Google Chrome friert Flash-Werbung ein

28.08.2015, 15:25

Ab 1. September

Googles Web-Browser Chrome wird künftig unwichtige Flash-Elemente auf Webseiten automatisch pausieren. Vor allem Flash-Werbung dürfte davon betroffen sein.

Google Chrome friert Flash-Werbung ein

(Quelle: Google)

Das große Flash-Sterben geht weiter: Der bereits im Juni in der Beta-Version von Google Chrome vorgestellte Flash-Blocker erreicht nun standardmäßig die stabile Variante des Web-Browsers. Die Funktion stoppt automatisch nicht benötigte Flash-Elemente auf Webseiten wie etwa Werbung.


Google Chrome friert Flash-Werbung ein

Zentraler Content wird hingegen nicht eingefroren. Video- und Audioplayer sind also nicht von der Änderung betroffen. Zur Aktivierung von gestoppten Flash-Elementen genügt ein simpler Mausklick.
Der Flash-Blocker soll vor allem der Akkulaufzeit von Note- und Chromebooks zugute kommen und zudem die Browser-Performance erhöhen.

Ab 1. September will Google die Funktion voreingestellt für alle Nutzer ausrollen. Bislang musste der Blocker noch manuell in den Einstellungen des Browsers unter dem Pfad „Datenschutz, Inhaltseinstellungen, Plug-ins“ aktiviert werden.

Mit der neuen Funktion geht bei Google der Flash-Ausstieg weiter:
Bereits Anfang des Jahres hatte der Konzern seinen Video-Dienst Youtube auf HTML5 umgestellt. Darüber hinaus konvertiert der Werbedienst AdWords seit Ende Februar automatisch Flash-Kampagnen in HTML5.
Flash-Ausstieg der Online-Riesen

Neben Google forcieren derzeit auch andere Internet-Konzerne und Dienste den Umstieg auf die zukunftsträchtige HTML5-Technologie. So hatte etwa Amazon erst kürzlich bekanntgegeben, künftig keine Flash-Werbung mehr auf seiner Amazon-US-Webseite auszuspielen.

Weitere prominente Beispiele sind der Gaming-Streamer Twitch, der aktuell eine schrittweise HTML5-Umstellung vornimmt oder die Web-Browser Mozilla Firefox und Microsoft Edge, die ebenfalls bevorzugt auf die Plug-in-freie Technologie setzen.

© www.internetworld.de

Steht Googles mobile Suche vor einem Umbau?

24.08.2015, 13:35

Webseiten direkt in Suchergebnissen

Eine Umfrage unter Google-Nutzern sorgt derzeit für große Spekulationen. Demnach erwägt der Konzern, in seiner mobilen Suche anstelle von Links Miniatur-Versionen der Webseiten anzuzeigen.

Steht Googles mobile Suche vor einem Umbau?

(Quelle: shutterstock-Bloomua)

Eine Umfrage, die aktuell ein Teil der Google-Nutzer eingeblendet bekommt, wirft derzeit viele Fragen auf. Sie deutet darauf hin, dass der Konzern große Änderungen in seiner mobilen Websearch plant.


Steht Googles mobile Suche vor einem Umbau?

(Quelle: Google)

Demnach könnte in der mobilen Suche künftig die gefundene Webseite nicht mehr wie gewohnt „nur“ als Link angezeigt werden. Stattdessen sollen verkleinerte Ausschnitte der Sites direkt in den Suchergebnissen dargestellt werden.
Enthalten sind, so die Spekulationen, dann lediglich der wichtigste Inhalt und verkleinerte Bilder.
Elemente wie Navigation, Verlinkungen – und Werbung – könnten ausgeblendet sein.

Ob die Frage nur ein Gedankenspiel von Google ist, oder ob tatsächlich ernsthafte Absichten dahinter stecken, ist unklar. Sollte die theoretischen Überlegungen tatsächlich in die Praxis umgesetzt werden, dürfte das die Suche auf mobilen Geräten deutlich erleichtern und auch in Sachen Ladezeiten und Datenvolumen Verbesserungen bringen.
Publisher jedoch müssten unter Umständen mit massiven Traffic-Einbrüchen rechnen.

Denn ähnlich wie bei der Bildersuche wird zuerst eine weitere Vorschau des Bildes geladen, die dann auch noch auf Googles Servern gespeichert ist, erläutert der Googlewatchblog Erst bei einem weiteren Klick gelangt der Nutzer auf die ursprüngliche Webseite, was die Frage aufwirft, wie viele sich tatsächlich bis zur Quelle durchklicken und sich nicht mit dem „Lesemodus“ zufrieden geben.

© www.internetworld.de

Google zeigt Tweets in Suchergebnissen

24.08.2015, 12:27

Integration im Web

In den Suchergebnissen von Google werden künftig komplette Tweets eingeblendet. Nach der mobilen Suche gilt das nun auch für die Desktop-Version von Google Search.

Google zeigt Tweets in Suchergebnissen

(Quelle: Shutterstock.com/Anna Frajtova)

Google und Twitter arbeiten weiter daran, Tweets leichter aufindbar zu machen: Dazu lässt Google in seinen Suchergebnissen nun auch bei seiner Web-Version die Kurznachrichten von Twitter vollständig erscheinen.
So lässt sich beispielsweise nach den Tweets einer Publikation suchen.
Die Trending Tweets erscheinen, wenn in der Google-Suche ein Hashtag-Stichwort eingegeben wird, so The Next Web.


Google zeigt Tweets in Suchergebnissen

(Quelle: Screenshot)

Die integrierten Tweets erscheinen zunächst innerhalb der englischsprachigen Google-Suche.
Dabei werden die Twitter-Beiträge oberhalb der Suchergebnisse eingeblendet und zeigen neben dem Text auch eine Miniaturansicht angehängter Bilder.

Auf der mobilen Google-Suche waren die Tweets schon seit Mai 2015 sichtbar.
Twitter und Google hatten bereits im Februar 2015 eine engere Zusammenarbeit in Aussicht gestellt.

© www.internetworld.de

Google testet Video-Ads in Suchergebnissen

24.08.2015, 7:39

Bewegtbildmarketing

Neue Impulse für Suchmaschinenwerbung? Google testet offenbar Video-Ads in seinen Suchergebnissen. Das könnte ein lukratives Geschäft werden, an dem sich auch die Konkurrenz bereits versucht.

Google testet Video-Ads in Suchergebnissen

(Quelle: Shutterstock/Angela Waye)

Offiziell ist es noch nicht, aber laut Brancheninsidern soll Google derzeit an einem neuen Format für Suchmaschinenwerbung basteln. In einem Test experimentiert das Unternehmen mit Video-Ads in den Suchergebnissen von Google, berichtet Digiday. Weg also von den kleinen Werbetexten oder statischen Fotos und hin zu bewegten Bildern.

Die Attraktivität von Videoinhalten im Vergleich zu reinen Textanzeigen hat sich in der Vergangenheit bereits bewiesen, und das nicht zuletzt auch auf Googles hauseigener Videoplattform Youtube. Doch auch die Konkurrenz schläft nicht: Facebook ist ebenfalls in Sachen Video deutlich aktiver geworden, und Search-Rivalen wie Yahoo und Bing sind mit eigenen „Rich Ad“-Angeboten ebenfalls am Ball. Für Werbungtreibende könnten Video-Ads in den Suchergebnissen jedenfalls interessante neue Möglichkeiten eröffnen, jenseits der reinen Jagd auf Klicks und Kaufabschlüsse auch über mehr Impressionen ihre Marken zu stärken.
Bei Yahoo kamen die so genannten Rich Ads mit Videoinhalten schon im Jahr 2013 in die Suchergebnisse.

© www.internetworld.de

Google bringt eigenen WLAN-Router Onhub

20.08.2015, 12:23

Kooperation mit TP-Link

In den USA und Kanada wird Google demnächst einen eigenen Router namens OnHub verkaufen, Technologiepartner ist TP-Link. Der Dualband-Router hat 13 Antennen, WLAN ac und soll 199 US-Dollar kosten.

Google bringt eigenen WLAN-Router Onhub

(Quelle: Google)

Google verkauft in den Vereinigten Staaten künftig auch einen Router unter eigener Marke.
Das Gerät heißt OnHub und versteckt in seinem zylindrischen Gehäuse aktuelle Technik vom Hersteller TP-Link. Auf dem Datenblatt stehen 13 Antennen, die in den Bereichen von 2,4 und 5 GHz senden und empfangen, auch WLAN ac wird unterstützt.

Der interne Speicher beträgt 4 GB, die maximal mögliche Datenrate gibt Google mit 1,9 GBit/s an.
Für die nötige Rechenleistung soll ein Dualcore-Prozessor mit 1,4 GHz sorgen, dem ein Gigabyte DDR3-RAM zur Seite stehen.

Neben WLAN ist der OnHub auch mit den Standards Bluetooth 4.0 und Zigbee kompatibel. An physischen Anschlüssen stehen ein LAN-Port sowie ein USB-3.0-Steckplatz bereit.

Das Setup soll laut Google besonders einfach vonstatten gehen: Der Onhub schickt eine spezielle Tonfolge an das Smartphone, die darauf laufende App übernimmt dann die komplette Einrichtung.
Das Gerät verfügt außerdem über einen LED-Ring an der Oberseite, über die verschiedenen Farben der Leuchtdioden kann der Router so Feedback geben und auf Ereignisse hinweisen.


Google bringt eigenen WLAN-Router Onhub

Der Google OnHub soll vorerst nur in den USA und Kanada in Schwarz und Blau auf den Markt kommen, wann und ob er auch in Europa erhältlich sein wird, steht nicht fest.
Fraglich dürfte auch sein, inwieweit Google mit dem Gerät das Surfverhalten der Nutzer analysieren kann.

In Sachen Traffic-Lieferant hat Google aktuell nicht mehr die Nase vorne – zumindest laut einer aktuellen Studie von Parse.ly.
Demnach hat im Juni 2015 Facebook erstmals mehr Nutzer auf Medienseiten weitergeleitet als Google.

© www.internetworld.de

Facebook löst Google als Traffic-Lieferant ab

20.08.2015, 8:32

Social schlägt Suchmaschine

Neuer Traffic-Bringer: Im Juni 2015 hat Facebook erstmals mehr Nutzer auf Medienseiten weitergeleitet als Google. Das zeigt eine Analyse von Parse.ly.

Facebook löst Google als Traffic-Lieferant ab

(Quelle: Fotolia.com/gui yong nian)

Für Publisher nehmen Links, die auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter geteilt werden, einen immer größeren Anteil am Gesamt-Traffic ein. Wie groß die Bedeutung des Social Traffics inzwischen ist, zeigt eine aktuelle Analyse vonParse.ly.

Demnach hat Facebook im Juni dieses Jahres erstmals deutlich mehr Nutzer auf Medienseiten weitergeleitet als Google:


Google versus Facebook Referral Traffic

(Quelle: Parse.ly)

Es ist nicht das erste Mal, dass Facebook Google als Traffic-Lieferant überholt. Bereits im Oktober vergangenen Jahres schlug das Zuckerberg-Imperium den Suchmaschinen-Giganten, allerdings in einem nicht so deutlichen Ausmaß wie es im Juni nun der Fall war.

Wie Andrew Montalenti, CTO von Parse.ly, in einem Interview mit Fortune erklärte, liegt der Traffic, der von sozialen Netzwerken kommt, inzwischen bei rund 43 Prozent. Der Traffic-Anteil von Google liegt bei „nur“ noch 38 Prozent. Diese Prozentzahlen bezieht sich auf Parse.lys Kunden, einem Netzwerk an Mediaseiten, die wiederum aus rund 400 Publishern wie Conde Nast, Wired, Reuters und Mashable bestehen.

Für die Studie hatten die New Yorker Analysten den Traffic von eben diesen Publishern untersucht. Zusammen erreichen die Netzwerke rund sechs Milliarden Seitenaufrufe und mehr als eine Milliarde Unique Visitors im Monat.


Traffic

(Quelle: Parse.ly)

Den Trend weiter beflügeln dürften nun Facebooks Instant Articles. Das Unternehmen will damit nicht nur neue Publisher ins Boot holen, sondern auch seine Plattform als Nachrichtenportal stärker aufwerten. Das Werbemodell soll den Publishern schmackhaft gemacht werden, indem großzügige Werbeumsätze versprochen werden. Es soll sogar die Möglichkeit geben, die gesamten erzielten Werbeeinnahmen für sich zu behalten.

Was sind die wichtigsten Traffic-Lieferanten für deutsche Online-Shops? Das hat die fünfte Auflage der Online-Shop-Studie zum Einsatz von SEO, SEA und Social Media der Agenturgruppe Aufgesang ermittelt, welche die Werbestrategien der 199 umsatzstärksten Online-Shops in Deutschland untersucht hat.

© www.internetworld.de

Google verrät Namen: Android 6.0 heißt Marshmallow

19.08.2015, 7:16

Geheimnis enthüllt

Lange Zeit wurde gerätselt, jetzt hat Google den Namen für die neue Version 6.0 seines mobilen Betriebssystems Android verraten. Er lautet: Marshmallow.

Google verrät Namen: Android 6.0 heißt Marshmallow

Traditionell verpasst Google jeder neuen Version seines mobilen Betriebssystems Android einen schmackhaften Beinahmen: Von „Donut“ über „Ice Cream Sandwich“ bis hin zu „Lollipop“ wurden bislang schon so einige Leckereien aus der Welt der Süßspeisen werbewirksam in Szene gesetzt.

Jetzt hat Google den Namen und die Versionsnummer der neuen Android-Version verraten, die bislang nur als Android M bekannt war: Die offizielle Bezeichnung lautet Android 6.0 Marshmallow.
Diese soll im Herbst offiziell vorgestellt werden – wahrscheinlich zusammen mit den beiden neuen Smartphones Nexus 5 (2015) und Nexus 6 (2015). Die dazu passende Android-Statue hat Google bereits enthüllt.

Der Versionssprung von 5.1 auf 6. macht deutlich, dass Google umfangreiche Veränderungen an seinem mobilen Betriebssystem vornimmt. Auf seiner Entwicklerkonferenz I/O im Mai sprach Google selbst von „mehreren hundert Verbesserungen“ – und dem bisher leistungsfähigsten Android-System überhaupt.

Besseres App-Management, längere Akkulaufzeiten

Zu den Highlights zählen – neben einem veränderten Startbildschirm und der neu gestalteten App-Übersicht – beispielsweise eine längere Akkulaufzeit und eine generell verbesserte Bedienbarkeit für User.
Zudem wurde die Verwaltung der Berechtigungen für Apps vereinfacht: User sollen nun leichter festlegen können, auf welche Daten die Anwendungen auf dem Smartphone zurückgreifen dürfen. Ferner bringt Android 6.0 die native Unterstützung von Fingerabdruck-Scannern sowie Verbesserungen beim Sprachassistenten Google Now.
Parallel mit Android 6.0 hat Google das dazu passende Software Development Kit (SDK) veröffentlicht; App-Entwicklern ist es ab sofort auch gestattet, Anwendungen in den Play Store einzustellen, welche die neue Android-Version unterstützen. Vor dem Hintergrund des veränderten Rechtemanagements hat Google die Programmierer dazu angehalten, ihre Apps an die neuen Bestimmungen anzupassen.

© www.internetworld.de

Biethilfen für Google Shopping-Kampagnen

14.08.2015, 11:55

Neue Advertiser-Tools

Google stellt seinen Werbekunden Tools zum Optimieren von Geboten für Google Shopping-Kampagnen zur Verfügung. Damit können diese ihre Gebote automatisch und individuell anpassen.

Biethilfen für Google Shopping-Kampagnen

(Quelle: Google.com)

Über das manuelle Einstellen eines maximalen CPC-Gebots hinaus will Google seinen Werbekunden das Optimieren von Geboten für einzelne Auktionen jetzt erleichtern. Dazu hat sich das Unternehmen eine Reihe von Biet-Strategien für Google Shopping ausgedacht, die auf dem Inside AdWords-Blog vorgestellt werden: Maximize Clicks, Enhanced CPC und Target ROAS.

Werbungreibende, die mit ihrem Budget so viel Traffic wie möglich auf ihre Seiten lenken wollen, können mit Hilfe von Maximize Clicks ihre Gebote automatisch anpassen lassen. Enhanced CPC ist für Werbekunden gedacht, die ihre Gebote selber oder mit Hilfe einer externen Plattform managen. Hierbei werden die Gebote in Echtzeit automatisch optimiert, um mehr Konversionen oder Verkäufe zu erzielen.

Noch in der Beta-Phase ist die Option Target ROAS. Advertiser stellen dafür die individuellen Return on Advertising-Ausgaben ein, während das System dynamisch die Gebote so einstellt, dass beworbene umsatzstärkere Produkte höhere Gebote zugewiesen bekommen.

Bei Google Shopping ist übrigens eBay der größte Werbungtreibende.

© www.internetworld.de

Affiliate-Programm für Google Play?

13.08.2015, 7:37

Digitalmarkt

Was Apple für seine digitalen Marktplätze kann, will Google auch: Das Unternehmen soll an einem Affiliate-Programm arbeiten, mit dem Anbieter von Inhalten Musik und Filme monetarisieren können.

Affiliate-Programm für Google Play?

(Quelle: shutterstock.com/Maksim Kabakou)

Ein Affiliate-Programm ist für Google eigentlich nichts Neues. Bis 2013 verfügte das Unternehmen über sein eigenes Google Affiliate Netzwerk, bei dem die Anbieter ihre Inhalte über die üblichen Werbemöglichkeiten oder Abos hinaus mit Hilfe von Verlinkungen auf Verkaufsseiten auf Kommissionsbasis monetarisieren konnten. Nun gibt es Anzeichen, dass Google einen erneuten Vorstoß in Richtung Affiliate-Programme wagt.

Im Zentrum steht dabei der Google Play Store, also die Verkaufsplattform für Musik und Filme. Nach Informationen von 9to5Google
soll Google in den ersten Planungen für ein solches Angebot stecken. Zunächst sollen Inhalte von Play Movies und Play Musik für ein Affiliate Programm zugänglich gemacht werden. Später sei auch die Einbeziehung von über Google Play angebotenen Apps und Hardware für das Programm geplant. Als Partner sei dafür die Performance Horizon Group an Bord, die auch Apples Affiliate-Programm betreut.

Google hat bisher noch keine Stellung zu den Vermutungen genommen. Ein Programm könnte jedoch ein erster Schritt für das Unternehmen sein, an die Umsatzerfolge von Apples App Store anzuschließen.

Ursprünglich hatte Google sein Affiliate Network nach der Übernahme von Doubleclick im Jahr 2008 gelauncht.

© www.internetworld.de

Alphabet in China bereits geblockt

12.08.2015, 13:33

Neue Google-Holding

Die Unternehmensseite der neuen Google-Holding Alphabet ist in China bereits am Tag des Launches blockiert worden. Die chinesische Regierung und Google leigen bereits seit einigen Jahren im Clinch.

Alphabet in China bereits geblockt

(Quelle: Alphabet/Screenshot)

China reagierte schnell auf den Launch der Website von Alphabet, der neuen Mutterfirma von Google. Wie
mashable.com berichtet, führte nach Angaben von chinesischen Usern die URL www.abc.xyz keine zwölf Stunden nach dem Start in China bereits auf eine Fehlerseite.

Die chinesische Regierung und Google kommen bereits seit einigen Jahren nicht mehr auf einen Nenner. Nach einem Hackerangriff im Jahr 2010, entschied Google sich aus China zurückzuziehen. 2014 sperrte die chinesische Regierung den Zugang zu G-Mail komplett.

Gestern gab Larry Page in einem Blogpost die Umstrukturierung des Konzerns bekannt. Im Zuge dessen wurde die Dachgesellschaft Alphabet gegründet und Google ist ab sofort ein Teil dieser Gesellschaft. Zur neuen Mutterfirma Alphabet gehören neben Google, Inc. (Suchmaschine) auch einige weitere ehemalige Abteilungen des Internetgiganten.

Ein Grund für die Umstrukturierung ist, dass sich neben dem klassischen Suchmaschinen-Geschäft in der letzten Zeit zahlreiche neue Geschäfte entwickelt haben, die in diesem Ausmaß nicht mehr mit dem bisherigen Unternehmen vereinbar waren und langfristig dafür hätten sorgen können, dass sich der Konzern immer weiter vom Ursprungsgeschäft entfernt. Ein weiterer Grund ist, dass die neue Struktur den einzelnen Projekten mehr Freiheiten verschafft und zugleich wieder mehr Ordnung in die Unternehmen selbst bringt.

© www.internetworld.de