Online Pure Player: Vom Web-Shop zum Laden

03.08.2015, 14:11

Online goes Offline

Immer mehr Online Pure Player wagen den Schritt in den stationären Handel. Dem etablierten Wettbewewerb bringt das frische Impulse für das Ladendesign.

Längst kein Einzelfall mehr: Mymuesli betreibt inzwischen 22 Filialen

(Quelle: mymuesli.com)

Als der Online-Müsli-Mixer Mymuesli 2009 in Passau seinen ersten Store im stationären Handel eröffnete, sorgte das noch für Aufsehen: Waren die E-Commerce-­Anbieter denn nicht angetreten, eine ­Alternative zum klassischen Einzelhandel zu bieten? Doch heute, sechs Jahre später, betreibt Mymuesli in Deutschland und Österreich bereits 22 Filialen.
Und damit ist das Unternehmen kein Einzelfall: Der Elek­tronikversender Cyberport hat bereits 15 Stores im stationären Handel eröffnet, die ­Online-Möbelmarke Fashion For Home wartet mit sieben Showrooms auf und der Hersteller rahmengenähter Schuhe, Shoepassion, hat schon drei Filialen eingerichtet. Der Betrieb von Ladengeschäften ist damit für viele Online-Händler ein fester Bestandteil ihrer Vertriebsstrategie.
In den meisten Fällen ist es Pragmatismus, der die Onliner in den stationären Handel getrieben hat. „Wir haben ­gemerkt, dass die Läden wirklich eine wichtige Funktion erfüllen“, erklärt Max Wittrock von Mymuesli. Zum einen könne man so Bestandskunden einen zusätzlichen Kanal bieten, zum anderen sei die Möglichkeit, Müsli-Mischungen in den Stores zu ­probieren, eine gute Voraussetzung, um Neukunden zu gewinnen. „Außerdem ­haben die Läden einen bedeutenden Marketing-Effekt: Wir stärken damit unsere Präsenz in frequenzstarken Lagen“, so der Mymuesli-Mitgründer.

Über einen anderen Vorteil des stationären Handels berichtet Notebooksbilliger-Chef Arnd von Wedemeyer – der Elektronikversender eröffnete 2010 den ersten von mittlerweile drei Stores: „Bei unseren Filialumsätzen handelt es sich nur zu rund einem Drittel um Online-Abholungen und beim Rest um gewöhnliche stationäre Käufe.“
Die Ladengeschäfte ermöglichen es also, Kunden anzuziehen, die man rein online nicht habe erreichen können. Zudem trage der vom stationären Handel ausgehende „Trust-Effekt“ zu höheren Online-Umsätzen im jeweiligen Einzugsgebiet des Ladens bei.

Store-Formate im stationären Handel: Von klein bis ganz groß

Bei der Gestaltung des Geschäfts im stationären Handel haben sich bei den Online-Händlern inzwischen einige wichtige strategische Stellschrauben herauskristallisiert: Das betrifft zum einen den Umfang des stationären Engagements.

Die beiden Elektronikversender Notebooksbilliger.de und Cyberport eignen sich gut, um hier die unterschiedlichen Ansätze zu verdeutlichen. Cyberport setzt im stationären Handel bei seinen 15 Läden auf großzügige Flächen, die durchaus die Marke von 900 Quadratmetern erreichen können.
Das Ladendesign orientiert sich am hochwertigen Vorbild der Apple-Welt und das ausgesuchte, die gesamte Bandbreite der Elektronik umspannende Warenangebot ist eher im oberen Preisbereich angesiedelt. Das klare Ziel des Unternehmens ist es, sich im stationären Handel als Premiumanbieter im Bereich Digital Lifestyle zu positionieren und so auch online höhere Warenkorbwerte zu erzielen.

Notebooksbilliger.de bleibt demgegenüber auch stationär „Lean Start-up“-Prinzipien treu: Die Stores umfassen ­kompakte Flächen von rund 400 Quadratmetern, ­liegen an verkehrsgünstigen B-Standorten, sind schlicht gehalten und konsequent auf die Kernkompetenz des Unternehmens – das einzigartig breite Notebook-Sortiment – ausgerichtet. „Wenn wir uns nicht an diese Maßgaben halten, dann ­erzielen wir nicht die gewünschte Produktivität und auch nicht die angestrebte Rentabilität“, erklärt Firmen-Chef Arnd von Wedemeyer.

Dass es noch schlanker geht, zeigt der Online-Brillenhändler Mister Spex. Um seinen Kunden Touchpoints im stationären Handel zu bieten, setzt das Unternehmen seit 2011 auf die Partnerschaft mit alteingesessenen Optiker-Fachgeschäften. Ende 2014 ­wurde das Partnerprogramm auf Shop-in-Shop-Module für den Verkauf von Brillenmodellen der Eigenmarke „Mister Spex Collection“ ausgeweitet.
Mit einem minimalen Engagement ist es dem Online-Händler so gelungen, auch im stationären Handel Akzente zu setzen. „Wir glauben an Multichannel“, erklärt Mister-Spex-Geschäftsführer Dirk Graber. Er denkt inzwischen über die Eröffnung eigener Filialen nach: „Wie die Erfahrung mit unserem Partnerprogramm zeigt, hat eine statio­näre Präsenz klare Vorteile. Und eine ­einheitliche Markenpräsenz wäre sicher einfacher als ein Netz mit 500 Partnern.“

Eine zweite wichtige Stellschraube ist die Rolle, die den Geschäften im stationären Handel bei der Unternehmensaufstellung zukommt: Geht es darum, einen separaten Retail-­Kanal aufzubauen? Oder soll das statio­näre Geschäft eher der Online-Wertschöpfung dienen?

Online oder stationärer Handel: Wer hilft wem?

Klar letzteren Kurs verfolgt die Online-Möbelmarke Fashion For Home. Das ­Unternehmen wollte es seinen Kunden ­ermöglichen, die angebotenen Möbel auch ganz real zu betrachten – ursprünglich mit einem einzigen Showroom in Berlin.

Drei Jahre später betreibt Fashion For Home bereits sieben Geschäfte im stationären Handel. Geschäftsführer Marc Appelhoff berichtet: „Dank der Showrooms erreichen wir heute Warenkorbwerte, die für uns vor drei Jahren noch nicht möglich waren.“

Einkaufen kann man in den stationären Geschäften allerdings nicht: Statt einer Kasse gibt es dort nur Online-Terminals und anstelle von Verkäufern werden die Kunden von qualifizierten Einrichtungsberatern betreut. Die Kernfunktion der Showrooms sei es, die eigene Ware anfassbar zu machen und damit die Online Conversion anzutreiben, erklärt Gründer Appelhoff.

Müssen Onliner im stationären Handel zwangsläufig durchdigitalisierte Einkaufserlebnisse bieten oder geht es auch ganz konventionell? Hinter dieser Frage verbirgt sich die dritte Grundsatzentscheidung, die sich aus den Retail-­Erfahrungen der Webshop-Betreiber ­herauslesen lässt.
Ein gutes Beispiel für die digitale Variante ist der Fußballfachhändler 11Teamsports. Das Unternehmen ­eröffnete Mitte 2014 einen 1.400 Quadratmeter großen Flagshipstore in Berlin – ein Musterbeispiel in Sachen digitaler Point of Sale: Der Online-Shop wurde über Screens und iPads in den stationären Handel eingebunden und es wurden neueste Mobile-Payment-Verfahren angeboten.

Doch wie Geschäftsführer Oliver Schwerin berichtet, haben die Kunden auf die iPad-Bestellmöglichkeit eher reserviert reagiert. Gut angenommen werden die digitalen Features dagegen dort, wo es um emotionale ­Inhalte, Entertainment oder die Individualisierung von Produkten gehe.
Im Showroom des Curated-Shopping-Anbieters Modomoto in Berlin hingegen finden sich keinerlei digitale Spielereien. Stattdessen strahlt das Geschäft einen ­dezent-gehobenen Retro-Charme aus. Für Geschäftsführerin Corinna Powalla ist das nur konsequent – schließlich ist das Wichtigste, was das Online-Unternehmen zu bieten hat, die Beratungskompetenz seiner Stylistinnen.

Das Beispiel Modomoto zeigt damit gut, wie intensiv sich Online-Anbieter bei ihrem Weg in den stationären ­Handel mit der Frage nach dem Kern ­ihres Geschäftsmodells auseinandersetzen – und auf diese Weise einen optimalen Kundennutzen erzeugen.

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Datenschützer verhängen Bußgeld gegen Online-Shop

31.07.2015, 13:40

Verkauf von Kundendaten

Bayerische Datenschützer haben ein hohes Bußgeld gegen zwei Unternehmen verhängt, die ohne Einwilligung der betroffenen Personen mit E-Mail-Adressen gehandelt haben.

Datenschützer verhängen Bußgeld gegen Online-Shop

(Quelle: Shutterstock.com/Brian A Jackson)

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht geht gegen den Handel mit Kundendaten vor. Im konkreten Fall verhängte es ein Bußgeld in fünfstelliger Höhe, weil nach der Insolvenz eines nicht genannten Online-Shops Daten der Kunden an ein anderes Unternehmen verkauft worden waren.

Bei diesen sogenannten „Asset Deals“ versucht in der Regel der Insolvenzverwalter die einzelnen noch vorhandenen „Assets“ zu veräußern – also Besitztümer wie Grundstücke, Gebäude oder eben Kundendaten des Pleite-Unternehmens.

Im nun bekannt gewordenen Fall wurden die E-Mail-Adressen der ehemaligen Kunden weiterverkauft. Dabei handelt es sich aber laut Landesamt um personenbezogene Daten, die „nur nach Maßgabe des Datenschutzrechts übermittelt werden dürfen“. Als unbedenklich bezeichnet die Behörde dagegen die Übermittlung von Namen und Postanschriften. In der Praxis sei aber zu beobachten, dass auch weit darüber hinaus gehende Informationen den Inhaber wechseln:


Thomas Kranig, Präsident des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht: „Personenbezogene Kundendaten dürfen nicht wie eine beliebige Ware veräußert werden.“

(Quelle: Bayerisches Landesamt für Datenschutzaufsicht

„Häufig besitzen Unternehmen wesentlich mehr Daten über ihre Kunden, etwa Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Konto- und/oder Kreditkartendaten, zudem häufig ‚Kaufhistorien‘, das heißt Informationen über die von Kunden getätigten Käufe.“
Diese Daten dürfen laut Landesamt aber nur verkauft werden, wenn die Kunden in den Deal eingewilligt haben. „Unternehmen und auch Insolvenzverwalter müssen sich bewusst machen, dass personenbezogene Kundendaten nicht wie eine beliebige Ware veräußert werden dürfen. Vielmehr ist dies nur unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Voraussetzungen erlaubt“, warnte Thomas Kranig, der Präsident des Bayerischen Landesamtes.

Die Behörde verhängte nun ein Bußgeld „in fünfstelliger Höhe“ gegen beide beteiligte Unternehmen. Damit sind sie noch glimpflich davon gekommen. Die Landesämter dürfen nach eigener Aussage in vergleichbaren Fällen Bußgelder bis zu 300.000 Euro verhängen.

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Bereit für den grenzüberschreitenden Handel

31.07.2015, 12:22

Neues Prestashop-Release

Prestashop hat sein Shopsystem mit dem neuen Release für den deutschen Markt angepasst und für den grenzüberschreitenden Verkauf fit gemacht.

Bereit für den grenzüberschreitenden Handel

(Quelle: Shutterstock.com/Andrey_Popov)

Die Open-Source-Shopsoftware von Prestashop musste bisher mir Drittmodulen an deutsche Rechtsvorgaben angepasst werden. Mit dem neuen Release 1.6.1.0 hat der französische Shopsoftware-Anbieter nun die Rechtskonformität für den deutschen und für andere EU-Märkte in den Standard integriert. „Bislang mussten speziell deutsche Händler ein Modul von Dritten einsetzen, um ihren Prestashop an die rechtlichen Vorgaben hierzulande anzupassen“, erklärt Hagen Meischner, Country Manager DACH bei Prestashop: „Mit der Veröffentlichung des neuen Release machen wir es für Händler wesentlich einfacher, einen abmahnsicheren Shop zu betreiben.“

In der Vergangenheit wurde das kostenfreie Modul der Agenturen Silbersaiten und Gurkcity genutzt, um mit Prestashop in Deutschland rechtssicher zu verkaufen. Dieses Modul „EU Legal“ diente nun als Basis, um Regeln und Vorschriften für den deutschen Markt direkt in Prestashop zu integrieren. Rechtstexte können mit wenigen Klicks in den Shop eingebunden werden. Zudem wird die Lösung über Partnerschaften mit Trusted Shops und Protected Shops vorzertifiziert.

Die Auswahl an Shop-Software für den deutschen Markt ist groß. Die Anpassung der Software an deutsche Vorgaben ist aus Sicht von Prestashop ein logischer Schritt, um im starken lokalen Wettbewerb mithalten zu können.

Nicht nur für den deutschen, auch für andere EU-Länder wurden die Vorgaben in die Shop-Software eingebunden. Denn damit Shopbetreiber rechtssicher in europäische Märkte verkaufen können, müssen sie auf die Details achten. Zum Beispiel auf die richtige Berechnung der Mehrwertsteuer, die Einhaltung von rechtlichen Vorgaben, die von Land zu Land unterschiedlich sind, eine korrekte Widerrufsbelehrung und vieles mehr.

Prestashop lässt sich nun automatisch für verschiedene europäische Märkte vorkonfigurieren. „Bei der jüngsten Version haben wir zwei Ziele verfolgt“, sagt Charles Wells, Chief Product Officer bei Prestahop, „die Vereinfachung des grenzüberschreitenden Handels und die Verbesserung der Shop-Performance.“ Auch Shops mit umfangreichen Produktkatalogen sollen nun an Tagen mit hohem Traffic eine schnelle Response Time aufweisen.
In Deutschland basieren laut Angaben von Prestashop rund 6.000 Online-Shops auf der Open-Source-Software. Eine Artikelfolge in den Ausgaben 15 und 16 von INTERNET WORLD Business berichtet darüber, wie groß die Verbreitung der verschiedenen Shop-Systeme im deutschen Markt ist und woran die Lösungsanbieter arbeiten.

Internationalisierung des Unternehmens findet selten durch vorausgehende, gezielte Marktforschung statt. In welche Länder Online-Händler expandieren, hängt oft von den Gegebenheiten im Unternehmen ab.

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ProSiebenSat.1: Starke Zahlen dank Digital-Sparte

31.07.2015, 8:43

Zweites Quartal 2015

Und wieder einmal gute Zahlen für ProSiebenSat.1: Eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung sorgt für steigenden Umsatz und Gewinn, als besonders rentabel erwies sich das wachsende Internet-Segment.

ProSiebenSat.1: Wachstum dank Internet-Sparte

(Quelle: ProSiebenSat.1 Media AG/Holger Rauner)

Es scheint das Jahr von ProSiebenSat.1 zu sein: Der Medienkonzern konnte auch im zweiten Quartal 2015 seine Zahlen deutlich steigern. So legte der Umsatz im Vorjahresvergleich um 11,8 Prozent auf 772,5 Millionen Euro zu, der Betriebsgewinn stieg um 8,4 Prozent auf 237,6 Millionen Euro, der bereinigte Konzernüberschuss wuchs um 9,3 Prozent auf 118,2 Millionen Euro.

Entgegen vieler Unkenrufe wächst das klassische TV-Geschäft weiter – die Zuschauermarktanteile belaufen sich im zweiten Quartal im DACH-Raum auf 29,8 Prozent, das ist der höchste Wert seit zehn Jahren. Dennoch bringt Fernsehwerbung „nur noch“ 63,8 Prozent des Umsatzes. Die Geschäfte außerhalb des TV-Segments – darunter die profitable Internet-Sparte – liefern inzwischen bereits 36,2 Prozent zum Umsatz.
Im ersten Halbjahr konnte ProSiebenSat.1 den Konzernumsatz um 12,2 Prozent auf 1,43 Milliarden Euro steigern. Das um Einmaleffekte bereinigte Ebitda (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) erhöhte sich um 8,6 Prozent auf 390,3 Millionen Euro, der bereinigte Konzernüberschuss kletterte um 14,8 Prozent nach oben auf 188,1 Millionen Euro.

„Es bleibt unser wichtigstes Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit von ProSiebenSat.1 zu stärken und über die Digitalisierung und Internationalisierung in neue Wachstumsmärkte vorzustoßen“, so Thomas Ebeling, Vorstandsvorsitzender der ProSiebenSat.1 Media SE. Fernsehen sei der Motor des Digitalgeschäfts und biete die Möglichkeit, Produkte mit geringen finanziellen Aufwendungen bei einem Millionenpublikum zu vermarkten.

Digital-Commerce-Bereich liefert höchsten Umsatzanteil

Im Digitalgeschäft – genauer in den Bereichen Digital Entertainment, Digital Commerce, Adjacent – erhöhten sich die Umsätze im zweiten Quartal 2015 um 23,0 Prozent auf 183,5 Millionen Euro. Das Ebitda erhöhte sich um 21,8 Prozent auf 37,5 Millionen Euro.
Den höchsten Umsatzanteil lieferte der Digital-Commerce-Bereich mit dem Media-for-Equity- und Media-for-Revenue-Share-Geschäft. Zudem stiegen die Umsätze laut Konzern durch das neue Commerce Vertical „Beauty & Accessories“ mit Amorelie und Flaconi.

Darüber hinaus verzeichnete der Konzern im Digital-Entertainment-Bereich ein Umsatzplus, das vor allem aus höheren Erlösen des Video-On-Demand-Portals maxdome sowie steigenden Online-Werbeeinnahmen stammt.

Fokus liegt auf Digital-Unternehmen

ProSiebenSat.1 will den Konzernumsatz bis zum Jahresende 2015 im Vergleich zum Vorjahr im hohen einstelligen Prozentbereich steigern. Wachstumstreiber sollen alle Segmente sein, vor allem aber liege der Fokus auf den zuletzt akquirierten Digital-Unternehmen.

Auch die Pläne bis Ende 2018 stehen schon: Der Konzern will bis dahin seinen Umsatz um eine Milliarde Euro im Vergleich zu 2012 steigern. Zum 30. Juni 2015 hatte ProSiebenSat.1 davon bereits 67,4 Prozent realisiert.
Erst jüngst hatte der Konzern 80 Prozent an Smartstream.tv, einer automatisierten Handelsplattform für digitale Bewegbildwerbung übernommen.

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Österreichische Webshopper sind anspruchsvoller

30.07.2015, 12:23

Erfolgsfaktoren im E-Commerce

Die Online-Shopper in Österreich werden immer anspruchsvoller, vor allem bei Lieferung und Versand erwarten sie mehr. Mittlerweile sind die österreichischen Käufer anspruchsvoller als die deutschen.

Die Ansprüche der Online-Shopper steigen

(Quelle: shutterstock.com/djile)

Der Service beim E-Commerce wird den Kunden immer wichtiger. Die Anforderungen österreichischer Konsumenten an Online-Shops ist im Vergleich zu 2014 in fast allen abgefragten Kriterien gestiegen. Zu dem Ergebnis kommt die Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce – Top-Online-Shops in Österreich 2015″, die das ECC Köln zusammen mit dem Handelsverband Österreich, der Österreichischen Post und Google Austria durchgeführt hat.

Demnach erwarten die Webshopper insbesondere beim Service sowie bei Versand und Lieferung mehr als im Vorjahr. So wünschen sich etwa 64 Prozent der Befragten eine qualifizierte Beratung durch den Kundenservice, 2014 waren es noch 52 Prozent. Bei der Lieferung wird den Konsumenten vor allem Bequemlichkeit immer wichtiger: Jeder zweite österreichische Web-Käufer will mittlerweile zwischen verschiedenen Versandoptionen und Lieferanten wählen können, im Vergleich zu 38 beziehungsweise 36 Prozent im Vorjahr. Außerdem fordern 55 Prozent einen alternative Lieferort angeben zu können, verglichen mit 36 Prozent im Jahr 2014.


Wichtigkeit der Einzelkriterien

(Quelle: ECC Köln)

„Online-Shops in Österreich sind in den letzten Jahren deutlich professioneller geworden. Entsprechend sind auch die Ansprüche der Konsumenten gestiegen. Viele Faktoren, mit denen sich Online-Händler früher differenzieren konnten, sind heute aus Konsumentensicht Basisanforderungen“, sagt Eva Stüber, Leiterin Research und Consulting beim ECC Köln.

Anspruchsvoller als deutsche Kunden

Auch verglichen mit ihren deutschen Nachbarn sind die österreichischen E-Commerce-Kunden die anspruchsvolleren. So ist es zum Beispiel zwei Dritteln der Befragten aus Österreich wichtig, prüfen zu können, ob die gesuchten Artikel im Ladengeschäft verfügbar sind – in Deutschland fordert das nur etwa mehr als jeder zweite Befragte. Auch auf die Möglichkeit Pakete an eine alternative Adresse umzuleiten legen die Österreicher deutlich mehr wert.

Für die Studie wurden insgesamt 2.308 österreichische Konsumenten internetrepräsentativ zu ihrem Online-Kaufverhalten befragt.

Wie geht man mit ausverkauften Artikeln um? Wie sollten Produkte benannt werden? Und welche Rolle spielt die Usability bei der Suchmaschinenoptimierung? Diese SEO-Tipps sollten Shopbetreiber beachten.

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paperblanks startet eigenen Online-Shop

29.07.2015, 13:08

Papeteriemarke

Die Papeteriemarke paperblanks startet ihren ersten Online-Shop. Zur Verfügung steht Kunden das gesamte Produktportfolio. Der Store ist neben Deutschland in 13 weiteren europäischen Ländern verfügbar.

paperblanks goes E-Commerce

(Quelle: paperblanks)

Im Internet ist paperblanks schon vertreten, nun folgt auch ein eigener Online-Store. Die Papeteriemarke startet ihre E-Commerce-Offensive unter shop.paperblanks.com und will damit einem allgemeinen Trend folgen: Zwei Drittel der Deutschen beziehen ihre Produkte aus der Papeterie- und Bücherbranche bereits über das Web.

Zur Verfügung steht Kunden das gesamte Produktportfolio, neben Notizbüchern gehören auch Kalender, Adressbücher sowie Fächertaschen und Erinnerungsboxen dazu. Filteroptionen sollen eine zielgerichtete Suche ermöglichen, zudem gibt es online auch ältere Kollektionen oder spezielle Produkte zu kaufen.


Das Sortiment gibt es nun an auch im Internet

(Quelle: paperblanks)

Derzeit ist der Online-Shop neben Deutschland in 13 weiteren europäischen Ländern wie Frankreich und Irland verfügbar.
paperblanks wurde 1992 vom kanadischen Verlagshaus Hartley & Marks gegründet und ist in über 50 Ländern auf der ganzen Welt vertreten, darunter auch in ganz Europa, dem Nahen Osten und Afrika. Seit 2003 sind die Papeterie-Kollektionen auch in Deutschland erhältlich.
Online-Shops brauchen Shopsoftwares. Doch welche ist die Richtige? Johannes Altmann, Geschäftsführer von Shoplupe, testet Shopware 5.

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Amazon bringt Start-up-Programm „Launchpad“

29.07.2015, 11:11

"Startplatz" für Gründer

Amazon will Start-ups dabei helfen, ihre Produkte zu vermarkten und an Kunden des Marktplatzes weltweit zu verkaufen. Dazu launcht der Online-Riese „Amazon Launchpad“.

(Quelle: Shutterstock.com/anpannan)

Mit seinem neuen Programm „Amazon Launchpad“, das Amazon in den USA veröffentlicht hat, will der E-Commerce-Konzern Start-ups auf die Sprünge helfen. Teilnehmende Unternehmen erhalten damit Zugang zu eigenen Produktseiten, einem Marketing-Paket und zum globalen Fulfillment-Netzwerk des Marktplatzes.

Die Produktseiten sollen dabei helfen, neue Marken und Artikel mit Bildern und Videos bekannt zu machen. Gründer können darauf die Geschichte ihres Unternehmens erzählen und Fragen beantworten. Die Produkte sind zudem in dem neuen Amazon Launchpad Store vertreten, der aktuell 200 Produkte beinhaltet, darunter Elektronikgeräte und Beauty-Produkte. Außerdem erhalten die teilnehmenden Gründer Zugriff auf verschiedene Marketing Tools wie etwa personalisierte Empfehlungen oder Platzierung ihres Angebotes. Darüber hinaus will das Programm Start-ups helfen, wenn sie aus den USA in andere Länder expandieren.

Amazon arbeitet mit über 25 Venture-Capital-Firmen, Start-up-Acceleratoren und Crowdfunding-Plattformen wie Indiegogo zusammen, um Start-ups in sein Programm zu bringen.

Amazon hat für das zweite Quartal 2015 wieder einen Gewinn vermeldet und dabei die Erwartungen weit übertroffen: Die Umsätze stiegen um 20 Prozent und unterm Strich stehen nach Verlusten im 1. Quartal nun wieder schwarze Zahlen.

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PhotoBox-Gruppe kauft posterXXL

29.07.2015, 8:55

Online-Fotodienstleister

Die PhotoBox-Gruppe erwirbt den Münchner Online-Fotodruckanbieter posterXXL. Damit erhöht der Fotoservice nach eigenen Angaben seinen Marktanteil am Online-Fotomarkt in Deutschland auf zehn Prozent.

Übernahme auf dem Online-Fotomarkt

(Quelle: Shutterstock.com/tomertu)

Die PhotoBox-Gruppe, Anbieter für Online-Fotodienste sowie personalisierte Produkte und Geschenkartikel, übernimmt posterXXL, einen Anbieter von individualisierten Fotodienstleistungen im Digitaldruck. Die Gruppe, zu der unter anderem die Marken PhotoBox, Moonpig und Posterjack gehören, erhöht damit nach eigenen Angaben ihren Anteil am deutschen Online-Fotomarkt auf zehn Prozent.

Im Dezember 2014 hatte die PhotoBox-Gruppe bereits den spanischen Marktführer Hofmann übernommen. Die Kreditgeber Barclays Bank PLC und die Royal Banl of Scotland unterstützen die Übernahme finanziell, einen Kaufpreis gaben die Unternehmen indessen nicht bekannt.

Die PhotoBox-Gruppe gibt für das Geschäftsjahr 2014/15 ein Umsatzwachstum (währungsbereinigt) von 26,4 Prozent im Vergleich zu 17,6 Prozent im Geschäftsjahr 2013/14 bekannt. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr bis April 2015 bei 303,9 Millionen Euro. Ein starkes Wachstum verzeichnete die Gruppe demnach auch im Mobilbereich, wo der Anteil an Transaktionen im zweistelligen Bereich liege.

Die PhotoBox-Gruppe ist in 22 Ländern aktiv und beschäftigt europaweit 1.000 Mitarbeiter. Die übernommene Firma posterXXL wurde 2004 in München gegründet, das Unternehmen beliefert Privat- und Geschäftskunden in Deutschland, Österreich, Frankreich, Belgien und in den Niederlanden.

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Secret Escapes sammelt 60 Millionen US-Dollar ein

28.07.2015, 10:55

Frisches Kapital

Das Portal für Luxusreisen Secret Escapes erhält in seiner Serie-C-Finanzierungsrunde 60 Millionen US-Dollar. Zu den Hauptinvestoren zählen Google Ventures und Octopus Investments.

Vermittelt Luxusreisen: Secret Escapes

(Quelle: shutterstock.com/Sirikunkrittaphuk)

Secret Escapes, Portal für Luxusreisen, sammelt in seiner Serie-C-Finanzierungsrunde 60 Millionen US-Dollar ein. Hauptkapitalgeber sind Google Ventures und Octopus Investments. Index Ventures und Atlas Venture, die bereits bei früheren Finanzierungsrunden des Unternehmens mitgewirkt haben, beteiligen sich ebenfalls. Die Runde wird von der Investmentbank Torch Partners betreut.

Das Kapital soll vor allem zur weiteren Expansion von Secret Escapes genutzt werden. In einem ersten Schritt sollen die Märkte in Belgien, Spanien und Italien erschlossen werden. Der größte Teil des neuen Kapitals soll allerdings für den Ausbau der Märkte in Asien und den USA genutzt werden.

Secret Escapes, deren Hauptsitz in London liegt, ist zurzeit in 13 Märkten präsent. Eigenen Angaben zufolge zählt das Luxusreise-Portal mittlerweile rund 19 Millionen Mitglieder, unter denen zwei Millionen Deutsche sind. Nach Großbritannien ist Deutschland der zweitgrößte Markt des Luxusreise-Vermittlers.

Die Online-Reisebranche ist einer der zersplittertsten und umkämpftesten Bereiche der Internet-Wirtschaft. Jetzt droht eine Konsolidierung – und das Schreckgespenst Google.

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BGH verbietet Amazon-Rabattaktionen für Bücher

27.07.2015, 9:22

Buchpreisbindung

Im Rahmen einer Werbeaktion hat Amazon seinen Kunden Rabatte auf neue Bücher gewährt. Damit verstieß der Online-Händler gegen das Gesetz zu Buchpreisbindung, entschied nun der Bundesgerichtshof.

BGH verbietet Amazon-Rabattaktionen für Bücher

(Quelle: Shutterstock.com/Thomas Bethge)

Amazon hat mit einer Werbeaktion, in der Kunden Rabatte auf neue Bücher bekommen haben, gegen das Gesetz zu Buchpreisbindung verstoßen. Zu diesem Urteil kommt der Bundesgerichtshof (BGH), schreibt die Wirtschaftswoche.

Dem Börsenverein des Deutschen Buchhandels, der gegen den Online-Händler geklagt hatte, wurde damit auch in dritter Instanz rechtgegeben. Anlass der Klage war eine Werbeaktion beim sogenannten Trade-In-Programm von Amazon, das es Kunden erlaubt, gebrauchte Bücher gegen einen Wertgutschein einzutauschen.

Verbraucher, die mindestens zwei gelesene Bücher einsandten, erhielten im Rahmen einer zweiwöchigen Werbeaktion neben dem Gutschein eine Gutschrift in Höhe von fünf Euro auf ihr Kundenkonto – diesen konnten sie später auch für den Kauf preisgebundener Bücher nutzen. Das war für den Börsenverein Stein des Anstoßes, denn für verlagsneue Bücher gelten feste Preise. Vor dem BGH hatte bereits das Oberlandesgericht Frankfurt dem Verein Recht gegeben.

Erfreulich sind für Amazon hingegen die aktuellen Quartalszahlen mit denen das Unternehmen die Erwartungen weit übertroffen hat: Die Umsätze stiegen um 20 Prozent und unterm Strich stehen nach Verlusten im 1. Quartal nun wieder schwarze Zahlen.

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