Apple meldet App-Store-Rekord

09.01.2015, 13:10

Mobile Commerce

Neues Jahr, neuer Rekord: In der ersten Januarwoche haben Apple-Kunden fast eine Milliarde US-Dollar für Anwendungen und In-App-Käufe ausgegeben.

Apple meldet App-Store-Rekord

(Quelle: Shutterstock.com/Bloomua)

Apple hat heute bekannt gegeben, dass in der ersten Januarwoche ein neuer Rekord an Transaktionen im App Store aufgestellt wurde.

Kunden aus der ganzen Welt haben knapp eine halbe Milliarde US-Dollar für Apps und In-App-Käufe ausgegeben. Der Neujahrstag 2015 markierte den bisher erfolgreichsten Tag in der Geschichte des App Stores.

Im vergangenen Jahr waren die Transaktionen um 50 Prozent gestiegen. Entwickler haben durch den Verkauf von Apple-Anwendungen mehr als zehn Milliarden US-Dollar Umsatz verdient – seit Beginn des Stores bis heute waren es mehr als 25 Milliarden US-Dollar.

Der US-Konzern behält pro verkaufter App 30 Prozent des Umsatzes als Provision ein.

Apple hebt unterdessen die Preise bei seinem digitalen Multimedia-Shop iTunes in den EU-Ländern, Norwegen und Kanada an und senkt sie in Island. Das berichtet Appleinsider. Der Grund seien geänderte Wechselkurse und Mehrwertsteuersätze.

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Apple Watch soll im März 2015 kommen

07.01.2015, 12:58

Smart Wearables

Nach der Vorstellung der Smartwatch im vergangenen Herbst will Apple seinen Handgelenkscomputer in diesem Jahr endlich in die Geschäfte bringen. Ab März 2015 könnte es in den USA losgehen.

Apple Watch soll im März 2015 kommen

(Quelle: Apple.com)

Ein konkretes Datum für den Verkaufsstart der Apple Watch gibt es noch nicht, doch Branchenberichten zufolge soll Apple dabei sein, der Entwicklung der Software für seinen Handgelenkscomputer jetzt den letzten Schliff zu verpassen. Damit, so das Blog 9to5mac, könnten Nutzer mit einem Verkaufsstart im März 2015 rechnen. Firmenintern habe Vertriebschefin Angela Ahrendts bereits angekündigt, dass für das US-Verkaufspersonal von Apple ab Februar 2015 Trainingskurse anstünden.

So sollen jeweils mehrere Vertreter der einzelnen Apple Stores in den USA in der Firmenzentrale in Cupertino beziehungsweise in Austin mit der Smartwatch vertraut gemacht werden – und das Produkt gleichzeitig ausgiebig testen. Weiteres Training finde dann in den einzelnen Filialen statt. Angesichts der anvisierten Trainingstermine in der zweiten Februarwoche kann davon ausgegangen werden, dass der mobile Handgelenkscomputer kurz darauf in den Verkauf kommt.

Im November 2014 hatte Apple seine Fans, die nach der Vorstellung der Apple Watch bereits auf eine Smartwatch unter dem Weihnachtsbaum gehofft hatten, mit der Ankündigung enttäuscht, erst nach dem chinesischen Neujahr den Handgelenkscomputer auf den Markt zu bringen. Entwicklungstools für Software-Developer hatte das Unternehmen schon im November 2014 freigegeben.

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Apple-Zulieferer Pegatron am Pranger

22.12.2014, 8:16

Wegen Arbeitsbedingungen

Undercover-Journalisten der BBC haben beim Apple-Zulieferer Pegatron zum Teil menschenunwürdige Arbeitsbedingungen aufgedeckt.

Apple-Zulieferer Pegatron am Pranger

(Quelle: Fotolia.com/Kwest)

Die Enthüllungen sind erschütternd und zeigen einmal mehr, wie Arbeiter in Entwicklungs- und Schwellenländern mitunter für den Wohlstand der Menschen in Industrienationen ausgebeutet werden. Journalisten der BBC haben undercover beim Apple-Zulieferer Pegatron gearbeitet – und sind dabei auf Produktionsbedingungen gestoßen, die eklatant gegen die Arbeitsvorschriften des iPhone-Herstellers verstoßen.

So soll Pegatron unter anderem zu junge Arbeiter beschäftigt und Arbeitszeiten deutlich überschritten haben. Die Rede ist von 16-Stunden-Schichten, bei denen Arbeiter regelmäßig vor Erschöpfung an ihrem Arbeitsplatz einschliefen.

Den Vorgaben von Apple zufolge sollen Überstunden eigentlich auf freiwilliger Basis erfolgen – angeblich hätten die Arbeiter aber keine Wahl gehabt. In einzelnen Fabriken sollen Arbeiter sogar 18 Tage am Stück gearbeitet haben, zudem seien Schlafstätten völlig überfüllt gewesen.

Die Schilderungen erinnern an die Arbeitsbedingungen beim Apple-Zulieferer Foxconn, die bereits vor geraumer Zeit für Empörung gesorgt hatten. Apple reagierte damals auf die unhaltbaren Zustände und führte Richtlinien für seine Zulieferer ein, welche die Situation der Arbeiter verbessern sollten.

Konfrontiert mit den Enthüllungen, äußerte sich Apple nur indirekt. Man arbeite mit den Zulieferern daran, Nachlässigkeiten anzusprechen. Man wisse aber auch, dass diese Arbeit nie beendet sei. Auch Pegatron will die Missstände untersuchen.

Unterdessen prangern die BBC-Reporter auch die Bedingungen der Arbeiter bei den Rohstofflieferanten an. In einer Zinn-Mine auf der indonesischen Insel Bangka habe man beispielsweise beobachtet, wie ein zwölfjähriger Junge das Material mit bloßen Händen ausgrub. Zudem käme es regelmäßig zu tödlichen Unfällen, da Menschen verschüttet würden.

Besagte Mine wiederum verkauft seine Erträge an eine Schmelzhütte, die auf Apples Liste der fairen Hersteller stehe.

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Das Zalando-Car kommt schneller als gedacht

08.12.2014, 14:52

Connected Cars

Der BVDW hat zehn Thesen zur Zukunft von Connected Cars veröffentlicht. Achim Himmelreich, Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce, erläutert die Folgen für E-Commerce und Marketing.

In spätestens fünf Jahren könnte das Zalando-Car Realität sein

(Quelle: Zalando.com)

Das Auto der Zukunft ist vernetzt. Fahrzeughersteller, Telekommunikationsanbieter und US-Riesen wie Apple oder Google liefern sich eine Schlacht um die Hoheit im Connected Car. Der BVDW hat in einem Positionspapier zehn Thesen zur Zukunft von vernetzten Autos zusammengestellt. INTERNET WORLD Business sprach mit Achim Himmelreich, Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce im BVDW, über die Folgen für Online-Marketing und Handel.

Herr Himmelreich, wo auf dem Weg zum vollständig vernetzten Auto befinden wir uns denn eigentlich gerade?


Achim Himmelreich

(Quelle: internetworld)

Achim Himmelreich: Egal ob Entertainment, Adressbuch oder Verkehrsinformationen – ein immer größerer Anteil der Wertschöpfung im Auto ist digital. Diese Tendenz gab es zwar vor zehn Jahren schon. Doch jetzt sind die OEMS erstmals nicht mehr unbedingt diejenigen, die auch die vollständige Kontrolle über die digitale Entwicklung haben. Kaum ein Konsument will sich für 3.000 Euro ein Extra-Navigations- oder Entertainment-System anschaffen, sondern einfach sein Smartphone mit seinem Auto vernetzen. Damit brechen Branchengrenzen auf, und es stellt sich die Frage, wer die Hoheit über das digitale System im Auto gewinnen wird. Da kämpfen OEMS gegen Telcos und große Internet-Konzerne wie Google oder Apple.

Mir läge da schon fast ein Favorit auf der Zunge.

Himmelreich: Natürlich sind Google und Apple in der Pole-Position, weil sie den Konsumenten hinter sich haben. Trotzdem sehe ich auch Chancen für die Konkurrenz. Den anders als früher, wo die Leute sparten oder einen Kredit aufnahmen, um sich ein neues Auto zu kaufen, fordern sie heute eher Zugang als Besitz. Allein deshalb boomen derzeit Carsharing-Modelle. Doch die neue Mobilität muss irgendwer im Hintergrund vernetzen. Erste Pilotversuche zu Smart Mobility gibt es bereits. Und hier haben nicht Apple und Google automatisch einen Wettbewerbsvorteil. Hier kann man sich auch Konsortien vorstellen, die eine gemeinsame Software-Infrastruktur bauen. Das können dann beispielsweise auch BMW, Sixt, die Telekom und T-Systems sein.

In welchen Segmenten werden sich denn Connected-Car-Anwendungen als erstes durchsetzen?

Himmelreich: Im Auto passiert ja schon einiges. Schauen Sie sich den Opel Adam an: Der wird gezielt als Multimedia-Spaß-Auto positioniert. Vernetzung ist viel wichtiger als Verbrauch oder Motorleistung. Auch Mercedes macht das so mit der A- und B-Klasse. Außerdem gibt es schon Pilot-Regionen, die mit Smart Mobility experimentieren. Hier sind vor allem Schwellenländer mit neuen großen Mega-Metropolen wie Shanghai oder Sao Paolo aktiv. Die müssen derartige Konzepte aus schierer Not vorantreiben, weil ihnen sonst ein Verkehrskollaps droht. Und alle großen deutschen Konzerne wie T-Systems oder die Telekom, aber auch IBM, sind dort vor Ort präsent. Die in Deutschland traditionell starken Automobilhersteller müssen sich zudem darauf einstellen, dass sie ihre Kalkulation für Innovationsmanagement neu aufsetzen müssen. In der Vergangenheit wurden neue Innovationen wie Airbag oder Seitenaufprallschutz erstmal für teures Geld in die Topmodelle eingebaut und wanderten von dort peu à peu auch in Mittelklasse- und Kleinfahrzeuge. Heute funktioniert dieses Modell, hohe Forschungskosten durch hohe Preise zu refinanzieren, nicht mehr ohne weiteres. Denn der 60-jährige S-Klasse-Fahrer legt auf Vernetzung nicht soviel Wert wie der 20- bis 30-jährige Opel-Adam-Fahrer. Mercedes hat schon reagiert, hier starten die digitalen Innovationen in der A-Klasse.

Wir haben bislang viel von Entertainment und Infotainment geredet. Sehen Sie auch für die Chancen für Marketing und E-Commerce?

Himmelreich: Auf jeden Fall. Indirekt ergeben sich Potenziale dadurch, dass Daten gesammelt werden. Hier muss allerdings erst noch an einem geeigneten Regulierungsrahmen gearbeitet werden, denn noch ist völlig ungeklärt, unter welchen Umständen welche Daten von wem erhoben und genutzt werden dürfen. Aber wenn ein Dienst, sei es Google oder eine Mercedes-Tochter, weiß, wo ich herumfahre, sind das natürlich wichtige Daten. Das ist dann wie ein Indoor-Tracking im Ladengeschäft oder Einkaufszentrum. Im nächsten Schritt können dann auf Basis der Daten, die man gesammelt hat, beispielsweise Marketing-Botschaften im Head-Up-Display ausgespielt werden. Allerdings muss auch hier die Politik aktiv werden und erst einmal die Sicherheitsaspekte klären.

Unfall dank Sonderrabatt

Allerdings, ich kann mir schon vorstellen, dass man vor Aufregung über einen Sonderrabatt bei H&M im nächsten Straßengraben landet. Es gibt ja auch Studien, die belegen, dass RMS-Radios die Unfallgefahr steigern.

Himmelreich: Damit das nicht passiert, experimentieren die Autohersteller in Wolfsburg, Ingolstadt und anderswo alle schon mit Sprach- und Gestensteuerung, um Steuerung und Kommunikation im Fahrzeug so zu gestalten, dass sie den Fahrer nicht behindern. Das heißt dann auch, dass Sie den H&M-Gutschein vermutlich nicht im Head-Up-Display angezeigt bekommen, sondern dass das Auto mit Ihnen spricht. Beim A8 ist es ja ein offenes Geheimnis, dass das neue Modell erstmals mit Gestensteuerung kommt. Und spätestens mit dem Google-Self-Driving-Car ist dann quasi alles möglich. Aber das wird wohl noch ein wenig dauern.

Wenn ich Online-Händler oder Online-Marketer bin und mir frühzeitig ein gutes Plätzchen im vernetzten Auto sichern will, mit wem spreche ich denn da jetzt?

Himmelreich: Bei den Automobilfirmen anzuklopfen, ist wohl noch zu früh. Am besten aufgehoben ist man bei den drei großen Telekommunikationsunternehmen hier in Deutschland. Die haben alle eine eigene Abteilung für Connected Cars, denn aus Telco-Sicht ist ein Auto ja auch nichts anderes als eine neue SIM-Karte. Dafür gilt es, neue Geschäftsmodelle zu generieren – angefangen von B-to-B-Sicherheitssystemen bis zu Commerce-Anwendungen.

Gibt es schon Händler oder Marketer, die bereits Anwendungen konzipiert haben?

Himmelreich: Autoscout wäre ein Beispiel. Die haben ein Dongle gebaut, das sich Kunden ins Auto stellen können und das dann bestimmte Daten ausliest: Wer fährt wann wo hin und so weiter. Dazu gibt es eine offene Schnittstelle, über die Dritte über ein Revenue-Sharing-Modell die Daten von Autoscout nutzen können. Das haben sich Händler schon angeschaut, inwiefern sie da Apps aufspielen können, die dann die von Autoscout gesammelten Daten nutzen.

Ich schätze, jedem Datenschützer stehen spätestens jetzt die Haare zu Berge.

Himmelreich: Naja, solche Daten gibt es ja ohnehin schon. Jeder Mobilfunkanbieter weiß ganz genau, wann Sie wo waren und theoretisch auch, wie oft Sie zu schnell gefahren sind. Hier brauchen wir einen gesellschaftlichen Konsens, wie wir damit umgehen wollen, und ggfs. einen angepassten Regulierungsrahmen.

Zalando hat ja vor einigen Jahren mit großem Pressegetöse sein Konzept vom Zalando-Car präsentiert. Ist das alles wirklich noch Zukunftsmusik?

Himmelreich: Das kann schneller kommen als man denkt. Vor zehn Jahren war jeder der festen Überzeugung, dass niemand mehr eine neue Automobilfirma gründen kann. Aber seit es Tesla gibt, weiß man, dass auch Startups Autos bauen können und dann auch noch eine neue Schlüsseltechnologie wie in diesem Fall Batterietechnik beherrschen. Wenn jetzt eine Firma wie Zalando oder Amazon in den USA zu Tesla geht und von Elon Musk einen Whilte-Label-Tesla bekommt, den er zum E-Commerce-Auto umbaut, ist das technisch durchaus möglich. Ob der Konsument das dann will, steht auf einem anderen Blatt. Aber, dass man solche Innovationen in den kommenden fünf Jahren sehen wird, ist so gut wie sicher.

Glauben Sie denn überhaupt an ein Potenzial für den Online-Handel oder geht es Verbrauchern im Auto eher um Entertainment?

Himmelreich: Es wäre fatal, wenn Händler und Marketer das Auto nur als weiteren Kanal sehen, der dann entsprechend bespielt wird. Aber der Commerce muss den Konsumenten dahin folgen, wo sie hinschauen. Er ist ihm auf sein Laptop gefolgt und auf sein Smartphone. Das Auto wäre da nur der x-te Screen, wobei der Screen vermutlich eher ein Lautsprecher ist. Im neuen Denglisch ist das Auto einfach ein Touchpoint, den der Kunde nutzt. Und weil das Auto ein Touchpoint ist und Daten generiert, wird es genauso Teil der Customer Journey werden wie in der Vergangenheit das Smartphone oder Tablet. Händler müssen da präsent sein, wenn sie eine unterbrechungsfreie Customer Journey bieten wollen.

Wo sehen Sie denn aktuell den größten Handlungsbedarf?

Himmelreich: Die Politik muss aufwachen. Wir sind zu Recht stolz darauf, dass die deutsche Automobilindustrie weltweit führend ist. An keiner Branche hängen mehr Arbeitsplätze. Deswegen ist es entscheidend, dass wir auch in einer sich wandelnden Automobilbranche die Kontrolle behalten. Wenn die Kontrolle nach Kalifornien geht, gehen auch die Margen nach Kalifornien. Wenn die Margen nach Kalifornien gehen, ist die Automobilproduktion in Deutschland nicht mehr rentabel. Und dieses Damokles-Schwert über unserer Schlüsselindustrie könnte durchaus noch mehr Aufmerksamkeit vertragen. Die Politik muss deutsche Unternehmen schneller unterstützen, Regularien anpassen, Innovationen fördern. Wenn die Kontrolle über die Branche mal irgendwo anders liegt, wird es schwer, sie zurückzuholen.

Sprechen Sie als BVDW denn mit den zuständigen Politikern?

Himmelreich: Wir sprechen permanent mit Politikern, aber im Bereich Connected Cars sind wir noch nicht so weit vorgedrungen wie bei Datenschutz oder Netzpolitik. Wir bemühen uns, aber die technologische Entwicklung ist nachvollziehbarerweise eben schneller als politische Prozesse.

Intelligente Autos, vernetztes Wohnen, Smart Wearables: Wie denken die Deutschen über die digitalen Zukunftstrends – und können sie sich ein Leben ohne Internet überhaupt noch vorstellen?

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Apple plant Produktionsstopp des iPhone 5C

01.12.2014, 9:27

Gerücht

Medienberichten zufolge wird Apple sein Smartphone-Einsteigermodell iPhone 5C ab Mitte 2015 nicht mehr herstellen.

Apple plant Produktionsstopp des iPhone 5C

(Quelle: apple.com)

Das iPhone 5C bietet einen vergleichsweise günstigen Einstieg in die Smartphone-Welt von Apple. Nun kursieren Gerüchte, wonach der kalifornische Elektronikkonzern die Produktion Mitte 2015 einstellen wird.

Damit würde der Hersteller relativ früh aus der Produktion einer Modellgeneration aussteigen – in diesem Fall bereits nach zwei Jahren. Üblicherweise sind die Geräte drei Jahre verfügbar.

Ein Grund könnte sein, dass sich das iPhone 5C von Anfang an nicht besonders gut verkauft hat. Zur Markteinführung bot es – zu relativ hohen Preisen – eher technisch solide Hausmannskost, weshalb die meisten Nutzer gleich zum besser ausgestatteten und hochwertiger aussehenden iPhone 5S griffen, das auch nur 100 Euro teurer war.

Mit der Einführung des iPhone 6 und 6 Plus hatte Apple dann im September auch die Preise für die Vorgängermodelle iPhone 5C und 5S gesenkt, die weiterhin angeboten werden.

Das iPhone 5C ist seitdem nur noch als 8-GB-Version für 399 Euro (vorher 549 Euro) erhältlich. Für das iPhone 5S verlangt Apple jetzt jeweils 100 Euro weniger, nämlich 599 Euro für die 16-GB-Ausführung und 699 Euro für das 32-GB-Modell.

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Smartwatches auf dem Weg zum Massenprodukt

25.11.2014, 8:46

Marktreport

Smartwatches sind auf dem besten Weg zum massentauglichen Produkt; die Hersteller binden immer mehr Features in die Uhren ein und legen zunehmend Wert auf Design.

Smartwatches auf dem Weg zum Massenprodukt

(Quelle: Motorola)

Die Situation scheint aussichtslos: Schwer atmend lehnt der Mann hinter einer Säule in einer staubigen Industriehalle, vor ihm ein massives Eisentor, hinter ihm nähern sich die schwer bewaffneten Schurken.
Während er vorsichtig um die Säule späht, hebt er sein Handgelenk an den Mund und flüstert: „Schnell Kumpel, hol mich hier raus!“ Wenige Sekunden später durchbricht ein schwarzer Pontiac TransAm das Tor, kommt mit quietschenden Reifen an der Säule zum Stehen, der Mann springt in die offene Türe und entkommt um Haaresbreite.

Der Comlink, wie die Uhr des „Knight Rider“ in der Serie heißt, kann in vielerlei Hinsicht als Vorbild für heutige Smartwatches gelten, denn abgesehen von der sprachlichen Kommunikation mit K.I.T.T. kann Michael Knight mit ihr auch Daten vom Rechner seines Wunderautos empfangen oder umgekehrt Infos, wie zum Beispiel Kamerabilder, verschicken.

Wie der Held der Serie seine Uhr – abgesehen von den Sprachkommandos – steuert, bleibt wohl für immer ein Geheimnis, aktuelle Smartwatches setzen bei der Bedienung vor allem auf einen Touchscreen.
Die Bedienkonzepte sind dabei aber höchst unterschiedlich: Während der Hersteller Simvalley, der vor allem über Pearl verkauft, seinen Android-Watches einen Mini-Stylus beilegt, versuchen die übrigen Anbieter den Spagat zwischen ausreichend großem Display und Fingerbedienung.

Doch was auf einem Sechs-Zoll-Phablet ohne Weiteres funktioniert, lässt sich nicht eins zu eins auf ein kleines Uhrenglas mit vielleicht gerade mal 1,6 Zoll übertragen.

Smartwatch-Displays: Nichts für dicke Finger

Apple hat bei der Vorstellung seiner Apple Watch im September ein User Interface demonstriert, das sich deutlich von dem des erfolgreichen iPhone unterscheidet. Wie das allerdings zum Marktstart im kommenden Frühjahr genau aussehen wird, ist noch unklar.

Die auf den Proto­typen bei der Präsentation in Cupertino aufgespielte Software arbeitete mit einer Mischung aus klassischem Touchscreen, Wischgesten sowie einem druckempfindlichen Uhrglas.

Während Apple bei iPhone und iPad absoluter Vorreiter war und quasi eine Gerätegeneration neu definierte, sind die US-Amerikaner bei Smartwatches eher Nachzügler. Sony, Samsung und LG haben bereits die zweite oder gar dritte Generation ihrer Uhren auf den Markt gebracht und konnten aus den anfangs gemachten Fehlern lernen.


Pebble Watch

(Quelle: internetworld)

Auch das über Kickstarter finanzierte Projekt Pebble ist schon seit Anfang 2013 mit seiner Uhr am Start, unterscheidet sich aber in einem wesentlichen Punkt von der Konkurrenz: Während die großen Hersteller alle auf Farbdisplays setzen, die möglichst viele Features darstellen sollen, gibt es bei der Pebble nur ein E-Paper-Display. Dafür haben Träger dieses Gadgets einen wesentlichen Vorteil gegenüber Besitzern anderer Smartwatches – der Akku reicht je nach Benutzung bis zu eine Woche.

Egal ob die neue Samsung Gear S, die Motorola Moto 360 oder die SmartWatch 3 aus dem Hause Sony – alle müssen nach spätestens zwei Tagen wieder an den Strom, bei intensiver Benutzung halten die smarten Begleiter nicht mal einen vollen Arbeitstag durch.

Das Dilemma der Hersteller: Einerseits wünschen die Kunden Smartwatches, die möglichst leicht und flach daherkommen, andererseits lässt sich in die kleinen Gehäuse neben der Hardware nur ein winziger Akku verbauen, der durch das Display sehr schnell leergesaugt wird. Doch nicht nur die Anzeige beansprucht den Energiespeicher, auch die immer leistungsfähigeren Prozessoren benötigen Strom.

Sonys SmartWatch 3 hat gar eine 1,2-Gigahertz-Quadcore-CPU an Bord – vor nicht allzu langer Zeit war so viel Rechenpower selbst bei Smartphones eine echte Ansage.

Eine Frage des Designs

Beim Design haben sich die Hersteller mittlerweile von der Maxime „Form follows function“ verabschiedet, so dass aktuelle Uhren meist hübscher anzusehen sind als ihre Vorgänger. Ein Gerät wie etwa die Moto 360 wäre bis vor kurzem so noch nicht möglich gewesen, weil die Hardware deutlich mehr Platz in Anspruch genommen hätte.


Withings Activité

(Quelle: internetworld)

Smartwatches mit rundem Gehäuse sind dennoch derzeit in der Minderheit, neben der Motorola und der brandneuen LG G Watch R findet man nur noch die Withings Activité, die allerdings als einzige der hier vorgestellten Uhren kein echtes Display besitzt. Stattdessen kann man sich über das berührungsempfindliche Zifferblatt beispielsweise die Weckzeit anzeigen lassen.

Wie die anderen Uhren beherbergt die Activité Sensoren zur Aufzeichnung von Bewegungsdaten oder zur Analyse des Schlafrhythmus. Die Auswertung erfolgt bei allen Uhren in erster Linie über die Smartphone-App, was in Anbetracht der kleinen Displays der Smartwatches auch nicht verwundert.

Ohne Smartphone sind die meisten der kleinen Handgelenkscomputer ohnehin eher nutzlos, denn mangels eigener SIM-Karte kann man mit ihnen weder einen Facebook-Post verschicken noch einen Anruf tätigen. Tim Cook erklärte sogar, dass die für Frühjahr 2015 angekündigte Apple Watch ohne ein iPhone überhaupt nicht funktionieren soll. Neben Simvalley geht bislang nur Samsung mit der Gear S den Weg, einen SIM-Karten­slot zu verbauen – die anderen Uhren sind ohne Smartphone nur teilweise smart.

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Rockstar und Google begraben das Kriegsbeil

24.11.2014, 7:29

Patentklage

Google und das Patent-Konsortium Rockstar, zu dem auch Apple und Microsoft gehören, haben ihren Streit vor einem Gericht in Texas beigelegt.

Rockstar und Google begraben das Kriegsbeil

(Quelle: Fotolia.com/Yuri Arcurs)

Schon seit Jahren tobt in der Mobilfunkbranche ein Patentkrieg, der in regelmäßigen Abständen zu juristischen Auseinandersetzungen zwischen den beteiligten Herstellern führt – auch wenn sich die Situation in den letzten Monaten zunehmend beruhigt hatte.

Nun gibt es ein weiteres Friedensabkommen: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, haben das Patent-Konsortium Rockstar, zu dem unter anderem Apple, Microsoft oder Blackberry zählen, und der Internetriese Google ihre Streitigkeiten vor einem Gericht in Texas beigelegt.

Konkret ging es bei der Klage gegen Google um sieben Rockstar-Patente, welche die Verknüpfung von Suchwörtern mit entsprechend relevanter Werbung ermöglichen. Diese soll Google – nach Ansicht von Rockstar – mit seinem Smartphone-Betriebssystem Android verletzt haben.

Details zu der Einigung wurden nicht bekannt. Es gibt auch keine Angaben, ob Google für die Beilegung des Streits Geld an Rockstar gezahlt hat.

Zum Hintergrund: Das Rockstar-Konsortium hatte sich 2011 rund 6.000 Patente des insolventen kanadischen Netzwerk-Ausrüsters Nortel gesichert. Dafür hatten Apple, Microsoft, Blackberry, Sony und Ericsson gemeinsam rund 4,5 Milliarden Dollar auf den Tisch geblättert. Google hingegen unterlag in der Nortel-Auktion – und stärkte sein Patent-Arsenal später durch den Kauf des Mobilfunk-Pioniers Motorola. 2014 hat der Internetkonzern den Handyhersteller für nur 2,91 Milliarden US-Dollar an Lenovo weiterverkauft, behielt die Patente jedoch für sich.

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Ab jetzt Apps für Apple Watch entwickeln

20.11.2014, 9:04

Smart Wearables

Apple hat Software-Tools bereitgestellt, mit denen Entwickler Anwendungen für die Smartwatch des Konzerns erarbeiten können.

(Quelle: Apple.com)

Natürlich heißt das Softwareset, mit dem ab heute Apps für die Apple Watch entwickelt werden können, nicht einfach Software Developer Kit – es heißt „WatchKit“. Die Anwendungen sollen dazu dienen, interaktive Mitteilungen und Kurzinfos zu übermitteln. Was sich Apple darunter vorstellt: über die Watch das Licht ausschalten, auf dem Flughafen schnell die Check-In-Details zu betrachten oder ihre Route umzuplanen sowie neue Nachrichten anzeigen zu lassen.

Marketing-Chef Philip Schiller fordert die Entwickler auf,“bahnbrechende neue Apps, Kurzinfos und interaktive Mitteilungen für die innovative Benutzeroberfläche der Apple Watch zu gestalten und mit neuen Technologien wie Force Touch, der digitalen Krone und Taptic Engine zu experimentieren.“

American Airlines hat bereits eine Anwendung entwickelt, die über Gatesänderungen und den Beginn des Boardings benachrichtigt sowie während des Flugs Echtzeit-Infos über dessen Verlauf weitergibt.

Wann die Apple Watch in den Verkauf kommt, ist noch unklar – voraussichtlich im Frühjahr 2015. Im Laufe des nächsten Jahres wird es Entwicklern auch möglich sein, vollständig native Apps für die Apple Watch zu erstellen.

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Zalando setzt erstmals auf Augmented Reality

18.11.2014, 13:52

Cross-Channel-Marketing

Das neue Magazin ist da – und damit auch ein neues Feature: Der Online-Modehändler Zalando hat zum ersten Mal Augmented-Reality-Inhalte in seinen Katalog integriert.

(Quelle: Screenshot)

Neben Geschenkideen sowie Inspiration fürs Outfit zu Weihnachten und für Winterurlaubsziele feiert das Special auch Premiere: In das aktuelle Zalando-Magazin sind diesmal verschiedene Anwendungen in Augmented Reality (AR) integriert, die Nutzer über ihr iPhone oder iPad abrufen können.

Insgesamt 15 Seiten des Katalogs enthalten AR-Applikationen und sind mit einem entsprechenden Symbol gekennzeichnet. Sie bieten 360°-Produktansichten, Kampagnen- und auch „Behind the Scenes“-Videos sowie Geschenkideen, die sich als Weihnachtswunsch direkt an Freunde und Verwandte verschicken lassen. Um die Funktion zu starten, können mobile Nutzer in der iOS App von Zalando unter Einstellungen die Option „Magazin Scanner“ auswählen und das Display einfach über die entsprechende Magazinseite halten.

Mit der neuen Funktion will der Modehändler seinen Kunden ein vorweihnachtliches Geschenk machen: „Wir schlagen damit auf eine neue Art die Brücke zwischen dem inspirativen Erlebnis beim Lesen des Magazins und unserem Online-Shop“, erklärt Arne Schepker, Vice President Brand Marketing des Unternehmens. „Wir fördern dank Videos, Musik und 3D-Ansichten die Interaktion mit unseren Kunden und mache unsere Marken und Produkte somit noch besser erlebbar.“

In welchen Bereichen Augmented Reality sonst noch eingesetzt werden kann und wie AR zum Beispiel die Lieferkette in der Logistik revolutionieren könnte, hat der Dienstleister DHL in einer Studie untersucht.

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Apple kooperiert mit UnionPay

17.11.2014, 14:43

Neue Payment-Option

Apple bietet seinen Kunden in China eine weitere Zahlungsoption an. Künftig kann im chinesischen App Store auch mit Kredit- und Debitkarten von UnionPay bezahlt werden.

(Quelle: shutterstock.com/Pioneron)

China ist bereits heute Apples zweitgrößter Markt für App-Downloads. Über die Kooperation mit UnionPay ist es chinesischen Kunden nun möglich, ihre Kredit- oder Debitkarte von UnionPay mit ihrer Apple-ID zu verbinden und auf diese Weise für Einkäufe im App Store zu bezahlen.

China UnionPay wird vom chinesischen Staatsrat und der chinesischen Volksbank akzeptiert und kann so in China Techcrunch zufolge wie ein Monopolist agieren. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen mehr als 4,5 Milliarden Karten herausgegeben.

„Die Möglichkeit, mit UnionPay-Karten Apps zu kaufen und andere Transaktionen durchzuführen, war eines der am häufigsten von unseren Kunden in China gewünschte Feature“, sagt Eddy Cue, Senior Vice President für Internet Software und Services von Apple.

Außerdem könnte die Kooperation auch für Apples mobiles Bezahlsystem Apple Pay eine wichtige Rolle spielen. In den ersten 72 Stunden nach Einführung von Apple Pay haben Kunden bereits eine Million Kreditkarten für das mobile Bezahlsystem freigeschaltet. Und auch der chinesische Internetkonzern Alibaba ist im Bereich Bezahldienste an einer Zusammenarbeit mit Apple interessiert.

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