Umsätze der Media-Saturn-Holding

12.12.2013, 15:42

Der Deutschland-Umsatz der Metro-Tochter Media-Saturn Holding (MSH) kletterte im Rumpfgeschäftsjahr 2013 um 3,1 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro, auch das Online-Geschäft ist stark gewachsen. Insgesamt schreibt MSH aber Verluste, und auch der Online-Handel bringt nicht nur Freude.

Licht und Schatten bei der Metro-Tochter Media-Saturn Holding (MSH): Im Rumpfgeschäftsjahr 2013 (von Januar bis September) konnte das Unternehmen seinen Umsatz in Deutschland um 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 6,7 Milliarden steigern – nicht zuletzt dank des wachsenden E-Commerce-Geschäfts. Flächenbereinigt lag das Wachstum immerhin noch bei 1,6 Prozent. Laut Metro-Chef Olaf Koch hat das Unternehmen bei beiden Marken Marktanteile hinzugewonnen, und auch das Online-Geschäft entwickelt sich offenbar gut. Auf der Bilanzpressekonferenz gab Koch für diesen Bereich ein Umsatzplus von 75 Prozent auf 800 Millionen Euro bekannt, in diesen Zahlen ist auch der Umsatz von Redcoon enthalten. Der Anteil der im Web gekauften Waren am Gesamtumsatz beträgt mittlerweile knapp sechs Prozent.

Allerdings muss MSH für seinen Online-Erfolg auch Tribut zollen: So belasteten einige Sonderfaktoren das Ergebnis, dazu gehören auch sogenannte "Preisinvestitionen". Hintergrund ist die aggressive Preispolitik von MSH, wobei die stationären Preise an das Niveau des Online-Handels angepasst werden. Und auch international kämpft MSH an vielen Fronten. Sonderfaktoren wie der Rückzug aus China und die Neuordnung des Geschäfts in Ländern wie Schweden und der Schweiz drücken die Zahlen. Unterm Strich musste MSH deshalb einen Verlust vor Zinsen und Steuern von 33 Millionen Euro ausweisen, im Vorjahreszeitraum lag das EBIT vor Sonderfaktoren noch minus 6 Millionen Euro. Berechnet man die Sonderfaktoren mit ein, so beträgt das EBIT minus 54 Millionen Euro, im Vorjahr lag es noch bei minus 3 Millionen Euro.

© www.internetworld.de

Aktuelle Quartals- und Jahreszahlen von Groupon

09.02.2012, 9:45
Aktuelle Quartals- und Jahreszahlen von Groupon

Nach den immensen Verlusten beim Konkurrenten Living Social wartete die E-Commerce-Branche gespannt auf die aktuellen Quartalszahlen des Couponing-Platzhirsches Groupon. Und die zeigen: Bei Groupon schmelzen zwar die Verluste, doch die Wachstumsraten verlangsamen sich und der Weg zur Profitabiltät ist noch lang.

Von wegen Ermüdungserscheinungen im Couponing-Markt: 33 Millionen Kunden meldeten sich im vierten Quartal 2011 neu beim Couponing-Dienst Groupon an und kauften Gutscheine im Wert von 1,25 Milliarden US-Dollar, meldet das Unternehmen im Rahmen seiner aktuellen Quartalszahlen. Das entspricht einer Steigerung von 201 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nach dem Abzug der Händlerprovisionen flossen im Weihnachtsquartal rund 506,5 Millionen US-Dollar Umsatz in die Kassen des Unternehmens – nach 172,2 Millionen im Vorjahresquartal. Das kommt einem Plus von 194,1 Prozent gleich. Davon wurden 188,5 Millionen US-Dollar im Heimatmarkt USA (plus 113,2 Prozent) erzielt, 318 Millionen US-Dollar Umsatz stammen aus dem Ausland (plus 279 Prozent).

Für das Gesamtjahr 2011 meldet Groupon einen Anstieg des Umsatzes um 417,7 Prozent von 312,9 Millionen US-Dollar im Jahr 2010 auf jetzt 1,62 Milliarden US-Dollar. Der Nettoverlust schmolz von 456,3 Millionen US-Dollar auf 350,8 Millionen US-Dollar. Der Wert der gekauften Gutscheine kletterte um 436,7 Prozent von 745,3 Millionen US-Dollar im Jahr 2010 auf jetzt vier Milliarden US-Dollar.

Insgesamt kooperierte Groupon 2011 mit 250.000 lokalen Handelspartnern in 47 Ländern. Analysten zeigten sich von den Zahlen dennoch enttäuscht und äußerten sich vor allem besorgt über das abnehmende Wachstum von Groupon in seinem Heimatland USA. Auch habe der Couponing-Dienst in seinen aktuellen Quartalszahlen nicht mehr ganz so viele Unternehmenszahlen offen gelegt wie noch beim Börsengang. Das sei nie ein gutes Zeichen, so die Börsenprofis.

Konkurrent Living Social vermeldete jüngst für das Jahr 2011 verkaufte Gutscheine im Wert von 750 Millionen US-Dollar. Der Umsatz nach Auszahlung der Anteile an Handelspartner lag bei 245 Millionen US-Dollar. Das Minus lag bei 588 Millionen US-Dollar.

© www.internetworld.de

Quartals- und Jahreszahlen 2011 für eBay

19.01.2012, 12:25
Quartals- und Jahreszahlen 2011 für eBay

eBay schlägt die Prognosen der Analysten: Die Zahlen für das Abschlussquartal 2011 fielen für den Onlinehandelsplatz mit einem Umsatz von über drei Milliarden US-Dollar erfreulich aus. Vor allem der Gewinn kann sich sehen lassen.

Der Umsatz für eBay betrug zwischen Oktober und Dezember 2011 satte 3,38 Milliarden US-Dollar. Damit konnte der Onlinemarktplatz eine Steigerung von 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal einfahren. Die Umsatzsteigerung schlug sich auch im Gewinn nieder. Hier verzeichnet eBay im vierten Quartal 1,98 Milliarden US-Dollar – eine Zunahme um 254 Prozent.

Der Umsatz aus dem Marktplatzgeschäft lag mit 1,78 Milliarden US-Dollar 16 Prozent über dem Vorjahreswert, 57 Prozent davon wurden außerhalb der USA erwirtschaftet. Das Handelsvolumen des Marktplatzgeschäfts, also der Wert der gehandelten Waren und Dienstleistungen, betrug 18,35 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg um 8,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Verkäufe zu Festpreisen machten global 64 Prozent des erzielten Handelsvolumens aus.

Nach wie vor ist Paypal ein wichtiges Segment für eBay. Allein im vierten Quartal wuchs der Umsatz des Zahlungsanbieters um 28 Prozent  auf 1,24 Milliarden US-Dollar – nicht zuletzt auf Grund des Volumens der über Paypal abgewickelten Finanztransaktionen in Höhe von 33,4 Milliarden US-Dollar. Nach Firmenaussage hat Paypal mittlerweile 106,3 Millionen registrierte Nutzer. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Bezahlunternehmen eine Million neue User pro Monat.

Auch der Jahresabschluss fiel gut aus: Im Jahr 2011 setzte eBay Güter und Dienste im Wert von 11,65 Milliarden US-Dollar um. Der Gewinn für das Jahr 2011 beträgt 3,22 Milliarden US-Dollar. Damit stieg der Umsatz um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, der Gewinn um 79 Prozent.

Die Zukunft sieht eBay rosig. Für das erste Quartal 2012 erwartet das Unternehmen einen Umsatz in Höhe zwischen 3,05 und 3,15 Milliarden US-Dollar. Für das Jahr 2012 hat sich eBay vorgenommen, einen Umsatz von 14 Milliarden US-Dollar anzupeilen.

Fakten aus Deutschland

In Deutschland haben mehr als 175.000 gewerbliche und 5,4 Millionen private Verkäufer haben im Jahr 2011 Handel auf der deutschen eBay-Plattform betrieben. Die Kategorien mit den meist verkauften Artikeln bei eBay in Deutschland waren in 2011: Mode, Möbel & Wohnen, Auto- und Motorradteile, Heimwerker und Sammeln & Seltenes.

Alle zehn Sekunden wurde im vergangenen Jahr auf dem deutschen eBay-Marktplatz eine Jeans verkauft. Jede Minute wecheselte eine Digitalkamera bei eBay.de den Besitzer. Und alle zwei Minuten wurde ein Sofa verkauft.

Mobile Commerce

Das bei eBay weltweit über mobile Applikationen erzielte Handelsvolumen betrug im vergangenen Jahr fünf Milliarden US-Dollar. Für 2012 rechnet eBay mit einem weltweiten Handelsvolumen von mehr als acht Milliarden US-Dollar durch Mobile Commerce.

Auch in Deutschland stieg die Zahl der mobilen Käufe bei eBay im letzten Jahr merklich an: 2010 kauften die Deutschen noch alle zehn Sekunden mit iPhone & Co. bei eBay ein. Heute wird bereits alle fünf Sekunden in Deutschland bei eBay mobil geshoppt.

© www.internetworld.de www.beyond-print.de