AdWords schätzt die Zahl der Besuche im Laden

19.12.2014, 8:41

Google zeigt mit einer neuen Kennzahl in AdWords, wie hoch der Einfluss von Online-Aktivitäten auf die Besuche in stationären Geschäften ist.

AdWords schätzt die Zahl der Besuche im Laden

(Quelle: Shutterstock.com/Monkey Business Images)

Die so genannten “Store Visits” sind Teil der “Estimated Total Conversions”, die AdWords im vergangenen Jahr herausgebracht hat. Neben den Online-Konversionen sehen die Advertiser nun auch die geschätzte Zahl der Besuche in ihren Geschäften. Die Prognose basiert auf anonymisierten Daten von Nutzern, die ihre mobilen Standort-Daten erfassen lassen.

Die Store-Visits-Kennzahl sei von Interesse für Unternehmen mit Ladengeschäften, so Google auf der Support-Seite für Store Visits. “Firmen können sehen, welche Kampagnen und Gerätetypen verantwortlich für die meisten Besuche im Geschäft sind, damit ihren ROI besser verstehen und entsprechende Konsequenzen für Werbetexte, Budgets, Gebotsstrategien und andere Kampagnenelemente ziehen.”

In den kommenden Wochen startet Google die “Store Visits” in den USA. Teilnehmen können Werbekunden, die ein Google-My-Business-Konto in Verbindung mit ihrem AdWords-Konto haben, die Location-Erweiterungen eingerichtet haben und über verschiedene stationäre Geschäftsstandorte verfügen. Damit richtet sich das Programm zunächst einmal an größere Unternehmen und Ketten.

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Zalando testet Mode-Show via Google Hangouts

17.12.2014, 8:39

Zalandos Ideenreichtum sind zum Jahresende keine Grenzen gesetzt. Nach dem Launch eines Curated-Shopping-Auftritts folgt jetzt eine eigene Modeshow auf Google Hangouts.

Zalando-Stylistin Suzie und Moderatorin Hadnet Tesfai helfen beim Silvester-Styling

(Quelle: Zalando)

“In einer Stunde sind wir auf Sendung” – es war nur ein kurzes Facebook-Posting, mit dem Zalando für ein weiteres Novum in Sachen Stilberatung trommelte. Wenige Tage nach dem Launch eines Curated-Shopping-Auftritts ging der Berliner Modeversender am vergangenen Samstag um 15.30 Uhr mit einer eigenen Modeshow auf Basis von Google Hangouts on air.

Die TV- und Hörfunk-Moderatorin Hadnet Tesfai und Zalando-Stylistin Suzie plauderten rund eine halbe Stunde lang auf einer roten Couch im hauseigenen Zalando-Fotostudio im alten Postbahnhof Berlin über aktuelle Modetrends zur “besten Sause des Jahres”. Nutzer konnten über Google Hangouts eigene Fragen in die Runde werfen und erfuhren so beispielsweise, dass ein absolutes No-Go am Silvesterabend sei, von Kopf bis Fuß ausschließlich zu funkeln. Wer stilmäßig auf Nummer sicher gehen wollte, konnte die von Zalando vorgestellten Outfits auch gleich im Web bestellen.

Rund 200 Leute verfolgten Unternehmensaussagen zufolge die Live-Show. Weitere 525 Nutzer riefen den Mitschnitt nachträglich über Youtube ab. Um eine große Reichweite ging es den Berlinern im ersten Schritt allerdings auch nicht: “Unser Social-Media-Team wollte erst einmal testen, ob eine solche Show technisch überhaupt möglich ist und die Qualität der Aufnahmen ausreicht”, erklärt eine Zalando-Sprecherin auf Nachfrage. Die erste Response der Nutzer stimmt positiv, auf die genauen Auswertungen von Google zu Abruf- und Klickzahlen wartet Zalando noch.

Dass weitere Formate dieser Art kommen werden, steht schon so gut wie fest. “Das Kaufverhalten wandelt sich. Unsere Kunden suchen einfach viel Rat und wir testen mit derartigen Projekten, wie wir Hilfestellung geben können”, so die Sprecherin. Die Shows seien ein weiterer Schritt in diese Richtung.

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Google plant “Kaufen”-Button

16.12.2014, 10:05

Google will tiefer in den E-Commerce eindringen – und erwägt die Einführung einer Kauf-Funktion, über die Nutzer bei Shopping-Partnern bestellen können, ohne die Seite des Konzerns zu verlassen.

Google plant

(Quelle: Shutterstock.com/ so47)

Früher begann jede Suche bei Google. Inzwischen beginnen immer mehr Anfragen nach Produkten direkt bei Amazon. Dem will der Internetkonzern etwas entgegensetzen und denkt nach Informationen des Wall Street Journals darüber nach, einen “Jetzt kaufen”-Button einzuführen. Dieser soll Kunden ermöglichen, direkt auf der Google-Seite bei Shopping-Partnern zu bestellen, indem sie ihre Liefer- und Zahlungsdaten dort eingeben. Diese Informationen würde der Konzern dann an den entsprechenden Händler weiterleiten, der die Ware dann verschickt.

Derzeit lote Google das Interesse der Händler an einer solchen Funktion aus, heißt es in dem Bericht. Die Begeisterung halte sich jedoch in Grenzen, da die E-Commerce-Betreiber einen Preiskrieg befürchteten und die Hoheit über die Produktdarstellung behalten wollten.

Zudem im Gespräch ist ein Marketingprogramm, über das Händler eine Expresslieferung bewerben können, bei der bestellte Artikel innerhalb von zwei Tagen zum Kunden gelangen sollen.

Kaufen-Buttons sind gerade schwer in Mode: Twitter hat die Einführung fürs kommende Jahr angekündigt, Facebook ebenfalls und auch Tumblr führt erste Experimente mit einer solchen Schaltfläche durch.

Seit November 2014 gibt es bei Google Shopping mit den Merchant Promotions auch eine Sonderwerbeform für Rabattaktionen auf dem deutschen Markt.

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Mehr Video-Daten in Google AdWords

12.12.2014, 10:41

Google macht einen überfälligen Schritt: Nach der Integration von Video-Kampagnen in Google AdWords sind nun endlich auch Statistiken zu unbezahlten Bewegtbildabrufen auf Youtube eingebunden.

Mehr Video-Daten in Google AdWords

(Quelle: Fotolia.com/Thomas Jansa)

Google AdWords for Video ermöglicht Werbungtreibenden, Targeting- und Budgetierungsoptionen für beworbene Bewegtbildinhalte einzustellen. Doch bisher gab das System keinen Einblick darin, wie oft die Filme außerhalb der Kampagne auf Youtube angesehen wurden. Eine Überarbeitung der Video-Statistik ändert dies jetzt. Damit können Unternehmen die Youtube-Daten direkt im AdWords for Video-Überblick gezeigt.

Zur besseren Übersicht werden die Daten als Grafik dargestellt. Werbekunden können nicht nur auf einen Blick die Tagesperformance ihrer Videos überschauen, sondern sehen das Verhältnis bezahlter und unbezahlter Video-Views.


Die visualisierte Darstellung der Video-Performanz

(Quelle: Google.com)

Noch tiefer können die Advertiser in die Daten eindringen, wenn sie sich den ebenfalls neu eingefügten “Audience Retention Graph” auf den Bildschirm holen. In einem Koordinatensystem chronologisch dargestellt wird hier deutlich, wann besonders viele Nutzer Videos abspielen und wann das Interesse an den Clips nachlässt.


Wann ist das Publikum besonders aufmerksam? Der Graph zeigt's

(Quelle: Google.com)

Die neue Reporting-Seite beinhaltet darüber hinaus auch eine Gesamtübersicht, aus der hervorgeht, wie die einzelnen Videos zur Gesamtperformanz des Accounts beitragen. “So könnt ihr sehen, welche Videos in allen Kampagnen über- oder unterdurchschnittlich abschneiden, und sehen, wie eure Videoinhalte euch hilft, auf Youtube euer Publikum zu finden”, so Avi Fein, Product Manager, AdWords for Video im Inside AdWords-Blog.

Google hatte bereits im Frühjahr 2014 die Videowerbung vereinfacht und die Video-Formate in AdWords überarbeitet.

Videos sind gerade auch im Weihnachstgeschäft wichtige Botschaftsträger: Marken setzen auf große Gefühle und versuchen, mit Geschichten in Erinnerung zu bleiben. Dabei lassen sich vier Kampagnen-Typen identifizieren.

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Google erneuert den AdWords Editor

11.12.2014, 15:21

Ein neuer Look und neue Funktionen. neues Interface – das Redesign von Googles AdWords Editor soll das Kampagnen-Tool effizienter, schneller und einfacher bedienbar machen.

Google erneuert den AdWords Editor

(Quelle: Shutterstock.com/Bloom Design)

Google kündigt die Version 11.0 des AdWords Editor als das “größte Update” seit der Einführung vor acht Jahren an. “Wir haben alle Features, die ihr kennt und schätzt verbessert und dazu neue hinzugefügt, damit ihr in weniger Zeit mehr erledigen könnt”, so Geoff Menegay, Product Manager, AdWords Editor im Inside AdWords-Blog.

Schneller wird die Bedienung vor allem durch die neu eingeführte Möglichkeit, so viele Kampagnenfenster zu öffnen, wie gewünscht. So können nicht nur mehrere Accounts gleichzeitig in verschiedenen Fenstern geöffnet sein, sondern auch per “Drag and Drop” Inhalte einfach hin und her geschoben werden. Ein neuer Überblicksbereich, der Accounts Manager, erlaubt das Hinzufügen, Bearbeiten und Überprüfen der verschiedenen Kampagnen, sowie das Herunterladen von Daten. Letzteres ist nach Angaben von Google doppelt so schnell wie zuvor.

Neu sind ebenfalls die so genannten Type Lists. Auf der Liste enthaltene Stichwörter können angeklickt werden, die als Link zu den Daten des gewählten Accounts, der Kampagne oder Anzeigengruppe führen. Neue Kurzbefehle sollen die Arbeit mit dem Editor ebenfalls effizienter machen.

Über eine Listenauswahl können zudem beispielsweise eine Kombination von Kampagnen und Anzeigengruppen ausgewählt werden oder Stichwörter in mehrere Kampagnen und Anzeigengruppen gleichzeitig eingefügt werden.

Der neue AdWords Editor steht ab sofort für Mac- und Windows-Nutzer zur Verfügung. Nutzer sollten bis 10. April 2015 ihre genutzte Version auf den Editor 11.0 umgestellt haben.

Im Sommer 2014 hatte Google bereits den AdWords Editor auch für die Verwaltung von Shopping-Kampagnen eingeführt.

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So erkennen Suchmaschinen hochwertige Inhalte

11.12.2014, 14:09

Wer mit seiner Website gut bei Google ranken möchte, braucht sehr guten Content. Aber wie erkennen Suchmaschinen hochwertige Inhalte? Und was können Unternehmen tun, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen?

So erkennen Suchmaschinen hochwertige Inhalte

(Quelle: Shutterstock.com/Gonzalo Aragon)

Google arbeitet kontinuierlich an seinen Algorithmen, um die Genauigkeit der Suchergebnisse zu verbessern und mehr umfassende, zugängliche und gleichzeitig gut geschriebene Beiträge anzuzeigen – zum Beispiel mit dem Update Panda 4.1. Nicht-passende, irrelevante sowie aggregierte Inhalte sollen weiter unten angezeigt werden. Eine Maßnahme dafür war zum Beispiel Googles Hummingbird aus dem vergangenen Jahr.

Worauf sollten sich Firmen und Agenturen also konzentrieren, wenn sie Content produzieren möchten, den Suchmaschinen als qualitativ und authentisch einstufen? Marcus Tober, Gründer und Geschäftsführer von Searchmetrics, nennt – unter anderem auf Basis einer umfangreicher Analyse zu den Ranking-Faktoren 2014 – fünf wichtige Kriterien, die bei der Optimierung der Content-Qualität weiterhelfen:

1. Ganzheitlicher Inhalt

Content sollte nicht auf einzelne Keywords zielen, sondern ein ganzes Thema beziehungsweise ein auf bestimmte Suchintentionen abgestimmtes Themenfeld umfassend abdecken. Empfehlenswert sind dabei einzelne Content-Cluster, Einzelthemen oder Themenbereiche als Basis, die wiederum auf einer Vielzahl von Schlüsselwörtern und verwandten Keywords beruhen. Diese neue Ausrichtung bringt vor allem die mittlerweile sehr viel stärkere Fokussierung auf die semantische Suche in Google mit sich – Hummingbird sei Dank.

Google ist jetzt sehr viel besser darin, die tatsächliche Suchabsicht eines Users zu erkennen, wenn er seine Suchanfrage in die Suchmaske eingibt. Unternehmen sollten deshalb in ihren Online-Inhalten unbedingt ganzheitliche Content-Cluster abdecken, um erstens eine höhere Relevanz der jeweiligen Inhalte für eine größere Menge an Nutzern mit unterschiedlichen Suchintentionen zu erzeugen und zweitens auf diesem Weg gleichzeitig für verschiedene, aber thematisch ähnliche Suchanfragen zu ranken.

Achten Sie daher bei der Content-Erstellung auf die Verwendung weiterer relevanter und authentischer Terme, die in semantischer Beziehung zum Haupt-Keyword stehen, denn sie weisen eine sehr positive Korrelation mit hohen Google-Rankings von Webseiten in der organischen Suche auf.

Ein Beispiel: Ein Suchbegriff wie “iPhone 6″, wird häufig kombiniert mit starken Begriffen wie “Apple” oder “mobile”. Dies sind Keywords, die sehr stark mit dem primären Schlüsselbegriff verwandt sind und deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit zur gleichen Zeit erscheinen. Relevante Begriffe wie etwa “Bendgate” oder “Bildschirmgröße” dagegen sind zwar thematisch etwas weiter entfernt, aber in einem untergeordneten Content-Thema immer noch wichtig. Sie sollten deshalb – je nach Themenausrichtung – ebenfalls im Text vorkommen, der einer entsprechenden Suchintention entsprechen soll.

2. Länge des Textes auf einer Seite

Als wir 2012 unsere erste Studie zu den Ranking-Korrelations-Faktoren vorlegten, korrelierte eine hohe Anzahl an Wörtern auf einer Seite noch negativ mit einem guten Ranking. Bereits ein Jahr später zeichnete sich eine erste Kehrtwende ab, die sich übrigens auch in unserer Studie aus diesem Jahr bestätigte. Denn aktuell liegt die durchschnittliche Textlänge der Top-Platzierungen unter den deutschen Suchergebnissen bei etwa 821 Wörtern (7.662 Zeichen).

Natürlich heißt das jetzt nicht automatisch, dass mehr zu schreiben, die Lösung aller Dinge ist. Denn Fakt bleibt: Suchmaschinen suchen nicht nach der Anzahl der Wörter auf einer Seite, sondern nach qualitativ hochwertigem, relevantem Content, der eher ganze Themengebiete abdeckt, und nicht nur auf einzelne Keywords abzielt.

Lesbarkeit und Bilder

3. Lesbarkeit auf einer Seite

Um möglichst brauchbare Ergebnisse bereitzustellen, berücksichtigt Google auch die Lesbarkeit eines Textes, das heißt wie einfach (oder auch schwer) sich bestimmte Seiten lesen lassen. Wir haben die Lesbarkeitsskala von Flesch genutzt, die über die Analyse von Wort- und Satzlängen die Lesbarkeit von Inhalten bewertet. Die Skala reicht dabei von 0 (schwer) bis 100 (leicht).

Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass bei Google.com beispielsweise besonders gut rankende Webseiten einen durchschnittlichen Wert von 73/74 aufweisen. Bewertungen zwischen 60 und 70 werden übrigens als leicht verständliche Inhalte für Schüler zwischen 13 und 15 Jahren verstanden. Im deutschen Index sind die Werte leicht anders. Hier sind gut rankende Inhalte im Durchschnitt etwas anspruchsvoller.
Daraus lässt sich ableiten, dass sich Inhalte an der Zielgruppe orientieren sollten. Das klingt zunächst recht trivial, wird jedoch oft vernachlässigt. Folglich sollten Texte, die nicht von einem Fachpublikum verstanden werden sollen, einfach zu lesen und vor allem verständlich sein, damit sie in der organischen Suche auch entsprechend hoch gerankt werden. Suchanfragen, die dagegen mehr auf akademische Themen und Inhalte abzielen, sollen und dürfen natürlich anders geschrieben sein. Entsprechend wichtig ist es also, Inhalte auf die Absichten einer Suchanfrage auszurichten und die Nutzergruppe, die adressiert werden soll, sowie deren Bedürfnisse genau zu kennen – und entsprechend individualisierten Content zu erstellen.

4. Weniger Werbung auf der Seite

Weniger ist mehr, das gilt vor allem für die Platzierung von Werbung auf einer Webseite. Seiten, die unter den Top-30-Positionen ranken, beinhalten nach unserer Analyse im Allgemeinen weniger Werbung als der Durchschnitt. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Adlinks und Google AdSense-Integrationen negativ mit guten Platzierungen korrelieren. Diese anhaltende Veränderung stützt den Wunsch der User, ganzheitliche Inhalte zu finden und zu lesen und nicht durch Werbung abgelenkt zu werden.

5. Bilder

Sicher ist es längst keiner Rede mehr wert, aber Bilder und Videos betrachtet Google als äußerst wichtig -abgesehen davon, dass sie eine Seite wesentlich attraktiver und ansprechender für den Leser machen und somit die Zeit verlängern, die der User mit dem Content interagiert. Die besten zehn Seiten unter den organischen Suchergebnissen von Google zeigen in der Regel zwischen sechs und acht Bilder. Dies ist natürlich nur ein Durchschnittswert. Doch stellen Sie sicher, dass sie ebenso relevante und hochwerte Bilder integrieren, die Ihr Ranking über positive Usersignale wiederum vorteilhaft beeinflussen.

Welche Faktoren Unternehmen beachten sollten, um beim Relaunch nicht in SEO-Fallen zu tappen, erklärt Siwen Zhang, Director SEO bei explido iProspect.

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Google gibt Tipps für mehr Sichtbarkeit

09.12.2014, 11:30

Der untere Bildschirmrand ist der heimliche Star unter den Anzeigen-Positionen, vertikale Banner werden besser gesehen als horizontale. Das sind nur zwei Erkenntnisse einer Studie von Google.

Sichtbar oder unsichtbar: Das ist die Frage bei Display-Werbung

(Quelle: Shutterstock.com/Yeko Photo Studio)

In der aktuellen Debatte um die Sichtbarkeit von Online-Anzeigen ist es sowohl für Webseitenbetreiber als auch für werbungtreibende Unternehmen wichtig zu verstehen, welche Faktoren die sogenannte Viewability der ausgelieferten Anzeigen beeinflussen. Nach einer Untersuchung im Display-Netzwerk von Google- und DoubleClick gibt es fünf Erfolgsfaktoren:

1. Der untere Seitenrand ist die geheime Pole-Position

Die am besten sichtbare Position ist die am unteren Seitenrand – und nicht die häufig eingesetzte Banner-Platzierung am Anfang der Seite, für die Nutzer oft blind sind und mit schnellem Scrollen nach unten reagieren.

2. Skyscraper sticht Medium Rectangle

Vertikale Formate sind sichtbarer als horizontale. Von den mit Active View untersuchten Kampagnen wiesen die Skyscraper im Durchschnitt eine bessere Viewability auf als beispielsweise das Format Medium Rectangle. Das ist nicht überraschend, da sich Skyscraper dem Scroll-Verhalten der User anpassen und “mitwandern”.

3. “Below the fold” ist kein Ausschlusskriterium

Zwar haben Banner im sichtbaren Seitenbereich (Above the fold) eine per se höhere Chance, gesehen zu werden (68 Prozent), jedoch weisen auch Werbemittel im nicht-sichtbaren Bereich eine Viewability von immerhin 40 Prozent auf. Voraussetzung: Die Seite muss die Nutzer dazu animieren, auch in den nicht-sichtbaren Bereich zu scrollen.

4. Die Branche ist entscheidend

Je nach Umfeldkategorie der Kampagne zeigen sich deutliche Unterschiede der Viewability. Nutzwertige Sites mit Informationen aus der Kategorie “Reference”, aber auch Online-Communities und Games haben die höchsten Sichtbarkeitsraten.

5. Guter Content fördert Viewability

Inhalte, die für die User relevant und unterhaltsam sind, laden sie zum Verweilen ein. Das freut nicht nur den User, sondern auch den Publisher und macht die Werbung sichtbarer.

Zur Methodik: Die Daten für die Studie basieren auf global ausgelieferten Display-Kampagnen im Browser (Desktop und Mobil) in den Netzwerken DoubleClick for Publishers, DoubleClick Ad Exchange sowie Google Display Network im Juli und Oktober 2014. Nicht eingeschlossen sind mobile In-App- sowie Video-Kontakte.

Nach dem Standard des Interactive Advertising Bureau (IAB) gilt eine Ad Impression als sichtbar, wenn mindestens 50 Prozent der Fläche für mindestens eine Sekunde im sichtbaren Bereich des Browsers lagen. Mit der ActiveView-Technologie von Google wird dieser Standard automatisch in die Auslieferung von Kampagnen integriert.

US-Medien berichten immer wieder über betrügerische Kampagnenmanipulationen. Nun tritt der amerikanische Branchenverband Interactive Advertising Bureau (IAB USA) den Kampf gegen Ad Fraud an. Welche Betrugsarten es im Online-Display-Marketing gibt, lesen Sie unter “Online-Werbebetrug im Visier”.

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Das Zalando-Car kommt schneller als gedacht

08.12.2014, 14:52

Der BVDW hat zehn Thesen zur Zukunft von Connected Cars veröffentlicht. Achim Himmelreich, Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce, erläutert die Folgen für E-Commerce und Marketing.

In spätestens fünf Jahren könnte das Zalando-Car Realität sein

(Quelle: Zalando.com)

Das Auto der Zukunft ist vernetzt. Fahrzeughersteller, Telekommunikationsanbieter und US-Riesen wie Apple oder Google liefern sich eine Schlacht um die Hoheit im Connected Car. Der BVDW hat in einem Positionspapier zehn Thesen zur Zukunft von vernetzten Autos zusammengestellt. INTERNET WORLD Business sprach mit Achim Himmelreich, Vorsitzender der Fachgruppe E-Commerce im BVDW, über die Folgen für Online-Marketing und Handel.

Herr Himmelreich, wo auf dem Weg zum vollständig vernetzten Auto befinden wir uns denn eigentlich gerade?


Achim Himmelreich

(Quelle: internetworld)

Achim Himmelreich: Egal ob Entertainment, Adressbuch oder Verkehrsinformationen – ein immer größerer Anteil der Wertschöpfung im Auto ist digital. Diese Tendenz gab es zwar vor zehn Jahren schon. Doch jetzt sind die OEMS erstmals nicht mehr unbedingt diejenigen, die auch die vollständige Kontrolle über die digitale Entwicklung haben. Kaum ein Konsument will sich für 3.000 Euro ein Extra-Navigations- oder Entertainment-System anschaffen, sondern einfach sein Smartphone mit seinem Auto vernetzen. Damit brechen Branchengrenzen auf, und es stellt sich die Frage, wer die Hoheit über das digitale System im Auto gewinnen wird. Da kämpfen OEMS gegen Telcos und große Internet-Konzerne wie Google oder Apple.

Mir läge da schon fast ein Favorit auf der Zunge.

Himmelreich: Natürlich sind Google und Apple in der Pole-Position, weil sie den Konsumenten hinter sich haben. Trotzdem sehe ich auch Chancen für die Konkurrenz. Den anders als früher, wo die Leute sparten oder einen Kredit aufnahmen, um sich ein neues Auto zu kaufen, fordern sie heute eher Zugang als Besitz. Allein deshalb boomen derzeit Carsharing-Modelle. Doch die neue Mobilität muss irgendwer im Hintergrund vernetzen. Erste Pilotversuche zu Smart Mobility gibt es bereits. Und hier haben nicht Apple und Google automatisch einen Wettbewerbsvorteil. Hier kann man sich auch Konsortien vorstellen, die eine gemeinsame Software-Infrastruktur bauen. Das können dann beispielsweise auch BMW, Sixt, die Telekom und T-Systems sein.

In welchen Segmenten werden sich denn Connected-Car-Anwendungen als erstes durchsetzen?

Himmelreich: Im Auto passiert ja schon einiges. Schauen Sie sich den Opel Adam an: Der wird gezielt als Multimedia-Spaß-Auto positioniert. Vernetzung ist viel wichtiger als Verbrauch oder Motorleistung. Auch Mercedes macht das so mit der A- und B-Klasse. Außerdem gibt es schon Pilot-Regionen, die mit Smart Mobility experimentieren. Hier sind vor allem Schwellenländer mit neuen großen Mega-Metropolen wie Shanghai oder Sao Paolo aktiv. Die müssen derartige Konzepte aus schierer Not vorantreiben, weil ihnen sonst ein Verkehrskollaps droht. Und alle großen deutschen Konzerne wie T-Systems oder die Telekom, aber auch IBM, sind dort vor Ort präsent. Die in Deutschland traditionell starken Automobilhersteller müssen sich zudem darauf einstellen, dass sie ihre Kalkulation für Innovationsmanagement neu aufsetzen müssen. In der Vergangenheit wurden neue Innovationen wie Airbag oder Seitenaufprallschutz erstmal für teures Geld in die Topmodelle eingebaut und wanderten von dort peu à peu auch in Mittelklasse- und Kleinfahrzeuge. Heute funktioniert dieses Modell, hohe Forschungskosten durch hohe Preise zu refinanzieren, nicht mehr ohne weiteres. Denn der 60-jährige S-Klasse-Fahrer legt auf Vernetzung nicht soviel Wert wie der 20- bis 30-jährige Opel-Adam-Fahrer. Mercedes hat schon reagiert, hier starten die digitalen Innovationen in der A-Klasse.

Wir haben bislang viel von Entertainment und Infotainment geredet. Sehen Sie auch für die Chancen für Marketing und E-Commerce?

Himmelreich: Auf jeden Fall. Indirekt ergeben sich Potenziale dadurch, dass Daten gesammelt werden. Hier muss allerdings erst noch an einem geeigneten Regulierungsrahmen gearbeitet werden, denn noch ist völlig ungeklärt, unter welchen Umständen welche Daten von wem erhoben und genutzt werden dürfen. Aber wenn ein Dienst, sei es Google oder eine Mercedes-Tochter, weiß, wo ich herumfahre, sind das natürlich wichtige Daten. Das ist dann wie ein Indoor-Tracking im Ladengeschäft oder Einkaufszentrum. Im nächsten Schritt können dann auf Basis der Daten, die man gesammelt hat, beispielsweise Marketing-Botschaften im Head-Up-Display ausgespielt werden. Allerdings muss auch hier die Politik aktiv werden und erst einmal die Sicherheitsaspekte klären.

Unfall dank Sonderrabatt

Allerdings, ich kann mir schon vorstellen, dass man vor Aufregung über einen Sonderrabatt bei H&M im nächsten Straßengraben landet. Es gibt ja auch Studien, die belegen, dass RMS-Radios die Unfallgefahr steigern.

Himmelreich: Damit das nicht passiert, experimentieren die Autohersteller in Wolfsburg, Ingolstadt und anderswo alle schon mit Sprach- und Gestensteuerung, um Steuerung und Kommunikation im Fahrzeug so zu gestalten, dass sie den Fahrer nicht behindern. Das heißt dann auch, dass Sie den H&M-Gutschein vermutlich nicht im Head-Up-Display angezeigt bekommen, sondern dass das Auto mit Ihnen spricht. Beim A8 ist es ja ein offenes Geheimnis, dass das neue Modell erstmals mit Gestensteuerung kommt. Und spätestens mit dem Google-Self-Driving-Car ist dann quasi alles möglich. Aber das wird wohl noch ein wenig dauern.

Wenn ich Online-Händler oder Online-Marketer bin und mir frühzeitig ein gutes Plätzchen im vernetzten Auto sichern will, mit wem spreche ich denn da jetzt?

Himmelreich: Bei den Automobilfirmen anzuklopfen, ist wohl noch zu früh. Am besten aufgehoben ist man bei den drei großen Telekommunikationsunternehmen hier in Deutschland. Die haben alle eine eigene Abteilung für Connected Cars, denn aus Telco-Sicht ist ein Auto ja auch nichts anderes als eine neue SIM-Karte. Dafür gilt es, neue Geschäftsmodelle zu generieren – angefangen von B-to-B-Sicherheitssystemen bis zu Commerce-Anwendungen.

Gibt es schon Händler oder Marketer, die bereits Anwendungen konzipiert haben?

Himmelreich: Autoscout wäre ein Beispiel. Die haben ein Dongle gebaut, das sich Kunden ins Auto stellen können und das dann bestimmte Daten ausliest: Wer fährt wann wo hin und so weiter. Dazu gibt es eine offene Schnittstelle, über die Dritte über ein Revenue-Sharing-Modell die Daten von Autoscout nutzen können. Das haben sich Händler schon angeschaut, inwiefern sie da Apps aufspielen können, die dann die von Autoscout gesammelten Daten nutzen.

Ich schätze, jedem Datenschützer stehen spätestens jetzt die Haare zu Berge.

Himmelreich: Naja, solche Daten gibt es ja ohnehin schon. Jeder Mobilfunkanbieter weiß ganz genau, wann Sie wo waren und theoretisch auch, wie oft Sie zu schnell gefahren sind. Hier brauchen wir einen gesellschaftlichen Konsens, wie wir damit umgehen wollen, und ggfs. einen angepassten Regulierungsrahmen.

Zalando hat ja vor einigen Jahren mit großem Pressegetöse sein Konzept vom Zalando-Car präsentiert. Ist das alles wirklich noch Zukunftsmusik?

Himmelreich: Das kann schneller kommen als man denkt. Vor zehn Jahren war jeder der festen Überzeugung, dass niemand mehr eine neue Automobilfirma gründen kann. Aber seit es Tesla gibt, weiß man, dass auch Startups Autos bauen können und dann auch noch eine neue Schlüsseltechnologie wie in diesem Fall Batterietechnik beherrschen. Wenn jetzt eine Firma wie Zalando oder Amazon in den USA zu Tesla geht und von Elon Musk einen Whilte-Label-Tesla bekommt, den er zum E-Commerce-Auto umbaut, ist das technisch durchaus möglich. Ob der Konsument das dann will, steht auf einem anderen Blatt. Aber, dass man solche Innovationen in den kommenden fünf Jahren sehen wird, ist so gut wie sicher.

Glauben Sie denn überhaupt an ein Potenzial für den Online-Handel oder geht es Verbrauchern im Auto eher um Entertainment?

Himmelreich: Es wäre fatal, wenn Händler und Marketer das Auto nur als weiteren Kanal sehen, der dann entsprechend bespielt wird. Aber der Commerce muss den Konsumenten dahin folgen, wo sie hinschauen. Er ist ihm auf sein Laptop gefolgt und auf sein Smartphone. Das Auto wäre da nur der x-te Screen, wobei der Screen vermutlich eher ein Lautsprecher ist. Im neuen Denglisch ist das Auto einfach ein Touchpoint, den der Kunde nutzt. Und weil das Auto ein Touchpoint ist und Daten generiert, wird es genauso Teil der Customer Journey werden wie in der Vergangenheit das Smartphone oder Tablet. Händler müssen da präsent sein, wenn sie eine unterbrechungsfreie Customer Journey bieten wollen.

Wo sehen Sie denn aktuell den größten Handlungsbedarf?

Himmelreich: Die Politik muss aufwachen. Wir sind zu Recht stolz darauf, dass die deutsche Automobilindustrie weltweit führend ist. An keiner Branche hängen mehr Arbeitsplätze. Deswegen ist es entscheidend, dass wir auch in einer sich wandelnden Automobilbranche die Kontrolle behalten. Wenn die Kontrolle nach Kalifornien geht, gehen auch die Margen nach Kalifornien. Wenn die Margen nach Kalifornien gehen, ist die Automobilproduktion in Deutschland nicht mehr rentabel. Und dieses Damokles-Schwert über unserer Schlüsselindustrie könnte durchaus noch mehr Aufmerksamkeit vertragen. Die Politik muss deutsche Unternehmen schneller unterstützen, Regularien anpassen, Innovationen fördern. Wenn die Kontrolle über die Branche mal irgendwo anders liegt, wird es schwer, sie zurückzuholen.

Sprechen Sie als BVDW denn mit den zuständigen Politikern?

Himmelreich: Wir sprechen permanent mit Politikern, aber im Bereich Connected Cars sind wir noch nicht so weit vorgedrungen wie bei Datenschutz oder Netzpolitik. Wir bemühen uns, aber die technologische Entwicklung ist nachvollziehbarerweise eben schneller als politische Prozesse.

Intelligente Autos, vernetztes Wohnen, Smart Wearables: Wie denken die Deutschen über die digitalen Zukunftstrends – und können sie sich ein Leben ohne Internet überhaupt noch vorstellen?

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Google nutzt einfachere Captcha-Codes

05.12.2014, 8:02

Um Mensch von Maschine einfacher und zuverlässiger zu unterscheiden, setzt Google eine neue Technik namens “No Captcha reCaptcha” ein. Und dabei spielen auch Katzen eine Rolle – manchmal.

Google nutzt einfachere Captcha-Codes

(Quelle: Shutterstock.com/Maen Zayyad)


Für Menschen leicht zu lösen

(Quelle: Google.com)

Seit Jahren hat Google Captcha-Codes genutzt, bei denen Nutzer eine verzerrte Zeichenfolge in ein Feld eingeben mussten. Dabei handelt es sich um einen Sicherheitstest, um Mensch von Computer zu unterscheiden. Sie sollen verhindern, dass automatisch agierende Computer wie Botnetze sich in Foren oder Kommentarsektionen registrieren und missbräuchlich Spam posten. Google zufolge können künstliche Intelligenzen jedoch heutzutage selbst schwierige Captchas mit Erfolgsraten von 99,8 Prozent erkennen.

Bei der neuen “No Captcha reCaptcha”-Abfrage bestätigen Nutzer einfach mit einem Häkchen, dass sie “kein Roboter” sind. Nur für den Fall, dass Google sich nicht sicher ist, müssen Nutzer wie bisher etwa eine Zahlenfolge eingeben. Für mobile Geräte hat Google eine einfachere Variante entwickelt: So markieren Nutzer in einer Liste von Bildern diejenigen, die mit dem gegebenen Hinweis übereinstimmen. Als Beispiel wählt man etwa alle Katzenbilder in der Liste aus.

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft will Google auch das mobile Einkaufserlebnis verbessern. Shopping-Suchergebnisse zeigen angebotene Artikel in 360-Grad-Ansicht und weitere Details wie Kundenbewertungen.

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Online-Shopper sind treu

26.11.2014, 15:10

Deutsche Internet-Einkäufer verlassen sich gern auf Bewährtes: Mehr als die Hälfte hat bisher bei höchstens drei verschiedenen E-Commerce-Betreibern bestellt. Ganz vorn liegt Amazon.

Online-Shopper sind treu

(Quelle: Shutterstock.com/ideyweb)

Abwechslung unerwünscht: 58 Prozent der deutschen Online-Käufer haben bisher bei höchstens drei verschiedenen Shops bestellt. Zwei Drittel geben an, generell lieber in bekannten Online-Shops zu stöbern, als neue Anbieter auszuprobieren. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Konzept & Markt unter mehr als 8.000 Online-Käufern in Deutschland. Bei der Suche nach Produkten wird am häufigsten Google angesteuert (61 Prozent), danach Amazon (50 Prozent) und an dritter Stelle eBay (34 Prozent). Tatsächlich gekauft wird am meisten bei Amazon, weiter spielen neben eBay nur noch Spezialanbieter eine Rolle – keine anderen Vollsortiment-Anbieter.

Beim Internetkauf schätzen die Menschen besonders, rund um die Uhr einkaufen zu können sowie die gute Vergleichbarkeit von Artikeln und Preisen. Mode und Medien sind die am häufigsten gekauften Produktgruppen. Frauen kaufen besonders gerne Mode, Wohnaccessoires und Tierzubehör. Männer shoppen überdurchschnittlich viel Wein und Autoteile im Internet. Ältere Altersgruppen bestellen auch Medikamente. Dienstleistungen, zum Beispiel Handwerkerservices, werden online noch selten nachgefragt, bisher erst von 15 Prozent. 77 Prozent ist diese Möglichkeit noch gänzlich unbekannt.

Doch wer denkt, künftig wird nur noch online gekauft, irrt: Internetkäufe und stationäre Käufe liegen auch bei den Onlineshoppern fast gleich auf (52 Prozent online, 48 Prozent offline). Am stationären Handel schätzen die Befragten am meisten, Produkte direkt mitnehmen zu können sowie die Möglichkeit zum Anschauen und Ausprobieren. Click-and-Collect, die Möglichkeit online zu kaufen und vor Ort abzuholen, ist noch kaum bekannt und das Interesse überschaubar: Weniger als die Hälfte der Befragten würden diesen Service gern nutzen.

Im Schnitt haben 56 Prozent der befragten Onlineshopper in den letzten zwölf Monaten ein Produkt bei Amazon bestellt – damit ist Amazon der mit Abstand meistgenutzte Webshop. Jeder Dritte hat bei eBay eingekauft. Außerdem hat jeder Befragte im Durchschnitt bei ein bis zwei Anbietern mit speziellem Produktsortiment bestellt. “Die Dominanz von Amazon, sowohl bei der Produktsuche als auch bei den tatsächlichen Bestellungen, ist unglaublich stark. Andere Anbieter haben es schwer, sich bei den Verbrauchern zu etablieren, denn diese folgen gern ihrer Gewohnheit”, so Ottmar Franzen, Geschäftsführer des Beratungsinstituts Konzept und Markt. “Im Bereich der Spezialsortimente bestehen noch die besten Chancen, sich zu etablieren. Hier ist es wichtig, die Top-Auswahlkriterien der Verbraucher zu berücksichtigen.”

Welche Kriterien bei der Shopauswahl zählen

Am wichtigsten ist den Internetkäufern bei einem Onlineshop, dass sie die Ware geliefert bekommen, die sie tatsächlich bestellt haben. Eine schnelle Lieferung ist den Käufern am zweitwichtigsten, gefolgt von einem guten Preis-Leistungsverhältnis, zu dem angemessene Versand- und Retourenkosten gehören. Danach folgen Übersichtlichkeit und Usability sowie informative Produktbeschreibungen. Die Qualität der Produkte im Sortiment folgt erst auf Platz sieben im Ranking.

Ähnlich treu wie bei den Shops verhalten sich Onlinejäufer gegenüber ihrem Paketzustelldienst. Wenn sie die Wahl haben, setzen 86 Prozent auf DHL. Auf Rang zwei landet weit abgeschlagen Hermes mit 29 Prozent der Nennungen. Auf Platz drei liegt DPD mit 14 Prozent, dann folgen UPS (sieben Prozent) und GLS (fünf Prozent).

Für die Studie “Black-Box Online-Shopping: Potenziale erkennen – Kunden gewinnen” wurden 8.134 Online-Käufer befragt, die mindestens einmal innerhalb der vergangenen zwölf Monate im Internet eingekauft haben. Die Befragten wurden bevölkerungsrepräsentativ ausgewählt.

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