Wie TUI Facebook fürs Branding nutzt

14.10.2014, 14:43

“Das Leben ist zu kurz, um lange zum Strand zu laufen.” Diesen Claim wollte TUI in den Köpfen der Kunden verankern. Wie Facebook dafür erfolgreich genutzt wurde, erklärt der Reisekonzern jetzt.

(Quelle: Shutterstock.com/Vitaly Maksimchuk)

Der direkte Zugang zum Sandstrand ist für viele Urlauber das wichtigste Kriterium bei der Entscheidung für ein Hotel. Deshalb hat TUI die neue Reisewelt TUI Beach geschaffen, bei deren Angeboten die Strandlage garantiert wird. Ziel der Kampagne, die offline und online gespielt wurde, war die möglichst effiziente Ansprache von potenziellen Kunden.
Da die Vorteile von TUI Beach bislang kaum bei den Kunden bekannt waren, sollten die Lage am Sandstrand sowie Sport- und Unterhaltungsangebote kommuniziert werden. Als relevante Zielgruppe hierfür wurden über 30-Jährige mit besonderer Reiseaffinität für einen Strandurlaub identifiziert.

Einer der beworbenen Posts

Auf Facebook wurden vom 1. bis 31. Juli 2014 sechs visuell auffällige Beiträge veröffentlicht, die die Strandnähe der Hotels betonen sowie die Zielgruppe und zur Urlaubsbuchung animieren sollen. Dafür wurden Link Page Post Ads – Desktop und mobile Neuigkeiten – eingesetzt.

Die Kampagne erreichte 3,8 Millionen Facebook-Nutzer und damit 77 Prozent der in Deutschland als relevant definierten Zielgruppe. Insgesamt wurden 23,3 Millionen Impressionen ausgeliefert. In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Nielsen ermittelte das Unternehmen im Rahmen einer Brand Effect Studie folgende Kampagnen-Ergebnisse:

  • 35-prozentige Steigerung bei der Wiedererkennung des Claims
  • Siebenfach höherer Effekt bei der Claim-Wiedererkennung als bei vergleichbaren Facebook-Branding-Kampagnen in der Reisebranche
  • Erfolgreiche Profilierung gegenüber Wettbewerbern: Der Slogan “Das Leben ist zu kurz, um lange zum Strand zu laufen” wurde nach der Kampagne um 33 Prozent weniger mit Neckermann und um 20 Prozent weniger mit Thomas Cook assoziiert
  • Fünf Prozent Steigerung der Kaufabsicht
  • 6,6 Prozent Steigerung der Brand Awareness

    Wie können Marken Facebook einsetzen, um nicht nur ihr Image, sondern auch ihre Abverkaufszahlen zu verbessern? Darüber sprach Nadine Neubauer vom sozialen Netzwerk auf der Social Media Conference.

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  • Erfolgreich nach Großbritannien verkaufen

    14.10.2014, 12:18

    Wer als Online-Händler in Großbritannien gute Geschäfte machen will, muss einiges beachten – vor allem beim Thema Bezahlung: Viele Kunden verweigern eine Bestellung, wenn die bevorzugte Zahlart fehlt.

    (Quelle: Shutterstock.com/BTRSELLER )

    Mehr als zwei Drittel der britischen Online-Shopper, genau genommen 68,3 Prozent, haben schon einmal den Einkauf in einem Webshop aufgrund des Bezahlprozesses abgebrochen. Dafür verantwortlich waren vor allem zwei Ursachen: Mehr als die Hälfte der Befragten (57 Prozent) fanden den Prozess schlicht zu kompliziert und 46,6 Prozent waren unzufrieden, weil die von ihnen gewünschte Zahlungsmöglichkeit nicht angeboten wurde. Das ergab eine aktuelle Umfrage der PPRO Group, einem Lösungsanbieter für internationale elektronische Bezahlprozesse.

    Demnach unterschieden sich deutsche und britische Online-Käufer enorm, wenn es um ihre Vorlieben beim Bezahlen geht: Während die Konsumenten hierzulande am liebsten per Rechnung bezahlen, bevorzugen die Inseleuropäer elektronische Verfahren wie Debit- und Kreditkarte. Rund die Hälfte der befragten Briten (52,8 Prozent) gaben an, dass sie mehr in europäischen Webshops einkaufen würden, wenn es für sie einfacher wäre, die ihnen vertrauten Bezahlverfahren zu nutzen.

    Auf die Frage nach der bevorzugten Online-Bezahlmethode nannten die Briten allerdings am häufigsten Paypal (45,1 Prozent). Dahinter folgten nahezu gleichauf Debit-Karten (22,8 Prozent) und Visa (22,3 Prozent). Andere Zahlarten wie Gutscheine (1,9 Prozent) oder auch die Rechnung (1,8 Prozent) fanden so gut wie keine Freunde.

    Hierzulande steht der Rechnungskauf dagegen ganz oben in der Gunst der Online-Käufer, wie eine Studie des ECC Köln und der Hochschule Aschaffenburg ergab: Demnach bevorzugen deutsche Käufer ganz klar die Rechnung (79,1 Prozent), vor Paypal (62,4 Prozent) und der Lastschrift (48,1 Prozent) – wobei hier Mehrfachnennungen möglich waren. Das Fehlen der gewünschten Bezahlmethode war laut PPRO auch bei vielen deutschen Shoppern (48,7 Prozent) ein Grund dafür, den Kaufvorgang abzubrechen.

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    orderbird erhält zehn Millionen US-Dollar

    14.10.2014, 11:35

    Über ihr Gemeinschaftsunternehmen ConCardis investieren die deutschen Banken und Sparkassen in orderbird. Mit dem Kapital will das Start-up seine Marktposition bei mobilen Kassensystemen ausbauen.

    (Quelle: orderbird )

    Rund zehn Millionen US-Dollar – den höchsten Betrag, den ConCardis bislang jemals investiert hat – erhält das Berliner Start-up orderbird vom Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken und Sparkassen sowie weiteren Investoren. Mit dem Kapital, das der Anbieter für bargeldlosen Zahlungsverkehr dem jungen Unternehmen überweist, will der Betreiber eines mobilen Kassensystems vor allem seine Marktposition ausbauen.

    Vom strategischen Hauptinvestor ConCardis, neben dem sich auch private Geldgeber aus den USA und Luxemburg sowie Altinvestoren an der Finanzierungsrunde beteiligen, kommen indes nicht nur rund sechs Millionen Euro an frischem Kapital: Das Unternehmen, das im Juli 2014 mit ConCardis OptiPay eine eigene Mobile-Payment-Lösung vorgestellt hat, will in Zukunft gemeinsam mit orderbird an der Produktentwicklung arbeiten. Mit der strategischen und operativen Partnerschaft wollen die Beiden ihre Marktposition bei mobilen POS-Lösungen ausbauen.

    Während ConCardis europaweit mehr als 400.000 Akzeptanzstellen betreut, ist orderbird in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Großbritannien und Irland in der Gastronomiebranche mit seinem System vertreten. Das Start-up konnte seine Kundenzahl seit Jahresbeginn verdoppeln, für 2014 erwartet der Anbieter ein Transaktionsvolumen von rund einer halben Milliarde Euro, das über die orderbird-Plattform abgewickelt wird.

    Das Berliner Start-up, das mit 60 Mitarbeitern rund 2.700 Kunden – Restaurants, Cafés, Bars, Biergärten, Eisdielen und Clubs – seines iPad-Kassensystems betreut, arbeitet seit November 2013 auch mit Paypal zusammen. Im Rahmen eines Pilotprojekts integriert die Payment-Tochter, die 2015 vom eBay-Konzern abgespalten werden soll, eine mobile Bezahllösung in Gastronomiebetrieben rund um den Rosenthaler Platz in Berlin.

    Im Mai 2014 hatte sich iZettle, ein weiterer Mobile-Payment-Anbieter, in einer Finanzierungsrunde 40 Millionen Euro gesichert. Daneben bieten eine Reihe von Dienstleistern wie Wirecard, SumUp, Payleven, Streetpay Lösungen fürs mobile Bezahlen an. Wie attraktiv der Markt ist, zeigt unter anderem das Engagement eines großen Internetkonzerns: Zuletzt hatte Amazon ein Kartenlesegerät für Smartphones namens Local Register gelauncht.

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    Mitarbeiter zu Markenbotschaftern machen

    14.10.2014, 9:27

    In der digitalen Welt werden Mitarbeiter für den Dialog mit Zielgruppen immer wichtiger. Doch wie gelingt es Firmen, ihre Angestellten zu aktiven und kompetenten Markenbotschaftern zu machen?

    (Quelle: Shutterstock.com/Danijela T)

    Damit das gesamte Unternehmen Social Media nutzbringend und effizient einsetzen kann, sind kulturelle und strukturelle Barrieren in der Organisation zu überwinden. Hier spielen Social-Media-Manager eine Schlüsselrolle. Ihre Aufgabe ist nicht trivial: Unsicherheit, Unwissenheit aber auch Überlastung hindern viele Mitarbeiter daran, das Potenzial von Social Media für sich zu nutzen.

    Meike Leopold und Björn Eichstädt, Herausgeber des Buchs “Erste Hilfe für Social Media Manager”, nennen sieben bewährte Rezepte, um diese Hindernisse erfolgreich aus dem Weg zu räumen und das Engagement der Kollegen im Social Web zu erhöhen:

    1. Kollegen fit machen

    Social-Media-Manager sind Experten in ihrem Fach, sie bewegen sich auf Facebook und Co wie ein Fisch im Wasser. Das gilt jedoch nicht für die meisten ihrer Kollegen. Darum ist es wichtig, sie über die für das Unternehmen relevanten Social-Media-Kanäle auf dem Laufenden zu halten, entsprechende Schulungen anzubieten und Guidelines aufzusetzen, damit alle verantwortungsvoll mit der Kommunikation im Web umgehen können. Tipp: Besonders Kollegen aus PR, Marketing oder HR, die Social Media auf jeden Fall nutzen sollten, frühzeitig an Bord holen.

    2. Eigene Ziele transparent machen

    “Bloggen ist doch Zeitverschwendung! Unsere Geschäftskunden erreichen wir nicht im Social Web!” Das sind bekannte Einwände gegen die Nutzung von Social Media in Unternehmen. Hier müssen Social-Media-Manager unternehmensweit Aufklärungsarbeit leisten und die Social-Media-Strategie bekannt machen. Beispiel für ein Teilziel: Wir sind auf Twitter aktiv, weil wir besonders auf diesem Kanal mit wichtigen Multiplikatoren wie Bloggern in Kontakt treten können.

    3. Ziele der anderen kennen

    Social Media ist ein Querschnittsthema. Deshalb ist ein regelmäßiger Austausch mit anderen Abteilungen für Social-Media-Manager unerlässlich, um deren Ziele zu kennen. Beispiel: Die Personaler möchten das Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber positionieren und beim Recruiting effizienter werden. Wenn der Social-Media-Manager mit ihnen an einem Strang zieht und entsprechende Strategien für das Social Web entwickelt, kann das Ziel gemeinsam erreicht werden.

    4. Netzwerken nach innen

    Viele Bereiche im Unternehmen haben Berührungspunkte mit dem Thema Social Media und wollen deshalb mitreden – seien es IT, Customer Service oder Marketing und PR. Deshalb ist es hilfreich, wenn Social-Media-Manager das Unternehmen wie ihre Westentasche kennen und entsprechende Entscheider frühzeitig mit einbeziehen. Wichtige Leitfragen: Wie viele Mitarbeiter hat das Unternehmen, welche Bereiche gibt es, wer führt sie, wer berichtet an wen?

    5. Vorbilder gewinnen

    Chefs, die twittern und bloggen, erhöhen die Teilhabe der gesamten Organisation an Social Media. Sie leben vor, was von den Mitarbeitern erwartet wird. Für Social-Media-Manager bedeutet das: Mutig rangehen an den C-Level, Überzeugungsarbeit leisten – der Einsatz zahlt sich auf jeden Fall aus! Wenn alles nicht hilft, sollte sich das Management zumindest unterstützend zu der Social-Media-Strategie äußern.

    6. Krisenplan entwickeln

    Kommunikationskrisen können sich schnell zusammenbrauen. Oft machen sie sich erst auf Twitter & Co. bemerkbar. Für diesen Fall sollten Social-Media-Manager in enger Zusammenarbeit mit der PR einen Krisenplan erarbeiten, an den sich alle Beteiligten halten müssen. Sollte es so weit kommen, können sich die Kollegen an entsprechenden Anweisungen orientieren, was sie sagen dürfen und was nicht – etwa wenn sie den Twitteraccount des Unternehmens mit betreuen. Das sorgt für Sicherheit. Denn in der Krise gilt: One Voice.

    7. Content organisieren

    Die Kollegen kennen ihre Neuigkeiten und Themen am besten. Die Herausforderung für Social-Media-Manager besteht darin, ihnen diese Inhalte zu entlocken – beispielsweise für das Unternehmensblog. Um ins Gespräch zu kommen und Informationen zu sammeln, gibt es verschiedene Hebel: Gespräche mit Entscheidern, Teilnahme an fremden Abteilungs-Meetings oder eigene Redaktionssitzungen. Außerdem heißt es immer wieder nachhaken, erinnern, einfordern. Der positive Effekt: Die Kollegen entwickeln ein eigenes Gespür für interessanten Content und steuern diesen regelmäßig bei.

    Wie Vodafone zur “Social Brand” wurde, mit vielen Stimmen spricht und in Krisen agiert, erklärte Magnus Kleditzsch, Social Media Manager des Mobilfunkbetreibers, auf der Social Media Conference.

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    Google baut Shopping Express weiter aus

    14.10.2014, 8:49

    Google Shopping Express gibt es seit vergangenem Jahr. Der Lieferdienst des Internetgiganten soll nun erneut auf weitere Einzugsgebiete ausgeweitet werden – und heißt nun nur noch “Google Express”.

    (Quelle: Google.com)

    Was mit einer Schachtel Frühstückszerealien begann, hat bei US-amerikanischen Nutzern offenbar eingeschlagen: Googles Lieferservice Shopping Express versorgt seit 2013 Besteller mit allem, was noch am selben Tag geliefert werden soll. Neben den Ballungsräumen San Francisco, West Los Angeles und Manhattan, die bislang versorgt wurden, weitet Google den Dienst jetzt auf weitere US-Großstädte aus: Chicago, Boston und die Hauptstadt Washington kommen ebenfalls in den Genuss der Schnelllieferung.

    Erweitert wird außerdem die Bandbreite der Waren, die lieferbar sind. So erlaubt Google zum einen in der Bay Area um San Francisco die Lieferung von Alkohol an volljährige Besteller, andererseits werden neue Einzelhandelspartner zum Service hinzugefügt. So gehört die überregionale Buchhandelskette Barnes & Noble künftig zu den Lieferanten, aber auch regionale Geschäfte an den verschiedenen Standorten wurden in das Programm aufgenommen.

    Zusatzleistungen für Mitglieder

    Wer den Dienst in Anspruch nehmen will, bezahlt pro Lieferung 4,99 US-Dollar. Mitglieder des Expressdiensts bekommen dagegen noch ein paar Zusatzleistungen als Zuckerl wie eine kostenlose Lieferung für Bestellungen ab einem Wert von mehr als 15 US-Dollar, eine bevorzugte Belegung der Lieferfenster und kostenloses Teilen der Mitgliedschaft mit einem weiteren Haushaltsmitglied.

    Und damit Nutzer auch beim Reden über Shopping Express keine unnötige Zeit verlieren, hat Google den Namen des Dienstes gekürzt: Dieser firmiert jetzt unter “Google Express”. “Google Express ist dabei, euer Leben einfacher zu machen, in dem wir Besorgungen für euch aus dem Weg räumen”, schreibt Brian Elliott, Head of Partnerships, Google Shopping , im Google-Blog. “Wir hoffen, wir verschaffen euch mehr Freizeit.”

    Der Lieferdienst, mit dem Google dem Angebot von Amazon etwas entgegensetzen will, soll in Zukunft auf ganz USA ausgeweitet werden. Dazu hatte Google bereits im Sommer 2014 weitere Mittel locker gemacht.

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    Rocket Internet liefert aus dem Supermarkt

    14.10.2014, 8:15

    Mit dem neuen Lebensmittel-Lieferservice Shopwings eifert Rocket Internet dem US-Vorbild Instacart nach. Doch noch hapert es an Unterstützung durch die Supermärkte vor Ort.

    (Quelle: Shopwings.de)

    Oliver Samwer will nicht nur spielen: “Wir glauben ganz fest an Supermärkte, wir glauben ganz fest an Lebensmittel, vor allem in Bereichen, die der E-Commerce bislang noch nicht erschlossen hat”, untermauerte der Rocket-Internet-Gründer jüngst im Rahmen einer Rede an der WHU.

    Derartige Bereiche spürt die Start-up-Schmiede gezielt auf. Seit Dezember 2011 experimentiert das Unternehmen mit dem Koch-Abo-Lieferservice Hellofresh, der eigenen Angaben zufolge bereits 81.000 Abonnenten regelmäßig Kochrezepte samt Zutaten frei Haus liefert und einen Börsengang in Australien plant. Im September ging in Berlin mit “Eat First” ein Lieferdienst für gesunde Mittagsgerichte an den Start. Jüngstes Baby im Beteiligungsportfolio ist nun Shopwings, der heute offiziell in München an den Start geht.

    Shopwings ist, wie man es aus dem Samwer-Reich kennt, ein Klon des US-Vorbilds Instacart, das im Juni 2014 erst mit Andreessen Horowitz eine Finanzierungsrunde über 44 Millionen US-Dollar abschloss. Das Unternehmen will Kunden Lebensmittel aus ihren benachbarten Supermärkten zwischen 9.00 und 21.00 Uhr innerhalb von zwei Stunden durch Profieinkäufer nach Hause bringen lassen. Im Münchner Testraum finden sich mit Edeka, V-Markt und Lidl drei Supermärkte im Online-Sortiment des Start-ups.

    Allerdings: Kooperationen mit diesen Supermärkten gibt es nicht. “Derzeit existieren noch keine offiziellen Partnerschaften, aus diesem Grund mussten wir die Produkte aus den Supermärkten einzeln kaufen, abfotografieren und auf unserer Seite anbieten”, erklärt eine Rocket-Sprecherin auf Anfrage von INTERNET WORLD Business. Dauerhaft kann das natürlich keine Lösung sein. “Wir wollen ganz klar Partner des Einzelhandels sein, keine Konkurrenz. Es laufen derzeit Verhandlungen mit dem Ziel, offizielle Partnerschaften herzustellen”, heißt es von Seiten des Unternehmens.

    Um den persönlichen Shopper zu refinanzieren, setzt Shopwings auf eine Mischkalkulation aus Liefergebühr (4,90 Euro) sowie Aufschläge auf die Produktpreise. Man sei sich bewusst, dass die Kunden in Deutschland bei Preisen für Lebensmittel sensibel seien. Daher versuche man natürlich, sie so nah an den Supermarktpreisen zu belassen, wie möglich, so die Sprecherin.

    Wie Shopwings funktioniert

    Die Einkäufer rekrutiert Shopwings auf Freiberuflerbasis. Sie geben vorab ihre verfügbare Zeit und das verfügbare Postleitzahlengebiet an und erhalten ihre Aufträge denn per App vermittelt. Die Bezahlung richtet sich nach der Größe des Einkaufskorbes. Bis zu 20 Euro pro Stunde sind möglich. Finden die Einkäufer ein Produkt auf dem Einkaufszettel ihrer Auftraggeber nicht, rufen sie diesen an, um sich auf einen Ersatz zu einigen.

    In naher Zukunft will Shopwings in andere Großstädte im In- und Ausland expandieren. Dabei dient das Abfragefeld der Postleitzahlen als Indikator dafür, in welchen Regionen für einen solchen Service das größte Interesse besteht. Kunden sollen in der Anfangszeit vor allem über PR-Maßnahmen und Online-Kampagnen, unter anderem in Facebook, generiert werden.

    Laut “Consumer Barometer” von IFH Köln und KMPG liebäugeln drei von vier Konsumenten inzwischen mit dem Online-Lebensmittelkauf. Vorbild Instacart ist inzwischen in zehn US-Städten präsent und will bis Ende des Jahres in 17 Städten aktiv sein. Von Anfang Oktober 2013 bis zur Finanzierungsrunde im Juni hat sich der Umsatz fast verfünfzehnfacht. Laut Mitgründer und CEO Apoorva Mehta war das Wachstum in jeder neu erschlossenen Stadt noch schneller als in der Stadt davor.

    Bei Rocket Internet tut sich auch jenseits des Börsengangs viel: Das Vermittlungsportal für Putzkräfte Helpling hat heute seine Expansion nach Brasilien, Italien und Spanien bekannt gegeben. Und Westwing startet diese Tage seine neue TV-Kampagne in Deutschland zum Thema “Inspiration”.

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    Amazon-Prime-Mitglieder sehen Deals als Erste

    14.10.2014, 7:45

    Amazon lockt seine Premium-Mitglieder mit einem neuen Vorteil: Diese können jetzt tagesaktuelle Angebote eine halbe Stunde vor anderen Kunden sehen – und bestellen.

    (Quelle: Shutterstock.com/DesignPrax)

    Wer Prime-Kunde bei Amazon ist, bekommt seine Bestellungen schneller geliefert, kann kostenlos Filme anschauen und E-Books leihen. Jetzt hat der Online-Händler sein Premium-Programm erweitert: US-Mitglieder bekommen 30 Minuten vor der breiten Masse Zugang zu tagesaktuellen Amazon-Angeboten, den sogenannten “Lightning Deals”, sowie zu Angeboten des hauseigenen Shopping-Clubs für Kleidung MyHabit.com. Damit weitet das Unternehmen nicht nur sein Vorteilsprogramm aus, sondern ermutigt seine Power-Shopper auf elegante Art zu noch mehr Käufen. Amazon Prime kostet in den USA 99 US-Dollar im Jahr.

    Doch das Internet ist für Amazon nicht genug: Der Online-Händler plant, einen Laden in New York aufzumachen – gegenüber des Empire State Buildings. Auf diesem Weg will sich der Internetkonzern mit der echten Welt verbinden und seine Marke stärken. Aber das Wachstum hat seinen Preis – und der ist hoch: Trotz Umsatzsteigerung hat Amazon im zweiten Quartal 2014 ein Minus von 126 Millionen US-Dollar verbucht.

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    Mehr als 100.000 Bikes im Web verkauft

    13.10.2014, 11:48

    Weg vom Auto, rauf aufs Rad: Der grüne Trend scheint auch im Web Einzug zu halten. Der Shop-Betreiber internetstores hat erstmals über 100.000 Bikes verkauft – ein Plus von 30 Prozent.

    (Quelle: Shutterstock.com/Mel-nik)

    Der Outdoor-Produkte-Versender internetstores hat über seine Online-Shops fahrrad.de, Brügelmann, Bikeunit und Bikester in diesem Jahr erstmals mehr als 100.000 Bikes verkauft. Verglichen mit dem selben Zeitraum im Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 30 Prozent.

    Neben dem milden Wetter der vergangenen Monate führt das Unternehmen das Verkaufsplus unter anderem auch auf die Einführung mobiler Webseitenversionen sowie Optimierungen bei der Bedienbarkeit zurück. Zudem gewinne speziell in Städten das Radfahren an Bedeutung, da immer mehr Menschen das umweltfreundlichere Fahrrad dem Auto vorzögen.

    Im Juni 2014 hat internetstores einen weiteren Rekord vermeldet: Erstmals hat der Spezialversender einen Tagesumsatz von mehr als einer Million Euro erwirtschaftet. Das im Jahr 2003 gegründete Unternehmen hat derzeit 35.000 Produkte von über 750 Marken im Portfolio, die Gruppe ist mit ihren Online-Shops in zehn europäischen Ländern aktiv.

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    Apple macht Verkäufer für Pay-Lösung fit

    13.10.2014, 11:16

    Vor dem Start von Apple Pay geht es hinter den Kulissen bereits rund. Der IT-Konzern gibt seinen Store-Mitarbeitern und Handelspartnern Kurse für die Anwendung der mobilen Bezahllösung.

    (Quelle: Apple.com)

    Ende Oktober 2014 soll Apple Pay in den USA an den Start gehen, Kunden können dann in ausgewählten Shops mit dem mobilen Abrechnungssystem auf dem Smartphone zahlen. Vor dem Launch werden jetzt bereits Einzelhändler und die eigenen Store-Mitarbeiter eingewiesen. Das Kursmaterial fand jetzt den Weg zum Techblog 9to5mac und bietet Einblick in die App.

    Dem Bericht zufolge lässt sich Apple Pay zunächst einmal über die Apple-Brieftasche Passbook oder einen neuen Tabellenreiter namens “Passbook & Apple Pay” im Einstellungsmenü in iOS einrichten. Die für die Abrechnung nötige Kreditkarteneinbindung geschieht über das iTunes-Konto der Nutzer oder via Scan. Bis zu acht Kreditkarten können gespeichert werden.

    Apple Pay ist mit den jeweiligen Kreditkartenfirmen und Banken verbunden, so dass die Nutzer über die App auch aktuelle Transaktionen angezeigt bekommen. Darüber hinaus können sie über die Anwendung ihre Bank kontaktieren oder ihre auslaufende Kredikarte automatisch durch die Daten der neuen ersetzen lassen. Bei der Technik setzt Apple auf Nahfunktechnologie zur Übermittlung der Transaktionen im Geschäft.

    Die neue Bezahllösung kommt natürlich zunächst in den Apple-Stores zum Einsatz, aber auch externe Geschäfte wie die US-amerikanische Pharmazie-Einzelhandelskette Walgreens soll schon beim Start Ende Oktober 2014 mit dabei sein. Möglicherweise gibt es auch beim für den 16. Oktober 2014 angekündigten Firmenevent von Apple weitere Einblicke in das Bezahlsystem. Dort erwartet die Branche jedoch vor allem die Vorstellung eines neuen iPads.

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    mcgarrybowen geht in Isobar auf

    13.10.2014, 10:46

    Die Agenturmarken Isobar und mcgarrybowen, die zum Dentsu Aegis Network gehören, firmieren künftig unter dem Namen Isobar Germany. Mit diesem Schritt will das Netzwerk seine Digitalkompetenz stärken.

    (Quelle: isobar.com)

    Das Dentsu Aegis Network will seine digitale Kreativ-Kompetenz im deutschen Markt ausbauen und bündelt deshalb die Agenturmarken Isobar und mcgarrybowen ab sofort unter einem Dach. Geführt wird die neue Isobar Germany mit Hauptsitz Düsseldorf von den drei Geschäftsführern Jörg Zabel, Daniel Könnecke und André Limmer.

    “Wir haben immer schon die Überzeugung geteilt, dass durch Digital die besten Ideen entstehen, um unser Kundengeschäft zu verändern und nachhaltig weiter zu entwickeln”, kommentiert Jean Lin, Global CEO von Isobar die Neuausrichtung: “Die Kombination der kreativen Stärke von mcgarrybowen und unserer Vision von grenzenlosen Ideen ist eine perfekte Verbindung für unsere Teams und Kunden in Deutschland.”

    Mit über 3.000 Mitarbeitern und 67 Büros in 41 Märkten ist Isobar die größte Full-Service-Marketing Agentur des Dentsu Aegis Network. In Deutschland betreut Isobar künftig nationale und internationale Etats von Marken wie Goldwell, Nintendo, Reebok, Campari-Group, Bank für Sozialwirtschaft, Peugeot und Q-Cells.

    Dentsu Aegis Network hatte im Februar 2014 die Augsburger Agentur für digitales Marketing explido zu hundert Prozent übernommen. Mit dem Zukauf wollte das Netzwerk seine Performance-Agentur iProspect, stärken und den Ausbau der integrierten digitalen Kommunikation vorantreiben.

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