Mit dem Online-PrintShop 5 (OPS) präsentiert Printdata und die Software-Schmiede M/S VisuCom zur drupa eine neue Version ihrer web-basierten Vermarktungslösung für Druckerzeugnisse. Zu den Innovationen gehören ein HTML-basierender Editor, eine App für mobile Endgeräte, eine tiefe Integration der Publishinglösung VIVA, eine optimierte Administration und eine durchgängige Prozesssteuerung.
Frank Siegel, Geschäftsführer printdata
(Quelle: initiative-online-print.de)
Zur drupa kündigt die Karlsruher Printdata GmbH und die Koblenzer M/S VisuComeine neue Version des erfolgreichen Online-PrintShop an. Die komplett überarbeitete Version wartet mit einer Vielzahl produktionssteigender und zukunftsorientierter Funktionen auf. „Im Grunde wird die bisherige Bedeutung des Begriffs Web-to-Print den umfassenden Möglichkeiten der OPS-Software nicht mehr gerecht. Denn mit OPS 5 bilden wir den gesamten Prozess der Produktion und Vermarktung von Druckerzeugnissen aller Art über das Internet ab – bis hin zu komplexen Verpackungen wie Faltschachteln“, so umschreibt Printdata-Geschäftsführer Frank Siegel die Weiterentwicklung seines Produktes.
HTML-Editor
Tatsächlich scheinen Printdata und M/S VisuCom ihre Hausaufgaben gemacht zu haben. Ein neu entwickelter, HTML-basierender Online-Editor, der die flash-basierte Variante ablöst, aber in Handling und Funktionsumfang seinem Vorgänger ebenbürtig ist, zählt zu den technischen Highlights der neuen Version. Der von M/S VisuCom entwickelte Editor unterstützt Geräte- und Browserunabhängig echtes WYSIWYG für vordefinierte oder selbst erstellte Layouts und macht damit das Bearbeiten auch auf Tablet-Geräten möglich.
Mobile App
Damit wird das Segment Mobile Commerce aber nicht allein abgedeckt.Eine passende App, ebenfalls Bestandteil des OPS 5, erlaubt Printbuyern die mobile Kalkulation, Konfiguration und Bestellung von Druckerzeugnissen. Dabei greift das Tool auf den Datenbestand, der auch im Backend zur Verfügung steht, zu. Vorerst nur für iOS-Geräte verfügbar, verspricht Printdata eine schnelle Migration für Geräte andere Hersteller (Android).
VIVA Publishing
Mit einer tiefen Integration der Publishing-Lösung VIVA setzen die Anbieter auf die seit 15 Jahren im Markt befindliche Alternative zu den „großen“ Lösungen von Adobe und Quark. Geschäftsführer von M/S VisuCom Werner Jung zum Ergebnis der Entwicklungsarbeit für OPS 5: „Wir können unseren Kunden eine im Markt einzigartige Skalierbarkeit des Funktionsumfangs ihrer Lösung bis hin zur Steuerung ihrer Produktionsprozesse bieten“
Druchgängige Prozesssteuerung
Mit der neuen Prozesssteuerung in OPS wird der komplette Warenkreislauf von der Bestellung über die Produktion bis hin zum Versand, Tracking und Retourenmanagement abgedeckt. Durch offene und flexible Schnittstellen ist aber auch die Anbindung bestehender MIS und ERP-Lösungen anderer Hersteller möglich.
Die Features der neuen Version scheinen durchdacht und machen neugierig auf die Präsentation zur drupa. Wir werden mit unserem beyond-print Team vom Stand des Herstellers berichten und die Lösung begutachten.
Adobe präsentiert am 23. April zwei neue Produkte: die Adobe® Creative Suite® 6 (CS6) und die Adobe Creative Cloud. Die CS6 ist die neueste Version der führenden Desktop-Applikationen von Adobe und bietet zahlreiche Innovationen für jeden Kreativbereich. Die Creative Cloud wird Adobes bisher umfassendste Kreativlösung sein.
(Bild: Adobe.com)
Über dieses abonnementbasierte Angebot können Anwender künftig auf sämtliche CS6-Applikationen und zugehörige Dienste sowie auf neue Tools, Adobe Touch Apps und vielfältige Community-Funktionen zugreifen.
In einem Abonnement für die Creative Cloud sind außerdem sämtliche Updates und Upgrades inbegriffen. Die Adobe Creative Suite 6 und die Adobe Creative Cloud erscheinen in der ersten Jahreshälfte 2012. Letztere ist eine wichtige Neuerung, die den Prozess der Inhaltserstellung grundlegend verändert und zur Zentrale für Kreativität werden wird. Neue Applikationen und Dienste erleichtern die Interaktion mit Kreativwerkzeugen und ermöglichen eine weltweite soziale Vernetzung von Kreativen.
Die Creative Cloud ist eine Komplettlösung, die eine Reihe an Diensten, Adobe Creative Suite®-Applikationen für den Desktop und Adobe Touch Apps sowie Community-Funktionen zusammenführt. Mit diesen Funktionen können neue und bestehende Kunden die Erstellung von Inhalten vom Desktop auf andere Medien ausweiten und über verschiedene Kanäle veröffentlichen.
Bei der Einführung der Creative Cloud werden u. a. Funktionen zur Verfügung gestellt, die speziell für die Verwaltung von Dateien auf mehreren Geräten mithilfe der Adobe Touch Apps konzipiert sind. Man kann sie dazu nutzen, in Touch Apps oder Creative Suite-Applikationen erstellte Dateien auf Ihrem Tablet oder Desktop-Computer weiterzubearbeiten oder zu präsentieren. Ebenfalls lassen sich Dateien mit mehreren Ebenen, Zeichenflächen oder Seiten in einem Webbrowser anzeigen und überall mit anderen austauschen. Ebenfalls enthalten ist die Digital Publishing Suite Single Edition, die kleinen bis mittelgroßen Agenturen und freiberuflich tätigen Designern eine einfache und kostengünstige Methode zur Bereitstellung von Apps für iPads, z. B. Broschüren, Portfolios oder visuell aufwendige eBooks bietet. Mithilfe vertrauter Adobe InDesign® CS5.5-Werkzeuge können Anwender ihrer Kreativität freien Lauf lassen und interaktive Inhalte entwickeln.
Die vollständige Funktionalität macht Adobe im Laufe des ersten Halbjahrs 2012 verfügbar. Bei planmäßiger Umsetzung haben Creative Cloud-Teilnehmer dann auch folgende Möglichkeiten:
(Bild: Adobe.com)
• Applikationen – Zugang zum gesamten Portfolio der Creative Suite-Applikationen für den Desktop sowie den sechs Touch Apps, die auf der MAX angekündigt wurden. Damit erhalten Kunden alle Werkzeuge, die derzeit in der Adobe Creative Suite Master Collection enthalten sind, z. B. Adobe Photoshop®, Adobe InDesign®, Adobe Illustrator®, Adobe Dreamweaver®, Adobe Premiere® Pro und Adobe After Effects®, sowie neue Werkzeuge, die sich aktuell in der Beta-Phase befinden wie Adobe Edge und Adobe Muse.
• Dienste – Wichtige in die Adobe Digital Publishing Suite integrierte Technologien für die Bereitstellung interaktiver Publikationen auf Tablets, Adobe Business Catalyst® zur Erstellung und Verwaltung von Websites und neue Design-spezifische Dienste, z. B. die Nutzung Cloud-basierter Schriften für Website-Layouts mithilfe einer Technologie, die Adobe durch die Übernahme von Typekit Inc. erworben hat. Diese Dienste erweitern die begrenzte Funktionalität der Desktop-Applikationen und bieten Kunden viele zusätzliche Optionen.
• Community – Adobe arbeitet noch an der Fertigstellung dieses Bereichs der Creative Cloud. Geplant sind Optionen zur Präsentation und zum Austausch kreativer Inhalte und Ideen mit Gleichgesinnten auf der ganzen Welt, und ein Forum für Feedback und Anregungen, das die Vernetzung zwischen Kreativen fördert.
Die Creative Cloud ist ein abonnementbasiertes Angebot. Man hat die Wahl zwischen einer einjährigen Teilnahme oder einem monatlich kündbaren Abonnement, das Sie je nach Bedarf beenden oder reaktivieren können. Beim Jahresabo ist die monatliche Gebühr geringer, das Monatsabo bietet eine höhere Flexibilität. Neben einem kostenpflichtigen Abo sind einige der Funktionen kostenlos zugänglich, z. B. Datensicherung, Dateiverwaltung und -zugriff und andere Community-Funktionen.
Derzeit ist es möglich direkt von Ihrem Tablet aus auf Kreativprojekte zuzugreifen, ohne Dateien per E-Mail versenden oder per Kabel synchronisieren zu müssen. Öffnen Sie mit Adobe Touch Apps erstellte Dateien zur Weiterbearbeitung auf dem Desktop, oder importieren Sie mit Creative Suite-Applikationen angefertigte Arbeiten als Referenz oder zur Präsentation in eine der Touch Apps. Importieren Sie nur die Ebenen oder Zeichenflächen, die Sie anzeigen möchten.
Preise und Verfügbarkeit
In den USA kostet die Adobe Creative Cloud 49,99 US-Dollar im Monat. Adobe wird seine Kreativlösungen wie die Creative Suite, Photoshop, Illustrator, InDesign und Dreamweaver jedoch auch weiterhin als Suiten und Einzelprodukte anbieten. Auf kurz oder lang dürfte allerdings die Cloud-Software die Zukunft für Adobe sein. Für den Preis von 49,99 US-Dollar (Vermutlich liegt der Europapreis bei 49,99 Euro) bekommt man neben allen bisherigen Cloud Features auch die CS 6 von Adobe als Cloud Lösung. Dabei handelt es sich zwar noch um Desktop-Software, diese synchronisiert und authentifiziert sich allerdings ständig über das Internet.
Update-Pfade von CS3 und CS4
Anders als anfänglich von Adobe bekannt gegeben, werden auch Nutzer der Adobe CS3 und CS4 auf die neue CS6 updaten können ohne vorher die aktuelle CS5.5 erwerben zu müssen. Die CS6 soll im ersten Halbjahr 2012 erscheinen und mit der Veröffentlichung wird es auch eine neue Bekanntgabe zu den Upgrade-Preisen für CS3 und CS4 Besitzer geben. Bislang blieb Adobe konkrete Details schuldig, klar ist jedoch, dass das Update-Angebot nur bis zum 31. Dezember 2012 gültig sein wird.
Adobe stellt seine Creative Cloud in einem kurzen YouTube-Video vor:
Der Musikdienst Spotify geht eine Kooperation mit dem Getränkehersteller Coca-Cola ein. Spotify soll hierfür auf die Facebook-Seite von Coca-Cola integriert werden.
Wie Spotify auf einer Pressekonferenz bekanntgab, geht die Musik-Plattform eine Kooperation mit Coca-Cola ein. Die Kombination aus der globalen Präsenz des Getränkeherstellers und der Musiktechnologie von Spotify, soll einen noch nie dagewesenen Zugang zur Musik bieten. Der Musik-Dienst stellt hierfür dem Player Coca-Cola-Music seine Technologie sowie seinen Musik-Katalog zur Verfügung.
Highlight der Kooperation wird eine neue Spotify-App sowie eine Kampagne der beiden Unternehmen sein. Die neue App soll zu den diesjährigen Olympischen Sommerspielen in London lanciert werden.
Coca-Cola will Spotify in seine Facebook-Seite integrieren, um seinen über 40 Millionen Fans direkten Zugang zur Spotify-Datenbank zu gewähren und ihnen eine Plattform zu bieten, auf der Social-Media direkt mit Musik verknüpft ist. “Spotify und Coca-Cola glauben beide, dass Musik, Technologie und Kreativität Menschen auf der ganzen Welt vereinen kann”, so Daniel Ek, Gründer und CEO von Spotify.
Joe Belliotti, Chef der globalen Entertainment-Marketingabteilung von Coca-Cola, erklärt, Coca-Cola konzentriere sich im Moment stark auf seinen Player Coca-Cola Music und will die Kooperation mit der Musik-Plattform Spotify nutzen um ein globales Musiknetzwerk zu kreieren. Belliotti hofft hierbei auf eine produktive und andauernde Kooperation. “Das Potential, das diese Partnerschaft in sich birgt, ist nahezu endlos”, betont Belliotti.
Vorerst wird die Zusammenarbeit allerdings nur in den Ländern zu sehen sein, in denen Spotify 2012 und 2013 startet.
Die Kooperation unterstreicht noch einmal Facebooks Entwicklung zum Medien-Hub. Das soziale Netzwerk hat bereits einen ”Listen”-Button freigeschaltet, mit dem Musik von Künstlerseiten zu Facebook weitergeleitet werden kann.
US-Behörden werfen Apple und einer Reihe Verlagshäuser vor, unerlaubte Preisabsprachen beim Verkauf von E-Büchern getroffen zu haben. Um sich gegen die Vorwürfe zu wehren, zieht Apple ein Gerichtsverfahren einer außergerichtlichen Einigung vor.
Bei der ersten Anhörung zur Sache stellte ein Rechtsvertreter des Hardwarekonzerns klar, dass Apple im Rahmen eines Gerichtsverfahrens die Vorwürfe klären möchte. “Unsere Grundeinstellung ist, dass wir wünschen, dass der Fall auf Grund der Tatsachen entschieden wird. Wir glauben nicht, dass dieser Fall gegen uns angemessen ist und möchten das beweisen”, so Apple-Rechtsanwalt Daniel Floyd.
Einen ähnlichen Ansatz verfolgen die Verlagshäuser Penguin und der zur Mediengruppe Georg von Holtzbrinck gehörende Macmillan Verlag, die sich ebenfalls vor Gericht verteidigen wollen. Außergerichtlich einigten sich bereits vergangene Woche drei weitere bei den illegalen Preisabsprachen implizierte Verlage.
Die nächste Anhörung ist für den 2. Juni 2012 geplant. Bei den Vorwürfen geht es um Preisabsprachen zwischen Apple und Verlagshäusern seit Einführung des iPad im Jahr 2010.
Der digitale Werbemarkt wächst nicht nur hierzulande. Auch in den USA wird immer mehr Budget in die digitalen Werbekanäle gesteckt. Im Jahr 2011 verzeichnet die Statistik Wachstum sowohl im Bereich Suche als auch im Display.
Das Wachstum in Such- und Displaywerbung bewirkte für den digitalen Werbemarkt in den USA eine Steigerung von 22 Prozent. Insgesamt 31 Milliarden US-Dollar wurden im Jahr 2011 für digitale Werbung umgesetzt. Das berichtet paidContent auf Basis eines Reports des Interactive Advertising Bureau (IAB).
Im Bereich Suche wurden im Jahr 2011 auf dem US-amerikanischen Markt 14,8 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Das sind 27 Prozent mehr als im Vorjahr, als dieser Bereich auf 11,7 Milliarden US-Dollar Umsatz gekommen war. Displaywerbung wuchs ebenfalls, und zwar von 9,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010 auf 11,1 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr. Dies ergibt ein Wachstum von 35 Prozent.
Die Internetwerbung in Deutschland wächst ebenfalls: Der Bruttowerbemarkt verzeichnete laut aktuellen Zahlen ein Wachstum von 3,3 Prozent. Vor allem Bewegtbildwerbung ist dabei auf dem Vormarsch.
Der Bruttowerbemarkt in Deutschland ist laut Nielsen im ersten Quartal 2012 um 3,3 Prozent auf knapp sechs Milliarden Euro gewachsen. Nach einem verhaltenen Start im Januar (0,8 Prozent) trug vor allem der Februar mit einem Plus von fünf Prozent zum Wachstum bei.
(Bild: wikimedia.org)
Bereinigt um den Sondereffekt des 29. Februar bleibt für den Monat unter dem Strich eine respektable Wachstumsrate von 4,8 Prozent. Auch im März lag der Werbemarkt mit 3,9 Prozent Wachstum signifikant über dem Quartalsdurchschnitt. Neben dem Anfang April bevorstehenden Osterfest – das im Jahr 2011 erst zwei Wochen später stattfand als 2012 – führten im Februar und insbesondere im März Etatsteigerungen im zweistelligen Millionenbereich bei den Unternehmen Unilever (insbesondere für die Körperpflegemarken Dove und Axe), der Telekom sowie bei McDonalds zu einer spürbaren Belebung. „Dieser freundliche Start ins Werbejahr lässt auf weiteren Schwung in den kommenden Monaten hoffen“, kommentiert Ludger Wibbelt, Managing Director Watch DACH, den Auftakt des Werbejahres.
Die PKW-Branche löste die Handelsorganisationen als werbestärkste Branche ab. Sie steigerte ihren Werbedruck um gut 29 Millionen Euro auf rund 402 Millionen Euro. Zwei Drittel des Zuwachses steuerte das Automobilunternehmen Audi bei, das seine Werbeausgaben im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf rund 30 Millionen Euro erhöhte und damit nahezu verdoppelte. Insbesondere Spendings für den Kleinwagen Audi A1 sowie den Kombi A4 Avant fungierten als Taktgeber im Werbeetat des Unternehmens. Deutliche Steigerungen ihres Etats nahmen zudem die Unternehmen Hyundai und Honda vor. Dennoch waren die PKW-bezogenen Werbeetats von Volkswagen und Daimler in Höhe von 48 bzw. 32 Millionen Euro die größten im betrachteten Zeitraum. Der französische Hersteller Peugeot legte bei seinen Werbeausgaben dagegen den Rückwärtsgang ein: die Ausgaben wurden um mehr als die Hälfte bzw. fast 13 Millionen Euro zurückgefahren – die stärkste Reduzierung unter den PKW-Herstellern im aktuellen Quartal.
Den höchsten absoluten Zuwachs des Werbedrucks mit einem Plus von 48 Millionen Euro verzeichneten einmal mehr die Online-Dienstleistungen. Google als werbestärkstes Unternehmen der Branche stockte seinen Etat für das Quartal um 5,2 Prozent auf rund 15,7 Millionen Euro auf. Eine ähnliche absolute Größenordnung erreichte das Hotelbuchungsportal Trivago, das seinen Etat um mehr als 10 Millionen Euro erhöhte. Einen weiteren deutlichen Zuwachs gab es bei Videoportalen und Lieferdiensten.
Die Handelsorganisationen reduzierten ihren Werbedruck um rund 30 Prozent auf 340 Millionen Euro. Besonders die Zurückhaltung der Media-Saturn-Holding, die ihren Werbedruck im Vergleich zum Vorjahresquartal halbierte und damit auf einen Schlag rund 55 Millionen Euro einsparte, schlug auf die Gesamtbilanz durch. Zum Start ihres Onlineshops mit Beginn des Jahres 2012 setzten die technischen Kaufhäuser anders als in früheren Jahren verstärkt auf Internetwerbung, während die Präsenz im TV deutlich reduziert wurde. Auch Aldi, Edeka und Netto nahmen ihre Spendings insgesamt im zweistelligen Millionenbereich zurück. Penny indessen baute den Werbedruck – gegen den Branchentrend – am deutlichsten aus. Perspektivisch rechnet Wibbelt damit, dass die Handelsunternehmen ab dem zweiten Quartal 2012 wieder verstärkt in Werbemaßnahmen investieren werden: „Sportliche Großereignisse wie die Fußballeuropameisterschaft und die Olympischen Spiele werden sich die Händler als Promotionanlass nicht entgehen lassen, zumal sich das anhaltend hohe Niveau der Verbraucherstimmung in Deutschland auch positiv auf die Konsumbereitschaft der Verbraucher auswirkt.“
Sollten die Verbraucher ihre Kauflust nicht unter anderem auf Telekommunikationsgeräte – vulgo: Handies und Smartphones – richten, könnte man mangelnde Werbeaktivitäten nicht dafür verantwortlich machen: Auch diese Branche baute ihre Etats um einen zweistelligen Millionenbetrag auf fast 40 Millionen Euro aus. Für gut ein Viertel dieses Werbedrucks zeichnet dabei alleine Apple mit dem iPhone verantwortlich, gefolgt von Samsung und Nokia. Weitere 5,6 Millionen Euro investierte Apple in die Werbung für das iPad.
Der Werbetrend der Mediengattungen verlief im ersten Quartal 2012 eindeutig zu Lasten der Printmedien. Sie gehörten zu den Verlierern unter den Mediengattungen und büßten insgesamt rund 82 Millionen Euro an Werbegeldern ein. Dabei kamen die Fachzeitschriften noch am besten davon: Sie mussten sich im Schnitt mit einer roten Null (-0,8 Prozent) zufrieden geben. Härter traf es Publikumszeitschriften (-3,7 Prozent) sowie Zeitungen (-3,8 Prozent). Die Medien im Bereich Out of Home* mussten mit einem Rückgang von insgesamt 4,2 Prozent die höchste Verlustrate verbuchen.
Die höchste Zuwachsrate unter den Above-the-line-Medien erzielte die Internetwerbung** mit einem Plus von 14,6 Prozent bzw. 78 Millionen Euro. „Vom Wachstum der Internetwerbung profitieren dank ihrer Onlinepublikationen auch Printmedienverlage, so dass deren Werbebilanz insgesamt besser aussehen dürfte als die Entwicklung im Printbereich zunächst vermuten lässt“, so Wibbelt. Auf absoluter Basis verzeichnete nur das Fernsehen einen höheren Zuwachs von 184 Millionen Euro, und auch bei relativer Betrachtung bleibt für die Fernsehwerbung ein überproportionales Plus von 7,7 Prozent. Knapp 22 Millionen Euro (6,6 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum flossen in die Radiowerbung. Die Kinowerbung konnte eine Zuwachsrate von 4,3 Prozent verbuchen.
Nach Google hat nun auch das US-amerikanische Sport- und Bekleidungsunternehmen Oakley bekannt gegeben, mit Hochdruck an der Umsetzung von Augmented-Reality-Technologien (AR) in Form einer neuartigen Hightech-Brille zu arbeiten. Ganz wie bei der Konkurrenz des Internetkonzerns soll auch hier ein Head-Up-Display zum Einsatz kommen, das den Brillenträger mit allerlei nützlichen Informationen über seine aktuelle Umgebung und Smartphone-ähnlichen Features versorgt. Wichtigster Unterschied zum Google-Projekt: Die Nutzung soll auch ohne Handy möglich sein.
AR-Brille: Nicht nur Google sieht Potential
(Bild: pcworld.com)
“Im Endeffekt funktioniert doch alles über unsere Augen. Je näher wir eine technische Plattform bei den Augen ansiedeln können, umso schneller wird sie der Konsument auch annehmen”, erklärt Oakley-CEO Colin Baden gegenüber einer US-Nachrichtenagentur. Die Entwicklung innovativer AR-Brillen sei ein Anliegen, dem man firmenintern schon seit 1997 nachgehe. “Die Anwendungsmöglichkeiten derartiger Produkte sind enorm vielfältig”, betont Baden, der als konkrete Beispiele vor allem auf verschiedene Sportarten oder den Einsatz für militärische Zwecke verweist.
Von den genauen technischen Spezifikationen der geplanten Hightech-Augengläser ist bislang aber noch nichts bekannt. Fest steht lediglich, dass das geplante Produkt mit ähnlichen Funktionen aufwarten können soll, wie die kürzlich in einem Kurzvideo vorgestellte Google-Brille. Diese ist mit einem Mikrodisplay ausgestattet und ermöglicht es ihrem Träger, über integrierte Smartphone-Technik unterwegs ins Netz einzusteigen, um verschiedene Informationsdienste wie etwa den Wetterbericht oder Navigationshilfen nutzen zu können. Mithilfe einer eingebauten Kamera lassen sich zudem Fotos und Videos aufzeichnen und verschicken.
“Unser Produkt soll sowohl für sich alleine als auch in Kombination mit einem per Bluetooth verbundenen Smartphone funktionieren”, erläutert Baden den aus Usersicht zentralen Vorteil gegenüber Googles “Project Glass”. Die Steuerung soll per Spracherkennung erfolgen. Über Preis und Marktstart kann Oakley derzeit keine Angaben machen. “Die ersten Versionen des Produktes werden nicht billig sein”, lässt Baden lediglich wissen.
Für das kalifornische Unternehmen ist die Entwicklung von AR-Brillen nicht der erste Ausflug in die hochmoderne Technikwelt. So hat Oakley etwa schon im Jahr 2004 spezielle Sonnenbrillen in den Handel gebracht, die über einen integrierten MP3-Player verfügen. Das Produkt, das mittlerweile in der neuen Version “Thump Pro” vorliegt, kostet 129 Dollar und bietet 500 Megabyte Speicherplatz.
eBay kann auf ein starkes erstes Quartal 2012 zurückblicken: Dem Onlinemarktplatz gelang es, seinen Umsatz um knapp ein Drittel zu steigern. Das wirkte sich ebenfalls erfreulich auf gestiegene Erträge aus.
Von 2,55 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2011 auf jetzige 3,28 Milliarden US-Dollar wuchs der eBay-Gesamtumsatz. Damit legte der Onlinemarktplatz hier um 29 Prozent zu. Einen Anstieg von 20 Prozent verzeichnete eBay darüber hinaus beim Gewinn. Während im ersten Quartal 2011 476 Millionen US-Dollar eingefahren worden waren, waren es im aktuellen ersten Quartal 570 Millionen US-Dollar.
Treiber des Wachstums ist bei eBay nach wie vor Paypal. Die Bezahltochter legte starke Zahlen vor: Im Jahresvergleich konnte Paypal unter anderem den Umsatz um 32 Prozent steigern und hat bis dato knapp 110 Millionen aktive Nutzer. Vor allem die Expansion der Paypal-Angebote auch in den Offline-Bereich stärkte den Bezahlanbieter.
“Das erste Quartal war ein starker Start ins Jahr für uns, bei dem wir Fahrt in Richtung Ausbau unserer Geschäftsbereiche Marktplatz, Paypal und GSI aufgenommen haben”, so eBay-Chef John Donahoe. “Wir glauben, dass Innovation im Einzelhandelsbereich heutzutage von Technologie angetrieben wird und dass Kunden die cleveren, einfacheren und verbesserten Shoppingmöglichkeiten bereitweillig annehmen.”
Für das zweite Quartal erwartet eBay einen Umsatz in etwa gleicher Höhe. Als Jahresprognose erhofft das Unternehmen einen Umsatz in Höhe zwischen 13,8 und 14,1 Milliarden US-Dollar. Schon das vierte Quartal 2011 war für eBay erfreulich zu Ende gegangen: Damals hatte das Unternehmen seinen Quartalsgewinn dank des Weihnachtsgeschäfts vervierfacht.
So langsam müsste es wohl losgehen: Brancheninsider glauben, dass Facebook am 17. Mai 2012 die Erstemission starten wird – wenn die SEC den Gang an die Börse abgesegnet hat.
Die Hinweise verdichten sich, dass Facebook seinen Gang an die Börse für den 17. Mai 2012 plant. In knapp vier Wochen wäre es dann so weit – wenn die US-amerikanische Aufsichtsbehörde SEC bis dahin die Formalitäten abgesegnet hat. Das berichtet Techcrunch unter Berufung auf unternehmensnahe Kreise.
Den Börsengang könnte allerdings Facebooks aktuellster Coup verzögert haben: Kürzlich kaufte das soziale Netzwerk die Foto-App Instagram. Satte eine Milliarde US-Dollar legte Facebook dafür auf den Tisch. Auch hier müssen die Wettbewerbsbehörden noch ihre Zustimmung erteilen, bevor der Deal komplett ist.
Nicht zuletzt wegen der Instagram-Übernahme könnte sich auch die aktuelle Bewertung von Facebook geändert haben. Das Unternehmen strebte bisher eine Bewertung auf 100 Milliarden US-Dollar an, könnte nun aber auf bis zu 104 Milliarden US-Dollar geschätzt werden.
Seit offiziellem Einreichen des Börsenzulassungsantrags im Februar 2012 wird in der Branche über den genauen Termin der Erstemission spekuliert. Einen Termin im Mai 2012 hatten Insider schon im März als wahrscheinlich genannt.