Dropbox gibt Slack-Alternative Zulip frei

29.09.2015, 9:11

Chatten im Unternehmen

Slack war bislang der Quasi-Standard für viele Unternehmen, die ihren Mitarbeitern eine interne Chat-Lösung anbieten wollen: Mit Zulip verschenkt Dropbox jetzt aber eine mächtige Alternative.

Dropbox gibt Slack-Alternative Zulip frei

(Quelle: Shutterstock.com/Hermin)

Immer mehr Unternehmen setzen professionelle Chat-Lösungen wie Slack ein, damit die Mitarbeiter schnell und unkompliziert miteinander Nachrichten austauschen können. Nun mischt Dropbox diese Nische auf.Der Online-Speicher-Anbieter hat vor eineinhalb Jahren das kleine Cambridge-Start-up Zulip übernommen, das eine eigene professionelle Chat-Software für Teams entwickelt hatte. Seitdem ist mit der gleichnamigen Client-Server-Lösung Zulip aber anscheinend nicht viel passiert. Jetzt hat Dropbox die Katze aus dem Sack gelassen und die komplette Software-Suite unter Apache-Lizenz freigegeben.


Geschachtelte Threads: Zulip ermöglicht Team-Mitarbeitern intern Diskussionen zu führen.

(Quelle: Zulip)

Sowohl der zentrale Server als auch die diversen Clients für Windows, Mac, iPhone und Android sind nun frei verfügbar. Alternativ können Anwender auch den Web-Client nutzen, den der Server zur Verfügung stellt. Für den Betrieb eines eigenen Zulip-Servers benötigen Unternehmen ein System mit Ubuntu 14.04 Trusty.

Zu den wichtigsten Zulip-Funktionen gehören unter Gruppendiskussionen, Persistenz, Suche über die gesamte Chat-Chronik, Unterstützung von Bildern und Videos, Notifikationen, Datei-Uploads per Drag & Drop, Team- und Buddy-Listen, Hotkeys, Emojis und einiges mehr. Außerdem bietet Zulip eine Vielzahl an Bots, die automatisch Nachrichten aus RSS-Feeds, E-Mails oder anderen Diensten wie Jenkins, Github oder Basecamp erstellen können.

Mobile Messenger-Dienste wie WhatsApp liegen im Trend. Daher sollte der Dienst auch für die Marketer interessanter werden. Über welches Potenzial verfügen hierbei WhatsApp-Newsletter?

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So verbessern Online-Händler ihre Weihnachtskampagnen

29.09.2015, 8:54

Weihnachtsgeschäft

Wie können sich Online-Händler optimal hinsichtlich Kundenansprache und Terminplanung auf das kommende Weihnachtgeschäft vorbereiten? Fünf Tipps geben Antworten darauf.

So verbessern Online-Händler ihre Weihnachtskampagnen

(Quelle: Fotolia.com/K.-U. Haessler)

Nur noch zehn Wochen, dann herrscht im deutschen Handel wieder Ausnahmezustand und alles dreht sich um das Weihnachtsgeschäft. Zwar sind die Umsatzprognosen zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft noch nicht veröffentlicht, doch ist zu erwarten, dass die Umsätze im Online-Handel wieder wachsen werden. Connexity, Marketing-Dienstleistungsunternehmen und Kanal für Produktlistings und Leadgenerierung, gibt Tipps, wie Online-Händler ihre Weihnachtsvorbereitungen hinsichtlich Kundenansprache und Terminplanung optimal auf das nahende Weihnachtsgeschäft ausrichten und damit verbessern können.

1. Timing ist alles
Stellen Sie sicher, dass Ihre Werbekampagne zur rechten Zeit startet. Am besten genau dann, wenn die meisten Menschen auf Geschenke-Suche gehen. Dabei gibt es deutliche Unterschiede, sowohl zwischen Männern und Frauen als auch hinsichtlich Alter oder Land. Beispielsweise beabsichtigen etwa 62 Prozent der britischen Konsumenten, am sogenannten Cyber Monday (30. November) Weihnachtsgeschenke einzukaufen. In Deutschland ist traditionell das zweite Dezember-Wochenende der stärkste X-Mas-Shopping-Termin. Und vergessen Sie auch nicht das Nach-Weihnachtsgeschäft: Die Tage nach dem Fest zählen zu den umsatzstärksten Shoppingtagen des Jahres.

2. Kennen Sie die Shopping-Gewohnheiten Ihrer Kunden
Modellieren Sie sorgsam Ihre einzelnen Zielgruppen und bieten Sie Ihnen die passende Werbebotschaft zum richtigen Zeitpunkt. Frauen zum Beispiel starten den Weihnachtseinkauf oft schon im Herbst, während Männer erst im Dezember, acht Prozent davon sogar erst in der letzten Woche vor Weihnachten, damit beginnen. Auch das Alter spielt eine Rolle: Die Generation der 16-24-Jährigen kauft ihre Geschenke ebenfalls gerne etwas später ein, meist etwa ab Mitte Dezember. Und wussten Sie, dass Ihre weiblichen Kunden für mehr Personen Geschenke kaufen als Ihre männlichen?

3. Helfen Sie Ihren Kunden, Geld zu sparen

Kunden sind eher bereit, einen Kauf online abzuschließen, wenn sie dabei auch Geld sparen können. So sind 89 Prozent der Konsumenten grundsätzlich kaufwilliger, wenn sie keine Versandkosten zahlen brauchen. Dieses Argument ist übrigens zugkräftiger als die Zusage, dass Kunden ihre Weihnachtseinkäufe länger zurückschicken können – dieses Angebot zieht nur bei 12 Prozent der Konsumenten.

4. Mobile Shopping wird zum Wachstumsfaktor
Pro Kauf geben die Konsumenten im Internet mit durchschnittlich 136 Euro bereits mehr als doppelt so viel Geld aus, wie bei einem stationären Einkauf. Stellen Sie also sicher, dass Ihre Kunden Sie über jedweden Kanal erreichen können und ein positives Einkaufserlebnis geboten bekommen – auch via Smartphone, Tablet & Co. Denn eines ist klar: das Weihnachtsgeschäft 2015 wird einen noch nie dagewesenen Ansturm an mobilen Shoppern mit sich bringen – seien Sie also vorbereitet.

5. Seien Sie emotional
60 Prozent der deutschen Konsumenten, die Geschenke online kaufen, erledigen dies am häufigsten bequem vom Sofa aus. Das bedeutet: Sprechen Sie Ihre Kunden über Emotionen an, die zur Nutzungssituation der Shopper passen. Eine Umfrage in Großbritannien belegt zudem, dass emotionale, kreative und sympathische Werbekampagnen einen positiven Effekt auf die Kauflust der Konsumenten haben: 48 Prozent der englischen Konsumenten gaben an, lieber bei Händlern zu kaufen, die sie passend zur Weihnachtszeit besonders emotional ansprechen.

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Ab 2016: Neue Führungsspitze bei weg.de

29.09.2015, 7:53

Personalien

Die Online-Reiseportale weg.de und ferien.de werden ab 2016 von einer neuen Führungsspitze geleitet. Christian Bärwind und Sven Ahrens übernehmen die Geschäftsleitung des Touristikunternehmens Comvel.

Christian Baerwind ist ab 01. Januar 2016 Geschäftsführer von weg.de

(Quelle: ProSiebenSat.1)

Ab dem 01. Januar 2016 wird Comvel, ein Touristikunternehmen zu dem die Online-Reiseportale weg.de und ferien.de zählen, von Christian Bärwind und Sven Ahrens geleitet. Sie treten die Nachfolge von Timo Beyer und Wolfgang Lehr an, die das Unternehmen vereinbarungsgemäß zum 30. September verlassen. Comvel ist in die ProSiebenSat.1-Tochter ProSieben Travel integriert.

Bis zum 01. Januar wird Comvel interimistisch von den ProSieben Travel Geschäftsführern Jörg Trouvain und Daniel Puschmann geführt.

Christian Bärwind ist aktuell bei Google Germany für die strategische Entwicklung des Travel-Bereichs verantwortlich. Zu seinen Schwerpunkten gehören die strategische Beratung bei digitalen Fragestellungen, Daten- Analyse sowie die weltweite Betreuung von Großkunden aus der Reisebranche.


Sven Ahrens, ab 01. Januar unter anderem neuer Geschäftsführer von weg.de

(Quelle: ProSiebenSat.1)

Sven Ahrens ist gelernter Diplom-Kaufmann und seit eineinhalb Jahren im Travel-Geschäft von ProSiebenSat.1 tätig. Sein Fokus liegt seither auf der Betreuung von weg.de und weiteren Beteiligungen. Bevor Ahrens zu ProSieben Travel kam, war er vier Jahre bei HolidayCheck, wo er das Thema Business Development verantwortete.

Kürzlich hat sich ProSiebenSat.1 zusammen mit Axel Springer mit einem mittleren zweistelligen Millionenbetrag an Lakestar II beteiligt. Der Fonds von Klaus Hommels konzentriert sich auf digitale Unternehmen.

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Google: Automatische Penguin-Updates in Echtzeit

28.09.2015, 14:01

Aktuell werden sowohl Googles Panda als auch Penguin nicht in Echtzeit geupdatet. Zumindest bei letzterem soll sich das aber noch vor Endes des laufenden Jahres ändern.

Google: Automatische Penguin-Updates in Echtzeit

(Quelle: shutterstock.com/Kuvshinova Nadezhda)

Bereits auf der SMX im März 2015 gab Google bekannt, an einem Update des Penguin-Algorithmus zu arbeiten. Ziel sei es, diese künftig automatisch und in Echtzeit durchzuführen. Wann das Ganze umgesetzt wird, stand bislang aber noch nicht fest. Nun scheinen die Verbesserungen aber noch vor Endes des laufenden Jahres Gestalt anzunehmen, glaubt zumindest John Mueller, Webmaster Trends Analyst bei Google Schweiz, in einem Google + Hangout.

Aktuell werden sowohl Panda als auch Penguin nicht in Echtzeit geupdatet. Die Seiten, die davon betroffen sind, müssen Wochen oder Monate warten, bis die nächste Penguin-Überprüfung läuft und die Änderungen und Verbesserungen aufgenommen werden. Das kann zum Teil gravierende Auswirkungen auf die Sichtbarkeit der Seite haben.

Würde Penguin künftig automatisch in Echtzeit laufen, müssten Seitenbetreiber nicht auf Updates warten, etwaige Änderungen könnten sofort umgesetzt werden.

Das Ziel des Penguin-Updates vom April 2012 war es, Webspam in den Suchergebnissen besser einzudämmen. Betroffen waren laut Google etwa 3,1 Prozent aller englischsprachigen Suchanfragen. Deutsche, chinesische und arabische Suchanfragen waren mit rund drei Prozent betroffen. In Polen sogar fünf Prozent. Zu Webspam-Techniken zählen die in den Webmaster Guidelines von Google genannten wie keyword stuffing oder link schemes. Im Oktober 2014 ging die Penguin Version 3.0 live.

Auch beim Panda Algorithmus gibt es indes Verbesserungen: Google hat offenbar damit begonnen, das Panda Update 4.2 einzuführen. Der komplette Roll-Out soll einige Monate dauern und zwei bis drei Prozent der englischsprachigen Suchanfragen beeinflussen.

In Sachen Werbung gibt es ebenfalls Neuigkeiten: Bei Facebook ist es schon lange gang und gäbe, nun führt auch Google das Targeting nach E-Mail-Listen ein. „Custom Match“ erlaubt es Werbekunden, E-Mail-Listen hochzuladen und mit den Google-eigenen Daten von registrierten Nutzern abzugleichen. So können Unternehmen Zielgruppen auf verschiedene Bereiche wie Gmail, Suche und Youtube festlegen.

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„Kunden müssen Dienstleistern mehr vertrauen“

28.09.2015, 13:26

Der deutsche Online-Handel feiert 20. Geburtstag. Einer der ersten Player unter den deutschen E-Commerce-Agenturen war hmmh. Thorben Fasching und Michael Rocker werfen einen Blick zurück.

(Quelle: Fotolia)

Vor 20 Jahren war das Internet noch so jung, da war noch nicht einmal Boris Becker „drin“. Wie kamen Sie denn so früh schon auf die Idee, E-Commerce zu machen?
Michael Rocker: Alles begann mit der Produktion der ersten Otto-CD-Rom. Damals waren wir Subdienstleister einer Hamburger Agentur, die während des Projekts Insolvenz anmeldete. Unsere damals kleine Agentur war der einzige Partner, der dieses Projekt retten konnte. Wir haben aus der insolventen Agentur einige Mitarbeiter übernommen, im Keller unserer Agentur Arbeitsplätze geschaffen und dann bis 1.1.1995 den Mastertypen der CD-Rom erstellt.

Was war da denn darauf?

Rocker: 100 oder 150 Doppelseiten des Printkatalogs. Damals bekamen wir ja noch keine digitalen Daten von Otto, sondern nur den Katalog als Andruck, Die Andruckseiten haben wir auf Trommelscanner gespannt und eingescannt. Auf dem Rechner gab es dann Masken, auf denen die ganze Doppelseite zu sehen war und wir haben Polygone gelegt, um Klickflächen für Texte und Bilder festzulegen. Die Bilder wurden ausgeschnitten, die Texte abgetippt.


Michael Rocker, Director New Business und Account Management, ist seit der ersten Stunde bei hmmh

(Quelle: hmmh)

Und wie ging es weiter?

Rocker: Der gesamte Otto-Katalog ist seit 1997 online. Das hat uns natürlich viele Türen geöffnet und wir konnten uns stark im Otto-Konzern etablieren. Wir haben unter anderem Bonprix und Alba Moda gewonnen und die Shopping-Mall Shopping24 umgesetzt, an die alle Töchter eingebunden werden konnten. Darüber hinaus hatten wir einen super Zugang zu allen. Mit der Referenz Otto konnten wir dann auch die Vertriebsmaschinerie in Schwung bringen. Mit BP, AEG und ein paar anderen Schwergewichten wuchsen wir auch außerhalb der Otto-Gruppe immer weiter.

Was würden Sie heute noch genauso machen wie vor 20 Jahren?

Rocker: Was wir immer wieder so machen würden, ist, Mut und Pioniergeist zu haben. 1994/95 haben wir wirklich auf ein total unsicheres Pferd gesetzt, ohne zu wissen, in welche Richtung sich der Markt entwickelt und was auf uns zukommen würde. Wir haben die ersten Produktionen ja auch erst einmal als klassische Agentur umgesetzt und erst später eine Multimedia-Agentur gegründet, um den neuen Markt, der entstand, abzudecken.

„Es war klug, organisch zu wachsen und nicht viel zuzukaufen“

Und was würden Sie mit dem Wissen von heute anders machen?

Rocker: Eigentlich gar nicht so viel. Es war klug, organisch zu wachsen, nicht viel zuzukaufen und auf dem Teppich zu bleiben. Viele Agenturen sind ja damals sehr abgedreht. Alles war machbar und möglich und wild. Wir haben die Bodenhaftung behalten und das war immer gesund und gut. Da ticken wir einfach kaufmännisch und hanseatisch.

Was hat sich denn in Sachen Management von E-Commerce-Projekten im Laufe von zwei Jahrzehnten geändert?

Rocker: Das ist heute natürlich ganz anders. Früher arbeiteten wir klassisch mit Wasserfall-Modellen mit den Kunden zusammen. Das gibt es heute gar nicht mehr. Seit vier bis fünf Jahren arbeiten wir nur noch im Scrum-Modell. Das hat auch die Kunden gezwungen, umzudenken. Denn als Agentur kann man nur schwer agil nach Scrum und iterativ arbeiten, wenn der Kunde das nicht möchte. Aber wir haben unsere Kunden davon überzeugt, dass sich auch das Abrechnungsmodell ändert und Festpreise der Vergangenheit angehören. Auch da mussten wir als Agentur den Markt als Pionier erst ein wenig reformieren. Kunden brauchen heute viel mehr Vertrauen zu einem Dienstleister als früher.

Welche Entwicklungen und Player haben aus Ihrer Sicht den Markt in den vergangenen 20 Jahren geprägt und weiter gebracht. Was waren die Meilensteine für den Online-Handel?

Thorben Fasching: Der stetige Ausbau von Bandbreiten, die Professionalisierung in der Website-Gestaltung sowie die Optimierung des Services und der Logistik sind Eckpfeiler des E-Commerce. In den vergangenen fünf Jahren war sicher das Thema Mobile der entscheidende Wachstumstreiber.


Thorben Fasching, Director Marketing & User Experience, ist auch Vizepräsident im BVDW

(Quelle: hmmh)

Rocker: Auch Zalando hat durch kostenfreie Lieferung und seinen großen Aufschlag im Markt viel bewirkt. Ansonsten geht uns manchmal die Geschwindigkeit noch nicht schnell genug. Auf Messen und Kongressen dreht es sich oft um dieselben Themen. Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, einen Schritt weiter sein zu wollen als der Markt.

„Wir haben Neckermann und Quelle sterben sehen“

Wohin genau soll es denn schneller gehen? Die Händler sind aktuell doch schon genug damit beschäftigt, die auf die lange Bank geschobenen Hausaufgaben endlich zu erledigen.

Fasching: Aber wer es nicht schafft, Seamless Commerce umzusetzen, leidet heute schon darunter und wird künftig noch schlimmer leiden. Wir haben Neckermann und Quelle sterben sehen, auch einige Agenturmodelle – das zeigt das Beispiel Netrada – funktionieren nicht mehr. Wir feiern Click und Collect als Pulitzer-Preis des E-Commerce, dabei sind wir drei Schritte hinter dem europäischen Spitzenmarkt und fünf hinter den USA zurück. Wer den Switch nicht hinkriegt, digitale Transformation in die Unternehmenskultur zu integrieren, wird knallhart vor die Hunde gehen. Das belegen ja auch diverse Studien, seien sie vom HDE oder vom ECC. Sportscheck hat jetzt einen Chief Digital Officer eingestellt. Douglas hat bereits vor drei Jahren einen Chief Digital Officer geholt. Die großen Unternehmen verstehen inzwischen, dass die Welt sich geändert hat. Aber um den Mittelstand muss man sich wirklich Sorgen machen.

Wer ist denn Deutschlands Musterschüler in Sachen Seamless Commerce?

Fasching: Leider gibt es momentan noch keinen, der so positioniert ist, wie wir es gerne hätten. Sportscheck ist sicher auf einem guten Weg. Große Chancen gibt es auch für Unternehmen mit großem Filialnetz wie Tchibo, Ernsting’s Family oder Douglas.

„Die aktuellen Costs per Action sind ja nicht mehr tragbar“

Und was fehlt deutschen Händlern noch für die Note 1?

Fasching: Ziel muss es sein, meinen Kunden zu jeder Zeit den idealen Content zur Verfügung zu stellen, damit der nicht 20 Touchpoints braucht, um zum Kaufabschluss zu kommen. Die aktuellen Costs per Action sind ja nicht mehr tragbar, weil man den Kunden so häufig ansprechen muss und nicht seamless, also nahtlos, verfolgen kann. In einer idealen Welt wird das wieder günstiger werden, weil Unternehmen ihre Kunden one to one ansprechen können.

Wie lange wird es dauern, bis wir soweit sind?

Fasching: Drei bis fünf Jahre. Schön wäre es, wenn wir in Deutschland mal ein bisschen Pioniergeist zeigen könnten und nicht erstmal auf die Insel oder die Staaten schauen. Wir wissen doch, was notwendig ist. Das muss man dann eben mal angreifen.

Woran liegt es denn, dass Deutschland den Briten und Amerikanern so hinterher hinkt? Der Markt ist doch groß genug.

Fasching: Zum einen gibt es in den Handelskonzernen nicht die größten Margen. Dann liegt es an den Köpfen, die mit der digitalen Welt nicht klar kommen. Und wir sind in Deutschland einfach total risikoavers.
Rocker: Und alles ist reguliert. Es gibt auch nicht die Kultur des fast fail. Und man sieht es an Rocket und Zalando: Man braucht oft auch einfach einen langen Atem. Zalando hat fünf Jahre auf die schwarze Null gewartet – aber es hat sich ausgezahlt.

Bei aller Veränderung – was ist im E-Commerce gleich geblieben?

Fasching: Dass der Kunde im Mittelpunkt steht und man sich am Kunden orientieren sollte.

Wie haben sich die Anforderungen der Kunden an E-Commerce-Agenturen geändert?

Rocker: Man nimmt uns viel stärker als Berater wahr. Früher bestellten Kunden einen Shop bei uns. Mit der Zeit haben unsere Kunden dann gemerkt, dass wir viel Erfahrung im E-Commerce-Umfeld haben und nicht nur programmieren können. Heute entwickeln wir mit den Kunden zusammen Aufgabenstellungen. Wir bekommen kein fertiges Pflichtenheft mehr, sondern erarbeiten Aufgaben gemeinsam in Workshops.

Man hat ja in den vergangenen 20 Jahren viele Player kommen und gehen sehen. Gibt es Indizien, an denen man Player erkennt, die kommen, um zu bleiben?

Fasching: Konzept und Finanzausstattung sind schon Indikatoren. Als Zalando startete, glaubte kaum jemand daran, dass man Schuhe online kauft. Wenn die nicht so ein Finanzpolster gehabt hätten, um sich Marktmacht zu kaufen, wären die sicher auch gescheitert.

Rocker: Bei Anfragen an uns prüfen wir Idee, Team, Story, Investoren.
Fasching: Es ist sehr wichtig, dass das geplante Vorhaben die volle Unterstützung der Unternehmensleitung hat. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass komplexe Commerce-Projekte, die vom mittleren Management getrieben werden, häufig in einer frühen Phase scheitern.

Letzte Frage: Was erwartet die E-Commerce-Branche in den kommenden 20 Jahren?

Fasching:
Für die nahe Zukunft gehen wir davon aus, dass wir nicht mehr von Kanälen sprechen, sondern von Touchpoints, die alle miteinander verschmelzen. Wir reden dann auch nicht mehr von zehn Prozent Anteil am Einzelhandelsumsatz, sondern sehen den Gesamttopf von 450 Milliarden Euro. Außerdem wird es demnächst keine Multichannel-Vorstände mehr geben, sondern einen Vorstand Digital. Auch die M-to-M-Kommunikation wird für den E-Commerce-Bereich immer spannender. Low-Involvement-Produkte wie Kaffee oder Waschmittel werden die entsprechenden Elektrogeräte künftig selbst nachbestellen.

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Google bringt neue Anzeigenprodukte

28.09.2015, 12:14

Eine neue Targeting-Option names Custom Match soll es Google Advertisern erlauben, die Zielgruppe auf Basis von E-Mail-Listen zu definieren. Außerdem gibt es Neues bei den In-App-Promotions.

Google bringt neue Anzeigenprodukte

(Quelle: Shutterstock.com/igor.stevanovic)

Bei Facebook schon lange gang und gäbe, führt nun auch Google das Targeting nach E-Mail-Listen ein. „Custom Match“ erlaubt es Werbekunden, E-Mail-Listen hochzuladen und mit den Google-eigenen Daten von registrierten Nutzern abzugleichen. So können Unternehmen Zielgruppen auf verschiedene Bereiche wie Gmail, Suche und Youtube festlegen.

So könnte beispielsweise eine Marke im Bereich Reisen alle Nutzer als Zielgruppe anvisieren, die bereits über das Kundenloyalitätsprogramm mit ihren E-Mail-Adressen dem Werbungtreibenden bekannt sind. Bei der Ausführung bestimmter Suchen in Google Search, würde diesen relevante Anzeigen eingeblendet werden, erklärt Sridhar Ramaswamy, Senior Vice President, Ads und Commerce, im Inside AdWords-Blog. Und das nicht nur in der Google-Suche, sondern auch bei folgenden Besuchen auf Youtube oder Gmail.

Neues bei In-App-Werbung
Gleichzeitig will Google auch in Sachen In-App-Promotion aufdrehen. Mit „Universal App Campaigns“ spricht Google gezielt Nutzer über mehrere Plattformen direkt an: Advertiser legen einen gewünschten Preis für Cost-per-Install fest – Google macht den Rest. Das System optimiert die Kampagnen, testet Anzeigentexte und Werbebilder und liefert die am besten funktionierenden Kampagnen aus.


In-App-Promotion bei Google

(Quelle: Google.com)

Bei Facebook heißt die Zielgruppendefinierung nach E-Mail-Listen „Custom Audiences“. Darauf baut auch Facebooks weiterführende Targeting-Option „Lookalike Audiences“ auf.

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WhatsApp-Newsletter – sinnvoll oder Spielerei?

28.09.2015, 11:38

Mobile Messenger-Dienste wie WhatsApp liegen im Trend. Daher sollte der Dienst auch für die Marketer interessanter werden. Über welches Potenzial verfügen hierbei WhatsApp-Newsletter?

René Kulka, E-Mail-Marketing-Evangelist bei Optivo

(Quelle: Optivo)

Im Februar 2014 wurde WhatsApp von Facebook übernommen. Zugleich konnte der Messenger-Dienst seine Nutzerzahl seit vergangenem Jahr von 700 Millionen auf nun 900 Millionen Nutzer noch einmal deutlich steigern. Facebook nennt zum Vergleich 1,5 Milliarden aktive Nutzer. Im E-Mail-Bereich geht die Radicati Group von aktuell 2,6 Milliarden Nutzern aus. Dennoch ist die Nutzerentwicklung bei WhatsApp und Co momentan beeindruckend. Auch in Deutschland konnte WhatsApp bereits im vergangenen Jahr auf 30 Millionen Nutzer verweisen. Der Messenger ist also auch im deutschen Markt ein lebendiger und häufig genutzter Dienst.

Die weltweite Nutzerentwicklung von WhatsApp liegt seit Ende 2014 deutlich vor Facebook. Angesichts der „mobilen Revolution“ und der starken Stellung in vielen Ländermärkten ist diese Entwicklung nicht überraschend. Sollte sich dieser aktuelle Trend weiter fortsetzen, dann könnte WhatsApp seine Muttergesellschaft Facebook bereits im Februar 2019 überholen. Dies legen die beiden „optimistischen“ Vorhersagen in der nachfolgenden Grafik (gestrichelte Linien) nahe.


Nutzerzahlen im Vergleich: WhatsApp könnte Facebook schon bald hinter sich lassen

(Quelle: Optivo)

Auch im Vergleich zu den sozialen Netzwerken entwickelt sich WhatsApp deutlich schneller. Nicht zuletzt deshalb könnte der Messenger künftig sogar Facebook und Co bis zu einem gewissen Grad ersetzen. Einige Marketer haben diese Entwicklung bereits erkannt. Auch die Einführung eines WhatsApp-Redaktionssystems hat vielen Unternehmen das Kommunikationspotenzial von WhatsApp vor Augen geführt. Speziell Verlage und Zeitungen wie die New York Times aber auch viele deutsche Zeitungen experimentieren bereits mit dem Messenger. WhatsApp-Newsletter werden inzwischen bereits von mehreren Fashion- und Travel-Anbietern oder auch vom DFB angeboten.

Mobile Messenger-Nutzung: Zielgruppen

Welche Zielgruppen nutzen in Deutschland bereits mobile Messenger-Dienste oder Chats? Ein Blick auf die „Mobile Facts“ der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) vermittelt ein interessantes Bild. WhatsApp und Co scheint sogar bereits bei der Altersgruppe der 50-59-Jährigen angekommen zu sein. Auch in dieser Kohorte liegt die mobile Nutzung bereits gleichauf mit sozialen Netzwerken.


. WhatsApp und Co scheint sogar bereits bei der Altersgruppe der 50-59-Jährigen angekommen zu sein

(Quelle: Optivo)

Diese hohe Nutzungsintensität fällt erst bei den über 60-Jährigen deutlich unter 50 Prozent. Interessant ist auch die Erkenntnis, dass mobile Messenger-Dienste in letzter Zeit auch bei Frauen noch einmal stark zulegen konnten. Zum Vergleich: Mobile Nutzer bleiben auch per E-Mail in jeder Altersklasse sehr gut erreichbar.

Sind WhatsApp-Newsletter massenversandtauglich?

Wie ist es um das kommunikative Potenzial von WhatsApp-Newslettern bestellt? Sind die Nutzer überhaupt bereit dafür? Während sie per E-Mail – und inzwischen auch per Facebook – werbliche Informationen erwarten, sind Messenger-Dienste bislang immer noch ein Hort privater Kommunikation. Dies ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass die eigene Mobilfunknummer nicht unbedingt an Unternehmen weitergegeben wird.


Nutzerzahlen Messenger, soziale Netzwerke und E-Mails nach Alter sowie Geschlecht

(Quelle: Optivo)

Technisch gibt es bereits Spezial-Anbieter für den Massenversand von WhatsApp-Nachrichten. Lösungen wie WhatsService oder InstaNews von Pylba sind darauf ausgelegt via WhatsApp eine relevante Anzahl an Nutzern zu gewinnen, zu verwalten und zu kontaktieren.

Pylba spricht davon, dass WhatsApp-News aktuell von 80 Prozent aller Smartphone-Empfänger innerhalb von 60 Minuten gelesen werden. Zudem verspricht der Anbieter, dass 30 bis 50 Prozent aller kontaktierten Nutzer in WhatsApp klicken, um weitere Informationen zu erhalten. Kommunikationspotenzial scheint also vorhanden zu sein, wie die steile Response-Kurve nachfolgend zeigt.


WhatsApp-Newsletter: Viel Response in kurzer Zeit?

(Quelle: Optivo)

Ohne Opt-in kein WhatsApp-Newsletter

Rechtlich gilt zu beachten, dass es sich bei den WhatsApp-Nachrichten um elektronische Post handelt. Die europäische Gesetzgebung ist hier eindeutig: „… jede über ein öffentliches Kommunikationsnetz verschickte Text-, Sprach-, Ton- oder Bildnachricht, die im Netz oder im Endgerät des Empfängers gespeichert werden kann, bis sie von diesem abgerufen wird“. Die Marketer müssen also dieselben Voraussetzungen berücksichtigen wie beim E-Mail-Versand. Ein ausdrückliches und bestätigtes Opt-in ist somit Pflicht. Zugleich ist ein Vorabhinweis auf den jederzeitigen Widerruf auch beim WhatsApp-Newsletter unerlässlich.

Meist lassen sich Newsletter mit WhatsApp in etwa so abonnieren:

  • Die eigene Mobilfunknummer wird in ein Formular eingeben
  • Anschließend wird die WhatsApp-Telefonnummer des Marketers angezeigt
  • Diese Marketer-Nummer wird vom Nutzer zu seinen Telefonkontakten hinzufügt
  • Eine beliebige Nachricht oder ein bestimmtes Wort zum Opt-In wird zur Aktivierung an den Marketer gesendet
  • Anschließend tritt das Unternehmen per WhatsApp in Kontakt mit dem Nutzer
  • Di

  • e Abmeldung vom WhatsApp-Newsletter erfolgt durch eine bestimmte Nutzer-Nachricht (z. B. durch „Stopp“)

Einige Pros, mehrere Contras

So vielversprechend die mobilen Nutzerraten bei den meisten Zielgruppen sind und so hoch die Response auf den ersten Blick auch erscheint, so offen ist dennoch das Potenzial von WhatsApp-Newslettern. Es handelt sich zwar um ein „schnelles“ und mobiles Medium, aber der Marketer bewegt sich auch in einem Bereich, der vorrangig immer noch zur Privatsphäre der Nutzer gehört. Aus Kanal-Perspektive stellt sich zudem die Frage, wie viele Abonnements die WhatsApp-Nutzer sich in der Masse „aufhalsen“ möchten.

Die Unternehmen stehen ihrerseits vor der Herausforderung die richtige Versandfrequenz zu finden – und im Vergleich zum gewohnten Newsletter dauerhaft einen wirklichen Mehrwert zu bieten. Gut geeignet sind Info-Häppchen sowie News aus Blogs, Rabatte und Aktionen im Online-Shop. Potenzial ist nicht zuletzt bei Deal- und Schnäppchen-Anbietern beim Abverkauf gegeben. Neben kurzen Texten und Links können auch Bilder oder Videos versendet werden. Die aktuellen Opt-in-Verfahren sind allerdings noch aufwändig und gewöhnungsbedürftig. Zudem dürfte der Umfang der Broadcast-Listen bei den meisten Unternehmen aktuell überschaubar sein. Auch hat WhatsApp bei vielen Nutzern mit Datenschutz-Vorbehalten zu kämpfen. Für Personalisierungen durch sensible individuelle Daten ist aufgrund dieser Vorbehalte wenig Spielraum. Allerdings könnte durch das zu bestätigende Opt-in-Wort bereits eine Basis-Personalisierung sichergestellt gestellt werden (zum Beispiel durch „Frau“ oder „Mann“ in der Fashion-Branche). Last but not least, stellt sich auch die Frage, ob viele Unternehmen aus Ressourcenerwägungen bereit sind, einen weiteren Kanal regelmäßig zu bearbeiten.

Fazit: Ob WhatsApp-Newsletter richtig Fahrt aufnehmen, muss sich erst noch zeigen. Es ergibt aber durchaus Sinn, sich in Richtung mobiler Zielgruppe zu bewegen. Strategie und Themen müssten dann aber auch in Einklang mit dieser Zielgruppe gebracht werden. Im Vergleich zu den Möglichkeiten im E-Mail-Marketing sind die bisherigen WhatsApp-Implementierungen noch sehr bescheiden und umständlich. Viel wird aber auch davon abhängen, wie Facebook künftig WhatsApp integrieren und monetarisieren wird.

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Den digitalen Wandel meistern

28.09.2015, 10:56

Disruptive IT-Technologien haben die Art, wie wir Informationen besorgen und teilen, radikal verändert. In diesem digitalen Transformationsprozess entscheiden besonders vier Faktoren über den Erfolg.

Vier Faktoren entscheiden über den Erfolg

(Quelle: Shutterstock.com/AdamGCS)

Unternehmen aller Branchen stehen heute vor der Herausforderung, ihre Geschäftsmodelle an den digitalen Wandel anzupassen, um die Anforderungen ihrer hoch vernetzten Kunden besser zu erfüllen. Zwar werden Cloud Computing, Big Data und Mobile Services als einzelne Maßnahmen bereits vielerorts eingesetzt. Jedoch überfordern Geschwindigkeit und Dynamik der technischen Entwicklung nicht wenige Unternehmen, wenn es darum geht, strategische Ziele zu definieren und umzusetzen. Hier ist die Erfahrung digitaler Köpfe gefragt. Denn die digitale Transformation wird getragen von integrierten Innovationen.
Diese können aber nur entstehen, wenn ein Unternehmen hierfür die Voraussetzungen schafft. Die Digitale Transformation stellt für etablierte Unternehmen eine echte Innovationsaufgabe dar. Um mit den smarten Produkten ihrer digitalen Konkurrenten mitzuhalten, reicht es nicht länger aus, die eigenen Produkte und Dienstleistungen nur im Detail mit digitalen Funktionen anzureichern. Unternehmen müssen radikale und disruptive Innovationen angehen. Innovative Geschäftsmodelle, agile Entwicklung und nutzerzentriertes Mindset – die Digitalisierung hält die Chance bereit, Wertschöpfungsströme umzuleiten und Marktstandards ganz neu zu definieren.

Welche vier zentralen Faktoren über den Erfolg im digitalen Transformationsprozess entscheiden, erklärt Tim Neugebauer, Geschäftsführer und Certified ScrumMaster bei DMK Innovations, der Beratungs-Unit von DMK E-Busines.

1. Teamorientierung
Erfolgreiche digitale Transformationsprojekte benötigen eine konsequente Zusammenarbeit in cross-funktionalen Teams. Neue Vernetzungsmöglichkeiten verändern die Arbeitsteilung zwischen Marketing, Produktmanagement und Kundenservice. Dabei wird auch die projektbezogene Zusammenarbeit über organisatorische Abteilungsgrenzen hinweg immer wichtiger. Wenn Experten der jeweiligen Bereiche ihr Wissen zu jedem Zeitpunkt in das Management digitaler Transformationsprozesse einbringen können, steigt die Wertschöpfung des Unternehmens.

2. Agilität
Digitalisierung benötigt geeignete Vorgehensmodelle. Erfolgreiche digitale Unternehmen nutzen darum intensiv agile Entwicklungsmethoden. Eine agile Organisation erfordert tiefgreifende Veränderungen in der Arbeits- und Rollenverteilung innerhalb des Unternehmens. Agile Entwicklungs-Frameworks wie Scrum nutzen darum einen empirischen Ansatz: Entwicklungsteams werden befähigt, flexibel und schnell auf neue Erfordernisse einzugehen. Dabei entstehen in regelmäßigen Abständen bereits lauffähige und marktreife Teil-Systeme. Probleme werden frühzeitig erkannt, und Auftraggeber können zeitnah Änderungen am Endprodukt veranlassen. Die Vorteile transparenter, iterativer Arbeit liegen zudem in einer verkürzten Time-to-Market und effizienteren Prozessen.

3. Nutzerzentrierung
Neue Möglichkeiten der Mediennutzung haben das Verhältnis zwischen Menschen und Märkten grundlegend gewandelt. Das Internet ist heute der zentrale Informations-Hub im Kaufentscheidungsprozess – sowohl für den Kunden als auch für das Unternehmen. Mit modernen Tools können Unternehmen ihre Kunden mit gezielten Informationen entlang der gesamten Customer Journey begleiten, also an allen Berührungspunkten des Konsumenten mit dem Produkt. Erfolgreiche digitale Produkte, Services und Geschäftsmodelle richten die eigenen Angebote immer am Nutzer aus – und überprüfen sie kontinuierlich.

4. Wandlungsfähige Technologien
Digitale Innovationen benötigen anpassungsfähige IT-Systeme, die sich iterativ an veränderte Marktbedingungen anpassen lassen. Neben proprietären Systemen für spezielle Unternehmensanwendungen spielt Open Source eine immer wichtigere Rolle. Open Source-Technologien sind über offene Standards und Schnittstellen flexibel erweiterbar. Anbieterunabhängig und von einer größeren Community getrieben, erreicht Open Source eine Entwicklungsgeschwindigkeit, die nur wenige kommerzielle Anbieter gewährleisten können.

Diese Erfolgsfaktoren sind Auszüge aus dem aktuellen DMK Innovations Whitepaper „Digitale Transformation. Wie Sie mit integrierten digitalen Transformationsaktivitäten die Digitalisierung erfolgreich meistern und zum Digital-Leader werden“. Das Whitepaper beschreibt die Triebkräfte und Erfolgsfaktoren der digitalen Transformation und bietet konkrete Handlungsempfehlungen.

Ständig werden neue Trends ausgemacht und wie die sprichwörtliche Sau durch’s Dorf gejagt. Einer davon ist „Disruptive Business“ – was ist dran an dem Buzzword? Das war auch einThema auf der dmexco 2015.

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Suchfunktion: Mehr Treffer – mehr Umsatz

28.09.2015, 9:31

Einfachere Suche

Nur wer sein Wunschprodukt im Shop findet, kann es auch kaufen. Deshalb gibt es bei den meisten Online-Shops bereits diese Funktion. Ein Überblick über externe Suchfunktionen.

Suchfunktion: Mehr Treffer - mehr Umsatz

(Quelle: shutterstock.com/Semisatch)

Können Sie mir bitte sagen, wo ich ­ultrastarkes Klebeband finde? Beim Autozubehör, beim Campingbedarf oder in der Bastelabteilung? Während ein Fachverkäufer im Baumarkt bei einer solchen Frage schnell weiterhelfen kann, muss der Kunde im Online-Shop das gesuchte Produkt selbst finden. Die Suchfunktion ist daher eine wichtige Shopsoftware im Online-Shop, denn nur ein Kunde, der findet, was er sucht, kann es auch kaufen. Und kaum etwas frustriert einen Online-Shopper mehr, als vergeblich nach einem Artikel zu suchen oder unpassende Artikel angezeigt zu bekommen.
Marktbeobachter gehen davon aus, dass 50 Prozent der Umsätze über die Suche im Shop generiert werden. Entsprechend hoch bewerten Online-Händler die Notwendigkeit einer leistungsfähigen Shop-Suche. Laut einer Untersuchung des Ibi Research Instituts in Regensburg halten 75 Prozent der Befragten den Einsatz einer optimierten Suche für nötig. Sie versprechen sich davon eine höhere Kundenzufriedenheit und eine verbesserte Conversion Rate.

Erkennen von Tipp- und Rechtschreibfehlern sowie von Synonymen oder Fachbegriffen

Eine gute Suchfunktion muss intelligent arbeiten und Tipp- und Rechtschreibfehler ebenso im Griff haben wie Synonyme oder Fachbegriffe. Der Einsatz von eigenen Wortlisten, Algorithmen und Alias-Listen hilft hier, die Treffsicherheit zu verbessern. Zudem kann das automatische Vervollständigen der Suchbegriffe den Shop-Besucher unterstützen. Bereits während der Eingabe des Suchbegriffs werden dann Treffervorschläge angezeigt – Fehler bei der Eingabe werden dadurch minimiert.
Auch eine Filternavigation hat sich als sinnvoll erwiesen. Wird nach der Suche eine Trefferliste ausgespielt, kann dem Kunden ­eine Filternavigation etwa zur Größe oder Farbe von Kleidung angeboten werden. Auf diese Weise findet er noch schneller zum gewünschten Produkt.

Weiterer Vorteil einer guten Suchfunktion: Der Händler selbst kann die Platzierung der Suchergebnisse beeinflussen. Dadurch kann er über die Suchfunktion den Abverkauf von Produkten oder das Anpreisen von Topsellern steuern. Last, but not least benötigt eine gute Suchlösung ein aussagekräftiges Reporting. Denn nur wer weiß, was gesucht und vor allem auch gefunden wurde, kann seine Suchfunktion verbessern.
In den meisten Shop-Systemen ist eine interne Suche enthalten. Wer mehr als solche Standardfunktionen haben möchte oder über sehr große Sortimente verfügt, sollte sich überlegen, ob eine externe Suchlösung infrage kommt. Für solche, auch als intelligente Suchfunktionen bezeichnete Lösungen gibt es zahlreiche Anbieter am Markt.

Die Übersicht soll hier eine Orientierung bieten

Searchperience
Searchperience von AOE Media stellt Statistiken zur Nutzung der Suche im Admin-Bereich zur Verfügung. Das Suchverhalten der Käufer fließt darüber hinaus in ein Big-Data-Storage ein und verändert die Such­ergebnisse automatisch. Bei AOE Media geht der Trend klar hin zur vollständigen Personalisierung der Suchergebnisse. Zudem glaubt Geschäftsführer Kian Gould an das Thema Recommendations, also das ­gezielte Empfehlen von Produkten. Während solche Vorschläge bis dato meist aufgrund von generischen Personas erstellt wurden, arbeiten die Wiesbadener daran, echte personalisierte Recommendations möglich zu machen. Dadurch sollen sämtliche Ergebnisse der Suchfunktion voll dynamisch an den Nutzer angepasst werden können.

Epoq Search
Die Lösung von Epoq arbeitet wie viele ­andere Suchfunktionen auch mit Autosuggest. Besonderes Highlight: Über ein „Top Query Type­ahead“ ist eine Vorschlagsfunktion auf Basis der Top-Suchbegriffe möglich. So erscheint beispielsweise im Sommer bei Notebooksbilliger.de bei der Eingabe des Buchstabens „V“ im Suchfeld der Begriff „Ventilator“ an oberster Stelle. Zudem bietet die Suchlösung zahlreiche Features an, um die Null-Treffer-Seite individuell zu gestalten. Die Anzeige der beliebtesten Suchbegriffe ist ebenso möglich wie die Umleitung auf eine andere Seite. Als Alleinstellungsmerkmal ist die Selbstlernfunktion zu nennen, in die das Suchverhalten jedes Nutzers einfließt. Auf diese Weise erweitert sich die Wissensbasis, mit jedem Klick auf die Suche kann sie bessere Ergebnisse ausspielen.

Exorbyte Commerce Search
Auch Exorbyte Commerce Search setzt auf individuelle Null-Treffer-Seiten. So kann der Nutzer, wenn er keinen Treffer hat, auf eine andere Seite umgeleitet oder auf ähnliche Produkte mit der Funktion „Meinten Sie?“ hingewiesen werden. Daneben sind manuell erstellte Hinweise wie „Das Produkt ist nicht vorrätig und wird nach­bestellt“ möglich. Alias-Begriffe sind in Form von eigenen Wörterbüchern mit ­gebräuchlichen Synonymen vorhanden und können vom Händler selbst erweitert werden. Außerdem wirbt Exorbyte mit der Integration der Standard-Suchfunktion in den Shop innerhalb nur einer Stunde.

Fact-Finder
Autosuggest heißt bei Fact-Finder das Ausspielen weiterer Informationen wie konkrete Produkt- oder Markenvorschläge, Topseller oder Blog-Artikel. Durch diese zusätzlich vorgeschlagenen Informationen sollen Kunden mit dieser Suchfunktion noch schneller das Richtige finden. Beispiel Obi: Tippt der Kunde etwa „Laminat“ ein, lässt der ­Baumarkt Ratgeberinhalte zum Thema Bodenbeläge ausspielen. Außerdem setzt der Anbieter auf die Automatic Search Optimization. Das Prinzip: Auf Basis des Klick- und Kaufverhaltens der Kunden wandern die beliebtesten Produkte in den Trefferlisten und den Vorschlägen mit der Zeit nach oben. Auch für die Null-Treffer-Seite hat Fact-Finder verschiedene Lösungen. So ist beispielsweise bei der Ausgestaltung der Null-Treffer-Seite das Einblenden einer Beraterfunktion möglich.

Findologic
Findologic setzt nach eigenen Aussagen vor allem auf smarte und intuitive Filter. Beispiel Mode-Shop: Würden Filter nur der Größe nach ausgegeben, könnte das verwirren, da die Größenangaben von ­Anzug (48, 50, 52), Schuh (41, 42, 43) oder Gürtel (80, 90, 100) sehr unterschiedlich sind. Daher sollte ein Modehaus den Größenfilter erst dann einsetzen, wenn der Kunde eine Kategorie wie Anzug, Schuhe oder Gürtel ausgewählt hat. „Solche Anforderungen“, betont Geschäftsführer Matthias Heimbeck, „müssen mit wenigen Klicks abgebildet werden können.“ Ein Alleinstellungsmerkmal des Salzburger Suchfunktion-Anbieters ist die Anbindung der Lösung an das jeweilige Shop-System innerhalb kürzester Zeit mithilfe der selbst entwickelten „Direct Inte­gration“. Selbst komplexe Einbindungswünsche und Features sind laut Findologic in maximal zwei Tagen realisierbar.

SDL Fredhopper
SDL Fredhopper verfügt im Gegensatz zu anderen Suchfunktionen über eine globale Cloud-Infrastruktur und ist deshalb weltweit einsetzbar. Zusätzlich bietet die Lösung nach Angaben des Herstellers ein spezielles Tool, um auch Daten aus Systemen wie Web Analytics oder dem CRM integrieren zu können. Die Trefferlisten lassen sich nach verschiedenen Faktoren von ihrer Anzahl her steuern und zusätzlich nach Eigenschaften wie Verkaufszahl, Kundenbewertung, Rendite und Lager­bestand sortieren. Auch saisonabhängige Sortierungen sind möglich: So können ­etwa im Sommerschlussverkauf die Absatzzahlen mit der Rabattierung kombiniert werden, um beliebte stark reduzierte Artikel im Ranking nach oben zu hieven.

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Neue Werbemöglichkeiten auf Facebook

28.09.2015, 8:31

Mobile Marketing

TRP Buying, Mobile Polling und mehr: Facebook will mit verschiedenen Neuerungen Werbungtreibenden dabei helfen, den mobilen Kanal besser in ihre Kampagnen einzubinden.

Neue Werbemöglichkeiten auf Facebook

(Quelle: shutterstock.com/Sukharevskyy Dmytro (nevodka))

Zur Advertising Week in New York kündigt Facebook mehrere neue Funktionen für Werbungtreibende an. Diese sollen vor allem dabei helfen, den mobilen Kanal besser in den Marketingmix einzubinden. Eine der Neuerungen ist sogenanntes TRP Buying: Target Rating Points (TRP) für Videoanzeigen sollen Werbungtreibenden ermöglichen, ihre Kampagnen über TV und Facebook hinweg zu planen.

Des Weiteren führt das Netzwerk „Brand Awareness Optimization“ ein. Damit sollen Markteter ihre Kampagnen so optimieren können, dass sie gezielt die Menschen erreichen, die sich für ihre Werbung am meisten interessieren.

Auch „Mobile Polling“ kündigt das Unternehmen als neue Funktion an. Werbungtreibende auf Facebook und Instagram können damit mobile Umfragen durchführen. Dadurch soll sich die Effektivität von Werbekampagnen messen lassen. Außerdem können nun auch Videos in das Format der Carousel Anzeigen eingefügt werden.

Erst vor kurzem hat Facebook 360-Grad-Videos eingeführt. Die Videos funktionieren ähnlich wie die Rundum-Filme bei Youtube.

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