Wie Native Advertising beim Leser ankommt

01.12.2014, 10:41

Native Advertising ist das Buzzwort der Stunde. Aber wie effektiv ist die Werbeform wirklich? Das hat eine Studie mittels neuropsychologischer Forschungsmethoden untersucht.

Wie Native Advertising beim Leser ankommt

(Quelle: Fotolia.com/Santiago Cornejo)

Native Advertising bedeutet “Werbung in natürlichem Umfeld”, die in Aufmachung und Inhalt den Eindruck erweckt, zum redaktionellen Teil eines Webangebots zu gehören. Da Bannerwerbung von den Internetnutzern oft als störend empfunden wird, setzen Webseiten zunehmend auf diese “zurückhaltende” Werbeform. Ob und wie die via Native Advertising beworbenen Inhalte von den Nutzern bemerkt werden, hat nun der Digitalvermartker Tomorrow Focus Media zusammen mit dem Think Tank Medienmanagement der Hamburg Media School in seiner zweiten “Neurotion-Studie” untersucht.

Die Wirkung wurde mithilfe von neuropsychologischen Forschungsmethoden anhand einer Kampagne des Hotelportals HRS getestet, mit der die Probanden beim Surfen auf dem deutschsprachigen Nachrichtenportal der Huffington Post unvorbereitet in Kontakt kamen. 90 Prozent von ihnen gaben demnach an, dass ihnen die Beiträge aufgefallen sind. Dazu wurden mehrere Artikelseiten des Werbekunden, die thematisch und grafisch dem redaktionellen Inhalt der Seite angepasst sind, im Bereich der gesponsorten Artikel in die Seite integriert.

Im Vergleich zu einem beliebigen redaktionellen Artikel beschäftigten sich die Testpersonen mit einem gesponsorten Artikel von HRS intensiver. So war die Fixationsdauer, also die Verweildauer des Auges beim Lesen an einem bestimmten Punkt, 54 Millisekungen höher, was einer Steigerung von 22 Prozent entspricht. Auch die Kaufwahrscheinlichkeit wird durch Native Advertising gesteigert, so ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Anzahl derjenigen, die bei dem Kunden ein Hotel buchen würden, stieg nach Konsum der Werbekampagne um 36 Prozent.

Markenbeliebtheit steigt

Außerdem konnte das Hotelportal mittels Native Advertising seine Beliebtheit bei den Nutzern um mehr als 25 Prozent steigern: User, die in Kontakt mit der Markenseite und der Kampagne waren, bewerteten HRS vermehrt als sympathisch und ansprechend. “Gut umgesetztes Native Advertising hat inhaltlichen Bezug zum User, ihm gefällt was er sieht, er fühlt sich angesprochen und unterhalten. Dies färbt selbstverständlich auf die beworbene Marke ab”, sagt Sonja Knab, Director Research & Marketing bei Tomorrow Focus Media.

Weiter beschäftigte sich die Studie mit der Frage, wie sich eine Mischung aus Native Advertising (Sponsored Post, Sponsored Artikel, Brand Page) und Display-Werbung auswirkt. Dazu wurden ausgewählten Probanden zusätzlich Display-Ads gezeigt. Im Schnitt betrachteten Nutzer, die beide Werbeformen zu sehen bekamen, auf der Homepage den Hinweis auf den Native-Advertising-Artikel um 37 Prozent länger als diejenigen, die nur mit Native Advertising konfrontiert wurden.

Zum Studiendesign: Insgesamt 48 Probanden unterzogen sich einem etwa 20 minütigen Versuch im NeuroCompetence Center der Hamburg MediaSchool. Dabei wurden mittels Eye-Tracking, EEG-Messungen und einer anschließenden Befragung Daten zur impliziten und expliziten Werbewirkung erhoben. Keiner der Teilnehmer wusste vorher, dass es in dem Versuch um das Thema Werbung ging.

Dass der Native-Advertising-Boom kommt, legen Zahlen nah, die Business Insider vorlegt. Die Werbeausgaben für native Ads dürften der Prognose zufolge in Zukunft kontinuierlich steigen.

© www.internetworld.de

Neue Facebook-AGBs gelten automatisch

01.12.2014, 10:07

Ab 1. Januar 2015 erfasst Facebook auch in Deutschland Informationen darüber, welche Seiten und Apps Mitglieder nutzen.

Neue Facebook-AGBs gelten automatisch

(Quelle: Shutterstock.com/Anikei)

Wer ab dem kommenden Jahr Facebook nutzt, zeigt damit automatisch sein Einverständnis zu den neuen AGBs des sozialen Netzwerks. Eine Möglichkeit, der Änderung der Richtlinien zu widersprechen, gibt es nicht.

Die vielleicht wichtigste Änderung betrifft die Anzeigen: Facebook wertet ab Januar 2015 Informationen über besuchte Websites und Apps aus, um Werbung zielgerichteter auszuspielen. Mitglieder, die Infos zu Reiszielen recherchieren, sehen anschließend Anzeigen von Touristik-Unternehmen. Im Gegenzug legt Facebook offen, in welche Zielgruppe es die Mitglieder einordnet. Bislang diente lediglich das Verhalten im Netzwerk selbst als Grundlage für die Werbeprofile der Besucher.

Künftig können zudem Standortdaten mit denen der Freunde und mit Werbeanzeigen verbunden werden. Wer seinen Standort teilt, kann beispielsweise Informationen über Läden oder Gastbetriebe in der Nähe präsentiert bekommen. Wer das nicht will, sollte der App auf seinem Smartphone keinen Zugriff auf das GPS-Modul gewähren.

Auch die Privatsphäre-Einstellungen ändern sich. Damit die User diese auch verstehen, bietet das Netzwerk interaktive Anleitungen.

Für Firmen, die auf Facebook eine Unternehmensseite betreiben, ändert sich im Januar 2015 ebenfalls etwas: Die Reichweite sinkt weiter – jedenfalls für solche Inhalte, die von den Mitgliedern als werblich empfunden werden. Dazu zählen Beiträge,

  • die Nutzer dazu auffordern, ein Produkt zu kaufen oder eine App zu installieren
  • die zur Teilnahme an Aktionen und Wetten einladen
  • die den gleichen Inhalt wie Anzeigen haben.

Das Ziel, das Facebook mit der Neuregelung verfolgt, ist klar: Wer wirbt, soll auch dafür zahlen. Die Zahl der präsentierten Anzeigen pro Nutzer bleibt gleich.

© www.internetworld.de

Apple plant Produktionsstopp des iPhone 5C

01.12.2014, 9:27

Medienberichten zufolge wird Apple sein Smartphone-Einsteigermodell iPhone 5C ab Mitte 2015 nicht mehr herstellen.

Apple plant Produktionsstopp des iPhone 5C

(Quelle: apple.com)

Das iPhone 5C bietet einen vergleichsweise günstigen Einstieg in die Smartphone-Welt von Apple. Nun kursieren Gerüchte, wonach der kalifornische Elektronikkonzern die Produktion Mitte 2015 einstellen wird.

Damit würde der Hersteller relativ früh aus der Produktion einer Modellgeneration aussteigen – in diesem Fall bereits nach zwei Jahren. Üblicherweise sind die Geräte drei Jahre verfügbar.

Ein Grund könnte sein, dass sich das iPhone 5C von Anfang an nicht besonders gut verkauft hat. Zur Markteinführung bot es – zu relativ hohen Preisen – eher technisch solide Hausmannskost, weshalb die meisten Nutzer gleich zum besser ausgestatteten und hochwertiger aussehenden iPhone 5S griffen, das auch nur 100 Euro teurer war.

Mit der Einführung des iPhone 6 und 6 Plus hatte Apple dann im September auch die Preise für die Vorgängermodelle iPhone 5C und 5S gesenkt, die weiterhin angeboten werden.

Das iPhone 5C ist seitdem nur noch als 8-GB-Version für 399 Euro (vorher 549 Euro) erhältlich. Für das iPhone 5S verlangt Apple jetzt jeweils 100 Euro weniger, nämlich 599 Euro für die 16-GB-Ausführung und 699 Euro für das 32-GB-Modell.

© www.internetworld.de

Aus Big Data wird Smart Data

01.12.2014, 8:50

Daten sammeln – das machen viele Unternehmen. Wie man damit auch mehr Effizienz im Marketing erreicht, erfahren Teilnehmer im Januar 2015 auf der neuen Konferenz SMART DATA Summit in München.

Aus Big Data wird Smart Data

(Quelle: Fotolia.com/XtravaganT)

Daten haben ist eine Sache, die richtige Auswertung eine andere. Wie Firmen Daten für die Bestandskundepflege oder die Neukundengewinnung sinnvoll nutzen können, darum geht es auf der neuen KonferenzSMART DATA Summit, die am 29. Januar 2015 in München stattfindet.

Themen sind unter anderem personalisiertes Marketing mit Smart Data, Multichannel-Strategien für enge Kundenbeziehungen, Data- und Audience-Management im Marketing-Mix, Datenschutz bei Marketing und Profiling.

Die Konferenz richtet sich an Führungskräfte und Manager aus den Bereichen Database, (Online) Marketing, Digital Marketing, CRM und Kommunikation, an Geschäftsführer aus mittelständischen bis Großunternehmen aller Branchen sowie an Media- und Werbeagenturen.

© www.internetworld.de

Second Screen zwingt Firmen zum Umdenken

28.11.2014, 14:38

Heute lassen sich User meist über mehrere Kanäle erreichen. Das ist gut für Webshop-Betreiber und Marketer. Und es birgt die Gefahr, die Zielgruppe zu verpassen, weil sie einen anderen Kanal nutzt.


Der Fernseher läuft, die anvisierte Zielgruppe sitzt davor und sieht: weg.

Der Fernseher läuft, die anvisierte Zielgruppe sitzt davor und sieht: weg.
(Quelle: Shutterstock.com/Scott Bedford)

Der Fernseher läuft, die anvisierte Zielgruppe sitzt davor und sieht: weg. Genauer gesagt auf einen anderen Bildschirm, vorzugsweise den eines Smartphones oder Tablets. Dazu beigetragen hat logischerweise die zunehmende Verbreitung mobiler Endgeräte, deren Besitzeranzahl sich in Deutschland seit 2011 im Schnitt verfünffacht hat (siehe Grafik). Zu diesem Ergebnis kommt ein Trendmonitoring zum Thema “Second-Screen-Nutzung”, für das 15 verschiedene Studien im Auftrag des Shopping-Anbieters QVC ausgewertet wurden.

Demnach verfügen mittlerweile 50 Prozent der Deutschen über ein Smartphone, 20 Prozent besitzen ein Tablet. Vor drei Jahren lagen die Anteile noch bei 18 beziehungsweise sogar nur drei Prozent. Inzwischen nutzen außerdem 73 Prozent der 14- bis 29-Jährigen Internet und TV parallel, jeder Fünfte davon sogar jeden Tag. Während diese Altersgruppe am liebsten auf ihr Smartphone schaut, greifen die 30- bis 49-Jährigen vorzugsweise auf ihr Tablet zurück, um sich parallel zum Fernsehen zu beschäftigen.

Gegen das langweilige TV-Programm


Besitzer von Smartphones und Tablets

Besitzer von Smartphones und Tablets
(Quelle: QVC Trendmonitoring)

Der zunehmende Parallel-Medienkonsum stellt Sendeanstalten, vor allem aber Werbetreibende und Shopping-Anbieter vor große Herausforderungen: Denn die gleichzeitige Nutzung verschiedener Bildschirme bedeutet in der Regel geteilte Aufmerksamkeit für die Content-Anbieter. Ungünstigerweise beschäftigen sich nur wenige TV-Zuschauer auch auf ihren mobilen Devices mit der laufenden Sendung – stattdessen surfen sie einfach nur durchs Netz, schreiben E-Mails oder kommunizieren über soziale Netzwerke.

Die Gründe für den Griff zum Smartphone oder Tablet-PC können kaum überraschen: 61 Prozent der Deutschen nutzen das Internet, wenn sie das TV-Programm langweilig finden. Und rund die Hälfte der Konsumenten greift in der Werbepause zum Second Screen, während sich lediglich 16 Prozent von der laufenden Sendung zur Recherche von Hintergrundinformationen oder zum Teilen und Kommentieren der Inhalte inspirieren lassen.

Einbindung sämtlicher Kanäle


Wofür der Second Screen genutzt wird

Wofür der Second Screen genutzt wird
(Quelle: QVC Trendmonitoring)

Nur durch eine konsistente Second-Screen-Strategie und die konsequente Einbindung sämtlicher Kanäle können Werbetreibende und Shopping-Anbieter in Zukunft die Aufmerksamkeit junger Zielgruppen halten, folgern die Autoren des QVC Trendmonitoring. Denn immerhin 42 Prozent der Parallelnutzer haben sich schon online über Produkte informiert, die sie in der TV-Werbung gesehen haben. Und 24 Prozent der Smartphone-Besitzer haben ein gezeigtes Produkt direkt vor dem Fernseher gekauft.

“E-Commerce-Anbieter, denen es gelingt, eine Verbindung von TV-Programm und Webshop auf allen internetfähigen Devices herzustellen, werden die Herausforderung Second Screen in eine echte Chance verwandeln”, so Steve Hofmann, CEO von QVC Deutschland und Europa. Allerdings hat laut QVC Trendmonitoring rund ein Drittel der deutschen Webshop-Betreiber noch kein mobiles Angebot.

Welche Wirkung TV-Werbung auf das Nutzerverhalten hat, ermitteln diverse Tracking-Tools unter anderem der Anbieter AT Internet, Booming, etracker, hurra und intelliAd. Wie sich TV und Online optimal verzahnen lassen für ein erfolgreiches Marketing, erklärt Matthias Riedl, Mitgründer der Agentur D.C. Media Networks.

© www.internetworld.de

“Callcenter-Urteil bedroht den Handel”

28.11.2014, 14:28

Das Verbot von Sonntagsarbeit in Callcentern schlägt Wellen: Zalando fürchtet um Arbeitsplätze in Deutschland, der Digital-Verband BVDW sieht die Existenz von Nischenanbietern gefährdet.

E-Commerce braucht Telefonberater

E-Commerce braucht Telefonberater
(Quelle: istockphoto.com/Andresr)

“Das Urteil ist weltfremd und entspricht nicht mehr den aktuellen Kundenbedürfnissen“, sagt Zalando-Sprecher Boris Radke zu einer Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom Mittwoch. Dieses hat die Arbeit von Callcenter-Agenten an Sonn- und Feiertagen praktisch verboten. Das hat jedoch nicht nur Folgen für die Betreiber von Telefonagenturen, sondern auch auf den E-Commerce: “Bei jedem achten Kauf wird eine telefonische Beratung beansprucht, weil Kunden noch ungeübt sind beim Online-Bestellen oder Produktbilder und -Beschreibungen nicht verstehen“, erklärt Thorben Fasching, E-Commerce-Spezialist beim Digitalverband BVDW. “Am Ende des Tages verlieren die Händler und auch die Verbraucher durch das Urteil.“

Zalando beispielsweise betreibt ein eigenes Callcenter und betreut hier seine Kunden in Frankreich, Italien, Spanien, Österreich mit. “In Deutschland sorgen wir für Arbeitsplätze, die durch dieses Urteil jetzt gefährdet werden“, meint Radke. “Wir prüfen noch, wie stark Callcenter und Fulfillment durch das Urteil beeinträchtigt werden.“

Der BVDW geht da schon einen Schritt weiter. Er fürchtet dass die Betreiber von Callcentern ihre Unternehmen ins benachbarte Ausland verlagern, weil sie hier Mitarbeiter nicht mehr an Sonn- und Feiertagen beschäftigen dürfen. “Wir werden in wenigen Jahren das drei- bis fünffache Volumen online verkaufen und bestellen“, meint Fasching. “Die Notwendigkeit, dass Berater in Callcentern erreichbar sein werden, wächst, auch und gerade am Wochenende, wenn viele in Ruhe ihren Bedarf decken wollen.“

Spezielle Angebote, viele Fragen

Der Ärger in der Branche über das Callcenter-Urteil wächst auch deshalb, weil gerade die Vorweihnachtszeit den Bedarf an Sonn- und Feiertagsarbeit im E-Commerce zeigt. Überall beginnen jetzt die Sonderschichten für Packer und Callcenter-Agenten. Das Bundesverwaltungsgericht beschränkt diese Tradition mit seinem Urteil. Doch an normalen Wochenenden steigen nach Erfahrung von Zalando die Bestellzahlen. Verbraucher können dann in aller Ruhe nach Waren stöbern, Preise vergleichen, ihre Wünsche hinterfragen – und sich bei Bedarf noch schnell weitere Informationen beim Telefonberater holen, der erfahrungsgemäß sich dann auch länger Zeit nehmen kann und besser erreichbar ist.

Der BVDW sieht vor allem die Betreiber von Shops durch das Urteil bedroht, die erklärungsbedürftige Waren wie Whiskey und andere Genüsse oder Technik und Reisen online verkaufen. Technische Lösungen wie Pop-ups mit standardisierten Antworten zu den häufigsten Fragen oder Videochats bieten nur beschränkt Alternativen, meint Fasching: “Man kann nicht jede Kundenfrage durch standardisierte Informationen beantworten“, weiß der E-Commerce-Experte.

Branche muss mehr in eigener Sache klappern

“Die Online-Händler werden mehr Lobbyarbeit betreiben und sich stärker organisieren müssen, um in Zukunft seine Interessen besser durchsetzen zu können“, gibt Radke durchaus selbstkritisch für die Branche zu bedenken. Händler und vor allem die Verbände müssen stärker für eine positive Stimmung gegenüber dem E-Commerce sorgen. Das ist auch dem Branchenverband bevh bewusst, der sich bereits zum umstrittenen Callcenter-Urteil geäußert hat: „Zentrale politische Fragen werden immer mehr durch Gerichte und Behörden entschieden“, beobachtet dessen Präsident Gero Furchheim. „Der Bundesgesetzgeber ist jetzt aufgefordert, die Basis für einen gesellschaftlichen Konsens zu sorgen, was dem Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil sicher nicht gelungen ist.”

© www.internetworld.de

Verbraucherstimmung hellt sich auf

28.11.2014, 13:57

Kurz vor Weihnachten hat sich die Verbraucherstimmung wieder leicht verbessert. Für den Dezember prognostiziert die GfK einen Konsumklima-Index von 8,7 Punkten nach 8,5 Punkten im November.

Die Verbraucher starten gut gelaunt ins Weihnachtsgeschäft.

Die Verbraucher starten gut gelaunt ins Weihnachtsgeschäft.
(Quelle: Kzenon, Fotolia)

Nachdem das Konsumklima im Sommer einen – wenn auch nur leichten – Dämpfer bekam, hellt sich die Verbraucherstimmung zum Jahresende noch einmal auf.

Die Analysten der Gesellschaft für Konsumforschung GfK prognostizieren für den Dezember einen Gesamtindikator von 8,7 Punkten nach 8,5 Punkten im November. Rolf Bürkl, der Konsumklima-Experte bei der GfK, führt dies vor allem auf den robusten Arbeitsmarkt und die geringe Inflation zurück.

Allerdings haben auch die zahlreichen internationalen Krisen einen Einfluss auf die Verbraucherstimmung: Sie drückten beispielsweise die Konjunkturerwartung von 4,3 Punkten im Oktober auf 1,6 Punkte im November.

Zulegen konnten indes die Einkommenserwartung (48,5) und die Anschaffungsneigung (47,5), beide Werte verbesserten sich leicht im Vergleich zum Vormonat.

Zwar wollen die Online-Shopper in diesem Jahr weniger für Geschenke ausgeben – dafür wächst die Zahl der Deutschen, die ihre Weihnachtseinkäufe im Internet erledigen. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (bevh) gemeinsam mit Creditreform Boniversum ist vor allem bei den 60 bis 69-Jährigen die Bereitschaft gestiegen, im Web einzukaufen.

© www.internetworld.de

Pop-up-Galerie mit Ideen der eBay-Fans

28.11.2014, 13:55

eBay hat die Geschenkideen tausender Fans gesammelt und stellt diese nun in “The Inspiration Gallery” aus. Heute und morgen können die Installationen in Hamburg bewundert werden.

Pop-up-Galerie mit Ideen der eBay-Fans

Nur heute und morgen öffnet eBay in Hamburg “The Inspiration Gallery”, die Kunden zu außergewöhnlichen Geschenkideen inspirieren soll. Die Auswahl der ausgestellten Artikel basiert auf den Vorschlägen tausender eBay-Fans.

Alle ausgestellten Artikel können über Tablets direkt in der Galerie sowie online gekauft werden. Passende eBay-Kollektionen greifen alle Themen der einzelnen Installationen auf. Die Pop-up-Galerie ist in die Event-Location “die herren simpel”, Am Schulterblatt 75, integriert und von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

“Während im ‘The Inspiration Store’, einem temporären Multichannel-Store, den wir im Oktober in Bremen eröffnet haben, beliebte Produkte zu verschiedenen Themenschwerpunkten zum Kauf angeboten werden, haben unsere Fans die Produkte, die in den Installationen der THE INSPIRATION GALLERY zu sehen sind, selbst bestimmt”, erklärt Marita Zybok, Lead Consumer PR eBay Deutschland.

Deutsche Internet-Einkäufer verlassen sich gern auf Bewährtes: Mehr als die Hälfte hat bisher bei höchstens drei verschiedenen E-Commerce-Betreibern bestellt. Auf Platz zwei liegt eBay hinter Amazon.

© www.internetworld.de

Die Kosten der Cloud berechnen

28.11.2014, 12:58

Was kosten Cloud-Dienste im Vergleich zu einer eigenen IT-Infrastruktur? Diese Frage will Claranet Unternehmen mit seinem Cloud Kalkulator beantworten, der nun um weitere Services erweitert wurde.

Die Kosten der Cloud berechnen

(Quelle: Shutterstock.com/PGMart)

Der Cloud-Anbieter Claranet hat seinen “Cloud TCO Kalkulator” um den Bereich “Managed Application Services” erweitert. Unternehmen können mit dem Kalkulator die Gesamtkosten für den Betrieb einer eigenen IT-Infrastruktur mit den Kosten für die Nutzung von Cloud-Services vergleichen. Ab sofort werden dabei auch Kostenfakforen wie Betriebssystem-, Datenbank- und Applikations-Management berücksichtigt.

Im Anschluss an die Berechnung erhalten Nutzer ein PDF-Dokument mit einer Übersicht zu den einzelnen Kostenfaktoren. “Dabei werden auch oft vernachlässigte, starke Kostentreiber wie ITIL-Konformität, hohe Verfügbarkeit und ISO-Zertifizierung berücksichtigt”, so Olaf Fischer, Geschäftsführer bei Claranet Deutschland.

Der Markt für Cloud Computing wächst weiterhin an – alleine in diesem Jahr erwarten die Analysten ein Umsatzplus von 46 Prozent. Die Umsätze bleiben allerdings unter den Erwartungen der Forscher, ergab eine Studie des Branchenverbands Bitkom.

Mit dem Wachstum des Cloud Computing tummeln sich immer mehr Anbieter auf dem Markt. Welche dies sind, hat German Businesscloud in einem Katalog zusammengetragen.

© www.internetworld.de

Yandex launcht einen völlig neuen Browser

28.11.2014, 12:41

Ganz anders und vor allem endlich modern – so soll der neue Browser aussehen, den der russische Suchmaschinenbetreiber Yandex in einer Alpha-Version vorgestellt hat. Der Fokus liegt auf Reduzierung.

Yandex launcht einen völlig neuen Browser

(Quelle: Screenshot)

Anstatt User mit zahllosen, gleichzeitig eingeblendeten Funktionen zu überfordern, soll der Yandex.Browser, den das russische Unternehmen in einer Alpha-Version gelauncht hat, aktuellen Trends der Nutzererfahrung gerecht werden und vor allem auf Interaktion und Personalisierung setzen. Mit einem komplett neuen Design soll der Bowser allen Anforderungen der Nutzer entsprechen, schreibt Yandex in einem Blog-Eintrag.

Zu den Bedürfnissen der User, die über reines Surfen hinaus gehen, zählen zum Beispiel das Einkaufen im Internet, das Lesen fremdsprachiger Webseiten sowie das Buchen von Flügen, Zugtickets oder Hotelzimmer umfasst. Das Erscheinungsbild des Yandex.Browsers unterscheidet sich tatsächlich deutlich von gängigen Konkurrenten wie Firefox, Internet Explorer oder Google Chrome: Das Design ist stark reduziert, die Tabs befinden sich am unteren Bildschirmrand und nehmen jeweils die Farbe an, die bei der entsprechenden Webseite tonangebend ist (siehe Screenshot).


Die Website des "New Yorker" im Yandex-Browser

Die Website des “New Yorker” im Yandex-Browser
(Quelle: Screenshot)


Die Suchfunktion des Yandex-Browsers

Die Suchfunktion des Yandex-Browsers
(Quelle: Screenshot)

Bei der Search-Funktion sind verschiedene Suchmaschinen verfügbar, obwohl Yandex selbst Anbieter einer Suchmaschine ist. Sobald Nutzer eine Anfrage in die passende Leiste tippen, die auch als Eingabezeile für URL-Adressen dient, erscheint ein kleines Textfeld, das erste Details zu den Suchergbenissen einblendet. Außerdem verzichtet der neue Browser auf eine dauerhafte Anzeige der Adressleiste, stattdessen erscheint lediglich der Name der geöffneten Webseite. Um eine andere Site anzusurfen, ist ein Klick auf die Titelleiste nötig – anschließend erscheint eine Smartbox in einem Overlay, in die Suchanfragen und Internetadressen eingegeben werden können.

Die neue Alpha-Version des Browsers ist in 15 Sprachversionen, darunter Deutsch, Englisch, Russisch und Türkisch, sowie für Geräte mit den Betriebssystemen Windows oder OS X verfügbar.

Den besten Browser hat im Sommer die Stiftung Warentest gesucht und dafür elf verschiedene Kandidaten unter die Lupe genommen. Testsieger war Google Chrome, der laut dem Analytics-Anbieter AT Internet auch der beliebteste Browser europaweit ist.

© www.internetworld.de