Salesforce eröffnet deutsches Rechenzentrum

03.07.2015, 14:58

Salesforce World Tour

Salesforce wird im August ein Rechenzentrum in Deutschland eröffnen. Zudem ist die Analytics Cloud ab 15. Juli 2015 auf Deutsch verfügbar und die Marketing Cloud wurde weiterentwickelt.

In der Mitte: Salesforce CEO Marc Benioff

Die Ankündigung, dass T-Systems der Provider des deutschen Rechenzentrums von Salesforce wird, erfolgte bereits im Juni 2014. Nun hat der kalifornische CRM-Anbieter bei der Salesforce World Tour in München mitgeteilt, dass das Rechenzentrum in Deutschland im August 2015 eröffnet wird. Es ist das zweite Salesforce-Rechenzentrum in Europa, das erste befindet sich seit 2014 in Großbritannien.

Neu ist auch, dass die Analytics Cloud ab Mitte Juli auf Deutsch verfügbar ist. Die Analytics Cloud ist eine von sechs Produktsparten des Software-as-a-Service-Anbieters. Die anderen fünf sind die Sales Cloud, die Service Cloud und die Marketing Cloud für die Verwaltung von Kundendaten, die Community Cloud für die Kommunikation im Unternehmen oder mit Kunden sowie die Salesforce1 Platform für Entwickler.

Mit der Salesforce Analytics Cloud auf Basis der „Wave“-Plattform, die erst im Oktober 2014 in den USA gestartet ist, können Unternehmen Daten aus beliebigen Quellen zusammenführen, mobile Analytics-Applikationen entwickeln und die Daten auswerten. Mitarbeiter können mit jedem Endgerät darauf zugreifen, verspricht der Cloud-Software-Anbieter. Wave bereitet Daten in Form interaktiver Dashboards und Charts auf. Da Wave nativ in die Salesforce1-Plattform integriert ist, können Anwender auch externe Quellen wie Partner-Apps nutzen, um neue, individuelle Dashboards zu entwickeln.

Weiterentwicklung der Marketing Cloud

Mitte Juni 2015 hatte Salesforce eine neue Generation der Marketing Cloud vorgestellt. Mit diesem Instrument können Werbungtreibende ihre Kundenansprache über die Kanäle E-Mail, Social, Mobile (SMS und Push-Nachrichten) und Display planen. Dazu verwenden sie ein Tool namens „Journey Builder“, das die Logik festlegt, wann und wie Kunden werblich angesprochen werden sollen. Dieser Journey Builder wurde verbessert. Marketer können nun ereignisgesteuerte Trigger, zum Beispiel ein neues Mitglied im Kundenbindungsprogramm oder das Herunterladen einer App, so weit automatisieren, dass der Kunde eine Nachricht auf jedem beliebigen Kanal erhält. Der Marketer entscheidet, wie lange die Wartezeit zwischen den einzelnen Kontakten sein soll.

Teil der Marketing Cloud ist „Active Audiences“, ein Targeting-Tool für Display-Werbung in Facebook und Twitter. Zudem kooperiert Salesforce künftig mit den US-Werbetechnologieanbietern Liveramp, Liveintent, Neustar und Viant. Liveramp, eine Tochter des Datendienstleisters Acxiom, und Neustar reichern Daten an. Liveintent ist ein Werbenetzwerk und Viant ist die Muttergesellschaft von Vindico, Specific Media und Myspace.

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CeBIT setzt erneut auf das Thema Digitalisierung

02.07.2015, 14:29

Schweiz als Partnerland

Wie bereits 2015 wird die Digitalisierung der Wirtschaft auch im kommenden Jahr wieder eines der Kernthemen der CeBIT sein. Das offizielle Partnerland der Messe ist diesmal die Schweiz.

CeBIT setzt erneut auf das Thema Digitalisierung

(Quelle: Shutterstock/Kotkoa)

Auch im kommenden Jahr wird die Digitalisierung der Wirtschaft eines der Topthemen der CeBIT sein. Wie am Mittwoch außerdem bekanntgegeben wurde, wird die Schweiz 2016 das offizielle Partnerland der CeBIT sein. 2015 war es China.

„Es gibt kaum ein Land, das sich so intensiv dem Thema Digitalisierung verschrieben hat – die Schweiz ist daher prädestiniert, das Partnerland der kommenden CeBIT zu werden“, sagt Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG. Laut Messe AG sehen 80 Prozent der Schweizer Unternehmen die Digitale Transformation als Chance für das eigene Geschäft. In anderen Ländern seien es nur 64 Prozent. „Die Schweizer Unternehmen und Institutionen werden mit ihrem exzellenten Knowhow und hoch innovativen Lösungen der internationalen CeBIT-Branche und ihren Anwenderindustrien starke Impulse verleihen“, hofft Frese.

Schweizer Berge: Nach Ansicht der Messe AG ist die Schweiz ein Musterland der Digitalisierung

(Quelle: Shutterstock/Fedor_Selivanov)

Ein Analyst der Deutschen Bank stand der Digitalisierung dagegen vor kurzem deutlich kritischer gegenüber. Für viele Arbeiter würde sie eine „trostlose Zukunft“ bedeuten. Auch Cisco rechnet mit durchaus ernsten Folgen durch die Digitalisierung. Bis zu 40 Prozent aller Unternehmen werde sie zurückwerfen oder gar verdrängen.

Ein Lächeln hat schon immer viel bewirken können – ein Verfahren zum Bezahlen per Lächeln hatte Alibaba-Chef Jack Ma auf der CeBiT 2015 präsentiert.

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Amazon bringt Cloud-Geschäft nach Indien

30.06.2015, 13:21

Amazon Web Services

Der Online-Händler Amazon dehnt seine Cloud-Computing-Plattform Amazon Web Services auf Indien aus und erschließt damit einen neuen Markt.

Amazon expandiert nach Indien

(Quelle: Shutterstock.com/Gil C)

Neuer Standort, neue Aufträge: Amazon plant für sein Cloud-Computing-Geschäft Amazon Web Services (AWS) ein neues Infrastruktur-Zentrum in Indien. Die Eröffnung des Zentrums ist für 2016 geplant, ein genaues Datum ist noch nicht bekannt.

In Indien nutzen bereits Tausende Kunden die Dienste von AWS. Bislang müssen sie jedoch auf die Infrastruktur anderer Standorte zurückgreifen. „Viele Kunden haben uns gefragt, ob wir eine Infrastruktur in Indien aufbauen können, sodass die Wartezeit für Endverbraucher sinkt und Kunden nicht mehr die Datenschutzrichtlinien anderer Länder erfüllen müssen“, erklärt Andy Jassy, Senior Vice President von AWS.

Zu den Befürwortern und Kunden gehören unter anderem Tata Motors, ein international agierender Autohersteller, und NDTV, eines der führenden Medienhäuser Indiens.

Bislang gibt es elf Infrastruktur-Standorte von AWS, einer davon befindet sich in Deutschland. Doch nicht nur die Cloud-Computing-Plattform erfreut sich offensichtlich größter Beliebtheit. Eine kürzlich veröffentlichte Studie belegt, dass Prime-Mitglieder eine Conversion Rate von 74 Prozent haben.

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Deutscher Marktplatz für Cloud-Ressourcen

30.06.2015, 8:35

DBCE

Cloud-Ressourcen werden jetzt an der Börse gehandelt – zum Vorteil der Kunden: die Deutsche Börse Cloud Exchange (DBCE) en détail.

Deutscher Marktplatz für Cloud-Ressourcen

(Quelle: Fotolia.com/ra2 studio)

Auf dem Weg in die digitaleTransformation ist die Cloud ein wichtiger Baustein. Sie liefert Rechenleistung und Speicherkapazität je nach gerade bestehendem Bedarf und skaliert problemlos mit dem Transformationsfortschritt der Unternehmen. Und sie flexibilisiert die Unternehmen hinsichtlich ihrer strategischen Entscheidungen und ihrer Ressourcenplanung.


Schnittstelle: Die Deutsche Börse Cloud Exchange wird zur Schnittstelle zwischen Kunden und Anbietern. Sie vereinfacht den Einkauf, die Vertrags- und die Zahlungsabwicklung sowie den Anbieterwechsel.

(Quelle: Deutsche Börse Cloud Exchange)

Bislang stellen allerdings die Verträge mit den Anbietern von Cloud-Diensten oft ein Hindernis dar. In vielen Fällen müssen sie individuell ausgehandelt werden und sind langfristig bindend. Juristen-Deutsch und Bürokratie absorbieren einen Teil der Flexibilität, noch bevor sie überhaupt genutzt werden konnte.

Cloud als Handelsware

Eine Lösung will die Deutsche Börse liefern. Ihr Ziel ist es, einen Marktplatz für Cloud-Ressourcen in Form von Rechenleistung, Speicherkapazität und Arbeitsspeicher zu etablieren. Einerseits soll es dadurch einfacher werden, Cloud-Dienste in Anspruch zu nehmen, andererseits soll der Wechsel des Cloud-Anbieters auf Knopfdruck möglich sein – ähnlich wie Privatkunden den Stromanbieter wechseln können.

Deutsche Börse Cloud Exchange lautet der Name dieses Marktplatzes – kurz DBCE. Das vielversprechende Projekt hat eine Testphase von mehr als einem Jahr hinter sich. Die Deutsche Börse Cloud Exchange sieht vor, dass Cloud-Dienstleistungen vergleich- und handelbar werden. Aus den als Dienstleistung angebotenen Cloud-Ressourcen werden Handelsgüter, so wie es bei Strom, Kohle oder Gas bereits der Fall ist. Angebot und Nachfrage regulieren dann den Markt.

Die Cloud-Marktplatz-Idee hatte ein Mitarbeiter der Deutsche Börse AG. Daraus ging ein Joint Venture hervor, an dem unter anderem das Berliner Unternehmen Zimory sowie die Deutsche Telekom beteiligt sind. Zimory liefert dabei die Cloud-Management-Software.

Um die Cloud-Ressourcen überhaupt vergleichbar zu machen, mussten sie zunächst standardisiert werden. Großen Anteil daran haben T-Systems und der TÜV Rheinland. Die Ressourcen wurden auf einen Nenner gebracht: Die kleinste Einheit bei der Rechenkapazität entspricht der Leistung von 10 Hauptprozessoren. Die kleinste Menge Speicherplatz sind 1 TByte. Arbeitsspeicher wird hingegen frei konfigurierbar gehandelt.

Nicht nur die Rechen- und Speicherkapazitäten wurden standardisiert. Auch mussten Zulassungsverfahren für die Provider definiert und die Formalien zum Wechsel des Cloud-Anbieters spezifiziert werden. Gleiches gilt für den Zahlungsverkehr. Zu klären waren ferner Fragen zu Garantien und Gewährleistungen.

Cloud-Marktplatz bringt Entlastung für die Kunden


Vergleichen: Die Cloud-Börse standardisiert die Infrastructure-as-a-Service-Angebote. Sie werden vergleich- und handelbar.

(Quelle: Deutsche Börse Cloud Exchange)

Aus Kundensicht bedeutet der Cloud-Marktplatz, dass sie sich nicht mehr langfristig an einen Cloud-Anbieter binden müssen und komplexe Vertragswerke der Vergangenheit angehören. Das reduziert den Aufwand in den Unternehmen erheblich. Sinken zudem die Preise für Cloud-Ressourcen wegen eines Überangebots, wechseln die Unternehmenskunden einfach zu einem günstigeren Anbieter. Dank der vereinfachten Vertragsabwicklung ist es auch kein Problem, Cloud-Ressourcen von mehreren Anbietern zu beziehen und so das Risiko eines Ausfalls zu streuen.

Die Deutsche Börse Cloud Exchange fungiert also als Schnittstelle zwischen den Kunden und den Anbietern von Infrastructure as a Service. Sie kontrolliert als neutrale Instanz die Qualität und die Einhaltung von Standards, stellt detaillierte Nutzungsauswertungen der Ressourcen bereit und vereinheitlicht den Zahlungsverkehr. Damit nimmt der Cloud-Marktplatz den Kunden gleich mehrere Arbeitsblöcke ab.


Kaufen: Maßgeschneiderte IaaS-Lösungen gibt es auf der DBCE ohne individuell ausgehandelte Vertragswerke.

(Quelle: Deutsche Börse Cloud Exchange)

Finanzieren will sich der Marktplatz durch Handelsprovisionen. Bei jeder Transaktion fallen Gebühren im Promillebereich an. Je mehr Transaktionen über den Cloud-Marktplatz abgeschlossen werden, desto höher der Umsatz der Aktiengesellschaft. Zukünftig sind – in Anlehnung an das Wertpapiergeschäft – auch Derivate geplant.

Entscheidend für den Erfolg der Cloud-Börse sind dabei nicht die Kunden. Sie profitieren in vielerlei Hinsicht, vor allem von der Transparenz.

Es sind die Cloud-Anbieter, die wichtig sind für den Erfolg der Cloud-Marktplatzes. Denn sie müssen sich freiwillig einem harten Preiskampf unterwerfen. Großen Unternehmen fällt das Überleben auf einem solchen Marktplatz dabei sicherlich leichter als den vielen kleinen, stark spezialisierten Anbietern.

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ePages kündigt App-Store an

26.06.2015, 11:31

Öffnung für externe Entwickler

Der Shop-Software-Anbieter ePages bindet künftig Anwendungen von Dritten über eine REST-Schnittstelle an. Angekündigt sind zudem ein „Theme Store“ und ein „fully responsive“ Storefront Editor.

ePages kündigt App-Store an

(Quelle: ePages)

In den kommenden Monaten wird die Shopsoftware von ePages für externe Entwickler geöffnet. Der App-Store für die ePages-Lösung startet voraussichtlich im September 2015. ePages-Händler können ihren Shop dann mit externen Anwendungen, beispielsweise für E-Mail-Marketing, Buchhaltung, Logistik oder Warenwirtschaft erweitern.

„Mit dem App-Store öffnen wir ePages für Third-Party-Entwickler“, sagt Wilfried Beeck, Geschäftsführer des Hamburger Unternehmens. Laut Unternehmen haben Entwickler dadurch Zugang zu einer Kundenbasis von über 140.000 Händlern in über 15 Märkten.

Eine Herausforderung bei der Anbindung von externen Lösungen ist, den kontinuierlichen Betrieb (Uptime) sicherzustellen, denn oft sind es veraltete Apps oder Widgets, die das Gesamtsystem lahmlegen. Diese Anforderung habe das Unternehmen nun gemeistert, erklärt Beeck.
Ein Grund für die Öffnung der ePages-Software für Dritte waren die vielen Anfragen von Entwicklern, die laut Beeck „gerne auf die Plattform“ wollten. ePages hatte zwar selbst schon Schnittstellen zu über 80 Anwendungen geschaffen, doch mittlerweile sei es für ein einzelnes Unternehmen nicht mehr machbar, alles selbst zu machen.
Händler, die weitere Anwendungen an ihren Shop anbinden wollen, sehen im „Merchant Backoffice“, welche Auswahl sie haben. An ePages selbst fließt im ersten Schritt für die Listung im App-Store kein Geld, die App-Entwickler rechnen eigenständig mit dem Händler ab. Im zweiten Schritt wird ePages ein Revenue-Share-Modell einführen. 70 Prozent des Umsatzes bleiben beim Entwickler, 30 Prozent gehen an ePages beziehungsweise an die Hostingpartner.

Neu ist auch ein „Theme Store“, der ab dem dritten Quartal 2015 Gestaltungsvorlagen für Online-Shops anbietet. Händler können die Themes selbst installieren, die Preise werden im Schnitt zwischen 29 und 99 Euro liegen. Zunächst sind die Designvorlagen über Themes.epages.com zugänglich, mit dem Launch des App-Stores können sie im Administrator-Bereich eingekauft werden.

Im ersten Quartal 2016 wird ePages einen komplett neuen Storefront-Editor im Responsive Design starten. Das Versprechen: Via Drag & Drop können Händler dann ihren Shop nach ihren Wünschen gestalten und die User Experience für alle Geräteformate optimieren.

Beeck berichtet, dass das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum von 40 Prozent das erfolgreiste in der ePages-Unternehmensgeschichte war. Konkrete Zahlen nennt der Software-Hersteller nicht. Der Umsatz, der zum größten Teil über den Verkauf von Lizenzen generiert wird, liegt im zweistelligen Millionenbereich. Der Nettogewinn ist siebenstellig.

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Oracle will sich Preiskampf mit Amazon AWS liefern

24.06.2015, 9:03

Cloud-Gefechte

Oracle will Online-Speicherdienste anbieten, die nur ein Zehntel dessen kosten, was Amazon AWS verlangt. Larry Ellison hat einen harten Preiskampf mit Amazon angekündigt.

Oracle will sich Preiskampf mit Amazon AWS liefern

(Quelle: shutterstock.com/jules2000)

Der ehemalige Oracle-Chef Larry Ellison hat angekündigt, dass Oracle sich einen harten Preiskampf mit Amazon Web Services (AWS) liefern will. Laut Reuters kündigte Ellison in einem Webcast am Montag an, dass der Datenbankhersteller Oracle seine Cloud-Angebote deutlich ausbauen wolle.

Oracle hat sich einiges vorgenommen: Je nach gewähltem Rechenzentrum sind die Preise von Amazon Glacier bereits sehr günstig.

„Unsere neuen Storage-Angebote konkurrieren direkt mit Amazon Glacier und kosten nur ein Zehntel“, sagte Ellison, der für seine prägnanten Aussagen bekannt ist. Amazon Glacier ist ein Online-Speicherdienst für Dateien, die „selten abgerufen“ werden. Pro GByte Speicherplatz verlangt Amazon teilweise nur 1 US-Cent pro Monat.

Nach Angaben von Reuters ist Amazon AWS Marktführer bei Cloud-Diensten, gefolgt von Microsoft Azure und IBM. Ellison hat mit seiner „Oracle Cloud Platform“ also noch einiges aufzuholen. Aber das hat ihm ja schon immer Spaß gemacht.

Larry Ellison ist einer der reichsten Menschen der Welt. In der Forbes-Liste von 2012 stand er mit einem Vermögen von 36 Milliarden Dollar auf Platz 6. Im Jahr 2000 hatte er es mit einem damaligen Vermögen von 58 Milliarden Dollar sogar auf Platz 2 geschafft.

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Dynatrace und Keynote fusionieren

18.06.2015, 11:25

Zusammenschluss

Die Performance- und Monitoring-Software-Hersteller Dynatrace und Keynote schließen sich zusammen. Es entsteht das nach eigenen Angaben weltweit größte Digital-Performance-Management-Unternehmen.

Dynatrace und Keynote fusionieren

(Quelle: Fotolia.com/bas121)

Durch die Fusion wird der Monitoring-Software-Hersteller Keynote ein Teil des Digital-Performance-Management-Software-Unternehmens Dynatrace. Dynatrace bietet eine cloudbasierte Lösung zum Monitoring von Kundenzufriedenheit und Kundenverhalten an. Mithilfe der Lösung sollen Unternehmen die Zufriedenheit ihrer digitalen Kunden verstehen, bewerten und optimieren können. Beide Technologien sollen weiterentwickelt und ausgebaut werden, die bestehenden Lösungen bleiben bestehen. Die Leitung der neuen Dynatrace-Unit übernimmt Howard Wilson, bislang COO und Executive Vize President von Keynote.

Als Folge der Fusion erhalten Keynote-Kunden sofort Zugang zu den Cloud-Lösungen von Dynatrace wie etwa der Real User Experience Management-Lösung oder der Application-Monitoring-Lösung Purepath. Im Gegenzug können Dynatrace-Kunden sofort die Beratungsleistungen von Keynote nutzen.

Gemeinsam bieten die beiden US-Unternehmen nach eigenen Angaben das größte synthetische Test-Netzwerk und das einzige Webservice-Montoring-System für Drittanbieter-Software. Das neue Unternehmen beschäftigt weltweit 1.750 Mitarbeiter und hat 7.500 Kunden. Die weltweite Community umfasst 100.000 Mitglieder, der Jahresumsatz liegt bei 450 Millionen US-Dollar.

Auf der CeBIT in Hannover präsentierten die Aussteller vom 16. bis 20. März wieder die neusten Entwicklungen im Bereich Business-Software. Zu den Top-Themen auf der CeBIT zählten diesmal CRM, ERP und ECM.

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Telekom will zum „Cloud-Leader“ in Europa werden

17.06.2015, 9:22

Ehrgeizige Wachstumsziele

In nur drei Jahren will die Deutsche Telekom ihren Umsatz mit Cloud-Diensten für Firmen von derzeit einer Milliarde Euro verdoppeln. Als neuen Technologie-Partner hat sie sich für Huawei entschieden.

Telekom will zum

(Quelle: Shutterstock/rangizzz)

Die Deutsche Telekom möchte zum führenden Telekommunikationsanbieter für Unternehmen in Europa werden. Eine der wichtigsten Maßnahmen, um dieses Ziel zu erreichen, ist der Ausbau des Cloud-Geschäfts mit Geschäftskunden. Momentan erwirtschaftet die Telekom in diesem Bereich nach eigenen Angaben jährlich eine Milliarde Euro Umsatz. Bis 2018 will sie diese Zahl nun verdoppeln.

„Wir wollen mit der Telekom bei Cloud-Plattformen jährlich um mehr als 20 Prozent wachsen und zum führenden Anbieter für Unternehmen in Europa werden“, sagte Ferri Abolhassan, Geschäftsführer IT-Division bei T Systems.


Ferri Abolhassan, Geschäftsführer IT-Division bei T Systems:

(Quelle: T-Systems)

Bereits im vergangenen Jahr sei der Umsatz mit Private-Cloud-Dienstleistungen, also abgeschlossenen Cloud-Lösungen für einen eingegrenzten Benutzerbereich, zweistellig gewachsen.

In Zukunft wollen Telekom und T-Systems aber auch verstärkt im Markt für Public-Cloud-Lösungen aktiv werden und „Google und Amazon stärker Paroli bieten“. Alle Geschäftsbereiche sollen dazu ihre Aktivitäten im Cloud-Bereich „konzernübergreifend intensivieren“.

Neue Partnerschaft mit Huawei

Als neuen Technologie-Partner hat sich die Telekom für Huawei entschieden. Der chinesische Hersteller soll nicht nur Hardware, sondern auch „Lösungskompetenz“ für Cloud-Dienste beisteuern. Von der Telekom komme „Cloud-Management mit bester Verfügbarkeit über das beste Netz“, so Abolhassen selbstbewusst.

„Damit sichern wir unseren Kunden das beste Verhältnis aus Preis, Service und Qualität für die Transformation ihrer IT in die Cloud.“ Gerade Qualitätsmerkmale wie Ausfallsicherheit seien für Unternehmenskunden wichtiger als ein günstiger Preis.

Die EU plant indes eine „Initiative für eine europäische Cloud“ . Sie soll einheitliche Regelungen für Cloud-Angebote bringen. Auch der Wechsel zwischen verschiedenen Anbietern soll erleichtert werden.

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„Dropbox für Unternehmen“ erhält neue Funktionen

08.06.2015, 14:40

Cloud-Storage

Dropbox ist nicht nur ein kostenloser Dienst für Privatanwender. Nach und nach baut der Cloud-Anbieter neue Funktionen für Unternehmenskunden ein. Diesmal etwa verbesserte Administratorrollen.

(Quelle: Shutterstock.com/belekekin)

Der Online-Dienst Dropbox erfreut sich bei Privatanwendern großer Beliebtheit. Nun will der Anbieter mit neuen Funktionen für Unternehmen auch dort punkten. So wurde die Nutzerverwaltung erweitert und mit neuen Administratorebenen versehen. Die API für freigegebene Ordner enthält ebenfalls neue Funktionen. Außerdem bietet Dropbox jetzt ein neues Installationsprogramm an, mit dem sich der Cloud-Speicher leichter auf den PCs der Mitarbeiter aus der Ferne installieren lässt.


Neue Admin-Rollen für Teams: Dropbox für Unternehmen ermöglicht die Zuweisung spezieller Rechte für einzelne Nutzer.

(Quelle: Dropbox)

Die Aufteilung in mehrere Administratorebenen soll für eine feinere Abstimmung bei der Übertragung von Verantwortlichkeiten sorgen und dem Support-Team effizienteres Arbeiten ermöglichen. Dafür bietet Dropbox für Unternehmen jetzt drei neue Rollen:

  • Support-Administratoren: Sie können Kennwörter und grundlegende Sicherheitsfunktionen verwalten sowie ein Protokoll der Team-Aktivitäten erstellen.
  • Nutzer-Administratoren: Sie dürfen das Team um neue Mitglieder erweitern und Teilnehmer entfernen. Außerdem können sie Gruppen verwalten und den „Aktivitäten-Feed“ einsehen.
  • Team-Administratoren: Sie bestimmen die Sicherheits- und Freigabeberechtigungen im Team und können alle Nutzer verwalten sowie andere Administratoren ernennen.

Die Remote-Installation von Dropbox soll mit dem neuen Silent-Schalter /S vereinfacht werden. Er steht ab sofort mit dem Offline-Installer von Dropbox zur Verfügung. Sofern eine Softwareverwaltungs- oder anderweitige Bereitstellungs-Software vorhanden ist, kann ein Admin Dropbox damit aus der Ferne installieren, ohne den Betrieb zu stören.

Ein weiterer für Unternehmen wichtiger Punkt ist die Zertifizierung nach ISO 27018, die Dropbox vor kurzem durchlief. Dieser Standard erweitert ISO 27001 und legt zum Beispiel fest, dass Cloud-Anbieter Daten ihrer Kunden nur unter bestimmten Auflagen an Strafverfolgungsbehörden weiterleiten dürfen.
Dropbox für Unternehmen kostet bei fünf Nutzern monatlich 12 Euro. Sie erhalten dafür 1000 GByte Speicherplatz auf den Dropbox-Servern. Weitere Preise und Mengenrabatte teilt das Vertriebsteam des Unternehmens mit.

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„Die Digital- und die Kreativwelt verbinden“

03.06.2015, 11:13

Münchner Webwoche 2015

Die Münchner Webwoche geht in die vierte Runde. INTERNET WORLD Business sprach mit Initiator Wolf Groß über Zweck und Ziele der Digital-Veranstaltung und Besonderheiten des Standorts München.

Initiator Wolf Groß

(Quelle: Wolf Groß )

Von 13. bis 21. Juni 2015 versammelt die Münchner Webwoche zum inzwischen vierten Mal die digitale Szene in der bayerischen Landeshauptstadt. Die Veranstaltungsreihe ist eine Initiative von Isarnetz, einem offenen Netzwerk der Digital- und Kreativwirtschaft. INTERNET WORLD Business sprach mit dem Projektleiter und Initiator Prof. Wolf Groß darüber, was Besucher auf dem Event erwartet – und über die Rolle Münchens als Standort für Unternehmen der digitalen Wirtschaft.

An welche Zielgruppe richtet sich die Münchner Webwoche?

Wolf Groß: Wir wollen die verschiedenen Spieler und Segmente der zusammenwachsenden Digital- und Kreativwelt miteinander verbinden. Diese Vernetzung ist ein wichtiger wirtschaftlicher Aspekt, der diese Veranstaltung ausmacht. Dabei geht es darum, Möglichkeiten des schnellen Wissensaustausches und der Kooperation zu finden.

Worin unterscheidet sich das Event von anderen Digital-Veranstaltungen wie etwa der Berlin Web Week oder auch der dmexco?

Groß: Wie der Name bereits sagt, liegt der Schwerpunkt auf der Metropolregion München und Umgebung. Der wirtschaftliche Blickwinkel ist für uns zentral. Wir organisieren die Münchner Webwoche zusammen mit über 30 Partnern aus der Region von BayStartup, der BAW über die IHK bis hin zum Werk 1 und den webgrrls. Wir wollen zeigen, was sich hier tut. Als Wissenschaftler oder auch wenn ich mit Start-ups rede merke ich, dass München ein toller Standort ist. Gerade weil der digitale Umbruch so schnell geschieht, etwa bei Bereichen wie Medien und Erziehung in der Schule oder Programmierkenntnissen, ist das auch nicht so selbstverständlich, dass es so bleibt. Da besteht schon die Gefahr, dass wir zurückfallen. Deshalb müsste noch erheblich mehr passieren in München. Gründerzentren, viele Initiativen, Organisationen und Firmen leisten eine tolle Arbeit, aber vieles geht leider auch im Kompetenzgerangel unter oder wird noch zu halbherzig angegangen.

Unter welchem Motto steht die Veranstaltung in diesem Jahr?

Groß: In diesem Jahr haben wir uns das Motto „Wir vernetzen die Zukunft“ gegeben. Damit sind „wir“ in München und Umgebung gemeint. Wir wollen zeigen, dass nicht alleine die großen amerikanischen Player die Regeln bestimmen sollen. Bürgerliche Rechte und Datenschutz sind auch für Unternehmer und die Stadtgesellschaft ein Thema, das wir dabei in den Vordergrund rücken wollen, ohne dass wir uns als Netzpolitik-Festival positionieren wollen.

Die Veranstaltung findet nicht an einem zentralen Ort statt, sondern verteilt sich auf zahlreiche Locations quer über die Stadt. Organisatorisch sicher eine große Herausforderung.

Groß: Das Dezentrale ist eine Stärke, aber auch erklärungsbedürftig. Wir wollen alle unsere Partner einbeziehen. Manche haben Schwierigkeiten, einen Raum zu finden, dabei unterstützen wir sie. Künftig wollen wir aber auch einen zentralen Punkt schaffen, der Besuchern während der Webwoche eine Anlaufstelle und den nötigen Austausch bietet. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass die Leute ganz gut innerhalb ihres Teilsegments vernetzt sind, also etwa Start-ups oder Agenturen. Unser Ziel ist es, auch die Quervernetzung zu fördern. Dieses Jahr haben wir neben dem Rathausempfang am 17. Juni als Höhepunkt der Webwoche mit der Verleihung der Isarnetz Awards und einem Business Speed Dating ein Eröffnungsevent und eine Abschlussparty, die den zentralen Austausch fördern sollen. Außerdem bieten wir Touren zu den verschiedenen Themen an, wie zum Beispiel Entwickler, Online-Marketer oder Analysten, die Teilnehmern einen Überblick bieten sollen.

Zusammenwachsen von IT, Kommunikation und Medien

Welche Highlights sind in diesem Jahr geboten und was ist neu?

Groß: Insgesamt wird es in diesem Jahr über 70 Events geben, darunter viel mehr hochkarätige als im vergangenen Jahr. Von den großen Veranstaltungen gibt es zum Beispiel neben dem Rathausempfang die Beef4Brands Konferenz, vom Munich Digital Institute, dann die Vision Awards, einen Webwochenabend beim Kulturstrand und auch eine medienkritische Veranstaltung der Thomas-Dehler-Stiftung zum Themenbereich Datenschutz, Netzneutralität und Vorratsdatenspeicherung. Aus dem technischen Bereich sind sicherlich die zahlreichen Hackathons zu nennen. Ein Thema ist zum Beispiel Virtual Reality, dabei geht es um das Zusammenwachsen von IT, Kommunikation und Medien. Außerdem wird es viele Veranstaltungen im Bereich Karriere geben, wie zum Beispiel Bewerbung 4.0 von den Digital Media Women oder Fortbildungen für Menschen, die sich im Bereich Online-Marketing oder Programmieren selbständig machen wollen. Auch E-Commerce und Cloud Computing sowie der Start-up-Bereich bilden Schwerpunkte. Zudem beschäftigen wir uns mit der Frage der Medienkompetenz im digitalen Zeitalter. Neu ist auch ein International Board, mit dem wir die Verbindung ins Ausland stärken wollen. Deshalb wird es erstmals Veranstaltungen auf Englisch geben, in Zukunft sollen auch Events auf Spanisch stattfinden.

Welche Firmen nehmen an der Münchner Webwoche teil?

Groß: In diesem Jahr gibt sehr viel mehr Veranstaltungen von Unternehmen als von Netzwerkern, das lag im vergangenen Jahr noch etwa gleichauf. Zu den Unterstützern zählen beispielsweise der Münchner Unternehmerkreis IT, der Bundesverband mittelständischer Unternehmen und die IHK sowie eine Reihe Partnerunternehmen und Sponsoren. Wichtig ist uns die Verbindung zwischen der jungen kreativen Social-Media-Designszene auf der einen Seite und der klassischen Wirtschaft und den Hochschulen auf der anderen Seite. Neben der Telefónica, die uns jetzt schon mehrere Jahre maßgeblich unterstützen sind dieses Jahr auch Google und Wirecard als Sponsoren vertreten. Dabei haben wir unsere Stärke eher bei den kleinen und mittelständischen IT-Unternehmen. Die Herausforderung für die fünfte Webwoche im nächsten Jahr liegt darin, verstärkt auch noch weiter große Unternehmen mit ins Boot zu holen.

Wie haben sich die Besucherzahlen entwickelt und mit wie vielen Besuchern rechnen Sie in diesem Jahr?

Groß: Bis jetzt konnten wir jedes Jahr die Teilnehmerzahl steigern. Bei etwa 70 Veranstaltungen rechnen wir mit einem Schnitt von 2.500 bis 5.000 Besuchern über den gesamten Zeitraum der Webwoche.

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