E-Commerce setzt stärker auf TV-Werbung

29.01.2015, 11:05

Spendings 2014

Immer mehr E-Commerce-Unternehmen entdecken die TV-Werbelandschaft. Im vergangenen Jahr hat in Deutschland Amazon am kräftigsten die Fernsehwerbetrommel gerührt.

E-Commerce goes TV

(Quelle: Fotolia.de/Dmitry_Koksharov)

Von Reiseportalen über Online-Shops bis hin zu Dating-Plattformen: E-Commerce-Unternehmen setzen zunehmend auf das Fernsehwerbegeschäft, um auf sich aufmerksam zu machen und ihre Reichweiten zu erhöhen.

Jeder vierte Werbespot bewirbt bereits ein E-Commerce-Produkt. Wer dabei im vergangenen Jahr in Deutschland die Werbe-Nase vorn hatte, hat das Medienbeobachtungsunternehmen XAD analysiert.

Das Ergebnis: Amazon führt mit über 100,3 Millionen Euro Brutto-Media Ausgaben und 15.000 Ausstrahlungen die Rangliste an. Der zweite Platz geht an das Vergleichsportal Check24, mit 70,4 Millionen Euro und 23.600 Ausstrahlungen. Auf Platz drei folgt das Reiseportal Trivago.

Die Big Player der E-Commerce Branche


Die Big Player der E-Commerce Branche

(Quelle: XAD)

Insgesamt investierten die Top Ten der E-Commerce-Unternehmen 561 Millionen Euro im Jahr 2014 in TV-Werbung.

Die steigende Marktrelevanz von Vergleichsportalen spiegelt sich auch in der Fernsehwerbelandschaft wider: Unter den Top Ten der E-Commerce Unternehmen finden sich fünf Vergleichsportale. Allein die Reiseportale machen 42 Prozent der Brutto-Media-Ausgaben aus.

Laut XAD unterscheiden sich Platz zwei und drei dabei in ihrer Werbestrategie erheblich vom Erstplatzierten. Amazon zahlt im Durchschnitt 6.700 Euro pro Ausstrahlung. Check24 zahlt dagegen nur 3.000 Euro und Trivago 3.300 Euro pro Ausstrahlung.

“Der Ansatz, verstärkt über kleine und kostengünstigere Spartensender wie sixx, DMAX, Sport1 oder ntv den Markteintritt zu wählen, ist eine Strategie die sich bei vielen, insbesondere jungen E-Commerce Unternehmen beobachten lässt”, erklärt Andreas Steinrücke, Geschäftsführer von XAD Service.

Insgesamt investierten E-Commerce-Unternehmen 1,9 Milliarden Euro in den TV-Werbemarkt 2014.

Zur Methodik: Unter E-Commerce versteht XAD nicht nur den reinen Kauf- und Verkaufsprozess, wie in Onlineshops, sondern auch Leistungen beispielsweise im Bereich Kundenservice, Dating und Online-Banking.

Zudem kommen klassische Unternehmen wie Otto, die ihr Geschäftsmodell auf den Onlinebereich erweitert haben. Die aufgeführten TOP 10 wurden nach der Höhe ihrer Brutto-Media Ausgaben im TV ausgewählt.

Der Analysezeitraum umfasst das Gesamtjahr 2014. XAD überwachte dabei 20 deutsche Free TV Sender. Pay TV wurde nicht betrachtet. Mithilfe einer bild- und audiobasierten Videoerkennungstechnologie trackt das Unternehmen dabei jeden TV-Werbespot, zeichnet ihn auf und hinterlegt ihn mit redaktionellen Informationen.

Die Brutto-Media-Ausgaben werden auf Grundlage des Codierungsverfahrens der GfK, der Preisindizes der einzelnen Sender und der Länge der Spots berechnet. Auf Basis dieser Daten trifft XAD Aussagen hinsichtlich der Anzahl der Ausstrahlungen und der Brutto-Media-Ausgaben pro Kampagne.

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dm startet deutschen Online-Shop

27.01.2015, 13:08

Multichannel-Offensive

Obwohl dm-Chef Erich Harsch noch im Dezember kundtat, dass das Web-Angebot von dm in Österreich noch keinen Hype ausgelöst habe, verkauft die Drogeriemarktkette bald auch in Deutschland online.

dm setzt ab dem Frühsommer auf Multichannel

dm setzt ab dem Frühsommer auf Multichannel
(Quelle: dm Deutschland)

“Wann kommt endlich ein deutscher Online-Shop?” In sozialen Medien wie Facebook forderten die dm-Kunden schon seit Jahren ein E-Commerce-Engagement ihrer Lieblingsdrogeriemarktkette. Doch das Unternehmen blieb zögerlich. Ein Testballon, bei dem dm-Eigenmarken über Amazon angeboten wurden, wurde mangels Erfolg gestoppt. Darüber hinaus äußerte dm-Chef Erich Harsch an passender Stelle stets, wie “extrem schwierig” es sei, mit Drogerieartikeln online profitabel zu arbeiten. Denn die bevorzugten Online-Produkte wie Windeln, Waschmittel oder Toilettenpapier seien im Preisniveau derart unten, dass sie kaum noch Marge brächten. Auch über den 2013 in Österreich gestarteten dm-Webshop sagte Harsch noch im Dezember: “Es ist zu früh, eine Bilanz zu ziehen. Aber bisher hat das Online-Angebot noch keinen Hype ausgelöst.”

Jetzt allerdings erfolgt die Kehrtwende. Im Frühsommer 2015 will dm auf seiner Website dm.de einen eigenen Online-Shop eröffnen. Nahezu das gesamte Sortiment der stationären Märkte soll online bestellbar sein. Ergänzt wird der Bestellkanal um kompetente Beratung mithilfe von zahlreichen redaktionellen Inhalten. Gezielt ausgewählte Filter sollen Kunden schnell zu den Produkten führen, die ihren individuellen Bedürfnissen entsprechen.

Mit dem Shop spricht dm laut Harsch gerade die Menschen an, die “keinen dm-Markt in der Nähe haben oder während der Öffnungszeiten keine Zeit finden, zu uns zu kommen.” Und dies zu gewohnt günstigen Dauerpreisen. Geliefert wird per DHL oder Hermes. Auch Click & Collect soll möglich sein. “Gerade weil wir weiterhin der günstigste Anbieter für Drogeriewaren am Markt sein möchten, haben wir uns entschieden, für die Lieferung Versandkosten zu erheben”, sagt Harsch. “Die Kunden, die in unseren Märkten einkaufen, sollen nicht über erhöhte Preise die Versandkosten des Onlineshops mittragen müssen.”

Aus schierer Not scheint dm nicht zu handeln. Das Umsatzwachstum ist seit Jahren regelmäßig zweistellig, die Presse berichtet in schöner Regelmäßigkeit über “Rekordumsätze”. Der Online-Boom beeinflusste diese Entwicklung laut Harsch “nicht”. Das zeigt das Beispiel Rossmann. Die zweitgrößte deutsche Drogeriemarktkette meldete für das Jahr 2013 gerade einmal Online-Umsätze in Höhe von 34 Millionen Euro. Peanuts im Vergleich zum Gesamtumsatz von 5,9 Milliarden Euro. Darüber hinaus stagnieren die Online-Umsätze des Unternehmens seit Jahren, während der Gesamtumsatz weiter wächst.


Während Rossmann stationär wächst, stagnieren die Web-Umsätze seit geraumer Zeit

Während Rossmann stationär wächst, stagnieren die Web-Umsätze seit geraumer Zeit
(Quelle: Statista)

Ein größerer Widersacher dürfte Amazon sein, der jüngst in den USA mit einer Eigenmarke für Windeln in den Gefilden der Drogeriemarktketten zu wildern begann. Insgesamt gaben deutsche Online-Shopper laut Zahlen des bevh 2013 für Drogerieartikel, Kosmetik und Parfüm im Netz 1,1 Milliarden Euro aus. Den Gesamtmarkt für Schönheits- und Haushaltspflegeprodukte beziffert das IKW auf 17,1 Milliarden Euro.

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Mittelständler überholen Amazon

22.01.2015, 13:49

ECC-Studie

Lange war Amazon der Konkurrenz um Längen voraus. Doch die deutschen Shop-Betreiber holen mit schnellen Schritten auf und etablieren sich durch Professionalität in den Herzen der Verbraucher.

Amazon hat ein mobiles Problem: Die Sortimentsvielfalt lässt sich nur schwer abbilden

(Quelle: Shutetrstock.com(Twin Design)

Dass Amazon in der Kundengunst schwächelt, war bislang vor allem ein gefühltes Phänomen. Eine Studie des ECC Köln untermauert dieses Gefühl nun allerdings mit harten Zahlen. Die Marktforscher haben mit Unterstützung der Otto-Group-Töchter Hermes und Yapital sowie mit SAP 10.600 Online-Shopper zu ihren Erfahrungen mit 105 Online-Shops befragt. Berücksichtigt wurden dabei Faktoren wie Website-Design, Usability, Service, Bezahlung und Check-Out, Preis-Leistung, Sortiment sowie Versand und Lieferung.

Das Ergebnis: In der vierten Ausgabe der Studie “Erfolgsfaktoren im E-Commerce – Deutschlands Top-Online-Shops” schafft es Amazon erstmals nicht mehr unter die Top Ten. Auf den Spitzenplätzen landeten das Musikhaus Thomann, unter anderem aufgrund seines hohen Kundenbindungsindexes sowie sehr guten Werten bei Sortiment und Service, die Parfümerie Pieper, die bei Websitedesign und Usability punktet, sowie Shop-Apotheke und Zooplus.

Dabei konnte Amazon seinen Index im Vergleich zum Vorjahr sogar noch leicht von 76,6 auf 77,2 Punkte steigern. Doch andere Shopbetreiber legten schlichtweg noch stärker zu. So verbesserte sich beispielsweise Amazon in einzelnen der sieben untersuchten Kategorien nur leicht, während das Musikhaus Thomann seine Indexwerte deutlich steigerte. Auch im direkten Branchenvergleich in der Kategorie Generalisten muss sich Amazon geschlagen geben und landet hinter dem Online-Shop von Otto. Ein Grund: Die Hamburger legten in Sachen Kundenzufriedenheit deutlich zu.

“Amazon war in puncto Service und schnelle Lieferung lange Spitzenreiter bei der Kundenzufriedenheit – andere Online-Shops haben jedoch deutlich aufgeholt”, erklärt IFH-Köln-Geschäftsführer Kai Hudetz die Studienergebnisse. Zudem leide die Usability unter dem immer breiter und tiefer werdenden Sortiment. Vor allem über mobile Endgeräte werden die Kunden der Studie zufolge dem großen Angebot nur noch schwer Herr. Für die Konkurrenz ist das allerdings nur bedingt ein Grund zum Jubeln, denn Amazon hat noch immer eine Reichweite, von der andere Shops nur träumen können: 95 Prozent der Befragten haben bei dem E-Commerce-Riesen bereits eingekauft, Otto kommt hier nur auf Werte von 57,3 Prozent, Tchibo auf 47,9 Prozent. Und obwohl auch die Wiederkaufsabsicht gesunken ist (88,7 Prozent im Vergleich zu 92 Prozent im Vorjahr), zeigen die Studienergebnisse, dass “Amazon umsatzseitig weiterhin auf dem Vormarsch ist.”


Musikhaus Thomann führt vor Pieper und Zooplus

(Quelle: ECC Köln)

Kategoriesieger im Bereich Mode wurde Deichmann, gefolgt von s.Oliver. Beide Shops behaupteten sich gegen Konkurrenten wie Zalando oder Esprit. Weitere Shops in dem Segment waren Hugo Boss, Zara, Bonprix, C&A, Walbusch, Gerry Weber, Görtz, Sheego, Heine, Mister Spexx, H&M, Schuhtempel24, Aboutyou.de, Asos, Mirapodo und Fashion-ID.

In der Kategorie Sport & Hobby setzte sich das Musikhaus Thomann durch. Konkurrenten wie Globetrotter, SportScheck, Nike, Runners Point, Adidas, Intersport, Puma oder Planet Sports schnitten schlechter ab. Bei den Apotheken überzeugte die Shop-Apotheke vor Docmorris, Sanicare, Medpex, Apodiscounter.de und EAV Europa-Apotheke Venlo.

In Sachen Wohnen zeigten die Kunden von Fashion for Home die höchste Zufriedenheit. Konkurrenten wie Strauss Innovation, Butlers, Dänisches Bettenlager, Ikea, Impressionen, Roller, Erwin Müller, Home24, Westwing oder Reuter blieben zurück.

Im Segement Parfümerien hat der unbekannteste Shop im Test, Pieper, die Nase vorn. Zwar haben dort bislang nur weniger als fünf Prozent der befragten Verbraucher eingekauft – Konkurrent Douglas kommt hier auf Werte von 51,2 Prozent – doch wer es getan hat, ist mit dem Einkaufserlebnis der Studie zufolge hoch zufrieden. Auch Konkurrent Flaconi hat zwar noch eine kleine Kundschaft – gerade einmal 9,1 Prozent der Befragten kauften dort schon einmal ein, doch die Zufriedenheit ist ähnlich hoch wie bei Pieper. Ein interessanter Hinweis, den die Studie Online-Parfümerien gibt, ist der: Die Einlösemöglichkeit von Gutscheinen ist bei Droger & Kosmetik wichtiger als im Kategoriedurchschnitt.

Auffällig: Von den untersuchten Elektronik-Shops, darunter Saturn, Media Markt, Notebooksbilliger.de, Cyberport, Pearl, Apple, Mindfactory, Conrad, Medion, Redcoon, Computeruniverse, Dell und Alternate, schaffte es überhaupt keiner in die Top Ten. Auch das Sortiment Bücher mit Shops wie Thalia, Buch.de, Weltbild, Bücher.de oder Libri schaffte es nicht auf die Liste der besten Zehn.

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TÜV-Zertifizierung für Klarna Checkout

20.01.2015, 13:59

Prüfsiegel erhalten

Prüfsiegel sollen signalisieren, dass der Online-Kauf vertrauenswürdig ist. Deshalb hat der Payment-Spezialist Klarna seine Zahlunglösung Klarna Checkout vom TÜV zertifzieren lassen.

TÜV-Zertifizierung für Klarna Checkout

(Quelle: Shutterstock_Andrey_Kuzmin)

Im April 2014 hat Klarna den “Checkout“ in Deutschland gestartet. Nun hat der TÜV Saarland die Zahllösung zertifiziert. Die Prüfer analysierten dazu die internen Verfahren, die käuferbezogenen Geschäftsprozesse sowie die technischen und organisatorischen Maßnahmen zu Informationssicherheit und zum Datenschutz.

Im Rahmen der Prüfung wurden der Rechnungskauf für Deutschland und Österreich sowie der Ratenkauf und Klarna Festgeld für Deutschland rezertifiziert. Das TÜV-Siegel ist ab sofort in den Klarna Checkout integriert und weist die Zahlungslösung im Kassenbereich des Händlers als sicher aus. “Ein höchstmöglicher Sicherheits- und Datenschutzstandard hat auch im Klarna Checkout höchste Priorität – dafür haben Kunden und Händler nun einen objektiven und international anerkannten Nachweis”, sagt Gerrit Seidel, Senior Vice President DACH bei Klarna. Die im Checkout integrierte Zahlart Sofortüberweisung wurde vom TÜV Saarland ebenfalls mit dem Zertifikat “Geprüftes Zahlungssystem” ausgezeichnet.

So funktioniert der Checkout

Das Ziel des Checkouts ist, den Zahlvorgang im Online-Shop zu vereinfachen. Wenn Kunden in einem Shop mit Klarna Checkout zahlen, geben sie beim ersten Mal ihre Daten in ein Formular ein: Name, Anschrift, E-Mail-Adresse und optional das Geburtsdatum, wenn sie per Rechnung zahlen wollen. Klarna trifft auf Basis dieser Daten die Entscheidung, wie kreditwürdig der Kunde ist.

Der Payment-Dienstleister bietet an, die Kundendaten zu speichern, so dass beim nächsten Zahlvorgang nur noch die E-Mail-Adresse und die Postleitzahl eingeben werden müssen. Das funktioniert Shop-übergreifend bei jedem Online-Händler, der den Checkout integriert hat. Ein Login oder Passwort ist nicht nötig, um den Kaufvorgang durchzuführen. Der Bezahlprozess wird einfacher und kürzer, weil Kunden bei den Folgezahlvorgängen nicht viele und keine sensiblen Daten eingeben müssen.

Nicht nur das TÜV-Zertifikat soll die Vertrauenswürdigkeit von Klarna unterstreichen. Das Unternehmen ist seit 2011 auch “Trusted Shops Authorized Partner”. Trusted Shops überprüft Händler anhand von über 100 Einzelkriterien wie Bonität, Preistransparenz, Kundenservice und Datenschutz und vergibt daraufhin sein Gütesiegel. Das Siegel drückt aus, dass die Prozesse von Klarna den Qualitätskriterien von Trusted Shops entsprechen.

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Zwei Drittel wollen Handy beim Einkauf nutzen

20.01.2015, 7:58

Mobile Shopping Services

Informationen abrufen, Preise vergleichen, Rechnungen begleichen – die Einsatzmöglichkeiten für Smartphones am Point of Sale sind vielfältig. Und das Interesse der Konsumenten daran ist groß.

Zwei Drittel wollen Handy beim Einkauf nutzen

(Quelle: Shutterstock.com/Poznyakov)

Nicht ohne mein Smartphone: Wie generell im Alltag werden mobile Devices auch beim Einkaufsbummel immer mehr zur Selbstverständlichkeit beziehungsweise zum Must-have. Entsprechend hoch ist das Potenzial für Services am Point of Sale (PoS): Fast zwei Drittel (64 Prozent) der deutschen Internetnutzer möchten gern Preise und Angebote während des Shoppings vergleichen, und sogar mehr als 70 Prozent der Smartphone-Besitzer würden über ihre mobilen Geräte gern Informationsservices am PoS nutzen – oder tun dies bereits. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Internet-repräsentative Studie, die das Online-Marktforschungsinstitut im Auftrag der Internet World Messe durchgeführt hat.


Interesse der Webuser am Smartphone-Einsatz in Geschäften

(Quelle: Internet World Messe/ Fittkau und Maaß)

Demnach sind preisgesteuerte Aktionen am beliebtesten. Bei den informationssuchenden Onlinern wecken vor allem Infos zu Sonderangeboten und Rabattaktionen großes Interesse bei den befragten Internetnutzern (rund 39 Prozent). Detaillierte Informationen über Produkte würden etwa 36 Prozent gerne erfahren, beinahe ebenso viele würden Produkte per Smartphone zurücklegen oder liefern lassen und 25 Prozent würden das Handy als mobile Navigationshilfe durch Geschäfte und Einkaufszentren nutzen, damit die Einkäufe leichter und effizienter vonstattengehen (siehe Grafik).
Ein Drittel möchte per Smartphone bezahlen


Interesse der Smartphone-User am Handy-Einsatz in Geschäften

(Quelle: Internet World Messe / Fittkau und Maaß)

Noch höher sind die jeweiligen Anteile verständlicherweise bei den Smartphone-Besitzern. Fast die Hälfte von ihnen (46,6 Prozent) ist daran interessiert, von Sonderangeboten und Rabattaktionen in Geschäften zu erfahren. Bei einem Fünftel ist das bereits der Fall. Detailinfos über Produkte sind für rund 42 Prozent der befragten Smartphone-Besitzer von Interesse, ebenso viele wollen Produkte zurücklegen oder liefern lassen mit ihrem Mobilgerät. Als Navigationshilfe setzen fast sechs Prozent ihr Handy im stationären Geschäft ein, weitere 25 Prozent würden es gern tun. Und knapp ein Drittel der Befragten hat Interesse daran, mit dem Smartphone im Laden zu bezahlen (siehe Grafik).

Unterschiede lassen die Studienergebnisse auch erkennen, wenn es um die Vorlieben von Frauen und Männern hinsichtlich des Smartphone-Einsatzes am PoS geht. So sind Männer beispielsweise deutlich mehr an Produkt- und Angebotsvergleichen interessiert als Frauen. Und während Männer sich mobil eher über Technik- und Baumarktprodukte informieren wollen, stehen beim weiblichen Geschlecht Kleidung und Lebensmittel wesentlich höher im Kurs.

Die Skepsis der Smartphone-Besitzer

Wenig überraschend offenbart die Erhebung allerdings auch Bedenken der Verbraucher hinsichtlich Datenschutz und Werbe-Spam. Fast zwei Drittel der Smartphone-Nutzer finden es sehr lästig, während des Einkaufs Werbenachrichten auf ihr Handy zu erhalten. Besonders hoch sind die Anteile dabei unter den unter 20-Jährigen und den über 50-Jährigen.

“Nicht nur für Händler, auch für Endverbraucher ist das Thema ‘Smartphone am Point of Sale’ noch neues Terrain”, meint Susanne Fittkau vom Hamburger Marktforschungsunternehmen Fittkau & Maaß Consulting. Jeder zweite befragte Smartphone-Besitzer empfindet den Einsatz am PoS bislang noch als umständlich beziehungsweise gewöhnungsbedürftig, etwa wenn es um die Installation dafür erforderlicher Apps geht oder das Bedienen des Mobilgeräts vor Ort.

Für die Studie wurden im Oktober und November 2014 insgesamt mehr als 7.000 Internetnutzer über die Akzeptanz von Cross-Channel-Maßnahmen im stationären Handel befragt.

In einer weiteren Erhebung hat Fittkau & Maaß untersucht, wie Online-Käufer ihre Wunschprodukte finden. Der Stellenwert von Google oder Amazon könnte dabei geringer sein, als landläufig angenommen.

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Google integriert Ticket-Verkauf in Suche

19.01.2015, 13:01

Vom Web zum Event

Eben noch auf der Suche – jetzt schon beim Konzert. Google will den Ticketverkauf erleichtern, indem direkt aus den Suchergebnissen heraus Karten für Liveveranstaltungen gebucht werden können.

Erst suchen - dann buchen

(Quelle: Shutterstock.com/Bloom Design)


So werden die Events für Veranstaltungsorte angezeigt

(Quelle: Google.com)

Wer auf Google nach Live-Events oder Veranstaltungsorten sucht, kann in Zukunft direkt aus den Suchergebnissen heraus die Tickets für die angezeigten Veranstaltungen buchen. Möglich macht das eine Kooperation mit den Ticket-Anbietern Ticketmaster, Ticketfly, AXS und anderen. Deren Kartenverkauf wird in die Suchergebnisse von Google Search und Google Maps sowohl in mobiler als auch in Desktop-Version integriert. Damit kommen die aktuellen Events direkt in den Knowledge Graph, kündigt Google in seinem Webmaster Central Blog an.

Nutzer, die beispielsweise nach einem Veranstaltungsort suchen, können sich in den Suchergebnissen auch die aktuellen Live-Events anzeigen lassen – und von dort direkt in den Ticketverkauf klicken. Auf ähnliche Art und Weise bringt auch die Suche nach Künstlern oder Bands die entsprechenden Tourdaten auf den Bildschirm, mit der Option über die verschiedenen Konzertdaten direkt ein Ticket zu buchen.
Vergangene Woche hatte Google bereits seinen Knowledge Graph mit den Social-Media-Profilen für Marken aufgewertet. Über kleine Pop-up-Boxen integriert Google bereits seit Januar 2014 die Knowledge Graph-Inhalte in die Suchergebnisse.

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Shops setzen auf selbst entwickelte Software

16.01.2015, 7:20

E-Commerce-Systeme

Shopsystem kaufen oder selbst entwickeln? Das ist eine Kernfrage für E-Commerce-Unternehmen. Vier von zehn der größten deutschen Online-Shops verlassen sich auf individuelle Lösungen.

Shops setzen auf selbst entwickelte Software

(Quelle: Shutterstock.com/JMiks)

Der Markt der Shopsysteme im deutschen E-Commerce ist diversifiziert und unübersichtlich. Bei der Frage nach “Make or Buy” werden 40,36 Prozent des Umsatzes der Top-Tausend-Online-Shops auf Seiten mit individuellen Software-Lösungen erzielt.

Das ist das Ergebnis der Studie “Shopsysteme in Deutschland 2015″ des EHI Retail Institutes. Damit verlassen sich 423 der Shops auf eine selbst programmierte Software.


Shopsysteme der Top-1000-Shops

(Quelle: ehi.org)

Auf Platz zwei liegt Amazon Webstore, das zwar nur von vier Shops eingesetzt wird, jedoch 19,94 Prozent der Umsatzes auf sich vereint, gefolgt von Hybris (49 Shops und 6,69 Prozent), Magento (129 Shops und 5,51 Prozent) und Intershop (23 Shops und 3,94 Prozent).

Der Anteil der Eigenentwicklungen variiert stark nach Produktsegment. Shops aus dem Segment Foto, Druck, Book-on-Demand haben mit 87,50 Prozent eine Eigenentwicklung als Shopsystem, hingegen sind es im Segment Gartenbedarf nur 25 Prozent.

Bei den genutzten Programmiersprachen wurden Javascript (99,2 Prozent) und PHP (51,9 Prozent) am häufigsten identifiziert. Die meisteingesetzten Web Server sind Apache (74,1 Prozent) und nginx (20,7 Prozent). Als Serverbetriebssystem wurden, soweit zuordenbar, meist Linux-basierende Systeme wie Debian Server (12,0 Prozent) und Ubuntu (8,8 Prozent) identifiziert.

Die Analyse bezüglich Multichannel-Elementen zeigt ebenfalls unterschiedliche Häufigkeiten. Von den 1.000 Onlineshops haben 50,4 Prozent eine stationäre Filiale in Deutschland, 38,8 Prozent eine Mobile Website, 24,4 Prozent einen Katalog, aber nur 8,7 Prozent die Möglichkeit, das Produkt in der Filiale abzuholen.

Das Weihnachtsgeschäft verlief für Deutschlands Online-Händler laut einer Erhebung des bevh äußerst erfreulich: Die Umsätze wuchsen gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro.

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Digitale Services in der Filiale

14.01.2015, 9:48

Stationärer Handel

Oneview Commerce hat eine neue Plattform vorgestellt, mit der Händler ihre stationären Läden digitalisieren und mit ihren Online-Shops verknüpfen können. Das Ziel: Mehr Effizienz im Verkauf.

Digitale Services in der Filiale

(Quelle: Fotolia.de/Tyler Olson)

Kern der neuen Software-Plattform des US-Lösungsanbieters ist eine kanalübergreifende Aufbereitung und Verknüpfung der aller relevanten Daten sowohl zu den Kundenvorlieben als auch zum Warenbestand und der Verfügbarkeit der Mitarbeiter. Dabei lassen sich sowohl stationären Läden untereinander als auch mit einem oder mehreren Webshops verbinden. Zudem können die Händler über die Plattform digitale Services in ihren Filialen anbieten, die zu einem besseren Kauferlebnis des Kunden führen sollen.

Ein beispielhaftes Szenario: An die Plattform sind Tablets angeschlossen, mit denen die Mitarbeiter im der Filiale ausgerüstet sind. Betritt ein Kunde den Laden, kann er von einem Verkäufer empfangen werden. Ist der Kunde bekannt, etwa aus dem Online-Shop, bekommt der Verkäufer dessen Vorlieben, Größenangaben und letzten Bestellungen angezeigt. Er kann den Kunden besser beraten und gezielter bedienen. Zudem kann ein Kunde über ein in der Umkleidekabine angebrachtes Tablet einen Verkäufer zu sich holen. Die Plattform erkennt, welche Mitarbeiter im Laden gerade frei sind und für diese Warengruppe kompetent. Es schickt dem entsprechenden Mitarbeiter eine Meldung auf sein Tablet mit dem Hinweis, dass der Kunde Hilfe wünscht.

Die “Digital Store Plattform”, wie Oneview Commerce sein Produkt genannt hat, bietet vordefinierte Module für die Verwendung am Point of Sale, für die kanalübergreifende Verbindung, für die Kundenbindung, für die Positionsbestimmung sowie zur Verwaltung und Auslieferung von Inhalten. Zudem umfasst die Plattform Plug-ins für die Anbindung von Lösungen dritter wie etwa zur Analyse, zur Gerätekontrolle oder zu Loyality-Programmen.

Schritte in Richtung digitalisierter Laden geht beispielsweise der Elektronikhändler Conrad: Die Kunden können sich in den Filialen via Smartphone-App navigieren lassen, Tablets stehen für die Bestellung zur Verfügung.

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Was Kunden wollen – und wie sie shoppen

14.01.2015, 7:43

Verbraucherverhalten

Online-Shopping und digitale Interaktion mit dem Einzelhandel – diesen Themen stehen Verbraucher enthusiastisch gegenüber. Ihr Kaufverhalten allerdings bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Was Kunden wollen - und wie sie shoppen

(Quelle: Shutterstock.com/oneinchpunch)

In einer Studie hat das IBM Institute for Business Value Umfragedaten aus über vier Jahren von über 110.000 Konsumenten in 19 Ländern ausgewertet. Das Ergebnis: Verbraucher kommen heutzutage gut damit klar, digitale und physische Elemente im Kaufprozess zu kombinieren. 43 Prozent der Befragten gaben an, lieber online einzukaufen als im Laden. Allerdings haben nur 29 Prozent ihren letzten Einkauf tatsächlich im Netz getätigt. In einigen Produkt-Kategorien ist diese Differenz sogar noch größer: In den Bereichen Jugendbekleidung und Einrichtung etwa beträgt sie 20 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr sind inzwischen mehr Verbraucher dazu bereit, persönliche Informationen mit vertrauenswürdigen Händlern zu teilen. Dazu zählen etwa Standort, Handy-Nummer oder Profile in sozialen Netzwerken. Doch auch hier könnte die Zahl deutlich höher sein. 42 Prozent der Befragten etwa erkennen den potenziellen Mehrwert darin, ihre GPS-Daten an Händler weiterzugeben. Aber nur 28 Prozent würden dies tatsächlich tun, auch wenn sie die Händler als vertrauenswürdig erachten. Ähnlich sieht es mit Mobilnummern aus: 54 Prozent erkennen den potenziellen Vorteil, aber nur 42 Prozent würden ihre Nummer tatsächlich preisgeben.

Was die Kunden wollen

Die Kunden wollen sehen können, ob ein Produkt verfügbar ist – das steht ganz oben auf ihrem Wunschzettel. Ihre Online-Shopping-Erfahrungen haben ihre Erwartungen bezüglich Produkt-Lieferung geprägt – dass Artikel nicht mehr auf Lager sind, akzeptieren sie immer weniger. Sechzig Prozent der Befragten wollen daher ganz genau wissen, ob ihr Produkt auch wirklich verfügbar ist, bevor sie sich auf den Weg in den Laden machen. 46 Prozent gaben an, dass die Angestellten im Shop mittels mobilem Gerät gleich vor Ort nachprüfen können sollten, ob und wann ein Produkt wieder da sein wird. Im Vergleich zum Vorjahr stieg dieser Prozentsatz um sechs Punkte.

Immer mehr Kunden finden zudem personalisierte Promotions-Aktionen wichtig, vor allem, wenn ihnen die Werbung auf eigenen Wunsch zugeschickt wird. 48 Prozent schätzen eine personalisierte Kommunikation mit einem Verkäufer, wenn sie online sind. Im Geschäft wünschen 44 Prozent der Kunden bei Bedarf angesprochen zu werden. Für 41 Prozent ist es wichtig, dass ihnen die Mitarbeiter personalisierte Angebote offerieren können, basierend auf ihrer Einkaufshistorie. Im vergangenen Jahr waren dies nur 36 Prozent.

Die Studie ergab außerdem, dass die Mitarbeiter von den Kunden nicht als vertrauenswürdige Quelle für Produkt-Wissen eingeschätzt werden – hier rangieren die Mitarbeiter auf dem letzten Platz.

Stationäre Händler haben es in Zeiten des boomenden Online-handels nicht leicht. Galt bislang bei den Kunden oft die Devise, sich im Netz zu informieren und danach im Geschäft zu kaufen, ist es nun meist umgekehrt. Das Showrooming erzeugt nicht einmal ein schlechtes Gewissen.

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Ratenzahlung via Paypal anbieten

13.01.2015, 10:44

Neue Option für Händler

Mit Paypal Credit können Shopper auch “auf Pump” bezahlen. Das Unternehmen gibt nun Händlern die neue Möglichkeit, die Kreditkonditionen für Konsumenten selbst festzulegen.

Ratenzahlung via Paypal anbieten

(Quelle: Shutterstock.com/Sukharevskyy Dmytro)

Paypal weitet seinen Support für die Kreditzahlungsoption aus. In Kürze können Händler, die ihren Kunden das Bezahlen über den Paymentanbieter ermöglichen, selbst festlegen, welche Kreditkonditionen sie bei der Zahlung von Artikeln und Diensten ihren Kunden gewähren wollen. So stellen die Händler in Zukunft selber ein, über wie viele Monate eine Kreditzahlung angelegt ist und welche Zinssätze sie von den Nutzern für die abgestotterte Zahlung verlangen wollen. Auch zinsfreie Kreditoptionen seien dabei wählbar, berichtet Techcrunch.

Nicht nur für die Kunden, auch für Paypal könnte die Erweiterung der Kreditoptionen von Vorteil sein. Händler können damit ihren Kunden erlauben, Rechnungen in überschaubare Einzelzahlungen aufsplitten – und Konsumenten könnten eher geneigt sein, auch größere Anschaffungen, die sie sonst per Kreditkarte zahlen würden, per Paypal abzurechnen.

Gleichzeitig kündigte Paypal im Rahmen einer Einzelhandelskonferenz an, einen neuen Beratungsdienst einrichten zu wollen, der die teilnehmenden Händler über E-Commerce-Themen wie internationale Expansion oder Konversionssteigerung informieren soll. Der auf die Händler individuell zugeschnittene Service sei in einem mehrere Monate langen Pilotprojekt erfolgreich getestet worden und biete neben kostenpflichtigem Consulting auch kostenlose Beratungsmöglichkeiten.

Das Paypal Kreditprogramm war im vergangenen Jahr auch in Deutschland gestartet .

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