Karstadt hofft online auf externe Partner

22.09.2014, 11:19

Viele setzen darauf – und für einige ist es wirklich die Lösung: Jetzt will auch Karstadt Partner einbinden, um auf diesem Weg seinen E-Commerce-Bereich auszubauen.

(Quelle: Shutterstock.com/360b)

Karstadt will sein Internet-Geschäft forcieren und sucht dafür Hilfe von extern. Miguel Müllenbach, der Interimschef des angeschlagenen Warenhauses, habe dem Aufsichtsrat Pläne zum Outsourcing des Online-Shops vorgestellt, berichtete die “Wirtschaftswoche” in ihrer Printausgabe. Angestrebt werde ein Betreibermodell mit einem externen Partner, das von Anfang an ein positives operatives Ergebnis erzielen müsse. Die aktuellen Shops Karstadt.de und Karstadtsport.de wurden erst Ende 2013 kurz vor dem Weihnachtsgeschäft relauncht und unter anderem auf Demandware migriert.

Auch Konkurrent Galeria Kaufhof erweitert sein Online-Geschäft. Mitte kommenden Jahres will das Unternehmen seine neu entwickelte Online-Plattform für galeria.de ins Netz bringen. Der Ende 2011 gestartete Online-Shop hat im vergangenen Jahr 50 Millionen Euro Umsatz. In drei Jahren will das Unternehmen zehn Prozent seines Umsatzes im Internet erwirtschaften.

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Alibaba-Börsengang bricht alle Rekorde

22.09.2014, 7:58

Das Börsendebut des chinesischen Online-Händlers Alibaba an der New Yorker ist geglückt: Die Aktie startete 36 Prozent über dem Ausgabepreis.

(Quelle: Shuttersock.com/Christopher Penler)

Alibaba hat bei seinem Börsengang am Freitag wie erwartet alle Rekorde gebrochen: Der Eröffnungskurs lag bei 92,70 Dollar, bei einem Ausgabepreis von 68 Dollar pro Aktie. Mit einem Volumen von 25 Milliarden US-Dollar war es der größte Börsengang aller Zeiten. Gründer Jack Ma hatte acht seiner Kunden den Vortritt gelassen, und ließ sie den Handel an der Wall Street einläuten.


Alibaba im Überblick

(Quelle: forrester.com)

Forrester glaubt, dass es – trotz beeindruckender Zahlen – allerdings noch eine Reihe von Jahren dauern wird, bis sich Alibabas Plattform mit der großer US-Internetkonzerne wie Amazon oder eBay messen lassen kann. Alibaba habe allerdings ein sehr beeindruckendes Ökosystem aufgebaut (siehe Grafik).
Andere Experten sehen eine Trendwende: “Alibabas Börsengang könnte das Ende der Dominanz im weltweiten Technologiesektor einläuten”, glaubt Professor Qing Wang von der britischen Warwick Business School. “Dessen jährliche Wachstumsrate von mehr als 30 Prozent zeigt, dass die Lücke zwischen den chinesischen Firmen Alibaba and Tencent auf der einen Seite sowie den US-Firmen auf der anderen immer kleiner wird.” Die Stärke der chinesischen Unternehmen begründet er mit der großen Konkurrenz in dem asiatischen Land.

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Alibaba höher bewertet als Amazon

19.09.2014, 14:40

An diesem Freitag geht der chinesische Online-Händler Alibaba an die New Yorker Börse – und spült damit mindestens 21,8 Milliarden US-Dollar in dessen Kassen.

(Quelle: shuttersock.com/360b)

Der Ausgabepreis für eine Alibaba-Aktie, die am Freitag an der Börse in New York debütiert, liegt bei 68 US-Dollar und damit am oberen Ende der Preisspanne, die ursprünglich zwischen 60 und 66 US-Dollar gelegen hatte, dann aber erhöht worden war. Damit beträgt die Bewertung des chinesischen Online-Händlers, der nun zu den 40 größten Firmen weltweit zählt, 168 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Amazon ist derzeit mit 150 Milliarden US-Dollar bewertet.


Alibaba im Überblick

(Quelle: forrester.com)

Forrester glaubt, dass es – trotz beeindruckender Zahlen – noch eine Reihe von Jahren dauern wird, bis sich Alibabas Plattform mit der großer US-Internetkonzerne wie Amazon oder eBay messen lassen kann. Alibaba habe allerdings ein sehr beeindruckendes Ökosystem aufgebaut (siehe Grafik).

Andere Experten sehen eine Trendwende: “Alibabas Börsengang könnte das Ende der Dominanz im weltweiten Technologiesektor einläuten”, glaubt Professor Qing Wang von der britischen Warwick Business School. “Dessen jährliche Wachstumsrate von mehr als 30 Prozent zeigt, dass die Lücke zwischen den chinesischen Firmen Alibaba and Tencent auf der einen Seite sowie den US-Firmen auf der anderen immer kleiner wird.” Die Stärke der chinesischen Unternehmen begründet er mit der großen Konkurrenz in dem asiatischen Land.

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Shopsoftware-Anbieter für Rewe Digital

19.09.2014, 12:35

Mit der Übernahme eines E-Commerce-Dienstleisters will Rewe Digital die digitalen Aktivitäten der Gruppe vorantreiben. commercetools soll aber weiterhin als eigenständiges Unternehmen arbeiten.

(Quelle: Rewe)

Nicht zuletzt die Plattform Sphere.io, die einen kanalübergreifenden E-Commerce ermöglicht, dürfte den Handelskonzern Rewe zur Übernahme des Dienstleisters commercetools bewegt haben. Der Software-Anbieter mit Standorten in München und Berlin biete mit seinen “fortschrittlichen E-Commerce-Applikationen außergewöhnliche Möglichkeiten für unsere zukünftigen Online-Aktivitäten”, erläutert Jacques van Oosten, Chief Digital Officer der Rewe Group.

Der Konzern will als Partner im Hintergrund die Weiterentwicklung des jungen Unternehmens, das Denis Werner, René Welches und Dirk Hörig 2006 gegründet haben, vorantreiben und das Drittkundengeschäft ausbauen. Zu den Kunden von commercetools, das mit seinen rund 40 Mitarbeitern als eigenständiges Unternehmen am Markt bestehen soll, gehören unter anderem Red Bull, Brita und Koffer24. Als Geschäftsführer bleiben auch die Mitgründer Denis Werner und Dirk Hörig an Bord.

Die Übernahme durch Rewe digital erfolgt im Zuge eines Abkaufs aller Anteile der Altgesellschafter von commercetools statt. “Die Rewe Group bietet uns eine langfristige Perspektive, die Weiterentwicklung unserer E-Commerce-Plattform Sphere.io zu ermöglichen”, erklärt Hörig. “Von dieser Transaktion profitieren am Ende vor allem unsere Kunden.” Der Anspruch sei es, die beste Technologie für den Handel in allen Kanälen – also Web, Mobile und In-Store – anzubieten.

Begleitet wurden der Aufbau und dei Entwicklung des Start-ups von einem Investorenkonsortium aus der BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft, dem High-tech Gründerfonds, Bayern Kapital, Austria Ventures, den Family Offices Wecken & Cie. sowie Motion Capital.

Erst im Juli 2014 hatte Rewe seinen Webshop neu gestaltet und unter anderem die Webseiten rewe.de und rewe-online.de zusammengeführt. Seitdem hat der Konzern noch nachgebessert und einige Funktionen wieder hergestellt.

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Online bestellte Ware beim Drive-in abholen

19.09.2014, 10:10

Wer bei Media Markt online Elektronik bestellt, kann diese ab kommender Woche in Ingolstadt abholen. Der Drive-in hat allerdings nur zu den gleichen Zeiten geöffnet wie das Ladengeschäft.

(Quelle: mediamarkt.de)

Wie’s geht, hat sich Media Markt bei McDonald’s abgeschaut: Ohne zu parken können die Kunden nun die Produkte beim Drive-in abholen. Bestellt wird bereits zuvor im Internet, per App oder telefonisch. Oft “bereits innerhalb einer Stunde” nach der Order könne die Ware abgeholt werden, erklärt der Elektronikhändler.

Diese Möglichkeit bietet Media Markt ab 23. September 2014 im neuen Vorzeigemarkt in Ingolstadt, wo der Konzern seinen Hauptsitz hat. Der Abholbereich wurde hinter dem Ladengeschäft angebaut – und hat auch die gleiche Öffnungszeiten. Bezahlt wird vor Ort. Derzeit prüft das Unternehmen, den Drive-in auch an anderen Standorten einzuführen.

Elektronikriese Media-Saturn hat in den ersten neun Monaten des aktuellen Geschäftsjahres 1,1 Milliarden Euro online erwirtschaftet – deutlich mehr als im Vorjahr. Der Gesamtumsatz schrumpfte dennoch.

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Otto zieht positive Bilanz für Collins

19.09.2014, 8:15

Einen Umsatz in zweistelliger Millionenhöhe im ersten Jahr meldet das Mode-Start-up Collins. Der Ableger der Otto Group hatte im Mai seine Online-Shops About You, Edited und Sister Surprise eröffnet.

(Quelle: aboutyou.de)

Collins befindet sich auf einem guten Kurs. “Wir liegen in allen relevanten KPIs über Plan. Das Ziel des zweistelligen Millionenumsatzes im ersten Geschäftsjahr werden wir zweifellos erreichen”, erklärt Benjamin Otto, Unternehmer und CEO von Collins. Die Otto-Tochter betreibt die E-Commerce-Seiten About You, Edited und Sister Surprise.

Die Collins-Seiten wollen dabei mehr sein als ein Shop. “Wir bieten Menschen mit kreativen Shopping-Ideen – darunter Content-Lieferanten, Entwickler, Markenanbieter und Händler – eine Plattform, um neue und inspirative Formen des Mode- und Online-Handels für die digitale Generation zu prägen”, so CEO Otto.

Zum Start von Aboutyou.de im Mai 2014 standen 29 Apps zur Verfügung, die Kundinnen dabei helfen sollen, Celebrity-Looks nachzuahmen, Outfits zu finden, die zum Dresscodes des abendlichen Clubbesuchs passen oder einen Blick in die Kleiderschränke von Stylisten liefern. Auf diese Weise kann das rund 50.000 Produkte umfassende Sortiment von About You immer wieder neu kuratiert, präsentiert und über einen gemeinsamen Warenkorb unkompliziert eingekauft werden. Collins auf der anderen Seite lernt bei jedem Klick mehr über die Vorlieben seiner Kundinnen und kann ihnen immer individueller zugeschnittene Produktvorschläge unterbreiten.

TV-Kampagne beginnt

Am 30. September 2014 startet About You seine erste Kampagne im deutschsprachigen Fernsehen. Den Kern der mit Jung von Matt entwickelten Kampagne bilden zehn TV-Spots für den neuen Online-Shop. Sie zeigen den souveränen Abschied von kleinen Traumata in Sachen persönlicher Mode-Stil, aufgelöst im Slogan “Jedes Teil Dein Style”. Die Geschichten gehen ab Montag in einer einwöchigen Testphase auf YouTube online. Die Laufzeit der Kampagne ist auf sechs Monate angesetzt, das Media-Volumen dafür liegt im unteren zweistelligen Millionenbereich.

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Mornin’ Glory wird vom Abo zum Shop

18.09.2014, 13:54

Der Rasierklingen-Versender Mornin’ Glory erweitert sein Sortiment und startet neben seinem Abo-Modell einen Online-Shop. Damit will sich das Start-up als Komplettanbieter für Rasierbedarf etablieren.

(Quelle: morninglory.com)

Gestartet Ende 2012 als Online-Rasierklingen-Versand, will sich Mornin’ Glory nun als Komplett-Anbieter für Rasur positionieren. Dazu startet das Berliner Start-up jetzt einen Online-Shop mit eigenen Produkten zur Rasurvorbereitung, Rasur und Rasurnachbereitung. Zur Auswahl stehen zunächst fünf Artikel, darunter Rasiercreme und ein After-Shave-Balsam.

Nach der Einführung des Abo-Modells in der DACH-Region wolle das Unternehmen durch die Ergänzung seines Angebots nun weiter in Europa Fuß fassen: “Wir haben bereits über 10.000 Stammkunden, die jeden Monat ihre Rasierklingen von uns beziehen und Bedarf an ergänzenden Rasurprodukten haben. Daher geben wir neben Rasierklingen nun unsere erste eigene Pflegelinie für die männliche Nassrasur heraus”, so Mitgründer und Geschäftsführer Nicolas Stoetter. Künftig will Mornin’ Glory eine europäische Männer-Pflegemarke aufbauen und neben eigenen Produkten auch passende Fremdmarken anbieten.

2013 ist Mornin’ Glory in die Schweiz expandiert, seit 2014 bietet das Unternehmen seinen monatlichen Abo-Service auch über einen französischen sowie einen österreichischen Webshop an.

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“Frischeparadies” eröffnet Online-Shop

17.09.2014, 13:47

Um ihr Wachstum zu steigern, setzen Lebensmittel-Händler verstärkt auf das Internet als zusätzlichen Absatzkanal. Im Oktober 2014 eröffnet auch “Frischeparadies” einen eigenen Webshop.

(Quelle: Shutterstock.com/p.studio66)

Zehn Standorte hat der Lebensmittel-Händler “Frischeparadies” im deutschsprachigen Raum, ab Ende Oktober 2014 ist er auch im Internet mit einem Shop vertreten. Aus dem Gesamtangebot von 12.000 Produkten sollen Kunden unter 1.200 Produkten wählen können, schreibt Lebensmittelpraxis.de. Dabei solle ein spezielles Verpackungssystem die richtige Kühltemperatur gewährleisten.

Ziel sei es, mit dem Online-Shop die “letzten weißen Flecken auf der Landkarte” abzudecken, so Dietmar Mükusch, Vorsitzender der Geschäftsleitung. Im Angebot des Händlers befinden sich unter anderem Weine, Kräuter, Antipasti und Gemüse.

Ein Fünftel der deutschen Internet-Nutzer hat bereits im Web Lebensmittel eingekauft Das ergab der W3B Report ” Lebensmittel im Internet”. Besonders kaufaffin sind demnach Nutzer, die heute den Großteil ihrer Lebensmittelkäufe in Bioläden/-supermärkten tätigen.

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B2B-Handel im Internet

16.09.2014, 13:41

Was im B2C-Handel bereits Alltag ist, wünschen sich auch immer mehr Handelspartner: Cross-Channel-Services. Besonders gefragt bei Geschäftskunden sind individuelle Preise auf allen Vertriebskanälen.

(Quelle: Shutterstock.com/Maksim Kabakou )

Webshopping, Mobile-Kauf, stationärer Laden: Die Nutzung verschiedener Vertriebskanäle durch die Konsumenten ist inzwischen bei vielen Händlern Normalität. Die daraus resultierenden Cross-Channel-Effekte sind allerdings auch für den B2B-Handel von Interesse: Denn die Kunden legen ihr Verhalten, das sie beim privaten Einkauf zeigen, im Berufsalltag nicht einfach ab.

Deshalb sollten B2B-Unternehmen die Verzahnung ihrer Vertribeskanäle vorantreiben – und viele tun dies bereits. Das ergab die aktuelle Studie “Cross-Channel im B2B-Handel” des ECC Köln in Zusammenarbeit mit der SAP-Tochter hybris software. Demnach besteht allerdings auch noch einiges Verbesserungspotenzial beim Management der Cross-Channel-Services.

Individuelle Preisgestaltung gewünscht

Ganz oben auf der Wunschliste der Geschäftskunden steht der Erhebung zufolge das kanalübergreifende Angebot individueller Preise und Rabatte. Offenbar wollen die Befragten auch im E-Commerce nicht auf die traditionell weit verbreitete, individuelle Preisgestaltung verzichten, die im B2B-Bereich ansonsten üblich ist. Anbieter sind demnach gut beraten, wenn sie innerhalb ihres Online-Shops eine solche Preisgestaltung ermöglichen.


/ECC-Studie_Cross-Channel-Services

(Quelle: ECC Köln / hybris)

Ebenfalls gefragt sind Angebote, mit denen sich der gesamte Beschaffungsprozess – von der Recherche der Produkte bis hin zur Archivierung der Rechnung – vereinfachen lässt. Entsprechend gehören elektronische Kataloge, aus denen heraus direkt im Webshop bestellt werden kann, zu den besonders erwünschten Cross-Channel-Services. Darüber hinaus wünschen sich die Befragten, dass Rechnungen, Quittungen und Belege aller Beschaffungen in elektronischer Form zur Verfügung stehen – zum Beispiel im Kundenkonto (siehe Grafik).

“Cross-Channel-Services werden auch im B2B-Bereich immer mehr zur Pflicht”, kommentiert ECC-Leiterin Sabrina Mertens. “Sie eignen sich hervorragend zur Wettbewerbsdifferenzierung und Kundenbindung.” Welche Leistungen konkret angeboten werden sollen, müsse allerdings mit Blick auf die Zielgruppe jedes Unternehmen individuell entscheiden.

Mobile Services für große Firmen wichtig

Von den abgefragten Services stehen mobil optimierte Webshops oder Apps ganz unten auf der Liste. Die Studie zeigt jedoch: Je größer ein Unternehmen ist, desto wichtiger sind den Mitarbeitern Cross-Channel-Services für Smartphones und Tablets.

“Selbst wenn die Nachfrage nach Apps und mobil optimierten Online-Shops aktuell noch nicht die Dimension größerer Unternehmen erreicht, sollten auch kleinere Unternehmen den Faktor Mobilität in ihren Planungen berücksichtigen”, findet Michael Hubrich, Director Sales DACH bei hybris. Denn dadurch könnten B2B-Händler künftig schneller auf sich wandelnde Marktbedingungen reagieren und die Kundenbindung vorantreiben.

Speziell auf die Bedürfnisse der B2B-Branche geht auch eine Fachkonferenz ein, die INTERNET WORLD Business vom 6. bis 8. Oktober 2014 in Hamburg präsentiert. Unter dem Motto “Social Media Conference meets Content Marketing” bietet die Veranstaltung unter anderem die Themen Facebook-Marketing, Storytelling, Kampagnen- und Markenführung sowie SEO.

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