Firefox ärgert Online-Werber

27.03.2013, 10:56

Die Entwickler von Mozillas Webbrowser Firefox experimentieren mit neuen Datenschutzeinstellungen. Online-Werbern gefällt das gar nicht: Das Sperren von Drittanbieter-Cookies erschwert ihnen die Arbeit deutlich.

In der kommenden Version seines Webbrowsers Firefox plant Mozilla, die Annahme von sogenannten Drittanbieter-Cookies zu verbieten. Damit dürfte nur die Website, die ein Nutzer gerade besucht einen Cookie setzen, nicht aber das Werbenetzwerk, mit dem eine Website zusammenarbeitet. Wie Spiegel.de schreibt, sind davon auch Tools zur Reichweitenmessung betroffen. In den Testversionen, die Mozilla für Entwickler bereitstellt, ist die Annahme der Drittanbieter-Cookies standardmäßig abgestellt.

Der US-Werberverband Interactive Advertising Bureau (IAB) schlägt nun Alarm: Ohne Drittanbieter-Cookies drohe die Gefahr einer Flut durch Spams, weil dann nicht mehr feststellbar sei, ob ein Nutzer eine Werbeanzeige schon gesehen habe. Mit dem Cookie-Verbot könnten tausende kleinere Unternehmen Pleite gehen, warnt der Verband. Die neue Firefox-Version 22 soll in drei Monaten veröffentlicht werden.

In Deutschland ist Firefox der beliebteste Webbrowser. Laut einer Messung des Webanalyse-Anbieters AT Internet hatte er im November 2012 einen Marktanteil von 40,6 Prozent. Der Internet Explorer hatte in dem gleichen Zeitraum 30,4 Prozent der Visits und der Google-Browser Chrome 11,5 Prozent.

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Hat Google auch die Privatsphäre-Einstellungen des Internet Explorers umgangen?

21.02.2012, 12:05
Googles Privatsphäreverletzungen

(Foto: fotolia.com/Julian Weber)

Der Verdacht, dass Google die Privatsphäreeinstellungen von Nutzern des Apple-Browsers Safari umgangen haben soll, ist bereits Gegenstand eines Beschwerdebriefs an die US-Handelskommission. Nun stellt auch Microsoft fest, dass der Internetgigant die Datenschutzvorgaben ihrer Internet-Explorer-Nutzer umgangen haben soll.

Google soll auch die Privatsphäreeinstellungen der Nutzer des Microsoft-Browsers Internet Explorer umgangen haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen Google hinsichtlich Safari-Nutzern hat das Microsoft-Team die Einstellungen seiner User unter die Lupe genommen und dabei festgestellt, dass Google auch beim Internet Explorer die Sicherheitsvorgaben umgehe und das Nutzerverhalten mit Hilfe von Cookies nachverfolge, so das Microsoft-eigene IE-Blog.

“Wir haben herausgefunden, dass Google das P3P Privatsphärenschutz-Feature des Internet Explorers umgeht. Das Ergebnis ist ein ähnliches wie die kürzlich entdeckte Umgehung der Datenschutzeinstellungen in Apples Safari-Browser, obwohl der tatsächliche Umgehungsmechanismus von Google ein anderer ist”, so Dean Hachamovitch, Corporate Vice President, Internet Explorer im Blog.

Das Unternehmen reagierte zunächst mit einer Tracking Protection List, mit deren Hilfe IE-Nutzer die Cookie-Ablage verhindern können. Außerdem arbeite man daran, die Sicherheitseinstellungen zu verfeinern. In den USA haben unterdessen drei Parlamentarier eine Beschwerde über die Privatsphärenverletzung von Google bei Safari-Nutzern an die US-Handelskommission FTC weitergegeben.

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