Individuelle Zeitung niiu unter Druck

21.07.2010, 8:44

Im November 2009 startete die niiu, eine individualisierte und personalisierte Tageszeitung, die den eigenen Lesern Inhalte mehrerer Zeitungen zur Auswahl stellt. Gedruckt wird im InkJet-Druck. Sechs Monate nach dem Start wollten die Geschäftsführer 5000 tägliche Leser erreichen und Zahlen nennen. Doch auch zwei Monate nach dem Stichtag hüllt man sich in Schweigen: Ist die niiu etwa ein Flop?

Zuerst ein paar Worte zur niiu, der individualisierten Tageszeitung, um die es geht: Die persönliche Tageszeitung wird bei RT Digitaldruck in Berlin auf einer Océ JetStream 2200 im InkJet von Rolle-zu-Rolle gedruckt – direkt auf zeitungsähnlichem Papier. Bis 6 Uhr am Morgen sollen die Zeitungen dann bei den Lesern im Briefkasten landen.

Zusammenstellen lässt sich die Zeitung jeden Tag bis ca. 14 Uhr selbst. Dabei wählt man in seinem persönlichen Online-Portal nach dem Einloggen Tageszeitungs- und Onlineinhalte aus, priorisiert diese und legt das Layout für seine Zeitung fest. Der Preis beläuft sich auf ca. 1,20 Euro je Ausgabe oder bis zu 1,80 Euro bei Einzelbezug. Es gibt kein Abo sondern ein Punktesystem, welches ungewöhnlich ist. Doch gerade Studenten, die Zielgruppe der Zeitung, haben damit die nötige Flexibilität, da man so nicht jeden Tag eine Zeitung beziehen muss und vom Punktekonto nur Punkte abgebucht werden, wenn die eigene Zeitung gedruckt wird.

Die Inhalte der niiu kommen dabei von mehreren Partner-Zeitungen. Diese stellen die Inhalte Nachts bereit, automatisch generiert das niiu-System im Hintergrund die Tageszeitungen und der Druck der Daten beginnt. Anschließend werden die Zeitungen über OHL (Ohl-Logistik) ausgeliefert. Eine Bestellung der niiu ist derzeit nur im Raum Berlin möglich.

Der Startschuss der niiu sollte nach anfänglicher Planung im April 2009 fallen, wurde aber immer weiter verschoben, sodass der Start erst am 16. November 2009 erfolgen konnte. Seitdem wurde das Projekt immer wieder in den Medien beworben und angesprochen, es gab viele Interviews der Gründer und Geschäftsführung. Zuletzt sprach niiu-Gründer Wanja Sören Oberhof in einem am 22. Juni 2010 veröffentlichten Interview über den Stand bei niiu.

Was sich in den Recherchen immer wieder herausgestellt hat, ist die Zahl 5000. 5000 Leser haben sich die niiu-Macher als Ziel nach den ersten sechs Monaten gesetzt. Dabei wollte man nicht die Leser bis dahin zusammenzählen, sondern nach diesem Zeitraum im Schnitt täglich 5000 Leser haben. Dies wurde auch im Mai wieder bekräftigt.

Der Mai verging jedoch ohne weitere Stellungnahme zu dieser Zahl. Auch heute, zwei Monate nach diesem Stichtag gibt es keine offiziellen Zahlen. Natürlich hat Beyond-Print versucht, an die Zahlen zu gelangen, woraufhin am 17. Mai niiu-Gründer Wanja S. Oberhof im Interview mit Chefredakteur Daniel Schürmann schriftlich erklärte: “Wir werden Anfang Juni eine offizielle Bekanntgabe der exakten Zahlen vornehmen, deswegen bitte ich um Verständnis, dass Ihnen im Vorfeld noch keine detaillierten Zahlen bereitgestellte werden können.”

Doch auch der Termin Anfang Juni verstrich ohne eine Bekanntgabe der Zahlen. Weder im Blog, noch auf der Webseite der niiu selber, auf Twitter oder Facebook werden konkrete Zahlen angesprochen. Stattdessen tut sich seit über einem im Twitter-Kanal nichts mehr und in der Facebook-Gruppe liest man immer wieder von Problemen bei der Logistik (nicht zugestellte Zeitungen trotz Bestellung), fehlerhafte Software (Inhalte werden nicht korrekt in die Zeitung übertragen) oder schlichtweg sogar Ausfälle der Druckmaschine.

Zu den Leserzahlen jedoch gibt es keine Angaben außer, dass täglich “mehrere tausend” Exemplare gedruckt werden, so Wanja S. Oberhof in Interviews. Bei Twitter zählt die auf Studenten ausgerichtete Zeitung 206 Follower, bei Facebook hat man 1651 Fans. Wenn jeder davon die niiu bestellt, kommt man nicht mal auf 2000 bezahlte Ausgaben am Tag.

Auf der Océ JetStream 2200, die zum Druck der niiu verwendet wird, können rund 8000 Zeitungen in der Nacht drucken. Auslastungswerte wurden uns jedoch nicht mitgeteilt. Ein Problem für die niiu könnte hingegen werden, dass nach Branchengerüchten RT Digitaldruck vor dem Ende steht. Würde der Druckpartner der niiu Pleite gehen, müsste man sich einen neuen Partner suchen, um die Zeitungen zu drucken.

Als wir weiter nachhakten, rief Geschäftsführer Wanja S. Oberhof an, und teilte den Grund für die Verzögerung für die Nennung der Leserzahlen und Auflage mit: Man habe eine Vereinbarung mit einem Magazin getroffen, welches in der 30. Kalenderwoche exklusiv die Zahlen in einem ausführlichen Artikel bekannt geben wird. Verständlich, dass man sich daher gegenüber anderen Medienvertretern noch nicht äußern will.

Auf Nachfrage, ob man mittlerweile mehr als 5000 tägliche Leser zu verzeichnen habe, antwortete der Geschäftsführer mit einem “Nein” und ergänzte “Es sind aber nicht viel weniger”. Man hat das Ziel also wohl knapp verfehlt. Wir bleiben natürlich am Ball. Mehr zur niiu gibt es auf der Webseite: www.niiu.de. (Daniel Schürmann)

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Verfahren für Unternehmensbewertung

11.06.2010, 8:56

Die Frage nach dem Wert des eigenen Betriebs beschäftigt Unternehmer spätestens dann, wenn das Unternehmen an einen Nachfolger übergeben oder verkauft werden soll. Eigene Vorstellungen weichen häufig von den tatsächlich erzielbaren Preisen ab. Um in Verhandlungen eine faire Basis für alle Parteien zu schaffen, sollte der Unternehmenswert möglichst objektiv und nach anerkannten Regeln ermittelt werden.

Aus diesem Grund bieten die Druck- und Medienverbände jetzt eine bundesweit einheitliche Unternehmensbewertung nach dem standardisierten Verfahren der Druckindustrie nach AWH (AWH-Standard) an, so der bvdm. Dieses Bewertungsverfahren wurde von der Arbeitsgemeinschaft der Wert ermittelnden Betriebsberater im Handwerk (AWH) des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) speziell auf die Anforderungen von kleinen und mittelständischen Unternehmen zugeschnitten.

Die Unternehmensbewertung beruht auf den zu erwartenden Betriebsergebnissen. Durch Projektion der bereinigten Vergangenheitsergebnisse in die Zukunft und durch die Kapitalisierung der zukünftig zu erzielenden Überschüsse wird der Ertragswert ermittelt.

Das bundesweit standardisierte Bewertungsverfahren wird ständig in seiner Funktion überprüft und neuen Anforderungen angepasst. Durch ein dazugehöriges Schulungskonzept sowie Arbeitshilfen wird eine einheitliche Anwendung sichergestellt und der Einfluss subjektiver Faktoren reduziert. Die Finanzbehörden erkennen den AWH-Standard zur Ermittlung des Ertragswerts beispielsweise für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer an.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesverband Druck und Medien. (Daniel Schürmann | Quelle: bvdm-online.de)

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IPEX sorgt für positive Stimmung

02.06.2010, 15:44

Über 50.000 internationale Besucher informierten sich vom 18. bis zum 25. Mai 2010 in Birmingham über die zahlreichen Innovationen von Heidelberg, die unter dem Leitmotto “HEI Performance und HEI Value” vorgestellt wurden. Und Heidelberg war zufrieden, so Vorstandsvorsitzender Bernhard Schreier.

Insgesamt hat man auf der IPEX zahlreiche Aufträge für Equipment und Service aus allen Teilen der Welt verbuchen können, darunter über 900 Druckwerke in allen Formaten und mehr als 90 Maschinen für die Weiterverarbeitung. Die positive Stimmung in der Branche setzt die spürbare Aufwärtstendenz fort, resümiert das Unternehmen. Als besonders investitionsfreudig waren dabei die Kunden aus den Märkten Großbritannien, China und Indien.

Die Lösungsangebote von Heidelberg waren an den Kundenbedürfnissen ausgerichtet und deckten die Markttrends wie Lean Manufacturing, Short-run-Printing, umweltgerechtes Drucken und Web-to-Print ab.

Besonders im Bereich MIS und Web-to-Print kündigte Heidelberg neue Partnerschaften mit lokalen Anbietern an. Weitere Heidelberg-Neuheiten von der IPEX finden Sie hier. (Daniel Schürmann | Quelle: heidelberg.com)

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Design in der Architektur

18.03.2010, 10:57

Die Durst Phototechnik AG produziert industrielle Inkjet-Drucker für den großformatigen Digitaldruck und schafft damit die technologische Basis für ein weites Spektrum an Möglichkeiten zur Gestaltung und Veredelung einer Reihe von flexiblen wie starren Materialien. Dank neuer Technologien wird der Digitaldruck zunehmend für permanente Gestaltungslösungen auch im Außenbereich attraktiv.

Bislang besonders in der Werbewirtschaft populär, eröffnet die Digitaldrucktechnik schön längst eine Reihe von Anwendungen abseits der bekannten temporären Einsatzmöglichkeiten. So ist es zum Beispiel möglich, anstelle teurer, pflegeintensiver und transportaufwändiger Natursteine die gewünschten Steinmuster randlos und ohne Motivwiederholung auf Fliesen zu drucken. Ebenso lassen sich Laminatfußböden individuell in der Optik seltener Hölzer gestalten, ohne zum Beispiel geschützte Tropenhölzer zu verwenden. Auch Tapeten erleben wieder eine Renaissance und lassen dank der modernen Drucktechniken eine Vielzahl an Effekten zu und vollziehen den Wandel von der biederen Wandbekleidung hin zur künstlerisch gestalteten installativen Wandarbeit.

Um besonders Architektinnen und Architekten, über die Möglichkeiten des Digitaldrucks zu informieren und die Anliegen und Bedürfnisse der Berufsgruppe zu debattieren, lud das Unternehmen zum interdisziplinären Austausch in das Linzer Design Center.

Die Anmut und Qualität osmanischer Fliesenkunst inspirierte die international renommierte Produktdesignerin Defne Koz dazu, die Magie, die dem Material innewohnt mit den Mitteln der Gegenwart zu interpretieren. In ihren Designs erforscht sie die vielen Facetten zwischen Opazität und Transluzenz sowie Effekte von Reflexion und Lichtbrechung.

Im Auftrag von Durst entwickelte sie keramische Fliesen mit strukturierter Oberfläche, deren visuelle und haptische Eigenschaften mittels Inkjet-Technologie zu überraschenden 3D-Effekten gesteigert werden. Bei der anschließenden Diskussion unter Leitung von Architekturpublizistin Franziska Leeb wurden wurden sowohl die Traditionen täuschend echter Imitationen und deren Stellenwert heute diskutiert als auch Fragen der Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit erörtert.

Weitere Informationen über das Event gibt es auf der Webseite der Durst Phototechnik AG. (Daniel Schürmann | Quelle: Pressemeldung der Durst Phototechnik AG)

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R.R. Donnelley plant Übernahme

01.03.2010, 13:36

Der bekannte US-amerikanische Verlag und Druckdienstleister R.R. Donnelley hat kürzlich seine Zahlen für das vierte und letzte Quartal des Jahres 2009 veröffentlicht. Unter dem Strich musste man ein Minus von knapp 80 Millionen Dollar ausweisen. Dennoch plant man die Übernahme des Kommunikationsdienstleisters Browne & Co für rund 480 Millionen Dollar.

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manroland plant WIFAG-Kauf

01.03.2010, 13:31

manroland steht mit der WIFAG AG in Verhandlungen zum Erwerb des Berner Spezialisten für Zeitungsdrucklösungen. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde bereits unterzeichnet, gab manroland vor wenigen Tagen bekannt. Ziel ist der Abschluss der Verhandlungen noch im Frühjahr diesen Jahres.

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Stagnation bei Druck- und Papiertechnik

25.02.2010, 10:38

Schwieriges Marktumfeld auch für das kommende Jahr erwartet

Die Hersteller von Druck- und Papiertechnik erwarten für 2010 bestenfalls eine Stagnation auf niedrigem Niveau, teilte der Fachverband Druck- und Papiertechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) anlässlich seiner Jahrespressekonferenz vor wenigen Tagen mit. Im vergangenen Jahr gab es ein großes Umsatzminus.

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Sprecherliste der LOPE-C

18.02.2010, 11:39

Herausgeber von Beyond-Print spricht auf LOPE-C über Print 2020

Die LOPE-C ist der Branchentreff für organische und gedruckte Elektronik mit mehr als 130 Präsentationen internationaler Experten sowie 75 Ausstellern. In diesem Jahr findet die LOPE-C vom 31. Mai bis 2. Juni in Frankfurt statt. Einer der vielen Sprecher ist Beyond-Print Herausgeber Bernd Zipper, der die Anwesenden über Print im Jahre 2020 informiert.

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Die 40 schönsten Print-Portfolios

10.02.2010, 18:15

Printmedien haben ihren ganz eigenen Reiz und Ansprüche. Als Quelle der Inspiration und auch als eine Übersicht, was Kollegen in diesem Bereich so produzieren, haben wir 40 der schönsten Print-Portfolios recherchiert und zusammengestellt. Darunter sind viele Poster, Flyer und Kataloge zu entdecken, aber auch Bücher oder Produktverpackungen werden vorgestellt. Beachtenswert ist auch, dass zahlreiche der Künstler neben dem Print- auch im Logo- oder Webdesign tätig sind. Es gibt also für jeden Gestalter sehenswerte Ergebnisse zu bewundern.

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Heidelberger Neunmonatszahlen

10.02.2010, 11:14

Geschäftsvolumen auf dem Weg nach Oben

Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 (1. Oktober bis 31. Dezember 2009) im Vergleich zu den Vorquartalen einen Anstieg bei Auftragseingang und Umsatz erzielt. Der operative Verlust konnte in den vergangenen drei Monaten aufgrund der erzielten Einspareffekte durch das Maßnahmenpaket zur Kostensenkung stark reduziert werden.

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