Online-Handel mit ausgezeichneten Perspektiven

20.07.2012, 10:29

Der Versandhändler Neckermann.de hat am Mittwoch Insolvenzantrag gestellt. Vor diesem Hintergrund kommentiert BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder die Perspektiven Deutschlands als Standort für E-Commerce-Anbieter: „Deutschland ist traditionell ein starker Standort für den Versandhandel.

(© Christos Georghiou – Fotolia.com)

Dass nun nach Quelle mit Neckermann.de der zweite große Versandhändler in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerät, sollte über die nach wie vor ausgezeichneten Perspektiven der Branche nicht hinwegtäuschen. Inzwischen haben es junge deutsche Unternehmen wie Zalando in die erste Liga des weltweiten Online-Handels geschafft. Die Aussichten von Online-Händlern sind auch in Deutschland heute besser denn je.“

Online-Shopping ist in Deutschland sehr beliebt: Nach einer BITKOM-Studie kaufen hier zu Lande neun von zehn Internetnutzern im Web Waren und Dienstleistungen. Knapp 40 Prozent der deutschen Internetnutzer haben schon einmal Eintrittskarten online gekauft. Auch Flüge (38 Prozent) und Musik (36 Prozent) werden häufig per Web bestellt.

(Quelle: bitkom.org)

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Umsatz mit vernetzten Geräten wächst zweistellig

21.06.2012, 9:46

Die Nachfrage nach vernetzbarer Unterhaltungselektronik, Computern und Mobil-Geräten wächst: Der Umsatz mit Produkten der Heimvernetzung steigt in diesem Jahr auf 18,3 Milliarden Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 16,2 Milliarden. Das entspricht einer Steigerung von rund 13 Prozent, wie der Hightech-Verband BITKOM heute in Berlin bekannt gab. „Die Vernetzung von Computern, Smartphones und Fernsehern wird in immer mehr Haushalten zum Standard“, sagte BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

(Quelle: twoqubes.com)

„Auf die Vorteile der vernetzten Geräte wie die Nutzung von Online-Videotheken direkt auf dem Fernseher wollen viele Verbraucher nicht mehr verzichten.“ Mittlerweile machen vernetzbare Produkte fast zwei Drittel (65 Prozent) des Umsatzes von Information- und Kommunikationstechnik bei Privatverbrauchern aus.
Die Vernetzung von klassischer Unterhaltungselektronik, Computern und mobilen Geräten verändert auch die Art, wie Medien konsumiert werden. Fernsehen und Internet werden häufig parallel genutzt. Insgesamt surfen 77 Prozent der Internetnutzer in Deutschland mit Laptop, Smartphone und Co, während sie gleichzeitig fernsehen. Zum Vergleich: Nur 48 Prozent der deutschen Onliner lesen Zeitung, während sie dabei Radio hören. Am häufigsten wird mit dem Laptop vor dem Fernseher gesurft. Jeder zweite Internetnutzer (51 Prozent) greift dafür auf seinen mobilen Rechner zurück. Ebenfalls beliebt sind stationäre PCs (35 Prozent) und Smartphones (21 Prozent). Das ergibt eine aktuelle Umfrage im Auftrag des BITKOM.

Mit 82 Prozent werden am häufigsten Internetinhalte aufgerufen, die nichts mit dem TV-Programm zu tun haben. 30 Prozent der Befragten wollen sich über das TV-Programm im Web informieren. In knapp jedem fünften Fall wird das Internet genutzt, um sich entweder über das aktuelle Programm mit anderen auszutauschen oder um weitere Inhalte zur laufenden Sendung zu finden. „Das Internet wird zum interaktiven Kanal des klassischen Fernsehprogramms“, sagte Rohleder. „Die Fernsehzuschauer suchen nach zusätzlichen Informationen zum aktuellen Programm, greifen auf die Angebote des Senders zur laufenden Sendung zurück oder tauschen sich mit Freunden über das Gesehene direkt aus.“

Nachdem Unterhaltungselektronik, Computer und mobile Geräte über das heimische Netzwerk miteinander verbunden wurden, folgen jetzt die Haus- und Sicherheitstechnik sowie Elektrogeräte und Gesundheitsanwendungen. Die wichtigsten Neuigkeiten gibt es dazu auf der ConLife in Köln zu sehen. Der Kongress mit begleitender Ausstellung und Workshops findet vom 26. bis 28. Juni statt. In diesem Jahr ist der Kongress zum ersten Mal auch für Verbraucher geöffnet. Am 26. und 27. Juni können alle Interessierten Vorträge und Workshops zum Thema Heimvernetzung besuchen. Den Anpfiff für die Konsumentenworkshops macht Rainer Calmund, selbst ein Fan der Heimvernetzung. Ausrichter der ConLife sind die Koelnmesse und der BITKOM. Schirmherr ist Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler.

Alle Informationen zur ConLife, das Vortragsprogramm für Privatbesucher und das Kongressprogramm für Fachbesucher finden Sie im Begleitheft, das unter www.conlife.de zum Download bereit steht.

(Quelle: bitkom.org)

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Nachfrage nach legalen Musikangeboten steigt

25.04.2012, 13:45
Nachfrage nach legalen Musikangeboten steigt

(Foto: istock/Blitznetsov)

Internetnutzer wollen mit gutem Gewissen Musik genießen. So lässt sich der Trend zur Nutzung legaler Musikdownload-Angebote interpretieren. Die Zahl der Nutzer, die kostenlose oder -pflichtige Songs aus dem Internet legal herunterladen steigt jedenfalls.

Internetuser nutzen mehr legale Download-Angebote als zuvor. Das ist das Ergebnis einer Bitkom-Studie, die feststellte, dass 14 Prozent der Onliner mehr legale Gratisangebote nutzen als noch im Vorjahr. Auch kostenpflichtige Downloads stiegen in der Nachfrage: Nach eigener Aussage lud ein Prozent der Befragten mehr Bezahlmusik aus dem Web herunter als im Vorjahreszeitraum.

“In den vergangenen Jahren hat der kommerzielle Download-Markt deutlich zugelegt. Zunehmend günstigere Angebote, gerade bei Songs, haben dazu beigetragen. Auch die Zahl legaler Gratis-Angebote wächst, zum Teil durch Nutzer-Inhalte auf großen Online-Plattformen”, sagt Bitkom-Präsident Dieter Kempf.

Über zwei Drittel der Internetnutzer (69 Prozent) haben sich bisher noch keiner Internetpiraterie schuldig gemacht. Dagegen gaben 12 Prozent an, schon einmal illegal Musik heruntergeladen zu haben. 16 Prozent der Befragten wollten sich zu dieser Frage explizit nicht äußern und zwei Prozent ignorierten die Frage. Das Bewusstsein der Umfrageteilnehmer in Sachen Urheberrecht habe sich offenbar zu Gunsten des Schutzes von geistigem Eigentum gewandelt, so der Bitkom.

Die repräsentative Studie wurde im Auftrag des Bitkom durch das Marktforschungsinstitut Aris im April 2012 durchgeführt. Dabei wurden mehr als 1.300 Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt.

Der jetzt vom Bitkom diagnostizierte Trend wird durch die wachsende Zahl an Bezahldownloads gestützt: Im vergangenen Jahr erwirtschafteten legale Musikdownloads 247 Millionen Euro Umsatz.

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Mehr Vertrauen in Online-Geschäfte

23.03.2012, 10:15

In der Bevölkerung wächst das Vertrauen in Online-Transaktionen: Nur noch jeder neunte User (11 Prozent) verzichtet aus Sicherheitsgründen auf Online-Shopping, Internet-Banking und andere Geschäftstätigkeiten im Web. Im vergangenen Jahr war noch jeder sechste entsprechend zurückhaltend (16 Prozent). Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes Bitkom ergeben.

(Quelle: Pixelio /
Fotograf: Thorben Wengert)

„Mit steigenden Sicherheitsstandards wächst allmählich auch das Vertrauen in Internet-Anwendungen“, sagt Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf. So haben die Bedenken gegenüber Online-Banking und dem Einkaufen im Netz leicht abgenommen. Nur noch jeder vierte User verzichtet aktuell aus Sicherheitsgründen auf Internet-Bankgeschäfte, gut jeder fünfte (21 Prozent) auf Online-Shopping. Besonders stark nahmen die Bedenken gegenüber Mitgliedschaften in Sozialen Netzwerken ab. Im vergangenen Jahr blieb jeder achte Onliner (7 Millionen) den Netzwerken aus Sicherheitsgründen fern, mittlerweile ist es noch jeder zwölfte (4,5 Millionen).

Bei einer Frage sind die Onliner allerdings etwas vorsichtiger geworden: 42 Prozent der User nutzen lieber die Post, um besonders vertrauliche Informationen und wichtige Dokumente zu verschicken. Im Jahr zuvor waren es noch 39 Prozent. Kempf: „Normale E-Mails können leicht abgefangen und verändert werden. Daher empfiehlt sich eine Verschlüsselung oder das Nutzen neuer Angebote wie de-Mail oder ePost-Brief.“

(Marco Schürmann | Quelle: bitkom.org)

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Jeder Dritte macht Falschangaben im Web

15.03.2012, 12:09

Um seine Privatsphäre zu schützen, hat jeder dritte Internetnutzer (36 Prozent) schon bewusst falsche Angaben gemacht. Das entspricht 19 Millionen Deutschen, ergab eine anonyme repräsentative Befragung im Auftrag des BITKOM. “Wer sich nicht anders zu helfen weiß, macht im Fall der Fälle Falschangaben”, kommentiert BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf.

(Quelle: taz.de)

“Falschangaben sind eine typische Abwehrreaktion auf zu umfangreiche Datenabfragen im Internet. Wer mehr wissen will, als aus Nutzersicht notwendig ist, erzeugt Datenmüll.” Kempf rät zur Datensparsamkeit: “Die Betreiber von Webseiten sollten nur jene Daten abfragen, die für den jeweiligen Dienst unbedingt notwendig sind. Und die Internetnutzer sollten bewusst entscheiden, wem sie welche Details preisgeben. Man muss nicht jedes weiße Feld ausfüllen.”

Vor allem in sozialen Netzwerken (13 Prozent) und Foren (11 Prozent) flunkern Anwender aus Datenschutzgründen. In Partnerbörsen (5 Prozent) und diversen Formularen (3 Prozent) sind Falschangaben zum Schutz der eigenen Daten weniger ausgeprägt. Je jünger die Nutzer, desto eher machen sie nicht alle Angaben wahrheitsgemäß. So haben 44 Prozent der 14- bis 29-Jährigen im Netz geflunkert, aber nur 25 Prozent der Internetnutzer ab 65 Jahren.

(Marco Schürmann | Quelle: bitkom.org)

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Zeitungsreichweiten wachsen weiter

05.03.2012, 13:28

Nie waren die Reichweiten der Zeitungen – print plus online – so hoch wie heute. Das ergibt die jüngste Auswertung der AGOF internet facts 2011-11, wonach 36,3 Prozent der regelmäßigen Internetnutzer ihre Zeitung im Web lesen. Das entspricht einer Reichweite von 25,5 Millionen Unique Usern in einem durchschnittlichen Monat. Hinzu kommen täglich 48 Millionen Leser der gedruckten Ausgabe (68,4 Prozent Reichweite).

(Foto: pixelio.de, Rainer Sturm)

„Zwischen beiden Gruppen gibt es nur geringe Überschneidungen“, sagt dazu Hans-Joachim Fuhrmann, Mitglied der Geschäftsleitung beim Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), am 27. Februar 2012 in Berlin. Vor allem jüngere Leser würden mit den Online-Angeboten der Zeitungen überdurchschnittlich erreicht. So nutzen laut einer Auswertung der AGOF-Zahlen durch die ZMG Zeitungs Marketing Gesellschaft 56,4 Prozent der 14- bis 29-Jährigen Zeitungsportale im Internet.

Über ihre gut 660 Online-Sites im Internet hinaus haben die Zeitungen mittlerweile auch zahlreiche mobile Angebote entwickelt. Eine Analyse des BDZV zählt im Februar 2012 knapp 100 Apps von 40 Zeitungsverlagen für das iPad.

„Bisher sind die Verlage noch zurückhaltend, was die Herstellung von Apps für Android-Tablets angeht“, erläutert dazu Fuhrmann. Es gebe erst knapp 20 Android-fähige Zeitungs-Apps, doch sei die Entwicklung weiterhin sehr dynamisch. Fast wöchentlich kämen neue Angebote von Zeitungen hinzu.

(Daniel Mittendorf | Quelle: bdzv.de)

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E-Government wird wenig genutzt

07.10.2011, 9:54

Nur 40 Prozent der deutschen Internetnutzer greifen auf E-Goventment-Angebote der Behörden zurück. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle “eGovernment MONITOR 2011“, eine Studie der Initiative D21 und von ipima. Im Ländervergleich hat Deutschland damit noch ein deutliches Steigerungspotenzial.

Quelle: www.dynamicbooks.com

In Schweden nutzen beispielsweise 69 Prozent, in Österreich 68 Prozent und in Großbritannien immerhin 48 Prozent der Internetnutzer die Online-Plattformen des Staates. In Deutschland sind 80 Prozent der Nutzer der Plattformen im Endeffekt zufrieden, was darauf schließen lässt, dass es hauptsächlich ein Kommunikationsproblem hinsichtlich der vorhandenen Angebote gibt. Facebook-Seiten von Städten sind einem Drittel der Nutzer zumindest bekannt, doch Mitmachplattformen, die vor allem bei Abstimmungsprozessen genutzt werden sollen, sind mit 17 Prozent beinahe unbeachtet.

Nutzungsbarrieren: Datenschutz, Unübersichtlichkeit

Die Nutzungsbarrieren sind in den untersuchten Ländern sehr ähnlich: Angst vor mangelndem Datenschutz, Unübersichtlichkeit der Angebote und komplexe Verfahren verhindern die Nutzung von E-Government-Diensten. Im Ergebnis ist die Zeitersparnis dann meist dahin, weil man mit dem Ausdruck aufs Amt muss oder zur Post. Laut Wolf sollten die Online-Bürgerdienste erweitert werden, damit es sich für den Bürger lohnt, sich mit E-Government-Portalen zu beschäftigen.

(Daniel Schürmann | Quelle: www.pressetext.com)

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Zeitungs & Zeitschriften-Websites gefragt

30.06.2011, 8:49

Die Webseiten von Zeitungen, Radio- und Fernsehsendern sind die beliebtesten Informationsquellen im Internet, so das Ergebnis einer Erhebung im Auftrag des Bitkom. So informiert sich jeder zweite Internetnutzer in Deutschland (49 Prozent) auf Seiten von Radio- und TV-Sendern über das Tagesgeschehen und persönliche Interessengebiete.

 

(Foto: pixelio.de, Rainer Sturm)

Das entspricht etwa 25 Millionen Bundesbürgern. 42 Prozent oder ca. 21 Millionen Bürger nutzen Angebote von Tageszeitungen und politischen Magazinen im Netz. Mit Abstand folgen Online-Fachmedien (33 Prozent), Webseiten von Fachzeitschriften (31 Prozent) und reine Online-Nachrichtenangebote (21 Prozent). Immerhin jeder Fünfte (20 Prozent) informiert sich auf der Startseite seines Internet-Dienstleisters.

Die Verbindung zwischen alter und neuer Medienwelt habe demnach enormes Potential, zieht der Bitkom als Fazit. In puncto Reichweite gibt es große Synergien zwischen traditionellen Medien und dem Internet. Damit steht die Voraussetzung für erfolgreiche Geschäftsmodelle journalistischer Angebote im Web.“

Große Unterschiede gibt es nach Altersgruppen: Während Senioren ab 65 am liebsten Webseiten von Zeitungen nutzen (zu 43 Prozent), informieren sich junge Nutzer bis 29 Jahre besonders gern bei Online-Angeboten von Radio- und TV-Sendern (zu 61 Prozent). Die Jüngeren nutzen zu einem Drittel auch Online-Communitys, um sich über das Tagesgeschehen und persönliche Interessengebiete zu informieren. „Soziale Netzwerke werden als Informationsquelle immer wichtiger“, sagte Rohleder.

(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

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Legale Downloads steigen stark an

27.04.2011, 8:52

14 Prozent der Internetnutzer haben nach eigenen Angaben schon illegal Musik, Filme oder Software aus dem Internet geladen. Das entspricht 7 Millionen Bundesbürgern. Zwei Drittel davon gaben an, nur früher illegale Downloads getätigt zu haben und dies heute nicht mehr zu tun.

Zusätzliche 5 Prozent der Onliner antworteten in einer deutschlandweiten Umfrage für den Bitkom, das „bleibe ihr Geheimnis“. Dies gab der Verband zum „Tag des geistigen Eigentums“ bekannt, der heute begangen wird. In der jüngeren Generation sind Raubkopien von Musik, Filmen oder Software aus dem Internet laut Umfrage am stärksten verbreitet. Jeder dritte Internetnutzer von 18 bis 29 Jahren hat nach eigenen Angaben Erfahrung mit illegalen Downloads, weitere 13 Prozent wollten die Wahrheit lieber für sich behalten.

Im vergangenen Jahr hatte der Verband die Deutschen nach ihrer grundsätzlichen Einstellung zu digitaler Piraterie gefragt, unabhängig von dem persönlichen Verhalten. Damals galten Raubkopien von Musik, Filmen oder Software für jeden vierten Bundesbürger (25 Prozent) als akzeptabel. Demgegenüber sagten 66 Prozent, illegale Kopien seien kein Kavaliersdelikt, 63 Prozent plädierten für eine strafrechtliche Verfolgung.

Neben der Rechtsdurchsetzung seien preislich attraktive und sichere Bezahl-Angebote ein wichtiger Beitrag gegen Piraterie, so der Bitkom. Der Boom des Download-Markts zeige, dass es Potenzial für die legale Nutzung digitaler Kulturgüter und Software gebe. Für Downloads auf ihre PCs gaben die Deutschen 2010 rund 390 Millionen Euro aus – ein neuer Spitzenwert. Die Anzahl bezahlter Downloads stieg nach Bitkom-Berechnungen auf etwa 90 Millionen, eine Steigerung um 43 Prozent gegenüber 2009.

(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

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Deutschland im Social-Media-Wahn

15.04.2011, 9:36

40 Millionen Bundesbürger sind Mitglied in sozialen Netzwerken. Das entspricht drei Vierteln aller Internetnutzer, wie eine aktuelle Studie im Auftrag des Verbands Bitkom ergab. 2010 waren es erst 30 Millionen, innerhalb eines Jahres sind 10 Millionen hinzugekommen. Damit haben sich soziale Netzwerke in kürzester Zeit von einem Nischenphänomen zum Internet-Standard entwickelt.

Wie der Bitkom feststellt ist demnach mittlerweile halb Deutschland Mitglied in sozialen Netzwerken. Bei den unter 30-Jährigen Internetnutzern sind sogar 96 Prozent Mitglied einer Social Community – ein Plus von sechs Prozentpunkten im Vergleich zu 2010. Daher gilt (leider): “Ohne Internet-Profil sind Jugendliche schnell out”. Aber auch 80 Prozent der 30- bis 49-Jährigen und immerhin jeder Zweite über 50 haben ein Profil in mindestens einem Netzwerk. Der Trend geht dabei zum Zweit- und Drittnetzwerk. Durchschnittlich sind die Mitglieder in 2,4 Communitys angemeldet. Sie unterhalten dort im Schnitt insgesamt 133 Kontakte. Jüngere Nutzer sind dabei kontaktfreudiger. Fast jeder Dritte unter 30 hat über 200 Personen in seiner Kontaktliste, Nutzer ab 50 hingegen begnügen sich größtenteils mit weniger als 30 Freunden. Die Nutzungsdauer variiert sehr stark. 11 Prozent ordnet der Bitkom als Heavy User ein – sie verbringen täglich mehr als zwei Stunden in den Netzwerken. Frauen liegen in der Community-Nutzung mit 80 zu 74 Prozent recht deutlich vor Männern.

Die meisten Mitglieder (73 Prozent) pflegen Freundschaften und informieren sich über Veranstaltungen und Treffen (50 Prozent). Jeder dritte fand über Social Communitys neue Freunde, sechs Prozent lernten so ihren Lebenspartner kennen. Auch für das Berufsleben steigt die Bedeutung der sozialen Netzwerke. Sieben Prozent der Community-Nutzer konnten darüber berufliche Kontakte knüpfen, elf Prozent haben ihre Allgemeinbildung verbessert. Die meisten Menschen machen ausschließlich gute Erfahrungen in den Netzwerken, nur jeder dritte weiß auch einmal Negatives zu berichten. Am störendsten werden unangenehme Kontaktanfragen empfunden. Jeder vierte Community-Nutzer beschwert sich darüber. Insbesondere Frauen haben auch schon anzügliche Nachrichten erhalten. 15 Prozent der Frauen berichten von solchen Erfahrungen, gegenüber lediglich 4 Prozent der Männer.

In puncto Datenschutz scheiden sich auch in den Communitys die Geister. Die eine Hälfte der Nutzer macht ihre Daten prinzipiell für alle zugänglich, die andere Hälfte schränkt den Zugriff bewusst ein. Der Bitkom empfiehlt, bei der Wahl eines sozialen Netzwerks vorher genau dessen Datenschutzbestimmungen durchzulesen und die möglichen Datenschutzeinstellungen gezielt einzurichten.

(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

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