Google auf dem Weg zur Weltherrschaft

26.06.2014, 12:15

Entwicklerkonferenz I/O

Auf der Entwicklerkonferenz I/O hat Google gezeigt, wie es die Welt verändern will : Mit speziellen Versionen seines Betriebssystems Android will der Konzern in sämtliche Lebensbereiche vorstoßen.

Google will sein Betriebssystem Android für zahlreiche neue Plattformen ausbauen und dadurch die (mobile) Welt erobern. Das ist die zentrale Botschaft der Entwicklerkonferenz Google I/O, die gestern Abend im Rahmen einer zweistündigen Keynote in San Francisco eröffnet wurde. Das Motto: „Design, Develop, Distribute“.

Der Allmachtanspruch des Internetkonzerns, der immer offensiver formuliert wird, stößt allerdings nicht überall auf ungeteilte Begeisterung. Vor dem Hauptquartier der Firma hatten bereits im Vorfeld der Veranstaltung Demonstranten ihre Zelte aufgeschlagen, die vor dem Verlust der Freiheit im Internet warnten. Drinnen ließ man sich die Stimmung – trotz einigen Störaktionen vereinzelter Teilnehmer – allerdings nicht vermiesen. Die rund 6.000 Gäste – die meisten davon Entwickler – klatschten bei jeder neuen Ankündigung artig Beifall. Und Google hatte in der Tat einige Neuheiten im Gepäck.

Während es im Hardwarebereich – außer ein paar bereits angekündigten Smartwatches und einem Billig-Smartphone für Schwellenländer – nur wenig zu sehen gab, stand ganz klar das Betriebssystem Android im Mittelpunkt des Geschehens. Dieses beherrscht bereits die Smartphone- und Tablet-Welt – und diese Dominanz strebt Google nun auch in weiteren Bereichen an. Im Auto, im Wohnzimmer oder am Handgelenk – überall dort will der Konzern mit seinem Betriebssystem in Zukunft (noch stärker) Präsenz zeigen.

Projekt L: Neue Features für Smartphone und Tablets

Vor diesem Hintergrund hat Google gleich mehrere neue Android-Varianten vorgestellt: Die nächste Version für Smartphones und Tablets, die derzeit unter dem Namen „Project L“ entwickelt wird, soll zahlreiche neue Funktionen bieten. Dazu zählt beispielsweise ein Mitteilungsdienst, der Meldungen und Hinweise auf dem Sperrbildschirm anzeigt. Zudem sollen fortan auch 64-Bit-Prozessoren unterstützt werden; auf bestehender Hardware werde Projekt L erheblich schneller laufen als die bisherigen Android-Versionen, verspricht Google.

Darüber hinaus wurde ein Android Extension Pack gezeigt, das die Grafikleistung für Spiele verbessern soll. Auch das Design wurde stark überarbeitet, das jetzt mit mehr Klarheit punkten soll. Gleichzeitig ist es nun möglich, Elemente der Benutzeroberfläche räumlich in mehreren Ebenen zu stapeln.

Neben Project L gab Google noch einen Ausblick auf zwei weitere Varianten: Android Auto und Android TV. Erstgenannte soll in Fahrzeugen die Benutzeroberfläche der Bordcomputer übernehmen, sobald ein Android-Smartphone damit verbunden wird. Fortan können zentrale Dienste wie Navigation, Kommunikation oder Musik vom Mobiltelefon eingespielt und gesteuert werden. Mit dem Konzept positioniert sich Google insbesondere gegen Apples Carplay, das einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgt. Zahlreiche Hersteller haben bereits angekündigt, das System verwenden zu wollen. Android TV wiederum wurde speziell für das Smart Home konzipiert und soll Google-Dienste in Smart-TV-Geräte oder Set-Top-Boxen integrieren.

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Smartphone mit vorinstallierter Schadsoftware

16.06.2014, 12:54

Android

Die Antivirenspezialisten von G Data haben erstmals ein Android-Smartphone entdeckt, das bereits ab Werk mit Schadsoftware infiziert ist. Ein Spionage-Tool tarnt sich als Google Play Store.

(Quelle: Shutterstock – Julien Tromeur)

Man kauft sich ein neues Smartphone – und vor dem ersten Einschalten ist darauf bereits Schadsoftware installiert. Ein solches Gerät haben die Antivirenspezialisten von G Data entdeckt: Auf einem neuen Android-Gerät war eine als Google Play Store getarnte Malware vorinstalliert. So bezeichnet man Schadprogramme wie Viren und Trojaner. Ein Testkauf nach dem Hinweis von Kunden brachte G Data auf die Spur des Spionage-Smartphones.

Dabei handelt es sich um das vom chinesischen Hersteller Star gefertigte Smartphone-Modell N9500. Darauf befindet sich bereits ab Werk der Android-Trojaner „Android.Trojan.Uupay.D“. Ein Trojaner oder trojanisches Pferd tarnt sich als nützliche Anwendung oder Datei, in diesem Fall den Google Play Store. In Wirklichkeit handelt es sich aber um Schadsoftware, die den Anwender ausspioniert. Das Smartphone sendet unbemerkt persönliche Daten an einen Internetserver in China. Zudem kann der Schädling heimlich weitere Anwendungen installieren. Die Kriminellen haben vollen Zugriff auf das Gerät und auf alle darauf abgelegten Daten. Da die Schadsoftware direkt in die Firmware des Geräts integriert ist, lässt sie sich nicht entfernen.

Das Smartphone N9500 von Star ist auch in Deutschland bei vielen Online-Shops verfügbar. Das Quad-Core-Gerät gibt es zu recht preiswert für rund 130 bis 165 Euro. Es kommt mit einer umfangreichen Ausstattung, etwa einem Zweit-Akku und einem Kfz-Ladeadapter. Laut G Data ist davon auszugehen, dass Käufer vor allem durch den günstigen Preis gelockt werden sollen. Den großen Gewinn macht der Hersteller später durch den Verkauf der gestohlenen Daten der Nutzer.

Laut Google soll es in Zukunft möglich sein, das Betriebssystem Android kontinuierlich nach Apps von Drittanbietern zu scannen – so soll das Schmuggeln von Schadware auf das Endgerät unterbunden werden.

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Fünf Superphones im Vergleichstest

13.06.2014, 8:54

Alle gegen das iPhone

Das iPhone 5s muss sich im Vergleich gegen vier starke Android-Flaggschiffe der Konkurrenz behaupten. Alle Modelle liegen dank fast ebenbürtiger Technik so eng zusammen wie noch nie. Wer das Rennen macht, zeigt der Test.

Es klingt schon etwas absurd, das ­iPhone 5s als „alt“ zu bezeichnen – doch während der rund acht Monate Präsenz auf dem ­Smartphone-Markt mit seinen immer kürzeren Produktzyklen haben die Konkurren­ten teilweise mehrere neue Modelle herausgebracht. Selbst iPhone-Gegner von 2013 wie das Galaxy S4 oder das HTC One (M7), die noch auf dem Markt sind, wurden zumindest im Preis deutlich gesenkt.

Darauf hat Apple bisher verzichtet und verlangt mindestens 699 Euro für sein Produkt. Das HTC One (M8), das Samsung Galaxy S5 und das Sony Xperia Z2 sind zumindest beim Preis dem iPhone ebenbürtig, das Hua­wei Ascend P7 geht dagegen schon für 200 Euro weniger über den Tresen. Erstaunlich ist, dass man dem Preisbrecher aus China diesen Preisunterschied optisch nicht anmerkt: Huawei hat sein Smartphone mit einer hochwertigen Rückseite aus gehärtetem Glas versehen, was stark an das Sony erinnert, das ähnlich nobel erscheint.

Einen anderen Weg wählt HTC bei den Materialien, denn das One ist wie der Vorgänger aus einem Aluminiumblock geschmiedet und wirkt damit wieder sehr solide und wertig. Doch auch das iPhone kann optisch mithalten, denn die Rückseite aus Aluminium sieht noch immer sehr elegant aus.

Einen Nachteil haben alle diese vier Smartphones aber: Die hohe Stabilität des Gehäuses kann nur durch einen fest verbauten Akku gewährleistet werden. Lediglich beim Samsung ist dieser durch den Anwender wechselbar, dafür ist die Abdeckung auf der Rückseite des Galaxy S5 auch nur aus dünnem Kunststoff und knarzig. So ist das Flaggschiff der Koreaner für diese Preisklasse nicht wertig genug und verliert an Boden gegenüber der Konkurrenz. Wenigstens ist es zusammen mit dem Sony eines von zwei Modellen, die auch mal Wasser oder Dreck vertragen. Eine halbe Stunde im Wasserbad überstand unser Testgerät ohne Probleme.

Unterschiedliche Bedienung

Was die Anschlüsse und Tasten betrifft, so hat das Sony als einziges Modell eine eigene Kamerataste an der Seite. Apple, HTC und Huawei ermöglichen den direkten Aufruf des Knipsers zumindest aus dem Sperrscreen, nur bei Samsung muss das Hauptmenü bemüht werden. Ansonsten gibt es die üblichen Headset-Buchsen und Ladeanschlüsse im Micro-USB-Format. Nur ­Apple folgt noch immer eigenen Wegen und hat einen proprietären Ladestecker.

Eine physische Menütaste auf der Oberseite bauen nur noch Samsung und Apple ein, beide haben diese auch mit einem Fingerabdrucksensor versehen. Dieser funktioniert beim iPhone besonders gut als Sicherheitselement zum Entsperren des Geräts.

Die anderen Hersteller nutzen dagegen drei Softkeys, die im unteren Bereich des Bildschirms eingeblendet werden. Nur Samsung bietet dem Anwender dabei – neben Apple – den vollen Display-Platz, denn die Softkeys des Galaxy S5 befinden sich außerhalb des Screens neben der Menütaste. Nach etwas Gewöhnung ist aber bei allen fünf Kandidaten die Bedienung kein Problem.

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Details zum „Superphone“ LG G3 durchgesickert

28.05.2014, 8:28

Handy-Leak

Noch vor der offiziellen Vorstellung des neuen Android-Flaggschiffs von LG sind erste Details durchgesickert. Doch durch ein „Versehen“ ist längst klar, wie das LG G3 aussieht und was drin steckt.

Durch ein „Versehen“ der niederländischen LG-Website gelangten für kurze Zeit und noch vor der offiziellen Vorstellung am heutigen Abend offizielle Bilder und Daten des neuen High-End-Smartphones LG G3 ins Netz. Und diese können sich sehen lassen.

Das LG G3 ist mit einem 5,5 Zoll großen IPS-Bildschirm ausgestattet, der über eine WQHD-Auflösung mit 1440 x 2560 Bildpunkten verfügt. Mit einer Pixeldichte von 538ppi hat das LG G3 damit eine deutlich detailreichere Auflösung als die Konkurrenz. LG behauptet sogar, die Darstellung sei vergleichbar mit der hochwertiger Foto-Bücher. Ob man die Unterschiede zu Top-Modellen wie dem Samsung Galaxy S5 oder dem HTC One M8 aber überhaupt noch wahrnehmen kann, wird erst ein Test des neuen Super-Displays zeigen.

Auf der Rückseite des G3-Metallgehäuses verbaut LG eine 13-Megapixel-Kamera mit optischem Bildstabilisator (OIS) und Dual-LED-Blitz. Für gestochen scharfe Bilder soll hier vor allem der neue Laser-Autofokus des G3 sorgen. Die ebenfalls verbesserte Selfie-Kamera auf der Frontseite lässt sich laut LG auch aus der Ferne bedienen – mit einer einfachen Handbewegung.

Im Inneren des LG G3 kommt ein Qualcomm Snapdragon 801 Quadcore-Prozessor mit einer Taktung von 2,5 GHz und 2 GByte Arbeitsspeicher zum Einsatz. Als Betriebssystem verwendet LG Android 4.4.2 KitKat. Der 16 GByte große interner Speicher des Telefons lässt sich per microSD-Karte um bis zu 128 GByte erweitern, was selbst für riesige Foto- und MP3-Sammlungen locker reichen dürfte.

Zu den weiteren Eckdaten des LG G3 zählen Mobilfunk-Datenverbindungen per LTE, HSDPA oder GSM, WLAN 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 4.0 und NFC. Erfreulich: Der 3.000 mAh starke Akku des 151 Gramm leichten LG G3 soll sich auswechseln lassen. Details zu Preis und Verfügbarkeit des LG G3 sind bislang noch nicht bekannt.

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Google startet digitalen Zeitungskiosk

22.05.2014, 14:19

Neue Android-App

Es wird nicht nur gestritten: Während zahlreiche Verleger gegen Google klagen wollen, bietet der Konzern eine neue Zusammenarbeit an und startet einen digitalen Kiosk für Zeitungen und Zeitschriften.

(Quelle: Google)

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass 400 europäische Internet-Firmen und Verlage eine Klage gegen Google vorbereiten: Die Kläger, darunter auch Axel Springer, werfen dem Internetkonzern, vor seine Monopolstellung zu missbrauchen, und haben deshalb bei der Europäischen Kommission eine neue Wettbewerbsbeschwerde eingereicht.

Doch eine neue App von Google zeigt nun, dass es trotz aller Streitigkeiten auch weitere Kooperationsprojekte zwischen dem Internetriesen und der Medienbranche gibt. Mit Google Play Kiosk startet das Unternehmen für Android-Smartphones und -Tablets einen neuen Online-Verkaufskanal für Zeitungen und Zeitschriften aus Deutschland. Verlage können Nutzern hier ihre Inhalte als Monats- oder Jahresabonnement zur Verfügung stellen, Zeitschriften können auch im Einzelverkauf angeboten werden.

Wie Google mitteilt, sind zum Start 130 deutschsprachige Publikationen (80 Magazine sowie 50 Zeitungen, Newssites und Blogs) sowie mehr als 1.500 internationale Quellen verfügbar. Unter den deutschen Verlagen sind unter anderem der Spiegel Verlag, die Bauer Media Group, der Condé Nast Verlag und die Verlagsgruppe Handelsblatt in dem Kiosk vertreten.

Die Inhalte werden für das jeweils verwendete mobile Gerät optimiert dargestellt. Zeitschriften sind in einem E-Paper-Format verfügbar, wobei Smartphone-Nutzer auch in eine Textansicht zur besseren Lesbarkeit wechseln können. Nutzer können mit einem Fingerwisch durch vollständige Artikel von Zeitungen und Newssites navigieren, die mit Bildern, Audio- und Videoinhalten angereichert sind. Die Angebote können sowohl online als auch offline gelesen werden.

Carsten Schüerhoff, Geschäftsleiter Digital Brand Solutions der Bauer Media Group erhofft sich von der neuen Kooperation, die eigene Reichweite auszubauen und damit eine neue digitale Zielgruppe zu erreichen. „“Wir müssen dort sein, wo unsere Leser sind“, sagt Sönke Iwersen, Chefredakteur von Handelsblatt Live. „Also nicht mehr nur am Zeitungskiosk am Hauptbahnhof oder Flughafen, sondern in der Hosentasche oder im Jackett.“

Wie die Erlöse zwischen Verlegern und Google aufgeteilt wird, ist nicht bekannt. Der Nachrichtenagentur dpa zufolge soll dies aber flexibler als beim Konkurrenten Apple gestaltet sein, wo die Verlage in der Regel 70 Prozent der Einnahmen erhalten.

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Android überholt iPhone-App von eBay

13.05.2014, 15:21

Mobiles Shopping

Mobiles Shopping wird immer beliebter, aber der Anteil der Apple-Fans bei eBay schwindet: In Deutschland verdrängt die Android-App erstmals die Anwendung für iPhones.

(Quelle: shutterstock.de//watcharakun)

Im ersten Quartal 2014 hatte die mobile App für Android-Geräte bei eBay in Deutschland erstmals einen größeren Anteil als die die Apple-Anwendung.

Bei eBay insgesamt stieg das Handels- und Zahlungsvolumen über mobile Endgeräte um 70 Prozent im Jahresvergleich auf insgesamt elf Milliarden US-Dollar. Dem Unternehmen zufolge machen Zahlungsabwicklungen über mobile Apps damit inzwischen 19 Prozent des gesamten Volumens aus. Im ersten Quartal dieses Jahres gewann eBay etwa 6,5 Millionen Neukunden über seine Anwendungen.

„Kein Unternehmen kann es sich heute noch leisten, auf mobile Kanäle zu verzichten. Stattdessen müssen diese vollständig in die Unternehmensstrategie eingebunden werden“, meint Stephan Zoll, Vice President eBay Germany. „Mobile Technologien treiben das Handelsvolumen bereits heute sehr stark, weil Konsumenten in der Lage sein möchten, unabhängig von Zeit und Ort einkaufen und bezahlen zu können.“

Nach Gewinnen im Vorjahresquartal macht der Online-Marktplatz im ersten Quartal 2014 Verluste. Grund ist eine hohe Belastung durch Steuern. Für Umsatzzuwächse sorgt vor allem Payment-Tochter PayPal. Zu Jahresbeginn hatte der Investor Car Icahn noch gefordert, die Bezahltochter PayPal vom Konzern abzuspalten. Später zog Icahn seine Forderung wieder zurück.

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Google erweitert Shopping Express

06.05.2014, 12:00

Einkaufen leicht gemacht

Google ködert Konsumenten mit neuen Features: Der Lieferservice Shopping Express wird auf weitere Städte ausgeweitet. Und die Android-App sendet künftig Updates zu vom User angesehenen Produkten.

(Quelle: Google.com)

Bislang ist Google Shopping Express noch ein exklusiver Dienst: Der Bringservice bietet die Lieferung von bestellten Produkten noch am selben Tag. Das jedoch nur in San Francisco, bis jetzt. Nun kommen zwei weitere Lieferregionen hinzu: Der US-Konzern weitet das Angebot auf West Los Angeles und Manhattan aus, so die Ankündigung im Google Commerce-Blog.


Die neue Produktansicht in der Android-App (Quelle: Google.com)

Nutzer können in teilnehmenden lokalen Shops über google.com/express einkaufen. Sie wählen dann ein Zeitfenster, in dem sie die Bestellung entgegennehmen können, und erhalten noch am selben Tag die Ware zugestellt. Zur Einführung erhalten Nutzer, die sich anmelden, den Service für die ersten sechs Monate kostenlos. Gezahlt wird über Google Wallet.

Und auch bei seiner Android-App wird der Suchmaschinenprimus Shopping-freundlich: Das gestern freigegebene Update bringt eine neue Funktion, über die Nutzer Produktneuheiten direkt und automatisch auf ihren Smartphones angezeigt bekommen. Eine Karte zeigt den Android-Usern, welche in der Nähe befindlichen stationären Shops Artikel anbieten, nach denen zuvor über Google gesucht worden war. Auch Preisinformationen sind dabei enthalten.

Den Lieferdienst Google Shopping Express startete das Unternehmen vor rund einem Jahr. Zum Thema Einkaufen hat auch Amazon gerade etwas Neues gestartet: Der Online-Marktplatz, der seinen Same-Day-Lieferdienst über das Premium-Shopping-Programm Prime künftig von Drohnen ausfliegen lassen will, ermöglicht es nun Twitter-Nutzern, ihren Amazon-Warenkorb zu füllen – ohne den Microblogging-Dienst verlassen zu müssen.

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Android Silver ersetzt Nexus

02.05.2014, 8:03

Google-Gerücht

Mehrere Quellen berichten, dass Google eine neue Smartphone-Serie namens Android Silver entwickeln lässt, die die bisherigen Nexus-Modelle ersetzen könnte.

Unter dem Namen „Android Silver“ könnte es bald eine neue Smartphone-Serie von Google geben, mit der die bisherigen Nexus-Modelle ersetzt würden. Sie soll im oberen Preissegment angesiedelt sein und dem iPhone Konkurrenz machen. Das berichten jetzt die US-Webseiten „The Information“ und „The Verge“ unter Bezug auf Insider aus der Industrie.

Demnach soll das Programm verschiedenen Herstellern geöffnet werden, die im Gegenzug von Google Marketing-Hilfen bekommen sollen. Zu den ersten Anbietern könnten Motorola/Lenovo und LG gehören, zumal die Koreaner bereits die letzten Nexus-Smartphones gebaut haben. Die Produkte sollen gewisse Vorgaben von Google wie ein wasserdichtes Gehäuse und Spracherkennung erfüllen. Der Suchmaschinenriese will damit offenbar wieder mehr Einheitlichkeit bei Android schaffen, da sich vor allem der größte Verwender, Samsung, zuletzt bei der Gestaltung der Benutzeroberfläche weit vom Original entfernt hatte. Auch Updates sollen damit einfacher werden und zukünftig häufiger durchgeführt werden.

Ob sich das Vorhaben auch auf die Nexus-Tablets, die bisher von Asus hergestellt werden, erstreckt, ist noch nicht klar. Andere Gerüchte berichten, dass das nächste Nexus-Tablet von HTC gebaut werden soll.

Auf dem Prüfstand steht möglicherweise auch das Vertriebsmodell: Bisher wurden die Nexus-Produkte vorwiegend über Online-Kanäle wie Googles Play Store vermarktet, die neue Silver-Serie könnte dagegen verstärkt über Netzbetreiber in den Verkauf gehen, um deren Kooperation man sich aktuell bemüht.

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Mehr Anzeigen über Android als über iOS

25.04.2014, 7:20

Mobiles Marketing

Was bei der Verbreitung der Betriebssysteme schon Realität ist, geschieht nun erstmals auch im Bereich Werbung: Auf Android-Geräte werden mehr mobile Anzeigen ausgeliefert als auf jene von Apple.

(Quelle: Shutterstock.com/Twin Design)

Im ersten Quartal 2014 wurden erstmals mehr Anzeigen auf Mobilgeräten mit dem Betriebssystem Android ausgeliefert als auf solchen mit iOS. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Opera. Mehr als jede vierte Werbung, nämlich 42,8 Prozent der Anzeigen, entfiel auf ein Smartphone oder Tablet mit der Google-Software. Apple-Geräte rutschen mit einem Anteil von 38,2 Prozent auf Platz zwei zurück. Auf Symbian-Geräte wurden 5,8 Prozent ausgeliefert, auf solchen mit Blackberrys RIM nur 1,1 Prozent.

Bei den Geräteherstellern, die Android als Betriebssystem nutzen, lag Samsung mit 60 Prozent der Anzeigenimpressionen eindeutig vorne – gefolgt von LG (11,1 Prozent), Motorola (5,7 Prozent), HTC (3,3 Prozent) und ZTE (2,6 Prozent). Bei seiner Untersuchung konnte Opera feststellen, dass der britische mobile Anzeigenmarkt deutlich von der globalen Statistik abwich: In Großbritannien ist iOS nach wie vor der Marktführer und hält einen Marktanteil von 55 Prozent der Anzeigenimpressionen.


Statistik

(Quelle: Operamediaworks.com)

Insgesamt sind die USA nach wie vor der wichtigste mobile Anzeigenmarkt. Über 50 Prozent des weltweiten Ad-Traffics läuft auf dem US-Markt (50,6 Prozent). Der bisher zweitplatzierte Anzeigenmarkt, Europa, wurde im ersten Quartal von Asien (22,9 Prozent) überholt und verzeichnet nunmehr 13,2 Prozent des Anzeigen-Traffics.

Den Apple-Quartalszahlen zufolge ist das iPhone immer noch der wichtigste Umsatzbringer für den Konzern.

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WhatsApp ist die meistgenutzte Android-App

16.04.2014, 10:31

NuPEx

Ein Forschungsprojekt hat das Verhalten von App-Nutzern untersucht. Die meistgenutzte Android-Anwendung ist demnach WhatsApp, gefolgt von Facebook.

Die kostenlose Anwendung NuPEx zeigt Android-Nutzern an, wie oft sie eine App nutzen, ihr Telefonieverhalten sowie die Netzwerkgeschwindigkeit und die übertragenen Datenmengen. Bei der Applikation handelt es sich um ein Forschungsprojekt einer Bremer Uni-Ausgründung in Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Nutzer der NuPEx-App haben die Möglichkeit, ihr Nutzerverhalten anonymisiert an das gleichnamige Forschungsprojekt zu übertragen. NuPEx steht übrigens für „Nutzerzentrierte Planung von Breitbandkommunikationsnetzen unter Einbeziehung von Quality of Experience“.

Fünf Monate lang haben App-Nutzer das NuPEx-Projekt unterstützt und ihr Android-Smartphone in ein Messgerät verwandelt. Es wurden 22.000 Telefonanrufe und 40.000 App-Nutzungen ausgewertet. Nun liegen die ersten Ergebnisse zum Nutzerverhalten vor.

Jeder Nutzer verwendet rund 50 Apps

Die meistgenutzte Android-App ist WhatsApp. Damit schlägt der Kurznachrichtendienst in der Nutzungshäufigkeit der Apps das soziale Netzwerk Facebook. Danach folgen die Standard-Apps „Kontakte“, „SMS Service“, „Internet“ und „Google Play“. Jeder Nutzer verwendet durchschnittlich 49,5 Apps.

Knapp die Hälfte ihrer Nutzungszeit verbringen die User mit dem Versenden und Lesen von Kurzmitteilungen. 28 Prozent der Zeit werden zum Internetsurfen und vier Prozent zum Streamen von Videos verwendet. Dabei entfallen 14 Minuten pro Tag für das Streamen über das Mobilfunknetzund 28 Minuten über WLAN. Andere Apps werden in den restlichen 22 Prozent der Zeit genutzt.

Nutzer sind mit dem Internettempo zufrieden

67 Prozent der Android-Anwender verfügen über eine mobile Daten-Flat. Dabei sind tagsüber 80 Prozent mit der Internetgeschwindigkeit zufrieden – nachts sind es nur 60 Prozent. Am zufriedensten mit der mobilen Internetgeschwindigkeit sind Kunden der Deutschen Telekom.

Wer sich an dem Projekt beteiligen möchte oder einfach nur eine nützliche App sucht, die seine Smartphone-Nutzung übersichtlich anzeigt, findet die Android-App NuPEx im Google Play Store. Die App erfordert Android ab Version 2.2.

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