Stationäre Händler wachsen im Web

30.10.2014, 7:41

Stationäre Händler werden mit ihren Online-Shops in diesem Jahr rund 13 Milliarden Euro umsetzen – ein Plus von 15 Prozent. Getrieben wird das Wachstum von den großen Marken.

(Quelle: Shutterstock.com/Nina Buday)

Nach aktuellen Hochrechnungen des IFH Köln steuert der Online-Handel 2014 auf ein neues Rekordhoch zu: Das Marktvolumen wird voraussichtlich knapp 43 Milliarden Euro erreichen. Die Internet-Pure-Player können ihren Anteil am Gesamtmarktvolumen erneut ausbauen und entwickeln sich mit knapp 16 Milliarden Euro Umsatz weiterhin zur dominierenden Vertriebsform.

Doch die Ergebnisse des neuen “IFH-Branchenreport Online-Handel” zeigen: Auch die stationären Händler mit ihren Online-Shops behaupten ihre Position im E-Commerce und können die zwischenzeitlichen Anteilsverluste teilweise wieder aufholen. Im Jahr 2014 werden über diesen Vertriebsweg rund 13 Milliarden Euro umgesetzt – das entspricht einem Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit geben die deutschen Online-Shopper fast jeden dritten Euro in den nach IFH-Analysen rund 80.000 Online-Shops ursprünglich stationärer Händler aus.


Umsatz stationärer Händler im Web

(Quelle: IFH Köln)

Obwohl hart umkämpft, liefert der Sortimentsbereich Consumer Electronics & Elektro den Online-Shops stationärer Händler seit 2011 kontinuierlich wachsende Umsatzanteile. “Ein Wettbewerbsplus der ursprünglich stationären Händler im E-Commerce ist der Vertrauensvorschuss der Konsumenten und die Bekanntheit der Händlermarke”, erklärt der Autor der Studie Hansjürgen Heinick. Vor allem die Online-Shops von Media Markt und Saturn hätten zu den deutlichen Verschiebungen der Marktanteile zugunsten der Stationären beigetragen.

Die Media-Saturn-Holding eröffnete im September 2014 einen ersten Drive-in, in dem Online-Kunden von Media Markt ihre bestellte Ware selbst abholen können. Nun setzt das Unternehmen die Strategie auch bei seiner zweiten Elektronikmarktkette Saturn fort: Künftig können Online-Käufer Artikel im Internet bestellen und dann selbst vor Ort abholen. Der Service, den Saturn zunächst in Ingolstadt einführt, gilt als Pilotprojekt für alle übrigen Märkte der Kette in Deutschland.

Wie sich die Umsätze im M-Commerce entwickeln, hat unter anderem das “Zanox Mobile Performance Barometer” untersucht: Demnach sind vor allem die Besitzer von Apple-Geräten besonders spendabel beim Einkauf per Smartphone oder Tablet.

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Outfittery stellt Männer-Scanner auf

30.10.2014, 7:12

Welche Größe passt mir? Weil viele Männer das nicht wissen, plant der Modeversand Outfittery im kommenden Jahr Scanner an Flughäfen, Einkaufszentren und Banken zu installieren.

(Quelle: Outfittery.de)

Die Technische Universität München hat im Auftrag des Berliner Personal Shopping Service Outfittery einen Körperscanner für den Online-Modehandel entwickelt. Dieser vermisst mittels Infrarot-Technik, bestehend aus Projektor und Kamera, die Körperoberfläche. Die Daten werden zu einem digitalen 3D-Körpermodell zusammengesetzt und ermitteln Körpermaße sowie Kleidergrößen. Der Vorgang dauert zehn Sekunden und erfordert lediglich, dass dicke Kleidungsstücke wie Jacken abgelegt werden. Das Ziel ist, Männern den Online-Modekauf zu erleichtern und Fehlbestellungen zu vermeiden.

Outfittery wird mit dem Prototypen zunächst deutschlandweit von März bis September 2015 auf Tour gehen, um die neue Technik und deren Anwendung Konsumenten vorzustellen. Geplant sind sieben Städte: Berlin, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, München, Hamburg und Stuttgart. Anschließend werden deutschlandweit die Scanner in Großstädten installiert. Der Onlineversender plant diesbezüglich eine Kooperation mit beispielsweise Shopping-Zentren oder Flughäfen und ist bereits in Gesprächen.

Der Outfittery-Service stellt Kunden je nach Bedürfnis individuelle Outfits zusammen. Auf der Internetseite machen diese zunächst Angaben zu Kleidungsstil und Größen, anschließend nehmen Style-Expertinnen Kontakt mit ihnen auf und stellen entsprechende Outfits zusammen.

Das Unternehmen treibt seine Expansion voran und ist seit August 2014 auch in Schweden, Dänemark, Belgien und Luxemburg aktiv.

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Artimondo startet von Mailand aus in die Welt

22.10.2014, 7:31

Über Artimondo verkaufen lokale Handwerksbetriebe ihre Produkte auch im Internet. Jetzt startet der italienische Online-Marktplatz in Deutschland.

(Quelle: Shutterstock.com/ConstantinosZ)

Seinen Ursprung hat Artimondo in der Handwerksmesse “Artigiano in Fiera”, die seit 1996 jährlich in Mailand stattfindet. Inzwischen sind rund 800 lokale Betriebe mit mehr als 20.000 Produkten auf der italienischen E-Commerce-Plattform vertreten. Auf Artimondo.de können nun auch deutsche Konsumenten handgemachte Kleider, Olivenöl mit Trüffeln oder Holztische der über ganz Europa verstreuten Handwerksbetriebe kaufen, die sonst nur auf der Messe oder in den jeweiligen Geschäften selbst erhältlich sind.

“Hinter jedem Produkt steht letztlich nicht nur ein Name, sondern vor allem auch ein Gesicht und eine eigene Geschichte. Unser Anspruch ist es, diese Eigenheiten auch sichtbar zu machen”, sagt Stefano Intiglietta, der für den E-Commerce-Marktplatz verantwortlich ist.

Ein weltweit aktives Team soll die Qualität der angebotenen Produkte überprüfen. Die Artikel sind in die Kategorien Kunst und Freizeit, Schmuck, Delikatessen, Mode, Möbel und Einrichtung sowie Kosmetik und Pflege unterteilt. Nutzer können zudem mit verschiedenen Sortierfunktionen etwa nach Herkunft, Preis oder Handwerksbetrieb filtern. Seit Beginn sind auch Anbieter aus anderen europäischen Ländern vertreten, noch liegt der Schwerpunkt allerdings in Italien.

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Das rasante E-Commerce-Wachstum ist vorbei

21.10.2014, 13:17

Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Umsatz der Top-1000-Webshops in Deutschland im Jahr 2013 nur um 4,1 Prozent. Im Jahr zuvor lag die Steigerungsrate noch bei 16,1 Prozent.

(Quelle: Shutterstock.com/Rrraum )

Der Online-Handel hierzulande wird offenbar erwachsen – und hat die Jahre der enormen Wachstumsschübe fürs Erste hinter sich gelassen. Nach der zweistelligen Umsatzsteigerung um 16,1 Prozent im Jahr 2012, konnten die Top-1000-Webshops in Deutschland im vergangenen Jahr nur noch um 4,1 Prozent zulegen im Vergleich zum Vorjahr. Das ergab die Studie “E-Commerce-Markt Deutschland 2014″, die das EHI Retail Institut gemeinsam mit Statista erhoben hat.

Doch auch wenn die Zuwachsraten bei den Top-1000-Webshops 2013 im Vergleich zum Vorjahr nur noch ein Viertel betragen, in Panik sollte die Branche nicht verfallen: “Trotz des deutlich verlangsamten Wachstums des E-Commerce ist dessen Boom noch nicht vorbei”, sagt Lars Hofacker, Leiter Forschungsbereich E-Commerce beim EHI. “Es beschreibt lediglich die Symptome eines mit den Jahren erwachsen werdenden Marktes.”

Konzentration und Segmentbildung


Die umsatzstärksten Webshops Deutschlands

(Quelle: EHI/Statista)

Dabei hat die Konzentration der Branche weiterhin zugenommen: Mehr als ein Drittel (37,1 Prozent) des Gesamtumsatzes erwirtschaften inzwischen die zehn umsatzstärksten Unternehmen, im Jahr 2012 lag der Anteil der Top Ten noch bei 32,3 Prozent. An der Spitze des Rankings mit den umsatzstärksten Webshops in Deutschland steht amazon.de, gefolgt von otto.de und zalando.de, das erstmals auf Platz drei steht (siehe Grafik).

Die Generalisten wie der führende Anbieter Amazon generieren beinahe 40 Prozent und damit den größten Anteil am E-Commerce-Markt. An zweiter Stelle folgt das Segment “Bekleidung, Textilien, Schuhe”, das 18,6 Prozent erwirtschaftet, mit “Computer, Unterhaltungselektronik, Handys, Zubehör”, werden 12,8 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt. Alle anderen Segmente liegen mit ihren Marktanteilen unter vier Prozent.

Shopping everywhere

Bemerkenswert ist darüber hinaus die Wachstumsraten bei Verkäufen über Smartphones und Tablets: Bei mobilen Webseiten mit Shop-Funktion liegt die Wachstumsrate bei 95,9 Prozent. Der Anteil der Einkäufe, die Konsumenten über solche Seiten tätigen, stieg von 19,6 Prozent im Jahr 2012 auf 38,4 Prozent im vergangenen Jahr. Dem Trend “Alles wird mobil” folgen demnach auch viele Webshops, die zudem immer mehr Apps mit Shop-Funktion anbieten, wobei die Anteile von Android- (15,9 Prozent) und iPhone-Apps (16,7 Prozent) sich nahezu die Waage halten.

Als Verkaufsförderer nicht mehr weg zu denken, ist den Studienautoren zufolge Facebook. Das Social Network wird von 88,9 Prozent der Webshop-Anbieter genutzt, die meisten davon freuen sich laut EHI und Statista über 10.000 bis 50.000 Likes.

Die erfolgreichsten Marktplätze


Die stärksten Online-Marktplätze in Deutschland

(Quelle: EHI/Statista)

Neben den umsatzstärksten Webshops in Deutschland untersuchten EHI und Statista in diesem Jahr zum ersten Mal auch die größten Online-Marktplätze hierzulande. Die Nase vorn hatte hier 2013 – mit großem Abstand – eBay.de, dessen Umsatz im vergangenen Jahr bei 1,4 Milliarden Euro lag. Auf Rang zwei mit rund einer Milliarde Euro Umsatz folgt amazon.de – mit enormem Vorsprung auf hood.de, das auf lediglich 41 Millionen Euro kam (siehe Grafik). Die weiteren Plätze belegen rakuten.de (16,5 Millionen Euro) und de.dawanda.com (7,7 Millionen Euro).

Die Angaben der Erhebung “E-Commerce-Markt Deutschland 2014” beruhen auf einer Händler-Befragung des EHI sowie Hochrechnungen von Statista auf Basis einer Regressionsanalyse und Firmenangaben.

Die Entwicklung der M-Commerce-Umsätze in Deutschland hat vor Kurzem das “Zanox Mobile Performance Barometer” untersucht. Ein Ergebnis: Besitzer von Apple-Geräten sind besonders spendabel beim Einkauf per Smartphone und Tablet.

Und welche Shops in einzelnen Kategorien die besten Karten bei den Konsumenten haben, analysiert der “ServiceAtlas Online-Shops 2014″. Demnach haben qvc.de, zooplus.de und reifendirekt.de die zufriedensten Kunden.

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eBay führt Click & Collect in Deutschland ein

21.10.2014, 8:05

eBay bietet seinen Händlern an, statt Versand auch Abholung in einer Filiale als Option anzugeben. Zudem startet der Marktplatz ein Pilotprojekt mit taggleicher Lieferung in Berlin.

(Quelle: Shutterstock.com/elwynn)

Mit seinem neuen Click-und-Collect-Service bietet eBay stationären Händlern eine zusätzliche Möglichkeit, das Sortiment ihrer lokalen Filialen online verfügbar zu machen. Kunden kaufen Artikel bei eBay.de, die mit dem entsprechenden Symbol gekennzeichnet sind, und wählen im Rahmen des Kaufprozesses statt der Versandart eine Filiale zur Abholung aus.

Sobald der Artikel bereit ist, erhalten die Käufer eine E-Mail oder SMS und können die Ware dann im Ladengeschäft abholen. Zu den ersten Partnern des neuen Services, der ab heute verfügbar ist, gehören Butlers, Gravis, Porta, Möbel Boss, Atelco und Motoo.

Für alle, die Artikel nicht nur geliefert haben möchten, sondern das auch noch am selben Tag, testet eBay mit DHL Paket in Berlin “Same Day Delivery“. Das Pilotprojekt wird von Anfang November bis mindestens Ende 2014 laufen – allerdings nur mit fünf bis zehn Händlern, darunter Fashion For Home und MAPCO. Auf einer speziellen Seite werden jene Artikel, die am gleichen Tag geliefert werden können aufgeführt. Wer bis 14 Uhr bestellt, erhält die Ware zwischen 20 und 22 Uhr.


Kauf auf Rechnung

(Quelle: ebay.de)

eBay erweitert seine Zahlungsoptionen außerdem um den Kauf auf Rechnung. Wählt der Kunde diese Option aus, bezahlt Paypal den Verkäufer direkt und dieser verschickt die Produkte mit der Rechnung. Der Käufer hat dann 14 Tage Zeit, den Betrag an Paypal zu überweisen. Seit August 2014 führt eBay in Deutschland schrittweise den Warenkorb ein, der es Käufern ermöglicht, gleichzeitig Artikel von einem oder mehreren Verkäufern zu kaufen und zu bezahlen.

Mit der Markenkampagne “Shop the World” will der Marktplatz vor dem Weihnachtsgeschäft in den Köpfen der Verbraucher präsent sein. Ab heute ist die Werbung auch in Deutschland zu sehen. Sie zeigt, wie Momente der Inspiration unmittelbar in Kauferlebnisse umgesetzt werden.

Im vergangenen Quartal bewegte eBay ein Handelsvolumen von 63 Milliarden US-Dollar, dies sind 27 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, der Umsatz aus dem Marktplatzgeschäft lag mit 2,2 Milliarden US-Dollar sechs Prozent über dem Vorjahreswert. Insgesamt steigerte der Konzern seinen Umsatz um zwölf Prozent auf 4,4 Milliarden US-Dollar, der Nettogewinn lag mit 848 Millionen (plus ein Prozent) nur knapp über dem Wert des Vorjahresquartals. An dem Plus hatte Paypal großen Anteil: Der Umsatz des Bezahldienstes, der im kommenden Jahr abgespaltet wird, betrug zwei Milliarden US-Dollar, ein Wachstum von 20 Prozent im Jahresvergleich.

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Zalando setzt auf Fotosuche

20.10.2014, 12:56

Nach erfolgreicher Testphase will Zalando seine Fotosuche ausbauen. Mit dieser können Kunden ein Kleidungsstück per Handy ablichten und bekommen anschließend passende Kaufvorschläge angezeigt.

(Quelle: Shutterstock.com/Linda Moon)

Zalando setzt auf den Will-ich-auch-haben-Effekt: Jemand sieht an einem anderen Menschen ein schickes Kleidungsstück, fotografiert es ab und bekommt daraufhin ähnliche Produkte angezeigt, die er sofort kaufen kann. Auf diesem Prinzip basiert die Shopping-App, die der Online-Händler im Sommer testweise gestartet hat. Nach erfolgreicher Testphase wolle Zalando diesen Service nun ausbauen, schreibt die Wirtschaftswoche.

Denn inzwischen würden Kunden auf der Suche nach einem bestimmten Kleidungsstück täglich mehrere hundert Fotos hochladen. Die Testphase für die iOS App hat Zalando zufolge bereits mehrere tausend Suchläufe in den ersten Tagen verzeichnet. Jetzt können auch Android-Nutzer auf Kleidungssuche gehen. Außerdem wolle das Unternehmen den Erkennungsservice auch international einführen, entsprechende Tests sollen noch in diesem Monat starten. Die Software dafür stammt derzeit noch von dem Londoner Start-up Cortexica, Zalando prüfe aber die Entwicklung einer eigenen Software.

Mit 24,10 Euro ist die Zalando-Aktie am 01. Oktober 2014 zwölf Prozent über dem Ausgabepreis gestartet. Zur Erstemission lieferte der Modehändler an der Börse eine große Schau.

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Im Web wird am liebsten geshoppt

16.10.2014, 13:26

Das Internet ist bei den Online-Usern in Deutschland, Österreich und der Schweiz das meistgenutzte Medium – noch vor dem TV. Beliebteste Aktivität ist das Einkaufen.

(Quelle: Shutterstock.com/Bacho)

Das Internet hat in Deutschland, Österreich und der Schweiz klar die Nase vorn: Sowohl bei der Mediennutzung als auch bei der Nutzungsdauer liegt es in diesen Ländern auf Platz eins. In Deutschland und Österreich sind 92 Prozent der Befragten täglich per PC oder Laptop im Netz unterwegs, in der Schweiz sind es 88 Prozent. Auf Platz zwei folgt das Fernsehen, das 72 Prozent der Deutschen, 63 Prozent der Österreicher und 61 Prozent der Schweizer jeden Tag konsumieren. Auf Platz drei rangiert in Deutschland und Österreich das Radio und in der Schweiz das Smartphone. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Mediennutzungsstudie in der DACH-Region des Bundesverband Digitale Wirtschaft und des Internet Advertising Bureau (IAB) Österreich und IAB Schweiz.

Auch bei der wöchentäglichen Nutzungsdauer hat das stationäre Internet die Nase vorn: in allen drei Ländern sitzen die Online-Nutzer am längsten vor dem PC oder Laptop (Deutschland: 195 Minuten, Österreich: 200 Minuten, Schweiz: 179 Minuten). Auf Platz zwei folgt in Deutschland das Fernsehen (163 Minuten), auf Platz drei das Radio (130 Minuten). Zeitschriften (34 Minuten) und Zeitungen (30 Minuten) liegen bei der Nutzungsdauer noch unter Smartphones (95 Minuten), Tablets (93 Minuten) und Smart-TVs (70 Minuten).

40 Millionen haben online eingekauft

Beliebteste Aktivität im Web ist in Deutschland (83 Prozent) und Österreich (75 Prozent) das Online-Shopping. 40 Millionen der 58 Millionen Onliner zwischen 16 und 69 Jahren haben im vergangenen Monat per Laptop oder PC eingekauft, 13 Millionen per Smartphone oder Tablet. Ein Drittel der Onliner in der DACH-Region hat im Schnitt mindestens 151 Euro im vergangenen Monat für Einkäufe ausgegeben. 17 Prozent der deutschen Onliner haben im vergangenen Monat mehr als sechs Online-Käufe getätigt (Österreich und Schweiz: zehn Prozent). Mobil sind sechs Prozent der Deutschen und Schweizer und fünf Prozent der Österreicher mehr als sechs Mal auf Einkaufstour gegangen.

Weitere wichtige Tätigkeiten sind das Verfolgen des aktuellen Tagesgeschehens (Deutschland und Schweiz: 74 Prozent; Österreich: 73 Prozent) und die Kommunikation mit Freunden und Bekannten (Deutschland: 71 Prozent; Österreich: 73 Prozent; Schweiz: 75 Prozent).

Die Münchner Forschungsagentur d.core hat im Auftrag des BVDW, IAB Österreich und IAB Schweiz repräsentativ insgesamt 3.120 Internetnutzer zwischen 16 und 69 Jahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Rahmen eines Online-Panels befragt. Zeitraum der Befragung war vom 21. Mai bis 04. Juni 201.

Auch im Urlaub will die Mehrheit der Deutschen nicht auf Internet-Nutzung verzichten und nimmt vor allem mobile Geräte mit – unter anderem, um damit auf Einkaufstour zu gehen. Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie ” Urlaub 2014 – Reisen im Multiscreen-Zeitalter”, die das Online-Marktforschungsinstitut Fittkau & Maaß Consulting im Auftrag der Internet World Messe

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Rückzug aus französischem Reisemarkt

16.10.2014, 8:23

Verkaufsgespräche mit möglichen Investoren sind gescheitert – jetzt beendet Tomorrow Focus die Finanzierung von Ecotour.com und zieht sich damit aus dem französischen Reisemarkt zurück.

(Quelle: Fotolia.com/Sashkin)

Der Internetkonzern Tomorrow Focus stellt die Finanzierung an dem französischen Online-Reiseportal Ecotours.com ein, an dem das Unternehmen über seine Tochtergesellschaft TF Digital mit 55 Prozent beteiligt ist. Der Schritt erfolgt, nachdem Verkaufsgespräche mit potenziellen Investoren vorerst gescheitert sind und die Minderheitsgesellschafter RPC Voyages SAS kein weiteres Geld in das Portal stecken wollen.

Der Vorstand von Tomorrow Focus rechnet zudem mittelfristig mit keiner Verbesserung der Geschäftsentwicklung der Betreiberin RPC Voyages SAS. Ein französisches Gericht hat daraufhin ein Gläubigerschutzverfahren eingesetzt. Die Vermögens- und Geschäftswerte in Höhe von 13,2 Millionen Euro sollen per 30. September vollständig abgeschrieben werden. Tomorrow Focus rechnet nun mit einer Ergebnisbelastung von insgesamt bis zu zehn Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014.

Dank eines guten zweiten Quartals konnte Tomorrow Focus in den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 sowohl beim Umsatz als auch beim Konzernergebnis zulegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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orderbird erhält zehn Millionen US-Dollar

14.10.2014, 11:35

Über ihr Gemeinschaftsunternehmen ConCardis investieren die deutschen Banken und Sparkassen in orderbird. Mit dem Kapital will das Start-up seine Marktposition bei mobilen Kassensystemen ausbauen.

(Quelle: orderbird )

Rund zehn Millionen US-Dollar – den höchsten Betrag, den ConCardis bislang jemals investiert hat – erhält das Berliner Start-up orderbird vom Gemeinschaftsunternehmen der deutschen Banken und Sparkassen sowie weiteren Investoren. Mit dem Kapital, das der Anbieter für bargeldlosen Zahlungsverkehr dem jungen Unternehmen überweist, will der Betreiber eines mobilen Kassensystems vor allem seine Marktposition ausbauen.

Vom strategischen Hauptinvestor ConCardis, neben dem sich auch private Geldgeber aus den USA und Luxemburg sowie Altinvestoren an der Finanzierungsrunde beteiligen, kommen indes nicht nur rund sechs Millionen Euro an frischem Kapital: Das Unternehmen, das im Juli 2014 mit ConCardis OptiPay eine eigene Mobile-Payment-Lösung vorgestellt hat, will in Zukunft gemeinsam mit orderbird an der Produktentwicklung arbeiten. Mit der strategischen und operativen Partnerschaft wollen die Beiden ihre Marktposition bei mobilen POS-Lösungen ausbauen.

Während ConCardis europaweit mehr als 400.000 Akzeptanzstellen betreut, ist orderbird in Deutschland, Österreich, der Schweiz sowie Großbritannien und Irland in der Gastronomiebranche mit seinem System vertreten. Das Start-up konnte seine Kundenzahl seit Jahresbeginn verdoppeln, für 2014 erwartet der Anbieter ein Transaktionsvolumen von rund einer halben Milliarde Euro, das über die orderbird-Plattform abgewickelt wird.

Das Berliner Start-up, das mit 60 Mitarbeitern rund 2.700 Kunden – Restaurants, Cafés, Bars, Biergärten, Eisdielen und Clubs – seines iPad-Kassensystems betreut, arbeitet seit November 2013 auch mit Paypal zusammen. Im Rahmen eines Pilotprojekts integriert die Payment-Tochter, die 2015 vom eBay-Konzern abgespalten werden soll, eine mobile Bezahllösung in Gastronomiebetrieben rund um den Rosenthaler Platz in Berlin.

Im Mai 2014 hatte sich iZettle, ein weiterer Mobile-Payment-Anbieter, in einer Finanzierungsrunde 40 Millionen Euro gesichert. Daneben bieten eine Reihe von Dienstleistern wie Wirecard, SumUp, Payleven, Streetpay Lösungen fürs mobile Bezahlen an. Wie attraktiv der Markt ist, zeigt unter anderem das Engagement eines großen Internetkonzerns: Zuletzt hatte Amazon ein Kartenlesegerät für Smartphones namens Local Register gelauncht.

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Rocket Internet liefert aus dem Supermarkt

14.10.2014, 8:15

Mit dem neuen Lebensmittel-Lieferservice Shopwings eifert Rocket Internet dem US-Vorbild Instacart nach. Doch noch hapert es an Unterstützung durch die Supermärkte vor Ort.

(Quelle: Shopwings.de)

Oliver Samwer will nicht nur spielen: “Wir glauben ganz fest an Supermärkte, wir glauben ganz fest an Lebensmittel, vor allem in Bereichen, die der E-Commerce bislang noch nicht erschlossen hat”, untermauerte der Rocket-Internet-Gründer jüngst im Rahmen einer Rede an der WHU.

Derartige Bereiche spürt die Start-up-Schmiede gezielt auf. Seit Dezember 2011 experimentiert das Unternehmen mit dem Koch-Abo-Lieferservice Hellofresh, der eigenen Angaben zufolge bereits 81.000 Abonnenten regelmäßig Kochrezepte samt Zutaten frei Haus liefert und einen Börsengang in Australien plant. Im September ging in Berlin mit “Eat First” ein Lieferdienst für gesunde Mittagsgerichte an den Start. Jüngstes Baby im Beteiligungsportfolio ist nun Shopwings, der heute offiziell in München an den Start geht.

Shopwings ist, wie man es aus dem Samwer-Reich kennt, ein Klon des US-Vorbilds Instacart, das im Juni 2014 erst mit Andreessen Horowitz eine Finanzierungsrunde über 44 Millionen US-Dollar abschloss. Das Unternehmen will Kunden Lebensmittel aus ihren benachbarten Supermärkten zwischen 9.00 und 21.00 Uhr innerhalb von zwei Stunden durch Profieinkäufer nach Hause bringen lassen. Im Münchner Testraum finden sich mit Edeka, V-Markt und Lidl drei Supermärkte im Online-Sortiment des Start-ups.

Allerdings: Kooperationen mit diesen Supermärkten gibt es nicht. “Derzeit existieren noch keine offiziellen Partnerschaften, aus diesem Grund mussten wir die Produkte aus den Supermärkten einzeln kaufen, abfotografieren und auf unserer Seite anbieten”, erklärt eine Rocket-Sprecherin auf Anfrage von INTERNET WORLD Business. Dauerhaft kann das natürlich keine Lösung sein. “Wir wollen ganz klar Partner des Einzelhandels sein, keine Konkurrenz. Es laufen derzeit Verhandlungen mit dem Ziel, offizielle Partnerschaften herzustellen”, heißt es von Seiten des Unternehmens.

Um den persönlichen Shopper zu refinanzieren, setzt Shopwings auf eine Mischkalkulation aus Liefergebühr (4,90 Euro) sowie Aufschläge auf die Produktpreise. Man sei sich bewusst, dass die Kunden in Deutschland bei Preisen für Lebensmittel sensibel seien. Daher versuche man natürlich, sie so nah an den Supermarktpreisen zu belassen, wie möglich, so die Sprecherin.

Wie Shopwings funktioniert

Die Einkäufer rekrutiert Shopwings auf Freiberuflerbasis. Sie geben vorab ihre verfügbare Zeit und das verfügbare Postleitzahlengebiet an und erhalten ihre Aufträge denn per App vermittelt. Die Bezahlung richtet sich nach der Größe des Einkaufskorbes. Bis zu 20 Euro pro Stunde sind möglich. Finden die Einkäufer ein Produkt auf dem Einkaufszettel ihrer Auftraggeber nicht, rufen sie diesen an, um sich auf einen Ersatz zu einigen.

In naher Zukunft will Shopwings in andere Großstädte im In- und Ausland expandieren. Dabei dient das Abfragefeld der Postleitzahlen als Indikator dafür, in welchen Regionen für einen solchen Service das größte Interesse besteht. Kunden sollen in der Anfangszeit vor allem über PR-Maßnahmen und Online-Kampagnen, unter anderem in Facebook, generiert werden.

Laut “Consumer Barometer” von IFH Köln und KMPG liebäugeln drei von vier Konsumenten inzwischen mit dem Online-Lebensmittelkauf. Vorbild Instacart ist inzwischen in zehn US-Städten präsent und will bis Ende des Jahres in 17 Städten aktiv sein. Von Anfang Oktober 2013 bis zur Finanzierungsrunde im Juni hat sich der Umsatz fast verfünfzehnfacht. Laut Mitgründer und CEO Apoorva Mehta war das Wachstum in jeder neu erschlossenen Stadt noch schneller als in der Stadt davor.

Bei Rocket Internet tut sich auch jenseits des Börsengangs viel: Das Vermittlungsportal für Putzkräfte Helpling hat heute seine Expansion nach Brasilien, Italien und Spanien bekannt gegeben. Und Westwing startet diese Tage seine neue TV-Kampagne in Deutschland zum Thema “Inspiration”.

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