Verspäteten eBay-Händlern droht Ärger

28.07.2014, 9:41

Wenn bestellte Artikel zu spät bei ihnen ankommen, können eBay-Käufer die Ware unter Umständen in der Händlerbewertung als “Produkt nicht wie beschrieben” deklarieren. Dies bestätigte eBay im Chat.

(Quelle: Shutterstock.com/George W. Bailey)

Händler, die bei eBay verkaufen, könnten Probleme mit ihrem guten Ruf bekommen – falls ihre Lieferung nicht pünktlich bei den Kunden eintrifft. Denn Käufer haben die Möglichkeit, verspätet gelieferte Ware als “nicht wie beschrieben” in der Händlerbewertung zu deklarieren. Dies bestätigte der Online-Marktplatz in einer Chat-Session, in der eBays Head of Community Jeff Terrell Stellung bezog.

Allerdings können sich Händler dagegen wehren: mit einem Nachweis, dass sie die Ware rechtzeitig, also innerhalb der Lieferzeit, auf den Weg geschickt haben. Es sei wichtig zu beachten, dass Verkäufer nicht hilflos sind, nur weil ein Käufer die Bewertung “nicht wie beschrieben” vergeben habe, so Terrell.

Im kommenden Monat will eBay neue Vorschriften einführen, welche Leistungen Händler, die über den Marktplatz verkaufen, erbringen müssen. Dazu gehört unter anderem, dass Verkäufer mehr Spielraum erhalten sollen, wenn es zu verspäteten Lieferungen kommt. Bisher konnte jede Bewertung mit weniger als den maximalen fünf Sternchen für Händler zum Problem werden. Künftig sollen nur noch Bewertungen mit einem Sternchen als Manko zählen, wenn Kunden ihr Feedback zur Lieferzeit abgeben.

Bei den aktuellen Quartalszahlen für die Monate März bis Juni 2014 konnte eBay sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn Zuwächse verzeichnen – obwohl dem Marktplatz ein Hackerangriff zu schaffen machte. Großen Anteil am positiven Ergebnis hatte die Bezahldienst-Tocher PayPal.

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Plan.Net übernimmt hmmh

24.07.2014, 11:21

Serviceplan kauft sich mit der Akquisition von hmmh E-Commerce-Kompetenz dazu. Die Tochter Plan.Net Gruppe wächst damit um 340 Mitarbeiter und wird zur größten Digital-Agentur Deutschlands.

(Quelle: Plan.Net)

Plan.Net übernimmt rückwirkend zum 1. Juli 2014 die hmmh multimediahaus AG, die auf den Online-Handel spezialisiert ist. Die Agentur geht in Plan.-Net auf, mit Stefan Messerknecht und Björn Portillo bleibt jedoch der Vorstand von hmmh weiterhin mit an Bord, beide erhalten Anteile im Rahmen des Serviceplan Partner Modells. Auch die Standorte mit Hauptsitz in Bremen bestehen weiterhin.

hmmh berät, gestaltet und betreut Lösungen für Online-Shops, Websites, Apps und Online-Marketing. Zum aktuellen Kundenportfolio gehören Air Berlin, L’Oreal, Nestle, Otto und Tchibo. Vor dem Erwerb durch Plan.Net war das Unternehmen eine 100-prozentige Tochter der BTC AG.

Mit der Akquisition schließt die Serviceplan-Tochter eine Lücke im eigenen Angebot. “Mit dem erfahrenen und motivierten Team aus Konzeptionern, Kreativen und insbesondere Software-Entwicklern von hmmh stellen wir unsere Kompetenz im Bereich Digital Commerce auf eine völlig neue Basis”, erklärt Manfred Klaus, Geschäftsführer und Sprecher der Plan.Net Gruppe. “Mit hmmh können wir ab sofort integrierte digitale End-to-End-Kommunikationslösungen aus einer Hand anbieten.”

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Paketlieferung mit Genauigkeit von 30 Minuten

24.07.2014, 7:21

Die Zustellung von Paketen mit einer Genauigkeit von 30 Minuten verspricht DPD mit seinem Live-Tracking. Zu den ersten Nutzern des Dienstes in Deutschland gehört der britische Shopbetreiber Asos.

(Quelle: DPD)

Der Paketdienstleister DPD hat ein neues Live-Tracking eingeführt, das es privaten Empfängern ermöglicht, mit einer Genauigkeit von bis zu einer halben Stunde nachzuvollziehen, wann sie ihr Paket erhalten. Das Zeitfenster beträgt am Morgen der Zustellung eine Stunde und präzisiert sich dann auf 30 Minuten. Auch kurzfristig können die Kunden das Paket dann noch umleiten, wenn sie gerade nicht zuhause sind, etwa an einen Nachbarn, einen DPD Paket-Shop oder den Arbeitsplatz.

Das kartengestützte Live-Tracking zeigt dem Empfänger außerdem in Echtzeit an, wo sich sein Paket gerade befindet, wie der Zusteller heißt und wie viele Stationen es noch bis zur eigenen Haustür sind. Ist das Paket schließlich an der gewünschten Adresse angekommen, wird der Kunde per SMS oder E-Mail informiert. Den Tag der Zustellung erfährt er einen Tag im Voraus – hier hat der Kunde die Option, auf Wunsch einen anderen Tag zu wählen. In der Benachrichtigung ist auch ein Link zum Live-Tracking mit einer genauen Kartendarstellung enthalten.

Zu den ersten Nutzern des Angebotes zählt der britische Online-Modehändler Asos, der gerade damit begonnen hat, von Deutschland aus zu versenden. “Für unsere Kunden ist der Online-Einkauf ein Gesamterlebnis. Dazu gehört natürlich auch der Paketversand, und der soll genauso viel Spaß machen wie das Stöbern in unserem Online-Shop”, begründet Matt Rogers, Director of Delivery Solutions and Inbound Supply Chain bei Asos, die Kooperation. Damit Endkunden den Dienst nutzen können, muss der Versender die Empfängerdaten automatisiert an DPD übermitteln. Bis 2018 will DPD seinen Marktanteil im B2C-Markt auf 15 Prozent verdoppeln.

Mit der DPD Cloud kann der Paketversand mit DPD in andere IT-Systeme integriert werden. Seit diesem Monat steht eine Magento-Schnittstelle für das Versandmanagement zur Verfügung.

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GartenXXL expandiert nach Österreich

22.07.2014, 8:55

Deutschland ist nicht genug: Der Online-Shop GartenXXL ist nun mit einem Ableger in Österreich gestartet. Marketing- und Produktstrategie sollen weitgehend übernommen werden.

(Quelle: Shutterstock.com/
Pawel Kazmierczak)

Der Webshop für Gartenbedarf GartenXXL expandiert nach Österreich. Mit dem Ableger gartenxxl.at startet der Online-Shop seine geplante Internationalisierung. Marketing- und Produktstrategie sollen dabei weitgehend aus Deutschland übernommen werden, ebenso die Multishop-fähige E-Commerce-Plattform.

Bei bestimmten Produktgruppen wie etwa Rasenmähern, Gartenmöbeln oder Gartenhäusern soll der Shop das umfassendste Angebot am österreichischen Markt haben. Der Betreiber Tengelmann E-Stores hofft auf ein großes Wachstumspotenzial, da es bislang noch keinen vergleichbaren Wettbewerber in dem Alpenland gebe.

GartenXXL verfügt über 20.000 Gartenartikel von Marken wie Bosch, Kärcher oder Gardena. Erst kürzlich hat das Deutsche Institut für Service-Qualität zehn Online-Shops für Gartenbedarf bewertet, und dabei Gartenxxl.de mit dem Qualitätsurteil “sehr gut” als Testsieger ermittelt. In Sachen Angebot belegte der Anbieter Platz eins und glänzte mit einer breiten Produktpalette von Gartenmöbeln über Pflanzen bis hin zu Geräten und Gartenbekleidung.

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UDG kauft E-Commerce-Spezialisten edoras

21.07.2014, 14:01

Die United Digital Group (UDG) investiert in den Bereich Internethandel und legt sich dazu den Dienstleister edoras zu. Die Webagentur ist damit künftig auch in Karlsruhe vertreten.

(Quelle: Fotolia.com/storm)

Die Agentur für digitales Marketing United Digital Group (UDG) kauft die Karlsruher Agentur edoras, die sich unter anderem auf Angebote für Multichannel-Commerce spezialisiert hat. Mit der Integration des Dienstleisters wird UDG zum “hybris Silver Partner”. hybris ist Teil des SAP-Konzerns und entwickelt Lösungen für die Bereiche E-und Multichannel-Commerce sowie Master Data- und Bestell-Management.

“Wachstum ist auch in 2014 ein wichtiges Thema für die UDG. Dabei fokussieren wir uns seit einem Jahr einerseits verstärkt auf ein organisches Wachstum über unsere elf Standorte hinweg und investieren in die Personalentwicklung”, so UDG-CEO Jessica Peppel-Schulz. Mit edoras wolle die Agentur ihre technischen Dienstleistungen ausbauen. Mit der Übernahme erweitert die UDG ihre Niederlassungen in Deutschland auf insgesamt elf. Im neuen Büro in Karlsruhe werden 32 Mitarbeiter beschäftigt.

Zu Beginn des Jahres gab die UDG ihre Neuaufstellung als Full-Service-Agentur bekannt, Anfang Juli 2014 nannte die Gruppe eine erste Bilanz des Zusammenschlusses aus neun Agenturen: Um 15 Prozent ist das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen im ersten Quartal 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen.

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Dienstleister im E-Commerce begehrt wie nie

21.07.2014, 11:43

Immer mehr Internet-Unternehmen, vor allem aus dem Handel, nehmen digitale Dienstleister in Anspruch. Besonderen Wert legen sie dabei auf Qualität und Transparenz vonseiten der Anbieter.

(Quelle: Shutterstock.com/watcharakun)

Auch wenn die Größe der Nachfrage je nach Branchensegment variiert – die Marktteilnehmer der Webbranche sind sich einig, dass digitale Dienstleister immer bedeutender werden. Das liegt nicht zuletzt daran, dass offenbar noch Nachholbedarf bei der digitalen Transformation der Unternehmen besteht. Acht von zehn Befragten gehen einer aktuellen Studie zufolge davon aus, dass dies so ist. Drei Viertel geben zudem an, dass die Nachfrage in letzter Zeit stark zugenommen hat, und 73 Prozent sehen im Online-Handel einen entscheidenden Treiber der Digitalisierung.

Vor allem E-Commerce-Unternehmen greifen daher immer häufiger auf externe Hilfe zurück, um ihren Kunden bestmöglichen Service zu bieten. Mehr als die Hälfte, nämlich 51 Prozent, sehen digitale Dienstleistungenfür diesen Bereich als sehr relevant an. Das ergab die aktuelle Erhebung “Trend in Prozent” (TiP) des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW), für die Mitte bis Ende Juni 2014 rund 130 Digitalexperten befragt wurden.


Statistik

(Quelle: BVDW / TiP)

Knapp die Hälfte der Befragten hält digitale Dienstleistungen im Bereich Suchmaschinenmarketing für wichtig (45 Prozent), bei Full-Service-Beratung sind es immerhin noch 39 Prozent. Bei der Suche nach dem richtigen Helfer legen die Unternehmen laut der Befragung vor allem auf die Qualität der Dienstleistungen großen Wert. Für 54 Prozent ist die Qualitätssicherung sehr wichtig, für weitere 31 Prozent wichtig. Fast ebenso viele Experten sehen in der Transparenz, mit der die Anbieter sich und ihre Leistungen darstellen, als sehr wichtig oder wichtig an (insgesamt 80 Prozent, siehe Grafik). Für mehr als zwei Drittel (70 Prozent) ist die Angebotstiefe der Dienstleister ein wichtiges Auswahlkriterium, auf die Breite legen nicht einmal halb so viele Befragte (30 Prozent) großen Wert.

Zertifikate wichtige Orientierungshilfe

Um sich einen schnelleren Überblick über den Markt zu verschaffen, greifen die Hilfe suchenden Firmen gern auf Zertifikate zurück. 42 Prozent der Befragten attestieren Auszeichnungen und Zertifikaten, dass diese eine wichtige Orientierung bieten, um den passenden Dienstleister zu finden. Die bedeutendste Orientierungshilfe sind allerdings Referenzen, die 65 Prozent der Experten als sehr wichtig oder wichtig einstufen. Bei Awards ist dies lediglich bei 14 Prozent der Befragten der Fall.

Der BVDW, der bereits im Februar einen “TiP”-Report mit Prognosen zum Umsatzwachstum für 2014 veröffentlicht hat, vergibt auch selbst Qualitätszertifikate für Agenturen in den Bereichen SEA, SEO und Affiliate sowie seit Neuesten auch für Social-Media-Dienstleister.

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Einzelhandel hat Online-Nachholbedarf

16.07.2014, 8:12

Bei mittelständischen Unternehmen herrscht offenbar Skepsis gegenüber dem Internet: Sechs von zehn Einzelhändlern verfügen über keinen eigenen Online-Shop – und wollen auch in Zukunft ohne auskommen.

(Quelle: shutterstock.com/Ikonoklast Fotografie)

Sie fürchten die Zeit (41 Prozent), die Kosten (34 Prozent) oder halten es schlicht für nicht lohnenswert (34 Prozent) – das sind die wichtigsten drei Gründe, warum Einzelhändler in Deutschland auf einen eigenen Webshop verzichten. Nur etwa jeder Dritte von ihnen (33 Prozent) bietet seine Produkte online an. Knapp zehn Prozent (9 Prozent) planen zumindest, bald online zu gehen.

Die Mehrheit allerdings, nämlich 57,3 Prozent, haben keinen Webshop und planen auch nicht, daran etwas zu ändern. Acht Prozent der Händler sind online gar nicht präsent und verfügen nicht einmal über eine eigene Unternehmens-Webseite. Knapp 60 Prozent von ihnen (58 Prozent) bieten darüber hinaus ihre Waren auf keinem Marktplatz wie Amazon oder eBay an.

Zu diesen Ergebnissen kommt die Studie “Handel im Mittelstand: Wohin geht die Reise?” des ECC Köln, für die in Zusammenarbeit mit 25 Industrie- und Handelskammern insgesamt 386 vorwiegend kleine und mittlere Einzelhändler zum Status quo und zu zukünftigen Erwartungen im Handel befragt wurden.


Bedrohung für den Einzelhandel

(Quelle: ECC Köln)

Zwar stimmen mehr als 60 Prozent der Befragen der Aussage zu, dass der Online-Handel eine Bedrohung für den Einzelhandel darstellt, und über 80 Prozent sind der Meinung, dass der stationäre Handel Maßnahmen ergreifen muss, um im Zeitalter der Digitalisierung aktiv zu bleiben. Aber nur jeder Zweite ist davon überzeugt, dass ausschließlich Händler, die auf Multichannel-Kundenansprache setzen, dauerhaft erfolgreich sein werden.

“Das ist ein erschreckend geringer Anteil”, sagt Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln. “Aktuelle Studien zeigen deutlich, dass ein Großteil der Kunden schon heute während eines Kaufvorgangs nahtlos von einem Kanal zum nächsten wechselt. Cross-Channel ist kein Hype, sondern eine klare Konsumentenanforderung. Nicht jeder Händler benötigt dabei auch gleich einen eigenen Online-Shop, aber eine Unternehmens-Website mit Kontaktmöglichkeiten, Öffnungszeiten und Sortimentsinformationen ist auch im inhabergeführten Einzelhandel Pflicht, um wettbewerbsfähig zu bleiben.”

Immerhin sind knapp die Hälfte der Händler auf Social-Media-Kanälen aktiv. Sie werden vor allem dazu genutzt, um potenzielle Kunden über neue Produkte (75 Prozent) und aktuelle Angebote (67 Prozent) zu informieren. Facebook ist dabei wenig überraschend die attraktivste Plattform.

Für die Zukunft erwarten beinahe alle Händler (94 Prozent), dass besonders die Bedeutung mobiler Endgeräte zunehmen wird. Bereits heute verfügen 44 Prozent von ihnen über eine mobil optimierte Homepage. Zudem glauben 48 Prozent der Befragten, dass bargeldlose Bezahlung in stationären Geschäften per Smartphone in Zukunft Normalität wird. Auch Same Day Delivery und die Funktion von stationären Geschäften als Showroom halten 38 Prozent beziehungsweise 20 Prozent für realistisch.

Die Händler könnten von der Einführung von Mobile-Payment-Lösungen profitieren: Einer Studie des IFH Kölns zufolge beurteilen rund 61 Prozent der Konsumenten Händler, die diese Bezahlmöglichkeit anbieten, als besonders innovativ.

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Wie der Kunde sucht

10.07.2014, 10:17

Die Recherche vor einem Online-Kauf läuft je nach Produktkategorie sehr unterschiedlich ab. Google ist nicht immer der entscheidende Informationskanal.

(Quelle: shutterstock.com/Hasloo Group Production Studio)

Wie finden Online-Käufer ihre Wunschprodukte? Die meisten Online-Händler würden diese Frage wohl mit dem Schlagwort “Google” oder vielleicht noch “Amazon” beantworten. Doch der Stellenwert des Suchmaschinenprimus und Marktplatzgiganten in der Customer Journey könnte geringer sein als landläufig angenommen wird. Darauf weist eine W3B-Studie von Fittkau & Maaß hin, die INTERNET WORLD Business exklusiv vorliegt.

Das Marktforschungsinstitut hat sich nicht auf Prognosen oder Adwords-Umsätze als Quelle verlassen, sondern die gefragt, die es wissen müssen: die Kunden. 29.000 Online-Käufer wurden zu ihren Recherchegewohnheiten vor dem Online-Kauf befragt. Das Ergebnis: Die Customer Journey ist eine sehr individuelle Reise – mit je nach gewünschtem Produkt recht unterschiedlichen Zwischenstopps.

So nannte zwar wenig überraschend jeder fünfte Befragte Suchmaschinen wie Google als wichtigsten Informationskanal, aber fast ebenso viele Kunden gaben an, sich vornehmlich über Websites mit Testberichten über Produkte zu informieren. Offline-Kanäle wie die Empfehlungen aus dem Bekanntenkreis oder der gute alte Katalog sind für die Recherche ähnlich wichtig wie Preisvergleichs-Websites.


W3B-Studie von Fittkau & Maaß

(Quelle: W3B Report)

Das Sortiment entscheidet über den Informationskanal

Noch interessanter werden die Ergebnisse, wenn man sie nach Produktkategorien sortiert. Denn die Eingangsfrage zum Thema Customer Journey sollte nicht einfach lauten “Wie finden Online-Käufer ihre Wunschprodukte?”, sondern eher “Wie findet ein Online-Käufer die gewünschte Kamera, ein neues Outfit oder Küchengerät?” Dann wird schnell klar: In welchem Informationsmedium Online-Händler ihren Kunden begegnen sollten, hängt ganz von ihrem Sortiment ab. Je teurer das gesuchte Produkt und je höher seine Nutzwertigkeit ist, umso vielfältiger wird die Informationssuche des Kunden und umso mehr Kanäle nutzt er.


W3B-Studie von Fittkau & Maaß

(Quelle: W3B Report)

Welches die entscheidende Info-Quelle ist, hängt ganz von der Produktkategorie ab. So sind Google und Co. vor allem in den Bereichen Hotels/Reise und Möbel entscheidend. Auch bei der noch jungen Online-Kategorie “Lebensmittel” wird vornehmlich über Google gesucht. Wollen Kunden hingegen ein technisches Gerät kaufen, suchen sie nach mehr Informationen als die Suchmaschine bieten kann: Unterhaltungselektronik, Computer und Hardware, Handys und Tablets oder auch Küchengeräte werden hauptsächlich über Websites recherchiert, die Testberichte anbieten. Für Modeartikel blättern die meisten Kunden weiterhin am liebsten im guten alten Katalog.

Der Preis ist immer noch das wichtigste Kriterium

Sind alle Informationen gesammelt, kommt es schließlich zur Kaufentscheidung – und hier zeigt die Studie: Geiz ist immer noch geil, auch wenn das die Branche nicht mehr hören kann. Für 37,7 Prozent der Befragten ist der Preis das entscheidende Kriterium für den Kauf. Qualitätund Marke rangieren mit deutlichem Abstand dahinter. Auch Treue spielt weiterhin kaum eine Rolle beim Online-Kauf: Nur sechs Prozent der Befragten gaben an, ein Produkt bei einem Webshop gekauft zu haben, weil sie diesen bereits kannten.

Das heißt also für Online-Händler: Den Kunden dort abholen, wo er sich während der Produktrecherche aufhält. Nicht immer ist eine Google-Adwords-Kampagne dafür der richtige Weg.

Hat man den Kunden im richtigen Kanal gefunden und auf sich aufmerksam gemacht, so ist damit nur der erste Schritt getan. Der Preis muss konkurrenzfähig sein, sonst ist der Kunde genauso schnell wieder weg, wie er gekommen ist.

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Rewe bessert am neuen Shop nach

09.07.2014, 15:31

In der vergangenen Woche hat Rewe seinen neuen Online-Shop gelauncht – bei dem viele von den Kunden geliebte Funktionen fehlen. Der Konzern spricht von einem “soft Launch” – und bitte um Geduld.

(Quelle: Rewe.de)

Früher war der Lebensmitteleinkauf bei Rewe Online einfach. Mögliche Liefertermine anschauen, dann bestellen. Und wenn ein Kunde etwas vergessen hatte, konnte er das Produkt auch nach dem Abschicken der Bestellung hinzufügen, solange die Lieferung noch nicht in Bearbeitung war. Das ist seit dem Launch des neuen Online-Shops in der vergangenen Woche vorbei.

Freie Liefertermine können nun erst nach der Eingabe der Bestellung gesehen werden und auch das Ergänzen von weiteren Artikeln ist nicht mehr möglich. Offensichtlich eine Funktion, die viele Verbraucher vermissen, denn ihr Fehlen ist schon Bestandteil der FAQ auf der neuen Seite. “Sie haben aber die Möglichkeit, Ihre Bestellung zu stornieren, diese dann erneut über die Bestellhistorie aufzurufen und die Bestellung noch einmal in den Warenkorb zu legen. Dann ergänzen Sie einfach den vergessenen Artikel und schicken die Bestellung erneut ab”, rät das Unternehmen. Dabei geht allerdings der gebuchte Liefertermin verloren.

Gegenüber INTERNET WORLD Business betonte ein Sprecher, derzeit sei die Fusion der beiden Seiten www.rewe.de und www.rewe-online.de noch in einer Soft-Launch-Phase. Täglich würden Verbesserungen und neue Funktionalitäten implementiert. “Der Relaunch ist somit der erste große Meilenstein und legt die technische Basis, um unseren Kunden sehr zeitnah weitere neue Features und Services zu bieten.”
Im neuen Shop zeigt Rewe von allen Produkten auch Inhaltsstoffe, Allergene und Artikelbeschreibungen an, wie sie ab Dezember von der Lebensmittel-Informationsverordnung vorgeschrieben werden. Zudem wurde der Shop für Tablets und Smartphones optimiert, eine Bestellung über die App ist allerdings immer noch nicht implementiert.

Wie wichtig Rewe das Online-Business ist, unterstreicht der Geschäftsbericht: “Die Digitalisierung des Geschäfts ist die zentrale Herausforderung der nächsten Jahre”, heißt es darin. “Der Fokus der Rewe Group liegt dabei zum einen auf dem Auf- und Ausbau der E-Commerce-Aktivitäten. Zum anderen wird das stationäre Geschäft konsequent modernisiert und an aktuelle technische Herausforderungen des Online-Zeitalters sowie Bedürfnisse der Kunden angepasst.”

Welche Zielgruppen können für den Lebensmittelversand übers Internet gewonnen werden? Wo kaufen die meisten ein? Und welche Produktgruppen sind am beliebtesten? Das hat der W3B Report ” Lebensmittel im Internet ” untersucht.

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In 500 Shops einkaufen, bei Telekom bezahlen

09.07.2014, 12:49

Die Deutsche Telekom wird zum Payment-Dienstleiter: In Zusammenarbeit mit Barzahlen.de bietet der Konzern Kunden von 500 Online-Shops an, ihre Einkäufe bar in den eigenen Filialen zu bezahlen.

(Quelle: shutterstock.com/LDprod)

Im Netz bestellen und bar bezahlen – mit diesem Angebot spricht Barzahlen.de all jene Verbraucher an, die Konto- oder Kreditkartendaten nur ungern an Web-Shops übermitteln. Die Deutsche Telekom arbeitet nun mit dem Payment-Dienstleiter zusammen: Kunden von mehr als 500 Online-Shops, darunter Schiesser.de, Reisenthel, Expert Technomarkt oder Hitmeister, können ihre online bestellte Ware in einem von 720 Telekom-Shop bar bezahlen.

Ein Kunde wählt dafür Barzahlen.de als Zahlungsart und bekommt bei Abschluss der Bestellung einen Code, den er ausdruckt oder sich als SMS auf seine Handy schicken lässt. Mit diesem geht er dann in eine Filiale der Telekom. Dort wird der Code an der Kasse eingegeben oder gescannt, und der Verbraucher zahlt mit Bargeld, EC- oder Kreditkarte. Die Kasse überträgt den Beleg direkt an den E-Commerce-Anbieter, der die Ware an den Kunden versendet. Schickt diese die Artikel zurück, wird der Warenwert über einen Auszahlschein im Telekom-Shop erstattet.

Die Deutsche Telekom verspricht sich von der Kooperation mehr Besucher in ihren Fillialen: “Barzahlen wird uns zusätzliche Kunden in die Telekom Shops bringen”, sagt Albert Pott, Geschäftsführer Operatives Geschäft der Telekom Shop Vertriebsgesellschaft. “Zudem unterstützen wir mit Barzahlen eine Möglichkeit, wirklich datensicher online einzukaufen.” Barzahlen kann damit sein Filialnetz beträchtlich erweitern.
Insgesamt ist das Barzahlen von Online-Einkaufen nach dieser Kooperation deutschlandweit in etwa 3.000 Filialen möglich, darunter auch die Drogeriemarktkette dm. Auch Mobilcom Debitel bietet das Multichannel-Modell an.

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