“Markenerlebnisse werden immer wichtiger”

27.03.2015, 7:33

Internet World 2015

Heutzutage bringen Markenerlebnisse Nutzer auf eine E-Commerce-Plattform. Diese These erläuterte der Geschäftsführer von Netshops Commerce, Stefan Sobczak, auf dem Internet World Kongress.

(Quelle: Shutterstock/Hasloo-Group-Production-Studio)

Wie bekommt man den User auf seinen Online-Shop? Durch Markenerlebnisse. Heutzutage ist es für E-Commerce-Händler essentiell, sich bewusst zu machen, dass Produkte nur dann verkauft werden, wenn der Kunde auf eine gewisse Weise emotionale Erfahrungen durchlebt. Angesichts der Tatsache, dass Online-Verkäufe rückläufig sind, müssen Online-Händler ihre Verkaufsstrategien ändern.

Bei dem Panel zum Thema “Cross-Channel-Marketing” auf der Internet World Kongress 2015 erläuterte Stefan Sobczak, Geschäftsführer von Netshops Commerce, Sobczak, wie man es durch Markenerlebnisse schafft, Kunden an sich zu binden.

Das Grundsatzproblem bei der Erzeugung von Markenerlebnissen sei, dass ein Interessenkonflikt bestehe. Die Zielsetzung der Händler klaffe immer weiter mit der Kundenerwartung auseinander: Verkäufer möchten möglichst viele Verkäufe erzielen, Kunden ein gelungenes Shopping-Erlebnis.

Auf allen Kanälen das gleiche Erlebnis

Der Kunde lege besonders viel Wert darauf, dass er auf allen Kanälen die gleichen Erfahrungen sammeln kann. Dies umzusetzen, sei eine der neuen Kernaufgaben, die auf Online-Händler zukommt.

Als ein Beispiel nannte Sobczak den Online-Shop von Burberry. Dieser verstoße zwar gegen gängige Usability-Regeln, aber das Produkt sei hier nahezu perfekt in Szene gesetzt. Es werde die Hoheit über das Produkt zelebriert und mit schönen Bildern und Texten das Klicken durch den Shop zum Erlebnis gemacht.

Des Weiteren gelte es, die Emotionalisierung der Marke durch eine zielgruppenorientierte Content-Strategie hervorzurufen. Hierdurch soll beim Kunden ein Loyalitätsgefühl zur Marke entstehen, dass ihn langfristig an diese bindet und somit die Wiederkaufsrate gesteigert wird.

Im Allgemeinen sind Markenerlebnisse sehr individuell, so Sobczak. Man solle daher seine Markenstrategien immer mit Menschen entwickeln, die sehr nah an dem Produkt sind.
Warum eine gute Marke es niemals allen Recht machen kann, erklärte Dominik Brendel (HRS) auf dem Internet World Kongress. Philipp Rooke, CEO von Spradshirt zeigte, wie man mit dem Online-Shop global expandieren und dennoch lokal bleiben kann.

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Start-up mit Zukunft: Vertragslotse gewinnt

26.03.2015, 11:08

Award-Verleihung

Das Start-up Vertragslotse.com hat auf der Internet World Messe den Award “Start-up mit Zukunft” 2015 gewonnen. Das Unternehmen setzte sich in einem spannenden Wettkampf gegen drei Mitbewerber durch.

Setzte sich live gegen drei Mitbewerber durch: Vertragslotse.com

Zahlreiche Besucher hatten sich auf der Internet World Messe versammelt, um zu erfahren, wer den Titel “Start-up mit Zukunft 2015″ mit nach Hause nehmen darf.

Dafür konnten sich im Vorfeld Jungunternehmer an dem zum zweiten Mal ausgelobten Award bewerben. Die vier nominierten Gründer mussten sich dann auf der Messebühne in einem spannenden Battle spontan den Fragen der Jury stellen. Für jede Antwort hatten sie höchstens 30 Sekunden Zeit.

Die fünfköpfige Jury, bestehend aus unabhängigen Experten aus den Bereichen E-Commerce und Start-Up, stimmte anschließend einstimmig für das Unternehmen Vertragslotse.com, das mit seinem stimmigen Konzept, einem überzeugenden Auftritt und einem charmanten Gründer sowohl Jury als auch Publikum für sich gewinnen konnte.

Die Idee hinter Vertragslotse.com: Viele Verbraucher haben keinen Überblick über ihre persönlichen Verträge und die dazugehörigen Fristen. Vertragslotse.com schafft auf seiner Plattform Überblick über alle bestehenden Verträge und erinnert per SMS und E-Mail an Fristen, bietet einen Kostenvergleich und empfiehlt automatisch bessere Tarife. Am Ende entscheidet der Nutzer mit nur einem Klick über seine Verträge, die Abwicklung übernimmt Vertragslotse.com.

Als Gewinn erhält das Start-Up von Jan Hendrik Ansink ein kostenloses, möbiliertes Büro für sechs Monate (inklusive Strom, Heizung und Internet) in einer der größten Bürogemeinschaften Deutschlands. Friendsfactory – Arbeiten unter Freunden unterstützt den Gewinner im Wert von über 5.400 Euro.

“Wir freuen uns sehr, mit Vertragslotse einen Gewinner ermittelt zu haben, der ein Problem löst, mit dem sich wohl sehr viele Menschen auf der Welt identifizieren können”, erklärt Nicole Rüdlin, Leiterin der Internet World Messe.

“Mit unserem Engagement für Start-Ups möchten wir gezielt junge Unternehmen aus dem Bereich E-Commerce unterstützen, denn sie sind die Zukunft. Die Gewinner profitieren nicht nur vom Gewinn, sondern – und das ist viel wichtiger – auch von der hohen Aufmerksamkeit, die wir jungen Unternehmen durch unseren Award verschaffen können”.

Im vergangenen Jahr konnte sich das Unternehmen Conversion Boosting gegen vier Mitbewerber durchsetzen. Als Gewinn erhielt Jörg Dennis Krüger von Conversion Boosting einen Gutschein in Höhe von 500,00 Euro von meinPaket.de.

Auch der Shop Award 2015 wurde im Rahmen der Internet World am Vorabend der Messer vergeben.Es gab 442 Bewerber, 38 Shortlist-Kandidaten, 21 Sieger und ein strahlender Hauptgewinner: Aboutyou.

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Marienplatz goes Multichannel

26.03.2015, 10:12

Internet World 2015

Wie schafft man als Traditionsunternehmen den Schritt in den Multichannel? Darüber sprach die Münchner “E-Commerce-Schickeria” auf dem Internet World Kongress.

Marienplatz goes Multichannel

(Quelle: Shutterstock.com/gary718)

Manche von ihnen gibt es schon seit über 100 Jahren. Mit welchen Strategien bauen sich die alteingessenen Händler vom Münchner Marienplatz eine Multichannel-Zukunft auf – und warum überhaupt?

Darüber sprach Daniela Zimmer (Redaktion INTERNET WORLD Business) mit Fabian Goehler (Geschäftsführer Ludwig Beck Online), Dominik Haupt (Geschäftsführer Multichannel-Commerce-Agentur norisk), Christiane Hoss-Nurminen (E-Commerce-Leitung Bettenrid) , Ralf Mager (E-Commerce-Leiter Lodenfrey) und Peter Schön (Leiter E-Commerce, Sporthaus Schuster).

“Wir wollen alle Mitarbeiter auf dem Weg zum Omichannel-Unternehmen mitnehmen, der Kunde ist da schon angekommen”, sagt Christiane Hoss-Nurminen. Da Bettenrid vor allem Beratungsintensive Produkte wie Betten und Matrazen im Angebot habe, werde der Onlinekanal vor allem als Vorbereitung auf den Kauf im Geschäft genutzt.

Pro Woche werden etwa zehn bis 20 Termine über die Webseite vereinbart, so Hoss-Nurminen. Im kommenden Jahr soll es einen Relaunch geben, der die Seite auf Responsive Design umstellt. Zudem ist Bettenrid aktuell mit einem Shop auf eBay präsent, eine zweiter Marktplatz-Auftritt soll bald folgen.

Smartphone First

Bei Ludwig Beck, der seit drei Jahren auch mit einem Online-Shop vertreten ist, hat man dagegen von Anfang an auf Mobile-Shopping gesetzt. “Seit zwei Jahren ist der Shop responsive, das zahlt sich jetzt aus”, sagt Fabian Goehler.

Hier setzt man auf eine selektive Strategie und hat nur den Beauty-Bereich online verfügbar gemacht, den retourenintensiven Modebereich aber bewusst ausgeklammet. “Wir müssen mit unserem Onlineshop auch Geld verdienen”, sagt Goehler. Besonders hohe Zuwachsraten habe der Shop beim Einkauf per Handy: “Es wird immer komfortabler mit dem Smartphone einzukaufen”, stellt Goehler fest, daher laute die Strategie nicht “Mobile First”, sondern “Smartphone First”.

Sporthaus Schuster setzt seinen Online-Shop dagegen primär als “verlängerstes Schaufenster und Marketing-Kanal” ein, so Peter Schön. Eine gesonderte Preisstrategie fürs den Online-Kanal gibt es nicht: “Wir verkaufen auch übers Netz zu Marienplatzpreisen”. Die Artikelseiten im Netz sollen eine Vorabberatung bieten, zudem werden Kunden im Callcenter bei Detailfragen an Spezialisten durchgestellt oder können sich zurückrufen lassen.

Silodenken aufbrechen

Auch der Onlineshop von Lodefrey war Anfangs als Marketingkanal gedacht. “Mittlerweile hat sich der Online-Handel sehr professionalisiert, jetzt geht es darum überregional zu verkaufen”, sagt Ralph Mager. Während urprünglich nur Kunden aus Bayern bei Lodenfrey online eingekauft hatten, seien jetzt auch Kunden dabei, die das Ladengeschäft nicht kennen.

Allerdings: “Für Internationalisierung sind wir zu klein und das Sortiment zu eng”, stellt Mager klar. Die größte Herausforderung sieht er darin alte Strukturen und das Silodenken vieler MItarbeiter aufzbrechen: “uns gibt es seit 180 Jahren”. Sein Lösungsansatz: “Offen allen Menschen zuhören und Know-how in jedes Projekt reinnehmen.”

Dominik Haupt rät stationären Händlern im Wettbewerb mit Online-Pure-Playern ihren Point of Sale zu digitalisieren – das zahle sich aus, wenn es richtig gespielt werde. Zudem seien Händler im Premiumsgement nicht zwingend auf eine Niedrigpreisstrategie angewiesen.

“Kunden schätzen den Service drum herum, es geht nicht nur um den Preis. Wenn Händler Servicepackages anbieten, die einen Mehrwert bieten, sind die Kunden bereit, den Preis dafür zu zahlen.”

In den vergangenen sechs Jahren hat der Internet-Handel mit Kosmetik und Körperpflegeprodukten um 223 Prozent zugelegt. Profiteure des Booms sind einer Studie zufolge vor allem Multichannel-Anbieter.

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Millésima: Weinverkauf im Internet

26.03.2015, 9:52

Internet World 2015

Teure Spitzenweine im Web verkaufen? Für Millésima kein Problem. Wie die Multichannel-Strategie der Franzosen aussieht, erklärte Gerard Spatafora auf der Internet World 2015.

Millésima: Weinverkauf im Internet

(Quelle: Millésima)

Gegründet 1983, liefert der Weinshop Millésima inzwischen an gut 85.000 Privatkunden. Seit dem Jahr 2000 ist das französische Unternehmen auch im Web unterwegs.

Grundsätzlich liegt der Fokus auf Multichannel: Kataloge, Stores, Events, Webseite, Mobile und Telefon – der Kunden sollen auf allen Wegen die Möglichkeit erhalten, die Primeurweine zu ordern.

Wer im Web Wein verkauft, muss laut Millésima darauf achten, ein starkes Vertrauen zu seinen Kunden aufzubauen. Das scheint funktioniert zu haben: Der Internet-Auftritt ist laut Gerard Spatafora, E-Commerce- und M-Commerce-Manager bei Millésima, für 90 Prozent der Neukunden verantwortlich.

Der Rat des Managers, um in neuen Märkten zu starten: “Beachten Sie die kulturellen Unterschiede und die verschiedenen Regularien. Wichtig ist es auch, logistische Herausforderungen im Vorfeld einzuplanen, etwa Bestellungen in großer Menge.”

Millésima setzt bei seiner Marketing-Strategie vor allem auf den ROPO-Effekt – “Research online, purchase offline”. Auch Social Media ist wichtiger Bestandteil. Das Unternehmen produziert exklusiven Video-Content, hat inzwischen 630 Videos im Portfolio und seit 2011 über 2,5 Millionen Views damit generiert.

Um die richtige Zielgruppe zu erreichen, ist für Spatafora Facebook ein wichtiger Kanal. Auch Interaktionen mit dem Nutzer werden gezielt gesucht: Ein Social Media Game etwa konnte 12.000 Player begeistern.

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E-Commerce: Wachsen im Wettbewerb

26.03.2015, 8:12

Internet World 2015

Wo steht der E-Commerce heute und wie geht es nach 2015 weiter? Einen Überblick über die wichtigsten Trends im Web-Handel gab Sucharita Mulpuru (Forrester Research) auf dem Internet World Kongress.

E-Commerce: Wachsen im Wettbewerb

(Quelle: Fotolia.com/Mopic)

Der Online-Handel ist weltweit nach wie vor ein großer Wachstumsmarkt – 2015 werden die Umsätze in den USA erstmals die Marke von 300 Milliarden US-Dollar übersteigen.

Während China der nächste große Wachstumsmarkt ist, verlangsamen sich die Zuwächse in den USA und Europa jedoch, erklärt Sucharita Mulpuru, Vice President und Principal Analyst beim Martkforschungsunternehmen Forrester Research, während ihrer Keynote auf dem Internet World Kongress.

Als eine der größten Veränderungen der vergangenen Jahre nennt Mulpuru den Wandel der nachgefragten Produktkategorien im Online-Handel.

Wurden im Jahr 2000 noch überwiegend Computer und Bücher über das Internet verkauft, sind es heute neben PCs vor allem Unterhaltungselektronik sowie Kleidung und Accessoires. Im jahr 2018 werden die Top drei der Produktkategorien Unterhaltungselektronik, Kleidung und Accessoires sowie Haushaltswaren sein.

Wettbewerb verschärft sich

Eine weiterer großer Trend: Der Wettbewerb zwischen Online-Händlern und stationären Händlern werde sich weiter verschärfen. Bereits heute gebe es über 800.000 Webshops und mehr als zwei Millionen stationäre Kaufhäuser in den USA. In diesem Umfeld wachsender Konkurrenz passen immer mehr Händler ihre Preise mehrmals täglich an. Ein immer entscheidenderes Kriterium, um im Wettbewerb zu bestehen, werde außerdem der kostenlose Versand.

Immer mehr Händler fangen darüber hinaus damit an, sich aktiv Anregungen von ihren Kunden zu holen. So ruft etwa der Haustierbedarfshändler Petflow.com Nutzer auf seiner Seite dazu auf, Produkte zu beschreiben, die sie bislang vermissen. Oberste Priorität habe für Shopbetreiber im Jahr 2015 allerdings die Investition in den nach wie vor deutlich wachsenden mobilen Kanal.

Abschließend zeigte Mulpuru, in welchen Bereichen Europa und die USA voneinander lernen können: Während europäische Händler sich in den Bereichen Payment, Omnichannel und Lebensmittelhandel besser schlagen, haben amerikanische Unternehmen in den Bereichen Marktplätze, Innovationen sowie Kundenbindung und Kundenbeziehungsmanagement die Nase vorn.

Größte Herausforderung für alle: Daten. “Ich glaube nicht, dass irgendjemand Big Data wirklich ergründet hat”, so Mulpuru.

Die Grenzen zwischen Online- und Offline-Welt verschwimmen immer mehr. Was das für Händler bedeutet, erklärte David Mattin von trendwatching auf dem Internet World Kongress.

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Sport Bittl: “Auf nach Skandinavien”

26.03.2015, 7:03

Webshop

Das Sporthaus Bittl zählt zu Münchens größten Skihändlern. Am Online-Sortiment finden nun auch die Nordländer Gefallen.

Sport Bittl:

(Quelle: Shutterstock/gorillaimages)

Kein Neuland für den Münchner Sporthändler Bittl: E-Commerce. Schon vor rund zehn Jahren begann das Unternehmen damit, Ware über das Internet zu verschicken. Vor vier bis fünf Jahren ist aus dem Testprojekt ein ernsthaftes Geschäft geworden: Einen Anteil von zehn Prozent vom Gesamtumsatz erwirtschaftet der digitale Verkaufskanal inzwischen, mittelfristig sollen es 20 Prozent werden.

Dabei ist Bittl geglückt, worum viele ­stationäre Einzelhändler, die sich in ihrer Region als Marke etabliert haben, im Web noch kämpfen: die überregionale Zielgruppenansprache. Schon seit Jahren ­kaufen Österreicher und Schweizer im Online-Shop von Bittl ein.

In jüngster Zeit legten auch die Bestellungen aus Skandinavien deutlich zu. Innerhalb von drei bis fünf Tagen werden sie via UPS ausgeliefert.

Dass sich die Münchner gegen deutlich kapitalstärkere Online ­Pure Player im Sportsegment so gut ­behaupten können, liegt daran, dass sich der Webshop stark auf den Bereich Wintersportarten fokussiert.

“Wir bieten ­online rund ein Viertel des Sortiments der Läden an, aber im Skibereich liegt die Sortimentsabdeckung bei 100 Prozent. Gerade im Bereich Freeride und Touren gibt es noch nicht so viele Mitbewerber, die perfekte ­Montage und perfekte Lieferung anbieten”, sagt Markus Kasperbauer, Bereichsleiter E-Commerce & Logistik bei Bittl.

Mit dem geplanten Launch eines englischsprachigen Shops im April will das Unternehmen noch weitere Marktanteile dazugewinnen.

Google ist zu teuer

Um das eigene Online-Sortiment weiter auszubauen, denkt Kasperbauer über eine Art Marktplatzkonzept nach, über das Premiumlieferanten mit ihrem Vollsortiment abgebildet werden können. Im Falle einer Kundenbestellung liefern sie die ­gewünschte Ware dann on Demand aus.

Als größte Herausforderung für sich und sein Team sieht Kasperbauer gegenwärtig Google. “SEO läuft gut, aber im Adwords-Bereich haben wir massive Probleme”, gibt der E-Commerce-Leiter zu.

Die Klickkosten seien hoch, die Suchanfragen in diesem Winter aufgrund des erst so spät gefallenen Schnees gering. “Der kleine verbliebene Suchbereich wäre so teuer zu erkaufen gewesen, dass wir es bleiben ließen”, so Kasperbauer.

Lösen will er das SEM-Dilemma durch Kooperationen mit Reichweitenverlängerern wie Yelp, Idealo, Rakuten oder auch Simply Local. Eine Kooperation mit Amazon vereiteln derzeit noch die zu hohen Provisionsforderungen des E-Commerce-Riesen. Ebay zieht Bittl nicht als Distributionskanal in Betracht – der Online-Marktplatz sei mit dem Serviceanspruch von Bittl im Web nur schwer zu verbinden, so das ­Argument von Kasperbauer.

Sport Bittl ist auch auf der Internet World 2015. Markus Kasperbauer, Bereichsleiter E-Commerce und Logisitk, spricht in seinem Kongressvortrag über “Customer Journey from Shop to Screen”.
E-Commerce und Online-Marketing gehen Hand in Hand. Viele Anbieter auf der Internet World Messe bieten die richtigen Instrumente für SEM, E-Mail-Marketing und Multichannel Management an.

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Direkt aus Gmail Rechnungen bezahlen

25.03.2015, 14:21

Pony Express

Google soll an einem neuen Mail-Dienst arbeiten, mit dem Nutzer ihre Rechnungen direkt aus Gmail oder Inbox heraus bezahlen können. Allerdings müssen persönliche Daten an Drittanbieter gegeben werden.

Direkt aus Gmail Rechnungen bezahlen

Google arbeitet an neuen Features für seinen Mail-Dienst: Das Unternehmen will eine Funktion in Gmail einbauen, mit der Nutzer Rechnungen einfacher empfangen und bezahlen, berichtet die US-Webseite Re/code. Zur Erinnerung: Erst vor wenigen Wochen hatte Google seine neue zentrale Kontaktverwaltung für Gmail vorgestellt.

Der neue Bezahl-Dienst heißt demnach wohl “Pony Express”, soll im vierten Quartal 2015 erscheinen und während des Payment-Vorgangs auf Weiterleitungen zu anderen Webseiten verzichten. Um den Dienst zu nutzen, müssen Gmail-Nutzer laut einem Re/code vorliegenden Dokument folgendes tun: Zunächst ihren Namen, ihre Adresse und die Sozialversicherungsnummer einem Drittanbieter-Unternehmen geben, um die Identität zu bestätigen. Ebenso könnten Informationen über Kreditkarten, Telefonnummern oder den Führerschein gefordert sein.

Laut den Screenshots lassen sich anschließend in Gmail und Inbox die Art und das Datum der Bezahlung auswählen (Überweisung, Kreditkarte). Daneben sei es auch möglich, Rechnungsbeträge mit anderen Nutzern zu teilen.

Ob Nutzer es allerdings gut finden werden, ihre persönlichen Informationen an einen weiteren Drittanbieter zu übermitteln, hängt wohl zum großen Teil davon ab, wie praktisch die neue Funktion im Alltag ist. Auf jeden Fall stünden Google damit auch eine Flut an Finanzinformationen zur Verfügung, die sich für den Konzern sicherlich als nützlich herausstellen werden.

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Google: Was Webshop-Betreiber nun tun müssen

23.03.2015, 11:10

Neuer Algorithmus

Ab 21. April 2015 bewertet Googles Algorithmus erstmals den Bedienkomfort von Webseiten für mobile Nutzer. Für E-Commerce-Anbieter stellt das eine Herausforderung dar – vor allem bei der Usability.

Google: Was Webshop-Betreiber nun tun müssen

(Quelle: Shutterstock.com/Jesus Sanz)

Mobile Landing Pages, die auf Desktop-Seiten verweisen, sind definitiv zu wenig. Stattdessen benötigt jede relevante Seite eine Lösung, die für Smartphones und Tablets optimiert ist – denn lange Ladezeiten und eine schlechte Darstellung für mobile Geräte bestraft Google künftig mit einer schlechteren Platzierung in seinen Suchergebnissen.

Dies bringt auch einschneidende Veränderungen für E-Commerce-Anbieter mit sich, schließlich geht die “mobile friendly”-Initiative von Google mit wachsenden Umsatzzahlen im Mobile Commerce einher.

Der Suchgigant selbst hat Vorschläge veröffentlicht, mit denen Website-Betreiber künftig ihren Status bewahren oder sogar verbessern können. Der Internet-Dienstleister Sevenval erweitert die Vorschläge des US-Konzerns um fünf Tipps, die speziell für Webshop-Betreiber geeignet sind.

1. Zoomen oder horizontales Scrollen vermeiden

Um Texte auf Hunderten oder gar Tausenden Seiten für mobile Geräte optimiert darzustellen, benötigen Konzerne einen Front-End-Server. Dieser ist unter anderem in der Lage, Gerät und Browser zu erkennen, und auch die passende Textdarstellung auszuspielen, die für das jeweilige Endgerät benötigt wird. Diese Device Detection ist zudem eine wesentliche Funktion für alle Performance-Verbesserungen.

2. Keine fehlerhaften Weiterleitungen und irrelevante gegenseitige Verlinkungen

Jede Seite muss mobil optimiert werden. Das heißt, eine mobile Landingpage, die auf Desktop-Seiten verlinkt, reicht nicht aus. Bei separaten mobilen Seiten (zum Beispiel m.*.de) müssen deshalb zwingend die HTML-Tags “Canonical & Alternate” (in der Desktop- und der mobilen Präsenz) integriert sowie ein entsprechendes Universal Domain Konzept für die Weiterleitung erarbeitet werden.

3. Keine 404-Fehler von mobilen Seiten

404-Fehlerseiten sollten möglichst durch eine funktionierende Weiterleitung ausgeschlossen werden. Wenn Sie mit dynamischer Bereitstellung arbeiten, achten Sie darauf, dass die User-Agent-Erkennung richtig konfiguriert ist. Die Weiterleitung lässt sich auf einen Front-End-Server verlagern. Dieser kann mit Hilfe einer Datenbank (CDR = Client Description Repository) die bereits genannte Device-Erkennung übernehmen und gewährleisten, sodass die Weiterleitung zuverlässig funktioniert. Außerdem ist hier ebenfalls die Berücksichtigung des Universal Domain-Konzepts wichtig.

4. Möglichst zeitnah mobile optimierte Seiten erstellen

Wenn Smartphone- oder Tablet-Nutzer auf Desktop-Seiten verwiesen werden, führt dies zu einem schlechteren Ranking dieser Desktop-Version. Es gilt also, möglichst zeitnah mobile optimierte Seiten zu erstellen. Wer schnell handeln möchte, kann mit Parsing der Desktop-Seite zügig zu einer mobilen Web-Präsenz kommen. Dabei werden Inhalte aus der bisherigen Seite ausgelesen und möglichst automatisch für die Darstellung auf einer mobilen Seite aufbereitet. Parsing ist eine schnelle, taktische Lösung. Der Nachteil: Änderungen der Desktop-Seite müssen den Entwicklern der mobilen Webseite im Vorfeld bekanntgegeben werden, damit entsprechende neue Templates für die geplanten Änderungen zur Verfügung stehen.

Eine strategische und zukunftssichere Lösung ist die Umsetzung einer RESS-Lösung (Responsive Design with serverside Components). Auch hierfür wird ein Front-End-Server eingesetzt, der den Browser der mobilen Nutzer bei der Prozess- und Datenverarbeitung erheblich entlastet. Passend zum spezifischen Gerät werden beispielsweise kleinere Bilder ausgeliefert sowie für HTML, CSS und JavaScript optimiert und für das Endgerät spezifisch aufbereitet. So findet eine minimale Dateiübertragung statt, ohne auf Inhalte zu verzichten.

5. Schnelle Performance der mobile Seiten

Zu lange Wartezeiten frustrieren mobile Nutzer und tragen schon jetzt zu einem schlechten Ranking bei. Ladezeiten von mehr als vier Sekunden verursachen erhebliche Conversion-Verluste. Eine Lösung sieht in diesem Fall sehr komplex aus.

Die wichtigsten Punkte sind asynchrones Laden von Above-The-Fold-Inhalten sowie das Einbinden (Inlining) von Scripten (JS und CSS) für diese zuerst angezeigten Inhalte. Externe JavaScript- und CSS-Dateien sollten idealerweise am Ende laden und alle Datenpakete nach Möglichkeit komprimiert übertragen werden. Hier empfiehlt sich als langfristige Lösung ebenfalls ein Front-End-Server, der die Performance auch für künftige Endgeräte, Browser-Versionen und OS-Updates gewährleisten kann.

Die Optimierung für Mobile stellt selbst für Vorreiter des Online-Handels eine Herausforderung dar – beispielsweise die Reisebranche. In Sachen Usability und Performance herrscht offenbar noch einiger Nachholbedarf.

Laut einer Studie von Sevenval in Zusammenarbeit mit der Agentur Anstrengungslos erreicht keines der zwölf untersuchten Online-Reiseportale die Gesamtwertung “gut” oder gar “sehr gut”, wenn es um die mobilen Internet-Angebote geht. Die Gesamtnote zwei nur knapp verpasst hat immerhin Testsieger Tui, der in vier der sechs erfassten Kategorien eine gute Bewertung ergatterte.

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“Google Zertifizierte Händler” unter der Lupe

23.03.2015, 9:32

E-Commerce-Ambitionen

Noch ist das E-Commerce-Angebot von Google uneinheitlich und lückenhaft. Angebote wie “Google Zertifizierte Händler” und Google Shopping sollen vorrangig das eigene Anzeigengeschäft pushen.

(Quelle: shutterstock.com/ljh images)

Die Elektronikversender Pearl und Redcoon, der Online-Schuhhändler Spartoo.de oder der Kindermode-Shop Tausendkind – sie alle sind von “Google Zertifizierte Händler”. Wie sie haben mittlerweile Dutzende von deutschen Online-Shops das Google-Programm durchlaufen. Oftmals fällt in diesem Kontext auch das Stichwort: “Google Trust” als Indikator für Vertrauen. Doch was will der Internet-Gigant mit der Initiative erreichen? Will er etwa Anbieter von Shop-Gütesiegeln angreifen?

Andreas Bauer, Chief Product Officer beim Aschaffenburger E-Com­merce-Dienstleister 004, behält den neuesten E-Commerce-Vorstoß von Google seit einiger Zeit genauestens im Auge. Für ihn sagt das Google-Zertifikat, verglichen mit Zertifikaten von Anbietern wie etwa Trusted Shops, deutlich weniger aus. “Wir stellen immer wieder fest, dass die Google Services international sehr generisch gehalten sind”, erklärt Bauer. “Google Zertifizierte Händler” sei nicht umfassend für den deutschen Markt umgesetzt worden.

Schnittstelle zu Google

Tatsächlich fällt der Leistungsumfang des Google-Programms deutlich geringer als bei Mitbewerbern, wie Trusted Shops, aus: Um Aufnahme in das kostenlose Programm, können sich Online-Händler, unabhängig von Größe und Bekanntheitsgrad, bewerben. Teilnehmende Händler müssen eine Schnittstelle zu Google in ihren Shop einbinden und dürfen ein anklickbares Gütesiegel in der rechten unteren Bildschirm­ecke anzeigen. Dieses signalisiert den Kunden, dass sie sich in einem Shop befinden, den Google in Hinblick auf Versand und Kundenservice als vorbildlich einstuft.

Sollte es dennoch zu Unregel­mäßigkeiten kommen, garantiert Google einen Käuferschutz von bis zu 1.000 ­Euro – allerdings nur als letzte Instanz: “Zuerst sollen mögliche Probleme zwischen dem Händler und seinem Kunden geklärt werden”, erklärt Malte Will, Product Partnerships Manager, Shopping, Commerce, Ads EMEA bei Google.

Einen umfassenderen Käuferschutz oder die rechtliche Absicherung von Online-Shops bietet “Google Zertifizierte Händler” im Gegensatz zur deutschen Konkurrenz nicht. Das liegt an der Motivation, die hinter der Entwicklung des Produkts steht: “Unser Ziel ist es in erster Linie, mit dem Programm die Trust-Werte von ausgesuchten Online-Shops für die Kunden zu erhöhen”, erklärt Malte Will.

Indirekter Nutzen für Google

Für Google habe das Programm vor allem einen “indirekten Nutzen”: Je mehr Konsumenten ihre Einkäufe ins Netz verlagern, umso mehr profitiere auch der Internet-Konzern davon – zum Beispiel durch steigende Ausgaben der Shop-Betreiber für kostenpflichtige Angebote wie Google Adwords und Google Adsense.

Auswirkungen auf das Listing teilnehmender ­Unternehmen in der Google-Suche gebe es nicht, so Will.
Auch wenn der Anwendungsbereich von “Google Zertifizierte Händler” eher beschränkt ist und das Produkt von Google aus einer klaren Nutzenerwägung heraus entwickelt wurde – beim teilnehmenden Online-Händler Redcoon erhält das Programm durchweg gute Noten.

“Gerade für Neukunden ist dieser Service eine Bestätigung unserer Professionalität”, lässt der zu Media-Saturn gehörende Elektronikversender durch einen Sprecher mitteilen. “Durch das Gütesiegel ist dem Kunden bewusst, dass unsere Prozesse durch eine externe Instanz bewertet werden und die Einhaltung bestimmter Bedingungen permanent geprüft wird.”

Dass die Shop-Präsenz von Redcoon auch bereits durch Trusted Shops und EHI Retail Institute abgesichert ist, betrachtet das Unternehmen nicht als Argument ­gegen “Google Zertifizierte Händler”: “Die Google Händlerzertifizierung ist ­eine sinnvolle Erweiterung unserer Kundenansprache, denn jedes Siegel adressiert eine eigene Zielgruppe.”

Google Shopping wird immer attraktiver

Ein Gütesiegel als Marketing- und Image-Programm: Was für „Zertifizierte Händler“ gilt, stimmt in abgewandelter Form auch für einen anderen Dienst: Google Shopping.

Die Preisvergleichsseite des Web-Konzerns wurde lange Zeit eher stiefmütterlich behandelt, ehe Google vor drei Jahren auf ein Modell mit bezahlten Listings umstellte und auch die Attraktivität des Angebotsdeutlich ausbaute.

Inzwischen wird die Produktsuche von Google, wie Malte Will erklärt, nicht nur vom Handel “sehr positiv angenommen”, auch beim Funktionsumfang muss sich Google nicht verstecken: Bei produktbezogenen Suchanfragen werden Shopping-Ergebnisse automatisch in die Trefferanzeige einbezogen; seit September 2014 zeigt Google Shopping auch lokale Verfügbarkeiten an. Tracking- und Analyse-Tools bieten auch Shop-Betreibern gute Einblicke in das Verhalten ihrer Kunden.

Für Harald Schiffauer, Geschäftsführer des Wettbewerbers Guenstiger.de, ist dennoch klar: “Google Shopping ist eher ein Werbeformat und weniger ein Preisvergleich.” Schließlich erfolge die erste Sortierung nicht nach dem günstigsten Preis, sondern – ähnlich wie bei Adwords – nach einem Bieterverfahren und der ­berechneten Klickwahrscheinlichkeit.

Dennoch sei Google Shopping für Guenstiger.de ein sehr ernst zu nehmender Wettbewerber – “gerade weil Google so wie kein anderer in der Lage ist, Nutzer mit hoher Kaufwahrscheinlichkeit zu erkennen und mit passender Werbung zu versorgen. Durch die Dominanz in der Suche kann Google diesen Such-Traffic auf das eigene Angebot lenken”.

Alles für die Werbung

Dass es Google Shopping mit der Produktsuche und anderen E-Commerce-Angeboten primär darum geht, das eigene Anzeigengeschäft voranzutreiben, kann auch ­Google-Mitarbeiter Malte Will nicht ­abstreiten: “Der Löwenanteil der Umsätze von Google stammt aus dem Werbegeschäft. Alles, was mit Werbung zu tun hat, steht deshalb sehr hoch in der Prioritätenliste von Google.”

Der Handel verfüge nicht nur über sehr hohe Werbebudgets, sondern habe auch den Marketingkanal Online sehr früh adaptiert. Welche Ambitionen Google im E-Commerce-Geschäft verfolgt, wird damit ­erkennbar: Google Shopping will zwar weder in die Händlerrolle schlüpfen, noch einen Marktplatz aufbauen und betreiben. Wenn E-Commerce-Angebote bei den Nutzern jedoch die Bedeutung der Suchmaschine erhöhen oder sogar noch ­höhere und zusätzliche Werbeeinnahmen in Aussicht stellen, dann engagiert sich das Unternehmen aus Mountain View sofort und erweitert seine Services.

Zur ausschließlich gewinnorientierten Sicht von Google scheinen jedoch einige E-Commerce-Aktivitäten nicht so recht zu passen: Mit dem 2013 gestarteten Lieferdienst Google Express geht der Suchgigant weit über eine Produktsuche hinaus. Kunden können auf der Webseite des Suchmaschinenbetreibers Einkäufe zusammenstellen, die dann vom eigenen Lieferdienst taggleich zugestellt werden.

Noch ist der Service auf eine Handvoll amerikanischer Großstädte begrenzt und eine Ausweitung jenseits der USA nicht geplant. Doch überraschte das Angebot auch Experten – schließlich ­engagiert sich Google hier sehr stark im ­E-Commerce und baut sogar eigene ­Logistikkapazitäten auf. Aber so bringt sich ­Google Express in den USA gegen Amazon und dessen Lieferservice Amazon Fresh in Stellung.

Google Shopping hat starke Konkurrenz

Damit liegt eines der wesentlichen Motive für den Aufbau von Google Express auf der Hand: Google will sich gegen den ­E-Commerce-Primus behaupten.

Denn Amazon stößt immer stärker ins Revier von Google vor. So ergab eine Forrester-Studie im dritten Quartal 2014, dass nur elf Prozent der US-Online-Shopper eine Produktrecherche bei Google starten, ganze 39 Prozent dagegen die Webseite von Amazon besuchen. In diesem Bereich versucht der Amazon Marktplace seit Jahren eine Marktmacht auf- und auszubauen.

Google kann ­diese Entwicklung nicht gleichgültig sein – aus Werbesicht sind Produktanfragen für den Konzern am wertvollsten. Nicht umsonst soll Google Shopping seinen Service in den USA bald mit einem Buy-Button ausstatten, der mit der One-Click-Technologie von Amazon zu vergleichen ist.

004-CPO Andreas Bauer ist eher skeptisch, dass es in absehbarer Zeit im E-Commerce-Geschäft zum Showdown zwischen den beiden Internet-Riesen kommen wird: “Amazon ist einer der größten Kunden von Google weltweit. Dies spricht eher für eine friedliche Koexistenz.” Der Vorstand des E-Commerce-Dienstleisters glaubt, dass sich Google auch künftig in erster ­Linie auf Plattformthemen konzentrieren wird, wie das bereits bei den Angeboten Logistik, Google Car und Mobile zu beobachten sei.

Guenstiger.de-Chef Harald Schiffauer ist sich da nicht so sicher: Auch Google Shopping habe lange gebraucht, um von einem Experiment zu einem ­vollwertigen Produkt im Portfolio des Konzerns zu werden.

Und mit der Vertikalisierung der Suche eröffnen sich für den Suchmaschinenkonzern viele neue Möglichkeiten, aus der Wertschöpfungskette Gewinn zu ziehen. “Google ist bekannt ­dafür, vieles auszuprobieren”, so Schiffauer. “Wenn die Strategie in den USA erfolgreich ist, kann davon ausgegangen werden, dass Produkte und Services auch in anderen Ländern an den Start gehen.”

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Wie der Checkout den Kauf beeinflusst

19.03.2015, 12:27

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Durch die Digitalisierung und Individualisierung im E-Commerce entstehen neue Vertriebschancen. Auch Käufer kennen beim Online-Shopping keine Grenzen mehr – außer vielleicht im Bezahlvorgang.

Wie der Checkout den Kauf beeinflusst

(Quelle: Shutterstock/ra2studio)

So sagen 43 Prozent der Verbraucher, dass sie Schwierigkeiten mit dem Online-Checkout haben. Für den nachhaltigen Erfolg im E-Commerce spielt daher die Kundenfreundlichkeit des Checkout-Prozesses eine große Rolle.

Der rasante technologische Fortschritt verändert nicht nur den privaten wie beruflichen Alltag, sondern auch den Handel und die Art des Bezahlens. Neben Benutzerfreundlichkeit, Vertrauenswürdigkeit und dem persönlichen und individuellen Kundenservice, werden Bestell- und insbesondere Bezahlmodalitäten zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Funktioniert beispielweise die Zahlungsabwicklung nicht wie erwartet, bleibt der Warenkorb leer und dem Händler entgehen wertvolle Umsatzchancen. Der nachhaltige Erfolg von Onlinshops basiert daher unter anderem auf Payment-Prozessen, die sich sowohl für den Händler als auch für den Kunden durch ein hohes Maß an Komfort, Validität und Sicherheit auszeichnen.

Wie spielerisch einfach und unbürokratisch die Integration eines benutzerfreundlichen Checkouts sein kann, zeigt das Wirecard Checkout Portal.

Nutzen eines Payment-Plug-Ins am Beispiel des Wirecard Checkout Portals


Online bezahlen leicht gemacht mit dem Wirecard Checkout Portal

(Quelle: Wirecard)

Während Endkunden mit intuitiven und sicheren Bezahlwegen sowie attraktiven Mehrwerten zur Verkaufsförderung und Kundenbindung überzeugt werden wollen, stehen für Händler auf der anderen Seite Aspekte wie eine einfache Integration der Bezahlseite, Komfort und eine transparente Abrechnung im Vordergrund.

Das Wirecard Checkout Portal stellt für den Händler eine vollautomatisierte Lösung zur schnellen Konfiguration und Annahme von gängigen, internationalen Zahlungsmethoden dar.

Der Sign-Up-Prozess auf www.checkoutportal.com geht dank dem Online-Konfigurator einfach und schnell: Über Plug-Ins für alle bekannten E-Commerce-Shopsysteme führen Händler ihren Webshop einfach mit sowohl weltweit akzeptierten, als auch lokal erforderlichen, Payment-Lösungen zusammen.

Dabei sind auch wiederkehrende Zahlungen möglich. Das Wirecard Checkout Portal beinhaltet über 20 Bezahl- und Risikomanagement-Lösungen, die modular in die jeweiligen Shop-Systeme integrierbar sind. Bewährte Fraud-Standards sind bereits vorinstalliert und können modular erweitert werden.

Darüber hinaus werden alle Payment-Vorgänge in Echtzeit geprüft und ein benutzerfreundliches Account-Management-System stellt Statistiken bereit. Bei Bedarf wählt der Händler weitere Services wie Risikomanagement-Lösungen oder Bankservices hinzu.

Nach erfolgreichem Online-Vertragsabschluss kann der Händler innerhalb kürzester Zeit über seinen Webshop Onlinezahlungen entgegennehmen. Insbesondere kleinere Händler können so ihre Shops an den internationalen E-Commerce anbinden. Weitere Informationen zum Produkt www.checkoutportal.de.

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