Google forciert deutsches Street View

10.08.2010, 11:01

Nach den langen Streitigkeiten die es um das Projekt Street View in der Vergangenheit gab, drückt Google nun aufs Tempo. Bis zum Jahresende soll der Dienst auch in Deutschland online gehen. Anwohner, die nicht wollen, dass ihr Haus online für jedermann zu sehen ist, haben vier Wochen Zeit, vorab ihr Veto einzulegen.

Dazu wird Google in der kommenden Woche auf der deutschen Street-View-Seite eine neue Funktion starten, über die die Unkenntlichmachung von Häusern eingefordert werden kann. Ebenso ist es möglich, sich per Brief an Google Deutschland zu wenden. Nach Ablauf der Monatsfrist wird die Online-Vetofunktion eingestellt. Alle bis dahin erfolgten Einsprüche sollen dann bearbeitet werden, sodass die entsprechenden Gebäude bereits beim Start von Street View unkenntlich gemacht sind. Auch danach kann Einspruch gegen die Veröffentlichung eingelegt werden. Allerdings sind die jeweiligen Aufnahmen eine Zeit lang online verfügbar.

Zum Deutschlandstart will Google bis zum Ende des Jahres 2010 die zwanzig größten deutschen Städte virtuell verfügbar machen. Dazu gehören Berlin, Bielefeld, Bonn, Bremen, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Nürnberg, Stuttgart und Wuppertal. Die dabei aufgezeichneten Bilder, sollen Unternehmen nutzen können, um sie über Google Maps in ihre Webseiten zu integrieren.

Bisher steht Google Street View weltweit in 23 Ländern zur Verfügung, darunter 12 europäische Staaten. Bereits Anfang Juli 2010 hatte Google bekannt gegeben, die seit Mai ruhenden Kamerafahrten wieder aufnehmen zu wollen. Dazu wurden die WLAN-Scanner an den Fahrzeugen abmontiert und der entsprechende Code in der Verarbeitungssoftware entfernt. Gegen die frühere Praxis des Fotografierens und Aufzeichnens kabelloser Netzwerke wurde im Juni in Rheinland-Pfalz bei allen acht Staatsanwaltschaften bereits ein Strafantrag gestellt.

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E-Book Entwicklung in Deutschland

22.07.2010, 8:23

Amazon hat in den USA erstmals mehr E-Books als Hardcover-Bücher verkauft. Doch während in Übersee von einem Meilenstein die Rede ist, kann der deutsche E-Book-Markt von so einer Entwicklung vorerst nur träumen. Nach wie vor ist das Angebot an deutschsprachigen E-Books sehr begrenzt.

Größtes Problem auf dem deutschen Markt: Der Kindle ist erst seit kurzem erhältlich und alternative E-Reader haben keine große Lobby und können sich daher nicht wirklich durchsetzen. Auch sind die Preise relativ hoch. Erst seit dem iPad beginnen E-Reader und Tablets den Massenmarkt zu erschließen, so Ronald Schild, Geschäftsführer der MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels gegenüber Pressetext. Daher hinkt Deutschland den USA um zwei bis drei Jahre hinterher, was ganz normal sei. Nach diesem Muster sollen die letzten Entwicklungen im digitalen Bereich verlaufen sein.

Dass es auf dem deutschen E-Book-Markt derzeit noch nicht viel zu sehen gibt, täuscht. Glaubt man dem Experten, so “brodelt es unter der Oberfläche gewaltig”. Alle Verlage stellen laut Schild derzeit ihre Produktion so um, dass sie bei Neuerscheinungen sofort mit E-Book-Versionen an den Start gehen können. Einen Durchbruch soll es in den nächsten sechs bis zwölf Monaten geben. (Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

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Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister

10.03.2010, 14:25

Zwei große Onlinehändler sind unter den ersten zehn der Unternehmen, die für ihre Kundenfreundlichkeit ausgezeichnet wurden: Otto erreichte Rang drei, der Baur Versand Position zehn.

“Die Qualität der Kundenorientierung, vor allem die der zehn Bestplatzierten, ist stark gestiegen”, sagte Peter Maas von der Universität St. Gallen der Printausgabe des Handelsblatts, das den Wettbewerb Deutschlands kundenorientierteste Dienstleister gemeinsam mit der der Universität , ServiceRating und Steria Mummert Consulting veranstaltet. Und hier die Top Ten:

1. Carglass
2. Interhyp
3. Otto
4. Cosmos-Direkt
5. ICUnet
6. SBK
7. Donner & Reuschel
8. Licht-Blick
9. Schwenninger BKK
10. Baur Versand

Die Sieger werden über eine Managementfragebogen, Kundenbefragung und ein Unternehmensaudit ermittelt. Dass am Wettbewerb vor allem große Unternehmen vertreten sind, liegt an den Teilnahmegebühren in Höhe von 4.900 Euros bis 19.800 Euro.

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Computerspiele in Deutschland

09.03.2010, 16:51

Mit 63 Prozent spielen in Deutschland fast ebenso viele Frauen Games am Computer wie Männer (67 Prozent). Bei Spieleportalen liegen die weiblichen Internetnutzer sogar vorne.

Das ergab eine von Today’s Gamers durchgeführte repräsentative Studie unter 13.000 Personen in den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, UK, Belgien und den Vereinigten Staaten.

Klassische PC-Spiele werden von 70 Prozent der Befragten genutzt, Konsolengames von 56 Prozent. Spieleportale besuchen 40 Prozent der deutschen Internetnutzer – 46 Prozent der Frauen, 35 Prozent der Männer. Bei den Gamerinnen liegt zylom.de auf Platz eins der beliebtesten Portale, gefolgt von King.com und jetztspielen.de. Bei den Gamern ist Gameduell besonders beliebt, King.com und zylom.de belegen die Plätze zwei und drei.

“Männer wollen gewinnen und lieben Action, Frauen wollen sich fordern”, meint Psychologe Marcelino Lopez. Während sich Männer am stärksten von Spielen faszinieren lassen, bei denen sie actionreiche Abenteuer erleben und sich mit anderen messen können, zeigen Frauen kein Interesse an Games dieser Art. Die beliebtesten Spiele bei Frauen sind Denksportspiele, Puzzles und Mahjong.

Die Studie gibt auch Aufschluss über den sozialen Status der weiblichen Gamefans. “Oft wird fälschlicherweise angenommen, dass Gamerinnen ein niedriges Einkommen haben, zumeist alleinstehend sind und sich nicht für andere Onlineaktivitäten interessieren”, sagt Hein Medema, Marcom Manager bei Zylom by RealGames. “Die Ergebnisse dieser Studie belegen das Gegenteil. In Wahrheit sind weibliche Spielefans gebildet und in Berufen mit überdurchschnittlichem Einkommen tätig. Viele von ihnen haben hohe Positionen inne.”

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Facebook wächst in Deutschland am schnellsten

02.02.2010, 15:40

Nutzungsverhalten von Social Media

Social-Media-Seiten erfreuen sich weltweit zunehmender Beliebtheit – und werden über Ländergrenzen hinweg übereinstimmend genutzt. In Deutschland top: Youtube, Wikipedia und Facebook.

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eBay kippt Gratisversand

02.02.2010, 15:39

Zwang zum kostenlosen Versand entfällt

Das Auktionshaus geht in Deutschland auf die Beschwerden seiner Verkäufer ein und schafft den Zwang zum kostenlosen Versand ab. Zudem wird die Schwelle für Powerseller drastisch gesenkt und Paypal als Zahlungsmethode für Anbieter mit weniger als 50 Bewertungspunkten Pflicht.

Der Gratisversand, der seit vergangenem Jahr in einigen Kategorien gilt, war bei den Käufern beliebt, stieß aber bei den Verkäufern auf Ablehnung – vor allem bei Produkten mit geringem Preis. Ab 8. Februar 2010 dürfen die Händler ihre Versandkosten in den betroffenen Kategorien wieder selbst festlegen, solange sie sieben Euro nicht überschreiten. Zusätzlich gelten Kategorie unabhängige Obergrenzen auf dem gesamten eBay-Marktplatz, wenn bestimmte Versandprodukte wie Büchersendung oder Brief im Verkaufsformular ausgewählt werden.

eBay macht es gewerblichen Verkäufern ab April deutlich einfacher, am Powerseller-Programm teilzunehmen: Bedingung sind künftig 100 Transaktionen und 2.500 Euro Bruttoumsatz in zwölf Monaten. Bislang lag die Schwelle für gewerbliche Verkäufer bei mindestens 300 verkaufte Artikeln pro Monat in drei aufeinander folgenden Monaten und 3.000 Euro Bruttoumsatz – ebenfalls pro Monat.

Die Qualitätsanforderungen werden im Gegenzug angehoben: Alle Powerseller müssen künftig einen Mindestwert von 4,40 in jeder der vier detaillierten Bewertungsbereiche haben, aktuell sind es 4,00 Punkte.

Auch für Privatverkäufer werden die Bewertungskriterien verschärft: Der Prozentsatz der unterdurchschnittlichen Bewertungen darf nicht höher als 1,2 oder 2,4 Prozent in den jeweiligen detaillierten Bewertungsbereichen sein (bisher vier oder fünf Prozent) beziehungsweise die Anzahl der unterdurchschnittlichen Bewertungen darf über einen bestimmten Zeitraum gesehen nicht größer als vier sein (bisher fünf).

Verkäufer mit weniger als 50 Bewertungspunkten müssen zudem ab 25. Februar 2010 Paypal als Zahlungsmethode anbieten. Damit will eBay das Vertrauen in den Marktplatz stärken: Haben Käufer mit PayPal bezahlt, erhalten sie den Kaufpreis in voller Höhe von PayPal erstattet, wenn ein Artikel nicht verschickt oder unzutreffend beschrieben wurde. Dass diese Regel mehr Umsatz für den hauseigenen Bezahldienst bringt, ist ein angenehmer Nebeneffekt.

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