Microsoft schließt Patentdeal

24.10.2011, 9:03
Microsoft profitiert von Android

Microsoft erweitert sein Portfolio an Rechten: Der Softwarehersteller einigte sich jetzt mit dem chinesischen Unternehmen Compal Electronics auf eine Patentsicherungsabmachung.

“Zusammen mit den Lizenzabmachungen der vergangenen Monate mit Wistron und Quanta Computer bedeutet die heutige Vereinbarung, dass mehr als die Hälfte der weltweiten Original-Design-Manufacturer-Unternehmen für Android- und Chrome-Geräte nunmehr Lizenzen aus dem Microsoft-Patent-Portfolio verpflichtet sind”, so Horacio Gutierrez, Corporate Vice President und stellvertretender Chefsyndikus in der Intellectual Property Group bei Microsoft.

Der Hintergrund: Microsoft liegt bereits seit Jahr und Tag mit Google im Clinch, was Patentverletzungen beim mobilen Betriebssystem Android und Chrome betrifft. Eine Einigung ist dort nicht absehbar – daher zieht sich der Softwaregigant die Hardwarehersteller heran und verpflichtet diese mit Patentabmachungen.

Der Abmachung zwischen Compal und Microsoft zu Folge zahle der chinesische Hersteller Lizenzgebühren, wenn seine Geräte mit Android und Chrome bestückt werden, berichtet Techcrunch. In welcher Höhe diese Lizenzgebühren angesiedelt sind, ist allerdings nicht bekannt.

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Video of the Week

24.10.2011, 8:50

Viel Spaß!

Facebook-Technologiechef Bret Taylor über Mobile

24.10.2011, 8:49
Facebook-Technologiechef Bret Taylor über Mobile

Facebooks Technologiechef Bret Taylor sieht die Zukunft des sozialen Netzwerks in der mobilen Nutzung. Bereits jetzt greifen 350 der 800 Millionen Mitglieder vom Handy aus auf das Angebot zu. Das wird sich künftig auch auf die internen Strukturen niederschlagen.

“In ein paar Jahren wird jeder Facebook-Mitarbeiter fast ausschließlich für Mobile arbeiten”, sagte Taylor gegenüber Techcrunch. Diese Veränderung sei so grundlegend wie die Verlagerung von Desktop-Anwendungen ins Internet. “Unternehmen müssen sich mehr in dieser Welt der Endgeräte als in der der Browser definieren.” Mobile und Social gehörten zusammen. Deswegen versuche Facebook auch, den Übergang vom Computer zum Handy ohne einen Bruch zu gestalten.

Facebook baut derzeit seine mobile Präsenz in eine HTML5-basierte mobile Plattform um. Das sogenannte “Projekt Spartan” wird mit Spannung erwartet. Vor drei Wochen wurden auf der Facebook Developers-Seite erste konkrete Details über das Redesign bekannt. So soll beispielsweise das Navigieren über die mobile App leichter werden, indem über eine ständig sichtbare Menüleiste ähnlich wie auf Facebooks Webseite Freundesanfragen, Nachrichten und Benachrichtigungen einzeln angesteuert werden können. Praktisch dabei ist vor allem die Benachrichtigungsliste, die nicht als neues Fenster, sondern als Drop-down-Ansicht erscheint.

Das Netzwerk hat vor zwei Wochen endlich eine iPad-App vorgestellt und die fürs iPhone überarbeitet. Über ein übersichtliches Navigationsmenü auf der linken Seite können die Nutzer der Facebook-iPad-App schnell auf die wichtigsten Bereiche des sozialen Netzwerks wie Nachrichtenfeed, private Nachrichten oder Gruppen zugreifen. Ähnlich wie bei der Desktop-Version des Netzwerks gibt es eine Menüleiste für den Chat, der neben dem Nachrichtenfeed angesiedelt. Die Fotoanzeige wurde besonders attraktiv gestaltet. Diese erscheinen wie eine Diashow in voller Bildschirmgröße, können per Fingerbewegung weitergeschoben und vergrößert oder verkleinert werden. HD-Videos können eben so in Bildschirmgröße abgespielt werden.

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Videokonsum in den USA

24.10.2011, 8:41
Videokonsum in den USA

(Foto: istockphotov.om/cybrain)

US-Amerikaner haben im September 2011 mehr als 6,8 Milliarden Videoanzeigen gesehen. Eine Milliarde davon wurde im Videonetzwerk Hulu angezeigt.

Auf Platz zwei liegt Comscore zufolge Tremor Video mit 811 Millionen ausgespielten Instream-Werbevideos, gefolgt von Adap.tv (803 Millionen) and BrightRoll (665 Millionen). Die Betrachtungsdauer betrug insgesamt 2,9 Milliarden Minuten. Über Videowerbung konnten 50,3 Prozent der US-Bevölkerung erreicht werden, jeder User bekam 45,3 Spots pro Monat gezeigt.

Untersucht man den Bewegtbildkonsum insgesamt, ergibt sich ein anderes Bild: Hier liegt Google mit Youtube ganz oben. Von den 182 Millionen US-Amerikanern, die Videos online schauen, taten dies 89 Prozent auf Google-Seiten. Auf den Positionen zwei und drei folgen Vevo mit 31 Prozent und Micrsosoft mit 29 Prozent. Ingsamt wurden fast 40 Milliarden Videos angesehen, die durchschnittliche Betrachtungsdauer lag bei 19,5 Stunden im Monat.

Onlinewerbung in bewegten Bildern wird von den Usern akzeptiert: Einer smartclip-Studie zufolge werden 75 Prozent aller Pre-Roll-Ads werden vollständig angeschaut. Auch die durchschnittliche Klickrate liegt mit 2,17 Prozent deutlich höher als die von durchschnittlichen Displaykampagnen.

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Google startet Dynamic Search Ads

21.10.2011, 13:46
Google startet Dynamic Search Ads

Anfang der Woche hat Google AdWords Express in Deutschland eingeführt, jetzt gab der Internetkonzern eine weitere Neuerung in seinen Suchanzeigen bekannt: dynamische Anzeigen, bei denen Begriffe und Texte automatisch erstellt werden. Nur zahlen muss der Werbetreibende noch selbst.

Mit den sogenannten “Dynamic Search Ads” wendet sich Google an Webseitenbetreiber, deren Inhalte sich häufig ändern, wie dies zum Beispiel bei Onlinehändlern der Fall ist. Werbetreibende gegen lediglich die URL ein, die anschließend von Google gecrawlt wird. In den Moment, in dem ein Nutzer eine passende Suchanfrage eingibt, werden Anzeige und Text automatisch erstellt. Da die Funktion als Ergänzung zu bisherigen Kampagnen gedacht ist, werden die dynamischen Anzeigen nur ausgeliefert, wenn für einen Begriff noch keine Anzeige des Kunden vorliegt.

Google-Kunden können auswählen, ob die dynamischen Anzeigen für die gesamte Webseite oder nur für Unterseiten, Kategorien oder einzelne Produkte erstellt werden. Höchstgebote und Ausschlussbegriffe können wie gewohnt festgelegt werden.

Die Mehrheit der Anzeigenkunden, die bisher an dem Pilotprojekt teilgenommen haben, hätten eine Steigerungrate in Klicks und Konversionen von fünf bis zehn Prozent erzielt, heißt es im Inside-AdWords-Blog. Die Funktion steht weltweit einer eingeschränkten Zahl von Werbekunden zur Verfügung. Interessenten können sich selbst für die Teilnahme anmelden.

Auch bei Google AdWords Express werden die Suchbegriffe automatisch erstellt. Der Dienst wurde vor allem für die lokale Wirtschaft entwickelt, Unternehmen brauchen nur einige Basisdaten zu ihrem Angebot anzugeben, einen Werbetext sowie ein monatliches Budget auszuwählen. AdWords Express schaltet die Werbung automatisch, sobald nach diesen Wörtern gesucht wird.

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Steve Jobs wollte Android bekämpfen

21.10.2011, 13:41

Die am kommenden Montag in den USA und am 31. Oktober auch in Deutschland erscheinende Biografie “Steve Jobs” erklärt auch seine Haltung zur iOS-Konkurrenz von Google – Android. Er bezeichnet Android als gestohlenes Produkt und hätte alles darum gegeben, klar zu stellen, dass Google seine Ideen nur geklaut habe.

Steve Jobs

(Quelle: Wikipedia

Fotograf: Matthew Yohe)

Die Nachrichtenagentur ‘Associated Press’ gelang vorab an eine Ausgabe der Biografie und berichtet von einer “mit Kraftausdrücken übersäten Tirade”, die Jobs gegenüber dem Autor der Biografie im Januar 2010 losgelassen haben soll. So zitiert Isaacson, der Autor, Jobs: “Ich werde Android zerstören, weil es ein gestohlenes Produkt ist. Ich bin bereit, diesbezüglich einen thermonuklearen Krieg zu entfachen”. Dabei hätte er alles darum gegeben “dieses Unrecht zu korrigieren”.

Das darauf folgende Treffen zwischen Steve Jobs und dem ehemaligen Google-CEO Eric Schmidt in einem Café wird ebenfalls in dem Buch beschrieben. So soll Jobs der Konkurrenz aus dem Hause Google mitgeteilt haben, dass er an keiner Einigung interessiert sei: “Ich will dein Geld nicht. Wenn du mir fünf Milliarden anbietest: Ich will es nicht, ich hab selbst genug Geld. Ich will nur, dass ihr aufhört, unsere Ideen bei Android zu nutzen, das ist alles.”

Auch Microsoft-Gründer Bill Gates kommt nach Angaben der ‘Huffington Post’ in der Biografie zu Wort und beschreibt den vor kurzem verstorbenen Apple-Gründer Steve Jobs als “fundamental merkwürdig” und als “Mensch seltsam mit Makeln behaftet”. Doch auch umgekehrt ließ sich Steve Jobs über Bill Gates aus und hätte ihn einen “weitsichtigeren Typ” genannt, “hätte er sich bloß mal LSD eingeworfen oder wäre in ein Aschram gegangen, als er noch jung war.”. Er bezeichnete Gates als “einfallslos” und behauptete, dass er nie etwas selbst erfunden habe, sondern stattdessen alles bei anderen abgeguckt hätte.

(Marco Schürmann | Quelle: Financial Times Deutschland)

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Fünf Tipps zum Erfolg mit In-Video-Shopping

21.10.2011, 13:33

Fünf Tipps zum Erfolg mit In-Video-Shopping

(Foto: istockphoto.com/webphotographeer)

Die Nachfrage nach Videoinhalten im Netz steigt stark an. Parallel werden auch Produktvideos immer beliebter. Warum also nicht den Betrachter unmittelbar zum Kunden machen? Das ermöglichen Shoppable-Videos. Diese fördern E-Commerce-Aktivitäten aber nur, wenn Händler ihren Bewegtbild-Content entsprechend aufbereiten und emotionale Kaufanreize schaffen. Wie Sie dabei am besten vorgehen, hat TWT Interactive in fünf Punkten zusammengefasst.

1. Implementieren Sie Shop-Funktionalitäten im Video

Das Prinzip: Das Video ist nicht nur im Shop integriert, sondern der Shop im Video. Bieten Sie mit nur einem Klick auf die Produkte Zusatzinformationen an, zum Beispiel über das Öffnen eines Overlays. Mit einem weiteren Klick sollte der Betrachter das Kleidungsstück oder ein ganzes Outfit unmittelbar in den Warenkorb legen können, ohne das Video zu verlassen. Shoppable-Videos lassen sich nicht nur in eigene Webseiten, sondern auch auf externen Plattformen einbinden und vergrößern so die Reichweite Ihrer E-Commerce-Aktivitäten.

2. Setzen Sie auf Storytelling

In-Video-Shopping lebt von der authentischen, emotionalen Darstellung der Produkte in einem alttäglichen oder bewusst imagebildenden Kontext. Erzählen Sie eine Geschichte aus Sicht einzelner Personen und Personengruppen oder bauen Sie sogar auf Charaktere, die für verschiedene Stile, Kollektionen oder Produkte stehen. Eine Episoden-Form oder dramaturgische Elemente der Geschichte können das Nutzer-Involvement mit Ihren Produkten und Ihrer Marke stärken.

3. Aktivieren Sie Ihre Betrachter

Unser Kaufverhalten ist primär unbewusst und emotional gesteuert. Videos bedienen das natürliche Bedürfnis nach Unterhaltung, Informationen sowie der Befriedigung von Neugier und können so Emotionen am besten transportieren und Kaufimpulse auslösen. Aktivieren Sie den Betrachter durch eine ansprechende, innovative Darstellung der Produkte und interaktive Hotspots. Die unmittelbare Nutzer-Erfahrung und Freude am ungewöhnlichen Einkauf-Erlebnis im Shoppable-Video treibt die Kaufentscheidung an.

4. Bauen Sie auf spezielle Technologie

Reichern Sie die Videos mit Flash-Overlays für eine Menü-Führung und Artikelbeschreibungen an, die sich Produktinformationen automatisch aus dem eigenen Onlineshop ziehen. Ihr Shopbetreiber sollte eine technische Schnittstelle anbieten, um den Onlineshop an das Videoshopping-System anzubinden. Eine kundenfreundliche Variante ist die Kaufabwicklung unmittelbar nach dem Klick auf ein Outfit durch Eingabe der Daten in ein Flash-Formular.

5. Verwerten Sie Ihre bestehenden Videos

Um In-Video-Shopping zu betreiben, müssen Sie nicht zwangsläufig neue Videos produzieren. Bereits existierende, unternehmenseigene Videos, die die Anforderungen eines Shoppable-Videos erfüllen, können nachträglich mit einzelnen Produktinformationen versehen werden. Kennzeichnen Sie Ihre Clips, die zum Beispiel auf reichweitenstarken Video-Plattformen wie YouTube oder Sevenload zur Verfügung stehen, mit einem Warenkorbsymbol oder dem Hinweis “In diesem Video können Sie shoppen”.

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Selbstkontrolle im digitalen Zeitalter

21.10.2011, 11:57

Der Mensch muss sich im digitalen Zeitalter Selbstkontrolle zurückerkämpfen, um mit dem Informationsdschungel zurecht zu kommen. Frank Schirrmacher, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ), fordert in seiner Keynote beim Kongress des Dialog Marketing Verband Österreich die Rückbesinnung auf Intuition und Kreativität. “Technische Evolution bedeutet immer Amputation. In der digitalen Welt brauchen wir Selbsterziehung, um nicht von Giganten erdrückt zu werden, die uns die Erinnerung und das eigenständige Denken abnehmen wollen.”

Frank Schirrmacher:

Digitale Beschleunigung braucht

Kompensation (Foto: DMVÖ)

Die heutige Herausforderung ähnle jener zur Zeit der Einführung der Maschinen, erklärt Schirrmacher. “Die Fabriksbesitzer um 1870 stellten ein Problem bei ihren Arbeitern fest, das man “Fatigue” nannte. Die Menschen, die zuvor stets am Land hart gearbeitet hatten, mussten ihr Muskelsystem an die neue Arbeitsweise anpassen. Daraus entstanden Marathonlauf und das Fitness-Center.” Statt Bizeps und Rücken komme heute das Gehirn nicht mit der Arbeitsweise zurecht, was sich im Burnout zeige – weshalb hier dringend Kompensation nötig sei.

Das Beispiel Multitasking – das der FAZ-Herausgeber als “Körperverletzung” bezeichnet – zeige diese Überforderung. “Wer während der Arbeit eine E-Mail empfängt und nachsieht, schweift nach dem Lesen auf andere Internetseiten ab, bis er nach 25 Minuten wieder zu seiner Arbeit zurückkehrt. Oft dann mit der Frage: Was wollte ich gerade tun?” Dieser Arbeitsstil sorge dafür, dass man abends höchstens für die Seifenoper, jedoch kaum mehr zum Bücherlesen fähig ist. Zudem nehme überall in der Gesellschaft die Kurzfristigkeit überhand – da das Gehirn etwa auch bei SMS-Empfang sofortiges Nachsehen fordere.

Für beide Folgen der Digitalisierung – Verlust der Konzentration und Vergesslichkeit – bieten Google & Co Lösungen. “Googles Botschaft ist: ‘Ihr dürft ruhig vergessen. Je transparenter ihr seid, desto besser können wir euch an alles erinnern.’ Zudem besteht die größte Macht des Suchriesen darin, als Monopolist Aufmerksamkeit, die heute wichtigste Währung, zu verteilen”, so Schirrmacher.

Die Abhängigkeit von Suchreihungen, die daraus entsteht, ist jedoch enorm. Schon eine winzige Veränderung im Algorithmus lässt Unternehmen verschwinden oder beeinflusst die Themenwahl der Medien: Durch eine Cricket-Vorliebe eines “Google News”-Mitarbeiters erfreute sich die Sportart kürzlich in deutschen Medien plötzlicher Beliebtheit. “Wie wäre es, wenn es sich bei der Beeinflussung um politische, konfessionelle Neigungen handelte?”, fragt der Medienexperte.

Da die Speicherkapazitäten ständig zunehmen, wird auch alles gemessen. “Entscheidend ist die Frage, ob die Schlüsse daraus auch richtig sind. Da wir nie ins vordigitale Zeitalter zurückgehen werden, brauchen wir unbedingt Menschen, die das System durchschauen und Dinge beherrschen, die der Computer nicht kann.” Intuition, Bauchgefühl, Fehlertoleranz und Kreativität seien deshalb gefragt und sollten auch in der Ausbildung stärker gefördert werden, empfiehlt Schirrmacher.

(Johannes Pernsteiner/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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Topmarken im Internet

21.10.2011, 11:33
Topmarken im Internet

Facebook konnte die Zahl seiner User in Deutschland von August auf September 2011 um 57 Prozent steigern: Von 44,7 Millionen deutschen Internetnutzern besuchten 25,4 Millionen das soziale Netzwerk.

Damit liegt Facebook auf Platz zwei hinter Google, das Nielsen zufolge mit 38,0 Millionen Unique Usern unangefochten an der Spitze liegt. Auch YouTube und Amazon verzeichneten im Vergleich zum September 2010 mehr Nettonutzer (plus 16,2 Prozent beziehungsweise plus 8,2 Prozent), während die weiteren führenden Angebote des Rankings im Vergleich zum Vorjahr nahezu stagnierten oder sogar leicht rückläufige Besucherzahlen aufweisen.

Topmarken im Internet

Topmarken im Internet

Die Entwicklung von Facebook spiegelt sich auch in den Daten für die gesamte Kategorie sozialen Netzwerke innerhalb der Nielsen-Internetnutzerstatistik wider. Durchschnittlich wurden die Angebote dieser Kategorie mit einer Unique Audience von 31 Millionen Nutzern von rund 2,7 Millionen Nutzern mehr besucht als im Vorjahresmonat, was das überdurchschnittliche Wachstum von Facebook im Vergleich zu ähnlichen Angeboten belegt. Der neue Shootingstar im Bereich Social Media, Google+, brachte es allerdings allein im September 2011 auf 2,6 Millionen Nettonutzer.

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Media-Markt setzt auf falsche Preis-Strategie

21.10.2011, 11:24

Der iPhone-Sprachassistent Siri ist nach wie vor in aller Munde, diesmal schreibt das hilfreiche Tool jedoch negative Schlagzeilen. Wie Sicherheitsexperte Graham Cluley von Sophos herausgefunden hat, empfängt Siri auch dann Kommandos, wenn das Telefon gesperrt ist. In einem Interview kritisiert der Fachmann Apple für eine riskante Entscheidung bei den Standard-Einstellungen von Siri.

Sprachsteuerung mit Siri

auf dem iPhone 4S

(Quelle: pcmag.com)

Auch wenn das eigene iPhone mit einem Code geschützt ist, können Fremde das Gerät bedienen. Möglich machen das die umfangreichen Rechte des sprechenden “Personal Assistant” Siri und eine problematische Voreinstellung für selbigen.

Das Apple-Smartphone nimmt auch dann Sprachkommandos entgegen, wenn es eigentlich für normalen Zugriff gesperrt ist. Dies kann weitreichende Folgen haben, wie Cluley herausfand. Er borgte sich das Telefon eines Kollegen und war dank Siri in der Lage, in seinem Namen E-Mails und Textnachrichten zu verschicken, berichtet er im Sicherheitsblog ‘Naked Security’. Auch eine Manipulation von Kalendereinträgen und die Ansteuerung weiterer Funktionen ist möglich.

Im Gespräch mit pressetext erläutert der Experte die Tragweite dieses Umstands. “Man kann Nachrichten unter fremdem Namen verschicken oder Leute zu Terminen einladen. Es ist möglich herauszufinden, wer im Adressbuch steht und wer mit wem in Kontakt ist”, schildert Cluley. “Man kann auch per Siri-Kommando peinliche Fotos schießen, die dann vielleicht mit weiteren Geräten synchronisiert und von anderen Menschen gesehen werden.”

Der Sicherheitstechniker hält das Problem für unterschätzt. “Viele denken, dass das nicht so schlimm ist, weil es nur ein Telefon betrifft. Aber stellen Sie sich vor, das Gleiche wäre mit ihrem PC zu Hause möglich – die Leute wären in hellem Aufruhr!”, unterstreicht er die Tragweite. “Ein Smartphone ist ja nichts anderes als ein kleiner Computer.”

Er kritisiert Apple scharf für die bewusste Entscheidung, iPhone-Nutzer diesem Risiko auszusetzen. Denn in den Optionen von Siri befindet sich ein Schalter, der den Sprachassistenten ausschaltet, während das Telefon gesperrt ist. Diese Einstellung ist allerdings standardmäßig deaktiviert.

“Apple hat hier ganz klar Komfort anstelle der Sicherheit bevorzugt. Das ist eine sehr gefährliche Entscheidung, zumal Siri eines der wichtigsten Verkaufsargumente für das iPhone 4S ist”, so Cluley abschließend.

(Georg Pichler/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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