Chaos Computer Club hackt Apples Touch ID

23.09.2013, 12:08

Nur drei Tage nach dem offiziellen Verkaufsstart von Apples iPhone 5S ist es Hackern des Chaos Computer Clubs (CCC) gelungen, die Touch ID des Geräts zu umgehen. Dafür genügte den Hackern ein Fingerabdruck, den sie von einer Glasoberfläche abfotografierten

Eines der Highlight am neuen iPhone 5S sollte die Touch ID sein, ein Scanner, mit dem Nutzer ihren Fingerabdruck auf dem Gerät speichern und damit später das iPhone entsperren können. Drei Tage nach dem Erscheinen des neuen Apple-Spielzeugs steht fest: Satz mit x - war wohl nix: Denn dem Biometrie-Teams des Chaos Computer Clubs (CCC) ist es gelungen, die biometrischen Sicherheitsfunktionen des Apple Touch ID zu umgehen.

Offenbar genügte den Hackern dazu ein Fingerabdruck, den sie von einer Glasoberfläche abfotografierten. Das Foto wurde am Computer bereinigt, invertiert und per Laserdrucker auf eine Transparenzfolie gedruckt. Auf das Druckbild wurde hautfarbene Latexmilch alternativ auch weißer Holzleim aufgetragen. Durch die Drucklinien erzeugten die Hacker ein Fingerabdruckbild. Nach dem Trocknen wurde der gefälschte Finger abgenommen, leicht angefeuchtet und als "Kunstfinger" zum Entsperren eines iPhone 5S verwendet, das mit Touch ID geschützt war.

Apple pries den Fingerabdrucksensor im Vorfeld als sicher an – zumindest im Vergleich zu bisherigen Sensoren. "Tatsächlich hat der Sensor von Apple nur eine höhere Auflösung im Vergleich zu bisherigen Sensoren. Wir mussten nur die Granularität unseres Kunstfingers ein wenig erhöhen", betont der Hacker "starbug". "Seit Jahren warnen wir immer wieder vor der Verwendung von Fingerabdrücken zur Zugriffssicherung. Fingerabdrücke hinterlassen wir überall, und es ist ein Kinderspiel, gefälschte Finger daraus zu erstellen", mahnt er.

Auch Datenschützer hatten im Vorfeld bereits vor einer Nutzung des Touch ID bei Apples iPhone 5S gewarnt. Vor allem der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar äußerte sich kritisch und betonte: "Fingerabdrücke sollte man nicht für alltägliche Authentifizierungsverfahren abgeben, insbesondere wenn sie in einer Datei gespeichert werden".

Der Club rät iPhone-Nutzern, keine sensiblen Daten mit ihrem Fingerabdruck zu sichern. "Wir hoffen, dass dies die restlichen Illusionen ausräumt, die Menschen bezüglich biometrischer Sicherheitssysteme haben. Es ist einfach eine dumme Idee, etwas als alltägliches Sicherheitstoken zu verwenden, was man täglich an schier unendlich vielen Orten hinterlässt", erklärt Frank Rieger, Sprecher des CCC. "Biometrie ist geeignet, um Menschen zu überwachen und zu kontrollieren, nicht um alltägliche Geräte vor dem Zugriff zu sichern." 

Und so funktioniert das Freischalten mit nachgemachten Fingerabdrücken: "hacking iphone 5S touchID":

 

Die Frage, ob der Absatz so reißend war oder ob Apple bewusst zu niedrige Stückzahlen ausgeliefert hat, bleibt erst einmal unbeantwortet. Fakt ist jedenfalls: Vergangenen Freitag begann der Verkauf des neuen iPhones – und schon gegen Mittag war das iPhone 5S ausverkauft. Wie es aussieht, wenn eine 150 Meter lange Menschenschlange auf ein 124 Millimeter großes Smartphone wartet, sehen Sie in unserer Bildergalerie "Anstehen fürs Apple iPhone".

First Look: iPhone 5s | Video der Woche

23.09.2013, 9:50

Alle reden von Apple und mit dem neuen iPhone-Modell hat der Hype sogar noch mal zugenommen. Doch wie sehr kennen sich Apple-Anhänger eigentlich mit den unterschiedlichen Produkten aus? US-Talkmaster Jimmy Kimmel hat den Test gemacht und Passanten auf dem Hollywood Boulevard das iPad mini als “das neue iPhone 5s” vorgestellt. Schaut selbst, ob jemand den Schwindel gemerkt hat ;)

Hättet ihr den Unterschied erkannt?

Der Verkaufsstart des iPhones

20.09.2013, 13:14

Ist der Absatz so reißend – oder hat Apple bewusst zu wenige niedrige Stückzahlen ausgeliefert, um eine künstliche Knappheit zu erzielen? Wer online bestimmte Varianten des iPhone 5S bestellt, bekommt das Smartphone erst im Oktober 2013 geliefert. Und auch in den stationären Geschäften ist die neue Version schon Mangelware.

Vor dem Apple Store in der Münchner Fußgängerzone haben die Fans nicht grundlos schon im Morgengrauen gewartet: Gegen Mittag waren das iPhone 5S bereits ausverkauft, vom günstigeren iPhone 5C gab es noch einen kleinen Vorrat, aber – so der Mitarbeiter am Telefon – "ob es noch eins gibt, wenn Sie hier eintreffen, kann ich nicht garantieren." Auch im deutschen Online-Shop des IT-Konzerns haben einige Varianten bereits Lieferzeit bis Oktober 2013. Die Telekom hat für ihre Kunden bereits eine Seite zum Lieferstatus eingerichtet.

Das iPhone 5C ist das erste Modell, mit dem Apple seinen bisherigen Premium-Anspruch aufweicht. Es soll auch diejenigen Kunden zu den Kaliforniern locken, die sich bislang gescheut haben, das ganz große Geld für ein Smartphone in die Hand zu nehmen. Die günstige Variante unterscheidet sich vom Edel-Gerät iPhone 5S nicht nur durch die inneren Werte, sondern vor allem durch die Optik: Das iPhone 5C wird es in fünf verschiedenen Farben geben – Grün, Weiß, Blau, Rot und Gelb. Der Rahmen ist aus Stahl, umschlossen von einer rundum eingefärbten Hülle aus gehärtetem Kunststoff. "Plastic Perfected" heißt auch der zugehörige Werbespot.

Mit dem iPhone 5S bleibt Apple der Tradition treu, ein bereits vorhandenes Modell technisch komplett zu überarbeiten – ohne Design und Größe grundlegend zu verändern. So unterscheidet sich auch das neue iPhone 5S, das in den Farben Gold, Silber und Spacegrau auf den Markt kommen wird, nicht spürbar vom iPhone 5 – auch wenn es deutlich edler daherkommt als das Vorgängermodell. Technisch gesehen hat das Gerät eine – längst überfällige – Generalüberholung spendiert bekommen.

So arbeitet das iPhone 5S als erstes Smartphone überhaupt mit einem A7-Prozessor mit 64-Bit-Architektur, der Akku soll eine Sprechzeit von bis zu 10 Stunden sowie eine Standby-Zeit von bis zu 250 Stunden stemmen. Verbessert hat Apple eigenen Angaben zufolge auch die Kamera: Der Bildsensor ist um 15 Prozent größer als der des iPhone 5, die dadurch erreichte höhere Lichtstärke soll für eine bessere Bildqualität sorgen.

Eine echte Neuerung ist Touch ID: Dabei handelt es sich um einen Fingerabdruck-Scanner, der in den Home Button integriert wurde. Apple versichert, dass die Authentifizierungsdaten nur im iPhone selbst gespeichert werden. Datenschützer raten aber von der Benutzung ab, da man biometrische Daten nicht so einfach wieder löschen könne. Ist die Touch ID also eine praktische Innovation oder nur ein weiterer Schritt zum gläsernen Verbraucher?

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Erste iOS 7-Updates für Apps

19.09.2013, 14:31

Kaum hat Apple seine aktuelle Version von iOS herausgebracht, ziehen die App-Anbieter nach. Facebook, Twitter und Yahoo hatten bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ihre Apps für iOS 7 optimiert parat.

Wenn Apple eine neue Version seines mobilen Betriebssystems herausgibt, zieht das Folgen nach sich. So aktualisierten kurz nach der Herausgabe von iOS 7 die großen App-Anbieter ihre Anwendungen. Facebook, Twitter und Yahoo stellten bereits kurz nach der Freigabe von iOS 7 ihre Apps im Download zur Verfügung.

Nicht nur, dass Facebooks iOS-Anwendung nun also iOS 7-kompatibel ist, es wurden auch ein paar Änderungen an der Netzwerk-App vorgenommen. Die App passt sich optisch an iOS 7 an, so Facebook in einem Blog-Beitrag, und macht es einfacher, vom Nachrichtenstrang auf private Nachrichten, Benachrichtigungen oder Freundesanfragen umzusteigen.

Ähnlich kosmetisch geht es unter anderem auch bei Twitters iOS 7-App zu: Das aufgefrischte Design passt sich an den Look von iOS 7 an und erleichtert die bereits enthaltenen Integrationen mit Twitter wie beispielsweise das Einloggen in das Kurznachrichtennetzwerk von einem iPhone oder iPad, das Weiterleiten von Fotos oder Apps auf den Twitter-Strang der Nutzer und das Aktualisieren von Kontaktdaten im iPhone aus Twitter heraus. Neu sind dagegen die Twitter-Suche mit Hilfe der Spracherkennungsassistentin Siri und die Twitter-Musik-App, die mit iTunes Radio verbunden ist, so das Unternehmen im Twitter-Blog.

Yahoo fügt seinem iOS 7-Update ebenfalls ein paar Änderungen hinzu. So gibt es ein Schlagzeilen-Feature, dass die Nutzer über brandaktuelle Nachrichten aus dem Tagesgeschehen informiert. US-Nutzer kommen darüber hinaus als erste in den Genuss eines Speicher-Features. Mit "My Saves" können Lieblingsinhalte für das spätere Lesen gespeichert werden. Die "My Saves" sollen übrigens auch in der Desktop-Version von Yahoo Einzug halten, so Fernando Delgado, Senior Director Product Management, Mobile und Emerging Products im Firmenblog.

Apple hatte iOS 7 am Mittwoch freigegeben. Der Andrang beim Download des Betriebssystems war allerdings für die Apple-Server zu viel: Das System war über Nacht zeitweise lahmgelegt.

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iOS 7 legt Apple-Server lahm

19.09.2013, 11:03

Gestern Abend ging es los: Apple gab seine aktuelle Version 7 des mobilen iOS-Betriebssystems heraus. Natürlich wollten die Apple-Jünger ihre Smartphones sofort auf den neuesten Stand bringen. Das allerdings hielten die Server von Apple nicht aus – bei zahlreichen Nutzern gelang die Aktualisierung nicht.

Mittlerweile ist wohl wieder alles im grünen Bereich, aber gestern Abend und über Nacht war bei Apple Alarmstufe rot: Aufgrund des überwältigenden Ansturms von iOS-Nutzern, die ihre mobilen Geräte auf das Betriebssystem iOS7 aktualisieren wollten, brachen bei Apple die Download-Server zusammen. Den Nutzern, denen der Download fehlerfrei gelang, ging es aber vielfach auch nicht besser, denn bei der dann folgenden Neuaktivierung der Geräte waren die Aktualisierungsserver überlastet und fielen aus. Teilweise mussten User stundenlang auf den Abschluss des Aktualisierungsvorgangs warten – und waren zwischenzeitlich mobilfunktechnisch von der Welt abgeschnitten.

In sozialen Medien und Foren brach als erste Reaktion zunächst ein Sturm der Entrüstung über Apple herein, so die Welt. Apple musste intern seine Techniker bemühen, das Chaos so schnell wie möglich zu beheben. Auch Apples Hilfe-Forum gab angesichts der starken Nutzung den Geist auf. Und das, obgleich erst rund ein Viertel der mobilen iOS-Nutzer auf die aktuelle Version umgestiegen sind.

Mittlerweile sollen die Server wieder funktionstüchtig sein. Für die nächsten Tage dürfte allerdings noch mit weiteren Download-Lawinen zu rechnen sein, wenn App-Anbieter ihre Anwendungen für iOS 7 aktualisieren. Facebook, Twitter und Yahoo hatten bereits gestern Nacht ihre iOS 7-kompatiblen Apps herausgegeben.

iOS 7 war am gestrigen Mittwoch freigegeben worden.

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Apple iOS 7

18.09.2013, 8:47

Heute kommt mit iOS7 die neue Version des Apple-Betriebssystems für iPhone, iPod Touch und iPad auf den Markt. Sie wird auch die beiden neuen Modelle 5C und 5S des iPhone bestücken.

Das mobile Betriebssystem iOS von Apple bekommt ein Facelift: iOS7 ist seit heute verfügbar. Besitzer folgender Geräte erhalten es als kostenloses Update: iPhone ab Version 4, iPad ab Version 2 sowie iPad mini und iPod Touch ab der 5. Generation. Allerdings werden nicht alle neue Features auf allen Endgeräten laufen, schränkt Apple ein. Bei iPhone 5C und 5S ist es bereits an Bord, wenn diese von kommendem Freitag an ausgeliefert werden.

Zu den neuen Features gehört neben einer optimierten Benutzeroberfläche mit bunten Farb-Designs vor allem die Unterstützung für spezielle Features der jetzt vorgestellten iPhone-Generation. So werden der Fingerabdrucksensor sowie die erweiterten Kamerafunktionen unterstützt und für die App-Programmierer nutzbar. Zu den 200 neuen Funktionen, die Apple verspricht, gehören das “Control Center”, das zentrale Funktionen mit einem Wisch von der Unterseite des Bildschirms bereit stellt, das Anzeigen der Nachrichtenzentrale auch im Sperrbildschirm, ein einfacheres Wechseln zwischen Apps sowie die Sharing-Funktion “Air Drop”. Überarbeitet wurden auch der Browser “Safari” und die Foto-Apps. Vorerst nur in den USA führt Apple den Web-Radio-Dienst “iTunes Radio” ein.

Was die Apps betrifft, werden diese von iTunes nun automatisch auf dem neuesten Stand gehalten und “Popular Apps Near Me” findet im Store auf den Standort des Users bezogene Programme. Ein kleines Geschenk gibt es auch noch: Mit iOS7 sind die produktiven iWork-Apps Keynote, Pages, Numbers, iPhoto und iMovie für Käufer neuer Geräte kostenlos.

Die Umstellung auf das neue Apple-Betriebssystem iOS7 für iPhone und iPad könnte die Internetkapazität weltweit an ihre Grenzen bringen. Davor warnt der eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft. Vor allem die mobilen Netze seien gefährdet.

Apple hat iOS 7 am 11. Juni 2013 auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco erstmals vorgestellt.

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Apples TV-Spot für das iPhone 5C

17.09.2013, 10:29

Apple zeigt den TV-Spot für das iPhone 5C schon jetzt im Netz. Zu sehen gibt es viel buntes Plastik – ästhetisch inszeniert.

Das iPhone 5C ist das erste Modell, mit dem Apple seinen bisherigen Premium-Anspruch aufweicht. Es soll auch diejenigen Kunden zu den Kaliforniern locken, die sich bislang gescheut haben, das ganz große Geld für ein Smartphone in die Hand zu nehmen. Die günstige Variante unterscheidet sich vom Edel-Gerät iPhone 5S nicht nur durch die inneren Werte, sondern vor allem durch die Optik: Das iPhone 5C wird es in fünf verschiedenen Farben geben – Grün, Weiß, Blau, Rot und Gelb. Der Rahmen ist aus Stahl, umschlossen von einer rundum eingefärbten Hülle aus gehärtetem Kunststoff.

"Plastic Perfected" heißt auch der TV-Spot, mit dem Apple das iPhone 5C bewirbt:

 

Zur Ausstattung des iPhone 5C zählen ein 4-Zoll-Retina-Display, angetrieben wird das Gerät von einem A6-Prozessor. Weitere Features sind eine 8-Megapixel-Kamera mit rückseitig beleuchtetem Sensor sowie eine 1,9-MP-Cam für Videotelefonie. Es funkt laut Apple "in mehr LTE-Bändern als alle anderen Smartphones", in puncto WLAN wird allerdings nur der n-Standard auf 2,4 und 5 GHz unterstützt - WLAN-ac ist im Gegensatz zu einigen anderen Top-Smartphones nicht an Bord. Bluetooth wird im aktuellen 4.0-Standard genutzt. Die Preise beginnen bei 99 US-Dollar bei gleichzeitigem Abschluss eines 2-Jahresvertrags in den USA.

In Deutschland kommen das iPhone 5C und das iPhone 5S am Freitag in den Handel, die Geräte können derzeit schon vorbestellt werden. Gelingt Apple mit einem neuen iPhone der große Wurf?

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iPhone bereitet Weg für iWatch

16.09.2013, 13:04

Während viele Details und Features der neuen iPhone-Generation bereits im Vorfeld bekannt waren, überraschte Apple vergangenen Dienstag mit einem neuen Chip. Der M7-Chip wurde zusätzlich zum neuen Prozessor, dem A7, in das iPhone 5S eingebaut und unterstützt den Prozessor bei der Verarbeitung von Bewegungsdaten, die vom Beschleunigungssensor, Gyroskop und Kompass kommen. Apples iWatch könnte ebenfalls mit einem solchen Chip ausgestattet werden.

Durch den neuen M7-Chip soll der eigentliche Prozessor entlastet werden, so dass während der Nutzung von Navagations- oder anderen Geo-Anwendungen der Akku nicht so stark belastet wird. Dass dies der einzige Grund für den neuen Chip ist, ist jedoch unwahrscheinlich. Stattdessen geht man davon aus, dass Apple den M7-Chip für zukünftige Einsätze testen will – beispielsweise für die iWatch. Bereits in der Vergangenheit hat Apple seine Geräte häufig mit Technologie ausgestattet, die es eigentlich noch nicht benötigt – wie z.B. LTE bei der dritten iPad-Generation. Dadurch hatte Apple Zeit, einige Fehler auszubessern und an der Leistung zu schrauben, bis man sechs Monate später dann auch im iPhone 5 LTE-Technologie implementiert hat.

Doch was hat das für Apples iWatch zu bedeuten? Der M7-Chip ist nicht dafür entwickelt, eigenständig zu arbeiten, sondern dafür, den aktuellen Prozessor zu unterstützen. Da auch eine Smartwatch dazu gedacht ist, zusammen mit Smartphones oder Tablets zu arbeiten, wäre ein Einsatz im Bereich der „Wearables“ sinnvoll. Der Chip könnte nahezu alle Daten der iWatch verarbeiten und damit eine lange Laufzeit garantieren. Berichten zufolge arbeite Apple daran, eine Akkulaufzeit von sieben Tagen zu erreichen.

Durch die Implementierung in das iPhone 5S kann Apple zudem auf zahlreiche Entwicklungen von Apps setzen, die exakt diese Daten verarbeiten und aufbereiten. Bei einer kurzfristigen oder lang geheimgehaltenen Veröffentlichung eines wearable device wie einer iWatch, stünden bereits optimierte Programme oder gar ein eigenes Ökosystem an Software und Komponenten dafür bereit. Idealerweise ließen sich diese Apps direkt nutzen oder mit minimalem Aufwand portieren.

Sollte Apple mit dem M7-Chip die selbe Strategie verfolgen wie bereits bei der LTE-Technologie im iPad 3, so könnte man mit der iWatch in sechs Monaten (März 2014) rechnen.


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Datenschützer warnen vor Touch ID

16.09.2013, 9:11

Eines der technischen Highlights des neuen iPhones 5S ist die Touch ID, mit der sich das Gerät via Fingerabdruck entsperren lässt. Laut Apple sollen die Authentifizierungsdaten nur im Smartphone selbst gespeichert werden. Datenschützer halten die neue Funktion für bedenklich und warnen vor einem Einsatz.

Das neue iPhone 5S wartet mit einigen Nettigkeiten auf: Vom A7-Prozessor mit 64-Bit-Architektur über einen leistungsstärkeren Akku bis hin zu neuen Kamera-Features. Eine echte Neuerung hingegen ist die Touch ID. Mithilfe des Scanners können Nutzer ihren Fingerabdruck auf dem Gerät speichern – und damit später das iPhone entsperren. Auch Shopping in iTunes ist so möglich – eine lästige Eingabe von PIN-Codes und Passwörtern entfällt.

Genau das ruft jetzt die Datenschützer auf den Plan, allen voran den Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar. Im Spiegel äußerte sich der Experte kritisch gegenüber dem für User komfortablen Feature und warnte vor einem Einsatz. Er beruft sich dabei auf den "Grundsatz der Datensparsamkeit": "Wo es nicht sein muss, sollte man seine biometrischen Daten auch nicht hinterlassen. Schon gar nicht aus Bequemlichkeit." Denn biometrische Merkmale könne man nicht einfach so löschen. "Sie begleiten uns das Leben lang. Fingerabdrücke sollte man daher nicht für alltägliche Authentifizierungsverfahren abgeben, insbesondere wenn sie in einer Datei gespeichert werden", so Caspar.

Bereits im Vorfeld war über die Touch ID spekuliert worden. Apple hatte bei der Präsentation des iPhone 5S betont, Apps und Entwicklern erst einmal keinen Zugriff auf die Touch ID zu geben. Nur das Entsperren des Telefons und Einkäufe sollen mit dem Fingerabdruck-Scanner funktionieren. Das Argument, der Fingerabdruck und die Daten würden nur im A7-Prozessor und damit im Gerät selbst gespeichert werden, hält Caspar aber für wenig überzeugend. "Der normale Nutzer ist gegenwärtig kaum in der Lage zu kontrollieren, was Apps mit dem Handy machen, auf welche Daten des Geräts sie zugreifen, welche Informationen sie auslesen".

Andere Experten warnen ebenfalls vor einem Einsatz. Laut dem Sicherheits-Experten Marc Ruef sei es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Touch ID geknackt worden sei, berichtet das Newsportal macprime. In der Schweiz will man nun auch selbst aktiv werden. Die Datenschützer dort wollen auf europäischer Ebene erreichen, dass die "Vereinigung der europäischen Datenschützer" bei der EU auf die Problematik aufmerksam wird.

Neu allerdings ist die Fingerabdruck-Technik nicht. Notebook-Hersteller wie IBM/Lenovo beispielsweise nutzen einen solchen Fingerabdruck-Scanner schon länger, um den Nutzern den Zugang zu den Geräten zu erleichtern.

Und so funktioniert Apples Touch ID:

 

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Apple iPhone 5C und iPhone 5S

12.09.2013, 14:28

Freitag kommender Woche wird es schon in den frühen Morgenstunden lange Schlangen vor den Apple Stores in den Innenstädten geben, denn dann kommen iPhone 5C und iPhone 5S in die Läden. Vorbestellungen nimmt der IT-Konzern bereits ab morgen entgegen. Doch kann Apple mit den beiden neuen Varianten der große Wurf gelingen?

Am Dienstag hat Apple auf einem Event in San Francisco erstmals gleich zwei neue iPhone-Modelle vorgestellt: das iPhone 5C und iPhone 5S. Bei dem iPhone 5C handelt es sich um eine Variante, mit der Apple erstmals im bislang vernachlässigten gehobenen Einsteigersegment punkten will – doch der überraschend hohe Gerätepreis von 599 Euro könnte diesem Plan durchaus im Wege stehen.

Mit dem iPhone 5S bleibt Apple der Tradition treu, ein bereits vorhandenes Modell technisch komplett zu überarbeiten – ohne Design und Größe grundlegend zu verändern. So unterscheidet sich auch das neue iPhone 5S, das in den Farben Gold, Silber und Spacegrau auf den Markt kommen wird, nicht spürbar vom iPhone 5 – auch wenn es deutlich edler daherkommt als das Vorgängermodell. Technisch gesehen hat das Gerät eine längst überfällige Generalüberholung spendiert bekommen.

Ab morgen können beide Modelle bestellt werden, die Geräte kommen am 20. September weltweit in die Läden. Zu den erwarteten Verkaufszahlen will Apple sich nicht äußern. Doch gelingt dem Konzern damit der große Wurf? Die Leser der INTERNET WORLD Business zweifeln daran: In der einer Onlineumfrage sind derzeit 71 Prozent der Meinung, der IT-Konzern könne Konkurrenten wie Samsung mit den neuen Geräten keine Paroli bieten. Nur 29 Prozent glauben, Apple und seine Geräte seien weiterhin Kult.

Doch Apple bietet nicht nur neue Hardware: Das neue mobile Betriebssystem iOS 7 steht ab 18. September 2013 zum Download bereit – und könnte die Mobilfunknetze an ihre Grenzen bringen. Davor warnt der eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft. Schon bei der Umstellung von iOS 5 auf iOS 6 sei die Netznutzung am Tag der Freigabe durch iPhone-Nutzer auf einen Schlag um rund 25 Prozent angestiegen.

Zu den neuen Features des iOS 7 gehört neben einer optimierten Benutzeroberfläche mit bunten Farb-Designs vor allem die Unterstützung für spezielle Features der jetzt vorgestellten iPhone-Generation. So werden der Fingerabdrucksensor sowie die erweiterten Kamerafunktionen unterstützt und für die App-Programmierer nutzbar. Zu den 200 neuen Funktionen, die Apple verspricht, gehören das "Control Center", das zentrale Funktionen mit einem Wisch von der Unterseite des Bildschirms bereit stellt, das Anzeigen der Nachrichtenzentrale auch im Sperrbildschirm, ein einfacheres Wechseln zwischen Apps sowie die Sharing-Funktion "Air Drop".

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