Google-Shopping-Kampagnen richtig aufsetzen

01.09.2014, 9:31

Im September ist es soweit: Google stellt alle Product-Listing-Ads-Kampagnen auf Shopping-Kampagnen um. Dabei werden jedoch nicht alle Einstellungen übernommen. Shop-Betreiber sollten jetzt handeln.

(Quelle: Shutterstock.com/Haslo Group)

Google Shopping ist nach der klassischen Suche einer der wichtigsten Traffic- und Umsatzkanäle für Internet-Händler. Gut ein Drittel des Umsatzes, der über die Suche kommt, wird bei den meisten Retailern über diesen Kanal erzielt. Der Schlüssel zum Erfolg sind detaillierte und gut strukturierte Produktdaten, die der Webshop an die Suchmaschine übermitteln muss.

Mit den Shopping Campaigns hat Google bereits im Februar 2014 die Verwaltung der produktbezogenen Suchmaschinenwerbung für Werbungtreibende vereinfacht. Ab dem 2. September schränkt Google nun die Funktionalitäten der Product Listing Ads (PLA) Campaigns stark ein In einer zweiten Phase werden dann sukzessive alle Kampagnen mit Produktinformationen in Google Shopping Campaigns migriert.

Wer bei der Übernahme der Einstellungen nicht selbst im Merchant Center und auch im AdWords-Konto aktiv wird, riskiert Fehler bei der Migration – und verschenkt außerdem Umsatzpotenzial. Denn er schöpft die neuen Möglichkeiten nicht aus, die Shopping Campaigns bieten. Damit nichts schiefgeht, hat die Hamburger Performance-Marketing-Agentur eprofessional eine Checkliste für die neuen Shopping-Kampagnen zusammengestellt.

1. Datenfeed-Anpassung

Nutzen Sie bereits die custom_label-Spalten? Wenn nicht, sollten Sie das unbedingt ändern. Nur so können Sie Ihr Produktportfolio in den Shopping Campaigns optimal abbilden. Denn mit Hilfe der custom_label-Spalten können Sie die Produktgruppen der Shopping Campaigns feingliedriger unterteilen.

2. Kampagnen-Einstellungen

Haben Sie die Priorität Ihrer Kampagne auf “hoch” eingestellt? Beim Aufsetzen einer Shopping Campaign ist die Priorität der Kampagne automatisch auf “niedrig” gesetzt. Wird dies nicht geändert, werden unter Umständen andere, weniger relevante Shopping Campaigns ausgespielt.

3. Inventarfilter

Spielen Sie alle Produkte aus dem Merchant Center aus? Unter dem Einstellungspunkt “Inventarfilter” können Sie die Bewerbung von Produkten durch Filter reduzieren. Überprüfen Sie hier, ob all Ihre Produkte in Ihrer Shopping Campaign ausgespielt werden. Sollten Sie bestimmte Artikel nicht ausspielen wollen, empfiehlt es sich, dies über die Produktgruppen abzubilden. Damit haben Sie die Möglichkeit, auch für diese Artikel die von Google bereitgestellten Informationen zu nutzen und weitere Erkenntnisse daraus abzuleiten.

4. Adgroup-Struktur

Wie viele Adgroups (Anzeigengruppen) verwenden Sie? Als Google die Shopping Campaigns einführte, konnte man nur eine einzige Adgroup erstellen. In dieser waren dann sämtliche Produktgruppen enthalten.

Bei den Shopping Campaigns werden aber Anzeigentexte und ausschließende Keywords nicht auf Produktgruppen-Ebene, sondern immer noch auf Adgroup-Ebene hinterlegt. Haben Sie also nur eine Adgroup, wird zum Beispiel für alle Produkte derselbe Anzeigentext hinterlegt. Mit der Umstellung ist es möglich, für eine Shopping Campaign mehrere Adgroups zu erstellen.

Strukturieren Sie Ihre Shopping Campaign also so, dass für verschiedene Produktsegmente auch verschiedene Anzeigengruppen angelegt werden. Nur dann können Sie einen passenden Werbetext hinterlegen und ausschließende Keywords differenzierter einbuchen.

“Google pusht den Shopping-Kanal. Wir gehen davon aus, dass das nicht das letzte Update gewesen ist”, erklärt Benjamin Prause, COO/CSO von eprofessional. “Ich rate allen Online-Händlern, die Updates für die Google Shopping Campaigns jederzeit im Blick zu behalten. Je feiner der Produktdaten-Feed aufgesetzt ist, desto besser sind die Ergebnisse. Es lohnt sich wirklich, in die Fleißarbeit zu investieren.”

Auch Google selbst versucht, den Anwendern zu helfen: Um es Werbekunden zu erleichtern, ihre bereits existierenden Produktinfo-Kampagnen in das neue System zu übertragen, hat sich der Suchgigant ein Upgrade-Tool ausgedacht. Das neue Tool hilft dabei, Shopping-Kampagnen zu erstellen, die auf den bisher festgelegten Daten der bereits bestehenden Kampagnen für Anzeigen mit Produktinformationen basieren.

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Der beste Browser heißt Google Chrome

29.08.2014, 13:17

Schnell, einfach zu bedienen und sicher – das sind die meisten Browser. Es gibt aber auch Qualitätsunterschiede. Die Stiftung Warentest hat elf Kandidaten getestet und Chrome zum Sieger gekürt.

(Quelle: Shutterstock.com/Mmaxer)

Der Beliebteste ist auch der Beste: Sowohl unter Windows als auch unter Mac OS überzeugte Google Chrome, der weltweit am häufigsten genutzte Internet Browser, am meisten von allen Testkandidaten. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest, die für ihre September-Ausgabe insgesamt elf verschiedene Browser-Varianten einem Test unterzogen hat.

Chrome hat als einziger Kandidat im Test eine Note mit einer Eins vor dem Komma, nämlich das Gesamtergebnis 1,8 erzielt. Dahinter folgen, jedenfalls unter Windows, Opera mit einem Gesamtergebnis von 2,0 und der Firefox von Mozilla (2,1). Unter Mac OS tauschen die beiden Anbieter die Plätze, die Note beträgt hier jeweils 2,0 für beide Browser.

Internet Explorer fällt zurück

Weniger schmeichelhaft fällt der Test dagegen für den Internet Explorer (IE) von Microsoft aus, der auch in der Gunst der Nutzer gesunken ist in den vergangenen Jahren. Im Juni 2014 war Chrome europaweit mit 31,6 Prozent der beliebteste Browser, der IE kam lediglich auf 21,3 Prozent. Kein Wunder, findet die Stiftung Warentest: Anwender der Konkurrenten Chrome, Firefox und Opera surfen schneller, bequemer und sind besser vor Gefahren geschützt, so das Fazit.

Die Unterschiede bei der Geschwindigkeit fallen allerdings recht gering aus. Auffallend langsam ist lediglich der “Browser in the Box”, den das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) empfiehlt, was am besonderen Sicherheitskonzept liege.

Schutz vor unerwünschten Inhalten

Beim Thema Sicherheit offenbarte unter anderem der Internet Explorer einige Schwächen beim URL-Blocking: Von 50 mit Schad-Software infizierten Seiten erkennt er nur eine. Bei Maxthon und Iron fehlt eine entsprechende Schutzfunktion sogar komplett. Die Möglichkeit, Spuren beim Surfen im Netz zu verschleiern und beispielsweise Tracking-Cookies auszusperren, bieten dagegen die meisten Browser.

Positiv fiel den Studienautoren zufolge beim Browser-Test auf, dass fast kein Browser unnötige Nutzerdaten an das eigene oder an andere Unternehmen sendet. Nur Maxthone und die Opera-Version für Mac OS verschicken eine eindeutige Geräterkennung, mit der Unternehmen durch die Verknüpfung verschiedener Nutzerdaten zum Beispiel ein Profil für personalisierte Werbung erstellen könnten. Auch bei Google sei kein überflüssiger Datenverkehr festzustellen, so die Stiftung Warentest – es sei denn, der User verknüpfe das Programm mit dem sozialen Netzwerk Google+.

Sychronisierung über verschiedene Geräte hinweg

Eine Anmeldung beim jeweiligen Programm ist auch notwendig, wenn die Browser das Surf-Verhalten der Nutzer über verschiedene Geräte wie Tablet, Desktop-PC und Smartphone hinweg abgleichen sollen, um beispielsweise Lesezeichen oder den Browser-Verlauf auf allen verwendeten Endgeräten zur Verfügung zu stellen. Besonders verlässlich funktionierte der Abgleich im Test bei Maxthon.

Bereits im Mai 2014 hat die Stiftung Warentest die deutschen Mobilfunknetze verglichen. Testsieger war die Deutsche Telekom, die auch bei der Datenübertragung vorne lag.

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Google beerdigt Authorship-Programm

29.08.2014, 12:05

Bereits vor einigen Wochen hat Google damit begonnen, die Autorenbilder aus seinen Suchergebnissen zu entfernen. Jetzt hat ein Google-Mitarbeiter das Authorship-Programm für beendet erklärt.

(Quelle: Shutterstock.com/Angela Waye)

Drei Jahre nach seiner Einführung verabschiedet sich Google von seinem Authorship-Programm. Dueses bot Autoren, die Artikel im Web veröffentlichten, die Möglichkeit, diese mit ihren Userprofilen auf Google+ zu verknüpfen. Dadurch erschien in den Suchergebnissen ein Hinweis zum jeweiligen Autor und dessen Profilbild.

Leider seien diese Informationen “nicht so nützlich für unsere Nutzer wie erhofft und könnten sogar von den Suchergebnissen ablenken” , schreibt der Webmaster-Trends-Analyst John Mueller, der bei Google für das Projekt zuständig war, auf Google+. Daher habe sich der Konzern dazu entschlossen, die Autoren-Informationen nicht mehr in den Suchtreffern anzuzeigen. Auf die Reichweite von Webseiten habe dieser Schritt Tests zufolgeallerdings keinen Einfluss. Die Google+-Beiträge von Freunden und Seiten aus dem eigenen Netzwerk werden Usern laut Mueller aber weiterhin angezeigt.

Das Aus für das Autorenprogramm kommt nicht überraschend: Zunächst hatte Google damit begonnen, die Autorenbilder neben den Suchergebnissen zu entfernen, später tauchte auch die Autorenstatistik nicht mehr im Google Webmaster Tool auf.

Google hatte sein Authorship-Programm 2011 gestartet – im selben Jahr wie auch sein Netzwerk Google+. Insider brachten ein mögliches Aus des Autoren-Programm bereits in Zusammenhang mit dem Abgang des hochrangingen Google+-Managers Vic Gundotra. Gundotra hatte im April 2014 angekündigt, den US-Konzern nach fast acht Jahren zu verlassen. Daraufhin kam es zu Gerüchten, wonach der Abschied des Managers das Ende für das soziale Netzwerk bedeuten könnte. Google hat dies vehement dementiert.

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Google will mit Drohnen gegen Amazon antreten

29.08.2014, 10:03

Nach Amazon gibt nun auch Google bekannt, Technologie zu entwickeln, die das Liefern von Waren via Drohne möglich macht. Project Wing heißt das Drohnen-Programm von Google.

(Quelle: Google.com)

Im Logistikbereich engagiert sich Google bereits – wenn auch bisher mit Shopping Express in kleinem Maßstab. Kein Wunder also, dass der Internetgigant, der seine Vorreiterrolle in Sachen Technologien der Zukunft bereits mit Projekten wie Google Glass und dem fahrerlosen Auto auszubauen versucht, jetzt auch in Sachen Drohnenlieferung aktiv wird. In einem auf Google+ veröffentlichten Youtube-Video zeigt Google jetzt, wie weit fortgeschritten sein Project Wing bereits ist:

Das Drohnenprojekt von Google ist ebenso wie das Amazon-Projekt auf die Lieferung von Waren direkt an den Konsumenten ausgerichtet. Mit mehreren Prototypen testet Google in Australien bereits die Zustellung aus der Luft. Im Gegensatz zu Amazons Drohnen, die vor der Haustür der Kunden landen und die Pakete absetzen, wirft Googles Flugobjekt die Ware aus der Luft ab. Nach Informationen von Techcrunch will Google bei den Konsumenten mit einer Lieferzeit von wenigen Minuten punkten.

Gegenwind könnte das Flugprojekt ohnehin noch von den Flugaufsichtsbehörden bekommen, denn für die Lieferdrohnen muss die Flugerlaubnis der Luftfahrtbehörden beantragt werden, ein Vorgang, der auch schon Amazon Kopfschmerzen bereitet. Seinen Drohnenlieferdienst hatte Amazon bereits im Dezember 2013 vorgestellt.

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Google Glass erkennt Gefühle

29.08.2014, 9:26

Anhand des Gesichtsausdrucks eines Menschen erkennt die Datenbrille Google Glass nun auch dessen Emotionen. Die Software dazu stammt vom Fraunhofer-Institut aus Erlangen.

(Quelle: Fraunhofer IIS)

Googles Datenbrille Glass lässt sich auch zur Gesichtserkenung und -analyse nutzen. Eine App des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS aus Erlangen bestimmt über die Glass-Kamera die Emotionen eines Menschen anhand seines Gesichtsausdrucks. Zudem ermittelt die App auch das Geschlecht der Person und schätzt deren Alter. Die dazugehörigen Informationen berechnet die App in Echtzeit auf der Datenbrille.

Die App basiert auf der C++-Software-Bibliothek SHORE, die eine Erkennung von Objekten und Gesichternsowie deren Feinanalyse ermöglicht. Das Fraunhofer-Institut hofft, mit dieser Technik beispielsweise die Kommunikation von Personen mit unterschiedlichsten Erkrankungen verbessern zu können.

Autisten haben etwa oft Probleme, Emotionen von Gesichtern zu interpretieren. Diese fehlende Information würde ihnen Googles Datenbrille mit einer entsprechend angepassten Software liefern. Ebenso dürften Sehgeschädigte von der neuen Technik profitieren. Ihnen könnte Google Glass Zusatzinformationen über Personen in der Umgebung per Tonsignal übermitteln.

Babak Parviz, der ehemalige Leiter des Projekts Google Glass, ist inzwischen zum Online-Marktplatz Amazon abgewandert. Dort soll Parviz Spekulationen zufolge am neuen 3D-Smartphone arbeiten.

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Schweizer Google-Konkurrent startet Werbung

28.08.2014, 7:14

Zwei Monate nach dem Start sucht die Schweizer Suchmaschine Swisscows nach Werbekunden. Wie bei Google und Co wird nach Klicks abgerechnet. Profitieren sollen vor allem kleinere Unternehmen.

(Quelle: Shutterstock.com/Mikhail Mishchenko)

Die vom Schweizer Softwareunternehmen Hulbee im Juni 2014 gestartete Suchmaschine Swisscows führt textbasierte Werbung auf ihrer Seite ein. Werbekunden werden pro Klick mit einem Euro belastet. Ein Rotationsprinzip soll garantieren, dass jede Anzeige auch wirklich erscheint.

Besonders kleinere Unternehmen sollen so eine Chance bekommen, da sie von großen Firmen nicht verdrängt oder überboten werden können, verspricht der Anbieter.

“Ende Oktober plant das Unternehmen, bei Swisscows Annonce die Klickpreise von den Keywords abhängig zu gestalten, doch nicht so hoch wie bei Konkurrenten”, so Hulbee-Gründer und CEO Andreas Wiebe. Die Werbung wird oberhalb der Ergebnisse und auf der rechten Seite angezeigt, allerdings erst dann wenn sie zu den entsprechenden Suchbegriffen der Benutzer passt.

Bei den Usern soll sich die Suchmaschine dadurch von anderen Angeboten abheben, dass sie keine Daten speichert. Datensicherheit sollen dabei die Server in der Schweiz garantieren. Die Antworten basieren auf semantischer Informationserkennung. Verschiedenfarbige Kacheln auf der linken Seite zeigen verwandte Begriffe zum jeweils gesuchten Wort an.

Nach eigenen Angaben hat Swisscows in den ersten sechs Wochen etwa 2,6 Millionen Suchanfragen erhalten. Pro Monat verzeichnet die Seite 400.000 Unique Users und 1,6 Millionen Page Impressions.

Auf Datenschutz setzt auch die erste in Europa entwickelte Suchmaschine Qwant. Die 2013 in Frankreich gelaunchte Plattform ist zu Beginn des Jahres auch in Deutschland offiziell gestartet.

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Spezial-Effekte für Googles Cloud-Dienst

27.08.2014, 10:13

Google greift Amazon im Cloud-Bereich an – und kauft Zync Render. Die Firma, deren Software zur Erstellung von Special Effects auch im Film “Transformers” verwendet wurde, nutzte bisher Amazon-Server.


(Quelle: Shutterstock.com/Hattanas Kumchai)

Viele Filme wären ohne den Einsatz von besonderen Effekten nicht realisierbar. Während die Produzenten früher eigene Server zur Datenverarbeitung bereitstellen mussten, kommen heute meist Cloud-basierte Lösungen zum Einsatz.

Eine Softwarefirma zur Erstellung von Special-Effects hat Google jetzt übernommen – und möchte damit seinen eigenen Cloud-Dienst stärken. Zync Render wurde unter anderem für die Erstellung der Kinofilme “Transformers” und “Star Trek” benutzt. Google bestätigte den Kauf des Bostoner Unternehmens in seinem Cloud Platform Blog und kündigte eine minutengenaue Abrechnung an, nannte aber keine weiteren Details.

Mit der Übernahme zieht Zync Render – und damit alle seine Hollywood-Kunden – auf Googles eigene Cloud-Plattform um. Bisher verwendete das Unternehmen das Konkurrenz-Angebot von Amazon.

Beim Gerangel um den Kauf von Twitch hat Google den Kürzeren gezogen: Die Gaming-Video-Seite gehört seit dieser Woche zu Amazon.

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Amazon kauft Gaming-Video-Website Twitch

26.08.2014, 10:58

Von wegen Google: Nicht wie bislang angenommen der Suchgigant übernimmt Twitch, sondern Amazon. Der Online-Marktplatz zahlt knapp eine Milliarde US-Dollar für die Videospiele-Plattform.

Schluss mit Gerüchten: Der US-Konzern Amazon hat offiziell den Kauf von Twitch.tv bestätigt. Noch Ende Juli 2014 hieß es, Google werde die Plattform übernehmen, auf der Fans von Computerspielen Live-Mitschnitte zum Spielverlauf veröffentlichen. Doch nun ist Amazon dem Suchgiganten zuvor gekommen – für rund 970 Millionen US-Dollar in bar.

Twitch kam laut Amazon zuletzt auf mehr als 55 Millionen Unique Visitor, etwa eine Million davon lädt selbst Videos hoch. Die anderen Besucher schauen Beiträge an und nutzen die Plattform mit Video-Beiträgen aus der Games-Branche als Informationsquelle.

Das Unternehmen hat einen rasanten Aufstieg hinter sich: Der Streaming-Dienst startete 2011, ein Jahr später erhielt das Start-up eine Finanzierungsrunde über rund zwölf Millionen US-Dollar und 2013 erhielt das Unternehmen noch einmal 20 Millionen Dollar. Und nun wird Unternehmen für fast eine Milliarde Dollar verkauft. “Es ist beinahe unglaublich, dass Twitch vor rund drei Jahren noch gar nicht existiert hat”, kommentierte Twitch-CEO Emmett Shear im Firmenblog.

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Amazon plant eigene Werbeplattform

25.08.2014, 9:44

Amazon entwickelt eine eigene Werbeplattform – und will damit Google Konkurrenz machen. Damit möchte der Online-Händler Anzeigen des Internetkonzerns auf seinen Seiten ersetzen.

(Quelle: Shutterstock.com/littleny)

Früher waren die Rollen klar verteilt: Auf Google wird gesucht, auf Amazon eingekauft. Doch inzwischen geraten die beiden Konzerne immer mehr in Wettbewerb zu einander. Der Internetkonzern versucht, mit seinen Produktanzeigen immer mehr in den E-Commerce vorzudringen und bietet mit Google Express sogar einen eigenen Lieferdienst. Amazon vertreibt – wie Google – Smartphones und Tablets unter eigenem Namen. Zudem machen sich beide Unternehmen mit ihren Cloud-Services Konkurrenz.

Jetzt geht Amazon den nächsten Schritt: Einem Bericht des Wall Street Journals zufolge arbeitet der Online-Händler an einer eigenen Anzeigen-Plattform nach dem Vorbild von Google AdWords. Bisher über Google vermarktete Werbeplätze auf den Amazon-Seiten sollen künftig mit Hilfe eines hauseigenen Systems bestückt werden. Das Unternehmen hat mögliche Anzeigenpartner davon in Kenntnis gesetzt, das als “Amazon Sponsored Links” bezeichnete Programm noch in diesem Jahr testen zu wollen.

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Google bringt App-Install-Ads weltweit heraus

21.08.2014, 10:37

Im April hatte Google ein neues Anzeigenformat für die Installation mobiler Anwendungen vorgestellt. Jetzt können Werbekunden weltweit diese App-Install-Ads in der Suche und auf Youtube buchen.

(Quelle: Google.com)

Nach der Ankündigung im April 2014 sind die App-Install-Ads global verfügbar: Entwickler und Werbekunden können ihre Anwendungen mit dem neuen Format jetzt nicht nur im Display Netzwerk, sondern auch bei Google Search und auf Youtube bewerben. Das gab das Unternehmen im Inside AdWords-Blog bekannt.

Das Einstellen der Werbung sei in drei einfachen Schritten möglich, so Jerry Dischler, VP Product Management von AdWords. Die Anzeigen werden jenen Nutzern präsentiert, die die beworbene App noch nicht heruntergeladen haben.

Google nennt drei Vorzüge der neuen App-Install-Ads:
Kunden des mobilen Anzeigen-Netzwerks AdMob können darüber zielgerichtet neue Kunden ansprechen – und zwar basierend auf den individuell von Usern genutzten Apps, ihrem Nutzungsverhalten sowie ihren In-App-Käufen.

Mit den neuen App-Re-Engagement-Kampagnen können Nutzer animiert werden, bereits installierte Anwendungen zu nutzen – indem sie bereits zu einer bestimmten Funktion der App geleitet werden.
Mit verbesserten Analytics soll in AdWords schon bald möglich werden, den gesamten Prozess vom Herunterladen bis zu In-App-Käufen nachzuvollziehen.
Die neue Anzeigenform hatte Google Ende April 2014 vorgestellt. Vorgestern hatte der Konzern für sein AdWords-Programm eine neue Funktion freigegeben: Mit den Website Call Conversions werden Anrufe gezählt, die von einer Webseite aus getätigt werden, nachdem ein Klick auf eine Anzeige den Nutzer dorthin geleitet hat.

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