Weniger Gewinn für Google

17.10.2014, 14:47

Seinen Umsatz hat Google im dritten Quartal 2014 um 20 Prozent auf 16,52 Milliarden US-Dollar gesteigert. Doch die Klickpreise sinken und der Gewinn ging zurück.

Büro in Hamburg
(Quelle: Shutterstock.com/l i g h t p o e t)

Ein Umsatzplus von 20 Prozent – das kann sich sehen lassen. 16,52 Milliarden US-Dollar hat Google im vergangenen Quartal eingenommen. Der Nettogewinn hat mit dieser Entwicklung nicht mithalten können und sank im Vergleich zum dritten Quartal 2013 um fünf Prozent auf 2,81 Milliarden US-Dollar.

Mehr als zwei Drittel, nämlich 68 Prozent des Umsatzes, erzielte der Internetkonzern mit Anzeigen auf seinen eigenen Seiten, 20 Prozent auf Partnerseiten. Die restlichen Umsätze fallen in die Kategorie “Sonstiges”. Mehr als die Hälfte der Einnahmen (58 Prozent) stammen von außerhalb der USA.
Die Zahl der Paid Clicks stieg im vergangenen Quartal um 17 Prozent, die der auf Google-Seiten sogar um 24 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Durchschnittspreis pro Klick fiel allerdings um zwei Prozent.

Kein Wunder, dass der Internetkonzern nach weiteren Geschäftsfeldern sucht: So hat Google seinen Lieferdienst “Express” um neue Einzugsgebiete erweitert. Zudem experimentiert der Konzern mit Drohnen, vertreibt mit dem Nexus 6 und Nexus 9 auch eigene Hardware und kommt dabei immer öfter Amazon in die Quere:

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Google zeigt Nexus Player mit Android-TV

17.10.2014, 8:43

Mit dem Nexus Player präsentiert Google erstmals eine Streaming-Box im Stil von Amazons Fire TV. Der Media-Streamer wird von Asus produziert.

(Quelle: Google.com)

Die Lollipop-Geräte Nexus 6 und Nexus 9 hatten Experten erwartet, doch Google hat überraschend auch einen Konkurrenten für Amazons Fire TV vorgestellt. Die neue Streaming-Box trägt den Namen Nexus Player, wird von Asus produziert und läuft mit Android TV – einer für Fernsehgeräte angepassten Version des mobilen Betriebssystems.

Über dieses streamt der Player Filme, Serien, Musik, Apps und Spiele aus Googles Play Store in HD an das heimische TV-Gerät. Per Google Cast ist auch die Übertragung von anderen Android- und iOS-Geräten sowie von Mac-, Windows- oder Chrome-Systemen möglich. Für die nötige Rechenleistung soll dabei ein Intel-Prozessor sorgen. Offizielle Angaben zu Preis und Marktstart sind derzeit noch nicht erhältlich, Recode nennt einen Preis von 99 US-Dollar.

Die technische Ausstattung der Streaming-Box umfasst einen Atom-Quadcore-Prozessor, der mit 1,8 GHz taktet und auf 1 GByte Arbeitsspeicher zurückgreift. Der interne Datenspeicher besitzt eine Kapazität von 8 GByte. Für die Netzwerkanbindung sind beim Nexus Player mit WLAN-ac (MIMO) und Bluetooth 4.1 ausschließlich Drahtlosverbindungen verfügbar. Einen Ethernet-Port, wie ihn Amazon bei seinem Fire TV verbaut, sucht man bei Googles Streaming-Box vergeblich.

Die Verbindung zum Fernseher wird über ein HDMI-Kabel hergestellt. Daneben steht noch eine Micro-USB-Buchse zur Verfügung, wobei noch unklar ist, für was genau dieser Port genutzt werden soll. Strom bezieht das Gerät über einen herkömmlichen Netzstecker. Im Lieferumfang ist außerdem eine Bluetooth-Fernbedienung mit Mikrofon für Sprachbefehle samt Batterien enthalten. Ein Gamepad ist ebenfalls erhältlich, muss jedoch zusätzlich gekauft werden und soll 40 US-Dollar kosten.

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Google zeigt XXL-Smartphone und neues Tablet

16.10.2014, 14:00

Apple hat vorgelegt, jetzt ist wieder Google an der Reihe: Mit dem neuen Phablet Nexus 6 und dem Tablet Nexus 9 bringt sich der Internetkonzern gegen den Erzrivalen in Stellung.

(Quelle: Google.com)

Der Internetkonzern Google hat die jüngsten Mitglieder seiner Nexus-Familie vorgestellt: das Phablet Nexus 6 sowie das Tablet Nexus 9, die beide erstmals die neue Android-Version Lollipop nutzen.

Das von Motorola produzierte Nexus 6 besitzt ein 6-Zoll-Quad-HD-Display und löst mit 2560 x 1440 Pixeln (493 dpi) auf. Im Inneren arbeitet der Quad-Core-Prozessor Qualcomm Snapdragon 805 mit 2,7 GHz sowie ein Adreno-420-Grafikchip; an Arbeitsspeicher stehen drei GB zur Verfügung.

Beim internen Datenspeicher gibt es wahlweise 32 oder 64 GB – beide Modell-Varianten sind allerdings nicht erweiterbar. Für die Mobilfunk-Kommunikation sind LTE, HSPA und EDGE mit an Bord. Die weiteren Netzwerkfunktionen umfassen WLAN 802.11 b/g/n/ac, Bluetooth 4.0 und NFC.

Die Hauptkamera auf der Rückseite löst mit 13 Megapixeln auf; für ordentliche Aufnahmen sollen dabei der optische Bildstabilisator sowie ein Dual-LED-Blitz sorgen. 4K-Videos nimmt die Kamera mit 30 Bildern pro Sekunde auf. Für Selfies ist auf der Vorderseite eine Zwei-Megapixel-Kamera verbaut.

Zudem ist das Nexus 6 mit einer Schnellladefunktion ausgestattet, das den 3.220-mAh-Akku innerhalb von 15 Minuten mit genug Energie für bis zu zu sechs Stunden Laufzeit versorgen soll. Im Standby soll der Kraftspender 330 Stunden durchhalten – beziehungsweise 24 Stunden bei reiner Gesprächszeit. Beim Surfen mit WLAN sind laut Google 9,5 Stunden und bei Internet-Sitzungen per LTE bis zu zehn Stunden möglich.

Das Nexus 6 ist in den Farben Weiß und Dunkelblau erhältlich. Offizielle Preise gibt es noch nicht. Laut Gerüchten soll das 32-GB-Modell 569 Euro kosten; das 64-GB-Modell 649 Euro. In den USA ist das Nexus 6 ab 29. Oktober verfügbar, der Marktstart in Deutschland ist noch nicht bekannt.

Nexus 9: Neuer Stern am Tablet-Himmel

Als weitere Neuheit schickt Google das Tablet Nexus 9 ins Rennen, das die Nachfolge des in die Jahre gekommenen Nexus 10 antritt. Für die Fertigung ist überraschenderweise die taiwanesische Smartphone-Schmiede HTC zuständig, die sich damit nach langer Zeit wieder auf dem Tablet-Markt zurückmeldet.

Zu den Highlights zählen unter anderem der Nvidia Tegra K1 Prozessor mit 64-Bit-Support, das QXGA-Display mit einer Auflösung von 2048 x 1536 Pixeln sowie Googles neues Betriebssystem Android 5.0 alias Lollipop. Preislich soll sich das Tablet auf dem Niveau des Nexus 10 bewegen und ab rund 400 Euro zu haben sein.

Für ein flottes Arbeitstempo stehen dem Prozessor zwei GB RAM zur Seite. Angaben zur Taktung und Kernzahl des Prozessors macht Google derzeit nicht. Laut Nvidia verfügt der 64-Bit-K1 über zwei Kerne und taktet auf bis zu 2,5 GHz. Das Nexus 9 ist mit 16 oder 32 GByte internem Speicher erhältlich, der nicht erweiterbar ist.

Das hochauflösende IPS-LCD-Display besitzt eine Bilddiagonale von 8,9 Zoll im 4:3 Format und wird von Gorillaglass 3 vor Kratzern geschützt. Die Stereo-Lautsprecher mit HTC Boom Sound sollen für eine ordentliche Akustik beim Mediengenuss sorgen. Fotos und Videos nehmen Nexus-Besitzer mit der 8-Megapixel auf der Rückseite oder mit der 1,6-Megapixel-Knipse an der Front auf.

Für die Stromversorgung ist ein 6.700-mAh-Akku zuständig, der für Laufzeiten von 9,5 Stunden gut sein soll. Wer über das optionale LTE-Modul ins Netz geht, erhält 8,5 Stunden Surf-Zeit. Die weitere Ausstattung umfasst WLAN-ac, NFC sowie GPS.

In den USA soll das Nexus 9 bereits ab Oktober vorbestellbar sein, die Auslieferung könnte dann im November erfolgen. Zum deutschen Verkaufsstart sowie der Preisgestaltung schweigt sich Google derzeit noch aus. Erste Preis-Leaks listen das Android-Tablet ab 400 Euro für die 16 GB-Version. Das Modell mit 32 GB schlägt dort ab 490 Euro zu Buche.

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Google bringt Lollipop

16.10.2014, 10:19

Nach Jelly Bean und KitKat präsentiert Google nun Lollipop, die neueste Version seines Android-Betriebssystems vor. Ein neues Design soll über alle Geräte hinweg für den Wiedererkennungswert sorgen.

(Quelle: Google.com)

Die “größte und anspruchsvollste Android-Version” nennt Google sein jetzt vorgestelltes Android-Lollipop. Über 5.000 Programmierschnittstellen sind für Entwickler eingebaut, damit Lollipop flexibel auf allen Geräten laufen und auf diese optimal angepasst werden kann. “Lollipop wurde für eine Welt gemacht, in der man täglich verschiedene Bildschirme verwendet – von Smartphones und Tablets bis hin zu Fernsehern”, so Sundar Pichai, Senior Vice President Android, Chrome und Apps bei Google im Google Produkt-Blog. “Mit Lollipop ist es jetzt leichter als je zuvor, da weiterzumachen, wo man aufgehört hat.”

Der Wechsel zwischen den Geräten soll für Nutzer möglichst einheitlich erscheinen. Songs, Fotos, Apps und Suchanfragen können von mehreren Geräten aus genutzt werden. Zudem verlängert eine neue Akkusparfunktion die Nutzungszeit um bis zu 90 Minuten. Auch die Nutzung ein und desselben Geräts durch mehrere User soll durch die Möglichkeit, mehrere Nutzerkonten und Gastprofile anzulegen, sicherer und praktischer werden.


Nexus 9 und Nexus 6

(Quelle: Google.com)

Als erstes kommt Android Lollipop auf das ebenfalls vorgestellte neue Motorola-Tablet Nexus 9 und das neue Smartphone Nexus 6, das mit einen einen geschwungenen Aluminiumrahmen ausgestattet ist. In den kommenden Wochen soll das Lollipop auch auf den Geräten Nexus 4, 5, 7 und 10 erhältlich sein.

Wie die neue Version des Android-Betriebsystems mit dem Anfangsbuchstaben L heißen könnte, hat sich Google in einem Spot überlegt:

Google mag Android süß: Die vorherigen Versionen des Betriebssystems hießen Cupcake, Donut, Eclair, Froyo, Gingerbread, Honeycomb, Ice Cream Sandwich und Jelly Bean.

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Google baut Shopping Express weiter aus

14.10.2014, 8:49

Google Shopping Express gibt es seit vergangenem Jahr. Der Lieferdienst des Internetgiganten soll nun erneut auf weitere Einzugsgebiete ausgeweitet werden – und heißt nun nur noch “Google Express”.

(Quelle: Google.com)

Was mit einer Schachtel Frühstückszerealien begann, hat bei US-amerikanischen Nutzern offenbar eingeschlagen: Googles Lieferservice Shopping Express versorgt seit 2013 Besteller mit allem, was noch am selben Tag geliefert werden soll. Neben den Ballungsräumen San Francisco, West Los Angeles und Manhattan, die bislang versorgt wurden, weitet Google den Dienst jetzt auf weitere US-Großstädte aus: Chicago, Boston und die Hauptstadt Washington kommen ebenfalls in den Genuss der Schnelllieferung.

Erweitert wird außerdem die Bandbreite der Waren, die lieferbar sind. So erlaubt Google zum einen in der Bay Area um San Francisco die Lieferung von Alkohol an volljährige Besteller, andererseits werden neue Einzelhandelspartner zum Service hinzugefügt. So gehört die überregionale Buchhandelskette Barnes & Noble künftig zu den Lieferanten, aber auch regionale Geschäfte an den verschiedenen Standorten wurden in das Programm aufgenommen.

Zusatzleistungen für Mitglieder

Wer den Dienst in Anspruch nehmen will, bezahlt pro Lieferung 4,99 US-Dollar. Mitglieder des Expressdiensts bekommen dagegen noch ein paar Zusatzleistungen als Zuckerl wie eine kostenlose Lieferung für Bestellungen ab einem Wert von mehr als 15 US-Dollar, eine bevorzugte Belegung der Lieferfenster und kostenloses Teilen der Mitgliedschaft mit einem weiteren Haushaltsmitglied.

Und damit Nutzer auch beim Reden über Shopping Express keine unnötige Zeit verlieren, hat Google den Namen des Dienstes gekürzt: Dieser firmiert jetzt unter “Google Express”. “Google Express ist dabei, euer Leben einfacher zu machen, in dem wir Besorgungen für euch aus dem Weg räumen”, schreibt Brian Elliott, Head of Partnerships, Google Shopping , im Google-Blog. “Wir hoffen, wir verschaffen euch mehr Freizeit.”

Der Lieferdienst, mit dem Google dem Angebot von Amazon etwas entgegensetzen will, soll in Zukunft auf ganz USA ausgeweitet werden. Dazu hatte Google bereits im Sommer 2014 weitere Mittel locker gemacht.

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Google hat mehr als 200.000 Links entfernt

13.10.2014, 8:40

In seinem Transparenzbericht gibt Google Einblick in die bisher bearbeiteten Anträge zum Löschen von URLs. In Deutschland hatte jede zweite Anfrage Erfolg. Vor allem Facebook-Links wurden entfernt.

(Quelle: Shutterstock.com/Alexander Supertramp)

Als Teil einer Auflage des Europäischen Gerichtshofes muss Google Anfragen von Einzelpersonen Gehör prüfen, die Suchergebnisse zu ihrem Namen aus dem Netz entfernen lassen wollen. Die Ergebnisse dieses Vorgehens stellt der Internetkonzern jetzt in seinem Transparenzbericht vor. Seit Mai 2014 hat das Unternehmen 146.357 solche Anfragen in Europa erhalten und deshalb 498.737 URLs überprüft. Dabei
wurden europaweit 41,8 Prozent der beanstandeten Links entfernt, so das Unternehmen im Transparenzbericht.

In Deutschland wurden insgesamt 25.206 Anfragen mit 88.973 URLs bearbeitet – und 53 Prozent der Links gelöscht. Im europäischen Vergleich zeigen sich deutliche Unterschiede. In Frankreich wurden mit 51,5 Prozent ebenfalls mehr als die Hälfte der Löschanfragen für Links positiv beschieden, in Italien nur 24,2 Prozent, in Großbritannien 35,4 Prozent, in Spanien 34,1 Prozent. Das Unternehmen nennt als berechtigtes Beispiel den Fall einer Verbrechens. “Wir haben ein Ersuchen von einem Vergewaltigungsopfer erhalten, einen Link zu einem Zeitungsartikel zu entfernen, in dem über die Tat berichtet wird. Wir haben die Seite aus den Suchergebnissen für den Namen des Opfers entfernt.”

Google führt in einer Übersicht darüber hinaus die Domains auf, für die die meisten URLs gelöscht wurden. An erster Stelle steht dabei facebook.com mit 3.353 entfernten Verweisen, gefolgt von profileengine.com (3.298 entfernte URLs) und Googles eigenes Videoportal Youtube mit 2.397 URLs.

Für die Bearbeitung der Beschwerden analysiert Google nach eigenen Angaben jede Anfrage einzeln und fragt unter Umständen bei den Betroffenen weitere Informationen an. “Bei der Analyse überprüfen wir, ob die Ergebnisse veraltete oder unzutreffende Informationen zur betreffenden Person enthalten”, so der Konzern. “Außerdem untersuchen wir, ob ein öffentliches Interesse daran besteht, dass die Informationen in unseren Suchergebnissen verfügbar bleiben.”

Google hatte im Mai 2014 angkündigt, gelöschte Inhalte mit einem Hinweis zu kennzeichnen. Im zweiten Halbjahr 2013 lag Deutschland bei der Zahl der beantragten Löschungen weltweit an zweiter Stelle.

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Google zeigt bei einigen Verlagen nur Titel

10.10.2014, 11:21

Ab 23. Oktober 2014 zeigt Google von Nachrichten jener Verlage, die von VG Media vertreten werden, nur noch die Überschrift an. Die Verwertungsgesellschaft klagt derzeit gegen den Internetkonzern.

(Quelle: Shutterstock.com/qvist)

Im Streit um das Leistungsschutzrecht für Presseverlage in Deutschland gibt es eine neue Wendung: Ab 23. Oktober 2014 wird Google die Inhalte einiger Medien nur noch mit Überschrift und Link, nicht jedoch mit Textausschnitten und Vorschaubildern in seinen Suchtreffern darstellen. Betroffen sind jene Verlage, die von der Verwertungsgesellschaft VG Media vertreten werden. Dazu zählen Medien des Axel Springer Verlags, von Burda und von Funke. Ursprünglich hatte Google die Umstellung schon für den 9. Oktober angekündigt, diese auf Wunsch der VG Media jedoch dann um zwei Wochen verschoben.

Der Hintergrund: Die VG Media geht derzeit gerichtlich gegen den Internetkonzern vor. Sie fordert, dass Google für die Darstellung der Texte und Bilder zahlen soll. Der Rechtsstreit hält einige dieser Verlage allerdings nicht davon ab, in der Vermarktung weiter mit dem Internetkonzern zu kooperieren. So arbeiten Axel Springer und Google im Bereich RTB eng zusammen.

“Wir bedauern dieses juristische Vorgehen sehr, denn jeder Verlag konnte schon immer selbst entscheiden, ob und wie seine Inhalte in unseren Diensten angezeigt werden”, erklärt Philipp Justus, Managing Director von Google Deutschland. “Vor dem Hintergrund dieser Klage werden wir Snippets und Thumbnails einiger bekannter Webseiten wie bild.de, bunte.de oder hoerzu.de nicht mehr anzeigen, also jener Verlage, die in der VG Media organisiert sind.”

Von einer “Erpressung” spricht hingegen die VG Media. “Google diskriminiert damit diejenigen Verleger, die ihr Presseleistungsschutzrecht über die VG Media zivilrechtlich durchzusetzen versuchen.”

Der eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft stärkt hingegen Google den Rücken: “Die Nachteile eines Leistungsschutzrechts überwiegen klar.” Die Entscheidung einiger großer Suchmaschinenanbieter, in den Suchergebnissen Snippets der betroffenen Verlage nicht mehr anzuzeigen oder die Verlage künftig auszulisten, sei angesichts der aktuell herrschenden Rechtsunsicherheit ein nachvollziehbarer und konsequenter Schritt.

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Google erteilt Marketing-Lektionen

10.10.2014, 11:13

Google als Lehrmeister: Das Unternehmen bringt die App Primer heraus, in der Grundlagen des Marketings vermittelt werden. Natürlich mit besonderer Betonung auf die eigenen Produkte.

Kurz und knapp und mobil zeigt sich Google mit einem neuen Angebot. Die App Primer richtet sich an Start-ups und vermittelt nicht nur Tipps und Tricks zum Onlinemarketing, sondern soll auch neue Kunden gewinnen.

Die App, die zunächst einmal für iOS-betriebene Geräte herausgegeben wurde, bietet neben griffig aufbereiteten Kurzlektionen auch Fallstudien und kleine Tests, an denen die Nutzer ihr Wissen testen können. Zum Start der App werden Themen wie Suchmaschinenmarketing und Content Marketing angesprochen. Die Inhalte wurden von Google in Zusammenarbeit mit Branchenexperten erarbeitet, so Techcrunch.

Praktisch: Die App funktioniert auch offline, so dass Nutzer die individuellen Marketing-Lektionen auch in der kleinen Pause zwischendurch abseits vom Arbeitsplatz einschieben können. Mehr Themen sollen in Zukunft zu der App hinzugefügt werden. Darüber hinaus können E-Mail-Tipps abonniert werden.

Vergangene Woche hatte Google bei AdWords das Remarketing für alle Branchen freigegeben.

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Alastair Bruce wird Microsoft-Geschäftsführer

10.10.2014, 8:00

Microsoft beruft Alastair Bruce, zuvor bei Google Deutschland, als Geschäftsführer für das Großkundengeschäft in Deutschland ein. Sein Vorgänger Thomas Schröder wechselt zu Vodafone.

(Quelle: Microsoft.com)

Alastair Bruce wird zum 1. November 2014 Geschäftsführer bei Microsoft Deutschland. In dieser Funktion leitet er den Geschäftsbereich Großkunden. Er übernimmt damit den Posten von Thomas Schröder, der nach vier Jahren zu Vodafone wechselt.

Bruce berichtet an Christian Illek, den Vorsitzenden der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland. “Alastair Bruce verfügt über 25 Jahre internationale Management-Erfahrung in den verschiedensten Rollen in Marketing, Strategie und Vertrieb in der Konsumgüter-Industrie, Unternehmensberatung, Handel, E-Commerce und Technologie”, sagte Illek zur Berufung. “Sein internationaler Hintergrund und seine vielfältige Leadership-Erfahrung erlauben den Blick über den Tellerrand.”

Zuvor war der 50-Jährige in verschiedenen Senior-Positionen im Vertrieb und Marketing tätig. Anfang 2013 übernahm der gebürtige Brite interimsweise die Position des Google-Deutschland-Director, nachdem Stefan Tweraser wegen Untreue-Vorwürfen aus einer früheren Beschäftigung seine Ämter aufgeben musste, verließ jedoch selbst das Unternehmen im Herbst des selben Jahres. Seit Juni 2013 leitet Philipp Justus als Managing Director die Geschäfte von Google in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

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Mit Google durch die Wüste zur Liwa-Oase

09.10.2014, 9:29

Google bringt Street View auch in Regionen ohne Straßen. Die neuesten Aufnahmen zeigen diesmal die Liwa-Oase im Emirat Abu Dhabi. Die Kamera war auf dem Rücken eines Dromedars montiert.

(Quelle: Google.com)

Im Oasengebiet Liwa im Emirat Abu Dhabi erreichen die Tagestemperaturen derzeit rund 40 Grad Celsius. Doch wer die rund 150 km von der Hauptstadt Abu Dhabi am nördlichen Rand der Wüste Rub al-Chali gelegene Oase besichtigen will, kann das mit Google nun vom Rechner aus tun.

Der Internet-Konzern hat seinen Street View Trekker – die geländegängige Version des Street Cars, ein Rucksack mit Kameraufsatz – diesmal auf einem Dromedar installiert und durch die Sanddünen der Arabischen Wüste manövriert, die eine Höhe von 25 bis 40 Metern erreichen. Mithilfe derartiger Trekker, auf denen oben ein Kamerasystem montiert ist, hat Google bereits mehrere Orte auf der ganzen Welt, die für kein Auto, Trike, Trolley oder Schneemobil zugänglich sind, als Street View-Trek online gebracht.

Diesmal durchstreifen virtuell Reisende mit Google Maps die Wüste rund um die Liwa-Oase, die zu den ältesten Siedlungsgebieten in den Vereinigten Arabischen Emiraten zählt.

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