Facebook zeigt Apple-Nutzern mehr Bilder

15.05.2014, 10:58

Facebook hat seine iOS-App aktualisiert. Zu Aktivitäten passende Bilder sollen Freunde zusammenbringen und ein Offline-Modus erlaubt das Speichern von Beiträgen für späteren Upload.

(Quelle: Shutterstock.com/
Twin Design)

Mit einem neuen Feature will Facebook seine Nutzer dazu anregen, miteinander zu interagieren. In der jetzt aktualisierten iOS-App bringt das soziale Netzwerk sogenannte Cards. Die postkartenähnlichen Bilder klappen sich über dem Nachrichten-Feed auf, wenn ein Nutzer an einem Ort eincheckt oder ein Activity-Update vornimmt. Dabei zeigt die App themenverwandte Inhalte der Facebook-Kontakte an, so Techcrunch.

Das Feature verbindet die jeweiligen Nutzeraktivitäten mit vorherigen relevanten Beiträgen der Kontakte. So zeigt die App beispielsweise nach dem Einchecken in einem Restaurant an, welche Freunde hier bereits gegessen haben. Beim Check-in an einer Sehenswürdigkeit präsentiert die App Fotos von Freunden am selben Ort. Die weitergegebenen Inhalte sind dabei ausschließlich Beiträge, die zuvor veröffentlicht wurden.

Ebenfalls in der neuen Version von Facebook für iOS mit dabei ist die Möglichkeit, offline Beiträge zu verfassen. Mitglieder können nunmehr selbst bei aktiviertem Flug-Modus ein Status-Update schreiben, das ins Netzwerk hochgeladen wird, wenn die Telekommunikationsverbindung wieder hergestellt ist.

Die neue App-Version ist bereits im iTunes-Store erschienen. Bei seinen Apps ist Facebook derzeit im Aufräumwahn: Vergangene Woche hatte das Netzwerk seine Anwendungen Poke und Camera aus dem Verkehr gezogen. Gibt’s bald auch eine Fitness-App von Facebook? Die passende Vorlage dazu hatte sich das Netzwerk Ende April 2014 zugelegt.

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Apple will Beats für drei Milliarden Dollar

09.05.2014, 10:04

Apple soll sich in Abschlussverhandlungen für die Übernahme der Kopfhörerfirma Beats Electronics befinden. Der 3,2 Milliarden US-Dollar Deal wäre der größte in der Geschichte des iPhone-Herstellers.

(Quelle: Beats/Screenshot)

Bereits kommende Woche könnte es so weit sein: Der Elektronikkonzern Apple übernimmt Beats, einen vom Rapper und Musikproduzenten Dr. Dre gegründeten Kopfhörer-Spezialisten. Derzeit befinden sich die beiden Unternehmen in Abschlussverhandlungen, allerdings könnte der Deal über 3,2 Milliarden US-Dollar auch noch scheitern, so die Financial Times. Es wäre die größte Übernahme in der 38-jährigen Firmengeschichte Apples.

Das Objekt der Begierde dürfte den iPhone-Hersteller indes nicht nur wegen der angesagten Kopfhörer mit dem roten “b”, die zu einem Stückpreis von mehreren Hundert Dollars verkauft werden, interessieren. Beats, dessen jahresumsatz auf 1,2 Milliarden US.Dolar geschätzt wird, hat im Januar 2014 den Musik-Streaming-Dienst Beats Music gestartet. Apple, das sich bislang vorwiegend auf seinen digitalen Plattenladen iTunes konzentriert hatte, launchte vor kurzem ebenfalls einen eigenen Streaming-Dienst namens iTunes Radio, bei dem Kunden die Titel oder Alben nicht mehr kaufen müssen.

Nach Information von Brancheninsidern soll bei der geplanten Akquisition auch das gehobene Management von Beats in die Apple-Organisation übergehen und direkt an Apple-Chef Tim Cook berichten. Beats-Chef und Musikmanager Jimmy Iovine würde die Rolle eines “Special Advisor” für Cook einnehmen.

Apple könnte sich kostspielige Übernahmen durchaus leisten, denn das zweite Quartal 2014 lief für Apple gut.

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Kartellklage gegen Google und Apple beigelegt

25.04.2014, 13:13

Beinahe wäre es zum Prozess gegen Google, Apple, Intel und Adobe gekommen. Mitarbeiter haben den Unternehmen illegale Absprachen bei der Personalrekrutierung vorgeworfen.

(Quelle: shutterstock.com/Ken Wolter)

So viel Einigkeit hätten viele Apple und Google vermutlich gar nicht mehr zugetraut: Gemeinsam mit Intel und Adobe sollen die Technologie-Konzerne vereinbart haben, sich gegenseitig keine Mitarbeiter abzuwerben. Die Angestellten selbst waren davon nur wenig begeistert. Mehr als 64.000 Mitarbeiter haben eine Sammelklage gegen den Abwerbestopp eingereicht.

Konkret ging es um illegale Absprachen aus den Jahren 2005 bis 2009. Die Mitarbeiter forderten drei Millionen US-Dollar Schadenersatz, im Falle einer Niederlage hätte sich diese Summe sogar verdreifachen können.

Wie faz.net berichtet, hätte der Prozess bereits im Mai beginnen sollen. Doch nun gab die Anwaltskanzlei Lieff Cabraser Heimann & Bernstein bekannt, dass sich die Unternehmen vor der ersten Anhörung mit den Klägern geeinigt hätten. Zwar nannte die Kanzlei in ihrer Stellungnahme zunächst keine finanziellen Details, Medienberichten zufolge sollen Apple, Google, Intel und Adobe rund 324 Millionen Dollar zahlen.

Die Klage wurde im Mai 2011 eingereicht, nachdem sich die Unternehmen 2010 mit dem US-Justizministerium geeinigt haben, keine Abwerbeabsprachen zu treffen. Im Oktober 2013 wurde sie als Sammelklage zugelassen. Während der Prozessvorbereitungen gelangte auch eine E-Mail-Korrespondenz zwischen Apple Gründer Steve Jobs und dem ehemaligen Google-Chef Eric Schmidt an die Öffentlichkeit. Darin soll sich Jobs bei Schmidt darüber beschwert haben, dass eine Mitarbeiterin von Googles Personalabteilung einen Apple-Mitarbeiter angesprochen hat. Schmidt soll darauf hin versichert haben, dass dies in Zukunft nicht mehr vorkomme und die Mitarbeiterin entlassen werde.

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Mehr Anzeigen über Android als über iOS

25.04.2014, 7:20

Was bei der Verbreitung der Betriebssysteme schon Realität ist, geschieht nun erstmals auch im Bereich Werbung: Auf Android-Geräte werden mehr mobile Anzeigen ausgeliefert als auf jene von Apple.

(Quelle: Shutterstock.com/Twin Design)

Im ersten Quartal 2014 wurden erstmals mehr Anzeigen auf Mobilgeräten mit dem Betriebssystem Android ausgeliefert als auf solchen mit iOS. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Opera. Mehr als jede vierte Werbung, nämlich 42,8 Prozent der Anzeigen, entfiel auf ein Smartphone oder Tablet mit der Google-Software. Apple-Geräte rutschen mit einem Anteil von 38,2 Prozent auf Platz zwei zurück. Auf Symbian-Geräte wurden 5,8 Prozent ausgeliefert, auf solchen mit Blackberrys RIM nur 1,1 Prozent.

Bei den Geräteherstellern, die Android als Betriebssystem nutzen, lag Samsung mit 60 Prozent der Anzeigenimpressionen eindeutig vorne – gefolgt von LG (11,1 Prozent), Motorola (5,7 Prozent), HTC (3,3 Prozent) und ZTE (2,6 Prozent). Bei seiner Untersuchung konnte Opera feststellen, dass der britische mobile Anzeigenmarkt deutlich von der globalen Statistik abwich: In Großbritannien ist iOS nach wie vor der Marktführer und hält einen Marktanteil von 55 Prozent der Anzeigenimpressionen.


Statistik

(Quelle: Operamediaworks.com)

Insgesamt sind die USA nach wie vor der wichtigste mobile Anzeigenmarkt. Über 50 Prozent des weltweiten Ad-Traffics läuft auf dem US-Markt (50,6 Prozent). Der bisher zweitplatzierte Anzeigenmarkt, Europa, wurde im ersten Quartal von Asien (22,9 Prozent) überholt und verzeichnet nunmehr 13,2 Prozent des Anzeigen-Traffics.

Den Apple-Quartalszahlen zufolge ist das iPhone immer noch der wichtigste Umsatzbringer für den Konzern.

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Gute iPhone-Verkäufe stärken Apple

24.04.2014, 9:34

Trotz der Konkurrenz durch Android-Smartphones ist das iPhone der Umsatzbringer bei Apple. Im vergangenen Quartal konnte der Konzern Umsatz und Gewinn steigern und kündigte einen Aktienrückkauf an.

(Quelle: Apple.com)

Im zweiten Quartal im Geschäftsjahr 2014, welches am 29. März 2014 endete, erzielte Apple einen Umsatz von 45,6 Milliarden US-Dollar, ein Plus von knapp fünf Prozent zum Vorjahresquartal. Der Nettogewinn stieg um sieben Prozent auf 10,2 Milliarden US-Dollar. Die Bruttogewinnspanne lag bei 39,3 Prozent, verglichen mit 37,5 Prozent im Vorjahresquartal. Der Nicht-US-Anteil am Umsatz betrug 66 Prozent.

“Wir sind sehr stolz auf unsere Quartalsergebnisse, speziell auf die starken iPhone-Verkäufe und einen Rekordumsatz aus Services,” sagt CEO Tim Cook. “Wir freuen uns sehr darauf mehr neue Produkte und Services vorzustellen, die nur Apple auf den Markt bringen kann.” Welche das sind, bleibt – wie üblich – ein Geheimnis.

Zusammen mit den Quartalszahlen kündigte Apple einen Aktiensplit im Verhältnis Sieben zu Eins an. Die Dividende wird angehoben und der Aktienrückkauf von rund 60 auf 90 Milliarden US-Dollar ausgeweitet.

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Kostenloser Handy-Diebstahlschutz für alle

17.04.2014, 9:37

Apple, Google und Samsung unterstützen eine Initiative, die der Hehlerei mit geklauten Smartphones ein Ende bereiten soll. Ziel ist es, eine Anti-Diebstahl-App auf allen Smartphones zu installieren.

(Quelle: babimu – Fotolia.com)

Der Handel mit gestohlenen Smartphones stellt ein großes Problem dar. Vor diesem Hintergrund hat der US-Wirtschaftsverband CTIA – The Wireless Association – nun beschlossen, einen kostenlosen Diebstahlschutz für alle Smartphones einzuführen.

Der sogenannte Kill-Switch soll auf allen ab Mitte 2015 ausgelieferten Geräten vorinstalliert werden. Zudem wird die App zeitgleich zum kostenlosen Download bereitgestellt. Viele Branchengrößen – Handy-Hersteller, Netzbetreiber, Entwickler von Betriebsssystemen – haben sich der Initiative verpflichtet. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen wie Apple, Google, T-Mobile, Samsung, Motorola oder Microsoft.

Kill-Switch löscht private Daten

Konkret soll der Kill-Switch dem Nutzer ermöglichen, im Falle eines Diebstahls alle wichtigen Daten wie E-Mails, Kontakte oder Fotos aus der Ferne zu löschen. Ferner lassen sich alle Funktionen, mit Ausnahme des Notrufs, abschalten – eine erneute Aktivierung ohne die Erlaubnis des Besitzers ist dann unmöglich. Der ursprüngliche Zustand vor dem Verlust des Gerätes soll mit Hilfe von Cloud-Diensten rekonstruiert werden können.

Derzeit ist die Einführung des Diebstahlschutzes nur in den Vereinigten Staaten geplant. Ob dieser auch nach Deutschland kommt, ist derzeit noch unklar. Hierzulande können sich Nutzer derzeit nur mit individuellen Apps schützen, die in der Regel von bekannten Security-Spezialisten wie AVG angeboten werden.

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Recycling-Programm für iPhones in Deutschland

07.04.2014, 13:18

Apple startet das bereits in anderen Ländern sowie online nutzbare “Wiederverwendungs- und Recycling-Programm” für iPhones nun auch in seinen 13 deutschen Stores.

(Quelle: shutterstock.com/Twin Design)

Wer sein altes iPhone nicht in der Schublade vergammeln lassen oder bei eBay verkaufen möchte, erhält nun von Apple selbst eine Alternative zur weiteren Verwendung. Das bereits in den USA, Frankreich, Großbritannien und Kanada sowie online realisierte “Wiederverwendungs- und Recycling-Programm” für iPhones gibt es jetzt auch in den 13 eigenen Stores des Herstellers in Deutschland.

Dorthin können Kunden ihr altes iPhone bringen, es wird dann sofort begutachtet, ob es noch wiederverwendbar ist oder entsorgt werden muss. Falls es noch nutzbar ist, ermittelt Apple den Wert, der dem Kunden auf den gleichzeitigen Kauf eines neuen iPhones angerechnet wird. Der übliche Service wie das Übertragen von Nutzerdaten und das Einrichten gleich im Shop wird dabei auch geleistet.

Hat das Gerät keinen Restwert mehr, kann es der Kunde im Apple-Store lassen, in diesem Fall wird es durch ein lokales Recycling-Unternehmen kostenlos entsorgt. Der gesamte Prozess erfüllt laut Apple die neuesten WEEE-Richtlinien der EU beim umweltverträglichen Entsorgen von Elektronik-Altgeräten.

Zudem macht Apple auch sein iPhone 5c billiger. Mit einer preiswerteren Version will das Unternehmen den Verkauf des Smartphones ankurbeln, das bislang allenfalls auf verhaltenes Interesse stieß.

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Apple investiert in Spracherkennung

04.04.2014, 9:21

Siri soll besser werden: Dazu hat Apple bereits im vergangenen Jahr unbemerkt den Hersteller von Spracherkennungs-Software Novauris übernommen.

(Quelle: Shutterstock.com/antoshkaforever)

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat sich Apple bereits im vergangenen Jahr ein Unternehmen zugelegt, das sich auf die Entwicklung von Spracherkennungs-Software spezialisiert. Das vor zwölf Jahren gegründete Unternehmen Novauris hat in der Vergangenheit eigene Entwicklungen im Bereich Spracherkennung auf den Markt gebracht, aber auch mit anderen Firmen wie Panasonic zusammengearbeitet.

Eine offizielle Stellungnahme zur Akquisition fehlt, Apple hat jedoch mit dem Standardsatz gegenüber Techcrunch den Kauf quasi bestätigt: “Apple kauft gelegenlich kleinere Unternehmen, aber wir diskutieren grundsätzlich nicht unsere Ziele und Pläne.” Sinnvoll ist die Übernahme von Novauris auf jeden Fall, denn mit seinem Sprachassistenten Siri, der auf Apples Mobilgeräten vorinstalliert ist, hat das Tech-Unternehmen einen eigenen Spracherkennungsdienst am Start. An diesem sollen die Novauris-Entwickler bereits seit vergagenem Herbst mitarbeiten.

Apple hatte sich Siri bereits 2010 zugelegt. Die Einführung des Spracherkennungsassistent hatte die Konkurrenz dazu angeregt, sich ebenfalls mit Voice Recognition auseinanderzusetzen. Google baute sich bereits 2012 eine eigene Siri für Android. Für seine gerade erst vorgestellte Set-Top-Box setzt Amazon ebenfalls auf Spracherkennung.

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Apple öffnet iAd für alle

02.04.2014, 15:17

Apple lässt alle an die iAd Workbench: Die mobile Werbeplattform steht jetzt allen offen, die eine über eine Apple-ID verfügen.

(Quelle: Apple.com)

Nicht mehr nur Developer, sondern alle Werbungtreibenden können jetzt auf die iAd Workbench zugreifen, ein Tool zum Erstellen und Managen von Anzeigen, die innerhalb von Apples App-Netzwerk augeliefert werden. Mit der Workbench können die Werbekunden ihre Kampagnen kreieren, die Auslieferung einstellen und die Kosten festlegen. Die Anzeigen gehen 24 bis 48 Stunden später online, berichtet Techcrunch. Voraussetzung ist lediglich eine Apple-ID.

Für App-Entwickler konzipiert endeten die Anzeigen bisher mit einer Download-Aufforderung. Nun können am Schluss der Werbung auch Kurzvideos eingebunden werden, die Nutzer auf Webseiten weiterleiten oder iTunes-Inhalte anpreisen.

Darüber hinaus hat Apple das Abrechnungsmodell erweitert. Anzeigen werden nicht mehr nur per Klick abgerechnet, sondern auch auf Tausend-Kontakt-Preis. Mit diesen Änderungen will Apple seinen Werbekundenkreis erweitern.

Die mobile Werbeplattform iAd war vor vier Jahren an den Start gegangen. Anfang 2011 eröffnete Apple iAd auch in Deutschland.

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Apple soll iTunes für Android planen

25.03.2014, 14:03

Angeblich denkt Apple daran, seinen Download-Store iTunes auch Usern von Android-Geräten zugänglich zu machen. Gerüchten zufolge will der Konzern außerdem einen eigenen Streaming-Musikdienst starten.

Apple-Gründer Steve Jobs pflegte bis zu seinem Tod einen tiefen Groll gegenüber dem Google-Betriebssystem Android, das er stets als dreistes Plagiat von iOS verteufelte. Die Konsequenz: Apple-eigene Dienste waren Android-Nutzern in der Regel nicht zugänglich. Bislang.
Denn einem Bericht des Internetportals billboard.com zufolge, denkt der aktuelle Apple-Chef Tim Cook nun darüber nach, mit dem rigorosen Anti-Google-Kurs seines Vorgängers zu brechen. Konkret könnte der Download-Store iTunes in Zukunft auch Besitzern von Android-Geräten zugänglich gemacht werden. Es wäre das erste Mal, dass Apple eine App für das Betriebssystem des Erzrivalen veröffentlicht. Google ist da deutlich schmerzfreier: Eigene Apps wie “Play Music” oder “Play Movies & TV” sind schon seit längerer Zeit auch für iOS zu haben.
Ein solcher Kurswechsel von Apple wäre indes reinem Pragmatismus geschuldet – und nicht etwa einer vorsichtigen Annäherung beider Unternehmen. Denn dem Bericht zufolge würde Apple damit vor allem auf schrumpfende Umsätze in seinem iTunes-Store reagieren. Zwar verdienen die Kalifornier mit der Plattform immer noch Milliarden US-Dollar. Doch gerade die Downloads im Musik-Bereich sollen zuletzt rückläufig gewesen sein.
Da erscheint es verlockend, den Nutzerkreis zu erweitern – und eine spezielle iTunes-App für Android zu entwickeln. Immerhin laufen mittlerweile rund 80 Prozent aller Smartphones mit dem Google-Betriebssystem.
Doch eine solche Strategie birgt auch Risiken: Denn viele iPhone-Nutzer wechseln bislang nur deshalb nicht zur Android-Konkurrenz, weil sie jahrelang Musik, Filme und Bücher bei iTunes gekauft haben – und nach einem Umstieg befürchten, alle Inhalte zu verlieren oder erst umständlich konvertieren zu müssen. Werden die Pläne tatsächlich von Apple umgesetzt, würde diese Wechselhürde mit einem Schlag wegfallen.
Konkurrenz für “Spotify”

Gleichzeitig will Apple mit einem zweiten Projekt auf die schrumpfenden Musik-Umsätze reagieren – und einen eigenen Streaming-Dienst entwickeln, der weit über den bereits angebotenen Service iTunes Radio hinausgehen soll. Laut billboard.com befindet sich Apple dazu bereits mit namhaften Musik-Produzenten in Verhandlungen.
Ein solcher Streaming-Dienst würde wohl direkt gegen Konkurrenzangebote wie “Spotify” positioniert werden, die sich mit ihren attraktiven Flatrate-Tarifen immer größerer Beliebtheit bei den Nutzern erfreuen. Denn: Nicht zuletzt sind genau diese Dienste dafür verantwortlich, dass die digitalen Einkäufe einzelner Songs oder Alben zurückgehen.
Dass der Musikmarkt derzeit alles andere als einfach ist, musste auch Twitter feststellen. Dieser Tage verkündete der Kurznachrichtendienst, seine Musik-App zum 18. April 2014 einstellen zu wollen. Und stattdessen nach neuen Wegen zu suchen, um musikalische Inhalte veröffentlichen zu können.

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