Umsatzplus für deutsche Online-Händler

01.09.2014, 14:22

Wie hat sich der E-Commerce im ersten Halbjahr 2014 entwickelt? Das hat der Shopsoftware-Anbieter ePages in einem Umfrage unter seinen Händlern ermittelt.

(Quelle: epages.com)

Die mehr als 100.000 ePages-Händler konnten im ersten Halbjahr 2014 mehrheitlich wachsende Umsätze vorweisen. Allein in Deutschland stiegen die generierten Einnahmen der Onlineshops im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24 Prozent. Ebenfalls zweistellig stieg die Anzahl der Bestellungen: Hier verzeichneten die deutschen Händler ein Plus von 17 Prozent. Der durchschnittliche Warenkorbwert einer Bestellung erhöhte sich um sechs Prozent auf 105 Euro. Das ergab eine anonymisierte Stichprobe, die ePages unter knapp 5.000 Shops in acht europäischen Regionen durchführte. Bewertet wurden dabei ausschließlich Shops, die auch im ersten Halbjahr 2013 bereits ein bestehendes Online-Business hatten.


Warenkorb

(Quelle: epages.com)

Demnach konnten die ePages-Händler aus Großbritannien mit einem Plus von 18 Prozent ebenfalls einen deutlichen Zuwachs bei den Umsätzen verzeichnen. Die Gesamtzahl der Bestellungen stieg um sechs Prozent und der durchschnittliche Warenkorbwert um zehn Prozent.

Besonders hohe Umsatzgewinne gab es im ersten Halbjahr 2014 in Ländern, in denen die Vertriebspartner von ePages derzeit viele junge und stark wachsende Onlineshops hinzugewinnen – die Zahlen sind also nicht repräsentativ. Hierbei stechen vor allem die Schweizer Händler mit einem Umsatzgewinn von 63 Prozent sowie die italienischen Händler mit 49 Prozent hervor. Die Zahl der Bestellungen stieg mit 41 Prozent (Schweiz) beziehungsweise 30 Prozent (Italien) ebenso deutlich an.

Auch die Bedeutung des Mobile Commerce nahm im vergangenen Halbjahr noch einmal stark zu. Betrug der Anteil der mobilen Seitenzugriffe am gesamten Traffic im Juni 2013 noch etwa zehn Prozent, konnte sich der Wert im Juni 2014 auf etwa 25 Prozent mehr als verdoppeln. Einen großen Anteil daran haben die stark wachsenden Zugriffe von Tablets.

In welchen europäischen Ländern analysieren Firmen große Datenmengen effektiv? Und welche Unterschiede gibt es? Teradata hat die Big-Data-Nutzung von französischen, britischen und deutschen Unternehmen verglichen.

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Lebenslanger Umtausch nach Online-Kauf

29.08.2014, 12:40

Bisher waren 90 Tage das Limit. In diesem Zeitraum durften Ikea-Kunden Produkte umtauschen. Jetzt hat das Möbelhaus ein lebenslanges Rückgaberecht eingeführt – auch für online bestellte Ware.

(Quelle: Shutterstock.com/Paolo Bona)

Mit dem neuen Katalog gilt bei Ikea Deutschland ein neues Rückgaberecht. Statt bis zu 90 Tage können Kunden jetzt zeitlich unbegrenzt Artikel umtauschen – selbst wenn diese nicht mehr originalverpackt, sondern gebraucht sind. Das gilt auch für übers Internet gekaufte Produkte. Ausgenommen von der neuen Regel sind den Angaben zufolge Pflanzen, zugeschnittene Waren und Produkte aus der “Fundgrube”. In Dänemark und Norwegen gibt es das unbeschränkte Rückgaberecht bereits seit gut drei Jahren.

Anlass für die Neuregelung war Konkurrenz aus dem stationären Handel, sie steht jedoch auch im Zusammenhang mit dem wachsenden Online-Geschäft. “Das Retourenhandling gewinnt für uns an Bedeutung”, sagte Jürgen Nowatzki, Deutschland-Leiter Customer Relations bei Ikea, gegenüber der Lebensmittel-Zeitung. Durch Rückgaben von Internetbestellungen in den Filialen sammelt sich in den Möbelhäusern ein immer größeres Volumen von Rückläufen an.

Die Retourenquote ist dennoch gering: Von sechs Prozent im stationären wie im Online-Geschäft spricht Nowatzki, gemessen an den Einkäufen. Bezogen auf den Umsatz liege die Quote bei jeweils zwei bis drei Prozent. Durch die großzügige Kulanzregelung rechnet der Service-Verantwortliche mit einer Zeitersparnis von 20 Prozent für das Personal in den Call-Centern und an den Rücknahmestellen im Möbelhaus.

Deutschland-Chef Peter Betzel hatte Anfang des Jahres angekündigt, dass das Möbelhaus in ein bis zwei Jahren das komplette Sortiment über das Internet anbieten wolle.

Wie die Ikea-App Produkte aus dem neuen Katalog in Szene setzt – und Möbelstücke virtuell im Raum platziert, zeigt der Konzern in einem Video:

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EatFirst will Briten zu Feinschmeckern machen

29.08.2014, 8:26

Fish and Chips, gebratene Blutwurst, weißes Toastbrot: Die Briten stehen nicht gerade im Ruf, besondere Gourmets zu sein. Das will Rocket Internet mit dem Online-Lieferservice EatFirst ändern.

(Quelle: Shutterstock.com/Matthew Bechelli)

Die Start-up-Schmiede Rocket Internet will die Briten vom Fast-Food wegbringen und hat dazu in London den Lieferdienst EatFirst gestartet. Die Plattform-Gründer wollen bei den Konsumenten mit einer Kombination aus hochwertigem Essen und einer schnellen Lieferung punkten.

Für sieben britische Pfund können User sich ein Mittagessen über die Website oder die iPhone-App bestellen, das innerhalb von 15 Minuten geliefert werden soll. Dabei können sie aus einem täglich wechselnden Angebot zwischen zwei Mahlzeiten auswählen. Bezahlt wird mit der Kreditkarte über die Anwendung. Mit dem Angebot sollen besonders Berufstätige angesprochen werden, die keine Zeit haben, selbst zu kochen, aber trotzdem nicht auf ein gutes Essen verzichten wollen.

“Gerade in einer so schnelllebigen Stadt wie London ist es eine ständige Gratwanderung, in kürzester Zeit und gleichzeitig gesund zu essen”, meint Rahul Parekh, Co-Founder von EatFirst. Die Macher berufen sich dabei auf eine Studie des Marktforschungsunternehmens OnePoll, wonach der durchschnittliche Brite mehr als ein Drittel seines Lebensmittelbudgets für Fast Food ausgebe. Zudem habe ein Bewohner Londons im Schnitt nur 29 Minuten Zeit für sein Mittagessen und greife daher häufig zu ungesunden Snacks.

Zunächst ist der Lieferdienst nur in London aktiv, bald sollen aber weitere Städte hinzukommen. Wer Lebensmittel online bestellt, gehört in Deutschland noch einer Minderheit an, wie die Agof facts & figures für das zweite Quartal 2014 zeigen. Insgesamt beziehen sechs Millionen Deutsche Lebensmittel über ihren Rechner, fast zwei Millionen über das mobile Internet.

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Rebelle kauft Konkurrenten Glamloop

28.08.2014, 11:33

Die Plattform für Designer-Second Hand-Mode Rebelle übernimmt den direkten Wettbewerber Glamloop aus München und integriert dessen Angebot.

(Quelle: Shutterstock.com/Neyro)

Das Hamburger Start-up Rebelle, das als StyleRemains GmbH firmiert, hat alle Geschäftsanteile der ATK Shopping Solutions gekauft, die die Plattform Glamloop betreibt. Deren Aktivitäten von Glamloop werden unter dem Dach der Rebelle-Marke und -Plattform fortgeführt. Glamloop wurde im August 2013 gelauncht und durch Investments von Capnamic Ventures, OP Ventures sowie Holtzbrinck Ventures finanziert.

Nach der Integration von Glamloop wird sich Rebelle auf die Internationalisierung in europäische Auslandsmärkte konzentrieren. Schon heute ist ein internationaler Versand in 25 Länder möglich. Aufgrund der wachsenden Nachfrage hat Rebelle das Büro und Lager in Hamburg auf rund 1.000 Quadratmeter vergrößert. Inzwischen beschäftigt das Hamburger Unternehmen über 30 Mitarbeiter.

Rebelle wurde im März 2013 von Cécile Gaulke, Max Laurent Schönemann zusammen mit dem Hamburger Company Builder Hanse Ventures gegründet und Ende August 2013 gelauncht. Im März dieses Jahres sammelte Rebelle in einer zweiten Finanzierungsrunde einen mittleren siebenstelligen Betrag unter anderem vom High-Tech Gründerfonds und der HCS Beteiligungsgesellschaft mbH ein.

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dmexco erwartet mehr als 800 Aussteller

28.08.2014, 9:36

Die dmexco 2014 verspricht, erneut eine Messe der Rekorde zu werden: Mehr Aussteller, mehr Platz und mehr Fachbesucher als im Vorjahr sowie ein neu gestaltetes Conference Center.

(Quelle: dmexco, Köln)

Eigentlich kein Wunder: Nachdem die dmexco 2014 mit mehr als 800 Ausstellern auf mehr als 60.000 Quadratmetern Fläche in drei komplett gefüllten Hallen wieder alle ihre bisherigen Rekorde brechen wird, erwartet die Fachmesse auch eine neue Bestmarke beim Besucherandrang: Mehr als 30.000 Fachbesucher aus aller Welt sollen am 10. und 11. September nach Köln kommen, prognostizieren die Veranstalter, die nun auch den Hallenplan im Internet veröffentlicht hat.

Bei der Planung gab es deshalb im Vergleich zum Vorjahr einige Veränderungen, in deren Fokus vor allem die Neugestaltung des Conference Centers steht. Durch einen kompletten Neubau der Congress Hall (Halle 6) haben sich die Kapazitäten auf mehr als 1.200 Sitzplätze erhöht, und auch die Debate Hall verfügt nun über deutlich mehr Platz. Neu ist außerdem die so genannte World of Experience, in der Unternehmen wichtige digitale Trends der Zukunft präsentieren sollen.

Um Trends geht es auch in Halle 7, in der die dmexco das neue Start-up Village angesiedelt hat. Hier stellen junge Unternehmen ihre neuartigen Lösungen, Technologien und Visionen vor. In der gleichen Halle befindet sich die zentrale Anlaufstelle der wichtigen Agentur-Netzwerke, die sich in der eigens von den Messe-Verantwortlichen entwickelten Agency Lounge präsentieren.

Einen umfassenden Überblick über alle Aussteller und die neue Raumaufteilung bietet der offizielle Hallenplan der dmexco 2014, der ab sofort online verfügbar ist. Mit dabei ist unter anderem die Neue Mediengesellschaft Ulm, die auch die INTERNET WORLD Business herausbringt und sich auf der diesjährigen Messe mit einem Stand präsentiert.

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Outfittery expandiert in vier weitere Märkte

28.08.2014, 8:21

Von Berlin in die Welt: Outfittery expandiert nach Schweden, Dänemark, Belgien und Luxemburg. Damit ist das Curated-Shopping-Portal in acht europäischen Ländern aktiv.

(Quelle: Shutterstock.com/Chatchawat Prasertsom)

Männer gehen nicht gerne einkaufen. Auf dieser Annahme beruht das Geschäftsmodell des Berliner Start-ups Outfittery. Nun sollen auch modebewusste Männer in Schweden, Dänemark, Belgien und Luxemburg vom “stressigen Kleidungskauf” befreit werden und die Dienste des Curated-Shopping-Portals nutzen können.

Mit der Expansion ist das Unternehmen in acht europäischen Ländern vertreten: In Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden ist Outfittery bereits aktiv. Der Service stellt Kunden je nach Bedürfnis individuelle Outfits zusammen. Auf der Internetseite machen sie zunächst Angaben zu Kleidungsstil und Größen, anschließend nehmen Style-Expertinnen Kontakt mit ihnen auf und stellen entsprechende Outfits zusammen. Dabei erfahren die Beraterinnen auch viel Privates, so Geschäftsführerin Anna Alex, “da muss man den Kunden einen Native-Speaker aus dem eigenen Kulturkreis an die Seite stellen”. Da Outfittery oft schon in den Ländern bekannt sei, bevor das Unternehmen dort aktiv ist, sei es aber leicht, Mitarbeiter aus dem Ausland zu finden.

Für Bestandskunden hat der Curated-Shopping-Anbieter zu Beginn des Jahres das Kundenmagazin “Outfittery Magazin” gelauncht. Ein fünfköpfiges Inhouse-Team hat dafür hochwertige Modestrecken produziert, Fashion-Trends eruiert und Styling-Tipps formuliert.

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Rewe-Shop voll funktional

28.08.2014, 7:50

Anfang Juli 2014 hat Rewe seinen Shop neu gestaltet – allerdings ohne wichtige Funktionen wie die Terminvorschau und die Änderung von Bestellungen. Inzwischen hat der Konzern nachgebessert.

(Quelle: rewe.de)

Für Rewe-Kunden war der Relaunch des Online-Shops vergangenen Monat kein Gewinn. Freie Liefertermine konnten erst nach der Eingabe der Bestellung gesehen werden und auch das Ergänzen von weiteren Artikeln zu einem bestehenden Auftrag war nicht mehr möglich.

Auf Anfrage von INTERNET WORLD Business bezeichnete ein Sprecher die Fusion der beiden Seiten www.rewe.de und www.rewe-online.de als “Soft Launch”. Täglich würden Verbesserungen und neue Funktionalitäten implementiert. “Der Relaunch ist somit der erste große Meilenstein und legt die technische Basis, um unseren Kunden sehr zeitnah weitere neue Features und Services zu bieten.”

Nun hat das Unternehmen seine Ankündigung wahr gemacht – und die früher vorhandenen Funktionen implementiert. Liefertermine werden schon auf der Startseite angezeigt und auch das Ändern von Bestellungen ist wieder möglich – wenn auch nur unter nochmaliger Durchführung des Check-out-Prozesses inklusive der Eingabe von Kreditkarten-Daten. Zudem lassen sich personalisierte Einkaufslisten für verschiedene Gelegenheiten anlegen.

Im neuen Shop zeigt Rewe von allen Produkten auch Inhaltsstoffe, Allergene und Artikelbeschreibungen an, wie sie ab Dezember von der Lebensmittel-Informationsverordnung vorgeschrieben werden. Zudem wurde der Shop für Tablets und Smartphones optimiert, eine Bestellung über die App ist allerdings immer noch nicht implementiert.

Wie wichtig Rewe das Online-Business ist, unterstreicht der Geschäftsbericht: “Die Digitalisierung des Geschäfts ist die zentrale Herausforderung der nächsten Jahre”, heißt es darin. “Der Fokus der Rewe Group liegt dabei zum einen auf dem Auf- und Ausbau der E-Commerce-Aktivitäten. Zum anderen wird das stationäre Geschäft konsequent modernisiert und an aktuelle technische Herausforderungen des Online-Zeitalters sowie Bedürfnisse der Kunden angepasst.”

Welche Zielgruppen können für den Lebensmittelversand übers Internet gewonnen werden? Wo kaufen die meisten ein? Und welche Produktgruppen sind am beliebtesten? Das hat der W3B Report “Lebensmittel im Internet” untersucht.

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Online-Kreditanbieter schwächeln beim Service

27.08.2014, 12:16

Wenn die Anschaffungswünsche größer als der Geldbeutel sind, wird gerne auf Kredite zurückgegriffen. Das machen sich auch viele Online-Anbieter zunutze – zu sehr unterschiedlichen Konditionen.

(Quelle: Shutterstock.com/Hasloo Group Production Studio)

Eine Untersuchung von zwölf Online-Anbietern von Konsumentenkrediten zeigt zum Teil erhebliche Unterschiede hinsichtlich Service und Zinsen: Um bis zu 5,2 Prozentpunkte unterscheiden sich die Zinssätze, aber auch bei der Kreditausstattung gibt es deutliche Abweichungen. Nicht alle untersuchten Unternehmen boten beispielsweise eine kostenfreie Ratenänderung oder lange Laufzeiten an. Eine vorzeitige Rückzahlung war nur bei zwei Anbietern möglich. Zu diesem Ergebnis kommt das Deutsche Institut für Servicequalität in seiner aktuellen Studie “Online-Kreditspezialisten 2014″.

Testsieger ist demnach Dr. Klein. Sowohl bei der Service- als auch bei der Produktanalyse lag der Anbieter vor den Konkurrenten. Kunden bekamen nach durchschnittlich weniger als einer Stunde eine Antwort auf ihre E-Mail-Anfrage. Zudem bot das Unternehmen die günstigsten Effektivzinssätze und eine hohe Flexibilität während der Laufzeit. Auf Platz zwei schafft es Standard Chartered. Der Anbieter überzeugte mit dem vergleichsweise besten Service bei der Bearbeitung von E-Mail- und Telefonanfragen. Die SKG Bank, auf Platz drei, konnte mit einem “überdurchschnittlichen Service” und bei der Kreditausstattung punkten. Sie verlangte hier zum Beispiel keine Sicherheiten und ermöglichte auch lange Laufzeiten.

Schwachpunkt E-Mail-Antworten

Insgesamt bot jedoch nur jeder vierte Anbieter einen guten Service, so das Fazit der Studie. Bemängelt wird vor allem, dass ein Viertel der E-Mail-Anfragen nicht beantwortet wurde und auch die Antworten oft unzureichend waren. Punkten konnten die meisten Unternehmen dagegen bei ihren Internetauftritten. Diese boten alle einen Kreditrechner, mit dem Kunden ein erstes Angebot ermitteln konnten.

Neben den drei Bestplatzierten hat das Institut auch die Angebote von Bank11direkt (Rang vier), SWK Bank (Rang fünf), Creditplus Bank (Rang sechs), Credit Euope Bank (Rang sieben), Ikano Bank (Rang acht), Barclaycard (Rang neun) und Santander Direkt Bank (Rang zehn) untersucht. Zunächst analysierten die Marktforscher die Konditionen der Kredite und die Kreditausstattung (Stand: 24. Juni 2014). Anschließend verglichen und bewerteten sie diese. Die Servicequalität wurde durch Prüfung der Web-Auftritte und Testnutzer ermittelt.

Auch Online-Anbieter von Elektrogeräten hat das Deutsche Institut für Servicequalität kürzlich verglichen. Im Schnitt konnte bei den Produkten rund 15 Prozent gespart werden, wenn statt dem teuersten Anbieter der günstigste gewählt wurde.

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Deutsche shoppen jährlich 18 Mal online

27.08.2014, 7:29

Die Deutschen sind die Nummer 1 beim Webshopping – jedenfalls wenn es nach der Häufigkeit geht. In keinem anderen Land wird öfter im Internet eingekauft. Der Warenkorbwert beträgt im Schnitt 62 Euro.

(Quelle: Shutterstock.com/Rrraum )

Das Shoppen ist des Deutschen Lust, auch im Web: Durchschnittlich 18,1 Mal kauft jeder Kunde hierzulande im Jahr 2014 online ein. In keinem anderen untersuchten Land wurde öfter im Internet bestellt, und auch beim Warenkorbwert liegt Deutschland mit 62 Euro um vier Euro über dem europäischen Schnitt. Zu diesen Ergebnissen kommt eine internationale E-Commerce Studie des Gutscheinportals deals.com einer Tochter von RetailMeNot, in Zusammenarbeit mit dem Centre for Retail Research.


Ergebnisse Studie deals.com

(Quelle: deals.com)

Demnach liegen die Deutschen drei Einkäufe über dem europäischen Schnitt, der bei 15,2 Einkäufen liegt für 2014. Auf Platz zwei rangieren die Briten mit durchschnittlich 18,0 Einkäufen pro Jahr, dahinter folgen die Franzosen mit 15,8 Online-Bestellungen. Selbst die US-Amerikaner liegen damit hinter diesem Trio, in den USA wird im Jahr 2014 durchschnittlich lediglich 15,6 Mal von jedem Einwohner im Web eingekauft.

Amerikaner kaufen seltener aber teurer ein

Allerdings haben die Amerikaner die Nase vorn, wenn es um die Größe des Warenkorbs geht: 84 Euro ist die durchschnittliche Bestellung im Web in den USA wert. Damit können weder Briten (70 Euro) noch Schweden (68 Euro) oder Niederländer (65 Euro) mithalten geschweige denn die Shopper in Deutschland, wo der Warenkorbwert im Schnitt bei 62 Euro liegt. Schlusslicht unter den betrachteten Märkten ist Polen mit fünf Internet-Bestellungen zu je 42 Euro.

“Der Online-Einkauf überzeugt die deutschen Käufer vor allem durch klare Preisvorteile und schnellen Produktvergleich”, kommentiert Tobias Conrad, General Manager bei deals.com. “Immer öfter entscheiden sie sich für die einfache und zeitsparende Bestellung via Internet.”


Studienergebnisse deals.com - Zahlungsweisen

(Quelle: deals.com)

Für eine Zahlung per Kreditkarte entscheiden sich die Deutschen dagegen im Vergleich mit den anderen Nationen äußerst selten. Während diese Zahlungsart in allen untersuchten Ländern zu den beliebtesten Möglichkeiten gehört, bevorzugen die Shopper hierzulande die klassische Überweisung: rund 40 Prozent der Einkäufe im Web werden auf diese Weise bezahlt. Dahinter folgen in Deutschland der Bankeinzug mit 19 Prozent und Online-Bezahldienste wie Paypal, die 17 Prozent der Konsumenten wählen.
Für die Studie haben deals.com und das Centre for Retail Research Daten in neun Ländern erhoben: neben Deutschland in Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Polen, Schweden und Spanien sowie den USA. Alle Märkte wurden im Februar 2014 mit statischen Analysen der E-Commerce-Branche ausgewertet, außerdem flossen zahlreiche Handelsstatistiken, Telefon-Interviews mit über 100 führenden Händlern sowie eine repräsentative Befragung unter insgesamt 9.000 Konsumenten – darunter 1.000 aus Deutschland – in die Erhebung mit ein.

In einer anderen Studie hat das Gutschein- und Rabattportal nachgewiesen, dass Gutscheine den Absatz steigern und die Neukundengewinnung ankurbeln. Demnach haben vier von zehn Befragten schon einmal entsprechende Websites genutzt, bei 29 Prozent kamen sie mehr als fünf Mal zum Einsatz.

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Der Modehandel im Jahr 2020

21.08.2014, 15:40

Die Fashionbranche ist besonders online-affin. Aber wie sieht der Modemarkt im Jahr 2020 aus – und welche Chancen bieten sich dem E-Commerce? Vier Zukunftsszenarien.

(Quelle: Shutterstock.com/Zoom Team)

Die Online-Anteile am Gesamtmarkt für Mode werden künftig weiter deutlich wachsen – je nach Szenario sogar um bis zu über 50 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Handelsforschung IFH Köln in seiner Zukunftsstudie “Fashionmarkt 2020″ im Rahmen der Berechnung “Handelsszenario 2020″.

Hierzu haben die Handelsexperten vier Szenarien entworfen. Alle Möglichkeiten sagen dem Online-Handel eine wachsende Bedeutung voraus. Während im Szenario “Discount” 12,5 Milliarden Euro online umgesetzt werden, sind es in den Szenarien “E-Motion” und “E-Basic” sogar 28,5 Milliarden Euro. Bei den beiden Möglichkeiten glauben die Studienautoren, dass die Modekäufer ihre Online-Ausgaben erhöhen und weitere Zielgruppen das Web verstärkt als Einkaufskanal nutzen werden.

(Quelle: IFH Köln)

Je nach Szenario liegen die Online-Anteile am gesamten Modemarkt damit zwischen 24 und 54 Prozent. “Mit Online-Umsatzanteilen von 50 Prozent im Fashionmarkt bewegen wir uns natürlich in einem Extrem-Szenario”, meint der IFH-Experte Hansjürgen Heinick. “Hierfür müssten die Online-Umsätze der Branche bis 2020 pro Jahr um rund 15 Prozent wachsen”. In den vergangenen vier Jahren seien die Wachstumsraten allerdings bereits mehr als doppelt so hoch gewesen, so Heinick.

Käufer erwarten Cross-Channel-Services

Die ausgeprägte Online-Affinität der Branche Fashion & Accessoires begünstige tendenziell die Preismitte. Als Gewinner gehen vor allem Internet-Pure-Player sowie Filialisten und Versender aus der Entwicklung hervor. Trotz der wachsenden Bedeutung des E-Commerce werden aber auch stationäre Geschäfte nicht von der Bildfläche verschwinden. Voraussetzung hierfür sei allerdings eine erfolgreiche Cross-Channel-Strategie. Denn bereits heute erwarteten Konsumenten kanalübergreifende Dienstleistungen.
Die Prognosen basieren auf konkreten Daten in Zahlenreihen der Jahre 2000 bis 2020. Insgesamt acht Branchen untersucht die Zukunftsstudie “Handelsszenario 2020″.

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