GartenXXL expandiert nach Österreich

22.07.2014, 8:55

Deutschland ist nicht genug: Der Online-Shop GartenXXL ist nun mit einem Ableger in Österreich gestartet. Marketing- und Produktstrategie sollen weitgehend übernommen werden.

(Quelle: Shutterstock.com/
Pawel Kazmierczak)

Der Webshop für Gartenbedarf GartenXXL expandiert nach Österreich. Mit dem Ableger gartenxxl.at startet der Online-Shop seine geplante Internationalisierung. Marketing- und Produktstrategie sollen dabei weitgehend aus Deutschland übernommen werden, ebenso die Multishop-fähige E-Commerce-Plattform.

Bei bestimmten Produktgruppen wie etwa Rasenmähern, Gartenmöbeln oder Gartenhäusern soll der Shop das umfassendste Angebot am österreichischen Markt haben. Der Betreiber Tengelmann E-Stores hofft auf ein großes Wachstumspotenzial, da es bislang noch keinen vergleichbaren Wettbewerber in dem Alpenland gebe.

GartenXXL verfügt über 20.000 Gartenartikel von Marken wie Bosch, Kärcher oder Gardena. Erst kürzlich hat das Deutsche Institut für Service-Qualität zehn Online-Shops für Gartenbedarf bewertet, und dabei Gartenxxl.de mit dem Qualitätsurteil “sehr gut” als Testsieger ermittelt. In Sachen Angebot belegte der Anbieter Platz eins und glänzte mit einer breiten Produktpalette von Gartenmöbeln über Pflanzen bis hin zu Geräten und Gartenbekleidung.

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UDG kauft E-Commerce-Spezialisten edoras

21.07.2014, 14:01

Die United Digital Group (UDG) investiert in den Bereich Internethandel und legt sich dazu den Dienstleister edoras zu. Die Webagentur ist damit künftig auch in Karlsruhe vertreten.

(Quelle: Fotolia.com/storm)

Die Agentur für digitales Marketing United Digital Group (UDG) kauft die Karlsruher Agentur edoras, die sich unter anderem auf Angebote für Multichannel-Commerce spezialisiert hat. Mit der Integration des Dienstleisters wird UDG zum “hybris Silver Partner”. hybris ist Teil des SAP-Konzerns und entwickelt Lösungen für die Bereiche E-und Multichannel-Commerce sowie Master Data- und Bestell-Management.

“Wachstum ist auch in 2014 ein wichtiges Thema für die UDG. Dabei fokussieren wir uns seit einem Jahr einerseits verstärkt auf ein organisches Wachstum über unsere elf Standorte hinweg und investieren in die Personalentwicklung”, so UDG-CEO Jessica Peppel-Schulz. Mit edoras wolle die Agentur ihre technischen Dienstleistungen ausbauen. Mit der Übernahme erweitert die UDG ihre Niederlassungen in Deutschland auf insgesamt elf. Im neuen Büro in Karlsruhe werden 32 Mitarbeiter beschäftigt.

Zu Beginn des Jahres gab die UDG ihre Neuaufstellung als Full-Service-Agentur bekannt, Anfang Juli 2014 nannte die Gruppe eine erste Bilanz des Zusammenschlusses aus neun Agenturen: Um 15 Prozent ist das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen im ersten Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen.

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Dienstleister im E-Commerce begehrt wie nie

21.07.2014, 11:43

Immer mehr Internet-Unternehmen, vor allem aus dem Handel, nehmen digitale Dienstleister in Anspruch. Besonderen Wert legen sie dabei auf Qualität und Transparenz vonseiten der Anbieter.

(Quelle: Shutterstock.com/watcharakun)

Auch wenn die Größe der Nachfrage je nach Branchensegment variiert – die Marktteilnehmer der Webbranche sind sich einig, dass digitale Dienstleister immer bedeutender werden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass offenbar noch Nachholbedarf bei der digitalen Transformation der Unternehmen besteht. Acht von zehn Befragten gehen einer aktuellen Studie zufolge davon aus, dass dies so ist. Drei Viertel geben zudem an, dass die Nachfrage in letzter Zeit stark zugenommen hat, und 73 Prozent sehen im Online-Handel einen entscheidenden Treiber der Digitalisierung.

Vor allem E-Commerce-Unternehmen greifen daher immer häufiger auf externe Hilfe zurück, um ihren Kunden bestmöglichen Service zu bieten. Mehr als die Hälfte, nämlich 51 Prozent, sehen digitale Dienstleistungenfür diesen Bereich als sehr relevant an. Das ergab die aktuelle Erhebung “Trend in Prozent” (TiP) des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), für die Mitte bis Ende Juni 2014 rund 130 Digitalexperten befragt wurden.


Statistik

(Quelle: BVDW / TiP)

Knapp die Hälfte der Befragten hält digitale Dienstleistungen im Bereich Suchmaschinenmarketing für wichtig (45 Prozent), bei Full-Service-Beratung sind es immerhin noch 39 Prozent. Bei der Suche nach dem richtigen Helfer legen die Unternehmen laut der Befragung vor allem auf die Qualität der Dienstleistungen großen Wert. Für 54 Prozent ist die Qualitätssicherung sehr wichtig, für weitere 31 Prozent wichtig. Fast ebenso viele Experten sehen in der Transparenz, mit der die Anbieter sich und ihre Leistungen darstellen, als sehr wichtig oder wichtig an (insgesamt 80 Prozent, siehe Grafik). Für mehr als zwei Drittel (70 Prozent) ist die Angebotstiefe der Dienstleister ein wichtiges Auswahlkriterium, auf die Breite legen nicht einmal halb so viele Befragte (30 Prozent) großen Wert.

Zertifikate wichtige Orientierungshilfe

Um sich einen schnelleren Überblick über den Markt zu verschaffen, greifen die Hilfe suchenden Firmen gern auf Zertifikate zurück. 42 Prozent der Befragten attestieren Auszeichnungen und Zertifikaten, dass diese eine wichtige Orientierung bieten, um den passenden Dienstleister zu finden. Die bedeutendste Orientierungshilfe sind allerdings Referenzen, die 65 Prozent der Experten als sehr wichtig oder wichtig einstufen. Bei Awards ist dies lediglich bei 14 Prozent der Befragten der Fall.

Der BVDW, der bereits im Februar einen “TiP”-Report mit Prognosen zum Umsatzwachstum für 2014 veröffentlicht hat, vergibt auch selbst Qualitätszertifikate für Agenturen in den Bereichen SEA, SEO und Affiliate sowie seit Neuesten auch für Social-Media-Dienstleister.

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Einzelhandel hat Online-Nachholbedarf

16.07.2014, 8:12

Bei mittelständischen Unternehmen herrscht offenbar Skepsis gegenüber dem Internet: Sechs von zehn Einzelhändlern verfügen über keinen eigenen Online-Shop – und wollen auch in Zukunft ohne auskommen.

(Quelle: shutterstock.com/Ikonoklast Fotografie)

Sie fürchten die Zeit (41 Prozent), die Kosten (34 Prozent) oder halten es schlicht für nicht lohnenswert (34 Prozent) – das sind die wichtigsten drei Gründe, warum Einzelhändler in Deutschland auf einen eigenen Webshop verzichten. Nur etwa jeder Dritte von ihnen (33 Prozent) bietet seine Produkte online an. Knapp zehn Prozent (9 Prozent) planen zumindest, bald online zu gehen.

Die Mehrheit allerdings, nämlich 57,3 Prozent, haben keinen Webshop und planen auch nicht, daran etwas zu ändern. Acht Prozent der Händler sind online gar nicht präsent und verfügen nicht einmal über eine eigene Unternehmens-Webseite. Knapp 60 Prozent von ihnen (58 Prozent) bieten darüber hinaus ihre Waren auf keinem Marktplatz wie Amazon oder eBay an.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie “Handel im Mittelstand: Wohin geht die Reise?” des ECC Köln, für die in Zusammenarbeit mit 25 Industrie- und Handelskammern insgesamt 386 vorwiegend kleine und mittlere Einzelhändler zum Status quo und zu zukünftigen Erwartungen im Handel befragt wurden.


Bedrohung für den Einzelhandel

(Quelle: ECC Köln)

Zwar stimmen mehr als 60 Prozent der Befragen der Aussage zu, dass der Online-Handel eine Bedrohung für den Einzelhandel darstellt, und über 80 Prozent sind der Meinung, dass der stationäre Handel Maßnahmen ergreifen muss, um im Zeitalter der Digitalisierung aktiv zu bleiben. Aber nur jeder Zweite ist davon überzeugt, dass ausschließlich Händler, die auf Multichannel-Kundenansprache setzen, dauerhaft erfolgreich sein werden.

“Das ist ein erschreckend geringer Anteil”, sagt Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. “Aktuelle Studien zeigen deutlich, dass ein Großteil der Kunden schon heute während eines Kaufvorgangs nahtlos von einem Kanal zum nächsten wechselt. Cross-Channel ist kein Hype, sondern eine klare Konsumentenanforderung. Nicht jeder Händler benötigt dabei auch gleich einen eigenen Online-Shop, aber eine Unternehmens-Website mit Kontaktmöglichkeiten, Öffnungszeiten und Sortimentsinformationen ist auch im inhabergeführten Einzelhandel Pflicht, um wettbewerbsfähig zu bleiben.”

Immerhin sind knapp die Hälfte der Händler auf Social-Media-Kanälen aktiv. Sie werden vor allem dazu genutzt, um potenzielle Kunden über neue Produkte (75 Prozent) und aktuelle Angebote (67 Prozent) zu informieren. Facebook ist dabei wenig überraschend die attraktivste Plattform.

Für die Zukunft erwarten beinahe alle Händler (94 Prozent), dass besonders die Bedeutung mobiler Endgeräte zunehmen wird. Bereits heute verfügen 44 Prozent von ihnen über eine mobil optimierte Homepage. Zudem glauben 48 Prozent der Befragten, dass bargeldlose Bezahlung in stationären Geschäften per Smartphone in Zukunft Normalität wird. Auch Same Day Delivery und die Funktion von stationären Geschäften als Showroom halten 38 Prozent beziehungsweise 20 Prozent für realistisch.

Die Händler könnten von der Einführung von Mobile-Payment-Lösungen profitieren: Einer Studie des IFH Kölns zufolge beurteilen rund 61 Prozent der Konsumenten Händler, die diese Bezahlmöglichkeit anbieten, als besonders innovativ.

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Wie der Kunde sucht

10.07.2014, 10:17

Die Recherche vor einem Online-Kauf läuft je nach Produktkategorie sehr unterschiedlich ab. Google ist nicht immer der entscheidende Informationskanal.

(Quelle: shutterstock.com/Hasloo Group Production Studio)

Wie finden Online-Käufer ihre Wunschprodukte? Die meisten Online-Händler würden diese Frage wohl mit dem Schlagwort “Google” oder vielleicht noch “Amazon” beantworten. Doch der Stellenwert des Suchmaschinenprimus und Marktplatzgiganten in der Customer Journey könnte geringer sein als landläufig angenommen wird. Darauf weist eine W3B-Studie von Fittkau & Maaß hin, die INTERNET WORLD Business exklusiv vorliegt.

Das Marktforschungsinstitut hat sich nicht auf Prognosen oder Adwords-Umsätze als Quelle verlassen, sondern die gefragt, die es wissen müssen: die Kunden. 29.000 Online-Käufer wurden zu ihren Recherchegewohnheiten vor dem Online-Kauf befragt. Das Ergebnis: Die Customer Journey ist eine sehr individuelle Reise – mit je nach gewünschtem Produkt recht unterschiedlichen Zwischenstopps.

So nannte zwar wenig überraschend jeder fünfte Befragte Suchmaschinen wie Google als wichtigsten Informationskanal, aber fast ebenso viele Kunden gaben an, sich vornehmlich über Websites mit Testberichten über Produkte zu informieren. Offline-Kanäle wie die Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis oder der gute alte Katalog sind für die Recherche ähnlich wichtig wie Preisvergleichs-Websites.


W3B-Studie von Fittkau & Maaß

(Quelle: W3B Report)

Das Sortiment entscheidet über den Informationskanal

Noch interessanter werden die Ergebnisse, wenn man sie nach Produktkategorien sortiert. Denn die Eingangsfrage zum Thema Customer Journey sollte nicht einfach lauten “Wie finden Online-Käufer ihre Wunschprodukte?”, sondern eher “Wie findet ein Online-Käufer die gewünschte Kamera, ein neues Outfit oder Küchengerät?” Dann wird schnell klar: In welchem Informationsmedium Online-Händler ihren Kunden begegnen sollten, hängt ganz von ihrem Sortiment ab. Je teurer das gesuchte Produkt und je höher seine Nutzwertigkeit ist, umso vielfältiger wird die Informationssuche des Kunden und umso mehr Kanäle nutzt er.


W3B-Studie von Fittkau & Maaß

(Quelle: W3B Report)

Welches die entscheidende Info-Quelle ist, hängt ganz von der Produktkategorie ab. So sind Google und Co. vor allem in den Bereichen Hotels/Reise und Möbel entscheidend. Auch bei der noch jungen Online-Kategorie “Lebensmittel” wird vornehmlich über Google gesucht. Wollen Kunden hingegen ein technisches Gerät kaufen, suchen sie nach mehr Informationen als die Suchmaschine bieten kann: Unterhaltungselektronik, Computer und Hardware, Handys und Tablets oder auch Küchengeräte werden hauptsächlich über Websites recherchiert, die Testberichte anbieten. Für Modeartikel blättern die meisten Kunden weiterhin am liebsten im guten alten Katalog.

Der Preis ist immer noch das wichtigste Kriterium

Sind alle Informationen gesammelt, kommt es schließlich zur Kaufentscheidung – und hier zeigt die Studie: Geiz ist immer noch geil, auch wenn das die Branche nicht mehr hören kann. Für 37,7 Prozent der Befragten ist der Preis das entscheidende Kriterium für den Kauf. Qualitätund Marke rangieren mit deutlichem Abstand dahinter. Auch Treue spielt weiterhin kaum eine Rolle beim Online-Kauf: Nur sechs Prozent der Befragten gaben an, ein Produkt bei einem Webshop gekauft zu haben, weil sie diesen bereits kannten.

Das heißt also für Online-Händler: Den Kunden dort abholen, wo er sich während der Produktrecherche aufhält. Nicht immer ist eine Google-Adwords-Kampagne dafür der richtige Weg.

Hat man den Kunden im richtigen Kanal gefunden und auf sich aufmerksam gemacht, so ist damit nur der erste Schritt getan. Der Preis muss konkurrenzfähig sein, sonst ist der Kunde genauso schnell wieder weg, wie er gekommen ist.

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Rewe bessert am neuen Shop nach

09.07.2014, 15:31

In der vergangenen Woche hat Rewe seinen neuen Online-Shop gelauncht – bei dem viele von den Kunden geliebte Funktionen fehlen. Der Konzern spricht von einem “soft Launch” – und bitte um Geduld.

(Quelle: Rewe.de)

Früher war der Lebensmitteleinkauf bei Rewe Online einfach. Mögliche Liefertermine anschauen, dann bestellen. Und wenn ein Kunde etwas vergessen hatte, konnte er das Produkt auch nach dem Abschicken der Bestellung hinzufügen, solange die Lieferung noch nicht in Bearbeitung war. Das ist seit dem Launch des neuen Online-Shops in der vergangenen Woche vorbei.

Freie Liefertermine können nun erst nach der Eingabe der Bestellung gesehen werden und auch das Ergänzen von weiteren Artikeln ist nicht mehr möglich. Offensichtlich eine Funktion, die viele Verbraucher vermissen, denn ihr Fehlen ist schon Bestandteil der FAQ auf der neuen Seite. “Sie haben aber die Möglichkeit, Ihre Bestellung zu stornieren, diese dann erneut über die Bestellhistorie aufzurufen und die Bestellung noch einmal in den Warenkorb zu legen. Dann ergänzen Sie einfach den vergessenen Artikel und schicken die Bestellung erneut ab”, rät das Unternehmen. Dabei geht allerdings der gebuchte Liefertermin verloren.

Gegenüber INTERNET WORLD Business betonte ein Sprecher, derzeit sei die Fusion der beiden Seiten www.rewe.de und www.rewe-online.de noch in einer Soft-Launch-Phase. Täglich würden Verbesserungen und neue Funktionalitäten implementiert. “Der Relaunch ist somit der erste große Meilenstein und legt die technische Basis, um unseren Kunden sehr zeitnah weitere neue Features und Services zu bieten.”
Im neuen Shop zeigt Rewe von allen Produkten auch Inhaltsstoffe, Allergene und Artikelbeschreibungen an, wie sie ab Dezember von der Lebensmittel-Informationsverordnung vorgeschrieben werden. Zudem wurde der Shop für Tablets und Smartphones optimiert, eine Bestellung über die App ist allerdings immer noch nicht implementiert.

Wie wichtig Rewe das Online-Business ist, unterstreicht der Geschäftsbericht: “Die Digitalisierung des Geschäfts ist die zentrale Herausforderung der nächsten Jahre”, heißt es darin. “Der Fokus der Rewe Group liegt dabei zum einen auf dem Auf- und Ausbau der E-Commerce-Aktivitäten. Zum anderen wird das stationäre Geschäft konsequent modernisiert und an aktuelle technische Herausforderungen des Online-Zeitalters sowie Bedürfnisse der Kunden angepasst.”

Welche Zielgruppen können für den Lebensmittelversand übers Internet gewonnen werden? Wo kaufen die meisten ein? Und welche Produktgruppen sind am beliebtesten? Das hat der W3B Report ” Lebensmittel im Internet ” untersucht.

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In 500 Shops einkaufen, bei Telekom bezahlen

09.07.2014, 12:49

Die Deutsche Telekom wird zum Payment-Dienstleiter: In Zusammenarbeit mit Barzahlen.de bietet der Konzern Kunden von 500 Online-Shops an, ihre Einkäufe bar in den eigenen Filialen zu bezahlen.

(Quelle: shutterstock.com/LDprod)

Im Netz bestellen und bar bezahlen – mit diesem Angebot spricht Barzahlen.de all jene Verbraucher an, die Konto- oder Kreditkartendaten nur ungern an Web-Shops übermitteln. Die Deutsche Telekom arbeitet nun mit dem Payment-Dienstleiter zusammen: Kunden von mehr als 500 Online-Shops, darunter Schiesser.de, Reisenthel, Expert Technomarkt oder Hitmeister, können ihre online bestellte Ware in einem von 720 Telekom-Shop bar bezahlen.

Ein Kunde wählt dafür Barzahlen.de als Zahlungsart und bekommt bei Abschluss der Bestellung einen Code, den er ausdruckt oder sich als SMS auf seine Handy schicken lässt. Mit diesem geht er dann in eine Filiale der Telekom. Dort wird der Code an der Kasse eingegeben oder gescannt, und der Verbraucher zahlt mit Bargeld, EC- oder Kreditkarte. Die Kasse überträgt den Beleg direkt an den E-Commerce-Anbieter, der die Ware an den Kunden versendet. Schickt diese die Artikel zurück, wird der Warenwert über einen Auszahlschein im Telekom-Shop erstattet.

Die Deutsche Telekom verspricht sich von der Kooperation mehr Besucher in ihren Fillialen: “Barzahlen wird uns zusätzliche Kunden in die Telekom Shops bringen”, sagt Albert Pott, Geschäftsführer Operatives Geschäft der Telekom Shop Vertriebsgesellschaft. “Zudem unterstützen wir mit Barzahlen eine Möglichkeit, wirklich datensicher online einzukaufen.” Barzahlen kann damit sein Filialnetz beträchtlich erweitern.
Insgesamt ist das Barzahlen von Online-Einkaufen nach dieser Kooperation deutschlandweit in etwa 3.000 Filialen möglich, darunter auch die Drogeriemarktkette dm. Auch Mobilcom Debitel bietet das Multichannel-Modell an.

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Amazon als häufigste Informationsquelle

08.07.2014, 15:24

Für mehr als die Hälfte der Elektronik-Käufer führt die Customer Journey über mehrere Kanäle. Eine der wichtigsten Informationsquelle für Online-Shopper ist Amazon.

(Quelle: Shutterstock.com/Bplanet)

Rund 61 Prozent aller Online-Käufe im Bereich Elektronik geht eine Informationssuche in weiteren Kanälen und bei weiteren Anbietern voraus. Bei knapp 89 Prozent dieser Käufe wiederum findet die Recherche in alternativen Online-Shops statt, die Gefahr des sogenannten Showrooming, bei dem sich der Kunde offline informiert und online kauft, ist damit nicht gegeben. Das zeigt eine Analyse des IFH Köln und Media-Saturn. Top-Informationsquellen sind dabei die Internet-Pure-Player Amazon (37,1 Prozent) und eBay (36,1 Prozent). Der Online-Shop von Media Markt landet mit 30,3 Prozent bei der Online-Recherche nur knapp dahinter.


Die Customer Journey beim stationären Kauf

(Quelle: IFH Köln)

Bei den Konsumenten, die schließlich im Ladengeschäft einkaufen, zeigt sich ein anderes Bild: Fast die Hälfte, nämlich 44,3 Prozent der Elektronik-Käufe im stationären Handel erfolgen ohne vorherige Informationssuche. Die restlichen 55,7 Prozent der Käufer informieren sich vorab, davon nutzen 80,2 Prozent der Befragten Online-Shops, 43,8 Prozent andere Ladengeschäfte, und 7,2 Prozent haben sich in Print-Katalogen schlau gemacht (Mehrfachnennungen waren möglich). An erster Stelle bei den aufgesuchten Webshops steht mit 57,0 Prozent Mediamarkt.de, gefolgt von der Amazon-Website mit 54,9 Prozent und Saturn.de mit 33,3 Prozent.

Für die vorliegende Analyse wurden insgesamt 2.048 Konsumenten ab 18 Jahren (repräsentativ quotiert hinsichtlich Alter und Geschlecht für Internetnutzer mit Wohnsitz in Deutschland) zu Ihrem Elektronikeinkäufen innerhalb der letzten sechs Monate befragt.

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SchuhTempel24 geht runderneuert online

08.07.2014, 13:58

Überarbeitetes Design, verbesserte Usability und bald auch Gürtel im Portfolio: Der Webshop SchuhTempel24 hat sich einem Relaunch unterzogen und rührt dafür auch im TV die Werbetrommel.


(Quelle: Shutterstock.com/NinaMalyna)

Mit einer runderneuerten Version seines Internetauftritts will SchuhTempel24, Anbieter für Damenschuhe und Handtaschen, noch mehr Frauen für sich begeistern. Dazu beitragen soll unter anderem ein erweitertes Portfolio, das neben den aktuell rund 8.000 Schuhmodellen und 1.000 Handtaschen künftig auch eine stark vergrößerte Auswahl an Geldbörsen umfasst. Außerdem sollen in Kürze rund 300 Gürtelmodelle über den Webshop verfügbar sein.

“Nachdem wir im Jahr 2013 unser Sortiment um Handtaschen erweitert haben, führen wir die Expansion im Accessoire-Bereich nun konsequent fort”, sagt Pelin Büyükpolat, Geschäftsführerin von SchuhTempel24. “Gürtel und Geldbörsen zählen neben Schuhen und Taschen zu den wichtigsten Accessoires vieler Frauen, da sie einfach jeden Look aufwerten.”

Darüber hinaus hat das Berliner Unternehmen auch an der Technik einiges überarbeitet. Der Shop wurde unter anderem auf die neueste Shopsystem-Version des Anbieters Oxid esales migriert, an der Performance hat SchuhTempel24 ebenfalls geschraubt, wodurch insbesondere die Suche und die Filterung der Artikel deutlich schneller funktionieren. “Der alte Shop konnte nicht mehr die Performance bringen, die unsere Kundinnen erwarten”, erklärt Geschäftsführer Oliver Fink.

Und auch optisch hat sich etwas getan: Die bisherige 3D-Optik hat die Hamburger Agentur superReal, die für die technische Umsetzung des relaunchs verantwortlich ist, durch ein Flat-Design ersetzt, der Aufbau der Navigation blieb allerdings unverändert.

Längst ist Mode nicht mehr nur für Spezialisten wie PierreRiu.comm, ein Portal für Luxusmode, das im Mai 2014 online ging, ein erträgliches Geschäft. Ebenfalls im Mai 2014 hat zum Beispiel der Online-Marktplatz Amazon Deutschland einen neuen Shop für Kleider gestartet.

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Adidas erlaubt Händlern Verkauf über eBay

02.07.2014, 12:48

Händler dürfen Adidas-Produkte wieder offiziell auf Marktplätzen wie eBay oder Amazon verkaufen. Dieser Entscheidung des Herstellers gingen Ermittlungen des Kartellamts voraus.

(Quelle: Shutterstock.com/ 360b)

Das Verbot war strikt: Adidas hatte seinen Händlern untersagt, seine Waren auf Online-Plattformen wie eBay oder Amazon anzubieten. Als Grund nannte der Sportartikel-Hersteller, dass die Präsentation dort nicht optimal sei.

Diese Beschränkung ist seit heute außer Kraft. Das teilte Adidas der INTERNET WORLD Business mit und begründet dies mit den Veränderungen auf dem E-Commerce-Markt. In den vergangenen zwei Jahren habe das Unternehmen den Online-Handel genau beobachtet. “Dabei konnten wir feststellen, dass sich die Online-Aktivitäten unserer Händler weiterentwickelt haben: einerseits aufgrund technischer Innovationen, andererseits auch dank fachhandelsorientierter E-Commerce-Bedingungen, die sowohl die Adidas-Gruppe als auch andere Unternehmen definiert haben”, so der Sportartikel-Hersteller.

Bedingung für einen Vertrieb von Adidas-Produkten auf offenen Plattformen sei, dass die Kriterien für die Markenpräsentation erfüllt seien. In diesem Fall gebe es “keinen Beschränkungen für den Online-Handel in jeglichem Kanal”. Wie die Kriterien im Detail aussehen, teilte das Unternehmen nicht mit.

Dass die Ermittlungen des Bundeskartellamts wegen Wettbewerbseinschränkungen, die seit vergangenem Jahr liefen, die Entscheidung beeinflusst haben, gibt Adidas offen zu: “Unser enger Dialog mit dem Bundeskartellamt hat in den letzten zwei Jahren dazu geführt, dass wir uns mit dem Amt in strittigen Fragen unserer Bedingungen auf gemeinsame Lösungen verständigen konnten.”

Das Kartellamt hat seine Ermittlungen heute eingestellt. “Nach europäischem wie deutschem Kartellrecht ist es nicht erlaubt, wesentliche Vertriebskanäle wie den Online-Handel weitgehend auszuschalten. Unser Verfahren gegen Adidas sowie auch das noch nicht abgeschlossene Verfahren gegen Asics sind Pilotverfahren, da derzeit viele Markenhersteller vergleichbare Maßnahmen erwägen”, erklärt Präsident Andreas Mundt und begrüßte die Entscheidung von Adidas, seinen autorisierten Händlern den Vertrieb im Netz zu erleichtern. Online-Marktplätze seien gerade für kleine und mittlere Sportfachhändler auch in Anbetracht rückläufiger Kundenfrequenzen eine wichtige Möglichkeit, ihren Kundenkreis zu erweitern.

Spannend wird sein, wie sich andere Sportartikel-Hersteller verhalten: Asics und Nike sind wegen möglicher Wettbewerbsbeschränkungen ebenfalls ins Visier des Kartellamts geraten.

Für die meisten Markenhersteller der Branche Sport und Outdoor ist ein eigener Online-Shop selbstverständlich – aber nicht für alle. Das zeigt der aktuelle ECC-Markenmonitor.

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