Nachfolger des Fairphone kommt

31.03.2014, 9:55

Umdenken beim Handy-Kauf? Wegen der großen Nachfrage wird es eine zweite Charge des Fairphone geben, die bis Mitte Juli ausgeliefert werden soll. Auch ein Nachfolgemodell ist bereits in Planung.

(Quelle: Fairphone)

Das Öko-Smartphone Fairphone des gleichnamigen niederländischen Start-ups ist ein großer Erfolg. Als das Gerät im vergangenen Dezember offiziell in den Verkauf ging, war die erste Charge mit exakt 23.439 Geräten schnell vergriffen.

Nun hat der Hersteller, der mit seinen alternativen Produktions- und Entwicklungsprozessen für ein Umdenken in der TK-Branche sorgen möchte, für Mitte des Jahres die Auslieferung einer zweiten Charge angekündigt. Denn: Die Nachfrage nach dem “fairen” Smartphone ist ungebrochen. So schreibt der Hersteller auf seinem Blog, dass in den vergangenen vier Monaten weitere 40.000 potenzielle Käufer ihr Interesse an einem Fairphone bekundet hätten.

Mit Hilfe einer Liste, in die sich ernsthafte Kaufinteressenten noch bis zum 31. März eintragen können, will das Unternehmen nun abschätzen, wie viele Geräte für die zweite Charge tatsächlich produziert werden sollen.

Nachfolgemodell in Planung

Bis auf einen leicht verbesserten Chipsatz wird das “neue” Fairphone technisch mit dem ersten Modell identisch sein. Der Preis soll 310 Euro betragen – das sind 15 Euro weniger als bei der ersten Charge. Bestellungen werden allerdings – wie beim Vorgänger – auch dieses Mal wieder nur innerhalb Europas ausgeliefert. Fairphone zufolge sollen die Geräte bis spätestens Mitte Juli bei den Kunden eingetroffen sein.

Unterdessen gibt es schon Planungen für ein komplett überarbeitetes Nachfolgemodell des Fairphone, das 2015 in den Verkauf gehen soll. Details zu der Ausstattung sind allerdings noch nicht bekannt.

Der Smartphone-Hersteller HTC hat derweil den Nachfolger seines Flaggschiffs One vorgestellt. Das neue Modell fällt wieder durch seine Metallhülle auf. Die Technik wurde vor allem in Details noch einmal deutlich verbessert.


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RTL trennt sich von werkenntwen

31.03.2014, 9:14

Erst im Herbst 2013 hatte werkenntwen seiner Seite einen neuen Look verpasst – jetzt will sich RTL interactive von seiner Tochter trennen. Die Zukunft des sozialen Netzwerks ist ungewiss.

(Quelle: werkenntwen.de/Screenshot)

RTL interactive will bereits ab Mitte des Jahres 2014 sein Tochterunternehmen werkenntwen nicht mehr betreiben. Begründet wird die Entscheidung mit anhaltenden Reichweitenverlusten des sozialen Netzwerks (siehe Statista-Grafik).

“Wir bedauern diesen Schritt ausdrücklich, der für uns trotz des besonderen Engagements unseres werkenntwen-Teams leider unumgänglich ist”, sagt Matthias Büchs, Geschäftsführer von werkenntwen und Bereichsleiter Online/Mobile bei RTL interactive. An der Leistung der Mitarbeiter habe die Entscheidung nicht gelegen – 40 von ihnen sind von der Entscheidung betroffen. Einige könnten allerdings anderweitig im Konzern unterkommen.


socialnetwork

Der umfassende Relaunch von werkenntwen im Herbst 2013 konnte dem Portal nicht zu der gewünschten Reichweitensteigerung verhelfen. Neben zahlreichen kleinen Features wie einem chatähnlichen Nachrichtensystem sowie einem überarbeiteten Markenauftritt mit modernisiertem Logo und Schriftzug setzte das soziale Netzwerk vor allem auf Responsive Design und neue Vermarktungsmöglichkeiten. Außerdem habe die Berücksichtigung des Datenschutzes nach deutschem Recht die Nutzerbindung eher erschwert.

Wie es mit werkenntwen weitergeht, bleibt unklar. RTL interactive führt nach eigenen Angaben derzeit Gespräche mit potentiellen Investoren.

Erst im Dezember 2013 hatte sich werkenntwen mit dem Regionalportal meinestadt.de zu einer Vermarktungsallianz zusammengeschlossen. Werbekunden sollten durch die Kooperation exklusive Media-Pakete und kombinierte Platzierungen auf beiden Webseiten erhalten.


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Artikel später lesen auf Facebook

31.03.2014, 7:39

Facebook will unbedingt zur Lese-App werden. Dazu testet das soziale Netzwerk offenbar bereits eine neue Funktion, mit der Artikel zum späteren Lesen gespeichert werden können.

(Quelle: Shutterstock.com/Twin Design)

Auch von Usern, die gerade mit etwas anderem beschäftigt sind, will Facebook gelesen werden. Aufmerksame Nutzer bemerkten jetzt einen neuen Speicher-Button, der es erlaubt, Artikel aus dem News-Feed zu markieren, abzuspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt im Nutzerprofil zu lesen. Das berichtet Techcrunch.

Eine “später lesen”-Funktion wäre in der Tat sinnvoll: Bei der Fülle von Artikeln und Links, die täglich im Nachrichtenstrang der Nutzer auftauchen, fehlt gelegentlich die Zeit zum ausführlichen Lesen. Nutzer, bei denen die Funktion derzeit in der Webversion erscheint, werden nach dem Klick auf den Save-Button unterhalb des entsprechenden Artikels auf einen neuen Tab namens “Saved” auf ihrer Chronikseite weitergeleitet. Hier erscheint der Artikel mit Titelzeile, Link, Miniaturansicht und dem Kontakt, von dem der Link ursprünglich weitergeleitet wurde. Eine Kurzversion im linken Seitenmenü ermöglicht ebenfalls den Zugriff auf die gespeicherten Artikel, die übrigens auch offline gelesen werden können.

Mit einem Speicher-Feature will Facebook jedoch nicht nur seinen Nutzern das Lesen von Artikeln beispielsweise im Flugzeug erlauben oder sicherstellen, dass interessante Artikel auch nach längerer Zeit wieder auffindbar sind. Für das Netzwerk wäre eine solche Funktion eine weitere Möglichkeit, dem sehr stark zum Verbreiten von Nachrichtenartikeln genutzten Dienst von Twitter Konkurrenz zu machen. Nachrichtenseiten würden darüber hinaus motiviert werden, mehr Inhalte auch auf Facebook zu verbreiten – und damit den Traffic auf dem Netzwerk verstärken.

Von Facebook gibt es bisher keine Stellungnahme zu dem entdeckten Test-Feature. Das Netzwerk hatte im Februar 2014 in den USA übrigens bereits eine eigene Nachrichten-Lese-App namens Paper herausgebracht, die sowohl die Inhalte von Medien als auch die Statusmeldungen von Kontakten bündelt und festhält.


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Bauhaus erprobt den E-Commerce

28.03.2014, 13:30

Die Baumarktkette "Bauhaus" stellt ihre Produkte online nicht nur vor, sondern bietet sie auch zum Kauf an. Das gilt allerdings bisher nur für einen sehr kleinen Teil des Sortiments.

“In den Warenkorb” – dieser rote Button leuchtet nur bei sehr wenigen Artikeln auf der Bauhaus-Seite auf, bei der großen Mehrheit verweist ein “Im Fachzentrum” den Nutzer in die stationären Baumärkte. Der Lebensmittelzeitung zufolge sind aktuell 7.500 Produkte im Angebot. Eine Sortimentserweiterung soll zügig folgen. Die Umsetzung des Webshops übernahm Namics, die technische Basis bildet Hybris.

Auch Konkurrent Obi gibt im E-Commerce Gas – und testet Same-Day-Delivery derzeit in München. Zudem bewirbt der Baumarkt seinen Online-Shop im TV. Der Spot “You’ll never work alone. Mach’s einfach mit Obi” des dänischen Regisseurs Martin Werner zeigt einen Handwerker als Star im Fußball-Stadion:

Hornbach wird beim new media award in der Kategorie Integrated Campaigns für die Kampagne “Der Hornbach Hammer” von Heimat Werbeagentur und Crossmedia ausgezeichnet.

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Readmill vor Übernahme durch Dropbox

28.03.2014, 11:46

Kaum hat Dropbox in einer Finanzierungsrunde Kapital in die Kassen gefüllt, geht es auch schon an die Akquisitionen. Derzeit soll der Cloud-Dienst über den Kauf von Readmill aus Berlin verhandeln.

Online und offline ein Genuss: Lesen
(Quelle: Shutterstock.com/Dudarev Mikhail)

Dropbox soll an der Übernahme con Readmill dran sein. Das Berliner Start-up bietet einen E-Book-Reader, bei dem die gelesenen Texte mit anderen geteilt werden können. Bei dem Deal soll es sich um eine Talentübernahme handeln, berichtet Techcrunch. In diesem Fall dürfte davon auszugehen sein, dass der Dienst von Readmill nach der Übernahme eingestellt wird.

Das Gründungsteam von Readmill soll an die Firmenzentrale von Dropbox nach San Francisco übersiedeln. Für die Akquisition will Dropbox acht Millionen US-Dollar in Form von Dropbox-Anteilen und einem nicht näher genannten Barbetrag springen lassen. Genauere Details sind noch nicht bekannt; weder Dropbox noch Readmill haben sich bisher zu den Übernahmegerüchten geäußert.

Bei der letzten Kapitalrunde von Dropbox soll ein dreistelliger Millionenbetrag zusammengekommen sein.


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Online-Möbelmarke aus der Insolvenz gekauft

28.03.2014, 10:53

Vor drei Wochen wurde das Insolvenzverfahren gegen Avandeo eröffnet; jetzt übernimmt Beliani die Marke, aber nicht die Mitarbeiter. Der Schweizer Händler will keinen weiteren deutschen Standort.


Avandeo

Mehrere strategische Investoren waren an dem insolventen Online-Möbelhändler DesignWelt GmbH und seiner Handelsmarke Avandeo interessiert, das Rennen machte drei Wochen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens jetzt Beliani, ein Schweizer Online-Möbelhändler, der erst im Dezember mit drei eigenen Lagern in den deutschen Markt eingetreten war. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Beliani übernimmt die Marke Avandeo und das Sortiment des insolventen Händlers, nicht aber seine Mitarbeiter. “Wir wollen vorerst keinen weiteren Standort in Deutschland eröffnen”, so Geschäftsführer Stephan Widmer gegenüber INTERNET WORLD Business.

Die Ex-Avandao-Mitarbeiter stünden derzeit in Verhandlungen mit den anderen Teilnehmern des Bieterprozesses, die am Know-how des Online-Möbelhändlers interessiert seien. Beliani will die Avandeo-Möbeldesigns ins eigene Sortiment übernehmen und plant zudem die deren Lizenzvergabe an andere Unternehmen. Außerdem will der Online-Möbelhändler die eigenen Lagerkapazitäten nutzen, um künftig die Lieferzeiten von Avandeo wesentlich verkürzen. Die erfolgreichsten Produkte werden in Zukunft auf Lager produziert und somit binnen weniger Tage lieferbar sein. Bisher sichert Avandeo eine Lieferung innerhalb von zwei Wochen zu, eine Festlegung des Liefertermins ist nicht möglich.

Auch dem Möbelhandel verschafft das Internet neue Möglichkeiten, zusätzliche Verkaufsmodelle zu etablieren und weitere Umsätze zu generieren. Einerseits erstaunlich, weil die Optik und Haptik von Möbeln ein wichtiges Verkaufsargument ist. Andererseits nur logisch, nachdem der Möbelhandel schon immer einen vergleichsweise hohen Anteil an Artikeln hatte, die nach Hause geliefert werden. INTERNET WORLD Business hat ein Dossier zum Möbelhandel im Internet zusammengestellt, mit einer Übersicht über die Aktivitäten verschiedener Marktteilnehmer, Studien und einem Experten-Interview zum Online-Möbelhandel.


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Microsoft veröffentlich Office fürs iPad

28.03.2014, 10:17

Microsoft bringt seine Büro-Suit Office nun auch aufs iPad. Die Tablett-PC-Versionen von Word, Excel und PowerPoint sind ab sofort auch im App-Store von Apple verfügbar. Die drei Programme sind für Privatanwender in einer eingeschränkten Version kostenlos. Voraussetzung ist ein kostenloses Online-Konto von Microsoft. Dokumente lassen sich aber nur per E-Mail versenden oder auf Microsofts Cloud-Speicher OneDrive ablegen.


Excel

(Quelle: Microsoft)

Wer den vollen Funktionsumfang nutzen möchte oder die Programme kommerziell einsetzt, benötigt ein kostenpflichtiges Abonnement von Office 365 – Microsofts Software-Abo von Office. Das Aussehen und der Funktionsumfang der Programme entspricht auf dem Apple iPad mehr oder weniger der Desktop-Version.

Voraussetzung ist iOS ab Version 7.0. Den Download gibt es hier im Apple App Store.


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App-Install-Ads für Twitter?

28.03.2014, 9:40

Schon in den nächsten Wochen soll Twitter ein neues Anzeigenprodukt herausbringen, mit denen der Kurznachrichtendienst Entwickler ansprechen will: App-Install-Ads.

(Quelle: Twitter.com)

Twitter konzentriert sich weiter auf den mobilen Kanal. Das Kurznachrichtennetzwerk will bereits in Kürze ein neues Anzeigenprodukt herausbringen, mit dem Entwickler ihre Apps an die Nutzer bringen können. Mit den so genannten App-Install-Ads können Anwendungen schnell heruntergeladen werden. Damit könnte Twitter den lukrativen E-Commerce- und Games-Markt zur eigenen Monetarisierung anzapfen, schreibt Bloomberg.

Während das Unternehmen die Einführung der App-Install-Ads noch nicht bestätigte, ließen Insider durchblicken, dass Twitter bereits seit Wochen das neue Anzeigenprodukt teste. Damit orientiert sich Twitter an Facebook, das die App-Download-Anzeigen bereits seit mehr als einem Jahr im Programm hat – und darüber Millionen von Downloads für die teilnehmenden Werbepartner ausgelöst hat.

Das Thema Mobile steht bei Twitter derzeit im Mittelpunkt des Interesses: Erst gestern hatte der Kurznachrichtendienst seine mobile App mit neuen Funktionen aufgewertet. Angesichts der Tatsache, dass mittlerweile 75 Prozent des Gesamtumsatzes von Twitter von mobiler Werbung kommt, dürfte die Fokussierung auf den Kanal kein Wunder sein.


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Vier Marketing-Unternehmen fusionieren

28.03.2014, 9:05

Aus vier mach eins im Online Marketing: Performance Media, econda, Blue Summit Media und Delasocial werden zukünftig unter dem gemeinsamen Dach der Performance Interactive Alliance agieren.

(Quelle: Shutterstock.com/Mohd Shahrizan Hussin)

Vier Online-Marketing-Dienstleister haben sich zusammengeschlossen: Performance Media, econda, Blue Summit Media und Delasocial werden ihre Services künftig unter dem Dach der neu gegründeten Performance Interactive Alliance bündeln und ihren Kunden aus einer Hand anbieten.

Der Fokus der Performance Interactive Alliance liegt auf automatisiertem Marketing und umfasst die Schaltung, Analyse und Optimierung von digitalen Marketingmaßnahmen. Dabei deckt die Gruppe die Bereiche Display Advertising und Marketing (Performance Media), Webanalyse-Lösungen (econda), SEO und SEA (Blue Summit Media) sowie Social Media Marketing und -Brand Management (Delasocial) ab.

Eine wichtige Rolle bei dem Zusammenschluss spielt Equistone Partners Europe, das über Fonds an allen vier Unternehmen beteiligt ist. “Wir sehen im Markt für Automatisiertes Online Marketing ein nachhaltiges Wachstumspotential, vor allem in der DACH-Region, aber auch international”, erläutert Dirk Schekerka, Geschäftsführer von Equistone Partners Europe in Deutschland, die Investition. “Mit der Gründung der Performance Interactive Alliance konnten wir die in ihren Teildisziplinen marktführenden deutschen Unternehmen aus allen Kernbereichen des digitalen Marketings vereinen.”

Sechs Standorte für 900 Kunden

Mit Hauptsitz in Hamburg wird die Performance Interactive Alliance zukünftig über 360 Mitarbeiter an den Standorten Hamburg, München, Berlin, Düsseldorf und Karlsruhe sowie am Entwicklungsstandort Belgrad unter einem Dach vereinen. Insgesamt betreut die neu gegründete Holding mehr als 900 Kunden, darunter namhafte Unternehmen wie Lufthansa, Swarovski und Montblanc. Der konsolidierte Außenumsatz der gesamten Gruppe betrug im Jahr 2013 rund 140 Millionen Euro.

Die vier Firmen werden auch künftig unter ihren bisherigen Namen im Markt auftreten und operieren. Die Geschäftsführer sollen ihre Unternehmen jeweils weiter führen und in der neu gegründeten Gruppe unternehmerisch engagiert sein.

Internet-Werbung ist ein großer Markt: Die Umsätze mit Display-Werbung (Online und Mobile) wuchsen im vergangenen Jahr in Deutschland um 9,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro (netto) an. Das meldete der Online-Vermarkterkreis (OVK) im BVDW. Mit steigenden Spendings in grafische Werbung im Netz, wozu Banner- oder auch Bewegtbild-Formate zählen, soll es auch 2014 weitergehen: Der OVK prognostiziert einen Anstieg der Investitionen um 8,4 Prozent auf einen Display-Gesamtumsatz von 1,4 Milliarden Euro.


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Tablet-Nutzer zahlen beim Online-Einkauf mehr

28.03.2014, 8:31

Nutzer von Tablets-PCs und Smartphones aufgepasst: Einkäufe in Webshops sind mit einem mobilen Gerät oftmals deutlich teurer, als wenn man mit einem Desktop-PC auf Shopping-Tour geht.

(Quelle: Shutterstock.com/Goodluz)

Immer mehr Webshopper gehen anstatt mit dem Computer lieber bequem auf dem Sofa mit einem Tablet-PC oder Smartphone in der Hand auf Einkaufstour. Das kann aber teuer werden: Wie die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen herausfand, bezahlen Online-Käufer mit einem Smartphone oder Tablet teils deutlich mehr als PC-Nutzer.

Die Tester legten bei zehn Webshops Produkte in den mobilen Warenkorb eines Tablets. Das Ergebnis: Zeitgleich waren diese am Computer deutlich preiswerter. Das reichte von Hygiene-Einlagen beim Online-Händler Allyouneed, die auf dem mobilen Gerät statt 1,04 Euro satte 2,09 Euro kosten sollten, bis hin zu einem Notebook, für das Notebooksbilliger auf dem mobilen Gerät 200 Euro mehr verlangt. Ähnliches gilt laut der Verbraucherzentrale für die Shops von Cyberport, Otto und Technikdirekt.

Fragwürdig, aber rechtlich in Ordnung

Bei fünf Händlern kauften die Tester mit dem Smartphone ein. Das Ergebnis: Eine Wintermütze verteuerte sich von 3,95 Euro auf 10 Euro. Der Händler Comtech verlangte für einen 47-Zoll-Fernseher vom Smartphone-Kunden satte 150 Euro mehr.

Diese unterschiedliche Preisgestaltung ist übrigens rechtlich völlig in Ordnung. Daher sollten Webshopper vor der Bestellung einen Blick auf die PC-Webseite des Händlers werfen. In vielen Fällen lässt sich so eine Menge Geld sparen.

Der zunehmende Anteil an Mobile Shoppern könnte demnach außerdem dazu beitragen, dass die durchschnittlichen Ausgaben der Internet-Käufer immer weiter ansteigen. Einer Studie von Deals.com in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research zufolge werden Webshopper 2014 im Schnitt erstmals einen vierstelligen Betrag investieren: Waren im Wert von 1.131 Euro sollen demnach pro Online-Käufer über den virtuellen Warentisch gehen, so die Prognose. Das entspräche einer Steigerung um 22 Prozent im Vergleich zu 2013.


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