Google bringt Mitfahr-App Waze nach Israel

08.07.2015, 7:23

Zwei Fahrten pro Tag

Mitfahrdienste und Carsharing-Angebote wie Uber gewinnen zunehmend an Bedeutung. Über ein Projekt in Israel möchte sich nun auch Google an diesem lukrativen Geschäft beteiligen.

Fahrten über Waze vermitteln

(Quelle: Waze.com)

Zwei Jahre ist es her, dass Google den Fahrdienstvermittler Waze gekauft hat. Nun gab Google bekannt, dass ein Testprogramm in Israel gestartet werden soll. Mit der Anwendung „RideWith“ sollen Fahrern und Suchenenden potentielle Mitfahrgelegenheiten angezeigt werden, so der Google Watch Blog.

Mit der Waze-App soll jedoch kein professioneller Taxidienst aufgebaut werden, sondern privaten Nutzern die Möglichkeit geboten werden, Benzinkosten zu teilen. Um am Programm teilzunehmen, muss sich der Fahrer registrieren und Details wie Fahrziel und Fahrzeit angeben. So soll Betrügern ein Riegel vorgeschoben werden. Außerdem sind maximal zwei Fahrten pro Tag erlaubt.

Ende Mai verpasste der Suchmaschinengigant seinem Kartendienst Google Maps ein Update. Seitdem reagiert die Verkehrs-App auch auf Staus und gibt Umleitungsempfehlungen. Diese wurden bislang hauptsächlich aus den Daten gewonnen, die Waze an Google liefert.

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Mehr Aufmerksamkeit durch Rich Snippets

07.07.2015, 7:13

Google Suchergebnisse

Bei Restaurants erscheinen die Bewertungen, bei Läden die Öffnungszeiten, bei Artikeln die Aufmacherbilder: Rich Snippets sind der Weg zu besseren Suchergebnissen.

Mehr Aufmerksamkeit durch Rich Snippets

(Quelle: shutterstock.com/Archiwiz)

Rich Snippets – zusätzliche Informationen, die Google neben den klassischen Suchergebnissen anzeigt, dienen Unternehmen als Möglichkeit, aus der Masse der Suchergebnisse (SERP) herauszustechen. Dieser Artikel gibt einen ersten Überblick über das SEO-Trendthema.

Rich Snippets: Mehr Infos im Suchergebnis

Google möchte stets das bestmögliche Such­ergebnis liefern. Deshalb lassen sich auf der Suchergebnisseite (SERP) auch permanent Veränderungen beobachten – egal ob es die immer prominenteren Ad-Bereiche sind, die mit neuen Formaten und Extensions erweitert werden, oder die zusätzliche Einblendung von Videos und Bildern in der Universal Search.

Selbst bei den klassischen organischen Snippets, die traditionell aus dem Titel, der URL und ­einer Seitenbeschreibung bestehen, gibt es bereits Veränderungen: Immer häufiger zeigt Google Ergebnisse, die neben den drei Standardelementen ergänzende ­Informationen, die sogenannten Rich Snippets, enthalten – zum Beispiel Bewertungen oder Preise. Bereits 2009 hat ­Google die Technologie vorgestellt. Doch erst in den letzten Jahren gewinnt sie an Bedeutung.

Rich Snippets können von Suchmaschinen angezeigt werden, wenn Website-­Inhalte im Quelltext in Form einer besonderen semantischen Formatierung hinterlegt (strukturiert) werden. Durch das ­Auszeichnen des Contents mit einheitlich vorgegebenen Eigenschaften (Markups) entstehen „strukturierte Daten“. Diese ermöglichen es Suchmaschinen wie Google oder Bing, die Inhalte besser zu interpretieren und entsprechende Verbindungen zwischen ihnen herzustellen. Die ­genauere Information nutzt Google dann, um in den Suchergebnissen die speziell angereicherten Snippets anzuzeigen.

Rich Snippets: Die Vorteile von strukturierten Daten

Das Strukturieren der Website-Inhalte ist mit einigem Aufwand verbunden. Daher ist die Frage berechtigt, ob sich der Mehraufwand überhaupt lohnt. Natürlich muss jedes Unternehmen dies für sich selbst ­beantworten – je nach individueller Situation. Als Grundlage für eine Bewertung werden die Vorteile von Rich Snippets im Folgenden aufgezählt:

Bessere Interpretation der Inhalte

Strukturierte Daten helfen Suchmaschinen, die Inhalte der Seiten besser interpretieren und so Zusammenhänge herstellen und damit letztendlich auch die Relevanz der Seiten richtig einstufen zu können.

Mehr Aufmerksamkeit von den Usern

Der Wettbewerb um die Toprankings in der organischen Suche wird immer härter. Immer mehr Unternehmen investieren nachhaltig in die Suchmaschinenoptimierung (SEO). Rich Snippets heben sich durch die zusätzlichen Informationen deutlich von den klassischen Ergebnis-Snippets ab und lenken damit auch die Aufmerksamkeit der User verstärkt auf die angereicherten Resultate.

Mehr Informationen für die User

Natürlich lenken Rich Snippets nicht ­allein aufgrund ihres besonderen Formats die Aufmerksamkeit der User auf sich. Die Intention von Google ist es, den Usern mit den erweiterten Ergebnisanzeigen deutlich mehr relevante Informationen anzuzeigen, die zur Suchanfrage passen.

Höhere Click-Through-Rates

Wenn Rich Snippets mehr Aufmerksamkeit bei den Usern erzeugen und diesen relevante Informationen liefern, liegt die Schlussfolgerung nahe, dass sie auch zu höheren Click-Through-Rates (CTR) führen. Und tatsächlich: Bei vielen Websites lässt sich durch Rich Snippets eine Steigerung der CTR beobachten. So haben selbst Unternehmen auf den hinteren Ranking-Positionen die Möglichkeit, höhere CTRs zu erreichen. Mehr noch: Da die Höhe der Click-Through-Rate zugleich einen Ranking-Faktor bei den Suchmaschinen darstellt, kann die durch Rich Snippets verursachte höhere CTR wiederum zu einer besseren Ranking-Position im organischen Suchmaschinenindex führen.

Verschiedene Arten von Rich Snippets

Bewertungen

Einer der Klassiker unter den Rich Snippets ist die Produktbewertung. Sie enthält bei Google Erfahrungsberichte und Validierungen zum gesuchten Produkt oder der gesuchten Dienstleistung. Die Bewertungen werden in Form einer 5-Sterne-Skala angezeigt – meist zusammen mit der Anzahl der vorhandenen Ratings. Dabei ist es möglich, sowohl einzelne Bewertungen zu kennzeichnen als auch Bewertungsdaten zusammenzufassen. Die Richtlinien von Google besagen, dass die entsprechende Unterseite ausschließlich ein Produkt oder eine Dienstleistung thematisieren darf und die Bewertungen auf der Seite sichtbar dargestellt werden müssen.

Produkte

Diese Rich Snippets enthalten neben der Bewertung zusätzliche Informationen zum Produkt. Hier unterscheidet Google zwischen Detailseiten, die ein einziges Produkt beinhalten, und Produktvergleichsseiten, die Informationen zu mehreren Händlern eines Produkts bieten. Kann Google die Inhalte interpretieren, so werden auch Preise und Lagerbestände in den Suchergebnissen angezeigt. Bei Vergleichsseiten wird als Rich Snippet die Preisspanne der verschiedenen Händler eingeblendet.

Produktvergleiche

Produktvergleichsseiten mit aggregierten Angeboten zu einem Produkt.

Personen

Bei Business-Profilen auf Xing oder Linkedin werden häufig zusätzliche Informationen wie Job-Titel, Branche oder ­Arbeitsort als Rich Snippets bei der Suche angezeigt.

Veranstaltungen

Rich Snippets für Veranstaltungen können besondere Aufmerksamkeit bei den Usern hervorrufen, da jedes Event in einer eigenen Zeile aufgelistet wird – inklusive ­Name der Veranstaltung, Datum und Veranstaltungsort. Sie nehmen dadurch besonders viel Platz ein. Angezeigt werden jedoch lediglich Veranstaltungen, die in der Zukunft stattfinden. Hier gestattet Google nur den tatsächlichen Event-­Namen als Veranstaltungsnamen – keine Werbeinhalte oder Kaufaufrufe im Titel.

Rezepte

Bei Rezepten werden neben einem Bild die Bewertungen in Form einer 5-Sterne-­Skala angezeigt. Zusätzlich sind bei ­Rezept-Rich-Snippets häufig die Dauer der Zubereitung sowie die Kalorienanzahl zu finden. Vergleicht man solch ein angereichertes Suchergebnis mit dem klassischen Snippet, wird schnell klar, dass es ­eine höhere Click-Through-Rate eine logische Konsequenz ist.

Videos

Mit Markups für Videos lassen sich Rich Snippets mit einem Video-Thumbnail – ­einem kleinen Vorschaustandbild – und Sternebewertung anzeigen. Des Weiteren können Informationen wie die Video-­Beschreibung, das Upload-Datum oder die Video-Länge hinzugefügt werden.

Software-Apps

Auch bei den Apps lassen sich in den Rich Snippets die Anzahl der ­Bewertungssterne, die Anzahl der Bewertungen und der Preis der App ablesen. Laut Google befinden sich die Rich Snippets der Software-Apps derzeit noch im Teststadium. Sie sind ­daher nur für ausgewählte Websites zu ­finden, zum Beispiel für den Google Play Store und für iTunes.

Artikel

Mit Markups in Nachrichtenartikeln können Überschriften, Bilder, das Datum der Veröffentlichung und eine Kurzbeschreibung als strukturierte Daten angezeigt werden. In den Suchergebnissen präsentiert Google neben dem klassischen blauen Link zusätzlich ein Bild-Thumbnail – also eine kleine Bildvorschau – an. Dieses zieht die Suchmaschine heran, um verwandte Artikel in einem Content-Karussell aufzulisten.

Fazit

Lohnt sich die Strukturierung der Website-Inhalte? Aufgrund der zunehmenden Bedeutung von Rich Snippets innerhalb der Suchergebnisse sollte sich jedes Unter­nehmen zumindest mit der Fragestellung beschäftigen, denn die Vorteile von Rich Snippets liegen klar auf der Hand: Sie erhalten mehr Aufmerksamkeit von den Usern, erzeugen höhere Click-Through-Rates und erreichen so eine bessere Position und ­damit auch mehr Sichtbarkeit im organischen Suchmaschinenranking.

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Google testet Preisvergleiche in Product Listing Ads

03.07.2015, 10:27

Durchschnittspreise

Google testet in seinen Product Listing Ads Preisvergleiche – schon seit einigen Monaten . Dabei zeigt die Produktsuche die Ersparnis des Produkts gegenüber dem Durchschnittspreis in Prozent an.

Google testet Preisvergleiche in seinen Produktanzeigen

(Quelle: Shutterstock.com/Chukcha)

Mit einem neuen Feature könnten Product Listing Ads (PLA) – ehemals Google Shopping – noch interessanter werden: Das Unternehmen testet bereits seit einigen Monaten ein Preisvergleichs-Feature in seinen Anzeigen. Dabei werden in der Ad die Einsparungen als Prozentzahl eingeblendet. Verglichen wird dabei das in der Anzeige beworbene Produkt eines bestimmten Anbieters in Relation zum Durchschnittspreis des Artikels im Netz.

Der stille Test wurde jetzt vom Blog Channeladvisor bemerkt, soll aber bereits seit mehreren Monaten laufen. Wie genau Google die Vergleichspreise für die Produkte ermittelt, ist bisher noch nicht bekannt. Das Unternehmen äußerte sich zu der Berichterstattung über den Preisvergleichstest ebenfalls noch nicht.

Das neue Feature erinnert an einen Test im Mai 2015, bei dem Google in Produktanzeigen heruntergesetzte Preise für Produkte mit einem speziellen Hinweis hervorgehoben hatte.

Mit Produktanzeigen experimentiert übrigens auch Facebook. Auch dort werden die Preise der Artikel in der Anzeige eingeblendet.

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Yahoo testet Google-Suche auf seinen Seiten

02.07.2015, 9:23

Search-Partnerschaft?

Einst waren sie die beiden Platzhirsche, die konkurrierten. Jetzt gliedert Yahoo seine Suche aus – und überprüft in einem Test, wie sich die Suche vom Konkurrenten Google auf den Yahoo-Seiten macht.

Yahoo testet Google-Suche auf seinen Seiten

(Quelle: Shutterstock/Angela Waye)

Yahoo hat bestätigt, in einem Test die Suchergebnisse von Google auf seinen Seiten einzuspielen. In einem Teil der Desktop- und mobilen Suchergebnisse von Yahoo stammen die Daten von Google. Die Suchergebnisse von Google bei Yahoo entdeckte das Blog Seobook. Neben den Google-Suchergebnissen erscheinen nach wie vor aber auch die Bing-Suchresultate bei Yahoo.

Das Experiment mit der Anzeige von Ergebnissen aus Googles-Suche wurde möglich, da Yahoo im April 2015 die bisherige Suchpartnerschaft mit Bing neu verhandelt hat. Dabei behielt sich Yahoo vor, auch mit anderen Suchpartnern zusammen arbeiten zu können. Nach dem neuen Deal muss Yahoo lediglich 51 Prozent der Suche von Bing übernehmen; eigene oder externe Suchtechnologie kann für die verbleibenden 49 Prozent eingesetzt werden.

Ob eine Zusammenarbeit zwischen Yahoo und Google zukunftsträchtig ist, bleibt jedoch fraglich: Googles Vormachtstellung im Bereich Search dürfte die Monopolwächter auf den Plan bringen, zudem in Europa bereits die Europäische Kommission mit einer formellen Kartellbeschwerde gegen Google vorgeht.

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DuckDuckGo erreicht zehn Millionen Anfragen pro Tag

26.06.2015, 13:14

Google-Alternative

Die alternative Suchmaschine DuckDuckGo erfreut sich steigender Beliebtheit. Mit zehn Millionen täglichen Suchanfragen weltweit hat der Dienst jetzt ein neues Rekordhoch erreicht.

Auf Datenschutz getrimmt: DuckDuckGo

(Quelle: DuckDuckGo)

Sichere Suche auf dem Vormarsch: Die auf Datenschutz getrimmte Suchmaschine DuckDuckGo hat mit zehn Millionen Suchanfragen täglich nun einen neuen Traffic-Rekord aufgestellt. Allein seit den Snowden-Enthüllungen ist der Dienst nach eigenen Angaben um 600 Prozent gewachsen.


DuckDuckGo: Über 10 Millionen Anfragen landen täglich bei der alternativen Suche.

(Quelle: DuckDuckGo)

Zur Feier des neuen Rekords verschenkt DuckDuckGo jetzt 10.000 T-Shirts über ein Gewinnspiel an seine Nutzer. Die Teilnahmebedingung ist, drei weitere Nutzer von der Suche zu überzeugen und einen kleinen Fragebogen über den Umstieg zu beantworten.

Unterdessen mausert sich DuckDuckGo immer mehr zur schlagkräftigen Google-Alternative. Im Gegensatz zur Konkurrenz von Google, Yahoo und Bing sammelt der Dienst keine Nutzerdaten und spricht sich explizit gegen Tracking aus – IP-Adressen oder Cookies werden nicht gespeichert. Zudem übermittelt DuckDuckGo auch keinerlei Informationen an die besuchten Webseiten.

Der Funktionsumfang des Dienstes beschränkt sich jedoch schon lange nicht mehr auf Datenschutz allein. Spezielle Foto-, Video- oder Rezept-Suchen ergänzen bereits seit Mitte vergangenen Jahres die Suche. Daneben steht DuckDuckGo auch als App für Android-Smartphones und Tablets sowie für iPhone und iPad zur Verfügung.

Googel selbst kuschelt indes mit der Medienwelt: Erst im Mai 2015 präsentierte der Konzern zusammen mit acht Verlagen die Digital News Initiative. Mit dem Projekt News Lab hat Google nun ebenfalls große, nicht ganz uneigennützige Pläne.

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Neues Projekt: Google stellt News Lab vor

23.06.2015, 14:15

Für Journalisten und Publisher

Die Nutzung der eigenen Tools vorantreiben und gleichzeitig die Zukunft der Medien entwickeln: Mit dem Projekt News Lab hat Google große, nicht ganz uneigennützige Pläne.

Google will Journalisten locken

(Quelle: Fotolia.com/Scanrail)

Ran an die Medienwelt: Erst im Mai 2015 präsentierte Google zusammen mit acht Verlagen die Digital News Initiative. 150 Millionen Euro sollen in journalistische Innovationen fließen. Einen Schritt weiter geht der Konzern nun mit seinem neusten Projekt News Lab.

Mit der Initiative sollen Innovationen aus den Bereichen Technologie und Medien vorangetrieben werden, erklärt der Konzern in einem Blogbeitrag. Google will dazu mit Journalisten und Unternehmen zusammenarbeiten, um gemeinsam die „Zukunft der Medien“ zu entwickeln – und nebenbei praktischerweise die eigenen Anwendungen zu pushen.

Google will datengetriebenenen Journalismus fördern

Eine Sammlung von Tools soll Journalisten dabei die Arbeit einfacher machen. Dazu gehören nicht nur bekannte Services wie Karten, Youtube oder die Suchfunktionen, sondern auch die Nutzung von Google-Daten, um den datengetriebenen Journalismus – für den Konzern der künftige Qualitätsjournalismus – zu fördern. Dies beinhaltet etwa Case Studies, Video-Tutorials sowie Google Trends, das Journalisten seit wenigen Tagen auch Echtzeit-Daten zur Verfügung stellen will.


Google will datengetriebenenen Journalismus fördern

(Quelle: Google)

Zudem geht Google Partnerschaften mit Medien-Start-ups ein, bislang etwa mit dem US-Medien-Accelerator Matter, oder der Entwickler-Community Hacks/Hacker. Diesen will der Konzern finanzielle sowie beraterische Unterstützung bieten. Auch Hackathons wie die TechRaking Summits sind geplant, die den Fokus auf neue investigative Recherche-Tools wie Drohnen oder Online-Datenbanken legen.

News Lab ist eine globale Initiative, es soll Teams in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA geben, die Redaktionen etwa im Umgang mit den neuen Google-Tools schulen und unterstützen.

Einen weiteren Einstieg ins News-Geschäft bereitet Google indes mithilfe seiner Tochter Youtube vor: Googles Videoplattform hat mit Newswire einen neuen Kanal für Nachrichten gestartet. Das Besondere daran: Sämtliche Videos werden von einem Expertenteam ausgesucht und auf Korrektheit geprüft. Damit will Youtube sicherstellen, dass sich keine gefälschten Inhalte in den Kanal einschleichen. Gleichfalls soll die Verifizierung Youtube Newswire als Quelle für Journalisten lukrativ machen. Diese finden auf dem Kanal sowohl globale als auch lokale Videos.

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Youtube startet Nachrichtenkanal Newswire

19.06.2015, 14:02

Verifizierte Videos

Googles Videoplattform Youtube verfügt nun mit Newswire über einen eigenen Nachrichtenkanal. Verschiedene Medienpartner sind für die Auswahl und Verifizierung der Inhalte verantwortlich.

Youtube startet Nachrichtenkanal Newswire

(Quelle: Youtube)

Youtube steigt ins News-Geschäft ein: Googles Videoplattform hat mit Newswire einen neuen Kanal für Nachrichten gestartet. Das Besondere daran: Sämtliche Videos werden von einem Expertenteam ausgesucht und auf Korrektheit geprüft. Damit will Youtube sicherstellen, dass sich keine gefälschten Inhalte in den Kanal einschleichen. Gleichfalls soll die Verifizierung Youtube Newswire als Quelle für Journalisten lukrativ machen. Diese finden auf dem Kanal sowohl globale als auch lokale Videos.
Zu den verantwortlichen Medienpartnern für Auswahl und Prüfung der Inhalte zählen die auf Social Media spezialisierte Nachrichtenagentur Storyful sowie Eyewitness Media Hub, Bellingcat, Reported.ly, Meedan, Emergent, SAM Desk und Verification Junie. Altbekannte Medienhäuser sind bislang nicht dabei. Interessant ist allerdings, dass Reported.ly zu Firstlook.org gehört. Für dieses Unternehmen arbeitet Glenn Greenwald, der die Snowden-Affäre ins Rollen brachte.

Benachrichtigungen über aktuelle Inhalte erhalten Nutzer von Newswire entweder über einen täglichen Newsletter oder via Twitter.

Indessen baut Google seine Videoplattform auch an anderen Stellen mit neuen Diensten weiter aus. So hat der Internetkonzern erst Anfang der Woche den Spiele-Streamer Youtube Gaming vorgestellt, der Amazons Twich Paroli bieten will. Zudem soll ein Abo-Modell die Videoplattform zukünftig mit exklusiven Inhalten ergänzen.

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Google Trends mit Echtzeit-Analysen

19.06.2015, 12:36

Themen und Momente in Realtime

Die Trends-Anzeige bei Google gibt interessante Einblicke in die Themen der jeweiligen Stunde. Und nun sogar der aktuellen Minute: Google Trends betont die Echtzeit-Daten.

Google Trends mit Echtzeit-Analysen

(Quelle: Google)

Google Trends werden minutenaktuell. Die Trendanzeige, die die Suchanfragen visualisiert und damit Einblicke gibt, worüber im Web diskutiert wird, wird nun von Minute zu Minute aktualisiert. Das erlaubt den Nutzern beispielsweise die Entwicklung der Nachrichten- und Diskussionslage bei Großevents wie Sportereignissen und internationalen Preisverleihungen Minute für Minute mitzuverfolgen.

„Egal, wo eure Interessen liegen, wir hoffen, dass ihr die neue Google Trends-Seite besucht, um eure Lieblingsthemen zu verfolgen und die Welt um uns herum besser zu verstehen“, so Google im Firmenblog. Die komplett überarbeitete Trends Homepage wurde bereits in 28 Märkten frei gegeben, weitere sollen in Kürze folgen.


Trends auf einen Blick: So stellt Google die Trends dar

(Quelle: Google.com)

Die neue Homepage von Google Trends stellt die Daten in Echtzeit dar. In die Trendanzeige werden übrigens auch Videoaufrufe auf Youtube und Klicks auf Artikel über Google News einberechnet. Damit der Blick allerdings nicht nur auf die größeren Märkte gerichtet ist, hat Google seine Reichweite bei der Trendbeobachtung auch auf kleinere geografische Territorien ausgeweitet. So kommen auch Nischen-Themen in die Trendanzeige.

Vor wenigen Wochen hatte Google bereits seine Suchdaten für Trendprognosen zur Verfügung gestellt: In Zukunft will das Unternehmen speziell für den Bereich Mode die Suchanfragen untersuchen, um daraus Modetrends abzuleiten.

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Google trifft Münchner Gründer

18.06.2015, 8:04

Münchner Webwoche

Mit welchen Problemen kämpfen Start-ups in München? Was sollte hier besser werden? Darüber diskutierten Gründer mit Google-Experten im Münchner Büro des Konzerns während der Münchner Webwoche.

Gründern fehlt der Optimismus in der

(Quelle: Shutterstock.com/gary718)

Am Eingang steht der obligatorische Kickertisch und natürlich gibt es auch eine Chill-out-Area inklusive Massagestuhl, Sitzsäcken, Keyboard und E-Gitarre, damit sich die Mitarbeiter zwischendurch auch mal ausruhen oder austoben können. Auch im Münchner Büro des Suchmaschinenkonzerns am Marienplatz gilt also: schöne bunte Google-Welt. Hier wird unter anderem am Google-Browser Chrome gewerkelt.
Im Rahmen der Müncher Webwoche 2015 trafen sich Google-Mitarbeiter zum Roundtable mit Gründern aus der Münchner Start-up-Szene, um mit ihnen über die größten Herausforderungen zu diskutieren, mit denen Jungunternehmen im digitalen Umfeld hier konfrontiert sind. Mit am Tisch saßen „Googler“, die bereits selbst erfolgreich gegründet haben sowie Experten aus den Bereichen Produkt-Strategie, Sales, Business Development und Technologie.

Zu wenig Optimismus – und zu wenig Geld

Die Münchner sind ja bekannt als alte Grantler, viele Gründer vermissen hier den kalifornischen Optimismus. „Die positive Energie fehlt ein bisschen in Deutschland“, meint etwa Greta Kreutzer, Mitgründerin von cosinuss, ein Start-up, das sich auf die Messung von Körpersignalen mittels Wearables spezialisiert hat: „Es wird immer nur auf die Probleme geschaut.“ Auch Jonathan Novak, COO und Mitgründer des Online-Butlers „James, Bitte“, fehlt der Blick aufs Positive: „Ich wünsche mir für München, dass stolzer von Exits gesprochen wird. Die Deutschen reden nicht gerne darüber, wenn sie Erfolg haben – da sind die Amerikaner anders“.

Viele Gründer tun sich außerdem schwer damit, in München das nötige „Kleingeld“ zur Verwirklichung ihrer Vorhaben zu finden, auch das sei in den USA wesentlich besser. „Im Silicon Valley bekommt man für die gleiche Idee die fünffache Bewertung“, beschreibt einer seine Erfahrungen. Hinzu komme, dass es schwer sei, die richtigen Leute zu finden, die einem weiterhelfen können.

Rechtzeitig mit dem Netzwerken beginnen

„Man muss sich ein Netzwerk aufbauen, das ist harte Arbeit“, stellt Jürgen Weichert klar, der bei Google für strategische Partnerschaften in der DACH-Region zuständig ist und selbst bereits Erfahrungen mit der Gründung von Start-ups gesammelt hat: „Fangt mit dem Netzwerken nicht erst drei Monate bevor ihr das Geld braucht an“, rät Weichert. Dazu gehöre auch, regelmäßig auf die entsprechenden Events zu gehen, um neue Leute in einem positiven Kontext kennenzulernen. Die richtigen Kontakte ergäben sich oftmals über mehrere Ecken, am besten sei immer eine persönliche Empfehlung. Neben dem Silicon Valley seien auch London und Tel Aviv gute Adressen, um zahlungskräftige Investoren zu finden.

Alle bleiben unter sich, es gibt wenig Kooperation – und wer kein gebürtiger Münchner ist, findet schwer Zugang zu einer der Cliquen. Auch diese Erfahrung teilen viele Gründer. Von Google wünschen sie sich, der Konzern möge die Themen Community und Kooperation verstärkt fördern. „Google versteht sich als Partner der lokalen Player“, betont Dirk Primbs, der bei Google für den Bereich Developer Relations zuständig ist: „Meine Aufgabe ist es, mit Entwicklern befreundet zu sein“. Primbs nennt die Google Developer Group als ein Beispiel für ein Austauschforum technischer Communities.

Austausch und Vernetzung ist das große Thema auf der Münchner Webwoche. „Wir wollen die verschiedenen Spieler und Segmente der zusammenwachsenden Digital- und Kreativwelt miteinander verbinden“, sagt Inititator Wolf Groß im Interview mit INTERNET WORLD Business: „Gründerzentren, viele Initiativen, Organisationen und Firmen leisten eine tolle Arbeit, aber vieles geht leider auch im Kompetenzgerangel unter oder wird noch zu halbherzig angegangen.“

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Google geht mit Youtube Gaming gegen Twitch vor

16.06.2015, 11:52

Gaming-Streams

Google stellt mit Youtube Gaming einen neuen Streaming-Dienst für Videospieler vor. Der Gaming-Streamer will Amazons Twitch den Rang ablaufen und soll noch in diesem Sommer starten.

Google geht mit Youtube Gaming gegen Twitch vor

(Quelle: Fotolia.de/spxmedia)

Streaming -Dienst für Gamer: Im vergangenen Jahr sorgte die Übernahme des Gaming-Streamers Twitch durch Amazon für viel Gesprächsstoff. Jetzt kontert Wettbewerber Google mit einer eigenen Plattform für PC- und Konsolen-Spieler. Youtube Gaming lautet der Name des neuen Dienstes, der schon in diesem Sommer an den Start geht.


Youtube-Gaming: Der Dienst soll noch in diesem Sommer als App und Webseite an den Start gehen.

(Quelle: Google)

Mehr als 25.000 Spiele sollen auf Youtube Gaming ihre eigene Startseite erhalten. Dort finden Nutzer sämtliche Inhalte zu dem jeweiligen Titel, wie etwa „Let’s Plays“, „Walkthroughs“ oder Live-Streams von Profi-Spielern. Daneben stehen auch Kanäle von verschiedenen Gaming-Publishern und Webseiten zur Verfügung.

Der Dienst ist nicht in Youtube integriert, sondern kommt sowohl als eigenständige App sowie als Webseite. Dadurch will Google beispielsweise sicherstellen, dass die Suche Ergebnisse mit Gaming-Bezug favorisiert. Wer etwa den Suchbegriff „Call“ eingibt, erhält als Vorschlag Ergebnisse zu dem Ego-Shooter „Call of Duty“ und nicht zu Carly Rae Jepsens Chart-Hit „Call Me Maybe“.
Darüber hinaus soll der Dienst komfortable Möglichkeiten zur Einrichtung von Live-Streams und dergleichen bereit halten. Streaming mit hohen Bildwiederholungsraten von 60 FPS werden ebenfalls unterstützt.

Google will den Dienst zunächst in den USA und Großbritannien anbieten. Wann Youtube Gaming in Deutschland startet, ist derzeit nicht bekannt. Interessierte Nutzer können sich aber per Mail benachrichtigen lassen, sobald der Gaming-Streamer erhältlich ist.

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