Android-Betriebssysteme im Vergleich

13.01.2014, 9:44

Jelly Bean noch deutlich vor KitKat

Jelly Bean hat deutlich die Nase vorn, wenn es um die Installationsrate geht. KitKat, die neueste Version des Android-Betriebssystems, ist auf wesentlich weniger Geräten installiert als die Vorgängerversion. Allerdings ist die Version auch erst seit zwei Monaten verfügbar.

(Foto: Google)

Google gibt Einblick in die Nutzungszahlen seiner verschiedenen Versionen des Betriebssystems Android. Die Version 4.1, auch unter dem Namen Jelly Bean bekannt, ist bei 59,1 Prozent der Android-Anwender installiert. Die neueste Ausgabe des Betriebssystems, Kitkat, ist bisher nur auf 1,4 Prozent der Geräten zu finden. Das geht aus einer Grafik auf der Android-Developer-Seite hervor.

Selbst die vergleichsweise alte Version Gingerbread aus dem Jahr 2011 nutzen immer noch 21,2 Prozent der Android-User, Ice Cream Sandwich verfügt über einen Nutzeranteil von 16,9 Prozent. Die Zahlen beziehen sich auf die Installationsrate bei aktiven Android-Geräten, also jenen, mit denen ihre Besitzer die Google Play Store App nutzen. Zum Vergleich: Nach der Einführung von Apples neuester iOS-Version im September 2013 haben bisher 78 Prozent der Nutzer iOS 7 auf ihre Geräte heruntergeladen.

Jelly Bean hatte Google im November 2012 herausgebracht. Insgesamt braucht sich Google aber über den Marktanteil seines Betriebssystems keine Gedanken zu machen: In fast allen Ländern, darunter auch Deutschland, nahmen die Nutzungszahlen des Betriebssystems zu.

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Markt für mobile Betriebssysteme

10.01.2014, 14:53

Android dominiert, Apple verliert, Microsoft holt auf

Auf den wichtigsten Smartphone-Märkten kann Android seine Dominanz ausbauen, auch Windows Phone legt in einigen Ländern stark zu. Bei Apples iOS gibt es hingegen teilweise deutliche Einbrüche des Marktanteils.

(Foto: Sony.com)

Die Dominanz des Android-Betriebssystems auf den weltweit wichtigsten Smartphone-Märkten wird immer stärker. Zu diesem Ergebnis kommen die Analysten von Kantar Worldpanel in einer Studie, welche die Smartphone-Verkäufe im Zeitraum von September bis November 2013 untersucht hat. Analysiert wurden Daten aus den USA, China, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und Australien.

Das Google-System konnte – außer in Australien – gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum in allen neun untersuchten Ländern zulegen. Am stärksten war der Zuwachs mit 11,6 Prozent in Italien, auf den höchsten Marktanteil kommt Android in 87,3 Prozent in Spanien. In Deutschland stieg der Anteil von 69,5 auf 74,7 Prozent (Details siehe Tabelle).


Markt für mobile Betriebssysteme

Der Top-Konkurrent iOS schwächelt dagegen: Außer in Spanien ging der Marktanteil überall zurück, vor allem im wichtigen US-Markt war der Einbruch mit 9,9 Prozent sehr deutlich. Trotzdem ist der Heimatmarkt mit nunmehr 43,1 Prozent Marktanteil noch immer der stärkste für Apple. In Deutschland ist die Kultmarke noch immer sicherer Zweiter – hier fiel der Anteil von 21,1 auf 17,3 Prozent.

Der Verfolger Windows Phone holt indes weiter auf und konnte seinen Anteil fast überall steigern, lediglich in China stagnierte er bei 2,7 Prozent auf niedrigem Niveau. In Italien ist Microsoft dagegen mit 16 Prozent Marktanteil schon an Apple vorbeigezogen. Auch in Deutschland konnte der Anteil von 1,9 auf 5,7 Prozent klar gesteigert werden, womit er allerdings immer noch unter dem europäischen Durchschnitt liegt.

Praktisch keine Rolle mehr spielt dagegen BlackBerry OS mit einem Marktanteil von 0,8 Prozent in Deutschland oder 0,6 Prozent in den USA. Nur in Australien konnte der Smartphone-Pionier seinen Anteil von 0,7 auf 1,4 Prozent verdoppeln – offenbar treffen die neuen BlackBerrys den Geschmack zumindest "down under".

In China haben sich nach jahrelangen Verhandlungen Apple und der weltgrößte Mobilfunkbetreiber China Mobile auf eine Zusammenarbeit verständigt. Künftig umfasst das Programm des chinesischen Anbieters auch iPhone-Modelle. Damit erhält Apple offiziellen Angaben zufolge Zugang zu weiteren 760 Millionen Kunden.

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Facebook kauft Little Eye Labs

08.01.2014, 11:55

Mehr Android-Expertise für das soziale Netzwerk

Facebook möchte seine Android-App verbessern und übernimmt auf der Suche nach weiterem Know-how das indische Start-up Little Eye Labs.

(Foto: Facebook)

Die Zukunft ist mobil. Auch Facebook will seine Apps weiterentwickeln und legt sich zum Ausbau seines Android-Developer-Teams ein indisches Start-up zu. Little Eye Labs ist auf Anwendungen für Googles Betriebssystem spezialisiert und entwickelt ein Software-Tool, das deren Performance analysiert.

Facebook lässt sich das indische Start-up zwischen zehn und 15 Millionen US-Dollar kosten. Die Akquisition dürfte als Talentübernahme zu verstehen sein, denn das Team von Little Eye Labs soll die Entwicklungsabteilung im kalifornischen Menlo Park verstärken, so Techcrunch.

Im Oktober 2013 hatte Facebook seine Android-App zuletzt aktualisiert, um soziale Inhalte auf die Facebook-Startseite zu holen. Im August 2013 war der Homescreen auch in die Android-App gezogen worden.

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Google und Audi planen Kooperation

02.01.2014, 8:11

Android im Auto

Google und Audi wollen offenbar gemeinsame Sache machen. Dabei geht es darum, das Google-Betriebssystem Android im Auto zu etablieren. Der Plan soll auf der Elektronik-Messe CES in Las Vegas verkündet werden.

(Foto: Fotolia.com/Sashkin)

Das Internetunternehmen Google und der deutsche Autohersteller Audi planen einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge eine groß angelegte Kooperation. Demnach sollen Unterhaltungs- und Informationssystemen in den Audi-Fahrzeugen in Zukunft mit Android laufen, dem Betriebssystem von Google.

Das Vorhaben soll in der kommenden Woche auf der Elektronik Messe CES in Las Vegas vorgestellt werden. Ziel sei es, Fahrern den Zugang zu Musik, Navigation, Apps und Diensten zu ermöglichen, die denen auf den Android-Smartphones gleichen. Geplant seien außerdem Kooperationen mit weiteren Automobil- und Technologiefirmen wie unter anderem dem Chip-Hersteller Nvidia.

Auch Google-Rivale Apple will seine Dienste besser in Autos einbinden. Dazu hat der iPhone-Hersteller unter anderem Vereinbarungen mit General Motors, Daimler und BMW ausgehandelt.

Google arbeitet zudem mit Hochdruck daran, die Relevanz seines sozialen Netzwerks zu erhöhen. In San Francisco hat der Suchmaschinen-Riese im Oktober 2013 einige neue Funktionen für Google+ präsentiert.

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Android beherrscht den Markt

14.11.2013, 8:58

Google bei mobilen Betriebssystemen vorne

Google dominiert nicht nur den Suchmaschinenmarkt – auch bei den Betriebssystemen für Smartphones ist der Internetkonzern mit einem Marktanteil von über 80 Prozent unangefochtener Spitzenreiter. Auf Platz zwei folgt iOS mit 313 Prozent.

(Foto: Fotolia.de/koniukh)

Die Welt der mobilen Betriebssysteme ist fest in Google-Hand: Bei den weltweit neu verkauften Smartphones kommt Android im dritten Quartal dieses Jahres erstmal auf einen Marktanteil von über 80 Prozent: Knapp 212 Millionen neue Smartphones beziehungsweise 81 Prozent laufen mit Googles Betriebssystem. Das geht aus den jüngsten Zahlen der Marktforscher von IDC hervor. Im Vorjahreszeitraum waren es 75 Prozent.

Apples mobiles Betriebssystem iOS hat einen Marktanteil von 13 Prozent. Zum Vergleich: Im dritten Quartal 2012 kam Apple mit seinem iOS noch auf 14 Prozent. Die anderen Smartphone-Betriebssysteme spielen kaum eine Rolle: Microsoft kommt mit seinem Windows Phone auf einen Marktanteil von vier Prozent – eine deutliche Steigerung gegenüber den zwei Prozent des Vorjahresquartals. Für ein Gerät von Blackberry entschieden sich im dritten Quartal dieses Jahres  nur zwei Prozent der Käufer. Im Vorjahr warenes immerhin noch doppelt so viele.

Zwischen Juli und September 2013 wurden weltweit 258,4 Millionen Smartphones verkauft – ein neuer Rekord. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum stiegen die Verkäufe um 38,8 Prozent. Der Smartphone-Boom beflügelte auch den Gesamtmarkt für Mobiltelefone, der im gleichen Zeitraum um 5,7 Prozent auf 467,9 Millionen Geräte wuchs.

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So ticken Mobile-User beim Autokauf

22.10.2013, 8:51

Nutzerbefragung von mobile.de

Der Online-Fahrzeugmarkt mobile.de hat untersucht, wie Nutzer der iPhone und Android-Apps sowie des mobilen Portals das mobile Angebot des Unternehmens nutzen. Neben deutlichen Unterschieden zwischen den Nutzungstypen wurden auch Gemeinsamkeiten festgestellt. Und: Immer mehr nutzen nur noch den mobilen Kanal.

(Foto: Fotolia.com/Sashkin)

Der Android Kaufplaner

Mit einem Anteil von 64 Prozent bei den unter 39-Jährigen zählt der Android Kaufplaner zur jüngsten mobilen Nutzergruppe. Prinzipiell steht dieser Nutzungstyp eher am Anfang seiner Kaufentscheidung und plant, in etwa 12.800 Euro für sein neues Fahrzeug auszugeben. Ein Drittel dieser Gruppe nutzt bereits ausschließlich die App.

Der iPhone Kaufplaner

Die Nutzer dieser Gruppe sind gutsituiert, haben Geld und sind zahlungsfreudig. Mehr als die Hälfte, nämlich 54 Prozent, sind zwischen 30 und 49 Jahre alt. Sie verfügen über ein Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 3.000 Euro pro Monat. Für sein neues Auto will der Nutzer der iPhone-App etwa 18.000 Euro ausgeben. Fast ein Drittel der Befragten rechnet sogar mit mehr als 20.000 Euro – und liegt damit über dem Durchschnitt des klassischen Desktop-Nutzers, der für seinen Autokauf etwa 16.600 Euro einplant.

Der iPad Kaufplaner

Gut verdienende Best Ager kennzeichnen diese Nutzergruppe. 62 Prozent der iPad Autokaufplaner sind 40 Jahre und älter, ein Drittel ist älter als 50 Jahre. Das verfügbare Haushaltsnettoeinkommen liegt bei über 5.000 Euro monatlich. Der Nutzer der iPad App plant durchschnittlich etwa 21.800 Euro für seinen Wagen auszugeben, ein Fünftel sogar mehr als 30.000 Euro.

Der Mobil-Portal Kaufplaner

Die Nutzer des mobilen Webseiten-Angebots von mobile.de sind eher pragmatisch und viele stehen bereits kurz vor dem Kauf. 56 Prozent der Nutzer sind zwischen 20 und 39 Jahre alt. Sie gehen im Durchschnitt davon aus, 13.400 Euro für ihr neues Auto auszugeben. Die Hälfte verwendet das Angebot für einen schnellen Überblick und wechselt dann zum Vergleichen und für Detailrecherchen auf die klassische Online-Seite.

Neben diesen Unterschieden ermittelte die Studie aber auch Gemeinsamkeiten. 70 Prozent der Verbraucher, die ein mobiles Gerät für Ihre Recherchetätigkeiten nutzen, haben sich demnach noch nicht entschieden, welche Marke sie kaufen wollen. Zehn Prozent der mobilen Autokäufer verwenden die App bereits beim Händler und vergleichen Preise und Angebote direkt vor Ort. Etwa ein Drittel der Befragten nutzt die mobilen Angebote von mobile.de ausschließlich auf dem Smartphone oder einem Tablet.

Die Untersuchung basiert auf einer On-Device-Befragung von mehr als 1.240 Online- und Mobil-Nutzern, die gemeinsam mit der Marktforschungsagentur d.core umgesetzt wurde. Aus den Ergebnissen konnten anschließend Nutzungstypologien erstellt werden, die Werbetreibenden dabei helfen sollen, mobile Kommunikationskampagnen auf die jeweiligen Charakteristika Ihrer Smartphone-Zielgruppe bei mobile.de abzustimmen.

Auch bei der Reisebuchung wird der mobile Kanal immer wichtiger. Vor allem für jüngere Nutzer ist das Smartphone nicht mehr wegzudenken, wenn es ums Reisen geht – auch Bewertungsportale spielen eine wichtige Rolle bei der Reiseplanung, wie die Studie "The Future of Travel" ergab.

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Nexus 5 könnte heute vorgestellt werden

15.10.2013, 15:16

Neues Google Smartphone

Kommt das neue Google Smartphone schon heute, wie verschiedene Quellen im Internet vermuten, oder doch erst am Ende des Monats? Wir haben die wichtigsten Gerüchte zu den Features des Nexus 5 für Sie zusammengestellt.

Die Gerüchteküche brodelt bereits seit Wochen und heute könnte es tatsächlich so weit sein. Verschiedenen Gerüchten zufolge soll Google sein neuestes Smartphone, den Nachfolger des Nexus 4, vorstellen. Die wichtigsten Eckdaten zu Googles neuem Smartphone-Flaggschiff, das den Namen Nexus 5 (alias LG-D821) tragen dürfte, haben wir hier zusammengetragen.

Mitte September veröffentlichte das Internetportal Engadget Informationen zu diesem Gerät, die aus Dokumenten der Federal Communications Commission (FCC), der Zulassungsbehörde für Kommunikationsgeräte in den USA, stammten. Ein vor Kurzem aufgetauchter Entwurf eines Reparaturhandbuchs verrät inzwischen fast alle technischen Daten des neuen Android-Smartphones, außerdem gibt es darin die Rückansicht des neuen Nexus 5 zu sehen.

Demnach soll das wiederum von LG gefertigte Nexus 5 über einen Qualcomm Snapdragon 800 Quadcore-Prozessor (MSM8974-Chip) mit 2.3 GHz und 2 GB Arbeitsspeicher verfügen. Neben einem Modell mit 16 GByte wird es wohl auch eine Variante mit 32 GByte geben. Eine Erweiterung via MicroSD wird es nicht geben.

Das 4,95 Zoll große IPS-Display des Nexus 5 sollte 1.920 mal 1.080 Bildpunkte (Full-HD) darstellen, und die 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite dürfte einen optischen Bildstabilisator bieten. Für Videotelefonie stehen 1,3 Megapixel zur Verfügung.

Zur weiteren Ausstattung sollen LTE, NFC und laut FCC auch der schnelle WLAN-Standard AC zählen. Sensoren wie Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Kompass, Proximity / Ambient Light und Luftdruck sollten mit an Bord sein und der Akku dürfte eine Kapazität von 2.300 mAh haben.

Als sicher gilt zudem, dass das Nexus 5 mit der neuesten Android-Version "Kitkat" ausgeliefert wird. Diese soll neben einer verbesserten App-Anordnung auch die Sprachaktivierung des Motorola Moto X bekommen.

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Rebranding von Google-TV geplant

11.10.2013, 13:42

Es lebe Android-TV

Es sieht so aus, als würden sich Googles Smart-TV-Ambitionen nicht länger mit dem Google-Namen als solchem schmücken. Stattdessen will der Internetkonzern sich darauf konzentrieren, seine Smart-TV-Plattform näher an Android anzupassen.

Google TV ist tot – es lebe Android TV. Google will seine Smart-TV-Plattform zwar nicht komplett einmotten, aber die Google-TV-Marke soll jetzt verschwinden und durch Android TV ersetzt werden. Den Namenswechsel hat Google noch nicht offiziell bekannt gegeben, aber hinter den Kulissen nutzen die Hardware-Partner bereits "Android TV" als neuen Arbeitstitel, so GigaOM.

Die letzten Produktneuheiten auf diesem Gebiet nahmen dementsprechend auch keinen namentlichen Bezug auf die Google-TV-Marke: So brachte Sony kürzlich einen "Bravia TV"-Stick heraus, der weiterhin die aktuelle Google TV-Version nutzt, aber namentlich nicht erwähnt. Was äußerlich wie ein Markenwechsel aussieht, zeigt aber auch die Änderungen im "Inneren" des Smart-TV-Projekts. Zum Start von Google TV lief die Plattform über Honeycomb. Mittlerweile wurde sie jedoch auf Android aufgewertet. Eine Umbenennung wäre da nicht unlogisch.

Im Juli 2013 hatte es noch geheißen, dass Google die intern entwickelte Set-Top-Box auf den Markt bringen wolle – und das durchaus neben dem ebenfalls neuen Streaming-Adapters Chromecast.

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KITKAT – Have a seat | Video der Woche

30.09.2013, 9:11

Sitzstreik für ein Nexus 7

Was würdet ihr tun für ein Nexus 7 Tablet? KitKat hat den Test gemacht und ein Nexus 7 Tablet verschenkt. Das Motto: Have a seat, have a Nexus 7.

Alles was die Teilnehmer dafür tun mussten, war Sitzen und zwar nicht irgendwo, sondern an eigens dafür an Werbetafeln angebrachten Sitzbrettern. Wie lange die Leute dort ausgeharrt haben und wie die Bescherung letzendlich aussah, könnt ihr euch in diesem witzigen Video von KitKat ansehen :)

Nokia experimentierte mit Android-Smartphones

17.09.2013, 7:54

Übernahmeangebot als Rettung für Windows Phone?

Trotz guter Ansätze sind die Verkaufszahlen von Nokias Lumia-Smartphones noch nicht wirklich befriedigend. Jetzt kam heraus, dass der finnische Handy-Hersteller einen Plan B in der Schublade hatte, der einen Umstieg von Windows Phone auf Android vorsah. War das vielleicht sogar der Grund für die Kauf-Offerte des Software-Konzerns?

(Foto: Fotolia.de/Scanrail)

Was lief da mit Nokia und Android? Wie die New York Times berichtet, hat der finnische Handy-Vorsteller vor der Übernahme durch Microsoft offenbar an einem Smartphone mit dem Google-Betriebssystem Android gearbeitet. Das Pikante daran: Als Hauptpartner von Microsoft hatte sich Nokia offiziell dazu verpflichtet, bis zum Jahr 2016 in seinen Smartphones ausschließlich das Betriebssystem Windows Phone einzusetzen – allerdings hat es dem Bericht zufolge eine Ausstiegsklausel in dem Vertrag gegeben, wonach die Finnen die Zusammenarbeit bereits 2014 hätten beenden können.

Ein Ende der Zusammenarbeit mit Microsoft wurde wohl in den Köpfen führender Nokia-Manager angesichts der schleppenden Verkaufszahlen ernsthaft durchgespielt – auch wenn der Konzern nach außen hin immer wieder gebetsmühlenartig betont hatte, dass Android keine Alternative zu Windows Phone darstelle.

Microsoft soll von den Experimenten erfahren haben. Dieses Wissen könnte auch ein Grund dafür gewesen sein, warum der Software-Konzern die Handysparte von Nokia für 5,44 Milliarden Euro übernehmen will. Wäre Nokia tatsächlich zu Android "übergelaufen", hätte dies mit großer Sicherheit das Ende von Windows Phone bedeutet. Zwar gibt es auch andere Hersteller wie HTC oder Samsung, die Windows Phone in ihren Geräten verbauen – die Verkaufszahlen sind hier allerdings so gering, dass sie keine nennenswerte Rolle auf dem Smartphone-Markt spielen.

Nokia und Microsoft werden es auch gemeinsam auf dem Smartphone-Markt nicht leicht haben: In Deutschland ist Android bei den neu verkauften Smartphones deutlich das bevorzugte Betriebssystem mit einem Marktanteil von 76,8 Prozent.  Apples iOS hatte im Zeitraum von Mai bis Juli 2012 einen Anteil von 11,2 Prozent, Windows Phone legte auf 8,8 Prozent zu.

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