Designvergleich von Google+ und Facebook

29.07.2014, 10:38

Design ist Kommunikation, und wo herrscht mehr Kommunikation als in den sozialen Medien? Die größten sind Facebook und Google+ mit jeweils über einer Milliarde Nutzer. Facebook hat dabei die weitaus größere aktive Nutzerschaft, auch weil es bereits 2004 gegründet worden war. Google+ stammt aus 2011 und hat sich vom Start weg an die Grundfunktionen von Facebook angelehnt, darauf basierend aber andere Ziele angestrebt, weil es die diversen Googledienste zusammenfassen und Neue kreieren wollte. Wir vergleichen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden sozialen Netzwerke in Design und Funktionalität.

Interface-Design: Die neue Einfachheit

Das Interface-Design hat sich von der Komplexität in die Einfachheit evolutionär gewandelt. Dabei ist die Vereinfachung bei Apple und auch bei Google noch nicht ganz so weit fortgeschritten, Facebook hat einen gewaltigen Schritt in Richtung Flatdesign gemacht, das heißt, es hat seine Icons einfarbig ohne Schattierungen, Spiegelungen und sonstige Dreidimensionalität gestaltet. Google hat seine ikonografische Sprache ebenfalls stark vereinfacht, arbeitet aber noch mit moderaten Verläufen und Schattierungen.

Google setzt auf die Vereinheitlichung eines übergreifenden Corporate Designs

Google hatte im Laufe der Jahre eine Fülle an Webdiensten neben seiner Suchmaschine betrieben, die alle weitestgehend autark nebeneinander her liefen und unterschiedliche Designsprachen hatten. Das wurde dadurch verstärkt, dass Google laufend neue Dienste wie zum Beispiel YouTube hinzukaufte. Mit dem Erscheinen von Google+ wurde gleichzeitig die übergreifende Designanpassung aller Dienste in mehreren Teilschritten betrieben. Von Google+ oder jedem anderen Google-Dienst kann man jeweils alle anderen aufrufen. Ein entsprechendes Ausklappmenü sieht dann so aus:


Ausklappmenü Google+

Oben: Eine Übersicht über einen Teil der Google-Dienste. Zu sehen ist, dass die Icons zum Teil „flat“ sind (Suche, G+, Blogger oder YouTube), zum Teil aber auch mit Verläufen (Play) oder Schattierungen (Books, Shopping) gestaltet sind.

Funktionaler Unterschied zwischen Facebook und Google+

Während Facebook von Anfang an Zusatzprogramme/Apps integriert hatte, ist Google einen anderen Weg gegangen: Es bietet eine Fülle unterschiedlichster Dienste, zu denen z.B. auch Google Mail (Gmail) oder Google Maps gehören, und führt sie über Google+ zusammen. Einmal mit einem Passwort angemeldet, kann man alle diese Dienste nutzen. Deshalb wird gesagt, dass Facebook ein klassisches soziales Netzwerk ist, während Google+ eine Art „sozialer“ kommunikativer Zentrale für die unterschiedlichen Google-Dienste ist.

Facebook Messenger reduziert und mit linearen Illustrations-Icons

Facebook hat seinen „Messenger“ einer radikalen Vereinfachung unterzogen und auch im „PagesManager“ kommt ein klares Flat-Design zum Tragen. Geht es um größere Icons werden die Illustrationen linear dargestellt, was sich im Übrigen mit Apples aktueller Design-Auffassung deckt. In iOS7 sind Nutzer-Dialoge und Unter-Menüs mit dünnstrichigen betont simplen Icons unterlegt, während Google+ auch im kleinen eher flächige und unterschiedlich farbige Darstellungen nutzt.


Facebook Pages Manager

Oben: Das Servicetool „Facebook Pages Manager“, das für die Administration der Unternehmensseiten zuständig ist, erstrahlt in Einfachheit und Übersichtlichkeit.

App Facebook Pages: Konzentration auf das visuell Wesentliche

Die neue Facebook-App „Paper“ schließlich hat ein flächiges leicht schattiertes Menü am unteren Seitenrand. Sie ist im Moment als Ergänzung zur eigentlichen Facebook-App zu sehen, wirkt durch die nachrichtenorientierten Inhalte aber seriöser. Auch hier wurde alles visuell Unnötige weggelassen, damit der Nutzer sich schnell zurechtfindet und das Wesentliche im Blick hat. Derzeit ist “Paper” aber noch nicht in Deutschland erhältlich.


Facebook Pages

Oben: Die neue App „Facebook Paper“ setzt auf hochwertige Inhalte und richtige Storys fernab des „Katzen-Contents“.

Google+App und Facebook-App im gestalterischen Wettstreit

Obwohl die Headergrafik bei Google+ etwas höher ist als bei Facebook, beginnt der erste reguläre Beitrag bei Google+ früher und ist deshalb ansatzweise noch im ersten Screen zu sehen. Facebook hat zwei Navigationsleisten integriert, zeigt zur Verortung des Unternehmens den Ausschnitt einer Landkarte und beansprucht mehr Platz für die Statistik der Seite. In der Google+App erscheint die Landkarte erst bei Klick auf die Adresse.


Mobile Startscreens von Facebook und Google+

Oben: Die Startscreens der beiden Apps für Facebook (links) und Google+ (rechts).

Richtlinienkompetenzen für das Corporate Design

Für jeden roten Faden in der Gestaltung, sei es die kommunikativ-visuelle Linie eines Unternehmens in der Praxis oder sein Corporate Design, gibt es ein Leitmedium. Das ist so etwas wie der „Primus inter Pares“, der „Gleichere unter Gleichen“, von dem das Design ausgeht und auf alle anderen Medien übertragen wird. Als das Web noch kaum präsent war, wurden Corporate Designs in erster Linie für Drucksachen und erst später für die Erfordernisse von Bildschirmen und audiovisuellen Medien ausgelegt. Die grundlegenden Gestaltungsparameter kamen also aus dem Print-Design. Das war selbst in den Anfangstagen des Web-Designs so, auch wenn viele Webdesigner ihren eigenen Weg gingen und den damit begründeten, dass die aus der Printwelt kommende vorhandene Gestaltungssystematik nicht richtig für die Erfordernisse des Screendesigns wäre. Denn eine Webseite gleicht ihre Virtualität gegenüber beispielsweise einer Broschüre durch einen höheren Grad an Strukturiertheit aus. Je weiter der Siegeszug der elektronischen Medien ging, desto dominanter wurde ihr Einfluss auf das Corporate Design eines Auftraggebers zumal Screen-Design grundlegend als innovativer galt.

Design-Trends durch Virtualisierung

Es konnte also passieren, dass das Design einer Webseite und ihr Corporate Design zur gestalterischen Leitlinie auch für den Printbereich werden konnten. Mit Fortschreiten der Virtualisierung der Kommunikation sind zwei weitere Trends entstanden:

a. Jenseits der eigenen Website: Partizipation an sozialen Netzwerken

Zum einen haben größere Unternehmen – gerade Konsumentenmarken – ihre Social-Media-Präsenzen beträchtlich ausgebaut, das heißt dass dort nicht nur die Gestaltungsparameter des Unternehmens den Ausschlag geben, sondern sich in den gestalterischen Rahmen von Facebook und Google+ einfügen.

b. Desktop versus Mobile

Zum anderen haben mobile Geräte mit kleineren Bildschirmen noch einmal das Mediendesign insgesamt verändert – hin zu mehr Klarheit, Einfachheit, Prägnanz und Übersichtlichkeit. Die Miniaturisierung des Dargestellten an kleinen Bildschirmen hat zu einem neuen Nachdenken darüber geführt, wie Informationen aufbereitet und vermittelt werden müssen, damit sie verstanden werden und Prozesse in Gang setzen. Gab es vorher eine Desktopversion des sozialen Netzwerkes, die sich teils erheblich von der mobilen Version unterschieden hatte, wurden statische Webpräsenz und Mobil-App visuell-gestalterisch angeglichen, wobei die gestalterische Richtlinienkompetenz immer mehr von der Mobilversion ausgeht, weil sie einfacher ist und die Nutzungsdauer mobiler Geräte immer weiter zunimmt. Das gilt sowohl im Privatbereich als auch im Businessbereich. Auf kleinen Bildschirmen muss man sich auf das Notwendige beschränken, alles gestalterisch Überflüssige wird also weggelassen. Dieses reduktionistische Denken wirkt sich auch beim Re-Design manch aufgeblähter Desktopanwendung positiv aus.


Facebook in der Desktop-Browser-Version

Oben: Facebook in der Desktop-Browser-Version: Einspaltige Postings, Informationen links in der Randspalte und rechts eine schmale Spalte zum weiteren Navigieren.


Browserversion von Google+

Oben: Die Browserversion von Google+ bietet Mehrspaltigkeit, die sich über eine Voreinstellung aber auch auf einspaltig umstellen lässt. Je nachdem, wie breit man das Fenster zieht, erreicht man eine Zweispaltigkeit oder maximal eine Dreispaltigkeit.

Google und seine sozialen Netzwerke

Nachdem Facebook als Netzwerk der privaten Kommunikation aufgestiegen war, konnte Google nach zwei gescheiterten Versuchen („Wave“ und „Buzz“) und einem partiell erfolgreichen („Orkut“ mit Schwerpunkt in Südamerika) mit Google+ ein erfolgreiches Konzept für ein soziales Netzwerk an den Start bringen. Während man bei Facebook mit Menschen kommuniziert, die man im realen Leben kennt, kann man auf Google+ einfach fremde Menschen kennenlernen und sich mit ihnen austauschen. Bedeutend sind bei Google+ inzwischen zum Beispiel nicht nur die technikaffine Community, sondern auch Fotografen. Das kommt nicht von ungefähr, stellt Google+ doch immer wieder neue Features für Fotografen zur Verfügung. Das sind nicht nur der große Speicherplatz für Fotos, sondern auch Automatikfunktionen, die Bilder animieren oder Fototagebücher erstellen. Eine ausgefeilte Bildbearbeitung ist in Google+ integriert. Fotografen wurden von Anfang an auch deshalb bei Google+ heimisch, weil die Bilddarstellung hier weitreichender und komfortabler war und der Fotodienst „Picasa“ später in Google+ integriert wurde.

Kreisverwaltung: Google mit neuem Look & Feel

Google+ stellte von Anfang an Bilder weitaus größer dar als Facebook, zeigte animierte GIFs oder bot Services wie das Videokonferenzsystem „Hangout“. Augenfällig waren aber die Kreise, die optisch anschaulich zeigten, wen man in welchen (Personen-)Kreisen hatte und mit welchem Kreis man welche Nachrichten teilen wollte. Facebook hatte daraufhin vom Look&Feel her nachgezogen, seine Einstellungen vereinfacht, mehr Transparenz und Klarheit in das Design seines Netzwerkes gebracht, seine Bilder ebenfalls vergrößert und weitere Dienste integriert. Für den Nutzer bedeutet die Konkurrenz zwischen Facebook und Google mehr Innovation und permanente Optimierung beider Dienste.


Kreisdarstellung von Google+

Oben: Google+ wurde bezüglich seines Interface-Designs vor allem über seine Kreisdarstellungen bekannt. Oben befinden sich Personen, die man in unterschiedliche Kreise ziehen kann. So stellt man sicher, dass ein definierter Personenkreis nur bestimmte Informationen sehen kann.

Soziale Medien fördern und verändern die Kommunikation

Google+, das den Vorteil hatte, von Grund auf neu starten zu können, ohne aufwendig Korrekturen an Bestehendem vornehmen zu müssen, war von Andy Hertzfeld gestaltet worden, der zwischen 1979-1984 zum Apple-Macintosh-Team gehört hatte. Er war dabei federführend bei der Entwicklung der Benutzeroberfläche gewesen, die in den 80er-Jahren im Grunde alles mit begründete, was man heute an grafischen Benutzeroberflächen kennt. Kein anderes User-Interface war stilbildender und einflussreicher als dieses. Seine große Erfahrung konnte er bei Google+ einbringen. Google+ schuf mit den Kreisen etwas Neues, das Facebook dazu brachte, dass es die Funktionalitäten des Teilens von Inhalten mit unterschiedlichen Zielgruppen ebenfalls einführte und ausbaute. Von einer gewissen Klarheit aber auch grafischen Opulenz (die Kreise und anderes sind z.T. animiert) ging die Reise immer weiter hin zu einer Vereinfachung des Designs.


Icons der Hauptnavigationen von Google+ und Facebook

Oben: Die Icons der Hauptnavigationen von Google+ (oben) und Facebook (unten) ähneln sich stark. Bei Facebook sind sie flächiger, bei Google+ zum Teil linear (Benachrichtigungs-Glocke und Personen).

Fazit: Weniger ist mehr – vor allem im Design

Google+ hat designmäßig entscheidende Impulse in die Welt der sozialen Medien gebracht und in vielerlei Hinsicht den Quasi-Monopolisten für die private Kommunikation Facebook aufgeschreckt. Facebook hat dadurch seine Struktur und sein Design vereinfacht und verbessert. Ebenso hat sich übrigens Twitter den beiden Mitstreitern visuell angepasst. Die Linie eines übersichtlichen, reduzierten Designs, das die mobile Welt mehr und mehr durchdringt, schwappt zurück in die Browserwelt und verändert auch ganz allgemein das Interface-Design von Anwendersoftware. Design kommt wieder mehr auf den Punkt, wird prägnanter und deutlicher, anstatt sich in Spiegelungen, Effekten und 3D- Simulationen zu ergehen. Das ist gut für den Nutzer, der sich innerhalb einer immer größeren Informationsflut so wieder besser orientieren kann.


Mobile Android-Menü-Leisten von Google+ und Facebook

Oben: Die Menü-Leisten der Smartphone-Apps für Android von Facebook und Google+ im Vergleich.

Die Hauptnavigationsleiste von Google+ (rot) mit Profilbild, Nutzername, Personensuche und Benachrichtigungsglocke zeigt auf dieser obersten Ebene nur das Notwendigste. Darunter die Facebookleiste (blau) mit dem „Mehr“-Menü für weitere Funktionen, das sich bei Google+ in einer zweiten Navigationsleiste befindet, der Suchfunktion und dem Personenbutton. Die beiden Leisten darunter befinden sich auch bei der App am unteren Bildrand. An diesen beiden Leisten ist deutlich zu sehen, dass Facebook (unten) in seiner Formensprache reduzierter und weniger farbig vorgeht, während Google+ seine Icons gerne zum Teil räumlicher gestaltet (Fotos) und vor allem farbig.

Erfolgsfaktoren fürs Mobile Marketing

28.07.2014, 10:21

Um Konkurrenten einen Schritt voraus zu sein, ist Mobile Marketing Pflicht: Es ist der Schlüssel, um Kunden ins Geschäft zu locken und sie dort zu überzeugen. Mit diesen Tipps gelingt es.

(Quelle: Fotolia.com/TAlex )

Mit mobilen Werbeformaten, wenn sie perfekt ausgesteuert sind, gewinnen Unternehmen neue Kunden und erhöhen ihre Conversion-Rate: Mehr als 84 Prozent der Smartphone-Besitzer nutzen ihre Devices, um vor dem Einkauf und im Geschäft Produktinformationen und Preisvergleiche zu recherchieren.

Marketing-Manager, die dieses Potenzial in Kaufkraft umwandeln möchten, sollten durch mobile Anzeigen potenzielle Kunden ansprechen – während diese unterwegs sind. Marcel Pirlich, CEO und Gründer des Bid Management Tools Adspert, hat sieben Faktoren für eine gelungene Mobile-Kampagne mit Google AdWords zusammengestellt.

1. Machen Sie Ihr Geschäft sichtbar

Jedes Unternehmen, das online wirbt, muss eine ansprechende mobile Version der eigenen Website haben. Dabei sollten Geschäftsadressen und Telefonnummern prominent sichtbar sein.

2. Präsentieren Sie Ihre Produkte

Nur wenn Sie es potenziellen Kunden ermöglichen, schnell und unkompliziert Produktinformationen und Sonderangebote auf ihren mobilen Endgeräten zu finden, werden die Kunden Interesse haben, im Geschäft etwas zu kaufen.

3. Bewegen Sie Kunden dazu, Sie anzurufen

Fügen Sie bei Ihrer mobilen Anzeige eine klickbare Telefonnummer hinzu, damit potenzielle Kunden Sie unkompliziert anrufen können, um eventuelle Fragen persönlich zu klären.

4. Kreieren Sie standortbezogene Anzeigen

Damit potenzielle Kunden Ihr Geschäft schnell und einfach finden können, sollten Sie in Ihren Anzeigen standortbezogene Daten wie Ihre Adresse integrieren.

5. Interagieren Sie mit Smartphone-Nutzern

Durch eine ausgeklügelte QR-Code-Strategie, beispielsweise für Gutscheine, interagieren Sie im Geschäft mit Smartphone-Usern und motivieren sie, mehr Informationen über Ihr Unternehmen zu recherchieren – und im besten Fall direkt etwas zu kaufen.

6. Helfen Sie zu finden, was jemand sucht

Zeigen Sie unterhalb Ihres Anzeigentexts zusätzliche Sitelinks, die zu bestimmten Seiten auf Ihrer Website führen. Dies hilft potenziellen Kunden, mit einem Klick das zu finden, wonach sie suchen.

7. Differenzieren Sie online und offline

Die Einkaufsatmosphäre vor Ort sollte sich vom Online-Shopping-Erlebnis abheben. Bieten Sie im Geschäft exzellenten Service und Beratungsgespräche an, um dadurch einen Mehrwert für Kunden zu schaffen.

Zum Erfolg im Mobile Marketing beitragen könnte auch Amazon. Das mobile Anzeigennetzwerk des Online-Marktplatzes unterstützt seit Mitte Juli 2014 nicht nur Android-Geräte, sondern nun auch Devices, die mit iOS betrieben werden.

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Linkbuilding in Deutschland

25.07.2014, 14:16

Wie ist es um den Linkaufbau in Deutschland bestellt – und welche Taktiken werden dabei eingesetzt? Das hat SEO-Agentur Seokratie in einer Umfrage ermittelt.

(Quelle: Shutterstock.com/Ellagrin)

Linkaufbau ist eine klassische Disziplin in der Suchmaschinenoptimierung, deren Regeln den ständigen Änderungen im Google-Algorithmus unterworfen sind. Wie damit in Deutschland umgegangen wird, wie hoch die Budgets sind und welche Taktiken zum Einsatz kommen, hat die Agentur Seokratie in einer Umfrage zum “Linkbuilding in Deutschland” herausgefunden.

Mehr als die Hälfte, nämlich 61 Prozent der 370 Umfrageteilnehmer, bauen aktiv Links auf, 34 Prozent zahlen sogar dafür. Doch Links können auch negative Auswirkungen haben: 48 Prozent haben schon einmal Links abgebaut. Gut jeder Vierte lässt diese Disziplin vollkommen aus.


Linkaufbau und -abbau

(Quelle: Seokratie.de)

Kein Wunder, dass auch die Budgets weit auseinander gehen: Die Mehrheit, nämlich 59 Prozent, steckt weniger als 500 Euro pro Monat in den Aufbau von Verlinkungen, 500 bis 1.000 Euro investieren elf Prozent und zwei Prozent geben sogar mehr als 50.000 Euro dafür aus.

Rund die Hälfte (52 Prozent) hält die Ausgaben konstant, 23 Prozent haben ihr Linkbuilding-Budget im Vergleich zu 2013 erhöht, 25 Prozent verringert. Ein ähnliches Bild zeichnet die Umfrage auch fürs kommende Jahr.


Linkbuilding-Taktiken

(Quelle: Seokratie.de)

Wenn es um die praktische Umsetzung geht, liegt das Content Marketing ganz vorne: 71 Prozent der Befragten setzen auf diese Strategie. Auf den Plätzen zwei und drei liegen Forenlinks (48 Prozent) und Gastbeiträge (40 Prozent). Doch Linkaufbau hat auch seine Tücken. Als gefährlichste Taktik benennen 69 Prozent Sidewide gekaufte Links, die auf jeder Unterseite einer Domain erscheinen (zum Beispiel im Footer), und die Zusammenarbeit mit Linknetzwerken (66 Prozent).

An der Online-Umfrage auf Seokratie.de haben im Zeitraum zwischen 17. und 24. Juli 2014 insgesamt 370 Personen teilgenommen, darunter 37 Prozent Inhouse-SEOs, 20 Prozent SEO-Manager, 15 Prozent Geschäftsführer von SEO-Agenturen, 14 Prozent Geschäftsführer anderer Firmen und 14 Prozent Hobby-SEOs.
Google hat zuletzt im März 2014 öffentlich das deutsche Linknetzwerk efamous abgestraft. Wer Post von dem Suchgiganten erhält, sollte sie ernst nehmen. Und Gegenmaßnahmen einleiten.

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Google kauft Game-Streaming-Anbieter

25.07.2014, 11:18

Ist Google auf dem Weg zum Videoimperium? Das Internetunternehmen übernimmt den Game-Live-Streamer Twitch. Die Übernahme soll eine Milliarde US-Dollar kosten.

(Quelle: Fotolia.com/Female photographer)

Youtube ist als Videoplattform die unbestrittene Nummer eins in der Nutzergunst. Doch auch den Primus kann man noch aufwerten, beispielsweise mit Game-Live-Streaming. Dieses bietet Twitch an. Grund genug für Google, das Unternehmen jetzt aufzukaufen. Nach Brancheninformationen soll der Internetgigant dafür eine Milliarde US-Dollar auf den Tisch legen, so VentureBeat.

Das Streaming-Unternehmen ermöglicht es Nutzern, die Games, die sie auf dem Rechner, der Xbox oder der PlayStation spielen, online zu streamen. Das hat Twitch mehr als 50 Millionen monatlich aktive Nutzer beschert. Darüber hinaus spielt der Streamer auch Games-Inhalte von Partnern ein.

Die Übernahme von Twitch kommt für Youtube zum richtigen Zeitpunkt. Die Google-Tochter konnte die selbst gesteckten Ziele in Bezug auf Nutzungszeit bisher noch nicht erreichen und musste auch beim Nettoumsatz die Erwartungen von Analysten enttäuschen. Erste Branchengerüchte, dass Google mit Twitch das Live-Streaming auf seinem Videoportal Youtube aufwerten wolle, waren bereits vor zwei Monaten aufgekommen.

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Google kann noch immer wachsen

18.07.2014, 13:46

Die weiter sinkenden Klickpreise für Werbeanzeigen können Google nichts anhaben: Der Internetkonzern steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal 2014 um 22 Prozent auf 16 Milliarden US-Dollar.

(Quelle: Shutterstock.com/Ken Wolter)

Google hat seinen Finanzbericht für das zweite Quartal 2014 vorgelegt: Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 22 Prozent auf 16,0 Milliarden US-Dollar, der Netto-Gewinn um sechs Prozent auf 3,4 Milliarden US-Dollar. Zwei Drittel der Einnahmen erwirtschaftet der Internetkonzern auf seinen eigenen Seiten wie der Suchmaschine und dem Videoportal Youtube, 21 Prozent über sein Partner-Netzwerk auf fremden Webangeboten. Der übrige Umsatz entfällt auf Sonstiges und wird nicht näher ausgewiesen.

Die Anzahl der bezahlten Klicks auf Anzeigen wuchs um 25 Prozent, auf Googles eigenen Seiten sogar um 33 Prozent. Darunter fallen neben den klassischen Suchwortanzeigen auch Videowerbung auf Youtube und andere Formate auf Google Maps oder den Finanzseiten des Konzerns. Die Menge der bezahlten Klicks, die über das Netzwerk generiert wurde – über AdSense oder das mobile Werbenetzwerk AdMob – stieg um neun Prozent.

Der durchschnittliche Klickpreis ist wie auch in den Quartalen zuvor gesunken, und zwar um sechs Prozent – genau wie im ersten Quartal 2014.

Chief Business Officer Nikesh Aurora verlässt das Unternehmen und wechselt nach zehn Jahren als CEO zum japanischen Kommunikationskonzern SoftBank Internet and Media.

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Google macht AdWords Express mobil

17.07.2014, 12:52

AdWords Express kommt aufs Smartphone. Das Werbetool für kleine Unternehmen gibt es jetzt auch als App, damit Kunden auch von unterwegs Anzeigen einstellen und bearbeiten können.

(Quelle: Shutterstock.com/Lisa S.)

Wer Zeit sparen will, erledigt heute so viel wie möglich unterwegs mit dem Smartphone. In den USA können nun auch Werbungtreibende ihre Kampagnen für AdWords Express mobil organisieren und analysieren: Google hat jetzt eine entsprechende App herausgegeben, die sowohl auf iOS- als auch Android-betriebenen Smartphones läuft.

Die Anwendung ermöglicht den Zugang zu allen gewohnten AdWords-Express-Funktionen. So können die Nutzer über eine verbesserte Targeting-Funktion ihre Zielgruppe nach Postleitzahl, Wohnort oder Bundesstaat aussuchen. Über die Wahl der Branchenzugehörigkeit und den Ausschluss bestimmter Stichworte könnten die Werbenden sicherstellen, dass ihre Anzeigen im passenden Umfeld an die relevante Zielgruppe ausgeliefert werde, so Xuefu Wang, Engineering Director, im AdWords-Blog.

Bei AdWords dreht Google derzeit mächtig auf: Gestern hatte das Unternehmen bereits Massen-Upload und AdWords Editor für Google Shopping herausgebracht. Die Standort-Erweiterungen wurden ebenfalls erst kürzlich aktualisiert.

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Smarte Kontaktlinse von Google und Novartis

16.07.2014, 14:05

Google arbeitet jetzt mit dem Schweizer Pharmakonzern Novartis zusammen, um smarte Kontaktlinsen marktreif zu machen. Diabetiker sollen als erste von der neuen Technologie profitieren.

(Quelle: Shutterstock/LUMOimages)

Im Januar 2014 hat Google bekannt gegeben, an intelligenten Kontaktlinsen zu arbeiten, die durch den Zuckergehalt der Tränenflüssigkeit von Diabetes-Erkrankten überwachen. Um das neue Smart Wearable marktreif zu machen, suchte Google allerdings noch nach Partnern.

Jetzt haben der Internetkonzern und das Pharmaunternehmen Novartis eine Kooperation angekündigt. Alcon – der Bereich für Augenheilkunde von Novartis – wird mit der Forschungsabteilung Google X die neuen Kontaktlinsen entwickeln. Als erste Produkte geplant sind die von Google bereits präsentieren Kontaktlinsen für Diabetskranke sowie solche für Menschen mit Altersweitsichtigkeit. Die Smart-Lens-Technologie umfasst nicht-invasive Sensoren, Microchips und andere Miniaturelektronik, die in die Linsen eingebettet sind.

Für Novartis ist diese Technologie ein “wichtiger Schritt, um die Grenzen der traditionellen Krankheitsbehandlung zu überschreiten”, so Novartis-Chef Joseph Jimenez. Google-Mitgründer Sergey Brin sprach davon, damit “die Lebensqualität von Millionen Menschen zu verbessern”.

Die Kontaktlinsen dürften aber nicht nur im Gesundheitssektor Anklang finden. Es ist durchaus denkbar, dass die Linsen irgendwann auch Fotos machen können oder eine Art Live-Display in das Sichtfeld der Nutzer einblenden.

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Google+ schafft Klarnamenzwang ab

16.07.2014, 12:00

Drei Jahre hat es gedauert, jetzt hat Google nachgegeben: Auf dem Netzwerk Google+ gibt es jetzt keinen Klarnamenzwang mehr.

(Quelle: Shutterstock.com/AHMAD FAIZAL YAHYA)

Nutzer von Google+ müssen sich bei dem sozialen Netzwerk nicht mehr unter ihrem echten Namen anmelden. In einem Beitrag auf Google+ entschuldigte sich das Unternehmen gestern für die Unannehmlichkeiten: “Wir wissen, dass unsere Namensregelung bisher unklar gewesen ist, und dieses hat zu unnötigen Schwierigkeiten einiger unserer Nutzer geführt.” Für Empörung hatte der Klarnamenzwang vor allem im Zusammenhang mit der Bedingung geführt, dass ein Google+-Konto nötig ist, um auf dem Videoportal Youtube zu kommentieren.

Gründe, im Internet nicht unter dem eigenen Namen aufzutreten, gibt es viele. Doch allgemeine Sicherheitsbedenken und persönliche Gründe ließ Google bisher nicht gelten. Wichtiger erschien es dem Unternehmen, dass der Zwang zum Schreiben unter dem eigenen Namen eine soziale Kontrolle ermöglichen sollte, dank derer die Nutzer sich in ihren Beiträgen mäßigen würden. Doch schon vor zwei Jahren war das Netzwerk von der harten Linie abgerückt und hatte immerhin die Nutzung von bestimmten Spitznamen sowie Geburtsnamen erlaubt.

Ob die Änderungen bei Google+ jetzt Präzedenzcharakter für Facebook haben? Bei dem sozialen Netzwerk besteht nach wie vor der Klarnamenzwang, gegen den auch die deutschen Datenschützer mit ihrer Klage nichts ausrichten konnten. Selbst eine Bußgeldandrohung im Jahr 2012 hatte das Netzwerk nicht zum Abrücken von seiner Regel überzeugen können.

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Massen-Upload für Google-Shopping-Kampagnen

16.07.2014, 11:53

Mit zwei neuen Tools will Google seinen Kunden die Umstellung auf Shopping-Kampagnen versüßen: Massen-Upload und AdWords Editor erleichtern die Verwaltung.

(Quelle: Shutterstock.com/Hasloo Group)

Google stellt in weniger als acht Wochen werden reguläre Kampagnen für Anzeigen mit Produktinformationen ein und zwingt Werbetreibende damit zur Nutzung von Google Shopping. Im Zuge seiner Umstellung auf bringt der Konzern jetzt Werkzeuge, die die Verwaltung von Anzeigen vereinfachen sollen. In einem Beitrag im deutschen AdWords-Blog stellt Eric Tholomé, Director of Product Management für Google Shopping, die Tools jetzt vor, die für Nutzer, die bereits ihre Konten umgestellt haben, schon zugänglich sind.

Neu sind die so genannten Bulk-Uploads. Werbungtreibende können darüber Änderungen an ihren Geboten und Ziel-URLs per Massen-Upload ins System einspeisen, nachdem sie diese offline bearbeitet haben. Zum Bearbeiten von Geboten und Ziel-URLs wurde darüber hinaus in den AdWords Editor eine neue Funktion eingefügt, über die einzelne Produktgruppen bearbeitet werden können. Die Kampagnenerstellung erfolgt jedoch weiterhin in AdWords.

Gestern hatte Google ein Upgrade für die AdWords Location Extensions angekündigt.

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Upgrade für AdWords Location Extensions

15.07.2014, 14:17

Nutzer wollen online auch stationäre Informationen abfragen. Google aktualisiert dementsprechend die Location Extensions in AdWords, indem Google My Business und AdWords-Konten verbunden werden.

(Quelle: Google.com)

Korrekte Anschriften und Geschäftsinformationen sind wichtig, denn viele Nutzer, die über ihre Smartphones nach lokalen Informationen über Geschäfte forschen, besuchen kurz darauf die stationären Shops. Dieser Erkenntnis will Google Rechnung tragen und aktualisiert seine Location Extensions in AdWords: Die Ortsinformationen können auf Kontoebene abgespeichert werden, um in Anzeigen die relevanten lokalen Informationen einzublenden.

Alle Geschäftsadressen können AdWords-Kunden nunmehr über Google My Business abspeichern. Um die dort abgelegten Adressen einzufügen, müssen die Konten von AdWords und Google My Business lediglich verknüpft werden; die relevanten Adressen werden in allen AdWords-Kampagnen automatisch angezeigt. Damit, so das AdWords-Blog, lassen sich die Kampagnen leichter optimieren.

Während bisher die Location Extensions einzeln für jede Kampagne angelegt werden mussten, erscheinen die Erweiterungen nun auf Kontoebene und werden automatische für alle Kampagnen im AdWords-Konto eingerichtet. “Diese Änderung ist ein Teil unseres breiter angelegten Bemühens, eure Kunden besser anzusprechen, während immer mehr Nutzer nach lokal relavanten Inhalten mobil suchen”, so Aileen Tang, Senior Product Manager, Local Ads. “Wir planen, die Location-Erweiterungen auf Kontoebene weiterhin zu verbessern, und haben das Ziel, alle AdWords-Konten im Zuge der kommenden Monate zu aktualisieren.”

Google My Business hatte das Unternehmen im Juni 2014 als zentrale Ablagestelle für Geschäftsinformationen, Fotos und Bewertungen eingerichtet. Seit Anfang Juni 2014 lässt Google keine Werbung für Seiten mit pornografischen Inhalten mehr auf AdWords zu.

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