Der beste Browser heißt Google Chrome

29.08.2014, 13:17

Schnell, einfach zu bedienen und sicher – das sind die meisten Browser. Es gibt aber auch Qualitätsunterschiede. Die Stiftung Warentest hat elf Kandidaten getestet und Chrome zum Sieger gekürt.

(Quelle: Shutterstock.com/Mmaxer)

Der Beliebteste ist auch der Beste: Sowohl unter Windows als auch unter Mac OS überzeugte Google Chrome, der weltweit am häufigsten genutzte Internet Browser, am meisten von allen Testkandidaten. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest, die für ihre September-Ausgabe insgesamt elf verschiedene Browser-Varianten einem Test unterzogen hat.

Chrome hat als einziger Kandidat im Test eine Note mit einer Eins vor dem Komma, nämlich das Gesamtergebnis 1,8 erzielt. Dahinter folgen, jedenfalls unter Windows, Opera mit einem Gesamtergebnis von 2,0 und der Firefox von Mozilla (2,1). Unter Mac OS tauschen die beiden Anbieter die Plätze, die Note beträgt hier jeweils 2,0 für beide Browser.

Internet Explorer fällt zurück

Weniger schmeichelhaft fällt der Test dagegen für den Internet Explorer (IE) von Microsoft aus, der auch in der Gunst der Nutzer gesunken ist in den vergangenen Jahren. Im Juni 2014 war Chrome europaweit mit 31,6 Prozent der beliebteste Browser, der IE kam lediglich auf 21,3 Prozent. Kein Wunder, findet die Stiftung Warentest: Anwender der Konkurrenten Chrome, Firefox und Opera surfen schneller, bequemer und sind besser vor Gefahren geschützt, so das Fazit.

Die Unterschiede bei der Geschwindigkeit fallen allerdings recht gering aus. Auffallend langsam ist lediglich der “Browser in the Box”, den das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) empfiehlt, was am besonderen Sicherheitskonzept liege.

Schutz vor unerwünschten Inhalten

Beim Thema Sicherheit offenbarte unter anderem der Internet Explorer einige Schwächen beim URL-Blocking: Von 50 mit Schad-Software infizierten Seiten erkennt er nur eine. Bei Maxthon und Iron fehlt eine entsprechende Schutzfunktion sogar komplett. Die Möglichkeit, Spuren beim Surfen im Netz zu verschleiern und beispielsweise Tracking-Cookies auszusperren, bieten dagegen die meisten Browser.

Positiv fiel den Studienautoren zufolge beim Browser-Test auf, dass fast kein Browser unnötige Nutzerdaten an das eigene oder an andere Unternehmen sendet. Nur Maxthone und die Opera-Version für Mac OS verschicken eine eindeutige Geräterkennung, mit der Unternehmen durch die Verknüpfung verschiedener Nutzerdaten zum Beispiel ein Profil für personalisierte Werbung erstellen könnten. Auch bei Google sei kein überflüssiger Datenverkehr festzustellen, so die Stiftung Warentest – es sei denn, der User verknüpfe das Programm mit dem sozialen Netzwerk Google+.

Sychronisierung über verschiedene Geräte hinweg

Eine Anmeldung beim jeweiligen Programm ist auch notwendig, wenn die Browser das Surf-Verhalten der Nutzer über verschiedene Geräte wie Tablet, Desktop-PC und Smartphone hinweg abgleichen sollen, um beispielsweise Lesezeichen oder den Browser-Verlauf auf allen verwendeten Endgeräten zur Verfügung zu stellen. Besonders verlässlich funktionierte der Abgleich im Test bei Maxthon.

Bereits im Mai 2014 hat die Stiftung Warentest die deutschen Mobilfunknetze verglichen. Testsieger war die Deutsche Telekom, die auch bei der Datenübertragung vorne lag.

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Lebenslanger Umtausch nach Online-Kauf

29.08.2014, 12:40

Bisher waren 90 Tage das Limit. In diesem Zeitraum durften Ikea-Kunden Produkte umtauschen. Jetzt hat das Möbelhaus ein lebenslanges Rückgaberecht eingeführt – auch für online bestellte Ware.

(Quelle: Shutterstock.com/Paolo Bona)

Mit dem neuen Katalog gilt bei Ikea Deutschland ein neues Rückgaberecht. Statt bis zu 90 Tage können Kunden jetzt zeitlich unbegrenzt Artikel umtauschen – selbst wenn diese nicht mehr originalverpackt, sondern gebraucht sind. Das gilt auch für übers Internet gekaufte Produkte. Ausgenommen von der neuen Regel sind den Angaben zufolge Pflanzen, zugeschnittene Waren und Produkte aus der “Fundgrube”. In Dänemark und Norwegen gibt es das unbeschränkte Rückgaberecht bereits seit gut drei Jahren.

Anlass für die Neuregelung war Konkurrenz aus dem stationären Handel, sie steht jedoch auch im Zusammenhang mit dem wachsenden Online-Geschäft. “Das Retourenhandling gewinnt für uns an Bedeutung”, sagte Jürgen Nowatzki, Deutschland-Leiter Customer Relations bei Ikea, gegenüber der Lebensmittel-Zeitung. Durch Rückgaben von Internetbestellungen in den Filialen sammelt sich in den Möbelhäusern ein immer größeres Volumen von Rückläufen an.

Die Retourenquote ist dennoch gering: Von sechs Prozent im stationären wie im Online-Geschäft spricht Nowatzki, gemessen an den Einkäufen. Bezogen auf den Umsatz liege die Quote bei jeweils zwei bis drei Prozent. Durch die großzügige Kulanzregelung rechnet der Service-Verantwortliche mit einer Zeitersparnis von 20 Prozent für das Personal in den Call-Centern und an den Rücknahmestellen im Möbelhaus.

Deutschland-Chef Peter Betzel hatte Anfang des Jahres angekündigt, dass das Möbelhaus in ein bis zwei Jahren das komplette Sortiment über das Internet anbieten wolle.

Wie die Ikea-App Produkte aus dem neuen Katalog in Szene setzt – und Möbelstücke virtuell im Raum platziert, zeigt der Konzern in einem Video:

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Google beerdigt Authorship-Programm

29.08.2014, 12:05

Bereits vor einigen Wochen hat Google damit begonnen, die Autorenbilder aus seinen Suchergebnissen zu entfernen. Jetzt hat ein Google-Mitarbeiter das Authorship-Programm für beendet erklärt.

(Quelle: Shutterstock.com/Angela Waye)

Drei Jahre nach seiner Einführung verabschiedet sich Google von seinem Authorship-Programm. Dueses bot Autoren, die Artikel im Web veröffentlichten, die Möglichkeit, diese mit ihren Userprofilen auf Google+ zu verknüpfen. Dadurch erschien in den Suchergebnissen ein Hinweis zum jeweiligen Autor und dessen Profilbild.

Leider seien diese Informationen “nicht so nützlich für unsere Nutzer wie erhofft und könnten sogar von den Suchergebnissen ablenken” , schreibt der Webmaster-Trends-Analyst John Mueller, der bei Google für das Projekt zuständig war, auf Google+. Daher habe sich der Konzern dazu entschlossen, die Autoren-Informationen nicht mehr in den Suchtreffern anzuzeigen. Auf die Reichweite von Webseiten habe dieser Schritt Tests zufolgeallerdings keinen Einfluss. Die Google+-Beiträge von Freunden und Seiten aus dem eigenen Netzwerk werden Usern laut Mueller aber weiterhin angezeigt.

Das Aus für das Autorenprogramm kommt nicht überraschend: Zunächst hatte Google damit begonnen, die Autorenbilder neben den Suchergebnissen zu entfernen, später tauchte auch die Autorenstatistik nicht mehr im Google Webmaster Tool auf.

Google hatte sein Authorship-Programm 2011 gestartet – im selben Jahr wie auch sein Netzwerk Google+. Insider brachten ein mögliches Aus des Autoren-Programm bereits in Zusammenhang mit dem Abgang des hochrangingen Google+-Managers Vic Gundotra. Gundotra hatte im April 2014 angekündigt, den US-Konzern nach fast acht Jahren zu verlassen. Daraufhin kam es zu Gerüchten, wonach der Abschied des Managers das Ende für das soziale Netzwerk bedeuten könnte. Google hat dies vehement dementiert.

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Gemeinsam essen mit Fremden

29.08.2014, 11:54

Nie mehr alleine ins Restaurant gehen müssen – so lautet das Versprechen von mealUp. Die Social-Dining-Plattform aus Berlin bringt ihr Angebot auch nach Hamburg und München.

(Quelle: shutterstock.com/Monkey Business Images)

In Berlin können sich Menschen schon länger über mealUp zum Essen verabreden. Nun kommt das Start-up mit seiner Idee nach erfolgreichem Probelauf in der Hauptstadt auch nach Hamburg und München. Das Konzept ist schnell erklärt: Das Netzwerk richtet sich an all jene, die oft alleine essen, aber eigentlich keine Lust darauf haben: vielbeschäftigte Großstädter, Zugezogene oder Alleinreisende. Sie können sich über die Social-Dining-Plattform zum gemeinsamen Restaurantbesuch verabreden. Gleichzeitig soll das Netzwerk auch Verbaredungen mit Freunden vereinfachen.

Das Essen soll dabei an erster Stelle stehen: Nutzer lernen sich nicht über die übliche Profilsuche kennen, sondern durch die Auswahl des Restaurants, in dem sie gerne essen gehen möchten. Über die Online-Plattform können Nutzer selbst ein “mealUp” einrichten oder sich für einen bereits bestehenden Termin anmelden. Die Entscheidung, wer daran teilnimmt, liegt immer beim Ersteller.

“Die Idee für mealUp ist entstanden, als ich beruflich unterwegs war”, sagt Co-Gründer und CEO Tom Jakubowicz. “Mir fiel auf, dass ich immer wieder interessante Menschen beim Essengehen kennenlernte – ganz gleich, in welchem Land ich war.”

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Google will mit Drohnen gegen Amazon antreten

29.08.2014, 10:03

Nach Amazon gibt nun auch Google bekannt, Technologie zu entwickeln, die das Liefern von Waren via Drohne möglich macht. Project Wing heißt das Drohnen-Programm von Google.

(Quelle: Google.com)

Im Logistikbereich engagiert sich Google bereits – wenn auch bisher mit Shopping Express in kleinem Maßstab. Kein Wunder also, dass der Internetgigant, der seine Vorreiterrolle in Sachen Technologien der Zukunft bereits mit Projekten wie Google Glass und dem fahrerlosen Auto auszubauen versucht, jetzt auch in Sachen Drohnenlieferung aktiv wird. In einem auf Google+ veröffentlichten Youtube-Video zeigt Google jetzt, wie weit fortgeschritten sein Project Wing bereits ist:

Das Drohnenprojekt von Google ist ebenso wie das Amazon-Projekt auf die Lieferung von Waren direkt an den Konsumenten ausgerichtet. Mit mehreren Prototypen testet Google in Australien bereits die Zustellung aus der Luft. Im Gegensatz zu Amazons Drohnen, die vor der Haustür der Kunden landen und die Pakete absetzen, wirft Googles Flugobjekt die Ware aus der Luft ab. Nach Informationen von Techcrunch will Google bei den Konsumenten mit einer Lieferzeit von wenigen Minuten punkten.

Gegenwind könnte das Flugprojekt ohnehin noch von den Flugaufsichtsbehörden bekommen, denn für die Lieferdrohnen muss die Flugerlaubnis der Luftfahrtbehörden beantragt werden, ein Vorgang, der auch schon Amazon Kopfschmerzen bereitet. Seinen Drohnenlieferdienst hatte Amazon bereits im Dezember 2013 vorgestellt.

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Google Glass erkennt Gefühle

29.08.2014, 9:26

Anhand des Gesichtsausdrucks eines Menschen erkennt die Datenbrille Google Glass nun auch dessen Emotionen. Die Software dazu stammt vom Fraunhofer-Institut aus Erlangen.

(Quelle: Fraunhofer IIS)

Googles Datenbrille Glass lässt sich auch zur Gesichtserkenung und -analyse nutzen. Eine App des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS aus Erlangen bestimmt über die Glass-Kamera die Emotionen eines Menschen anhand seines Gesichtsausdrucks. Zudem ermittelt die App auch das Geschlecht der Person und schätzt deren Alter. Die dazugehörigen Informationen berechnet die App in Echtzeit auf der Datenbrille.

Die App basiert auf der C++-Software-Bibliothek SHORE, die eine Erkennung von Objekten und Gesichternsowie deren Feinanalyse ermöglicht. Das Fraunhofer-Institut hofft, mit dieser Technik beispielsweise die Kommunikation von Personen mit unterschiedlichsten Erkrankungen verbessern zu können.

Autisten haben etwa oft Probleme, Emotionen von Gesichtern zu interpretieren. Diese fehlende Information würde ihnen Googles Datenbrille mit einer entsprechend angepassten Software liefern. Ebenso dürften Sehgeschädigte von der neuen Technik profitieren. Ihnen könnte Google Glass Zusatzinformationen über Personen in der Umgebung per Tonsignal übermitteln.

Babak Parviz, der ehemalige Leiter des Projekts Google Glass, ist inzwischen zum Online-Marktplatz Amazon abgewandert. Dort soll Parviz Spekulationen zufolge am neuen 3D-Smartphone arbeiten.

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LG und Samsung stellen neue Smartwatches vor

29.08.2014, 9:01

Bereits einige Tage vor dem offiziellen Start der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin haben Samsung mit der Gear S und LG mit der G Watch R ihre neuen Smartwatch-Modelle vorgestellt.

(Quelle: LG)

Dass LG und Samsung neue Smartwatch-Modelle auf der IFA zeigen werden, galt bislang als offenes Geheimnis. Nun haben die beiden Hersteller überraschend ihre Neuheiten bereits jetzt enthüllt.
Die G Watch R von LG besitzt ein rundes 1,3-Zoll-Display mit einer Auflösung von 320 x 320 Bildpunkten und arbeitet wie der Vorgänger mit Googles Android Wear. Die Smartwatch arbeitet mit einem Snapdragon 400 Prozessor, der mit 1,2 GHz taktet und auf 512 MByte Arbeitsspeicher zurückgreift.

Der Datenspeicher umfasst 4 GB und ist nicht erweiterbar. Die Stromversorgung gewährleistet ein Akku mit 410 mAh. Zur weiteren Ausstattung gehören verschiedene Sensoren, etwa ein Gyrometer, ein Geschwindigkeitssensor, ein Kompass, ein Barometer und ein Pulsmesser.

Das Gehäuse der eleganten Uhr besteht aus Edelstahl und ist IP67-zertifiziert, ist also gegen Staub und Wasser geschützt – halbstündige Tauchgänge in einem Meter Tiefe sollten daher kein Problem darstellen. Das auswechselbare Armband der Smartwatch besteht aus Kalbsleder. Die G Watch R soll noch im vierten Quartal dieses Jahres erscheinen, einen Preis nannte LG aber bislang noch nicht.

Samsung Gear S mit eigenem SIM-Karten-Slot


Samsung Gear S

(Quelle: Samsung)

Wie die Kollegen von LG hat auch Samsung seine neue Smartwatch Gear S bereits vor dem Start der IFA vorgestellt. Im Gegensatz zu LG setzt Samsung jedoch auf ein gebogenes Display im 2,0-Zoll-Format mit 360 x 480 Pixel sowie auf das Betriebssystem Tizen. Zudem spendieren die Koreaner ihrer Gear S einen SIM-Kartenslot, womit die Smartwatch auch autonom betrieben werden kann.

Im Inneren der Gear S arbeitet ein nicht näher spezifizierter Dualcore-Prozessor mit einer Taktung von 1,0 GHz. Der Arbeitsspeicher umfasst 512 MByte, während der Datenspeicher eine Kapazität von 4 GByte besitzt. Für die Stromversorgung ist ein Lithium-Ionen-Akku mit 300 mAh verbaut.

Neben den üblichen Sensoren ist auch in der Gears S ein Pulsmesser mit an Bord. Dank des SIM-Karten-Slots funkt die Gear S über 2G sowie 3G und kann auch gänzlich ohne Smartphone betrieben werden. So lassen sich beispielsweise auch Anrufe über die Smartwatch tätigen und E-Mails versenden, auch wenn keine Bluetooth-Verbindung zum Smartphone besteht.

Zusammen mit der Gear S präsentiert Samsung das Bluetooth-Headset Gear Circle. Das Headset verfügt über 12 mm Speaker und einen 180-mAh-Akku, der 300 Stunden Standby-, 11 Stunden Sprech- sowie 9 Stunden Musikspielzeit sorgen soll. Daneben unterstützt das Gear Circle die Audio-Codecs SBC, apt-X und Samsung HD.

Über eingegangene Nachrichten und Anrufe informiert das Headset den Nutzer per Vibration. Dank eines magnetischen Verschlusses lässt sich das Gear Circle bei Nichtverwendung auch als Halsband tragen. Beide Geräte sollen bereits im Oktober im Handel erscheinen, zu den Preisen ist noch nichts bekannt.

Ebenfalls noch in diesem Herbst will offenbar auch Apple eine neue Smartwatch vorstellen. Ein Schreiben des iPhone-Herstellers an das US-Handelsministerium gibt jedenfalls einen Hinweis darauf, dass Apple an einem neuen Produkt mit Saphirglas-Display arbeitet. In dem Dokument ist die Rede von einem “aggressiven Zeitplan”, der das Ziel hat, die Produktion eines iOS-Gerätes bis August 2014 zu starten.

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EatFirst will Briten zu Feinschmeckern machen

29.08.2014, 8:26

Fish and Chips, gebratene Blutwurst, weißes Toastbrot: Die Briten stehen nicht gerade im Ruf, besondere Gourmets zu sein. Das will Rocket Internet mit dem Online-Lieferservice EatFirst ändern.

(Quelle: Shutterstock.com/Matthew Bechelli)

Die Start-up-Schmiede Rocket Internet will die Briten vom Fast-Food wegbringen und hat dazu in London den Lieferdienst EatFirst gestartet. Die Plattform-Gründer wollen bei den Konsumenten mit einer Kombination aus hochwertigem Essen und einer schnellen Lieferung punkten.

Für sieben britische Pfund können User sich ein Mittagessen über die Website oder die iPhone-App bestellen, das innerhalb von 15 Minuten geliefert werden soll. Dabei können sie aus einem täglich wechselnden Angebot zwischen zwei Mahlzeiten auswählen. Bezahlt wird mit der Kreditkarte über die Anwendung. Mit dem Angebot sollen besonders Berufstätige angesprochen werden, die keine Zeit haben, selbst zu kochen, aber trotzdem nicht auf ein gutes Essen verzichten wollen.

“Gerade in einer so schnelllebigen Stadt wie London ist es eine ständige Gratwanderung, in kürzester Zeit und gleichzeitig gesund zu essen”, meint Rahul Parekh, Co-Founder von EatFirst. Die Macher berufen sich dabei auf eine Studie des Marktforschungsunternehmens OnePoll, wonach der durchschnittliche Brite mehr als ein Drittel seines Lebensmittelbudgets für Fast Food ausgebe. Zudem habe ein Bewohner Londons im Schnitt nur 29 Minuten Zeit für sein Mittagessen und greife daher häufig zu ungesunden Snacks.

Zunächst ist der Lieferdienst nur in London aktiv, bald sollen aber weitere Städte hinzukommen. Wer Lebensmittel online bestellt, gehört in Deutschland noch einer Minderheit an, wie die Agof facts & figures für das zweite Quartal 2014 zeigen. Insgesamt beziehen sechs Millionen Deutsche Lebensmittel über ihren Rechner, fast zwei Millionen über das mobile Internet.

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AGF erweitert Streaming-Messung

29.08.2014, 7:30

Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) erweitert die Ausweisung ihrer Streaming-Daten. Künftig werden auch Nutzerstrukturen und Zielgruppen in die Messung einbezogen.

(Quelle: Fotolia.de/Piotr Adamowicz)

Seit 2013 misst die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) nicht mehr nur die Nutzung von Video-Inhalten über die klassischen Empfangswege und -geräte, sondern auch über IP-basierte Dienste und Computer. Dazu zählen Mediatheken, Web-TV-Sender oder Bewegtbilder auf Internetseiten. Nun erweitert die AGF die Ausweisung dieser Streaming-Daten. Künftig werden einmal pro Monat Auswertungen nach Zielgruppen veröffentlicht. Diese erweitern dann die bisherigen wöchentlichen Hitlisten (Zensus-Daten).
Mit der Ergänzung werden jeweils die relevantesten Angebote samt demografischen Strukturen der einzelnen Publisher ausgewiesen. Sie sollen der Werbewirtschaft wichtige Informationen für die Mediaplanung liefern. Beginn der erweiterten Ausführung ist der Juni 2014.

Wie Bernhard Engel, Sprecher der Technischen Kommission der AGF erklärt, zeigten die ersten Analysen bereits deutliche Trends auf. “Auch wenn die Aussage nicht für alle Angebote gilt, so ist die Videostreaming-Nutzung doch tendenziell spitzer in ihrer Zielgruppenpositionierung als klassisches TV, da die Nutzung ganz überwiegend individuell stattfindet und der ausgleichende Effekt der gemeinsamen Nutzung mehrerer Personen vor einem TV-Gerät nicht vorhanden ist”. Das heißt also: Während das lineare Fernsehen in der Regel ein breites Publikum anspricht, lassen sich die User von Video-Angeboten wesentlich genauer eingrenzen. Da die zugrundeliegenden Fallzahlen allerdings deutlich kleiner sind als im klassischen TV, können die Strukturen auch stärkeren Schwankungen als im traditionellen Fernsehen unterliegen.

Beispielauswertung “heute-show”:


Beispielauswertung

In der Online-Mediathek des ZDF können User auf Videos zur “heute-show” zugreifen, darunter sowohl ganze Sendungen als auch einzelne Beiträge. Insgesamt sind laut der neuen AGF-Messung im Juni dieses Jahres 82 unterschiedliche Videos genutzt worden. Abgerufen wurden diese Clips insgesamt über 410.000 Mal. Die Nutzungsdauer für diese Abrufe betrug insgesamt etwas mehr als 6,3 Millionen Stunden.

Für 2015 ist die Zusammenführung der Streamingdaten mit denen aus dem Fernsehforschungspanel der AGF geplant. “Nächstes Entwicklungsziel ist es, die beiden Datenquellen Zensusmessung und Panelerhebung miteinander zu verschmelzen und sodann Metriken wie Nettoreichweite und Sehbeteiligung der Angebote zu ermitteln. Parallel arbeitet die AGF daran, die jetzigen wie zukünftige Metriken in einem Online-Tool ihren Kunden zur Verfügung stellen”, so Martin Berthoud, stellvertretender Vorsitzender des AGF-Vorstands.

Die Strukturinformationen basieren auf dem Video-Streaming-Panel von Nielsen. Sie berechnen sich aus den Nutzungsdauern der einzelnen Nutzer der Angebote und verwenden somit die gleiche Berechnungsmethode, die auch im AGF Fernsehforschungspanel für die lineare Fernsehnutzung verwendet wird. Hierbei erhalten häufigere und intensivere Nutzer eines Angebots einen größeren Einfluss auf die Nutzerstrukturen als gelegentliche und flüchtige Nutzer. Somit sind erstmals Vergleiche der Nutzerschaft von linearem Fernsehen und Streamingnutzern auf methodisch einheitlicher Ebene möglich.

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OVK fordert einheitliche Mess-Standards

29.08.2014, 7:12

Die Sichtbarkeit von Onlinewerbung ist schon seit Jahren ein Streithema. Die zum Marktstandard avancierten IAB-Richtlinien hält der OVK zwar nicht für ausreichend, unterstützt sie aber nun.

(Quelle: Shutterstock.com/ra2studio)

Das Media Rating Council (MRC) und das Interactive Advertising Bureau (IAB) haben kürzlich eine “Richtlinie zur Messung der Viewable Ad Impression” veröffentlicht. Jetzt nimmt der Onlinevermartkerkreis (OVK) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) dazu Stellung. Die Richtline sei insbesondere angesichts der wachsenden Bedeutung der Sichtbarkeit von Online-Werbung für die Bewertung von Kampagnen begrüßenswert – schließlich habe das Gremium den sogenannten Richtwert 50/1 für Standard-Display-Ads selbst empfohlen.

Der Richtwert besagt, dass eine Anzeige als gesehen gilt, wenn 50 Prozent des Werbemittels mindestens eine Sekunde im Sichtfeld des Nutzers präsentiert werden. Von vielen Beteiligten im Markt wird der 50/1-Standard in der Praxis schon genutzt. Anderen, vornehmlich aus dem Lager der Werbungtreibenden, geht die Sichtbarkeit nicht weit genug. Sie plädieren eher für eine 70/2 Lösung.

Gleichzeitig bemängelt der OVK allerdings, dass die Richtlinie mangels eines einheitlichen Messstandards- und Verfahrens bislang nicht als Währung und Abrechnungsgröße für Online-Werbung geeignet sei. Zudem fehlten übergreifend angepasste Aussteuerungs- und Abrechnungssysteme. Es gibt zwar genügend Verfahren, um Sichtbarkeit zu messen, noch aber wurde keines verbindlich verabschiedet.

Um einen standardisierten Viewability-Richtwert zu schaffen, schlägt der OVK mehrere Maßnahmen vor, die bis 2015 abgeschlossen sein sollen:

  • Einigung der Werbungtreibenden, Mediaagenturen und Vermarkter auf den vorgeschlagenen marktstandardisierten Richtwert 50/1 für Standardwerbeformen sowie weitere marktstandardisierte Richtwerte für Sonderwerbeformen und Bewegtbild
  • Festlegung eines standardisierten Messpunkts (hier spricht sich der OVK für den Werbeplatz aus) und eines standardisierten Messverfahrens
  • Konzeption einer Selbstregulierung und, so von den relevanten Marktpartnern als sinnvoll erachtet, Zertifizierung der an der Messung beteiligten Dienstleister
  • Definition und Umsetzung der notwendigen Harmonisierungsmaßnahmen bei Auslieferungs- und Abrechnungssystemen

Solange diese Voraussetzungen nicht geschaffen seien, müsse die Ad Impression weiter als Abrechnungsgrundlage gelten.

Mit einem neuen Höchstwert schloss die Online-Werbebranche in den USA das Jahr 2013 ab. Laut einem IAB-Report investierten die Werbungtreibenden erstmals mehr als 40 Milliarden US-Dollar.

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