Kein Google+ für Anmeldung mehr nötig

29.07.2015, 9:59

Google-Produkte

Dass Google+ auf dem absteigenden Ast ist, ist kein Geheimnis. Nun rückt der Konzern noch weiter von seinem sozialen Netzwerk ab und koppelt diverse Plattformen von Google+ ab.

Kein Google+ für Anmeldung mehr nötig

(Quelle: shutterstock.com/AHMAD FAIZAL YAHYA)

Lange hatte Google viel daran gesetzt, neue Nutzer für Google+ zu gewinnen. So wurde beispielsweise das Kommentar-System für Youtube auf Mitglieder von Google+ beschränkt. Zudem sind User, die einen eigenen Youtube-Kanal betreiben oder den Foto-Dienst Picasa nutzen, schon seit einiger Zeit auf das soziale Netzwerk angewiesen. Doch jetzt scheint der Konzern dem zunehmenden Abstieg seiner Plattform nichts mehr entgegensetzen zu wollen. Künftig ist es nicht mehr nötig, einen Google+-Account zu besitzen, um sich bei anderen Services anzumelden.

Als erstes ist das bei Googles Video-Plattform Youtube der Fall, berichtet der Googlewatchblog. Künftig können User Youtube-Kommentare wieder ohne Google+ nutzen, ein Profil auf Google+ ist für Youtube-Kanäle nicht mehr nötig. Kommentare, die zu Youtube-Videos auf Google+ gemacht wurden, sollen nicht mehr auf Youtube erscheinen. Das gleiche gilt auch, wenn direkt unter Youtube-Videos kommentiert wurde. Diese erscheinen nicht mehr auf Google+. Einige Funktionen von Google+ sollen aber erhalten bleiben, darunter das Blockieren bestimmter Worte, der Review von Kommentaren und das automatische Freischalten bestimmter Fans.
Ein Abkopplung von weiteren Diensten soll nun kontinuierlich folgen. Im vergangenen Jahr wurde bereits der Google+-Zwang für Gmail abgeschafft. Wer einen neuen Google-Account für den Mailservice Gmail erstellt, muss nicht mehr zwangsweise Mitglied bei Google+ werden. Ein simpler Druck auf den „Nein danke“-Button bei der Einrichtung genügt.

Daneben fügt sich Google nun der EU-Regelung, wonach Publisher das Einverständnis der Seitenbesucher zur Datennutzung brauchen: Webseitenbetreiber, die Google-Produkte oder -Dienste wie DoubleClick oder AdSense in Anspruch nehmen, müssen sich mit neuen Richtlinien vertraut machen. Als Reaktion auf die Compliance-Vorschriften der EU benötigen Publisher in Zukunft das Einverständnis der aus der EU kommenden Seitenbesucher für die Sicherung oder Nutzung ihrer Daten.

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Cookie-Einverständnis: Google fügt sich EU-Regelung

29.07.2015, 7:02

Für alle AdSense-Nutzer

Keine Cookies ohne User-Einverständnis: Google ändert seine „Richtlinie zur Einwilligung der Nutzer in der EU“, wonach Publisher nun das Einverständnis der Seitenbesucher zur Datennutzung brauchen.

Cookies nur mit vorheriger Zustimmung

(Quelle: Fotolia.com/Julian Weber)

Webseitenbetreiber, die Google-Produkte oder -Dienste wie DoubleClick oder AdSense in Anspruch nehmen, müssen sich mit neuen Richtlinien vertraut machen. Als Reaktion auf die Compliance-Vorschriften der EU benötigen Publisher in Zukunft das Einverständnis der aus der EU kommenden Seitenbesucher für die Sicherung oder Nutzung ihrer Daten. „Für Google gilt schon immer, dass wir uns an das Datenschutzrecht halten“, so Jason Woloz, Security und Privacy Program Manager, Display und Video Ads im Inside AdSense-Blog. „Daher haben wir zugestimmt, Änderungen durchzuführen, die unsere eigenen Produkte und unsere Produkte nutzende Partner betreffen.“

Darüber hinaus regt Google seine Publisher an, ihre eigenen Datenschutzregelungen entsprechend zu überarbeiten. Dazu hat der Konzern bereits eine eigene Webseite namens Cookie Choices eingerichtet, die den Webseitenbetreibern Tools und Informationen zur Anpassung ihrer Datenschutzrichtlinien zur Verfügung stellt. Die Änderungen betreffen auch iOS- und Android-Anwendungen, wie aus einer bei Techcrunch zitierten E-Mail von Google an die Publisher hervorgeht.

Googles Richtlinienänderungen reichen allerdings weiter als nur in die EU, denn theoretisch kann jede Webseite der Welt von europäischen Nutzern angesteuert werden. Damit düften auch Publisher außerhalb der Grenzen Europas potentiell von den geänderten Regeln betroffen sein.
Die Datenschutzrichtlinien bezüglich Cookies hatte die EU bereits im Jahr 2009 zu einem Opt-in-Verfahren erklärt. Anfang 2014 hatte die EU-Kommission befunden, dass die deutschen Gesetzesregelungen der EU-Cookie-Direktive entspricht. Vor allem große Web-Portale weisen bereits seit längerer Zeit darauf hin, dass sie Cookies speichern und fordern eine Einstimmung des Nutzers.

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Jeder Dritte ist offen für selbstfahrende Autos

28.07.2015, 8:34

Internet der Dinge

Warum sich noch selbst ans Steuer setzen, wenn man sich auch fahren lassen kann? Jeder dritte Deutsche hält es für vorstellbar, sich von einem selbstfahrenden Auto kutschieren zu lassen.

Jeder Dritte ist offen für selbstfahrende Autos

(Quelle: Shutterstock.com/Martial Red)

Ob Navigationsdienste, Lebensmittel-Lieferdienste oder Smart Home: Das Internet und das Internet der Dinge nehmen den Menschen immer mehr Aufgaben im Alltag ab. Jeder dritte Deutsche kann sich inzwischen sogar vorstellen, ein selbtfahrendes Auto zu nutzen, das entspricht 24 Millionen Millionen Menschen. In der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen sind es sogar 41 Prozent.

Und Frauen stehen dem autonomen Auto offenbar aufgeschlossener gegenüber (37 Prozent) als Männer (31 Prozent). Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Digitalverbands Bitkom. Die Ergebnisse basieren auf einer telefonischen Befragung von insgesamt 1.011 Personen ab 14 Jahre.

„Autonome Fahrzeuge werden schon in absehbarer Zeit unser Straßenbild prägen und den Verkehr revolutionieren, glaubt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Selbstfahrende Autos können die Zahl der Unfälle deutlich reduzieren, sie machen das Autofahren komfortabler, sparen Zeit und schonen Ressourcen.“ Anders als in bestimmten Teilen der USA ist das vollautomatisierte in Deutschland allerdings noch nicht erlaubt.

Google beispielsweise experimentiert im Rahmen seines Projekts „Self-Driving Car“ bereits seit mehreren Jahren mit automatisch fahrenden Autos. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen den Prototypen seines Zweisitzers vorgestellt: Es verzichtet auf ein Lenkrad sowie auf ein Gas- und Bremspedal. Daimler will indessen in Deutschland noch in diesem Jahr selbstfahrende Lastwägen testen, berichtet Recode.net. Demnach will der Autobauer mit Sitz in Stuttgart erste Test mit halbautonomen LKWs in Baden Württemberg durchführen.

Von teilautomatisiert bis vollautomatisiert

Unterschieden werden allgemein drei Entwicklungs- oder Anwendungsstufen: Das teilautomatisierte Fahren, bei dem Assistenzsysteme lediglich bestimmte Aufgaben übernehmen, wie zum Beispiel die Steuerung während eines Staus, das hochautomatisierte Fahren, bei dem Assistenzsysteme mehr Aufgaben wie etwa die Steuerung während der Autobahnfahrt übernehmen, und das vollautomatisierte Fahren, bei dem der Fahrer die Kontrolle vollständig an das Fahrzeug abgibt.

Kritiker des vernetzten Autos verweisen allerdings auf mögliche Störungen der Technik und äußern die Sorge, dass intelligente Autosysteme gehackt werden können. Dabei ist es offenbar schon möglich, Autos auch über das eingebaute Digitalradio (DAB) zu hacken. Davor warnen Sicherheitsspezialisten der britischen NCC Group, meldet BBC.com. Demnach können Angreifer es sich zunutze machen, dass über DAB auch Texte und Bilder übertragen werden können. Zudem sei es möglich, das Infotainment-System zu kapern und darüber möglicherweise sicherheitsrelevante Fahrsystem wie zum Beispiel die Bremsen anzugreifen.

Dass selbstfahrende Autos auch die Logistik revolutionieren können, zeigt ein DHL-Trendreport auf. Durch die sukzessive Umstellung auf eine autonomere Logistik werde sich die gesamte Branche grundlegend verändern.

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Youtube will Produzenten mit mehr Geld locken

27.07.2015, 13:19

Kampfansage an Facebook?

Der Kampf um Video-Macher geht in die nächste Runde: Um seine Produzenten zu halten, teilt Youtube nicht nur die Anzeigenumsätze mit ihnen, sondern bietet auch konkrete Hilfe und Cash-Boni.

Kampfansage an Facebook?

(Quelle: Fotolia.com/Thomas Jansa)

Bei der Videoplattform Vessel gibt es bereits die Auszahlung von Anzeigenumsätzen an Produzenten von Videoinhalten. Auch Facebook lockt mit der Monetarisierung von Videoinhalten. Zeit für Youtube, seine Videoproduzenten ebenfalls zu umwerben und zum Verbleiben auf der Plattform zu animieren. Dazu soll das Google-Videoportal nicht nur 55 Prozent des Anzeigenumsatzes an die Produzenten weiterreichen, sondern auch mit Boni und Vorabzahlungen die Top-Video-Macher belohnen, berichtet das Wall Street Journal.

Darüber hinaus sei Youtube bemüht, Video-Produzenten auch mit praktischer Unterstützung anzuleiten. Youtube-Chefin Susan Wojcicki kündigte vergangene Woche unter anderem an, die Nutzung von Youtube-Studios auch für die privaten Video-Macher zu ermöglichen. Die für das kommende Jahr geplanten Studios in Toronto und Mumbai können mit dem technischen Equipment und den verschiedenen Studioräumlichkeiten von Video-Produzenten genutzt werden. Ein speziell eingerichtetes Team leistet außerdem Hilfestellung bei der Organisation und Finanzierung von Videoprojekten.

Als Hauptkonkurrent in Sachen Video dürfte sich für Youtube wohl Facebook entwickeln. Das soziale Netzwerk hat in den letzten Monaten seine Bemühungen im Bereich Video verstärkt. Dazu hatte Facebook erst kürzlich neue Tools für Video-Macher bereit gestellt. Besonders jedoch das Facebook in Aussicht gestellte Angebot an Publisher, gegebenenfalls den gesamten Werbeumsatz ihrer Videos abgreifen zu können, dürfte die Kampfansage von Youtube herausgefordert haben.

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Online-Reisebranche: Zersplittert und hart umkämpft

27.07.2015, 11:41

Reiseportale und Co

Die Online-Reisebranche ist einer der zersplittertsten und umkämpftesten Bereiche der Internet-Wirtschaft. Jetzt droht eine Konsolidierung – und das Schreckgespenst Google.

Online-Reisebranche: Zersplittert und hart umkämpft

(Quelle: Tui)

Seit Anfang Juli laufen bei den Online-Reisebüros, den Flugbuchungs­maschinen und den Hotelvergleichern wieder die Server heiß: Der zweite Traffic-Höhepunkt des Jahres, die echte Last-­Minute-Saison, hat begonnen. Vor allem Sonntags sitzen die Deutschen einer aktuellen Reisestudie von Intelli Ad zufolge vor dem Rechner und recherchieren. Und ­dabei lassen sie sich Zeit: 139 Stunden ­stecken Reisewillige im Durchschnitt in die Recherche.

Dass die Deutschen so viel Zeit in ihre Urlaubsplanung stecken, liegt auch an der enormen Auswahl, die die Online-Reisebranche im Internet vor ihnen ausbreitet. Kaum eine Branche im Netz ist so zersplittert, vielschichtig und unübersichtlich wie die Online-Reisebranche. Der globale ­Reisemarkt ist geschätzte 1,3 Billionen US-Dollar schwer, die Marktanteile der größten Teilnehmer liegen im niedrigen einstelligen Bereich. Die weltweit tätige Expedia-Gruppe bringt es beispielsweise auf einen Marktanteil von ­gerade mal vier Prozent.

Es gibt in der Online-Reisebranche die reinen Online-Reisebüros (auch Online Travel Agencies/OTA genannt) wie Opodo, ­Expedia oder Ab-in-den-urlaub.de; aber auch die klassischen Reisebüro-Betreiber wie L’tur, Dertour oder Tui wollen sich ­online nicht die Butter vom Brot nehmen lassen, genauso wenig wie Fluglinien und Hotelketten.

Zu diesen etablierten Playern gesellen sich in der Online-Reisebranche seit einigen Jahren Preis­vergleichs- und Bewertungsportale wie Trivago, Fluege.de oder Holidaycheck, die auf Provisionsbasis Klicks zu den Buchungsportalen vermitteln und so wieder ein Stück von der Marge abknapsen.

Und dann ist da auch noch Google: 82 Prozent aller Kaufprozesse in der Online-Reisebranche beginnen mit einer Suchanfrage – eine Übermacht, die der Suchmaschinengigant bisher noch nicht so ausnutzt, wie die Branche es nach dem Start des Flug-Preisvergleichs Google Flights befürchtet hat. Noch nicht. „Monatlich kommen neue Veranstalter oder Reiseportale auf den Markt, von denen kaum ersichtlich ist, wer eigentlich ­dahintersteckt“, so Stefanie Waehlert, CEO von Tui Deutschland. „Der Kunde sucht im verwirrenden Dschungel dieser Angebote nach Kompetenz und Vertrauen.“

Online-Reisebranche im Wechsel

Tatsächlich befindet sich die Online-Reisebranche seit Jahren in einem ständigen Wechsel von Zerfaserung und Konsolidierung: Neue Player treten auf, alte werden übernommen, durch die Übernahmen kommen wieder andere, bisher branchenfremde Player auf den Markt.

Expedia ist derzeit dabei, den Konkurrenten Orbitz zu übernehmen, 2012 hatte sich das Reisebüro bereits die Mehrheit an Trivago gesichert. Im gleichen Jahr schloss sich ­Opodo mit vier anderen Travel-Marken zur ­eDreams-Odigeo-Gruppe zusammen. 2013 übernahm Priceline den Preisvergleicher Kayak, seit 2014 sucht Unister, Betreiberin von Ab-in-den-urlaub und Fluege.de, ­einen Käufer. Anfang 2015 übernahm Axel Springer den Ferienhaus-Vermittler Casamundo.

„Viele OTAs setzen vermehrt auf eigene Produkte. Metasearcher haben sich als feste Anlaufstelle für Preisvergleich etabliert. Und Airlines, Veranstalter, Hoteliers und Hotelketten setzen immer mehr auf direkten Kundenzugang und ­investieren in den Direktvertrieb“, fasst Markus Orth, CEO von L’tur, die ­unruhige Lage auf seinem Markt zusammen. „Es bleibt also spannend, weil alle um die gleichen Kunden werben.“

Online-Reisebranche: Kundenbindung ist der heilige Gral

Dass ein so intensiver Wettbewerb in einer zersplitterten Online-Reisebranche zu Preis- und Werbedruck führt, ist die Logik des Marktes. In keiner anderen Branche ist Suchmaschinenmarketing eine derart ruinöse Angelegenheit wie im Tourismus. Urlaub, Sommer, Flug, Ferienwohnung, Pauschalreise – jedes Keyword ist umkämpft.

Die Klickpreise explodieren besonders während der beiden Hochzeiten der Branche – im ­Januar, wenn die Frühbucher ihren Jahresurlaub klarmachen, und im Juli und August, wenn die Last-Minute-Flieger noch ganz schnell in die Sonne wollen. Dennoch sind Adwords für die meisten Touristikanbieter das Mittel der Wahl, auch weil andere Kanäle noch unrentabler sind. „In der Vergangenheit waren unter Performance-Gesichtspunkten reine Display-Kampagnen am teuersten, weswegen wir hier auch nur sehr reduziert unterwegs sind“, erklärt Olaf ­Rose, Country Director Germany & Aus­tria bei Opodo, seine Werbestrategie.

Noch teurer (und weniger effektiv als in anderen Branchen) ist die Fernsehpräsenz, die viele Player wie Ab-in-den-urlaub oder Trivago aggressiv betreiben. Rose: „Opodo hat sich bewusst gegen TV-Werbung entschieden, weil durch die derzeit sehr starke Präsenz touristischer Anbieter ein signifikanter Share of Voice nur zu sehr hohen Kosten erreichbar ist. Über die Online-Marketing-Kanäle erreichen wir unsere Ziele effizienter. Deshalb fokussieren wir uns auf Preisvergleicher, SEM, SEO, Affiliates und vor allem auf unsere eigene Kundenbindung.“

Kundenbindung: Egal mit welchem Marktteilnehmer man spricht, sie ist der heilige Gral der Online-Reisebranche. Nur wer seine Kunden möglichst direkt auf seine Seite lotst und sie möglichst zufrieden wieder nach Hause schickt, kann beim Preis dauerhaft im Haifischbecken des Online-Tourismus bestehen. Deshalb wird allerorts fleißig an Content und Service gebastelt.

Opodo arbeitet an einem neuen Frontend mit verbesserter User Experience, L’tur hat seinen Relaunch kürzlich abgeschlossen und einen Preisvergleich integriert. Tui hat einen zwei Jahre währenden Digitalisierungsprozess abgeschlossen, Expedia wertet seit Kurzem die Suchergebnisse mit selbst gesammelten Airline-Bewertungen und Echtzeitbewertungen von Hotels auf. Denn den Kunden, soweit die Einsicht der Online-Reisebranche, gewinnt man in der Regel mit den relevantesten Inhalten, nicht mit dem besten Preis.

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Google rollt Panda 4.2 aus

24.07.2015, 11:36

Suchalgorithmus

Google hat offenbar damit begonnen, das neue Panda Update 4.2 einzuführen. Der komplette Roll-Out soll einige Monate dauern und zwei bis drei Prozent der englischsprachigen Suchanfragen beeinflussen.

Google rollt Panda 4.2 aus

(Quelle: Shutterstock.com/Arun Roisri)

Am 24. Februar 2011 hat Google die erste Version des Panda-Algorithmus ausgerollt, nun soll das 30. Update in den Startlöchern stehen:
Dem Portal searchengineland.com zufolge hat Google bereits vergangenes Wochenende damit begonnen, das neue Panda Update 4.2 auszuspielen.

Es soll ein überraschend langes Roll-Out sein, das sich über mehrere Monate hinweg zieht. Bislang konnten Entwickler noch keine nennenswerten Veränderungen feststellen.
Die Auswirkungen des Panda-Algorithmus sollen sich auch nur langsam zeigen, gerade Seitenbetreiber, die beim Panda 4.0-Update abgestraft wurden, sollen aber mit der Zeit Veränderungen im organischen Ranking feststellen. Insgesamt sind laut Google zwei bis drei Prozent der englischsprachigen Suchanfragen betroffen.

Das Ziel der Panda-Updates, die seit 2011 durchgeführt werden, ist es zu verhindern, dass Webseiten mit qualitativ schlechten Inhalten in die Top-Treffer gelangen.
Panda 4.0 wurde im Mai 2014 ausgerollt, bereits im September 2014 gab es die nächste Version 4.1, bei der es sich um ein kleines Update handelte, von dem vor allem kleine und mittelgroße Webseiten profitieren sollten, die über hochwertigen Content verfügen.
Während Panda 4.0 auch einzelne Seitenbereiche und Verzeichnisse abstrafte, soll das neue Update nun „nur“ Einfluss auf die Qualität der kompletten Seiteninhalte haben.

Auch gegen Inhalte hinter Interstitials will Google vorgehen.

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Drei SEO-Mythen – und was wirklich dran ist

23.07.2015, 10:03

Google redet Klartext

Zeigt Google wirklich nur für Mobilgeräte optimierte Websites in der Suche an? Und wie sind organische Suchergebnisse und bezahlte Anzeigen in der Suche miteinander verbunden? Google redet Klartext.

Drei SEO-Mythen - und was wirklich dran ist

(Quelle: Shutterstock.com/Tang Yan Song)

Johannes Mehlem, Teil des Search Quality Teams bei Google in Dublin und maßgeblich verantwortlich für den deutschen Webmasterblog, klärt über die drei hartnäckigsten Vorurteile im Bereich der Suchmaschinenoptimierung (SEO) auf.

Mythos 1: Google zeigt nur für Mobilgeräte optimierte Websites in der Suche

Um Nutzern bessere Ergebnisse auf dem Smartphone zu liefern, haben wir am 21. April dieses Jahres ein Update für Mobilfreundlichkeit durchgeführt. Mit diesem Update des Algorithmus soll eine höhere Usability für die Nutzer der Suchmaschine erreicht werden.
Für Mobilgeräte optimierte Websites erhalten dadurch mehr Sichtbarkeit in den Suchergebnissen. Das Update beeinflusst lediglich die Suchergebnisse auf Mobilgeräten und hat keinen Einfluss auf Suchergebnisse auf Desktop-Computern.

Wenn wir von Mobilgeräten sprechen, beziehen wir uns nur auf Smartphones und schließen Tablets aus, da Tablets größere Bildschirmflächen haben und somit die Desktop-Version von Websites anzeigen (mit der eher seltenen Ausnahme von speziell für Tablet optimierten Inhalten).
Folglich sind auch nur Suchergebnisse auf Smartphones von dem Update betroffen.
Während sich die Sichtbarkeit von mobilfreundlichen Seiten tendenziell erhöht, bleibt die Optimierung für Mobilgeräte nur einer von vielen Faktoren. Seiten mit qualitativ hochwertigen Inhalten werden weiterhin für bestimmte Suchanfragen gut ranken, auch wenn sie nicht für Mobilgeräte optimiert sind.

Das Update hat außerdem nur Einfluss auf individuelle Unterseiten und nicht auf die gesamte Website. Wenn ihr überprüfen möchtet, ob eure Seite mobilfreundlich ist, könnt ihr dies mit unserem Test auf Optimierung für Mobilgeräte machen, den ihr unter g.co/mobilefriendly findet.

Mythos 2: Anträge auf erneute Überprüfung nach einer manuellen Spam-Maßnahme von Google werden nur von Computern bearbeitet

Unser Ziel ist es, zu gewährleisten, dass Nutzern der Google-Suche relevante Suchergebnisse angeboten werden.
Gelegentlich bemerken wir, dass Webmaster versuchen, sich unverdiente Vorteile im Ranking für bestimmte Suchanfragen zu verschaffen. Während wir stets unsere Algorithmen verbessern, um gegen Missbrauch vorzugehen, kommt es manchmal auch vor, dass Mitarbeiter des Search Quality Teams manuelle Spam-Maßnahmen für bestimmte Websites durchführen, um einer Verzerrung der Suchergebnisse vorzubeugen.

Sofern die Richtlinien für Webmaster verletzt wurden, kann auch eine manuelle Spam-Maßnahme erfolgen. Der Webmaster oder die betreuende Agentur können in Googles Search Console (ehemals Webmaster-Tools) sehen, ob eine Maßnahme für die Website vorliegt, und erhalten Hinweise, welche Schritte durchgeführt werden müssen, um das Problem zu beheben.
Nach der Behebung kann ein Antrag auf erneute Überprüfung gestellt werden. Dieser Antrag führt dann dazu, dass – sofern keine Verletzung der Richtlinien für Webmaster mehr vorliegt – die manuelle Spam-Maßnahme für die Website aufgehoben wird.
Der Antrag auf erneute Überprüfung inklusive der Beschreibung wird dann von Menschen und nicht von Computern bearbeitet. Wir antworten in der gewählten Sprache des Webmasters für die Beschreibung des Antrags.

Mythos 3: Organische Suchergebnisse und bezahlte Anzeigen in der Suche sind miteinander verbunden

Die zehn aufgeführten Suchresultate stellen die organischen Suchergebnisse dar, während bezahlte und entsprechend gekennzeichnete Anzeigen oberhalb oder rechts von den organischen Suchergebnissen angezeigt werden. Obwohl beides auf der gleichen Seite angezeigt wird, sind die Prozesse im Hintergrund verschieden. Innerhalb von Google gibt es Teams für die organische Suche – wie uns, das Search Quality Team – sowie AdWords Sales Teams für bezahlte Anzeigen.

Manchmal erhalten wir als Search Quality Team interne Anfragen von Kollegen aus den Sales-Teams, die für ihre Kunden nach Hinweisen und Ratschlägen zum Ranking in der organischen Suche fragen. Wir leiten diese Anfragen dann an unsere öffentlichen Hilfe-Plattformen wie unser Webmaster-Forum weiter. Dieses kann online von jedem aufgefunden werden, unabhängig davon, ob er AdWords-Kunde ist oder nicht.

Wir glauben, dass es wichtig ist, zu vermeiden, dass Werbungtreibende, Partner oder Kunden besonderen Zugriff auf Informationen haben als die allgemeine Öffentlichkeit. Ebenso bringen AdWords-Anzeigen keinerlei Vorteile für die Sichtbarkeit und das Ranking in der organischen Suche.
Die organische Suche und bezahlte Anzeigen sind strikt voneinander getrennt hinsichtlich der zugrunde liegenden Mechanismen.
Die zuständigen Teams agieren als komplett unterschiedliche Einheiten, obwohl sie natürlich alle zu Google gehören.

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Google kauft Design-Start-up Pixate

23.07.2015, 8:08

Übernahme

Google hat Pixate, Betreiber eines Design-Tools für die Erstellung von App-Prototypen, gekauft. Die Mitarbeiter sollen künftig mit Google’s Designteam zusammenarbeiten.

Google kauft Design-Start-up Pixate

(Quelle: shutterstock.com/Bloomua)

Google hat sich den Desgin-Tool-Betreiber Pixate geschnappt. Die Mitarbeiter des Start-ups sollen das Google Design Team künftig unterstützen.
Das teile Pixate auf seinem Blog mit. Das Unternehmen startete vor drei Jahren mit dem Ziel das Designen und die Prototypentwicklung von mobilen Anwendungen so einfach wie möglich zu gestalten.
Im Zuge der Übernahme hat Pixate die Kosten für seinen Cloud-Service drastisch reduziert und das Pixate Studio ist ab sofort kostenlos verfügbar.

Heute zählt das Start-up sowohl kleine Ein-Mann-Betriebe als auch große Unternehmen zu seinen Kunden, die es bei der Umsetzung von App-Ideen unterstützt.

Google machte bereits im Juni Investitionen im Bereich Mobile und legte sich Pulse.io zu. Das Start-up hat sich darauf spezialisiert, die Performance von Apps zu messen.

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Rich Snippets: Daten mit Struktur

20.07.2015, 12:21

Know-How

Für Rich Snippets, mit Bildern und Grafik angereicherte Einträge bei Google und Co, ­müssen Websites strukturierte Daten liefern. Hierfür gibt es verschiedene Standards.

Rich Snippets: Daten mit Struktur

(Quelle: shutterstock.com/Maglara)

Von Siwen Zhang

Rich Snippets sind zusätzliche Informationen, die neben den klassischen blauen Links mit Titel, URL und Beschreibung auf der Suchergebnisseite bei Google angezeigt werden. Diese können zum Beispiel Bewertungen in Form von Sternen, kleine Video-Thumbnails oder auch Bilder eines Kochrezepts enthalten.

Wer seine Website-Daten für Rich Snippets aufbereiten ­möchte, muss Informationen zu Inhalten und Zusammenhängen für die Suchmaschinen liefern. Dies geschieht am einfachsten über die Strukturierung der eigenen Website-Daten.
Wofür können strukturierte Daten eingesetzt werden?

Strukturierte Daten unterstützen nicht nur die Anzeige von Rich Snippets, sondern ermöglichen Google auch die Darstellung weiterer Informationen in den ­Suchergebnissen.

Breadcrumb

Werden die Pfaddaten (Breadcrumb) ­einer Website strukturiert, kann Google diese Informationen interpretieren und diese in den Suchergebnissen statt der URL darstellen. So können die User bereits in den Suchergebnissen die Relevanz der angezeigten Kategorie erkennen und entscheiden, ob das Suchergebnis die ­gewünschten Informationen beinhaltet.

Sitelinks Search Box

Die neueste Entwicklung mit strukturierten Daten ist die Sitelinks Search Box. Hier zeigt Google unter dem bekannten Suchergebnis eine Suchleiste an. Diese ermöglicht Usern, die angezeigte Website direkt zu durchsuchen und so schneller zum gewünschten Inhalt zu kommen. Voraussetzung für die
Sitelinks Search Box ist, dass die interne Suche der Website mit den vordefinierten Markups ausgezeichnet wird. Ob die Sitelinks Search Box eingeblendet wird, bestimmt der Algorithmus laut Google abhängig von der jeweiligen Suchanfrage. In den meisten Fällen erscheint die Sitelinks Search Box bei Suchanfragen nach dem Marken-Keyword.

Wie lassen sich Website-Daten strukturieren?

Rich Snippets können erst dann von Suchmaschinen angezeigt werden, wenn die Website-Inhalte mit bestimmten Formatierungen im Quelltext versehen werden. Durch dieses Auszeichnen der Website-Inhalte mit einheitlich vorgegebenen ­Eigenschaften entstehen strukturierte ­Daten. Werden dann die HTML-Inhalte mit diesen Markups (Auszeichnungen) ­erweitert, können Suchmaschinen wie Google oder Bing die Semantik der ­Inhalte besser interpretieren und Verbindungen zueinander herstellen.

Schema.org – das Auszeichnungsvokabular

Im Juni 2011 präsentierten Google, Bing und Yahoo ihre gemeinsame Initiative Schema.org, die das Erstellen von Mark­up-Schemen für strukturierte Daten verbessern soll. Schema.org ist ein allgemein unterstütztes Auszeichnungsvokabular und beinhaltet ein einheitliches Set an vordefinierten Schema-Typen, das Zusammenhänge und Beziehungen der Inhalte darstellt. Kernziel dieser Initiative ist es, Webmastern eine zentrale Quelle für das Versehen von Website-Inhalten mit standardisierten Markups zur Verfügung zu stellen, die von allen großen Suchmaschinen der Welt akzeptiert und verstanden werden.
Im November 2011 trat auch ­Yandex dieser Initiative bei. Das Vokabular unterstützt die Auszeichnungssprachen Microdata, RDFa und JSON-LD – Microformats gehört allerdings nicht dazu. Auch wenn Schema.org lediglich auf Englisch verfügbar ist, so lässt es sich als Mark-up für alle Sprachen einsetzen. Schema.org erläutert die Funktions­weise auf einer einfachen Seite mit Inhalten aus dem Film Avatar: https://schema.org/docs/gs.html

Im Beispiel geht es um den Film „Avatar“ von James Cameron. Für die Strukturierung der Inhalte zum Film wird der Schema-Typ Movie (itemtyp=“http://schema.org/Movie“) herangezogen. Innerhalb des Schema-Typs Movie bietet das Vokabular unter anderem die Eigenschaften (Properties) „Filmname“ und „Regisseur“. Daher können im Quelltext die Inhalte „Avatar“ mit der Eigenschaft Filmname (itemprop=“name“) und „James Cameron“ mit der Eigenschaft Regisseur (itemprop=“director“) ausgezeichnet werden.

Da es sich bei James Cameron gleichzeitig auch um eine Person handelt, kann der Inhalt zusätzlich mit dem Schema-Typ Person (itemtyp=“http://schema.org/Person“) ergänzt werden – inklusive der Eigenschaft Geburtsdatum (itemprop =“birthDate“).
Des Weiteren lassen sich die Inhalte „Science Fiction“ (itemprop =“genre“) und der Link zum Trailer (itemprop=“trailer“) mit den Eigenschaften Genre und Trailer versehen.

Mithilfe dieses Markups können Suchmaschinen nun zum Beispiel den Zusammenhang herstellen, dass James Cameron der Regisseur des Films „Avatar“ und „Avatar“ ein Film aus dem Genre Science-Fiction ist. Diese Einordnung der Beziehung bildet die Basis für die Darstellung der strukturierten Daten in Form von Rich Snippets.
Schema.org bietet auf seiner Website eine große Anzahl standardisierter Schema-Typen an, zu denen jeweils ­bereits Eigenschaften vordefiniert sind. Zu jedem Schema-Typ bietet die Website eine Gesamtliste aller einsetzbaren Properties – inklusive einer Beschreibung der ­Eigenschaft: https://schema.org /docs/schemas.html

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Google: Starke Zahlen dank starkem Werbegeschäft

17.07.2015, 9:03

Zweites Quartal 2015

Der Erfolg des ersten Quartals setzt sich auch im zweiten fort: Google beeindruckt seine Anleger mit einem überraschend hohen Gewinn, der vor allem dem boomenden Anzeigengeschäft zu verdanken ist.

Kann zufrieden sein mit den Geschäftszahlen: Google-Chef Larry Page

(Quelle: Google)

Starker Umsatzsprung bei Google: Der Konzern legt aktuelle Zahlen für das zweite Quartal des laufenden Jahres 2015 vor und überrascht damit Anleger und Analysten. Denn mit einem Umsatz von 17,73 Milliarden US-Dollar beeindruckt das Unternehmen mit einer Steigerung von elf Prozent. Der Nettogewinn nach amerikanischem Bilanzstandard GAAP kletterte auf 3,93 Milliarden US-Dollar, ein Plus von fast 600 Millionen im Vorjahresvergleich. Erstmals seit sechs Quartalen übertraf Google damit die Erwartungen der Börse.

Zu verdanken hat Google die guten Zahlen dem boomenden Anzeigengeschäft – und das, obwohl die Preise pro Klick sanken. Die Zahl der Klicks auf bezahlte Anzeigen stieg in den vergangenen drei Monaten um 18 Prozent. Der Cost-per-Click sank zwar um elf Prozent, wurde aber durch die höhere Klickzahl ausgeglichen. Insgesamt stieg der Anzeigenumsatz um elf Prozent auf 16,02 Milliarden US-Dollar.

Kernfelder des aktuellen sowie zukünftigen Wachstums sind laut Ruth Porat, CFO von Google, das Suchmaschinengeschäft, hier vor allem Mobile. Auch Youtube soll weiter Geld bringen sowie Programmatic Advertising.

Daneben liegt der Fokus aber auch auf der Verzahnung mit dem Bereich E-Commerce: Mit dem Tool „Purchases on Google“ startet der Suchmaschinenriese einen Kauf-Button, der mobile Suchanzeigen um eine Shopping-Option erweitert.

Im ersten Quartal 2015 steigerte Google seine Umsätze von 15,42 Milliarden US-Dollar im Vorjahresquartal auf 17,26 Milliarden. Seinen Gewinn konnte das Unternehmen im Jahresvergleich von 3,45 auf 3,59 Milliarden US-Dollar erhöhen.

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