iOS 7 legt Apple-Server lahm

19.09.2013, 11:03

Gestern Abend ging es los: Apple gab seine aktuelle Version 7 des mobilen iOS-Betriebssystems heraus. Natürlich wollten die Apple-Jünger ihre Smartphones sofort auf den neuesten Stand bringen. Das allerdings hielten die Server von Apple nicht aus – bei zahlreichen Nutzern gelang die Aktualisierung nicht.

Mittlerweile ist wohl wieder alles im grünen Bereich, aber gestern Abend und über Nacht war bei Apple Alarmstufe rot: Aufgrund des überwältigenden Ansturms von iOS-Nutzern, die ihre mobilen Geräte auf das Betriebssystem iOS7 aktualisieren wollten, brachen bei Apple die Download-Server zusammen. Den Nutzern, denen der Download fehlerfrei gelang, ging es aber vielfach auch nicht besser, denn bei der dann folgenden Neuaktivierung der Geräte waren die Aktualisierungsserver überlastet und fielen aus. Teilweise mussten User stundenlang auf den Abschluss des Aktualisierungsvorgangs warten – und waren zwischenzeitlich mobilfunktechnisch von der Welt abgeschnitten.

In sozialen Medien und Foren brach als erste Reaktion zunächst ein Sturm der Entrüstung über Apple herein, so die Welt. Apple musste intern seine Techniker bemühen, das Chaos so schnell wie möglich zu beheben. Auch Apples Hilfe-Forum gab angesichts der starken Nutzung den Geist auf. Und das, obgleich erst rund ein Viertel der mobilen iOS-Nutzer auf die aktuelle Version umgestiegen sind.

Mittlerweile sollen die Server wieder funktionstüchtig sein. Für die nächsten Tage dürfte allerdings noch mit weiteren Download-Lawinen zu rechnen sein, wenn App-Anbieter ihre Anwendungen für iOS 7 aktualisieren. Facebook, Twitter und Yahoo hatten bereits gestern Nacht ihre iOS 7-kompatiblen Apps herausgegeben.

iOS 7 war am gestrigen Mittwoch freigegeben worden.

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Apple iOS 7

18.09.2013, 8:47

Heute kommt mit iOS7 die neue Version des Apple-Betriebssystems für iPhone, iPod Touch und iPad auf den Markt. Sie wird auch die beiden neuen Modelle 5C und 5S des iPhone bestücken.

Das mobile Betriebssystem iOS von Apple bekommt ein Facelift: iOS7 ist seit heute verfügbar. Besitzer folgender Geräte erhalten es als kostenloses Update: iPhone ab Version 4, iPad ab Version 2 sowie iPad mini und iPod Touch ab der 5. Generation. Allerdings werden nicht alle neue Features auf allen Endgeräten laufen, schränkt Apple ein. Bei iPhone 5C und 5S ist es bereits an Bord, wenn diese von kommendem Freitag an ausgeliefert werden.

Zu den neuen Features gehört neben einer optimierten Benutzeroberfläche mit bunten Farb-Designs vor allem die Unterstützung für spezielle Features der jetzt vorgestellten iPhone-Generation. So werden der Fingerabdrucksensor sowie die erweiterten Kamerafunktionen unterstützt und für die App-Programmierer nutzbar. Zu den 200 neuen Funktionen, die Apple verspricht, gehören das “Control Center”, das zentrale Funktionen mit einem Wisch von der Unterseite des Bildschirms bereit stellt, das Anzeigen der Nachrichtenzentrale auch im Sperrbildschirm, ein einfacheres Wechseln zwischen Apps sowie die Sharing-Funktion “Air Drop”. Überarbeitet wurden auch der Browser “Safari” und die Foto-Apps. Vorerst nur in den USA führt Apple den Web-Radio-Dienst “iTunes Radio” ein.

Was die Apps betrifft, werden diese von iTunes nun automatisch auf dem neuesten Stand gehalten und “Popular Apps Near Me” findet im Store auf den Standort des Users bezogene Programme. Ein kleines Geschenk gibt es auch noch: Mit iOS7 sind die produktiven iWork-Apps Keynote, Pages, Numbers, iPhoto und iMovie für Käufer neuer Geräte kostenlos.

Die Umstellung auf das neue Apple-Betriebssystem iOS7 für iPhone und iPad könnte die Internetkapazität weltweit an ihre Grenzen bringen. Davor warnt der eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft. Vor allem die mobilen Netze seien gefährdet.

Apple hat iOS 7 am 11. Juni 2013 auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz WWDC in San Francisco erstmals vorgestellt.

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Apples TV-Spot für das iPhone 5C

17.09.2013, 10:29

Apple zeigt den TV-Spot für das iPhone 5C schon jetzt im Netz. Zu sehen gibt es viel buntes Plastik – ästhetisch inszeniert.

Das iPhone 5C ist das erste Modell, mit dem Apple seinen bisherigen Premium-Anspruch aufweicht. Es soll auch diejenigen Kunden zu den Kaliforniern locken, die sich bislang gescheut haben, das ganz große Geld für ein Smartphone in die Hand zu nehmen. Die günstige Variante unterscheidet sich vom Edel-Gerät iPhone 5S nicht nur durch die inneren Werte, sondern vor allem durch die Optik: Das iPhone 5C wird es in fünf verschiedenen Farben geben – Grün, Weiß, Blau, Rot und Gelb. Der Rahmen ist aus Stahl, umschlossen von einer rundum eingefärbten Hülle aus gehärtetem Kunststoff.

"Plastic Perfected" heißt auch der TV-Spot, mit dem Apple das iPhone 5C bewirbt:

 

Zur Ausstattung des iPhone 5C zählen ein 4-Zoll-Retina-Display, angetrieben wird das Gerät von einem A6-Prozessor. Weitere Features sind eine 8-Megapixel-Kamera mit rückseitig beleuchtetem Sensor sowie eine 1,9-MP-Cam für Videotelefonie. Es funkt laut Apple "in mehr LTE-Bändern als alle anderen Smartphones", in puncto WLAN wird allerdings nur der n-Standard auf 2,4 und 5 GHz unterstützt – WLAN-ac ist im Gegensatz zu einigen anderen Top-Smartphones nicht an Bord. Bluetooth wird im aktuellen 4.0-Standard genutzt. Die Preise beginnen bei 99 US-Dollar bei gleichzeitigem Abschluss eines 2-Jahresvertrags in den USA.

In Deutschland kommen das iPhone 5C und das iPhone 5S am Freitag in den Handel, die Geräte können derzeit schon vorbestellt werden. Gelingt Apple mit einem neuen iPhone der große Wurf?

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iPhone bereitet Weg für iWatch

16.09.2013, 13:04

Während viele Details und Features der neuen iPhone-Generation bereits im Vorfeld bekannt waren, überraschte Apple vergangenen Dienstag mit einem neuen Chip. Der M7-Chip wurde zusätzlich zum neuen Prozessor, dem A7, in das iPhone 5S eingebaut und unterstützt den Prozessor bei der Verarbeitung von Bewegungsdaten, die vom Beschleunigungssensor, Gyroskop und Kompass kommen. Apples iWatch könnte ebenfalls mit einem solchen Chip ausgestattet werden.

Durch den neuen M7-Chip soll der eigentliche Prozessor entlastet werden, so dass während der Nutzung von Navagations- oder anderen Geo-Anwendungen der Akku nicht so stark belastet wird. Dass dies der einzige Grund für den neuen Chip ist, ist jedoch unwahrscheinlich. Stattdessen geht man davon aus, dass Apple den M7-Chip für zukünftige Einsätze testen will – beispielsweise für die iWatch. Bereits in der Vergangenheit hat Apple seine Geräte häufig mit Technologie ausgestattet, die es eigentlich noch nicht benötigt – wie z.B. LTE bei der dritten iPad-Generation. Dadurch hatte Apple Zeit, einige Fehler auszubessern und an der Leistung zu schrauben, bis man sechs Monate später dann auch im iPhone 5 LTE-Technologie implementiert hat.

Doch was hat das für Apples iWatch zu bedeuten? Der M7-Chip ist nicht dafür entwickelt, eigenständig zu arbeiten, sondern dafür, den aktuellen Prozessor zu unterstützen. Da auch eine Smartwatch dazu gedacht ist, zusammen mit Smartphones oder Tablets zu arbeiten, wäre ein Einsatz im Bereich der „Wearables“ sinnvoll. Der Chip könnte nahezu alle Daten der iWatch verarbeiten und damit eine lange Laufzeit garantieren. Berichten zufolge arbeite Apple daran, eine Akkulaufzeit von sieben Tagen zu erreichen.

Durch die Implementierung in das iPhone 5S kann Apple zudem auf zahlreiche Entwicklungen von Apps setzen, die exakt diese Daten verarbeiten und aufbereiten. Bei einer kurzfristigen oder lang geheimgehaltenen Veröffentlichung eines wearable device wie einer iWatch, stünden bereits optimierte Programme oder gar ein eigenes Ökosystem an Software und Komponenten dafür bereit. Idealerweise ließen sich diese Apps direkt nutzen oder mit minimalem Aufwand portieren.

Sollte Apple mit dem M7-Chip die selbe Strategie verfolgen wie bereits bei der LTE-Technologie im iPad 3, so könnte man mit der iWatch in sechs Monaten (März 2014) rechnen.


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Datenschützer warnen vor Touch ID

16.09.2013, 9:11

Eines der technischen Highlights des neuen iPhones 5S ist die Touch ID, mit der sich das Gerät via Fingerabdruck entsperren lässt. Laut Apple sollen die Authentifizierungsdaten nur im Smartphone selbst gespeichert werden. Datenschützer halten die neue Funktion für bedenklich und warnen vor einem Einsatz.

Das neue iPhone 5S wartet mit einigen Nettigkeiten auf: Vom A7-Prozessor mit 64-Bit-Architektur über einen leistungsstärkeren Akku bis hin zu neuen Kamera-Features. Eine echte Neuerung hingegen ist die Touch ID. Mithilfe des Scanners können Nutzer ihren Fingerabdruck auf dem Gerät speichern – und damit später das iPhone entsperren. Auch Shopping in iTunes ist so möglich – eine lästige Eingabe von PIN-Codes und Passwörtern entfällt.

Genau das ruft jetzt die Datenschützer auf den Plan, allen voran den Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar. Im Spiegel äußerte sich der Experte kritisch gegenüber dem für User komfortablen Feature und warnte vor einem Einsatz. Er beruft sich dabei auf den "Grundsatz der Datensparsamkeit": "Wo es nicht sein muss, sollte man seine biometrischen Daten auch nicht hinterlassen. Schon gar nicht aus Bequemlichkeit." Denn biometrische Merkmale könne man nicht einfach so löschen. "Sie begleiten uns das Leben lang. Fingerabdrücke sollte man daher nicht für alltägliche Authentifizierungsverfahren abgeben, insbesondere wenn sie in einer Datei gespeichert werden", so Caspar.

Bereits im Vorfeld war über die Touch ID spekuliert worden. Apple hatte bei der Präsentation des iPhone 5S betont, Apps und Entwicklern erst einmal keinen Zugriff auf die Touch ID zu geben. Nur das Entsperren des Telefons und Einkäufe sollen mit dem Fingerabdruck-Scanner funktionieren. Das Argument, der Fingerabdruck und die Daten würden nur im A7-Prozessor und damit im Gerät selbst gespeichert werden, hält Caspar aber für wenig überzeugend. "Der normale Nutzer ist gegenwärtig kaum in der Lage zu kontrollieren, was Apps mit dem Handy machen, auf welche Daten des Geräts sie zugreifen, welche Informationen sie auslesen".

Andere Experten warnen ebenfalls vor einem Einsatz. Laut dem Sicherheits-Experten Marc Ruef sei es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Touch ID geknackt worden sei, berichtet das Newsportal macprime. In der Schweiz will man nun auch selbst aktiv werden. Die Datenschützer dort wollen auf europäischer Ebene erreichen, dass die "Vereinigung der europäischen Datenschützer" bei der EU auf die Problematik aufmerksam wird.

Neu allerdings ist die Fingerabdruck-Technik nicht. Notebook-Hersteller wie IBM/Lenovo beispielsweise nutzen einen solchen Fingerabdruck-Scanner schon länger, um den Nutzern den Zugang zu den Geräten zu erleichtern.

Und so funktioniert Apples Touch ID:

 

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Apple iPhone 5C und iPhone 5S

12.09.2013, 14:28

Freitag kommender Woche wird es schon in den frühen Morgenstunden lange Schlangen vor den Apple Stores in den Innenstädten geben, denn dann kommen iPhone 5C und iPhone 5S in die Läden. Vorbestellungen nimmt der IT-Konzern bereits ab morgen entgegen. Doch kann Apple mit den beiden neuen Varianten der große Wurf gelingen?

Am Dienstag hat Apple auf einem Event in San Francisco erstmals gleich zwei neue iPhone-Modelle vorgestellt: das iPhone 5C und iPhone 5S. Bei dem iPhone 5C handelt es sich um eine Variante, mit der Apple erstmals im bislang vernachlässigten gehobenen Einsteigersegment punkten will – doch der überraschend hohe Gerätepreis von 599 Euro könnte diesem Plan durchaus im Wege stehen.

Mit dem iPhone 5S bleibt Apple der Tradition treu, ein bereits vorhandenes Modell technisch komplett zu überarbeiten – ohne Design und Größe grundlegend zu verändern. So unterscheidet sich auch das neue iPhone 5S, das in den Farben Gold, Silber und Spacegrau auf den Markt kommen wird, nicht spürbar vom iPhone 5 – auch wenn es deutlich edler daherkommt als das Vorgängermodell. Technisch gesehen hat das Gerät eine längst überfällige Generalüberholung spendiert bekommen.

Ab morgen können beide Modelle bestellt werden, die Geräte kommen am 20. September weltweit in die Läden. Zu den erwarteten Verkaufszahlen will Apple sich nicht äußern. Doch gelingt dem Konzern damit der große Wurf? Die Leser der INTERNET WORLD Business zweifeln daran: In der einer Onlineumfrage sind derzeit 71 Prozent der Meinung, der IT-Konzern könne Konkurrenten wie Samsung mit den neuen Geräten keine Paroli bieten. Nur 29 Prozent glauben, Apple und seine Geräte seien weiterhin Kult.

Doch Apple bietet nicht nur neue Hardware: Das neue mobile Betriebssystem iOS 7 steht ab 18. September 2013 zum Download bereit – und könnte die Mobilfunknetze an ihre Grenzen bringen. Davor warnt der eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft. Schon bei der Umstellung von iOS 5 auf iOS 6 sei die Netznutzung am Tag der Freigabe durch iPhone-Nutzer auf einen Schlag um rund 25 Prozent angestiegen.

Zu den neuen Features des iOS 7 gehört neben einer optimierten Benutzeroberfläche mit bunten Farb-Designs vor allem die Unterstützung für spezielle Features der jetzt vorgestellten iPhone-Generation. So werden der Fingerabdrucksensor sowie die erweiterten Kamerafunktionen unterstützt und für die App-Programmierer nutzbar. Zu den 200 neuen Funktionen, die Apple verspricht, gehören das "Control Center", das zentrale Funktionen mit einem Wisch von der Unterseite des Bildschirms bereit stellt, das Anzeigen der Nachrichtenzentrale auch im Sperrbildschirm, ein einfacheres Wechseln zwischen Apps sowie die Sharing-Funktion "Air Drop".

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Apple iOS 7 bringt Internetkapazität an ihre Grenzen

12.09.2013, 7:42

Die Umstellung auf das neue Apple Betriebssystem iOS 7 für iPhone und iPad könnte die Internetkapazität weltweit an ihre Grenzen bringen. Davor warnt der eco -Verband der deutschen Internetwirtschaft. Vor allem die mobilen Netze seien gefährdet.

Am 18. September 2013 ist es soweit: Dann kommt mit iOS7 die neue Version des Apple-Betriebssystems für iPhone, iPod Touch und iPad auf den Markt, die auch die beiden neuen iPhone-Modelle 5C und 5S bestücken wird. Der eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft warnt im Vorfeld dieser Umstellung vor einer Überlastung der Netze.

"Schon in den vergangenen Jahren wurde die Höchstlast im Internet nicht durch virale Videos, nicht durch Microsoft-Updates und auch nicht durch Katastrophennachrichten erreicht, sondern durch eine neue iOS-Generation von Apple", stellt Georg Rainer Hofmann klar, Leiter der Kompetenzgruppe E-Commerce: "Angesichts der immensen Verbreitung von iOS-Geräten, die durch die neuen Modelle iPhone 5S und 5C noch einmal einen rasanten Schub erfahren wird, könnte iOS 7 bei Verfügbarkeit am 18. September die Netzkapazität im Internet für einige Tage an ihre Grenzen bringen". Die Over-the-Air-Auslieferung (OTA) könnte vor allem die mobilen Netze übermäßig belasten, befürchtet Hofmann.

Schon bei der Umstellung von iOS 5 auf iOS 6 sei die Netznutzung am Tag der Freigabe durch iPhone-Nutzer auf einen Schlag um rund 25 Prozent angestiegen.

Das neue iPhone 5S als erstes Smartphone überhaupt mit einem A7-Prozessor mit 64-Bit-Architektur – damit soll ein doppelt so hohes Arbeitstempo erreicht werden wie mit dem A6-Chip, der im iPhone 5 werkelt. Beim iPhone 5C handelt es sich um eine Variante, mit der Apple erstmals im bislang vernachlässigten gehobenen Einsteigersegment punkten will – der überraschend hohe Gerätepreis könnte diesem Plan allerdings im Wege stehen.

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Nokia teilt gegen Apple aus

12.09.2013, 7:00

Das Apple iPhone 5C soll mit bunten Hüllen mehr Farbe in die Smartphone-Welt bringen. Nokia kann über den Vorstoß nur schmunzeln – und schießt mit einem Twitter-Post gegen die Konkurrenz aus Cupertino.

Nokia hat es schon wieder getan: Nachdem sich der Handy-Hersteller erst vor ein paar Tagen über Samsung und die kommende Android-Version "Kitkat" lustig gemacht hat, folgt nun die nächste Attacke.

Dieses Mal ätzen die Finnen gegen das iPhone 5C, das in insgesamt fünf verschiedenen Farben auf den Markt kommen soll. Die Ähnlichkeit des neuen Apple-Smartphones zu den eigenen bunten Lumia-Modellen kommentierte das Unternehmen nun über seine britische Twitter-Seite mit dem trockenen Kommentar: "Danke, Apple. Nachahmung ist das beste Kompliment."

Dass Nokia zuletzt immer wieder Giftpfeile gegen die Smartphone-Konkurrenz schießt, überrascht angesichts der eigenen Situation. So war erst letzte Woche bekannt geworden, dass die Handy-Sparte von Nokia zum Preis von 5,44 Milliarden Euro an Microsoft verkauft werden soll. Für den Konzern, der über Jahre hinaus den Mobilfunk-Markt dominiert hat und für die Entwicklung zahlreicher Handy-Klassiker verantwortlich zeichnete, geht damit endgültig eine Ära zu Ende.

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Apple iOS 7

11.09.2013, 15:48

Am 18. September 2013 kommt mit iOS7 die neue Version des Apple-Betriebssystems für iPhone, iPod Touch und iPad auf den Markt. Sie wird auch die beiden neuen Modelle 5C und 5S des iPhone bestücken.

Das mobile Betriebssystem iOS von Apple bekommt ein Facelift: Ab dem 18. September 2013 soll iOS7 verfügbar sein. Besitzer folgender Geräte erhalten es als kostenloses Update: iPhone ab Version 4, iPad ab Version 2 sowie iPad mini und iPod Touch ab der 5. Generation. Allerdings werden nicht alle neue Features auf allen Endgeräten laufen, schränkt Apple ein. Bei iPhone 5C und 5S ist es bereits an Bord, wenn diese ab dem 20. September 2013 ausgeliefert werden.

Zu den neuen Features gehört neben einer optimierten Benutzeroberfläche mit bunten Farb-Designs vor allem die Unterstützung für spezielle Features der jetzt vorgestellten iPhone-Generation. So werden der Fingerabdrucksensor sowie die erweiterten Kamerafunktionen unterstützt und für die App-Programmierer nutzbar. Zu den 200 neuen Funktionen, die Apple verspricht, gehören das "Control Center", das zentrale Funktionen mit einem Wisch von der Unterseite des Bildschirms bereit stellt, das Anzeigen der Nachrichtenzentrale auch im Sperrbildschirm, ein einfacheres Wechseln zwischen Apps sowie die Sharing-Funktion "Air Drop". Überarbeitet wurden auch der Browser "Safari" und die Foto-Apps. Vorerst nur in den USA führt Apple den Web-Radio-Dienst "iTunes Radio" ein.

Was die Apps betrifft, werden diese von iTunes nun automatisch auf dem neuesten Stand gehalten und "Popular Apps Near Me" findet im Store auf den Standort des Users bezogene Programme. Ein kleines Geschenk gibt es auch noch: Mit iOS7 sind die produktiven iWork-Apps Keynote, Pages, Numbers, iPhoto und iMovie für Käufer neuer Geräte kostenlos.

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Apple präsentiert iPhone 5S und iPhone 5C

11.09.2013, 7:55

Die Katze ist aus dem Sack: Apple hat zwei neue iPhone-Modelle vorgestellt. Während es sich beim iPhone 5S um eine technisch aufgemotzte Variante des iPhone 5 handelt, soll das iPhone 5C neue Käufergruppen ansprechen – doch auch das “kleine” iPhone ist kein Schnäppchen.

Apple sollte gewarnt sein: Obwohl sich das iPhone immer noch prächtig verkauft, hat der kalifornische Elektronikkonzern auf einigen Kernmärkten mit schwindenden Marktanteilen im Smartphone-Segment zu kämpfen. Vor allem der Erzrivale und Weltmarktführer Samsung, der mittlerweile mit einer breiten Smartphone-Produktpalette jede nur denkbare Käufergruppe adressiert, macht Apple zu schaffen. Dennoch hielten die Kalifornier bislang unbeirrt an ihrer restriktiven Modellpolitik fest.

Bislang.

Denn Apple hat auf dem Event in San Francisco erstmals gleich zwei neue iPhone-Modelle vorgestellt: das iPhone 5C und iPhone 5S. Wie bereits seit Wochen spekuliert wurde, handelt es sich bei dem iPhone 5C um eine Variante, mit der Apple erstmals im bislang vernachlässigten gehobenen Einsteigersegment punkten will – doch der überraschend hohe Gerätepreis könnte diesem Plan durchaus im Wege stehen. Das iPhone 5S hingegen tritt in die Fußstapfen des aktuellen Modells iPhone 5. Große Überraschungen blieben indes aus: Wer bis zuletzt doch noch an die Existenz eines XXL-iPhones geglaubt hatte, wurde enttäuscht.

Mit dem iPhone 5S bleibt Apple der Tradition treu, ein bereits vorhandenes Modell technisch komplett zu überarbeiten – ohne Design und Größe grundlegend zu verändern. So unterscheidet sich auch das neue iPhone 5S, das in den Farben Gold, Silber und Spacegrau auf den Markt kommen wird, nicht spürbar vom iPhone 5 – auch wenn es deutlich edler daherkommt als das Vorgängermodell. Technisch gesehen hat das Gerät eine – längst überfällige – Generalüberholung spendiert bekommen.

So arbeitet das iPhone 5S als erstes Smartphone überhaupt mit einem A7-Prozessor mit 64-Bit-Architektur – damit soll ein doppelt so hohes Arbeitstempo erreichen werden wie mit dem A6-Chip, der im iPhone 5 werkelt. Unterstützt wird der A7-Prozessor durch den Koprozessor M7, der Bewegungsdaten sammelt und den Hauptprozessor entlasten soll.

Der Akku soll eine Sprechzeit von bis zu 10 Stunden sowie eine Standby-Zeit von bis zu 250 Stunden stemmen. Verbessert hat Apple eigenen Angaben zufolge auch die Kamera: Der Bildsensor ist um 15 Prozent größer als der des iPhone 5, die dadurch erreichte höhere Lichtstärke soll für eine bessere Bildqualität sorgen. Für bessere Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen verspricht Apple mit dem “True Tone Flash”, einem Blitz mit 2 LEDs, der wärmeres Licht erzeugt. Nette Gimmicks sind darüber hinaus eine Serienbild-Funktion sowie ein Slowmotion-Modus beim Drehen von Videos.

Eine echte Neuerung ist Touch ID: Dabei handelt es sich um einen Fingerabdruck-Scanner, der in den Home Button integriert wurde. Über dieses Feature war auch im Vorfeld der Pressekonferenz bereits heftig spekuliert worden. Ob das Ausstattungsmerkmal im Zuge der NSA-Schnüffeldebatte allerdings von den Nutzern mit Begeisterung aufgenommen wird, sei einmal dahingestellt – auch wenn Apple verspricht, dass der Fingerabdruck nur im A7-Prozessor gespeichert wird – und nirgendwo sonst.

iPhone 5C ist gar nicht billig

Das iPhone 5C ist das erste iPhone-Modell, mit dem Apple seinen bisherigen Premium-Anspruch aufweicht. Es soll auch diejenigen Kunden zu den Kaliforniern locken, die sich bislang gescheut haben, das ganz große Geld für ein Smartphone in die Hand zu nehmen. Vor allem in wichtigen Wachstumsmärkten wie China will das Unternehmen so neue Umsatzpotenziale erschließen.

Augenfällig: Das iPhone 5C wird es in fünf verschiedenen Farben geben – Grün, Weiß, Blau, Rot und Gelb. Der Rahmen ist aus Stahl, umschlossen von einer rundum eingefärbten Hülle aus gehärtetem Kunststoff. Passend dazu gibt es noch verschiedene Schutzhüllen zum Preis von jeweils 29 US-Dollar.

Zur Ausstattung zählen ein 4-Zoll-Retina-Display, angetrieben wird das Gerät von einem A6-Prozessor. Weitere Features sind eine 8-Megapixel-Kamera mit rückseitig beleuchtetem Sensor sowie eine 1,9-MP-Cam für Videotelefonie. Es funkt laut Apple “in mehr LTE-Bändern als alle anderen Smartphones”, in puncto WLAN wird allerdings nur der n-Standard auf 2,4 und 5 GHz unterstützt – WLAN-ac ist im Gegensatz zu einigen anderen Top-Smartphones nicht an Bord. Bluetooth wird im aktuellen 4.0-Standard genutzt. Die Preise beginnen bei 99 US-Dollar bei gleichzeitigem Abschluss eines 2-Jahresvertrags in den USA.

In Deutschland kommen das iPhone 5C und das iPhone 5S am 20. September in den Handel, ab 13. September können die Geräte vorbestellt werden. Das iPhone 5S kostet ohne Vertrag 699 (16 GB), 799 (32 GB) und 899 Euro (64). Das vermeintliche “Billig”-iPhone schlägt mit stolzen 599 (16 GB) beziehungsweise 699 Euro (32 GB) zu Buche. Das iPhone 5 wird indes komplett aus dem Programm genommen. Weiterhin erhältlich ist das iPhone 4S (8 GB). Kostenpunkt: 399 Euro.

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