Google bringt Smart Watch

19.03.2014, 9:59

Android Wear

Android zum Anziehen: Google will mit seinem mobilen Betriebssystem den Markt für “Smart Wearables” erobern. Noch in diesem Jahr bringt der Internetkonzern eine Internet-fähige Uhr heraus.

(Quelle: Google.com)

Google startet “Android Wear” -eine Produktreihe sogenannter Smart Wearables. Darunter versteht man mit dem Internet verbundene Alltagsgegenstände, die zumeist am Körper getragen werden und noch kleiner sind als Smartphones. Den Anfang macht eine Uhr, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll, so das Unternehmen in einem Blog-Eintrag.

Die Vision, die Google mit Android Wear verfolgt:

  • Über die Mini-Computer am Körper haben die Nutzer immer Zugang zu Informationen – soziale Apps, Chats, Benachrichtigungen, Shopping-Hilfen, Foto-Apps und so weiter.
  • Dank Sprachsteuerung soll die Suche freihändig gelingen.
  • Fitness-Freunde können mit Android Wear ihre sportlichen Ziele verfolgen und sich selbst motivieren.
  • Android Wear bietet einen Zugang zu anderen Geräten, die vom Handgelenk ausgesteuert werden können.

Für Hardware und Design arbeitet Google mit Farbrikanten wie Samsung, Motorola, Asus, HTC und LG, Prozessorherstellern wie Intel, Broadcom und Qualcomm sowie dem Modeunternehmen Fossil zusammen.

Developer können sich bereits eine Vorschau für Android Wear herunterladen und ihre Apps entsprechend anpassen. Am Rande der SXSW-Konferenz hatte Google bereits vor einer Woche seine Pläne mit Android Wear angedeutet. Hersteller HTC arbeitet ebenfalls bereits an einer Smartwatch, und Googles eigene Smartwatch steht angeblich schon seit Dezember 2013 kurz vor der Vollendung.

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Facebook macht Nutzer zu Testern

18.03.2014, 8:52

Messenger-App für Android

Um Bugs und Lücken schon vor dem Launch neuer Versionen zu identifizieren, arbeitet Facebook mit Usern zusammen – für die Android-Messenger-App hat das Netzwerk ein Beta-Test-Programm eingerichtet.

(Quelle: Shutterstock.com/Twin Design)

Facebook holt sich Nutzer ins Boot – jedenfalls, wenn es um das Testen der Messenger-App für Android geht. Neugierige Mitglieder, die sich nicht von technischen Fehlern abschrecken lassen und gleichzeitig gespannt auf neue Features sind, können sich für das Programm anmelden – und damit an der Entwicklung der App teilhaben.

Das so genannte Beta-Programm steht allen Nutzern offen. Diese bekommen jeden Monat Neuversionen mit neuen Funktionen zugespielt, benutzen die Anwendung und erstatten Bericht, wenn ihnen ein Fehler unterkommt.

“Das Betaprogramm ist eine Art Frühwarnsystem, das die App-Nutzung für aller besser macht, sobald wir sie für die Allgemeinheit freigeben “, so Software-Entwickler Luiz Scheidegger im Facebook-Code-Blog. Außerdem erlaube das Projekt den Unternehmen Einblicke, wie die Weiterleitungs-Tools von den Usern genutzt werden.

Im vergangenen Juni hatte Facebook bereits ein Beta-Test-Programm für seine allgemeine App eingeführt. Statistiken zeigen, dass Smartphones mit dem Android-Betriebssystem besonders häufig Zielscheibe von Virusattacken sind.

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Huawei bringt Android-Smartphone für 99 Euro

12.03.2014, 12:09

Modell Ascend Y330

Mit dem Ascend Y330 bringt der chinesische Hersteller Huawei im April eines der günstigsten Marken-Smartphones mit Android-Betriebssystem nach Deutschland.

(Quelle: Huawei)

Der chinesische Hersteller Huawei zeigt auf der CeBIT das Smartphone Ascend Y330 zum ersten Mal auch in Deutschland. Der Preis von 99 Euro soll vor allem Einsteiger locken, wenn es im April in Schwarz und Weiß auf den Markt kommt.

Dafür gibt es immerhin einen Dualcore-Prozessor mit 1,3 GHz, 512 MByte Arbeitsspeicher, einen MicroSD-Slot sowie 4 GByte Datenspeicher. Das Google-Betriebssystem Android 4.2 hat Huawei noch um sein eigenes Benutzer-Interface “Emotion UI” ergänzt.

Der Touchscreen bietet eine Diagonale von 4 Zoll (10.4 Zentimeter) und eine Auflösung von 800 x 480 Bildpunkten. Der Akku mit 1.500 mAh soll bis zu 320 Stunden Standby- und 6 Stunden Sprechzeit bieten. Auch eine 3-Megapixel-Kamera ist mit an Bord. Weitere Features sind HSPA+, WLAN, Bluetooth 4.0 und DLNA. Im Zubehörprogramm gibt es zudem Wechselcover in verschiedenen poppigen Farben.

Mit rund 3.400 Ausstellern aus 70 Ländern verzeichnet die CeBIT in diesem Jahr ein leichtes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Die Messe präsentiert sich 2014 als reine Business-Messe.

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Pantone-Mobil-Apps für die Konvertierung in Vierfarbsätze und andere Farbsysteme

11.03.2014, 9:11

Pantone-Farben umrechnen

Farben und Gestaltung – zwei korrespondierende Aufgabenstellungen im Kommunikationsdesign, bei denen Apps helfen können. Das mobile Internet hat speziell im Bereich der Farbwahl neue Funktionen und damit Möglichkeiten eröffnet, die sofort zur Verfügung stehen und so zum Beispiel während eines Kundentermins gut genutzt werden können.

Farbtabellen am Smartphone: Schnell beim Kunden und für die Recherche

Ein Designer kann, wenn es um Diskussionen oder Vorbesprechungen bezüglich einer Farbwahl geht, meist mit drei prinzipiellen Aufgabenstellungen konfrontiert sein, bei denen ihm sein Smartphone behilflich sein kann:

  • Der Kunde legt ein Farbmuster vor. Er hat beispielsweise auf einem Foto ein Rot sehr schön gefunden. Dann geht es darum, die Farbe zu identifizieren und Alternativen vorzulegen.
  • Zum anderen ist die Frage, wie sich eine Farbe in einen Farbkanon oder eine bestehende Corporate-Design-Farbpalette einfügen kann.
  • Schließlich geht es darum, wie durchgängig eine Farbe verwendet werden kann. Da Pantone über sein ursprüngliches „Matching System“ hinaus andere Fächer bietet, ist ein Überblick wichtig, welche Farbe in welcher Form genau oder annäherungsweise für verschiedene Einsatzzwecke wie Bautenfarbe oder Textilfarbe vorhanden ist.

Startseite der Pantone-App

Oben: Links ist der Startscreen der „myPantone“-App unter Android mit statischem Farbfächer zu sehen, rechts der Screen der iPad-Version unter iOS mit interaktivem Farbkarusell.

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Android auch auf Wearable Devices

10.03.2014, 12:24

Google-Betriebssystem

Google macht mobil: Nicht nur den Markt für Smartphones, auch den für tragbare Geräte wie Smartwatches will der Konzern mit Android erobern. Sogar vernetzte Jacken gehören zum Szenario.

(Quelle: Fotolia.com/sissoupitch)

Google führt nicht nur den Suchmaschinenmarkt an – auch bei den Betriebssystemen für Smartphones ist der Internetkonzern unangefochtener Spitzenreiter. Jetzt will Google auch den boomenden Markt für Wearables mit seinem Android-Betriebssystem beherrschen. Wie Google-Manager Sundar Pichai auf der Technik-Konferenz “South by Southwest” in Texas ankündigte, will das Unternehmen in etwa zwei Wochen entsprechende Tools für Entwickler auf den Markt bringen.

Auf dieses Weise könnten Sensoren in unterschiedlichen Szenarien verbunden werden, neben Geräten wie internetfähigen Uhren hält Pichai auch eine vernetzte Jacke für möglich, schreibt die FAZ.

Auch im Auto will Google sein Betriebssystem etablieren und macht dafür mit dem Autohersteller Audi gemeinsame Sache.
Nachdem bereits 2013 die Verkaufszahlen nach oben schossen, werden Smart Wearables in diesem Jahr ihren Durchbruch erleben, prognostiziert eine Studie. Zu den Produkten zählen Smartwatches wie jene von Pebble, Sony und Samsung, aber auch Armbänder mit Sensortechnik etwa für den Sport oder medizinische Zwecke.


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Neues HTC-Flaggschiff

05.03.2014, 12:13

Leak-Video sorgt für Riesenärger

Am 25. März wird das Smartphone-Spitzenmodell von HTC offiziell vorgestellt. Doch bereits jetzt ist ein Video aufgetaucht, in dem das Gerät ausführlich beschrieben wird – zum Ärger des Herstellers.

(Quelle: Screenshot)

HTC One+, HTC M8, HTC One 2 – wie das neue Smartphone-Flaggschiff von HTC letztendlich heißen wird, ist noch nicht sicher. Die Namensgebung dürfte allerdings eines der letzten Geheimnisse des Geräts bleiben – denn wenige Wochen vor der offiziellen Präsentation am 25. März 2014 in London hat ein Nutzer nun ein langes Hands-on-Video ins Internet gestellt, in dem er das Modell ausführlich zeigt und beschreibt.

Demnach bietet das Gerät – wie der Vorgänger – ein Unibody-Gehäuse aus Aluminium sowie zwei Lautsprecher auf der Stirnseite. Das Display ist leicht gewachsen. Physische Bedienelemente sind nicht mehr zu erkennen – anscheinend setzt HTC nun ausschließlich auf On-Screen-Tasten. Ferner ist auf der Rückseite eine zweite Kamera integriert, deren Funktionsweise noch nicht bekannt ist.

Den Hersteller des Videos – angeblich ein Jugendlicher mit dem Namen Roshan Jamkatel – könnte der Leak indes teuer zu stehen kommen. Wie unter anderem das Online-Portal AndroidPIT berichtete, hat kein Geringerer als Jeff Gordon, Senior Global Online Communications Manager von HTC, dem “Enthüller” via Twitter Konsequenzen angedroht: “Das wird keine gute Woche für dich”, soll Gordon seinem Ärger Luft gemacht haben.

Jamkatel hat wohl inzwischen dementiert, dass es sich um ein echtes Gerät gehandelt habe – allerdings wäre man bei HTC wohl kaum so aufgebracht gewesen, wenn dem tatsächlich so wäre. Entsprechend bedrohlich fiel die Antwort von Gordon aus: “Wir haben die IMEI und alle Infos. Wir melden uns.” Kritische Stimmen hingegen mutmaßen, dass es sich bei der ganzen Geschichte um eine fein ausgeklügelte PR-Aktion von HTC handeln könnte. Angesichts der Fülle an preisgegebenen Informationen dürfte dies aber eher unwahrscheinlich sein.

Noch in diesem Jahr will HTC mit einem eigenen Produkt in den Trendmarkt für Wearable-Electonics-Produkte einsteigen.

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Android schlägt iOS

04.03.2014, 8:11

Tablet-Markt

Im vergangenen Jahr wurden erstmals mehr Tablets mit dem Google-Betriebssystem Android verkauft als solche mit iOS. Dennoch dominiert Apple weiterhin als Hersteller den Markt.

(Quelle: Fotolia.com/Brian_Jackson)

Der Boom auf dem Tablet-Markt geht weiter: Aktuellen Zahlen von Gartner zufolge wurden im Jahr 2013 weltweit 195,4 Millionen Geräte verkauft – das sind 68 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Wie die Analysten betonten, waren für das rasante Wachstum insbesondere kompakte Android-Modelle im Einsteigersegment verantwortlich, die besonders stark nachgefragt wurden. Dies sei auch der Grund, warum der Marktanteil vom Google-Betriebssystem im Tablet-Markt erstmals höher lag als der von Apples iOS.

Konkret wanderten im Jahr 2013 knapp 121 Millionen Tablets mit Android-Betriebssystem über die Verkaufstresen, das entspricht einem Marktanteil von 61,9 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 waren es noch 53,3 Millionen (45,8 Prozent Marktanteil).

Auch die iPad-Verkäufe legten zu: von 61,5 auf 70,4 Millionen. Dennoch sank der Marktanteil von Apples iOS angesichts des stark wachsenden Gesamtmarktes von 52,8 auf 36 Prozent.

Bescheiden fällt hingegen nach wie vor die Bilanz für Microsoft aus – auch wenn die Richtung stimmt: Nur rund 4 Millionen Käufer entschieden sich für ein Tablet mit einem Betriebssystem des Software-Konzerns, im vergangenen Jahr waren es mit 1,2 Millionen allerdings noch deutlich weniger. Entsprechend stieg der Marktanteil von 1 auf 2,1 Prozent. Andere Betriebssysteme spielen keine nennenswerte Rolle.

Apple bleibt die Nummer 1

Obwohl iOS im Kampf der Betriebssysteme Android den Vortritt überlassen musste, ist Apple nach wie vor der wichtigste Hersteller im Tablet-Segment. Mit einem Marktanteil von 36 Prozent und 70,4 Millionen verkauften iPads gibt der kalifornische Elektronikhersteller hier weiter den Ton an – auch wenn der Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr (52,8 Prozent) deutlich zurückging.

Mit klarem Abstand rangiert Samsung mit 37,4 Millionen verkauften Geräten auf dem zweiten Platz. Allerdings konnten die Koreaner ihren Marktanteil von 7,4 auf 19,1 Prozent deutlich in die Höhe schrauben. Auf den weiteren Plätzen folgen Asus, Amazon und Lenovo (siehe Übersicht).

Für das Jahr 2014 rechnet Gartner damit, dass verstärkt Hybrid-Modelle in den Fokus der Käufer geraten könnten. Viele Nutzer hätten keine Lust mehr, sich mit mehreren Geräten auseinanderzusetzen, so die Einschätzung der Analysten. Bereits im vergangenen Jahr sei diese Produktgruppe diejenige mit den höchsten Wachstumszahlen gewesen.

Die Mehrheit der Webshop-Betreiber geht davon aus, dass der mobile Einkauf das klassische Online-Shopping ablösen wird. Studie der E-Commerce-Messe Internet World hervor. Um sich darauf vorzubereiten, wollen sie vor allem Sicherheitslücken schließen.

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Nokia zeigt erste Android-Smartphones

25.02.2014, 9:01

X-Serie

Im Vorfeld kursierten bereits zahlreiche Gerüchte, jetzt ist es offiziell: Nokia verkauft ab sofort Smartphones mit dem Betriebssystem Android.

Nokia hat es tatsächlich getan: Nachdem bereits im Vorfeld des Mobile World Congress heftig über ein Android-Smartphone spekuliert wurde, überraschte der Hersteller nun mit gleich drei neuen Geräten, die allesamt das populäre Betriebssystem nutzen. In den Modellen Nokia X, Nokia X+ und Nokia XL kommt allerdings nicht Googles Android-Version zum Einsatz, sondern die des Android Open Source Projekts (AOSP).

Dadurch werden auf den neuen Nokia-X-Modellen auch nicht Googles Cloud-Dienste laufen, wie Executive Vice President Stephen Elop betonte; stattdessen könnten Nutzer auf Microsoft-Angebote wie zum Beispiel OneDrive zugreifen. “Wir profitieren vom Android-Ökosystem, haben das System aber auf unsere Dienste angepasst”, so der Manager. Zudem sollen mehrere Apps wie Skype, Facebook oder Here Maps vorinstalliert sein. Generell erinnert die Betriebsoberfläche der X-Serie eher an Windows Phone als an Android. Neue Apps können über einen eigenen Nokia-Store installiert werden. Dank AOSP soll es aber auch möglich sein, Apps aus anderen Stores zu beziehen.

Auch wenn die Funktionalität leicht eingeschränkt sein mag, so betritt Nokia mit der X-Serie doch neues Terrain: Bislang setzte der Hersteller in den höherwertigen Lumia-Modellen ausschließlich auf das Microsoft-Betriebssystem Windows Phone, in den Einsteiger-Modellen der Asha-Serie werkelt ein Symbian-Derivat. Eine Verwendung von Android hingegen schien ausgeschlossen – nicht zuletzt aufgrund der engen Kooperation mit Microsoft und der später erfolgten Übernahme von Nokia durch den Software-Riesen.


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Kitkat auf Galaxy

19.02.2014, 8:24

Handy-Betriebssysteme

Das Android-Bertriebssystem wird jetzt in der Version Kitkat für Samsung-Geräte der Galaxy-Reihe freigegeben. Zunächst einmal aber nur in den USA.

(Foto: Google)

Wer künftig in ein Samsung Galaxy in den USA kauft, kann auf die neueste Version von Googles Betriebssystem Android hoffen: Der koreanische Hersteller installiert auf ausgewählten Smartphone-Modellen "Kitkat". Das Update ist bereits angelaufen und soll in den nächsten Monaten abgeschlossen werden.

Das System bringt einige Neuerungen auf die Modelle Galaxy S4, Galaxy Note 3 und Note 2 sowie Galaxy Tab 3: Unter anderem gibt es einen neuen Menüpunkt in den Einstellungen zum Aktivieren von GPS, WLAN und mobilen Netzwerken. Die Nutzer können ihre Fotos automatisch sichern lassen. Auch Google Docs können über das Update auf den Bildschirm geholt werden.

Android Kitkat wurde von Google bereits im Herbst 2013 vorgestellt. Im November 2013 erschien Kitkat erstmals auf dem Google-Flaggschiff-Smartphone Nexus 5. Bislang hat sich die aktuelle Version von Android allerdings noch nicht weitreichend gegen die Vorgängerversion Jelly Bean durchgesetzt.

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Nokia bringt eigenes Android-Smartphone

12.02.2014, 7:34

Hinweise verdichten sich

Baut Nokia tatsächlich ein Smartphone mit dem Google-Betriebssystem Android? Genau das behauptet das Wall Street Journal – und nennt einen konkreten Vorstellungstermin.

(Foto: Fotolia.com/Maksim Kostenko)

Gerüchte, wonach Nokia ein Android-Smartphone entwickelt, elektrisieren immer wieder die TK-Branche – und das, obwohl der ehemalige CEO Stephen Elop einem solchen Vorhaben bereits Anfang 2013 eine klare Absage erteilt hatte. Doch jetzt verdichten sich die Hinweise, dass Nokias erstes Android-Modell tatsächlich bereits in knapp zwei Wochen auf dem Mobile World Congress der Öffentlichkeit vorgestellt werden könnte.

Als genaues Datum wird der 24. Februar genannt – an diesem Tag hat das Unternehmen Einladungen zu einer Pressekonferenz verschickt. Andeutungen auf ein Android-Smartphone sind auf dieser allerdings nicht zu finden.

Dennoch: Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, soll das Gerät mit hoher Wahrscheinlichkeit kommen; konzipiert sei es als günstiges Einsteiger-Gerät.

Den Angaben zufolge wurde es entwickelt, weil das Microsoft-Betriebssystem Windows Phone, das auf den Mittelklasse- und Highend-Smartphones von Nokia zum Einsatz kommt, zu hohe Hardware-Anforderungen an Low-Cost-Geräte stellt. Dadurch habe Nokia in den vergangenen Jahren in Wachstumsmärkten wie Indien an Boden verloren – dort liefen alleine im vergangenen Jahr 93 Prozent aller ausgelieferten Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android.

Zwar hat auch Nokia mit seiner Asha-Serie selbst günstige Einsteiger-Smartphones in seinem Portfolio; das dort verwendete Betriebssystem – ein Series-40-Derivat – scheint aber angesichts der Popularität von Android nicht mithalten zu können.

Wie es weiter hieß, soll das neue Einsteiger-Smartphone von Nokia allerdings nicht alle Funktionen unterstützen, die man von einem Android-Gerät normalerweise kennt. Ein Zugang zum Google Play Store sei beispielsweise nicht vorgesehen – dafür werde das Gerät mit verschiedenen Nokia-Diensten wie dem Kartendienst Here oder dem Musik-Service MixRadio bestückt. Damit würde Nokia einen ähnlichen Weg beschreiten wie der Online-Versandhändler Amazon, der beispielsweise auf seinen Tablets ebenfalls eine modifizierte Android-Variante verwendet.

Dass Microsoft – unmittelbar vor der Übernahme der Handy-Sparte von Nokia – einen solchen Schritt hin zum Erzrivalen Google unterstützt, scheint auf den ersten Blick eher abwegig. Allerdings hat auch der Konzern ein hohes Interesse daran, dass seine zukünftige Handy-Tochter die verkauften Stückzahlen nach oben treibt.

Zudem könnte die Android-Offensive zeitlich begrenzt sein. Nämlich bis zu dem Zeitpunkt, an dem Microsoft das Windows-Phone-Betriebssystem dahingehend angepasst hat, dass es auch auf Geräten mit weniger leistungsstarker Hardware läuft.

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