Yahoo Suchmaschine rückt näher an Google ran

28.01.2015, 9:12

Marktreport

Durch die Partnerschaft der Yahoo Suchmaschine mit dem Firefox-Browser von Mozilla, büßt Google 2014 zum ersten Mal Marktanteile gegenüber dem Konkurrenten in den USA ein.

Yahoo Suchmaschine rückt näher an Google ran

(Quelle: shutterstock/Ken Wolter)

Laut Yahoo-Chefin Marissa Mayer ist es die bedeutendste Partnerschaft, die das Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren eingegangen ist: Seit November 2014 ist im Firefox-Browser für US-Nutzer nicht mehr Google, sondern die Yahoo-Suchmaschine als Standard vor­eingestellt. Jetzt zeigt die Partnerschaft mit Mozilla erste Auswirkungen, wie Zahlen von Statcounter belegen.

Hatte Google in den USA im November noch einen Marktanteil von 77,3 Prozent, fiel der Wert im Dezember des gleichen Jahres auf 75,2 Prozent. Das ist zwar nur ein Minus von zwei Prozentpunkten – dennoch der schlechteste Wert für Google seit 2008.

Die Yahoo Suchmaschine hingegen verzeichnete mit 10,4 Prozent einen Suchanteil, der seit fünf Jahren nicht mehr so hoch war. ­Mozillas Kooperation mit Yahoo ist auf fünf Jahre angelegt und erstreckt sich auf den Desktop- und den Mobile-Browser.

In den wichtigen Märkten Russland und China arbeitet Mozilla inzwischen ebenfalls nicht mehr mit Google, sondern mit den lokalen Anbietern Yandex und Baidu zusammen. Mit Yahoo löst sich Mozilla nun auch im US-Suchmaschinenmarkt aus der finanziellen Abhängigkeit von Google, dem einst wichtigsten Geldgeber.

Allein 2012 erhielt das Unternehmen mit 280 Millionen US-Dollar 90 Prozent seiner Einnahmen von Google. Wie nachhaltig die Neuverteilung der Marktanteile wirklich ist, wird auch davon abhängen, ob die Firefox-User nicht bald zur gewohnten Google-Suche zurückwechseln.

Google setzt auf Bewegtbild

Um für Werbungtreibende weiter attraktiv zu bleiben, setzt Google auf den Treiber Bewegtbild: Das Unternehmen misst künftig, ob Video-Anzeigen auch vom Nutzer gesehen wurden. Das betrifft der Definition des Branchenverbands Interactive Advertising Bureau (IAB) nach alle Spots, bei denen die Hälfte des Videos mindestens zwei Sekunden im sichtbaren Bereich angezeigt wurde.

Die Daten stehen allen Werbungtreibenden und Publishern zur Verfügung, die Kunden des Tochterunternehmens Doubleclick sind. Künftig sollen die Infos auch für Youtube-Werbung auf PC und Smartphone angegeben werden.

Eine Abrechnung nach der Anzahl der gesehenen Spots sei ebenfalls geplant, so Neal Mohan, bei Google Vice President für Video- und Display-Werbung. Im Lauf des Jahres will der Konzern seinen Geschäftspartnern auch mitteilen, wie lange ein Clip sichtbar war und ob der Ton abgespielt wurde.

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Google: Kein Patch für Sicherheitslücke

27.01.2015, 8:35

Millionen betroffen

Google gibt bekannt, dass eine seit mehreren Wochen bekannte Sicherheitslücke im alten Android-Browser nicht behoben werden soll. Kunden sollten alternativ über Chrome oder andere Browser surfen.

Google: Kein Patch für Sicherheitslücke

(Quelle: Google.com)

Während Apple es schafft, dass seine Nutzer relativ schnell auf die neueste Version des Betriebssystems iOS umstellen, dauert das bei Android deutlich länger, nicht zuletzt aufgrund des fragmentierten Marktes mit vielen Herstellern. Deshalb sind auch heute noch viele Millionen Andróid-Smartphones und Tablet mit älteren Versionen unterwegs.

Bereits seit einiger Zeit ist eine Sicherheitslücke im Browser von Geräten mit Version 4.3 oder älter bekannt, über die ein Angreifer auf die im Webbrowser gespeicherten Daten, wie etwa Autofill-Infos, zugreifen kann. In Version 4.4 hat Google eine neue Version des Browsers vorinstalliert, allerdings soll es, wie der Konzern nun auch offiziell bekannt gab, keinen Patch für diese gravierende Lücke in der Datensicherheit geben.

Kunden sollten den Browser deshalb nicht mehr benutzen sondern stattdessen auf Chrome oder andere Browser ausweichen.

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Google plant Einstieg ins Mobilfunkgeschäft

23.01.2015, 9:44

Kooperation mit Sprint

Medienberichten zufolge könnte Google schon bald als Mobilfunkanbieter in Erscheinung treten – zumindest in den USA. Als mögliche Netzpartner werden Sprint und T-Mobile genannt.

Google plant Einstieg ins Mobilfunkgeschäft

(Quelle: Shutterstock.com/turtix)

Entsprechende Gerüchte machten bereits früher in die Runde, jetzt soll es schon bald soweit sein: Wie das Wall Street Journal berichtete, steht Google in den Vereinigten Staaten kurz vor dem Einstieg ins Mobilfunkgeschäft.

Das Unternehmen will als Mobile Virtual Network Operator (MVNO) mit eigenen Tarifangeboten an den Start gehen – inklusive der Vermarktung von Smartphones an Endkunden. Die dafür notwendigen Netzkapazitäten sollen bei den beiden US-Mobilfunk-Carriern Sprint und T-Mobile angemietet werden.

Wie weit die Gespräche zwischen den vermeintlichen Partnern tatsächlich fortgeschritten sind, ist aber noch unklar. Laut Wall Street Journal soll die Netzkooperation bereits unter Dach und Fach sein; andere Quellen hingegen sprechen davon, dass nach wie vor verhandelt werde.

Dennoch: Laut Reuters hält Google an seinen Plänen fest, noch in diesem Jahr mit dem Mobilfunkangebot an den Start zu gehen. Welchen genauen Umfang das Projekt “Nova” – so der Codename – haben soll, ist aber nicht bekannt. Weder gebe es Details zu den Tarifen, noch sei klar, welche Smartphones welcher Hersteller zum Verkauf stünden.

Unterdessen streiten Analysten, welche Auswirkungen ein Engagement von Google auf den Mobilfunkmarkt haben könnte. Dies wird insbesondere von der Frage abhängen, wie günstig der Internet-Konzern sein Angebot gestalten kann.

Während sich der Konzern zuletzt auch immer wieder in ganz neuen Geschäftsbereichen engagiert hat, wäre die Rolle des Netzbetreibers indes nicht neu. So versorgt Google bereits in einigen US-Städten Haushalte mit eigenen Glasfaserzugängen; zudem kooperiert das Unternehmen mit diversen afrikanischen Netzbetreibern, um deren Kunden den kostenlosen Zugang zu Google-Diensten zu ermöglichen.

Ferner verfolgt Google mit Nachdruck seinen ehrgeizigen Plan, auch abgelegene Regionen in der Welt mit Internet zu versorgen. Bei diesem Vorhaben, das sich noch im Entwicklungsstadium befindet, setzt der Konzern auf Ballons , Drohnen sowie Satelliten.

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Google vereinfacht Trusted-Stores-Anmeldung

21.01.2015, 12:03

E-Commerce-Zertifizierung

Zum Online-Shopping braucht der Nutzer Vertrauen. Für Händler, die ihre Seriösität zertifizieren lassen wollen, hat Google jetzt die Bedingungen für die Anmeldung im Trusted-Stores-Programm gelockert.

Google vereinfacht Trusted-Stores-Anmeldung

(Quelle: Google.com)

Online-Shops mit Zertifizierung kommen beim Internet-Shopper gut an. Googles Trusted-Stores-Siegel wird bereits von zahlreichen Online-Händlern genutzt. Für Neuanmelder vereinfacht Google jetzt das Prozedere und verzichtet auf Anmelde-Informationen wie Versandkonditionen und Stornierungsbedingungen.

Für die Teilnahme an dem kostenlosen Zertifizierungsprogramm benötigen die Händler lediglich ein AdWords-Konto. Zwei bereitgestellte Codes bringen das Trusted-Stores-Siegel auf die Webseite des Shops. Neuerdings erlaubt Google dabei den Händlern, selbst die Position für die Abbildung des Siegels auf ihrer Webseite festzulegen.


Die Verkäuferbewertung in den Adwords-Anzeigen

Die Verkäuferbewertung in den Adwords-Anzeigen
(Quelle: Google.com)

Über Trusted Stores können auch Kundenmeinungen gesammelt werden, die als Verkäuferbewertung in den AdWords-Ads und bei Google Shopping angezeigt werden. Die Anzeigen lassen sich darüber hinaus dank einer Erweiterung mit dem Trusted-Stores-Status ergänzen – und könnten damit die Click-Through-Rate erhöhen.

Die Änderungen sind bereits in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Australien und Japan freigegeben worden, so Michaela Feller, Product Manager, Google Shopping, im AdWords-Blog. In Deutschland ist das “Zertifizierte Händler”-Siegel bereits seit 2013 verfügbar.

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Investiert Google in SpaceX?

20.01.2015, 12:30

Internet für alle

Google ist kurz davor, eine Milliarde US-Dollar in das Raumfahrtunternehmen SpaceX zu stecken. Das Ziel: Internet für alle.

Investiert Google in SpaceX?

(Quelle: spacex.com)

SpaceX-Gründer Elon Musk, der auch Anteile an Tesla Motors hält, stellte vergangene Woche ein Konzept vor, das Internetzugang weltweit über ein Netzwerk von hunderte Satelliten vorsieht. Die Kosten bezifferte er auf zehn Milliarden US-Dollar.

Eine Milliarde US-Dollar will Google jetzt in das Raumfahrtunternehmen investieren, berichtet das Wall Street Journal. Noch sind die Verträge allerdings nicht unterzeichnet. SpaceX gehört zu den uehn wertvollsten Start-ups der Welt:

Internetzugang für alle ist für Google ein großes Thema. Im Juli 2013 hat der Konzern sein Projekt “Loon” getestet. Ballons, die in 20 Kilometern Höhe in der Stratosphäre schweben, sollten abgelegen Regionen mit Online-Services versorgen.

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Google integriert Ticket-Verkauf in Suche

19.01.2015, 13:01

Vom Web zum Event

Eben noch auf der Suche – jetzt schon beim Konzert. Google will den Ticketverkauf erleichtern, indem direkt aus den Suchergebnissen heraus Karten für Liveveranstaltungen gebucht werden können.

Erst suchen - dann buchen

(Quelle: Shutterstock.com/Bloom Design)


So werden die Events für Veranstaltungsorte angezeigt

(Quelle: Google.com)

Wer auf Google nach Live-Events oder Veranstaltungsorten sucht, kann in Zukunft direkt aus den Suchergebnissen heraus die Tickets für die angezeigten Veranstaltungen buchen. Möglich macht das eine Kooperation mit den Ticket-Anbietern Ticketmaster, Ticketfly, AXS und anderen. Deren Kartenverkauf wird in die Suchergebnisse von Google Search und Google Maps sowohl in mobiler als auch in Desktop-Version integriert. Damit kommen die aktuellen Events direkt in den Knowledge Graph, kündigt Google in seinem Webmaster Central Blog an.

Nutzer, die beispielsweise nach einem Veranstaltungsort suchen, können sich in den Suchergebnissen auch die aktuellen Live-Events anzeigen lassen – und von dort direkt in den Ticketverkauf klicken. Auf ähnliche Art und Weise bringt auch die Suche nach Künstlern oder Bands die entsprechenden Tourdaten auf den Bildschirm, mit der Option über die verschiedenen Konzertdaten direkt ein Ticket zu buchen.
Vergangene Woche hatte Google bereits seinen Knowledge Graph mit den Social-Media-Profilen für Marken aufgewertet. Über kleine Pop-up-Boxen integriert Google bereits seit Januar 2014 die Knowledge Graph-Inhalte in die Suchergebnisse.

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Google interessiert sich für Softcard

19.01.2015, 8:22

Ersatz für Wallet?

Die hauseigene Brieftasche Wallet will Google in Kürze zuklappen. Gibt es stattdessen bald einen eigenen Bezahl-Dienst? Der Internet-Gigant interessiert sich für den mobilen Payment-Anbieter Softcard.

Google interessiert sich für Softcard

(Quelle: Shutterstock.com/Sergey Nivens)

Offensichtlich denkt Google darüber nach, seine virtuelle Brieftasche Walltet durch einen eigenen Bezahldienst zu ersetzen: Das Unternehmen soll nach Insider-Informationen derzeit in Verhandlungen mit dem US-amerikanischen Mobile-Payment-Anbieter Softcard stehen, schreibt Techcrunch.

Das ursprünglich unter dem Namen Isis gestartete Unternehmen soll jetzt für unter 100 Millionen US-Dollar zum Verkauf stehen. Dennoch gab es bisher noch keine Bestätigungen zum Interesse von Google an Softcard, weder von Seiten des Such-Giganten, noch von Softcard selbst.

Man sei derzeit dabei, Kosten zu reduzieren und das Geschäft zu konsolidieren, zitiert Techcrunch einen Softcard-Sprecher.Neben dem mobilen Payment-Geschäft soll sich Google unter anderem auch für die Patente interessieren, die Softcard angemeldet hat.

Die bestehenden Verbindungen zu den Gründungsfirmen von Softcard dürften außerdem von Interesse sein, schließlich handelt es sich dabei um die drei großen US-Telekommunikationsanbieter AT&T, Verizon und T-Mobile, die eigene Retail-Channel mit dem Payment-Unternehmen verbunden haben.

Im November 2014 hatte Google bereits angekündigt, seine virtuelle Brieftasche Wallet im März 2015 einmotten zu wollen.

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Apple und Co zahlen 415 Millionen US-Dollar

16.01.2015, 13:26

Apple, Google, Intel und Adobe wollen nach einem Vorwurf über illegale Absprachen in einem Vergleich insgesamt 415 Millionen US-Dollar zahlen. Angestellte hatten Klage eingereicht.

Apple und Co zahlen 415 Millionen US-Dollar

(Quelle: Shutterstock.com/Jerry Sliwowski)

Mit einem neuen Vergleich wollen Apple, Google, Intel und Adobe einen Rechtsstreit nun beilegen.

Die vier US-amerikanischen Technologie-Konzerne wollen demnach insgesamt 415 Millionen US-Dollar zahlen, schreibt die Wirtschaftswoche.

Zum Hintergrund: Die Unternehmen sollen sich abgesprochen haben, sich gegenseitig keine Angestellten abzuwerben.

Mehr als 64.000 Mitarbeiter hatten daraufhin 2011 eine Sammelklage gegen den Abwerbestopp eingereicht.

Konkret ging es um illegale Absprachen aus den Jahren 2005 bis 2009.
Die Mitarbeiter forderten drei Millionen US-Dollar Schadenersatz.

Die zuständige Richterin im US-Bundesstaat Kalifornien hatte im Sommer 2014 die Summe von 324,5 Millionen US-Dollar als zu niedrig abgewiesen.
In einer Entscheidung forderte sie mindestens 380 Millionen US-Dollar.

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Google verlinkt zu Social-Media-Profilen

16.01.2015, 9:51

Knowledge Graph

In seiner Knowledge-Graph-Box zeigt Google die wichtigsten Informationen zu gesuchten Stichwörtern. Jetzt fügt das Unternehmen auch für Marken Links zu den jeweiligen Social-Media-Profilen hinzu.

Google verlinkt zu Social-Media-Profilen

(Quelle: Fotolia.de/Matthias Enter)

In der Google Knowledge-Graph-Anzeige, die neben den Suchergebnissen erscheint, werden jetzt auch die sozialen Profile von Marken eingefügt.

Bislang wurden nur bei prominenten Persönlichkeiten die Verlinkungen zu den jeweiligen Präsenzen in sozialen Netzwerken angezeigt.

Zu den verlinkten Medien gehören nicht nur die hauseigenen Netzwerke Google+ und Youtube, sondern auch Facebook, Twitter, Instagram und LinkedIn.

Während die Links zu den Social-Media-Profilen innerhalb der deutschen Google noch nicht auftauchen, ist in den USA die Social Media-Verlinkung bereits umgesetzt, so Searchengineland.com.

Den semantischen Suchdienst von Google gibt es in Deutschland seit Dezember 2012.

Vor rund einem Jahr hatte Google zudem angefangen, die Inhalte aus dem Knowledge Graph in die Suchergebnisse direkt zu integrieren.

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“Think with Google” startet in Deutschland

16.01.2015, 9:08

Online-Marketing

Warum ist digitales Marketing heute so wichtig und wie denkt Google darüber? Das möchte der Internetkonzern Werbungtreibenden mit “Think with Google” näherbringen.

(Quelle: Shutterstock.com/Ollyy)

Nach den USA startet Google seine Online-Plattform “Think with Google” nun auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie soll Marketing-Managern, Werbestrategen und Kreativen Informationen zu Googles Sichtweise auf digitales Marketing liefern und Lösungsvorschläge bieten.

“Google bietet eine Fülle von Analysen, Studien und Tools, die Unternehmen dabei helfen können, die Möglichkeiten von Marketing in der digitalen Welt voll auszuschöpfen.

Mit unserer neuen Plattform bündeln wir all diese Angebote nun und machen sie für Werbetreibende noch leichter zugänglich”, so Philipp Justus, Vice President, Google Deutschland, Österreich und Schweiz.

Die Rubrik “Erfolgsgeschichten” etwa zeigt Beispiele für erfolgreiche Werbung von Marken auf Youtube. Die Rubrik “Insights” hingegen zeigt Infografiken und Studien zu Trends im digitalen Marketing.

Verschiedene Tools wie zum Beispiel das “Consumer Barometer” sollen Werbungtreibenden dabei helfen, ihre Ideen rasch umzusetzen. Anregungen dazu liefert die Rubrik “Kreative Kampagnen”.

Zudem ist Googles Arbeitsumgebung Classroom für Schulen und Bildungseinrichtungen ab sofort auch für Smartphones und Tabletserhältlich. Das Angebot richtet sich speziell an Lehrer und Dozenten und will diesen die Organisation im Alltag erleichtern.

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