Google: Anzeigen auf Apple bringen das meiste Geld

29.05.2015, 12:23

Mobile Werbeeinnahmen

Apple ist für Google die wichtigste mobile Werbeplattform: Etwa 75 Prozent der mobilen Anzeigeneinnahmen in Höhe von 11,8 Milliarden US-Dollars stammen von iOS-Geräten.

Google: Anzeigen auf Apple bringen das meiste Geld

(Quelle: Shutterstock.com/Bloomua)

Nicht nur für Facebook, auch für Google wird Mobile zum wichtigen Kanal in Sachen Werbeeinnahmen. Im vergangenen Jahr betrugen die mobilen Gesamteinnahmen 11,8 Milliarden US-Dollar. Auch wenn Googles hauseigene Plattform Android die fünffache Nutzerzahl hat – das meiste Geld kam dabei von iOS-Geräten: Fast neun Milliarden US-Dollar – rund drei Viertel der Gesamteinnahmen aus Mobilwerbung – stammen von iPhones und Co. Das berichtet die New YorkTimes aus einer Studie der Investmentbank Goldman Sachs.

Die Hälfte der Einnahmen von iOS-Geräten gehen laut Goldman Sachs auf einen Vertrag zwischen Apple und Google zurück, der Google zur in Safari voreingestellten Suchmaschine macht. Was Google genau dafür zahlt ist unklar, Gerüchten zufolge sind es pro Jahr zwischen einer und zwei Milliarden US-Dollar. Ob die Partnerschaft noch lange besteht, ist allerdings fraglich. Apple könnte bald schon eine neue Suchpartnerschaft eingehen, im Gespräch sind Yahoo oder Bing, meint AppleInsider. Zusätzlich könnte Apple in einigen Bereichen auf eigene Suchergebnisse setzen. An entsprechenden Softwarelösungen arbeitet der Konzern bereits, das 2013 aufgekaufte Social-Analytics-Unternehmen Topsy wäre eine entsprechende Basis.

Bereits im Dezember 2014 hatte Mozilla die langjährige Partnerschaft mit Google aufgelöst: Seither stellt nun Yahoo die Technologie für die Standardsuchmaschine im Firefox-Browser in den USA bereit.

Auch Apps werden immer wichtiger als Lieferant von Inhalten. Google zeigt seit April 2015 in der mobilen Suche auch Links zum Download von Android-Anwendungen an. Ab sofort durchsucht Google nun auch iOS-Apps stellt deren Inhalte in den Suchergebnissen bereit. Damit vermischt sich der indexierte Content mit den Google-Suchergebnissen. Das könnte vor allem Veränderungen für den mobile Commerce mit sich bringen. Die Tiefenlinks – “deeplinks” – sollen langfristig beim mobilen Suchen nicht mehr nur auf Webseiten verweisen, sondern auf App-Inhalte. Das wiederum kann den Download der angezeigten Apps deutlich pushen.

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Flipboard: Auch Yahoo und Google haben Interesse

28.05.2015, 15:35

Nachrichten-App

Flipboard steht Übernahmeangeboten offen gegenüber, heißt es. Und zu den Interessenten gehören Medienberichten zufolge neben Twitter auch Yahoo und Google. Entsprechende Sondierungen sollen laufen.

Flipboard: Auch Yahoo und Google haben Interesse

(Quelle: Flipboard.com)

Nicht nur Twitter will Flipboard, auch andere Internetgiganten haben ihre Fühler nach der sozialen Nachrichten-App ausgestreckt. Sowohl Yahoo als auch Google sollen in den vergangenen Wochen Gespräche mit dem Übernehmen hinsichtlich einer möglichen Übernahme geführt haben, berichtet das Wall Street Journal. Dabei sei vor allem besprochen worden, wie das Angebot von Flipboard in die Suchgiganten integriert werden könnte. Preisvorstellungen der beiden Unternehmen seien noch nicht durchgedrungen.

Für beide Internetfirmen könnte eine Übernahme von Flipboard sinnvoll sein: Mit der sozialen Nachrichten-App könnten diese ihr Angebot aufwerten und ihre Inhalte vor allem mobilen Nutzern in übersichtlicheren Häppchen präsentieren. Dabei haben sowohl Google als auch Yahoo mit Nachrichten-Apps experimentiert. Yahoos Livestand ist allerdings schon 2012 wieder geschlossen worden.

Das Interesse von Kurznachrichtendienst Twitter an Flipboard dagegen war bereits mit einem Übernahmepreis in Verbindung gebracht worden: Twitter wolle bis zu einer Milliarde US-Dollar für Flipboard auf den Tisch liegen, hieß es.

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Google wählt die eTowns 2015

28.05.2015, 13:31

Digitalisierung

Google und das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW Consult) haben die diesjährigen eTowns ermittelt. Auffällig: Große Städte wie München, Hamburg oder Berlin fehlen.

Google wählt die eTowns 2015

(Quelle: Shutterstock/Sean Pavone)

Google und das IW Köln zeichnen erneut die digitalsten Städte in Deutschland mit dem eTown Award 2015 aus. Er widmet sich der Frage, in welchen deutschen Städten das Internet von lokalen Unternehmen am intensivsten für das internationale Geschäft genutzt wird. Die digitalsten Städte werden aus den zehn deutschen Postleitzahlgebieten ermittelt.

Zu den Gewinnern 2015 zählen demnach folgende Städte und Landkreise:

Dresden (PLZ-Gebiet 0)
Schwerin (PLZ-Gebiet 1)
Landkreis Harburg (PLZ-Gebiet 2)
Bielefeld (PLZ-Gebiet 3)
Düsseldorf (PLZ-Gebiet 4)
Koblenz (PLZ-Gebiet 5)
Frankfurt am Main (PLZ-Gebiet 6)
Landau in der Pfalz (PLZ-Gebiet 7)
Landkreis Oberallgäu (PLZ-Gebiet 8)
Neumarkt i.d.Oberpfalz (PLZ-Gebiet 9)

“Die Digitalisierung ist für Deutschlands Städte und Gemeinden ein entscheidender Standortfaktor, genauso wichtig wie Strom, Straßen und Wasser. Unsere Investitionen in die digitale Infrastruktur müssen erheblich verstärkt werden”, erklärt Franz-Reinhard Habbel, Sprecher des Deutschen Städte- und Gemeindebundes.

Um die digitalste Stadt in jeder Postleitzahlregion zu ermitteln, wurde der internationale eTown-Index erstellt. Er speist sich aus zwei Quellen: Zum einen wurden die Nutzungszahlen von Googles Online-Marketing-Plattform AdWords ausgewertet. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln Consult führte außerdem eine Umfrage in deutschen Unternehmen aller Postleitzahlgebiete durch. Hierbei wurden die Betriebe nach der Digitalisierung ihres Geschäftsmodells in einzelnen Bereichen sowie nach der Bedeutung des Internets für ihre Auslandsaktivitäten befragt.

Eine Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC ermittelte ebenfalls die digitalsten Städte in Deutschland. Bei dieser Untersuchung schaffte es allerdings die Karnevals-Hochburg Köln auf Platz eins. PwC bewertete dabei in Kooperation mit dem Geographischen Institut der Universität Bonn anhand von 20 Kriterien, die die Bereiche Verwaltung und Politik, Kommunikation, Infrastruktur und Energie der einzelnen Städte.

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Google I/O: Das bringt die Entwicklerkonferenz

28.05.2015, 11:08

Die Google I/O steht für gewöhnlich ganz im Zeichen von neuen Technologien und Produkten. Das können Entwickler und Tech-Freunde von der Konferenz in diesem Jahr erwarten.

Google I/O: Das bringt die Entwicklerkonferenz

(Quelle: shutterstock.com/turtix)

Googles Entwicklerkonferenz I/O findet in diesem Jahr am 28. und 29. Mai im Moscone Center in San Francisco statt. Auf der Konferenz treffen sich Entwickler aus der ganzen Welt, die sich mit Google Mitarbeitern über die Neuerungen und Entwicklungen in der Branche austauschen.

Der Googlewatchblog kündigt bereits einige wichtige Entwicklungen an: In diesem Jahr wird auf der Keynote die neue Android-Version, die noch den Kennbuchstaben “M” trägt, vorgestellt. Bisher sind nur wenige Informationen zur neuen Version bekannt. Insbesondere der Name sorgt für Spekulationen. Interne Quellen sollen berichten, dass das neue Betriebssystem Fingerabdrucksensoren nativ unterstützen soll. Zudem soll die neue Android-Version die Möglichkeit bieten, Apps auch rückwirkend Berechtigungen entziehen zu können.

Des Weiteren wird erwartet, dass es News zu Android Wear, dem Betriebssystem für Smartwatches, geben wird. Internen Quellen zufolge soll die kommende Version auch die Telefonie via Handgelenk ermöglichen. Zudem könnte auch eine erste Version der ersten Luxus-Smartwatch von Tag Heuer vorgestellt werden, die sich an den bekannten Luxusmodellen der Marke orientieren und auf Android laufen soll.

Neue Nexus-Geräte im Anflug

Dass Google im Jahr 2015 zwei Nexus-Smartphones von zwei verschiedenen Herstellern auf den Markt bringen soll, ist kein neues Gerücht. Die Frage ist, ob man sie bereits auf der Entwicklerkonferenz zu sehen bekommt.

So berichtete Gizmodo China über ein Phablet mit einem 2K-Display im 5,7-Zoll-Format, das Google zusammen mit Huawei entwickelt. Für die Chinesen wäre das eine “Nexus-Premiere”. Mehrere Smartphones hat dagegen bereits LG für Google gebaut, die Koreaner sollen laut dem Google-Plus-Blog von Artem Russakovskii auch ein Modell der nächsten Generation entwickeln. Diese soll ein 5,2-Zoll-Display haben.
Nexus wird von Google als eine Art Referenzmarke für Smartphones und Tablets genutzt, die immer mit der aktuellsten Version des Android-Betriebssystems ausgestattet werden. Dabei kamen für diese Geräte in der Vergangenheit immer wieder verschiedene Hersteller zum Zuge. Zuletzt hatte die ehemalige Google-Tochter Motorola das Nexus 6 gebaut, das immer noch verfügbar ist.

Android Car und TV

Große Neuerungen im Bereich Android Auto werden hingegen nicht erwartet. Möglich wäre, dass Google auf seiner Entwicklerkonferenz weitere Partner, wie zum Beispiel Daimler, vorstellen wird. Und es werden neue App erwartet, die auf den Bildschirm im Auto gebracht werden sollen.

Im Bereich des Android TV liegt in diesem Jahr der Fokus eher auf Gaming: So wird es eine komplette Session auf der Google I/O geben, die sich mit Gaming auf Android TV beschäftigt. Neben dem Gaming will Google offenabr auch neue Fernseher, die das Unternehmen gemeinsam mit Hardware-Partnern herstellen möchte.
Angeblich wird Google auch das geplante Projekt “Brillo” auf der Google I/O vorstellen. Hierbei soll es sich um ein Betriebssystem für das Internet der Dinge handeln. “Brillo” soll für Low-Power-Geräte mit 32 oder 64 MByte RAM entwickelt werden und auf Android basieren.

Google Glass und “die Erde in Echtzeit”

Angeblich soll Google noch in diesem Jahr die neue Version der Google Glass vorstellen, die Google Glass v2, berichtet Googlewatchblog weiter. Gerüchten zufolge werden auf der I/O erste Eindrücke des neuen Wearables präsentiert, die Funktionen wie Eyetracking beinhalten soll.

Eine Veranstaltung mit dem Namen “Die Erde in Echtzeit” weißt darauf hin, dass es auch Neuerungen zu Google Maps geben wird. Zudem soll auf der diesjährigen Google I/O der Sprachassistent, der unter dem Projektnamen Project Majel entwickelt wurde, mit neuer Funktion vorgestellt werden, berichtet giga.

Des Weiteren erwarten sich Experten Antworten auf die Frage, wie es zukünftig mit Google+ weitergeht. Es wird spekuliert, dass sich Google+ künftig rein auf den News-Stream konzentriert. Ob es ein neues Design geben wird, ist bisher noch unklar. Der Foto-Dienst soll von Google+ separiert werden. Mit einem neuen Dienst soll es die Möglichkeit geben, Bilder online zu verwalten und in sozialen Netzwerken zu teilen.

Im Bereich von Google Play stehen alle Zeichen auf familienfreundliche Inhalte. Google hat bereits bestätigt, dass “designed for families” am 28. Mai veröffentlicht wird. Ob diese Inhalte gesondert vorgestellt werden oder nicht, ist noch ungewiss.

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Google Maps: Verkehrsnachrichten in der App

26.05.2015, 12:36

Update für Kartendienst

Google Maps kann mehr als nur Routen beschreiben. Die Karten-App beinhaltet nun auch aktuelle Verkehrsnachrichten und reagiert auf Stau mit Umleitungsempfehlungen.

Alternativroute gleich im Bild - bei Google Maps

(Quelle: Google.com)

Zwei neue Features bei Google Maps: Die Karten-App zeigt nicht mehr nur Routen an, sondern gibt jetzt auch Verkehrsinformationen an die Nutzer weiter. So können die User mögliche Behinderungen im Verkehr umfahren. Und das auch dank aktueller Umleitungsempfehlungen während der Nutzung der App, wie das Unternehmen im Google Maps-Blog erklärt.

Dabei beschränkt sich die Karten-App nicht nur auf das Anzeigen der Verkehrsbehinderungen, sondern erklärt welche Gründe für Staus und andere Unregelmäßigkeiten vorliegen und warum die vorgeschlagene Alternativroute besser funktioniert. Google integriert damit die Funktionalitäten der Verkehrs-App Waze.

Google hatte Waze im Juni 2013 übernommen. Auf der DLD in München sprach der CEO von Waze im vergangenen Jahr über die Integration der Waze-Technologie in das Google Maps-System.

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Internet of Things: Google plant Betriebssystem “Brillo”

26.05.2015, 10:11

Neuentwicklung

Google entwickelt offenbar unter dem Namen “Brillo” ein Betriebssystem für das Internet der Dinge. Es soll auf Android basieren und auf Low-Power-Geräten mit 32 oder 64 MByte RAM laufen.

Neuentwicklung

(Quelle: Shutterstock/aslysun)

Stichwort Smart Home: Google plant laut cnet.com ein Betriebssystem namens “Brillo” für das Internet der Dinge (IoT). “Brillo” soll für Low-Power-Geräte mit 32 oder 64 MByte RAM entwickelt werden und auf Android basieren. Angeblich wird Google das Projekt in der kommenden Woche auf der Google I/O, der Entwicklerkonferenz von Google, vorstellen. Bisher gab es hierzu keine offizielle Stellungnahme.
Für Gerätehersteller ist das Internet der Dinge zukunftsweisend. Gartner prognostiziert, dass im Jahr 2020 rund 26 Milliarden Geräte internetfähig sein werden. Gartner schätzt das Volumen des IoT-Marktes im Jahr 2020 auf 3,0 Billionen US-Dollar.

Ein einheitliches Betriebssystem für das IoT wäre für Gerätehersteller hilfreich, da so Kompatibilitätsprobleme zwischen Geräten von unterschiedlichen Herstellern minimiert werden könnten. Aber auch für Google wäre “Brillo” ein entscheidender Schritt, um sich im IoT-Markt zu etablieren. Vergangene Woche stellte Huawei bereits sein neues Betriebssystem “LiteOS” für das Internet der Dinge vor, es ist angeblich nur zehn KByte groß.

Anfang Mai rollte Google sein Phantom Update aus. Eine transparente Darstellung der Änderungen am Core-Algorithmus gibt es nicht, Seiten gewinnen oder verlieren scheinbar wahllos an Sichtbarkeit.

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Mehr zu “Geschäften in der Nähe” bei Google AdWords

26.05.2015, 9:09

Lokale Suche

Google bringt ein neues Werbeformat in sein mobiles Angebot. Lokale Suchergebnisse können mit bis zu vier Anzeigen für “Nearby Businesses” ergänzt werden.

Die neuen Anzeigen mit ihren Extensions

(Quelle: Google.com)

Suchanfragen, die sich auf den jeweiligen Aufenthaltsort des Suchenden beziehen, haben dank des mobilen Netzes rasant zugenommen. Allein im vergangenen Jahr verzeichnete Google nach eigenen Angaben doppelt so viele Suchen, die das Stichwort “in der Nähe” enthielten. Das Gros davon kam von mobilen Geräten.

Grund genug für das Unternehmen, seine Anzeigenformate mit der lokalen Verortung erneut aufzuwerten.Mit den neuen Anzeigen erlaubt Google den teilnehmenden Werbekunden, Nutzern genau die Informationen mobil auszuspielen, die sie bei einer Suche nach Geschäften in der Nähe von unterwegs benötigen. Die neuen Ads lehnen sich optisch an die organischen Suchergebnisse an: Bei der Suche nach lokalen Geschäften, die das Keyword “nearby” enthält, erscheinen unter einer kleinen Karte bis zu vier Anzeigen von entsprechenden Unternehmen, die in der Nähe des jeweiligen Aufenthaltsortes zu finden sind.


Seitenverlinkung, lokale Extension mit integriertem Anruf - so sehen die Möglichkeiten der neuen Ads aus

(Quelle: Google.com)

Die Anzeigen enthalten dabei die Möglichkeit, einen direkten Anruf zu tägigen oder Informationen zur Wegbeschreibung abzurufen.

Möglich wird das neue Werbeformat durch Erweiterungen. Neben Extensions zur lokalen Verortung gibt es aber auch weitere Möglichkeiten, Zusatzinformationen an die Ads “anzuhängen”. So kann beispielsweise auch die Verfügbarkeit von Produkten angezeigt werden. Bis zu vier Erweiterungen können gleichzeitig ausgespielt werden, so Google in seinem Beitrag im Inside AdWords-Blog.

Im Sommer 2014 hatte Google Location Extensions in AdWords eingeführt, die die Werbekonten mit Google My Business verbanden.

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Adblock Plus bringt Browser für Android

21.05.2015, 9:08

Surfen ohne Werbung

Der bekannte Werbeblocker Adblock Plus startet nun einen eigenen Web-Browser für Android. Erhältlich ist der werbefreie Browser momentan nur via Anmeldung über das Beta-Programm des Herstellers.

Adblock Plus bringt Browser für Android

(Quelle: Adblock Plus)

Auf dem PC gehört der Werbeblocker Adblock Plus für viele Nutzer zur Software-Grundausstattung. Jetzt will der Entwickler auch mobil durchstarten. Nachdem aber der System-übergreifende Werbeblocker schon vor einiger Zeit von Google aus dem Play Store verbannt wurde, soll nun ein eigener Adblock-Browser für ein werbefreies Netz sorgen.

Im Augenblick befindet sich der Adblock Browser jedoch noch in der offenen Beta-Phase. Der Download erfordert den Beitritt zur Beta-Community auf Google Plus sowie eine Anmeldung als Tester.

Der Adblock Browser basiert auf dem Mozilla Firefox und wurde von den Entwicklern um einen fest integrierten Werbeblocker erweitert. Adblock Plus ist zwar bereits als Add-on für den mobilen Firefox-Browser erhältlich, allerdings sei die Implementierung in die Nutzeroberfläche hier nur beschränkt möglich, so der Hersteller. Mit der
Entwicklung eines eigenen Browsers habe man diese Hürde nun genommen.

Momentan scheint der Hersteller noch mit Problemen bei der Publikation auf Google Play zu kämpfen. Der Download soll laut Adblock Plus jedoch noch im Laufe des Tages online gehen.

Indessen hat sich das Unternehmen Eyeo, der Betreiber des Werbeblockers, erfolgreich vor Gericht gegen die Klage von Zeit Online und dem Handelsblatt durchgesetzt. Die Webseiten-Betreiber haben Eyeo vorgeworfen, dass Adblock Plus unzulässig in das Geschäft mit werbefinanzierten Angeboten eingreife.

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Google will Foto-Dienst auslagern

21.05.2015, 8:10

Neuer Foto-Dienst?

Schon lange interessiert Google sich schon für Fotodienste: Eine Foto-Community und -Speicherung wurde etwa in Google+ integriert. Gibt es nun bald einen ausgelagerten, eigenen Foto-Dienst von Google?

Google will Foto-Dienst auslagern

(Quelle: shutterstock.com/scyther5)

Google soll kurz davor stehen, einen eigenen Foto-Dienst aus der Taufe zu heben. Statt des im hauseigenen sozialen Netzwerk Google+ eingebundenen Dienstes soll der geplante Foto-Service das Verbreiten und Speichern von Fotos eigenständig anbieten. Brancheninsidern zufolge will Google den neuen Dienst noch im Mai 2015 bei seiner jährlich stattfindenden Software Develope Conference vorstellen. Das berichtet Bloomberg.

Mit einem eigenen Foto-Dienst würde sich Google an dem Erfolg seiner Konkurrenten ein Beispiel nehmen: Facebook hat beispielsweise mit der Übernahme von Instagram nicht nur seine Nutzerzahl vergrößert, sondern die Einbindung von Fotoangeboten deutlich konsolidiert. Darüber hinaus würde die Einrichtung eines eigenständigen, vom sozialen Netzwerk Google+ unabhängigen Fotoangebots Googles Produktpalette erweitern. Das Unternehmen hat die Medienspekulationen bisher noch nicht bestätigt.

Im Jahr 2012 hatte Google bereits das Unternehmen Nik Software übernommen, das für die Entwicklung der Foto-App Snapseed verantwortlich war. Allerdings hatte Google seitdem keine weiteren Anstrengungen unternommen, dem Konkurrenten Instagram etwas entgegenzusetzen.

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Das steckt hinter Googles Phantom Update

20.05.2015, 14:40

Core-Algorithmus

Anfang Mai rollte Google sein Phantom Update aus. Eine transparente Darstellung der Änderungen am Core-Algorithmus gibt es nicht, Seiten gewinnen oder verlieren scheinbar wahllos an Sichtbarkeit.

Das steckt hinter Googles Phantom Update

(Quelle: Fotolia/atScene)

Während Google sein großes Mobile Update Ende April 2015 bereits Monate vorher groß ankündigte, hüllte sich der Internet-Riese bei seinen aktuellen Änderungen am Core-Algorithmus, dem Herzstück aller Ranking-Algorithmen, in Schweigen. Eine transparente Darstellung der veränderten Ranking-Faktoren gibt es nicht; wie und warum das “Phantom-Update” ausgespielt wurde, ist unklar.
Dass es allerdings Änderungen am Core-Algorithmus gab, bestätigte Google auf der Fachkonferenz SMX Sydney 2015. “Wir haben einiges am Core Algorithmus verändert, Dinge die geheim sind und die wir nicht kommunizieren. Das hat aber nichts mit dem Mobile Update zu tun”, so Gary Illyes, Google Webmaster Trends Analyst.

Gewinner- und Verlierer-Domains
Der Einfluss des neuen Updates war jedoch für Webseitenbetreiber weltweit spürbar. Scheinbar wahllos verloren und gewannen große, mittlere und kleine Seiten an Sichtbarkeit. Allein in der Kalenderwoche des 04. Mai 2015 auf den 11. Mai 2015 haben laut Sistrix viele Domains zwischen 20 und 60 Prozent ihrer Sichtbarkeit verloren. Der Seo-Tool-Anbieter hat dazu eine Auswahl an vermutlichen Gewinner- und Verlierer-Domains erstellt.

Negativ betroffen sind demnach kleine und mittlere Seiten, Infoseiten und Ratgeber sowie redaktionell geführte Portale. Mehr als 30 Prozent im Sistrix Sichtbarkeitsindex haben etwa redaktionell geführte Portale wie etwa auto-motor-und-sport.de sowie Ratgeber-Seiten wie brillen-sehhilfen.de verloren. Das ist laut Sistrix nicht auf ein einzelnes Verzeichnis zurückzuführen. Das Google Core Update bewertet möglicherweise eine Domain als Ganzes neu.

Zu den Gewinner-Domains zählen Kategorie- und Beratungs-Verzeichnisse und große Marken: Der Onlineshop für Computerelektronik, computeruniverse.net, gewann zum Zeitpunkt des Google Phantom Updates etwa mehr als 25 Prozent im Sistrix Sichtbarkeitsindex. Da hier lediglich das Kaufberatungs- sowie die Kategorien-Verzeichnisse der einzelnen Produktgruppen gewonnen haben, scheint in diesem Falle eine gezielte Neubewertung stattgefunden zu haben, mutmaßt Sistrix. Auch Obi konnte deutlich profitieren und knapp 30 Prozent an Sichtbarkeit gewinnen. Bei einer Stichprobe haben zudem auffällig viele große (Marken)-Domains zum Zeitpunkt des Core-Algorithmus Update an Sichtbarkeit gewonnen, darunter focus.de, brigitte.de oder check24.de.

Unique Content wird honoriert
Auch das SEO-Team von eprofessional hat bei der täglichen Arbeit im Sistrix-SEO-Tool Webseiten festgestellt, die seit der letzten Datenerhebung teils beachtlich an Sichtbarkeit gewonnen oder stark verloren haben. Das sind vor allem um Blogs und Content-Portale. Einige Beispiele:


Gewinner und Verlierer

(Quelle: eprofessional)

Unter den beobachteten Webseiten sind sowohl klassische News-Magazine wie auch Blogs und Portale mit User-Generated-Content vorhanden. Eine pauschal Antwort, welche Art von Content nun besser oder schlechter funktioniert, gibt es nicht. Auffällig ist jedoch, dass vor allem professionelle und singuläre redaktionelle Inhalte am stärksten zugelegt haben.

“Die neuesten Entwicklungen legen nahe, dass Unique Content mit echtem Mehrwert für seine Leserschaft von Google honoriert wird – und das laut den vorliegenden Werten nicht zu knapp”, meint Patrick Lindner, redaktionelle Leitung bei eprofessional. “Die identifizierten Schwankungen lassen vermuten, dass Website-Betreiber Google nur noch mit eigenem Content überzeugen können, mit Content, der die Erwartungen der Suchmaschinennutzer in optimaler Form abfängt.”

Vor gut zwei Wochen hat Google sein neustes Mobile-Update ausgerollt. Ob die zehn beliebtesten Lebensmittelshops mit Ranking- und Traffic-Verlusten abgestraft wurden, zeigt eine Analyse.

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