Facebook bringt Relevanz-Skala für Advertiser

12.02.2015, 13:28

Metrik für Werbeanzeigen

Facebook will Werbungtreibenden besser Auskunft darüber geben, wie relevant die Anzeige tatsächlich für die User ist. Dazu führt das Unternehmen eine neue Metrik in seine Reporting-Tools ein.

Facebook bringt Relevanz-Skala für Advertiser

(Quelle: Shutterstock.com/KreativKolors)

Nicht jede Werbeanzeige auf Facebook ist für die User relevant. Nur weil der Nutzer beispielsweise aus Bayern kommt, heißt es nicht, dass eine Anzeige für ein Justin Bieber Konzert in München für ihn interessant ist. Um Werbungtreibenden darüber besser Auskunft geben zu können, führt die Plattform jetzt eine neue Metrik ein. In den Reporting-Tools der Advertiser soll es künftig Relevanz-Skalen geben, die Punkte von eins bis zehn vergeben. Zehn ist dabei die Höchstpunktzahl, sie spricht für eine maximale Relevanz der Anzeige, erklärt Facebook auf seiner Webseite.

Das Punktesystem basiert auf Schätzungen des sozialen Netzwerks: Je mehr positives Feedback die Plattform von der Zielgruppe auf die Anzeige erwartet, umso höher ist die Punktevergabe. Das positive Feedback wiederum hängt dabei unter anderem von der Einbettung von Videos oder den Conversions ab. Wenn Facebook erwartet, dass die Anzeige von den Nutzern eher verborgen oder gemeldet wird, fällt die Skala entsprechend niedrig aus.

Die Skala wird dabei ständig aktualisiert, je nachdem wie Menschen interagieren und wie die Rückmeldungen auf die Anzeigen sind. Nicht nach diesem System bewertet werden Anzeigen mit “garantierter Lieferung”, also die, die auf Reichweite oder Häufigkeit basieren.

Relevanz ist allerdings nicht der einzige Wettbewerbsfaktor, mahnt Facebook. Das Gebot ist ebenso entscheidend. Wenn zwei ähnliche Anzeigen an die gleiche Zielgruppe ausgespielt werden, ist es nicht automatisch so, dass die Anzeige mit dem höchsten Relevanz-Faktor (und einem geringeren Gebot) öfter angezeigt wird als die Anzeige mit einem niedrigeren Score und einem höheren Gebot.

Das neue Feature sei eher eine Art Barometer, um die Kreativität von Anzeigen zu messen und verschiedenen Kombinationen von Bildern etwa zu testen. Werbeanzeigen könnten so durchgehend optimiert werden. Allerdings ist es so, dass, je höher der Relevanz-Faktor ist, desto geringer die Auslieferungs-Kosten sind. Das liegt daran, dass der Facebook Algorithmus darauf aus ist, den richtigen Content an die richtige Zielgruppe auszuliefern. Ein hoher Relevanz-Faktor ist für Facebook ein wichtiges Signal dabei.

Die Relevanz-Skala soll diese Woche starten und im Ad Manager von Facebook und den Tools, die von den Facebook API Partnern entwickelt wurden, angezeigt werden.

So soll die Bewertung der Werbe-Relevanz aussehen:

Facebook bringt Relevanz-Skala für Advertiser

(Quelle: Facebook)

Zuletzt gab es vor allem auf User-Seite viel Ärger aufgrund der neuen Facebook-AGBs: Die neuen Richtlinien erlauben dem sozialen Netzwerkseine Nutzer fast internetweit zu tracken. Das bringt vor allem für die personalisierte Werbung enorme Vorteile mit sich – also für den Konzern.

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Neues Verkaufsberatungs-Tool von Intellishop

12.02.2015, 12:15

B2B E-Commerce

Auch beim E-Commerce im B2B-Bereich gilt: Nur wenn der Kunde findet, was er sucht und gut beraten wird, kauft er auch. Intellishop hat nun sein Shop-Modul für die Verkaufsberatung erweitert.

Neues Verkaufsberatungs-Tool von Intellishop

(Quelle: Fotolia.com / Tyler Olson )

Das neue Modul für Guided Selling ist Teil des neuen Release 7.8 der Shopsoftware von Intellishop. Das Tool namens “Intellishop B2B Verkaufsberater” ist eine Kombination aus den herkömmlichen Suchmethoden einer Website, also Freitextsuche, Facettensuche und Kategorien-Navigation einerseits und der interaktiven Beratung andererseits. Die Verbindung von Produktsuche und Produktberatung soll den gesamten Kaufentscheidungsprozess umfassen: Von der Beratung und der Bedürfnisanalyse über die Produktinformation bis hin zum Wecken neuer Bedürfnisse und zur Forcierung der Kaufentscheidung. Auf diese Weise soll der Kunde aktiv zum Kauf geführt werden, verspricht der Shopsoftware-Hersteller.

Das Modul ist neben B-to-B-Shops auch in Instore-Lösungen am Point-of-Sale oder im Callcenter zur Unterstützung der beratenden Mitarbeiter einsetzbar. Es ergänzt die bestehenden Module der E-Commerce-Plattform “Shop-Designer”, “Shop-Regeln” und “Filialverwalter”.

Der B2B-Handel wird zunehmend von den Standards im B2C-Handel geprägt. Da die professionellen Einkäufer auch als Konsumenten im Web shoppen, erwarten sie ähnliche Funktionalitäten mittlerweile auch von B-to-B-Shops. Das Model-Label Tommy Hilfiger beispielsweise hat unlängst einen hochwertigen digitalen Verkaufsraum für seine Geschäftkunden eingerichtet.

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Twitter kauft Social-Media-Agentur Niche

12.02.2015, 11:38

Start-up übernommen

Twitter kauft wieder ein: Diesmal holt sich das soziale Netzwerk das Start-up Niche, eine Agentur für Social-Media-Talente, für etwa 30 Millionen US-Dollar.

Twitter kauft Social-Media-Agentur Niche

(Quelle: Fotolia.com/Sylvain Bilodeau)

Ein neues Start-up für Twitter: Das soziale Netzwerk hat jetzt die Übernahme von Niche bestätigt, einer kleinen US-Social-Media-Agentur. Niche hat sich darauf spezialisiert, Werbungtreibende mit bekannten Social-Media-Talenten zusammenzubringen. Twitter selbst hat keinen Kaufpreis bekanntgegeben, nach Angaben von Recode.net soll er bei etwa 30 Millionen US-Dollar liegen.

“Da wir weiter in das wachsende Medien-Ökosystem investieren, ist es wichtig, eine große Bandbreite an Tools für Verfasser von Inhalten anzubieten, um ihren ganzen Content zu verbreiten und letztlich zu managen”, begründet Twitter die Übernahme der 2013 gegründeten Firma in einem Blogbeitrag.

Zu Beginn des Jahres hatte Twitter die Mobile-Plattform ZipDial übernommen. Das indische Technologie-Unternehmen soll es auch Nutzern in Gebieten mit schwachen Funkverbindungen ermöglichen, den Kurznachrichtendienst zu nutzen.

Twitter ist vor kurzem eine Kooperation mit der Nachrichten-App Flipboard und Yahoo Japan eingegangen, um Werbe-Tweets auch dort anzuzeigen. Weitere Partner sollen folgen.

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Die SEO-Trends für das Jahr 2015

12.02.2015, 10:15

Suchmaschinenoptimierung

Neue Player und neue Tools beschäftigen die Szene – und Google, das immer häufiger als Konkurrent auftritt. INTERNET WORLD Business zeigt, welche SEO-Trends 2015 wichtig sind.

TITEL

(Quelle: shutterstock.com/Ellagrin)

Der Kampf um die besten Positionen im Google-Ranking verlangt von den Website-Betreibern eine permanente Anpassung an neue Entwicklungen.
Für 2015 lassen sich vier Trends erahnen, die die Suchmaschinenoptimierung (SEO) beeinflussen werden:

1. Wettbewerb verschärft sich
2. Business Intelligence hält Einzug
3. Interdisziplinarität wird größer
4. Google zeigt seine Janusköpfigkeit

In den vergangenen Jahren gab es im Google-Index viele “Lücken” – also nicht so stark umkämpfte Positionen in den Such­ergebnissen. Der Grund dafür: Großen Werbungtreibenden erschien SEO als Kanal für die Neukundenakquise zu umständlich und kompliziert.

Doch steigende Preise für bezahlte Suchmaschinenwerbung haben auch bei ihnen Bedarf nach günstigeren Traffic-Quellen geweckt, die die Kundenakquisitionskosten auf ein erträgliches Maß drücken. Große Marken, die heute auf hohem Niveau in die Suchmaschinenoptimierung einsteigen, profitieren zusätzlich von ihrer großen Bekanntheit. Dadurch wird SEO für alle Marktteilnehmer deutlich wettbewerbsintensiver.

Big Data: Es fehlt der ganzheitliche Blick bei SEO

Big Data hat in SEO mit der breiten Eta­blierung von professionellen Tools Einzug gehalten. Mit diesen werden vor allem ­Daten zu Positionen von URLs im Suchergebnis bei bestimmten Keywords in den Suchanfragen erhoben. Manchmal erlaubt eine Kombination mit der eigenen Webanalyse-Lösung auch die Zuordnung des so generierten Traffics.

Es fehlen aber häufig Informationen, die einen ganzheitlichen Blick auf die Effizienz von SEO-Maßnahmen erlauben würden. Dazu zählt der Umfang der Content-­Investments sowie die Offpage-Marketing-Kennzahlen von bestimmten URLs oder die Traffic-Daten, die man mit Analyseprogrammen, sogenannten Crawlern, gewinnt.

2015 muss der Startschuss für den Einzug von Business Intelligence Tools in die SEO fallen. Mit ihnen lassen sich Datenquellen jenseits marktüblicher SEO-Tools erschließen: Sie erlauben Datenaggrega­tion, -konsolidierung und -auswertung auf URL- und Keyword-Ebene. Diese Daten sind notwendig, um den SEO-Aufwand ­gezielter und damit effektiver planen zu können und Erfolge von Maßnahmen und Kampagnen messbarer zu machen.

Damit sich kontinuierlich Erfolge bei der Suchmaschinenoptimierung einstellen, mussten schon immer Menschen aus Redaktion, Technik und Marketing zusammenarbeiten. In Zukunft wird die Vernetzung mit den Experten hinzukommen, die sich um User Experience (UX), User Interfaces (UI) und das Design der Seite kümmern. Denn wenn man erst mal Top-Positionen in den Suchmaschinen ­erreicht hat, gewinnen diese Faktoren massiv an Bedeutung.

Erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung bringt der Seite vor allem über Google zahlreiche Besucher, ohne dass die Kosten mit der Besucheranzahl steigen. In ihrer Struktur sind SEO-Aufwendungen eher mit den Kosten für die Entwicklung eines TV-Spots vergleichbar – und weniger mit den Kosten für die Mediabuchungen, ­damit dieser die gewünschte Reichweite bekommt. Wenn man es richtig macht, ist SEO ein sehr günstiger Kanal für Neukundengewinnung.

Google wird vom Vermittler zum Wettbewerber

Die Kehrseite ist, dass Google basierend auf seiner Vormachtstellung im Search-Bereich und beim Keyword Advertising sein Geschäftsmodell ausweitet und dabei immer mehr Unternehmen ins Handwerk pfuscht.

Die Beispiele hierfür sind zahlreich: Informationen über das Wetter, Sportergebnisse, Flugpreisvergleiche, Nachrichten und Hotelbuchungs­angebote. Präsentierte Google früher bei Anfragen zu diesen Themen Links zu entsprechenden Info-, Buchungs.- oder Vergleichsportalen, so liefert die Suchmaschine heute immer häufiger direkt eine Lösung für die gesuchte Frage.

Ob diese systematische Aus­weitung der Monopolstellung verhindert werden kann und soll, muss auf der Ebene der Rechtsprechung und Politik entschieden werden. Hier ticken aber bekanntlich die Uhren eher langsam.

Vorausschauend handelnde Unternehmen können sich darauf nicht verlassen – die Innovationsgeschwindigkeit im Internet ist dafür zu hoch. Es gilt, das eigene Geschäftsmodell zu prüfen und festzustellen, wo und in welchem Umfang die ­Gefahr besteht, dass Google einen Teil desselben gefährden könnte, und strategisch und mit Nachdruck Entwicklungen einzuleiten, um diese Gefahr zu mindern.

Im Idealfall lösen solche Gedanken den Impuls zu einer weitgehenden digitalen Transformation aus, die aus einer Gefahr für das Unternehmen eine Chance für die Zukunft werden lassen.

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Zalando schafft gruppenweiten Break-Even

12.02.2015, 10:08

Vorläufige Zahlen 2014

Mit seinen Geschäftszahlen für das Jahr 2014 belegt Zalando: Das Unternehmen kann auch profitabel wachsen. Allerdings wird es so nicht unbedingt weitergehen.

TITEL

Zalando schreibt erstmals auf Gruppenebene schwarze Zahlen
(Quelle: Zalando)

Zalando hat es geschafft: Im Geschäftsjahr 2014 – und damit sechs Jahre nach der Gründung – erwirtschaftet der Berliner Modeversender nicht nur Umsätze in Höhe von 2,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,8 Milliarden Euro), sondern zum ersten Mal auch einen konzernweiten Gewinn auf EBIT-Basis von 82 Millionen Euro. Die EBIT-Marge verbesserte sich entsprechend von minus 6,2 Prozent im Vorjahr auf jetzt 3,7 Prozent.

Damit strafen die Berliner all diejenigen Lügen, die bislang offen oder hinter vorgehaltener Hand lästerten, dass sich Zalando sein Wachstum teuer erkaufe. “Unser Ergebnis für 2014 unterstreicht, dass unser Geschäftsmodell nachhaltig ist und signifikante Margen erzielen kann”, so Zalando-Vorstand Rubin Ritter. Allerdings könnte es mit der Profitabilität auch schnell wieder vorbei sein: “In den nächsten Jahren werden wir uns auf die für unser langfristiges Wachstum wichtigen Investitionen und nicht auf die kurzfristige Maximierung unserer Marge fokussieren”, gibt Ritter bekannt. Das starke Margenniveau von 2014 werde im Geschäftsjahr 2015 “voraussichtlich nicht” übertroffen.

Besonders gut entwickelte sich für Zalando das vierte Quartal 2014. Die Umsätze stiegen um 21 Prozent auf 666 Millionen Euro (Vorjahr: 550 Millionen Euro). Der Gewinn lag bei 66 Millionen Euro, die EBIT-Marge verbesserte sich von 2,4 auf 9,9 Prozent. Die Entwicklung sei im Wesentlichen auf Verbesserungen mehrerer Kostenpositionen zurückzuführen, insbesondere Umsatzkosten und Marketing, heißt es zur Erklärung.

In diesem Jahr will Zalando umsatzseitig erneut um 20 bis 25 Prozent zulegen. Die Umsätze lägen entsprechend zwischen 2,6 und 2,75 Milliarden Euro.

Zalando kann auch profitabel wachsen

Zalando kann auch profitabel wachsen

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Google & Co: Als Marken nicht viel wert

12.02.2015, 9:12

Image von Internetfirmen

Die best brands zeichnen die besten Marken des Jahres aus. Auffallend dabei: Internetfirmen sind in den Top Ten kaum vertreten. Warum das so ist, erklärt Serviceplan-Geschäftsführer Florian Haller.

Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan Gruppe

Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan Gruppe
(Quelle: Serviceplan)

Am 11. Februar dieses Jahres wurden die best brands 2015 verliehen. Das Ranking wurde von der Serviceplan Gruppe, der GfK Gruppe, der ProSiebenSat.1 Media AG, der WirtschaftsWoche, dem Markenverband und der iq media marketing GmbH ins Leben gerufen, seit 2013 ist auch die Ströer Media SE Partner.

Beim Blick auf die diesjährigen Gewinnerlisten fällt aus digitaler Sicht vor allem eines auf: In den Top Ten der besten Unternehmensmarken sind keine Internetfirmen vertreten, wie auch schon im Jahr zuvor. Zuletzt stand Amazon 2013 auf Platz eins, es war allerdings auch das einzige Unternehmen aus dem Online-Segment in den Top Ten.

Die best brands bewerten nach einer emotionalen und erlösorientierten Komponente. Letzterer kann die schlechte Platzierung der großen Namen wie Amazon, Google und Facebook nicht geschuldet sein. Ist es also das Image? Warum sind Online-Unternehmen so unsympathisch? Antworten gibt Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan Gruppe.

Wenn man die Rankings der vergangenen Jahre betrachtet, sieht man, dass Internetfirmen starken Fluktuationen hinsichtlich ihrer Platzierungen unterworfen sind. Zum Teil sind sie wie in diesem Jahr auch überhaupt nicht unter den Top Ten vertreten. Womit hat das zu tun?

Florian Haller: Ein Grund ist, dass viele Internetunternehmen noch recht jung sind oder zumindest deutlich jünger als etablierte Firmen wie etwa Miele. Das heißt, das Bild, das sich die Verbraucher über Jahre hinweg von einem Unternehmen machen, ist im Fall von Facebook oder Amazon einfach noch nicht so stabil und gefestigt und führt zu einem unsicheren Image, das Schwankungen unterlegen ist und stärker von äußeren Einflüssen abhängt, wie es vielleicht bei Traditionsunternehmen der Fall ist.

Können Sie das genauer erklären?

Haller: Beispiele wie Amazon zeigen, dass viele Internetunternehmen in ihrer Wachstumsphase überfordert sind und mit Skandalen und kritischen Momenten oft nicht gut umgehen und schwache Öffentlichkeitsarbeit leisten. Das merkt sich der Verbraucher, die Attraktivität sinkt.

Wie sieht es mit der Kampagnenarbeit aus?

Haller: Für mich geraten Kampagnen von eBay, Yahoo und Co allzu schnell in Vergessenheit. Das spricht für keine gute Kampagnenarbeit. Gerade bei Online-Firmen ist die Markenbildung oft mangelhaft, für die eigentlich unique Idee gibt es keine gute Umsetzung. Gerade Google pflegt für mich keine Kultur der Markenbildung, dabei wäre das – wie bei den anderen auch – bitter nötig. Meiner Ansicht nach wird sich das aber in den kommenden Jahren deutlich ändern.

Ein Wechsel zu den diesjährigen besten Unternehmensmarken: Warum liegen so viele Autobauer vorne?

Haller: Zum einen verkaufen BMW und Co natürlich Premium-Objekte, die bei den Kunden gut ankommen und enorm zur Status- und Image-Bildung beitragen. Zum anderen stehen die Autobauer in Deutschland nach wie vor für einen wertvollen Arbeitgeber, der viele Arbeitsplätze ermöglicht und zum wirtschaftlichen Erfolg für Deutschland beiträgt.

Und warum ist Miele in diesem Jahr auf Platz eins?

Haller: Miele verkörpert wie viele Traditionsunternehmen eine Art Gegentrend zur virtuellen Welt. Das Unternehmen setzt auf Werte wie Tradition, Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Verbundenheit – Eigenschaften, die in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft wieder an Attraktivität gewinnen und von Miele durch den Fokus auf Themen wie Küche und Kochen verstärkt werden.

Welche Learnings resultieren daraus für Werbungtreibende?

Haller: Unternehmen sollten in ihren Kampagnen auf die Kombination von Werten wie Nachhaltigkeit und innovativer Produktpolitik achten. Wichtig ist es, den Markenkern zu erkennen und dazu zu stehen. Das Ziel ist es, wie es bei unserer besten Wachstumsmarke Nike gelingt, dieses Image zu vermitteln und dann mit dem Abverkauf zu verknüpfen.

Serviceplan übernahm im Sommer den E-Commerce-Spezialisten HMMH. Ein Trend, der im Markt im Moment überall zu beobachten ist. Doch was bedeutet es für die Kunden, wenn große Agenturgruppen bislang unabhängige Dienstleister kaufen?

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Miele schlägt Autobauer und Internetfirmen

12.02.2015, 9:05

best brands 2015

Zum zwölften Mal küren die best brands die besten Marken Deutschlands. 2015 können sich Traditionsunternehmen wie Miele und Bose über den Titel freuen, Online-Firmen sorgen jedoch für Enttäuschung.

Miele schlägt Autobauer und Internetfirmen

(Quelle: Fotolia.de/Brian Jackson)

Die best brands küren jedes Jahr die besten Marken Deutschland. Verliehen wird der Titel seit 2004 von der Serviceplan Gruppe, der GfK Gruppe, der ProSiebenSat.1 Media AG, der WirtschaftsWoche, dem Markenverband und der iq media marketing GmbH. Seit 2013 ist auch die Ströer Media SE Partner. Die best brands-Trophäe wird in den Kategorien “Beste Unternehmensmarke”, “Beste Produktmarke”, “Beste Wachstumsmarke” sowie einer jährlich wechselnden Sonderkategorie verliehen.

Die besten Unternehmensmarken 2015

Laut den best brands wird die Reputation von Unternehmen durch die rationale und emotionale Wertschätzung beeinflusst. Die Studie zur Bewertung der Unternehmen wurde in Form einer Onlinestudie mit einer repräsentativen Bevölkerungsstichprobe im Oktober 2014 durchgeführt. Die Vorauswahl der Unternehmen erfolgte auf Basis von Umsatzvolumen, Bekanntheit und Marktkapitalisierung (aktueller Börsenwert einer börsennotierten Firma, der sich durch Multiplikation des aktuellen Aktienkurses mit der gesamten Aktienanzahl ergibt). Die “Beste Unternehmensmarke” wurde schließlich aus einer Shortlist von 65 Unternehmen ermittelt. Auch wenn zusätzlich die bekanntesten Unternehmen aus dem Internetbusiness und der deutschen Handelslandschaft untersucht wurden: Unter den Top Ten ist keine einzige Online-Firma vertreten. Der Gewinner: Miele

1. Platz: Miele
2. Platz: Audi
3. Platz: Daimler
4. Platz: Bosch
5. Platz: Adidas
6. Platz: BMW
7. Platz: Volkswagen
8. Platz: Porsche
9. Platz: Siemens
10. Platz: Henkel

Die besten Produktmarken 2015

Die Vorauswahl der Produktmarken erfolgt auf Basis ihres Marktanteils und der Markenbe­kanntheit. Befragt wurden 7.500 Personen in Deutschland im Oktober 2014. Zudem wurden folgende folgende GfK Panels für die Unter­suchung berücksichtigt: GfK Consumer Scan Individualpanel mit 40.000 Personen, GfK Consumer Scan Haushaltspanel mit 30.000 Haushalten, GfK Retail and Technology mit 27.000 Geschäften, GfK Textilpanel mit 7.000 Haushalten und 16.000 Berichtspersonen, GfK Automobilmarktforschung. Der Gewinner ist Bose vor Nivea und Lindt.

1. Platz: Bose
2. Platz: Nivea
3. Platz: Lindt
4. Platz: Lego
5. Platz: Miele (Großgeräte)
6. Platz: Coca-Cola
7. Platz: Apple (Telekommunikation)
8. Platz: Samsung (DVD, TV, Bluray)
9. Platz: Persil
10. Platz: Bosch

Wachstumsmarke, Sonderkategorie und best brands international

Die “Beste Wachstumsmarke” kennzeichnet die stärkste Marktanteilsveränderung in Verbindung mit der Veränderung der Markenattraktivität, jeweils bezogen auf die jeweilige Marke im Vergleich zur Vorperiode. Das Studiendesign basiert auf dem der “Besten Produktmarke”. Gewinner hier ist Nike (Sportschuhe).

1. Platz: Nike (Sportschuhe)
2. Platz: Sony (Foto)
3. Platz: Western Digital
4. Platz: Asus
5. Platz: Fissler
6. Platz: Lenovo
7. Platz: Hyundai
8. Platz: Somat
9. Platz: Captain Morgan
10. Platz: Havanna Club

Sonderkategorie 2015: Beste Modemarke

In der jährlich wechselnden Sonderkategorie wird gezielt ein Branchenzweig unter die Lupe genommen. In diesem Jahr geht es um die beste Modemarke. Gewinner ist Hugo Boss, gefolgt von Bogner und Wellensteyn.

1. Platz: Hugo Boss
2. Platz: Bogner
3. Platz: Wellensteyn
4. Platz: Tommy Hilfiger
5. Platz: Desigual
6. Platz: Jack Wolfskin
7. Platz: Marc Cain
8. Platz: Superdry
9. Platz: Camp David
10. Platz: Olymp

best brands international: Beste Unternehmensmarke Italien

Seit 2013 wird bei den best brands auch ein Gastland mit einbezogen. In diesem Jahr liegt der Fokus auf Italien. Das Vorgehen basiert grundsätzlich auf der Methodik der Kategorie “Beste Unternehmens­marke”. In die Vorauswahl wurden die bekanntesten Unternehmen der italie­nischen Handelslandschaft aufgenommen. Die “Beste Unternehmensmarke Italien” wurde schließlich in einer Befragung aus einer Shortlist von insgesamt 58 Unternehmen ermittelt. Erhebungszeitraum ist Dezember 2014, befragt wurden 1.500 Personen. Der Gewinner ist Ferrero.

1. Platz: Ferrero
2. Platz: Tod‘s
3. Platz: Luxottica
4. Platz: Campari
5. Platz: Lavazza
6. Platz: Barilla Alimentare
7. Platz: Giochi Preziosi
8. Platz: Perfetti Van Melle
9. Platz: Moncler
10. Platz: Calzedonia

Die ausgezeichneten Unternehmen erhalten von der ProSiebenSat.1 Media AG und der Ströer Media SE ein Mediabudget für TV und das Produkt “Ströer Primetime” in Höhe von insgesamt über einer Million Euro. Das jeweilige Kreativkonzept wird nach Absprache von der Serviceplan Gruppe entwickelt. Begleitet wird die Kommunikation der einzelnen Kategorie-Gewinner von einem Anzeigenformat in der WirtschaftsWoche.

Warum Miele in diesem Jahr vorne liegt und warum die Internetfirmen im Ranking so schlecht abschneiden, erklärt Florian Haller, Hauptgeschäftsführer der Serviceplan Gruppe im Interview.

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Harley-Davidson-Smartphone von NGM

12.02.2015, 8:17

Neu auf dem Markt

Handy mit Kultmarke: Der italienische Hersteller NGM (New Generation Mobile) kommt unter anderem mit dem ersten Smartphone mit Harley-Davidson-Branding nach Deutschland.

Harley-Davidson-Smartphone von NGM

(Quelle: Ngm-mobile.com)

Wer als Newcomer auf dem umkämpften deutschen Smartphone-Markt wahrgenommen werden will, braucht her­ausragende Produkte oder besondere Ideen.­ Der italienische Hersteller NGM (New Generation Mobile) versucht es unter anderem mit Kooperationen, die große Namen ins Spiel bringen. So gibt es zunächst das erste Smartphone, das ein Branding der Biker-Kultmarke Harley-Davidson tragen darf.

Dabei hat sich NGM seit dem Start 2008 auf dem Heimatmarkt fest etabliert und ist dort heute Marktführer bei den Dual-SIM-Handys, die in einer breiten Modellpalette von 59 bis 399 Euro mit Displays von 3,5 bis 6 Zoll angeboten werden.

Sie verwenden meist Android mit zusätzlicher Eigen-Software, wie einer praktischen Steuerungsfunktion für die zwei SIM-Karten, und auch Windows Phone als Betriebssystem. Gebaut werden die Produkte in einem Joint Venture in China, doch die Entwicklung und das Design finden weitgehend in Italien statt, da NGM die Smartphones nur in Europa verkauft. In einer exklusiven Partnerschaft mit dem Kölner ITK-Dienstleister iVisions soll nun auch der Schritt nach Deutschland vollzogen werden, wozu noch Distributoren gesucht werden.

Neben dem Harley-Davidson-Phone fällt vor allem das Forward 5.5 in der aktuellen Produktpalette auf, das mit 5,5 Millimetern eines der dünnsten Android-Smartphones ist und mit seinem Aluminium-Unibody sowie der Beschichtung aus Gorilla-Glas durchaus hochwertig erscheint.

Weitere Features sind ein Fünf-Zoll-Full-HD-Display, zwei Kameras mit 13 und fünf Megapixeln Auflösung, zwei GB Arbeitsspeicher, 16 GB Datenspeicher und ein Achtkernprozessor von Mediatek. Das Harley-Davidson-Smartphone ist mit einem Fünf-Zoll-HD-Display, einem GB Arbeitsspeicher, Kameras mit acht und zwei Megapixeln Auflösung und einem 1,2-GHz-Quadcore-Prozessor von Qualcomm etwas einfacher ausgestattet.

Der Datenspeicher von 8achGB kann hier aber durch MicroSD-Karten erweitert werden, außerdem gibt es Slots für zwei SIM-Karten. Als Betriebssystem verwendet NGM Windows Phone 8.1. Das Smartphone kommt in einer hochwertigen Verpackung aus Kunstleder.

Der Tablet-Markt ist indessen immer mehr gesättigt, der Boom der letzten Jahre vorbei. Immer mehr Kunden greifen zum Phablet und lassen gerade kleinere Tablets links liegen.

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Samwers übernehmen Talabat, Yelp kauft Eat24

12.02.2015, 7:27

Online-Lieferdienste

Essenslieferungen aus dem Web sind voll im Trend – das zeigen einmal mehr die aktuellsten Zukäufe: Rocket Internet übernimmt den Lieferdienst Talabat, Yelp kauft die Online-Bewertungsplattform Eat24.

Yelp kauft Eat24

(Quelle: Yelp)

Der Online-Lebensmittelhandel ist für die Samwer-Brüder die “nächste Grenze des E-Commerce”. Rocket Internet sieht den Markt als eines seiner Hauptbetätigungsfelder und investiert dementsprechend kräftig. Nun hat die Start-up-Schmiede den Lieferdienst Talabat aus Kuwait für rund 150 Millionen Euro übernommen. Talabat ist auch in Saudi Arabien, den Vereinten Arabischen Emiraten, Bahrain, Oman sowie Katar aktiv.

Erst vergangene Woche hatte Rocket Internet 30 Prozent des Foodpanda-Konkurrenten Delivery Hero und hundert Prozent der spanischen Plattform La Nevera Roja und der italienischen Plattform Pizzabo übernommen. 496 Millionen Euro zahlte Rocket Internet allein für die Beteiligung an Delivery Hero. Der neueste Zugang soll ebenfalls in der Einheit Global Online Takeaway Group gebündelt werden, die bereits die Rocket-Beteiligungen an Essens-Diensten vereint.

Dass sich der Markt für Online-Bringdienste konsolidiert, zeigt auch das Beispiel Yelp: Für 134 Millionen US-Dollar hat die Online-Bewertungsplattform Eat24 übernommen, berichtet der offizielle Yelp-Blog. 75 Millionen US-Dollar werden in Bar beglichen, der Rest in Form von Yelp-Anteilen. Eat24 hat rund 20.000 US-Restaurants in 1.500 Städten in seiner Datenbank.

Zuletzt hatten die Samwer-Brüder verkündet, ihr Portal Nestpick auch in Deutschland zu launchen. Großer Konkurrent ist Airbnb.

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Hybris startet Marketing-Plattform

11.02.2015, 14:24

Marketing Cloud

Die SAP-Tochter Hybris hat eine Marketing-Plattform vorgestellt. Damit positioniert sich das Unternehmen in Konkurrenz zu anderen Anbietern von Enterprise Marketing Clouds.

Hybris startet Marketing-Plattform

(Quelle: Fotolia.com / Rawpixel)

Mit der neuen Marketing-Lösung von Hybris Software können Kundendaten in einer einzigen zentralen Datenbank abgelegt werden. Daraufhin werden die Profile kontinuierlich und automatisch um strukturierte und unstrukturierte Daten in Echtzeit ergänzt. Die SAP-Hybris-Marketing-Plattform erfasst beispielsweise Informationen zu Browsing-Vorgängen, geöffneten E-Mails und Webseiten-Besuchen. Das permanente Anreichern von Profilen an einer zentralen Stelle dient dann im nächsten Schritt dem Ziel der werblichen Kundenansprache.

Brian Walker, Chief Strategy Officer bei Hybris, meint, dass ohne die richtige Kontextverknüpfung und Echtzeit-Einblicke in die Motive und Bedürfnisse der Kundin oder des Kunden kein wirkliches personalisiertes Marketing möglich sei. “Die Tatsache, dass in so vielen Unternehmen die Kundendaten über eine Vielzahl von nicht synchronisierten Systemen verstreut sind, bedeutet, dass die Marketingabteilungen ihre potenzielle Kundschaft mit Informationen bombardieren, die nicht immer zielführend sind“, so Walker. Er ist überzeugt, dass die neue Plattform eine wirkliche 1-zu-1-Kommunikation ermöglicht.

Die Plattform basiert auf sieben Kernelementen:

  • einer dynamischen, automatisierten Kundenprofilerstellung
  • der automatisierten Segmentierung, analytischen Prognostik und kontextuellen Analyse
  • der Marketingplanung und -budgetierung
  • Empfehlungen und Onsite-Targeting
  • Retargeting in Echtzeit
  • Marketing Performance Management
  • Die Möglichkeit, mit Marketing-Solution-Providern über offene Schnittstellen zusammenzuarbeiten.

Zu den ersten vier Lösungsanbietern, die Schnittstellen zu der neuen SAP-Hybris-Marketingplattform haben, gehören Bloomreach für die Shopsuche und Personalisierung, Turn als Demand Side Plattform für die Kampagnenaussteuerung im automatisierten Einkauf von Werbeinventar, Marketo für E-Mail-Marketing sowie Sprinklr für die Verwaltung und das Monitoring von Social Media Marketing.

Hybris ist innerhalb von SAP mit allen Lösungen betraut, die das Front-End zu den Konsumenten bilden: E-Commerce, Marketing und Kundendienst. Die Marketing-Plattform arbeitet parallel mit der SAP Hybris Commerce Suite und der SAP Cloud for Customer. Sie wendet sich an B-to-B- und B-to-C-Unternehmen. SAP Hybris Marketing kann in Cloud- als auch in Vor-Ort-Umgebungen („on premise“) implementiert werden.

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