Neue Lumia-Modelle mit Screen-Sharing-Option

05.09.2014, 7:53

Parallel zur IFA hat Nokia/Microsoft drei neue Lumia-Smartphones mit Windows Phone 8.1 vorgestellt. Ebenfalls neu: Ein Zubehörprodukt, das den Smartphone-Screen direkt aufs TV überträgt.

(Quelle: Microsoft)

Es ist das erste globale Lumia-Event von Nokia unter der Microsoft-Flagge: Dazu trat man Vorfeld der IFA in der Halbruine des ehemaligen Kaufhauses Jandorf an – hoffentlich kein Omen für die Zukunft. Chris Weber, CVP Mobile Sales Microsoft, präsentierte die Neuheiten: “Die neuen Modelle mit Windows Phone 8.1 sollen die Features der Highend-Modelle in günstigere Preisklassen bringen”, so der Manager.

Das Lumia 830 ist mit 8,5 Millimetern das dünnste Smartphone des Herstellers. Die Ausstattung umfasst einen 1,2-GHz-Quadcore-Prozessor, ein 5-Zoll-HD-Display, 16 GB Datenspeicher, einen MicroSD-Slot und LTE. Es hat eine 10-Megapixel-Kamera mit Bildstabilisator, die mit Zeiss-Technologie arbeitet.

Mit der neuen Funktion “dynamic Flash” können Bilder auch nachträglich stufenlos in der Helligkeit bearbeitet werden – so als ob ein Blitz eingesetzt wurde, da die Kamera bei schwachem Licht immer zwei Bilder macht. Die Akku-Abdeckungen sind austauschbar, eine Variante mit drahtloser Ladefunktion gibt es ebenfalls. Das Lumia 830 soll noch im September in Orange, Grün, Grau und Weiß für rund 400 Euro auf den Markt kommen – “deutlich günstiger als das iPhone 5s und das Galaxy S5“, wie Microsoft-Mann Weber betont.

Außerdem zeigte der Hersteller das Lumia 730 Dual SIM und das Lumia 735. Sie haben 4,7-Zoll-Displays mit 1.280 mal 720 Bildpunkten Auflösung, Quadcore-Prozessoren mit 1,2 GHz und 6,7-Megapixel-Kameras. Durch die Weitwinkel-Frontkamera mit 5 Megapixel sollen sie sich besonders gut für Selfies eignen. Zum Kauf dieser Geräte gibt es zudem ein dreimonatiges Skype-Abo gratis. Beide Telefone gibt es ebenfalls in Orange, Grün, Weiß und Grau, sie sollen in den nächsten Wochen auf den Markt kommen. Das Lumia 730 Dual SIM soll rund 240 Euro kosten, das Lumia 735, das nur einen SIM-Slot aber dafür LTE hat, wird etwa 260 Euro kosten.

Ein neues Zubehör, der “Microsoft Screen Sharing for Lumia Phones HD-10″ erlaubt es zudem, per NFC-Kopplung und Bluetooth Inhalte zu teilen, zum Beispiel zwischen HDMI-fähigen Fernseher und Smartphones. Außerdem kommt mit dem DT-903 eine neue Generation des drahtlosen Laders, der jetzt auch NFC-fähig ist. Er erkennt zum Beispiel eingehende Nachrichten auf dem Telefon und fängt dann an zu blinken.

Schließlich wurde noch das Update “Lumia Denim” für das Lumia 930 und das Lumia 1520 angekündigt, mit dem unter anderem die Aufnahmegeschwindigkeit der Kamera stark verbessert wird, außerdem können Videos in 4K-Qualität aufgenommen werden.

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Nokia-Übernahme belastet Microsoft-Bilanz

23.07.2014, 12:01

Die Übernahme von Nokia überschattet das Quartalsergebnis von Microsoft: Zwar ist der Umsatz weiter gestiegen, doch der Gewinn ist deutlich zurückgegangen.

(Quelle: Microsoft.com)

Im zweiten Quartal 2014 hat Microsoft 23,4 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht, das entspricht einem Plus von 18 Prozent. Der Gewinn ging allerdings um sieben Prozent auf 4,6 Milliarden US-Dollar zurück. Der Grund: Die neue Nokia-Sparte meldete im Zeitraum von April bis Juni einen operativen Verlust von 692 Millionen US-Dollar.

Microsoft konzentriere sich darauf, ein “Produktivitäts- und Plattform-Unternehmen für die Mobile-First- und Cloud-First-Welt zu sein”, betont der neue CEO Satya Nadella die von ihm ausgerufenen Schwerpunkte. “Ich bin stolz, dass unser aggressiver Schritt in Richtung Cloud sich auszahlt – unser Jahresumsatz in diesem Bereich hat sich erneut auf 4,4 Milliarden US-Dollar verdoppelt.” Ebenfalls positiv entwickelt hat sich der Suchanzeigen-Umsatz von Bing, der sich um 40 Prozent erhöht hat. In den USA hat die Suchmaschine inzwischen einen Marktanteil von 19,2 Prozent.

Den Löwenanteil des Umsatzes verdient Microsoft allerdings noch immer mit Unternehmenssoftware, in diesem Bereich erzielte der Konzern 11,2 Milliarden US-Dollar Umsatz (plus sechs Prozent), gefolgt von Privatanwender-Software mit 4,4 Milliarden US-Dollar (plus neun Prozent) und Nokias Handy-Hardware (2,0 Milliarden US-Dollar; wegen Übernahme kein Vergleich zum Vorjahresquartal).

Microsoft hatte Nokia im September 2013 gekauft – vergangene Woche gab Nadella bekannt, was das für den Konzern bedeutet: 18.000 der insgesamt 127.000 Arbeitsplätze werden abgebaut, mit 12.500 entfällt der Löwenanteil auf die Handysparte. Dort muss jeder zweite gehen – vom Fabrikarbeiter bis zum Manager. Der Fokus liegt künftig auf Windows Phone, die Android-Smartphone-Reihe Nokia X wird nicht weiterentwickelt. “Unsere Strategie für die Geräte muss zu Microsofts Strategie passen und sich in einem bestimmten finanziellen Rahmen befinden”, schrieb der ehemalige Nokia-Chef Stephen Elop, der nun bei Microsoft für die Geräte zuständig ist, an die Mitarbeiter.

Doch nicht nur doppelte Abteilungen durch den Nokia-Kauf, auch die vielen Managementebenen bei Microsoft hat der CEO im Visier: Der im Februar 2014 als Nachfolger für Steve Ballmer eingesetzte Nadella will die Unternehmensorganisation flacher gestalten und erhofft sich davon mehr Effizienz sowie größeres Vertrauen zwischen den Abteilungen.

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Microsoft streicht 18.000 Stellen

18.07.2014, 9:47

Microsoft verringert die Belegschaft. Im kommenden Jahr will der IT-Konzern 18.000 Stellen kürzen, davon 12.500 beim Handyhersteller Nokia. Für die Android-Smartphone-Reihe bedeutet dies das Aus.

(Quelle: Microsoft.com)

Wenn bei Übernahmen auch von “Synergien” gesprochen wird, ist das nie ein gutes Omen für die Mitarbeiter. Microsoft hatte Nokia im September 2013 gekauft – und heute gab CEO Satya Nadella bekannt, was das für den Konzern bedeutet: 18.000 der insgesamt 127.000 Arbeitsplätze werden abgebaut, mit 12.500 entfällt der Löwenanteil auf die Handysparte. Dort muss jeder zweite gehen – vom Fabrikarbeiter bis zum Manager.

Mit der Streichung von 13.000 Stellen beginnt Microsoft sofort, die Mehrheit der restlichen von Kündigung betroffenen Angestellten soll in den kommenden sechs Monaten informiert werden. Microsoft Deutschland kommt glimpflich davon, hier geht es um weniger als hundert der 1.800 Mitarbeiter Stellen.

Die Stellenstreichungen seien “schwierig, aber notwendig”, um den Konzern strategisch neu auszurichten, schreibt Nadella in einer heute versendeten Mail an alle Mitarbeiter und kündigte die Zahlung von Abfindungen an. “Ich verspreche, dass wir diesen Ablauf auf so umsichtig und transparent wie möglich gestalten.”

Grund für die Reduzierung ist in erster Linie die Integration von Nokia, durch die nun Abteilungen und Kompetenzen doppelt vorhanden sind. Doch auch die vielen Managementebenen bei Microsoft hat Nadella im Visier: Der im Februar 2014 als Nachfolger für Steve Ballmer eingesetzte CEO will die Unternehmensorganisation flacher gestalten und erhofft sich davon mehr Effizienz sowie größeres Vertrauen zwischen den Abteilungen.

Die Handysparte fokussiert sich künftig auf den Markt für Windows Phone. “Unsere Strategie für die Geräte muss zu Microsofts Strategie passen und sich in einem bestimmten finanziellen Rahmen befinden”, schreibt der ehemalige Nokia-Chef Stephen Elop, der nun bei Microsoft für die Geräte zuständig ist, in einem offenen Brief an die Mitarbeiter. Jetzt gehe es darum, die Stückzahlen bei Windows Phone in die Höhe zu treiben. Mit Lumia-Modellen soll der Markt für Billig-Smartphones ins Visier genommen werden.

Für die Android-Smartphone-Reihe Nokia X bedeutet der Umschung wohl das aus: Ausgewählte Designs und Produkte der Nokia-X-Reihe würden auf Windows-Phone-Modelle angepasst, so Elop. Existierende Nokia-X-Geräte werden weiterhin verkauft, aber wohl nicht mehr entwickelt.

Die Kosten für den Stellenabbau bezifferte das Unternehmen auf 1,1 bis 1,6 Milliarden US-Dollar vor Steuern, verteilt über die nächsten vier Quartale.

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Nokia Lumia 635 mit LTE ab sofort verfügbar

18.06.2014, 7:43

Mit dem neuen Nokia Lumia 635 bringt Microsoft ein günstiges Einsteiger-Smartphone mit Quadcore-Prozessor, das bereits den Datenturbo LTE mit an Bord hat.

(Quelle: Microsoft)

Wenige Wochen nach der Markteinführung des Nokia Lumia 630 bringt Microsoft nun das Zwillingsmodell Nokia Lumia 635 auf den Markt. Einziges Unterscheidungsmerkmal zum kleinen Bruder: das LTE-Modul, das der Hersteller dem Einsteiger-Smartphone zusätzlich spendiert hat.

Ansonsten ist die Ausstattung identisch: Zu dieser zählen ein 1,2-GHz-Quadcore-Prozessor, ein 4,5-Zoll-Clear-Black-Display mit 854 x 480 Pixeln Auflösung, 512 MB Arbeitsspeicher, 8 Gbyte Datenspeicher, ein MicroSD-Slot sowie eine 5-Megapixel-Kamera.

Für optische Abwechslung sollen bunte Wechselcover sorgen. Praktisch: Der 1.830mAh starke Akku kann vom Nutzer selbst gewechselt werden. Beim Betriebssystem setzt Microsoft auf das neue Windows Phone 8.1. Der Preis für das Nokia Lumia 635 beträgt 179 Euro.

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Nokia geht, Microsoft Mobile kommt

22.04.2014, 12:15

Im Zuge der Übernahme durch Microsoft wird der Handy-Hersteller Nokia in Microsoft Mobile Oy umbenannt. Zudem wurde der Deal noch in einigen Details leicht abgeändert.

Alle regulatorischen Hürden sind genommen: Laut einem Blog-Beitrag von Brad Smith, General Counsel & Executive Vice President, Legal & Corporate Affairs bei Microsoft, kann die Übernahme des Handy-Herstellers Nokia am kommenden Freitag offiziell abgeschlossen.

Im Zuge der endgültigen Übernahme zum 25. April 2014 soll auch der Firmenname Nokia verschwinden: Dies behaupten zumindest diverse Branchenportale, die sich auf Nachrichten von Nokia und Microsoft an seine Kunden und Partner beziehen. Daraus soll hervorgehen, dass Nokias Handysparte in Microsoft Mobile Oy umbenannt wird – wobei “Oy” im Finnischen für GmbH steht. Die hundertprozentige Microsoft-Tochter mit seinen 30.000 Mitarbeitern soll weiterhin von Stephen Elop geführt werden, der zwischenzeitlich auch als Nachfolger des mittlerweile zurückgetretenen Microsoft-Chefs Steve Ballmer im Gespräch gewesen war.

Ob eine solche Umbenennung zur Folge hätte, dass auch die Lumia-Smartphones in Zukunft unter dem Namen Microsoft Mobile vertrieben werden, ist indes noch völlig unklar. Zumindest strategisch wäre es fragwürdig, einen so etablierten Brand von heute auf morgen vom Markt zu nehmen. Nokia wollte sich auf Nachfrage (noch) nicht zu diesem Thema äußern.

In letzter Sekunde habe noch einige Veränderungen gegeben, die so ursprünglich nicht geplant waren: So wird Microsoft nun doch nicht die Nokia-Produktionsstätte in Korea übernehmen. Microsoft wird zudem die Domain nokia.com sowie Nokias Social-Media-Auftritt für ein weiteres Jahr managen.

Der Hintergrund: Im September vergangenen Jahres hatte Microsoft die Übernahme des Handy-Geschäfts von Nokia angekündigt. Seit der Trennung von seiner traditionsreichen Sparte positioniert sich Nokia in erster Linie als Telecom-Ausrüster.

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Nokia zeigt erste Android-Smartphones

25.02.2014, 9:01

Im Vorfeld kursierten bereits zahlreiche Gerüchte, jetzt ist es offiziell: Nokia verkauft ab sofort Smartphones mit dem Betriebssystem Android.

Nokia hat es tatsächlich getan: Nachdem bereits im Vorfeld des Mobile World Congress heftig über ein Android-Smartphone spekuliert wurde, überraschte der Hersteller nun mit gleich drei neuen Geräten, die allesamt das populäre Betriebssystem nutzen. In den Modellen Nokia X, Nokia X+ und Nokia XL kommt allerdings nicht Googles Android-Version zum Einsatz, sondern die des Android Open Source Projekts (AOSP).

Dadurch werden auf den neuen Nokia-X-Modellen auch nicht Googles Cloud-Dienste laufen, wie Executive Vice President Stephen Elop betonte; stattdessen könnten Nutzer auf Microsoft-Angebote wie zum Beispiel OneDrive zugreifen. “Wir profitieren vom Android-Ökosystem, haben das System aber auf unsere Dienste angepasst”, so der Manager. Zudem sollen mehrere Apps wie Skype, Facebook oder Here Maps vorinstalliert sein. Generell erinnert die Betriebsoberfläche der X-Serie eher an Windows Phone als an Android. Neue Apps können über einen eigenen Nokia-Store installiert werden. Dank AOSP soll es aber auch möglich sein, Apps aus anderen Stores zu beziehen.

Auch wenn die Funktionalität leicht eingeschränkt sein mag, so betritt Nokia mit der X-Serie doch neues Terrain: Bislang setzte der Hersteller in den höherwertigen Lumia-Modellen ausschließlich auf das Microsoft-Betriebssystem Windows Phone, in den Einsteiger-Modellen der Asha-Serie werkelt ein Symbian-Derivat. Eine Verwendung von Android hingegen schien ausgeschlossen – nicht zuletzt aufgrund der engen Kooperation mit Microsoft und der später erfolgten Übernahme von Nokia durch den Software-Riesen.


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Nokia-Übernahme abgenickt

04.12.2013, 11:26

Das US-Justizministerium und die Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) haben keinerlei Bedenken gegenüber der Nokia-Übernahme durch Microsoft angemeldet. Nun fehlt nur noch die Genehmigung der EU-Kommission.

Die Übernahme der Handy-Sparte von Nokia durch den US-amerikanischen Software-Giganten Microsoft kann wohl wie geplant im ersten Quartal 2014 abgeschlossen werden. Sowohl das US-Justizministerium als auch die Kartellbehörde Federal Trade Commission (FTC) haben keinerlei Bedenken gegenüber dem Mega-Deal angemeldet.

Damit fehlt nun nur noch die Genehmigung der EU-Kommission, gilt jedoch als wahrscheinlich. Auch hier soll es keine Auflagen geben, meldete bereits im November 2013 die Nachrichtenagentur Reuters. Eine Entscheidung hierzu wird in Kürze erwartet.

Der Hintergrund: Microsoft hatte Anfang September angekündigt, die Handy-Sparte des finnischen Herstellers Nokia zum Gesamtpreis von 5,44 Milliarden Euro übernehmen zu wollen. Die Investition ist ein deutliches Zeichen für das nachhaltige und ernsthafte Interesse von Microsoft am Mobile-Geschäft – und der eigenen Überzeugung, in diesem Bereich aussichtsreich neben der Konkurrenz um Apple oder Google bestehen zu können.

Mit Abschluss des Deals werden zahlreiche Nokia-Manager zu Microsoft überwechseln – darunter auch ein alter Bekannter: Nokia-Chef Stephen Elop war bis 2010 President von Microsofts Business Division. Dieser gilt nach dem angekündigten Rücktritt von Steve Ballmer neben Ford-Chef Alan Mulally und Microsoft-Manager Satya Nadella als ein möglicher Kandidat für den CEO-Posten bei Microsoft.

Nokia wird sich indes auf das Netzwerkgeschäft konzentrieren. Dieses hatte das Unternehmen kürzlich durch die vollständige Übernahme des Gemeinschaftsunternehmens Nokia Siemens Networks gestärkt.

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Nokia bringt MixRadio

21.11.2013, 13:50

Der Markt der digitalen Musikdienste ist um einen Anbieter reicher: Nokia startet heute sein Streaming-Angebot “Mix Radio”. Der kostenlose Service baut auf dem bisherigen Nokia-Radiosender “Music” auf und läuft ohne Registrierung werbefrei auf allen Lumia-Smartphones.

(Foto: Nokia)

Nokia erweitert sein mobiles Musik-Portfolio und führt heute den Streaming-Dienst "Mix Radio" in 31 Ländern ein. Nutzen können das Angebot, das laut Nokia kostenlos und werbefrei ist und ohne Registrierung läuft, alle Besitzer eines Nokia Lumia-Smartphones.

Die Anwendung baut auf dem bisherigen Nokia Music Streaming-Dienst auf, der 2011 eingeführt wurde. In den Mittelpunkt der überarbeiteten Variante stellt Nokia die Funktion "Play Me". Mit der neuen Schaltfläche soll es Nutzer erleichtert werden, eine individuelle Musikauswahl zusammenzustellen. Durch die Funktionen "Daumen nach oben", "Daumen nach unten" und "Favoriten" kann der User Tracks bewerten und so seine Favoriten markieren. So soll ein personalisierter Radiosender entstehen, der sich die Hörgewohnheiten seiner Anwender "merkt". Mit im Portfolio sind dem Mobilfunkanbieter nach auch rund 26 Millionen Musikmixe von Experten und Promis. Mix Radio gibt es ab sofort im Windows Store.

Konkurrenzlos ist Nokia bei Weitem nicht. Schärfster Wettbewerber dürfte Spotify sein, aber auch Youtube plant offenbar einen Premium-Dienst, der Musikvideos im Abo anbietet. Google selbst hat mit All Access bereits einen Streaming-Dienst, der sich mittlerweile auch in Europa etabliert hat, nur nicht in Deutschland.

Laut Bitkom hören in Deutschland bereits über sechs Millionen Nutzer Musik per Online-Straming. Insgesamt kennen etwa 16 Millionen Deutsche entsprechende Angebote, darunter auch Xbox Music oder Aupeo.

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Nokia steigert Smartphone-Verkäufe

30.10.2013, 8:25

Weniger Verluste, mehr verkaufte Lumia-Smartphones: Kurz vor der Übernahme durch Microsoft wähnt sich der finnische Handy-Hersteller Nokia auf dem Weg der Besserung.

(Foto: Nokia)

Etwas Licht am Ende des Tunnels bei Nokia: Kurz vor der Übernahme durch Microsoft hat der finnische Handy-Hersteller im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres seine Verluste zumindest eindämmen können.

Konkret fiel im Berichtszeitraum unterm Strich ein Verlust von 104 Millionen Euro an. Zum Vergleich: Im Vorjahresquartal musste der Konzern noch ein gigantisches Minus von 934 Millionen Euro in die Bilanzbücher schreiben. Noch besser sieht es beim operativen Ergebnis (vor Steuern) aus: Nach einem Verlust von 564 Millionen Euro im Vorjahr steht nun ein Plus von 118 Millionen Euro auf der Habenseite. Der Umsatz brach hingegen um knapp 22 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro ein.

Erfreulich verlief die Entwicklung im wichtigen Smartphone-Segment, das Nokia lange Zeit Kopfzerbrechen bereitete. Immerhin 8,8 Millionen Lumia-Geräte konnten die Finnen nach der Präsentation einiger neuer Modelle weltweit verkaufen – im Vorjahreszeitraum waren es noch 6,3 Millionen, im Vorquartal 7,4 Millionen Geräte. Kleiner Wermutstropfen: Das Wachstum wurde insbesondere vom günstigen Lumia 520 getragen, weshalb der durchschnittliche Gerätepreis auch binnen drei Monaten von 157 auf 143 Euro sank.

Was das gesamte Handy-Geschäft anbelangt, konnte Nokia einen Umsatz von 2,9 Milliarden Euro erzielen – das sind 19 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Dafür reduzierte sich der operative Verlust auf 86 Millionen Euro nach 672 Millionen Euro im Vorjahr.

In den kommenden Monaten werden sich bei Nokia nun dramatische Veränderungen ergeben. Im Rahmen der für Frühjahr 2014 anvisierten Übernahme der Handy-Sparte durch Microsoft werden rund 32.000 Mitarbeiter zu dem Software-Riesen wechseln. Der Nokia-Konzern wird dann zukünftig im Kern aus der Netzwerkausrüster-Sparte NSN sowie der Service-Sparte Here bestehen.

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Samsung-Spots übertrumpfen Apple-Videos

30.09.2013, 9:23

Erfolg im Social Video Advertising hängt von einzelnen Clips ab und lässt sich nicht automatisch über eine Marke hinweg wiederholen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Unruly, die die Shares von Video-Werbung der Unterhaltungselektronik untersucht. Im Smartphone-Bereich zeigt sich demnach, dass die Social-Video-Strategie von Apple nicht aufgeht.

(Foto: Fotolia.de/Matthias Enter)

Die Unterhaltungsbranche ist im Social Web vertreten, das ist klar. Ihre Videos werden aber hauptsächlich im Zusammenhang mit Produkteinführungen geteilt. Ein Sharing-Erfolg lässt sich nicht eindeutig über mehrere Produktgruppen oder die Marke hinweg festmachen. Das sind Ergebnisse aus der aktuellen Studie von Unruly, Plattform für Social Video Marketing. Das Augenmerk lag insbesondere auf den Clips von Smartphone-, Tablet- und Browser-Anbietern. Untersucht wurde, wie viele Shares diese jeweils auf sich vereinen können.

Apple-Spots hinken hinterher

Überraschendes zeigt vor allem die Analyse der Performance der Clips von Smartphone-Herstellern. Demnach geht die Social-Video-Strategie von Apple nicht auf: Die Werbespots für das Samsung Galaxy S 4 beispielsweise wurden insgesamt achtmal so oft geteilt wie die Clips zum Apple iPhone 5 (2.959.372 Shares zu 396.424 Shares).

Das Neueste scheint außerdem nicht zwangsläufig das Beste zu sein. Der "iPhone 4s"-Spot konnte weitaus mehr Shares (ein Share pro 10 Views) auf sich ziehen als der Spot für das iPhone 5 (ein Share pro 56 Views).

Grundsätzlich dominieren Video Spots von Samsung den Smartphone-Markt. Sie können mehr als die Hälfte der Aufmerksamkeit in Form von Shares anziehen. Diese Dominanz lässt sich laut Unruly unter anderem auf die hohe Anzahl der veröffentlichten Videos zurückzuführen. bei der Quote sieht es allerdings etwas anders aus: Im Durchschnitt erreichten Samsung Ads nach 35 Views ein Share (1:35), im Vergleich dazu waren Blackberry (1:11), Apple (1:23), Nokia (1:26) und Sony (1:34) besser. Innerhalb der gesamten Shares im Smartphone-Markt belegt Nokia nach Samsung mit 17,4 Prozent den zweiten Platz vor Apple mit nur 9,4 Prozent.

Tablets und Web Browser

Neben Smartphones analysiert der Report auch die Performance der Spots von Tablets und Web Browsern. Einige der Ergebnisse:

  • Surface erobert die Spitze. Die Verkaufszahlen sagen zwar etwas anderes, aber: Die beiden meistgeteilten Tablet Ads aller Zeiten stammen von Microsofts Surface. Nach den beiden auf Rang drei folgt Samsungs Galaxy Note 10.1.
  • Kampf der Browser: Google Chrome konnte fast 70 Prozent der gesamten Shares insgesamt erreichen, ohne eine zeitliche Begrenzung. Allerdings haben die Video Ads des Microsoft Internet Explorers Google die Stellung innerhalb der letzten 12 Monate streitig gemacht, indem sie in diesem Zeitraum 88,6 Prozent der Shares allein auf sich vereinen konnten.

Schlusslicht Unterhaltungselektronik

Insgesamt hängt der Sektor Unterhaltungselektronik hinter anderen zurück, wenn es um Social Videos geht. Werbung für Video-Spiele, Smartphones, Web-Browser und Tablets konnten nur 8,9 Prozent aller Shares auf sich vereinen. (Basierend auf der Analyse der 100 meistgeteilten Video Ads überhaupt in dem jeweiligen Segment.) Andere Branchen sind zum Teil weitaus aktiver im Social Web unterwegs, Konsumgüter etwa konnten 29,4 Prozent, der Einzelhandel 19,7 Prozent und die Automobilindustrie 10,1 Prozent der Shares im Social Web erzielen.

"Diese Zahlen zum Sharing sind mehr als nur oberflächliche Vergleichsspielchen" erklärt Martin Dräger, Geschäftsführer Unruly Deutschland. "Videos, die gerne und viel geteilt werden, können die Reichweite für eine Marke drastisch erhöhen, Empfehlungen unter sogenannten Peer Groups fördern, nachhaltige Markenwahrnehmung bewirken und letztendlich zum Kauf führen." 

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