Mehr Werbemöglichkeiten für Apps bei Google

01.04.2015, 10:27

Anwendungen

Google erweitert die Werbemöglichkeiten für Entwickler von mobilen Apps: Video App Promo Ads, Konversionsoptimierung für In-App-Käufer und vereinfachtes Werben im Google Display Network.

Neu: Video App Promo Ads bei Google

(Quelle: Google.com)

Neue Werbemöglichkeiten für Android-Apps: Nicht nur auf anderen Anwendungen, sondern auch auf den Publisher-Webseiten im Google Display Network können Entwickler ihre Applikationen jetzt an den Nutzer bringen. App Install Ads erreichen darüber nicht nur die innerhalb des AdMob-Netzwerks enthaltenen 650.000 Apps, sondern werden auch auf dem mehr als doppelt so großen Google Display Netzwerk eingeblendet, so Google im Inside AdWords-Blog.

Auch beim Format der zur Verfügung stehenden In-App-Ads gibt es Verbesserungen. Die so genannten Video App Promo Apps sollen Werbung ansprechender und interaktiver machen.


Übersicht über die Möglichkeiten des Conversion Optimizer

(Quelle: Google.com)

Darüber hinaus bringt Google eine neue Hilfe zur Conversion-Optimierung, die auf die Zielgruppe In-App-Käufer zugeschnitten ist. Entwickler können die Nutzer ansprechen, die Apps nicht nur herunterladen, sondern darin auch Käufe tätigen. Der Conversion Optimizer greift dafür auf Daten zur App-Installierung und folgenden In-App-Käufen aus dem Google Play Store zurück.

Für App-Downloads wird bei Google seit Frühjahr 2014 auch in der mobilen Suche geworben.

Die Umsätze auf dem deutschen App-Markt haben von 2013 auf 2014 um 80 Prozent zugelegt. In-App-Werbung hat die klassische Online-Werbung beim Umsatzwachstum abgehängt. Das hat der Trend-Report der App-Analyse-Plattform App Annie gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen IDC ergeben.

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Google bringt Produktbewertungen auch nach Deutschland

27.03.2015, 9:47

5-Sterne-Skala

Die “Amazonisierung” der Suchergebnisse bei Google Shopping geht weiter. Nach den USA werden die Produkt-Suchergebnisse nun auch in Deutschland mit Bewertungssternchen angezeigt.

Google Shopping mit Produktbewertungen

(Quelle: Google.com)

Die Sucherergebnisse der Produkte bei Google Shopping sollen stärker hervorgehoben werden – und erinnern an das, was die Konsumenten von Amazon kennen: Mit einer Produktbewertung in Form von Sternchen stechen die Shopping-Suchergebnisse nun noch deutlicher hervor.

Eine Nummer in Klammern gibt die Anzahl der vorhandenen Produktbewertungen an.

“Produktbewertungen helfen den Kunden, bessere Kaufentscheidungen vor dem Klicken zu treffen und damit relevanteren Traffic zu den teilnehmenden Händlern zu leiten”, erklärt Archana Kannan, Product Manager bei Google Shopping, im
Inside AdWords-Blog.

“Seit dem US-Launch im Jahr 2014 konnten wir einen fünfprozentigen Anstieg der Click-Through-Rate auf Product Listing-Anzeigen mit Produktbewertungen verzeichnen.”

Für die Bewertungen greift Google auf Daten aus verschiedenen Quellen zurück, darunter Händlerseiten, User-Bewertungen und redaktionelle Inhalte, aber auch von externen Bewertungsseiten.

Händler, die ihre Artikel in den Märkten Deutschland, USA, Großbritannien oder Frankreich anbieten, können die Produktbewertungen aktivieren, indem sie ihre Bewertungen zur Überprüfung an Google weiterleiten.
Einer aktuelllen Studie zufolge nutzen immer mehr User per Handy auf Google nach lokal verfügbaren Produkten.

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Google: Fast die Hälfte der User sucht lokal

26.03.2015, 11:33

Mobile-Suchanfragen

Internetfähige mobile Geräte entwickeln sich immer mehr zum Shopping-Begleiter, selbst die finale Kaufentscheidung wird beeinflusst. Lokal verfügbare Produkte sucht damit bereits die Hälfte der User.

Google: Fast die Hälfte der User sucht lokal

(Quelle: Shutterstock.com/Mix3r)

Neun von zehn Google-Usern suchen regelmäßig nach lokalen Angeboten, die Hälfte der Nutzer stellt Suchanfragen zu Einzelhändlern bereits mit dem Smartphone. Auf dem stationären Desktop beträgt dieser Anteil sogar drei Viertel.

Das geht aus der Studie “Local Search Study” hervor, für die Ipsos MediaCT im Auftrag des Suchgiganten mehr als 3.500 Smartphone-Nutzer befragt hat.

Der Erhebung zufolge tragen Suchanfragen bei zwei Dritteln der Konsumenten (68 Prozent) wesentlich zur Kaufentscheidung bei, 46 Prozent der Studienteilnehmer werden noch innerhalb einer Stunde nach ihrer Suchanfrage aktiv und besuchen beispielsweise den Händler um die Ecke.

Bei lokalen Suchen ist dieser Effekt naheliegender Weise noch stärker, insbesondere wenn per Smartphone gesucht wird. Während allgemeine Suchanfragen eher ein generelles Informationsinteresse nach Preisen (92 Prozent) oder Bewertungen (81 Prozent) abdecken, spielen lokale Suchen insbesondere bei konkretem Kaufinteresse eine Rolle – und führen laut Google deutlich häufiger zum Kauf.

Zwei Tipps für Online-Händler

Dass die User offensichtlich ein Kaufinteresse verfolgen, legen auch die Antworten zu den am häufigsten gesuchten Informationen nahe: 66 Prozent der Smartphone-Besitzer suchen nach Öffnungszeiten, 63 Prozent sind an konkreten Verkaufsaktionen interessiert und immerhin noch 58 Prozent beziehungsweise 55 Prozent wollen die Adresse oder eine Wegbeschreibung herausfinden. Informationen zur lokalen Verfügbarkeit von Produkten suchen 44 Prozent der Befragten.

Für Webshop-Betreiber ergeben sich aus der Erhebung laut Google zwei konkrete Tipps: Internet-Händler sollten die Kundenansprache für lokale Suchen optimieren und zum Beispiel ein sehr feines Geo-Targeting nutzen – insbesondere im näheren Umfeld von Einkaufsmeilen. Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich nämlich Werbung, die auf die unmittelbare Umgebung zugeschnitten ist.

Außerdem sollten Händler die lokale Produktverfügbarkeit anzeigen. Der US-Konzern rät beispielsweise, Anzeigen aus Google Shopping durch ortsbezogene Informationen zu ergänzen. Denn der Standort des nächsten Geschäfts, Verfügbarkeit und Preis des beworbenen Artikels sind dadurch auf einen Blick für den Suchenden sichtbar.

Und acht von zehn Konsumenten, die eine solche Anzeige gesehen haben, werden unmittelbar danach aktiv und gehen shoppen.

Das Suchverhalten deutscher Nutzer

Jeden Monat werden mehr als 100 Milliarden Suchanfragen bei Google eingegeben – rund 20 Prozent davon mit lokalem Bezug. Inzwischen nutzen nahezu ebenso viele Suchende lokale (91 Prozent) wie generelle Suchanfragen (97 Prozent).

Die häufigsten Suchanfragen per Smartphone ermitteln den Preis (79 Prozent) oder die Bewertung eines Produkts (52 Prozent) oder die Öffnungszeiten eines Ladens (62 Prozent). Den größten Einfluss haben mobile Suchanfragen auf den Abverkauf in den Geschäftsfeldern Retail (51 Prozent), Technologie (39 Prozent) sowie Medien und Unterhaltung (46 Prozent).

Für die “Local Search Study” wurden zwei Studienansätze miteinander kombiniert. Zum einen beauftragte Google in einem ersten Schritt Ipsos MediaCT, um auf Basis von 500 Smartphone-Nutzern ihr allgemeines lokales Suchverhalten auf dem PC/Tablet sowie dem Smartphone zu untersuchen.

Für eine tiefergehendere Analyse von sechs Branchen, unter anderem Banken und Elektronik-Fachhandel, wurden insgesamt 3.500 Smartphone-Nutzer über das Tool Google Consumer Surveys befragt und je Branche nach Geschlecht und Alter gewichtet. Die Befragung fand im November/Dezember 2014 statt.

Bei den Suchergebnissen will Google ab 21. April auch beachten, wie gut die Angebote der gelisteten Unternehmen für die Mobile-Nutzung optimiert sind. Für Werbungtreibende und E-Commerce-Anbieter stellt diese Veränderung eine Herausforderung dar. Sie müssen insbesondere bei der Usability und den Ladezeiten gute Arbeit leisten, um die Conversion Rate aufrechtzuerhalten oder sogar zu verbessern.

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Direkt aus Gmail Rechnungen bezahlen

25.03.2015, 14:21

Pony Express

Google soll an einem neuen Mail-Dienst arbeiten, mit dem Nutzer ihre Rechnungen direkt aus Gmail oder Inbox heraus bezahlen können. Allerdings müssen persönliche Daten an Drittanbieter gegeben werden.

Direkt aus Gmail Rechnungen bezahlen

Google arbeitet an neuen Features für seinen Mail-Dienst: Das Unternehmen will eine Funktion in Gmail einbauen, mit der Nutzer Rechnungen einfacher empfangen und bezahlen, berichtet die US-Webseite Re/code. Zur Erinnerung: Erst vor wenigen Wochen hatte Google seine neue zentrale Kontaktverwaltung für Gmail vorgestellt.

Der neue Bezahl-Dienst heißt demnach wohl “Pony Express”, soll im vierten Quartal 2015 erscheinen und während des Payment-Vorgangs auf Weiterleitungen zu anderen Webseiten verzichten. Um den Dienst zu nutzen, müssen Gmail-Nutzer laut einem Re/code vorliegenden Dokument folgendes tun: Zunächst ihren Namen, ihre Adresse und die Sozialversicherungsnummer einem Drittanbieter-Unternehmen geben, um die Identität zu bestätigen. Ebenso könnten Informationen über Kreditkarten, Telefonnummern oder den Führerschein gefordert sein.

Laut den Screenshots lassen sich anschließend in Gmail und Inbox die Art und das Datum der Bezahlung auswählen (Überweisung, Kreditkarte). Daneben sei es auch möglich, Rechnungsbeträge mit anderen Nutzern zu teilen.

Ob Nutzer es allerdings gut finden werden, ihre persönlichen Informationen an einen weiteren Drittanbieter zu übermitteln, hängt wohl zum großen Teil davon ab, wie praktisch die neue Funktion im Alltag ist. Auf jeden Fall stünden Google damit auch eine Flut an Finanzinformationen zur Verfügung, die sich für den Konzern sicherlich als nützlich herausstellen werden.

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Book a tiger: mit Google weltweit wachsen

24.03.2015, 8:47

Start-up-Initiative

Mit der Partnerinitiative WeltWeit Wachsen unterstützt Google junge Unternehmen auf dem Weg in Richtung Online-Exporteur. Ein Beispiel ist das Start-up book a tiger.

Claude Ritter, Mitgründer von book a tiger

Claude Ritter, Mitgründer von book a tiger (Quelle: bookatiger.de)

Die Partnerinitiative WeltWeit Wachsen ist 2014 unter anderem von Google ins Leben gerufen worden. Klaas Flechsig, Sprecher Google Deutschland erklärt, dass die Initiative Unternehmen auf dem Weg in Richtung Online-Exporteur begleiten möchte. Denn heute sei es aufgrund der Digitalisierung für kleine Unternehmen möglich, schnell zu expandieren und zu internationalisieren. Laut Flechsig ist es heute im Gegensatz zu früher wesentlich einfacher neue Märkte zu erschließen. Google selbst erhofft sich laut Flechsig, dass die Investitionen der Unternehmen in Online-Werbung steigen, so dass ein Teil davon auch in Werbung mit Google fließt.

Ein Unternehmen, das bei seiner Expandierung stark auf Online-Marketing mit Google setzt, ist book a tiger. Das Berliner Start-Up wurde 2014 gegründet und bietet Dienstleistungen von Reinungskräften an. Book a tiger ist nun dabei neue Märkte zu erschließen. Einer der Mitgründer, Claude Ritter, erzählt von der Zusammenarbeit mit Google und wie sich die Expansionspläne konkret gestalten.

Wie kam die Zusammenarbeit mit Google zustande?

Claude Ritter: Die Zusammenarbeit mit Google hat schon vor der Gründung von book a tiger begonnen. Wir waren bereits mit unserem vorherigen Unternehmen ein relativ großer Google Kunde, daher hatten wir schon im Vorfeld einige sehr gute Kontakte zum Unternehmen. Da Google ein starker Teilnehmer im Online-Bereich ist, ist es für uns als Start-Up von Vorteil, ein gutes Verhältnis zu Google zu haben.

Welche Rolle hat Google bei der Unternehmensgründung gespielt?

Ritter: Wir sind natürlich gewisse “Fan-Boys” von Google. Wir haben Google von Anfang an in allen Bereichen genutzt. Früher hat man Microsoft-Office Lizenzen gekauft, heute hat man Google-Apps-For-Business-Accounts. Die Dienstleistungen, die von Google angeboten werden, erleichtern einem das Start-Up Leben sehr stark – viele Produkte gibt es on Demand und ohne große Investitionen.

Sie haben gesagt, dass bei ihnen 90 Prozent der Werbeaktivität online stattfindet. Wie genau verteilt sich Ihre Werbeaktivität?

Ritter: Wir werben natürlich auf allen möglichen Kanälen. Rund zehn Prozent unserer Werbeaktivität läuft über Offline-Marketing. Das sind hauptsächlich Partnerschaften, wie zum Beispiel mit windeln.de, die ihren Paketen jeweils einen Gutschein von uns beifügen. Es wird allerdings in den kommenden Wochen auch noch Fernsehwerbung hinzukommen. Die anderen 90 Prozent sind hauptsächlich Online-Performance-Marketing Maßnahmen. Wir haben einen relativ hohen Anteil an Google AdWords, SEM und auch an organischem Such-Traffic, den wir ebenfalls über Google generieren. Man kann also sagen, dass Google ungefähr bei zwei Dritteln unseres Online-Performance-Marketings involviert ist. Aber natürlich nutzen wir auch soziale Netzwerke wie beispielsweise Facebook.

Wie wollen sie sich zukünftig gegen andere Konkurrenten am Markt wie zum Beispiel Helpling durchsetzen?

Ritter: In Deutschland gibt es an sich nur Helpling und uns. Die restlichen Unternehmen existieren zwar noch als Marke, aber haben entweder kein Geld mehr oder sind nicht mehr eigenständig. Wenn wir uns Deutschland anschauen, dann glaube ich, dass wir ein sehr starker Marktteilnehmer sind. In zehn Monaten haben wir rund acht Millionen US-Dollar an Fremdkapital gesammelt. Hierbei helfen uns unsere Erfahrungen, die wir bereits bei Lieferheld und Delivery Hero sammeln konnten. Der Nachteil, den Helpling hat, ist, dass sie ein sehr unerfahrenes Gründerteam haben und jetzt aber schon in 14 Ländern operieren. Ich denke, sie wachsen einfach zu schnell.

Expandieren, aber langsam

Wie sehen denn die weiteren Ziele von book a tiger für 2015 aus?

Ritter: Unser Ziel ist es, book a tiger 2015 als führende Plattform im Reinigungssegment im deutschen Markt zu etablieren. Zudem wollen wir erfolgreich in der Schweiz starten. Mit Tamedia haben wir das größte Schweizer Medienhaus als strategischen Partner gewinnen können. Zusätzlich planen wir die Erschließung eines weiteren Marktes. Das Hauptziel von book a tiger ist aber nach wie vor in erster Linie die Nummer eins der DACH-Region zu sein.

Ist Ihr Geschäft mittlerweile schon profitabel?

Ritter: Nein, wir schreiben noch keine schwarzen Zahlen. Wir werden die nächsten zwölf Monate noch sehr stark auf Wachstum setzen. An sich könnte man das Business sehr schnell profitabel machen. Wenn wir jetzt allerdings mit Fernsehwerbung starten, wird ein ordentlicher Kostenblock auf uns zukommen, der uns zunächst erst einmal nicht profitabel werden lässt. Aber das ist in Ordnung für uns, da wir kein kleines mittelständiges Unternehmen aufbauen wollen, sondern eine schnell wachsende und gut funktionierende Internetfirma. Zurzeit haben wir 60 Mitarbeiter, wachsen auf der Reinigungskräfte-Seite sehr stark und sind grundsätzlich auf einem sehr guten Weg.

Sind weitere Kooperationen wie mit windeln.de geplant?

Ritter: Wir sind gerade eine neue Kooperation mit ImmobilienScout 24 eingegangen. Hier sind wir ab sofort exklusiver Partner von ImmobilienScout 24 und erhoffen uns dadurch eine Integration in den Umzugsservice. Wir möchten eine neue Zielgruppe ansprechen und Leute, die in eine neue Gegend ziehen und eine neue Reinigungskraft suchen, als Neukunden gewinnen.

Haben Sie mittlerweile vermehrt regelmäßige Buchungen oder sind Einmalbuchungen der Regelfall?

Ritter: Der Großteil unserer Buchungen ist nach wie vor Einmalbuchungen, allerdings steigt der Anteil an regelmäßigen Buchungen stetig. Das ist sehr wichtig für uns, denn unser Geschäftsmodell funktioniert nur, wenn der Anteil der regelmäßigen Buchungen wächst. Wir haben in der letzten Woche ein neues Preisschema in Berlin gestartet, bei dem eine wiederkehrende Buchung günstiger ist, als eine Einmalbuchung. Dieses neue Preismodell werden wir in den nächsten Wochen in ganz Deutschland einführen.

Gibt es bestimmte Regionen in denen sie erfolgreicher sind als in anderen?

Ritter: Ja, wir sind ganz klar ein Metropolen-Business. Insofern sind die Städte, in denen es für uns am besten läuft auch die größten Städte Deutschlands. Besonders in Süddeutschland, unter anderem in München, ist der Anteil an wiederkehrenden Buchungen sehr hoch. Zudem scheint dort die Preissensibilität nicht so hoch zu sein, wie in anderen Städten Deutschlands. Schwieriger ist es für uns in Städten wie Leipzig.

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Google: Was Webshop-Betreiber nun tun müssen

23.03.2015, 11:10

Neuer Algorithmus

Ab 21. April 2015 bewertet Googles Algorithmus erstmals den Bedienkomfort von Webseiten für mobile Nutzer. Für E-Commerce-Anbieter stellt das eine Herausforderung dar – vor allem bei der Usability.

Google: Was Webshop-Betreiber nun tun müssen

(Quelle: Shutterstock.com/Jesus Sanz)

Mobile Landing Pages, die auf Desktop-Seiten verweisen, sind definitiv zu wenig. Stattdessen benötigt jede relevante Seite eine Lösung, die für Smartphones und Tablets optimiert ist – denn lange Ladezeiten und eine schlechte Darstellung für mobile Geräte bestraft Google künftig mit einer schlechteren Platzierung in seinen Suchergebnissen.

Dies bringt auch einschneidende Veränderungen für E-Commerce-Anbieter mit sich, schließlich geht die “mobile friendly”-Initiative von Google mit wachsenden Umsatzzahlen im Mobile Commerce einher.

Der Suchgigant selbst hat Vorschläge veröffentlicht, mit denen Website-Betreiber künftig ihren Status bewahren oder sogar verbessern können. Der Internet-Dienstleister Sevenval erweitert die Vorschläge des US-Konzerns um fünf Tipps, die speziell für Webshop-Betreiber geeignet sind.

1. Zoomen oder horizontales Scrollen vermeiden

Um Texte auf Hunderten oder gar Tausenden Seiten für mobile Geräte optimiert darzustellen, benötigen Konzerne einen Front-End-Server. Dieser ist unter anderem in der Lage, Gerät und Browser zu erkennen, und auch die passende Textdarstellung auszuspielen, die für das jeweilige Endgerät benötigt wird. Diese Device Detection ist zudem eine wesentliche Funktion für alle Performance-Verbesserungen.

2. Keine fehlerhaften Weiterleitungen und irrelevante gegenseitige Verlinkungen

Jede Seite muss mobil optimiert werden. Das heißt, eine mobile Landingpage, die auf Desktop-Seiten verlinkt, reicht nicht aus. Bei separaten mobilen Seiten (zum Beispiel m.*.de) müssen deshalb zwingend die HTML-Tags “Canonical & Alternate” (in der Desktop- und der mobilen Präsenz) integriert sowie ein entsprechendes Universal Domain Konzept für die Weiterleitung erarbeitet werden.

3. Keine 404-Fehler von mobilen Seiten

404-Fehlerseiten sollten möglichst durch eine funktionierende Weiterleitung ausgeschlossen werden. Wenn Sie mit dynamischer Bereitstellung arbeiten, achten Sie darauf, dass die User-Agent-Erkennung richtig konfiguriert ist. Die Weiterleitung lässt sich auf einen Front-End-Server verlagern. Dieser kann mit Hilfe einer Datenbank (CDR = Client Description Repository) die bereits genannte Device-Erkennung übernehmen und gewährleisten, sodass die Weiterleitung zuverlässig funktioniert. Außerdem ist hier ebenfalls die Berücksichtigung des Universal Domain-Konzepts wichtig.

4. Möglichst zeitnah mobile optimierte Seiten erstellen

Wenn Smartphone- oder Tablet-Nutzer auf Desktop-Seiten verwiesen werden, führt dies zu einem schlechteren Ranking dieser Desktop-Version. Es gilt also, möglichst zeitnah mobile optimierte Seiten zu erstellen. Wer schnell handeln möchte, kann mit Parsing der Desktop-Seite zügig zu einer mobilen Web-Präsenz kommen. Dabei werden Inhalte aus der bisherigen Seite ausgelesen und möglichst automatisch für die Darstellung auf einer mobilen Seite aufbereitet. Parsing ist eine schnelle, taktische Lösung. Der Nachteil: Änderungen der Desktop-Seite müssen den Entwicklern der mobilen Webseite im Vorfeld bekanntgegeben werden, damit entsprechende neue Templates für die geplanten Änderungen zur Verfügung stehen.

Eine strategische und zukunftssichere Lösung ist die Umsetzung einer RESS-Lösung (Responsive Design with serverside Components). Auch hierfür wird ein Front-End-Server eingesetzt, der den Browser der mobilen Nutzer bei der Prozess- und Datenverarbeitung erheblich entlastet. Passend zum spezifischen Gerät werden beispielsweise kleinere Bilder ausgeliefert sowie für HTML, CSS und JavaScript optimiert und für das Endgerät spezifisch aufbereitet. So findet eine minimale Dateiübertragung statt, ohne auf Inhalte zu verzichten.

5. Schnelle Performance der mobile Seiten

Zu lange Wartezeiten frustrieren mobile Nutzer und tragen schon jetzt zu einem schlechten Ranking bei. Ladezeiten von mehr als vier Sekunden verursachen erhebliche Conversion-Verluste. Eine Lösung sieht in diesem Fall sehr komplex aus.

Die wichtigsten Punkte sind asynchrones Laden von Above-The-Fold-Inhalten sowie das Einbinden (Inlining) von Scripten (JS und CSS) für diese zuerst angezeigten Inhalte. Externe JavaScript- und CSS-Dateien sollten idealerweise am Ende laden und alle Datenpakete nach Möglichkeit komprimiert übertragen werden. Hier empfiehlt sich als langfristige Lösung ebenfalls ein Front-End-Server, der die Performance auch für künftige Endgeräte, Browser-Versionen und OS-Updates gewährleisten kann.

Die Optimierung für Mobile stellt selbst für Vorreiter des Online-Handels eine Herausforderung dar – beispielsweise die Reisebranche. In Sachen Usability und Performance herrscht offenbar noch einiger Nachholbedarf.

Laut einer Studie von Sevenval in Zusammenarbeit mit der Agentur Anstrengungslos erreicht keines der zwölf untersuchten Online-Reiseportale die Gesamtwertung “gut” oder gar “sehr gut”, wenn es um die mobilen Internet-Angebote geht. Die Gesamtnote zwei nur knapp verpasst hat immerhin Testsieger Tui, der in vier der sechs erfassten Kategorien eine gute Bewertung ergatterte.

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“Google Zertifizierte Händler” unter der Lupe

23.03.2015, 9:32

E-Commerce-Ambitionen

Noch ist das E-Commerce-Angebot von Google uneinheitlich und lückenhaft. Angebote wie “Google Zertifizierte Händler” und Google Shopping sollen vorrangig das eigene Anzeigengeschäft pushen.

(Quelle: shutterstock.com/ljh images)

Die Elektronikversender Pearl und Redcoon, der Online-Schuhhändler Spartoo.de oder der Kindermode-Shop Tausendkind – sie alle sind von “Google Zertifizierte Händler”. Wie sie haben mittlerweile Dutzende von deutschen Online-Shops das Google-Programm durchlaufen. Oftmals fällt in diesem Kontext auch das Stichwort: “Google Trust” als Indikator für Vertrauen. Doch was will der Internet-Gigant mit der Initiative erreichen? Will er etwa Anbieter von Shop-Gütesiegeln angreifen?

Andreas Bauer, Chief Product Officer beim Aschaffenburger E-Com­merce-Dienstleister 004, behält den neuesten E-Commerce-Vorstoß von Google seit einiger Zeit genauestens im Auge. Für ihn sagt das Google-Zertifikat, verglichen mit Zertifikaten von Anbietern wie etwa Trusted Shops, deutlich weniger aus. “Wir stellen immer wieder fest, dass die Google Services international sehr generisch gehalten sind”, erklärt Bauer. “Google Zertifizierte Händler” sei nicht umfassend für den deutschen Markt umgesetzt worden.

Schnittstelle zu Google

Tatsächlich fällt der Leistungsumfang des Google-Programms deutlich geringer als bei Mitbewerbern, wie Trusted Shops, aus: Um Aufnahme in das kostenlose Programm, können sich Online-Händler, unabhängig von Größe und Bekanntheitsgrad, bewerben. Teilnehmende Händler müssen eine Schnittstelle zu Google in ihren Shop einbinden und dürfen ein anklickbares Gütesiegel in der rechten unteren Bildschirm­ecke anzeigen. Dieses signalisiert den Kunden, dass sie sich in einem Shop befinden, den Google in Hinblick auf Versand und Kundenservice als vorbildlich einstuft.

Sollte es dennoch zu Unregel­mäßigkeiten kommen, garantiert Google einen Käuferschutz von bis zu 1.000 ­Euro – allerdings nur als letzte Instanz: “Zuerst sollen mögliche Probleme zwischen dem Händler und seinem Kunden geklärt werden”, erklärt Malte Will, Product Partnerships Manager, Shopping, Commerce, Ads EMEA bei Google.

Einen umfassenderen Käuferschutz oder die rechtliche Absicherung von Online-Shops bietet “Google Zertifizierte Händler” im Gegensatz zur deutschen Konkurrenz nicht. Das liegt an der Motivation, die hinter der Entwicklung des Produkts steht: “Unser Ziel ist es in erster Linie, mit dem Programm die Trust-Werte von ausgesuchten Online-Shops für die Kunden zu erhöhen”, erklärt Malte Will.

Indirekter Nutzen für Google

Für Google habe das Programm vor allem einen “indirekten Nutzen”: Je mehr Konsumenten ihre Einkäufe ins Netz verlagern, umso mehr profitiere auch der Internet-Konzern davon – zum Beispiel durch steigende Ausgaben der Shop-Betreiber für kostenpflichtige Angebote wie Google Adwords und Google Adsense.

Auswirkungen auf das Listing teilnehmender ­Unternehmen in der Google-Suche gebe es nicht, so Will.
Auch wenn der Anwendungsbereich von “Google Zertifizierte Händler” eher beschränkt ist und das Produkt von Google aus einer klaren Nutzenerwägung heraus entwickelt wurde – beim teilnehmenden Online-Händler Redcoon erhält das Programm durchweg gute Noten.

“Gerade für Neukunden ist dieser Service eine Bestätigung unserer Professionalität”, lässt der zu Media-Saturn gehörende Elektronikversender durch einen Sprecher mitteilen. “Durch das Gütesiegel ist dem Kunden bewusst, dass unsere Prozesse durch eine externe Instanz bewertet werden und die Einhaltung bestimmter Bedingungen permanent geprüft wird.”

Dass die Shop-Präsenz von Redcoon auch bereits durch Trusted Shops und EHI Retail Institute abgesichert ist, betrachtet das Unternehmen nicht als Argument ­gegen “Google Zertifizierte Händler”: “Die Google Händlerzertifizierung ist ­eine sinnvolle Erweiterung unserer Kundenansprache, denn jedes Siegel adressiert eine eigene Zielgruppe.”

Google Shopping wird immer attraktiver

Ein Gütesiegel als Marketing- und Image-Programm: Was für „Zertifizierte Händler“ gilt, stimmt in abgewandelter Form auch für einen anderen Dienst: Google Shopping.

Die Preisvergleichsseite des Web-Konzerns wurde lange Zeit eher stiefmütterlich behandelt, ehe Google vor drei Jahren auf ein Modell mit bezahlten Listings umstellte und auch die Attraktivität des Angebotsdeutlich ausbaute.

Inzwischen wird die Produktsuche von Google, wie Malte Will erklärt, nicht nur vom Handel “sehr positiv angenommen”, auch beim Funktionsumfang muss sich Google nicht verstecken: Bei produktbezogenen Suchanfragen werden Shopping-Ergebnisse automatisch in die Trefferanzeige einbezogen; seit September 2014 zeigt Google Shopping auch lokale Verfügbarkeiten an. Tracking- und Analyse-Tools bieten auch Shop-Betreibern gute Einblicke in das Verhalten ihrer Kunden.

Für Harald Schiffauer, Geschäftsführer des Wettbewerbers Guenstiger.de, ist dennoch klar: “Google Shopping ist eher ein Werbeformat und weniger ein Preisvergleich.” Schließlich erfolge die erste Sortierung nicht nach dem günstigsten Preis, sondern – ähnlich wie bei Adwords – nach einem Bieterverfahren und der ­berechneten Klickwahrscheinlichkeit.

Dennoch sei Google Shopping für Guenstiger.de ein sehr ernst zu nehmender Wettbewerber – “gerade weil Google so wie kein anderer in der Lage ist, Nutzer mit hoher Kaufwahrscheinlichkeit zu erkennen und mit passender Werbung zu versorgen. Durch die Dominanz in der Suche kann Google diesen Such-Traffic auf das eigene Angebot lenken”.

Alles für die Werbung

Dass es Google Shopping mit der Produktsuche und anderen E-Commerce-Angeboten primär darum geht, das eigene Anzeigengeschäft voranzutreiben, kann auch ­Google-Mitarbeiter Malte Will nicht ­abstreiten: “Der Löwenanteil der Umsätze von Google stammt aus dem Werbegeschäft. Alles, was mit Werbung zu tun hat, steht deshalb sehr hoch in der Prioritätenliste von Google.”

Der Handel verfüge nicht nur über sehr hohe Werbebudgets, sondern habe auch den Marketingkanal Online sehr früh adaptiert. Welche Ambitionen Google im E-Commerce-Geschäft verfolgt, wird damit ­erkennbar: Google Shopping will zwar weder in die Händlerrolle schlüpfen, noch einen Marktplatz aufbauen und betreiben. Wenn E-Commerce-Angebote bei den Nutzern jedoch die Bedeutung der Suchmaschine erhöhen oder sogar noch ­höhere und zusätzliche Werbeeinnahmen in Aussicht stellen, dann engagiert sich das Unternehmen aus Mountain View sofort und erweitert seine Services.

Zur ausschließlich gewinnorientierten Sicht von Google scheinen jedoch einige E-Commerce-Aktivitäten nicht so recht zu passen: Mit dem 2013 gestarteten Lieferdienst Google Express geht der Suchgigant weit über eine Produktsuche hinaus. Kunden können auf der Webseite des Suchmaschinenbetreibers Einkäufe zusammenstellen, die dann vom eigenen Lieferdienst taggleich zugestellt werden.

Noch ist der Service auf eine Handvoll amerikanischer Großstädte begrenzt und eine Ausweitung jenseits der USA nicht geplant. Doch überraschte das Angebot auch Experten – schließlich ­engagiert sich Google hier sehr stark im ­E-Commerce und baut sogar eigene ­Logistikkapazitäten auf. Aber so bringt sich ­Google Express in den USA gegen Amazon und dessen Lieferservice Amazon Fresh in Stellung.

Google Shopping hat starke Konkurrenz

Damit liegt eines der wesentlichen Motive für den Aufbau von Google Express auf der Hand: Google will sich gegen den ­E-Commerce-Primus behaupten.

Denn Amazon stößt immer stärker ins Revier von Google vor. So ergab eine Forrester-Studie im dritten Quartal 2014, dass nur elf Prozent der US-Online-Shopper eine Produktrecherche bei Google starten, ganze 39 Prozent dagegen die Webseite von Amazon besuchen. In diesem Bereich versucht der Amazon Marktplace seit Jahren eine Marktmacht auf- und auszubauen.

Google kann ­diese Entwicklung nicht gleichgültig sein – aus Werbesicht sind Produktanfragen für den Konzern am wertvollsten. Nicht umsonst soll Google Shopping seinen Service in den USA bald mit einem Buy-Button ausstatten, der mit der One-Click-Technologie von Amazon zu vergleichen ist.

004-CPO Andreas Bauer ist eher skeptisch, dass es in absehbarer Zeit im E-Commerce-Geschäft zum Showdown zwischen den beiden Internet-Riesen kommen wird: “Amazon ist einer der größten Kunden von Google weltweit. Dies spricht eher für eine friedliche Koexistenz.” Der Vorstand des E-Commerce-Dienstleisters glaubt, dass sich Google auch künftig in erster ­Linie auf Plattformthemen konzentrieren wird, wie das bereits bei den Angeboten Logistik, Google Car und Mobile zu beobachten sei.

Guenstiger.de-Chef Harald Schiffauer ist sich da nicht so sicher: Auch Google Shopping habe lange gebraucht, um von einem Experiment zu einem ­vollwertigen Produkt im Portfolio des Konzerns zu werden.

Und mit der Vertikalisierung der Suche eröffnen sich für den Suchmaschinenkonzern viele neue Möglichkeiten, aus der Wertschöpfungskette Gewinn zu ziehen. “Google ist bekannt ­dafür, vieles auszuprobieren”, so Schiffauer. “Wenn die Strategie in den USA erfolgreich ist, kann davon ausgegangen werden, dass Produkte und Services auch in anderen Ländern an den Start gehen.”

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Werbeallianz gegen Facebook und Google

19.03.2015, 15:19

Guardian und Partner

Entsteht ein neuer Werbegigant im Display-Bereich? Mehrere Medien schließen sich im Netzwerk Pangaea zusammen und wollen zum ernsten Konkurrenten für Google und Facebook werden.

Werbeallianz gegen Facebook und Google

(Quelle: Fotolia.de/matttilda)

Gemeinsam stärker: Die Zeitungen “The Guardian”, “The Economist” und “The Financial Times” (FT) sowie die Nachrichtenagentur Reuters und der Fernsehsender CNN haben sich zusammengeschlossen, um den Branchenführern Google, Microsoft und Facebook im Marketing-Bereich Konkurrenz zu machen. Mit der “Pangaea-Allianz”, ein Display-Werbenetzwerk, wollen die fünf Medienunternehmen 110 Millionen Online-Nutzer weltweit erreichen, berichtet der Guardian.

Der größte Vorteil des Zusammenschlusses sei, so Tim Gentry, Global Revenue Director bei Guardian News und Media, die Einzigartigkeit von Pangaea. Außerdem vereine Pangaea eine Gruppe an einflussreichen und vertrauenswürdigen Premium-Nutzern für Werbungtreibende. An den Start geht das Projekt im April 2015.

In Deutschland sollen gut 1,7 Milliarden Euro 2015 in Display-Werbung fließen, zwölf Prozent davon in Mobile. Das prognostiziert der OVK in seinem Online Report 2015/1.

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Alibaba plant internetfähiges Fahrzeug

17.03.2015, 14:34

Autobau in China

Gemeinsam mit dem chinesischen Automobilhersteller SAIC will der E-Commerce-Riese Alibaba ein Auto bauen, mit dem Fahrer im Internet einkaufen und verschiedene Online-Dienste nutzen können.

Alibaba plant internetfähiges Fahrzeug

(Quelle: Shutterstock.com/360b)

Eine Milliarde Yuan (152 Millionen Euro) will der chinesische Online-Händler Alibaba, der im September 2014 den größten Börsengang in der Geschichte der Wall Street hingelegt hat, in sein neues Projekt investieren: ein “Internet-Auto”. Das Vehikel, das in Kooperation mit dem einheimischen Hersteller SAIC entsteht, soll unter anderem das Einkaufen im Web ermöglichen, teilte der Konzern mit.

Darüber hinaus soll es den künftigen Fahrzeughaltern möglich sein, digitale Unterhaltungsformate sowie Karten- und Kommunikationsdienste zu nutzen. Mit den neuen Technologien will Alibaba außerdem das Fahrerlebnis verbessern. Weitere Details zu dem Vorhaben wurden zunächst nicht bekannt.

An ähnlichen Projekten arbeiten derzeit auch die US-Konzerne Google und Apple. Während der Suchgigant seit Längerem an einem selbstfahrenden Auto bastelt, investiert der iPhone-Bauer unter dem Projektnamen “Titan” in ein Elektroauto und hat dafür Berichten zufolge bereits etliche Mitarbeiter von Automobilfirmen abgeworben.

Nach dem Mutterkonzern, der im Herbst den Schritt wagte, soll auch die Finanzsparte von Alibaba an die Börse gehen. Geplant ist der Aktienverkauf, der dem Alipay-Betreiber Ant Financial bis zu vier Milliarden US-Dollar einbringen soll, für das Jahr 2017.

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Google: Suchmaschinenoptimierung für Shops

17.03.2015, 9:57

SEO-Tipps

Mit SEO wird der Webshop nicht nur für Besucher, sondern auch für Google attraktiv. Fünf Tipps für die Optimierung der Shop-Webseite.

Google: Suchmaschinenoptimierung für Shops

(Quelle: shutterstock.com/Rawpixel)

Die Konkurrenz um die Spitze der Top-Suchergebnisse ist groß. Wer es nicht schafft, bei einer Suchanfrage bei Google auf der ersten SERP (Search Engine Result Page) aufzutauchen, der hat kaum Chancen, vom Nutzer gefunden zu werden. Shop-Betreiber sollten deswegen darauf achten aus der Masse hervorzustechen. Prinzipiell genügt es hierfür, im eigenen Online-Shop individuelle und hochwer­tige Inhalte bereitzustellen.

SEO-Tipp 1: Individuelle statt automatische Inhalte

Shop-Systeme bieten heute eine Vielzahl von Automatisierungsmöglichkeiten an: Das Template ist schnell zusammengeklickt, die Produkttexte kommen aus der Datenbank des Herstellers. Das mag zunächst ein Vorteil sein, um einen Shop schnell mit Inhalten zu füllen und nach kurzer Zeit starten und Abverkäufe erzielen zu können. Nur lassen eben diese Abverkäufe häufig auf sich warten. Eine Top-Platzierung ist maximal in ­Nischen mit wenig Konkurrenz möglich, sonst ist die Sichtbarkeit eines solchen Standard-Shops gleich null.

Google erkennt Copy Cats und sortiert sie aus. Für den Konzern zählt in erster Linie Individualität; die Suchmaschine möchte ihren Nutzern ein Höchstmaß an Qualität in Form von möglichst exakt passenden Suchergebnissen für die jeweilige Suchanfrage ausliefen. Bei Seiten mit identischen ­Inhalten – zum Beispiel den immer gleichen Produktbeschreibungstexten – zeigt Google die Seite an, die in puncto Qualität und Autorität als wichtigste angesehen wird. Das ist selten ein normaler Web­shop, sondern meist die Seite, die diesen Text zuerst verwendete oder damit den meisten Traffic erzielte.

Doppelte Inhalte, sogenannter “Duplicate Content” (DC), können allerdings auch Shop-intern entstehen. Viele Shops bieten an, durch Filter ­(etwa für Farben oder Größen) Variationen eines Produkts anzuzeigen. Dabei werden die entsprechenden URLs mit Parametern ergänzt. Die Produktseiten sind hier meist bis auf das Produktbild und eventuell die Überschrift identisch – und werden von Google als DC eingestuft. Es gibt mehrere Möglichkeiten, dies zu vermeiden.

Zum einen können über den Einsatz von “Canonical-Tags” verschiedene Anfragen auf eine bestimmte ­Produktseite umgelenkt werden. Wer jedoch sämtliche Variationen eines Produkts in den Such­ergebnissen haben möchte, der muss die einzelnen Seiten der Produktvariationen individuell gestalten beziehungsweise ­eigenen Text schreiben. Die Produktbilder (zum Beispiel nach Farbe), die Überschriften und der Beschreibungstext müssen jeweils auf das Produkt abgestimmt sein. Das gilt auch für die entsprechenden ­Meta-Tags und Alt-Tags der Bilder auf dieser Seite.
Auch Produktübersichtsseiten, die die Möglichkeit zum Blättern durch mehrere Seiten bieten, können Probleme bereiten. Hierbei werden ebenfalls entsprechende Parameter für die einzelnen Seiten generiert und an die URL angehängt. Aufgrund der ähnlichen Inhalte besteht auch an dieser Stelle das Risiko, Duplicate Content zu erzeugen. Unter Umständen erkennt Google nicht, dass diese “Blätter-URLs” zu einer Serie beziehungsweise Kategorie gehören.

Abhilfe schaffen hier die Tags rel=”next” und rel=”prev”, die dem Suchmaschinen-Crawler signalisieren, dass es noch weitere Seiten nach beziehungsweise vor der aktuell erfassten Seite gibt, die zusammengehören. In den Suchergebnissen wird in der Regel die ­erste Seite einer Serie angezeigt.

Bei Blätter-Serien mit einer separaten Übersichtsseite (View-All-Page) werden die einzelnen Unterseiten mittels Canonical-Tag auf die View-All-Page standardmäßig verwiesen, diese wird dann in den Suchergebnissen angezeigt.

SEO-Tipp 2: Infrastruktur stets auf auf dem aktuellen Stand

Damit die Suchmaschine den kompletten Inhalt eines Online-Shops erfassen und indexieren kann, bedarf es einer ordentlichen Infrastruktur. URLs, deren Aufruf Fehlercodes wie 404 (Seite nicht gefunden), 401 (nicht autorisiert) oder 510 (fehlende Informationen – Server-seitig) auslösen, können den Crawler daran hindern, den kompletten Shop zu erfassen.

Allerdings können auch falsch eingesetzte ­Canonical-Tags sowie falsche Verlinkungen dazu führen, dass der Crawler während der Indexierung abbricht und somit nicht alle Inhalte erfassen kann. Die Crawler folgen den internen Links einer Webseite, dabei spielt die Menü-Struktur ­natürlich eine entscheidende Rolle. Achten Sie darauf, dass die Menüs immer auf dem aktuellen Stand sind und keine Links zu verwaisten Seiten enthalten. Zu viele Verlinkungen von verschiedenen Menüpunkten zu ein und derselben Seiten sollten vermieden werden.

Denken Sie auch ­immer daran, die Menüs benutzerfreundlich zu gestalten.

Die Infrastruktur sollte regelmäßig mit entsprechenden Tools gecrawlt werden, um potenzielle Schwachstellen aufzu­decken. Darüber hinaus sollten URLs zu Seiten, die entfernt wurden, immer per 301-Weiterleitung (Moved Permanently) auf die entsprechende neue Seite oder zur Not auf die Start- beziehungsweise Kategorie-Übersichtsseite weitergeleitet werden.

SEO-Tipp 3: Mehrsprachige Optionen klar voneinander trennen

Werden die Inhalte eines Online-Shops für verschiedene Sprachen hinterlegt, so empfiehlt es sich, diese klar voneinander zu trennen. Dafür eignen sich Subdomains (de.webseite.de, en.webseite.de, fr.webseite.de) oder Unterverzeichnisse (www.webseite.de, www.webseite.de/en, www.webseite.de/fr).
Größere Shops mit internationaler Ausrichtung sollten Domains mit Länderendung einsetzen, sogenannte Country Code TLDs (www. webseite.de, www.webseite.com, www.webseite.fr). Für welche Unterteilung sich der Shop-Betreiber auch entscheidet, die Suchmaschinen müssen darüber informiert werden, wo die ­Inhalte welcher Sprache liegen. Dafür wird das “hreflang-Attribut” verwendet. Die jeweilige Sprache muss hierbei im “ISO 639-1″-Format angegeben werden, die optionale Länderkennung im “ISO 3166-1 alpha-2″-Format. Hier ein Beispiel:

Deutsche Version:
< link rel=“alternate“ href=“http://www.domain.de/“ hreflang=“de“ />
Englische Version:
< link rel=“alternate“ href=“http://www.domain.de/en/“ hreflang=“en“ />
Französische Version:
< link rel=“alternate“ href=“http://www.domain.de/fr/“ hreflang=“fr“ />

Bei Auswahlmenüs für Sprachen beziehungsweise Länder oder bei Startseiten, die automatisch weiterleiten, sollte zudem ein Vermerk für die Seite hinzugefügt werden, die standardmäßig geladen wird:

< link rel=“alternate“ href
=“http://www.domain.de/“ hreflang=“x-default“ />

SEO-Tipp 4: Google liebt performante Seiten

Google bewertet schnell ladende Webseiten höher, das hat auch eine Auswirkung auf die Platzierung in den Suchergebnissen.

Wie Google die Performance einer Webseite einschätzt, verrät das Pagespeed-Tool: http://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/
Nach der Analyse der URL gibt Google ­bereits Empfehlungen zur Steigerung der Performance an die Hand. Grundsätzlich sollten Datei- und Bildgrößen so stark wie möglich komprimiert werden: Nicht ­benötigte CSS- und Java-Script-Dateien sollten nur auf den Seiten geladen werden, auf denen diese auch verwendet werden.

Dynamisch generierte Seiten, auf denen selten oder nie Änderungen vorgenommen werden, können zwischengespeichert werden. Dadurch werden diese um einiges schneller geladen.

SEO-Tipp 5: Verwendung von Rich Snippets

Mit strukturierten Daten kann Google die Darstellung des Suchergebnisses anreichern. Durch die Verwendung von Rich Snippets können Bilder, Bewertungen, Preise, Größen, Farben oder Kontaktmöglichkeiten im Suchergebnis erscheinen. Das erhöht die Klickhäufigkeit -und verbessert das Ranking.

Damit die Umsetzung der Rich Snippets gelingt, empfiehlt Google die Verwendung von Schema.org. Dort findet man eine ­Zusammenfassung der gängigen Mikroformate, die auch von anderen Suchmaschinen wie Yahoo und Bing unterstützt werden. Diese können vom Webseiten-Betreiber direkt in den Quellcode der ­Seite übernommen werden. In seinen Webmaster-Tools bietet Google ein Test-Tool, um die Snippets auszuprobieren: http://www.google.de/webmasters/tools/richsnippets

Die dargestellten Tipps sind nur eine kleine Auswahl aus dem großen Portfolio, wie Sie Ihren Web-Shop auf Google besser platzieren können. Eine weiteres Erfolgskriterium für ein gutes Ranking in der Suchmaschine stellt die Keyword-Analyse dar. Doch auch diese ist an gewisse Regeln gebunden und oftmals schwieriger als es zunächst scheint. Durch (teils) kostenlose Keyword-Tools können Sie eine optimale Recherche für Ihren Shop durchführen.

© Jens Mönning | www.internetworld.de