Online-Shopper sind treu

26.11.2014, 15:10

Deutsche Internet-Einkäufer verlassen sich gern auf Bewährtes: Mehr als die Hälfte hat bisher bei höchstens drei verschiedenen E-Commerce-Betreibern bestellt. Ganz vorn liegt Amazon.

Online-Shopper sind treu

(Quelle: Shutterstock.com/ideyweb)

Abwechslung unerwünscht: 58 Prozent der deutschen Online-Käufer haben bisher bei höchstens drei verschiedenen Shops bestellt. Zwei Drittel geben an, generell lieber in bekannten Online-Shops zu stöbern, als neue Anbieter auszuprobieren. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Konzept & Markt unter mehr als 8.000 Online-Käufern in Deutschland. Bei der Suche nach Produkten wird am häufigsten Google angesteuert (61 Prozent), danach Amazon (50 Prozent) und an dritter Stelle eBay (34 Prozent). Tatsächlich gekauft wird am meisten bei Amazon, weiter spielen neben eBay nur noch Spezialanbieter eine Rolle – keine anderen Vollsortiment-Anbieter.

Beim Internetkauf schätzen die Menschen besonders, rund um die Uhr einkaufen zu können sowie die gute Vergleichbarkeit von Artikeln und Preisen. Mode und Medien sind die am häufigsten gekauften Produktgruppen. Frauen kaufen besonders gerne Mode, Wohnaccessoires und Tierzubehör. Männer shoppen überdurchschnittlich viel Wein und Autoteile im Internet. Ältere Altersgruppen bestellen auch Medikamente. Dienstleistungen, zum Beispiel Handwerkerservices, werden online noch selten nachgefragt, bisher erst von 15 Prozent. 77 Prozent ist diese Möglichkeit noch gänzlich unbekannt.

Doch wer denkt, künftig wird nur noch online gekauft, irrt: Internetkäufe und stationäre Käufe liegen auch bei den Onlineshoppern fast gleich auf (52 Prozent online, 48 Prozent offline). Am stationären Handel schätzen die Befragten am meisten, Produkte direkt mitnehmen zu können sowie die Möglichkeit zum Anschauen und Ausprobieren. Click-and-Collect, die Möglichkeit online zu kaufen und vor Ort abzuholen, ist noch kaum bekannt und das Interesse überschaubar: Weniger als die Hälfte der Befragten würden diesen Service gern nutzen.

Im Schnitt haben 56 Prozent der befragten Onlineshopper in den letzten zwölf Monaten ein Produkt bei Amazon bestellt – damit ist Amazon der mit Abstand meistgenutzte Webshop. Jeder Dritte hat bei eBay eingekauft. Außerdem hat jeder Befragte im Durchschnitt bei ein bis zwei Anbietern mit speziellem Produktsortiment bestellt. “Die Dominanz von Amazon, sowohl bei der Produktsuche als auch bei den tatsächlichen Bestellungen, ist unglaublich stark. Andere Anbieter haben es schwer, sich bei den Verbrauchern zu etablieren, denn diese folgen gern ihrer Gewohnheit”, so Ottmar Franzen, Geschäftsführer des Beratungsinstituts Konzept und Markt. “Im Bereich der Spezialsortimente bestehen noch die besten Chancen, sich zu etablieren. Hier ist es wichtig, die Top-Auswahlkriterien der Verbraucher zu berücksichtigen.”

Welche Kriterien bei der Shopauswahl zählen

Am wichtigsten ist den Internetkäufern bei einem Onlineshop, dass sie die Ware geliefert bekommen, die sie tatsächlich bestellt haben. Eine schnelle Lieferung ist den Käufern am zweitwichtigsten, gefolgt von einem guten Preis-Leistungsverhältnis, zu dem angemessene Versand- und Retourenkosten gehören. Danach folgen Übersichtlichkeit und Usability sowie informative Produktbeschreibungen. Die Qualität der Produkte im Sortiment folgt erst auf Platz sieben im Ranking.

Ähnlich treu wie bei den Shops verhalten sich Onlinejäufer gegenüber ihrem Paketzustelldienst. Wenn sie die Wahl haben, setzen 86 Prozent auf DHL. Auf Rang zwei landet weit abgeschlagen Hermes mit 29 Prozent der Nennungen. Auf Platz drei liegt DPD mit 14 Prozent, dann folgen UPS (sieben Prozent) und GLS (fünf Prozent).

Für die Studie “Black-Box Online-Shopping: Potenziale erkennen – Kunden gewinnen” wurden 8.134 Online-Käufer befragt, die mindestens einmal innerhalb der vergangenen zwölf Monate im Internet eingekauft haben. Die Befragten wurden bevölkerungsrepräsentativ ausgewählt.

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Google zeigt Produkte mobil in Rundumansicht

24.11.2014, 9:41

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft will Google das mobile Einkaufserlebnis verbessern. AdWords bringt zeigt angebotene Artikel in 36-Grad–Ansicht und weitere Details wie Kundenbewertungen.

Eine Product Card auf dem mobilen Bildschirm

(Quelle: Google.com)

Google so genannte Product Cards für die mobile Suche ein. Bei einer Produktsuche wird eine aufklappbare Produktkarte angezeigt, die neben dem Preis und einem Produktfoto auch detaillierte Produktinformationen, Kundenbewertungen und Angaben zu Händlern, die den Artikel verkaufen, enthält. Überhaupt soll die mobile Google-Shopping-Produktansicht insgesamt schöner werden: Ausgesuchte Produkte können mit der Rundumansicht von allen Seiten begutachtet werden.


Lokale Inventory Ads auf dem Tablet

(Quelle: Google.com)

Und auch für die lokalen, stationären Geschäfte hat Google eine Neuerung. Mehr lokales Anzeigeninventar soll auf Tabletrechner kommen. “Die Shopper können nun lokal verfügbare Produkte auf allen Geräten finden”, so Jennifer Liu, Product Manager, Google Shopping, im Inside AdWords-Blog. “Das bedeutet, dass Werbungtreibende ihre lokalen Produkte über die gesamte Weihnachtssaison hinweg bewerben können.”

Vergangene Woche hatte Google die so genannten Merchant Promotions, Produkt-Anzeigen für Sonderaktionen, auch für deutsche Werbekunden eingeführt.

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Rockstar und Google begraben das Kriegsbeil

24.11.2014, 7:29

Google und das Patent-Konsortium Rockstar, zu dem auch Apple und Microsoft gehören, haben ihren Streit vor einem Gericht in Texas beigelegt.

Rockstar und Google begraben das Kriegsbeil

(Quelle: Fotolia.com/Yuri Arcurs)

Schon seit Jahren tobt in der Mobilfunkbranche ein Patentkrieg, der in regelmäßigen Abständen zu juristischen Auseinandersetzungen zwischen den beteiligten Herstellern führt – auch wenn sich die Situation in den letzten Monaten zunehmend beruhigt hatte.

Nun gibt es ein weiteres Friedensabkommen: Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete, haben das Patent-Konsortium Rockstar, zu dem unter anderem Apple, Microsoft oder Blackberry zählen, und der Internetriese Google ihre Streitigkeiten vor einem Gericht in Texas beigelegt.

Konkret ging es bei der Klage gegen Google um sieben Rockstar-Patente, welche die Verknüpfung von Suchwörtern mit entsprechend relevanter Werbung ermöglichen. Diese soll Google – nach Ansicht von Rockstar – mit seinem Smartphone-Betriebssystem Android verletzt haben.

Details zu der Einigung wurden nicht bekannt. Es gibt auch keine Angaben, ob Google für die Beilegung des Streits Geld an Rockstar gezahlt hat.

Zum Hintergrund: Das Rockstar-Konsortium hatte sich 2011 rund 6.000 Patente des insolventen kanadischen Netzwerk-Ausrüsters Nortel gesichert. Dafür hatten Apple, Microsoft, Blackberry, Sony und Ericsson gemeinsam rund 4,5 Milliarden Dollar auf den Tisch geblättert. Google hingegen unterlag in der Nortel-Auktion – und stärkte sein Patent-Arsenal später durch den Kauf des Mobilfunk-Pioniers Motorola. 2014 hat der Internetkonzern den Handyhersteller für nur 2,91 Milliarden US-Dollar an Lenovo weiterverkauft, behielt die Patente jedoch für sich.

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Google testet Werbealternative “Contributor”

21.11.2014, 9:55

“Ein Experiment für neue Möglichkeiten, das Internet zu finanzieren” – so erklärt Google sein gerade gestartetes Projekt “Contributor”. Leser sollen sich damit Webseiten ohne Werbung erkaufen können.

(Quelle: Shutterstock.com/Bloom Design)

Nichts ist kostenlos im Leben, auch das Internet nicht. Zur Finanzierung ihres Angebots greifen die meisten Webseiten auf die Einblendung von Werbung zurück. Google startet mit seinem neuen Tool “Contributor”nun den Versuch, Nutzer zum zum Zahlen für Online-Inhalte zu bewegen, wenn sie dafür keine Werbung sehen müssen.

Internetnutzer können damit aussuchen, welchen teilnehmenden Publishern sie monatlich einen Abo-Betrag zwischen einem und drei US-Dollar zukommen lassen wollen. Bei Besuch der entsprechenden Webseite werden den Lesern dann keine Ads von Google mehr eingespielt. Stattdessen erhalten sie eine Dankesnachricht. Zum Start des Experiments sind zunächst nur zehn Webseiten dabei, darunter jedoch bekannte Blogs wie Mashable oder die Satirezeitschrift The Onion.

Kommerzielle Werbeblockiersysteme sind bereits fest etabliert. Adblock Plus entwickelte beispielsweise im Sommer 2014 eine Lösung gegen die Nutzer-Tracking-Technik Canvas Fingerprinting. Google gehört übrigens zu den Unternehmen, die Adblock Plus Geld zahlen. Im Gegenzug werden die Google-Anzeigen vom Werbeblocker nicht unterdrückt.

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Yahoo löst Google als Suche bei Firefox ab

20.11.2014, 13:03

Yahoo und Mozilla gehen eine Partnerschaft ein. Das Ergebnis: Statt Google stellt nun Yahoo die Technologie für die Standardsuchmaschine im Firefox-Browser bereit.

(Quelle: Shutterstock.com/
Alexander Supertramp)

Yahoo stellt ab Dezember die Standardsuche bei Firefox in den USA – und löst damit Google ab, dessen Vertrag mit Mozilla nach zehn Jahren ausgelaufen war. Er habe verschiedene Optionen an alternativen Anbietern von Suchmaschinendiensten überprüft, erklärte Mozillas CEO Chris Beard. Yahoos Angebot sei das beste gewesen. Dennoch legt sich Mozilla in Zukunft sich nicht mehr global auf einen Suchmaschinenpartner fest, sondern einen flexibleren Ansatz verfolgen und Suchpartnerschaften je nach Land eingehen.

Für Yahoo bietet der Fünf-Jahres-Vetrag die Chance, mehr Menschen zu erreichen. “Die Partnerschaft hilft uns dabei, unsere Reichweite im Bereich Suche zu vergrößern”, so Yahoo-CEO Marissa Mayer. Darüber will das Unternehmen mit Mozilla in Sachen Suche, Kommunikation und digitalen Inhalten kooperieren.

Vollständig beendet ist die Zusammenarbeit zwischen Mozilla und Google nicht: Google soll weiterhin die Geolocation-Angaben für Firefox liefern und auch das so genannte Safe Browsing unterstützen. Zudem können Nutzer statt Yahoo auch Google als Suchmaschine wählen.

Laut Stiftung Warentest ist der beste Browser übrigens Google Chrome. In Europa wird das auch durch die Nutzerzahlen gestützt: Chrome ist dort der beliebteste Browser, so eine Studie. Nur nicht in Deutschland. Hierzulande ist der am meisten genutzte Browser Mozillas Firefox.

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Rabattaktionen bei Google Shopping anzeigen

20.11.2014, 8:30

Mit Sonderaktionen fängt man Kunden. Damit Händler Discounts besser präsentieren können, führt Google seine sogenannten Merchant Promotions jetzt auch auf dem deutschen Markt ein.

(Quelle: Shutterstock.com/Kolonko)

Seit zwei Jahren gibt es für US-amerikanische AdWords-Nutzer die Möglichkeit, Sonderaktionen in ihren Produkt-Anzeigen auf Google Shopping und anderen Google-Angeboten zu präsentieren. Jetzt bringt der Konzern die sogenannten Merchant Promotions nun nach Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Australien und Indien.


So werden Aktionen in den Suchtreffern hervorgehoben

(Quelle: Google.com)

Auf dem US-Markt ist dieses Sonderformat mit dem Hinweis “Special Offer” versehen, per Mouseover werden Details und Promo-Codes angezeigt und auf den Shop verwiesen. Google zufolge zeichnen sich die Merchant Promotions durch eine bessere Performance aus. Sowohl Klickrate als auch Konversionen seien gestiegen, heißt es im AdWords-Blog, der Preis pro Klick jedoch gesunken.

Im September 2014 hatte Google bereits an seinem Shopping-Angebot geschraubt. Anzeigen mit lokaler Produktverfügbarkeit können nun auch in Deutschland gebucht werden.

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Schluss mit Google Wallet für virtuelle Güter

14.11.2014, 14:00

Google nennt es “in die Rente schicken”: Die Geldbörse Wallet für virtuelle Güter wird eingestellt. Ab März 2015 ist die API deaktiviert.

(Quelle: Shutterstock.com/finallast)

Über die Google Wallet konnten bisher virtuelle Güter im Web bezahlt werden. Doch die Zeiten ändern sich, meint Google, und neue Payment-Anbieter haben den Markt erobert. Deshalb, so das Unternehmen in einer Ankündigung auf der Support-Seite von Google Wallet, wird die API des Dienstes in wenigen Monaten abgeschaltet.

Damit zieht sich das Unternehmen aus dem Bezahlmarkt für virtuelle Güter zurück. Weiterhin sollen jedoch In-App-Transaktionen und auch der Verkauf von Apps über den Google Play Store unterstützt werden. Pläne für eine neue Bezahllösung für den Kauf virtueller Güter im Web gebe es jedoch nicht.

Bis zum Stichtag am 2. März 2015 können die Nutzer weiterhin Bestellungen über Google Wallet abwickeln, Transaktionen rückerstatten, Reports einsehen und ihre Kontoeinstellungen bearbeiten. Neue Bestellungen werden jedoch ab 2. März 2015 abgelehnt. Developer müssen bis dahin ihre Integration der virtuellen Geldbörse zu einem anderen Anbieter verlegen.

Die Bezahl-App hatte im September 2013 neue Features wie Gutscheinintegration und Geldtransfer integriert.

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So kommen Web-Händler auf den Google-Gipfel

14.11.2014, 8:21

Suchmaschinenoptimierung lässt bei Online-Shops nicht nur die Zahl der potenziellen Kunden steigen, die von Google kommen – die Conversion Rate erhöht sich ebenfalls.

(Quelle: Fotolia.com/Maygutyak)

Suchmaschinenoptimierung ist nach wie vor für viele der Versuch, sich durch Manipulationen und Tricks in den Google-Rankings nach oben zu katapultieren. Das aber wird der Komplexität des Vorgangs nicht gerecht, denn immer mehr verschmelzen Online-Marketing, Content-, Usability- und SEO-Optimierung. Eine Suchmaschinenoptimierung für Webshops besthet aus drei Aufgaben:

  • Herausfinden, wonach potenzielle Kunden bei Google suchen.
  • Sorge tragen, dass der eigene Online-Shop bei diesen Suchbegriffen möglichst weit oben rankt.
  • Erhöhen der Klicks auf die eigenen Trefferanzeigen bei Google.
  • Dabei gilt es, nicht nur relevante Keywords für den eigenen Shop zu finden, um entscheiden zu können, für welche Begriffe die eigenen Seiten optimiert werden sollen. Entscheidend ist auch, diese Optimeirung in der richtigen Weise durchzuführen.

    Google nutzt für seinen Ranking-Algorithmus über 200 Kriterien. Dazu zählen beispielsweise Onpage-Faktoren wie die Keyword-Dichte, die Länge des Textes und die interne Verlinkung, aber auch Reaktionen der Nutzer wie die Click-Through-Rate, die durchschnittliche Verweildauer auf einer Seite, die Social Signals (Empfehlungen für die Seite via Facebook, Google+ und Twitter) und die Anzahl der Backlinks. Anhand dieser Daten berechnet Google die Rankings zu jedem Suchbegriff permanent neu.

    Was bedeutet Onpage-, was Offpage-Optimierung?

    Die entscheidende Aufgabe von SEO ist, anhand der genannten Faktoren die eigenen Seiten so zu optimieren, dass sie im Google-Ranking möglichst weit oben platziert werden. Hierbei wird zwischen Onpage- und Offpage-Optimierung unterschieden. Onpage bezeichnet alle Maßnahmen, die direkt auf den eigenen Seiten durchgeführt werden. Bei der Offpage-Optimierung hingegen wird versucht, durch Berichte (und Links) auf anderen Websites sowie eigene aktive Facebook-, Google+- und Twitter-Profile die Sichtbarkeit der eigenen Website zu erhöhen.

    Moderne Shop-Software-Lösungen sind bereits bei der Erstellung neuer Produkt- und Kategorieseiten für eine suchmaschinenoptimierte Formatierung eingerichtet. So werden Klartext-URLs angelegt, eine Sitemap für die Indizierung erstellt, interne Links angelegt, Title- und Headline-Tags zur Optimierung des Contents und des URL-Titels bereitgestellt und die Ladezeit auf ein Minimum reduziert. Damit hilft die Shop-Software, quasi nebenbei die SEO-Basics bei der Einrichtung und Pflege des Online-Shops zu erfüllen. Der Title-Tag ist besonders wichtig, denn er stellt später die Überschrift des Google-Eintrags bei Suchanfragen dar.

    Doch das ist nur der Anfang. Eine SEO-Zauberformel oder ein magisches Tool, das automatisch für ein Google-Boosting sorgt, gibt es leider nicht. Stattdessen gilt es, jede einzelne Produktdetailseite, jede Landing Page, Kategorie und natürlich die Startseite unter die Lupe zu nehmen und nach Optimierungspotenzial zu suchen.

    Welche Ranking-Faktoren überprüft Google?


    Die Top-Ranking-Faktoren

    (Quelle: Searchmetrics)

    Schaut man sich die Ranking-Faktoren an, die der SEO-Dienstleister Searchmetrics in seiner aktuellen Studie “SEO Rang-Korrelationen und Ranking-Faktoren 2014″ ermittelt hat, und vergleicht diese mit den Vorjahresergebnissen, fällt vor allem eines auf: Klassisches SEO-Handwerk wie der Aufbau von Backlinks und die Erstellung von Texten mit optimaler Keyword-Gewichtung ist zwar nach wie vor wichtig, verliert aber an Relevanz.

    Stattdessen gewichtet Google immer stärker die User und Social Signals. Wie lange bleiben die Nutzer auf der Seite? Klicken sie auf der Website etwas an oder verlassen sie diese direkt wieder? Und: Wie häufig wird die Seite anderen via Facebook und Co. weiterempfohlen? Nicht die am besten optimierte Website soll bei Google auf Platz eins stehen, sondern diejenige, die für den Nutzer bei seiner Suchanfrage tatsächlich die höchste Relevanz hat.

    Bilder und Produkt-Videos

    Shop-Betreiber sollten deshalb ihre Seiten nicht primär für Google, sondern für ihre Kunden optimieren. So genügt es auf Produktdetailseiten nicht immer, die Herstellerinformationen zu übernehmen, viel wichtiger ist vielmehr die Frage “Wie kann ich die bestmögliche Website zu diesem Produkt beziehungsweise zu diesem Keyword erstellen?” Hier kommt man dann automatisch zu den Elementen, die auch für das Suchmaschinen-Ranking relevant sind: ausführliche, informative Texte – nutzerfreundlich in kurze Textblöcke gruppiert, und mit Listen und Tabellen angereichert.

    Bilder und Produkt-Videos bieten weiterführende Informationen und helfen bei der Kaufentscheidung. Möglich sind zudem Infokästen zu Herstellern oder Hintergrundinformationen zu Produkteigenschaften und -materialien sowie die Einbindung von Nutzerbewertungen. Diese Tipps bekommen Shop-Betreiber auch zu hören, wenn es um die Optimierung von Usability und Conversion eines Webstore geht.

    Die Sichtbarkeit erhöhen

    Nach wie vor ein wichtiger Faktor der SEO ist die Offpage-Optimierung einer Website. Allerdings geht es hierbei inzwischen weniger darum, möglichst schnell möglichst viele Backlinks zu kaufen, sondern das Ziel sollte sein, die Sichtbarkeit des eigenen Shops durch Beiträge in themenrelevanten Blogs und Nachrichtenportalen zu erhöhen.

    Dabei steht nicht primär die Gewinnung von Dofollow-Links im Vordergrund, sondern die Aktivierung potenzieller Neukunden – die wiederum ihrerseits durch positive User und Social Signals zur Verbesserung des Rankings der Shop-Seiten beitragen sollen. Die Backlinks sollten anschließend im optimalen Fall ganz von allein kommen.

    Die Suchmaschinenoptimierung eines Online-Shops ist nicht mehr eine Aufgabe, die man einfach an einen externen Dienstleister outsourcen kann. Die SEO-Basics müssen erfolgreich umgesetzt und anschließend muss bei allen Optimierungsaufgaben der Kunde in den Vordergrund gestellt werden: Ist er mit den Inhalten zufrieden, die er zu sehen bekommt, nachdem er bei Google auf Ihren Eintrag geklickt hat, registriert das auch Google – und belohnt mit besseren Rankings.

    Kein Wunder also, dass SEO für viele Unternehmen inzwischen hohe Priorität hat. Man kann bei der Optimierung allerdings auch des Guten zu viel tun – und dadurch sogar den gegenteiligen Effekt erzielen. Wie sich das vermeiden lässt, erklären die Experten von eprofessional.

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    Google bringt eigenständige Messenger-App

    14.11.2014, 7:14

    Mit dem Messenger hat Google gestern eine eigenständige SMS-App veröffentlicht – für alle, die für diesen Zweck nicht Hangouts nutzen möchten.

    (Quelle: Shutterstock.com/
    George Dolgikh)

    Eine SMS-App für Android gab es bereits – und auch eine Messenger-Funktion in Google Hangouts. Jetzt bietet der Internetkonzern eine neue Messenger-App im “Material Design” im Play Store an.


    Übersichtlich und bunt

    (Quelle: Google.com)

    Mit der Anwendung können Nutzer

  • Bilder, Videos und Sprachaufnahmen direkt in der App aufnehmen und versenden
  • in Kontakten und Unterhaltungen nach Stichworten suchen
  • unerwünschte SMS-Absender blockieren
  • Die Messenger-App läuft ab der Android-Version 4.1 und lässt sich auf Wunsch auch als Standard-SMS-App festlegen. Im neuen Android 5.0 alias Lollipop ist die App bereits vorinstalliert. Lollipop erschien erstmals auf dem Nexus 9 und wird derzeit als Update auf der übrigen Nexus-Reihe ausgerollt. Neben der neuen Designsprache verfügt Android 5.0 über erweiterte Sicherheitsfunktionen.

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    Erfolgreiche Phishing-Attacken

    11.11.2014, 13:00

    Phishing-Attacken sind erfolgreicher als viele denken. Durchschnittlich geht den Betrügern jeder siebte Anwender auf den Leim. Besonders effektive Fakes erreichen Erfolgsquoten von bis zu 45 Prozent.

    (Quelle: Shutterstock / Alexandra Gl)

    Eine von Google veröffentlichte Studie, die in Zusammenarbeit mit der University of California in San Diego entstanden ist, zeigt, dass Phishing-Attacken erfolgreicher sind als viele denken. In der Spitze erreichen gefälschte Websites, die speziell zum Abgreifen von Login-Daten präpariert wurden, demnach Erfolgsquoten von bis zu 45 Prozent. Durchschnittlich fallen immerhin 14 Prozent der Besucher auf die Fake-Websites herein und selbst die simpelsten Phishing-Versuche schaffen es, drei Prozent der Besucher erfolgreich zu täuschen.

    Ein weiteres Ergebnis der Studie: Die Phishing-Betrüger agieren überaus schnell und flexibel. Bei 20 Prozent der erfolgreichen Phishing-Versuche nutzten sie die erbeuteten Login-Daten innerhalb von 30 Minuten. Laut Google haben die Betrüger rund 20 Minuten später dann meist schon das Passwort des Accounts geändert, weitere Konten des Opfers übernommen und dessen Kontakte mit Scam-Mails attackiert.

    Die Scam-Mails, die in Deutschland auch unter der Bezeichnung Vorschussbetrug bekannt sind, verschicken die Betrüger von der gekaperten E-Mail-Adresse aus. Diese Fake-Mails sind deshalb noch brisanter als das Massen-Phishing, da sie für den Empfänger von einer vermeintlich bekannten Adresse stammen. Der Studie zufolge ist das Risiko selbst Phishing-Opfer zu werden, bei den Kontakten eines Phishing-Opfers 36 mal höher als bei anderen Anwendern.

    Im Juni 2014 landeten so viele Spam-Mails wie nie zuvor in den Postfächern deutscher Nutzer. Dies geht aus dem Spam-Report für Juni von Kaspersky Lab hervor.

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