Buchungstool für Homepage-Takeovers

08.07.2014, 13:01

Newcast hat ein Tool entwickelt, das das Sonderwerbeformat Homepage Takeover standardisiert und vermarkterübergreifend buchbar machen soll. Erster Kunde für das Brand‐X‐Site‐Ad ist die Deutsche Post.

(Quelle: Vivaki)

Die Digitalagentur Newcast hat ein neues Tool entwickelt, das sich an Werbekunden richtet, die das Anzeigenformat “Homepage-Takeover” buchen wollen. Mithilfe des neuen “Brand‐X‐Site‐Ad” soll dieses Sonderwerbeformat künftig standardisiert und vermarkterübergreifend gebucht werden können. Eine Festplatzierung ist nicht vorgegeben.

Homepage-Takeovers kommen im Display-Advertising vor allem für Branding-Kampagnen zum Einsatz. Sie können für jede Marke individuell inszeniert und verändert werden. Für den User sieht es so aus, als würde die Homepage sich verändern, zum Beispiel aufrollen. So soll der Werbebotschaft der Kunden maximaler Raum gegeben werden. Erst wenn die Werbebotschaft zuende ist oder der Nutzer auf den “Schließen”-Button klickt, verschwindet die Werbeform wieder und gibt den Blick auf die gewohnte Homepage frei.

“Um solche aufwändigen Homepage‐Events zu realisieren, mussten Agenturen bisher auf vermarkterspezifische Lösungen zurückgreifen und Tagesfestplatzierungen buchen”, erklärt Ingo Kahnt, Senior Managing Partner Newcast. Die neue Lösung soll nun für geringeren Aufwand sorgen und somit kosteneffizienter für Kunden sein.

Zum Einsatz kommt das “Brand‐X‐Site‐Ad” für bestehende Kunden der Agenturen Newcast, Performics, Optimedia, Zenith und der Starcom MediaVest Group. Das erste Unternehmen dabei ist die Deutsche Post AG. Die Lösung wurde für die WM‐Spiel‐Kampagne “Tor für Deutschland” genutzt; das Werbeformat, das sich über die Homepage legte, wurde wurde dabei großflächig zum Spielfeld und die User konnte bei einem Gewinnspiel teilnehmen.

Wie sich die Fußball-Weltmeisterschaft auf den Internet-Trafficauswirkt, zeigt eine Messung von intelliAd: Zum Achtelfinale-Spiel und dem 2:1 -Sieg für Deutschland ging der Traffic demnach um 19 Prozent zurück.

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Wie Cross-Channel-Marketing funktioniert

08.07.2014, 11:37

Um die Performance zu verbessern, ist ein erfolgreiches Cross-Channel-Marketing nötig. Doch wie müssen sich Unternehmen für eine integrierte Search- und Social-Strategie aufstellen?

(Quelle: shutterstock.com/sergign)

Marin Software gibt in dem Whitepaper “Ein Best-Practice-Leitfaden für Cross-Channel Marketing” Tipps, wie Unternehmen sich für eine integrierte Search- und Social-Strategie fit machen.

Bewerten Sie die Cross-Channel-Möglichkeiten Ihres Unternehmens

Die digitale Marketingindustrie hat hinsichtlich der Integration von SEA- und Social-Programmen noch viel Verbesserungspotenzial. Der erste Schritt zur Integration: Schätzen Sie die aktuellen Cross-Channel-Möglichkeiten Ihres Unternehmens ehrlich ein. Werden Ihre Search- und Social-Programme so aufgesetzt und verwaltet, dass sie exakt auf die Geschäftsziele Ihres Unternehmens ausgerichtet sind? Oder werden die beiden Kanäle als Silos isoliert gemanagt und schränken so das Potenzial ein? Indem Unternehmen sich die folgenden Fragen stellen, können sie Chancen identifizieren und so das Niveau der Integration verbessern.

  • Arbeiten Ihre Search- und Social-Teams für die gleichen Geschäftsziele?
  • Sind Ihre Botschaft und Ihr Nutzenversprechen über alle Kanäle hinweg konsistent? Widersprüchliche Botschaften können die Verbraucher verwirren und Ihre Marke verwässern.
  • Ordnen Sie den Umsatz von jedem Kanal korrekt zu? Verfolgen Sie die Konversionen von Search und Social von derselben Umsatzquelle? Social ist in erster Linie ein unterstützender Kanal im Konversionspfad: Zwei verschiedene Tracking-Quellen zu verwenden, führt zu doppelten Konversionen und behindert Ihre Datenintegrität.
  • Budgetieren Sie über alle Kanäle hinweg auf Basis des Kampagnen-ROI? Überinvestieren Sie zum Beispiel in Suchmaschinenkampagnen, ohne die Social-Kampagnen zu berücksichtigen, die einen höheren Gesamt-ROI haben könnten?
  • Sind Ihre Promotions kanalübergreifend abgestimmt? Channel-spezifische Promotions können Konfusion und Frustration bei den Kunden verursachen.
  • Verfügen Sie über eine integrierte Business-Intelligence-Strategie?

Visieren Sie eine hochwertige Zielgruppe an

Erfolgreiche Multi-Channel Marketingexperten streben danach, den richtigen Kunden mit den richtigen Kaufabsichten zur richtigen Zeit zu erreichen. Bei diesem kundenzentrierten Ansatz im Marketing geht es darum, den jeweiligen Kunden über alle Kanäle hinweg anzusprechen. Dabei wird auf eine Kombination von Absicht (Suchanfragen) und Zielgruppen-Daten (Kundenprofil) gesetzt. Werbetreibende können eine zielgruppenfokussierte Strategie implementieren, indem sie eine führende, digitale Multi-Channel-Marketing-Plattform einführen, die ein Zielgruppen-Retargeting über verschiedene Search und Social Publisher hinweg ermöglicht.

  • Search- zu Social-Retargeting: Werbetreibende sollten Facebook Custom Audiences erzeugen – auf Basis der Suchanfrage-Daten ihrer digitalen Marketing-Plattform. Damit visieren sie die gleichen Zielgruppen auf Facebook mit maßgeschneiderten Botschaften passend zu deren Suchanfragen an. Mit dieser Strategie kann ein Marketingexperte frühere Websitebesucher über Facebook erreichen, die in ihren Suchanfragen angaben, “Laufschuhe kaufen” zu wollen.
  • Social- zu Search-Retargeting: Marketingexperten sollten Google-Remarketing-Listen mit Besuchern der Social-Marketing-Anzeigen erstellen. Mit Remarketing-Listen für Search Ads (RLSA), können sie ihre “sozialen” Zielgruppen ansprechen, wenn diese nach ihren Keywords auf Google suchen. Bei dieser Strategie lässt sich auf Google automatisch höher für die Suchenden bieten, die den Zielgruppenprofilen entsprechen und die zuvor mit Facebook-Anzeigen interagiert haben.
    • Werten Sie die Performance über alle Kanäle aus

      Wirksame Cross-Channel-Optimierung verlangt Cross-Channel Business Intelligence. Werbetreibende, die den Gesamt-Kampagnen-ROI maximieren möchten, benötigen für ihre Auswertungen, Erkenntnisse und Analysen eine einzige Quelle, die Suchmaschinen- und Social-Marketing-Kampagen in einer Schnittstelle zusammenfasst. Wer den Search- und Social-Kampagnen-ROI ganzheitlich analysieren kann, ist in der Lage, Entscheidungen fundierter und schneller zu treffen, als mit dem Management jedes einzelnen Kanals als Silo. Beherzigen Sie die folgenden Tipps für eine erfolgreiche Auswertung der Performance von Search und Social:

      • Stellen Sie sicher, dass Ihre SEA-und Social-Kampagnen den Umsatz derselben Datenquelle berücksichtigen: Werbetreibende, die ihre Search- und Social-Programme unabhängig voneinander steuern, machen häufig Fehler bei der Optimierung, indem sie Konversionen über- oder unterzählen. Auf ihre Zielgruppe fokussierte Marketing Manager sollten daher denselben Umsatz-Tracking-Pixel über beide Kanäle hinweg nutzen.
      • Integrieren Sie Ihren Budgetierungs-Workflow für Search und Social: Verwenden Sie eine digitale Marketing-Plattform, die Ihnen die Performance-Daten für Search und Social parallel liefert. Treffen Sie Entscheidungen für die Budgetierung Ihrer Kampagnen, indem Sie jeden Channel hinterfragen – abhängig von dem jeweiligen Kampagnen-ROI. Je nach Änderungen bei der Performance optimieren Sie dann die Budgets für Ihre SEA- und Social-Kampagnen.
      • Werten Sie den Konversionspfad über alle Kanäle hinweg aus: Laut einer Marin-Studie wird knapp die Hälfte aller Suchmaschinen-Konversionen (48 Prozent) durch einen Klick auf eine Facebook-Anzeige unterstützt. Betrachtet man die Search-Performance isoliert, heißt das, dass wichtige Touchpoints entlang des Konversionspfads des Käufers ignoriert werden könnten. Werbetreibende sollten die Cross-Channel-Konversionspfade studieren, die den höchsten Gesamt-ROI generieren.

      Optimieren Sie den Customer Livetime Value in allen Kanälen

      Werbetreibende, die ihre Search- und Social-Programme isoliert voneinander managen, konzentrieren sich möglicherweise auf die falschen Ziele. Social-Campaign-Manager könnten etwa anfangen, die Performance lediglich im Hinblick auf Messgrößen wie App-Installationen oder Interaktionen zu betrachten. Search Manager könnten sich dagegen immer mehr auf Qualitätskennzahlen, Leads und Kosten pro Akquisitionen konzentrieren. Diese channelspezifischen Messgrößen geben – wenn überhaupt – lediglich ansatzweise eine Richtung vor. Zudem zeigen sie den Werbetreibenden nicht wirkungsvoll auf, ob ihre Investitionen die Akquisition umsatzstarker und wiederkehrender Kunden unterstützt.

      Marketingexperten sollten stattdessen den Livetime Value (LTV) Ihrer Zielgruppen in beiden Kanäle optimieren. Verwenden Sie dabei den Cross-Channel ROI als Hinweis für den Erfolg. Um eine integrierte Optimierungsstrategie für Search und Social zu implementieren, die auf die akkurateste Erfolgsmessgröße, den Customer Lifetime Value ausgerichtet ist, befolgen Sie diese Tipps:

      • Automatisieren Sie Ihr Cross-Channel Bidding: Benutzen Sie eine führende, digitale Marketing-Plattform, mit der Sie automatisiertes Bidding für Ihre Zielgruppen auf Basis des LTV über Search und Social hinweg durchführen können.
      • Bestimmen Sie den Lifetime Value im Verhältnis zum anvisierten ROI: Setzen Sie Prognosen ein, um den LTV Ihrer Zielgruppen über beide Kanäle hinweg vorauszubestimmen. Analysieren Sie die Trade-offs zwischen Volumen (zum Beispiel LTV) oder Effizienz (zum Beispiel ROI). Hat die Abnahme Ihres anvisierten ROI für eine bestimmte Zielgruppe zu einem höheren LTV geführt? Nutzen Sie die Prognosemöglichkeit, um herauszufinden, in welcher Höhe Investitionen notwendig sind, um den gewünschten ROI zu erzielen.
      • Verwenden Sie auf die Klicks bezogene Attribution, um den Umsatz über alle Klicks hinweg zuzuordnen. Wenn wir wissen, dass zwei von drei Social-Advertising-Klicks die Konversionen in anderen Kanälen fördern, führt das isolierte Management von Social Advertising zu einer Unterbewertung der Performance. Erfolgreiche Marketingexperten setzen auf eine Cross-Channel Attribution des Umsatzes, um diesen nach Search- und Social-Klicks zuzuordnen. So können sie den Einfluss des jeweiligen Channels innerhalb des Konversionspfads exakt bewerten.
      • Schaffen Sie Lookalike Audiences auf Basis des LTV von Zielgruppen mit hohen Konversionen: Nachdem Sie umsatzstarke Zielgruppen identifiziert haben, sollten Werbetreibende Lookalike Audiences erzeugen und über die verschiedenen Kanäle hinweg anvisieren. So können Marketing Manager beispielsweise Facebooks Lookalike-Modeling-Möglichkeiten verwenden, um ähnliche Zielgruppen anhand von Custom Audiences zu identifizieren. Auch haben die SEA-Manager die Möglichkeit, eine Partnerschaft mit einer Daten-Management-Plattform (DMP) einzugehen: So lassen sich Lookalike Audiences auf der Basis von First- und Third-Party Datenquellen erstellen und die Zielgruppen über Search- und Social-Kanäle anvisieren. Lookalike Audience Modeling kann Ihnen helfen, Ihre Kampagnenreichweite zu expandieren, während Sie gleichzeitig innerhalb Ihrer ROI-Ziele bleiben.

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Start-up plenigo bietet Paid-Content-Lösung

08.07.2014, 10:36

Mit einer neuen E-Commerce-Plattform, einem Software-as-a-Service-Angebot, will das Münchner Technologieunternehmen plenigo Verlagen und anderen Publishern den Vertrieb digitaler Inhalte ermöglichen.

(Quelle: Fotolia.com/Coloures-pic)

Ohne Investitionen in eine eigene Technologie und mit geringem zeitlichen Aufwand können Publizisten in Zukunft leserfreundliche Paid-Content-Angebote zur Verfügung stellen – so zumindest heißt das Versprechen von plenigo. Das Start-up aus München launcht eine E-Commerce-Plattform als Software-as-a-Service, die unter anderem ein integriertes Payment sowie Produkt-, Zugangs- und Nutzerverwaltung umfasst. Mit der Lösung können Verlage, Medienhäuser und andere Publisher individuelle Bezahlschranken für Texte, Audio-Inhalte und Videos sowie Downloads anbieten.

Als Zielgruppe hat plenigo insbesondere kleine und mittlere Verlage im Visier, die sich – anders als große Unternehmen – keine eigene eigenen Paid-Content-Lösungen leisten können oder wollen. Deshalb will das Münchner Unternehmen mit einem flexiblen Angebot punkten, das alle Funktionen “Out-of-theBox” zur Verfügung stellt, also schnell integrierbar und kostengünstig ist: Unabhängig davon, ob eine Hard- oder Soft-Paywall benötigt wird, ob Abonnements, Einzelverkäufe oder Tagespässe als Geschäftsgrundlage dienen und ob die Bezahlung sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen soll.

Abwicklung des Zahlungsverkehrs

Dabei regelt das Modul Payment & Billing die Abwicklung des Zahlungsverkehrs und der Rechnungsstellung an den Kunden, der mit dem Fingerprint-Verfahren identifiziert wird – und nicht etwa über Cookies. Zudem lassen sich mit wenigen Mausklicks die gewünschten Funktionen einstellen: Pay per View, Abos, Bundles, Gutscheine, Metered Views oder Collecting (später bezahlen).

“Die Integration der Systeme unserer und der plenigo Plattform kann innerhalb kürzester Zeit erfolgen”, so Maximilian Schweitzer, Mitgründer und Entwicklungsleiter des Münchner Unternehmens, das derzeit zehn Mitarbeiter beschäftigt. “Es sind nur ein kurzer Code-Schnipsel zu integrieren und einige Einstellungen im System vorzunehmen, Plug-ins für WordPress und andere Systeme folgen in Kürze.” Um die Performance von Datenbanken, den Betrieb der Server oder Backup-Strategien müssten sich die plenigo-Kunden keine Gedanken machen, das sei alles im Paket inbegriffen.

Das Preismodell von plenigo besteht aus einer niedrigen monatlichen Miete und einem Kostensatz pro Transaktion. Für professionelle Blogger und Publizisten, die sich an das Thema Bezahlinhalte erst einmal herantasten wollen, bietet das Technologieunternehmen außerdem eine kostenlose Basisversion.

Dass sich die Einführung von Bezahlinhalten für Publisher durchaus lohnen kann, legt eine Studie des Branchenverbands Bitkom nahe: Demnach zahlt bereits jeder vierte Internetnutzer in Deutschland für redaktionelle Online-Inhalte. Und viele Leser, die das noch nicht tun, signalisieren eine grundsätzliche Bereitschaft dazu.

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Google ändert Spezifikationen für Shopping

08.07.2014, 9:58

Google Shopping hat die Produktfeed-Spezifikationen überarbeitet. Online-Händler sollen mehr Flexibilität bei der Organisation von Artikeldaten bekommen.

(Quelle: Shutterstock.com/Andrey Popov)

Detaillierte Produktdaten sind für E-Commerce-Betreiber einer der Schlüssel zum Erfolg, denn potenzielle Käufer wollen genau wissen, was sie im Internet kaufen. Andererseits können zu viele Informationen den Nutzer überfordern. Um hier die richtige Balance zu finden, hat Google Shopping nun die Feed-Spezifikationen für die werbenden Händler überarbeitet.

Links zu Mobile-optimierten Zielseiten können separat eingereicht werden, damit das Einkaufen auch übers Smartphone Spaß macht. Produkte aus der Kategorie Bekleidung können durch neue Attribute genauer beschrieben werden. Änderungen gibt es außerdem bei von den Händlern selbst zusammengestellten Artikelkombinationen (zum Beispiel Kamera plus Tasche), die bei Google Shopping nun als solche gekennzeichnet werden müssen sowie den Angaben zur Verfügbarkeit einzelner Waren. Die Länge der Beschreibungen wird begrenzt.

Die neuen Spezifikationen für die Produktanzeige treten am 30. September 2014 weltweit in Kraft treten. Händler können jedoch ab sofort ihre Produktdaten entsprechend anpassen. In näherer Zukunft will Google Shopping außerdem die Richtlinien für Zielseiten und die Empfehlungen zur Bildqualität überarbeiten, so das Unternehmen im Adwords-Blog.

Für Google ist Shopping ein wichtiger Bereich: Eine halbe Milliarde US-Dollar will der Internetkonzern in seinen Lieferdienst Shopping Express investieren – ein Angriff gegen Amazon.

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Vertu und Bentley bringen Nobel-Handys

08.07.2014, 8:17

Das wird edel: Der Autohersteller Bentley kooperiert mit Vertu, dem Spezialisten für hochwertige Mobiltelefone. Das erste Gerät aus der Partnerschaft soll schon im Herbst präsentiert werden.

(Quelle: Bentley.com)

Den Versuch, hochwertige Handys und Luxuskarossen zusammenzubringen, gab es schon öfter. Jetzt haben Bentley und Vertueine Kooperation bekannt gegeben, die zunächst auf fünf Jahre angelegt ist und exklusiven Charakter hat.

Die Telefone, die darus entstehen, sollen sich durch “einzigartiges Design, handwerkliche Qualität, Eleganz, außerordentliche Leistung und Technologie” auszeichnen, heißt es höchst bescheiden in einer Ankündigung von Bentley. Auf den Smartphones finden die Käufer über eine App exklusiven Content sowie den Zugang zu besonderen Dienstleistungen. Ein gemeinsames Team beider Firmen soll bei der Entwicklung eng zusammenarbeiten.

Das erste Gerät mit dem Titel “Vertu for Bentley” ist für den Herbst geplant, vier weitere Modelle sollen dann folgen. Zu den Preisen haben sich die Partner noch nicht geäußert, die Smartphones dürften aber auf jeden Fall im vierstelligen Bereich angesiedelt sein, wenn man die bisherige Preispolitik von Vertu betrachtet.

Zum Hintergrund: Vertu ging 1998 als Nobelmarke von Nokia an den Start, wurde aber 2012 an einen Investor verkauft und produziert heute hochwertige Handys und Android-Smartphones in England in Handarbeit. Die Marke Bentley wurde 1919 in England gegründet und gehörte seit 1931 als sportlicher Ableger zu Rolls Royce. Seit 1998 ist Volkswagen die Muttergesellschaft, im letzten Jahr wurde mit rund 10.000 ausgelieferten Luxuskarossen der obersten Preisklasse ein neuer Rekord erzielt.

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Den menschlichen Charakter von Daten bewahren

08.07.2014, 7:43

Big Data hat das Marketing maßgeblich verändert. Wer auf die Anlyse von großen Mengen an Information setzt, sollte dennoch den menschlichen Aspekt nicht vernachlässigen.

(Quelle: Shutterstock.com/Maksim Kabakou)

Worauf Unternehmen achten müssen, erklärt Bryan Melmed, Senior Director Insight Services von Exponential Interactive.

1. Gesunden Menschenverstand einsetzen, um das Problem einzugrenzen

Daten stellen nicht immer Fragen. In vielerlei Hinsicht sind die ersten Schritte einer Fragestellung die schwierigsten. Die falsche Wahl der Variablen, schlechte Tools und Messdaten, oder ungenaue Fragen führen zu unklaren, schlimmstenfalls zu einer falschen Schlussfolgerung und damit zu hohen Kosten. Keine Automation kann diese Fehltritte korrigieren.

2. Mehr ist nicht immer besser

Bei großen Datenmengen stoßen menschliche Analysen an ihre Grenzen, deshalb braucht man Maschinen, um große Informationsmengen zu analysieren. Aber die Datenmenge zu erhöhen macht nur Sinn, wenn dadurch das Verhältnis von Signal zu Ergebnis verbessert wird. Größere Datenvolumina bedeuten auch ein höheres Risiko von falschen Korrelationen, oder Schlussfolgerungen, die nicht relevant sind oder umsetzbar sind. Eine Maschine kann jede Menge Antworten liefern, die Aufgabe für den Mensch besteht darin, gehaltvolle Informationen von wertlosen zu trennen.

3. Jeder schwindelt gerne mal

Menschen haben das Bedürfnis, den Erwartungen anderer zu entsprechen. Sie schwindeln über gewisse Dinge auf eine sehr vorhersehbare Weise (ihnen selbst mag das gar nicht bewusst sein, oder sie gestehen sich ein, ein bisschen zu schwindeln, aber eigentlich lügen sie sehr oft.) Zum Beispiel behaupten sie größer, schlanker und wohlhabender zu sein, als es den Tatsachen entspricht. Mit anderen Worten: Die Schwindelei zeigt eine gewisse Kontinuität, aber man kann nicht immer genau vorher sagen, in welche Richtung die Abweichung von der Wahrheit geht. Jede freiwillig erteilte Information muss deshalb mit Vorsicht genossen und als solche gekennzeichnet werden. Dies ist besonders wichtig bei aus Umfragen gewonnenen Daten, die von vielen Marketingfachleuten noch verwendet werden.

4. Der Kontext ist das Wichtigste

Ereignisse, die in den Daten aufgenommen werden, können nicht unabhängig von dem Zusammenhang, in dem sie gesammelt wurden, verstanden werden. Die gleiche Handlung, sogar von der gleichen Person, kann ganz unterschiedliche Bedeutungen haben. Welche unterschiedlichen Intentionen die gleiche Handlung haben kann, nämlich abhängig vom Zeitpunkt und Ort, zeigen die folgenden Szenarien zum Thema Spielwaren:

  • Spielzeugkäufe in einem Supermarkt, sind meist Impulskäufe. Nur wenige Menschen gehen gezielt in einen Supermarkt, um dort ein Spielzeug zu kaufen.
  • Im Weihnachtsmonat Dezember gelten für Spielwareneinkäufe ganz andere Regeln: Da kaufen Erwachsene Spielzeug für Kinder aus ihrem Umfeld, etwa Kinder von Freunden. Dies geschieht oft im Supermarkt, weil es bequem ist, und man keine feste Vorstellung von dem Geschenk hat. (Das bezeichnet man als “low involvement purchase”).
  • Wenn Eltern unterwegs, also nicht im Geschäft vor Ort, Spielzeug kaufen, dann haben sie das Bedürfnis, meist aus einem schlechten Gewissen heraus, die Kinder zuhause zu beschenken. Die Anhäufung von Spielwarenfachhändlern an Flughäfen bedient genau dieses Bedürfnis.

5. Daten zwingen dazu, Vorurteile zu Grabe zu tragen

Roboter haben Mühe, Muster zu erkennen, während sich das menschliche Gehirn an dem Prozess weidet. Das ist nicht immer gut. Unser Gehirn reagiert auf schlechte und unvollständige Daten damit, Schlussfolgerungen oder Annahmen zu treffen. Mit besseren Daten flehen uns Maschinen geradezu an, Stereotypen wie die “Soccermoms” zu begraben und zu respektieren, dass jeder Mensch eine einzigartige Verbindung von Interessen und Charakteristika hat.

6. Ein Roboter ist kein guter Geschichtenerzähler

Wenn Menschen darauf reduziert werden, was Daten messen können, lassen wir das wichtigste menschliche Element die Gefühle außen vor. Gefühle sind die maßgebliche Währung für das Marketing. Menschen treffen ihre Entscheidungen aus dem emotionalen Bereich ihres Gehirns. Deshalb nutzen kluge Marketingleute Erzählungen, Kontext und Gefühle, um Geschichten, die ankommen, zu erzählen. Eine Story, die von einem Roboter geschaffen wurde, ist eine Story ohne menschliche Gefühle. Ein Grund mehr, warum erfolgreiches Marketing, auch im Zeitalter von Daten, immer noch den menschlichen Faktor braucht.

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Games und Smart Wearables treiben Wachstum

07.07.2014, 15:24

Der Umsatz mit Inhalten für und mit Werbung auf Mobilgeräten wird in vier Jahren weltweit 90 Milliarden US-Dollar überschreiten. Im Fokus stehen derzeit Fitness-Apps für smarte Geräte.

(Quelle: Shutterstock.com/JMicic)

Im kommenden Jahr wird mit mobiler Werbung – Suchmaschinenwerbung, Display und Textnachrichten – erstmals mehr Umsatz erzielt als mit Inhalten wie Musik, Videos, Apps und Spielen für Smartphones und Tablets. Das sagt das US-Marktforschungsunternehmen IHS Technology voraus. Bis 2018 sollen die Gesamteinnahmen aus Content und Werbung mehr als 90 Milliarden US-Dollar betragen, in diesem Jahr sollen es 53 Milliarden Dollar sein. Mobil werden Suchanzeigen mehr Umsatz generieren als Displaywerbung. Am Monetarisierungsansatz der Entwickler von Anwendungen werde sich nichts ändern, so die Prognose. Sie werden sich vor allem über In-App-Käufe finanzieren.

Gaming treibt das Geschäft voran: Spiele sind die umsatzstärkste Kategorie der Webshops, 70 Prozent der Top-in-App-Käufe werden mit virtuellen Währungen bezahlt. Am meisten Geld für mobile Inhalte geben mit 40 US-Dollar pro Abonnent die Japaner aus, gefolgt von den Südkoreanern (21 US-Dollar) und den US-Amerikanern (15 US-Dollar).

Apps für Smart Wearables stehen derzeit für die Entwickler im Fokus, vor allem aus dem Gesundheitsbereich. IHS Technology zufolge konzentrieren sich die Developer zu sehr auf die Monetarisierung durch Verkäufe, anstatt auf Zusatzdienstleistungen oder Abos zu setzen.

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Proxistore will international expandieren

07.07.2014, 14:39

Nach dem Erfolg in der belgischen Heimat will Proxistore international expandieren. Zu diesem Zweck konnte der Spezialist für ortsbasierte Display-Werbung eine Finanzierung in Millionenhöhe erzielen.

(Quelle: Shutterstock.com/nucleartist)

Insgesamt 2,7 Millionen Euro hat Proxistore von seinen Investoren bekommen. Anteilseigner und private Anleger unterstützen den Anbieter von lokalem Online-Marketing bei der Expansion in weitere Märkte. So will das Unternehmen unter anderem in die Niederlande und die Schweiz, sowie nach Großbritannien, Spanien, Kanada und in die Vereingten Staaten expandieren, wo New York und San Francisco als Standorte angepeilt werden.

“Nach unserem Erfolg in Frankreich hat Proxistore deutlich bewiesen, dass das Konzept steht und damit auch für die Expansion über belgische Grenzen hinweg bereit ist”, so Geschäftsführer Bruno Van Boucq. “Wir haben alles in die Wege geleitet um alle Kontinente mit unserer patentierten Geolocation-Software abzudecken.”

Vor allem im Niedergang des Werbekonzepts der Gelben Seiten sieht Proxistore seine Chance. Lokale Geschäfte, so das Unternehmen, brauchen lokalisierte Werbemöglichkeiten und könnten über Proxistore den Traffic vom Web zum Store verstärken. Nach Firmenangaben erreicht Proxistore mehr als 180 Millionen Webnutzer. Für die Zukunft hat sich das belgische Unternehmen vorgenommen, innerhalb der kommenden fünf Jahre seine Reichweite auf eine Milliarde Websurfer zu erhöhen.

Standortbezogene Onlinedienste sind übrigens derzeit der Renner. Nach einer Studie wuchs die Zahl der Anbieter allein im vergangenen Jahr um 414 Prozent.

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Sechs Wochen lang “insblaue”

07.07.2014, 13:52

Nix Saure-Gurken-Zeit. Jedenfalls nicht bei Bild am Sonntag. Die bringt für die Sommerwochen ein digitales Magazin für Smartphones und Tablets an den Start, das ins Blaue führt.

(Quelle: Shutterstock.com/gkuna)

“insblaue” heißt die Web-App von Bild am Sonntag, die jetzt gestartet und als digitales Magazin vor allem für mobile Nutzer gemacht ist. Die Webseite mit Reportagen und Tipps ist dank responsivem Designs für alle Bildschirmgrößen nutzbar – das jedoch nur für die nächsten sechs Wochen.

“Mit diesem neuen digitalen Format begleiten wir einen Sommer lang die Leser bereits ab Wochenstart in ihrer Vorfreude und ihren Planungen für das Wochenende“, so Bild am Sonntag-Chefredakteurin Marion Horn. Neben der Konzentration auf ein bestimmtes Thema, das am Wochenstart jeweils angekündigt wird, will insblaue auch die Leser mit einbeziehen. Dazu gibt es jeweils sonntags dann die Möglichkeit unter einem entsprechenden Hashtag eigene Inhalte auf insblaue zu veröffentlichen.

Mit digitalen Magazinen kennt man sich beim Axel-Springer-Konzern schon lange aus. So unter anderem auch schon die Sonntagszeitung “Die Welt” die digitale Zeitschrift “The Iconist” auf den Bildschirm gebracht.

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Scout24-Gruppe will FriendScout abgeben

07.07.2014, 13:52

Die Scout24-Gruppe steht offenbar kurz vor dem Verkauf ihrer Online-Partnerbörse FriendScout24. Der Fokus soll künftig stärker auf den Bereichen Immobilien und Auto liegen.

(Quelle: Fotolia.de/JiSign)

Nach dem anfänglichen Boom der Online-Datingbörsen ist das Geschäft mit der Liebe im Internet schwierig geworden. Das bekommt jetzt auch FriendScout24 zu spüren. Wie das Handelsblatt berichtet, prüft die Scout24-Gruppe derzeit einen Verkauf ihres Partnerportals. Auch für die Marktplätze für Finanzen (FinanceScout) und Reisen (TravelScout) sieht es demnach düster aus, die Verkaufspläne sollen sich erst einmal aber nur auf FriendScout beziehen. “Wenn es für FriendScout24 bessere Partner gibt, prüfen wir diese Option”, erklärte Greg Ellis, Chef des Münchner Unternehmens. Angeblich gibt es auch bereits erste Interessenten für die Singlebörsen.

Wie Ellis erklärte, will die Scout Gruppe künftig stärker ihr Kerngeschäft fokussieren: “Wir werden unsere Investitionen auf die Bereiche Immobilien und Auto konzentrieren”. Ellis leitet die Scout-Gruppe seit April 2014. Im November vergangenen Jahres hatte die Deutsche Telekom 70 Prozent von Scout24 an den US-Finanzinvestor Hellman & Friedman verkauft – für 1,5 Milliarden Euro. Die Telekom behält einen Minderheitsanteil von 30-Prozent und damit auch weiterhin ein Mitspracherecht. Scout24 gliedert sich in sechs Marktplätze: ImmobilienScout24, AutoScout24, FriendScout24, FinanceScout24, JobScout24 und TravelScout24.

Wie problematisch sich der Markt für Partnerbörsen im Netz gestaltet, zeigt das Ende von werkenntwen.de. Erst vor wenigen Wochen hatte sich RTL interactive von seinem Tochterunternehmen getrennt, das Netzwerk wurde eingestellt.

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