Amazon will wachsen – um (fast) jeden Preis

25.04.2014, 10:03

Amazon will lieber wachsen und investieren, als hohe Gewinne verbuchen. Das belegt der Finanzbericht fürs erste Quartal 2014. Fürs kommende Quartal hat der Online-Händler sogar Verluste angekündigt.

(Quelle: Shutterstock.com/Ken Wolter)

Das Ziel ist klar: Marktdominanz. Amazon hat seinen Umsatz im ersten Quartal 2014 um 23 Prozent auf 19,74 Milliarden Euro gesteigert. Der Gewinn entwickelte sich mit einem Plus von 31 Prozent zwar sehr positiv, blieb jedoch mit 108 Millionen US-Dollar relativ niedrig. Die Ausgaben für Technologie und Inhalte erhöhten sich um 44 Prozent auf 1,99 Milliarden US-Dollar.

“Wir ziehen unsere Kraft aus den Erfindungen für unsere Kunden und das Jahr 2014 bekommt einen beschleunigten Start”, erklärte Gründer und CEO Jeff Bezos – und zählt auch gleich die aus seiner Sicht wichtigsten Neuerungen auf: Im Bereich Geräte Fire TV, eine Set-Top-Box, mit der Filme aus dem Web auf dem Fernseher angesehen werden können, im Vertrieb Pantry, einen Lieferdienst für Güter des täglichen Bedarfs, und beim Cloud-Dienst AWS die radikalen Preissenkungen.

Fürs laufende Quartal kündigte Amazon sogar einen Verlust an – in Höhe von 55 bis 455 Millionen US-Dollar. Der Umsatz soll zwischen 18,1 und 19,8 Milliarden US-Dollar liegen.

Nach dem Erfolg seiner Tablets will Amazon Gerüchten zufolge noch diesen Sommer ein Smartphone auf den Markt bringen. Das Kindle Phone soll Nutzer mit einem neuartigen Bedienkonzept überzeugen, das auf Kippgesten statt Berührungen setzt.

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Kaufhof will Multichannel-Meister werden

04.04.2014, 8:13

Galeria Kaufhof hat ein ehrgeiziges Ziel: In drei bis fünf Jahren will die Warenhauskette der führende Multichannel-Anbieter in Europa sein.

(Quelle: Galeria Kaufhof)

Galeria Kaufhof sieht ihr Heil in einer glänzenden Multichannel-Zukunft. Die Warenhauskette, die 2,5 Jahre nach dem Start der großen Multichannel-Offensive und zehn Jahre nach dem Einstieg in den Online-Handel gerade einmal 50 Millionen Euro Webumsatz vorweisen kann und für dieses Jahr einen nicht minder kärglichen Online-Jahresumsatz von 70 Millionen Euro in Aussicht stellt, sieht ihr Vorhaben, Europas Multichannel-Champion zu werden, keinesfalls als unrealistisch an. Man habe sich ja auch schon erfolgreich gegen Toys’R’Us gewehrt und den Spielwarenhandel in der Innenstadt gerettet, gibt sich Lovro Mandac, Vorsitzender der Geschäftsführung von Galeria Kaufhof, optimistisch. Entsprechend mutig wird Geld in den Multichannel-Ausbau investiert: “Unsere Investitionen sind exorbitant”, so Mandac anlässlich des 135-jährigen Jubiläums des Unternehmens.

Bereits in den vergangenen Tagen wurde bekannt, dass die Warenhauskette sich von HP ein Tablet entwickeln ließ, mit dem die Verkäufer in den Filialen das eigene Sortiment verlängern können. “Ich bin überzeugt, das wird ein Renner”, zitiert die Marketing-Fachzeitschrift “Horizont” den Kaufhof-Chef. Allerdings steht zu Beginn nur etwa jedem zehnten der 10.000 bis 12.000 Filialverkäufer ein solches Gerät zur Verfügung. Ab September sollen dann alle nötigen Online- und Offline-Tools fertigentwickelt sein, um den Kunden ein über alle Kanäle integriertes Einkaufserlebnis bieten zu können. “Alles, was Sie sich vorstellen können, werden die Kunden bei uns auch tun können”, heißt es aus der Chefetage. Das Umsatzziel für 2017 ist ehrgeizig: 300 Millionen Euro sollen dann über das Web in die Kassen der Warenhauskette fließen – und auch die Profitabilitätsgrenze soll dann überschritten werden.

Um im Versandhandel mehr Gas geben zu können, wurde auch die Logistik optimiert und eigene Lager für den Versandhandel in Porz, Frechen und Erfurt aufgebaut. “Die Logistik ist im Handel eine Kernkompetenz, die man nicht aus der Hand geben darf”, predigt Mandac. Auch personell wird die große Hoffnung, die Galeria Kaufhof in Multichannel setzt, deutlich. Im neu geschaffenen Geschäftsressort “Multichannel-Handel” soll Klaus Hellmich die Verzahnung weiter vorantreiben.

Mit einem Wert aus dem Webshop ist Mandac aber auch heute schon sehr zufrieden: Die Retourenquote liegt mit 25 Prozent weit unter dem E-Commerce-Durchschnitt von 50 Prozent.

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Xing steigert Umsatz auf 17,7 Millionen Euro

14.05.2012, 14:36
Xing steigert Umsatz auf 17,7 Millionen Euro

Um rund 15 Prozent kann das Business-Netzwerk Xing seinen Umsatz in den ersten drei Monaten des Jahres 2012 steigern: Waren es im Vorjahreszeitraum noch 15,4 Millionen Euro, so sind es jetzt 17,7 Millionen. Der Gewinn ging jedoch im gleichen Zeitraum deutlich zurück.

In den ersten drei Monaten 2011 gelang dem Unternehmen ein Rekordgewinn in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Das war in diesem Jahr zwischen Januar und März nicht drin. Vor allem Investitionen in ein Wachstumsprogramm drückten den Gewinn auf 1,97 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (EBITDA) sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 4,8 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern ging von 4,2 Millionen auf 3,1 Millionen Euro zurück.

Den meisten Umsatz macht das Netzwerk nach wie vor mit seinen Premiumkunden. Nach 11,13 Millionen im ersten Quartal 2011 und 11,72 Millionen im vierten Quartal 2011, steuern die Bezahlnutzer in diesem Quartal 11,75 Millionen Euro bei.

Sehr viel geringer fallen die weiteren Umsätze aus: Gut entwickelte sich der Bereich E-Recruiting. Der Umsatz stieg um 28 Prozent von 2,7 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf jetzt 3,5 Millionen Euro. Den Umsatz mit Events und Ticketverkäufen konnte Xing im Jahresvergleich von einer halben Millionen Euro auf eine Million Euro verdoppeln.

Das Geschäft mit der Werbung entwickelt sich dagegen wechselhafter. Die 1,6 Millionen Euro Umsatz aus dem Vorquartal wurden nicht erreicht. Mit 1,2 Millionen Euro lag der Umsatz in diesem Geschäftsbereich jedoch 15 Prozent höher als im Vorjahresquartal (1,1 Millionen Euro).

In den kommenden Wochen will Xing ein paar Produktneuerungen vorstellen. Ein Talentmanager soll Unternehmen die Auswahl geeigneter Mitarbeiter erleichtern und mit einem AdCreator will Xing sein Werbegeschäft ankurbeln. Das Tool soll neue Werbeformen im Netzwerk schaffen.

Xing-CEO Stefan Groß-Selbeck blickt entspannt auf das zurückliegende Quartal. Das Ergebnis liege im Plan, erklärt er. Besonders stolz sei man auf das Mitgliederwachstum, das so stark wie schon seit drei Jahren nicht mehr gewesen sei. Im deutschsprachigen Raum gibt es derzeit 5,5 Millionen Nutzer, weltweit sind es 12,1 Millionen.

Groß-Selbeck hatte bereits Anfang Mai 2012 angekündigt, seinen Posten als CEO bei Xing aufzugeben. Zum 15. August 2012 tritt Thomas Vollmoeller in den Vorstand des Unternehmens ein und soll spätestens zum Jahreswechsel den Posten des CEO übernehmen.

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Investitionen in mobile Werbung

17.02.2012, 11:41

Investitionen in mobile Werbung

(Foto: istockphoto.com/webphotographeer)

Ist mobiles Marketing noch ein Trendthema – oder doch schon Realität? Das wollte internetworld.de von ihren Lesern wissen.

Fast die Hälfte der Befragten, nämlich 49 Prozent, werben noch gar nicht auf Smartphones und Tablet-PCs. Höchstens zehn Prozent ihres Budgets geben 36 Prozent der Umfrageteilnehmer mobil aus. Lediglich 15 Prozent geben investieren einen höheren Anteil ihrer Werbeausgaben. An der Umfrage nahmen 75 Personen teil.

Eine Studie von madvertise hatte gezeigt, dass Telekommunikationsunternehmen, Medien und Anbieter von FMCG-Produkten am meisten Geld in die Werbung auf Smartphones und Tablets stecken.

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Apple: Doppelte Investitionen in Zulieferer

07.11.2011, 10:43

Apple investiert weiter in die Zulieferung von Hardware für seine Produktpalette. Mit nahezu doppelten Investitionen will Apple damit sicherstellen, dass der Vorsprung vor der Konkurrenz gehalten werden kann. Tim Cook persönlich verfolgt die Strategie und will damit die Zukunft von Apple sichern.

(Quelle: engadget.com)

So investiert Apple beispielsweise in den Bau zusätzlicher Produktionsstätten für Komponenten, von denen der Computer-Hersteller aus Cupertino glaubt, dass sie in Zukunft gefragt sein werden. Auch günstigere Preise für bestimmte Mindestliefermengen sollen dadurch garantiert werden können.

Diese günstigen Einkaufspreise für Apple sind unter anderem für die hohen Gewinnzahlen verantwortlich, die bei der Konkurrenz oft ausbleiben – sie tun sich schwer damit, die Preise zu unterbieten, ohne Verluste zu machen. Bestes Beispiel ist Apples MacBook Air: Das Einstiegs-Modell kostet knapp tausend US-Dollar und Apple kann so günstig wie sonst kaum ein anderer Flash-Speicher in großen Mengen kaufen.

Laut dem US-Wirtschaftsmagazin ‘BusinessWeek’ will Apple im nächsten Jahr 7,1 Milliarden Dollar in die Zulieferer investieren und damit doppelt so viel wie in diesem Jahr. Weiterhin sollen 2,4 Milliarden Dollar für zukünftig benötigte Bauteile genutzt werden. Für Apple selbst sind diese Summen gar nicht mal so groß wie man vermuten könnte, verfügt das Unternehmen inzwischen schon über 80 Milliarden Dollar Bargeldreserven.

(Marco Schürmann | Quelle: businessweek.com)

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Ein Plus von 15 Prozent pro Jahr

04.10.2011, 14:56

Das Internet bleibt bis 2013 das am stärksten wachsende Werbemedium weltweit – und wird in zwei Jahren die Tageszeitungen nach Anzeigeninvestitionen hinter sich lassen und damit hinter dem Fernsehen Platz zwei belegen.

Die Mediaagenturgruppe ZenithOptimedia prognostiziert in ihrer Studie “Advertising Expenditure Forecast” für die Online-Werbebudgets einen jährlichen Anstieg von 14,6 Prozent bis 2013. Vor allem in Displaywerbung – zu der die boomenden Werbeformen Online-Bewegtbild und Social Media zählen – investieren Werbungtreibende mit 17,2 Prozent jährlich stark. Suchmaschinenwerbung wächst mit jährlich 14,6 Prozent ebenfalls deutlich.

In diesem Jahr fließen in Deutschland 13,2 Prozent mehr Werbegelder in das Internet als im Vorjahr, TV gehört nicht mehr zu den Wachstumstreibern des Werbemarktes. “Die Sender konnten von Investitionszuwächsen nicht so profitieren wie erwartet”, sagt Frank-Peter Lortz, Chairman ZenithOptimedia. “Immer mehr Werbekunden nehmen leichte strategische Budget-Shifts Richtung Internet vor.”

Weltweit wächst der Gesamt-Werbemarkt 2011 um 3,6 Prozent – ursprünglich war ZenithOptimedia von 4,1 Prozent ausgegangen. Wesentlich verantwortlich für den schwächeren Anstieg ist der sehr deutliche Rückgang der Werbeinvestitionen in Nordafrika und dem Mittleren Osten (-14,2 Prozent) im aktuellen Jahr, bedingt durch die politischen Umbrüche in dieser Region.

Für die nächsten Jahre erwartet ZenithOptimedia eine Fortsetzung stabilen Wachstums um 5,3 Prozent in 2012 und 5,5 Prozent in 2013, wobei die Werbeinvestitionen der westlichen, etablierten Märkte geringer wachsen werden (Westeuropa bis 2013 jährlich im Schnitt 2,8 Prozent, Nordamerika 3,3 Prozent) als die aufstrebenden Märkte.


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Investitionen in Gesichterserkennung

22.09.2010, 9:35

Apple plant seine Gesichtserkennungs-Services zu verbessern und hat zu diesem Zweck die skandinavische Technologiefirma Polar Rose gekauft. Wie pressetext aus verlässlichen Quellen erfahren hat, beträgt der Verkaufspreis rund 29 Millionen Dollar. Die aufgekaufte Technologie könnte schon im kommenden iPhone 5 eingesetzt werden.

Das in Malmö ansässige Unternehmen war eines der ersten Start-ups, das bereits 2006 auf das Thema Gesichtserkennung gesetzt hatte. Neben einer Suchmaschinen-Plug-in experimentierte Polar Rose zuletzt mit einem Plug-in für Facebook- und Flickr, das bei der automatischen Zuordnung von Gesichtern auf Fotos zum Einsatz kam. Vor wenigen Wochen wurde der kostenlose Dienst allerdings plötzlich mit dem Verweis eingestellt, die Technologie könnte zukünftig lizenziert werden.

Während das Thema zunächst vor allem von innovativen Start-ups wie Polar Rose aufgegriffen wurde, sind mittlerweile alle großen Unternehmen wie Apple, Google, Facebook oder Microsoft auf den Zug aufgesprungen. Apple etwa setzt bereits seit Jahren bei seiner Fotoapplikation iPhoto, aber auch bei Aperture auf Gesichtserkennung. Weder Apple noch Polar Rose wollten die Übernahme bisher kommentieren. Vermutlich könnte Apple die Technologie auch zur Bernutzeridentifizierung im neuen iPhone einsetzen. So könnte man sich statt mit einem Passwort über einen Gesichtsabgleich mit der eingebauten Kamera authentifizieren. (Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

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Investitionen in Mirasol-Displays

24.08.2010, 8:41

Qualcomm arbeitet derzeit unter anderem auch auf dem Gebiet der E-Paper-Displays. Anfang des Jahres stellte man die sogenannten Mirasol-Displays vor, die Farb- und Videowiedergabe unterstützen und zudem augenschonend sind, da sie ohne Hintergrundbeleuchtung auskommen. Nun investiert Qualcomm 2 Mlliarden US-Dollar in eine neue Produktionsanlage.

Der bisherige Nachteil der E-Paper-Displays die in Geräten wie dem Kindle von Amazon zum Einsatz kommen, ist, dass sich darauf keine Farben oder Videos wiedergeben lassen. Das liegt mit der Technologie an sich zusammen – die Bildaufbauzeiten sind einfach zu lang. Ändern will dies Qualcomm, welches Anfang 2010 seine Mirasol-Bildschirme vorgestellt hat. Dies verzichten ebenfalls auf Hintergrundbeleuchtung sind aber dennoch dazu in der Lage augenschonend Farben und Videos über Lichtreflektionen darzustellen.

Nun hat Qualcomm zwei Milliarden US-Dollar in die Hand genommen, um damit eine neue Produktionsanlage für seine Bildschirmtechnologie zu bauen. Die sogenannte “4.5G” Anlage soll in Taiwan, so berichtet Digitimes und beruft sich auf Marktquellen, errichtet werden. Erste Produktionsmaschinen sollen im Oktober 2011 aufgestellt werden die Produktion von Displays soll ab 2012 starten – anfänglich 5,7 Zoll-Mirasol-Farbdisplays.

Marktnahe Quellen berichten zudem, dass Qualcomm bereits erste 5,7 Zoll Mirasol-Beispielbildschirme an Kunden geschickt hat und ein erster soll bereits mit dem Entwicklungsprozess eines Geräts beschäftigt sein. Neben E-Readern wären auch Tablets und Smartphones interessante Einsatzgebiete dieser neuartigen E-Paper-Technologien. (Daniel Schürmann | Quelle: digitimes)

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