Facebooks Antrag auf Börsenzulassung

01.02.2012, 13:26

Heute will Facebook seine Zulassung an der Wall Street beantragen. Überraschenderweise soll das Unternehmen dabei das Volumen des Börsengangs auf die Hälfte dessen angesetzt haben, was Branchenkenner bisher vermuteten.

Rund fünf Milliarden US-Dollar wolle Facebook von den Anlegern einfordern, berichtet das Handelsblatt. Experten waren bisher von einem Volumen von zehn Milliarden US-Dollar ausgegangen. Das Management des sozialen Netzwerks habe sich entschieden, konservativ zu starten. Bei starkem Anlegerinteresse könnte Das Unternehmen dann bis zum tatsächlichen Börsengang im Mai oder Juni das Angebot weiter erhöhen.

Neben Morgan Stanley als führender Bank sollen die Finanzinstitute Goldman Sachs, Bank of America, Barclays, JP Morgan und Merrill Lynch den Börsengang von Facebook begleiten. Angaben zu den Aktienpreisen gibt es noch keine. Facebook bereitet sich schon seit Monaten auf den Börsengang vor.

Der Social-Media-Hype gehe noch lange nicht zu Ende, erklärte Sandberg vergangene Woche auf der DLD Conference. Ihrer Meinung nach lässt sich die Entwicklung, die soziale Netzwerke angestoßen haben, nicht mehr zurückdrehen – denn sie haben das tägliche Leben von Millionen Menschen verändert.

Facebook trägt einer Deloitte-Studie zufolge rund 15 Milliarden Euro zum europäischen Bruttoinlandsprodukt bei. Ein besonders großer Anteil davon entfällt auf Deutschland, Großbritannien und Italien.

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Deutschland: IT-Branche investiert

01.02.2012, 13:18

Deutschland hat sich zu einem bevorzugten Standort der internationalen High-Tech-Investitionen entwickelt – die IT-Branche steht an der Spitze. Die Anzahl an High-Tech-Unternehmen innerhalb Deutschlands mit ausländischem Besitz ist innerhalb der letzten fünf Jahre um 12 Prozent auf knapp 4.000 gestiegen. Das geht aus einer neuen Studie des Münchner Unternehmens Swartzberg hervor.

(Quelle: thgweb.de)

Dabei soll der Ausbau von Servicenetzen innerhalb Deutschlands für Anbieter technologischer Dienstleistungen mit Hauptsitz im europäischen Ausland für das Wachstum verantwortlich sein. Die meisten Technologie-Investoren kommen mit großem Abstand aus den USA: Vier mal so viele Unternehmen wie die auf den folgenden Plätzen gestellten Länder Japan und Frankreich fanden hierzulande Boden.

Der “Umorientierungsprozess” der weltweiten IT- und Biotechnologiebranche hinterlässt auch in Deutschland seine Spuren: In München sind die meisten Unternehmen aus dem Bereich abgewandert. Doch trotz der Einbußen konnte der Freistaat seine Position als bevorzugten Standort für ausländische Investoren halten. Im Zeitraum 2006 bis 2011 gehörten technologische Dienstleistungen zu der am schnellsten wachsenden Branche. Die IT-Branche ist nach wie vor Spitzenreiter unter den ausländischen Investitionen besonders durch die neu gegründeten Tochtergesellschaften vieler Dienstleister.

Vier Wellen ausländischer High-Tech-Investitionen erlebte Deutschland innerhalb der letzten 20 Jahre: “Die jüngste Welle ist durch drei Merkmale gekennzeichnet: Geringere Kapitalintensität, hohe Personalintensität und Rekordvolatilität”, so der Autor der ForCom-Studie, Terry Swartzberg. Damit sorgen ausländische Dienstleister für viele neue Arbeitsplätze.

(Marco Schürmann | Quelle: presseportal.de)

Breitband-Anschlüsse: Deutschland an der Spitze

01.02.2012, 11:26

Der Breitband-Boom in Deutschland setzt sich fort. Lange Zeit haben deutsche Haushalte schnelle Internet-Zugänge im internationalen Vergleich nur mäßig genutzt. Nun ist man in der Spitzengruppe angekommen. Inzwischen nutzen fast vier von fünf Haushalten (78 Prozent) einen schnellen Breitband-Zugang ins Netz. Damit hat sich die Zahl dieser Anschlüsse seit 2004 mehr als vervierfacht und beträgt nun 31 Millionen. Deutschland liegt klar über dem europäischen Schnitt, auf Rang 6. Dies gab der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) heute bekannt.

(Quelle: helukabel.de)

Basis sind neue Zahlen von Eurostat. „Die Breitband-Strategie des Bundes und die Milliarden-Investitionen der Netzbetreiber haben es ermöglicht, dass Deutschland bei der Breitband-Nutzung inzwischen vorne dabei ist“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Schnelle Internet-Zugänge mit mindestens 1Mbit/s sind in Deutschland für über 99 Prozent der Haushalte verfügbar. Nur jeder fünfte Haushalt nutzt dieses Angebot nicht. „Für Zuwachs bei der Nutzung sorgten außerdem sinkende Preise bei gleichzeitig höheren Bandbreiten“, so Rohleder. Immer höhere Geschwindigkeiten und die Kombination von Fernsehanschluss, Internetzugang sowie Telefonie machen die Paketangebote für immer mehr Kunden attraktiv.

Laut Bundesnetzagentur haben die TK-Unternehmen zwischen 1998 und 2010 über 93 Milliarden Euro in den Ausbau der Netze investiert. „Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist die flächendeckende Verfügbarkeit von schnellen Internetverbindungen unverzichtbar“, sagte Rohleder. Wichtige Zukunftsprojekte, wie intelligente Strom- und Verkehrsnetze, seien auf ein leistungsfähiges Breitbandnetz angewiesen.

Die Bundesregierung will durch Breitbandstrategie den Ausbau der Infrastruktur beschleunigen. Mit dem Ausbau der Mobilfunknetze mit dem neuen Standard LTE (Long Term Evolution) werden auch die letzten „weißen Flecken“ in der Breitbandversorgung geschlossen. In einem zweiten Schritt wird die Entwicklung zu deutlich höheren Geschwindigkeiten forciert. Im Jahr 2014 sollen 75 Prozent aller Haushalte Zugang zu Anschlüssen mit mindestens 50 MBit/s haben.

(Marco Schürmann | Quelle: bitkom.org)

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RFID-Kreditkarten geknackt

01.02.2012, 10:42

Hackerin Kristin Paget hat bei einer aufsehenerregenden Vorführung am vergangenen Wochenende in Washington bewiesen, wie einfach die Daten von US-Kreditkarten mit RFID-Chip zum kontaktlosen Bezahlen ausgelesen und missbraucht werden können. Die Hackerin konnte vor dem erstaunten Publikum 15 Dollar von der Kreditkarte eines Freiwilligen abbuchen und auf ihr Konto transferieren, wie Forbes berichtet. “Ich bin verwundert, dass keine sichere Authentifizierung des Lesegerätes erforderlich ist. Auch mit anderen Maßnahmen könnte der Aufwand zum Auslesen der Daten deutlich erhöht werden”, sagt Enso-Detego-CTO Matthias Weitlaner.

Paget verwendet für ihre Demonstration ein Lesegerät, das sie für 50 Dollar bei eBay erstanden hat. Ohne die Testperson zu berühren, liest die Hackerin durch Kleidung und Brieftasche hindurch die Daten auf dem Kreditkartenchip aus. So erhält sie die Kreditkartennummer, das Verfallsdatum und einen für jede Transaktion notwendigen, zufällig generierten CVV-Code. “Kreditkarten mit Kontaktlos-Schnittstelle haben eine Reichweite von maximal ein bis zwei Zentimetern. Das Mehr an Convenience geht mit gestiegenem Risiko einher. Mit entsprechendem Aufwand ist jedes System zu knacken”, so Weitlaner.

Kreditkarten: RFID-Daten günstig auslesbar
(Foto: pixelio.de, manwalk)

Paget transferiert die ausgelesenen Daten mit einem Schreibgerät für rund 300 Dollar auf einen leeren, im Handel frei erhältlichen Kreditkartenrohling. Das Lesegerät wird dazu verwendet, ein autorisiertes Modul für Bezahlvorgänge zu emulieren. Mit der illegalen Kopie kann sie zwar nur eine Transaktion tätigen, da der CVV-Code danach verfällt, aber durch das Auslesen mehrerer Karten könnte trotzdem ein rentables Geschäftsmodell entstehen. Bei der Vorführung wird die Abbuchung mithilfe einer iPhone-App getätigt, die die Annahme von Zahlungen via Smartphone erlaubt. In den USA sind etwa 100 Mio. RFID-Kreditkarten im Umlauf.

Die Verwundbarkeit von kontaktlosen Bezahlsystemen ist bei weitem nicht neu. Die Vorführung von Paget beweist nur, dass die Industrie noch nicht entsprechend reagiert hat. “Der Hack ist beschämend einfach. Durch die Emulation der kontaktlosen Bezahl-Terminals können sämtliche Sicherheitsmaßnahmen umgangen werden, da der Chip von einem legalen Bezahlvorgang ausgeht und die nötigen Informationen ausspuckt”, sagt Paget.

Auch in Europa sind schon ähnliche Systeme im Einsatz. “Seit dem vergangenen Jahr geben wir Gold-Cards im Olympia-Design mit contactless-Funktion aus. Einige Tausend Karten sind bereits im Umlauf. In diesem Jahr geben wir auch die passenden Lese-Terminals an Geschäfte aus”, sagt Georg Huemer, ein Sprecher der Firma Card Complete in Österreich.

(Markus Keßler/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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Amazon verzeichnet mehr Umsatz und weniger Gewinn

01.02.2012, 9:42

Die Investitionen machen sich bemerkbar. Amazon legte zwar beim Umsatz mehr als 30 Prozent zu, der Gewinn des Onlinehandelsplatzes verringerte sich jedoch um mehr als die Hälfte.

Der Gewinn von Amazon betrug im vierten Quartal des vergangenen Jahres 177 Millionen US-Dollar. Das ist 58 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz entwickelte sich positiv: Hier verzeichnete Amazon 17,43 Milliarden US-Dollar und damit 35 Prozent mehr als im vierten Quartal 2010.

Mit 9,9 Milliarden US-Dollar wurde mehr als die Hälfte des Umsatzes wurden auf dem nordamerikanischen Stammmarkt erwirtschaftet. Auf den internationalen Märkten dagegen setzte Amazon 7,5 Milliarden US-Dollar um. Beide Märkte verbesserten ihre Umsatzzahlen um rund ein Drittel: In Nordamerika hatte Amazon im vierten Quartal 2010 7,2 Milliarden US-Dollar und international 5,7 Milliarden US-Dollar umgesetzt.

Dass es nicht schlechter aussieht, verdankt Amazon wohl dem Kindle Fire, der im vierten Quartal herauskam und sich bisher als Kassenschlager erwiesen hat. Das sagte jedenfalls Amazon-Chef Jeff Bezos: “Wir bedanken uns bei den Millionen von Kunden, die im Weihnachtsgeschäft 2011 den Kindle Fire und Kindle E-Reader erstanden und damit Kindle zum Bestseller sowohl in USA als auch in Europa gemacht haben.”

Für das erste Quartal 2012 visiert Amazon eine Umsatzsteigerung von knapp einem Drittel an und möchte Güter im Gesamtwert zwischen 12,0 und 13,4 Milliarden US-Dollar verkaufen.

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“Schlaue Farbe” erkennt strukturelle Schäden

01.02.2012, 9:35

Forscher an der Universiät von Strathclyde in Glasgow, Schottland haben eine neue, preiswerte “Schlaue Farbe” (Englisch: Smart Paint) entwickelt, die mikroskopische Schäden an Turbinen, in Minen und an Brücken erkennen kann, bevor gefährliche strukturelle Schäden entstehen.

Foto: Eric Pop, University of Illinois

Die umweltfreundliche Farbe nutzt Nanotechnologie um Bewegungen in großen Strukturen zu erkennen und könnte die Zukunft nachhaltig beeinflussen, denn bisher müssen teure und komplexe Geräte sowie Auswertungsmethoden genutzt werden, um die Sicherheit von Gebäuden zu beurteilen.

Der Vorteil der schlauen Farbe: Sie kostet nur einen Bruchteil dessen und lässt sich auf jede Oberfläche einfach aufsprühen. Anschließend werden Elektroden auf der Farbe angebracht wodurch sich durch Spannungsabrisse Mikrobeschädigungen finden lassen, noch lange bevor es zur Katastrophe kommt.

Für die Farbe wird ein Abfallprodukt genutzt: Feinstaub (fly ash). Gemischt mit Kohlefaser Nanoröhrchen ergibt sich eine zementartige Masse. Diese lässt sich zum Beispiel bei Windrädern an das Fundament anbringen und erkennt mikrorisse, bevor diese zur Gefahr werden.

Der erste Test mit einer Prototyp-Paste wurde bereits erfolgreich abgeschlossen. Weitere Tests sollen in der nächsten Zukunft in Glasgow erfolgen.

(Daniel Schürmann | Quelle: engadget.com)

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Google baut seine Position weiter aus

01.02.2012, 8:46

Der Umsatz mit Suchanzeigenwerbung steigt dieses Jahr in den USA um 27 Prozent auf 19,5 Milliarden US-Dollar an. Ein Großteil davon, nämlich 78 Prozent, fließt an Google.

(Foto: istockphoto.com/Alija)

Microsoft fallen sieben Prozent des Budgets für Suchmaschinenwerbung zu, Yahoo fünf Prozent und AOL knapp zwei Prozent. Das prognostiziert eMarketer für das laufende Jahr.

Auch in Zukunft steigen die Umsätze weiter: Im Jahr 2014 sollen die SEM-Werbeumsätze auf 25 Milliarden US-Dollar anwachsen. Dann werden die Steigerungsraten von Microsoft mit 26 Prozent die von Google (13 Prozent) übertreffen – allerdings auf niedrigerem Niveau. Dennoch bleibt Google mit knapp 80 Prozent des Suchanzeigenbudgets unangefochten auf Platz eins, Microsoft soll den Schätzungen zufolge in zwei Jahren auf einen Anteil von knapp neun Prozent kommen.

Die Ausgaben für mobile Werbung haben in den USA 2011 eine Höhe von 1,45 Milliarden US-Dollar erreicht – das sind 89 Prozent mehr als im Vorjahr. Für das laufende Jahr prognostiziert eMarketer ein weiteres Plus von 80 Prozent und 2,61 Milliarden Umsatz.

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Nachbesserung im EU-Datenschutz gefordert

01.02.2012, 8:34

Der Hightech-Verband Bitkom spricht sich für eine Vereinheitlichung des Datenschutzes in Europa aus und fordert Verbesserungen an dem kürzlich vorgelegten Entwurf für eine EU-Datenschutzverordnung. Kritik kam vor allem an der Ausweitung des Einwilligungsprinzips, wodurch Internetnutzer künftig in zahlreichen Einzelfällen eine jeweils gesonderte Zustimmung zur Datenverarbeitung geben müssen.

Positiv hebt der Bitkom hervor, dass der Entwurf eine stärkere Abstimmung der europäischen Datenschutzbehörden vorsieht, damit die neuen Vorschriften einheitlich ausgelegt werden. Zudem setze die Kommission auf die Selbstregulierung der Wirtschaft als Ergänzung zu Gesetzen und stärke die betrieblichen Datenschutzbeauftragten.

Kritik hingegen übt Bitkom an der Ausweitung des Einwilligungsprinzips, wodurch Internetnutzer künftig in zahlreichen Einzelfällen eine jeweils gesonderte Zustimmung zur Datenverarbeitung geben müssen. Es sei nur auf den ersten Blick verbraucherfreundlich, für alles und jedes eine gesonderte Einwilligung zu verlangen, und sei es noch so nachrangig. Mit einem solchen Ansatz würde das Web zu einem Hindernisparcours umgebaut. Zwar seien einige problematische Vorgaben aus ersten Entwürfen offenbar überarbeitet worden, insgesamt würden die Bedingungen für die Datenverarbeitung jedoch erschwert.

Konkret fordert der Bitkom: Wir brauchen keine Verschärfung des europäischen Datenschutzrechts über das in Deutschland geltende, ohnehin sehr hohe Niveau hinaus. Wir brauchen eine Modernisierung, die Freiheitsrechte und Schutzbedarf im Internet in Einklang bringt.

(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

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Blättern in E-Books verbessert

01.02.2012, 8:30

In Südkorea wurde eine neue Technik entwickelt, die eine Bessere Bedienung von E-Books bringen soll. Mit der neuen Software soll die Interaktivität erhöht werden und die Leser schneller oder langsamer blättern können. Entwickelt wurde das neue System von Forscher des Korea Advanced Institute of Science and Technology (Kaist).


(Quelle: technologybook.eu)

Nachteilig bei E-Books sei, dass man ihn ihnen nur eingeschränkt navigieren könne. Das “Smart E-Book” genannte System soll weitere Gesten unterstützen und ein Handling der digitalen Büchern wie bei gedruckten Büchern ermöglichen, wie schnelles Durchblättern oder überfliegen. So erlaubt es eine Geste, die bereits außerhalb des Bildschirms beginnt (aber dennoch durch einen berührungsempfindlichen Displayrahmen erkannt wird), dass das E-Book zur Seite geschoben wird. Dadurch werden die übrigen Seiten sichtbar und man kann schnell zu einer beliebigen Seite fliegen.

Da das Smart E-Book System multitouch-fähig ist, kann der Leser auch seinen Finger an der anderen Seite dazwischenhalten und so eine Art Lesezeichen mit seinem Finger bilden – ähnlich wie beim gedruckten Buch. Zudem ermöglichen zwei Finger das umblättern zweier Seiten, vier Finger lassen den Leser mit einer Wisch-Geste vier Seiten weiterspringen.

Neue neue Software, so hofft man in Südkorea, werde ihre Verbreitung hoffentlich schnell auf zahlreichen Tablets und E-Readern finden, so der Projektleiter Lee. Insgesamt wurden elf Patente für die neue Software angemeldet.

(Daniel Schürmann | Quelle: golem.de)

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Verkaufsverbot für Galaxy Tab 10.1 bestätigt

31.01.2012, 15:13

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat mit einer einstweiligen Verfügung das Verkaufsverbot von Samsungs Tablet-Rechner Galaxy Tab 10.1 bekräftigt. Demnach darf Samsung das Gerät in Deutschland weder bewerben noch verkaufen. Das Urteil hat jedoch kaum Auswirkungen auf andere Länder.

Apple feiert bei der Patentauseinandersetzung mit Samsung den dritten Erfolg in Folge in Deutschland. Zuletzt scheiterte der Hersteller der Galaxy Tabs mit zwei Patentklagen gegen Apple vor dem Landgericht Mannheim. Nun hat das OLG Düsseldorf mit seiner Entscheidung im Eilverfahren das Urteil des Landgerichts Düsseldorf bestätigt. Dieses hatte bereits im August 2011 eine einstweilige Verfügung erlassen, wonach Samsung sein Galaxy Tab 10.1 nicht mehr in Deutschland verkaufen und bewerben dürfe.

In der Urteilsbegründung erklärte der Richter, dass Samsung durch das an das an das iPad angelehnte Design, das “herausragende Ansehen und den Kultstatus von Apple” ausnutze. Allerdings folgte das Gericht nicht dem Wunsch Apples, das Verkaufsverbot auf Europa auszudehnen. Ähnliches hatte Apple bereits in Den Haag versucht. Die niederländischen Richter wiesen jedoch die Designklage gegen Samsung ab. Ihrer Meinung nach sei das Geschmacksmuster, auf das sich Apple berief zu oberflächlich. Ähnlich hatte zuvor bereits ein Gericht in Kalifornien geurteilt.

Entscheidung zum Galaxy Tab 10.1N steht aus

Auch gegen das Samsung-Tablet Galaxy Tab 10.1N hat Apple in Düsseldorf Klage eingereicht. Ihrer Meinung nach unterscheide sich auch dieses Gerät nicht ausreichend vom iPad. Samsung hatte infolge der Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf ein Nachfolgemodell zum Galaxy Tab 10.1 auf den Markt gebracht, dass sich äußerlich deutlicher vom beanstandeten Gerät unterscheidet. Am 9. Februar 2012 will das Landgericht Düsseldorf entscheiden, ob es gegen Samsung erneut eine einstweilige Verfügung erlässt.
Mit dieser Klage droht Apple jedoch eine Pleite. Bereits in einer Anhörung hatte die zuständige Richterin die Designänderungen von Samsung als ausreichend betrachtet. Damit wäre das Verkaufsverbot für das Samsung Tablet vom Tisch.

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