Lesara sammelt über fünf Millionen Euro ein

08.10.2014, 12:35

Knapp ein Jahr nach dem Start hat Lesara seine Serie-A-Finanzierungsrunde abgeschlossen und bekommt mehr als fünf Millionen Euro. Mit dem Geld will der Online-Discounter seine Expansion vorantreiben.

(Quelle: Fotolia.com/K-U Haessler)

Im November 2013 gestartet, hat der Online-Händler Lesara nun seine Serie-A-Finanzierungsrunde abgeschlossen und bei internationalen Investoren über fünf Millionen Euro eingesammelt. Neben dem luxemburgischen Investor Mangrove Capital Partners hat auch das US-amerikanische Unternehmen Fundersguild Geld in das Start-up gesteckt. Zudem stockten unter anderem die Altgesellschafter Partech Ventures, Paua Ventures und der ehemalige Puma-CEO Franz Koch ihre Anteile auf.

Das neue Geld will das junge Unternehmen, das derzeit in Deutschland, Österreich und Luxemburg aktiv ist, nun in seine weitere internationale Expansion stecken; Zudem will der Händler seine logistische Infrastruktur ausbauen. Im stationären Handel stelle der Discount-Bereich zwar die größte Kategorie dar, online sei er aber noch schwach vertreten: “Lesara füllt diese Marktlücke als erster pan-europäischer Online-Discounter”, meint CEO Roman Kirsch.

Lesara hat nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 100.000 Kunden gewonnen und sein Sortiment auf über 14.000 Artikel ausgeweitet. Der Fokus liegt auf Produkten aus den Bereichen Mode, Schmuck, Wohnen und Lifestyle.

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E-Book-Flatrate Kindle Unlimited gestartet

08.10.2014, 11:00

Kindle Unlimited, Amazons Flatrate für E-Books, ist nun auch in Deutschland verfügbar. Mehr als 720.000 Bücher versprechen unbegrenztes Lesevergnügen für monatlich 9,99 Euro.

(Quelle: Amazon)

Bereits in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Deutschland-Start von Amazons E-Book-Flatrate unmittelbar bevorsteht. Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse ist “Kindle Unlimited” nun verfügbar. Zum Start bietet der neue Amazon-Dienst Zugang zu über 720.000 Büchern, darunter mehr als 47.000 deutschsprachige Titel.

Amazon-Kunden können im Rahmen von Kindle Unlimited für 9,99 Euro im Monat Bücher unbefristet ausleihen. Allerdings lassen sich dabei nur 10 E-Books gleichzeitig herunterladen und lesen,.

Zu den wenigen deutschsprachigen E-Book-Highlights zählen unter anderem die Harry Potter Romane und der Thriller “Unter Haien” von Nele Neuhaus. Ansonsten gibt es bei Kindle Unlimited eher Magerkost: Einen Großteil der deutschen E-Books machen Nischenromane oder auf Amazon veröffentlichte Self-Publishing-Werke aus.

Kindle Unlimited lässt sich mit allen Kindle und Kindle Fire Geräten sowie mit den kostenlosen Kindle Lese-Apps für iPhone, iPad, Android Tablets und Smartphones, Windows Phone, PC, Mac und Windows 8 nutzen. Nach Ablauf der 30-tägigen Gratis-Mitgliedschaft wandelt sich diese automatisch in eine kostenpflichtige Mitgliedschaft für 9,99 Euro im Monat um, sofern nicht vorher gekündigt wird.

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Facebook öffnet Audience Network für alle

08.10.2014, 10:32

Bisher konnten nur ausgewählte Werbungtreibende über Facebook mobile Anzeigen auf externen mobilen Apps buchen. Jetzt steht das sogenannte Audience Network allen Kunden zur Verfügung.

(Quelle: Shutterstock.com/Katherine Welles)

Facebook schaltet sein im April 2014 angekündigtes mobiles Anzeigennetzwerk für alle Werbekunden frei. Das Besondere daran: Die darüber gebuchten Ads werden – wie bei Googles AdMob-Netzwerk – auf externen Anwendungen ausgeliefert. Basis sind die angebenen Interessen und demografischen Informationen der Nutzer, über die das soziale Netzwerk verfügt.

Ganz neu ist das selbst für Facebook nicht. Facebooks Atlas-Werbeplattform bietet ebenfalls extern eingespielte Anzeigen. Doch über das Audience Network sollen nun auch native Ads möglich werden, die das Erscheinungsbild der Anzeigen an die sie umgebende externe App anpasst. Werbekunden können dann über die via Facebook zur Verfügung stehenden Targeting-Möglichkeiten die Ads einblenden – in Form von personalisierten Bannern, aber auch ganzseitigen Interstitial-Anzeigen.

“In den vergangenen Monaten haben wir unsere Netzwerk-Performance optimiert”, so Tanya Chen in der offiziellen Ankündigung des Audience Network im Facebook Developer-Blog. “Wir schalten den Dienst jetzt offiziell frei und machen den Service mehr Entwicklern und Publishern auf der ganzen Welt zugänglich.” Mit nur einem Klick können die Advertiser ihre Kampagnen somit auf externe Apps ausweiten.


Werbeformate beim Audience Network

(Quelle: Facebook.com)

Die Ausweitung auf Dritt-Apps ist ein cleverer Schachzug von Facebook. Während die Nachfrage nach Ads auf dem eigenen sozialen Netzwerk nach wie vor groß ist, will das Unternehmen sicherstellen, seine Nutzer nicht mit Werbung zu überfrachten. Mit der Einblendung der Ads auf externen Apps kann Facebook seinen Umsatz erhöhen und die Nachfrage nach mobilen Ads stillen – ohne die Nutzer mit Werbung auf den eigenen Seiten zuzuschütten und zu verärgern.

Auf der Entwickler-Konferenz f8 hatte Facebook Ende April 2014 sein Audience Network angekündigt. Schon damals hatte Facebook die drei anvisierten Werbeformate vorgestellt.

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Wie Vodafone zur Social Brand wurde

08.10.2014, 10:00

Eine “Social Brand” werden, das ist leichter gesagt als getan. Magnus Kleditzsch hat auf der Social Media Conference berichtet, wie Vodafone diesen Schritt gemeistert hat.

(Quelle: Facebook.com)

Es waren die Krisen, die die Veränderung gebracht haben. Als sich am Freitag Abend jemand über eine angeblich zu hohe Telefonrechnung auf Facebook beschwert hat – und dieser Beitrag übers Wochenende unbemerkt 600.000 Likes bekam: “Da war Vodafone klar, es muss sich etwas tun, wir sind nicht da, wo unsere Kunden sind”, sagte Magnus Kleditzsch, Social Media Manager des Mobilfunkbetreibers. “Es gab kein integriertes Konzept und auch die Kultur war nicht auf Offenheit ausgerichtet.”

Vodafone setzte sich zum Ziel, eine “Social Brand” zu werden. Zu den Zielen gehörte, den Markenkern ins Social Web zu bringen, indem seine Kompetenzfelder (in erster Linie Mobilfunk und Geräte) definiert und seine Sprache festgelegt wurde. Zudem sollten relevante Inhalte genutzt und publiziert werden. Die Idee dahinter: “Wenn wir erst als kompetent im Bereich Mobilfunk und Smartphones wahrgenommen werden, nehmen die Menschen auch andere Inhalte von uns an”, so Kleditzsch.

Die sogenannte Social Media Taskforce umfasst sieben Personen, die aus einem gemeinsamen Newsroom heraus Medien beobachten, auswerten und kuratierten Content über 20 Social-Media-Kanäle ausspielen.

Um auch einen Wandel in der Unternehmenskultur zu bewirken, wurden Mitarbeiter in Schlüsselfunktionen gefragt, ob sie nicht eine Woche für Vodafone twittern möchten. Die Teilnehmerliste der “#RotationCuration on Twitter” genannten, einjährigen Aktion ging vom CEO zum Nachtwächter. “Es gab keine besonderen Guidelines außer der, nichts zu erzählen, was man nicht auch auf einer Gartenparty erzählen würde”, betont Kleditzsch. Die Twitterer wirkten anschließen als Multiplikatoren in ihren Abteilungen.

Kommunikation im Krisenfall

Zudem wurde ein Rund-um-die-Uhr-Monitoring zum Erfassen von Krisensituationen installiert. Und Krisen gab es. Vergangenes Jahr wurdem dem Konzern zwei Millionen Kundendaten gestohlen. “Wegen der Bitte der Behörden um Stillschweigen konnten wir die Kommunikation vorbereiten”, erzählt Kleditzsch. Am Tag der Veröffentlichung kommunizierte die Social Media Taskforce schon ab morgens um sechs Uhr, auch der Rechtsvorstand war anwesend – und konnte auch als Erfolg nennen, dass bereits ein Tatverdächtiger in Haft war. Die Bilanz dieses Tages:

  • 500.000 Menschen nutzten das Online-Tool, um zu überprüfen, ob sie betroffen waren
  • ein Video, in dem ein Pressesprecher die wichtigsten Fragen beantwortete, wurde 400.000 mal angesehen
  • 1.370 Presse- und Online-Berichte wurden veröffentlicht
  • die Blogabrufe stiegen um 300 Prozent.

“In der Krise hat Vodafone dann statt mit vielen Stimmen nur mit einer einzigen gesprochen”, erklärt Kleditzsch. “Unsere Botschaften waren: Wir wurden bestohlen, wir haben reagiert, es tut uns leid.”

Ebenfalls neu ist, dass Vodafone nun einen 24/7-Kundenservice über Social Media anbietet. Die Nutzer nehmen die Angebote wahr. Der Konzern verzeichnete von Januar bis August 2014 insgesamt 360 Millionen Kontakte via Facebook, die Anfragen über das soziale Netzwerk haben sich verdoppelt. Und ein Viertel davon gehen zwischen neun Uhr abends und sieben Uhr morgens ein. Und werden auch nachts beantwortet. Auch auf Twitter. Dort beträgt die Antwortzeit durchschnittlich eine Stunde und 20 Minuten. Zwei Drittel aller Anfragen sind sogar in weniger als 30 Minuten erledigt. Und zwar positiv.

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Die Youtube-Strategie von Otto

08.10.2014, 9:25

Für die Otto Group sind Videos ein wichtiger Bestandteil ihres Marketings. Wie das Unternehmen dabei strategisch vorgeht, erklärte Dominique Korschinek auf der Social Media Conference.

(Quelle: Shutterstock.com/Bloom Design)

Wie man es – obwohl es längst nicht alle machen – von einem großen Konzern erwartet, betreibt Otto sein Video-Marketing mit strategischem Plan. Dominique Korschinek, Senior Projektleiter Markenstrategie und Kampagnenentwicklung hat auf der Social Media Conference in Hamburg erläutert, wie der Modehändler dabei vorgegangen ist.

Im Vorfeld des Engagements auf Facebook hat Otto seine Ziele gesetzt. Das sind:

  • Branding und Image
  • Reichweite schaffen
  • inspirieren und beraten
  • Überführung zu Otto.de

Anschließend wurden Mode-affine Frauen zwischen 25 und 50 Jahren als Zielgruppe definiert. Eine Konkurrenzanalyse – und die passenden, frei zugänglichen Statistiken von Youtube – lieferten Hinweise darauf, welche Inhalte besonders gern gesehen werden. Anschließend hat Otto die Erfolgskriterien festgelegt, nämlich Abonnentenzahl, Views, folgende Besuche auf otto.de sowie die Watchtime.

Die Watchtime ist wichtig, da sie ein wichtiges Kriterium für das Ranking eines Videos auf der Video-Plattform ist. Zudem belohnt Youtube im Raking allerdings auch Videos, die zum Betrachten weiterer Videos führen – egal von welchem Anbieter.

Die Inhalte selbst gliedert Otto in drei Gruppen, die unterschiedliche Zwecke erfüllen:

  1. Hygiene-Content soll Suchvolumen abgreifen und hohe Reichweite erzielen. Dazu zählen Ratgeberformate, die sich gut planen lassen und regelmäßig veröffentlicht werden. Beispiel: Schminken für einen Event
  2. Hub-Content zielt auf die Gewinnung von Abonnenten ab, dazu gehören wiederkehrende Formate wie die “Stylediaries” und “Behind The Scenes” mit Extra-Drehs zu Werbefilmen
  3. Hero-Content ergibt sich aus viralen Effekten und ist schwer planbar. Dazu gehören Ereignisse wie die “Ice Bucket Challenge”.

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Enorme Zuwächse im Online-Handel

08.10.2014, 8:51

Im Jahr 2013 betrug der Umsatz der Online- und klassischen Versandhändler in Deutschland, Österreich und der Schweiz rund 60 Milliarden Euro. Der Anteil am gesamten Einzelhandelsvolumen: 9,6 Prozent.

(Quelle: Shutterstock.com/brickrena)

Am höchsten in Österreich, am schnellsten in Deutschland – so lassen sich die Anteile des interaktiven Handels am gesamten Einzelhandel in der DACH-Region zusammenfassen. Insgesamt betrug der Umsatz der Online- und klassischen Versandhändler hierzulande und in den beiden benachbarten Alpenländern im Jahr 2013 rund 60 Milliarden Euro. Der Anteil dieses Segments am gesamten Einzelhandelsvolumen in Deutschland, Österreich und der Schweiz kletterte damit von 6,6 Prozent im Jahr 2010, als der Umsatz bei knapp 40 Milliarden Euro lag, auf 9,6 Prozent. Damit ist der Markt innerhalb von drei Jahren um mehr als 50 Prozent gewachsen – Tendenz steigend.

Zu diesen Zahlen kommt eine Erhebung, die der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh), der Handelsverband Österreich und der Verband des Schweizerischen Versandhandels (VSV) gemeinsam erhoben und am Rande des etailment Summit 2.014 in Berlin präsentiert haben.

Unterschiede zwischen den Ländern


Erhebung bevh

(Quelle: bevh)

Neben dem Gesamtumsatz wurden in der Studie auch Unterschiede zwischen den einzelnen Märkten heraus gearbeitet. Während der absolute Anteil des interaktiven Handels am Einzelhandel in der Schweiz mit sechs Prozent am geringsten ist, liegt er in Österreich (elf Prozent) und Deutschland (zehn Prozent) deutlich höher. Dafür hinkt Deutschland beim Online-Anteil am interaktiven Handel hinterher: Hierzulande lag der Anteil im Jahr 2013 bei 81,0 Prozent, in Österreich bei 85,5 Prozent und in der Schweiz sogar bei 86 Prozent.

Eine Vorreiterrolle nehmen die Eidgenossen außerdem im Food-Bereich ein, dessen Anteil in der Schweiz 12,8 Prozent am interaktiven Handel betrug – er ist mehr als dreimal so hoch wie in den Nachbarländern. “Die Schweiz zeichnet sich seit mehreren Jahren durch einen sehr hohen Online-Anteil Food aus”, meint Patrick Kessler, Präsident des VSV. “Nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung sind die beiden größten Händler Migros und Coop, die seit Jahren den Online-Foodhandel mit viel Engagement und Experimentierfreudigkeit vorantreiben.”

Den größten Umsatzanteil am interaktiven Handel verbuchte allerdings in allen drei untersuchten Ländern die Warengruppe Textil & Schuhe, die insgesamt 19,3 Milliarden Euro in der DACH-Region generierte. In Deutschland kam das zweitstärkste Segment – Multimedia, Hifi und Elektrogeräte – nur auf gut ein Drittel des Umsatzes, den Textil & Schuhe einbrachte. In Österreich und der Schweiz dagegen lagen die beiden erstplatzierten Warengruppen nahezu gleichauf.

Dass Schweizer Webshopper anders ticken als deutsche oder österreichische, hat auch die Erhebung “Erfolgsfaktoren im E-Commerce – Top Online-Shops in der Schweiz 2014″ ergeben, die der ECC Köln in Zusammenarbeit mit Namics und prudsys durchgeführt hat. Demnach lässt sich generell bei Schweizer Konsumenten ein tendenziell geringerer Anspruch an Webshops erkennen.

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Apples Saphirglas-Zulieferer zahlungsunfähig

08.10.2014, 8:21

Neuer Ärger für Apple: Der Saphirglas-Zulieferer GTA Advanced Technologies steckt in finanziellen Schwierigkeiten. Zudem beschweren sich iPhone-Nutzer über den Verlust von Haupthaar beim Telefonieren.

(Quelle: Shutterstock.com/PathDoc)

Apple kommt nicht zur Ruhe: Nun ist auch noch der Zulieferer GTA Advanced Technologies in eine finanzielle Schieflage geraten und musste Antrag auf Insolvenz stellen. Die US-Firma hat sich auf die Produktion von besonders kratzfestem Saphirglas spezialisiert, das unter anderem beim Fingerabdruck-Scanner des iPhone zum Einsatz kommt und auch in den Top-Modellen der neuen Apple Watch verbaut werden soll.

Wie GTA Advanced Technologies in einer Mitteilung betonte, soll der Betrieb aber vorerst wie gewohnt fortgeführt werden. Weiter hieß es, dass das Unternehmen Schutz vor Forderungen seiner Gläubiger suchen möchte und sich in einem Verfahren nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts sanieren will.

Erst im November 2013 hatte GT Advanced Technologies noch einen massiven Ausbau der Saphirglas-Produktion für Apple in den USA angekündigt. Der Elektronikkonzern hatte dem Hersteller hierzu einen Vorschuss von 578 Millionen US-Dollar für den Kauf von Ausrüstung für ein Apple-Werk in Arizona gewährt. Damals hieß es, das Geld solle ab 2015 zurückgezahlt werden.

Unterdessen droht Apple nach dem Bentgate-Aufruhr neuer Ärger. So mehren sich nun Beschwerden innerhalb der Netzgemeinde, wonach beim Telefonieren mit dem iPhone 6 Plus – je nach Frisur – gegebenenfalls das Haupthaar der Nutzer in Mitleidenschaft gezogen werde. Schuld soll ein winziger Abstand zwischen Glas und Aluminium-Rahmen sein, in dem sich laut Aussage der Betroffenen immer wieder einzelne Strähnen verfangen.

Auch ein neuer Twitter-Hashtag für diesen vermeintlichen Misstand ist schon gefunden: Hairgate. Allerdings ist es mehr als fraglich, ob hier tatsächlich ein Problem vorliegt – oder ob nur ein paar Trittbrettfahrer auf der Bentgate-Welle mitschwimmen und auf sich aufmerksam machen wollen.

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Edeka erwirbt Tengelmann E-Stores

08.10.2014, 7:53

Die Unternehmensgruppe Tengelmann verkauft ihr Supermarktgeschäft an den Konkurrenten Edeka. Mit im Deal inbegriffen: Die Online-Tochter E-Stores, die unter anderem Plus.de und GartenXXL.de betreibt.

(Quelle: Tengelmann)

Im Vordergrund stehen die Supermärkte der Unternehmenstochter Kaiser’s Tengelmann, doch für die Internetbranche sind vor allem die Online-Ableger von Bedeutung, die ebenfalls von dem Deal betroffen sind: Der Mülheimer Handelskonzern Tengelmann verkauft neben seiner Supermarktsparte, zu der derzeit 451 Kaiser’s- und Tengelmann-Filialen in Bayern, Berlin und Nordrhein-Westfalen gehören, auch gleich einige weitere Töchter an den Edeka-Verbund.

Davon betroffen sind unter anderem die Metzgerei Birkenhof und der Inneneinrichter Ligneus sowie der Lieferdienst Bringmeister und die Online-Tochter Tengelmann E-Stores, die unter anderem die Webshops Plus.de und GartenXXL.de betreibt. Tengelmann E-Stores soll in die Organisation der Edeka-Tochter Netto Marken-Discount integriert werden.

Keine Zukunftsperspektive

“Unser Online-Shop hat unter dem Dach von Netto als Multichannel-Anbieter deutlich größere Marktchancen als heute als reiner Pure Player”, erklärt Karl-Erivan W. Haub, Geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann. Offensichtlich sieht die Unternehmerfamilie Haub, die sich nach eigenen Angaben lange gegen einen Verkauf des Traditionsgeschäftsfeldes gesträubt hat, keine Zukunftsperspektive mehr für ihre Supermarktkette.

Auch in der Branche rief die Bekanntgabe der Übernahme bereits erste Reaktionen hervor: “Wir haben das Familienunternehmen als Mitbewerber geschätzt und Tengelmann hat uns insbesondere in der Gründungsphase als Vorbild gegolten”, bedauerte beispielsweise Karsten Schaal, Gründer des Online-Supermarkts Food.de, den Verkauf.

Die Supermarktsparte Kaiser’s Tengelmann, die zum 30. Juni 2015 an Edeka abgegeben werden soll, erzielte zuletzt mit ihren knapp 16.000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 1,8 Milliarden Euro. Das Bundeskartellamt muss der Übernahme noch zustimmen. Zu Kaufpreis und Vertragsdetails machte das Unternehmen, zu dem auch die Baumarktkette Obi und der Textildiscounter kik sowie die Webshops baby-markt.de und Westwing gehören, keine Angaben.

Im vergangenen Jahr war Tengelmann unter anderem beim Möbel-Webshop Westwing eingestiegen, die Tochter GartenXXL, die nun an Edeka geht, war im Juli 2014 nach Österreich expandiert.

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myToys bekommt ein neues Design

08.10.2014, 7:16

Zu seinem 15. Geburtstag schenkt sich myToys ein neues Aussehen. Mit dabei ist auch das überarbeitete Logo, das im Online-Shop des Spielwarenhändlers bereits zu sehen ist.

(Quelle: Shutterstock.com/Iakov Filimonov)

Der Spielwaren-Webshop myToys hat seiner Seite ein neues Erscheinungsbild verpasst. “Ziel war es, einen moderneren visuellen Auftritt zu schaffen, der die Markenwerte von myToys noch besser unterstreicht”, so Alexander Lederle, Geschäftsführer Marketing von myToys. Leuchtendere Farben und ein neuer Schriftzug sollen für eine größere Aufmerksamkeit sorgen.

Den Anfang macht das überarbeitete Logo, das bereits im Webshop zu sehen ist. Nach und nach sollen die Änderungen in allen Kanälen umgesetzt werden. Die Überarbeitung der Seite kommt zum 15. Geburtstag des Online-Shops. Entwickelt wurde das Design gemeinsam mit der Berliner Agentur Realgestalt.

Mit vier Sonderauswertungen hat die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung im dritten Quartal wieder die Online-Potenziale bestimmter Branchen analysiert. Demnach wird auch Spielzeug immer öfter online gekauft.

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Ein Plädoyer für weniger Kontrolle

07.10.2014, 15:26

Was läuft falsch, wenn Firmen “Social Media betreiben”? Martin Meyer-Gossner hat auf der Social Media Conference seinem Herzen Luft gemacht.

(Quelle: Fotolia.com/Matthias Enter)

“Social Media ist nicht Facebook – es ist groß und komplex und eine Person damit zu betrauen, reicht nicht aus.” Vielen Unternehmen, erklärte Martin Meyer-Gossner, Managing Director und Gründer von The Strategy Web, auf der Social Media Conference in Hamburg, ginge es nur darum, mehr Reichweite zu erzielen. “Das lässt sich jedoch schwer steuern, denn der Inhalt und die Plattformen gehören nicht ihnen – und wenn Facebook am Edge Rank dreht, sind sie aufgeschmissen.”

Unternehmen sollten sich lieber der Menschen bedienen, die aus Begeisterung bereits für ihre Marke aktiv seien – zum Beispiel als private Blogger oder auch als Bewerter von Produkten und Services. “Menschen vertrauen anderen Menschen viel eher, als sie Firmen vertrauen. Doch anstatt dieses Potenzial für sich zu nutzen, setzen Firmen lieber Strategien auf mit ‘Content is King’ und solchen Schlagworten”, so Meyer-Gossner. Ratings, Reviews und Recommendations seien entscheidend. Er rät Unternehmen, ihre wahren Multiplikatoren zu identifizieren – und mit diesen zusammenzuarbeiten. Das erfordere zwar das Aufgeben der totalen Kontrolle über eine Marke, entlaste aber auch die Social-Media-Verantwortlichen in den Unternehmen.

Wie Marken Facebook einsetzen, um nicht nur ihr Image, sondern auch ihre Abverkaufszahlen zu verbessern, erklärte zuvor Nadine Neubauer vom sozialen Netzwerk.

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