AOL schafft neue Werbe-Plattform

27.03.2014, 7:23

AOL kombiniert seine technischen Lösungen und stellt Marketern mit One eine programmatische Werbeplattform zur Verfügung, die unabhängig von Format, Bildschirm und Inventar funktioniert.

(Quelle: Shutterstock.com/Albert H. Teich)

AOL bündelt die Marketing-Kräfte und fasst die Teams und Technologien zusammen, die hinter Adap.tv, AdLearn Open Platform (AOP) und Marketplace stehen. Die “One” genannte Real-Time-Advertising-Plattform ermöglicht Kampagnen über alle Ausgabevarianten hinweg – von Video, Display und TV, über Tablet-PCs, Desktop-PCs und mobile Geräte.

“Wir bauen Marken auf – unsere eigenen und diejenigen von mehr als 22.000 Publishern in unserem globalen Netzwerk und für Tausende von Vermarktern, mit denen wir täglich zusammenarbeiten”, erklärte Tim Armstrong, Chairman und CEO von AOL, heute auf der ad:tech San Francisco 2014. “Auf Seiten unserer Plattformen, während Maschinen mehr und mehr Medienentscheidungen vom TV- bis hin zum digitalen Sektor automatisieren, sind wir hervorragend positioniert, um Werbetreibenden, Agenturen und Publishern den wahren Wert datenorientierter Werbung erkennen zu lassen.” Bevorzugter Netzwerkpartner für One ist IPG Mediabrands.

One wird als Enterprise-Lösung zur Verfügung gestellt und darüber hinaus von AOL als maßgeschneiderte programmatische Plattform genutzt.. Sie unterstützt

  • Adap.tv: eine programmatische Plattform, die Käufer und Verkäufer mit automatisierten Tools zur Planung, zum Kauf, zur Quantifizierung und zur Optimierung über lineare TV- und digitale Video-Kanäle versorgt.
  • AOP: eine programmatische mobile und Display-Plattform, unterstützt durch AdLearn, das Werbetreibende und Agenturen in die Lage versetzt, Online-Vermarktungskampagnen von einer einzigen zentralen Plattform aus in Echtzeit zu optimieren und zu analysieren.
  • Marketplace: eine programmatische mobile und Display-Plattform, die Online-Publishern eine größere Nachfragestabilität und Liquidität ermöglicht und den Wert ihres nicht reservierten Inventars maximiert.

Magna Programmatic Forecast, im Oktober 2013 veröffentlicht, prognostiziert, dass in den nächsten vier Jahren insgesamt 100 Milliarden US-Dollar weltweit für programmatische Käufe über Bildschirme ausgegeben werden. Bis 2017 werden 80 Prozent der formatübergreifenden Werbeausgaben (Display, Video und mobil) in den Vereinigten Staaten programmatisch abgewickelt. Die internationalen Märkte werden ein 240 prozentiges Wachstum der programmatischen Ausgaben gegenüber 2013 erleben.

Real-Time Bidding eröffnet vielen Werbekunden neue Möglichkeiten.
Unternehmen sollten jedoch bei der Wahl eines Dienstleisters besonders auf Datenschutz und Transparenz achten.


© www.internetworld.de

AOL verkauft Patch.com an Investor

16.01.2014, 14:30

AOL-Chef Tim Armstrong hat sich entschieden, das Sorgenkind Patch.com zu verkaufen. Der Internetkonzern hält künftig nur noch eine Minderheitsbeteiligung an der lokalen Newsplattform. Die Mehrheit geht an das Investmentunternehmen Hale Global. 

(Foto: Patch.com)

AOL zieht die Reißleine und trennt sich von Patch.com. Der Internetkonzern wird eine Minderheitsbeteiligung an dem lokalen News-Netzwerk behalten, die Mehrheit geht an die Holding Company Hale Global. AOL Patch soll dabei in eine neue Limited Company überführt werden, an deren Spitze Hale Global steht, berichtet die New York Times. Finanzielle Details der Transaktion sind nicht bekannt.

Patch.com ist eine Online-Plattform, die als eine Art Sammelstelle von rund 900 lokalen US-Newsseiten fungiert. Mit dem Portal hatte sich AOL-Chef Tim Armstrong schwer verkalkuliert: Er hatte im Jahr 2009 mehrere Millionen US-Dollar in Patch investiert, durchsetzten konnte sich das Konzept aber nicht. Nachdem Werbekunden ausblieben, musste der Konzern im vergangenen Jahr dann rund 500 Stellen bei Patch streichen.

Zuletzt hatte AOL zusammen mit Microsoft und Yahoo das gemeinsame Werbebündnis ausgeweitet. Die drei Unternehmen wollen eine Reihe von Tools für den automatisierten Verkauf ihrer Werbeplätze launchen. Damit soll es Werbungtreibenden und deren (Media-)Agenturen erleichtert werden, das Premium-Inventar auf den Portalen der drei Anbieter zu lokalisieren, zu buchen und zu bezahlen. 

© www.internetworld.de

Yahoo, AOL und Microsoft weiten Werbebündnis aus

25.09.2013, 9:38

Die US-amerikanischen Portalbetreiber AOL, Microsoft und Yahoo, die bereits seit eineinhalb Jahren bei der Werbevermarktung kooperieren, weiten ihre Allianz aus. In Zukunft können Werbungtreibende und deren Media-Agenturen die Premium-Werbeplätze der Portale auch automatisiert buchen.

In den kommenden Monaten wollen AOL, Microsoft und Yahoo eine Reihe von Tools für den automatisierten Verkauf ihrer Werbeplätze launchen. Damit soll es Werbungtreibenden und deren (Media-)Agenturen erleichtert werden, das Premium-Inventar auf den Portalen der drei Anbieter zu lokalisieren, zu buchen und zu bezahlen. 

Die drei großen Portalbetreiber arbeiten bereits seit eineinhalb Jahren zusammen und vermarkten ihre Werbeplätze auch gegenseitig, um sich so stärker gegen den Konkurrenten Google behaupten zu können. Mit den neuen Tools, so genannten APIs (application programmatic interfaces), ist es nun möglich, Premium-Anzeigen auch automatisiert zu buchen. Allerdings werden sich die Schnittstellen der einzelnen Anbieter voneinander unterscheiden.

Die neuen Möglichkeiten betreffen nicht nur einen kleinen Teil der Werbeplätze. "Wir arbeiten daran, die mehr als 50 Prozent des Inventars automatisiert zugänglich zu machen, die bislang noch durch manuelle Prozesse verkauft werden", sagt Seth Demsey, Senior Vice President Global Advertising Products and Strategy bei AOL Networks. Und: "Die Agenturen und Marken haben gesprochen. Automatisierung der manuellen Prozesse hat hohe Priorität." 

Vor etwa zwei Jahren sickerte erste Überlegungen der drei US-Unternehmen durch, künftig gemeinsame Sache bei der Werbevermarktung zu machen. Im März 2012 startete die Werbeallianz dann tatsächlich. 

© www.internetworld.de

Newsreader-Projekt bei Facebook

25.06.2013, 7:45

Im Vorfeld des Facebook-Firmenevents am 20. Juni wurde bereits über ein mögliches Newsreader-Projekt des sozialen Netzwerks spekuliert. Stattdessen stellte man jedoch die Videofunktionalitäten von Instagram vor. Aktuellen Berichten zufolge soll das Thema Newsreader jedoch noch nicht vom Tisch sein – Facebook soll schon seit über einem Jahr an einem Newsreader arbeiten, der Nachrichteninhalte an mobile Geräte anpasst.

Die Zukunft ist mobil – kein Wunder also, dass das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook sich dem Thema annimmt. Konkret soll es dabei um einen möglichen Newsreader gehen. Das Wall Street Journal berichtet davon, dass Facebook bereits seit über einem Jahr an einem solchen Projekt arbeitet. Ähnlich wie bei Flipboard soll die App Nachrichten aus verschiedenen Quellen bündeln und den Nutzern einen übersichtlichen Überblick über die neuesten Meldungen verschaffen. Wann der Newsreader des sozialen Netzwerks veröffentlicht wird, ist noch unklar – eine offizielle Stellungnahme gibt es noch nicht. Auch die vor kurzem erst eingeführte Hashtag-Funktion könnte bei der Einrichtung einer Art „News-Dienst“ helfen, indem Themen und Nachrichten leichter erfasst werden können. Bereits vorletzte Woche wurde ein Code in Facebooks Graph-API entdeckt, der sich auf RSS-Feeds bezieht.

Eine Alternative zum eingestellten Google Reader bietet auch AOL mit einem eigenen Reader
. Mit diesem sollen die Inhalte speziell an mobile Geräte angepasst und einfach über soziale Netzwerke geteilt werden können.


© www.beyond-print.de

AOL startet Alternative zu Google-Reader

24.06.2013, 8:01

AOL bringt heute eine Alternative zu Googles RSS-Reader an den Start. Das neue Angebot will neben einer optimierten mobilen Nutzung auch das direkte Teilen von Content über soziale Netzwerke ermöglichen. Der AOL-Reader dürfte damit vor allem dem aktuell populären Konkurrenzdienst Feedly in die Quere kommen.

(Foto: Fotolia.com/Martina Berg)

Zum 1. Juli 2013 wird der RSS-Dienst Google-Reader seine Pforten schließen. Von dem Ende des populären Dienstes konnte bislang vor allem das Konkurrenzangebot Feedly profitieren, das nur innerhalb von zwei Tagen bereits über 500.000 neue Nutzer hinzu gewann. Jetzt kommt mit dem heute gestarteten AOL-Reader allerdings ein neuer großer Mitspieler ins Feld, der ehemaligen Google-User auf seine Seite ziehen möchte. Der Dienst des Internetkonzerns befand sich in den vergangenen Wochen in einer geschlossenen Beta-Version, ab sofort soll er für jeden zugänglich sein.

Nutzer, die ihre Feeds regelmäßig über den AOL-Reader abrufen möchten, müssen sich zunächst einen Account erstellen. Im Funktionsumfang soll ein breites Band an verschiedenen Darstellungsmethoden verfügbar sein, berichtet das Portal thenextweb.com. Neben der Optimierung für eine mobile Nutzung soll der Dienst auch das direkte Teilen von Inhalten via Facebook, Twitter und Google+ ermöglichen. Auch Daten von anderen Readern sollen importierbar sein. Daneben sollen die Nutzer einzelne Überschriften oder Artikel bewerten und kommentieren können.

Im März dieses Jahres hatte Google das offizielle Ende seines Readers verkündet. Die Begründung: gesunkene Nutzungszahlen – und damit in den Augen des Internetkonzerns geringer Bedarf. Die frei gewordenen Ressourcen sollen stattdessen für die Entwicklung neuer Produkte eingesetzt werden. Der Internetkonzern hatte den Reader bereits 2005 gestartet.

© www.internetworld.de

AOL produziert eigene Web-TV-Serien

02.05.2013, 12:59

Mit gleich 15 neuen Formaten startet AOL die Produktion eigener Web-Serien, die auf "On Network", der Video-Plattform des Internetkonzerns, laufen sollen. Verpflichtet wurden dafür bereits US-Prominente wie Sarah Jessica Parker und Gwyneth Paltrow; größte Konkurrenten sind Yahoo und Netflix.

(Foto: Screenshot AOL On Network)

Wenn es um die Produktion eigener Web-Serien geht, haben sich Yahoo mit Yahoo TV, Netflix und Hulu bereits einen Namen gemacht. Offenbar haben vor allem Netflix und der Streaming-Erfolg der Politthrillerserie "House of Cards" den Internet-Pionier AOL jetzt dazu animiert, die eigenen Online-Fernseh-Pläne weiter auszubauen.

So produziert das Unternehmen laut CNet aktuell bereits 15 neue Internet-Serien, die künftig auf AOLs Video Plattform "On Network" und den 1.700 Partner-Seiten zu sehen sein sollen. Das Themenspektrum reicht von Entertainment über Essen bis hin zu Technik. Prominenten Anreiz sollen US-Stars wie Sarah Jessica Parker, Gwyneth Paltrow und Jonathan Adler schaffen.

"Heute schauen die Konsumenten Web-Videos immer und überall - sowohl auf ihrem Plasma-Fernseher zuhause, als auch auf ihren Smartphones und Tablets. Mit unserem Original-Channel wollen wir eine Lücke füllen - zwischen dem was die Leute mit dem herkömmlichen TV-Programm schauen und zwischen dem, was sie sich online ansehen", erklärt Karen Cahn, verantwortlich für AOLs Video-Kanal.

Mit dem Musik-Sektor scheint AOL währenddessen abgeschlossen zu haben: AOL Music hat überraschend seinen Service eingestellt. Die Mitarbeiter des Musikdienstes wurden entlassen.

© www.internetworld.de

AOL stellt Marketplace-Lösung vor

10.04.2013, 8:53

Adtech, der Adserving-Part von AOL Networks, kommt mit einer eigenen Supply-Side-Plattform auf den Markt zunächst in den USA und in UK, in einigen Monaten auch in Deutschland. AOL-Chairman und CEO Tim Armstrong hat das Produkt "Marketplace by Adtech" auf der Konferenz Adtech in San Francisco vorgestellt.

(Foto: istockphoto.com/AtnoYdur)

Die Supply-Side-Plattform (SSP) "Marketplace by Adtech" wendet sich an Publisher, die darüber ihre nicht fest gebuchten Werbeplätze im Echtzeithandel anbieten können. Der Lösung kann unabhängig von der Adtech-Adservertechnologie genutzt werden. Sie gibt Publishern verschiedene Kontrollmöglichkeiten wie das Ausschließen bestimmter Kampagnen oder Anzeigenkunden, das Setzen eines Mindestpreises und die Zielgruppenansprache nach Regionen. "Publisher können individuelle Regelwerke aufstellen, wie ihre Anzeigenplätze verkauft werden sollen", erklärt Erhard Neumann, CEO bei Adtech in Dreieich.

Adtech hat ein Jahr lang, seit Januar 2012, an einem eigenen Algorithmus für Marketplace gearbeitet. Seit Januar 2013 ist die Plattform nun in der Betaphase. Aktuell verfügt sie über 17 Anbindungen zu anderen Echtzeithandelspartnern, darunter Appnexus, Sociomantic und Mediamath. Das langfristige Ziel sei, 40 bis 60 Plattformen auf der Demand-Seite, also der Nachfrageseite, anzuschließen, berichtet Neumann. Zu den ersten Publishern, die Marketplace nutzen, zählen AOL, die Mutterfirma von Adtech, Advertising.com und eine Reihe von Publishern aus den USA und UK. In Großbritannien nutzt die Perform-Gruppe, ein Vermarkter von Sport-Webseiten, die Supply-Side-Plattform.

Mit der neuen Plattform konkurriert Adtech mit anderen Suppy-Side-Plattformen wie Rubicon Project oder Pubmatic. Als Differenzierungsmerkmal gegenüber anderen SSP nennt Neumann die Kombination aus Adserver und Echtzeithandelsplattform. "Ein Adserver ist aufgrund seiner Reportingmöglichkeiten und seiner Infrastruktur prädestiniert für einen Marktplatz. Durch die komplette Übersicht über Buchungslage und Auslastung sowie die gemeinsame Datenhaltung und das Reporting erlaubt er eine optimale Anpassung an die RTB-Umgebung", argumentiert er.

Der Marketplace sei so angelegt, dass alle Bannergrößen darüber vermittelt werden können, erläutert Neumann. Zudem könne zukünftig auch Werbung für Mobile-, Video- oder Rich-Media-Advertising darüber gehandelt werden.

Adtech rechnet mit den Publishern nach einem "Revenue-Share-Modell" ab. Das bedeutet, dass das Unternehmen monatlich einen bestimmten Prozentsatz von dem Umsatz erhält, der über den Marktplatz vermittelt wurde. Die Gebühr ist von Publisher zu Publisher unterschiedlich.

Allgemein ist aus dem Markt zu hören, dass die Gebühren für Echtzeithandelsplattformen zwischen 7 Prozent und 15 Prozent liegen. Aus Publishersicht rechnen sich diese Kosten nur, wenn mit dem automatisierten Verkauf des nicht-garantierten Inventars auch entsprechend mehr Geld verdient wird.

Im Vergleich zu den Vereinigten Staaten und Großbritannien steckt Real-Time Advertising in Deutschland noch in den Anfängen. Der Markt scheint sich kaum zu bewegen, obwohl der Ansatz des automatisierten Handels hier inzwischen viel Aufmerksamkeit findet.

© www.internetworld.de

Mehr Technologie-Kritiken

14.02.2013, 12:29

AOL will noch mehr Inhalte selber produzieren. Dazu hat sich der Medienkonzern die Technologie-Kritiken-Seite gdgt zugelegt, wie AOL offiziell bestätigt.

Was sich AOL gdgt kosten lässt, gab das Unternehmen nicht preis, aber die offizielle Bestätigung für die Akquisition der Tech-Review-Seite gdgt liegt nunmehr vor. Auf der gdgt-Seite gab das Unternehmen die Übernahme bekannt. AOL erweitert damit sein Content-Creation-Portfolio – im Bereich Technologie gehören auch Techcrunch und Engadget zu AOL.

Für die Zukunft soll gdgt weiter ausgebaut werden. Kooperationen mit Engadget sind bereits für 2013 geplant. Gründer Ray Block wird nach Übergang in die AOL-Organisation vermutlich als Head of Product fungieren und in seiner neuen Position an Jay Kirsch berichten.

So langsam kann sich AOL die Akquisitionen auch wieder gut leisten: Der aktuelle Quartalsbericht zeigte die erste Umsatzsteigerung in acht Jahren. Die bereits vor zwei Jahren von AOL übernommene Huffington Post verzögert derweil immer noch den Launch in Deutschland.

© www.internetworld.de

Viertes Quartal 2012 bei AOL

11.02.2013, 9:25

Das Jahr 2013 fängt für AOL gut an. Das Medienunternehmen konnte im Abschlussquartal 2012 zum ersten Mal seit langer Zeit seinen Umsatz steigern. Vor allem die Display-Werbung spülte AOL Geld in die Kasse.

Fast 600 Millionen US-Dollar Umsatz konnte AOL im vierten Quartal des Finanzjahres 2012 verzeichnen. Mit genau 599,5 Millionen US-Dollar steigerte sich das Unternehmen beim Umsatz um vier Prozent im Vergleich zum Abschlussquartal 2011 (576,8 Millionen US-Dollar). Auch der Ertrag fiel im vierten Quartal 2012 besser aus als noch im Vorjahr. So erwirtschaftete das Unternehmen 35,7 Millionen US-Dollar Profit. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 22,8 Millionen US-Dollar gewesen. Das ist eine Steigerung um knapp 57 Prozent, so AOL im Quartalsbericht.

Der Umsatztreiber bei AOL ist die Werbung. 410,6 Millionen US-Dollar setzte das Unternehmen in diesem Bereich um, und dabei 169,8 Millionen US-Dollar in der Display-Werbung. Über die Partnerschaft mit Google wurden hier über 100 Millionen US-Dollar allein durch Search-Ads umgesetzt. Dennoch bleiben Abo-Gebühren weiterhin ein wichtiges Standbein von AOL – AOL Mail, Mitgliedschaften und AIM brachten 231 Millionen US-Dollar Umsatz, so AOL

"AOL startet mit Schwung ins Jahr 2013", sagte AOL-CEO Tim Armstrong. "Wir sind gut positioniert, unseren Wachstumskurs auf der Basis unserer Strategie weiterzuführen, die Einrichtung einer Medien- und Technologiefirma der nächsten Generation." Im Gesamtjahresvergleich blieb der Umsatz von AOL weitgehend gleich: Im jetzt abgeschlossenen Finanzjahr machte AOL 2,19 Milliarden US-Dollar Umsatz. Im Jahr 2011 waren es 2,20 Milliarden US-Dollar gewesen.

Schon im dritten Quartal 2012 hatte AOL Wachstumszahlen vorlegen können. Kurz zuvor hatte das Unternehmen seine Marketingchefin verloren – und das, obgleich AOL sein Marketing komplett neu ausrichten will.

© www.internetworld.de

AOL kauft Targeting-Technik

05.12.2012, 9:15

AOL wächst wieder – und kauft zu: Das US-Startup Buysight soll eine besonders erfolgreiche Targeting-Technik beisteuern.

Der Online-Dienst AOL hat das US-Startup Buysight übernommen, das Targeting- und Re-Targeting-Technik anbietet. Das Unternehmen soll Teil der Advertising.com-Gruppe werden, zu der unter anderem  Adtech, The AOL On Network, Goviral und Pictela gehören. AOL ist vor allem an der Technik des Unternehmens interessiert, die nun in AOL-Produkte integriert werden sollen.

Eine Besonderheit der Buysight-Plattform liegt darin, eine "dynamic creative optimization" durchzuführen. Das Unternehmen versteht darunter ein Verfahren, das Werbemittel nicht nur passend zu den User-Interessen ausliefert, sondern zusätzlich auf den Inhalt der Website hin optimiert. 

Dem Kauf vorangegangen sei eine längere Erprobungsphase der Technik, die zu einer "signifikanten" Verbesserung der Werbe-Performance geführt habe, hieß es. Über die Höhe des Kaufpreises wurde nichts bekannt. Buysight konnte aber bisher Investorengelder in Höhe von 16 Millionen US-Dollar einsammeln.

© www.internetworld.de