Google erneut im Visier der EU-Kartellwächter

01.08.2014, 13:53

Wegen Android

Die Europäische Kommission bereitet möglicherweise ein neues Kartellverfahren gegen Google vor. Stein des Anstoßes: Die Geschäftspraktiken des Konzerns in Bezug auf das Mobile-Betriebssystem Android.

(Quelle: Shutterstock.com/Twin Design)

Diesmal geht es nicht um die Suchmaschine, sondern um das mobile Betriebssystem: Google droht wegen Android ein neues Kartellverfahren. Denn die EU-Kommission will offenbar untersuchen, ob der US-Konzern seinen globalen Marktanteil von rund 80 Prozent bei Smartphone-Betriebssystemen für wettbewerbswidrige Praktiken nutzt, um Dienste wie Maps voranzutreiben. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Informanten.

Demnach soll zum Beispiel konkret untersucht werden, ob Google seinen Hardware-Partnern im Smartphone-Geschäft vorschreibt, bestimmte – mit Googles Produkten konkurrierende – Apps auf den Android-Geräten nicht vorzuinstallieren. In den vergangenen Wochen hat die Europäische Kommission, wie schon 2011 und 2013, Fragebögen an Firmen verschickt, um weitere Details über die Verträge des US-Konzerns mit seinen Geschäftspartnern zu erfahren. Der neue EU-Wettbewerbskommissar, der im November 2014 sein Amt antritt, könnte dem Bericht zufolge die Grundlage für ein neues Kartellverfahren legen.

Für Google wäre es indes nicht das erste Verfahren dieser Art. Bereits 2011 geriet der Konzern wegen seiner Android-Geschäftspraktiken ins Visier der US-amerikanischen Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC). Darüber hinaus strengte ein Jahr zuvor die EU ein Kartellverfahren an – damals ging es um die Suchmaschine. Auch hier steht der Vorwurf im Raum, Google missbrauche seine Marktmacht. Die Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen, wobei Google bereits Zugeständnisse angekündigt hat.

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Googles neues Android L im Detail

10.07.2014, 8:02

Mobiles Betriebssystem

Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz I/O einen Ausblick auf das neue Android L gegeben und eine Vorabversion bereit gestellt. Das Betriebssystem bietet einige Highlights.

Auffälligstes Merkmal von Android L, das derzeit nur für Nexus-Besitzer in einer Vorabversion zu haben ist, ist die neue Designsprache Googles mit dem Namen „Material“. Insgesamt präsentiert sich Android L heller und farbenfroher. Weiß- Grau- und Blau-Töne dominieren in Benachrichtigungen und System-Apps (Dialer, Einstellungen, Google-Tastatur, Kontakte, Taschenrechner). Geänderte Schriftarten, neue Animationen und flache Icons begleiten das neue Farbschema. Allgemein macht Android L einen aufgeräumten und erwachsenen Eindruck.

Eine der bedeutendsten Neuerungen von Android L ist im Inneren des Systems verborgen – der Wechsel der Laufzeitumgebung von DALVIK auf ART. Neben einer höheren Leistung soll ART vor allem sparsamer sein und bis zu ein Drittel längere Akkulaufzeiten ermöglichen. Hierzu trägt auch der neue Energiesparmodus bei – er drosselt auf Wunsch die Systemleistung zu Gunsten der Akkulaufzeit. Darüber hinaus bietet Android L eine 64-Bit-Untestützung, wie sie Apple bereits mit iOS 7 eingeführt hatte.

Android L ist bereits als offizielle Vorabversion für die Google-Nexus-Geräte 5 und 7 (2013) zu haben, Besitzer eines Nexus 4 gehen dank einer inoffiziellen Version ebenfalls nicht leer aus. Die offiziellen Vorabversionen sind direkt über Google in Form von Factory Images erhältlich. Die inoffizielle Version für das Nexus 4 richtet sich an erfahrene Nutzer und steht im Entwicklerforum XDA Developers zum Download bereit.

Verschiedene Smartphone-Hersteller, wie etwa HTC, haben bereits Updates auf Android L angekündigt. So sollen etwa das HTC One (M7 und M8) in den Genuß der neuen Version kommen. Bei Motorola sollen, laut durchgesickerten Support-Angaben, die Modelle Moto X und Moto G mit der neuen Version versorgt werden. Da die Hersteller-Updates auf dem noch nicht vorgestellten Stable-Release aufbauen, müssen sich die Nutzer hier allerdings noch etwas gedulden.

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Schwere Sicherheitslücke bei Facebook

07.07.2014, 11:07

Android und iOS

Private Daten auf Facebook in Gefahr: Hacker können über eine Sicherheitslücke im „Software Development Kit“ (SDK) unbemerkt auf Facebook-Konten zugreifen.

(Quelle: Shutterstock.com/
Brian A Jackson)

Die US-Sicherheitsfirma Metaintell ist auf eine schwere Sicherheitslücke im „Software Development Kit“ (SDK) von Facebook gestoßen. Die Lücke ermöglicht Angreifern die privaten Daten von Facebook-Nutzern auszulesen. Betroffen sind alle Nutzer von Apps, die eine Anmeldung über den Facebook-Account vorsehen.

Die Sicherheitslücke hängt mit der Facebook-Anmeldung zusammen. Wenn Nutzer sich mit ihren Zugangsdaten von Facebook in anderen Apps, wie etwa Spotify Music, anmelden, werden diese auf dem Gerät gespeichert. Die gespeicherten Anmeldedaten sind allerdings unverschlüsselt und damit potentiell gefährdet. Laut Metaintell verwenden unter Apples iOS Betriebssystem 71 der 100 beliebtesten Apps die betroffene Facebook-SDK und sind damit angreifbar – unter Android sind immerhin 31 der 100 beliebtesten Apps betroffen.

Fast 60 Prozent der Deutschen fürchten um ihre Passwörter, doch die Mehrheit schützt sich nur unzureichend. Das ergab eine Studie, die panelbiz im Auftrag von Web.de durchgeführt hat.

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Audi integriert Android und iOS schon 2015

30.06.2014, 14:39

Smarte Autos

Audi will Smartphones mit iOS- und Android-Betriebssystem in die Bordsysteme einbinden. Erste Funktionen sollen bereits im kommenden Jahr verfügbar sein.

(Quelle: Audi.com)

Audi-Fahrer kennen bereits das Multi Media Interface (MMI) als zentrales Element zur Steuerung von Navigation, Entertainment und den Infodiensten im Auto. Jetzt hat der deutsche Autobauer angekündigt, dass künftig auch die mobilen Betriebssysteme iOS und Android in das MMI eingebunden werden. Kunden können dann Apps und Funktionen des Smartphones über die Bediensysteme im Auto nutzen.

„Wichtige Parameter bei deren Integration sind Anwenderfreundlichkeit und geringe Ablenkung. Zudem spielt die Datensicherheit eine zentrale Rolle“, erklärt Ulrich Hackenberg, Vorstand Technische Entwicklung bei Audi. „Wir trennen die fahrzeugbezogenen Funktionen von den Infotainment-Umfängen und sichern so die Daten vor unbefugtem Zugriff. Der Kunde muss der Verwendung von Daten, die im Auto erzeugt werden, ausdrücklich zustimmen.“

Audi gehört bereits zu den Gründungsmitgliedern der Open Auto Alliance (OAA) von Google, die sich das Ziel gesetzt hat, Google-Dienste wie Maps oder Play Music über Android in die Fahrzeuge diverser Hersteller zu bringen. Mit Apple kooperiert man ebenfalls, um so CarPlay einzubinden.

Erste Funktionen werden voraussichtlich ab 2015 in den Fahrzeugen des Ingolstädter Herstellers verfügbar sein.

Google hatte Android Auto in der vergangenen Woche auf seiner Entwicklerkonferenz I/O vorgestellt. Das Betriebssystem soll in Fahrzeugen die Benutzeroberfläche der Bordcomputer übernehmen, sobald ein Android-Smartphone damit verbunden wird. Fortan können zentrale Dienste wie Navigation, Kommunikation oder Musik vom Mobiltelefon eingespielt und gesteuert werden. Einen ähnlichen Ansatz verfolgt Apple mit CarPlay.

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Welche Modelle Android L erhalten

27.06.2014, 12:24

HTC und Motorola

Kaum hat Google die neue Version vorgestellt, die unter dem Namen „Android L“ entwickelt wird, kündigen HTC und Motorola bereits an, welche ihrer Smartphones das entsprechende Update erhalten sollen.

(Quelle: Shutterstock.com/Kirill__M)

Unter dem Namen „Android L“ entwickelt Google gerade die neue Version seines populären mobilen Betriebssystems Android. Diese wurde vorgestern auf der Entwicklerkonferenz I/O erstmals der Öffentlichkeit gezeigt. Als erste Smartphone-Produzenten benennen nun HTC und Motorola einige ihrer Modelle, die das Update auf Android L erhalten sollen.

HTC verweist in seinem Blog auf das Versprechen von „HTC Advantage“ in dessen Rahmen alle Geräte des Herstellers bis zu zwei Jahre nach ihrem Erscheinen alle möglichen Software-Updates erhalten müssen. Das gelte auch für Android L: Alle HTC One (M7 und M8) sollen bis spätestens 90 Tage nach der Verfügbarkeit der Software von Google Update-fähig sein. Allerdings sagt der Hersteller noch nicht, ob das auch für weitere Modelle wie die Mini-Versionen des One oder die Desire-Serie gilt.

Über seine Facebook-Seite hat auch die „noch-Google-Abteilung“ Motorola Mobility das Update für das Moto G und das Moto X in Aussicht gestellt, für das Moto E wird es offenbar noch geprüft. Auch diese Updates sollen im Herbst möglich sein.

Weitere Hersteller haben sich noch nicht geäußert. Da der Hardware-Bedarf von Android L allerdings nicht so hoch sein soll, dürften noch viele weitere Smartphones Update-fähig sein. Man darf hier vor allem gespannt sein, welche Politik Samsung für seine Bestseller der Galaxy-Serie verfolgen wird.

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Google zeigt Smartwatches für Android Wear

26.06.2014, 14:41

Entwicklerkonferenz I/O

Die Google Entwicklerkonferenz I/O in San Francisco war mit Spannung erwartet worden. Dort hat der Internet-Riese drei Smartwatches für sein Betriebssystem Android Wear präsentiert.

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O hat der Internet-Riese auch drei – teilweise schon bekannte – Smartwatches für sein Betriebssystem Android Wear gezeigt. Die Uhren, die teilweise schon Anfang Juli ausgeliefert werden, kommen von LG, Samsung und Motorola.

Die LG G Watch, die bereits im Play Store von Google für 199 Euro vorbestellbar ist und ab dem 4. Juli ausgeliefert werden soll, fällt vor allem durch ihr minimalistisches Design ohne jegliche physische Tasten auf. Man darf gespannt sein, ob so auch eine leichte Bedienung über den IPS-Touchscreen mit rund vier Zentimeter Diagonale oder die integrierte Sprachsteuerung möglich sein wird.

Immerhin soll das Display so stromsparend arbeiten, dass die Uhrzeit permanent angezeigt werden kann. In der Uhr arbeitet ein 1,2-GHz-Prozessor. Die Verbindung zum Smartphone, das über Android ab Version 4.3 verfügen muss, erfolgt per Bluetooth. Die G Watch soll bis zu einer Tiefe von einem Meter bis zu 30 Minuten wasserdicht sein. Sie besteht aus Edelstahl mit einer Beschichtung aus einem speziellen Kunststoff. Das Silikon-Armband wird in der jeweiligen Gehäusefarbe geliefert.

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Google auf dem Weg zur Weltherrschaft

26.06.2014, 12:15

Entwicklerkonferenz I/O

Auf der Entwicklerkonferenz I/O hat Google gezeigt, wie es die Welt verändern will : Mit speziellen Versionen seines Betriebssystems Android will der Konzern in sämtliche Lebensbereiche vorstoßen.

Google will sein Betriebssystem Android für zahlreiche neue Plattformen ausbauen und dadurch die (mobile) Welt erobern. Das ist die zentrale Botschaft der Entwicklerkonferenz Google I/O, die gestern Abend im Rahmen einer zweistündigen Keynote in San Francisco eröffnet wurde. Das Motto: „Design, Develop, Distribute“.

Der Allmachtanspruch des Internetkonzerns, der immer offensiver formuliert wird, stößt allerdings nicht überall auf ungeteilte Begeisterung. Vor dem Hauptquartier der Firma hatten bereits im Vorfeld der Veranstaltung Demonstranten ihre Zelte aufgeschlagen, die vor dem Verlust der Freiheit im Internet warnten. Drinnen ließ man sich die Stimmung – trotz einigen Störaktionen vereinzelter Teilnehmer – allerdings nicht vermiesen. Die rund 6.000 Gäste – die meisten davon Entwickler – klatschten bei jeder neuen Ankündigung artig Beifall. Und Google hatte in der Tat einige Neuheiten im Gepäck.

Während es im Hardwarebereich – außer ein paar bereits angekündigten Smartwatches und einem Billig-Smartphone für Schwellenländer – nur wenig zu sehen gab, stand ganz klar das Betriebssystem Android im Mittelpunkt des Geschehens. Dieses beherrscht bereits die Smartphone- und Tablet-Welt – und diese Dominanz strebt Google nun auch in weiteren Bereichen an. Im Auto, im Wohnzimmer oder am Handgelenk – überall dort will der Konzern mit seinem Betriebssystem in Zukunft (noch stärker) Präsenz zeigen.

Projekt L: Neue Features für Smartphone und Tablets

Vor diesem Hintergrund hat Google gleich mehrere neue Android-Varianten vorgestellt: Die nächste Version für Smartphones und Tablets, die derzeit unter dem Namen „Project L“ entwickelt wird, soll zahlreiche neue Funktionen bieten. Dazu zählt beispielsweise ein Mitteilungsdienst, der Meldungen und Hinweise auf dem Sperrbildschirm anzeigt. Zudem sollen fortan auch 64-Bit-Prozessoren unterstützt werden; auf bestehender Hardware werde Projekt L erheblich schneller laufen als die bisherigen Android-Versionen, verspricht Google.

Darüber hinaus wurde ein Android Extension Pack gezeigt, das die Grafikleistung für Spiele verbessern soll. Auch das Design wurde stark überarbeitet, das jetzt mit mehr Klarheit punkten soll. Gleichzeitig ist es nun möglich, Elemente der Benutzeroberfläche räumlich in mehreren Ebenen zu stapeln.

Neben Project L gab Google noch einen Ausblick auf zwei weitere Varianten: Android Auto und Android TV. Erstgenannte soll in Fahrzeugen die Benutzeroberfläche der Bordcomputer übernehmen, sobald ein Android-Smartphone damit verbunden wird. Fortan können zentrale Dienste wie Navigation, Kommunikation oder Musik vom Mobiltelefon eingespielt und gesteuert werden. Mit dem Konzept positioniert sich Google insbesondere gegen Apples Carplay, das einen ganz ähnlichen Ansatz verfolgt. Zahlreiche Hersteller haben bereits angekündigt, das System verwenden zu wollen. Android TV wiederum wurde speziell für das Smart Home konzipiert und soll Google-Dienste in Smart-TV-Geräte oder Set-Top-Boxen integrieren.

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Smartphone mit vorinstallierter Schadsoftware

16.06.2014, 12:54

Android

Die Antivirenspezialisten von G Data haben erstmals ein Android-Smartphone entdeckt, das bereits ab Werk mit Schadsoftware infiziert ist. Ein Spionage-Tool tarnt sich als Google Play Store.

(Quelle: Shutterstock – Julien Tromeur)

Man kauft sich ein neues Smartphone – und vor dem ersten Einschalten ist darauf bereits Schadsoftware installiert. Ein solches Gerät haben die Antivirenspezialisten von G Data entdeckt: Auf einem neuen Android-Gerät war eine als Google Play Store getarnte Malware vorinstalliert. So bezeichnet man Schadprogramme wie Viren und Trojaner. Ein Testkauf nach dem Hinweis von Kunden brachte G Data auf die Spur des Spionage-Smartphones.

Dabei handelt es sich um das vom chinesischen Hersteller Star gefertigte Smartphone-Modell N9500. Darauf befindet sich bereits ab Werk der Android-Trojaner „Android.Trojan.Uupay.D“. Ein Trojaner oder trojanisches Pferd tarnt sich als nützliche Anwendung oder Datei, in diesem Fall den Google Play Store. In Wirklichkeit handelt es sich aber um Schadsoftware, die den Anwender ausspioniert. Das Smartphone sendet unbemerkt persönliche Daten an einen Internetserver in China. Zudem kann der Schädling heimlich weitere Anwendungen installieren. Die Kriminellen haben vollen Zugriff auf das Gerät und auf alle darauf abgelegten Daten. Da die Schadsoftware direkt in die Firmware des Geräts integriert ist, lässt sie sich nicht entfernen.

Das Smartphone N9500 von Star ist auch in Deutschland bei vielen Online-Shops verfügbar. Das Quad-Core-Gerät gibt es zu recht preiswert für rund 130 bis 165 Euro. Es kommt mit einer umfangreichen Ausstattung, etwa einem Zweit-Akku und einem Kfz-Ladeadapter. Laut G Data ist davon auszugehen, dass Käufer vor allem durch den günstigen Preis gelockt werden sollen. Den großen Gewinn macht der Hersteller später durch den Verkauf der gestohlenen Daten der Nutzer.

Laut Google soll es in Zukunft möglich sein, das Betriebssystem Android kontinuierlich nach Apps von Drittanbietern zu scannen – so soll das Schmuggeln von Schadware auf das Endgerät unterbunden werden.

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Fünf Superphones im Vergleichstest

13.06.2014, 8:54

Alle gegen das iPhone

Das iPhone 5s muss sich im Vergleich gegen vier starke Android-Flaggschiffe der Konkurrenz behaupten. Alle Modelle liegen dank fast ebenbürtiger Technik so eng zusammen wie noch nie. Wer das Rennen macht, zeigt der Test.

Es klingt schon etwas absurd, das ­iPhone 5s als „alt“ zu bezeichnen – doch während der rund acht Monate Präsenz auf dem ­Smartphone-Markt mit seinen immer kürzeren Produktzyklen haben die Konkurren­ten teilweise mehrere neue Modelle herausgebracht. Selbst iPhone-Gegner von 2013 wie das Galaxy S4 oder das HTC One (M7), die noch auf dem Markt sind, wurden zumindest im Preis deutlich gesenkt.

Darauf hat Apple bisher verzichtet und verlangt mindestens 699 Euro für sein Produkt. Das HTC One (M8), das Samsung Galaxy S5 und das Sony Xperia Z2 sind zumindest beim Preis dem iPhone ebenbürtig, das Hua­wei Ascend P7 geht dagegen schon für 200 Euro weniger über den Tresen. Erstaunlich ist, dass man dem Preisbrecher aus China diesen Preisunterschied optisch nicht anmerkt: Huawei hat sein Smartphone mit einer hochwertigen Rückseite aus gehärtetem Glas versehen, was stark an das Sony erinnert, das ähnlich nobel erscheint.

Einen anderen Weg wählt HTC bei den Materialien, denn das One ist wie der Vorgänger aus einem Aluminiumblock geschmiedet und wirkt damit wieder sehr solide und wertig. Doch auch das iPhone kann optisch mithalten, denn die Rückseite aus Aluminium sieht noch immer sehr elegant aus.

Einen Nachteil haben alle diese vier Smartphones aber: Die hohe Stabilität des Gehäuses kann nur durch einen fest verbauten Akku gewährleistet werden. Lediglich beim Samsung ist dieser durch den Anwender wechselbar, dafür ist die Abdeckung auf der Rückseite des Galaxy S5 auch nur aus dünnem Kunststoff und knarzig. So ist das Flaggschiff der Koreaner für diese Preisklasse nicht wertig genug und verliert an Boden gegenüber der Konkurrenz. Wenigstens ist es zusammen mit dem Sony eines von zwei Modellen, die auch mal Wasser oder Dreck vertragen. Eine halbe Stunde im Wasserbad überstand unser Testgerät ohne Probleme.

Unterschiedliche Bedienung

Was die Anschlüsse und Tasten betrifft, so hat das Sony als einziges Modell eine eigene Kamerataste an der Seite. Apple, HTC und Huawei ermöglichen den direkten Aufruf des Knipsers zumindest aus dem Sperrscreen, nur bei Samsung muss das Hauptmenü bemüht werden. Ansonsten gibt es die üblichen Headset-Buchsen und Ladeanschlüsse im Micro-USB-Format. Nur ­Apple folgt noch immer eigenen Wegen und hat einen proprietären Ladestecker.

Eine physische Menütaste auf der Oberseite bauen nur noch Samsung und Apple ein, beide haben diese auch mit einem Fingerabdrucksensor versehen. Dieser funktioniert beim iPhone besonders gut als Sicherheitselement zum Entsperren des Geräts.

Die anderen Hersteller nutzen dagegen drei Softkeys, die im unteren Bereich des Bildschirms eingeblendet werden. Nur Samsung bietet dem Anwender dabei – neben Apple – den vollen Display-Platz, denn die Softkeys des Galaxy S5 befinden sich außerhalb des Screens neben der Menütaste. Nach etwas Gewöhnung ist aber bei allen fünf Kandidaten die Bedienung kein Problem.

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Details zum „Superphone“ LG G3 durchgesickert

28.05.2014, 8:28

Handy-Leak

Noch vor der offiziellen Vorstellung des neuen Android-Flaggschiffs von LG sind erste Details durchgesickert. Doch durch ein „Versehen“ ist längst klar, wie das LG G3 aussieht und was drin steckt.

Durch ein „Versehen“ der niederländischen LG-Website gelangten für kurze Zeit und noch vor der offiziellen Vorstellung am heutigen Abend offizielle Bilder und Daten des neuen High-End-Smartphones LG G3 ins Netz. Und diese können sich sehen lassen.

Das LG G3 ist mit einem 5,5 Zoll großen IPS-Bildschirm ausgestattet, der über eine WQHD-Auflösung mit 1440 x 2560 Bildpunkten verfügt. Mit einer Pixeldichte von 538ppi hat das LG G3 damit eine deutlich detailreichere Auflösung als die Konkurrenz. LG behauptet sogar, die Darstellung sei vergleichbar mit der hochwertiger Foto-Bücher. Ob man die Unterschiede zu Top-Modellen wie dem Samsung Galaxy S5 oder dem HTC One M8 aber überhaupt noch wahrnehmen kann, wird erst ein Test des neuen Super-Displays zeigen.

Auf der Rückseite des G3-Metallgehäuses verbaut LG eine 13-Megapixel-Kamera mit optischem Bildstabilisator (OIS) und Dual-LED-Blitz. Für gestochen scharfe Bilder soll hier vor allem der neue Laser-Autofokus des G3 sorgen. Die ebenfalls verbesserte Selfie-Kamera auf der Frontseite lässt sich laut LG auch aus der Ferne bedienen – mit einer einfachen Handbewegung.

Im Inneren des LG G3 kommt ein Qualcomm Snapdragon 801 Quadcore-Prozessor mit einer Taktung von 2,5 GHz und 2 GByte Arbeitsspeicher zum Einsatz. Als Betriebssystem verwendet LG Android 4.4.2 KitKat. Der 16 GByte große interner Speicher des Telefons lässt sich per microSD-Karte um bis zu 128 GByte erweitern, was selbst für riesige Foto- und MP3-Sammlungen locker reichen dürfte.

Zu den weiteren Eckdaten des LG G3 zählen Mobilfunk-Datenverbindungen per LTE, HSDPA oder GSM, WLAN 802.11 a/b/g/n, Bluetooth 4.0 und NFC. Erfreulich: Der 3.000 mAh starke Akku des 151 Gramm leichten LG G3 soll sich auswechseln lassen. Details zu Preis und Verfügbarkeit des LG G3 sind bislang noch nicht bekannt.

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