Social Media: Kulturwandel in Unternehmen

28.03.2013, 12:53

Der Einsatz von Social Media löst in vielen Hightech-Unternehmen einen Kulturwandel in Richtung einer offeneren Kommunikation aus. Das ist das Ergebnis der Studie „Einsatz und Potenziale von Social Business“ des Bundesverbands Bitkom. Demnach nutzen 59 Prozent der IT-Unternehmen Social Media sowohl für die interne als auch für die externe Kommunikation. „Der Einsatz von Social Media fördert eine offene Kommunikationskultur“, erklärt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf.

(© N-Media-Images - Fotolia.com)

(© N-Media-Images – Fotolia.com)

„Das Teilen von Informationen wird selbstverständlich, Herrschaftswissen wird aufgelöst.“ Die Folge: Teams erzielen bessere Arbeitsergebnisse, Mitarbeiter beteiligen sich stärker an Entscheidungsprozessen und die Innovationskraft der Unternehmen steigt. Kempf: „Social Media tragen entscheidend zum Geschäftserfolg bei.“ Allerdings sei die breite Einführung und Nutzung von Social Business Lösungen für viele Unternehmen eine organisatorische Herausforderung. Denn Social Business betrifft nicht nur Marketing und PR, sondern nahezu alle Abteilungen. Unternehmen müssen ihre internen Abläufe und ihr Management anpassen, wenn sie die Potenziale von Social Media voll ausschöpfen wollen.

Nach den Ergebnissen der Bitkom-Umfrage setzen 90 Prozent der Social Media Nutzer in der ITK-Branche die Technologie für das Marketing ein und 85 Prozent für Public Relations. 58 Prozent nutzen Social Media im Personalwesen, 36 Prozent im Vertrieb und 25 Prozent im Kundenservice. Bereits 17 Prozent setzen soziale Medien in der Produktentwicklung ein. So können unter dem Stichwort Crowdsourcing Kunden, Partner und andere Interessierte in die Neuentwicklung und Verbesserung von Produkten oder Diensten eingebunden werden. Unternehmen nutzen für diese Zwecke einerseits externe Plattformen, zum Beispiel soziale Netzwerke wie Facebook oder spezialisierte Websites wie Innosabi. Andererseits kommen interne IT-Lösungen zum Einsatz, die als Social Software bezeichnet werden. „Externe und interne Social Media Anwendungen werden zunehmend mit der IT-Umgebung und den Geschäftsprozessen in den Organisationen verknüpft“, sagt Kempf. Das sei zum Beispiel notwendig, wenn der Kundenservice auf eine Anfrage bei Facebook reagieren soll.

Laut der Studie hat der Einsatz von Social Media positive Auswirkungen auf die interne Kommunikation. 73 Prozent der befragten Unternehmen geben an, dass sich der Austausch von Wissen innerhalb der Organisation verbessert hat. 72 Prozent fördern mit Social Media generell die Kommunikation unter den Mitarbeitern. 54 Prozent haben neue Formen der Zusammenarbeit (Collaboration) eingeführt und 50 Prozent verzeichnen eine bessere Kommunikation innerhalb von Projektteams. „In der Shareconomy wird das Teilen von Informationen und Wissen zu einem strategischen Wettbewerbsfaktor“, sagt Kempf. Immerhin 37 Prozent der Unternehmen geben an, dass sich mit der Nutzung sozialer Medien Mitarbeiter stärker an Entscheidungen des Managements beteiligen. „Es zeichnet sich ab, dass sich mit der Verbreitung sozialer Medien die Anforderungen an das Management ändern“, sagt Kempf. „Eine offene Kommunikationskultur verlangt nach Beteiligung, Integration und Feedback durch die Führungskräfte.“

Für die interne Kommunikation kommen verschiedene Social Software Lösungen zum Einsatz: Drei Viertel der Unternehmen nutzen Wikis für den Austausch von Wissen und Information. 69 Prozent verfügen über ein Intranet. Die Hälfte der befragten IT-Unternehmen betreibt einen internen Blog und ebenfalls 50 Prozent verfügt über einen Instant Messenger für kurze Konversationen (Chat). Bereits 36 Prozent der ITK-Unternehmen nutzen ein internes soziales Netzwerk und immerhin 30 Prozent der Unternehmen nutzen eine Social Software Suite. Dabei handelt es sich um eine Software-Lösung, die unterschiedliche Social-Media-Kanäle auf einer Oberfläche zusammenführt. Organisationen erleichtert das, ihre internen und externen Online-Beziehungen zu pflegen.

Laut Umfrage sind 71 Prozent der ITK-Unternehmen davon überzeugt, dass die Nachfrage nach Social Business Lösungen steigen wird. 12 Prozent sind sogar der Ansicht, dass sich Social Software zu einem wesentlichen Treiber für die IT-Branche entwickeln wird. Kempf: „Für die IT-Branche eröffnet sich damit ein neues Geschäftsfeld, da nahezu alle Unternehmen früher oder später Social Business Anwendungen benötigen.“

Die Bitkom-Studie kann auf der offiziellen Seite heruntergeladen werden.

(Quelle: Bitkom)

© www.beyond-print.de

Einfache Bedienung wichtigstes Kaufkriterium für Elektronik

02.11.2012, 12:01

Deutsche Verbraucher legen beim Kauf von Hightech-Produkten vor allem Wert auf eine komfortable Bedienung. Für 96 Prozent ist die Bedienungsfreundlichkeit ein sehr wichtiges oder wichtiges Kriterium beim Kauf von Computern, Mobiltelefonen, Druckern und Co. Bei einer ähnlichen Umfrage im Jahr 2009 lag der Wert noch bei 91 Prozent. Als weitere wichtige Kaufkriterien folgen aktuell der Preis (88 Prozent), die Leistung (87 Prozent) und die Umwelteigenschaften (85 Prozent). Weniger wichtig sind den Verbrauchern das Herkunftsland (55 Prozent) und das Design (47 Prozent) der Produkte.

(© Irina Fischer – Fotolia.com)

Das ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. „Gerade bei multifunktionalen Geräten erwarten die Verbraucher eine intuitive Bedienung und wollen sich nicht durch lange Installationsmenüs und Anleitungen durcharbeiten“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Trotz neuer Bedienkonzepte wie der Steuerung per Sprache, Geste oder Berührung fühlen sich viele Verbraucher noch überfordert. „Die Hersteller von Hightech-Produkten werden ihre Bedienkonzepte immer weiterentwickeln“, so Kempf. Die klassische Fernbedienung für Fernseher werde in ein paar Jahren überflüssig. Schon heute übernehmen dank spezieller Apps häufig Smartphones die Funktion der Fernbedienung.

Die Kaufkriterien bei Hightech-Produkten hängen stark vom Alter der Befragten ab. So ist für über die Hälfte (55 Prozent) der Verbraucher unter 30 Jahren die „Leistung“ der Produkte sehr wichtig. Bei den Personen zwischen 50 und 65 Jahren ist es noch gut jeder dritte (35 Prozent), bei den Senioren ab 65 Jahren nur jeder fünfte (21 Prozent). Die Älteren legen einen vergleichsweise großen Wert auf das Herkunftsland: Für immerhin 15 Prozent der Senioren ist das ein sehr wichtiges Kaufkriterium, bei den Teenagern und Twens sind es nur 8 Prozent.

Die Umfrage ergab zudem, dass immer mehr Verbraucher bereit sind, für energie- und ressourcenschonende Geräte einen höheren Anschaffungspreis zu zahlen. 81 Prozent der Verbraucher würden für umweltfreundliche Eigenschaften mehr Geld zahlen, 56 Prozent der Befragten sogar einen Aufpreis von 5 Prozent und mehr. Anfang 2009 waren laut damaliger Umfrage nur fast 60 Prozent der Menschen bereit, für umweltfreundliche Produkte einen höheren Preis zu zahlen. Kempf: „Die hohen Strompreise und die Diskussion über den Klimawandel haben bei vielen Verbrauchern zu einer verstärkten Nachfrage nach hochwertigen, energieeffizienten Hightech-Produkten geführt.“


© www.beyond-print.de

IT-Mittelstand erwartet steigende Umsätze

26.10.2012, 11:09

Der Hightech-Mittelstand zeigt sich weitgehend unbeeindruckt von Euro-Schuldenkrise und weltweiter Wachstumsschwäche. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der kleinen und mittelständischen IT-Unternehmen haben im dritten Quartal verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum steigende Umsätze erzielt. Das hat die aktuelle Konjunkturumfrage des BITKOM unter mittelständischen Hightech-Unternehmen ergeben.

(Bild: BITKOM)

„Das BITKOM-Mittelstandsbarometer sinkt zwar im Herbst auf nun 50 Punkte, es bleibt damit aber weiter auf hohem Niveau“, sagt BITKOM-Vizepräsident Heinz-Paul Bonn. „Der Mittelstand ist im Hightech-Bereich ein Garant für Wachstum und Arbeitsplätze.“

Vor allem bei den mittelständischen Anbietern von Software und IT-Dienstleistungen laufen die Geschäfte sehr gut. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) der befragten Unternehmen konnten im dritten Quartal ihren Umsatz steigern. Bei den Hardware-Herstellern waren es mehr als zwei Drittel (67 Prozent). Die Erwartungen für das Gesamtjahr bleiben weiterhin sehr positiv. Gut drei Viertel (76 Prozent) der mittelständischen IT-Unternehmen gehen für 2012 von einem Umsatzplus aus, 17 Prozent rechnen mit rückläufigen Umsätzen.

Angesichts der positiven Zahlen wollen viele Unternehmen zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Mittelständler geben an, den Personalbestand zu erhöhen. Nur knapp jeder Zehnte (11 Prozent) muss voraussichtlich Stellen abbauen. Diese Werte haben sich gegenüber dem zweiten Quartal 2012 um 5 bzw. 3 Prozentpunkte verbessert. „Der Mittelstand bleibt der Jobmotor im Hightech-Sektor“, so Bonn. „Die Unternehmen bieten sowohl dem gut ausgebildeten Nachwuchs als auch Fachkräften hervorragende Perspektiven.“

Ein ungelöstes Problem bleibt besonders für den Mittelstand allerdings der Fachkräftemangel. Sechs von zehn kleinen und mittelständischen Unternehmen betrachten den Mangel an geeigneten Bewerbern für offene Stellen als großes oder sehr großes Problem. Fachkräftemangel ist damit ein wesentliches Wachstumshemmnis, insbesondere der innovativen und schnell wachsenden Unternehmen im deutschen Mittelstand. „Mittelständische Technologieanbieter sind davon besonders betroffen, insbesondere da sie im Vergleich zu größeren Konzernen weniger bekannt sind“, so Bonn.

(Quelle: Bitkom)

© www.beyond-print.de

Soziale Netzwerke bei Senioren beliebt

10.09.2012, 9:47

Soziale Medien gewinnen auch für die ältere Generation stark an Bedeutung. Aktuell sind in Deutschland 41 Prozent aller Senioren ab 65 Jahre in sozialen Netzwerken aktiv, sofern sie einen Internetanschluss haben. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben.

(© Robert Kneschke – Fotolia.com)

„Auch ältere Menschen profitieren von den Kontakt- und Kommunikationsmöglichkeiten sozialer Netzwerke“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Sie erfahren auf diese Weise Neuigkeiten von ihren Kindern oder Enkeln und können jederzeit Kontakt aufnehmen, auch wenn sie nicht in der gleichen Stadt wohnen.

Aktuell nutzt in der Generation 65-Plus ein Drittel (33 Prozent) das Internet. Im Vorjahr waren es erst 24 Prozent. „Nutzen Senioren erst einmal das Internet, ist der Schritt in die sozialen Netzwerke leicht gemacht“, sagt Rohleder. Der kräftige Anstieg bei der Internetnutzung in dieser Altersklasse zeige, dass das Internet gerade älteren Menschen viel zu bieten habe. Insbesondere durch neue Geräte wie Tablet Computer, die sehr einfach zu bedienen sind, erwartet der BITKOM, dass bestehende Hürden auf dem Weg ins Internet abgebaut werden.

(Quelle: bitkom.org)

© www.beyond-print.de

Internet entwickelt sich zum Bildungsmedium

03.09.2012, 9:51

Das Internet wird als Bildungsmedium für private und berufliche Zwecke massiv an Bedeutung gewinnen. Das kündigt der Hightech-Verband BITKOM vor dem Hintergrund von Untersuchungen des europäischen Statistikamtes Eurostat an. Bereits heute nutzen 58 Prozent der Bundesbürger regelmäßig Online-Lexika oder Wikis. Im EU-Vergleich liegt Norwegen mit 70 Prozent an der Spitze, vor Luxemburg mit 67 Prozent und Finnland mit 63 Prozent. Es folgen Großbritannien und Deutschland mit je 58 Prozent.

(© Robert Kneschke – Fotolia.com)

Zudem informieren sich 36 Prozent der Deutschen im Internet über Ausbildungs-, Weiterbildungs- oder sonstigen Kursangebote. „Das Internet dient quer durch alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen als wichtiges Medium zur Verbesserung des persönlichen Wissens“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. Das Internet entwickle sich hin zum Bildungsmedium, das Lehrende und Lernende aktiv unterstützt.

Dabei geht der Trend zu einer Mischung aus Präsenzlernen und Online-Lernen. „Die Erfahrungen haben gezeigt, dass Menschen nicht allein, sondern auch am Computer zusammen mit anderen lernen wollen“, sagte Kempf. Ein entscheidender Faktor für den Erfolg internetgestützten Lernens sei der Austausch mit Lehrkräften und Mitlernenden. Ein Beispiel im universitären Bereich sind die neuen Online-Kurse des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts. Innerhalb weniger Wochen nach dem Start meldeten sich weltweit mehr als 5.000 Interessenten an, um eine Vorlesung von SAP-Gründer Hasso Plattner zu hören. Geradezu legendär sind inzwischen die Angebote des deutschstämmigen Stanford-Professors Sebastian Thrun, dessen Kurse zu Künstlicher Intelligenz von mehr als 200.000 Menschen belegt wurden.

Dementsprechend engagiert sich BITKOM verstärkt im Bereich E-Learning. Dies wird auch durch die Integration des ehemals selbständigen Verbands D-ELAN in den BITKOM deutlich. Der BITKOM bündelt im Arbeitskreis Learning Technologies das Know-how der Branche u.a. zu den Themen Social Learning, Mobile Learning und Qualität. Zudem ist der BITKOM Partner der deutschlandweit wichtigsten E-Learning-Messe LEARNTEC in Karlsruhe.

(Quelle: bitkom.org)

© www.beyond-print.de

Immer mehr hochwertige Smartphones

22.08.2012, 9:10

Im laufenden Jahr wird ein neuer Absatzrekord mit Smartphones erzielt. Das berichtet der Hightech-Verband BITKOM auf Basis aktueller Prognosen des Marktforschungsinstituts EITO. Danach werden im Jahr 2012 voraussichtlich 23 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Anstieg von 43 Prozent. Damals wurden 16 Millionen Stück abgesetzt.

(Foto: pixelio.de, Daniel Kattnig)

„Smartphones haben sich auf dem Massenmarkt etabliert“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Die hochwertigen Geräte sind in verschiedenen Preis- und Leistungsklassen verfügbar und ersetzen herkömmliche Handys.“ Der Durchschnittspreis liegt in Deutschland derzeit bei 342 Euro. Den Prognosen zufolge sind in diesem Jahr bereits 70 Prozent aller in Deutschland verkauften Mobiltelefone Smartphones. Nach BITKOM-Berechnungen werden in zwei Jahren Standard-Handys ohne Bildschirmsteuerung mit einem Anteil von rund zehn Prozent weitgehend vom Markt verschwunden sein.

Noch deutlicher werden die Umbrüche auf dem Handy-Markt bei Betrachtung der Umsatzentwicklung. Den BITKOM-Prognosen zufolge steigt der Umsatz mit Smartphones in Deutschland im Jahr 2012 um 46 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro. Damit entfallen 93 Prozent des Handy-Gesamtmarktes von 8,5 Milliarden Euro auf Smartphones. „Die Umsätze im Handy-Markt haben sich wegen des Trends zu hochwertigen Multifunktionsgeräten innerhalb weniger Jahre verdoppelt“, sagt Kempf. Ende der 2000er Jahre stagnierte der deutsche Handy-Markt bei rund 4 Milliarden Euro pro Jahr, bis die Smartphones parallel zum Ausbau der mobilen Breitbandnetze einen Innovationsschub brachten. Aus Sicht des BITKOM ist das Potenzial aber noch nicht ausgeschöpft. „Mit jeder Generation werden die Geräte leistungsfähiger und bedienungsfreundlicher“, sagt Kempf. Neue Modelle verfügen in der Regel über schärfere Bildschirme, hochwertigere Kameras, eine bessere Tonwiedergabe sowie Zusatzfunktionen wie eine Sprachsteuerung. Immer mehr Modelle unterstützen zudem den neuen Mobilfunkstandard LTE, enthalten so genannte NFC-Chips für das berührungslose Bezahlen oder bieten verbesserte Kurznachrichtendienste als Nachfolger der SMS.

(Quelle: bitkom.org)

© www.beyond-print.de

Hightech-Farbe gegen den Smog

25.04.2012, 10:48

Die Smog-Situation in der philippinischen Hauptstadt Manila wird zunehmend dramatischer. Gemäß eines Statements des Gesundheitsministeriums gilt es nun offiziell als “riskant”, die Luft in der Stadt einzuatmen. Die Lokalregierung möchte dem Problem nun unkonventionell begegnen und lässt Mauern und Schutzwände entlang von Straßen mit Hightech-Farbe bemalen, die die Luftqualität verbessern soll. Luftschadstoffexperte Karsten Smid von Greenpeace Deutschland hält dies für ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen und sieht eine tragfähige Lösung nur in der Reduktion und Säuberung des Individualverkehrs.

Smog: Hohe Luftverschmutzung in Manila
(Foto: Flickr/Keith Bacongco)

Hergestellt wird die Farbe “KNOxOUT” von Boysen. Sie ist seit Sommer 2011 im Einsatz. Ölriese Shell hat damals begonnen, seine Tankstellen damit zu bestreichen. Auf diesen Zug ist nun auch die Regierung der zwölf Mio. Einwohner beherbergenden Metropolregion aufgesprungen. Gleichzeitig will man mit der Farbe auch das Stadtbild verschönern, berichtet Inhabitat. Auf Basis von Titanoxid reagiert die Farbe mit Sonnenlicht und Wasserdampf. Auf diese Weise bindet sie Stickstoff und reduziert den Anteil dieses Gases in der Luft um bis zu 20 Prozent.

“Das ist ein hoffnungsloses Unterfangen”, urteilt Smid. “Das Smog-Problem ist derart katastrophal, dass dadurch keine merkliche Verbesserung zu erwarten ist. Man sollte mit der Schönfärberei aufhören und das Übel an der Wurzel packen”, so seine Forderung. Die WHO und andere Organisationen schlagen bereits seit Jahren regelmässig Alarm, was die Luftqualität der Region anbelangt.

Die Hauptschuld an der massiven Verschmutzung trägt laut Smid der Individualverkehr. “Es gibt keine strengen Abgasprüfungen, viele Autos und Mofas sind alt und fahren ohne Katalysator, gleichzeitig nimmt die Motorisierung weiter zu”, erläutert der Fachmann. Erschwerend kommen die durchgehend sehr warmen Temperaturen und die hohe Einwohnerzahl- und dichte hinzu. Nach offiziellen Angaben sind 65 Prozent der Luftbelastung auf den Verkehr und 21 Prozent auf stationäre Quellen wie Fabriken oder Müllhalden zurückzuführen.

Schon seit Jahren warnen Forscher vor den gesundheitlichen Folgen. Wie das Umweltministerium berichtet, waren im Jahre 2008 drei der zehn häufigsten Todesursachen – chronische Erkrankungen der unteren Atemwege, Herzkrankheiten und Pneumonie – unmittelbar auf den Smog zurückzuführen. “In solchen Metropolen sehen wir sowohl hohe Feinstaubbelastung als auch hohes Aufkommen von Ozon-Smog. Beide Faktoren verstärken sich. Sie dringen tief in die Atemwege ein und führen zu dauerhaften Schädigungen”, so Smid.

Er fordert Maßnahmen zur Eindämmung des Individualverkehrs. “Man muss Alternativen anbieten und die öffentlichen Verkehrsmittel fördern und gleichzeitig flächendeckende Umweltprüfungen für Autos einführen.” Andernfalls ist mit einer weiteren Verschlimmerung der Situation zu rechnen.

Vereinzelte Expertenmeinungen gehen sogar davon aus, dass bei zunehmender Verschlimmerung des Problems die Region unbewohnbar werden könnte. “Es ist unstrittig, dass die Lage bereits gesundheitsgefährdend und unzumutbar ist. Jeder Arzt würde davon abraten, sich länger im Freien aufzuhalten. Das Heraufbeschwören solcher Szenarien hilft aber niemandem weiter”, meint der Greenpeace-Experte.

(Georg Pichler/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

© www.beyond-print.de

Jeder dritte hat ein Smartphone

17.04.2012, 9:28

Jeder dritte Deutsche (34 Prozent) besitzt aktuell ein Smartphone. Bei den unter 30-Jährigen ist es sogar jeder zweite (51 Prozent). Das ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM. „Smartphones haben in wenigen Jahren den Handy-Markt aufgerollt und werden mehr und mehr zur Fernbedienung unseres Lebens“, sagt BITKOM-Präsidiumsmitglied René Schuster.

Immer mehr Menschen mit Mobiltelefon
(Foto: pixelio.de, Günter Havlena)

Smartphones sind hochwertige Mobiltelefone, die in der Regel über einen berührungsempfindlichen Bildschirm gesteuert werden. Das erleichtert die Nutzung mobiler Internetanwendungen, Navigationsdienste oder Spiele. Den Durchbruch für dieses Segment hat das iPhone von Apple gebracht, das vor rund 5 Jahren auf den Markt kam. Laut Umfrage nimmt der Anteil der Smartphone-Besitzer mit steigendem Alter stark ab. So hat nur gut jeder Vierte (27 Prozent) zwischen 50 und 64 Jahren ein solches Mobiltelefon, bei den Senioren ab 65 Jahre sind es sogar erst 6 Prozent.

Im Jahr 2011 sind in Deutschland laut BITKOM 11,8 Millionen Smartphones verkauft worden. Das entspricht einem Anstieg um 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Verkauf von her kömmlichen Handys ging dagegen um 19 Prozent auf 15,6 Millionen Stück zurück. Im Vorjahr wurden in Deutschland 4,1 Milliarden Euro mit Smartphones umgesetzt, ein Plus von 13 Prozent. Im laufenden Jahr werden nach den BITKOM-Prognosen mit einem Anteil von 55 Prozent erstmals mehr Smartphones als sonstige Handys verkauft. „Bei einzelnen Netzbetreibern liegt der Anteil aktuell bei bis zu 90 Prozent“, so Schuster. Der Umsatzanteil der Smartphones liegt im Jahr 2012 sogar bei drei Vierteln, da die Geräte deutlich teurer sind als normale Handys.

Rund 88 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre nutzen ein Handy privat oder beruflich. Ende des vergangenen Jahres waren hierzulande 98 Millionen Mobiltelefone im Einsatz. Das hat eine Erhebung für den BITKOM ergeben. Auf jeden Bundesbürger über alle Altersklassen hinweg kommen im Schnitt 1,3 aktiv genutzte Handys. 29 Millionen Deutsche haben mindestens zwei Geräte in Gebrauch, 7 Millionen nutzen gar drei oder mehr Handys parallel.

(Marco Schürmann | Quelle: bitkom.org)

© www.beyond-print.de

Mehr Umsatz in der ITK-Branche

05.04.2012, 8:31

Das Geschäftsklima im Hightech-Sektor hat sich am Jahresanfang auf hohem Niveau weiter verbessert. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des BITKOM in der ITK-Branche hervor. Fast drei Viertel (72 Prozent) der Anbieter von Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik melden für das erste Quartal steigende Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der BITKOM-Branchenindex steigt um zwei auf 63 Punkte.

(Quelle: 123rf.com)

„Die Hightech-Branche sorgt in einem unsicheren konjunkturellen Umfeld für Stabilität“, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Die Nachfrage von Unternehmen und Privatanwendern nach neuen Geräten, Anwendungen und Services entwickelt sich positiv.“ Impulse bringen neue Technologien wie Cloud Computing und die zunehmende Verbreitung von Tablet Computern und Smartphones sowie die damit verbundenen Apps.

Nach den Ergebnissen der vierteljährlich durchgeführten Konjunkturumfrage beurteilen die meisten Unternehmen auch die weiteren Aussichten positiv. 78 Prozent der befragten Firmen rechnen für das Gesamtjahr 2012 mit steigenden Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr. Am besten laufen die Geschäfte bei den Anbietern von Software und IT-Services: 85 Prozent der befragten Unternehmen erwarten im Jahr 2012 ein Umsatzplus. Bei den Anbietern von IT-Hardware rechnen 71 Prozent mit steigenden Umsätzen und bei den Herstellern von Kommunikationstechnik 62 Prozent. Kempf: „Die Hightech-Messe CeBIT hat gezeigt, wie groß das Kundeninteresse an neuen Technologien ist.“

Die insgesamt gute Marktentwicklung wirkt sich günstig auf die Personalplanung der ITK-Anbieter aus. 64 Prozent der befragten Firmen wollen im laufenden Jahr zusätzliche Mitarbeiter einstellen. 28 Prozent wollen die Beschäftigung stabil halten und nur 8 Prozent müssen voraussichtlich Stellen abbauen. Besonders viele neue Jobs schaffen IT-Dienstleister und Software-Häuser. Nach einem Plus von 10.000 Stellen im Vorjahr auf 858.000 erwartet der BITKOM im Jahr 2012 in der Gesamtbranche erneut die Schaffung von 5.000 bis 6.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen. Kempf: „Die IT-Industrie ist einer der wichtigsten Job-Motoren in der deutschen Wirtschaft.“ Die Kehrseite: 63 Prozent der befragten Firmen klagen zurzeit über einen Mangel an Fachkräften.

(Marco Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Hightech-Strategie der Bundesregierung

29.03.2012, 11:10

Der Hightech-Verband Bitkom hat den Aktionsplan zur Hightech-Strategie der Bundesregierung begrüßt, und mahnt weitere Schritte in der Innovationspolitik an. „Der Aktionsplan greift aktuelle Herausforderungen wie die Energiewende, die Modernisierung des Gesundheitswesens oder die Digitalisierung der industriellen Produktion auf“, sagte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf.

(Quelle: 123rf.com)

„Mit der Förderung der Projekte wird ein wichtiger Beitrag zur Modernisierung unserer zentralen Infrastrukturen von der Energieversorgung über das Gesundheitswesen bis zum Verkehr geleistet.“ Daneben spielen in dem Aktionsplan die Themen Sicherheit in der digitalen Welt und der Umbau des industriellen Sektors eine zentrale Rolle. Insgesamt benennt die Bundesregierung zehn Zukunftsprojekte in den Bereichen Klima/Energie, Gesundheit, Mobilität, Kommunikation und Sicherheit. Für den Zeitraum von 2012 bis 2015 sollen dafür 8,4 Milliarden Euro bereitgestellt werden.

Neben der gezielten Auswahl von Projekten zu zukunftsträchtigen Themen fordert der Bitkom, die Förderung von Innovationen auf eine breitere Basis zu stellen. Das zählen die steuerliche Forschungsförderung sowie eine engere Verzahnung mit der Bildungs- und Fachkräftepolitik. Bei der steuerlichen FuE-Förderung können Unternehmen Ausgaben für Forschung und Entwicklung steuermindernd geltend machen. In Ländern wie Frankreich, Japan oder den USA hat sich die steuerliche FuE-Förderung bereits als erfolgreiches Mittel der Innovationspolitik etabliert. „Es geht nicht darum, Steuergeschenke zu verteilen, sondern die richtigen Anreize für die Entwicklung neuer Produkte und Dienste zu setzen“, sagte Kempf. Damit werde ein wichtiger Beitrag zu Wachstum und Beschäftigung geleistet. Für eine steuerliche Förderung kommen insbesondere Personalausgaben für Forscher, Abschreibungen auf Geräte und Gebäude sowie Ausgaben für FuE-Aufträge an Hochschulen und andere Forschungseinrichtungen in Betracht.

Ausgespart sind in dem Aktionsplan auch die Themen Bildung und Fachkräftesicherung. „Innovations- und Bildungspolitik müssen besser verzahnt werden, damit auch in Zukunft Fachkräfte mit den richtigen Qualifikationen zur Verfügung stehen“, sagte Kempf. Vor diesem Hintergrund müsse die alleinige Zuständigkeit der Bundesländer für die Bildung auf den Prüfstand gestellt werden. Kempf: „Wir brauchen eine bessere föderale Koordination der Bildungs- und Innovationspolitik und eine stärkere Einbeziehung des Bundes.“

Am Freitag diskutiert der Bundestag einen Antrag der Fraktionen von CDU/CSU und FDP mit dem Titel „Wachstumspotenziale der Digitalen Wirtschaft weiter ausschöpfen – Innovationsstandort Deutschland stärken“. Darin werden die zentralen Herausforderungen der Zukunft benannt, allerdings bleiben die konkreten Forderungen an die Bundesregierung eher vage. Die bereits im Koalitionsvertrag vereinbarte steuerliche Forschungsförderung wird nicht erwähnt.

(Marco Schürmann | Quelle: bitkom.org)

© www.beyond-print.de

  • Seite 1 von 2
  • 1
  • 2
  • >