Vorschau auf Adobes Creative Suite 6

19.04.2012, 8:27

Neben der Creative Cloud wird Adobe am 23. April ebenfalls die lang ersehnte Creative Suite 6 weltweit vorstellen – wann genau das große Update samt neuer Funktionen und überarbeiteter Oberfläche dann verfügbar sein wird, ist noch unklar. Man geht jedoch von einem Termin Mitte 2012 aus. Das von Adobe vor einiger Zeit bekannt gegebene “New CS Release Schedule”, demzufolge ein Jahr nach eines “milestone releases” ein “midcycle release” (z.B. Creative Suite 5.5) erscheint, bestätigt diese Annahme.

Standardmäßig dunklere
Benutzeroberfläche u.a. bei Photoshop
(Bild: t3n.de)

Update der gesamten Suite

Mit Version 6 der Creative Suite wird ein großes Update der gesamten Suite erwartet: So werden uns unter anderem Photoshop CS 6, Illustrator CS 6, Lightroom CS 6 und Indesign CS 6 mit vielen neuen Funktionen und einer leicht veränderten Benutzeroberfläche erwarten. Die Creative Suite 6 wird – wie von vorherigen Versionen bereits bekannt – in verschiedenen Varianten angeboten: So wird es neben Paketen wie z.B. der Design-Edition oder der Master-Edition auch alle Produkte einzeln als Boxed-Version zu kaufen oder digital zu downloaden geben.

Neue Benutzeroberfläche

Bisherige Screenshots der neuen Version zeigen eine angepasste etwas dunklere Benutzeroberfläche, ähnlich wie man sie bereits aus Lightroom kennt – dadurch soll der Fokus stärker auf die Medien selbst gelegt werden. Die Nutzer haben dabei die Auswahl zwischen vier Grau-Farbstufen und können diese weiterhin individuell anpassen.

Während Adobe bei Photoshop CS6 bereits recht offen war und den Nutzern eine Beta zur Verfügung stellte, hält man sich bei den anderen Produkten recht geschlossen. Am 23. April wird Adobe die Creative Suite 6 samt der Creative Cloud offiziell vorstellen. Spätestens dann wissen wir mehr und berichten natürlich weiter darüber.

Im YouTube-Kanal von Adobe finden Sie ebenfalls einige Demos der einzelnen CS6-Anwendungen (für Photoshop existiert ein adobe.com© www.beyond-print.de

Bringt Google Cloud-Back-up?

18.04.2012, 14:32

Bringt Google Cloud-Back-up?

(Foto: istockphoto.com/Henrik5000)

Cloud-basierte Speicherangebote gibt es mittlerweile einige. Nur Google fehlt noch in der Liste. Nun mehren sich die Zeichen, dass der Internetkonzern kurz vor der Freigabe seines eigenen iCloud-Konkurrenten steht.

Amazon, Apple, Microsoft – alle haben sie bereits Cloud-Speicher am Start. Google werkelt derzeit an den letzten Vorbereitungen zum Start seines eigenen Cloud-Dienstes Drive. Findige Internetbeobachter bemerkten jetzt Spuren der App online. Über das Einloggen in Gmail-Konten erschien beispielsweise auf Suche die Nachricht, dass Google Drive noch nicht freigeschaltet sei, berichtet unter anderem Techcrunch.

Der Google Drive-Dienst soll bereits nächste Woche ans Netz gehen. Genauere Einzelheiten zum Angebot aus dem Hause Google gibt es noch nicht. Nach Vermutungen von Brancheninsidern soll Google seinen Nutzern Speicherplatz in Größenordnung von  fünf Gigabytes anbieten.

Fünf Gigabyte Speicherplatz sind bei Apples iCloud ebenfalls kostenlos für iOS-Nutzer im Angebot. Die Speicherwolke von Apple steht seit Oktober 2011 zur Verfügung. Obwohl webbasiertes Arbeiten schon seit Jahren Standard ist, nutzen dennoch bisher nur wenig User Cloud-basierte Anwendungen, ergab damals eine Umfrage von internetworld.de.

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Twitter definiert Patentregelungen

18.04.2012, 14:02
Twitter definiert Patentregelungen

Twitter hat eine Patentverabredung veröffentlicht, nach der die Entwickler technischer Innovationen für das Unternehmen weiterhin Kontrolle über ihre Erfindungen ausüben können. Die Vereinbarung könnte für die gesamte Branche richtungsweisend sein.

Das so genannte Innovator’s Patent Agreement (IPA) sieht vor, dass die Verfügung über Patente in den Händen von Entwicklern und Designern bleibt. Twitter verpflichtet sich darin, dass Patente lediglich zu Verteidigungszwecken genutzt werden, sollte das Unternehmen hinsichtlich vermeintlicher Patentverletzungen erklären müssen.

Selbst in solchen Fälle wolle Twitter jedoch die Patente nicht ohne Einwilligung der Schöpfer in Gerichtsverfahren einsetzen:  “Dank des IPA können sich unsere Mitarbeiter sicher sein, dass ihre Patente nur als ein Schutzschild, aber nicht als Waffe eingesetzt werden”, so Adam Messinger, Engineering Vice President von Twitter im Firmenblog.

Twitter sichert unter anderem den Entwicklern von Patenten zu, dass diese selbst bei der Veräußerung der Rechte weiterhin Kontrolle über den Einsatz der Patente haben werden. Die Vereinbarung soll im Laufe des Jahres 2012 umgesetzt werden und sich auf zukünftige aber auch bereits erstellte Patente erstrecken. Darüber hinaus befinde sich Twitter in Gesprächen mit weiteren Unternehmen, ähnliche Regelungen zu übernehmen.

Derzeit schwelen mehrere Patentdispute weltweit vor sich hin. Während Apple und Samsung wegen verschiedener Smartphone-Patente im Clinch liegen, befinden sich auch Facebook und Yahoo bereits in einer gerichtlichen Auseinandersetzung über Patentverletzungen durch Facebook.

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Künstler machen Musik auf Facebook

18.04.2012, 13:57
Hörintegration mit Facebook

Facebook entwickelt sich weiter zum Medien-Hub. Jetzt hat das soziale Netzwerk einen “Listen”-Button freigeschaltet, mit dem Musik von Künstlerseiten zu Facebook weitergeleitet werden kann.

Der neue “Listen”-Button verfolgt ein anderes Konzept als die bisherige Musikintegration. Die Schaltfläche “Listen” kann auf den Fanpages von Künstlern eingebaut werden, berichtet cnet. Direkt neben den “Gefällt mir”- und “Nachricht”-Buttons angesiedelt, bringt ein Klick auf “Listen” die Songs der Künstler zu Gehör – ohne auf externe Dienste umgeleitet zu werden. Der Musikdienst ist gleichzeitig auch mit der individuellen Nutzerchronik verbunden und ermöglicht somit das Anzeigen der gerade gestarteten Aktivität in der Chronik der Nutzer.

Facebook konzentriert sich seit einiger Zeit auf Musik. So integrierte das Netzwerk unter anderem Dienste wie Spotify oder MOG, mit Hilfe deren Nutzer in ihrer Chronik die gehörte Musik anzeigen. Sinn und Zweck der Musikintegration ist, die Nutzer noch länger zum Verweilen in ihrem Netzwerk zu animieren. Den Liveticker als Musikbox gibt es bei Facebook schon seit Herbst 2011.

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Asics verlängert Social-Media-Kampagne “Frontrunner”

18.04.2012, 13:34

Asics verlängert Frontrunner-Kampagne

Laufsport-Freunde bekommen
ein neues Themenspecial
(Foto: iStock / JordiDelgado)

Der japanische Sportartikelhersteller Asics wirbt erneut im Netzathleten Network für seine Social-Media-Kooperation “Frontrunner powered by Asics”. Das Online-Sportangebot Netzathleten Network stellt allen Laufsport-Freunden auf seiner Plattform eine eigene Themenseite zur Verfügung.

Asics sportliche Netz-Kampagne wirbt bereits zum dritten Mal in Folge im Netzathleten Network. Laufsport-Begeisterten stellt der Sportartikelhersteller aus Japan auf der Plattform eine spezielle Themenseite zur Verfügung. Das Themenspecial ist innerhalb der “Specials”-Rubrik auf netzathleten.de als eigener Navigationspunkt zu finden.

Läufer können sich dort mit Gleichgesinnten zum sportlichen Austausch verabreden. Zusätzlich wird für die Teilnahme am Asics Frontrunner-Förderprogramm aufgerufen. Wer einen Platz im Frontrunner-Programm bekommt, wird mit dem neusten Equipment ausgestattet und kann an gemeinsamen Lauf-Events teilnehmen. Außerdem erhalten die Teilnehmer prominente Unterstützung von professionellen Athleten.

Der Vorteil in der Zusammenarbeit mit Netzathleten Network sei die große Reichweite und die richtigen Zielgruppe, die das Online-Sportangebot biete, erklärt Ralf Schön, Senior Marketing Manager Athletic bei Asics Deutschland. Asics Ziel sei es, mit der Aktion Läuferinnen und Läufer für eine Teilnahme am Frontrunner-Förderprogramm begeistern. Hierfür sucht Asics nach eigenen Angaben “kritische Tester, kreative Meinungsbilder und überdurchschnittlich starke Performer”.

Zusätzlich macht ein prominenter Homepage-Teaser auf die Aktion aufmerksam. Ein Asics-Wallpaper mit Triathlon-Olympiasieger Jan Frodeno umrahmt die Themenseiten. Erstmalig sucht Asics dieses Jahr auch zehn Trail Running-Experten, die sich der Frontrunner-Community anschließen dürfen.

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BVH sieht E-Commerce-Wachstum

18.04.2012, 12:58

Nachdem der bvh im Februar 2012 die positiven Zahlen des vergangenen Jahres präsentiert hat, bekommt man nun schon ein erster Blick ins Jahr 2012. Die Zahlen des ersten Quartals liegen vor. Demzufolge konnten die Umsätze der Versender gegenüber dem Vorjahresquartal um zehn Prozent auf 8,95 Milliarden Euro steigen. Besonders gut hat sich das E-Commerce-Segment mit einem Umsatzwachstum von 18 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro entwickelt.

(Quelle: sport-shop-hiller.de)

Der E-Commerce macht dabei mit 6,340 Milliarden Euro einen Anteil von 70,8 Prozent aus (vgl. 1. Quartal 2011: 5,370 Mrd. € – Anteil von 66,2 Prozent).

Die größte Umsatzsteigerung im Vergleich zum ersten Quartal 2011 legte die Warengruppe Haushaltsgeräte hin. Mit einem Umsatz von 270 Millionen Euro lag sie 93 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Weitere Gewinner waren Möbel (plus 26 Prozent auf 480 Millionen Euro) sowie Computer und Zubehör (plus 20 Prozent auf 710 Millionen Euro).

Die fünf umsatzstärksten Warengruppen in Millionen Euro:

1. Bekleidung/Textilien/Schuhe 3.200 (+10 % zu 2011: 2.900)
2. Unterhaltungselektronik/ Elektronikartikel 1.010 (+ 9 % zu 2011: 920)
3. Medien, Bild- und Tonträger 900 (+17 % zu 2011: 770)
4. Computer und Zubehör 710 (+20 % zu 2011: 590)
5. Hobby, Sammel- und Freizeitartikel 570 (+16 % zu 2011: 490)

Die größte Umsatzsteigerung im Vergleich zum 1. Quartal 2011 legte die Warengruppe Haushaltsgeräte hin (270 Mio. € / +93 Prozent). Weitere Gewinner bei der Umsatzsteigerung waren Möbel und Dekorationsartikel (480 Mio. € / +26 Prozent) und Computer und Zubehör (710 Mio. € / + 20 Prozent).

„Die Zahlen des 1. Quartals bestätigen die vor kurzem vom bvh bekanntgegebene Hochrechnung für den Umsatz mit Waren für das Jahr 2012. Der bvh geht von 36,5 Milliarden Euro für den gesamten Interaktiven Handel und 21,7 Milliarden Euro für den E-Commerce aus. Wir blicken nun auf das 2. Quartal 2012, welches sich im Jahr 2011 als stark erwiesen hatte und sind gespannt, ob in diesem Jahr ähnlich erfolgreiche Zahlen realisiert werden, so Christoph Wenk-Fischer, bvh-Hauptgeschäftsführer.

(Marco Schürmann | Quelle: Pressemeldung BVH)

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3D-Modell mit normaler Kamera erstellen

18.04.2012, 12:39

3D-Drucker sind in aller Munde. Jedoch ist es nach wie vor schwierig 3D-Modelle existierender Objekte anzufertigen. Hilfreich sind dabei stereoskopische Kameras (Microsoft Kinect) oder Laserscanner. Diese sind jedoch teuer und müssen extra angeschafft werden. Abhilfe wird hier von verschiedenen Herstellern versprochen.

Bild: reconstructme.net

Die amerikanische Firma Autodesk ist für verschiedene Programme und Lösungen zum Thema CAD (computer-aided design) bekannt. Neu dazu gehören die 123d Programme, die sich an Heimanwender im Bereich 3D-Modelle richten. Hierbei reicht es aus einige Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln von einem Objekt zu machen. Alles weitere wird von der Software berechnet. Mit einer ähnlichen Lösung ist auch Microsoft seit einiger Zeit auf dem Markt. Microsoft Photosynth funktioniert dabei gleich auch als Communityplattform für die erstellten Modelle.

In einem kleinen Test funktionierten diese Programme jedoch nur begrenzt. Die Aufnahmen müssen sich bei der Methode mit einer Linse immer sehr stark ähneln, damit das Programm diese zu einem vollständigen Modell zusammenfügen kann. Ebenso darf sich das Objekt, in der Zeit der Aufnahme, nicht verändern oder bewegt werden. Dieses führt dazu, dass man auf die Art und Weise auch leider kein live 3D-Bild erhalten kann. Eine solche Lösung jedoch wird mit der Kinect und der freien Software RecontructMe gezeigt.

Mit der Verbreitung von immer mehr 3D-Druckern im privaten und professionellen Umfeld, wird es aber in naher Zukunft auch immer mehr dieser Lösungen geben um Objekte zu digitalisieren. Dabei entstehen auch Probleme wie ein Fall aus Paris aufzeigt. Hiebei wurden mehrere Objekte eingescannt und neu ausgedruckt. Eine neue Form der Kunstdiebstähle konnte damit bevorstehen.

(Nils-Arne Pohlandt)

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Software entlarvt unechte Rezensionen

18.04.2012, 11:30

Forscher der University of Illinois und Experten des Internetriesen Google arbeiten an einem Tool, das falschen Rezensionen von Produkten und Dienstleistungen auf die Schliche kommen soll. Philipp Pfaller, Geschäftsführer der Internet-Agentur LimeSoda, hält eine solche Entwicklung für positiv und erklärt die Wichtigkeit von öffentlichem Kundenfeedback.

Thumbs up: Kundenrezensionen sind
extrem kaufentscheidend
(Foto: Flickr/.reid.)

Statt über Dienstleister wie Amazon eine breite Masse an Usern für Datengewinnung zu nutzen, besteht das Hilfsteam aus acht Personen. Dabei handelt es sich um Review-Experten der Auktionsplattform eBay und des indischen Portals Rediff.

Diese mussten insgesamt 2.400 Bewertungstexte in englischer Sprache in drei Kategorien einteilen. Solche, die für sie klar als nicht authentisch identifizierbar waren, wurden als “Spam” eingeordnet, eindeutig echte Erfahrungsberichte hingegen als “kein Spam”. Jene Kommentare, die keine sichere Klassifizierung zuließen, wurden mit dem Stempel “grenzwertig” versehen.

Im nächsten Schritt analysierte der Algorithmus die Texte in den einzelnen Bereichen auf gemeinsame Merkmale, und das nicht nur in linguistischer Hinsicht. Über den Vergleich erlernt das Programm nun die Unterscheidung zwischen “gut” und “böse”.

Im Rahmen der Auswertung lernte das Forschungsteam die signifikanten Unterschiede zwischen echten und falschen Bewertungen kennen. So werden Fake-Rezensionen oft von Personengruppen verfasst und daher oft in kurzer Abfolge gepostet. Dazu sind ihre Verfasser nicht selten von der Agentur eines Konkurrenten oder dem Anbieter selbst gebrieft, was unweigerlich zu erkennbaren Ähnlichkeiten verschiedener Textmerkmale führt.

“Während es schwer ist, individuelle Fake-Rezensionen zu erkennen, war es zu unserem Erstaunen sehr leicht, große Spammergruppen zu identifizieren”, schreiben die Forscher in ihrem Paper, welches sie diese Woche auf der World Wide Web Conference 2012 im französischen Lyon präsentieren werden.

“Bewertungen von anderen Kunden sind extrem kaufentscheidend”, sagt Pfaller. “Nicht umsonst bieten viele Händler und Anbieter ein Bewertungssystem an.” Er stuft die Meinungen anderer Käufer im Web sogar wichtiger ein als Kritiken aus der Fachpresse, da sie zahlreich sind und in der Regel direkt auf der Shopseite des jeweiligen Angebots aufscheinen.

Dementsprechend groß ist die Verlockung für Unternehmen, auf diesem Wege Einfluss auf die Kunden zu nehmen, so der Experte. “Eine Rezensions-Kampagne, sofern sie in breitem Umfang und unentdeckt durchgeführt wird, kann daher ein sehr mächtiges Werkzeug sein.” Laut Pfaller dürften besonders der Online-Buchhandel und der Reisebereich auch auf diese Weise umkämpft werden.

Allerdings setzen sich etwa Buchungsplattformen zunehmend zur Wehr und versuchen sicherzustellen, dass Kunden nur Bewertungen zu Reisen abgeben können, die sie tatsächlich getätigt haben, schildert der Fachmann. Er beobachtet auch, dass die Konsumenten selbst immer mündiger werden und zunehmend gut in der Lage sind, unechte Rezensionen von ehrlichen Texten zu unterscheiden.

Auch ein Erkennungsprogramm kann zum Zwecke der Aufwertung eines Bewertungssystems durchaus hilfreich sein, attestiert Pfaller. “Wenn es ausgeklügelt umgesetzt wird, kann es vieles verhindern. Je höher der Aufwand ist, der von den Spammern betrieben werden muss, desto weniger lohnt sich das Unterfangen.”

(Georg Pichler/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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Crowdsourcing mit dem Smartphone

18.04.2012, 10:44

Die Überprüfung von lokalen Daten, Produktplatzierungen, Qualitäts- und Serviceleistungen in Filialen sowie die lokale Informationsbeschaffung ist für Unternehmen oft kostspielig und logistisch aufwendig. Der Dienst streetspotr bietet Unternehmen nun eine Plattform, solche Aufträge an Smartphone-Besitzer auszulagern und verpackt das ganze in eine ansprechende „Social-App“.

Viele Unternehmen haben im Zuge ihrer Qualitäts- und Serviceoptimierung wiederkehrende Kleinstaufgaben zu bewältigen, etwa die regelmäßige Kontrolle von Produktplazierungen, die Verifizierung von Adressedaten, die Überprüfung von Werbemaßnahmen etc. . Damit verbunden ist gerade für bundesweite Aktionen ein hoher logistischer Aufwand, kostspielige Anfahrt- und Spesenkosten, sowie ein langer Planungsvorlauf.

Das Nürnberger Unternehmen Streetspotr hat gerade für solche Zwecke eine Online-Plattform bereitgestellt, die solch eine Vergabe von „Minijobs“ besonders einfach ermöglicht. Erledigt werden die Aufträge, bei  denen es nur  Sachen zu kontrollieren, dokumentieren und zu bewerten gibt, von einer breiten Masse an Smartphone-Besitzern, die sich hierzu eine kostenlose App installieren können. Die Unternehmen stellen hierzu auf der Web-Plattform streetspotr.com ihre Aufträge und ein dazugehöriges Aufgabenprofil (etwa Foto- und Videodokumentation, Bewertungen etc.) ein. Darüber hinaus wird Höhe der Bezahlung für Erledigung des Auftrags definiert.

Über die auf dem Smartphone ermittelte Geoposition – unter dem Namen Locations-based Service (LBS) geläufigt – kann der Nutzer nach der Registrierung nun Aufträge in seiner Nähe orten und bei Interesse annehmen und abarbeiten. Wird die Bearbeitung zur Zufriedenheit des Auftraggebers ausgeführt, wird die Zahlung der Kleinstbeträge (in der Regel zwischen 0,50 € und 2,50 €) freigegeben und über Dienste wie paypal abgewickelt.

Neben der Bezahlung erzeugt die App beim Benutzer durch eine stimmige und spielerische Aufmachung und ein Punktesystem die Motivation zur Teilnahme, ähnlich wie es Dienste wie foursquare schaffen.

Der Dienst läuft seit dem  29. November 2011 und ist mittlerweile schon in vielen deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg, München und Nürnberg verfügbar. Mitmachen kann dabei jeder. Der Dienst ist für die Nutzer kostenfrei und läuft unter iOS und Android.

Des einen Freud ist dabei bekanntlich auch des anderen Leid – so bleibt zu hinterfragen, wie sich dieser Dienst auf entsprechend spezialisierte Dienstleister auswirkt und ob Unternehmen solche Tools ausnutzen, um besonders im Servicebereich die Mitarbeiter einer ständigen Kontrolle auszusetzen.

(Nils-Arne Pohlandt | Quelle: Streetspotr)

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Quartalsbericht 1/2012 für Yahoo

18.04.2012, 10:39
Quartalbericht 1/2012 für Yahoo

Scott Thompson kann gute Quartalszahlen vorlegen

Die Umstrukturierungsbemühungen von Yahoos neuem CEO scheinen Früchte zu tragen. Der Internetkonzern gab jetzt die Quartalszahlen für das erste Vierteljahr 2012 heraus und verzeichnet darin gestiegene Erträge.

Die straffen Maßnahmen zum Herumreißen des Ruders bei Yahoo haben sich im ersten Quartal 2012 positiv auf die Finanzergebnisse ausgewirkt. Das Unternehmen gab in seinem ersten Quartalsbericht 2012 jetzt einen Nettogewinn von 286 Millionen US-Dollar bekannt. Das sind 28 Prozent mehr als noch vor einem Jahr, als Yahoo 223 Millionen US-Dollar einfuhr.

“Yahoos Ergebnisse im ersten Quartal liegen am oberen Ende unserer Prognosen und schlagen damit die Erwartungen hinsichtlich Umsatz und Gewinn”, freute sich denn auch Scott Thompson. Der Yahoo-CEO führte das Ergebnis auf die Kürzungen innerhalb des Konzerns und die Neustruktur zurück.

Der Umsatz dagegen bliebt für den Internetkonzern im Wesentlichen gleich: Vor Abzügen setzte Yahoo im ersten Quartal 2012 1,22 Milliarden US-Dollar um. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 1,21 Milliarden US-Dollar gewesen.

Interessant ist, dass die Umsätze aus dem Display-Bereich im Jahresvergleich von 522 Millionen auf 511 Millionen US-Dollar sanken sanken, während der Search-Bereich gestiegene Umsätze von 455 Millionen auf 470 Millionen US-Dollar verzeichnete. Vor allem in der EMEA-Region büßte Yahoo an Umsatz ein. Der bisher von Rich Riley geleitete Bereich erbrachte neun Prozent weniger Umsatz als zuvor. Riley übernimmt in der neu gestalteten Yahoo-Organisation die Region Americas.

Auf der Basis des für Yahoo positiv ausgefallenen ersten Quartalsergebnisses sind die Erwartungen für das laufende Quartal vorsichtig weit gefasst: Den prognostizierten Umsatz setzt Yahoo zwischen 1,03 und 114 Milliarden US-Dollar an und berücksichtigt dabei weitere Maßnahmen zur Konsolidierung der Firma.

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