Yelp erwägt Firmenverkauf

08.05.2015, 12:13

Käufersuche?

Aufhören, wenn es am schönsten ist? Angeblich ist Yelp derzeit dabei, die Möglichkeit eines Firmenverkaufs zu sondieren. Preislage: ab 3,5 Milliarden US-Dollar.

Yelp erwägt Firmenverkauf

(Quelle: Yelp.com)

Mit Millionen von Restaurantkritiken hat Yelp eine Menge Content in petto. Mehr als 143 Millionen Unique Visitors pro Monat verzeichnete das Bewertungsportal beispielsweise im ersten Quartal 2015. Ein Indikator dafür, dass das Portal gut genutzt – und wertvoll ist. Doch das Wachstum des Unternehmens hat sich in den letzten Quartalen verlangsamt. Während im ersten Quartal 2014 noch der Traffic um 30 Prozent gestiegen war, waren es aktuell nur noch acht Prozent. Zeit, um über einen Verkauf nachzudenken?
Nach Informationen des Wall Street Journal ist Yelp bereits dabei, hinter den Kulissen einen Verkauf zu sondieren. So soll das Bewertungsportal bereits mit Investment-Unternehmen zusammenarbeiten und potentielle Käufer angesprochen haben. Yelp sei 2,9 Milliarden US-Dollar wert, erhoffe sich aber einen Kaufpreis von über 3,5 Milliarden US-Dollar
Eine rasche Veräußerung des Portals sei zwar nicht zu erwarten, aber die Börse reagierte auf die Verlaufsspekulationen umgehend: Der Yelp-Aktienkurs stieg von 39 US-Dollar pro Aktie auf 41 US-Dollar.
Der erste Quartalsbericht 2015 wies für Yelp zwar eine Umsatzsteigerung, aber gleichzeitig Verluste auf. Im Oktober 2014 hatte Yelp noch die deutsche Bewertungsseite restaurant-kritik gekauft.

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Bitly-Links enthalten geheime Werbekomponente

08.05.2015, 11:31

URL-Kürzen

Der Kurz-URL-Dienst Bitly ist in die Kritik geraten. Seit kurzem ändert er über ihn erstellte Kurz-Links und baut Affiliate-IDs von VigLink ein.

Bitly-Links enthalten geheime Werbekomponente

(Quelle:Shutterstock.com/iQoncept)

Mit Bitly ist einer der beliebtesten Kurz-URL-Dienste im Internet in die Kritik geraten. Manche Kurz-Links von Bitly enthalten nun eine Affiliate-ID. In einigen Fällen sollen sie sogar ein fremdes Affilliate-Cookie auf dem PC des Link-Nutzers gesetzt haben.

Normalerweise funktioniert Bitly so: Jemand möchte seine Freunde zum Beispiel über ein interessantes Produkt bei Amazon informieren und veröffentlicht dazu den Link in seinen diversen sozialen Netzen. Weil dort der Platz begrenzt ist, verwendet er Bitly, um den Link zu kürzen.
Wenn die Freunde auf den Bitly-Link klicken, landen sie auf der Amazon-Seite und können sich das Produkt ansehen. Das System funktioniert zuverlässig und wird jeden Monat Millionenfach von Internet-Nutzern verwendet.

Was aber nur den wenigsten bekannt sein dürfte: Bitly ändert den Ziel-Link teilweise und baut eine Affiliate-ID von VigLink ein. Wenn der Amazon-Besuch zu einem Kauf führen sollte, dann profitiert VigLink davon und erhält eine Provision von Amazon – und nach VigLink dann auch Bitly.
Was ist, wenn bereits der Ur-Link eine Affiliate-Komponente enthalten hat? Nach Angaben von Carolin Kmet, die als erste über die Änderungen geschrieben hat, bleibt die ursprüngliche Affiliate-Komponente unverändert erhalten.

Wie viele der täglich erstellten Bitly-Links einen Affiliate-Link enthalten, ist nicht bekannt. Bitly selbst schreibt von nur einem begrenzten Test.
Die Affiliate-Marketing Branche präsentiert mit Customer Journey Tracking und neuen Abrechnungsmodellen neue Wege, um die Krise hinter sich zu lassen.

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new media award: Die Gewinner stehen fest

08.05.2015, 10:44

Lange Nacht der Kreation

Rechtsradikale marschieren unfreiwillig gegen Rechts und Kreditkarten verschwinden in Schlitzen von digitalen Plakaten – ein Fall für den new media award 2015.

Begehrte Trophäe: Der new media award 2015

(Quelle: Interactive Media)

“Creative Late Night” – das Motto des new media awards, den der Digitalvermarkter Interactive Media am 7. Mai 2015 in Hamburg verlieh – galt um ein Haar auch für die Auswahl der Gewinner. Lange und kontroverse Diskussionen prägten die Jurysitzung im März, bei der es darum ging, aus den insgesamt 212 Einreichungen in fünf Wettbewerbskategorien die Spreu vom Weizen zu trennen und die beste Digital-Kampagne zu finden.

Einig waren sich die 26 Juroren allerdings sofort in der Kategorie Best Use of Creative Technology. Die Hilfsorganisation Misereor und die Agentur Kolle Rebbe schufen das erste Spendenplakat, das Kreditkarten akzeptiert. Das PlaCard ist mit einem Leseschlitz für Kreditkarten ausgestattet. Sobald man seine Karte durchgezogen hat, werden nicht nur zwei Euro abgebucht. Es startet auch eine Filmsequenz, die das Resultat der Spende unmittelbar sichtbar macht: So wird über die Bewegung der Kreditkarte durch den Leseschlitz etwa eine Scheibe Brot ab- oder die Fesseln eines philippinischen Gefängniskindes durchgeschnitten.

Best Branded Entertainment & Experience bot nach Ansicht der Jury das interaktive Spiel “Five Minutes”. Das Zombie-Spektakel, das Studenten der Fimakademie Baden-Württemberg in Kooperation mit der Londoner Agentur Unit9 inszeniert haben, kann es hinsichtlich Storytelling durchaus mit den Horror-Profis aus Hollywood aufnehmen. Entstanden ist der Auftritt für die Uhrenmarke G-Shock.


Gewinner

(Quelle: Interactive Media)

Die beste integrierte Kampagne konzipierten GGH Lowe und Grabarz & Partner. Die Agenturen verwandelten den jährlichen Naziaufmarsch im Städtchen Wunsiedel heimlich in den unfreiwilligsten Spendenlauf Deutschlands. Für jeden Meter der Neonazis gingen zehn Euro an Exit-Deutschland, das Aussteigerprogramm für Neonazis. Rechtsradikale gingen erstmals gegen Rechts auf die Straße. Das Ergebnis: 10.000 Euro und ein gewaltiger Buzz auf allen klassischen und digitalen Kanälen.

Für den sorgten ebenso Hashtags wie #fanta23 und #Fanta12. Mit “100 Dingen, die du tun solltest, bevor du erwachsen bist” brachte das etwas in die Jahre gekommene Softgetränk Fanta sich zurück in das Leben von Europas Teenagern. Die Kampagne forderte die Jugendlichen auf, ihre verrücktesten Momente auf Instagram und Facebook zu teilen. Die Aktion schlug so ein, dass es Gold in der Kategorie Best Effective Communication gab.

Eine Digitalkampagne für den Pay-TV-Sender Sky zu entwickelten, dieser Aufgabe stellten sich 18 Nachwuchsteams aus Agenturen in der Young Lions-Kategorie. Julian Dany und Ralph Tharayil gelang das am besten. Um auf das vielfältige Serienangebot von Sky aufmerksam zu machen, erfanden die Youngster von Lukas Lindemann Rosinski die “Snip It”-Funktion. Serienfans können damit unterhaltsame Szenen als vorgenerierte Snippets über die Second-Screen Technologie mit Freunden teilen. Eine Idee, die auch beim Auftraggeber Sky am meisten Anklang fand.

Auch im vergangenen Jahr wurde der new media award verliehen. Das Motto 2014: “Monsters of Creativity”.

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Online-Handel in Deutschland legt zu

08.05.2015, 9:19

Erstes Quartal 2015

Der Online- und Versandhandel in Deutschland verzeichnet im ersten Quartal 2015 ein weiteres Umsatzwachstum verglichen zum Vorjahr. Der Web-Handel kommt auf ein Plus von zehn Prozent.

Online-Handel in Deutschland legt zu

(Quelle:Shutterstock.com/ra2studio)

Der interaktive Handel (Online- und Versandhandel) konnte von den verkaufsstarken Monaten von Januar bis März 2015 erneut profitieren und verzeichnet ein Umsatz von insgesamt acht Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Betrachtet man den E-Commerce gesondert, liegt das Umsatzwachstum bei zehn Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt die Untersuchung “Interaktiver Handel in Deutschland”.
Im Jahresvergleich ist der Online-Anteil am interaktiven Handel demnach nochmals um 1,5 Prozentpunkte auf insgesamt 84,5 Prozent gestiegen. Bekleidung ist nach wie vor die beliebteste Kategorie, allerdings verzeichnet diese Warengruppe einen Rückgang von knapp drei Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Im Bereich Unterhaltungselektronik stieg der Umsatz hingegen um knapp 30 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Auch der Umsatz mit Büchern verzeichnet ein leichtes Wachstum von 1,5 Prozent auf eine Milliarde Euro.
Mit Blick auf die Versendertypen verlieren Onlinemarktplätze (von 54 auf 50 Prozent) zunehmend an Anteil an Multichannel-Händler (von 29 auf 33 Prozent). “In Zukunft wird Handel nahtlos über alle Kanäle stattfinden. Davon profitieren schon jetzt die Unternehmen, die dieser Tatsache bereits Rechnung getragen habe”“, meint Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh).

Für die Studie hat das Marktforschungsinstitut GIM-Gesellschaft für innovative Marktforschung im Auftrag des bevh insgesamt rund 40.000 Privatpersonen aus Deutschland im Alter von über 14 Jahren telefonisch und online befragt. Zeitraum der Befragung war Januar bis März 2015 befragt.

Der Innovationspreis bevh Rising Star ist in diesem Jahr an Shipcloud gegangen. Das Start-up aus Hamburg hat sich auf cloud-basierte Versanddienste spezialisiert.

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Google stellt PageSpeed ein

08.05.2015, 8:02

Schluss mit Optimierung

Wer bisher mit Hilfe von Googles PageSpeed seine Webseitengeschwindigkeit optimiert hat, muss sich eine neue Lösung suchen. Außerdem geht der Internetriese gegen sogenannte Ad Injectors vor.

Geht offline: PageSpeed

(Quelle: Fotolia.com/momius)

Von Sonja Kroll und Stefan Bordel

Google macht Schluss mit seinem selbst-gehosteten Optimierungsdienst PageSpeed. Das Unternehmen informierte Entwickler jetzt auf seinem Developer-Blog, dass PageSpeed am 3. August 2015 seinen Dienst einstellt. Neuanmeldungen werden bereits nicht mehr angenommen; die Entwickler müssen bis zum Stichtag ihre DNS-Einstellungen ändern, damit ihre Seiten nicht vom Netz gehen.
Statt sich weiter mit PageSpeed aufzuhalten, will Google seine Bemühungen in andere Projekte stecken. Lösungen zum Optimieren der Ladezeiten hat Google weiterhin im Programm, unter anderem in Form eines Apache-Moduls mod_pagespeed und eines Nginx-Plug-ins. Schon im Jahr 2009 hatte Google PageSpeed als Open-Source-Projekt bereit gestellt.

Kampf gegen Ad Injectors
Zudem will Google nun aktiv gegen sogenannte Ad Injectors vorgehen. Die Programme platzieren und manipulieren Werbung auf Webseiten und das meist ohne Wissen des Nutzers. Verbreitet werden Adware-Tools laut Google beispielsweise über Malware, Download-Bundles oder Werbekampagnen. Ein besonders verbreiteter Vertreter ist beispielsweise der Ad Injector Superfish, den der Hersteller Lenovo sogar ab Werk installierte. Allein auf den Seiten des Internetkonzerns sollen rund 5,5 Prozent aller IP-Adressen mit Ad Injectors infiziert sein – das entspreche Millionen von Nutzern.

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Björn Kaspring ist neuer AGOF-Vorstandsvorsitzender

08.05.2015, 7:11

Nachfolge von Matthias Wahl

Die AGOF hat einen neuen Vorstandsvorsitzenden: Björn Kaspring tritt die Nachfolge von Matthias Wahl an, der auf eigenen Wunsch zurückgetreten ist.

Björn Kaspring tritt die Nachfolge von Matthias Wahl an

(Quelle: AGOF)

Wechsel in der Vorstandsebene der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF): Björn Kaspring, Interactive Media, übernimmt mit sofortiger Wirkung das Amt des Vorstandsvorsitzenden. Jürgen Sandhöfer von Sevenone Media wird sein Stellvertreter und Stefan Schumacher, Gruner + Jahr Electronic Media Sales, übernimmt das Amt des Schatzmeisters.
Der bisherige Amtsinhaber Matthias Wahl war zurückgetreten, weil er sich stärker auf seine Aufgaben als Geschäftsführer beim Vermarkter OMS und als Vorstand des Online Vermarkter Kreises (OVK) konzentrieren will.
Die AGOF ist ein Zusammenschluss aus Online-Vermarktern, die Reichweiten im Internet für Werbungtreibende messen und ausweisen. Im Bereich Bewegtbild im Internet arbeitet die AGOF schon seit mehreren Jahren mit der Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) zusammen. Letztgenannte wertet nun auch Zugriffe auf Youtube aus, um konvergente Netto-Reichweiten für TV und Online-Video zu liefern.

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Axel Springer-Umsatz: Digital bringt mehr als 60 Prozent

07.05.2015, 14:39

Quartalszahlen

Die digitalen Geschäftsmodelle sind auch im ersten Quartal 2015 der Wachstumsmotor des Axel Springer Konzerns. Mehr als 60 Prozent des Umsatzes entfielen auf die digitalen Aktivitäten.

Axel Springer-Umsatz: Digital bringt mehr als 60 Prozent

(Quelle: axelspringer.de)

In den ersten drei Monaten 2015 erwirtschaftete der Axel Springer Konzern einen Umsatz von 780,6 Millionen Euro (Vorjahr: 692,3 Millionen Euro). Das entspricht einer Steigerung von 12,7 Prozent. Das EBITDA (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) stieg um 1,2 Prozent auf 119,8 Millionen Euro (Vorjahr: 118,4 Millionen Euro). Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte erhöhten sich die Erlöse um 2,5 Prozent.
Mehr als 60 Prozent des Umsatzes erwirtschaftete das Unternehmen digital. Die Pro-forma-Erlöse der digitalen Aktivitäten erhöhten sich auf 469,7 Millionen Euro (Vorjahr: 422,5 Millionen), was einem organischen Wachstum von 11,2 Prozent entspricht.
Die Werbeerlöse stiegen von Januar bis März um 19,0 Prozent auf 483,3 Millionen Euro an (Vorjahr: 406,2 Millionen Euro). Für dieses Wachstum waren ebenfalls maßgeblich die digitalen Aktivitäten verantwortlich, die 80,7 Prozent der Werbeerlöse erwirtschafteten. Wie auch schon im vergangenen Jahr verzeichneten die Vertriebserlöse einen Rückgang, diesmal um 4,2 Prozent auf 174,4 Millionen Euro (Vorjahr: 182,1 Millionen Euro).
Die Auslandserlöse des Axel Springer Konzerns stiegen um 24,8 Prozent auf 370,3 Millionen Euro (Vorjahr: 296,7 Millionen Euro). Somit werden 47,4 Prozent (Vorjahr: 42,9 Prozent) des Umsatzes in den internationalen Märkten erwirtschaftet.

Zahlen zu den einzelnen Segmenten

Das Segment der Rubrikenangebote legte um 58,5 Prozent auf 176,2 Millionen Euro (Vorjahr 111,2 Millionen Euro) zu. Ausschlaggebend waren hier sowohl eine starke organische Entwicklung, insbesondere bei den Jobportalen, die um 20 Prozent gewachsen sind, als auch Konsolidierungseffekte aus der erstmaligen Einbeziehung von @Leisure, LaCentrale, Jobsite und Yad2. Die Werbeerlöse der Rubrikenangebote verzeichneten einen Anstieg um 60,9 Prozent, konsolidierungsbereinigt um 16,8 Prozent. Mit einer EBITDA-Rendite von 40,1 Prozent blieben die Rubrikenangebote das profitabelste Segment.

Im ersten Quartal belief sich der Umsatz im Segment der Bezahlangebote auf 348,7 Millionen Euro (Vorjahr: 352,8 Millionen Euro). Bereinigt um Konsolidierungseffekte sinkt der Umsatz um 4,9 Prozent. Die Werbeerlöse in diesem Segment lagen um 3,0 Prozent unter dem Wert des Vorjahres. Die Vertriebserlöse der Bezahlangebote verringerten sich aufgrund der rückläufigen Printerlöse um 4,3 Prozent. Bild.de und Welt.de erzielten zusammen mehr als 324.000 zahlende digitale Abonnenten. Das bedeutet einen Zuwachs von 30 Prozent.

Die Vermarktungsangebote steigerten ihren Umsatz um 16,0 Prozent auf 219,0 Millionen Euro (Vorjahr: 188,9 Millionen Euro). Insbesondere die Zuwächse im Bereich des Performance-Marketing hatten positive Auswirkungen auf die Werbeerlöse. Diese stiegen im ersten Quartal um 10,8 Prozent.

Das Segment Service/Holding verzeichnet einen Umsatzrückgang um 4,6 Prozent auf 36,7 Millionen Euro (Vorjahr: 38,4 Millionen Euro).

Für das Jahr 2015 prognostiziert der Vorstand weiterhin ein Wachstum bei Umsatz und Ergebnis. Er rechnet mit einem Anstieg der Gesamterlöse im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Es wird zudem erwartet, dass der geplante Anstieg der Werbeerlöse den Rückgang der Vertriebserlöse und der weiteren Erlöse mehr als ausgleichen wird.
Im März hatte Axel Springer Klage gegen Eyeo, Betreiber des Werbeunterdrückers Adblock Plus, eingereicht. Der Konzern fordert, dass es Eyeo untersagt werden soll, Werbung auf Webseiten von Axel-Springer-Medien zu unterdrücken.
Bereits im ersten Quartal 2014 erwirtschaftete der Axel Springer Konzern schon die Hälfte seines Umsatzes digital.

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Tradedoubler: Echtzeit-Conversion-Tracking

07.05.2015, 14:03

Neues Tool

Häufig müssen Marketingmitarbeiter auf den Tagesbericht warten, um einzelne Conversions nachzuverfolgen. Tradedoubler hat nun ein Echtzeit-Tracking-Tool auf den Markt gebracht.

Tradedoubler: Echtzeit-Conversion-Tracking

(Quelle:Shutterstock.com/wael khalil alfuzai)

Der Performance-Marketing-Anbieter Tradedoubler hat eine neue Schnittstelle zum Tracking von Conversions eingeführt. Mit der Conversion API erhalten Werbungtreibende in Echtzeit Informationen zu Conversions. Damit solle Unternehmen sofort auf Veränderungen reagieren können.
Im Moment, in dem eine Transaktion getätigt wird, erhalten Mitarbeiter eine Nachricht. Über ein Filter-System kann der Advertiser festlegen nach welchen Kriterien (zum Beispiel Versandzeitpunkt) er Mitteilungen bekommt. Außerdem kann er auf etliche Conversion-Daten wie beispielsweise die Höhe der Provision oder die Bestellnummer zugreifen.
“Kunden berichten uns häufig von ihrem Bedarf, sofort über neue Transaktionen oder Statusänderungen benachrichtigt zu werden. Jeden Tag müssen sie sich bisher zahlreiche statische Reports ziehen, um Approvals und Stornos zu messen – ein administrativer Albtraum”, begründet Jeff Johnston, Vice President of Product Management bei Tradedoubler, die Einführung.

Die Optimierung von Conversion Rates ist im Moment ein wichtiges Thema, das auch auf der Internet World Messe heiß diskutiert wurde.

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ProSiebenSat1 profitiert von digitaler Sparte

07.05.2015, 13:00

Finanzbericht

ProSiebenSat1 bleibt auf Wachstumskurs: Das erste Quartal 2015 brachte Umsatz- und Ertragssteigerungen. Großer Treiber ist der Digitalbereich.

Finanzbericht

(Quelle: Holger Rauner/ProSiebenSat.1 Media)

Gute Nachrichten für ProSiebenSat1: Der Münchner Medienkonzern legt im ersten Quartal 2015 erneut an Umsatz zu. Das Unternehmen verzeichnet in seinem jetzt vorgelegten Finanzbericht einen Umsatz von 654,6 Millionen Euro. Das sind 12,7 Prozent mehr als noch im ersten Quartal 2014, als ProSiebenSat1 581,1 Millionen Euro umgesetzt hatte.

Auch beim Gewinn gibt es Steigerung zu vermelden. So verbesserte sich dieser um rund ein Viertel mehr von 55,7 Millionen Euro auf 69,9 Millionen Euro. Grund genug für Vorstandsvorsitzenden Thomas Ebeling, große Pläne für die Zukunft zu machen: “Bis 2018 wollen wir unseren Umsatz um eine Milliarde Euro steigern im Vergleich zu 2012. Wir haben davon bereits 59 Prozent erreicht.”

Den digitalen Commerce nennt ProSiebenSat1 als den entscheidenden Wachstumstreiber. Der digitale Geschäftsbereich (Digital Entertainment, Digital Commerce sowie Adjacent) stelle mittlerweile 21,1 Prozent des Gesamtumsatzes (138,2 Millionen Euro). Vor allem Digital Commerce lässt dabei die Kassen klingeln: Das Travel-Vertical läuft so gut, dass ProSiebenSat1 weitere Verticals in Angriff nehmen will.
Im digitalen Entertainment erwirtschaftet vor allem die Video-on-Demand-Sparte Umsatzwachstum. Die Zahl der Online-Video-Views, so das Unternehmen, sei auf 1,3 Milliarden gestiegen.

Im ersten Quartal 2015 hatte ProSiebenSat1 unter anderem die Online-Parfümerie Flanconi übernommen.

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Mobilegeddon: So performen die beliebtesten Lebensmittel-Shops

07.05.2015, 12:09

Nach Google-Update

Vor gut zwei Wochen hat Google sein neustes Mobile-Update ausgerollt. Ob die zehn beliebtesten Lebensmittelshops mit Ranking- und Traffic-Verlusten abgestraft wurden, zeigt eine Analyse.

Mobilegeddon: So performen die beliebtesten Lebensmittel-Shops

(Quelle: Shutterstock.com/monticello)

In SEO-Kreisen wird Googles neuestes Update ehrfürchtig “Mobilegeddon” genannt: Seit zwei Wochen werden Webseiten, die nicht für Mobilgeräte wie Smartphones optimiert sind, in den mobilen organischen Suchergebnissen von Google mit starken Ranking- und Traffic-Verlusten abgestraft. Wie die beliebtesten Online-Shops für Lebensmittel das neue Google-Update verkraftet haben, hat nun Searchmetrics analysiert. Das wichtigste Ergebnis: Amazon und eBay können punkten, Edeka und Gourmondo weniger.
Für die Analyse hat Searchmetrics – auf Grundlage eines Statista-Rankings der beliebtesten Webshops für Lebensmitteleinkäufe im Internet – insgesamt zwei Mal (einmal vor und einmal nach dem Update) die Desktop und Mobile SEO Visibility für jede Website gemessen. Anschließend wurden die jeweiligen Werte miteinander verglichen. Der daraus entstehende Differenzwert zeigt, um wie viel Prozent die gleiche Domain in den organischen Suchergebnissen der mobilen Suche im Vergleich vorher/nachher schlechter oder besser abschneidet.
Die konkreten Ergebnisse: Der Großteil der Webseiten, die nicht für Mobile optimiert waren, haben auch nach dem Google-Update laut Searchmetrics in den mobilen Suchergebnissen enorm an Sichtbarkeit verloren und sind im organischen Ranking stark abgerutscht.


Mobile Test

(Quelle: Searchmetrics)

Vor allem bei gourmondo.de (Verlust von 29 Prozent) und edeka24.de (Verlust von 39 Prozent) wirkt sich die fehlende Mobile-Optimierung für die Auffindbarkeit in den Suchmaschinen negativ aus. Allyouneed hat auf den ersten Blick trotz fehlender Mobile-Optimierung gewonnen. Trotzdem ist nach dem Update eine größere Differenz zwischen Mobile- und Desktop-Performance zu erkennen. Der Visibility-Anstieg in beiden Bereichen (vorher nahezu unsichtbar) könnte den Studienautoren zufolge eher unabhängig vom Update zu betrachten sein.

Amazon und eBay punkten
Die bessere mobile Strategie fahren dagegen die Online-Platzhirsche Amazon (Plus von sechs Prozent) und eBay (Plus von drei Prozent). Auch Rewe, einer der klassischen Online-Supermärkte im Ranking, ist mit einem Gewinn von 29 Prozent fit fürs mobile Netz. Alle drei Domains weisen in Bezug auf ihre Mobile Visibility einen geringen Differenzwert zur Desktop Visibility auf, die sich mit dem Update kaum verändert hat.


Messpunkt

(Quelle: Searchmetrics)

“Einige der untersuchten Liederdienste lassen aktuell noch eine ausgereifte Mobile-Strategie vermissen”, erklärt Marcus Tober, Geschäftsführer und Unternehmensgründer von Searchmetrics. “Aber der Vorteil dieses Updates besteht ja auch darin, dass umgehend Optimierungen und Verbesserungen möglich sind, welche unmittelbaren Einfluss auf die Bewertung der Seite durch Google und damit auf die Sichtbarkeit in den organischen Suchergebnissen haben”, so Tober.

Hinweis: Die Desktop Visibility fungiert hier erstens als genereller Referenzwert um Differenzen zwischen Mobile und Desktop-Sichtbarkeit zu identifizieren und zweitens als Richtwert, denn wenn auch hier Veränderungen adäquat zu Mobile zu erkennen sind, könnten auch Einflüsse jenseits des Mobile Updates die Ursache sein. Wenn jedoch die Mobile SEO Visibility unabhängig von der Desktop SEO Visibility steigt oder fällt, ist dies laut Searchmetrics sehr wahrscheinlich auf das Update zurückzuführen.

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