Apple investiert in Spracherkennung

04.04.2014, 9:21

Siri soll besser werden: Dazu hat Apple bereits im vergangenen Jahr unbemerkt den Hersteller von Spracherkennungs-Software Novauris übernommen.

(Quelle: Shutterstock.com/antoshkaforever)

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat sich Apple bereits im vergangenen Jahr ein Unternehmen zugelegt, das sich auf die Entwicklung von Spracherkennungs-Software spezialisiert. Das vor zwölf Jahren gegründete Unternehmen Novauris hat in der Vergangenheit eigene Entwicklungen im Bereich Spracherkennung auf den Markt gebracht, aber auch mit anderen Firmen wie Panasonic zusammengearbeitet.

Eine offizielle Stellungnahme zur Akquisition fehlt, Apple hat jedoch mit dem Standardsatz gegenüber Techcrunch den Kauf quasi bestätigt: “Apple kauft gelegenlich kleinere Unternehmen, aber wir diskutieren grundsätzlich nicht unsere Ziele und Pläne.” Sinnvoll ist die Übernahme von Novauris auf jeden Fall, denn mit seinem Sprachassistenten Siri, der auf Apples Mobilgeräten vorinstalliert ist, hat das Tech-Unternehmen einen eigenen Spracherkennungsdienst am Start. An diesem sollen die Novauris-Entwickler bereits seit vergagenem Herbst mitarbeiten.

Apple hatte sich Siri bereits 2010 zugelegt. Die Einführung des Spracherkennungsassistent hatte die Konkurrenz dazu angeregt, sich ebenfalls mit Voice Recognition auseinanderzusetzen. Google baute sich bereits 2012 eine eigene Siri für Android. Für seine gerade erst vorgestellte Set-Top-Box setzt Amazon ebenfalls auf Spracherkennung.

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Apple öffnet iAd für alle

02.04.2014, 15:17

Apple lässt alle an die iAd Workbench: Die mobile Werbeplattform steht jetzt allen offen, die eine über eine Apple-ID verfügen.

(Quelle: Apple.com)

Nicht mehr nur Developer, sondern alle Werbungtreibenden können jetzt auf die iAd Workbench zugreifen, ein Tool zum Erstellen und Managen von Anzeigen, die innerhalb von Apples App-Netzwerk augeliefert werden. Mit der Workbench können die Werbekunden ihre Kampagnen kreieren, die Auslieferung einstellen und die Kosten festlegen. Die Anzeigen gehen 24 bis 48 Stunden später online, berichtet Techcrunch. Voraussetzung ist lediglich eine Apple-ID.

Für App-Entwickler konzipiert endeten die Anzeigen bisher mit einer Download-Aufforderung. Nun können am Schluss der Werbung auch Kurzvideos eingebunden werden, die Nutzer auf Webseiten weiterleiten oder iTunes-Inhalte anpreisen.

Darüber hinaus hat Apple das Abrechnungsmodell erweitert. Anzeigen werden nicht mehr nur per Klick abgerechnet, sondern auch auf Tausend-Kontakt-Preis. Mit diesen Änderungen will Apple seinen Werbekundenkreis erweitern.

Die mobile Werbeplattform iAd war vor vier Jahren an den Start gegangen. Anfang 2011 eröffnete Apple iAd auch in Deutschland.

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Apple soll iTunes für Android planen

25.03.2014, 14:03

Angeblich denkt Apple daran, seinen Download-Store iTunes auch Usern von Android-Geräten zugänglich zu machen. Gerüchten zufolge will der Konzern außerdem einen eigenen Streaming-Musikdienst starten.

Apple-Gründer Steve Jobs pflegte bis zu seinem Tod einen tiefen Groll gegenüber dem Google-Betriebssystem Android, das er stets als dreistes Plagiat von iOS verteufelte. Die Konsequenz: Apple-eigene Dienste waren Android-Nutzern in der Regel nicht zugänglich. Bislang.
Denn einem Bericht des Internetportals billboard.com zufolge, denkt der aktuelle Apple-Chef Tim Cook nun darüber nach, mit dem rigorosen Anti-Google-Kurs seines Vorgängers zu brechen. Konkret könnte der Download-Store iTunes in Zukunft auch Besitzern von Android-Geräten zugänglich gemacht werden. Es wäre das erste Mal, dass Apple eine App für das Betriebssystem des Erzrivalen veröffentlicht. Google ist da deutlich schmerzfreier: Eigene Apps wie “Play Music” oder “Play Movies & TV” sind schon seit längerer Zeit auch für iOS zu haben.
Ein solcher Kurswechsel von Apple wäre indes reinem Pragmatismus geschuldet – und nicht etwa einer vorsichtigen Annäherung beider Unternehmen. Denn dem Bericht zufolge würde Apple damit vor allem auf schrumpfende Umsätze in seinem iTunes-Store reagieren. Zwar verdienen die Kalifornier mit der Plattform immer noch Milliarden US-Dollar. Doch gerade die Downloads im Musik-Bereich sollen zuletzt rückläufig gewesen sein.
Da erscheint es verlockend, den Nutzerkreis zu erweitern – und eine spezielle iTunes-App für Android zu entwickeln. Immerhin laufen mittlerweile rund 80 Prozent aller Smartphones mit dem Google-Betriebssystem.
Doch eine solche Strategie birgt auch Risiken: Denn viele iPhone-Nutzer wechseln bislang nur deshalb nicht zur Android-Konkurrenz, weil sie jahrelang Musik, Filme und Bücher bei iTunes gekauft haben – und nach einem Umstieg befürchten, alle Inhalte zu verlieren oder erst umständlich konvertieren zu müssen. Werden die Pläne tatsächlich von Apple umgesetzt, würde diese Wechselhürde mit einem Schlag wegfallen.
Konkurrenz für “Spotify”

Gleichzeitig will Apple mit einem zweiten Projekt auf die schrumpfenden Musik-Umsätze reagieren – und einen eigenen Streaming-Dienst entwickeln, der weit über den bereits angebotenen Service iTunes Radio hinausgehen soll. Laut billboard.com befindet sich Apple dazu bereits mit namhaften Musik-Produzenten in Verhandlungen.
Ein solcher Streaming-Dienst würde wohl direkt gegen Konkurrenzangebote wie “Spotify” positioniert werden, die sich mit ihren attraktiven Flatrate-Tarifen immer größerer Beliebtheit bei den Nutzern erfreuen. Denn: Nicht zuletzt sind genau diese Dienste dafür verantwortlich, dass die digitalen Einkäufe einzelner Songs oder Alben zurückgehen.
Dass der Musikmarkt derzeit alles andere als einfach ist, musste auch Twitter feststellen. Dieser Tage verkündete der Kurznachrichtendienst, seine Musik-App zum 18. April 2014 einstellen zu wollen. Und stattdessen nach neuen Wegen zu suchen, um musikalische Inhalte veröffentlichen zu können.

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Apple macht iPhone 5c billiger

19.03.2014, 8:47

Mit einer preiswerteren Version will Apple den Verkauf des iPhone 5c ankurbeln, das bislang allenfalls auf verhaltenes Interesse stieß. Zudem wird das iPad 2 durchs “iPad mit Retina Display” ersetzt.

Dem iPhone 5c eilt mittlerweile der Ruf eines Ladenhüters voraus. Schon seit längerer Zeit kursieren Gerüchte, wonach Apple mit hohen Lagerbeständen zu kämpfen hat – demnach sollen sich inzwischen mehr als drei Millionen Geräte angesammelt haben.

Nun reagiert Apple – und will mit einer preiswerteren 8-GB-Version den Verkauf des iPhone 5c ankurbeln. Konkret bietet das Unternehmen das Smartphone mit 8 GB Speicher für 549 Euro an. Die 16-GB-Variante schlägt weiterhin mit 599 Euro zu Buche. Die 32-GB-Version kostet unverändert 699 Euro.

Ursprünglich wollte Apple mit dem iPhone 5c im bislang vernachlässigten Einsteigersegment punkten. Doch den überraschend hohen Gerätepreis wollten viele User nicht bezahlen – immerhin gibt es für etwas mehr Geld bereits das aktuelle Spitzenmodell iPhone 5s.

Unterdessen hat Apple auch sein Tablet-Portfolio angepasst: Das bisherige Einsteigermodell iPad 2 wird durch das “iPad mit Retina Display” – auch besser bekannt unter dem Namen iPad 4 – in zwei Varianten mit jeweils 16 GB Speicher ersetzt: Als reine WLAN-Version kostet es 379 Euro, mit zusätzlichem Mobilfunk-Modem beträgt der Preis 499 Euro. Der Hersteller bietet damit alle seine 9,7-Zoll-iPads nun mit dem hochauflösenden Retina-Display an. Neben dem schärferen Display besitzt das neue Einsteiger-iPad im Vergleich zum iPad 2 unter anderem eine bessere Kamera sowie einen leistungsstärkeren Prozessor.

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Schweizer Verstärkung für Apples iWatch

13.03.2014, 15:03

Apple treibt die Entwicklung seiner Smartwatch iWatch voran – und will nun offenbar, in der Schweiz Komponenten zukaufen und Fachkräfte gewinnen.

(Quelle: Fotolia.com/WoGi)

Obwohl Apple entsprechende Gerüchte nie offiziell bestätigt hat, gilt es als so gut wie sicher: Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der iPhone-Hersteller eine eigene Smartwatch auf den Markt bringt.

Letzte Zweifel an der “iWatch” werden nun wohl durch neue Meldungen aus dem Weg geräumt, wonach der kalifornische Elektronikkonzern bereits in Verhandlungen mit verschiedenen Schweizer Uhrenexperten steht. Das bestätigt Jean-Claude Biver, Präsident der Luxusuhrenmarke Hublot, gegenüber dem Wirtschaftsportal handelszeitung.ch.

Demnach zeige Apple besonders großes Interesse an hochwertigen Komponenten wie etwa Uhrengehäusen. Biver berichtet konkret von zwei Lieferanten, von denen er wisse, dass sie von Apple kontaktiert worden seien. Namen nannte er allerdings nicht.

Doch anscheinend will Apple mehr als nur Komponenten zukaufen. Darüber hinaus versucht das Unternehmen wohl auch, gezielt Schweizer Uhrenexperten für die eigene Entwicklung abzuwerben. Auch bei Hublot: “Apple hat bei uns direkt versucht zu rekrutieren”, behauptet Biver. Mitarbeiter von ihm seien per Mail angeschrieben worden.

In der Branche glaubt man indes, dass Apple versucht, der iWatch den Stempel “Swiss Made” aufzudrücken – immerhin gilt die Alpenrepublik weltweit als führend bei der Herstellung hochwertiger Uhren. Bei Biver scheint dem Bericht zufolge die Bereitschaft für eine Zusammenarbeit allerdings eher begrenzt. Man sei nicht interessiert, wird der Managerzitiert.

Der Grund: Die eigenen Uhren seien für ihre Langlebigkeit über Jahrzehnte bekannt, während die Produkte von Apple bereits nach wenigen Jahren obsolet werden.

Apple soll außerdem an einer neuen App mit dem Namen “Healthbook” basteln, die zentrale Gesundheitsdaten erfasst. Die iWatch spielt eine wichtige Rolle bei dem Vorstoß in den den Gesundheitssektor.


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Apple bringt Update iOS 7.1 heraus

11.03.2014, 14:19

Ab sofort können Apple-Nutzer die neue iOS-Version 7.1 herunterladen. Das Update des Betriebssystems bietet einige Neuerungen, unter anderem eine Fahrzeuganbindung via CarPlay.

(Quelle: Fotolia.com/semisatch)

Der kalifornische Elektronikkonzern Apple stellt ab sofort die aktuelle Version 7.1 seines mobilen Betriebssystems iOS zum Download bereit. Das Update lässt sich auf alle iPod-Touch-, iPhone- und iPad-Modelle herunterladen, auf denen man bereits iOS 7 installieren konnte.

Die iOS-Version 7.1 bietet einige interessante Neuerungen, wobei vor allem die Fahrzeuganbindung via CarPlay auf das Interesse vieler Nutzer stoßen dürfte. Diese macht es möglich, die Benutzeroberfläche des iPhones auf den Konsolen-Monitoren kompatibler Fahrzeuge darzustellen. Durch die Menüs navigiert wird dann mithilfe der im Auto eingebauten Steuerungsmöglichkeiten – als zentrales Bedienelement soll aber vor allem der Apple-Sprachassistent Siri zum Einsatz kommen.

So unterstützt Siri den Fahrer beispielsweise beim Zugriff auf die Kontaktliste, bei Telefonanrufen oder beim Abhören von Sprachnachrichten, die der Assistent auf Wunsch auch selbst vorliest. Gleiches gilt bei Routenplanung und Navigation – sowie beim Hören von Musik.

CarPlay funktioniert allerdings nur mit iPhones, die über einen Lightning-Anschluss verfügen. Zudem müssen die Fahrzeuge eine entsprechende Schnittstelle vorweisen. Inzwischen haben bereits viele renommierte Automobilhersteller entsprechende Modelle angekündigt.

Neue Siri-Funktionen

Ferner bringt iOS 7.1 neue Funktionen für den Sprachassistenten Siri: Dieser kann nun auch manuell gesteuert werden, indem man während des Sprechens die Home-Taste gedrückt hält. Zudem soll Siri in einigen Sprachen nun noch natürlicher klingen, Deutsch ist allerdings (noch) nicht dabei.

Weitere Verbesserungen betreffen den Kalender, in den sich nun auch automatisch viele landesspezifische Feiertage einbinden lassen. Weiterhin hat Apple einige Fehler ausgemerzt, die Systemstabilität verbessert und den Touch-ID-Sensor des iPhone 5S optimiert – zuvor hatten Nutzer darüber geklagt, dass der eigene Fingerabdruck nach einer gewissen Zeit nicht mehr zuverlässig erkannt wurde.

Eine Fettschrift für die virtuelle Tastatur sowie Einstellungsmöglichkeiten zur Reduzierung von Animationsgeschwindigkeiten und App-Farben runden die Liste neuer Features ab. Das Update kann sowohl “over the air” als auch via iTunes eingespielt werden. Aufgrund der Größe empfiehlt sich eine WLAN-Verbindung.

Während Apple Neuerungen auf den Markt bringt, erweist sich das Smartphone-Modell iPhone 5c weiterhin als Ladenhüter. Der Hersteller scheint immer noch mit hohen Lagerbeständen zu kämpfen, mehr als drei Millionen Geräte sollen sich inzwischen angesammelt haben. Auch deshalb muss sich Apple trotz neuer Rekorde bei den iPhone-Absatzzahlen im vierten Quartal 2013 Kritik von den Analysten anhören – sie hätten mehr erwartet.

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Apples iPhone 5c findet wenig Käufer

07.03.2014, 15:48

Das iPhone 5c wird seinen Ruf als Ladenhüter nicht los. Apple scheint immer noch mit hohen Lagerbeständen zu kämpfen, mehr als drei Millionen Geräte sollen sich inzwischen angesammelt haben.

(Quelle: Apple)

Noch im Januar meldete Apple für das erste Quartal seines Geschäftsjahres 2014, welches am 28. Dezember 2013 endete, Rekordverkäufe beim iPhone. Das Unternehmen hatte 51 Millionen Smartphones verkauft – ein Plus von sieben Prozent und ein bisher unerreichter Rekord in einem Quartal. Das neue iPhone 5c scheint allerdings nicht viel zu diesem Erfolg beigetragen zu haben. Wie das Portal digitimes.com berichtet, hat Apple offenbar große Schwierigkeiten, das Gerät unter die Leute zu bringen.

Aktuell sollen sich rund drei Millionen Exemplare des Smartphones in den Lagern angesammelt haben. Gut zwei Millionen davon liegen beim Auftragshersteller Pegatron, der Rest bei Händlern und Providern. Die Lagerbestände resultieren aus einer zu geringen Nachfrage, die den zu hohen Preisen für das Gerät geschuldet sein dürfte. Das iPhone 5c und das iPhone 5s wurden zusammen im September vergangenen Jahres vorgestellt. Bei dem iPhone 5c handelte es sich um eine Variante, mit der Apple erstmals im bislang vernachlässigten Einsteigersegment punkten wollte. Der überraschend hohe Gerätepreis von 599 Euro kam bei den Nutzern allerdings nicht gut an.

Denn bei den hohen Anschaffungskosten für das Gerät griffen viele Kunden lieber gleich zum aktuellen Spitzenmodell, dem iPhone 5s. Es ist zwar 100 Euro teurer, dafür aber edler in der Optik und mit einer deutlich besseren technischen Ausstattung. iPhone 5s statt 5c – das dürfte auch der weitere Trend bleiben, falls Apple die aktuelle Preise nicht deutlich herunterschraubt. Vermutet wird, dass der Konzern künftig seine Smartphone-Strategie dem Konsumverhalten anpasst und sich auf größere Display fokussiert. Apple selbst hat die Gerüchte bislang nicht kommentiert.

Bereits im Oktober 2013 gab es die ersten Spekulationen über Absatzprobleme beim iPhone 5c. Damals stand der Vorwurf im Raum, Apple hätte sich mit dem Gerät möglicherweise mit zu hohen Preisen verspekuliert. Indizien dafür waren unter anderem die fallende Preise: Bereits wenige Woche nach Verkaufsstart waren – allerdings mit Netzsperre versehene – 5c-Modelle bei eBay bereits rund 100 Euro unter dem offiziellen Verkaufspreis im Angebot. Die Vorgängergenerationen hatten bisher zu Beginn höhere Preise erzielt und sind über Monate hinweg kaum billiger geworden. Auch die üblichen Wartezeiten bis zur Lieferung im Apple-Store gab es nicht: In Deutschland war das iPhone 5c innerhalb von 24 Stunden lieferbar, während man auf das teurere 5s zwei bis drei Wochen warten musste.

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Patt zwischen Apple und Samsung

07.03.2014, 14:43

Samsung und Apple zanken sich schon seit Jahren wegen angeblicher Patentrechtsverletzungen. Jetzt hat ein kalifornisches Gericht ein neues Urteil gefällt.

(Quelle: Fotolia.com/Thorben_Wengert)

Im seit Jahren andauernden Patentkrieg zwischen Apple und Samsung gibt es neue Entwicklungen: Ein Gericht im kalifornischen San José hat nun verfügt, dass Samsung wegen der Verletzung von Apple-Patenten seinem Rivalen Schadensersatz in Höhe von 930 Millionen US-Dollar bezahlen muss.

Einem früheren Urteil zufolge hätte der koreanische Elektronikkonzern sogar über eine Milliarde US-Dollar überweisen sollen, die Strafe war anschließend aber mehrfach abgeändert worden. Nun hat Richterin Lucy Koh die finale Summe festgelegt.

Was sich wie ein Sieg für Apple anfühlt, ist allerdings nur eine Seite der Medaille. Denn im Gegenzug hat Koh einen Antrag von Apple abgelehnt, der ein Verkaufsverbot von 23 älteren Samsung-Produkten gefordert hatte. Dabei ging es insbesondere um Funktionen wie das Vergrößern von Bildern per Fingerstreich. Apple habe laut dem Urteil nicht nachweisen können, dass diese – wegen Patentrechtsverletzungen – beanstandeten Funktionen die Kaufentscheidung der Kunden entscheidend beeinflusst hätten.

Obwohl die betroffenen Samsung-Geräte größtenteils nicht mehr verkauft werden, ist das Urteil dennoch wichtig für die Koreaner: Denn Apple wollte mit der Klage eigenen Angaben zufolge vor allem verhindern, dass Samsung neuere Apple-Modelle nachahmt.

Die Entscheidung von Koh betrifft den ersten Prozess von Apple gegen Samsung, der an ihrem Gericht verhandelt wurde. Ein zweiter wird im März verhandelt, nachdem von Koh angeordnete Einigungsgespräche unter Beteiligung der CEOs beider Konzerne offenbar zu keiner Einigung geführt haben.

Auch zwischen Microsoft und Vringo gab es einen Patentstreit. Der Verwerter geistigen Eigentums hatte dem Software-Hersteller vorgeworfen, gegen zwei Patente aus dem Bereich Suchmaschinen-Technologie zu verstoßen. Microsoft zahlte Vringo daraufhin einen Schadensersatz in Höhe von einer Million US-Dollar.

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Android schlägt iOS

04.03.2014, 8:11

Im vergangenen Jahr wurden erstmals mehr Tablets mit dem Google-Betriebssystem Android verkauft als solche mit iOS. Dennoch dominiert Apple weiterhin als Hersteller den Markt.

(Quelle: Fotolia.com/Brian_Jackson)

Der Boom auf dem Tablet-Markt geht weiter: Aktuellen Zahlen von Gartner zufolge wurden im Jahr 2013 weltweit 195,4 Millionen Geräte verkauft – das sind 68 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Wie die Analysten betonten, waren für das rasante Wachstum insbesondere kompakte Android-Modelle im Einsteigersegment verantwortlich, die besonders stark nachgefragt wurden. Dies sei auch der Grund, warum der Marktanteil vom Google-Betriebssystem im Tablet-Markt erstmals höher lag als der von Apples iOS.

Konkret wanderten im Jahr 2013 knapp 121 Millionen Tablets mit Android-Betriebssystem über die Verkaufstresen, das entspricht einem Marktanteil von 61,9 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 waren es noch 53,3 Millionen (45,8 Prozent Marktanteil).

Auch die iPad-Verkäufe legten zu: von 61,5 auf 70,4 Millionen. Dennoch sank der Marktanteil von Apples iOS angesichts des stark wachsenden Gesamtmarktes von 52,8 auf 36 Prozent.

Bescheiden fällt hingegen nach wie vor die Bilanz für Microsoft aus – auch wenn die Richtung stimmt: Nur rund 4 Millionen Käufer entschieden sich für ein Tablet mit einem Betriebssystem des Software-Konzerns, im vergangenen Jahr waren es mit 1,2 Millionen allerdings noch deutlich weniger. Entsprechend stieg der Marktanteil von 1 auf 2,1 Prozent. Andere Betriebssysteme spielen keine nennenswerte Rolle.

Apple bleibt die Nummer 1

Obwohl iOS im Kampf der Betriebssysteme Android den Vortritt überlassen musste, ist Apple nach wie vor der wichtigste Hersteller im Tablet-Segment. Mit einem Marktanteil von 36 Prozent und 70,4 Millionen verkauften iPads gibt der kalifornische Elektronikhersteller hier weiter den Ton an – auch wenn der Marktanteil im Vergleich zum Vorjahr (52,8 Prozent) deutlich zurückging.

Mit klarem Abstand rangiert Samsung mit 37,4 Millionen verkauften Geräten auf dem zweiten Platz. Allerdings konnten die Koreaner ihren Marktanteil von 7,4 auf 19,1 Prozent deutlich in die Höhe schrauben. Auf den weiteren Plätzen folgen Asus, Amazon und Lenovo (siehe Übersicht).

Für das Jahr 2014 rechnet Gartner damit, dass verstärkt Hybrid-Modelle in den Fokus der Käufer geraten könnten. Viele Nutzer hätten keine Lust mehr, sich mit mehreren Geräten auseinanderzusetzen, so die Einschätzung der Analysten. Bereits im vergangenen Jahr sei diese Produktgruppe diejenige mit den höchsten Wachstumszahlen gewesen.

Die Mehrheit der Webshop-Betreiber geht davon aus, dass der mobile Einkauf das klassische Online-Shopping ablösen wird. Studie der E-Commerce-Messe Internet World hervor. Um sich darauf vorzubereiten, wollen sie vor allem Sicherheitslücken schließen.

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Apple macht das Auto fit fürs iPhone

03.03.2014, 13:12

Mit seiner neuen Lösung CarPlay will Apple die Integration des iPhone in das Automobil vorantreiben. Als Partner mit an Bord sind fast alle namhaften Autobauer – von BMW bis Toyota.


CarPlay

(Quelle: Apple)

Im Auto mit nur einem Wort oder einer Berührung Telefonanrufe tätigen, Karten nutzen, Musik hören oder auf Nachrichten zugreifen – das verspricht Apple mit CarPlay.

Die Lösung, die der Konzern unter dem Namen “iOS in the Car” bereits vor einem halben Jahr auf seiner Entwicklerkonferenz “Worldwide Developers Conference” vorgestellt hatte, steht nun in den Startlöchern – und soll sukzessive in verschiedene Fahrzeugtypen bekannter Automobilhersteller integriert werden.

Bereits diese Woche werden den Angaben zufolge Ferrari, Mercedes-Benz und Volvo erste Beispiele zeigen – andere Autobauer wie BMW, Ford, General Motors, Honda, Hyundai, Jaguar Land Rover, Kia Motors, Mitsubishi, Nissan, Peugeot Citroen, Subaru, Suzuki und Toyota wollen schon bald nachziehen.

Mit Hilfe von CarPlay wird die Benutzeroberfläche des iPhones samt Apps auf den Monitoren in den Mittelkonsolen der Fahrzeuge dargestellt. Möglich ist die Menü-Navigation durch die im Auto eingebauten Steuerungsmöglichkeiten – als zentrales Bedienelement soll aber vor allem der Apple-Sprachassistent Siri zum Einsatz kommen.

So unterstützt Siri den Fahrer beispielsweise beim Zugriff auf die Kontaktliste, bei Telefonanrufen oder beim Abhören von Sprachnachrichten, die der Assistent auf Wunsch auch selbst vorliest. Gleiches gilt bei Routenplanung und Navigation – sowie beim Hören von Musik. So können beispielsweise die gewünschten Songs durch kurzen Befehl an Siri direkt über die Autolautsprecher abgespielt werden. Unterstützt werden auch alternative Musik-Apps wie Spotify und iHeartRadio.

CarPlay steht als Update von iOS 7 zur Verfügung und funktioniert mit allen iPhone-Modellen mit Lightning-Schnittstelle. Welchen Aufpreis die Autohersteller den Kunden für CarPlay-Schnittstelle in Rechnung stellen werden, ist noch nicht bekannt. Zudem bleibt abzuwarten, wie zuverlässigSiri tatsächlich arbeitet – gerade bei höheren Geschwindigkeiten und entsprechend starker Geräuschkulisse im Innenraum.

Apple ist indes nicht der einzige Branchenriese, der mit Macht auf die Straße drängt. Auch Konkurrenten wie Microsoft oder Google intensivieren ihre Aktivitäten im Bereich “Connected Car”.


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