet aktuell rund 6000 gemeinfreie Publikationen oder Bücher kleinerer Verlage. Wie heise.de aktuell berichtet, hat der Publishing-Dienstleister Arvato Systems über sein Distributionssystem BIC Media vor kurzem begonnen, Bücher auch an den Kindle Store zu liefern. “buchreport” berichtet, dass Arvato bereits “eine vierstellige Zahl” an deutschen E-Books aus verschiedenen Verlagen in den Kindle Store gestellt hat. Darunter, so heise.de, rund 400 Werke des Heyne-Verlags, über 500 von Goldmann und knapp 80 des C.-Bertelsmann-Verlags. Sie alle gehören zu Random House und damit wie Arvato Systems zu Bertelsmann.

Paradox ist es allerdings, dass die deutschsprachigen Bestseller nicht in Deutschland zu beziehen sind! Laut heise.de die mit Arvato Systems sprachen, liege das an der Buchpreisbindung. Die Buchpreisbindung gilt für deutschsprachige Bücher die in Deutschland verkauft werden und gilt auch für E-Books. Sie besagt, dass eine E-Book-Version auf allen digitalen Plattformen genau gleich teuer sein muss. Schon durch die Umrechnung von Dollar in Euro ergibt sich dabei laut Arvato ein großes Problem. Stellt Arvator also in einen deutschen digitalen Kiosk Titel zu einem Euro-Preis ein, müsste dieser auch im Kindle Store genau gleich sein, was durch schwankende Umrechnungskurse zu Problemen führt.

Arvato fordert daher einen deutschen Kindle Store von Amazon und der soll auch noch in diesem Jahr folgen. “buchreport” berichtet weiter, dass u.a. der oben genannte Verlag Random House sowie weitere Verlage bereits Verträge mit Amazon abgeschlossen haben.

(Daniel Schürmann | Quelle: heise.de)

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