Bundestag beschließt Button-Lösung

02.03.2012, 14:38
Bundestag beschließt Button-Lösung

(Foto: fotolia.com/krimar)

Der Deutsche Bundestag hat am Freitagvormittag dem “Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs zum besseren Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher vor Kostenfallen im elektronischen Geschäftsverkehr” zugestimmt. Dadurch kommen auf Shopbetreiber in den kommenden Monaten ein paar Änderungen zu.

Das Änderungsgesetz muss noch vom Bundespräsidenten unterzeichnet werden, bevor es im Bundesgesetzblatt verkündet wird. Danach haben Shopbetreiber drei Monate Zeit, ihren Onlineshop an die neuen gesetzlichen Bestimmungen anzupassen.

Die in dem Gesetz enthaltene sogenannte Button-Lösung sieht vor, dass Shopbetreiber den Bestellabschluss so gestalten müssen, dass der Verbraucher mit seiner Bestellung ausdrücklich bestätigt, dass er sich zu einer Zahlung verpflichtet. Die Beschriftung “Bestellung absenden” genügt demnach nicht mehr, um einen rechtskräftigen Vertrag zu schließen. Stattdessen muss der Bestell-Button eine eindeutige Bezeichnung tragen, wie zum Beispiel “zahlungspflichtig bestellen”.

Außerdem muss der Käufer vor dem Abschluss des Kaufvertrages über die Kosten von Produkten, Lieferkosten und gegebenenfalls Mindestlaufzeiten informiert werden. Diese Informationen müssen klar, verständlich und deutlich hervorgehoben werden. Wer nach Ablauf der Drei-Monatsfrist gegen die neuen Vorgaben verstößt, schließt keine rechtskräftigen Verträge und kann zudem von Wettbewerbern abgemahnt werden.

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Google: Neues Anzeigenkonzept für stationären Handel

02.03.2012, 14:25

Google hat sich ein neues Anzeigenkonzept für den stationären Handel überlegt: Google Wochenangebote ist speziell auf den stationären Handel zugeschnitten und soll Sonderangebote auf personalisierten Webseiten präsentieren.

Wurfsendungen für das Internet. So sollen die neuen Google Wochenangebote funktionieren. Das neue Anzeigenkonzept startet jetzt und soll die beworbenen Sonderangebote von teilnehmenden stationären Händlern im Internet präsentieren. Das allerdings mit den Werkzeugen webbasierten Targetings: So können die dargestellten Produkte an die Interessen der Nutzer angepasst werden – basierend auf Suchanfrage, seinem Standort, der angeklickten Anzeige oder der Website, von der er kommt.

“Mit Google Wochenangeboten machen wir relevante lokale Angebote für Nutzer einfacher auffindbar. Dem stationären Handel helfen Wochenangebote dabei, wöchentliche Sonderangebote auf einer ansprechenden und interaktiven Website vorzustellen – und auf diese Weise zusätzlichen Absatz zu generieren”, sagt Paul Bankhead, Produktmanager bei Google.

Die Wochenangebote werden sowohl auf stationären als auch auf mobilen Geräten angezeigt und über AdWords beworben. Voraussetzung für eine Teilnahme ist ein Mindestvolumen von einer Million über AdWords erzeugten Seitenbesuchen pro Quartal.

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Erfolgreiche Conversion Optimierung

02.03.2012, 12:05
Erfolgreiche Conversion Optimierung

Bidmanagement macht bei gutem SEM nur knapp die Hälfte des Erfolgs aus. Der Rest ist Feinarbeit, die sich in barer Münze auszahlt: gute redaktionelle Arbeit, konsequentes Tracking, intelligentes Retargeting und richtig gemanagte Landingpages. Das heißt im Klartext: Sie lotsen Ihren Kunden mit dem passenden Text zum gewünschten Ergebnis. Wie das geht, erklärt René Körting, Geschäftsführer von Exelution.

1. Achten Sie auf die Bedürfnisse der User

Nicht der Weg ist das Ziel, sondern die Conversion. Das hört sich einfach an, ist es aber in der täglichen Praxis nicht immer. Denn die Bedürfnisse des Users werden oft nicht beachtet. Dieser möchte auf seiner Suche auf dem kürzesten Weg ans Ziel geführt werden. Trotzdem werden gerade bei großen und vielfältigen Kampagnen mit großer Sortimentsbreite und -tiefe immer wieder die gleichen Anzeigentexte verwendet, die nicht zum gewünschten Ergebnis führen. Hier werden viele wertvolle Kontakte zu potenziellen Kunden teuer verschenkt.

2. Arbeiten Sie genau und sparen Sie Kosten!

Wenn der Text genau, aufmerksamkeitsstark und zielgruppenrelevant auf die Kampagne abgestimmt ist, dann kann die Effizienz durch die „exact“-Einstellung von Google AdWords weiter gesteigert werden. Oder umgekehrt formuliert: „broad match“ ist der kostenintensive Feind der guten Optimierung. Die Einstellung „broad match“ berücksichtigt zwar eventuelle Schreibfehler des Users, das heißt „Pullover“ wird auch bei „Pulover“ ausgeliefert, allerdings liefert die Suchmaschine dann nach eigenem Ermessen aus. Deshalb lieber gleich detailliert arbeiten und „exact“ als Einstellung wählt.

3. Kreieren Sie für die Top-Suchbegriffe eigene Landingpages

Die richtige Verlinkung entscheidet über eine gute Conversion. Sind die Texte optimiert, dann muss von den Begriffen entsprechend richtig auf die Seite bzw. den Shop verlinkt werden. Auch hier steckt der Teufel im Detail, wenn Sie Produkte in unterschiedlicher Ausführung wie zum Beispiel Schuhe anbieten und deshalb keine exakte Verlinkung möglich ist. Eine perfekte Lösung ist, für die Top-Suchbegriffe eigene Landingpages zu kreieren und dort die gewünschten Ergebnisse anzuzeigen. Eine weitere Erhöhung der Conversion Rate erreichen Sie, indem Sie auf den Landingpages zusätzlich die Topseller der jeweiligen Warengruppe prominent platzieren.

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App Store Optimization essentiell

02.03.2012, 10:48

In den App Stores von Apple und Android, den meistfrequentierten ihrer Art, gibt es mittlerweile jeweils einige hunderttausend Anwendungen. Um eine App erfolgreich vermarkten zu können, ist es essenziell, in den Suchergebnissen der Online-Angebote einen guten Rang zu belegen. Um das zu gewährleisten, greifen Unternehmen immer häufiger auf App Store Optimization (ASO) zurück, um die Ergebnisse zu manipulieren. Mittlerweile gibt es sogar eine App, die das ganze automatisiert erledigt, wie techcrunch.com berichtet.

App: braucht richtige Keywords
(Foto: pixelio.de, Stefan Bayer)

“Das ist mittlerweile ein riesiger Markt. Wir bieten aber keine Dienstleistungen in diese Richtung an und bleiben beim Kerngeschäft Suchmaschinen-Optimierung. In manchen Bereichen kann die ASO uns zwar Konkurrenz machen, ich bin aber sicher, dass beide Ansätze separat nebeneinander existieren werden”, sagt Olaf Kopp, Geschäftsführer von Aufgesang Inbound Online Marketing.

Entscheidend für die Platzierung in den Suchergebnissen der App Stores sind die Keywords, die von den Betreibern eingegeben werden. “Die verwendeten Algorithmen sind bedeutend einfacher als jene von Google. Deshalb kann die Suche auch noch relativ einfach manipuliert werden. Wenn das alle bemerken, ist das nur noch ein Zitronenhandel. Die Store-Betreiber werden sicher auch dazulernen”, so Kopp. Bei der automatisierten Optimisierung muss die URL der eigenen App und jene von Konkurrenzprodukten angegeben werden. Ein Programm kann dann die verwendeten Keywords analysieren und Verbesserungsvorschläge machen.

Die dazu verwendeten Daten stammen allerdings allesamt aus zweiter Hand, da die Betreiber nicht erpicht darauf sind, die entsprechenden Informationen herauszugeben. Die Betreiber automatisierter Optimierung sind trotzdem überzeugt von der Wirksamkeit. “Das System ist etwa da, wo die Google-Suche vor zehn Jahren war, als man das Ranking noch durch eine hohe Keyword-Dichte austricksen konnte. Wenn die Betreiber qualitativ hochwertige App-Suchergebnisse gewährleisten wollen, müssen sie reagieren. Ich glaube, dass Userbewertungen bei Apps eine wichtige Rolle spielen”, erklärt Kopp.

Eine Verbesserung der Suchalgorithmen dauert allerdings ihre Zeit. “Die Betreiber haben noch wenig Erfahrung, können aber von Suchmaschinen lernen”, so Kopp. Bis dahin bleibt es für App-Betreiber wichtig, die App-Suche zum eigenen Vorteil zu beeinflussen. Selbst Apps, die mit großem Budget und entsprechender Medienaufmerksamkeit vermarktet werden, haben ohne optimierte Keywords in den Suchergebnissen der Store-Betreiber kaum eine Chance auf einen Platz an der Sonne.

(Markus Keßler/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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Fortune kürt die “World’s Most Admired Companies”

02.03.2012, 10:31
Fortune kürt die "World's Most Admired Companies"

Zum fünften Mal in Folge hat das US-Wirtschaftsmagazin Fortune Apple zur “World’s Most Admired Company” gekürt. Auch auf Platz zwei und drei steht im Jahr 2012 Konzerne aus der Onlinebranche: Google und Amazon.

Die Juroren begründeten die Wahl Apples damit, dass es für das US-Unternehmen ein überaus erfolgreiches Jahr war, trotz dem Todes von Steve Jobs und der Sorgen über die Zukunft des Konzerns. Der neue CEO Tim Cook hat es jedoch verstanden, Apple erfolgreich weiterzuführen. Gewaltige Absatzsteigerungen bei iPad und iPhone sorgten für ein starkes Umsatz- und Gewinnwachstum.

Neben den reinen Geschäftsdaten fließen in den Fortune-Index auch die Ergebnisse von Befragungen von 3.855 Führungskräften und Marktbeobachtern ein. Gemessen an den vergebenen Punkten kann im Jahr 2012 niemand Apple das Wasser reichen. Der iPhone-Hersteller brachte es auf 8,42 Punkte. Deutlich dahinter mit 7,74 Punkten erreicht Google den zweiten Platz. Beim Internetkonzern gab es ebenfalls einen Führungswechsel. Eric Schmidt trat als CEO zurück und übergab an Larry Page. Gemessen an den wirtschaftlichen Kennzahlen ist die Lage bei Google gut, aber den vielen Veränderungen des abgelaufenen Jahres stehen die Analysten offenbar skeptischer gegenüber.

Amazon machte im Vergleich zum Vorjahr einen riesigen Satz nach vorne. Reichte es 2011 nur für Rang sieben, belegte der weltgrößte Onlinehändler im aktuellen Ranking mit 7,45 Punkten den dritten Platz. Ebenfalls in den Top 50 vertreten sind IBM auf Platz fünf, Microsoft auf Platz 17, Intel auf Rang 36 und eBay auf Platz 41.

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NFC: Verbraucher misstrauisch

02.03.2012, 10:10

Die Akzeptanz für Funkzahlung ist in Deutschland gering: Lediglich 15 Prozent der Kunden können sich derzeit vorstellen, kleinere Käufe wie im Supermarkt, an Tankstellen oder an Fahrkartenautomaten zukünftig per Funk zu bezahlen. Ein Drittel der Verbraucher zeigt sich noch unentschlossen. Jeder Zweite lehnt diese neue Bezahlmöglichkeit hingegen ausdrücklich ab, wie eine Studie des Marktforschungsinstituts Heute und Morgen zeigt. “Das Hauptargument der Ablehner ist das starke Sicherheitsbedenken”, so Geschäftsführer Robert Quinke.

Konsumenten bei Funkzahlung kritisch
(Foto: pixelio.de, manwalk)

Kleine Einkäufe sollen zukünftig noch schneller gehen. Die Kunden halten ihre mit aufladbaren Chips ausgestatteten EC- oder Kreditkarten nur noch kurz vor ein Lesegerät und binnen weniger als einer Sekunde ist der Bezahlvorgang abgeschlossen. PIN-Eingabe oder Unterschrift sind nicht mehr nötig.

Die derzeit noch überwiegende Skepsis der Verbraucher gegenüber der Funkzahlung resultiert auch noch aus fehlender Transparenz oder aus einer als zu gering erlebten Attraktivität gegenüber anderen Bezahlarten. “Zweifel ist in allen Altersgruppen vorhanden, auch bei den jungen Leuten. Bei den über 50-Jährigen ist das Misstrauen allerdings am größten”, erklärt Quinke.

Die Untersuchung zeigt auch positive Ausblicke für die Anbieter: In einzelnen Bevölkerungssegmenten wie unter Männern, Besserverdienern, Kunden von Direktbanken und vor allem auch unter den Nutzern der bisherigen Geldkarte sind die Akzeptanzwerte und die wahrgenommene Attraktivität der Funkzahlung überdurchschnittlich ausgeprägt. “Die Unentschlossenen sehen teilweise noch nicht ganz den Nutzen und die Vorteile der Funkzahlung gegenüber bisherigen Möglichkeiten”, unterstreicht Quinke.

Ob die Verbraucher bei der Funkzahlung mitmachen, weiß freilich noch keiner. Erste Pilotprojekte der Geldinstitute laufen gerade erst an. “Bei den Kunden zeigt sich ein hoher Informationsbedarf zur Funkzahlung, vorhandene Befürchtungen in puncto Sicherheit und Kontrollverlust sollten dabei ausgeräumt werden”, sagt Christina Barschewski, Senior Projektleiterin bei dem Kölner Marktforschungsinstitut.

Für die Anbieter gehe es vor allem darum von der Attraktivität der neuen Zahlungsmöglichkeit zu überzeugen. “Zentral für den Markterfolg ist auch die hohe Verbreitung der erforderlichen neuen Lesegeräte im Handel und im Dienstleistungssektor”, ergänzt Barschewski.

(Dieter N. Unrath/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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Gema-Streit beendet?

02.03.2012, 9:59

Der Deutschlandstart des schwedischen Musikdienstes Spotify scheint kurz bevor zu stehen. Berichten zufolge soll der Service bereits in zwei Wochen starten. Unklar ist, ob der umstrittene Gratisservice, den die Gema nicht akzeptieren wollten, enthalten sein wird oder nicht.

Einem Bericht des Branchenblogs “Netzwertig.de” zufolge steht der Deutschlandstart des Musikdienstes Spotify kurz bevor. Die Information stamme aus “aus zuverlässiger Quelle”, schreibt Netzwertig.de. Eine offizielle Bestätigung wollten zwar weder Spotify noch die Gema geben, der Musikdienst schickte jedoch an ausgewählte Medien bereits funktionierende Testzugänge. “Derzeit ist Spotify in Deutschland noch nicht verfügbar, aber wir laden Sie ein, unseren Service als einer der Ersten hierzulande kennenzulernen”, heißt es in der Mail, die keine Details zum anstehenden Launch beinhaltet.

Spotify ist in bereits weltweit in zwölf Ländern verfügbar, auch in der Schweiz und in Österreich. In Deutschland scheiterte die Einführung an Differenzen zwischen Spotify und der Gema über das werbefinanzierte Gratisangebot, auf das Spotify auch hierzulande nicht verzichten will. Ob angesichts des offensichtlich bevorstehenden Starts Spotify oder die Gema nachgegeben hat, ist nicht bekannt.

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Börsengang von Yelp steht kurz bevor Aktien für 15 US-Dollar

02.03.2012, 9:44
Yelp-IPO steht kurz bevor

Heute soll es für Yelp endlich losgehen: Das Bewertungsportal will heute an die Börse gehen. Die Anteilsscheine sollen etwas teurer verkauft werden als ursprünglich erwartet.

Mit 15 US-Dollar pro Aktie liegt der Erstemissionspreis für Yelp-Anteile leicht über den erwarteten zwölf bis 14 US-Dollar. Mit dem neuen Aktieneinzelpreis will Yelp über 107 Millionen US-Dollar an Kapital einsammeln. Die Bewertung des Unternehmens würde damit auf rund 900 Millionen US-Dollar steigen, berichtet die New York Times. Insgesamt sollen 7,15 Millionen Aktien ausgegeben werden.

Im vergangenen Jahr verzeichnete Yelp einen Umsatz von 83,2 Millionen US-Dollar. Dennoch gab es statt Profit am Ende einen Verlust von 16,9 Millionen US-Dollar. Das lässt potentielle Investoren vermutlich zögern. Aus der letzten Aktualisierung des Antrags auf Börsenzulassung war hervorgegangen, dass Yelp eine Bewertung von 800 Millionen US-Dollar anstrebte.

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Internet: Betriebssystem der Gesellschaft

02.03.2012, 9:31

m Rahmen des E-Day der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) hat Gesellschaftsvisionär Gunter Dueck seine Sicht auf die Veränderungen, die moderne Kommunikationstechnologien auf die Gesellschaft haben, dargelegt. “Die Menschen machen sich Sorgen um die Sicherheit der modernen Technik. Dadurch sind sie oft zu zögerlich. Die Änderungen kommen so schnell, dass wir in einer immerwährenden Beta-Welt leben, in der Technologien abgelöst werden, bevor sie sicher gemacht werden können”, so Dueck.

Gunter Dueck: virtuelle Welt vor dem Durchbruch
(Foto: omnisophie.com )

Laut Dueck ist das Internet keine weitere Ergänzung von Staat und Gesellschaft, wie es in der Diskussion um einen “Internet-Minister” oft dargestellt wird. Stattdessen betreffe das Web alle Teile des Systems. “Das Internet wird zunehmend ein Betriebssystem für die Gesellschaft”, so Dueck. Vom Eigenheim, das mittels Tablet gesteuert werden kann, bis hin zu Medizin und Management bleibt kein Lebensbereich unberührt. “Die Welt 2.0 kommt demnächst, spätestens wenn wir alle ausreichend gut mobil verkabelt sind”, sagt der Experte.

Die gesamte Bevölkerung ändert momentan ihr Verhalten aufgrund der zunehmend konstanteren Anbindung an das Netz. “Bevor Menschen etwas kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen, konsultieren sie heute das Internet”, so Dueck. Dadurch spalte sich die Wirtschaft in zwei Bereiche auf: Einen, der einfache Aufgaben umfasst, die jeder erledigen kann und einen, für den es Experten benötigt. “Die Arbeit teilt sich in einen industrialisierten und einen schwierigen Teil auf. Das führt einerseits zu einem Drift in den Niedriglohnbereich, während wir andrerseits einen Expertenmangel haben”, erklärt der Visionär.

Laut Dueck lässt sich dieser Wandel nicht mehr aufhalten. “Können Sie in Ihrem Beruf noch jemandem helfen, der schon zwei Stunden zu dem Thema im Netz gesurft hat?”, fragt Dueck das Publikum. Vorbereitet ist momentan allerdings kaum jemand auf die Umwälzungen. “Die Politik ist praktisch noch immer in eine Bauern- und eine Arbeiterpartei eingeteilt – Gesellschaftsklassen, die es so nicht mehr gibt”, unterstreicht Dueck. Neue politische Strukturen erfordern laut dem Experten eine “Revolution von unten aus dem Netz”.

Auch andere althergebrachte Strukturen brechen erst langsam auf. Dueck weist beispielsweise auf einen Professor einer amerikanischen Eliteuniversität hin, der seinen Job gekündigt hat und jetzt nur noch Online-Vorlesungen abhält, vor hunderttausenden Hörern. “All diese Änderungen sind bereits im Gange. Ich habe nicht gesagt, dass ich das will, aber wir alle beschleunigen den Wandel durch unser Verhalten”, so der Keynote-Redner. Da der zunehmende Einfluss der Technologie unvermeidlich ist, rät der Experte, Neues schnell zu akzeptieren.

(Markus Keßler/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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Werbung aufs Smartphone via Ultraschall

02.03.2012, 9:23

Die US-Firma Sonic Notify hat eine Technologie entwickelt, die mithilfe eines für Menschen unhörbaren hochfrequenten Tons Inhalte auf Handys mit entsprechender Software schiebt. Das Geräusch kann von kleinen elektronischen Sendern erzeugt oder über bestehende Lautsprecheranlagen übertragen werden. Ob im Supermarkt oder Zuhause auf dem Sofa vor dem Fernseher, der Ultraschall-Ton lässt sich überall einsetzen, um kostengünstig ortsspezifische Werbemaßnahmen an den Konsumenten zu bringen.

Mobiltelefon: hört mehr als Besitzer
(Foto: pixelio.de, Günter Havlena)

Ob Handynutzer entsprechende Apps installieren wollen, bleibt ihnen selbst überlassen. Erste Feldtests waren bereits erfolgreich. Sonic Notify bietet versuchsweise eine eigene App an, die auf die hochfrequente Auslöser-Signale reagiert. Auf der vergangenen New York Fashion Week kam die Technik bereits zum Einsatz. Über die Lautsprecheranlage wurden in Echtzeit Bilder der Kollektionen und Informationen zu den Designern auf alle Mobiltelefone mit der App gespielt. Neben der Verwendung über Lautsprecher-Systeme, TV oder Radio bietet Sonic Notify auch spezielle Sender an, die, je nach Energieversorgung, ohne Verstärkung eine gewisse Fläche mit den unhörbaren Tönen beschallen können. Sobald ein entsprechendes Handy ein Signal entdeckt hat, wird der User darauf aufmerksam gemacht.

In Zukunft wird die Technik auch für Apps von anderen Anbietern adaptierbar sein. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Von der gezielten Werbung in Supermarktgängen oder vor Essensautomaten bis zur Wahl der Zugabe bei Konzerten. “Die Technik könnte sich, wie die QR-Codes, durchsetzen. In Verbindung mit Daten, die mit Apps über die User gesammelt werden, ist sehr zielgruppenorientierte Werbung möglich. Wer nicht will, muss entsprechende Apps nicht installieren oder kann sie wieder löschen. Es gibt zwar Gefahren, aber mündige Verbraucher kommen damit zurecht”, sagt Markus Deutsch von der Wirtschaftskammer Österreich.

Da die wenigsten Menschen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen lesen, besteht die Gefahr, dass viele User einen Dienst wie den von Sonic Notify unwissentlich aktivieren, sobald er in die verschiedensten Apps integriert wird. “Die Wirtschaft hat hier eine Verantwortung, die Technik nicht zu missbrauchen. Es gibt in Österreich und Deutschland auch Gesetze, die den Einsatz von Werbemitteln regeln”, zeigt sich Deutsch wenig besorgt. Das Mobiltelefon ist für viele Menschen ein integraler Bestandteil ihres Lebens. Ein Eingriff in diesen Teil der Privatsphäre ist für die Werbeindustrie verlockend.

Neben Werbung können mit hochfrequenten Tönen auch Gutscheine, Umfragen oder Wegbeschreibungen übertragen werden. Mithilfe der richtigen App kann über Geräusche das ganze Potenzial von Smartphones ausgeschöpft werden. “Es ist wie in ‘Minority Report’. Wenn es zur momentanen Situation passt, bekommst du eine Werbung aufs Handy”, sagt Alexander Morgan Bell, der Erfinder der Technik. Momentan verhandelt Sonic Notify mit Lady Gaga über einen Einsatz in Stadien bei der aktuellen Tour. Welche Frequenz genau für die Übertragung verwendet wird, ist nicht bekannt. Nervöse Reaktionen von Haustieren sind deshalb nicht mit absoluter Sicherheit auszuschließen.

(Markus Keßler/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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