Google kauft Start-up Polar

12.09.2014, 14:25

Google investiert in sein soziales Netzwerk Google+. Das Unternehmen legt sich jetzt Polar zu, ein Start-up, das Umfrage-Technologie entwickelt, die dem Netzwerk zu Gute kommen könnte.

(Quelle: Shutterstock.com/Twin Design)

Ist es ein Versuch, an Facebook anzuschließen? Google hat das Developer-Start-up Polar übernommen, das Technologie zum Erstellen von Umfragen via Mobile bereitstellt. Über den Kaufpreis wurde bisher noch nichts bekannt, aber nach Informationen des Wall Street Journals handelt es sich vor allem um eine Talentübernahme, die den Gründer von Polar, Luke Wroblewski, und sein Team zu Google+ bringen wird.

Bei Google sollen die Polar-Entwickler im Google+-Team dafür sorgen, das soziale Netzwerk mobil zu optimieren. Polar selbst dagegen soll bis Ende des laufenden Jahres den Support für sein Programm abstellen. Es dürfte interessant werden, welche Impulse die neuen Teammitglieder dem Social Network geben können. Der Kauf von Polar deutet immerhin darauf hin, dass Google sein soziales Netzwerk noch nicht aufgegeben hat und nach wie vor bereit ist, in die Weiterentwicklung zu investieren.

Nach dem Weggang von Google+-Chef Vic Gundotra im Frühjahr 2014 hatte es bereits so ausgesehen, als ob Google sein Netzwerk aufgegeben habe. Gestern hatte Google bereits die Einführung von kostenlosen Anrufen über seine Google+ Hangouts bekannt gegeben.

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Google kauft Löffelhersteller Lift Labs

11.09.2014, 12:37

Die nächste Akquisition für den Konzern, der ursprünglich nur ein Suchmaschinenbetreiber war: Diesmal übernimmt Google eine Firma namens Lift Labs, die High-Tech-Löffel im Medizinbereich entwickelt.

(Quelle: Lift Labs)

Langsam wird es schwer, den Überblick zu behalten bei all den Übernahmen: Nach dem Smart-Home-Spezialisten Next, der wiederum den Überwachungskamera-Hersteller Dropcam gekauft hat, der Messaging-App Emu, dem Special-Effects-Anbieter Zync Render, der Stadtführer-App JetPac, dem satelliten-Spezialisten Skybox und diversen weiteren Firmen, setzt Google seine Einkaufstour nun mit Lift Labs fort.

Das US-Unternehmen stellt High-Tech-Löffel her, die Menschen mit neurologischen Erkrankungen wie Parkinson oder starkem Tremor helfen sollen. Zu diesem Zweck sind die Geräte mit zahlreichen Sensoren ausgestattet, die dem zittern entgegensteuern und dadurch den Verzehr von Speisen ermöglichen sollen. Kosten pro Löffel: 295 US-Dollar.

Wie viel Google für Lift Labs bezahlt hat, teilte der Konzern nicht mit. Es ist indes nicht das erste Mal, dass sich der Suchgigant im medizinischen Bereich betätigt: Im Juli 2014 ging Google eine Kooperation mit dem Schweizer Pharmakonzern Novartis ein, um medizinische Kontaktlinsen marktreif zu machen.

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Telefonieren aus Google+ Hangouts

11.09.2014, 10:35

Wenn’s nichts kostet, greift man doch gerne noch öfter zum Hörer: Google+ will’s möglich machen. Die Hangouts im Netzwerk Google+ bekommen jetzt eine Telefonie-Funktion.

(Quelle: Google.com)


VoIP direkt aus dem Hangout

(Quelle: Google.com)

Messages und Video-Chats gibt es auf Google+ bereits. Nun soll auch die mündliche Kommunikation in das soziale Netzwerk gebracht werden. Dazu kündigt Google in seinem Firmenblog die Einführung von Telefonie-Funktionen innerhalb der Google+ Hangouts an. Ab sofort kann sowohl von der Online-Version als auch über die Android- und iOS-Apps von Hangouts telefoniert werden.

Angriff auf WhatsApp? Das Telefonieren über Hangouts ist unter Usern des Messaging-Dienstes von Google kostenlos, wie auch bei der Kommunikations-App WhatsApp. Nutzer in Nordamerika können sich ebenfalls freuen – Anrufe an US-amerikanische und kanadische Rufnummern sind ebenfalls gratis. Für internationale Gespräche dagegen fallen Gebühren an. Diese sind jedoch relativ niedrig. Für ein Gespräch mit einer deutschen Festnetznummer werden beispielsweise 1,2 US-Cent pro Minute berechnet, für Mobilfunknummern 4,0 US-Cent pro Minute. Die Abrechnung erfolgt über Kreditkarte.

Um in den Genuss der günstigen Anrufe zu kommen, müssen Nutzer die neueste Version von Hangouts herunterladen, die in den kommenden Tagen freigegeben wird. Der so genannte Hangouts Dialer muss ebenfalls heruntergeladen und verknüpft werden, um auf die Telefonfunktionen zugreifen zu können.

Im Frühjahr 2014 hatte Google bereits in den Hangouts umgestellt und simsen und chatten kombiniert. Messaging-Konkurrent WhatsApp hat derweil seine Nutzerschaft mit der Zurücksetzung von Datenschutzeinstellungen verärgert.

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Millionen Google-Nutzerdaten veröffentlicht

11.09.2014, 7:38

Vor allem russischsprachige Nutzer von Google sollen von einer Sicherheitslücke betroffen sein: In einem Internetforum sind fast fünf Millionen Nutzerdaten aufgetaucht, die zu Google-Accounts gehören.

(Quelle: Fotolia.com/tiero)

Diesmal sind es angeblich rund fünf Millionen und von Google: Erneut wurden Datensätze von Nutzern ohne deren Einwilligung im Internet veröffentlicht. Wie schon zuvor unter anderem von Facebook- und von Yahoo-Nutzern sind nun Kontodaten von Google-Usern aufgetaucht. Die Veröffentlichung in einem Bitcoin-Forum soll Medienberichten zufolge vor allem russische, spanische und englische Kunden des US-Konzerns betreffen, offenbar ist ein Großteil der Daten allerdings veraltet.

Zwar behauptet der Nutzer, der die Daten online gestellt hat, diese seien zu 60 Prozent aktuell. Doch Google Russland widerspricht: Die meisten Passwörter seien längst geändert worden oder die Datensätze veraltet. Zudem seien die Daten nicht von den Google-Servern direkt, sondern durch Trojaner oder Phishing-Angriffe erbeutet und gesammelt worden. Die veröffentlichten Daten gehören unter anderem zu Google-Diensten wie Gmail, aber auch Nutzerdaten der russischen Suchmaschine Yandex sind offenbar dabei.

Sicherheitslücken bereiten den Unternehmen der Internetbranche immer wieder Sorgen, auch Google. Erst im Juni 2014 hat der Suchgigant zum Beispiel ein kostenloses Tool veröffentlicht, dass E-Mails direkt im Browser Ende-zu-Ende verschlüsselt. Damit sind Nachrichten durchgehend vor fremden Blicken geschützt.

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Google soll 19 Millionen Dollar zurückzahlen

05.09.2014, 12:09

Wenn kleine Kinder auf Shopping-Tour gehen, kann es teuer werden. Wegen einer fehlenden Kindersicherung in seinem “Play Store” soll Google an Eltern mindestens 19 Millionen US-Dollar zurückzahlen.

(Quelle: Shutterstock.com/Gladskikh Tatiana)

Der Internet-Konzern Google soll an Eltern mindestens 19 Millionen US-Dollar zurückzahlen. Dabei geht es um App-Käufe, die deren Kinder im “Google Play Store” getätigt haben. Weil eine Kindersicherung im Online-Shop fehlte, seien Eltern zu unrecht belastet worden, so der Vorwurf der Kläger. Google habe sich nun bereit erklärt, für den Schaden aufzukommen, teilt die US-Handelskommision FTC mit. Zudem werde der Konzern künftig sicherstellen, dass Kinder nicht mehr ohne das Einverständnis ihrer Eltern auf Einkaufstour gehen können.

Einige der betroffenen Eltern hätten hunderte US-Dollar durch unautorisierte Käufe gemeldet. “Da immer mehr Amerikaner mobile Technologien nutzen, ist es unerlässlich, Unternehmen daran zu erinnern, dass Konsumenten nicht für Einkäufe bezahlen sollten, die sie nicht autorisiert haben”, erklärt FTC-Vorsitzende Edith Ramirez.

Wenn von den 19 Millionen US-Dollar etwas übrig bleiben sollte, wird der Rest für weitere Rechtsmittel eingesetzt oder geht an das US-Finanzministerium.
Apple hatte wegen unerlaubten App-Käufen durch Kinder sogar noch mehr zahlen müssen: Insgesamt 32,5 Millionen US-Dollar zahlte der iPhone-Hersteller nach einer Einigung mit der FTC an betroffene Eltern zurück. Und im Juli 2014 hat die FTC den Online-Marktplatz Amazon wegen des gleichen Themas verklagt.

Erst kürzlich hatte Google angekündigt, besondere Mail-Konten für Kinder unter 13 Jahren einführen zu wollen. Eltern könnten darüber auch die Inhalte kontrollieren, die ihren Kindern zugänglich gemacht werden, sowie die Informationen, die über die jugendlichen Nutzer und ihr Verhalten gesammelt werden.

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Männlich, interessiert, mit gutem Einkommen

02.09.2014, 8:54

Wie sieht er aus, der typische deutsche Youtube-Nutzer? Das zeigt eine repräsentative Studie, die das Marktforschungsinstitut Ipsos für Google durchgeführt hat.

(Quelle: Shutterstoc.com/360b)

Wer glaubt, dass in erster Linie Teenager und Studenten vor dem PC sitzen, der irrt gewaltig: Nur 15 Prozent der Youtube-Nutzer sind unter 18 Jahre alt, mehr als die Hälfte ist 35 Jahre und älter. Mehr Männer (57 Prozent) als Frauen konsumieren Videos. Zudem ist die deutsche Youtube-Generation vielseitig interessiert und 65 Prozent verfügen über ein mittleres bis hohes Einkommen, besagt die repräsentative Untersuchung “YouTube Global Audience Study”, die das Marktforschungsinstitut Ipsos für den Internetkonzern Google durchgeführt hat.


Youtube-Statistik

(Quelle: YouTube Global Audience Study)

Das Internet ist beim deutschen Youtube-User fester Bestandteil des Alltags: 84 Prozent der Nutzer sind täglich online, 61 Prozent via Smartphone. Sind sie mal nicht online, fühlen sie sich von einem wichtigen Teil des gesellschaftlichen Lebens abgeschnitten.

Doch das heißt nicht, dass die deutschen Youtube-User nur am heimischen Rechner sitzen: Im Vergleich zu Nicht-Nutzern sind sie sogar deutlich kontakt- und unternehmungslustiger und gehen 1,4-mal lieber in Restaurants, besuchen 3,3-mal lieber Kinos und 3-mal lieber Live-Events. Sie schauen zudem nicht einfach nur Videos an, sondern kreieren eigene Inhalte. 38 Prozent der Nutzer des Videoportals posten Kommentare oder Produktbewertungen in Blogs, Foren oder Message Boards. Nahezu die Hälfte teilt Weblinks, 40 Prozent teilen Videoinhalte. Insgesamt bewerten die Youtube-Nutzer 1,9-mal eher Produkte, Dienstleistungen oder Restaurantbesuche online als Nicht-Nutzer. Sie werden fast zweimal häufiger von Freunden und Kollegen bei Kaufentscheidungen zu Rate gezogen. Ebenso häufig sind sie die ersten im Freundeskreis, die ein neues Produkt erwerben.

Und was genau schauen sich die deutschen User der Online-Video-Community nun an? Am beliebtesten sind unterhaltende Videos, beispielsweise aus Musik und Film. An zweiter Stelle stehen Do-it-yourself-Videos: von Kochrezepten über Bau- und Strickanleitungen bis hin zu Styling-Tipps.

Studiendesign: Ipsos MediaCT befragte im Auftrag von Google Youtube-Nutzer und Nicht-Nutzer in 29 Märkten. In Deutschland wurden 1.509 Personen (1.016 YouTube-Nutzer/493 Nicht-Nutzer) befragt.

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Google-Shopping-Kampagnen richtig aufsetzen

01.09.2014, 9:31

Im September ist es soweit: Google stellt alle Product-Listing-Ads-Kampagnen auf Shopping-Kampagnen um. Dabei werden jedoch nicht alle Einstellungen übernommen. Shop-Betreiber sollten jetzt handeln.

(Quelle: Shutterstock.com/Haslo Group)

Google Shopping ist nach der klassischen Suche einer der wichtigsten Traffic- und Umsatzkanäle für Internet-Händler. Gut ein Drittel des Umsatzes, der über die Suche kommt, wird bei den meisten Retailern über diesen Kanal erzielt. Der Schlüssel zum Erfolg sind detaillierte und gut strukturierte Produktdaten, die der Webshop an die Suchmaschine übermitteln muss.

Mit den Shopping Campaigns hat Google bereits im Februar 2014 die Verwaltung der produktbezogenen Suchmaschinenwerbung für Werbungtreibende vereinfacht. Ab dem 2. September schränkt Google nun die Funktionalitäten der Product Listing Ads (PLA) Campaigns stark ein In einer zweiten Phase werden dann sukzessive alle Kampagnen mit Produktinformationen in Google Shopping Campaigns migriert.

Wer bei der Übernahme der Einstellungen nicht selbst im Merchant Center und auch im AdWords-Konto aktiv wird, riskiert Fehler bei der Migration – und verschenkt außerdem Umsatzpotenzial. Denn er schöpft die neuen Möglichkeiten nicht aus, die Shopping Campaigns bieten. Damit nichts schiefgeht, hat die Hamburger Performance-Marketing-Agentur eprofessional eine Checkliste für die neuen Shopping-Kampagnen zusammengestellt.

1. Datenfeed-Anpassung

Nutzen Sie bereits die custom_label-Spalten? Wenn nicht, sollten Sie das unbedingt ändern. Nur so können Sie Ihr Produktportfolio in den Shopping Campaigns optimal abbilden. Denn mit Hilfe der custom_label-Spalten können Sie die Produktgruppen der Shopping Campaigns feingliedriger unterteilen.

2. Kampagnen-Einstellungen

Haben Sie die Priorität Ihrer Kampagne auf “hoch” eingestellt? Beim Aufsetzen einer Shopping Campaign ist die Priorität der Kampagne automatisch auf “niedrig” gesetzt. Wird dies nicht geändert, werden unter Umständen andere, weniger relevante Shopping Campaigns ausgespielt.

3. Inventarfilter

Spielen Sie alle Produkte aus dem Merchant Center aus? Unter dem Einstellungspunkt “Inventarfilter” können Sie die Bewerbung von Produkten durch Filter reduzieren. Überprüfen Sie hier, ob all Ihre Produkte in Ihrer Shopping Campaign ausgespielt werden. Sollten Sie bestimmte Artikel nicht ausspielen wollen, empfiehlt es sich, dies über die Produktgruppen abzubilden. Damit haben Sie die Möglichkeit, auch für diese Artikel die von Google bereitgestellten Informationen zu nutzen und weitere Erkenntnisse daraus abzuleiten.

4. Adgroup-Struktur

Wie viele Adgroups (Anzeigengruppen) verwenden Sie? Als Google die Shopping Campaigns einführte, konnte man nur eine einzige Adgroup erstellen. In dieser waren dann sämtliche Produktgruppen enthalten.

Bei den Shopping Campaigns werden aber Anzeigentexte und ausschließende Keywords nicht auf Produktgruppen-Ebene, sondern immer noch auf Adgroup-Ebene hinterlegt. Haben Sie also nur eine Adgroup, wird zum Beispiel für alle Produkte derselbe Anzeigentext hinterlegt. Mit der Umstellung ist es möglich, für eine Shopping Campaign mehrere Adgroups zu erstellen.

Strukturieren Sie Ihre Shopping Campaign also so, dass für verschiedene Produktsegmente auch verschiedene Anzeigengruppen angelegt werden. Nur dann können Sie einen passenden Werbetext hinterlegen und ausschließende Keywords differenzierter einbuchen.

“Google pusht den Shopping-Kanal. Wir gehen davon aus, dass das nicht das letzte Update gewesen ist”, erklärt Benjamin Prause, COO/CSO von eprofessional. “Ich rate allen Online-Händlern, die Updates für die Google Shopping Campaigns jederzeit im Blick zu behalten. Je feiner der Produktdaten-Feed aufgesetzt ist, desto besser sind die Ergebnisse. Es lohnt sich wirklich, in die Fleißarbeit zu investieren.”

Auch Google selbst versucht, den Anwendern zu helfen: Um es Werbekunden zu erleichtern, ihre bereits existierenden Produktinfo-Kampagnen in das neue System zu übertragen, hat sich der Suchgigant ein Upgrade-Tool ausgedacht. Das neue Tool hilft dabei, Shopping-Kampagnen zu erstellen, die auf den bisher festgelegten Daten der bereits bestehenden Kampagnen für Anzeigen mit Produktinformationen basieren.

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Der beste Browser heißt Google Chrome

29.08.2014, 13:17

Schnell, einfach zu bedienen und sicher – das sind die meisten Browser. Es gibt aber auch Qualitätsunterschiede. Die Stiftung Warentest hat elf Kandidaten getestet und Chrome zum Sieger gekürt.

(Quelle: Shutterstock.com/Mmaxer)

Der Beliebteste ist auch der Beste: Sowohl unter Windows als auch unter Mac OS überzeugte Google Chrome, der weltweit am häufigsten genutzte Internet Browser, am meisten von allen Testkandidaten. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest, die für ihre September-Ausgabe insgesamt elf verschiedene Browser-Varianten einem Test unterzogen hat.

Chrome hat als einziger Kandidat im Test eine Note mit einer Eins vor dem Komma, nämlich das Gesamtergebnis 1,8 erzielt. Dahinter folgen, jedenfalls unter Windows, Opera mit einem Gesamtergebnis von 2,0 und der Firefox von Mozilla (2,1). Unter Mac OS tauschen die beiden Anbieter die Plätze, die Note beträgt hier jeweils 2,0 für beide Browser.

Internet Explorer fällt zurück

Weniger schmeichelhaft fällt der Test dagegen für den Internet Explorer (IE) von Microsoft aus, der auch in der Gunst der Nutzer gesunken ist in den vergangenen Jahren. Im Juni 2014 war Chrome europaweit mit 31,6 Prozent der beliebteste Browser, der IE kam lediglich auf 21,3 Prozent. Kein Wunder, findet die Stiftung Warentest: Anwender der Konkurrenten Chrome, Firefox und Opera surfen schneller, bequemer und sind besser vor Gefahren geschützt, so das Fazit.

Die Unterschiede bei der Geschwindigkeit fallen allerdings recht gering aus. Auffallend langsam ist lediglich der “Browser in the Box”, den das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) empfiehlt, was am besonderen Sicherheitskonzept liege.

Schutz vor unerwünschten Inhalten

Beim Thema Sicherheit offenbarte unter anderem der Internet Explorer einige Schwächen beim URL-Blocking: Von 50 mit Schad-Software infizierten Seiten erkennt er nur eine. Bei Maxthon und Iron fehlt eine entsprechende Schutzfunktion sogar komplett. Die Möglichkeit, Spuren beim Surfen im Netz zu verschleiern und beispielsweise Tracking-Cookies auszusperren, bieten dagegen die meisten Browser.

Positiv fiel den Studienautoren zufolge beim Browser-Test auf, dass fast kein Browser unnötige Nutzerdaten an das eigene oder an andere Unternehmen sendet. Nur Maxthone und die Opera-Version für Mac OS verschicken eine eindeutige Geräterkennung, mit der Unternehmen durch die Verknüpfung verschiedener Nutzerdaten zum Beispiel ein Profil für personalisierte Werbung erstellen könnten. Auch bei Google sei kein überflüssiger Datenverkehr festzustellen, so die Stiftung Warentest – es sei denn, der User verknüpfe das Programm mit dem sozialen Netzwerk Google+.

Sychronisierung über verschiedene Geräte hinweg

Eine Anmeldung beim jeweiligen Programm ist auch notwendig, wenn die Browser das Surf-Verhalten der Nutzer über verschiedene Geräte wie Tablet, Desktop-PC und Smartphone hinweg abgleichen sollen, um beispielsweise Lesezeichen oder den Browser-Verlauf auf allen verwendeten Endgeräten zur Verfügung zu stellen. Besonders verlässlich funktionierte der Abgleich im Test bei Maxthon.

Bereits im Mai 2014 hat die Stiftung Warentest die deutschen Mobilfunknetze verglichen. Testsieger war die Deutsche Telekom, die auch bei der Datenübertragung vorne lag.

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Google beerdigt Authorship-Programm

29.08.2014, 12:05

Bereits vor einigen Wochen hat Google damit begonnen, die Autorenbilder aus seinen Suchergebnissen zu entfernen. Jetzt hat ein Google-Mitarbeiter das Authorship-Programm für beendet erklärt.

(Quelle: Shutterstock.com/Angela Waye)

Drei Jahre nach seiner Einführung verabschiedet sich Google von seinem Authorship-Programm. Dueses bot Autoren, die Artikel im Web veröffentlichten, die Möglichkeit, diese mit ihren Userprofilen auf Google+ zu verknüpfen. Dadurch erschien in den Suchergebnissen ein Hinweis zum jeweiligen Autor und dessen Profilbild.

Leider seien diese Informationen “nicht so nützlich für unsere Nutzer wie erhofft und könnten sogar von den Suchergebnissen ablenken” , schreibt der Webmaster-Trends-Analyst John Mueller, der bei Google für das Projekt zuständig war, auf Google+. Daher habe sich der Konzern dazu entschlossen, die Autoren-Informationen nicht mehr in den Suchtreffern anzuzeigen. Auf die Reichweite von Webseiten habe dieser Schritt Tests zufolgeallerdings keinen Einfluss. Die Google+-Beiträge von Freunden und Seiten aus dem eigenen Netzwerk werden Usern laut Mueller aber weiterhin angezeigt.

Das Aus für das Autorenprogramm kommt nicht überraschend: Zunächst hatte Google damit begonnen, die Autorenbilder neben den Suchergebnissen zu entfernen, später tauchte auch die Autorenstatistik nicht mehr im Google Webmaster Tool auf.

Google hatte sein Authorship-Programm 2011 gestartet – im selben Jahr wie auch sein Netzwerk Google+. Insider brachten ein mögliches Aus des Autoren-Programm bereits in Zusammenhang mit dem Abgang des hochrangingen Google+-Managers Vic Gundotra. Gundotra hatte im April 2014 angekündigt, den US-Konzern nach fast acht Jahren zu verlassen. Daraufhin kam es zu Gerüchten, wonach der Abschied des Managers das Ende für das soziale Netzwerk bedeuten könnte. Google hat dies vehement dementiert.

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Google will mit Drohnen gegen Amazon antreten

29.08.2014, 10:03

Nach Amazon gibt nun auch Google bekannt, Technologie zu entwickeln, die das Liefern von Waren via Drohne möglich macht. Project Wing heißt das Drohnen-Programm von Google.

(Quelle: Google.com)

Im Logistikbereich engagiert sich Google bereits – wenn auch bisher mit Shopping Express in kleinem Maßstab. Kein Wunder also, dass der Internetgigant, der seine Vorreiterrolle in Sachen Technologien der Zukunft bereits mit Projekten wie Google Glass und dem fahrerlosen Auto auszubauen versucht, jetzt auch in Sachen Drohnenlieferung aktiv wird. In einem auf Google+ veröffentlichten Youtube-Video zeigt Google jetzt, wie weit fortgeschritten sein Project Wing bereits ist:

Das Drohnenprojekt von Google ist ebenso wie das Amazon-Projekt auf die Lieferung von Waren direkt an den Konsumenten ausgerichtet. Mit mehreren Prototypen testet Google in Australien bereits die Zustellung aus der Luft. Im Gegensatz zu Amazons Drohnen, die vor der Haustür der Kunden landen und die Pakete absetzen, wirft Googles Flugobjekt die Ware aus der Luft ab. Nach Informationen von Techcrunch will Google bei den Konsumenten mit einer Lieferzeit von wenigen Minuten punkten.

Gegenwind könnte das Flugprojekt ohnehin noch von den Flugaufsichtsbehörden bekommen, denn für die Lieferdrohnen muss die Flugerlaubnis der Luftfahrtbehörden beantragt werden, ein Vorgang, der auch schon Amazon Kopfschmerzen bereitet. Seinen Drohnenlieferdienst hatte Amazon bereits im Dezember 2013 vorgestellt.

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