Als ich letztens über mobile Apps und ihren Einfluss auf unsere mobile Internetnutzung schrieb, habe ich das Thema Web Apps schon einmal kurz angesprochen. Zwei Artikel von Christina Warren auf Mashable über die Entwicklung von Web Apps und die „iPadifizierung des Internets“ brachten mich nun noch einmal zurück zu diesem Thema.
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Internet in Schön!?
10.12.2010, 15:04Diaspora – einsam unter sich sein
26.11.2010, 15:52Letzte Woche haben wir nach Alternativen zu Google Streetview gesucht und nur bedingt welche gefunden. Heute schaue ich mir für euch mal eine Alternative zu Facebook an: bekannt unter dem Namen Diaspora. Wenn du viel im Netz unterwegs bist und die einschlägigen Social Media Quellen kennst, hast du wahrscheinlich bereits davon gehört. Wenn nicht, bekommst du hier einen kleinen Einblick.
Diaspora ist ein Open-source Projekt, welches am 24. April als kritische Opposition zu Facebook’s Einstellung zur Privatsphäre erstmals öffentlich gemacht wurde. Die vier Diaspora-Gründer lernten sich an der New York University kennen und begannen ein Konzept zu entwickeln, welches dem Nutzer volle Kontrolle über seine Daten verleihen soll. Die Suche nach Finanzmitteln lief überraschend gut. Scheinbar gibt es doch genug Menschen, denen Ihre Privatsphäre wichtig genug ist, ein entsprechendes Projekt zu finanzieren. Mit gut gefüllten Kassen begannen die vier Jungs mit der Entwicklung und veröffentlichten bereits im September eine Alpha-Version für Entwickler. Vor 3 Tagen folgte schließlich auch die Version für den normalen Nutzer, allerdings bisher nur auf Einladung. Das große Interesse am Projekt zeigte sich in der umfangreichen Berichterstattung bei Mashable und weiter wichtigen Social Media Blogs.
Es muss nicht immer Google sein
19.11.2010, 16:04Alle Welt redet über Googles Streetview und in Deutschland streitet man sich gern darüber. Es wird dabei aber gerne übersehen, dass Google nicht der einzige Anbieter solcherlei Dienste ist. Google ist mit Streetview nur der (mit Abstand) umfangreichste und bekannteste. Ich will hier ein paar Alternativen vorstellen, die zum Teil noch in der Entwicklung sind aber auch einiges an Potential bereit halten.
Die Konzepte unterscheiden sich teilweise erheblich:
Das Liquid Newsroom Projekt
05.11.2010, 14:09Heutzutage sind zu nahezu jedem Thema tausende Nachrichtenartikel jederzeit verfügbar. Zeitungen, Fernsehsender, Radiostationen und Blogs weltweit haben ein Auge auf aktuelle Entwicklungen und kommentieren diese mit unterschiedlich ausgeprägtem Grad an Kompetenz oder Interesse. Als Leser ertrinkt man regelmäßig in dieser Springflut an Informationen und hält sich dann doch an die eine Nachrichtenquelle, die man „schon immer“ konsultiert hat. Das ist keine Frage des mangelnden Interesses, das ist eine Frage der Überforderung des Lesers. Genau hier will der Liquid Newsroom in die Bresche springen.
Es gibt immer mehr als eine Ansicht zu einem bestimmten Nachrichtenthema, aber es braucht eine Menge Zeit und Aufwand, um diese für eine größere Gesamtperspektive zu sammeln und auch zu verstehen. Der Liquid Newsroom versucht dem Leser eine Art „One-Stop-Shop“ für Nachrichten zu bieten um diese Aufgabe zu vereinfachen. Vor ein paar Wochen traf ich Steffen Konrath, den Kopf hinter diesem Projekt. Er erklärte mir wie das funktionieren soll.
Apps sind das Internet von Morgen
15.10.2010, 13:25Seit den Anfängen bestand unser Online-Erlebnis im Wesentlichen aus dem Klicken von Links und dem tippen von URLs im Browserfenster. Diese Zeiten sind vorbei. Der rasante Aufstieg des allmächtigen Smartphones ist der apokalyptische Reiter der Interneterlebniswelt wie wir sie kennen – zumindest im mobilen Umfeld. Angesichts rasant wachsender mobiler Internetnutzung beginnen einige Netzanbieter die Geister zu fürchten, die sie beschworen. Klingt dramatisch und macht einen Punkt deutlich: Mobile is Key!
Es begann im Jahr 2008 mit der Veröffentlichung des iPhone 3G, welches das App-Konzept extrem populär machte. Es gibt inzwischen Apps für buchstäblich alles. Allein der iTunes App-Store bietet mit Stand Oktober 2010 beinahe 280.000! App ist eine verkürzte Variante des englischen „application“ und bezeichnet ein kleines Programm, welches auf deinem Betriebssystem läuft. Ihr großer Vorteil ist der direkte Zugriff auf die Hardwarefunktionen des Telefons und die Fähigkeit, diese mit Onlineinformationen zu verbinden. Auch wenn es kompliziert klingt ist es das eigentlich nicht. Nimm zum Beispiel die momentan schwer angesagten „Augmented Reality“ Apps, welche die Live-Videobilder der Gerätekamera mit Online-Datenbanken und Indexes verbinden um Informationen über das anvisierte Objekt zu finden. Weitere Entwicklungen erlauben auch die Geolokalisierung des Telefons und Daten über dessen räumliche Ausrichtung um Information zur Umgebung zu erlangen. Die aktuelle HRS App „Hotels Now!“ ist ein klasse Beispiel wie so etwas aussehen kann. Das sind Dinge, die mobile Websites dem Nutzer schlicht und einfach nicht bieten können.
[Kommentar der Woche] Das reCAPTCHA-Projekt
08.10.2010, 15:24Vor kurzem bin ich auf einen interessanten Artikel über CAPTCHAs und reCAPTCHAs gestoßen. Er hat mich dazu bewegt, mich ein wenig näher mit ihnen zu befassen. Sie sind ein nahezu allgegenwärtiges Phänomen des modernen Internet und eigentlich jedem bekannt, der häufiger mal seinen Senf dazu gibt oder ein Profil bei Facebook pflegt. CAPTCHAs sind in den meisten Fällen kurze, kryptische Buchstaben- oder Zahlenfolgen, die wir entziffern und in ein Feld schreiben müssen um fortzufahren. Sie sind dazu gedacht Spam zu bekämpfen, da sich Computer mit dem Lesen von Bildern nach wie vor sehr schwer tun. So nützlich sie sind, werden mir wohl doch die meisten zustimmen, dass sie mitunter ziemlich nervtötend sind. Stimmt doch, oder?
[Kommentar der Woche] Facebook Photos nun in schön
01.10.2010, 20:18Facebook hat heute fundamentale Verbesserungen seiner Fotoplattform angekündigt. Mit mehr als 15 Milliarden hochgeladenen Bildern ist Facebook bereits der mit Abstand größte Fotosharing Service der Welt. Selbst etablierte Seiten wie Flickr bleiben weit hinter diesen Zahlen zurück und die Menge an Bildern auf Facebook wächst weiterhin in geradezu obszönen Dimensionen.
[Kommentar der Woche] Das gedruckte Buch will einfach nicht sterben
24.09.2010, 15:24Im Juli gab Amazon bekannt, dass für jedes verkaufte Hardcoverbuch fast 2 E-Books verkauft wurden. Techblogs weltweit griffen diese Meldung auf und verkündeten das beginnende Ende der Ära gedruckter Bücher. Anstiege in den Verkaufszahlen seien lediglich als letzte Zuckungen eines sterbenden Riesen zu verstehen. Nielsen Bookscan zeichnet nun ein ganz anderes Bild der Lage. Bei Amazon machen Hardcover etwa 23% der verkauften Bücher aus. Basierend auf diesen Zahlen und einer Hochrechnung auf die gesamte Industrie haben E-Books lediglich einen Anteil von 6% an den weltweiten Buchverkäufen. Bei Umsatz und Gewinn sehen die Zahlen wohl noch erheblich magerer aus. Da es in den USA keine Buchpreisbindung gibt hat Amazon 2009 nach Aussage des Internet Analyst einen großen Teil seiner E-Books für circa 1-1,50 Dollar unter Einkaufswert verkauft. Auch wenn dies wahrscheinlich die Verkäufe des Kindle erfolgreich angekurbelt hat, bleibt eines zu sagen: Amazon hat mit E-Books Verlust gemacht.




