E-Paper-Zeitungen auf dem Vormarsch

25.01.2013, 15:25

Die neuen Zahlen sind mehr als eindeutig. Laut dem Bericht des BDZV konnte der Absatz entsprechender Zeitungen im digitalen Format um 75 Prozent gesteigert werden. Der BDZV hat die Entwicklung des gesamten Zeitungsmarkts beobachtet und einen Trend bei E-Paper-Zeitungen festgestellt.

(© TAlex – Fotolia.com)

Im dritten Quartal des letzten Jahres haben die Verlage 227.669 verkaufte Exemplare angegeben, im darauf folgenden Quartal konnte der Absatz auf 275.865 Exemplare steigern. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 118.547 verkauften Exemplaren ist dies ein Wachstum um 75,36 Prozent. Vergleicht man die Werte mit denen im Dezember 2009, hat sich der Absatz sogar nahezu verdreifacht. Neben dem stärkeren Absatz digitaler Zeitungen ist auch die Zahl der Titel gestiegen, die überhaupt als „digitales Faksimile“ erscheinen. Sind es im Jahr 2011 noch 90 Titel gewesen, waren es im letzten Jahr bereits 124 Titel.

Die deutschen Zeitungsverlage verkauften allein im vierten Quartal 2012 22,58 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen pro Veröffentlichungstag (sowohl E-Paper als auch Print). Als wichtigstes Instrument für die Verlage bleibt weiterhin das Abonnement – auf dem Weg wurden 15,56 Millionen der verkauften Exemplare abgesetzt, also knapp zwei Drittel der Zeitungsauflage. Mehr Informationen zu den Entwicklungen sowie Zahlen und Diagramme gibt es auf der offiziellen Website des BDZV im Bereich Markttrends & Daten/Vertriebsmarkt.


(Grafik: BDZV)

(Quelle: BDZV)

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Dünnes und flexibles e-Ink-Tablet: PaperTab

09.01.2013, 8:47

Das Dresdener Unternehmen Plastic Logic stellt auf der CES den Prototypen eines extrem dünnen und flexiblen E-Paper-Tablets vor. Das 10,7″ große „PaperTab“ soll dabei nicht nur durch durch die Form, sonder auch durch neue Bedienkonzepte überzeugen. Neben der Navigation durch Biegen des Bildschirm sollen mehrere Displays in der Lage sein, miteinander zu interagieren.

©humanmedialab

Zusammen mit Intel und der Queen‘s University stellt Plastic Logic, ein Hersteller für flexible Kunststoff-Displays aus Dresden, auf der CES in Las Vegas ihr PaperTab vor. Zusammen mit anderen Konzeptstudien für den Einsatz flexibler e-Ink-Displays, zeigen die Prototypen des „flexiblen Papier Computers“ neben der ungewöhnlichen Hardware auch ein interessantes Bedienkonzept.

Das flexible und berührungssensitive Display des PaperTab verfügt über eine Diagonale von 10.7″ und wird von einem Intel® i5 Prozessor gesteuert. Das Bedienkonzept sieht dabei die Verwendung jeweils eines Displays pro App vor, so dass Nutzer durchaus mit zehn oder mehr Displays agieren. Texte, Grafiken oder Bilder können von einem auf das andere Blatt verschoben werden oder es lassen sich mehrere Blätter zu einem großen Arbeitsbereich zusammenfügen. Wird das elektronische Papier nicht genutzt, minimiert sich das dortige Dokument oder die App auf eine Icon-Ansicht um auf einen späteren Einsatz zu warten. Ebenso kann es auf Daten eines anderen Blattes warten, die per einfacher Berührung übermittelt werden.

In der Hand soll das robuste und leichte elektronische Blatt dem Benutzer ein zeitschriftenähnliches Leseerlebnis vermitteln, umgeblättert wird einfach durch einen „Knick“ des PaperTab.

Im Zusammenhang mit aktuellen Marktzahlen, die einen starken Absatzverlust von reinen e-Readern durch deutlich sinkende Preise im Tablet-Bereich prognostizieren bleibt abzuwarten, für welche Einsatzzwecke sich das PaperTab besonders eignet. In anderen Design-Konzepten sieht Plastic Logic seine Displays durchaus als Ergänzungen und Accessoires für Smartphones und Tablets.

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E-Paper-Watch vorgestellt

13.04.2012, 8:42

Der ständige Blick auf das Smartphone gehört mit der E-Paper-Watch von Pebble Technology der Vergangenheit an. Über Bluetooth mit dem Handy verbunden, zeigt die Armbanduhr die wichtigsten Smartphone-Funktionen an. Eingehende Anrufe, Termine, E-Mails oder Navigation können mit einem kurzen Blick auf das Gadget abgelesen werden.

E-Paper-Watch:
nützlich und stylisch zugleich
(Foto: kickstarter.com)

Die Uhr kann über Bluetooth 2.1 mit allen gängigen Android- oder iOS-Smartphones verbunden werden. Ein Vibrationsmotor informiert den Anwender in Echtzeit über wichtige Ereignisse und erspart somit den Blick auf das Handy. Mit zusätzlichen Apps wird der Chronometer auch zur Steuereinheit für Navigationsgerät, Musikplayer oder Fahrradtachometer.

Die E-Paper-Watch wurde mit einem elektronischen Display auf E-Ink-Basis, das man von E-Books kennt, ausgestattet und ist daher auch bei Sonneneinstrahlung ablesbar. Mit einer Auflösung von lediglich 114 x 168 Pixeln kann das Display allerdings nur wenige Informationen gleichzeitig darstellen. Neben der Uhrzeit kann die Armbanduhr Wetterbericht, Temperatur, SMS-Eingang oder Termin-Erinnerungen anzeigen.

Im September 2012 will Pebble Technology die ersten Uhren ausliefern. Die E-Paper-Watch, die in drei Farben erhältlich sein wird, soll zwischen 115 und 125 Dollar kosten. Das Interesse ist äußerst hoch: Auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter wurden bereits am ersten Tag 660.000 Dollar an finanziellen Zusagen gesammelt. Das vorgegebene Ziel war 100.000 Dollar.

Die Idee einer Armbanduhr als Ergänzung für das Smartphone ist keinesfalls neu. Schon die Forschungslabore der Platzhirsche Microsoft, Google und Apple versuchten sich an Chronometern, die ähnliche Funktionen wir die Pebble-Uhr bieten sollen. Brauchbare Ergebnisse gab es bis dato allerdings noch keine.

Offenbar sind die Versuche am größten Problem der Smartphone-Uhren gescheitert: der kurzen Akku-Laufzeit. Der Energieverbrauch ist durch Bluetooth, vor allem aber durch die stromfressenden Displays groß. Das sparsame E-Ink-Display könnte der Technologie nun zum Durchbruch verhelfen. Neo-Konsumenten hoffen außerdem, dass Pebble die Uhr bis zum Verkaufsstart noch mit dem stromsparenden Bluetooth 4.0 ausstattet.

(Gerhard Paleczny/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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Erweitertes E-Paper-Angebot auf dem iPad

30.03.2012, 13:27
"Bild" erweitert das E-Paper-Angebot auf dem iPad

Mit der neuen Applikation “Bild-Zeitung” erweitert “Bild” das E-Paper-Angebot auf dem iPad. Nutzer der Reader-App können zwischen verschiedenen Abomodellen zur Einzel- oder Kombinutzung wählen.

Die Boulevardzeitung “Bild” erweitert ihr E-Paper-Angebot auf dem iPad: Mit der neuen Reader-App können die Bundesausgabe, die 18 Regionalausgaben sowie die “Bild am Sonntag” in einem speziell entwickelten E-Reader gelesen werden. Mit der Anwendung soll es möglich sein, einzelne Seiten für den privaten Gebrauch per E-Mail zu versenden oder auf der Pinnwand zu sichern.

Mit der neuen Applikation werde das Angebot rund um die HD-App von “Bild” um eine  schlanke E-Paper Variante erweitert, erklärt Donata Hopfen, Geschäftsführerin von “Bild Digital”: “Damit entscheidet der Abonnent, ob er lieber die umfangreiche und multimedial erweiterte HD-Applikation nutzen oder ausschließlich und direkt auf die PDF-Ausgeben der Zeitung zugreifen möchte”.

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Kindle mit 6-Zoll-Farbdisplay

21.02.2012, 10:30

Innerhalb der nächsten Monate plant Amazon offenbar, eine neue Variante seines E-Book-Readers Kindle auf den Markt zu bringen. Die neue Version soll unter anderem ein Farb-Display besitzen, berichtet der taiwanische Branchendienst DigiTimes unter Berufung auf die chinesischsprachige Zeitung ‘Economic Daily News’.

Der Kindle von Amazon – (Quelle: Amazon)

Dem Bericht zufolge habe das Unternehmen E Ink Holdings von Amazon den Auftrag bekommen, die neuen Farb-Displays für den nächsten Kindle-Reader zu liefern. Dabei wird es sich wie gewohnt um ein E-Paper-Display handeln, das erstmals Farben darstellen können soll.

Als Größe des Displays nannte man sechs Zoll, das der Größe des aktuellen Kindles mit monochromem Display entspricht. Ebenfalls soll das Farb-Display Touchgesten unterstützen. Ab März will E Ink Holdings die Displays an Amazons Vertragsfertiger liefern, die dann die Endmontage übernehmen, heißt es.

Man rechnet mit monatlich drei Millionen verkauften Einheiten für den neuen Kindle. Amazons Kindle kam bisher lediglich mit monochromen Displays daher – nur das erste eigene Tablet-Gerät, der Kindle Fire, konnte Farben darstellen, verfügte jedoch über ein gewöhnliches LCD. Bisher sind farbige E-Paper-Displays für E-Reader nur selten vertreten, nur einige Hersteller wie Hanvon oder Kyobo bieten diese in ihren eigenen Märkten an – durch Amazons neues Kindle dürfte sich das jedoch ändern.

(Marco Schürmann | Quelle: digitimes.com)

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Löschbares E-Paper vorgestellt

10.08.2011, 11:10

i2R e-paper nennt sich das neuartige elektronische Papier, das in Taiwan entwickelt wurde. Das spezielle daran: Es kann bedruckt, gelöscht und anschließend wieder bedruckt werden. Dadurch erschließen sich neue Einsatzorte wie beispielsweise für Werbeposter oder Fahrkarten.

Das i2R e-paper

(Quelle: geek.com)

Der Name E-Paper ist bei dem Produkt jedoch leicht irreführend. Bei dem i2R e-paper vom taiwanischen Industrial Technology Research Institute (ITRI) handelt es sich um eine Kunststofffolie, die mit cholesterischen Flüssigkristallen beschichtet sind. Diese Flüssigkristalle ähneln der Struktur von Cholesterin.

Dabei wird das E-Paper durch Hitze bedruckt und erreicht dabei eine Temperatur von 86 Grad Celsius. Ein herkömmlicher Thermodruckkopf aus einem Faxgerät reichte den Taiwanern hierbei aus. Bei Anlegen einer elektrischen Spannung, verschwinden die bedruckten Inhalte wieder. Somit ist ein löschen und wieder bedrucken Problemlos möglich, jedoch nicht ohne Einschränkungen – dazu später mehr.

Der cholesterische Flüssigkristall-Bildschirm hat dabei gegenüber aktuellen Displays einige Vorteile, behaupten die Wissenschaftler. Es braucht keine Hintergrundbeleuchtung und die Inhalte bleiben ohne eine Stromzufuhr auf dem E-Paper erhalten. Weiterhin kann das E-Paper farbig bedruckt werden und könnte damit in zu “einem der künftigen Bildschirmmaterialien für farbige E-Books” werden. Auch Einsatzgebiete bei Werbeplakaten, Fahrkarten oder Namensschildern sind möglich.

Doch der Zukunft stehen ein noch zu hoher Preis und eine relativ geringe Leistungsfähigkeit im Wege. Ein i2R-Blatt im Format A4 würde in der Herstellung knapp 60 Taiwan-Dollar (ca. 1,50 Euro) kosten und lässt sich nur 260 Mal wiederbeschreiben. Für einen Einsatz in einem E-Book-Reader würde dies den Ansprüchen nicht gerecht werden. In knapp zwei Jahren soll das E-Paper marktreif sein – bis dahin gilt es, das i2R weiterzuentwickeln.

(Marco Schürmann | Quelle: engadget.com)

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Farbiges E-Paper von Ricoh vorgestellt

06.06.2011, 9:12

Das Unternehmen Ricoh hat auf der SID Display Week 2011 in Los Angeles (USA) ein neuartiges E-Paper-Display vorgestellt, welches deutliche Verbesserungen zu den bekannten Konkurrenten bringen und zudem Farben darstellen können soll.

 

Das aktuell am häufigsten eingesetzte E-Paper Display ist das “E-Ink” vom gleichnamigen Unternehmen. Allerdings ist die Darstellung auf Schwarz-Weiß beschränkt mit einigen Graustufen. Das von Ricoh vorgestellte farbige E-Paper soll vier mal mehr Farben darstellen können, als bisherige bestehende E-Paper-Displays, so das Unternehmen. Zudem soll es 2,5 Mal mehr Licht zurückwerfen und damit kontraststärker wirken. Text und Bilder werden damit deutlich klarer wirken, als auf den aktuellen E-Reader-Displays wie dem Kindle von Amazon.

Im vergangenen Monat hat Ricoh das Display auf der SID vorgestellt. Die Technik dahinter hat das Unternehmen ebenfalls kurz vorgestellt. Zwischen zwei Substratschichten werden über elektrochromatische Methoden separate organische Schichten von Cyan, Magenta und Gelb angeregt, die schließlich die Farben darstellen. Verzichtet wird dabei wie bei allen anderen E-Paper-Displays auf ein Hintergrundlicht. Zudem wird deutlich weniger Energie verbraucht als bei LCDs oder OLEDs.

Ricoh erwartet, dass die Technologie zu hochauflösenden E-Paper-Displays führen wird, die deutlich feiner Schriften und Grafiken auflösen wird. Allerdings wird man die Displaygrößen noch deutlich erhöhen müssen sowie die Langzeitlesbarkeit – für diese beiden Probleme gibt es keinen Zeitplan, sodass eine kommerzielle Einführung noch auf sich warten lassen dürfte.

(Daniel Schürmann | Quelle: www.slashgear.com)

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Polymer Vision: Rollbares E-Paper

31.05.2011, 9:22

Das Unternehmen Polymer Vision aus den Niederlanden hat einen flexiblen E-Paper-Prototypen vorgestellt. Das Sechs-Zoll-Display kann laut Hersteller auf sechs Millimeter Radius aufgerollt werden und hält das 25.000 mal aus. Gleichzeitig bietet es eine gute Bildqualität dank einer Auflösung von 800×600 Pixel.

 

 

Dazu, ob oder wann derartige Displays in Produkten auftauchen sollen, gibt es allerdings noch keine konkreten Angaben. Zwar gibt es seit einigen Jahren immer wieder Prototypen flexibler Displays, allerdings ließ bisher Größe oder Auflösung zu wünschen übrig, was bei Polymer Visions aktuellem Modell nicht der Fall ist. 800×600 Pixel sind exakt das, was der aktuelle 6-Zoll-E-Ink-Displays mit ihrem starren Display bieten. Dieses kommt zum Beispiel im Kindle von Amazon oder den Sony E-Readern zum Einsatz.

Interessant ist, dass das Panel das kompakte Aufrollen 25.000 mal aushalten soll. Bei normalem Gebrauch wäre das genug für einige Jahre der Nutzung. Abzuwarten bleibt, ob die Entwicklung diesmal auch den Markt erreichen wird. Das als Philips-Spin-off gegründete Unternehmen hatte schon vor einigen Jahren mit dem Falt-E-Reader “Readius” für Aufsehen gesorgt. Dieser ist aber nicht über das Konzeptstadium hinaus gekommen, da Polymer Vision Mitte 2009 in den Konkurs geschlittert ist. Mittlerweile gehört das niederländische Unternehmen dem taiwanesischen ODM Wistron.

(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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E-Ink-Displays mit Videounterstützung

04.05.2011, 8:51

In diesem Jahr dürfen Hersteller und Kunden keine neuen E-Ink-Displays vom gleichnamigen Unternehmen erwarten. Man wolle in Zukunft nur alle zwei Jahre eine neue Generation an Displays herausbringen, so E-Ink Holdings. Für 2012 plant man dann allerdings, die Darstellung von Bewegtmaterial wie Videos problemlos zu ermöglichen.

Quelle: golem.de

Derzeit gibt es von E-Ink das “Pearl” genannte E-Paper-Display welches in populären E-Book-Readern wie dem Kindle oder aktuellen Sony-Geräten verbaut. Gegenüber CNET erklärte, Sri Peruvemba, Vizepräsident für Verkauf und Marketing, dass man derzeit an neuen Displays arbeitet. Konkret sprach er dabei die auf den Codenamen Triton hörenden und auf der Consumer Electronics Show Anfang des Jahres in Las Vegas gezeigten Displays an, die auch Farben darstellen können.

Zudem deutete er an, dass E-Ink an Displays arbeitet, die zur Videodarstellung geeignet sind. Aktuell gibt es zwar auch, durch Tricks, Pearl-Displays die Videos darstellen können, dies allerdings nur mit maximal 15 Bildern pro Sekunde (Frames per Second), allerdings sehen Videos erst mit 24 bis 30 Frames pro Sekunde wirklich flüssig aus. Das können E-Ink-Displays bisher noch bei weitem nicht.

Durch die neuen schnelleren Displays wird sich dies aber im Jahr 2012 ändern. Ob dann allerdings Amazon oder Sony noch weitere E-Reader auf Basis der Displays anbieten, konnte oder wollte der E-Ink-Verantwortliche nicht sagen. Aktuelle E-Reader lassen sich durch bessere Treiber und höher getaktete Prozessoren noch verbessern, wie das nachfolgende Video zeigt. Hierbei kommt ein normales Pearl E-Ink-Display zum Einsatz, welches Videos mit rund 15 Bildern pro Sekunde darstellt – was relativ flüssig aussieht.

(Daniel Schürmann | Quelle: news.cnet.comengadget.com)

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Pocketbook mit erstem Mirasol E-Reader

26.11.2010, 8:36

Seit dem Herbst werden die ersten 5,7 Zoll Displays produziert – im kommenden Jahr sollen E-Reader mit den neuen Mirasol-Displays ausgeliefert werden. Pocketbook hat als erstes Hersteller einen E-Reader mit dem farbigen E-Paper-Display angekündigt. Vorgestellt wird er sehr wahrscheinlich zur Consumer Electronics Show im Januar 2011.

Mirasol-Display im Einsatz

(Quelle: gigaom.com)

Die Ankündigung kam mit einer Pressemeldung des Unternehmens. Darin werden zahlreiche neue E-Reader für die CES im kommenden Jahr angekündigt. “The Digital Reader” die zuerst über die Meldung berichteten, meinen allerdings, es könne sich auch um einen Fehler handeln. Aber Pocketbook sprach in seiner Pressemeldung explizit von einem E-Reader mit dem Namen “Mirasol”. Dies ist auch der Name von Qualcomms Interfermoteric Modular Displays (IMOD) – daher ist es sehr gut möglich, dass der gleichnamige E-Reader auch mit einem solchen Display ausgestattet ist.

Kommt der Mirasol tatsächlich mit einem IMOD-Display von Mirasol, dann wäre es er wohl der erste – wenn nicht ein anderer Hersteller noch zuvorkommt. Ein Vorteil der Mirasol-E-Paper-Technologie im Vergleich zur heute häufig eingesetzten E-Ink-E-Paper-Technologie ist, dass sich Farben auf dem transreflektiven Display wiedergeben lassen und zudem Videos dargestellt werden können. Letzteres aber wohl erst in einer zukünftigen Display-Generation, denn die erste in diesem E-Reader verbaute Generation soll nur 12 Frames pro Sekunde aufbauen können. Zu wenig für Videos, die meist 25 Bilder pro Sekunde benötigen.

Was an dem Mirasol getauften E-Reader dran ist, werden wir spätestens im Januar erfahren. Erst kürzlich investierte Qualcomm 2 Mlliarden US-Dollar in eine neue Produktionsanlage, um die steigende Nachfrage zu befriedigen. Auch Amazon soll wohl an der Technologie interessiert sein, um den nächsten Kindle mit einem Mirasol-Farbdisplay auszustatten. Der Pocketbook Mirasol soll laut ersten Gerüchten sehr teuer werden – einen genauen Preis gibt es allerdings noch nicht.

(Daniel Schürmann | Quelle: engadget.com, engadget.com #2)

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