Yoox und Net-a-Porter erwägen Fusion

31.03.2015, 13:51

Mode im Internet

Schließen sich der Online-Modehändler Yoox und Net-a-Porter doch noch zusammen? Die beiden Unternehmen bestätigten nun entsprechende Gerüchte, wonach sie darüber wieder im Gespräch sind.

Yoox und Net-a-Porter erwägen Fusion

(Quelle: Shutterstock-com/KieferPix)

Zusammenschluss im Online-Modehandel: Der italienische Webshop-Betreiber Yoox und der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont, Muttergesellschaft von Net-a-Porter, sprechen der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge erneut über diese Option.

Ein erster Anlauf für eine Fusion war vor über einem Jahr gescheitert. Obwohl Net-a-Porter bislang noch keinen Gewinn erzielt hat, wird der Wert des Unternehmens für Luxusmode auf 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro geschätzt. Yoox bewertet die Börse mit 1,3 Milliarden Euro.

Im vergangenen Jahr hat Net-a-Porter seinen Sportableger Net-a-Sporter ans Netz gebracht, mit dem Versprechen: „Sportbekleidung, die so schick wie der Rest Ihrer Garderobe ist“.

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Multichannel-Commerce noch nicht ausgereift

31.03.2015, 8:39

Shopping über alle Kanäle

Wie können Webshop-Betreiber ihren Kunden ein Einkaufserlebnis bescheren? Und wie lässt sich die Shopping-Tour kanalübergreifend inszenieren? Eine aktuelle Studie gibt Antworten aus Händlersicht.

Multichannel-Commerce noch nicht ausgereift

(Quelle: Shutterstock.com/gpointstudio)

Eine emotionale Ansprache und die Vermittlung eines wahren Shopping-Erlebnisses spielen beim Einkaufen seit jeher eine bedeutende Rolle – das gilt heutzutage auch für den Online-Handel. Für Shop-Betrteiber wird es zudem immer wichtiger, den Konsumenten über alle Kanäle hinweg ein einheitliches Erlebnis zu vermitteln: 81,2 Prozent der befragten Händler sind der Meinung, dass die Bedeutung der Erlebnisvermittlung in Online-Shops künftig zunehmen wird. Rund 48 Prozent gehen sogar von einer starken Relevanzzunahme aus. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle Kurzstudie „Einkaufserlebnisse über alle Kanäle – Erfolgskriterien und Auswirkungen“, die das ECC Köln in Zusammenarbeit mit CoreMedia, T-Systems Multimedia Solutions und IBM durchgeführt hat.

Durchschnittsnote 2,4 in der Eigenwahrnehmung

Demnach sind die Online-Händler durchaus zufrieden damit, wie ihnen die Erlebnisvermittlung gelingt: Im Schnitt geben sich die Befragten die Schulnote 2,4 für die bislang umgesetzten Maßnahmen. Während rund 61 Prozent die aktuelle Situation als sehr gut oder gut einstufen, sehen allerdings 39 Prozent noch erheblichen Handlungsbedarf.

Neben der Differenzierung vom Wettbewerb verbinden die Webshop-Betreiber insbesondere hinsichtlich Verweildauer und Kundenbindung positive Erfahrungen mit den erlebnisorientierten Features in ihren Shops. Etwa die Hälfte der Befragten gaben an, dass sie eine längere Verweildauer der Kunden beobachten, knapp 49 Prozent verbuchen zudem eine verbesserte Kundenbindung beziehungsweise erhöhte Zahl an erneuten Bestellungen.

„Händler, die heute schon auf erlebnisorientierte Funktionalitäten setzen, können Kunden emotional an sich binden und den Freizeitcharakter des Shoppers auch online bedienen“, so Boris Hedde, Geschäftsführer des IFH Köln, zu dem das ECC gehört.

Aufwand vs. Conversion


Umgesetzte Maßnahmen: Aufwand versus Conversion-Rate-Steigerung

(Quelle: ECC Köln)

Grafik Realisierungsaufwand vs. Conversion-Rate-Steigerung
Umgesetzte Maßnahmen: Aufwand versus Conversion-Rate-Steigerung
(Quelle: ECC Köln)

Ein wichtiger Gradmesser für den Erfolg der umgesetzten Maßnahme bleibt indes – auch beim Thema Erlebniseinkauf – die Conversion Rate. Themenwelten, ein probates Mittel zur Erlebnisvermittlung, sind beispielsweise nur mit großem Aufwand umzusetzen. Den befragten Händlern zufolge weisen Newsletter mit Hinweisen auf Events im stationären Laden sowie eine emotionale Bildsprache ein besonders gutes Verhältnis von Aufwand zu Conversion-Rate-Steigerung auf. Dagegen werden Online-Magazine als sehr aufwendig angesehen, zumal sie nur geringen Einfluss auf die Conversion Rate haben (siehe Grafik).

Dass Markenerlebnisse beim E-Commerce immer wichtiger werden, war auch Thema auf dem Internet World Kongress 2015. Wie man es schafft, dadurch Kunden an sich zu binden, erläuterte beispielsweise Stefan Sobczak, Geschäftsführer von Netshops Commerce, in seinem Vortrag. Und der Berliner Online-Modehändler Zalando plant bereits Änderungen im Mobile-Bereich und in der Customer Experience. Der Tenor: „Wir möchten ein Shopping-Erlebnis schaffen.“

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Weitere Streiks bei Amazon vor Ostern

30.03.2015, 12:31

verdi-Aufruf

Überraschend kommt die Meldung nicht, gerade zu E-Commerce-Großereignissen wird bei Amazon gestreikt. Nun hat die Gewerkschaft verdi auch vor Ostern an vier Standorten zu Streiks aufgerufen.

Weitere Streiks bei Amazon vor Ostern

(Quelle: Shutterstock.com/s-ts )

Nachdem in der vergangenen Woche schon am Standort Graben bei Augsburg Mitarbeiter von Amazon ihre Arbeit niedergelegt hatten, hat die Gewerkschaft verdi die Beschäftigten in Deutschland zu weiteren Streiks aufgerufen: Die Arbeitsniederlegung ist für 30. und 31. März geplant, in den vier Amazon-Logistikzentren Rheinberg und Werne (beide Nordrhein-Westfalen), Koblenz (Rheinland-Pfalz) sowie im größten deutschen Standort in Bad Hersfeld (Hessen).

In Leipzig traten ebenfalls Mitarbeiter des Online-Marktplatzes in den Ausstand, damit befinden sich fünf der acht Versandhandelszentren im Streik. Der US-Konzern, der vom 23. bis 30. März eine Osterwoche mit mehr als 3.000 Blitzangeboten gestartet hatte, sicherte seinen Kunden unterdessen eine pünktliche Lieferung zu, sofern die Bestellung bis Dienstagabend (31. März) eingeht.

„Die Beschäftigten beweisen auch im Ostergeschäft einen langen Atem und verlangen mit Nachdruck ihre Rechte“, erklärt Stefanie Nutzenberger, Mitglied des Bundesvorstands bei verdi. „Amazon hat es in der Hand, Beschäftigten und Kunden Sicherheit zu bieten, indem es endlich seine feindliche Haltung gegenüber seinen Arbeitnehmern ablegt und mit uns einen Tarifvertrag abschließt.“

Seit zwei Jahren wird gestreikt

Die Arbeitsbedingungen bei Amazon sind regelmäßig in der Diskussion, verdi will den Konzern zur Aufnahme von Tarifverhandlungen bewegen. Seit rund zwei Jahren kommt es deshalb immer wieder zu Ausständen an den deutschen Standorten, an der bislang größten Streikwelle vor Weihnachten 2014 beteiligten sich laut verdi hierzulande zeitweise bis zu 2.700 Beschäftigte pro Tag in sechs von acht Amazon Versandzentren.

Dennoch lehnt der Marktplatz-Betreiber Verhandlungen bisher ab – mit dem Verweis, die Bezahlung der Mitarbeiter orientiere sich am oberen Bereich der Logistikbranche. Laut verdi-Gewerkschaft, die eine Bezahlung nach den besseren Bedingungen des Einzel- und Versandhandels fordert, hält sich Amazon jedoch an keinerlei Tarife.

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Neues Elektrogesetz ärgert Online-Händler

11.03.2015, 15:17

Gesetzesnovelle

Elektrogeräte können zur Gefahr für Umwelt und Gesundheit werden, wenn sie falsch entsorgt werden. Eine jetzt beschlossene Reform des Elektrogesetzes hat weitreichende Folgen für den E-Commerce.

Neues Elektrogesetz ärgert Online-Händler

(Quelle: Shutterstock.com/asharkyu)

Kaum ist das iPhone 6 auf dem Markt, landet sein Vorgänger im Restmüll des Apple-Fans – um solche und ähnliche Szenarien künftig zu verhindern, hat das Bundesumweltministerium eine Neuordnung des Elektrogesetzes beschlossen. Damit soll eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates aus dem 2012 (sogenannte WEEE-Richtlinie) umgesetzt werden. Ziel ist es, die Schäden für Umwelt und Gesundheit zu verringern, die Entstehen wenn Elektroschrott in den Hausmüll geworfen wird. Dazu sollen Elektrohändler verpflichtet werden, alte Elektrogeräte beim Neukauf eines gleichwertigen Geräte zurückzunehmen.

Kleine Geräte wie zum Beisiel wie Handys, Ladegeräte oder Modems müssen außerdem auch ohne Neukauf kostenfrei zurückgenommen werden. Die Neuregelung betrifft nicht nur größere stationäre mit mehr als 400 Quadratmetern Fläche, sondern auch Online-Händler. Amazon beispielsweise verlangt bei der Lieferung einer neuen Waschmaschine 15 Euro für die Rücknahme des alten Geräts – in Zukunft wäre dieser Servicekostenlos. Das Umweltministerium empfiehlt E-Commerce-Unternehmen hier Rücknahmekooperationen mit stationären Händlern oder mit Sozialeinrichtungen wie der Caritas.

Die EU-Richtline sieht vor, dass bis zum Jahr 2016 mindestens 45 Prozent des anfallenden Elektromülls erfasst und nach Möglichkeit wiederverwertet werden sollen, bis 2019 soll der Anteil auf 65 Prozent steigen.

Handelsverbände üben Kritik

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) ärgert sich erwartungsgemäß über den Kabinettsentwurf. „Die zu erwartenden Rücknahmequoten auf dem Postweg stehen mit dem Aufwand zur Einrichtung eines solchen Systems völlig außer Verhältnis. Händler sind keine Entsorgungsunternehmen“, beschwert sich Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer des bevh. „Dieselben Akteure, die an anderer Stelle immer wieder über die angeblich schlechte Ökobilanz des Versandhandels wettern, führen nun durch die Hintertür abermals neue Pflichten ein, die ausgerechnet vermeidbare Versandvorgänge auslösen würden.“

Kritik kommt auch vom Handelsverband Deutschland (HDE): „Schon jetzt funktioniert die freiwillige Rücknahme von Elektrogeräten im Einzelhandel hervorragend“, meint HDE-Geschäftsführer Kai Falk. Der Verband plädiert darüber hinaus für eine „haushaltsnahe Entsorgung in die geplante Wertstofftonne“, hierüfr müsse die Recyclingwirtschaft allerdings erst noch die technologischen Voraussetzungen schaffen. Die Einbeziehung des Online-Handels begrüßt der HDE dagegen, sie sei „wichtig für einen fairen Wettbewerb unter den Händlern“.

Päckchen müssen nicht nur die Ware schützen, sondern auch Kundenwünschen gerecht werden und ökologische Ansprüche erfüllen. Welche Strategien verfolgen Online-Händler zur Optimierung der Verpackungen? Das hat die Studie “ Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce“ des EHI Retail Institute untersucht.

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Preis und Bequemlichkeit sprechen für Online

02.12.2014, 11:28

Zukunft des Handels

Was kaufen die Deutschen lieber online ein – und für welche Produkte bevorzugen sie stationäre Läden? Das hat eBay für sein Projekt „Die Zukunft des Handels“ erforscht.

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(Quelle: ebay.de)

Für Verbraucher stellen der Gang ins Ladengeschäft und das Einkaufen im Internet keinen Widerspruch dar. Die Konsumenten messen beiden Einkaufskanälen ihre Bedeutung zu – mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Dies ergab eine repräsentative Befragung des Marktforschungsinstituts Innofact unter 1.000 Personen, die eBay im Rahmen des Projekts „Zukunft des Handels“ beauftragt hat.

Am Online-Handel schätzen Verbraucher (76 Prozent) neben der Möglichkeit, preiswert einkaufen und Preise vergleichen zu können, dass sie Artikel erwerben können, die im Ladengeschäft nicht vorrätig sind. 72 Prozent der Konsumenten halten die maximale Produktauswahl für einen wesentlichen Vorteil des Online-Handels. 70 Prozent der Befragten werden in der Zukunft auch solche Produkte online kaufen, die schwer zu transportieren sind. 71 Prozent der Verbraucher sehen einen Vorteil des Online-Einkaufens darin, dass sie die Öffnungszeiten und Erreichbarkeit von stationären Geschäften umgehen können.

Stationäre Ladengeschäfte werden die Verbraucher auch künftig aufsuchen, um Dinge zu kaufen, die sie gleich mitnehmen können – dies nennen 79 Prozent der Befragten als eine wichtige Funktion des lokalen Handels. Für 77 Prozent der Befragten spielt das Ladengeschäft eine wichtige Rolle bei der Erledigung wiederkehrender Alltagseinkäufe. 72 Prozent der Verbraucher werden den stationären Handel künftig nutzen, um Produkte vor dem Kauf in die Hand nehmen und ausprobieren zu können. 71 Prozent lassen sich vom stationären Produktangebot gern inspirieren. 30 Prozent der Befragten können sich vorstellen, dass Ladengeschäfte in Zukunft vor allem als Showrooms fungieren werden, in denen Waren präsentiert und erlebbar gemacht werden. Weitere 37 Prozent halten es für durchaus möglich.

Wie sich offline und online ergänzen können, zeigen die Metro Group, Paypal und eBay derzeit in ihrem gemeinsamen Pilotprojekt „The Inspiration Store“ im Weserpark Bremen. Bis Mitte Januar 2015 können die Kunden können aus einem zweiwöchig wechselnden Produktsortiment sowohl vor Ort als auch online bei eBay aus jeweils 400 verschiedenen Artikeln wählen.

In Hamburg hat der Online-Marktplatz Ende November in „The Inspiration Gallery“ die Geschenkideen tausender Fans ausgestellt.

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Home24 überarbeitet seinen Webshop

21.07.2014, 15:52

Möbelhandel im Web

Der Online-Möbelhändler Home24 hat seiner Website eine neue Optik verpasst. Mit größeren Bildern und einer verbesserten Produktdarstellung soll der überarbeitete Shop bei den Kunden punkten.

(Quelle: Shutterstock.com/PlusONE)

Home24 hat die Seite seines Online Shops einem Relaunch unterzogen. Große Bilder, eine intuitive Struktur und einige Konfigurationsmöglichkeiten sollen nun ein besseres Einkaufserlebnis bieten. Eine optimierte Produktdarstellung soll Käufern die Auswahl aus dem Sortiment von über 95.000 Produkten erleichtern. Ein Konfigurationstool ermöglicht Kunden zudem, Möbel je nach Bedarf individuell zusammenzustellen und anschließend mit einem Klick zu bestellen.

„Wir haben in den letzten Jahren viel über die Wünsche und Bedürfnisse unserer Kunden gelernt. Diese Erfahrung bündelt sich in unserem neuen Shop“, sagt Domenico Cipolla, Geschäftsführer von Home24. Nach eigenen Angaben konnte der Möbel-Webshop die Zahl seiner Kunden von 500.000 im vergangenen August mittlerweile verdoppeln.

Im Mai 2014 gab Home24 den Bau eines neuen Logistikzentrums bei Berlin bekannt. Für den Bau der Anlage wurde der Immobilienkonzern Goodman beauftragt, der auch die Zentrallager von Zalando in Erfurt und Mönchengladbach betreut. Home24 hat seinen Hauptsitz in Berlin und beschäftigt derzeit über 300 Mitarbeiter. Neben Deutschland ist das Unternehmen in Frankreich, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz aktiv.

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Österreich liebt Amazon

02.05.2014, 9:02

Onlineshop-Ranking

Welche Onlineshops sind in Österreich besonders beliebt? Dieser Frage geht die Erfolgsfaktoren-Studie des EEC Köln nach. Den Spitzenplatz erreicht Amazon, dicht gefolgt von Esprit.

(Quelle: Fotolia.com/cirquedesprit)

In Deutschland kritisch gesehen, in Österreich der Branchenprimus: Amazon belegt bei der Studie „Erfolgsfaktoren im E-Commerce – Top Online-Shops in Österreich 2014“ des E-Commerce Center (ECC) Köln am Institut für Handelsforschung die Top-Position. Wie im vergangenen Jahr räumte der Online-Marktplatz in Österreich wieder ab und erhielt 74,9 von 100 Punkten für Benutzerfreundlichkeit, Sortiment und Preis-Leistungs-Verhältnis.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. Mit nur einem Punkt Abstand (73,9 Punkte) erreicht der Onlineshop der Modemarke Esprit den zweiten Platz. Vor allem die Website-Gestaltung und die Organisation des Bezahlungsvorgangs überzeugten die österreichischen Kunden. Auf dem dritten Platz liegt der IT-Händler DiTech vor dem Kaffeehändler Tchibo/Eduscho und dem Schuhshop Zalando.


Ranking

„Die fünf besten Online-Shops in Österreich erreichen gute Indexwerte und bewegen sich damit aus Kundensicht bereits auf hohem Niveau“, kommentiert Sabrina Mertens, Leiterin des ECC Köln, die Ergebnisse. „Häufig entscheiden minimale Unterschiede bei näherer Betrachtung der Einzelkriterien über die Platzierung im Ranking.“ Dabei sei übrigens das Thema Bezahlung bei allen untersuchten österreichischen Shops von den Kunden gut bewertet worden.

In den Einzelkategorien Website-Gestaltung, Benutzerfreundlichkeit und Sortiment, Service, Versand und Lieferung, sowie Preis-Leistungs-Verhältnis und Bezahlung schnitten Esprit (Website-Gestaltung), Amazon (Benutzerfreundlichkeit, Sortiment), DiTech (Service, Versand & Lieferung), Weltbild (Preis-Leistung) und Universal Versand (Bezahlung) als Sieger ab.

Die Studie erlaubte neben dem Ranking auch einen Einblick in das Kaufverhalten der Nutzer. Der kritische Punkt für den Abschluss eines Online-Kaufs ist dabei die Höhe der Versandkosten. Fehlende Verfügbarkeit von Produkten ist ebenfalls für Kaufabbrüche verantwortlich, ähnlich wie das Fehlen des bevorzugten Bezahlverfahrens.

Das Zahlungsverhalten von Kunden hatte das EEC Köln auch in einer Studie Anfang Januar 2014 unter die Lupe genommen. Die meisten Nutzer bevorzugen danach die Zahlung über Paypal.

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E-Commerce in den Alpenländern boomt

12.11.2013, 14:08

Onlinehandel in Österreich und der Schweiz

Der E-Commerce in Österreich und der Schweiz wächst und wächst. Die Onlineshops in den Alpenländern setzen dabei auch auf den Multichannelansatz.

(Foto: istock.com/alexi)

Die Studie "E-Commerce-Markt Österreich/Schweiz 2013" von EHI und Statista erlaubt einen Blick in die Online-Aktivitäten der Nachbarländer. In Österreich machten die jeweils 250 umsatzstärksten Onlineshops im Jahr 2012 einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro (Vorjahr 2,1 Milliarden Euro). Das ist ein Wachstum von 19 Prozent. Die Schweiz setzt da noch einen oben drauf: Um ganze 26 Prozent verbesserte sich dort der Umsatz auf 4,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr.

Vor allem die Generalisten machen Kasse – in Österreich mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes (34,7 Prozent). In der Schweiz sind vor allem Elektronikshops erfolgreich. Mit Computer, Unterhaltungselektronik, Handys und Zubehör wurde 29,2 Prozent des Schweizer Gesamtumsatzes erzielt.

Beide Länder haben die Relevanz eines Multichannelansatzes erkannt: Fast zwei Drittel aller Onlinehändler in Österreich sind mittlerweile auch mit einem stationären Geschäft vertreten (61,2 Prozent), aber auch der Verkauf über Amazon (36,4 Prozent), eBay (26,8 Prozent) und Kataloge (18,4 Prozent) wird als Vertriebskanal genutzt. In der Schweiz liegt der Anteil der stationär vertretenen Onlinehändler bei 57,2 Prozent. Fast ein Drittel (27,2 Prozent) verkaufen ihre Produkte auch über Kataloge, nur 14 Prozent nutzen den Amazon-Marktplatz als Vertriebsweg und bei eBay sind es gerade 5,6 Prozent.

Auch auf Netzwerken sind die Alpenländler aktiv: Facebook wird von 85,6 Prozent der Shops in Österreich und 79,2 Prozent der Shops in der Schweiz genutzt. Twitter wird von 58,4 Prozent der österreichischen Shops und 61,2 Prozent der Schweizer Onlinehändler genutzt.

Die Angaben der Studie beruhen auf einer Händler-Befragung (EHI) und Statista-Hochrechnungen. Schwerpunkt der Untersuchung waren B2C-Onlineshops für physische und digitale Güter.

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Geld für Rebelle

22.10.2013, 13:48

Mode-Online-Portal will wachsen

Die im August gestartete Plattform für Designmode aus zweiter Hand, Rebelle, will sein Unternehmenswachstum ankurbeln. Dazu konnte der Marktplatz jetzt den High-Tech Gründerfonds als Investor gewinnen.

(Foto: fotolia.de/Africa Studio)

Noch nicht lange am Start, aber schon holt sich Rebelle einen neuen Investor ins Boot. Mit einer Kapitalspritze vom High-Tech Gründerfonds will der Second-Hand-Marktplatz für Designermode das Wachstum der Plattform vorantreiben. "Zusammen mit dem High-Tech Gründerfonds sind wir jetzt gut aufgestellt, um in einem kompetitiven Markt unser Geschäftsmodell schnell zu skalieren und zum führenden deutschen Anbieter im Luxus-Second-Hand-Segment zu werden", sagen die Rebelle-Gründerin Cécile Gaulke und ihr Partner Max Schönemann. Die bisherige Kundenresonanz untermaure diesen Schritt.

Der High-Tech Gründerfonds begründet seine Investition in das Fashion-Start-up mit der Erfolg versprechenden eigenen POS-Lösung von Rebelle. "Sie hat das Potenzial, Branchen, die bisher nur offline vertreten waren, einfach und günstig an das Internet anzubinden", so Marvin Andrä, Investment Manager beim High-Tech Gründerfonds.

Rebelle startete Mitte August 2013 mit seiner Plattform, auf der ausschließlich Designermode aus zweiter Hand verkauft wird. Hinter dem Betreiber StyleRemains verbergen sich Cécile Gaulke, Max Schönemann und Hanse Ventures. Erst kürzlich war ebenfalls in Hamburg mit Vite EnVogue ein weiterer Shopping Club für Designer-Second-Hand ans Netz gegangen.

E-Commerce ist nicht nur für den Weiterverkauf von Luxusmode wichtig. Auch die Marken selbst haben mittlerweile erkannt, dass die Altersgruppe der jungen Internetnutzer eine wertvolle Zielgruppe ist, die das Markenimage jung hält. In Deutschland ist der Online-Mode-Handel der stärkste Umsatztreiber: Jeder vierte Deutsche kauft mittlerweile seine Kleidung lieber im Netz als im Geschäft.

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Gefahren der Verbraucherrechterichtlinie

14.08.2013, 9:01

Widerrufsfrist kann zum Problem werden

Die EU-Verbraucherrechterichtlinie, die zum 13. Juni 2014 auch in Deutschland etliche Änderungen für Webshop-Betreiber mit sich bringt, wird den Onlinehandel über EU-Binnengrenzen hinweg mit Sicherheit vereinfachen. Dennoch drohen Händlern Abmahnungen, weil nicht alle Fälle mit den neuen Regelungen so einfach abzudecken sind.

(Foto: Fotolia.com/THesIMPLIFY)

Im Zuge der Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie (VRRL) werden viele Hindernisse in Bezug auf den grenzüberschreitenden Handel ausgeräumt. Allerdings kommen auch einige neue Probleme hinzu, die wahrscheinlich neue Abmahnungen hervorrufen. So wird es zum Beispiel nicht möglich sein, unter Einsatz der neuen Musterbelehrung mit nur einem Text für alle Bestellsituationen auszukommen.

Dies betrifft zum Beispiel Teillieferungen, bei denen der Zeitpunkt der Widerrufsfrist nicht eindeutig zu bestimmen ist. Für weitere Probleme könnte die exakte ­Berechnung der Rücksendekosten im Vorfeld sorgen. Das betrifft insbesondere ­Ware, die nicht paketfähig ist und per Spedition transportiert werden muss. In der Praxis dürfte viele Händler die Pflicht, ein Datum zu nennen, bis zu dem spätestens geliefert wird, vor große Herausforderungen stellen. All diese Fragestellungen könnten Anlass für wettbewerbsrechtliche Abmahnungen werden – und die Gerichte beschäftigen.

Ein weiterer Konflikt bei der Umsetzung der VRRL könnte im Zusammenhang mit der sogenannten Textformbelehrung entstehen. Denn bereits im Jahr 2010 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass ein Belehrungstext auf einer Website keine "Textform" darstelle. Verbraucher müssen die zum Vertragsschluss geltenden Bedingungen als Dokument zur Verfügung ­gestellt bekommen. Ob die deutschen Umsetzungen der VRRL wirklich im Einklang mit der Richtlinie stehen, wird sich noch zeigen müssen. Es könnte durchaus sein, dass der Europäische Gerichtshof ­eines Tages über die Rechtmäßigkeit der deutschen Gesetze entscheidet.

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