+Post-Anzeigen für alle

17.04.2014, 12:59

Unternehmensseiten auf Google+ mit mehr als 1.000 Abonnenten können jetzt so genannte +Post Ads erstellen. Außerdem erlaubt Google automatische Werbung für Beiträge und Hangouts.

(Quelle: Google.com)

Die +Post Ads sind bereits seit einiger Zeit im Test gewesen. Jetzt erweitert Google das Programm und erschließt Werbekunden damit neue Monetarisierungsmöglichkeiten. Marken und Unternehmen können somit ihre Google+-Inhalte in Display-Anzeigen verwandeln. Zugänglich sind die neuen +Post Ads für Unternehmen, die mindestens 1.000 Abonnenten auf dem Google-Netzwerk verzeichnen. Als Voraussetzungen müssen diese zielgruppenrelevante Inhalte vorweisen und außerdem die Einstellung “Geteilte Empfehlungen” für ihre Google+-Seite aktiviert haben.

Die +Post Ads sind als besonders markenfreundliches Werbeformat konzipiert: Werbekunden können damit bereits bestehende Inhalte in eine Anzeige umwandeln, die auf über zwei Millionen Seiten im Google Display-Netzwerk angezeigt wird. Bei dem Quellinhalt kann es sich um simple Status Updates handeln, aber auch Fotos, Videos oder Hangouts, so das Unternehmen im Inside AdWords-Blog.

Gleichzeitig gibt Google zwei neue Features bekannt, die den Werbungtreibenden ebenfalls dabei helfen sollen, ansprechende Anzeigen zu kreieren und damit ihre Inhalte einem größeren Publikum anzubieten. Das automatische Bewerben von Beiträgen ermöglicht es den Advertisern, ihre aktuellsten Google+-Beiträge anzeigen zu lassen – gezahlt wird für diese Werbung nur, wenn ein Nutzer mit dem Inhalt interagiert. Die neuen Werbemaßnahmen für Hangouts beinhalten Kommunikationsmöglichkeiten wie Rückmeldungen zu Hangout-Einladungen. Die Nutzer können eine Live-Übertragung von Hangouts in Echtzeit oder später abrufen.

Gestern legte Google seine aktuellen Quartalszahlen vor. Umsatz und Gewinn stiegen zwar, aber bei den CPC-Margen musste Google Abstriche machen. In Deutschland erregte ebenfalls gestern ein offener Brief von Axel-Springer-Vorstand Mathias Döpfner an Google Aufsehen.

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Google steigert Gewinn weniger als erwartet

17.04.2014, 10:14

Google hat seine Zahlen für das erste Quartal 2014 vorgelegt: Zwar konnte der Konzern Umsatz und Gewinn steigern – aber nicht so stark wie erwartet. Der Preis pro Klick ist gefallen.

(Quelle: shutterstock/Lissandra_Melo)

Im ersten Quartal 2014 hat Google einen Umsatz von 15,4 Milliarden US-Dollar erzielt, das entspricht einer Steigerung um 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Gewinn legt um drei Prozent zu – auf annähernd 3,5 Milliarden US-Dollar.

Zu schaffen macht dem Suchmaschinen-Konzern allerdings die zunehmende Verbreitung von mobilen Endgeräten. Der Preis pro Klick auf eine Anzeige lag um neun Prozent unter dem des Vorjahreszeitraums. Für Smartphones und Tablets zahlen Werbungtreibende wegen der kleineren Bidlschirme und der oft langsamen Verbindungen weniger Geld pro Klick als auf einem PC.

Google-Mitgründer Larry Page gab sich jedoch optimistisch: “Wir haben ein großartiges Quartal abgeschlossen”, sagte er: “Wir haben eine Menge Produktverbesserungen vorgenommen, besonders im Mobile-Bereich”. Google setzt darauf, dass die Suchfunktionen und die Anzeige von Webseiten auf mobilen Endgeräten optimiert werden, damit Nutzer Produkte in Zukunft mobil einfacher kaufen können. Für die erwartete Steigerung der Anzeigenpreise nannte Google-Manager Nikesh Arora laut Manager Magazin allerdings keinen Zeitraum. Zwar sie die Talsohle erreicht, “ich erwarte aber keine schnelle Erholung”, so Arora.

Einen Zeitraum nannte Google-Manager Nikesh Arora für die erwartete Steigerung der Anzeigenpreise nicht. Analyst Rice sagte, die Talsohle sei zwar wahrscheinlich erreicht. “Ich erwarte aber keine schnelle Erholung.”

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Kostenloser Handy-Diebstahlschutz für alle

17.04.2014, 9:37

Apple, Google und Samsung unterstützen eine Initiative, die der Hehlerei mit geklauten Smartphones ein Ende bereiten soll. Ziel ist es, eine Anti-Diebstahl-App auf allen Smartphones zu installieren.

(Quelle: babimu – Fotolia.com)

Der Handel mit gestohlenen Smartphones stellt ein großes Problem dar. Vor diesem Hintergrund hat der US-Wirtschaftsverband CTIA – The Wireless Association – nun beschlossen, einen kostenlosen Diebstahlschutz für alle Smartphones einzuführen.

Der sogenannte Kill-Switch soll auf allen ab Mitte 2015 ausgelieferten Geräten vorinstalliert werden. Zudem wird die App zeitgleich zum kostenlosen Download bereitgestellt. Viele Branchengrößen – Handy-Hersteller, Netzbetreiber, Entwickler von Betriebsssystemen – haben sich der Initiative verpflichtet. Dazu zählen beispielsweise Unternehmen wie Apple, Google, T-Mobile, Samsung, Motorola oder Microsoft.

Kill-Switch löscht private Daten

Konkret soll der Kill-Switch dem Nutzer ermöglichen, im Falle eines Diebstahls alle wichtigen Daten wie E-Mails, Kontakte oder Fotos aus der Ferne zu löschen. Ferner lassen sich alle Funktionen, mit Ausnahme des Notrufs, abschalten – eine erneute Aktivierung ohne die Erlaubnis des Besitzers ist dann unmöglich. Der ursprüngliche Zustand vor dem Verlust des Gerätes soll mit Hilfe von Cloud-Diensten rekonstruiert werden können.

Derzeit ist die Einführung des Diebstahlschutzes nur in den Vereinigten Staaten geplant. Ob dieser auch nach Deutschland kommt, ist derzeit noch unklar. Hierzulande können sich Nutzer derzeit nur mit individuellen Apps schützen, die in der Regel von bekannten Security-Spezialisten wie AVG angeboten werden.

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Döpfner bekennt: “Wir haben Angst vor Google”

16.04.2014, 15:16

Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner erklärt per offenem Brief an Google-Vorstandsvorsitzenden Eric Schmidt, warum er den Konzern fürchtet. Zeitgleich startet die Welt ein neues digitales Erzählformat.

(Quelle: Axel Springer)

“Wir – und viele andere sind von Google abhängig”, schreibt Mathias Döpfner, der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer, in einem offenen Brief an Google-Vorstandsvorsitzenden Eric Schmidt, den die Frankfurter Allgemeine Zeitung heute veröffentlicht hat.

Da Google auf dem Suchmaschinenmarkt ein Monopol habe, könne kein Medium auf eine Zusammenarbeit mit dem Internetkonzern verzichten. “Wir kennen keine Alternative, die auch nur ansatzweise vergleichbare technologische Voraussetzungen zur automatisierten Werbevermarktung bietet. Und wir dürfen auf diese Einnahmequelle nicht verzichten, weil wir das Geld dringend für technologische Zukunftsinvestitionen brauchen.”

Die Kooperation zwischen Axel Springer und Google sei keine Geschäftsbeziehung auf Augenhöhe – schließlich sei das deutsche Medienhaus auf Google angewiesen, der Internetkonzern jedoch nicht auf Axel Springer. “Wir haben Angst vor Google. Ich muss das einmal so klar und ehrlich sagen, denn es traut sich kaum einer meiner Kollegen, dies öffentlich zu tun”, so Döpfner.

Döpfner begründet seine Angst weniger aus der Perspektive des Vorstandsvorsitzenden, der um sein Geschäft fürchtet – obwohl er diesen Aspekt auch erwähnt: “Wenn Google einen Algorithmus ändert, bricht bei einem unserer Tochterunternehmen in wenigen Tagen der Traffic um 70 Prozent ein. Das ist ein realer Fall. Und dass dieses Tochterunternehmen ein Wettbewerber von Google ist, ist dabei sicher Zufall.” Er spricht aus persönlicher Sicht und weist auf die Hardware-Zukäufe des Internetkonzerns hin, darunter waren in den vergangenen drei Monaten der Haustechnik-Hersteller Nest und der Drohenhersteller Aerospace. Auch im Gesundheitsbereich ist Google aktiv, zum Beispiel mit intelligenten Kontaktlinsen.

Internetgeschäft für Axel Springer entscheidend

Diese Entwicklung macht Döpfner Sorgen: “Nach Lage der Dinge wird Ihr Konzern in den verschiedensten Bereichen unseres professionellen und privaten Alltags, im Haus, im Auto, im Gesundheitswesen, in der Robotronik eine führende Rolle spielen. Das ist eine riesige Chance und eine nicht minder große Bedrohung”, schreibt er. Bei dem Versuch, die marktbeherrschende Stellung von Google – beziehungsweise deren Missbrauch durch die Bevorzugung der eigenen Angebote in den Suchergebnissen – einzuschränken, sei die EU-Kommission keine Hilfe.

Und um sich selbst nicht gleich als Internetgegner beschimpfen lassen zu müssen, stellt er klar: “Wer Google kritisiert, kritisiert nicht das Internet. Sondern wem an einem intakten Netz gelegen ist, der muss Google kritisieren. Für uns als Verlag ist das Internet keine Bedrohung, sondern die größte Chance der letzten Jahrzehnte. 62 Prozent unseres Unternehmensgewinns sind heute aus dem digitalen Geschäft. Wir reden also nicht über das Internet, sondern nur über die Rolle, die Google darin spielt.”

Welt-Gruppe startet digitales Geschichtsmagazin

Ebenfalls heute hat die Welt-Gruppe, die zu Axel Springer gehört, mit Epos ein neues digitales Erzählformat gestartet. Das Wissens- und Geschichtsmagazin für das iPad wird durch Scrollen gesteuert – und ist damit linear wie ein Printprodukt. Zusätzliche Inhalte wie animierte Grafiken, Fotos oder Videos bereichern den Text automatisch und machen die Erzählung so erlebbar.

Die erste Ausgabe befasst sich mit dem Ersten Weltkrieg und enthält umgerechnet mehr als 200 Buchseiten Text sowie mehrere hundert optische Elemente. Sie entstand in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum in Berlin.

Entwickelt wird Epos zusammen mit Axel Springer Ideas, dem Ideen- und Entwicklungslabor der Axel Springer SE und einem kleinen Projektteam unter der Leitung von Hans Evert. Die Ausgabe kostet 6,99 Euro.

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Google kauft Drohnen-Hersteller

15.04.2014, 11:48

Google hat Titan Areospace übernommen. Dessen solarbetriebene Drohnen sollen jahrelang ohne Unterbrechung fliegen können. Damit will der Konzern Internetzugang in entlegene Regionen bringen.

(Quelle: titanaerospace.com)

Anfang des Jahres hatte sich Facebook um Titan Aerospace bemüht, jetzt hat Google den Drohnen-Hersteller übernommen – für welchen Preis ist noch nicht bekannt. Das Unternehmen aus dem US-Bundesstaat New Mexiko, das rund 20 Mitarbeiter hat, bestätigt die Akquisition auf seiner Webseite, die keine weiteren Informationen mehr bietet.

Dem Wall Street Journal zufolge soll Titan Aerospace eng mit den Machern des Projekts “Loon” zusammenarbeiten. Im Juni vergangenen Jahres hat Google erstmals in Neuseeland getestet, ob eine Versorgung abgelegener Gebiete mit Internet durch Ballons möglich ist.

Die Steuerung der Ballons, die in knapp 20 Kilometer Höhe über der Erdoberfläche schweben, soll über die Winde erfolgen, die in bestimmten Höhen verlässlich ihre Richtung beibehalten, so der Plan für “Loon”. Die Stromversorgung übernehmen Solarpanele, vom Boden aus hält das Team Kontakt zu den Flugobjekten. Diese können untereinander kommunizieren und bilden in der Luft ein Netzwerk.

Der Vorteil von Drohnen gegenüber Ballons ist, dass sich diese besser kontrollieren lassen und weniger den Winden ausgeliefert sind.

Titan Areospace erklärte, dass die Drohnen hochaufgelöste Bilder in Echtzeit übermitteln und sich mit Sprach- und Datendiensten verbinden lassen. Zudem können die Fluggeräte dabei helfen, Daten mit einer Geschwindigkeit von bis zu einem Gigabit pro Sekunde auszuliefern – schneller als gewöhnliches Breitbandinternet in vielen Ländern. Experten erwarten den operativen Betrieb für 2015.

Titan Aerospace könnte jedoch auch zum Projekt Makani passen, bei dem Google eine in der Luft befindliche Windturbine entwickeln möchte, die effizient Energie erzeugt. Diese befindet sich jedoch noch in einem sehr frühen Entwicklungsstadium.

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Android erhält einen Malware-Scanner

15.04.2014, 7:32

Android wird in Zukunft kontinuierlich nach Apps scannen, die Schadsoftware auf das Endgerät schmuggeln wollen, auf dem das mobile Betriebssystem installiert ist.

So viel Sicherheit wie im eigenen Zuhause – das verspricht Google den Nutzern seines mobilen Betriebssystems Android. Wie der Internetkonzern auf seinem Blog ankündigte, werde es in Zukunft möglich sein, das System kontinuierlich nach Apps von Drittanbietern zu scannen – so soll das Schmuggeln von Schadware auf das Endgerät unterbunden werden.

Während des Scan-Vorgangs werden die Apps dabei auf die Merkmale bekannter Malware hin untersucht; zudem gleicht Android ihr Verhalten mit bereits gescannten Anwendungen ab, um Abweichungen von der Norm zu entdecken.

Mit der Maßnahme will Google sein Betriebssystem in Sachen Sicherheit noch einmal einen Schritt nach vorne bringen – bislang war es lediglich möglich, Apps während des Installationsprozesses auf ein mögliches Schadverhalten hin zu untersuchen. Der “Verify Apps” genannte Dienst war im vergangenen Jahr von den Anwendern rund vier Milliarden Mal in Anspruch genommen worden.

Die verbesserte Verify-Apps-Funktionalität steht allen Nutzern zur Verfügung, die über ein Gerät mit installierter Android-Basis ab der Version 2.3 verfügen. Die Verteilung des Updates soll über Google Play Services erfolgen. Den genauen Zeitpunkt gab Google indes noch nicht bekannt.

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Google Glass für alle

11.04.2014, 12:03

Es soll ja Leute geben, die gerne dafür bezahlen, ein neues Tech-Gadget zu testen. Genau darauf baut Google und kündigt einen Verkaufstag für Google Glass an. Allerdings nur für US-Nutzer.

(Quelle: Google.com)

Für einen kompletten Launch ist Google Glass noch nicht reif. Doch das hält den Internetkonzern nicht davon ab, seine Datenbrille schon vorab einer größeren Nutzergruppe zur Verfügung zu stellen. Das Unternehmen erweitert das so genannte “Explorer”-Programm und bringt das Produkt am kommenden Dienstag, den 15. April 2014, für 1.500 US-Dollar in den Verkauf. Das jedoch nur für 24 Stunden – oder solange Vorrat reicht, so das Glass-Team auf Google+. “An alle außerhalb der USA: Sorry. Wir sind einfach noch nicht so weit, Glass auch in andere Länder zu bringen”.

Wer sich entschließt, in Google Glass zu investieren, kann Brillenmodell und -farbe selbst aussuchen. Und als “Explorer” an der Weiterentwicklung des Gerätes mitwirken, denn Google erhofft sich von der Erweiterung des Nutzerkreises selbstverständlich mehr Feedback und Rückmeldung zur Nutzung im Alltag.

Es bleibt zu hoffen, dass bei der Erweiterung des Explorer-Kreises möglichst wenig sogenannte “Glassholes” dabei sind. Für die korrekte Nutzung des Mobilgeräts in Gesellschaft hatte Google im Februar 2014 einige Verhaltenshinweise gegeben. Vor wenigen Tagen hatte es bereits geheißen, dass Google seine Datenbrille von der US Army testen lässt.

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Erfolgreiches Remarketing bei Google

08.04.2014, 14:01

Immer mehr Shop- und Site-Betreiber setzen auf Google Remarketing, um ehemalige Besucher auf ihre Seite zurückzuholen. Dabei sollten sie einige Regeln beachten, sonst droht sogar ein negativer Effekt.

(Quelle: Fotolia.com/thingamajiggs )

Die wenigsten Besucher eines Webshops werden tatsächlich zum Käufer. Laut Google verlassen 96 Prozent der Nutzer Webseiten ohne Conversion, 70 Prozent der User brechen den Kaufprozess mittendrin ab. Googles Remarketing scheint aus Unternehmenssicht eine Lösung für dieses Problem zu sein: Denn die Nutzer werden anhand von Cookies wiedererkannt und erhalten beim Surfen passgenau die Anzeigen des zuvor besuchten Unternehmens eingeblendet.

Aus Kundensicht ist Remarketing allerdings nicht immer willkommen. Wer einmal einen Shop für Schuhe besucht hat, fühlt sich anschließend von Schuhen verfolgt. Wer sich auf dem Webshop eines Erotikanbieters verirrte, sieht danach möglicherweise wochenlang Angebote für diverses Sexspielzeug – wo immer man gerade surft. Um dem vorzubeugen und mehr aus Remarketing-Kampagnen herauszuholen, haben die Experten der Online-Marketing-Agentur Löwenstark fünf Praxistipps zusammengestellt.

Tipp 1: Mehr Abwechslung – Einsatz von diversen Werbemitteln

Vielfalt statt Einfalt gilt auch beim Remarketing. “Durch unterschiedliche Werbeformate wie Rectangle oder Skyscraper erscheinen die Einblendungen dem User als etwas Neues”, erklärt Marian Wurm, Gründer und Geschäftsführer von Löwenstark Online-Marketing. Testen Sie unterschiedliche Werbebotschaften und Motive, um die bestmögliche Wirkung zu erzielen. Dabei geht es nicht nur um Banner, auch klassische Textanzeigen können sehr wirkungsvoll sein. Die Auslieferung der verschiedenen Motive lässt sich direkt über das Google-AdWords-Konto einrichten.

Tipp 2: Mehr Genauigkeit und Individualität bei der Ansprache

Schuhkäufer suchen keine Handtaschen. Die Ansprache der unterschiedlichen Nutzergruppen sollte durch intelligenten Einsatz von Werbeformaten so individuell und passgenau wie möglich geschehen. Besucher, die sich in einem Leder-Shop den Bereich Schuhe angesehen haben, erhalten entsprechend andere Einblendungen als Nutzer, die bei Handtaschen stöberten. Dem Besucher Werbung für die Themen zu zeigen, die ihn tatsächlich interessieren, erhöht die Chance auf einen erfolgreichen Abschluss.

Tipp 3: Mehr Geduld und weniger Spam

Weniger ist manchmal mehr. Damit die Werbebotschaft nicht nervt, sollte sie nicht zu häufig gestreut werden. “Als AdWords-Berater empfehlen wir eine Rate von drei bis maximal fünf Einblendungen am Tag je Kunden”, erklärt Wurm. Außerdem können Werbungtreibende mit den Remarketing-Regeln festlegen, wie lange, aber vor allem ab wann ein User ihre Werbung sehen soll. Werden Verbrauchsartikel, zum Beispiel Katzenfutter, beworben, sollte eine gewisse Zeit – entsprechend der vorher erworbenen Packungsgröße -abgewartet werden, bevor Remarketing den Kunden wieder an das Produkt erinnert.

Tipp 4: Mehr Sorgfalt für besseren Kontext

Damit das eigene Produkt nicht im falschen Zusammenhang abgebildet wird, empfiehlt es sich, bestimmte Themen wie Gewalt oder Pornografie auszuschließen. So werden unpassende oder geschmacklos wirkende Anzeigenplatzierungen vermieden. Dabei gilt es, ein wenig um die Ecke zu denken: Ein falscher Kontext der Werbeschaltung kann unbeabsichtigt komisch wirken und im schlimmsten Fall sogar eine starke Marke mit etwas Negativem in Verbindung bringen.

Tipp 5: Mehr Sichtbarkeit für höhere Aufmerksamkeit

Eine Anzeige kann nur wirken, wenn sie gesehen wird. Es gilt daher, bei der Schaltung der Werbemittel dafür zu sorgen, dass sie “Above-the-fold”, das heißt oberhalb der Scroll-Linie sichtbar sind. Diese Auslieferung können Werbungtreibende entsprechend steuern. Alles, was unterhalb dieser Sichtlinie erscheint, läuft Gefahr, ignoriert zu werden.

Vorsicht respektive Sorgfalt ist indes nicht nur beim Remarketing angebracht. Auch beim Thema Usability gibt es etliche Hürden, über die Webshop-Betreiber stolpern können: Zehn Umsatzkiller – und wie man sie vermeidet.

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Sehen, was andere auf dem Play Store kaufen

07.04.2014, 15:41

Wer auf den guten Geschmack seiner Freunde und Bekannten vertraut, kann sich darüber jetzt bei Google Play Anregungen holen. Der Play Store startet einen “People Feed”.

(Quelle: Shutterstock.com/Twin_Design)

Google führt in seinem Play Store einen “People Feed” ein: Dieser zeigt – neben der Aktivitätsanzeige, die die kürzlich getätigten Käufe und Suchanfragen des Users selbst auf der mobilen App darstellt – was andere Nutzer im Play Store gekauft oder angesehen haben.

Der People Feed ist eng mit Googles sozialem Netzwerk Google+ verknüpft, schreibt 9to5Google. Sichtbar sind dabei unter anderem auch Empfehlungen von anderen Nutzern, ihre weitergeleiteten Links und die mit +1 markierten Artikel. Dazu gehören Apps, Songs und Filme, die im Play Store erhältlich sind. Der People Feed ist bereits bei einigen Nutzern sichtbar und über das Seitenmenü aufrufbar.

Der Google Play Store ist seit Mitte Januar 2014 auch speziell zur Anzeige auf dem iPad optimiert worden. In Googles Anwendungs- und Medienshop kann man auch per Gutscheinkarte einkaufen.

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Google will Mobilfunk-Anbieter werden

04.04.2014, 14:46

Google überlegt, ein eigenes Mobilfunk-Netz zu starten. Damit könnte der Internetkonzern alle Services rund um Internet und Mobile komplett abdecken.

(Quelle: Fotolia.de/Ersler Dmitry)

In den USA betreibt Google bereits in einigen Gegenden wie Kansas City ein Glasfaserkabel-Netz. Jetzt plant das Unternehmen, zusätzlich Mobilfunk anzubieten – und zwar als sogenannter virtueller Netzwerkbetreiber. Statt eigene Sendemasten aufzustellen würde der IT-Konzern dann die Leistungen klassischer Operator zukaufen und unter eigenem Namen an seine Kunden weitergeben. Das berichtet arstechnica.

Mit den US-Netzbetreibern Sprint und Verizon soll Google schon gesprochen haben. Der Dienst soll in jenen Städten angeboten werden, in denen der Konzern auch sein Glasfaser-Projekt “Fiber” anbietet. Dessen Übertragungsgeschwindigkeit beträgt bis zu einem Gigabit pro Sekunde. In Provo, Utah, hat der Ausbau gerade begonnen, Austin in Texas soll als nächste Stadt folgen.

Google spielt mit seinem Betriebssystem Android bereits eine wichtige Rolle auf dem Mobilfunkmarkt. Steigt das Unternehmen jetzt noch in den Netzbetrieb ein, deckt es alle Segmente in den Bereichen Internet und Mobile ab – und kann auf diesem Weg enorme Mengen an Daten sammeln und auswerten.

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