Apple will Dropbox kaufen

24.11.2015, 12:26

Mega-Fusion im Cloud-Geschäft?

Angeblich soll Apple ein Auge auf die Cloud-Anbieter Dropbox und Box geworfen haben. Eine Übernahme könnte Apple im Cloud-Geschäft wieder weiter nach vorne bringen – besonders im B2B-Bereich.

Apple will Dropbox kaufen

(Quelle: Shutterstock.com/Bloomua)

Apple scheint Interesse an den Cloud-Anbietern Dropbox und Box zu haben und eine Übernahme in Erwägung zu ziehen. Das gab das Analyseunternehmen CCS Insights bekannt. Der Schritt könnte den Tech-Riesen entscheidend stärken und seine Marktposition in diesem Segment verbessern.

Zwar bietet Apple mit seiner iCloud schon seit längerem einen eigenen Cloud-Speicher-Dienst an, allerdings läuft der Dienst oftmals nicht wirklich stabil, was vor allem Unternehmensbereich problematisch ist. Die Akquisition soll insbesondere dazu führen, dass Apple mehr Kunden im B2B-Sektor von seinen Cloud-Angeboten überzeugen kann.

Erfolg beim zweiten Anlauf?

Bereits 2009 verhandelte Apple, damals noch Steve Jobs persönlich, mit Dropbox bezüglich einer Übernahme. Zu dieser Zeit soll das Unternehmen eine neunstellige Summe für das Unternehmen geboten haben. Sollte es nun wirklich zu einer Übernahme kommen, müsste Apple allerdings wesentlich mehr für den Cloud-Anbieter auf den Tisch legen. Heute wird Dropbox höher bewertet und zieht sogar seit einiger Zeit einen Börsengang in Erwägung.

Apples Kooperation mit Microsofts Bing

Daneben soll Apple planen, die Zusammenarbeit mit Alphabets Google als standardisierten Web-Browser auf mobilen Geräten nicht weiter fortzuführen. Denn Google stellt mittlerweile eine große Konkurrenz bei den mobilen Plattformen dar. Aus diesem Grund glauben die Analysten von CCS Insights nicht, dass Apple den Vertrag mit Alphabet, der 2017 ausläuft, verlängern wird. Wahrscheinlicher ist, dass Apple sich Microsofts Suchmaschine Bing annähern wird.

© www.internetworld.de

Mittelstand hegt weiter Bedenken gegen die Cloud

14.10.2015, 12:18

Umfrage bei KMUs

Drei von vier Geschäftsführern und Vorständen aus dem Mittelstand haben lieber eigene Server in ihren Firmen stehen, statt die Daten in die Cloud auszulagern.

Lieber eigene Server als Cloud

Lieber eigene Server als Cloud
(Quelle: Shutterstock.com/panumas nikhomkhai)

Nicht erst seit der Europäische Gerichtshof (EuGH) das sogenannte Safe-Harbor-Abkommen mit den USA für ungültig erklärt hat, herrschen im deutschen Mittelstand Bedenken gegen Cloud-Lösungen vor. Laut einer von dem Netzwerkhändler IT-Budget erstellten Studie bevorzugen mehr als drei Viertel der Befragten (76 Prozent) eigene Server in ihren Firmenräumlichkeiten, statt ihre Datenverarbeitung in die Cloud zu verlegen.

62 Prozent der Teilnehmer gaben an, sich mit den Daten im eigenen Betrieb „wohler und sicherer zu fühlen“. Nur 13 Prozent waren hier anderer Meinung. Die restlichen 25 Prozent antworteten auf die Frage, ob ein eigener Server eine höhere Sicherheit biete mit „stimme etwas zu“. Die Mehrheit stuft also die Gefahr eines Ausfalls der IT oder eines Datenverlustes bei der Verarbeitung und Speicherung in den betrieblichen Wänden als geringer ein als in der Cloud.

Frage zur Sicherheit: Nur 13 Prozent der Befragten halten Cloud-Lösungen für sicherer als eigene Server in ihren Firmen.

Frage zur Sicherheit: Nur 13 Prozent der Befragten halten Cloud-Lösungen für sicherer als eigene Server in ihren Firmen.
(Quelle: IT-Budget)

Etwas mehr als die Hälfte (51 Prozent) vertritt die Auffassung, dass die IT im eigenen Unternehmen besser an die individuellen Bedürfnisse angepasst werden kann als bei einem Cloud-Anbieter. 21 Prozent stimmten dieser Frage teils zu und 28 Prozent waren der Meinung, dass hier die Cloud im Vorteil ist.

Für 47 Prozent der Befragten bieten eigene Server weniger Abhängigkeit von Dritten. Ein fast ebenso großer Teil (40 Prozent) war allerdings nicht dieser Ansicht. Die restlichen 13 Prozent stimmten der Frage zum Teil zu. Beim Thema Compliance, also der Einhaltung von rechtlichen Vorschriften, sehen dagegen rund 71 Prozent die Cloud im Vorteil.

Angst vor Abhängigkeit

Als wichtigstes Argument für die Datenverarbeitung in der Wolke sehen viele Mittelständler nach Aussage von IT-Budget-Geschäftsführer Christoph Laves die Kosten. „Angesichts der zentralen Bedeutung der IT wollen aber die wenigsten allein aus Kostengründen in die Cloud wechseln, wenn sie gleichzeitig Angst vor Abhängigkeit und Datenverlust sowie rechtlichen Problemen haben“, so Laves.

Frage zur Compliance: 71 Prozent der Befragten glauben nicht, dass sich Compliance-Vorschriften besser auf eigenen Servern umsetzen lassen.

Frage zur Compliance: 71 Prozent der Befragten glauben nicht, dass sich Compliance-Vorschriften besser auf eigenen Servern umsetzen lassen.
(Quelle: IT-Budget)

Andererseits werde „die jüngste Rechtsprechung, die die Auslagerung von Daten in die USA für europäische Unternehmen praktisch als Rechtsbruch wertet, gerade den Mittelstand weiterhin eher an der lokalen IT festhalten lassen, statt die Daten über eine Cloud irgendwo in der Welt verstreut zu wissen.“

Für die nicht repräsentative Untersuchung „Hardware-Einsatz in Deutschland“ wurden laut IT-Budget 120 Geschäftsführer und Vorstände von KMUs (kleine und mittlere Unternehmen) auf der IT-Business 2015 befragt.

© www.internetworld.de

Neue Digitalinitiative der Bundesregierung

08.10.2015, 10:51

Maßnahmenkatalog

Das Bundeswirtschafts- und das Bundesjustizministerium haben einen Maßnahmenkatalog zur digitalen Wirtschaft vorgestellt: Darin versprechen sie einen besseren Datenschutz und ein Ende des Routerzwangs.

Staatssekretär Matthias Machnig (BMWi)

Staatssekretär Matthias Machnig vom BMWi: „Wir dürfen auch in der digitalen Welt keinen Machtmissbrauch erlauben.“
(Quelle: Michael Voigt/BMWi)

Nur einen Tag nachdem das EuGH das Safe-Harbor-Abkommen für ungültig erklärt hat, haben das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das Bundesministerium für Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) einen Maßnahmenkatalog für „Mehr Sicherheit, Souveränität und Selbstbestimmung in der digitalen Wirtschaft“ (PDF) präsentiert.

Darin kündigen sie unter anderem eine Änderung des Unterlassungsklagengesetzes an, die es Verbraucherverbänden künftig ermöglichen soll, „im Wege der Verbandsklage auch gegen Datenschutzverstöße vorzugehen“.

Staatssekretär Matthias Machnig vom BMWi kommentierte: „Wir dürfen auch in der digitalen Welt keinen Machtmissbrauch erlauben. Wettbewerbs-, Daten- und Verbraucherschutz- sowie das Urheberrecht müssen auf der Höhe der Zeit sein, das gilt für die analoge genau wie für die digitale Welt.“

Eine neue Transparenzverordnung soll sicherstellen, dass „Verbraucherinnen und Verbraucher vor Abschluss eines Telekommunikationsvertrages ein Produktinformationsblatt an die Hand bekommen, das viele nützliche Informationen, zum Beispiel die genauen Vertragslaufzeiten, enthält“.

Bei Breitbandanschlüssen versprechen die Ministerien, dass eine Möglichkeit geschaffen werden soll, um die „tatsächliche Datenübertragungsrate überprüfen“ zu können. Zusammen mit der Wirtschaft und Verbraucherorganisationen soll außerdem „ein Muster für eine verständliche Verbraucherinformation über Apps entwickelt“ werden.

In einer gemeinsamen Erklärung gehen die Ministerien auch auf das leidige Thema Routerzwang ein. Zuletzt war zu vernehmen, dass sich möglicherweise der Bundesrat gegen eine Abschaffung der vom Provider vorgeschriebenen Router wenden würde. Nun heißt es in der Erklärung von BMWi und BMJV unmissverständlich: „Wir beenden den Routerzwang, der von einigen Anbietern praktiziert wird, und schaffen dadurch freie Auswahl von Endgeräten für den Breitbandanschluss.“ Einen genauen Termin nannten aber auch sie nicht.

© www.internetworld.de

Den digitalen Wandel meistern

28.09.2015, 10:56

Disruptive IT-Technologien haben die Art, wie wir Informationen besorgen und teilen, radikal verändert. In diesem digitalen Transformationsprozess entscheiden besonders vier Faktoren über den Erfolg.

Vier Faktoren entscheiden über den Erfolg

(Quelle: Shutterstock.com/AdamGCS)

Unternehmen aller Branchen stehen heute vor der Herausforderung, ihre Geschäftsmodelle an den digitalen Wandel anzupassen, um die Anforderungen ihrer hoch vernetzten Kunden besser zu erfüllen. Zwar werden Cloud Computing, Big Data und Mobile Services als einzelne Maßnahmen bereits vielerorts eingesetzt. Jedoch überfordern Geschwindigkeit und Dynamik der technischen Entwicklung nicht wenige Unternehmen, wenn es darum geht, strategische Ziele zu definieren und umzusetzen. Hier ist die Erfahrung digitaler Köpfe gefragt. Denn die digitale Transformation wird getragen von integrierten Innovationen.
Diese können aber nur entstehen, wenn ein Unternehmen hierfür die Voraussetzungen schafft. Die Digitale Transformation stellt für etablierte Unternehmen eine echte Innovationsaufgabe dar. Um mit den smarten Produkten ihrer digitalen Konkurrenten mitzuhalten, reicht es nicht länger aus, die eigenen Produkte und Dienstleistungen nur im Detail mit digitalen Funktionen anzureichern. Unternehmen müssen radikale und disruptive Innovationen angehen. Innovative Geschäftsmodelle, agile Entwicklung und nutzerzentriertes Mindset – die Digitalisierung hält die Chance bereit, Wertschöpfungsströme umzuleiten und Marktstandards ganz neu zu definieren.

Welche vier zentralen Faktoren über den Erfolg im digitalen Transformationsprozess entscheiden, erklärt Tim Neugebauer, Geschäftsführer und Certified ScrumMaster bei DMK Innovations, der Beratungs-Unit von DMK E-Busines.

1. Teamorientierung
Erfolgreiche digitale Transformationsprojekte benötigen eine konsequente Zusammenarbeit in cross-funktionalen Teams. Neue Vernetzungsmöglichkeiten verändern die Arbeitsteilung zwischen Marketing, Produktmanagement und Kundenservice. Dabei wird auch die projektbezogene Zusammenarbeit über organisatorische Abteilungsgrenzen hinweg immer wichtiger. Wenn Experten der jeweiligen Bereiche ihr Wissen zu jedem Zeitpunkt in das Management digitaler Transformationsprozesse einbringen können, steigt die Wertschöpfung des Unternehmens.

2. Agilität
Digitalisierung benötigt geeignete Vorgehensmodelle. Erfolgreiche digitale Unternehmen nutzen darum intensiv agile Entwicklungsmethoden. Eine agile Organisation erfordert tiefgreifende Veränderungen in der Arbeits- und Rollenverteilung innerhalb des Unternehmens. Agile Entwicklungs-Frameworks wie Scrum nutzen darum einen empirischen Ansatz: Entwicklungsteams werden befähigt, flexibel und schnell auf neue Erfordernisse einzugehen. Dabei entstehen in regelmäßigen Abständen bereits lauffähige und marktreife Teil-Systeme. Probleme werden frühzeitig erkannt, und Auftraggeber können zeitnah Änderungen am Endprodukt veranlassen. Die Vorteile transparenter, iterativer Arbeit liegen zudem in einer verkürzten Time-to-Market und effizienteren Prozessen.

3. Nutzerzentrierung
Neue Möglichkeiten der Mediennutzung haben das Verhältnis zwischen Menschen und Märkten grundlegend gewandelt. Das Internet ist heute der zentrale Informations-Hub im Kaufentscheidungsprozess – sowohl für den Kunden als auch für das Unternehmen. Mit modernen Tools können Unternehmen ihre Kunden mit gezielten Informationen entlang der gesamten Customer Journey begleiten, also an allen Berührungspunkten des Konsumenten mit dem Produkt. Erfolgreiche digitale Produkte, Services und Geschäftsmodelle richten die eigenen Angebote immer am Nutzer aus – und überprüfen sie kontinuierlich.

4. Wandlungsfähige Technologien
Digitale Innovationen benötigen anpassungsfähige IT-Systeme, die sich iterativ an veränderte Marktbedingungen anpassen lassen. Neben proprietären Systemen für spezielle Unternehmensanwendungen spielt Open Source eine immer wichtigere Rolle. Open Source-Technologien sind über offene Standards und Schnittstellen flexibel erweiterbar. Anbieterunabhängig und von einer größeren Community getrieben, erreicht Open Source eine Entwicklungsgeschwindigkeit, die nur wenige kommerzielle Anbieter gewährleisten können.

Diese Erfolgsfaktoren sind Auszüge aus dem aktuellen DMK Innovations Whitepaper „Digitale Transformation. Wie Sie mit integrierten digitalen Transformationsaktivitäten die Digitalisierung erfolgreich meistern und zum Digital-Leader werden“. Das Whitepaper beschreibt die Triebkräfte und Erfolgsfaktoren der digitalen Transformation und bietet konkrete Handlungsempfehlungen.

Ständig werden neue Trends ausgemacht und wie die sprichwörtliche Sau durch’s Dorf gejagt. Einer davon ist „Disruptive Business“ – was ist dran an dem Buzzword? Das war auch einThema auf der dmexco 2015.

© www.internetworld.de

Bitkom kritisiert „Datenschutzrecht alter Prägung“

25.09.2015, 9:58

Freie Fahrt für Big Data

Der Bitkom-Verband wendet sich gegen das „Dogma, möglichst wenige Daten zu erheben“. Insbesondere im Hinblick auf künftige Big-Data-Analysen sei dies problematisch.

Bitkom kritisiert

(Quelle: Shutterstock.com/dizain)

Der Bitkom-Verband bringt sich in Stellung, um Einfluss auf die geplante Datenschutzverordnung der Europäischen Union (EU) zu nehmen. Diese soll das Datenschutzrecht in Europa modernisieren und vereinheitlichen. Die Datenverarbeitung dürfe aber „nicht in ein zu enges rechtliches Korsett gezwängt werden“, warnte Bernhard Rohleder. Die Folge wäre nach Ansicht des Bitkom-Hauptgeschäftsführers „ein empfindlicher Wettbewerbsnachteil bei der Entwicklung neuer Technologien in Europa“.

Das „Datenschutzrecht alter Prägung“ sei von Grundsätzen geleitet, die „sich kaum noch mit der vernetzten, von Daten bestimmten Welt vertragen“. Rohleder: „Wir sollten uns nicht gegen die Logik der Digitalisierung wenden, indem wir das Dogma aufrechterhalten, möglichst wenige Daten zu erheben.“ Stattdessen sollten die „Chancen der Datennutzung für die gesamte Gesellschaft“ realisiert werden. „Der enorme Nutzen für die Menschen muss wieder in den Mittelpunkt der Debatte gestellt werden. Datenschutz muss mit anderen Grundrechten wie dem Recht auf körperliche Unversehrtheit klug abgewogen werden.“


Bernhard Rohleder vom Bitkom-Verband:

(Quelle: Bitkom)

Der Grundsatz der Zweckbindung sei insbesondere im Hinblick auf Big-Data-Analysen problematisch. Bislang dürften Daten nur für die Zwecke verarbeitet werden, für die sie erhoben wurden. Viele Big Data Analysen zielen aber laut Bitkom darauf ab, aus einem vorhandenen Datenbestand neue Erkenntnisse zu gewinnen. Daher sei es bei der Datenerhebung „kaum möglich, sämtliche Analyse- und Verwendungszwecke vorauszusehen.“
Ein wesentlicher Schwachpunkt der aktuellen EU-Entwürfe ist aus Sicht des Bitkom auch, dass „Anreize für die Anonymisierung und Pseudonymisierung von personenbezogenen Daten fehlen“. Rohleder: „Setzen Unternehmen oder andere Organisationen diese Verfahren ein, sollte eine Verarbeitung erleichtert werden.“ Dafür müssten in der Verordnung aber rechtliche Anreize geschaffen werden. Als Vorbild könne das deutsche Telemediengesetz dienen.

Die neue Datenschutz-Grundverordnung der EU wird voraussichtlich in einem Jahr in Kraft treten. Bis dahin versuchen Verbände und Interessenvertreter vor und hinter den Kulissen Einfluss darauf zu nehmen.

Am 24. September veranstaltet der Bitkom in Berlin eine eintägige „Privacy Conference“, auf der unter anderem Julie Brill von der US Federal Trade Commission und der ehemalige Bundesbeauftragte für Datenschutz, Peter Schaar, sprechen werden.

© www.internetworld.de

Amazon senkt die Gebühren für AWS-Storage

18.09.2015, 9:59

Cloud-Speicher

Amazon Web Services (AWS) senkt die Preise für die eigenen Cloud-Dienste und führt außerdem eine neue Storage-Klasse für selten benötigte Daten ein.

Amazon senkt die Gebühren für AWS-Storage


(Quelle: Shutterstock/Konstantin Yolshin)

Die zunehmende Konkurrenz durch andere Speicherdienste dürfte Amazon dazu bewegt haben, die Preise für seinen eigenen Cloud-Dienst Glacier um bis zu einem Drittel zu senken. Erstmals betragen die Preise für ein GByte übertragene Daten weniger als 1 Cent. In den Rechenzentren US East (Northern Virginia), US West (Oregon) und Europa (Irland) belaufen sie sich jetzt auf nur noch 0,7 Cent. Die Preise im Rechenzentrum von Amazon Web Services (AWS) in Frankfurt wurden nicht gesenkt.


S3-Konfiguration: Kunden können jetzt zwischen drei Storage-Klassen auswählen und genau konfigurieren, wann ihre Daten in welche Klasse wechseln.

(Quelle: Amazon)

Amazon führt außerdem die neue Storage-Klasse „Infrequent Access“ (Standard – IA) für selten benötigte Daten ein. Man bezeichnet diese Art von Datenspeicherung auch als „Warm Storage“. Dagegen sind „Cold Storage“ sehr selten benötigte Daten und „Hot Storage“ steht für Daten, auf die laufend zugegriffen werden muss. Amazon garantiert eine „Durability“ von 99,999999999 Prozent (elf Stellen) für alle drei Storage-Klassen, das Service Level Agreement (SLA) liegt bei 99 Prozent.
Für jeden S3-Bucket kann der Kunde künftig festlegen, nach wie vielen Tagen seine Daten in eine andere Klasse wechseln. So ist es möglich, festzulegen, dass sie nach 30 Tagen in die Storage-Klasse „Standard – IA“ wechseln und nach 90 Tagen zu „Amazon Glacier“. Hier gespeicherte Daten sind nicht laufend verfügbar, sondern erst nach ein paar Stunden.

Anfang dieses Monats hat Amazon die Firma Elemental Technologies übernommen. Das Unternehmen bietet Videoverarbeitungsdienste an, die vor allem dem Cloud-Dienst AWS zugutekommen dürften.

© www.internetworld.de

Accenture übernimmt Cloud Sherpas

17.09.2015, 12:46

IT-Dienstleister

„Cloud First“ lautet derzeit das Motto beim IT-Dienstleister Accenture aus San Francisco, der seine Position im Cloud-Markt mit der Übernahme von Cloud Sherpas stärken will.

Accenture übernimmt Cloud Sherpas

(Quelle: Shutterstock.com/Syda Productions)

Mit der vollständigen Übernahme von des Cloud-Service-Spezialisten Cloud Sherpas versucht das IT-, Managementberatungs- und Technologieunternehmen Accenture seine aktuelle „Cloud First“-Strategie voranzutreiben. Insgesamt 1.100 Mitarbeiter, die bislang bei Cloud Sherpas beschäftigt waren, wechseln damit in ein neues Accenture-Team, das die Cloud-Angebote des Unternehmens aus San Francisco weiterentwickeln soll.

Geplant seien unter anderem Kooperationen mit Konzernen wie Google, Salesforce oder NetSuite. Die 2007 gegründeten Cloud Sherpas verfügen bereits über eine strategische Zusammenarbeit mit Salesforce. Der Chef ihres neuen Arbeitgebers wurde bei einer Umfrage der Karriere-Community-Plattform Glassdoor unter die beliebtesten Manager 2015 gewählt. Pierre Nanterme, Chairman und CEO von Accenture, erhielt die Zustimmung von 86 Prozent seiner Miarbeiterinnen und Mitarbeiter und landete damit auf Rang vier.

© www.internetworld.de

Bundesregierung lockert WLAN-Störerhaftung

17.09.2015, 9:12

Neues Telemediengesetz

Das neue Telemediengesetz soll unter anderem die Verbreitung kostenloser WLANs fördern. Die Verbände eco und Bitkom sehen aber gravierende Auswirkungen des Gesetzes auf deutsche Internet-Unternehmen.

Bundesregierung lockert WLAN-Störerhaftung

(Quelle: Shutterstock/pabmap)

Anbieter von WLAN-Hotspots können künftig nicht mehr für Rechtsverstöße ihrer Kunden haftbar gemacht werden, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. „Dafür muss er sein WLAN angemessen gegen den unberechtigten Zugriff sichern und die Zusicherung des Kunden einholen, dass der keine Rechtsverletzungen begehen werde“, schreibt die Bundesregierung in einer Stellungnahme zum neuen Telemediengesetz.


Bernhard Rohleder vom Bitkom-Verband: „Das Problem sind nicht die geltenden Gesetze, sondern deren Durchsetzung.“

(Quelle: Bitkom)

Die IT-Verbände eco und Bitkom kritisieren die Änderung trotzdem: So sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder, dass „es ausreichen sollte, dass Nutzer die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des öffentlichen WLANs bestätigen“. Dieses Verfahren habe sich international bewährt. Stattdessen verlange die Bundesregierung von einem Betreiber eines öffentlichen WLANs nun, dass er „an jeden Nutzer einen Zugangscode vergeben muss“.

Neue Regeln für Host-Provider

Eine weitere Änderung im neuen Telemediengesetz stößt den Verbänden sogar noch saurer auf. So sollen sich laut Bundeskabinett „Host-Provider – also Anbieter, die fremde Inhalte für Dritte speichern – dann nicht auf das Haftungsprivileg berufen können, wenn ihr Geschäftsmodell im Wesentlichen in der Verletzung von Urheberrechten besteht“. Der eco wirft der Bundesregierung vor, dass der „neu eingeführte undefinierte Begriff der ‚gefahrgeneigten Dienste‘ sich potenziell auf die gesamte Host-Provider-Branche negativ auswirken werde und so zahlreiche etablierte und allgemein anerkannte Geschäftsmodelle wie cloud-basierte Services, Medien-Plattformen und Social-Media-Dienste kriminalisiert werden“.

Auch aus Sicht des Bitkom wird „diese Regelung nicht dazu führen, Urheberrechtsverstöße einzudämmen oder gar zu verhindern“. Bitkom-Vertreter Rohleder sagte: „Das Problem sind nicht die geltenden Gesetze, sondern deren Durchsetzung. Illegale Plattformen sind in der Regel nicht in Deutschland angesiedelt. Die für den Service notwendigen Server stehen in nahezu allen Fällen unerreichbar im Ausland.“ Das mache es schwer, die Dienste vom Netz zu nehmen.
Die neue Regelung werde stattdessen dazu führen, dass auf die legalen Host-Provider „ein enormer Aufwand“ zukomme, weil diese „anhand der aus Bitkom-Sicht schwammig formulierten Kriterien nachweisen müssen, dass sie nicht illegal handeln“. Nach Ansicht des eco-Verbands kann außerdem „der Anwendungsbereich und die inhaltliche Reichweite der Host-Provider-Privilegierung nicht national festgelegt werden“. Die geplante Regelung stehe damit im Widerspruch zur europäischen Strategie für den digitalen Binnenmarkt.

„Dieser Gesetzesentwurf sorgt systematisch und rechtlich für Chaos“, kommentierte Dieter Frey, Medienrechtsexperte und Verfasser eines Gutachtens zur Host-Provider-Haftung (PDF). Oliver Süme, eco Vorstand Politik & Recht ergänzt: „Die Regelung ist ein Zugeständnis an die Partikularinteressen der Rechteinhaber, insbesondere der Musikindustrie.“

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte im März dieses Jahres bereits angekündigt, dass er sich für mehr kostenlose WLAN-Hotspots stark machen wolle.

© www.internetworld.de

Amazon kauft Elemental Technologies

04.09.2015, 9:58

Für die Cloud

Amazon legt sich Elemental Technologies zu. Das Unternehmen bietet Videoverarbeitungsdienste an. Das dürfte vor allem dem Amazon-Cloud-Dienst AWS zu Gute kommen.

Amazon kauft Elemental Technologies

(Quelle: shutterstock.com/jules2000)

Mit einer Firmenübernahme stärkt Amazon seinen Cloud-Dienst Amazon Web Services: Das Video-Tech-Start-up Elemental Technologies bietet Verarbeitungstechnologie, mit deren Hilfe herkömmliche Videoformate digitalisiert werden können. Den Kaufpreis gab Amazon nicht bekannt; Industrie-Insider setzen die Übernahme jedoch bei 500 Millionen US-Dollar an.

Mit der Übernahme will sich AWS über sein Angebot als Cloud-Dienst weiterentwickeln und vor allem auch Firmenkunden ansprechen: „Wir werden gemeinsam an tieferen Technologieintegrationen und neuen Infrastrukturangeboten arbeiten“, so Andy Jassy, Senior Vice President Amazon Web Services in der Bekanntgabe der Übernahme , „so dass Medien- und Unterhaltungsunternehmen ihre Hybrid- und Cloud-Modelle im Zuge ihrer eigenen Innovation weiterentwickeln können.“

Im Juni 2015 hatte Amazon Web Services seinen Dienst nach Indien ausgedehnt.

© www.internetworld.de

Salesforce integriert Bestell-Button in Community Cloud

14.08.2015, 13:12

E-Commerce-Funktion

Salesforce führt einen Bestell-Button in die Community Cloud ein, die Unternehmen in ihre Communities einbetten können. Mit der Funktion können User Produkte auf ein und derselben Plattform kaufen.

Salesforce integriert Bestell-Button in Community Cloud

(Quelle: Fotolia.com/kritiya)

Salesforce bringt einen neuen Bestell-Button für die Community Cloud. Mit ihr können Unternehmen, Geschäftsprozesse und -daten mit der CRM-Plattform von Salesforce verknüpfen. Die neue E-Commerce-Funktion soll Kunden nun die Möglichkeit bieten, Produkte auf ein und derselben Plattform zu entdecken, zu besprechen und zu kaufen. Unternehmen wiederum soll der Button einen neuen Vertriebskanal bieten.

„Damit kann jetzt jedes Unternehmen das gleiche Click-to-Buy-Nutzererlebnis schaffen, mit dem große Webplattformen erfolgreich sind, und mittels E-Commerce neue Umsatzpotenziale erschließen“, erklärt Nasi Jazayeri, Executive Vice President der Community Cloud, Salesforce.

Plattformen wie Facebook, TripAdvisor, Tumblr, Pinterest oder Twitter setzen bereits ebenfalls auf eine „Click-to-Buy“-Option. Mit den Buyable Pins von Pinterest etwa lassen sich innerhalb der Ads Artikel kaufen. Erika Alonso von Piccing erklärt, warum sie das Konzept enttäuscht.

© www.internetworld.de