Apple-Event noch im Oktober

09.10.2013, 14:55

Noch sind die Einladungen nicht verschickt, aber aus gut unterrichteten Kreisen ist bereits durchgesickert, dass Apple ein Firmenevent am 22. Oktober 2013 halten will. Das Hauptaugenmerk soll bei der Präsentation kurz vor der Weihnachtssaison auf der iPad-Linie liegen, bei der es einige Updates geben soll. Aber auch Mac Pro und OS X Mavericks sollen laut AllthingsD bei dem Branchenevent vorgestellt werden. Wo genau die Firmenveranstaltung abgehalten werden wird, ist noch nicht klar.

Insider wollen bereits jetzt wissen, dass das iPad der fünften Generation noch ein Stückchen dünner, noch ein bisschen leichter daherkommen soll als die bisherigen Ausgaben des Apple-Flachrechners. Das erst vergangenes Jahr herausgekommene iPad-Mini könnte in der Neuversion ein Retina-Display erhalten.

Im August 2013 war bereits spekuliert worden, dass Apple noch in diesem Jahr die fünfte Generation seines iPads vorstellen wolle. Mit seinen neuen iPhones 5C und 5S ist Apple bereits vor einem Monat herausgekommen – damit soll es wohl unter dem Tannenbaum bunt werden.

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Apple legt sich Cue zu

04.10.2013, 15:03

Dank der Allgegenwart von Minicomputern sind Organizer-Apps der letzte Schrei. Mit Siri hat Apple bereits eine “Sekretärin” in seinem Programm, doch jetzt hat sich der Hardware-Konzern die App Cue gekauft, mit der Apple dem Dienst Google Now etwas entgegensetzen könnte.

Apple hält sich mit einer Bestätigung noch zurück, soll aber jetzt die Organizer-App Cue aufgekauft haben, wie Techcrunch aus gut unterrichteten Kreisen erfahren hat. Der Kaufpreis soll laut Brancheninsidern zwischen 40 und 60 Millionen US-Dollar betragen. Während Cue als Unternehmen weiterhin bestehen soll, wurde die gleichnamige App schon vom Netz genommen. Premium-User erhalten ihre restliche Abo-Summe zurückerstattet.

Bei Cue handelt es sich um einen ähnlichen Dienst wie ihn Google Now anbietet: Cue bündelte Inhalte aus sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter sowie Gmail und Dropbox, sodass Nutzer auf Eingabe eines Stichworts alle dazu vorhandenen Informationen aus Netzwerken und Mail-Programm abrufen konnten. Für iOS hatte Cue eine Organisationsanwendung entwickelt, die Flug- oder Restaurantbuchungen automatisch in einem täglichen Terminkalender zusammenstellte.

Zuletzt hatte sich Apple vor allem Unternehmen für die Kartierung zugelegt, im Juli 2013 zum Beispiel HopSpot und Locationary. Zuvor hatte der US-Konzern den Indoor-GPS-Entwickler WifiSlam übernommen.

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Apple erobert Platz eins, Google folgt auf zwei

30.09.2013, 12:35

Nach sage und schreibe 13 Jahren an der Spitze der “Best Global Brands”, die die US-Beratungsfirma Interbrand jährlich erstellt, muss Coca-Cola seine Spitzenposition abgeben. Damit steht zum ersten Mal in der Geschichte des Rankings eine andere Marke ganz vorne: Apple. Und auch der zweite Platz geht in diesem Jahr an einen IT-Konzern, und zwar an den Suchmaschinengiganten Google.

Es ist das Ende einer Ära: Erstmals in der Geschichte des Ranking "Best Global Brands", in dem das US-Beratungsunternehmen Interbrand die wertvollsten Marken weltweit auflistet, erobert Apple den Spitzenplatz. Und damit steht zum ersten Mal seit der Einführung der Rangliste vor 13 Jahren nicht mehr Coca-Cola ganz vorne. Der Softdrinkhersteller wurde sogar von zwei Marken überholt – beide aus der IT-Branche. Denn schärfster Verfolger Apples ist der Suchgigant Google.

Für Coca-Cola mag der Verlust der Spitzenposition bitter sein, überraschender ist aber wohl eher, dass Apple – und auch Google – erst jetzt vorbeiziehen. Schließlich haben sich die beiden Technologiekonzerne in den vergangenen Jahren zunehmend breiter aufgestellt und immer mehr Branchensegmente in Angriff genommen. So hat zum Beispiel Apple, das von Beginn an im Ranking vertreten war und im Jahr 2000 noch einen Markenwert von 6,6 Milliarden US-Dollar besaß, seinen Wert beinahe um den Faktor 15 gesteigert – auf nun 98,32 Milliarden US-Dollar.

"Hin und wieder kommt es vor, dass es ein Unternehmen schafft, unser Leben zu verändern – nicht nur mit seinen Produkten, sondern auch mit seiner Haltung und seinem Auftreten", kommentiert Jez Frampton, Interbrands Global Chief Executive Officer. "Genau deshalb hat es Apple geschafft." Interbrand errechnete für Apple ein Plus von 28 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr.

Hinter dem iPhone- und iPad-Hersteller, der 2011 noch auf Rang acht gelistet war, im vergangenen Jahr aber bereits dicht an Coca-Cola dran war, verbesserte sich Google auf den zweiten Platz. Der kalifornische Internet-Konzern aus Mountain View steigerte seinen Markenwert laut Interbrand um 34 Prozent auf nun 93,29 Milliarden Dollar. Da half es Coca-Cola nichts, dass der Getränkekonzern ebenfalls Zuwächse erzielen konnte. Diese fielen mit plus zwei Prozent allerdings auch sehr gering aus im Vergleich zu den beiden Konkurrenten. Und auch den dritten Platz könnte Coca-Cola (79,21 Milliarden Dollar) bald los sein: Dahinter lauert schon ein weiteres IT-Schwergewicht namens IBM (78,81 Milliarden Dollar).

Der Internet-Sektor boomt, aber nicht bei allen

Insgesamt betrug der Zuwachs beim Wert aller Top-100-Marken 1,5 Billionen US-Dollar im Vergleich zu 2012, das entspricht einem Plus von 8,4 Prozent. Wesentlich dazu beigetragen haben die Technologiekonzerne, die das Ranking mit einem gemeinsamen Markenwert von 443,15 Milliarden Dollar dominieren. Allein in den Top Ten der "Best Global Brands" tauchen sieben Unternehmen aus diesem Segment auf (siehe Grafik), vier Technologiemarken gehören außerdem zu den fünf erfolgreichsten Aufsteigern.

Großer Gewinner ist hier Facebook: Das Social Network steigerte seinen Markenwert um 43 Prozent und belegt im zweiten Jahr seiner Zugehörigkeit zum Ranking den 52. Platz. Das zweithöchste Wachstum verzeichnete Google, dahinter folgen die italienische Luxusmarke Prada (30 Prozent) sowie die IT-Konzerne Apple und Amazon (27 Prozent), das es mittlerweile knapp unter die Top 20 geschafft hat und mit 23,62 Milliarden US-Dollar auf Rang 19 liegt.

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Samsung-Spots übertrumpfen Apple-Videos

30.09.2013, 9:23

Erfolg im Social Video Advertising hängt von einzelnen Clips ab und lässt sich nicht automatisch über eine Marke hinweg wiederholen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Unruly, die die Shares von Video-Werbung der Unterhaltungselektronik untersucht. Im Smartphone-Bereich zeigt sich demnach, dass die Social-Video-Strategie von Apple nicht aufgeht.

(Foto: Fotolia.de/Matthias Enter)

Die Unterhaltungsbranche ist im Social Web vertreten, das ist klar. Ihre Videos werden aber hauptsächlich im Zusammenhang mit Produkteinführungen geteilt. Ein Sharing-Erfolg lässt sich nicht eindeutig über mehrere Produktgruppen oder die Marke hinweg festmachen. Das sind Ergebnisse aus der aktuellen Studie von Unruly, Plattform für Social Video Marketing. Das Augenmerk lag insbesondere auf den Clips von Smartphone-, Tablet- und Browser-Anbietern. Untersucht wurde, wie viele Shares diese jeweils auf sich vereinen können.

Apple-Spots hinken hinterher

Überraschendes zeigt vor allem die Analyse der Performance der Clips von Smartphone-Herstellern. Demnach geht die Social-Video-Strategie von Apple nicht auf: Die Werbespots für das Samsung Galaxy S 4 beispielsweise wurden insgesamt achtmal so oft geteilt wie die Clips zum Apple iPhone 5 (2.959.372 Shares zu 396.424 Shares).

Das Neueste scheint außerdem nicht zwangsläufig das Beste zu sein. Der "iPhone 4s"-Spot konnte weitaus mehr Shares (ein Share pro 10 Views) auf sich ziehen als der Spot für das iPhone 5 (ein Share pro 56 Views).

Grundsätzlich dominieren Video Spots von Samsung den Smartphone-Markt. Sie können mehr als die Hälfte der Aufmerksamkeit in Form von Shares anziehen. Diese Dominanz lässt sich laut Unruly unter anderem auf die hohe Anzahl der veröffentlichten Videos zurückzuführen. bei der Quote sieht es allerdings etwas anders aus: Im Durchschnitt erreichten Samsung Ads nach 35 Views ein Share (1:35), im Vergleich dazu waren Blackberry (1:11), Apple (1:23), Nokia (1:26) und Sony (1:34) besser. Innerhalb der gesamten Shares im Smartphone-Markt belegt Nokia nach Samsung mit 17,4 Prozent den zweiten Platz vor Apple mit nur 9,4 Prozent.

Tablets und Web Browser

Neben Smartphones analysiert der Report auch die Performance der Spots von Tablets und Web Browsern. Einige der Ergebnisse:

  • Surface erobert die Spitze. Die Verkaufszahlen sagen zwar etwas anderes, aber: Die beiden meistgeteilten Tablet Ads aller Zeiten stammen von Microsofts Surface. Nach den beiden auf Rang drei folgt Samsungs Galaxy Note 10.1.
  • Kampf der Browser: Google Chrome konnte fast 70 Prozent der gesamten Shares insgesamt erreichen, ohne eine zeitliche Begrenzung. Allerdings haben die Video Ads des Microsoft Internet Explorers Google die Stellung innerhalb der letzten 12 Monate streitig gemacht, indem sie in diesem Zeitraum 88,6 Prozent der Shares allein auf sich vereinen konnten.

Schlusslicht Unterhaltungselektronik

Insgesamt hängt der Sektor Unterhaltungselektronik hinter anderen zurück, wenn es um Social Videos geht. Werbung für Video-Spiele, Smartphones, Web-Browser und Tablets konnten nur 8,9 Prozent aller Shares auf sich vereinen. (Basierend auf der Analyse der 100 meistgeteilten Video Ads überhaupt in dem jeweiligen Segment.) Andere Branchen sind zum Teil weitaus aktiver im Social Web unterwegs, Konsumgüter etwa konnten 29,4 Prozent, der Einzelhandel 19,7 Prozent und die Automobilindustrie 10,1 Prozent der Shares im Social Web erzielen.

"Diese Zahlen zum Sharing sind mehr als nur oberflächliche Vergleichsspielchen" erklärt Martin Dräger, Geschäftsführer Unruly Deutschland. "Videos, die gerne und viel geteilt werden, können die Reichweite für eine Marke drastisch erhöhen, Empfehlungen unter sogenannten Peer Groups fördern, nachhaltige Markenwahrnehmung bewirken und letztendlich zum Kauf führen." 

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Automatischer Download von iOS 7 verärgert Nutzer

27.09.2013, 11:15

Auch wenn die meisten Nutzer wohl das Upgrade auf Apples neuestes mobiles Betriebssystem iOS 7 durchführen wollen, so gibt es auch Nutzer, die dies nicht wollen. Sie sind verärgert darüber, dass das Update automatisch heruntergeladen wird und damit Platz auf ihren Geräten einnimmt.

Man kann das Update zwar auch nicht durchführen, der Download geschieht allerdings in jedem Fall und verbraucht damit rund 1 Gigabyte Speicherplatz. Auf einem iPhone mit geringem Speicherplatz ist dies natürlich besonders ärgerlich. Entsprechend verärgert sind einige Nutzer auf twitter, die mit Hashtags wie #crap oder #dontwantit ihrem Frust Luft machen.

Der Anteil dieser Personen scheint im Vergleich zu den „Updatewilligen“ allerdings relativ gering zu sein. Apple selbst teilte am Montag mit, dass bereits 200 Millionen iOS-Geräte auf iOS 7 aktualisiert worden seien. Andere Analysten sehen die Verbreitung schon auf mehr als 50 oder gar 60 Prozent der über 600 Millionen iOS-Geräte.


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Nutzerzahlen für Apples iTunes Radio

24.09.2013, 13:06

Nach den ersten stolzen Verkaufszahlen fürs neue iPhone geht die Angeberei bei Apple weiter: Auch für den kostenlosen Musik-Streaming-Dienst iTunes Radio liegen aktuelle Nutzerzahlen vor. In der ersten Woche nach dem Launch hat der Konzern bereits elf Millionen Zuhörer gezählt.

(Foto: Screenshot)

Am Mittwoch vergangener Woche ging zusammen mit der neuen iOS Version 7 auch Apples iTunes Radio an den Start. Erste Zahlen dazu gibt es jetzt: Apple zufolge konnte der kostenlose Musik-Streaming-Dienst in der ersten Woche nach dem Launch bereits elf Millionen Zuhörer (Unique Listener) verzeichnen. Aktuell ist das Angebot zwar nur für US-amerikanische Nutzer freigeschalten, der Radius soll aber in den nächsten Wochen vergrößert werden.

Apple hatte seinen Radiodienst auf der Entwicklerkonferenz WWDC im Juni 2013 erstmals offiziell vorgestellt. Erste Gerüchte, dass der Konzern Musikdiensten wie Pandora Konkurrenz machen möchte, gab es jedoch schon im Jahr 2012. iTunes Radio bietet Nutzern Zugriff auf rund 200 Sender sowie den Musikkatalog aus dem iTunes Store. Im August dieses Jahres gab der Konzern dann auch die Namen von ersten Werbepartnern bekannt. Unter den bekannten Marken, die schon zum Start Anzeigen schalten, sind McDonald’s, Nissan, Pepsi und Proctor & Gamble.

Neben dem Streaming-Dienst scheint auch die neuen iPhones 5S und 5 C gut bei den Nutzern anzukommen: Drei Tage nach dem Verkaufsstart hat Apple bereits neun Millionen neue Geräte verkauft.

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Apple nennt Verkaufszahlen für das neue iPhone

24.09.2013, 7:31

Drei Tage nach dem Verkaufsstart hat Apple bereits neun Millionen neue iPhones verkauft. Vor allem das iPhone 5S steht in der Gunst der Käufer ganz weit oben.

Die Nachfrage nach den neuen iPhone-Modellen ist – trotz einiger kritischer Stimmen nach der Präsentation vor knapp zwei Wochen – abermals enorm. Seit dem Vermarktungsstart am 20. September 2013 wurden über neun Millionen Geräte verkauft. Bislang sind das iPhone 5C und das iPhone 5S in den USA, Australien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Hong Kong, Japan, Kanada, Puerto Rico und Singapur erhältlich.

Zahlen, die auch Druck von Konzernchef Tim Cook nehmen, dem zuletzt mangelnde Innovationskraft vorgeworfen worden war. "Das ist unser bisher bester iPhone-Verkaufsstart – mehr als neun Millionen iPhones – ein neuer Rekord für den Verkauf am ersten Wochenende", freute sich der Manager. Allerdings ließ Apple offen, wie sich die Verkäufe im Einzelnen auf das "günstigere" iPhone 5C sowie das neue Spitzenmodell iPhone 5S aufteilen. Zudem muss berücksichtigt werden, dass der Konzern in der Vergangenheit immer nur ein iPhone-Modell neu in den Markt eingeführt hatte – und niemals zwei Modelle gleichzeitig, wie in diesem Jahr geschehen.

Allem Anschein nach ist vor allem der Run auf das iPhone 5S besonders groß: So habe laut Apple die Nachfrage nach diesem Modell die ursprüngliche Liefermenge übertroffen – die zahlreichen Online-Bestellungen könnten daher auch erst in den nächsten Wochen ausgeliefert werden.

Tatsächlich ist das Flaggschiff, zumindest in Deutschland, sowohl im Apple Store als auch bei den Netzbetreibern Telekom, Vodafone und O2 derzeit kaum verfügbar. So können die Wartezeiten – abhängig von der gewünschten Farbe und der Speicherkapazität – je nach Anbieter aktuell bis zu zwei Monate betragen. Bereits am ersten Verkaufstag hatten sich lange Schlangen vor den Apple Stores gebildet. Kaum Lieferschwierigkeiten gibt es hingegen beim "Plastik"-iPhone 5C.

Die Liefersituation beim iPhone 5S ist damit ähnlich wie bei der Markteinführung früherer iPhone-Modelle: Auch in den vergangenen Jahren meldete Apple oftmals nach nur wenigen Tagen ausverkaufte Warenlager – und vertröstete potenzielle Käufer, die gleich mehrere Wochen zusätzliche Wartezeit in Kauf nehmen mussten. Böse Zungen behaupten indes, dass Apple diese Warenknappheit aus taktischen Gründen zumindest teilweise künstlich herbeiführt, um sich dadurch medienwirksam in Szene setzen zu können.

Das erste Malheur gab es allerdings auch schon: Hackern des Chaos Computer Clubs (CCC) gelungen, die Touch ID des iPhone 5S zu umgehen. Dafür genügte ein Fingerabdruck, den sie von einer Glasoberfläche abfotografierten.

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Chaos Computer Club hackt Apples Touch ID

23.09.2013, 12:08

Nur drei Tage nach dem offiziellen Verkaufsstart von Apples iPhone 5S ist es Hackern des Chaos Computer Clubs (CCC) gelungen, die Touch ID des Geräts zu umgehen. Dafür genügte den Hackern ein Fingerabdruck, den sie von einer Glasoberfläche abfotografierten

Eines der Highlight am neuen iPhone 5S sollte die Touch ID sein, ein Scanner, mit dem Nutzer ihren Fingerabdruck auf dem Gerät speichern und damit später das iPhone entsperren können. Drei Tage nach dem Erscheinen des neuen Apple-Spielzeugs steht fest: Satz mit x - war wohl nix: Denn dem Biometrie-Teams des Chaos Computer Clubs (CCC) ist es gelungen, die biometrischen Sicherheitsfunktionen des Apple Touch ID zu umgehen.

Offenbar genügte den Hackern dazu ein Fingerabdruck, den sie von einer Glasoberfläche abfotografierten. Das Foto wurde am Computer bereinigt, invertiert und per Laserdrucker auf eine Transparenzfolie gedruckt. Auf das Druckbild wurde hautfarbene Latexmilch alternativ auch weißer Holzleim aufgetragen. Durch die Drucklinien erzeugten die Hacker ein Fingerabdruckbild. Nach dem Trocknen wurde der gefälschte Finger abgenommen, leicht angefeuchtet und als "Kunstfinger" zum Entsperren eines iPhone 5S verwendet, das mit Touch ID geschützt war.

Apple pries den Fingerabdrucksensor im Vorfeld als sicher an – zumindest im Vergleich zu bisherigen Sensoren. "Tatsächlich hat der Sensor von Apple nur eine höhere Auflösung im Vergleich zu bisherigen Sensoren. Wir mussten nur die Granularität unseres Kunstfingers ein wenig erhöhen", betont der Hacker "starbug". "Seit Jahren warnen wir immer wieder vor der Verwendung von Fingerabdrücken zur Zugriffssicherung. Fingerabdrücke hinterlassen wir überall, und es ist ein Kinderspiel, gefälschte Finger daraus zu erstellen", mahnt er.

Auch Datenschützer hatten im Vorfeld bereits vor einer Nutzung des Touch ID bei Apples iPhone 5S gewarnt. Vor allem der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar äußerte sich kritisch und betonte: "Fingerabdrücke sollte man nicht für alltägliche Authentifizierungsverfahren abgeben, insbesondere wenn sie in einer Datei gespeichert werden".

Der Club rät iPhone-Nutzern, keine sensiblen Daten mit ihrem Fingerabdruck zu sichern. "Wir hoffen, dass dies die restlichen Illusionen ausräumt, die Menschen bezüglich biometrischer Sicherheitssysteme haben. Es ist einfach eine dumme Idee, etwas als alltägliches Sicherheitstoken zu verwenden, was man täglich an schier unendlich vielen Orten hinterlässt", erklärt Frank Rieger, Sprecher des CCC. "Biometrie ist geeignet, um Menschen zu überwachen und zu kontrollieren, nicht um alltägliche Geräte vor dem Zugriff zu sichern." 

Und so funktioniert das Freischalten mit nachgemachten Fingerabdrücken: "hacking iphone 5S touchID":

 

Die Frage, ob der Absatz so reißend war oder ob Apple bewusst zu niedrige Stückzahlen ausgeliefert hat, bleibt erst einmal unbeantwortet. Fakt ist jedenfalls: Vergangenen Freitag begann der Verkauf des neuen iPhones – und schon gegen Mittag war das iPhone 5S ausverkauft. Wie es aussieht, wenn eine 150 Meter lange Menschenschlange auf ein 124 Millimeter großes Smartphone wartet, sehen Sie in unserer Bildergalerie "Anstehen fürs Apple iPhone".

First Look: iPhone 5s | Video der Woche

23.09.2013, 9:50

Alle reden von Apple und mit dem neuen iPhone-Modell hat der Hype sogar noch mal zugenommen. Doch wie sehr kennen sich Apple-Anhänger eigentlich mit den unterschiedlichen Produkten aus? US-Talkmaster Jimmy Kimmel hat den Test gemacht und Passanten auf dem Hollywood Boulevard das iPad mini als “das neue iPhone 5s” vorgestellt. Schaut selbst, ob jemand den Schwindel gemerkt hat ;)

Hättet ihr den Unterschied erkannt?

Der Verkaufsstart des iPhones

20.09.2013, 13:14

Ist der Absatz so reißend – oder hat Apple bewusst zu wenige niedrige Stückzahlen ausgeliefert, um eine künstliche Knappheit zu erzielen? Wer online bestimmte Varianten des iPhone 5S bestellt, bekommt das Smartphone erst im Oktober 2013 geliefert. Und auch in den stationären Geschäften ist die neue Version schon Mangelware.

Vor dem Apple Store in der Münchner Fußgängerzone haben die Fans nicht grundlos schon im Morgengrauen gewartet: Gegen Mittag waren das iPhone 5S bereits ausverkauft, vom günstigeren iPhone 5C gab es noch einen kleinen Vorrat, aber – so der Mitarbeiter am Telefon – "ob es noch eins gibt, wenn Sie hier eintreffen, kann ich nicht garantieren." Auch im deutschen Online-Shop des IT-Konzerns haben einige Varianten bereits Lieferzeit bis Oktober 2013. Die Telekom hat für ihre Kunden bereits eine Seite zum Lieferstatus eingerichtet.

Das iPhone 5C ist das erste Modell, mit dem Apple seinen bisherigen Premium-Anspruch aufweicht. Es soll auch diejenigen Kunden zu den Kaliforniern locken, die sich bislang gescheut haben, das ganz große Geld für ein Smartphone in die Hand zu nehmen. Die günstige Variante unterscheidet sich vom Edel-Gerät iPhone 5S nicht nur durch die inneren Werte, sondern vor allem durch die Optik: Das iPhone 5C wird es in fünf verschiedenen Farben geben – Grün, Weiß, Blau, Rot und Gelb. Der Rahmen ist aus Stahl, umschlossen von einer rundum eingefärbten Hülle aus gehärtetem Kunststoff. "Plastic Perfected" heißt auch der zugehörige Werbespot.

Mit dem iPhone 5S bleibt Apple der Tradition treu, ein bereits vorhandenes Modell technisch komplett zu überarbeiten – ohne Design und Größe grundlegend zu verändern. So unterscheidet sich auch das neue iPhone 5S, das in den Farben Gold, Silber und Spacegrau auf den Markt kommen wird, nicht spürbar vom iPhone 5 – auch wenn es deutlich edler daherkommt als das Vorgängermodell. Technisch gesehen hat das Gerät eine – längst überfällige – Generalüberholung spendiert bekommen.

So arbeitet das iPhone 5S als erstes Smartphone überhaupt mit einem A7-Prozessor mit 64-Bit-Architektur, der Akku soll eine Sprechzeit von bis zu 10 Stunden sowie eine Standby-Zeit von bis zu 250 Stunden stemmen. Verbessert hat Apple eigenen Angaben zufolge auch die Kamera: Der Bildsensor ist um 15 Prozent größer als der des iPhone 5, die dadurch erreichte höhere Lichtstärke soll für eine bessere Bildqualität sorgen.

Eine echte Neuerung ist Touch ID: Dabei handelt es sich um einen Fingerabdruck-Scanner, der in den Home Button integriert wurde. Apple versichert, dass die Authentifizierungsdaten nur im iPhone selbst gespeichert werden. Datenschützer raten aber von der Benutzung ab, da man biometrische Daten nicht so einfach wieder löschen könne. Ist die Touch ID also eine praktische Innovation oder nur ein weiterer Schritt zum gläsernen Verbraucher?

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