Hat Google auch die Privatsphäre-Einstellungen des Internet Explorers umgangen?

21.02.12, 12:05

Internetkonzern wird zum Cookie-Monster

Googles Privatsphäreverletzungen

(Foto: fotolia.com/Julian Weber)

Der Verdacht, dass Google die Privatsphäreeinstellungen von Nutzern des Apple-Browsers Safari umgangen haben soll, ist bereits Gegenstand eines Beschwerdebriefs an die US-Handelskommission. Nun stellt auch Microsoft fest, dass der Internetgigant die Datenschutzvorgaben ihrer Internet-Explorer-Nutzer umgangen haben soll.

Google soll auch die Privatsphäreeinstellungen der Nutzer des Microsoft-Browsers Internet Explorer umgangen haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Google hinsichtlich Safari-Nutzern hat das Microsoft-Team die Einstellungen seiner User unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass Google auch beim Internet Explorer die Sicherheitsvorgaben umgehe und das Nutzerverhalten mit Hilfe von Cookies nachverfolge, so das Microsoft-eigene IE-Blog.

“Wir haben herausgefunden, dass Google das P3P Privatsphärenschutz-Feature des Internet Explorers umgeht. Das Ergebnis ist ein ähnliches wie die kürzlich entdeckte Umgehung der Datenschutzeinstellungen in Apples Safari-Browser, obwohl der tatsächliche Umgehungsmechanismus von Google ein anderer ist”, so Dean Hachamovitch, Corporate Vice President, Internet Explorer im Blog.

Das Unternehmen reagierte zunächst mit einer Tracking Protection List, mit deren Hilfe IE-Nutzer die Cookie-Ablage verhindern können. Außerdem arbeite man daran, die Sicherheitseinstellungen zu verfeinern. In den USA haben unterdessen drei Parlamentarier eine Beschwerde über die Privatsphärenverletzung von Google bei Safari-Nutzern an die US-Handelskommission FTC weitergegeben.

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