Die Zukunft der mobilen Branche

08.03.2012, 13:19

Anlässlich der Branchenmesse „Mobile World Congress“ in Barcelona veröffentlicht die Fachgruppe Mobile im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. zehn Thesen zur Zukunft des Mediums Mobile in 2012. Die Experten der Fachgruppe erkennen wichtige Veränderungen aus Unternehmens- und Anwendersicht für das Mobile Internet, Mobile Advertising sowie für die Bereiche Mobile Business Solutions, Mobile Creation und Mobile Commerce.

Quelle: www.dynamicbooks.com

Mobile erobert alle Lebensbereiche

„Die unglaublich schnelle Entwicklung von Mobile hat einen starken Einfluss auf nahezu alle wichtigen Teilbereiche unseres Lebens. Alle entscheidenden Marktakteure sind zusammen mit Nutzern und Kunden gefordert, sich den innovativen Neuerungen zu stellen und die mobilen Trends zu verinnerlichen“, sagt Mark Wächter (MWC.mobi), Vorsitzender der Fachgruppe Mobile im BVDW.

Thesen für die Zukunft der Mobile Branche in 2012

Das mobile Internet erobert den Massenmarkt

Der Anteil der über Netzbetreiber verkauften Smartphones am Gesamtsortiment liegt mittlerweile weit über 50 Prozent. Darüber hinaus werden zunehmend auch immer mehr dieser intelligenten Telefone über große Retail-Ketten auf den Markt gebracht. Die Hürden zur Nutzung des Mobile Internet werden für Verbraucher durch günstige Datenflatrates geringer. Jedes kundenorientierte Unternehmen muss eine für Mobile optimierte Internet-Präsenz besitzen, die auf mobilen Endgeräten einwandfrei nutzbar ist.

Mobile Dienste müssen nutzwertig und relevant sein

Nur valide Kennzahlen über die Nutzung der Dienste und Inhalte können bestehende Informations- und Unterhaltungsangebote optimieren. Das Messen der Relevanz sowie ein genaues Usability- und Conversion-Tracking von Mobile-Applikationen und Mobile Sites werden für Unternehmen zur Pflicht. Was im Web schon lange Selbstverständlichkeit ist, dringt künftig auch in die Mobile Web- und App-Economy. Bei dem rasanten Zuwachs an Mobile Apps und Sites wird es sich kein Anbieter mehr leisten können, auf die Optimierung zur Sicherung von Wettbewerbsvorteilen zu verzichten.

QR-Codes gewinnen für Unternehmen an Relevanz

Die Technologie der QR-Codes setzt sich auf weiter Front durch. An der Schnittstelle von Verbraucher, Information und Produkt besitzen sie eine zunehmende Relevanz. In den nächsten Jahren werden QR-Codes sukzessive von Near-Field-Communication (NFC) Lösungen abgelöst. Mobile Endgeräte ohne bereits vorinstallierte Erkennungssoftware für QR-Codes sowie NFC-Chips werden künftig das Nachsehen gegenüber der Konkurrenz haben.

Mobile Commerce stimuliert E-Commerce

Die starke Verbreitung von Smartphones in der Bevölkerung wird den Mobile Commerce zum Durchbruch verhelfen und somit den E-Commerce weiter stärken. M-Commerce Lösungen bieten die Chance die digitale Shopping-Welt mit der analogen Lebenswirklichkeit in Einklang zu bringen. Für M-Commerce gelten eigene Regeln und Nutzungsszenarien. Mobile Payment erhält einen enormen Schub. Hier beginnt bereits der Wettbewerb der Systeme.

Die volle Auswahl der 10 Thesen finden Sie unter angegebenen Quelllink.

(Daniel Mittendorf | Quelle: www.bvdw.org)

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CeBIT: Noname-Tablets aus China

08.03.2012, 13:10

Das Wort “Tablet” erweckt beim europäischen User meist sofort Assoziationen mit bestimmten Unternehmen. Neben Apple dürfen sich auch Samsung, Motorola und einige andere zu diesem Kreis zählen. Doch die CeBIT 2012 zeigt auf großflächigem Areal, dass sich für Einsteiger und Durchschnittsuser der Blick nach Fernost durchaus lohnen kann.

Konzeptzeichnung eines Google-Tablets
(Quelle: Google)

Viele Hersteller waren auf der Messe nach der Suche nach interessierten Retailern und Distributoren, die ausgestellte Hardware gibt dabei oft mehr her, als der nach wie vor schlechte Ruf der Fernost-Ware vermuten lässt.

Noch vor zwei Jahren, als der Aufstieg von Android zum populären Mobil-Betriebsystem gerade im Gange war, genossen Noname-Gadgets aus Asien das Credo schlecht verarbeiteten, leistungsschwachen Elektroschrotts. Eine Umschreibung, die den Produkten oft nur zu gerecht wurde und auch auf viele Geräte zu Beginn der Android-Ära zutrifft. Dabei waren schwache Prozessoren oder geringer Speicher oft nur ein kleiner Teil des Problems. Miserable Bildschirme mit schlechter Darstellungsqualität und ungenauem Touch-Verhalten waren, gepaart mit oft minderwertigen Materialien und mangelhafter Verarbeitung das gängigste Ärgernis.

Die Fehler von damals lasten auch heute noch auf den Schultern der Produzenten aus Guandong, Shenzen und den anderen Industrie-Hotspots der Volksrepublik China. Und das, obwohl kaum ein Gerät namhafter Hersteller nicht zumindest teilweise in dem Land gefertigt wurde. Ein Rundgang in den asiatischen Pavillons der CeBIT belegt jedoch, dass man dazu gelernt hat.

Solide Performance, gute Displays

Vermehrt steckt Markenhardware in den Geräten, nicht selten werden die feilgebotenen Touchscreen-PCs mit ARM-Cortex-Prozessoren oder CPUs von Rockchip in einer Takt-Bandbreite von einem bis 1,5 Gigahertz betrieben und von einer GPU gestützt. Die meisten Devices warten auch mit einer RAM-Größe von zumindest 512 Megabyte oder einem Gigabyte auf und bieten acht oder mehr Gigabyte Speicher für Apps und Dateien. Spezifikationen wie diese waren in ausnahmslos allen getesteten Tablets mit 9,7 oder 10,0 Zoll gemein.

Ebenfalls auffallend: Wurden vor wenigen Monaten oft noch herkömmliche, kapazitive LCD-Touchscreens eingesetzt, sind mittlerweile flächendeckend Multitouch-Bildschirme mit IPS im Einsatz. Diese bieten nicht nur durchschnittliche bis erstaunlich gute Wiedergabequalität, sondern auch einen breiten Ansichtswinkel. Die oft wegen ihrer Ungenauigkeit ungeliebten, resistiven Screens gehören zu einer aussterbenden Gattung.

Verarbeitung

In Sachen Verarbeitung sind nur vereinzelt Geräte zu entdecken, die Anlass zur Sorge geben. In der Regel gibt es in dieser Hinsicht kaum etwas zu bemängeln. Was die äußerliche Gestaltung der Tabs angeht, spalten sich die Hersteller in drei Fraktionen. Der Großteil setzt entweder auf sehr generisch gehaltene Devices oder orientiert sich ziemlich offensichtlich an Apple. Nur eine Minderheit versucht, sich mit authentischen Eigenentwürfen abzuheben.

(Daniel Mittendorf | Quelle: bitkom.org)

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Studie: Social Media Markenwahrnehmung

08.03.2012, 13:02

Ab sofort erhalten Volkswagen, Ford, Mercedes-Benz und Co. die Möglichkeit, die unverblümte Meinung der Autofahrer, deren Lob und Kritik, übersichtlich und gebündelt in einer umfangreichen Studie zu erfahren. Der „Automotive Passion Report“ gibt Entscheidern in der Automobilbranche, Medienvertretern, Forschern und Social-Media-Interessierten einen analytischen Überblick zur Stimmungslage in Bezug auf die 35 wichtigsten Automarken.

Bidlquelle: Pixelio
Fotograf: Uschi Dreiucker

Veröffentlicht wird der Automotive Passion Report von www.motor-talk.de und der Business Intelligence Group (B.I.G.). Statt auf dem Urteil einiger weniger Jurymitglieder beruhen die Ergebnisse und Rankings innerhalb der umfangreichen Studie auf ca. 30 Millionen Beiträgen von mehr als zwei Millionen Community-Mitgliedern in über 600 themen- und markenspezifischen Foren. Ausgabe 1 liegen die Nutzerbeiträge des ersten Quartals 2011 zugrunde.

Innerhalb zahlreicher Tabellen und Diagramme wird klar ersichtlich, wie leidenschaftlich sich Autofans mit einer Marke auseinandersetzen, welche Marken positiver diskutiert werden als andere und welche Themen das größte Interesse auf sich ziehen. Neben dieser quantitativen Analyse werden die Ergebnisse des Social Media Monitorings professionell eingeordnet und interpretiert.

In der ersten Ausgabe des Automotive Passion Reports wird deutlich, dass die Autofahrer den „Kleinen“ das beste Zeugnis ausstellen. Denn wie das Automarken-Stimmungsbarometer zeigt, liegen die Nischenanbieter Subaru, Lancia und Chevrolet vorn – gefolgt von Alfa Romeo, Ford, Opel, Renault, Jaguar, Volvo und Skoda. Audi hingegen scheint mit seiner Produktpolitik nicht zu überzeugen: Die Premiummarke verliert im Vergleich zum vorherigen Quartal mehrere Plätze, rangiert auf der Beliebtheitsskala aber immer noch vor Volkswagen, BMW und Toyota.

Zusätzlich zur markenübergreifenden Analyse legen die Studienmacher den Fokus auf einzelne Marken. Was denken Skoda-Fahrer über die Marke Renault? Über welche Themen diskutieren Audi-Fans im Besonderen? Die gesamte Studie steht www.automotive-passion-report.de zum Download bereit.

(Daniel Mittendorf | Quelle: www.automotive-passion-report.de)

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Viele Unternehmen nutzen Cloud-Computing

08.03.2012, 12:53

Gut ein Viertel (28 Prozent) aller Unternehmen in Deutschland nutzt Cloud Computing. Vorreiter beim Einsatz dieser neuen Technologie sind u.a. Finanzdienstleister. Größere Unternehmen nutzen Cloud Computing überdurchschnittlich häufig. Dabei haben rund zwei Drittel aller Nutzer mit der Cloud positive Erfahrung gemacht. Das hat der „Cloud Monitor 2012“ von KPMG und Bitkom ergeben.

(Bild: devcentral.f5.com)

Die repräsentative Unternehmensbefragung ist zum ersten Mal durchgeführt worden und wird bis 2015 jährlich wiederholt. „Zwar stehen einige Unternehmen Cloud Computing noch skeptisch gegenüber. Doch diejenigen, die bereits Erfahrungen mit Cloud Computing gemacht haben, sind in der Regel durchweg zufrieden“, sagte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf bei der Präsentation der Studie auf der CeBIT.

Beim Cloud Computing kann fast die gesamte Palette von IT-Leistungen über Netze (meist über das Internet) bereitgestellt werden, und zwar je nach aktuellem Bedarf. Der Nutzer erhält seine IT-Leistungen in dem Maße und dem Moment, wie und wo er sie anfordert – bezahlt wird nach Nutzung.

Die weit überwiegende Zahl der Cloud-Nutzer setzt derzeit auf so genannte Private Clouds. 27 Prozent der Unternehmen nutzen diese Form des Cloud Computings, weitere 21 Prozent haben in diesem Bereich konkrete Investitionspläne für die kommenden 2 Jahre. Private Clouds sind quasi unternehmenseigen und können vom Unternehmen selbst oder von einem externen Dienstleister betrieben werden. Fast zwei Drittel der Nutzer beurteilen ihre Erfahrungen mit der Cloud als positiv.

Nur 6 Prozent der Unternehmen nutzen schon eine Public Cloud. Hier werden ITK-Leistungen von einem externen Dienstleister über das öffentliche Internet bezogen. Daten und Anwendungen der verschiedenen Kunden werden zwar logisch getrennt, aber auf denselben physischen Rechnern gespeichert. „Public Clouds spielen im Unternehmensalltag bislang eine untergeordnete Rolle. Hauptgrund dafür ist die Angst vor Datenverlust“, sagte Kempf. Dabei zeigen die Erfahrungen der Nutzer, dass diese Angst weitgehend unbegründet ist. Vier von fünf Nutzern der Public Cloud haben positive Erfahrungen gesammelt. Zu den wichtigsten positiven Auswirkungen der Public-Cloud-Nutzung zählen eine höhere Flexibilität der IT-Leistungen (80 Prozent der Nutzer), eine höhere Innovationsfähigkeit (70 Prozent) sowie die bessere Performance der IT-Leistungen und der mobile Zugriff auf die IT (60 Prozent).

Bruno Wallraf, Partner bei KPMG, sagte: „Unsere Umfrage zeigt, dass viele Unternehmen beim Thema Cloud Computing noch etwas unsicher und unentschlossen sind. Diejenigen, die bereits derartige Anwendungen nutzen, berichten fast ausschließlich von positiven Erfahrungen. Deshalb dürfte sich Cloud Computing schon bald weiter etablieren, zumal die Bandbreiten und das entsprechende Angebot an Dienstleistungen stark wachsen. Sicherheitsaspekte sollten Unternehmen dabei immer im Auge behalten – wobei professionelle Cloud Computing-Angebote oft sicherer sind als manche unternehmenseigene IT-Netze.“

Verbraucher nutzen Cloud-Dienste schon viel häufiger als Unternehmen. Drei Viertel aller Deutschen sind online. Wiederum fast drei Viertel aller Onliner legen Dateien wie Fotos, Videos oder Dokumente in sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing oder StudiVZ ab, bei den unter 30-Jährigen sind es gar 90 Prozent. Das ergab eine repräsentative Verbraucherbefragung zur Cloud-Nutzung von Aris im Auftrag des Bitkom. „Die Wolke wird für immer Verbraucher zu dem Speicherort schlechthin für ihre privaten Dateien“, sagte Kempf. Foto- oder Videoplattformen im Internet nutzt jeder fünfte User als Speicher für Dateien, Postfächer bei Email-Anbietern jeder sechste, spezielle Speicher-Anbieter wie Dropbox schon jeder achte. Die meisten Nutzer legen im Internet ihre Fotos ab. Schon beinahe jeder vierte Onliner pflegt dort sein Adressbuch oder seinen Terminkalender. Hier hat sich der Anteil im Vergleich zum Vorjahr jeweils verdoppelt. „Die meisten Verbraucher nutzen Cloud Computing derzeit für Entertainment-Angebote. Doch gerade Business-nahe Anwendungen wie die Online-Pflege von Terminen oder Adressen nehmen stark zu“, so Kempf. Laut Umfrage legt nur jeder fünfte Nutzer bewusst keine Daten im Internet ab.

(Marco Schürmann | Quelle: bitkom.org)

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Neues iPad: Kein LTE in Deutschland

08.03.2012, 10:25

Am gestrigen Abend stellte Apple das neue iPad vor, das am 16. März international verkauft wird. Zwar wird es auch innerhalb Europas die 4G-Modelle zu kaufen geben, doch wird man LTE nicht nutzen können. Im Weg stehen die technischen Daten der unterstützten Frequenzen. Warum es aber dennoch Grund zur Freude gibt, lesen Sie hier.

Apples neues iPad
(Foto: macobserver.com)

Das im neuen iPad verbaute 4G-Modul unterstützt die Frequenzbänder um 700 MHz und 2100 MHz. In Deutschland und Frankreich beispielsweise werden die LTE-Netze jedoch mit Frequenzen um 800 MHz und 2600 MHz betrieben, sodass es unmöglich sein wird, LTE auch hierzulande nutzen zu können. Kleiner Trost für diejenigen, die sich bereits über einen Geschwindigkeits-Zuwachs gefreut haben: Die UMTS-Erweiterung HSPA+ ermöglicht immerhin Geschwindigkeiten bis zu 21,6 Mb/s – mit LTE wäre die bis zu vierfache Datenübertragungsrate möglich.

Wer weiterhin auf LTE spekuliert, muss darauf hoffen, dass Apple in dem nächsten iPhone einen verbesserten Funkchip verbaut, der dann auch die europäischen LTE-Frequenzen unterstützt. Wer von der schnellen HSPA+-Verbindung Gebrauch machen will, sollte sich bei seinem Anbieter schon einmal nach einer Erweiterung des Tarifs umschauen.

Was das neue iPad sonst noch alles zu bieten hat, erfahren Sie in unserem Bericht.

(Marco Schürmann | Quelle: macfix.de)

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Deutsche Unternehmen haben selten eine Social-Media-Strategie

08.03.2012, 10:18

Deutsche Unternehmen haben selten eine Social-Media-Strategie

(Foto: istockphoto.com/akinbostanci)

Fast die Hälfte aller deutschen Firmen ist im Social Web aktiv. In jedem zweiten dieser Unternehmen gibt es jedoch keine unternehmensweite oder bereichsübergreifende Social-Media-Strategie, stellt eine GfK-Studie fest.

Von den befragten Marketing-Entscheidern gaben 50 Prozent an, Social Media oder Community-Marketing zu betreiben. Davon haben allerdings nur 40 Prozent auch eine Social-Web-Strategie. Bei 8,5 Prozent der Verantwortlichen herrscht sogar Unklarheit darüber, ob es eine solche Strategie überhaupt im Unternehmen gibt.

Soziale Netzwerke seien für das Marketing wichtig, glauben der Studie zufolge 74,1 Prozent der Befragten. Auch Videoplattformen wie Youtube oder Vimeo spielen dabei eine große Rolle, meinen 62 Prozent. Demzufolge geht die Mehrheit (73,7 Prozent) davon aus, dass im Gesamtmarkt die Budgets für Social Media steigen werden. Zwei Drittel der Unternehmen wollen ihre Investitionen in alternative Werbung steigern. Das ist auch nötig, denn bisher liegen bei dreiviertel der Unternehmen die Budgets für diese Art der Werbung bei unter 15 Prozent des gesamten Werbeetats.

Word-of-Mouth-Marketing ist für die meisten Unternehmen interessanter als Blog- oder Social-Media-Marketing. So wollen 13,7 Prozent mit Word-of-Mouth-Aktionen in Erscheinung treten, während 11,9 Prozent in Online-Games investieren wollen. Den Einstieg in Social Media planen dagegen nur 11,5 Prozent.

Klassische Werbung sehen viele Marketing-Entscheider mit Skepsis. Sie begeistere nur noch selten, meint jeder Dritte. Die meisten Befragten sind der Meinung, dass die Ansprüche der Konsumenten gestiegen sind. Deshalb sei es notwendig, dass Werbung mit guten Inhalten überzeugen und kreativer als bisher sein müsste. Außerdem gäbe es ein Überangebot an Werbung auf den verschiedenen Kanälen, so dass sie in vielen Fällen als Störenfried wahrgenommen wird. Alternative Werbung biete dagegen die Möglichkeit innovativ zu werben.

Für die Untersuchung “Alternative Werbeformen 2011″ befragte die GfK im Auftrag der webguerillas 270 Marketingverantwortliche in verschiedenen Branchen.

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Arbeitgeber prüfen Social-Media-Profile

08.03.2012, 10:12

In den USA wird gerade darüber debattiert, ob ein potenzieller Arbeitgeber das Recht hat, Einblick in die Social-Media-Profile von Bewerbern zu nehmen, berichten US-Medien. In mehreren Fällen haben vor allem staatliche Unternehmen, zuletzt das Amt für Strafvollzug in Maryland und eine Polizeistation in North Carolina, bei Bewerbungsgesprächen verlangt, Zugriff auf die Online-Profile der Applikanten zu erhalten.

Arbeitgeber kontrollieren Social-Media-Profile
(Foto: 123rf.com)

Im vergangenen Jahr mussten Bewerber für das Gefängniswesen in Maryland gar ihre Zugangsdaten herausrücken. Findige Arbeitssuchende unterziehen ihre Profile mittlerweile einem Frühjahrsputz. “Aus Deutschland sind mir keine vergleichbaren Fälle bekannt, da dieses Vorgehen bei uns nicht zulässig ist. Arbeitnehmer bräuchten eine freiwillige Einwilligung für einen Zugang zu Profilen. Die Freiwilligkeit ist bei einer Bewerbung nicht gegeben, da Kandidaten unter Zwang stehen, um eine Anstellung zu erhalten”, sagt Sven Polenz, Referatsleiter beim Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein.

Als Begründung für die Social-Media-Spionage geben die staatlichen Einrichtungen an, dass auf diese Weise ungeeignete Kandidaten ausgesiebt werden können. Vor allem Bewerbern mit Verbindungen zu Banden soll so der Zutritt zu sicherheitsrelevanten Aufgaben verwehrt werden. “Ein aktueller Gesetzesentwurf sieht vor, dass Arbeitgeber sich in sozialen Netzwerken über Kandidaten informieren. Allerdings dürfen sie nur öffentlich zugängliche Daten einsehen, die der beruflichen Sphäre zuzuordnen sind. Diese Einteilung wäre in der Praxis schwierig. Ob die Änderungen wirklich kommen, steht noch nicht fest”, so Polenz.

Technologisch bewanderte Kandidaten gehen mittlerweile bereits dazu über, ihre Profile in sozialen Netzwerken auf Vordermann zu bringen, vor sie sich um eine Stelle bewerben. Es gibt sogar schon Apps, die der Online-Identität automatisch eine weiße Weste verschaffen.
Somit werden durch Zugriffe auf private Accounts zunehmend nur die Bewerber aussortiert, die weniger Social-Media-affin sind und nicht wissen, wie sie für den Ernstfall vorsorgen können. Nach der Einstellung sind Online-Konten auch nicht vor dem Zugriff des Arbeitgebers gefeit.

Software-Firmen bieten immer ausgefeiltere Programme an, mit denen die Internet-Aktivitäten von Mitarbeitern überwacht werden können. Ein Online-Ausrutscher kann unangenehme Konsequenzen haben. Apple hat in England einen Mitarbeiter entlassen, weil er einen negativen Kommentar zu einem Produkt bei Facebook abgegeben hat. “Gesetzliche Regelungen verhindern in Deutschland eine dauerhafte Überwachung der Mitarbeiter. Kontrolle, die nicht durch spezifisches betriebliches Interesse gerechtfertigt ist, ist auch nicht erlaubt”, erklärt Polenz.

(Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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Aktualisierter Börsenzulassungsantrag von Facebook

08.03.2012, 10:08
Aktualisierter Börsenzulassungsantrag von Facebook

Interessant, was aus den Aktualisierungen von Börsenzulassungsanträgen so hervor geht. Facebooks Antragsberichtigung beschreibt unter anderem die zu erwartenden Risiken und gibt neue Einblicke in die Nutzerstatistik. Dagegen geht fast unter, dass das Netzwerk neue Schnittstellen geöffnet hat, die neue App-Funktionalitäten erlauben.

Im neuen Börsenzulassungsantrag geht Facebook auf einige aktuelle Änderungen ein, die den Erfolg des Unternehmens beeinflussen könnten. So erwähnt das Netzwerk im S1-Formular unter anderem die Tatsache, dass Zynga kürzlich eine eigene, Facebook-unabhängige Plattform gelauncht hat. Sollten dadurch Nutzer von Facebook abwandern, könnte dies die Einnahmen aus Gaming beeinflussen. Gegenwärtig bekommt das Unternehmen 30 Prozent Kommission auf Käufe, die Nutzer in Zynga-Spielen tätigen. Auch der Vorwurf Yahoos, Facebook verletze 13 Patente, wird als potentielles Risiko aufgelistet, sollte das Internetunternehmen gerichtlich gegen Facebook vorgehen.

Der aktualisierte Antrag präzisiert darüber hinaus einige Nutzerstatistiken: So wird unter anderem die Marktdurchdringung für Deutschland auf 30 bis 40 Prozent berichtigt. In den USA hatte das soziale Netzwerk Ende 2011 161 Millionen Nutzer und damit 16 Prozent mehr im Vergleich zum Vorjahr. Facebook hat mittlerweile 432 Millionen monatlich aktive User, die mobil das Netzwerk ansteuern.

Im Hinblick auf Sales stellt der Antrag fest, dass Facebook über die Hälfte seines Umsatzes über die Nutzer in Nordamerika generiert. In der Zukunft will das Netzwerk neue Werbeinitiativen starten, auch im Bereich mobile Anzeigen, um damit mehr Erträge zu machen und den Werbekunden neue Einnahmemöglichkeiten zu bieten.

Im Developer-Blog gab Facebook bekannt, neue Schnittstellen geöffnet zu haben. Apps auf der Plattform wird nunmehr erlaubt, Freunde und Orte in Beiträgen zu taggen. Apps, die auf dem Open Graph beruhen, können nun Videos abspielen und großformatige Fotos in Chronik und Nachrichtenstrang anzeigen.

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Apple stellt iPad 3 vor

08.03.2012, 9:26
Apple stellt iPad 3 vor

Kein iPad HD, kein iPad 3 – das am Mittwochabend vorgestellte Tablet bezeichnet Apple schlicht als “das neue iPad”. Zu den Highlights zählen das neu entwickelte, höher auflösende Display, ein schnellerer Prozessor und die neue iSight-Kamera mit Autofokus. Auch der neue Mobilfunkstandard LTE wird unterstützt.

Die großen Überraschungen bei der Präsentation des neuen iPad blieben aus. Vielmehr entsprechen die vorgestellten Features dem, was über das iPad 3 bereits bekannt wurde. Dennoch ist es Apple gelungen, mit einigen technischen Verbesserungen ein Gerät zu entwickeln, das ein würdiger Nachfolger des iPad 2 ist – und vermutlich die Kunden zum Verkaufsstart in Scharen in die Apple Stores strömen lässt.

Lange auf die Folter spannen will Apple seine Fans nicht: das iPad wird bereits am 16. März 2012 in Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Großbritannien, den USA, Kanada, Japan, Singapur, Hong Kong und Australien in die Läden kommen. Vorbestellungen sind online ab sofort möglich. Anders als bei früheren Produkteinführungen soll es diesmal nicht zu Lieferengpässen kommen. Die Produktion läuft sein Monaten auf Hochtouren, so dass genügend Geräte für den weltweiten Marktstart bereitliegen sollten.

Mehr Evolution als Revolution

Auch wenn die meisten technischen Details schon seit Wochen bekannt sind, kann das neue iPad mit etlichen Verbesserungen überzeugen. Im neuen iPad steckt ein neuer Prozessor, allerdings nicht wie erwartet ein Quadcore, sondern lediglich einer mit zwei Kernen – genannt A5X. Eine Ursache, so wird vermutet, sei, dass die Unterstützung des schnelleren Netzstandards LTE bislang nur mit Dualcore- und nicht mit Vierkern-Prozessoren funktioniere. Vierfach-Power gibt es dennoch und zwar bei der Grafikeinheit.

Die zusätzliche Rechenleistung ist für das neue Display auch dringend notwendig. Hier hat Apple im Vergleich zum iPad 2 kräftig nachgerüstet. Wie schon beim iPhone 4 wartet das Tablet mit einem Retina-Display auf, dass 2.048 x 1.536 Pixel auflöst und dabei eine Punktdichte von 264dpi bietet. Enger liegen die Punkte nur beim iPhone 4 und 4S zusammen: hier sind es 320dpi.

Um die neue grafische Vielfalt ausspielen zu können, hat Apple auch eine Reihe neuer Apps wie zum Beispiel die Fotoanwendung iPhoto vorgestellt und die bestehenden Standardanwendungen überarbeitet. Ältere Apps werden auf die neue, doppelt so hohe Auflösung skaliert. Hier besteht folglich auch Handlungsbedarf für die App-Entwickler.

iPad als großer Fotoapparat

Apple spendiert seinem neuen Tablet auch eine neue Kamera mit Namen iSight. Megapixel sind dabei nicht alles: Während im iPhone eine Acht-Megapixel-Knipse integriert ist, bietet das neue iPad nur eine mit fünf Megapixel. Allerdings besteht die Optik der neuen Kamera aus fünf Elementen und bringt einen Infrarotfilter mit. Durch Autofokus und automatische Gesichtserkennung sollen damit noch bessere Fotos gelingen. Statt mit 720p wie beim iPad 2 kann die neue Kamera Videos sogar in Full-HD (1080p) aufnehmen.

Die Verbesserungen haben jedoch auch ihren Preis. Zum ersten Mal legt das iPad bei Gewicht und Dicke zu. Im Vergleich zum iPad 2 ist das neue Tablet rund 50 Gramm schwerer und einen halben Millimeter dicker. Schuld daran ist vor allem der stärkere Akku. Der soll aber wie beim iPad 2 rund 10 Stunden durchhalten.

Was ist mit Siri?

Auf dem iPad kommt das neue iOS 5.1 zum Einsatz, dennoch wurde der Sprachassistent Siri nicht vom iPhone 4S übernommen. Das iPad bringt aber eine Diktierfunktion mit, womit das Schreiben von E-Mails erleichtert werden soll. Außerdem kann man mit dem neuen iPad endlich auch einen WLAN-Hotspot aufmachen und somit anderen Geräten den Zugang zum Internetermöglichen.

Die von einigen Beobachtern erwartete Verschiebung bei den Speicherkonfigurationen gibt es nicht. Es bleibt wie bisher bei den Versionen mit 16, 32 und 64 Gigabyte. In Deutschland wird die WLAN-Version zwischen 479 und 679 Euro kosten, mit LTE sind 599 bis 799 Euro fällig. Gleichzeitig wird das iPad 2 günstiger. Es kostet mit 16 Gigabyte und WLAN 399 Euro und mit UMTS 519 Euro.

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Swoodoo glaubt nicht an Facebook & Co.

07.03.2012, 15:39

(Foto: Fotolia.com / Fizzgig)

Alle reden über Social Media – aber keiner kauft ein. Nachdem sich im E-Commerce bereits zahlreiche Händler enttäuscht von Social-Commerce abgewendet haben, findet nun auch ein Vertreter der Reisebranche offene Worte: Für “völlig überbewertet” hält Christian Saller, Chef der Flug- und Hotelsuche Swoodoo, den Kanal.

Bestenfalls “nice-to-have” seien Unternehmensauftritte und -Kampagnen in Social-Media-Plattformen, meint die Flug- und Hotelsuchmaschine Swoodoo. Jedenfalls in der Tourismusbranche geht, sei der Nutzwert von Social Media vernachlässigbar. “Wenn es um Social Media geht, herrscht in der Touristik Aktionismus”, sagt Swoodoo-Chef Christian Saller anlässlich der Tourismusmesse ITB. “Jeder möchte dort vertreten sein – der Nutzen für den gewünschten Abverkauf ist jedoch fraglich.” Nach Sallers Meinung sind Social-Media-Plattformen für Reisevermittler und -veranstalter allenfalls eine attraktive Visitenkarte. Mehr Verkauf sei dadurch jedoch bisher nicht zu generieren.

Als überbewertet sieht der Manager auch die Bedeutung der Boom-Plattform Facebook für die Tourismusindustrie, denn die Anzahl der Fans stehe oftmals in keinerlei Verhältnis zu den monatlichen Verkaufszahlen. Viele Reiseportale verfügten lediglich über einige hundert oder tausend Anhänger, eine verschwindend kleine Anzahl angesichts der siebenstelligen Anzahl von Flug- und Reisebuchungen monatlich.

Auch den Wert von Verkaufsaktionen auf Social-Media-Seiten bezweifelt Swoodoo. “Klassische Kanäle für Abverkaufs-Aktionen wie Newsletter-Marketing sind hier immer noch der Königsweg, erfolgreiche Verkaufsaktionen über Social Media in der Tourismusindustrie sind mir nicht bekannt”, so Saller. Eine Präsenz auf Facebook und Co. sei in erster Linie eine Image-Pflege für eine überschaubare Gruppe von Fans anstatt eines effektiven Instruments für den Abverkauf von Tickets oder Reisen.

In den USA haben sich schon seit geraumer Zeit viele Retailer wieder vom Social Commerce abgewandt: Gamestop, J.C. Penney, Gap und Nordstrom haben in den letzten Monaten ihre Facebook-Shops geschlossen. Auch die Forrester Research-Analystin Suchirita Mulpuru, die auf der Messe Internet World am 27. März die Keynote hält, hat dem F-Commerce in ihrer Studie “Will Facebook ever drive E-Commerce?” eine düstere Zukunft prognostiziert.

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