Media-Saturn mit 1,4 Mrd. Euro Online-Umsatz

17.12.2014, 9:22

Freude bei Metro: Die Web-Umsätze von Media-Markt und Saturn nehmen beachtliche Ausmaße an. Bei Galeria Kaufhof heißt es einmal mehr: “Kleckern, statt Klotzen.” 2015 soll indes alles anders werden.

Media-Markt und Saturn geben Metro wieder Grund zur Freude

(Quelle: Media-Saturn)

Die Metro Group feiert die Erfolge ihrer Multichannel-Strategie: “Wir haben bei der konsequenten Ausrichtung auf unsere Kundengruppen in den Bereichen Sortiment, Dienstleistungen und Mehrkanalvertrieb in allen Geschäften deutliche Fortschritte erzielt”, bilanziert Metro-Chef Olaf Koch.

Am meisten Freude machte die Elektronikkette Media-Saturn, die nach etlichen Krisenjahren seit Mitte des Jahres endlich wieder steigende Umsätze und Gewinne ausweist. Online kletterten die Umsätze um 30 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Demnächst soll der Umsatzanteil am Gesamtumsatz bei über zehn Prozent liegen.

Bei der Warenhauskette Galeria Kaufhof legte der Online-Handel auf den Plattformen Galeria.de und Sportarena.de im Geschäftsjahr 2013/14 um 64 Prozent auf 63 Millionen Euro zu. Das ist noch immer ein kümmerlicher Anteil am Gesamtumsatz von gerade einmal zwei Prozent.

Doch “exorbitante Investitionen in den Multichannel-Ausbau” sollen bis 2017 Umsätze von 300 Millionen Euro in die Kaufhof-Kassen spülen. Aktivitäten der beiden Schwestern Media Markt und Saturn, die in diesem Jahr Multichannel-Flagship-Stores eröffneten, könnten ein Indiz dafür sein, dass Kaufhof noch mehr in petto hat als 1.200 Tablets für seine Verkaufsangestellten. Metro-Chef Koch jedenfalls bleibt optimistisch und hält bei Kaufhof langfristig sogar einen Online-Anteil von über 20 Prozent für möglich.

Einen großen Push soll der neue Webshop bringen, der Mitte 2015 an den Start gehen soll. Mit einer agilen Eigenentwicklung der Plattform hat das Unternehmen bereits im Frühjahr 2014 begonnen. Die individuelle, schnelle Software-Entwicklung soll in Zukunft eine der Kernkompetenzen sein, um mit Multichannel-Entwicklungen Vorreiter in Europa zu werden.

Seit Anfang Dezember 2014 liefern Media-Markt und Saturn Online-Bestellungen per Expressversand noch am gleichen Tag aus – innerhalb eines Zeitfensters von 30 Minuten bis drei Stunden nach eingang der Order. Der Service ist zum Start in 22 deutschen Städten verfügbar.

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Uhren- und Schmuck-Branche wächst nur online

17.12.2014, 8:21

An Weihnachten mögen die Kassen noch mal ordentlich klingen, doch die Jahresbilanz der Verkäufer von Uhren und Schmuck sieht eher mau aus. Umsatzzuwächse verzeichnet die Branche lediglich im Web.

Uhren- und Schmuck-Branche wächst nur online

(Quelle: Shutterstock.com/Forewer)

Nach einer jahrelangen Wachstumsphase mussten die Händler von Uhren und Schmuck im Jahr 2013 ein Minus- von fünf Prozent hinnehmen, das Marktvolumen sank deutschlandweit auf 5,8 Milliarden Euro. Und auch für das laufende Geschäftsjahr ist eine negative Entwicklung zu erwarten – um 200 Millionen Euro weniger als 2013. Doch einen Lichtblick haben die Experten des IFH Köln in ihrer aktuellen Studie “IFH-Branchenfokus Uhren & Schmuck 2014″ entdeckt: Die Online-Umsätze steigen.

Während die Umsätze im stationären Handel 2013 im Vergleich zum Vorjahr um rund 6,4 Prozent zurückgegangen sind, wurden im Internet etwa acht Prozent mehr umgesetzt. Der Anteil des Online-Segments am Gesamtmarkt lag in Deutschland 2013 demnach bei 9,8 Prozent. Bis 2018 soll der Anteil sogar auf 16,7 Prozent anwachsen, prognostizieren die IFH-Analysten. Das durchschnittliche jährliche Wachstum bis 2018 würde dieser Voraussage zufolge 11,9 Prozent betragen. “Auch für den Uhren- und Schmuckmarkt gilt also, das stationäre Geschäft sinnvoll mit Online-Aktivitäten zu verknüpfen”, konstatiert Studienautor Uwe Krüger.

Einer Umfrage zufolge, die der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (bevh) gemeinsam mit Creditreform Boniversum durchgeführt hat, sind die mit Abstand beliebtesten Warengruppen im Internet zu Weihnachten Bekleidung, Textilien und Schuhe (44 Prozent) sowie Bücher (39 Prozent). Auf Platz drei folgen Spielwaren (32 Prozent). Das meiste Geld wollen die Shopper allerdings für Computer und Zubehör, Möbel und Dekorationsartikel sowie für Schmuck und Uhren ausgeben – durchschnittlich über 200 Euro.

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Bos Food neu gestaltet

05.12.2014, 7:23

Der Delikatessen-Händler Bos Food hat seinen E-Commerce-Bereich neu gestaltet – und bezeichnet die Veränderung selbst als den Sprung “Vokuhila Shop zum Internet Flagship Store”.

Bos Food neu gestaltet

(Quelle: Shutterstock.com/Artens)

Ein Jahr hat die Arbeit am neuen Shop gedauert – jetzt ist er online: Das Angebot des Feinkosthändlers Bos Food mit 8.420 verschiedenen Lebensmitteln, auch 2.550 Küchenprodukten und 1.550 Weinen und Spirituosen, ist bebildert und auch umfangreich beschrieben. Besonderer Wert wurde auf Bedienerfreundlichkeit und Kundenservice gelegt. In der ersten Woche nach dem Launch sind die Bestellung um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.

Eigentümer Ralf Bos stellt die Überarbeitung seines Shops gleich in einen globalen Zusammenhang: “Große Firmen investieren in Deutschland immer noch in Fläche, statt ins Internet. Damit überlassen sie den Markt der Zukunft Firmen aus Amazonien und Co.” Nicht so er selbst. “Wir investieren überproportional viel in diesen Markt, um unseren Teil der deutschen Verantwortung zu erfüllen.”

Um ihr Wachstum zu steigern, setzen Lebensmittel-Händler verstärkt auf das Internet als zusätzlichen Absatzkanal. Im Oktober 2014 eröffnete auch “Frischeparadies” einen eigenen Webshop.

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Pop-up-Galerie mit Ideen der eBay-Fans

28.11.2014, 13:55

eBay hat die Geschenkideen tausender Fans gesammelt und stellt diese nun in “The Inspiration Gallery” aus. Heute und morgen können die Installationen in Hamburg bewundert werden.

Pop-up-Galerie mit Ideen der eBay-Fans

Nur heute und morgen öffnet eBay in Hamburg “The Inspiration Gallery”, die Kunden zu außergewöhnlichen Geschenkideen inspirieren soll. Die Auswahl der ausgestellten Artikel basiert auf den Vorschlägen tausender eBay-Fans.

Alle ausgestellten Artikel können über Tablets direkt in der Galerie sowie online gekauft werden. Passende eBay-Kollektionen greifen alle Themen der einzelnen Installationen auf. Die Pop-up-Galerie ist in die Event-Location “die herren simpel”, Am Schulterblatt 75, integriert und von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

“Während im ‘The Inspiration Store’, einem temporären Multichannel-Store, den wir im Oktober in Bremen eröffnet haben, beliebte Produkte zu verschiedenen Themenschwerpunkten zum Kauf angeboten werden, haben unsere Fans die Produkte, die in den Installationen der THE INSPIRATION GALLERY zu sehen sind, selbst bestimmt”, erklärt Marita Zybok, Lead Consumer PR eBay Deutschland.

Deutsche Internet-Einkäufer verlassen sich gern auf Bewährtes: Mehr als die Hälfte hat bisher bei höchstens drei verschiedenen E-Commerce-Betreibern bestellt. Auf Platz zwei liegt eBay hinter Amazon.

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Kaum Online-Direktvertrieb bei Tierfutter

28.11.2014, 11:23

Wie nutzen Tiernahrungshersteller das Internet für Marketing und den Vertrieb? Vor allem für den Abverkauf bisher noch zu wenig, soviel steht fest.

Kaum Online-Direktvertrieb bei Tierfutter

(Quelle: Shutterstock.com/Srdjan Fot)

Nur wenige Tiernahrungshersteller nutzen ihre Marken-Websites für den Online-Direktvertrieb oder zur Unterstützung des lokalen Händlernetzes. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Ausgabe des ECC-Markenmonitors in Zusammenarbeit mit Commerce Connector. Die untersuchten Websites von zehn Topmarken aus dem Bereich Tiernahrung dienen hauptsächlich der Produktpräsentation und Information der Konsumenten.

Dabei steht besonders die ausführliche Beschreibung der Produkte im Vordergrund. So liefern sechs der zehn Marken-Websites detaillierte Angaben zur Zusammensetzung des Futters. Fast alle Anbieter stellen zudem Informationen zur Verfügung, wie das eigene Haustier bestmöglich ernährt werden kann, beispielsweise durch Fütterungsleitfäden. Tetra, Pedigree und Royal Canin zeigen zudem weiterführende Videos rund um das Thema Tierhaltung. Mit diesen zusätzlichen Inhalten wird der Mehrwert der einzelnen Internetauftritte deutlich gesteigert.

Mit Vitakraft, Whiskas und Perfecto Petfood werden drei der zehn untersuchten Marken über einen eigenen Online-Shop vertrieben. Bei den übrigen sieben Topmarken – Frolic, Felix, Pedigree, Sheba, Cesar, Royal Canin und Tetra – wird auf den Online-Direktvertrieb verzichtet. Die Websites von Tetra und Royal Canin leiten Kaufinteressenten stattdessen zu anderen Online-Händlern weiter, darunter Baumärkte und Haustierspezialisten, aber auch Generalisten wie Amazon und Otto.

Nur die Websites von Royal Canin und Tetra stellen Informationen zum stationären Händlernetz bereit. Beide bieten eine interaktive Karte mit automatischer Ortserkennung. Nach Öffnungszeiten der Händler oder Verfügbarkeit eines Produkts suchen Konsumenten jedoch vergeblich.

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Was der Black-Friday-Sale 2014 bietet

28.11.2014, 10:09

Heute ist Black Friday – und viele Online-Händler werben mit Rabatten. Wir zeigen ausgewählte Technik-Deals rund um PC, Smartphone und Tablet gibt.

Was der Black-Friday-Sale 2014 bietet

(Quelle: Shutterstock.com/Lightspring)

Seit einigen Jahren locken kurz vor Weihnachten auch deutsche Online-Shops mit den Rabatt-Tagen Black Friday und Cyber Monday. “Schwarzer Freitag” wird in den USA der Tag nach Thanksgiving genannt, das immer am letzten Donnerstag in November gefeiert wird. Inzwischen nimmt mehr als die Hälfte der hundert führenden Webshops im deutschsprachigen Raum am Black-Friday-Sale teil.

Cyberport

Apple-Fans aufgepasst: Im Black Friday Sale von Cyberport gibt es Apples neues Smartphone. Das iPhone 6 Plus kostet 719 Euro. Bei der Bestellung müssen Nutzer lediglich den Black-Friday-Gutscheincode A415-15FBF4 eingeben (gültig am 28.11.2014 von 0 bis 24 Uhr) eingeben. Ebenfalls im Angebot: Der iMac mit Retina-5K-Display von Apple zum Preis von 2195 Euro. Hier gilt der Gutscheincode 1004-158BF4.

Teufel

Für den Black Friday selbst verspricht der Hersteller-Shop eine Ersparnis von bis zu 500 Euro. Die gibt es beispielsweise bei der Grand Station. Ebenfalls interessant: die mobile Bluetooth-Stereo-Soundbar BT Bamster aus massivem Aluminium zum Preis von 88 statt 129,99 Euro.

Electronic Arts

Auf der von Electronic Arts betriebenen Spiele-Plattform Origin läuft der Black-Friday-Sale bis zum 1. Dezember. Im Angebot der digitalen Verkaufsplattform finden sich jede Menge stark verbilligter PC-Spiele wie etwa Battlefield 4 für 9,99 Euro, Titanfall für 19,99 Euro oder Sim City 4 für 9,99 Euro. Ebenfalls im Angebot: Need for Speed Rivals für 9,99 Euro, Crysis 3 für 4,99 Euro, Plants vs Zombies: Garden Warfare 20,09 Euro und vieles mehr.

Sony

Sony beteiligt sich nicht am Black Friday. Zumindest nennen die Japaner ihren Sonderverkauf nicht so. Stattdessen gibt es zwischen dem 28. November und dem 1. Dezember 2014 die “4 Crazy Days” mit Angeboten bei Fernsehern, Tablets, Kopfhörern, HiFi-Systemen und weiteren Produkten.

RWE SmartHome

Bei RWE gibt’s keinen Black Friday sondern einen Smart Friday mit satten Rabatten auf SmartHome-Produkte.

Nvidia

Der Grafikspezialist Nvidia bietet am Black Friday ein besonderes Tablet-Bundle an. Beim Kauf des Nvidia Shield Tablet in der LTE-Variante gibt es kostenlos einen Game-Controller im Wert von 59,99 Euro und die Spiele Half-Life 2, Half Life 2: Episode One sowie Portal dazu. Das Bundle ist bei Amazon, Alternate und Mindfactory sowie offline in den Filialen von Atelco verfügbar.

Comtech

Am Black Friday präsentiert Comtech die interessantesten Angebote aus seinem Topseller-Bereich und verspricht dabei Top-Marken mit Top-Rabatten.

Amazon

Der Online-Händler Amazon führt seine Rabattschlacht im Weihnachtsgeschäft schon die ganze Woche. Die Blitzangebote dauern auch am Black Friday jeweils maximal zwei Stunden oder bis das jeweilige Angebot vergriffen ist.

Ein ganz heißer Tipp ist das Kindle Fire HDX 7, das Amazon in der Cyber-Monday-Woche bereits ab 99 Euro im Angebot hat. Das Tablet verfügt über einen 7-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln, was einer Pixeldichte von 323 ppi entspricht. Im Inneren werkelt ein schneller Quad-Core-Prozessor mit 2,2 GHz, dem 2 GByte Arbeitsspeicher zur Seite stehen.

Ein Blick in den englischen oder französischen Amazon-Shop kann durchaus lohnen, denn die Angebote sind von Land zu Land unterschiedlich und Zollgebühren fallen nicht an.

Arktis.de

Beim Apple-Spezialversender Arktis.de erhalten Sie am Black Friday, also bis zum 28.11.2014 um 00:00 Uhr, die beliebten Spigen-Schutzhüllen für das iPhone 6 und iPhone 6 Plus sowie für die iPhone-Modelle 5c und 5s mit 25 Prozent Rabatt. Einfach den Gutscheincode SPIGEN14 in das entsprechende Warenkorbfeld bei arktis.de eintragen.

Conrad

Ein Black Friday reicht Conrad nicht. Der Elektronik-Versender feiert bereits seit Montag die Conrad Black Week. Ab 9 Uhr gibt es jeden Tag für 24 Stunden beziehungsweise solange der Vorrat reicht mehrere Produkte zu Angebotspreisen und ab einem Mindestbestellwert von 20 Euro auch versandkostenfrei.

Black-Friday.de

Wer sich nicht nur für Technik-Schnäppchen interessiert, der sollte während des Black Friday 2014 auch einmal einen Blick auf Black-Friday.de werfen. Das Schnäppchen-Portal listet am 28. November 2014 auch Sonderangebote anderer Warengruppen und hält seine Nutzer aus Wunsch auch per Push-Benachrichtigungen über alle Deals und Aktionen auf dem Laufenden.

BlackFridaySale.de

Ein weiteres Schnäppchen-Portal ist BlackFridaySale.de. Im vergangenen Jahr war Blackfridaysale.de allerdings in die Kritik geraten, nachdem Nutzer dort keine Angebote von Shops fanden, mit denen im Vorfeld geworben worden war. Dieses Jahr soll alles besser werden.

Der Bezahldienst Paypal kooperiert mit Blackfridaysale.de und präsentiert ausgewählte Schnäppchen, die nur den Kunden des Bezahldienstes zur Verfügung stehen.


Der E-Commerce-Höhepunkt 2014 ist der Cyber Monday, der dieses Jahr auf den 1. Dezember fällt. Angekurbelt durch zahlreiche Sonderangebote und Rabattaktionen werden voraussichtlich drei Millionen E-Shopper an diesem Tag Bestellungen für insgesamt 296 Millionen Euro vornehmen – ein Plus von 15,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Über das gesamte erste Adventswochenende werden 787 Millionen Euro Online-Umsatz in Deutschland prognostiziert.

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Verbot von Sonntagsarbeit bremst E-Commerce

28.11.2014, 8:40

Das Bundesverwaltungsgericht schränkt die Sonn- und Feiertagsarbeit ein und hat sie für Callcenter sogar verboten. Der E-Commerce-Verband bevh rechnet mit negativen Folgen für den Online-Handel.

Das Bundesverwaltungsgericht verbietet Sonntagsarbeit in Callcentern

Das Bundesverwaltungsgericht verbietet Sonntagsarbeit in Callcentern
(Quelle: Fotolia.de/Syda Productions)

Viele Verbraucher kaufen besonders gerne sonntags ein. Wenn sie Fragen zur Ware haben, nehmen sie das Wissen von Callcenter-Mitarbeitern in Anspruch. Doch damit hat es nun ein Ende: Das Bundesverwaltungsgericht hat der Sonn- und Feiertagsarbeit jetzt sehr enge Grenzen gesetzt und verbietet unter anderem den Einsatz von Callcenter-Agenten. “Gerade die nicht an Ladenöffnungszeiten gebundene Nutz- und Erreichbarkeit des Online- und Versandhandels ist ein beim Verbraucher geschätztes Qualitätsmerkmal”, sagt Gero Furchheim, Präsident des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel (bevh). “Dem Konsumenten am Sonntag unmöglich zu machen, Fragen auf Wunsch auch telefonisch zu klären, ist widersinnig.” Der Verbandsvertreter moniert auch die damit nicht mehr existierenden Chancen für Arbeitnehmer, “außerhalb der üblichen Bürozeiten Verdienstmöglichkeiten zu haben”.

Das Bundesverwaltungsgericht setzte mit seinem Urteil (BVerwG 6 CN 1.13) eine Verwaltungsordnung des Landes Hessens in wesentlichen Teilen außer Kraft. Hessen hatte wie viele andere Bundesländer auch Ausnahmen für das generelle Verbot von Sonn- und Feiertagsarbeit formuliert. Unter anderem durften Callcenter-Agenten, die Angestellten der Getränke- und Speiseeishersteller und Wettanbieter an Sonntagen eingesetzt werden. Nun hat das Bundesverwaltungsgericht für diese Mitarbeiter Sonn- und Feiertagsarbeit verboten, im Fall der Getränke und Eishersteller ist sie nur erlaubt, wenn dadurch Versorgungsengpässe entstehen.

Der Sonntag soll der Familie gehören

Das Urteil, das die Gewerkschaft Verdi im Verein mit Kirchenverbänden herbeigeführt hat, hat weitreichende Folgen für die anderen Bundesländer. Sie werden ihre Ausnahmen überarbeiten müssen. Vor allem aber bremst das Urteil den E-Commerce aus. Callcenter sind in Zukunft selbst in der Weihnachtszeit geschlossen, auch im Fullfillment müssen möglicherweise bald die Packbänder an Sonn- und Feiertagen stillstehen. “Der vom Gericht zugrunde gelegten synchronen Taktung des sozialen Miteinanders liegt ein tradiertes Bild aus längst vergangener Zeit zu Grunde”, schimpft Furchheim.

Das Gericht hatte in seinem Urteil unter anderem den Wunsch von Gewerkschaft und Kirchen beachtet, dass Familien wenigstens einen freien Tag für gemeinsame Aktivitäten brauchen. bevh-Präsident Furchheim sieht negative Folgen vor allem für das Wachstum des E-Commerce: “Online-Händler schaffen gerne gute Arbeitsplätze in Deutschland”, so Furchheim weiter. “Durch das Urteil wird ihnen die Chance genommen, dies parallel zum Branchenwachstum fortzusetzen.”

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Weihnachtsbaum per Mausklick

24.11.2014, 8:32

Immer mehr klassische Offline-Branchen entdecken den E-Commerce für sich. Dazu zählen auch die Weihnachtsbaumverkäufer, von denen immer mehr ihre Ware auch online anbieten.

Weihnachtsbaum per Mausklick

(Quelle: meinetanne.de)

Neu im Geschäft ist zum Beispiel meinetanne.de, das erst in diesem Jahr gegründet wurde. Das Berliner Start-up, das seine Bäume aus nachhaltiger Forstwirtschaft in Schleswig-Holstein bezieht, rechnet in der diesjährigen Saison mit dem Absatz von bis zu 10.000 Nordmanntannen.

Geliefert werden deutschlandweit drei verschiedenen Größen – 130, 150 und 170 cm – innerhalb von zwei bis drei Werktagen. Der Logistikpartner ist DPD. Verwendet wird für die Zustellung eine eigens konzipierte und geprüfte Versandbox. Die Lieferung zu Wunschterminen ist bis zum 17. Dezember 2014 möglich.

Mit dem Konzept des Online-Baumverkaufs steht meinetanne.de nicht alleine da. Zu den Konkurrenten zählen zum Beispiel christbaumdealer.de aus München, kaisertanne.de aus Bremen und mybaum24.de aus Eslohe.

Laut Hauptverband der Deutschen Holzindustrie werden in Deutschland jährlich rund 30 Millionen Weihnachtsbäume verkauft.

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Nutzer per Dankes-Mail zu Stammkunden machen

20.11.2014, 11:43

Natürlich erfüllt auch eine unpersönliche Bestätigungs-Mail ihren Zweck, den Konsumenten über seinen Kauf im Internet zu informieren. Es gibt aber Möglichkeiten, den Kunden nachhaltiger anzusprechen.

(Quelle: Shutterstock.com/mstanley )

Meist sind es die kleinen Worte, die den Unterschied ausmachen – “danke” und “bitte” zum Beispiel. Im Internet wird ein zuvorkommendes, serviceorientiertes Verhalten vonseiten der Webshop-Betreiber oftmals vernachlässigt. Dabei kann die persönliche Ansprache die Basis sein für eine effektive Kundenbindung.

Welche Möglichkeiten Online-Händler bei der Gestaltung effektiver Bestätigungs-Mails haben, erklären die Experten von Ve Interactive, einem Berliner Plattformbetreiber für Conversion-Rate-Optimierung bei Warenkorbabbrüchen.

Persönliche Produktvorschläge

Hat ein Kunde in einem Webshop eingekauft, ist dies ein guter Zeitpunkt, ihm mit einer Bestätigungs-Mail zu danken – und gleichzeitig individuelle Produkte ans Herz zu legen und so zu einem weiteren Einkauf zu motivieren. Eine allseits bekannte und effektive Formulierung lautet: “Kunden, die dieses Produkt kauften, interessieren sich auch für folgende Artikel.”

Da die Empfehlungen auf dem Einkaufsverhalten des Konsumenten beruhen, fühlt er sich persönlich angesprochen und die Chancen für einen erneuten Einkauf stehen gut. Diese Maßnahme des Cross-Sellings schafft einen Mehrwert für den Kunden und beschert Online-Händlern zusätzlichen Umsatz durch Generierung von Bestandskunden.

Freude digital teilen

Social Media hat eine unumstrittene Relevanz für Konsumenten: Die Freude über den Einkauf wollen die Menschen daher auch mit ihren “digitalen Freunden” teilen und sich von ihnen beglückwünschen lassen. Teil der Dankes-Mail sollte daher auch die Einbindung von Sharing-Optionen auf gängigen Kanälen wie Facebook, Twitter oder Instagram sein. Online-Händler profitieren überdies von der kostenfreien Werbung durch die Shares, die wiederum zu einem höheren Traffic führt.

Der Kunde ist König

Auch der Aufruf, Feedback abzugeben, lässt sich optimal mit einer Bestätigungs-Mail kombinieren. Der Shop-Betreiber erhält dadurch wertvolle Verbesserungsvorschläge, mit denen er seinen Shop optimieren kann. Schließlich ist der Kunde König und der Webshop sollte seinen Ansprüchen entsprechend gestaltet sein. Als Anreiz für das Feedback bieten sich Promotion-Codes oder freie Versandkosten bei der nächsten Bestellung an. So wird die Lust auf den nächsten Kauf geweckt und der Kunde zur “Wiederholungstat” animiert.

Bevor Händler eine Dankes-Mail verschicken können, muss es natürlich erst zum Kaufabschluss kommen, doch allzu oft brechen Kunden den vorzeitig Vorgang ab. Was Webshop-Betreiber tun können, um die Abbruchquote bei Warenkörben zu verringern, erklärt der E-Commerce-Spezialist Asknet. Und was beim Re-Targeting im E-Mail-Marketing beachten werden sollte, damit kein Stalking-Eindruck entsteht, weiß René Kulka vom Mail-Dienstleister optivo.

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Deutsche Online-Händler zieht es ins Ausland

18.11.2014, 14:30

Immer mehr deutsche Online-Händler wollen künftig auch im Ausland Umsatz machen. Besonders beliebtes Expansionsziel sind die skandinavischen Länder.

(Quelle: Fotolia.com/koya979)

Der internationale Online-Handel scheint bei vielen Shopbetreibern hierzulande noch in den Kinderschuhen zu stecken. Ein Großteil will dies aber ändern: So diskutieren derzeit die Betreiber von 77 Prozent der Shops über die Ausweitung ihres Geschäfts auf ausländische Märkte. 36 Prozent haben eine Expansion bereits fest geplant. Zu diesem Ergebnis kommt ein Umfrage von Become Europe, einem Anbieter für Shoppinglösungen.

55 Prozent der befragten Shopbetreiber gaben zwar an, auch ins europäische Ausland zu liefern, die damit erzielten Umsätze sind aber bislang überschaubar. Die Hälfte erzielt demnach höchstens fünf Prozent vom Gesamtumsatz mit Auslandsgeschäften, lediglich 20 Prozent erreichen damit einen Umsatzanteil bis zu zehn Prozent. Entsprechend wenig wurde bislang für Marketingaktivitäten im Ausland investiert: Nur ein Drittel der Befragten listet seine Produkte in Preissuchmaschinen oder betreibt entsprechendes Suchmaschinen-Marketing.

Beliebtestes Expansionsziel ist der europäische Markt und hier insbesondere die skandinavischen Länder (35 Prozent). Weitere gefragte Ziele sind Russland (22 Prozent) und Nordamerika 813 Prozent). Insgesamt 1.000 deutsche Online-Händler aus seinem Händlernetzwerk hat Become Europe befragt.

Nicht nur die ganz großen Onlinehändler haben das Potenzial zu internationalen Playern aufzusteigen. Auch Shops, die hierzulande bereits ihre Nische gefunden haben, können von einer Internationalisierung profitieren. Worauf es dabei ankommt, zeigt das Dossier “Internationaler E-Commerce”.

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