Groupon schließt Marketing-Abteilung in Berlin

17.05.2013, 12:30

Bye-bye Berlin? Auf keinen Fall, sagt das Schnäppchenportal Groupon. Zwar werde die Marketingabteilung nach Dublin und Zürich verlagert, der Standort in der deutschen Hauptstadt bleibt jedoch erhalten. Dort sollen 50 neue Stellen im Vertrieb geschaffen werden.

Keine Schließung, nur eine Verlagerung. Das ist die Reaktion von Groupon Deutschland auf einen Bericht von Gründerszene, in dem von bis zu hundert Entlassungen am Berliner Standort die Rede war. Fest steht: Das Marketing des Couponingportals wird künftig von Dublin und Zürich aus betreut, deutschen Mitarbeitern aus diesem Bereich wurde angeboten, nach Irland zu wechseln.

In Berlin wird dafür der Bereich Programmierung gestärkt, Stellen aus anderen Ländern sollen dorthin verlagert werden. "Berlin steht für uns darüber hinaus unumstößlich als eines unserer globalen Kompetenzzentren für die Bereiche IT und Produkt fest", erklärte Deutschland-Chef Jens Hutzschenreuter gegenüber der INTERNET WORLD Business. "Wir erwarten schon allein deshalb insgesamt bei der Zahl der Mitarbeiter keine großen Veränderungen nach unten." Schließlich sei von der Umstrukturierung im Marketing nur ein "äußerst geringer Anteil der Belegschaft" betroffen.

Von Berlin aus werden weiterhin die Aktivitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz geleitet. Zudem sucht das Unternehmen bis zu 50 Mitarbeiter im Vertrieb.

Portal schwächelt international

Der Hintergrund der Umstrukturierung: Groupon kommt in den USA deutlich besser an als im Ausland. Während der US-Umsatz im ersten Quartal 2013 um 42 Prozent auf 339,6 Millionen US-Dollar stieg, sank er im internationalen Geschäft um 18 Prozent auf 261,8 Millionen US-Dollar. Und nicht nur das: Die Zahl der aktiven Kunden, die in den vergangenen zwölf Monaten bei Groupon bestellt haben, wuchs zwar weltweit um 13 Prozent auf 41,7 Millionen Menschen an, verringerte sich jedoch international um sieben Prozent auf 23,5 Millionen.

Mit der Suche nach einem neuen CEO hat es das Unternehmen nicht eilig. Der Nachfolger für den geschassten Andrew Mason soll seinen Job erst im kommenden Jahr antreten. Die Geschäfte führen Verwaltungsratschef Eric Lefkofsky und sein Stellvertreter Ted Leonsis. Mitbegründer und CEO Andrew Mason war im März 2013 wegen Erfolglosigkeit entlassen worden. Dieser hatte seinen Abschied mit deutlichen Worten kommentiert: " Ich wurde gefeuert", schrieb Mason an die Mitarbeiter. "Falls ihr euch wundert warum, habt ihr nicht aufgepasst." Unterdessen hat er eine neue Aufgabe gefunden: Techcrunch zufolge hat er ein Album mit motivierender Business-Musik aufgenommen.

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E-Commerce-Umsatz in Deutschland

17.05.2013, 8:43

Der Versandhandel brummt. Und die online-basierten Händler haben den Löwenanteil daran: Vier Fünftel des Gesamtumsatzes wurden im ersten Quartal 2013 durch E-Commerce generiert. Das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.

(Foto: fotolia.com/Mitarart)

Insgesamt 10,7 Milliarden Euro setzten die Online- und Versandhändler im ersten Quartal 2013 um. Die Branche verzeichnet damit ein Umsatzplus von 19,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Das ergab die Untersuchung "Interaktiver Handel in Deutschland" des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (bvh). Der Onlinehandel allein erwirtschaftete einen Umsatz von 8,7 Milliarden Euro, ein Plus von 37 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Anteil von 82 Prozent des Gesamtumsatzes, im ersten Quartal 2012 waren es 71 Prozent.

Die umsätzstärksten Bereiche:

  • Bekleidung/Textilien/Schuhe: 3,3 Milliarden Euro (plus drei Prozent)
  • Bücher, Bild- und Tonträger: 1,9 Milliarden Euro (plus 121 Prozent)
  • Unterhaltungselektronik/Elektronikartikel: 939 Millionen Euro (minus sieben Prozent)
  • Haushaltsgeräte/Haushaltswaren und Kleinartikel: 664 Millionen Euro (plus 48 Prozent)
  • Hobby, Sammel- und Freizeitartikel: 390 Millionen Euro (minus 32 Prozent)
  • Weiterhin große Umsatzsteigerungen im Vergleich zum ersten Quartal 2012 legte die Warengruppen Tierbedarf hin (auf 200 Millionen Euro), Spielwaren (auf 309 Millionen Euro) und Drogerieartikel, Kosmetik und Parfum (auf 305 Millionen Euro).

    "Der Erfolg des Interaktiven Handels ist ungebremst und die Branche schreitet mit großen Schritten voran", sagt Christoph Wenk-Fischer, bvh-Hauptgeschäftsführer. "Umso wichtiger ist es, herausfiltern wo der Umsatz der Branche erwirtschaftet wird beziehungsweise wie die Kaufkanäle sich zueinander verhalten." Zu diesem Zweck hat der bvh sich für die Studienauswertung mit der GIM-Gesellschaft für innovative Marktforschung und dem E-Commerce-Experten ChannelAdvisor zwei neue Partner ins Boot geholt und die Methodik der Studie überarbeitet: Für die Untersuchung werden nunmehr statt 30.000 Verbrauchern 40.000 Konsumenten befragt – und das sowohl telefonisch als auch online. Außerdem gibt es eine genauere Differenzierung der Verkaufskanäle des interaktiven Handels innerhalb der Studie.

    Auch in den USA verzeichnete der Onlinehandel im ersten Quartal des laufenden Jahres Umsatzsteigerungen. Dennoch hat Europa den USA mittlerweile den Rang als Wachstumsmarkt abgelaufen, wie eine Forrester-Studie feststellte.

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    ProSiebenSat.1 Accelerator startet

    17.05.2013, 7:56

    (Foto: iStockphoto/selensergen)

    Über 150 Bewerbungen für den ProSiebenSat.1 Accelerator P7S1 sind eingegangen. Sechs Unternehmer-Teams konnten sich in einem zweistufigen Bewerbungsverfahren durchsetzen und sich für das erste Programm qualifizieren.

    Anfang des Jahres hat ProSiebenSat.1 ein Förderprogramm für Neugründungen in einer frühen Phase aufgesetzt. Die Teilnehmer erhalten sie eine Finanzierung von je 25.000 Euro und werden durch ein Mentorprogramm unterstützt. Jetzt steht fest, welche Start-ups dabei sind:

     

  • Ampido:

    Die Park-App zeigt den nächsten freien Parkplatz an. Gleichzeitig bietet sie die Möglichkeit, einen privaten Stellplatz oder eine eigene Garageneinfahrt temporär zu vermieten und damit Geld zu verdienen, während man dort selbst nicht parkt.

  • Dreama TV:

    Das Online-TV-Netzwerk bietet seinen Zuschauern Bewegtbildinhalte, die in Kooperation mit aufstrebenden Produzenten und Regisseuren entwickelt werden. Die Verbreitung erfolgt über die eigenen Channels von DreamaTV sowie über Lizenzvereinbarungen mit Medienunternehmen weltweit.

  • get2play:

    Eine Online-Musikschule, die es ermöglicht, einen Musiklehrer zu finden und über Videokonferenz oder songbasierte Video-Tutorials ein Instrument zu lernen.

  • JobCrowd:

    Das Unternehmenhat sich auf Recruiting-Lösungen spezialisiert, die Unternehmen dabei helfen, Jobsuchende aktiv anzusprechen. Mit der eigenen HR-Software Talentry und der öffentlich zugänglichen Stellenempfehlungsplattform kann jeder zu einem "Social Headhunter" werden, vakante Stellen an sein persönliches Netzwerk empfehlen und bei erfolgreicher Vermittlung Geld verdienen.

  • Moosify:

    Die App soll dabei helfen, den richtigen Partner auf Basis des gemeinsamen Musikgeschmacks zu finden. Sie ist bereits auf Spotify, Deezer, iPhone und Android verfügbar.

  • Tickethelden:

    Ein Online-Angebot, das die Abendkasse ins Web und auf das Smartphone holt. Nutzern werden ausgewählte Last-Minute-Tickets zu Konzerten und Veranstaltungen angeboten. Veranstalter können so ihre Restplätze vermarkten.

  • Der sogenannte Accelerator befindet sich am Hauptsitz der ProSiebenSat.1 Media AG bei München, wo den sechs Gewinnern Infrastruktur und Office Space zur Verfügung stehen. Ziel des Accelerator-Programms ist es auch, den Standort Deutschland für die Gründerszene zu stärken und Strukturen zu etablieren, unter denen künftiges Innovationspotenzial begünstigt wird.

    Im März hat auch die Bewerbungsphase für das Accelerator-Programm von Axel Springer Plug and Play begonnen. Auch hier erhalten die ausgewählten Start-ups eine Finanzspritze, ein Coaching und Büroräume – allerdings nicht in München, sondern in Berlin. 

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    Sieben Tipps für eigene Projekte

    16.05.2013, 8:30

    1. Genaue Anforderungen ermitteln 

    Ein Unternehmen muss aufspüren, wo es den größten Nutzen durch Big-Data-Einsatzszenarien gibt. Das ist meist dort, wo die Analyse mit herkömmlichen Mitteln nicht mehr ausreicht. Das kann unternehmensweit geschehen, etwa bei der Umsatzanalyse von Filialen für eine bessere Personalplanung. In der Regel haben aber auch Fachabteilungen einen klaren Bedarf. Die Logistik sucht nach Möglichkeiten, mit denen sie Modelle zur Optimierung der Tourenplanung testen kann, und in der Fertigung steht die Aufgabe an, durch ein erweitertes ganzheitliches Mess- und Prozessdatenmanagement die Workflows neu zu gestalten.

    2. Nachprüfbare Ziele für Big-Data-Projekte festlegen 

    Big-Data-Projekte müssen sich konkrete Ziele setzen, beispielsweise die Kundenabwanderungsrate senken, die Kundenbindung erhöhen, neue Umsatzquellen – etwa im Web oder über mobile Kanäle -erschließen oder die Qualität im Kundenservice verbessern. In allen Fällen müssen die Verantwortlichen quantitative oder nachprüfbare qualitative Ziele festlegen, deren Erreichung durch Soll-Ist-Vergleiche überprüft wird.

    3. Die richtigen internen Datenquellen aufspüren 

    Eines der Ziele von Big Data ist es, bislang nicht oder nur schwer zugängliche, große Mengen strukturierter und wenig strukturierter Geschäftsdaten aufzuspüren, um daraus neue Erkenntnisse für aktuelle Entscheidungen zu gewinnen. Dazu gehört auch festzustellen, wie und in welcher Form die IT auf die Daten zugreifen soll.

    4. Informationen aus sozialen Netzwerken mit einbeziehen 

    Im Marketing, Vertrieb und Kundensupport ergibt sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, um etwa die Kommentare und Meinungen zu einem Produktlaunch in sozialen Netzwerken zu erfassen und auszuwerten. Mit zusätzlichen Funktionen, beispielsweise für die Textanalyse, können Unternehmen sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten in Blogs, Facebook oder Twitter durchsuchen und die ermittelten Informationen mit Daten aus Kundenbeziehungsmanagement-Systemen oder anderen Unternehmensapplikationen für weitere Analysen einsetzen.

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    Square und Paypal werden sesshaft

    15.05.2013, 14:02

    Der Bezahlmarkt entwickelt sich zu einem hart umkämpften Gebiet. Square stellt jetzt eine Hardware-Lösung vor, die die hauseigene App zur Supermarktkasse macht. Da will Paypal nicht hintenan stehen und legt ebenfalls nach.

    (Foto: Square.com)

    Neben der Softwareentwicklung für mobile Bezahllösungen ist Square von Anfang an auch an der Entwicklung von der entsprechenden Hardware interessiert gewesen. Das Unternehmen bringt jetzt einen speziell für das iPad zugeschnittenen Ständer auf den Markt, der neben Kassenfunktionen auch eine Kartenleseschiene integriert. Damit reagiert der Payment-Anbieter auf die Tatsache, dass mittlerweile 50 Prozent der Transaktionen über iPads durchgeführt werden, berichtet Techcrunch. Die neue Hardware soll in den USA bereits heute ihr Debüt geben.

    Der so genannte "Square Stand" enthält einen Kartenleser und ermöglicht die Verbindung mit weiteren Geräten, die für Bezahlvorgänge nötig sind – Drucker, Strichcode-Scanner und Kassenlade. Die Händler befestigen ihren iPad auf dem Ständer. Über das iPad sind die Verkäufer mit der Bezahl-App von Square verbunden und können die Einzelverkäufe bargeldlos abrechnen.

    Zeitgleich verkündet auch Paypal Neuigkeiten, nämlich sein Programm "Cash for Registers". In diesem fordert der Payment-Provider stationäre Händler auf, ihre Registrierkassen gegen ein Point-of-Sale-System von Paypal einzutauschen. Den teilnehmenden Händler erlässt Paypal nicht nur die Kredit-, Scheck- und Verwaltungsgebühren für das Restjahr, sondern macht auch auch kostenlos Werbung für deren Geschäfte. Das Programm soll bereits im Juni 2013 starten. Die genauen Konditionen werden dann bekannt gegeben werden, so Paypal.

    Gestern hatte bereits Groupon sein neues, speziell auf das iPad ausgerichtete POS-System vorgestellt. Paypal war ebenfalls gestern mit einem neuen Software-Development-Kit für die Integration von In-App-Zahlungsoptionen an die Öffentlichkeit gegangen.

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    Schuhtempel24 erweitert Sortiment

    15.05.2013, 12:59

    Der Onlineshop Schuhtempel24 bietet neben Schuhen ab sofort auch Handtaschen an. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin setzt auf niedrige Preise und will sich so gegen die Konkurrenz durchsetzen.

    (Foto: Schuhtempel24.de)

    Rund ein Viertel des E-Commerce-Umsatzes in Deutschland wird inzwischen mit Mode gemacht. Doch nicht alle können gewinnen: Während der Platzhirsch Zalando weiterhin auf Expansion setzt, ziehen sich Wettbewerber wie das französische Mode-Versandhaus La Redoute mehr und mehr aus dem Markt zurück. Der Grund: der harte Wettbewerb.

    Nun erweitert der 2010 gegrünete Berliner Onlineshop Schuhtempel24 sein Sortiment um Handtaschen – und versucht, sich über Niedrigpreise von der Konkurrenz abzuheben. Bei Preisen ab 4,99 Euro für Schuhe können viele Big Player der Branche nicht mithalten, bei Taschenpreisen von 21,99 Euro hingegen schon.

    Anfang der Woche hat sich auch die australische Schuhmarke Shoes of Prey eine Nische im deutschen Online-Modehandel gesichert. Das Label bietet Verbrauchern die Möglichkeit, Schuhe online selbst zu designen.

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    Tipps zur Conversion-Optimierung

    14.05.2013, 14:55

    Rationales Handeln ist aufwendig, es erfordert eine Denkleistung, zu der Menschen nicht immer bereit sind. Deswegen treffen sie oft irrationale Entscheidungen und verlassen sich auf ihr Bauchgefühl. Das gilt auch beim Online-Shopping, erklärt Torsten Hubert von der Agentur Web Arts bei seinem Vortrag auf dem Payment-Kongress in Frankfurt.

    Wie psychologische Mechanismen bei der Shop-Gestaltung eingesetzt werden können, zeigt Torsten Hubert von der Agentur Web Arts auf dem Payment-Kongress in Frankfurt anhand von Beispielen. Ein Mittel, um die Shop-Besucher zum Kaufen zu bewegen, ist der Einsatz von Autorität. An erster Stelle sind hier Gütesiegel und Testberichte zu nennen, die dem Online-Shopper ein Gefühl von Sicherheit geben und Vertrauen schaffen. So hat eine Online-Apotheke die auf der Startseite angezeigten Gütesiegel und Zertifikate auf der Seite zur Registrierung an prominenter Stelle unterhalb der Anmeldeformulare nochmals eingebaut. Das Ergebnis: Der Umsatz stieg um zwölf Prozent.

    Ein Umsatzplus von zehn Prozent hat der Online-Shop Heldenlounge.de erzielt, indem er auf der Warenkorb-Seite im oberen Seitenbereich einen Hinweis auf die Kunden-Hotline, die Bezahlverfahren und die Versandbedingungen eingefügt hat. Die Tipps von Hubert:

    • Setzen Sie Siegel und Testberichte auch tatsächlich ein
    • Platzieren Sie diese an der richtigen Stelle
    • Nutzen Sie Presse- und Medien-Logos wie "bekannt aus …"
    • Zeigen Sie nur allgemein akzeptierte Gütesiegel an

    Verknappung suggerieren

    Ein weiteres Mittel zur Verbesserung der Konversion ist die Verknappung. Vor allem Anbieter aus der Reisebranche wie Hotel- oder Flugbuchungsplattformen nutzen dieses Mittel schon lange. Der Onliner-Nutzer bekommt etwa angezeigt "Nur noch vier Zimmer verfügbar", "Letzte Buchung vor 21 Minuten" oder "Zwei Interessenten für dieses Angebot".

    Dass dieser Mechanismus auch in Online-Shops funktioniert belegte Hubert mit einem Beispiel. Ein Elektronik-Shop hat zwei Varianten für ein Sonderangebot getestet, das zwei Tage lang gültig sein sollte. Auf der einen Seite wurde der Rabatt für einen Computer von 61 Prozent sehr prominent herausgestellt, auf der anderen Seite wurde das Angebot mit dem Zusatz "Kampfpreis – 48 Stunden Bestell-Countdown!" beworben. Die Rabatt-Seite erzielte eine um 61 Prozent höhere Konversion als die Kontrollseite, die Seite mit der Kampfpreis-Ankündigung konvertierte um 136 Prozent besser als die Kontrollseite.

    Hubert rät deshalb Händlern, ihre Lagerbestände anzuzeigen, realistische und präzise Zahlen zu nennen sowie die Transaktionen anderer Nutzer sichtbar zu machen. Sein Fazit: Um die Konversion zu verbessern, seien interne Innovationsprozesse nötig, die einige Mühe erfordern: "Es lohnt sich aber."

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    Mobile Payment bei Groupon

    14.05.2013, 14:45

    Groupon will in Konkurrenz zu Payment-Diensten wie Square und Paypal Here treten. Der Couponingdienst erweitert seine Palette an mobilen Bezahloptionen um Groupon POS. Die auf das iPad zugeschnittene Version richtet sich vor allem an kleinere Geschäfte.

    (Foto: fotolia.com/mipan)

    Ran an die örtlichen Händler: Groupon hat eine speziell für das iPad entwickelte Bezahl-Anwendung herausgebracht, die gestern kurz im App Store in Erscheinung ist. Sie bietet sich insbesondere für Cafés und Bars sowie für Dienstleister wie beispielsweise Friseure, Kosmetiker und Floristen an. Die jetzt entwickelte App passt zum Groupon Payments-Angebot, das per Software-Dongle aktiviert wird, berichtet Techcrunch. Ähnlich wie das im vergangenen Jahr von Groupon übernommene Breadcrumb erlaubt auch POS den kombinierten Einsatz mit einem Drucker und einer Kasse, um den stationären Abrechnungsprozess zu komplettieren.

    Bisher hatte Groupon noch keine eigene, für das iPad-konzipierte App in seinem Angebot – mit Ausnahme der iPad-Bezahl-App Breadcrumb, die allerdings bisher den Nachteil hatte, nicht unter dem Groupon-Branding zu laufen. Mit dieser weiteren Bezahlapp könnte Groupon in den Kampf mit Square treten. Der klare Vorteil von Groupon ist dabei sein Kommissionssystem, das unter den Gebühren liegt, die Square von teilnehmenden Händlern für die Kreditkartentransaktionen verlangt.

    Auch nach dem Weggang von Groupon-CEO und Gründer Andrew Mason scheint Masons Ausrichtung auf den mobilen Sektor weiterhin in der Firmenstrategie Bestand zu haben. Die aktuellen Quartalszahlen des Unternehmens zeigten einen Anstieg des Umsatzes. In den USA läuft das Geschäft des Couponportals besser als international.

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    Mobile Payment bei Netto

    14.05.2013, 14:25

    Seit Montag können Kunden des Discounters Netto in mehr als 4.000 Filialen per Smartphone-App bezahlen. QR-Code oder NFC-Technik kommen dabei nicht zum Einsatz, per PIN und Zahlungcode kann an den Kassen über ein Budget von bis zu 250 Euro pro Woche verfügt werden.

    Während der technisch versierte Smartphone-Nutzer immer noch darauf wartet, dass sich moderne mobile Zahlungssysteme per Handy flächendeckend durchsetzen, startet der EDEKA-Discounter Netto bundesweit ein eigenes Bezahlsystem per Smartphone-App. Dabei kommt aber nicht, wie bei anderen Zahlungsanbietern wie Girogo, Paypass, Paywave, Google Wallet oder SQWallet bevorzugte Technik wie NFC oder QR-Codes zum Einsatz, die Zahlung erfolgt lediglich per PIN und temporär gültigem Zahlencode.

    Im Detail lädt der Nutzer die Smartphone-App für Apples iOS (Store) oder Android (Store) herunter und legt ein Kundenkonto an. Zur Aktivierung der Bezahlfunktion muss er Adresse, Kontodaten, Handynummer und Personalausweisnummer übermitteln, um die Abbuchung durch das Lastschriftverfahren „Postpay“ der Deutschen Post zu authorisieren. Im folgenden erhält der Kunde zwei Freischaltcodes; einen per SMS um das Gerät zu identifizieren, einen weiteren per Überweisung auf das Referenzkonto um dies zu authentifizieren. Nach Eingabe des SMS-Codes verfügt der Nutzer sofort über einen Kreditrahmen von 150 Euro pro Woche zum Einkauf beim Discounter, mit Freischaltung des Konto-Codes steigt der Kreditrahmen auf 250 Euro.

    Mit PIN und Smartphone an die Kasse

    An der Kasse aktiviert der Kunde seine Bezahl-App mit seiner vorher festgelegten PIN und erhält eine Nutzer-ID, die er dem Kassierer / der Kassiererin angibt. Die Zahlung wird verbucht und der Käufter erhält einen digitalen Kassenbon in seine App übertragen.

    Vorteile für den Nutzer ergeben sich dadurch, dass er Gutschein- und Coupon-Aktionen ebenfalls direkt mit einlösen und zusätzliche Funktionen der App nutzen kann. Den größeren Nutzen aus der App zieht allerdings der Discounter, sind doch die Zahlungsgebühren für das Lastschriftverfahren günstiger als die klassischen EC-Gebühren. Zudem erhält Netto mit der App den kompletten Zugriff auf die Nutzerdaten inklusive einer detaillierten Aufstellung der Einkäufe und der bevorzugten Märkte. Nichts, was der Käufer nicht auch beim Einkauf mit der Payback-Karte preisgibt, aber den ein oder anderen Kunden dürfte das Datensammeln sicherlich abschrecken.

    Weiterhin bleibt die Frage offen, ob die Kunden solche Einzellösungen akzeptieren und bereit sind, sich bei sämtlichen Einzelhändlern entsprechende Konten einzurichten. Damit sich solch ein Bezahlsystem flächendeckend durchsetzt, sind sicherlich unternehmensübergreifende Payment-Varianten sinnvoller für den Endkunden.

    Unser Video zeigt eine ähnliche Payment-Variante, wie wir sie auf der letztjährigen dmexco bei SQWallet demonstriert bekommen haben. Es dürfte spannend bleiben, welche Technologie sich hier in den kommenden Jahren durchsetzt: NFC, QR-Code, PIN?


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    Amazon wird bestreikt

    14.05.2013, 12:28

    Seit heute Morgen um sechs Uhr wird bei Amazon gestreikt: 850 Mitarbeiter in den Logistikzentren Bad Hersfeld und Leipzig haben die Arbeit niedergelegt. Sie fordern eine bessere Bezahlung.

    (Foto: Amazon.com)

    Seit der Frühschicht, die um sechs Uhr begonnen hat, befinden sich in den Amazon-Standorten in Bad Hersfeld und Leipzig 850 Mitarbeiter im Ausstand. Das Ziel der Gewerkschaft steht fest: Kein Paket soll die Amazon-Logistikzentren in Bad Hersfeld und Leipzig verlassen. Ob das erreicht wird, ist allerdings noch unklar. Insgesamt arbeiten an den beiden Standorten 5.300 Beschäftigte.

    Die Streikenden fordern bessere Arbeitsbedingen und eine Bezahlung nach Tarifvertrag. "Es ist nicht akzeptabel, dass Amazon als der größte Online-Versandhändler keiner Tarifbindung unterliegt", teilten die Verdi-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago (Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen) und Bernhard Schiederig (Hessen) mit. In den bisher durchgeführten Sondierungsgesprächen habe es die Amazon-Geschäftsführung abgelehnt, mit Verdi Tarifverhandlungen aufzunehmen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem ein tarifliches Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Nachtarbeitszuschläge sowie Sonn- und Feiertagszuschläge, wie sie in der Branche üblich sind.

    Amazon bezahlt die Beschäftigten nach einem eigenen Vergütungssystem, das unter dem Tarifentgelt liegt, das für die Branche des Versandhandels in Sachsen beziehungsweise. Hessen gilt. In Leipzig beträgt der Einstiegslohn aktuell  9,30 Euro, nach Versandhandelstarif müsste Amazon 10,66 Euro pro Stunde bezahlen. In Hessen beträgt der Einstiegslohn bei Amazon 9,83 Euro, nach Tarif müssten es 12,18 Euro sein.

    Der Onlinehändler argumentiert, die Versandzentren leisteten lediglich Logistikdienste. "Unsere Mitarbeiter dort leisten logistische Tätigkeiten – Kommissionierung, Verpackung und Versendung von Waren", so eine Unternehmenssprecherin. Demnach orientiere sich Amazon auch an der Bezahlung in der Logistikbranche: "Unsere Mitarbeiter liegen mit ihrem Einkommen am oberen Ende dessen, was in der Logistikindustrie üblich ist".

    Mitte April hatte die Gewerkschaft Verdi die rund 3.300 Mitarbeiter im größten Amazon-Logistikzentrum in Bad Hersfeld zu einer Urabstimmung aufgerufen, 97,6 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder hatten sich für den Arbeitskampf ausgesprochen.

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