Master Card: Bezahlen via Selfie

03.07.2015, 10:13

Biometrische Erkennung

Master Card will vom aktuellen Selfie-Hype profitieren: Das Unternehmen testet eine neue Technologie, wonach Kunden mit einer Gesichtsaufnahme oder ihrem Fingerabdruck bezahlen können.

Master Card will sich den aktuellen Selfie-Trend zunutze machen

(Quelle: shutterstock.com/Maridav)

Neue Identifikationsvorgänge wie die Bestätigung von Zahlungen oder das Entsperren des Smartphones via Fingerabdruck werden zunehmend populär. Der chinesische Online-Händler Aliababa etwa stellte auf der CeBIT 2015 die Methode Bezahlen mit einem Lächeln vor. Nun setzt auch MasterCard auf entsprechende biometrische Erkennungsmethoden. Das Unternehmen testet einem Bericht von express.co.uk zufolge Methoden, um die Eingabe von Passwörtern überflüssig zu machen.

Das Hauptaugenmerk des Pilotprojekts liegt auf der Zahlungsbestätigung via Fingerabdruck oder Aufnahme des eigenen Gesichts. Dabei will MasterCard vor allem vom aktuellen Selfie-Hype profitieren, der der Gesichtserkennung zur größeren Akzeptanz verhelfen soll.

Die Testphase läuft zunächst mit 500 Probanden. Diese müssen eine MasterCard-App installieren, über die sie dann mit Fingerabdruck oder Gesichtserkennung die Autorisierung beim Bezahlvorgang durchführen können. Um zu gewährleisten, dass die App nicht mittels davorgehaltenen Fotos überlistet wird, müssen die User bei der Aufnahme blinzeln.

Herkömmliche Passwörter werden in naher Zukunft ausgedient haben, prognostiziert auch der Marktforscher Juniper Research. Stattdessen sollen Verbraucher Apps mit biometrischen Verfahren nutzen. 2019 sollen demnach weltweit 770 Millionen Apps mit biometrischen Verfahren heruntergeladen werden, um die Identität des Nutzers eindeutig zu belegen. Zum Vergleich: Derzeit laden Smartphone-User binnen eines Jahres nur rund sechs Millionen solcher Apps herunter.

Facebook ist indes schon einen Schritt weiter: Das Netzwerk experimentiert an einem neuen Algorithmus, der es ermöglichen soll, Menschen auf Fotos zu erkennen, obwohl die Gesichter nicht zu sehen sind.

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CeBIT setzt erneut auf das Thema Digitalisierung

02.07.2015, 14:29

Schweiz als Partnerland

Wie bereits 2015 wird die Digitalisierung der Wirtschaft auch im kommenden Jahr wieder eines der Kernthemen der CeBIT sein. Das offizielle Partnerland der Messe ist diesmal die Schweiz.

CeBIT setzt erneut auf das Thema Digitalisierung

(Quelle: Shutterstock/Kotkoa)

Auch im kommenden Jahr wird die Digitalisierung der Wirtschaft eines der Topthemen der CeBIT sein. Wie am Mittwoch außerdem bekanntgegeben wurde, wird die Schweiz 2016 das offizielle Partnerland der CeBIT sein. 2015 war es China.

„Es gibt kaum ein Land, das sich so intensiv dem Thema Digitalisierung verschrieben hat – die Schweiz ist daher prädestiniert, das Partnerland der kommenden CeBIT zu werden“, sagt Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG. Laut Messe AG sehen 80 Prozent der Schweizer Unternehmen die Digitale Transformation als Chance für das eigene Geschäft. In anderen Ländern seien es nur 64 Prozent. „Die Schweizer Unternehmen und Institutionen werden mit ihrem exzellenten Knowhow und hoch innovativen Lösungen der internationalen CeBIT-Branche und ihren Anwenderindustrien starke Impulse verleihen“, hofft Frese.

Schweizer Berge: Nach Ansicht der Messe AG ist die Schweiz ein Musterland der Digitalisierung

(Quelle: Shutterstock/Fedor_Selivanov)

Ein Analyst der Deutschen Bank stand der Digitalisierung dagegen vor kurzem deutlich kritischer gegenüber. Für viele Arbeiter würde sie eine „trostlose Zukunft“ bedeuten. Auch Cisco rechnet mit durchaus ernsten Folgen durch die Digitalisierung. Bis zu 40 Prozent aller Unternehmen werde sie zurückwerfen oder gar verdrängen.

Ein Lächeln hat schon immer viel bewirken können – ein Verfahren zum Bezahlen per Lächeln hatte Alibaba-Chef Jack Ma auf der CeBiT 2015 präsentiert.

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Internationalisierung des Unternehmens

02.07.2015, 13:51

Expansion ins Ausland

Internationalisierung findet selten durch vorausgehende, gezielte Marktforschung statt. In welche Länder Online-Händler expandieren, hängt oft von den Gegebenheiten im Unternehmen ab.

Internationalisierung des Unternehmens

(Quelle: Fotolia.com/sdecoret
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Internationalisierung und damit einhergehend die Kriterien in mittelständischen Online-Shops, die einem solchen Workflow zugrunde gelegt werden, lassen professionelle Berater schon mal die Haare zu Berge stehen. „So doof das auch klingt, wir sind nach Mitarbeiter-Skills gegangen“, erinnert sich Tim ­Keding, Gründer des Online-Versenders Shoe­passion.com, bei einer Diskussionsrunde zum Thema „Internationalisierung“ auf dem Pixi-User-Treffen 2015 an die ­Anfänge seiner Expansionsstrategie.

Demnach hat es sich eher zufällig ergeben, dass der ­Versender rahmengenähter Lederschuhe heute eigene Länder-Shops für Österreich, die Schweiz, Polen, Frankreich und England betreibt. Weil bei Shoepassion ein ­Pole im Marketing arbeitete, war es für das Unternehmen naheliegend, als Erstes die Internationalisierung in Richtung Polen zu unternehmen. Der entsprechende Mitarbeiter lokalisiert Adwords-Kam­pagnen, übersetzt Shop-Texte und geht ans Servicetelefon, wenn ein polnischer Kunde anruft.

Internationalisierung: Mitarbeiter bestimmen das nächste Zielland

Das Berliner Start-up-Unternehmen ist beileibe kein Einzelfall. Auch der Hersteller von Handy­zubehör, Subtel, verfuhr ähnlich: „Wir machten Stellenausschreibungen mit mehreren Sprachpaaren wie Deutsch-Niederländisch oder Deutsch-Französisch. Und das Land mit der Sprache, die der erste passende Bewerber sprach, wurde dann angegangen. Das war 2008″, berichtet Mitgründer Christopher Stein.
Mit seinem Sortiment von 5.000 Akkus und Ladegeräten ist Subtel inzwischen in sieben Ländern international präsent, darunter Finnland, die Niederlande, Italien, Spanien, Belgien, Polen, die Schweiz und Frankreich. Erfolglos ist Subtel mit der Anwendung des Prinzips Zufall bei der Internationalisierung nicht: 70 Prozent des Gesamtumsatzes werden laut Stein inzwischen im Ausland generiert.

Doch es kann auch anders laufen. So klopfen bei dem Cross-Border-Spezialisten für E-Commerce Henning Heesen von ­Salesupply regelmäßig Webhändler an, die eine Internationalisierung ihres Unternehmens aus eigener Kraft nicht geschafft haben. „Dann stellt sich oft heraus, dass die den französischen Markt mit einer oder einer halben Person beackern, während der Wettbewerb vor Ort 50 Leute hat“, schildert Heesen seinen Joballtag.

Internationalisierung: Kleine Länder bieten oft bessere Chancen

Dass ein Mitarbeiter Französisch spricht oder Frankreich 60 Millionen Einwohner hat, ist für Heesen zunächst sowieso kein Kriterium für oder gegen die Expansion in einen neuen Markt. Stattdessen sollten Händler recherchieren, ob sie international zu guten Preisen verkaufen können und die Marketingkosten überschaubar sind.

Statt nur auf große Länder wie Frankreich oder England bei einer geplanten Internationalisierung zu schielen, empfiehlt Heesen, auch kleineren Ländern eine Chance zu geben: „Wenn Sie nach UK gehen, kommen Sie mit Investitionskosten unter 200.000 bis 300.000 ­Euro nicht weg. In Dänemark reichen 50.000 bis 100.000 Euro – und sie können zu höheren Preisen verkaufen“, weiß der Profi.

Wer genauer planen möchte, kann ­diverse Recherche-Tools im Web nutzen. So lassen sich beispielsweise über den ­Google Adwords Keyword-Planer Cost-per-Clicks der eigenen Keywords in anderen Ländern recherchieren. Salesupply bietet ein Tool an, das nach Eingabe von EAN-Codes das Preisniveau der Produkte in den Zielländern auf Marktplätzen und in ­Online-Shops analysiert.

Liegen die Verkaufspreise in einem Zielland dann 20 Prozent unter denen in Deutschland und die Keyword-Preise zehn Prozent darüber, genügt ein Native Speaker im Unternehmen nicht, um erfolgreich in das Land expandieren zu können.

Shoepassion und Subtel hatten Glück bei der Internationalisierung ihres Shops. Die Produkte sind im Ausland gefragt, das Bestellvolumen wächst. Und das, obwohl beide Unternehmen in den Zielländern ­keine eigenen Niederlassungen betreiben. „In unserer Größenordnung ist man froh, wenn man einmal Spezialisten gefunden hat, die die Komplexität der Online-Marketing-Klaviatur beherrschen. Anschließend holt man einfach einen Native Speaker dazu, der die Dinge unterstützt“, sagt Keding.

Das beste Beispiel dafür, dass es auch ohne Niederlassungen geht, ist für Keding Zalando: „Die wurden in Frankreich aus Berlin ­heraus der größte Online-Shop, obwohl es dort vorher schon große Geschäftsmodelle gab, die genau das Gleiche machen wie ­Zalando“, so der Shoepassion-Gründer.

Internationalisierung: An der Logistik wird überall noch gefeilt

Christopher Stein von Subtel geht das ­Thema Internationalisierung ohnehin sehr pragmatisch an: „Wir haben die Prozesse drauf, innerhalb von zwei Wochen den Shop aufzusetzen, zu übersetzen und das Ganze dann bei Adwords hochzuladen. Wenn uns das letztendlich 3.000 Orders im Monat bringt, fangen wir nicht an, ein Mindmapping zu entwickeln“, sagt er.

In Sachen Logistik sehen Subtel und ­Shoepassion beide noch Optimierungspotenzial. Der Schuhversender verschickt über DHL und UPS von Berlin aus, Subtel betreibt zurzeit noch ein eigenes Lager in Frankreich. „Subtels geringer Warenkorbwert erfordert effiziente und kostengüns­tige Versandlösungen. Deshalb haben wir für alle wichtigen Versandländer individuelle- und multimodale Versandlösungen“, sagt Stein.

So reduziert Subtel beispiels­weise Kosten dadurch, dass Bestellungen postfertig gebündelt in ein Land eingespeist werden. Darüber hinaus können sich ­andere kleine Versender aus Berlin an den Importen beteiligen. Die Partner profitieren von einem Versandkostenvorteil, Subtel subventioniert seine Logistikkosten.

Dass die internationale Kundschaft geduldiger auf die Pakete wartet als der von Zalando und Amazon verwöhnte deutsche, können Keding und Stein nicht bestätigen. „Die Erwartungshaltung steigt in jedem Land mit der Professionalisierung“, sagt Keding.

Christopher Stein stimmt zu: „In den fünf größten europäischen Ländern ist Amazon präsent und setzt Standards. Wenn man sich jetzt nicht vorbereitet, ist man später entweder zu spät oder muss enorm viel und schnell investieren.“

Basierend auf ihren Erfahrungen raten Keding und Stein unisono anderen Händlern, den Schritt in Richtung Internationalisierung beherzt anzugehen, statt lange zu überlegen. „Wir sind im E-Commerce weiter entwickelt als viele ­andere Länder“, sagt Keding.

„Die Chance sollten wir jetzt nutzen, statt zu warten, bis beispielsweise die Italiener mitziehen oder gar zu uns nach Deutschland kommen. Spätestens dann internationalisiert jeder“, so das Resümee von Keding. Dann komme es zum Internationalisierungskampf, der finde dann aber „bei uns zu Hause statt“.

Internationalisierung klingt immer aufregend. Egal ob die Expansion ins Ausland un- und/oder konventionell vorangetrieben wird, gibt es Fehler die bei der Planung vermieden werden können.

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ePages kündigt App-Store an

26.06.2015, 11:31

Öffnung für externe Entwickler

Der Shop-Software-Anbieter ePages bindet künftig Anwendungen von Dritten über eine REST-Schnittstelle an. Angekündigt sind zudem ein „Theme Store“ und ein „fully responsive“ Storefront Editor.

ePages kündigt App-Store an

(Quelle: ePages)

In den kommenden Monaten wird die Shopsoftware von ePages für externe Entwickler geöffnet. Der App-Store für die ePages-Lösung startet voraussichtlich im September 2015. ePages-Händler können ihren Shop dann mit externen Anwendungen, beispielsweise für E-Mail-Marketing, Buchhaltung, Logistik oder Warenwirtschaft erweitern.

„Mit dem App-Store öffnen wir ePages für Third-Party-Entwickler“, sagt Wilfried Beeck, Geschäftsführer des Hamburger Unternehmens. Laut Unternehmen haben Entwickler dadurch Zugang zu einer Kundenbasis von über 140.000 Händlern in über 15 Märkten.

Eine Herausforderung bei der Anbindung von externen Lösungen ist, den kontinuierlichen Betrieb (Uptime) sicherzustellen, denn oft sind es veraltete Apps oder Widgets, die das Gesamtsystem lahmlegen. Diese Anforderung habe das Unternehmen nun gemeistert, erklärt Beeck.
Ein Grund für die Öffnung der ePages-Software für Dritte waren die vielen Anfragen von Entwicklern, die laut Beeck „gerne auf die Plattform“ wollten. ePages hatte zwar selbst schon Schnittstellen zu über 80 Anwendungen geschaffen, doch mittlerweile sei es für ein einzelnes Unternehmen nicht mehr machbar, alles selbst zu machen.
Händler, die weitere Anwendungen an ihren Shop anbinden wollen, sehen im „Merchant Backoffice“, welche Auswahl sie haben. An ePages selbst fließt im ersten Schritt für die Listung im App-Store kein Geld, die App-Entwickler rechnen eigenständig mit dem Händler ab. Im zweiten Schritt wird ePages ein Revenue-Share-Modell einführen. 70 Prozent des Umsatzes bleiben beim Entwickler, 30 Prozent gehen an ePages beziehungsweise an die Hostingpartner.

Neu ist auch ein „Theme Store“, der ab dem dritten Quartal 2015 Gestaltungsvorlagen für Online-Shops anbietet. Händler können die Themes selbst installieren, die Preise werden im Schnitt zwischen 29 und 99 Euro liegen. Zunächst sind die Designvorlagen über Themes.epages.com zugänglich, mit dem Launch des App-Stores können sie im Administrator-Bereich eingekauft werden.

Im ersten Quartal 2016 wird ePages einen komplett neuen Storefront-Editor im Responsive Design starten. Das Versprechen: Via Drag & Drop können Händler dann ihren Shop nach ihren Wünschen gestalten und die User Experience für alle Geräteformate optimieren.

Beeck berichtet, dass das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Umsatzwachstum von 40 Prozent das erfolgreiste in der ePages-Unternehmensgeschichte war. Konkrete Zahlen nennt der Software-Hersteller nicht. Der Umsatz, der zum größten Teil über den Verkauf von Lizenzen generiert wird, liegt im zweistelligen Millionenbereich. Der Nettogewinn ist siebenstellig.

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Erfolgreich mobil verkaufen

25.06.2015, 10:22

Das Wachstum im Mobile Commerce ist massiv. Entscheidend ist es hier, dem Nutzer ein bequemes und einfaches mobiles Kauferlebnis zu bieten. Fünf grundlegende Tipps, worauf Shopbetreiber achten sollten.

Erfolgreich mobil verkaufen

(Quelle: Fotolia.com/Mopic)

Entscheidend beim mobilen Shopping ist es, dem Nutzer ein bequemes und einfaches Kauferlebnis zu bieten. Denn scheitert der Kauf bereits an Problemen wie zu langen Ladezeiten der mobilen Seiten, ist der Kunde schnell verloren. Alexander Legge, Experte für Mobile Commerce und Teamleader Website bei Trusted Shops, nennt fünf Anhaltspunkte, worauf Online-Händler bei der Erstellung ihres mobilen Shops achten sollten.

  • 1. Lange Texte nur in Auszügen

    Was im Web schon immer gilt, wird für mobil-optimierte Shops umso wichtiger: Kommen Sie auf den Punkt. Gerade mobile Online-Shopper möchten ihre Fragen zu Produkten schnell beantwortet wissen und nicht auf dem Smartphone kilometerlange Texte lesen oder über diese hinwegscrollen müssen. Wenn dann doch einmal längere Texte – wie zum Beispiel für Inhaltsangaben oder Appetit-Anreger für Bücher – nötig sind, zeigen Sie nur nach Interaktion mit dem Besucher (z.B. nach einem Klick) den kompletten Text an. Unter anderem der Online-Buchhändler Thalia löst dies aktuell schön in seinem mobilen Online-Shop.

  • 2. Link zur Desktop-Version anbieten

    Egal, wie gut der eigenständige mobile Onlineshop auch ist: Es gibt immer Nutzer, die nach dieser einen Information suchen, die auf der mobilen Produktseite nicht abgebildet ist. Denken Sie auch an Nutzer, die sich in der eigenständigen mobilen Version Ihres Shops nicht zurecht finden, weil Sie mobil möglicherweise eine andere Kategorisierung als im normalen Shop anbieten. Diesen Nutzern bieten Sie mit einem Link auf die „normale“ Desktop-Version Ihres Onlineshops ein großes Stück Wahlfreiheit. Verzichten Sie also nicht auf einen Link zur Desktop-Version – zum Beispiel am Ende der Website.

  • 3. Helfen Sie beim Ausfüllen von Formularen

    Ein Onlineshop kommt im Normalfall nicht ohne Formulare aus. Egal ob Newsletter-Anmeldung, Bestellprozess, Nutzerregistrierung oder Suche: Formulare finden sich an vielen Stellen in Onlineshops. Shopbetreiber wissen schon aus der Desktop-Welt: Schlechte Formulare sind Conversion-Killer. Das gilt umso mehr für das Shopping auf dem Smartphone oder Tablet. Verringern Sie die Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs und helfen Sie Ihren Kunden beim Ausfüllen der Formulare. Fragen Sie nur die unbedingt notwendigen Informationen ab und nutzen Sie die Möglichkeiten der Software-Tastaturen auf Smartphones. Mit HTML5 können Sie ganz einfach das Smartphone dazu bewegen das E-Mail-Adressen-Tastaturlayout anzuzeigen, wenn Sie beispielsweise die E-Mail-Adresse des Kunden abfragen möchten. Genauso können Sie direkt den Ziffernblock anzeigen lassen, wenn Sie zum Beispiel nach einer Telefonnummer oder Hausnummer fragen.

  • 4. Ladezeiten optimieren

    Gerade mobil haben die Kunden wenig Geduld. Eine schnelle Ladezeit ist daher das A und O. Sowohl bei responsive Onlineshops als auch bei eigenständigen mobilen Shops gibt es häufig noch Optimierungspotenziale. Minifizieren Sie daher Stylesheets und Javascriptdateien und nutzen Sie ein Kompressionstool zum verkleinern von Dateigrößen bei Bildern ohne sichtbaren Qualitätsverlust. Ein Test mit der Startseite von zufällig gewählten Onlineshops hat hier Einsparmöglichkeiten zwischen 55 und 70 Prozent offenbart.

  • 5. Homescreen-Icons einfügen

    Onlineshops leben auch immer von Stammkunden. Damit diese den Weg direkt in ihren Onlineshop finden legen sich viele passionierte Onlineshopper den Shop ihres Vertrauens auf ihren Homescreen.
    Binden Sie in ihren Onlineshop Symbole für den Homescreen ihrer Kunden ein! Sowohl iOS, Android als auch Windows Mobile ermöglichen es, Websites auf dem Startbildschirm als Favoriten abzulegen. Mit einfachen Onlinegeneratoren können Sie sich den entsprechenden HTML-Code innerhalb von wenigen Minuten generieren lassen.

Immer mehr User greifen zum Smartphone, ganz vorne liegen dabei junge Mütter. Der Mobile-Wandel hat auch Auswirkungen auf Werbungtreibende, die ihre Angebote anpassen müssen.

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Rocket Internet: Plazet von den Aktionären

24.06.2015, 14:32

Erste Hauptversammlung

Zum ersten Mal seit Börsengang im Oktober 2014 stellte sich Rocket Internet den Fragen der Aktionäre. Für Oliver Samwer gab es viel Kritik – aber vor allen Dingen auch viel Geld.

CEO Oliver Samwer verkauft sich gerne als

(Quelle: Rocket Internet)

Seit jeher sind die Ziele des Berliner Start-up-Inkubators Rocket Internet ambitioniert. Das wurde einmal mehr auf der ersten Hauptversammlung des Unternehmens in der Hauptstadt deutlich. „Wir möchten die größte Internetplattform der Welt werden“, betonte Geschäftsführer Oliver Samwer gleich zu Beginn seines Vortrags. Kein neuer Wunsch des nach eigenen Aussagen „aggressivsten Mann des Internets“. Diesen erfüllen soll nun nach wie vor die Internationalisierung.

Weltweite Expansionen sind weiter in Planung, der Fokus soll aber nicht auf den starken Märkten China und USA liegen – die Konkurrenz sei dort schlichtweg schon zu groß, die Chancen für ein Start-up relativ gering. Paradox: Gerade aus den USA – so der oft gehörte Vorwurf an die Samwer-Brüder – sollen die meisten der von ihnen „kopierten“ Erfolgsmodelle stammen.

Rocket Internet: Teurer Börsengang

Erstmals seit dem mit großen Erwartungen verbundenen Börsengang im Oktober 2014 stellte sich Rocket Internet den Fragen der Aktionäre. Kritisch wurden dabei die nicht ganz so glamourösen Zahlen beäugt. Hohe Verluste, keine Dividende. Zwar machte die Start-up-Holding der Samwer-Brüder im vergangenen Jahr einen Umsatz von insgesamt 104 Millionen Euro, was im Vergleich zu 2013 einen Anstieg um rund 43 Prozent bedeutet.
Doch neben dem Umsatz steht ein deutlicher Verlust in Höhe von 20,2 Millionen Euro. Grund dafür war laut Rocket Internet, dass 2014 keine Unternehmen verkauft – und damit Geld in die Kassen gespült – wurden. Man habe stattdessen zehn weitere Unternehmen auf den Markt gebracht und weiterhin in die Rocket-Plattform investiert.

Wo ist das zweite Zalando?

Am Lieblingskind Zalando wird gerne demonstriert, dass es funktionieren kann: Dessen erste Hauptversammlung absolvierte der Modeversender locker, die Vorstände konnten tatsächlich glamouröse Zahlen präsentieren. In Q1 2015 erwirtschaftete Zalando das beste Ergebnis in einem ersten Quartal der Unternehmensgeschichte. Der Umsatz stieg um 28,5 Prozent auf 644 Millionen Euro und übertraf damit die anvisierten Ziele von 20 bis 25 Prozent. Aufgrund dieses starken ersten Quartals wurde auch die Prognose für das laufende Jahr erhöht. Das Wachstum solle am oberen Ende der angepeilten Spanne von 20 bis 25 Prozent liegen, die bereinigte Ebit-Marge bei 4,5 statt 3,4 Prozent.

Trotz des Zalando-Musterbeispiels steht allerdings fest: Alle Firmentöchter von Rocket Internet schreiben bislang rote Zahlen, darunter große Namen wie die Möbelhändler Westwing und Home24 oder die Essens-Lieferdienste HelloFresh, Foodpanda und Delivery Hero. Mit der Frage „Wo ist das zweite Zalando?“, sprach Hans-Martin Buhlmann von der Vereinigung Institutionelle Privatanleger damit die Frage aus, die alle Aktionäre derzeit beschäftigt.

Rocket Internet: Mehr Geld für weitere Start-ups

Grundsätzlich steckt für Samwer viel Potenzial im Online-Lebensmittelbereich, sogar so viel, dass es mit einem der aussichtsreichsten Kandidaten, Delivery Hero, irgendwann auch mal an die Börse gehen könnte. Erst im Juni dieses Jahres erhielt der Online-Lebensmittel-Lieferdienst im Rahmen einer neuen Finanzierungsrunde 110 Millionen US-Dollar. Die Bewertung des Start-ups steigt damit auf 3,1 Milliarden US-Dollar. Ähnliche Börsenpläne gibt es auch mit der Global Online Takeaway Group, die die weltweiten Aktivitäten des Investors mit Online-Modeshops und Essenlieferdiensten bündeln.

Am Ende scheinen die Zahlen und Versprechungen überzeugt zu haben: 89 Prozent der Aktionäre billigte eine Kapitalerhöhung von 50 Prozent des Grundkapitals, was nach derzeitigem Aktienkurs über 2,5 Milliarden Euro bringen würde, sowie bis zu zwei Milliarden Euro durch Wandelschuldverschreibungen bis Mitte 2020, die nach Fristablauf in neue Aktien umgewandelt oder den Inhabern ausgezahlt werden. Eine Dividende zahlt Rocket seinen Aktionären in diesem Jahr nicht.

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iPhone: Apple will Home Button verbannen

24.06.2015, 11:21

Medienbericht

Medienberichten zufolge könnte Apple schon bald den physischen Home Button beim iPhone abschaffen. Zudem sorgt ein Patentantrag des Herstellers für Gesprächsstoff.

iPhone 6: Ist der Home Button schon bald Geschichte?

(Quelle: Apple)

Der physische Home Button des iPhone, der seit der Modellvariante 5S auch als Fingerabdrucksensor zum Einsatz kommt, könnte schon bald der Vergangenheit angehören.

Wie das Nachrichtenportal Digitimes unter Bezug auf nicht näher genannte Industriequellen meldete, treibt der Hersteller Apple aktuell die Entwicklung spezieller Chips voran, mit deren Hilfe sich der Fingerprint-Sensor auch direkt in den Touchscreen integrieren ließe. Der mittlerweile etwas antiquiert anmutende Home Button könnte damit bereits in einer der nächsten iPhone-Generationen wegfallen.

Dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Home Button endgültig verschwindet, gilt gemeinhin als ausgemacht: Immerhin geht der Trend dahin, immer größere Displays in ultradünnen Gehäusen zu verbauen – für einen physischen Bedienknopf bleibt da in der Regel kein Platz mehr.

Auf der anderen Seite kursieren bereits seit Jahren Gerüchte, wonach Apple den Home Button verbannen möchte – und die sich bis zum heutigen Tag nicht bewahrheitet haben.

Nahtloses Design ohne Streifen

Unterdessen sorgt ein Patentantrag von Apple für weiteren Gesprächsstoff innerhalb der iPhone-Community, der bereits Anfang 2014 eingereicht und erst jetzt veröffentlicht wurde. Der Antrag beschreibt ein Antennendesign, das sich nahtlos in das Metallgehäuse eines Geräts einfügen lässt.

Der Hintergrund: Aktuell wird die Rückseite des iPhone 6 durch Kunststofflinien unterbrochen – diese sind notwendig, damit die internen Antennen bestmöglichen Kontakt zur Umgebung aufnehmen können. Die optische Unterteilung wird von vielen Nutzern allerdings als störend empfunden.

Dennoch entschied sich Apple bei seinem aktuellen Modell für diese Lösung, um einen bestmöglichen Empfang zu garantieren. In früheren iPhones hatten im Gehäuserahmen integrierte Antennen zu Empfangsproblemen beim Festhalten des Geräts geführt; das in der Apple-Community bald als „Antennagate“ beschriebene Problem brachte dem Hersteller jede Menge Spott und Häme in der Branche ein.

Durch das Patent könnte Apple nun zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: bestmöglichen Empfang mit einem nahtlosen Design vereinen. Das Material, das dazu über den Antennen auf der Rückseite aufgetragen werden soll, hat demnach optisch die gleichen Eigenschaften wie die Oberfläche des iPhone. Gleichzeitig soll es aber nicht das Signal der eingebauten Funkmodule stören.

Ob Apple dieses Vorhaben tatsächlich in die Tat umsetzt, werden die kommenden iPhone-Modelle zeigen.

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Amazon setzt auf maschinelles Lernen

23.06.2015, 8:11

Kundenbewertungen

Mehr aktuelle Kundenbewertungen: Amazon will in den USA mit einem neuen Tool die Produktbewertungen auf seiner Seite relevanter machen. Außerdem startet in Deutschland jetzt Marketing-Programm AMS.

Amazon setzt auf maschinelles Lernen

(Quelle: shutterstock.com/Joe Ravi)

In den USA stehen Änderungen beim Produktbewertungssystem von Amazon an. Der Internetmarktplatz setzt eine neue Bewertungsplattform ein, die intern dazu entwickelt wurde, die Bewertungen aktueller und hilfreicher zu machen. Dabei greift Amazon auch auf maschinelles Lernen zurück: „Das System lernt, welche Bewertungen besonders hilfreich für die Kunden sind – und verbessert sie im Laufe der Zeit“, zitiert Cnet Amazon-Sprecherin Julie Law.

Im neuen System sollen die Bewertungen je nach Aktualität gewichtet werden. Auch Bewertungen, die von verifizierten Amazon-Käufern stammen, erhalten mehr Gewicht, genauso wie die Rückmeldungen, die von Kunden als hilfreich marktiert wurden. Die neue Bewertungsplattform wurde am vergangenen Freitag in den USA gestartet. Über mögliche Pläne, das neue System auch in anderen Märkten auszurollen, ist bisher noch nichts bekannt.

Maschinelles Lernen liegt grundsätzlich im Trend: Kürzlich legten sich sowohl Pinterest mit Kosei als auch Apple mit Whetlab Unternehmen zu, die im Bereich Machine-Learning entwickeln.

Amazon Marketing Services startet in Deutschland

In Deutschland bringt Amazon zudem jetzt auch sein Marketing-Programm AMS (Amazon Marketing Services) an den Start. Amazons Vendor Partnern können darüber Werbeanzeigen auf bestimmte Keywords platzieren. Die Display-Ads erscheinen oberhalb der Amazon-Suchergebnisse.
Für die Unternehmensberatung Fostec handelt es sich dabei um ein besonders disruptives Programm. Denn bereits in der Vergangenheit verwendet Amazon sowohl in den USA als auch in Deutschland den sogenannten Top-Search Sparkle mit Verlinkung auf den Brand Store, um Marken und Hersteller gezielt unter Druck zu setzen.

Während der Top-Search Sparkle bislang über den Vendor Manager bei Amazon gebucht werden musste und laut Fostec aufgrund des Preises, den Amazon hierfür aufgerufen hat, eher verhalten zum Einsatz kam, entscheidet im AMS Programm von nun an Angebot und Nachfrage über den Preis eines bestimmten Keywords.

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Tipps zur Vorbereitung auf das Weihnachtsgeschäft

22.06.2015, 7:04

Für Online-Händler

Nach Weihnachten ist vor Weihnachten und das schon im Sommer: Händler müssen langsam mit ihren Vorbereitungen für die umsatzstärkste Zeit des Jahres beginnen. Planung und Strategie sind vonnöten.

Tipps zur Vorbereitung auf das Weihnachtsgeschäft

(Quelle: Shutterstock.com/Pixelbliss)

Der 21. Juni ist der längste Tag des Jahres und markiert die Sommersonnenwende – ab diesem Zeitpunkt werden die Tage wieder kürzer. Auch wenn es draußen noch warm ist und die Sonne scheint, für Online-Händler beginnen langsam die Vorbereitungen auf das Weihnachtsgeschäft im E-Commerce. Denn entsprechende Analysen, die Anschaffung neuer Lösungen oder die Einarbeitung von Zusatzpersonal benötigen Zeit.
Tobias Hartmann, verantwortlich für den Bereich Enterprise Services International bei eBay Enterprise, hat vier Bereiche identifiziert, die Händler prüfen und gegebenenfalls anpassen sollten, um Umsatzeinbußen und Imageschäden durch mangelhaften Service und unzufriedene Kunden im Weihnachtsgeschäft zu vermeiden: interne Kommunikation, Personalplanung, Infrastruktur und Partnerschaften zur Auftragsbearbeitung und Warenlieferung sowie die Stabilität der IT-Systeme.

1.) Peak-Planung

  • Planung und Koordination: Mitte Juni bis Mitte August
  • Leistungskontrolle: Mitte August bis Ende Januar

Das Sicherstellen von Transparenz und Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg, ist ein wichtiger Punkt für die Vorbereitungen des Weihnachtsgeschäfts. Das Aufsetzen eines abteilungsübergreifenden „Peak Planning Board“ – also einer gemeinsamen Planungsübersicht für erwartete Auftragsspitzen – sollte daher einer der ersten Schritte sein. Besonders die Marketing und Fulfillment Teams sollten sich kontinuierlich über ihre Pläne und aktuelle Entwicklungen austauschen. Saisonale Kampagnen und Angebote können dann wiederum durch Zusatzpersonal und verbesserte Strategien unterstützt werden, um im Vorweihnachts- und Weihnachtsgeschäft eine bessere Bearbeitung und schnellere Auslieferung von hohen Auftragsmengen zu gewährleisten

2.) Zusatzpersonal

  • Planung: Mitte Juni bis Mitte Juli
  • Personalsuche: Mitte Juli bis Mitte August
  • Training: Mitte August bis Mitte September
  • Einsatzstart: Mitte/Ende September

Die Planung für saisonales Zusatzpersonal sollte im Juli starten. Die Kombination von Einkäufen in Filialen und Online sowie flexible Lieferungsoptionen werden nicht nur immer differenzierter, sondern auch immer beliebter bei den Kunden. Händler sollten daher saisonales Zusatzpersonal für folgende Bereiche in Erwägung ziehen: für die Filialen, für den online und telefonischen Kundenservice sowie für die Auftragsbearbeitung. Eine frühzeitige Planung ermöglicht einen ausreichenden Zeitraum für die Personalsuche, -Auswahl, -Schulung und das Sammeln von Kundenerfahrungen bevor das Vorweihnachtsgeschäft beginnt. Erfahrungsgemäß startet dieses bereits im Oktober und zieht sich bis in die ersten Monate des neuen Jahres hin, da in den Januarwochen besonders ein Ansturm für den Bereich Umtausch und das Einlösen von Gutscheinen zu erwarten ist. Daher ist es wichtig, auch für diese Zeit genügend Personal einzuplanen

3.) Auftrags- und Retourenmanagement

  • Evaluierung, Auswahl und Aufbau einer Fulfillment-Lösung: Juli
  • Testphase: August
  • Einsatzstart: September
  • Planung Retourenmanagement: August bis Oktober
  • Einsatzstart: Oktober

Mit dem richtigen Management können Händler 20 bis 40 Prozent ihrer Online-Bestellungen über eine Kombination von Click & Collect und Ship-from-Store abdecken. Die Geschäftsfilialen werden damit zu kleinen Logistikzentren, und Kunden können zudem auch Einkäufe in letzter Minute selbst in nahegelegenen Geschäften abholen, statt auf eine Lieferung zu warten. Dezentralisierte Liefermanagement-Modelle erweisen sich zudem als Absicherung gegenüber unvorhersehbaren Problemen, wie Lieferverzögerungen durch Wetterbeeinträchtigungen. Natürlich sollte eine stetige Prozessoptimierung Teil der Geschäftsstrategie sein, um hohe Anfragen optimal erfüllen zu können und eine positive Kundenerfahrung sicherzustellen.

Dazu gehören beispielsweise auch separate Theken für das Abholen von Click & Collect-Bestellungen, abseits der langen Kassenschlangen, sowie spezielle Lagerbereiche für Ship-from-Store, um die größeren Auftragsvolumen bewältigen zu können.

Dies ist jedoch erst das halbe Bild. Auch die richtigen Logistikpartner sind ein entscheidender Faktor für den Bereich Fulfillment. Denn vor allem das Image des Händlers nimmt Schaden, wenn eine Lieferung zu spät oder beschädigt beim Kunden eintrifft. Logistikpartner von strikten Service-Level-Vereinbarungen oder Stress-Tests zu überzeugen ist schwierig. Händler sollten daher auf jeden Fall Leistungsnachweise verlangen und traditionelle Publikationen sowie Social Media auf Bewertungen und mögliche Vorfälle hin überprüfen. Es gibt entsprechende Lösungen, die auf Basis dynamischer Leistungs- und Verfügbarkeitsdaten einen schnellen Wechsel von Logistikpartnern unterstützen. Im vergangenen Jahr stieg die Anfrage bereits im Oktober deutlich an, daher empfiehlt es sich, alle Lösungen und Partnerschaften bis bereitgestellt zu haben.

4.) Contingency – Notfallplanung und Belastungstests

  • Planung für Website(-Updates): Juli bis Mitte August
  • Website Stress-Tests: Mitte August bis Oktober
  • Einsatzstart: September

eBay Enterprise empfiehlt Händlern auch, sich auf Spitzenbelastungen und Krisenfälle vorzubereiten, um sicherzustellen, dass Einkäufe auch dann abgewickelt werden können, wenn es Online-Ausfälle gibt. Der Zeitraum September/Oktober empfiehlt sich für Funktions- und Load-Tests, damit die meist besuchten Website-Bereiche sowie spezielle Sonderseiten für das Weihnachtsgeschäft auch bei andauernd hohen Zugriffen stabil bleiben. Dies betrifft nicht nur das Frontend der Website, sondern auch die CRM- und Zahlungssysteme. Händler sollten sich zudem auf Krisenfälle vorbereiten, um bei Bedarf beispielsweise Speditionspartner wechseln oder ergänzen zu können, oder Marketing-Kampagnen anzupassen und zu staffeln, um hohen Web-Traffic gezielt auf spezielle Seiten zu lenken und zu verteilen.

Die Beliebtheit von Online-Einkäufen im Weihnachtsgeschäft steigt von Jahr zu Jahr und der Ansturm im Vorweihnachtsgeschäft setzt zudem immer früher ein. Händler, die keine Umsatzoptionen verpassen und Imageschäden vermeiden wollen, sollten sich daher frühzeitig in allen oben beschriebenen Bereichen Vorkehrungen treffen.

Egal ob Sommer oder Winter: Wenn sich der Besucher im Shop nicht zurechtfindet oder Funktionen nicht versteht, leidet das Einkaufserlebnis – Frust und Enttäuschung machen sich breit. Gute Usability im Online-Shop schafft Abhilfe.

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„Bier und E-Commerce sind wie Fußball“

19.06.2015, 9:27

Münchner Webwoche

Die Gemeinsamkeiten von Bier und E-Commerce erschließen sich nicht auf den ersten Blick. Wie und wo sich die beiden Bereiche ähneln, erklärte Unternehmer und Biersommelier Klaus Artmann.

http://www.internetworld.de/img/5/3/1/4/7/7/Bier_w580_h483.jpeg

(Quelle: Shutterstock.com/absolutimage)

„Das mit dem Hochdeutsch spare ich mir gleich“, verkündete Klaus Artmann bereits zu Beginn seines Vortrags „Die E-Commerce-Sommeliers“ im Rahmen der Münchner Webwoche. Artmann ist nicht nur Biersommelier, sondern auch geschäftsführender Gesellschafter bei connection one und aktiver Gesellschafter und Berater bei der mission one. Zudem betreibt er Bierportale wie biertraum.de, biershop-bayern.de oder bierquiz.de. Für ihn ist klassische Tradition und Digitalisierung kein Widerspruch. Die Gemeinsamkeiten von E-Commerce und dem „bayerischen Grundnahrungsmittel“

Bier sind für ihn offensichtlich.

Artmanns These: Bier und E-Commerce sind wie Fußball. Alle Bereiche definieren sich durch ein komplexes Zusammenspiel sowie durch „gefährliches Halbwissen“: Die wenigsten sind selbst Bierbrauer, betreiben einen Online-Shop oder sind aktive Fußballer – alle aber sparen nicht mit klugen Ratschlägen und versuchen mit unterschiedlichen Kenntnissen zu punkten. Das Produkt Bier wird für Artmann dabei noch zu wenig über das Internet vertrieben, nur sieben Prozent der Deutschen Internet-Shopper kaufen bislang Bier im Online-Shop. Bei Wein liegt die Rate bei 24 Prozent.

Ein neues „Bier-Lebensgefühl“

Dabei gibt es im Moment viele neue Impulse: neue Brauereien aus dem Ausland etwa kommen nach Deutschland, im Inland werden viele Tochterunternehmen und Start-ups in diesem Bereich gegründet. Zudem entstehen viele neue Biere, darunter neue Marken oder neue Bierstile. Außerdem entsteht ein neues „Bier-Lebensgefühl“, es gibt Bierclubs, Festivals, spezielle Lokalitäten wie das Tab House in München mit 40 Zapfhähnen und 200 Sorten Craft Beer sowie immer mehr Hobbybrauer.
Das bringt wiederum eine Veränderung im Marketing mit sich. Der Trend geht weg von der Austauschbarkeit, Neutralisierung und „Hektoliter-Strategie“ hin zur Emotion, Originalität, Begeisterung und Sensorik. Das haben auch die Brauereien verstanden. So setzen immer mehr auf spezielle Stile, etwa das „Kriek Boon“ der belgischen Brauerei Boon, ein Lambic-Fruchtbier mit Kirsche, oder Riegeles Premiumbier Simco 3. Es setzt auf eine neue Endkunden-Aufklärung und gibt auf dem Flaschenetikett etwa Informationen zur Hopfensorte und Aroma.

Bei Fragen, was nun das richtige Bier oder das richtige Shopsystem ist, sind für Artmann folgende Aspekte zur Beantwortung entscheidend:

  • Beratung und Beratungskompetenz
  • Theorie oder Praxis
  • Abschluss/Betreuung
  • Weiterentwicklung

Artmann rät, in beiden Bereichen Inspiration und Kreativität auch aus anderen Branchen zu ziehen, und sich individuell neu zu erfinden. Für rentables Wachstum ist es nötig, neue Zielgruppen zu erschließen, neue Produkte und neue Marken zu etablieren. Entscheidend sei aus User-Sicht zu denken: Was ist neu? Was ist der Mehrwert? Erkenne ich Unterschiede? Eine Kombination aus Ration und Emotion führt Artmann zufolge schlussendlich zum Erfolg – in Sachen Bier genauso wie in Sachen E-Commerce.

Auch Start-ups kamen im Zuge der Münchner Webwoche nicht zu kurz: Mit welchen Problemen kämpfen Jungunternehmen in München? Was sollte hier besser werden? Darüber diskutierten Gründer mit Google-Experten im Münchner Büro des Konzerns.

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