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29.11.2011, 10:30

Viel Spass!

Facebook-IPO im Frühjahr 2012

29.11.2011, 9:40
Facebook-IPO im Frühjahr 2012

Zwischen April und Juni 2012 soll es nun endlich so weit sein. Facebook will an die Börse gehen. Mit der Erstemission will das soziale Netzwerk auf eine Bewertung in dreistelliger Milliardenhöhe kommen – und mal eben zehn Milliarden US-Dollar Kapital einsammeln.

Der Herbst ist gekommen und gegangen – und eigentlich sollte der offizielle Antrag für die Börsenzulassung von Facebook schon gestellt sein. Noch immer gibt es aber keine offiziellen Verlautbarungen zur IPO von Facebook. Nach Informationen des Wall Street Journals befindet sich das sozial Netzwerk bereits in Gesprächen mit der US-amerikanischen Börsenaufsicht SEC über eine Erstemission zwischen April und Juni 2012.

Bis jetzt habe das Unternehmen bereits intern einen Emissionsprospekt zusammengestellt, womit Facebook jederzeit auf den Börsengang vorbereitet wäre. Mit welchen Finanzinstituten das Netzwerk jedoch den Gang aufs Wall-Street-Parkett wagen werde, sei noch nicht entschieden.

Spätestens im April sei aber mit einem fixen Termin für die Börsenzulassung zu rechnen. Bis dahin werde Facebook nämlich die Zahl von 500 Anteilseignern überschreiten – und damit amtlich gezwungen sein, seine Finanzdetails öffentlich darzulegen.

Der Börsengang von Facebook ist schon seit Monaten im Gespräch. Im Juni 2011 war erstmals die Rede davon, dass das Unternehmen mit der Erstemission eine Bewertung von 100 Milliarden US-Dollar anstrebe. Vor knapp einem Jahr war Facebook noch auf 50 Milliarden US-Dollar bewertet worden.

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Cyber Monday in Deutschland

28.11.2011, 14:22
Cyber Monday in Deutschland

Im vergangenen Jahr hat Amazon erstmals den Cyber Monday nach Deutschland exportiert und hat damit eine ziemliche Bauchlandung hingelegt. Die Server hielten riesigen Nachfrage nicht stand und im Ergebnis erntete der US-Händler reichlich Kritik von verärgerten Kunden und Verbraucherschützern. In diesem Jahr soll alles anders werden.

Amazon hat in Deutschland kurzer Hand den Cyber Monday bis Mittwoch verlängert. In dieser Zeit will der US-Händler jeweils zwischen neun und 21 Uhr rund 350 Angebote an seine Kunden bringen. Ganz nach dem US-Vorbild spart das Unternehmen dabei nicht mit Rabatten. Bis zu 50 Prozent Nachlass verspricht Amazon für Artikel aus so ziemlich allen Produktwelten von der Waschmaschine bis zur CD.

Amazon hat etwas gut zu machen

Offenbar hat Amazon aus den Fehlern des Vorjahres gelernt. Auf Twitter finden sich nur positive Äußerungen. Auch bei Facebook dominieren die zufriedenen Kunden. Allerdings bemängeln einige Nutzer, dass weder die Produkte, noch die Preise so herausragend günstig sind, wie im Jahr 2010. Der Onlinehändler hat bei seinen deutschen Kunden etwas gut zu machen. Deshalb wurde der Aktionszeitraum vermutlich auch auf drei Tage ausgeweitet. Das gibt es in dieser Form noch nicht einmal im Heimatmarkt. Dort gibt es die Cyber-Monday-Angebote nur heute, dafür fing Amazon dort schon um Mitternacht an. In den anderen europäischen Nachbarländern, wie Österreich, Großbritannien oder Frankreich verzichtet Amazon auf den verkaufsstarken Montag.

Verbraucherschützer kritisieren Lockvogelangebote

Im vergangenen Jahr hagelte es heftige Kritik am Cyber Monday. Zwar begrüßten viele Kunden die außergewöhnliche Verkaufsaktion, doch in der Bestellabwicklung häuften sich die Probleme. So kamen Tausende Kunden gar nicht erst in den Genuss der günstigen Angebote, da die Server den starken Andrang nicht verarbeiten konnten. In den ersten 1.500 Kommentaren auf der Facebook-Seite bezeichneten viele User die Aktion im Vorjahr als “Frechheit”, “Glückspiel” oder gar “Betrug”. Später schlug der Zorn in Hohn um.

Das rief auch die Verbraucherschützer auf den Plan, die das Geschäftsgebaren des weltgrößten Onlinehändlers unter die Lupe nahmen. Der Vorwurf damals lautete: Amazon hätte die Probleme im Vorfeld erahnen können und hat vorsätzlich zu geringe Stückzahlen der Produkte auf Lager gehabt.

Trotz aller Kritik war der Cyber Monday 2010 der erfolgreichste Verkaufstag von Amazon: Alleine an diesem Tag hat der Onlinehändler 13,7 Millionen Bestellungen weltweit entgegengenommen. Vermutlich wird dieser Rekord in diesem Jahr übertroffen. Der Verlauf der Aktion an den kommenden Tagen wird zeigen, ob Amazon aus den Erfahrungen des Vorjahres gelernt hat.

Deutsche Händler lassen den Zug fahren

Während der Cyber Monday in den USA als der Shopping-Tag im Weihnachtsgeschäft schlechthin gilt, zeigt sich der deutsche Markt davon relativ unbeeindruckt. Nur sehr wenige Versender haben ein Special abseits von Advents-, Weihnachts- oder Nikolaus-Sonderangeboten aufgesetzt. Selbst die großen Anbieter wie Otto oder Conrad verzichten auf derartige Live-Shopping-Aktionen oder springen stattdessen auf den länger anhaltenden Trend von tagesaktuellen Angeboten auf.

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Schlechte Sichtbarkeit von Werbemaßnahmen

28.11.2011, 14:00
Schlechte Sichtbarkeit von Werbemaßnahmen

(Foto: istock.com/iconogenic)

Werbung ist nur dann gut, wenn sie bei der Zielgruppe tatsächlich ankommt. Eine Studie kommt nun zu dem Ergebnis, dass ein Drittel des eingesetzten Werbebudgets effektiv verschwendet wird – weil die Werbemittel nicht sichtbar genug sind.

In Europa verpufft durchschnittlich 30 Prozent des eingesetzten Branding-Budgets, weil die Werbemittel nicht vom Zielpublikum wahrgenommen werden. Das stellt die Studie “Creative Visibility and Duration Report” des australischen Ad-Serving-Anbieters Facilitate Digital fest.

Die besten Ergebnisse bei der Sichtbarkeits- und Kontaktperformance erzielten die Schweiz und Deutschland: Die Eidgenossen haben den Zusammenhang von Zielgruppen-relevanten Werbemitteln und geeigneter Platzierung bereits erkannt und erreichen zu 79 Prozent ihr Publikum. Deutschland liegt mit 68 Prozent auf dem zweiten Platz, gefolgt von Österreich und Schweden mit 66 Prozent. Schlusslicht der Europastudie sind die Niederlande, wo weniger als die Hälfte der untersuchten Ad Impressions den sichtbaren Bereich erreichten.

Ungenaue Planung und unpassende Werbemittel

“Nach unseren Ergebnissen werden mehr als 30 Prozent der Branding Budgets in Europa verschwendet”, so Oliver Weiss, Managing Director Europe bei Facilitate Digital. Verantwortlich dafür seien eine ungenaue Mediaplanung und die Nutzung von ungeeigneten Werbemitteln für Branding-Kampagnen.

Für die Studie wurden TKP-basierte Branding-Kampagnen auf den Märkten Deutschland, Schweiz, Österreich, Niederlande, Schweden und Großbritannien untersucht, die mehr als eine Million Ad Impressions pro Kampagne und mindestens eintausend Ad Impressions pro Tag ausgeliefert haben. Die Studie lief von Juli bis September 2011.

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Agof legt neuen Branchenbericht Versicherungen vor

28.11.2011, 13:55

Agof legt neuen Branchenbericht Versicherungen vor

(Foto: Fotolia.com/Setareh)

Über ein Viertel der deutschen Onlinenutzer hat das Internet bereits zur Suche nach Informationen über Versicherungen benutzt. Allerdings schließt nur jeder zehnte User seine Policen tatsächlich auch online ab.

Mit durchschnittlich 56,7 Prozent sind die versicherungsaffinen Onlinenutzer überwiegend männlich sowie mit 44,4 Prozent überdurchschnittlich stark in der werberelevanten Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen vertreten. Kombiniert mit einer hohen Erwerbstätigkeitsquote sowie der Finanzkraft  – 33,2 Prozent verfügen über ein Haushalts­nettoeinkommen von über 3.000 Euro – stellt das Internet laut dem aktuellen Branchenbericht Versicherungen der AGOF eine effektive und vielseitige Plattform für Werbetreibende der Versicherungsindustrie dar.

Die Tatsache, dass das Internet bei rund 27,4 Prozent der Nutzer gerade in der Orientierungs- und Entscheidungsphase rund um Versicherungsbelange eine entscheidende Rolle spielt, lässt deshalb auch einem guten Onlinemarketing der Anbieter zur Aktivierung möglicher Kunden eine große Bedeutung zukommen. So können potentielle Versicherungsnehmer durch Onlinewerbung gezielt angesprochen werden. Vor allem zusätzliche Angebote wie Vergleichsportale oder interaktive Beitragsrechner intensivieren dabei den Dialog mit der Zielgruppe.

Der AGOF-Branchenbericht “Versicherungen” basiert auf den Daten der internet facts 2011-08. Unter dem Oberbegriff Versicherungen wurden dabei die Produkte Krankenversicherungen, Lebens- und Rentenversicherungen als private Altersvorsorge sowie andere Versicherungen wie zum Beispiel Auto-, Hausrat- oder Haftpflichtversicherungen zusammengefasst. Basis für den Branchenbericht ist der Weiteste Nutzerkreis (WNK) der Onlinenutzer, also Personen, die das Internet innerhalb der letzten drei Monate mindestens einmal genutzt haben.

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Soziale Netzwerke werden zum Informationskanal

28.11.2011, 13:13
Soziale Netzwerke werden zum Informationskanal

Soziale Netzwerke entwickeln sich immer mehr zum neuen Nachrichtenkanal. So informieren sich bereits 28 Prozent aller aktiven Nutzer von Online-Communities dort über das aktuelle Tagesgeschehen.

Vor allem jüngere Mitglieder von sozialen Netzwerken - nämlich 34 Prozent der 14- 29-Jährigen – nutzen die Möglichkeit, aktuelle Nachrichten über Communities wie Facebook abzurufen. Bei den 30- 49-Jährigen und den über 50-Jährigen sind es noch rund 23 Prozent. Dies ergibt eine aktuelle Studie im Auftrag des Branchenverbands Bitkom, in deren Rahmen das Meinungsforschungsinstitut Forsa 753 deutschsprachige Nutzer sozialer Netzwerke befragt hatte.

“Der Anstoß für weitere Recherchen auf Nachrichtenseiten beginnt für immer mehr Menschen in einem sozialen Netzwerk.”, sagt Bitkom-Präsidiumsmitglied Ralph Haupter. So könnten Informationsportale ihre Klickzahlen deutlich erhöhen, wenn sie aktuelle Nachrichten auch über ihre Communityprofile verbreiten. Gleichzeitig könnten Social-Media-Ereignisse jedoch auch eine Berichterstattung in klassischen Medien auslösen.

Social Engagement lohnt sich

Ein Engagement im Bereich Social Media lohnt sich allerdings nicht nur für Nachrichtenportale, sondern auch für andere Unternehmen. So informieren sich bereits 14 Prozent der Mitglieder in sozialen Netzwerken über Marken und Produkte. Bereits vier Prozent nutzen ihre Community, um direkt mit dem Unternehmen zu kommunizieren.

Soziale Onlinenetzwerke sind ein fester Bestandteil der Internetlandschaft geworden. Rund 40 Millionen Deutsche haben sich in mindestens einer Community registriert. Bei den unter 30-Jährigen Internetnutzern sind es sogar 96 Prozent. Auch die online verbrachte Zeit konzentriert sich immer mehr auf diesen Bereich. Jedes dritte Mitglied loggt sich täglich in einem Netzwerk ein.

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Netbooks vom Aussterben bedroht?

28.11.2011, 11:28

Durch das boomende Smartphone- und Tabletgeschäft werden Netbooks immer uninteressanter. Doch das sind nicht die einzigen Geräte, die den kleinen 10-Zoll-Geräten Konkurrenz machen. Die so genannten “Ultrabooks” sollen die Netbooks ablösen. Samsung hat in der letzten Woche eine E-Mail an seine Vertriebspartner versandt, in der der Elektronikhersteller sich zur Netbook-Produktion geäußert haben soll.

Ein Ultrabook: Das ASUS UX21

(Quelle: mobilemag.com)

Das französische Online-Portal blogeee.net soll den Inhalt der E-Mail kennen und berichtet davon, dass zugunsten der Ultrabooks die Produktion der Netbook-Produktreihe (10,1-Zoll-Geräte) im ersten Quartal des nächsten Jahres eingestellt werden soll.

Samsung möchte sich demnach zukünftig auf die Weiterentwicklung der Ultrabooks konzentrieren, die Display-Größen von 11,6 und 12 Zoll bieten. Eine offizielle Stellungnahme zu den Plänen gibt es auf Seiten Samsungs jedoch noch nicht.

Mit einem 13,3 Zoll Notebook der Series 9 hat Samsung erst vor kurzem ein Produkt auf den Markt gebracht, das dem MacBook Air Konkurrenz machen sollte. Um auch der 11,6-Zoll-Variante des MacBook Airs Parole bieten zu können, legte der Elektronikhersteller kurze Zeit später mit einem weiteren Modell der Series 9 im Mai nach.

(Marco Schürmann | Quelle: stern.de)

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Social Media erfordert Umstrukturierung

28.11.2011, 10:49

Mit Social Media wird Kommunikation öffentlicher, interaktiver und unberechenbarer. Unternehmen sehen Chancen und Risiken – und benötigen neue Strukturen und klare Ziele für den Kundendialog, so ein Fazit beim 5. Dialogmarketing-Kongress in Kassel.

(Quelle: social-up.com)

Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren auf dem 5. Deutschen Dialogmarketing-Kongress das Thema „Dialogmarketing im Spannungsfeld zwischen Direct Mail und Social Media“. Veranstalter sind das Dialog Marketing Competence Center an der Universität Kassel (Koordination), das Centrum für Interaktives Marketing und Medienmanagement an der Universität Münster, das Siegfried Vögele Institut, Königstein/Ts, ein Unternehmen der Deutschen Post DHL, sowie der SVI-Stiftungslehrstuhl für Marketing und Dialogmarketing der Steinbeis-Hochschule Berlin. Aktive Unternehmen aus Industrie, Medien oder dem Dienstleistungssektor stehen heute schon im Dialog mit ihren Kunden. Sie nutzen im Social Web Medien wie Facebook, Twitter, Communities und Fanseiten als Kommunikationswege, die klassische Formate wie Anzeigen, Werbebriefe oder Newsletter ergänzen. „Das Social Web bietet im Gegensatz zum Dialogmarketing auch den Dialog unter Kunden an“, wie Dr. Peter Figge, CEO der Werbeagentur Jung von Matt, Hamburg, betont. „Und diese Kunden können die besten Botschafter des Unternehmens werden: Im besten Fall spricht der Fan auf der Markenplattform für die Marke und stützt authentisch die Markenbotschaft. Dies kann hilfreich sein (Help Desk-Funktion) oder eine Gefahr (Shitstorm) darstellen.“, so Figge. Da die Dialoge zwischen Marken und Kunden und Interessenten für viele öffentlich nachvollziehbar seien, müsse jede Aussage der Marke daher klar und öffentlich vertretbar sein.

Dialogmarketing, das heißt die personalisierte Ansprache von Kunden mit den Zielen Kundengewinnung und –bindung, gab es zu allen Zeiten. Das Spektrum reicht dabei vom personalisierten Werbebrief bis zum per Cookie ausgesteuerten Display-Advertising. Dialogmarketing ist mit einem Gesamtvolumen von 27 Mrd. EUR (2010) ein bedeutender Teil des deutschen Werbemarkts. Zukünftig wird Dialogmarketing als anspruchsvolles ‚Relationship Management’ zu einer Kerndisziplin moderner Unternehmensführung“, sagt Prof. Dr. H. Dieter Dahlhoff, Universität Kassel, Inhaber des SVI Stiftungslehrstuhls Kommunikations- und Medienmanagement. Der genau geplante, persönliche, individuelle Kontakt mit Bestandskunden und Zielkunden werde durch die parallele Interaktion auf mehreren Kanälen – d. h. über Internet (Mail, Social Media) und den Direktbrief geführt. Dahlhoff weiter: „Das Unternehmen kommuniziert nun punktgenau und medienadäquat mit alten und neuen Verbrauchern auf deren Customer Journey (Kundenreise durch die Wunsch- und Kaufwelt). Das erfordere aber neue Unternehmensstrukturen für eine rasche und interaktive Kommunikation – etwa neue Abstimmungen zwischen Service, Beschwerdemanagement, PR, Marketing oder Produktmanagement.

„Social Media ist eine kollektive Lernerfahrung und für Unternehmen vielfach noch experimentell und verunsichernd“, erläutert Dr. Klaus Wilsberg, Direktor am Siegfried Vögele Institut. Die größte Herausforderung bestehe für Unternehmen darin, „Kontakte“ und „Freunde“ zu Kunden zu machen. Auch er ist sich sicher, dass Unternehmen sich deshalb in Marketing und Kommunikation auch organisatorisch anders aufstellen müssen. Das Spannungsfeld zwischen klassischen Dialogmedien und Social Media werde sich nicht auflösen. Social Media löse „alte“ Medien nicht ab, sondern ergänze diese. In welchem Maße dies geschehe, hänge auch von Branchen und Produkten ab. „Sicher ist Social Media derzeit aber als PR-Instrument und Träger von Markenbotschaften bedeutsamer ist als im Bereich Vermarktung oder Vertrieb“, betont Wilsberg.

(Marco Schürmann | Quelle: Pressemeldung Uni Kassel)

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Zeitung: Vergangenheit und Zukunft

28.11.2011, 10:28

Nach aufwändiger Sanierung präsentiert sich das Internationale Zeitungsmuseum Aachen (IZM) als Ort der interaktiven Erlebbarkeit des Mediums Zeitung. Anfassen, sehen, erleben – so das Konzept. Anders als in klassischen Pressemuseen steht im IZM nicht die Pressehistorie im Mittelpunkt, sondern die Zeitung wird als wichtiger Faktor der Lesekultur gesehen.

Museum Aachen (Quelle: bvdz.de)

Daneben gelte die Zeitung auch als Treiber von Aufklärung, Demokratie und Bildung, so schreibt Ralf Siepmann in seinem Beitrag für das Portal evangelisch, so der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger.

Ein Highlight des Museums: Eine interaktive Weltkarte erlaubt den Download der Titelseiten von Zeitungen aus aller Herren Länder. Von der „New York Times“, über die „F.A.Z.“ und die auflagenstärkste Zeitung der Welt „Yomiuri Shimbun“ aus Japan (14 Millionen verkaufte Exemplare) bis zur „No Dong Shin Mun“ aus Nordkorea reicht dabei das Spektrum. Und in den Schubladen wartet ein ausgewählter Teil der Sammlung von über 200.000 Zeitungen aus aller Welt auf Interessierte. Die älteste darunter ist eine Flugschrift von 1590, des Vorläufers der ersten gedruckten Zeitung. Die Sammlung geht auf einen Grundstock zurück, den der Privatgelehrte Oskar von Forckenbeck (1822-1898) zusammengetragen hat.

(Daniel Schürmann | Quelle: www.bdzv.de)

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Kostenlose Dienste kosten Miliarden

28.11.2011, 10:21

Die Nutzer von Diensten wie Suchmaschinen, sozialen Netzwerken, Filesharing-Plattformen und anderen Diensten im Internet haben sich daran gewöhnt, dass sie für diese Services nichts zu bezahlen brauchen. Die Anbieter der Dienstleistungen müssen trotzdem jeden Monat Rechnungen über viele Millionen Dollar begleichen. Wie sie das finanzieren…

(Quelle: wdr.de)

Finanzieren müssen das die Nutzer, auch wenn sie nicht direkt bezahlen, denn Umsonst ist nichts. Bezahlt wird im Internet häufig mit den eigenen, meist privaten Daten. Die beiden größten Anbieter von Gratis-Services, Google und Facebook, bezahlen alleine für Strom jeden Monat enorme Summen. Google verbrauchte 2010 eigenen Angaben zufolge 2,26 Milliarden Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem Verbrauch einer Stadt mit 200.000 Einwohnern. Rivale Facebook zahlte schon im Jahr 2008 jeden Monat mehr als eine Millionen Dollar an Stromkosten. Zusammen mit Miete, Bandbreite, Kosten für neue Server und Personal beliefen sich die monatlichen Fixkosten für das soziale Netzwerk schon damals auf über 20 Millionen Dollar. Dieser Betrag wächst aufgrund international wachsender Nutzerzahlen noch weiter an.

Gründe für die Kostenlos-Strategie

Zu Beginn verfolgen viele Unternehmen die Strategie, möglichst schnell zu, erklärt Quintessenz-Obmann Georg Markus Kainz gegenüber den österreichischen Kollegen des Dienstes Pressetext. Investoren unterstützen diese Szrategie, da man mit Gratis-Angeboten möglichst schnell wachsen kann. In Erwartung zukünftiger Gewinne helfen Investoren mit Millionenbeträgen bei der Vorfinanzierung. Heute verdient Facebook nach Schätzungen (im Jahr 2010) etwa zwei Milliarden Dollar mit Werbung, die es aufgrund seiner Kundendaten verkaufen konnte.

Benutzer sind Ware, kein Kunde

Für Unternehmen, die Gratis-Anwendungen anbieten, sind die User nicht mehr länger Kunden, sondern Ware. Ob sich dieses Geschäftsmodell langfristig etablieren kann, ist noch offen. Wie das Wall Street Journal berichtet, sind die Aktienkurse der meisten Unternehmen, die auf Gratis-Services setzen, nach dem Börsengang stark gesunken. Ein großer Test für das System wird der Börsengang von Facebook werden. Der geschätzte Marktwert von 50 Milliarden Dollar ist im Vergleich zu den Umsätzen nämlich sehr hoch.

(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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