Apple verliert Patentschutz für Entsperr-Geste in Deutschland

05.04.2013, 12:12

Schon wieder ein Patent weniger: Apple hat in Deutschland den Patentschutz für den Schieberegler verloren, mit dem Nutzer durch eine Fingerbewegung iPhones und iPad entriegeln konnten. Samsung und Motorola hatten gegen das Patent geklagt.

In Sachen Patentansprüche ist Apple im Moment nicht wirklich erfolgreich. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das amerikanische Patentamt dem Konzern die Eintragung des iPad mini als gesetzlich geschützte Marke verweigert hatte; die Begründung dazu: Der Beisatz "mini" sei lediglich beschreibend und habe keine eigenständige Bedeutung. Jetzt weiten sich die Patent-Niederlagen auch auf das iPhone aus: In Deutschland hat Apple den Patentschutz für die Entsperr-Geste seiner mobilen Geräte verloren.

Das Bundespatentgericht erklärte das europäische Patent mit der Nummer EP1964022 für nichtig, berichtet heise.de. Konkurrenten wie Samsung und Motorola waren gegen das Patent vorgegangen, sie selbst benutzen inzwischen andere, aber ähnliche Gesten, mit denen User ihre Geräte entriegeln können. Daher hat das Schutzrecht inzwischen eher einen Prestige-Wert, eine genauere Begründung des Urteils liegt aktuell nicht vor. Ein Grund könnte allerdings die Tatsache sein, dass in Europa generell Software als solche nicht patentierbar ist, außer sie dient dazu ein technisches Problem von großer technischer Bedeutung zu lösen. Die Entsperr-Geste hätte demnach eher eine visuelle Bedeutung und würde folglich nicht als technische Innovation gelten.

Der deutsche Patent-Beobachter Florian Müller sieht keine wirklichen negativen Konsequenzen für Apple, wie er auf dem Portal Foss Patents erklärt: "Dieses Patent ist für Apple nicht annähernd so strategisch wichtig wie es bekannt ist". Apple hat noch die Möglichkeit, gegen die Entscheidung des Bundesgerichtshof vorzugehen.

Das "Slide to Unlock"-Verfahren von Apple steht für einen virtuellen Schieberegler, mit dem der Nutzer den Bildschirm per Fingerbewegung entsperren kann. Seit dem Start der ersten iPhones 2007 ist die Entsperr-Technik einer der bekanntesten Funktionen der Apple-Geräte.

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Samsung bastelt an einer Smartwatch

19.03.2013, 13:16

Samsung hat jetzt durchblicken lassen, an einer Smartwatch zu arbeiten. Damit will der Hardwarehersteller seinem Konkurrenten Apple bei der Entwicklung einer handlichen Uhr-Computer-Kombination zuvorkommen.

Wo genau Samsung bei seiner Entwicklung einer Smartwatch angekommen ist, ist noch nicht bekannt. Samsungs Mobile-Chef Lee Young Hee bestätigte aber gegenüber Bloomberg, dass das Unternehmen definitiv an einem solchen Produkt arbeite: "Wir bereiten das Uhrprodukt schon seit einiger Zeit vor und bemühen uns, uns dafür aufzustellen. Wir fertigen die Produkte der Zukunft, und die Uhr ist definitiv eines davon." Genauere Produktinformationen, geschweige denn einen Herausgabezeitpunkt ließ Hee jedoch nicht durchblicken.

Konkurrent Apple soll bereits seit geraumer Zeit an einem Armbandcomputer arbeiten, nachdem das Unternehmen schon vor anderthalb Jahren ein Patent für ein solches Produkt beantragt hatte. Spekulationen über den Entwicklungsstand bei Apple waren erst vor drei Wochen durch die Medien gegangen.

Vergangene Woche hatte Samsung sein neues Flaggschiff-Smartphone Galaxy 4S vorgestellt. Das neue Smartphone kommt Ende April 2013 in den Verkauf und beinhaltet neue mobile Payment-Hilfen.

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Einfacher zahlen mit Galaxy 4S

18.03.2013, 13:57

Vor wenigen Tagen stellte Samsung das Galaxy 4S in New York vor. Mit dem neuen Smartphone möchte der Handyhersteller nun auch beim mobilen Bezahlen vorne mitmischen.

Das Galaxy S4 enthält von dem Unternehmen mobeam entwickelte Technologie, die es Händlern ermöglichen soll, mobile Zahlungen, Coupons und Kundenkarten abzurechnen. Retailer brauchen in keine externen Geräte zu investieren, da die auf dem Smartphone angezeigten QR- oder Strichcodes dank der mobeam-Technik scanbar sind. Darüber hinaus verfügt das Galaxy 4S über Near-Field-Technologie und ist bereits automatisch mit der payWave-App des Kreditkartenanbieters Visa verbunden. Auch die mobile Brieftasche von Samsung, in der sich Rabattcoupons, Kundenkarten und Gutscheine virtuell sammeln lassen, ist bereits auf dem Gerät aufgespielt, so das Blog mobilecommercedaily.

Das Samsung Galaxy 4S soll Ende April 2013 in den Handel kommen: Das äußerlich nur unwesentlich veränderte Smartphone verfügt über zwei Kameras, ist mit Wlan, Blueetooth und Infrarotport ausgestattet und bringt erstmals eine Sprachsteuerungsfunktion, die sowohl geschriebene als auch gesprochene Texte erkennen kann. Es wird in den Farben Schwarz und Weiß angeboten und soll in Deutschland rund 600 Euro kosten.

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Samsung präsentiert Galaxy S4

15.03.2013, 9:53

Samsung hat in New York das Galaxy S4 vorgestellt. Das neue Smartphone erfüllt zwar nicht alle Hoffnungen, überzeugt aber mit modernster Technik und vielen sinnvollen, kleinen Verbesserungen.

(Foto: Samsung)

Samsung hat sein neues Top-Smartphone enthüllt. Das Galaxy S4 sieht seinem Vorgängermodell zum Verwechseln ähnlich: Mit 13,6 cm Länge, 7,9 mm Dicke und einem Gewicht von 130 Gramm  ist es nur wenig größer, dabei aber sogar etwas dünner und leichter als das Vorgängermodell. Das Amoled-Display ist mit 5 Zoll ein wenig größer als beim Vorgänger und zeigt nun 1920 x 1080 Bildpunkte. Außerdem lässt sich der Touchscreen, ähnlich wie beim Nokia Lumia 920, auch mit Handschuhen bedienen. Es wird in den Farben Schwarz und Weiß angeboten.

Im Inneren des Smartphones sorgt entweder der Achtkern-Prozessor Exynos 5 Octa mit 1,6 GHz oder ein Quadcore-Prozessor von Qualcomm mit 1,9 GHz für die nötige Rechenpower. Welcher der beiden Prozessoren zum Einsatz kommt, hängt vom jeweiligen Auslieferungsland und den damit verbundenen lokalen Anforderungen zusammen. Für die in Deutschland erhältliche Version gibt es noch keine Aussagen.

Das Galaxy S4 verfügt über zwei Gigabyte Arbeitsspeicher und wahlweise 16, 32 oder 64 GB Massenspeicher. Per microSD-Karte kann der Speicher außerdem um bis zu 64 GB erweitert werden. Die Kamera auf der Rückseite des Geräts nimmt Fotos  mit 13 Megapixeln und 25 Bildern pro Sekunde auf, die Frontkamera verfügt über eine Auflösung von 2 Megapixeln. Über verschiedene Softwarefunktionen kann die Bildqualität außerdem zusätzlich verbessert werden. Die Funkanbindungen des Geräts sind auf dem neuesten Stand: schnelles LTE in allen Bändern, WLAN in 802.11ac, Bluetooth 4.0 und ein Infrarotport, über den sich beispielsweise TV-Geräte ansteuern lassen. Der Akku verfügt über 2600 mAh – auf längere Akkulaufzeiten wartet man wohl auch in dieser Smartphone-Generation noch vergeblich.

 

Die Gerüchte über eine Steuerung per Auge haben sich nur begrenzt bestätigt: Die Smart-Pause-Funktion stoppt Videos, wenn der Nutzer nicht mehr auf den Bildschirm blickt. Zudem verfügt das Galaxy S4 über eine Smart-Scroll-Funktion, die auf Neigungen des Smartphones reagiert, sofern der Nutzer das Gesicht dem Display zuwendet.Mit Air View und Air Gesture lassen sich außerdem Funktion auslösen, ohne den Bildschirm zu berühren – einfach, indem man den Finger wenige Zentimeter über dem Display schweben lässt oder man Handbewegungen ausführt.

Ebenfalls neu: Samsung hat in sein neues Flaggschiff eine Funktion namens S-Translator eingebaut, die sowohl geschriebene Texte als auch Sprache erkennen und übersetzen soll. Wie gut dieses Feature in der Praxis funktioniert, wird sich noch zeigen. Das Galaxy S4 soll ab Ende April in Deutschland erhältlich sein und, je nach Ausstattung, um 600 Euro kosten.

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Patentstreit Apple versus Samsung

04.03.2013, 9:48

Neues im Patentstreit Apple versus Samsung: Von den rund 1,05 Milliarden US-Dollar, die die Geschworenen dem iPhone-Hersteller im vergangenen Jahr zugesprochen hatten, werden nun rund 451 Millionen US-Dollar neu verhandelt. Das klingt positiv für Samsung, könnte aber zu einem höheren Schadenersatz führen.

Das Urteil im August 2012 war eindeutig – Samsung soll in sechs von sieben Fällen die durch Apple eingeklagten Patente, wie etwa die typische iPhone-Form mit den abgerundeten Ecken, verletzt haben. Und dafür musste der Konzern auch ordentlich zahlen: Das Gericht wies Apple einen Schadenersatzanspruch in Höhe von 1,05 Milliarde US-Dollar zu.

Nun gehen die Streitigkeiten in eine neue Runde. Wie heise.de berichtet, wird nun über 451 Millionen US-Dollar aus dem Urlaub neu verhandelt. Zwar muss Samsung vorerst weniger zahlen, ist aber dem Risiko eines höheren Schadenersatzes in der Zukunft ausgesetzt. Hinzu kommt: Apple konnte sich inzwischen in auch in anderen Bereichen durchsetzen, sodass zur endgültigen Rechnung zusätzliche Beträge addiert werden könnten. Das betirfft zusätzliche Zahlungen für ab dem 1. Juli 2012 verkaufte Geräte. Denn die im Prozess vorgelegten Daten haben nur Verkäufe bis 30. Juni 2012 berücksichtigt.

Eine endgültige Entscheidung soll im Sommer 2013 getroffen werden.

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Alternative zu Apples Passbook?

27.02.2013, 15:25

Auch Samsung hat sich eine digitale Brieftasche einfallen lassen. Offenbar stark von Apples Passbook inspiriert, zeigt sich die Wallet-App von Samsung als Werkzeug zum Managen von Fahrkarten, Tickets und Coupons.

(Foto: Samsung.com)

Das Smartphone als digitale Brieftasche ist nichts Neues. Samsung kommt nun auch mit einer App heraus, die das Aufbewahren und Verwalten von Tickets und Gutscheinen im Smartphone ermöglichen soll. Den Umgang mit den Dokumenten sollen die Benachrichtigungen erleichtern, die Samsung ebenfalls in die App mit eingebaut hat. Darüber hinaus können die Nutzer die einzelnen Gutscheindokumente öffnen um beispielsweise Strichcodes an der Kasse als Rabattgutschein abrechnen zu lassen.

Nach Informationen von The Verge soll die App auch externen Developern zugänglich gemacht werden, um weitere Fahrkarten und Dokumente dem Angebot hinzuzufügen. Bisher ist die App nur Entwicklern zugänglich, die die API-Guides herunterladen können. In Zukunft sollen aber Partnerschaften mit zahlreichen namhaften Firmen die Wallet-App bei den Nutzern unersetzlich machen. Mit dabei sind laut Samsung die Reiseportale Expedia, Booking.com und Hotels.com oder auch der deutsche Carrier Lufthansa.

Bereits für den April 2013 wird das neue Samsung Smartphone Galaxy S IV erwartet. Das wäre vermutlich für das Unternehmen der ideale Zeitpunkt, auch der weiteren Öffentlichkeit die neue Wallet-Funktion eingehend vorzustellen.

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iPhone 5 vor Galaxy SIII

20.02.2013, 15:14

Das iPhone 5 hat das Galaxy SIII vom Thron gestoßen: In einer Verkaufsstatistik zum vierten Quartal 2012 belegt das aktuelle Apple-Smartphone jetzt den ersten Platz vor dem Samsung-Handy.

Der Weihnachtsverkauf macht es möglich: Im vierten Quartal 2012 überflügelte das iPhone 5 den bisherigen Platzhirschen unter den Smartphones. Insgesamt 27,4 Millionen Apple-Smartphones sind innerhalb des Jahresendquartals verkauft worden. Im dritten Quartal waren es noch sechs Millionen iPhone 5 gewesen. Das Galaxy SIII kommt im selben Zeitraum auf 15,4 Millionen Stück. Zum Vergleich: Im vorherigen Quartal waren es 18 Millionen Stück gewesen.

Doch nicht nur das iPhone 5 stößt nach Auswertung der Strategy Analytics-Studie das Samsung Galaxy vom Thron. Auch das Vorgängermodell iPhone 4S hat insgesamt mehr Verkäufe erzielt als das Galaxy: Dieses ging 17,4 Millionen Mal im Quartal vier 2012 über den Ladentisch. Beim Marktanteil im vierten Quartal 2012 hat Apple daher nun die Nase vorn: Auf das iPhone 5 entfällt ein Marktanteil von 12,6 Prozent. Das iPhone 4 kommt auf 8,0 Prozent. Das Samsung Galaxy SIII hält nunmehr 7,1 Prozent des Marktes.

Das neueste Galaxy SIV wird übrigens schon für April 2013 erwartet. Übrigens will auch Sony noch in diesem Jahr mit einem Smartphone in das Handygeschäft einsteigen.

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Apple an erster Stelle

07.02.2013, 12:58

In den USA ist das iPhone nach wie vor das beliebteste Smartphone. Doch Samsung holt langsam auf. Bei den Betriebssystemen ist Android weiterhin auf Platz eins.

(Foto: istock.com/izusek)

Mehr als 125 Millionen US-Amerikaner besitzen ein Smartphone. Damit beträgt die Marktpenetration von Smartphones in den USA 54 Prozent. Am beliebtesten ist bei den US-Amerikanern dabei das iPhone, das kontinuierlich bei seinen Nutzerzahlen zulegt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Comscore. Für den Zeitraum zwischen Oktober und Dezember 2012 verzeichnete das Apple-iPhone einen Marktanteil von 36,3 Prozent. Dies war ein Wachstum von zwei Prozentpunkten im Vergleich des vorherigen Untersuchungszeitraums von Juli bis September 2012 (34,3 Prozent).

Auf Platz zwei der Statistik liegt Samsung. Der koreanische Smartphone-Hersteller hatte Ende Dezember 2012 einen Marktanteil von 21,0 Prozent und verbesserte sich vom Stand des vorherigen Quartals (18,7 Prozent) um 2,3 Prozentpunkte. Weit abgeschlagen liegen dahinter HTC mit jetzt 10,2 Prozent Marktanteil, sowie Motorola mit 9,1 Prozent sowie LG (7,1 Prozent).

Bei den Betriebssystemen ist Android aber dennoch auf dem Spitzenplatz. Ende Dezember 2012 verzeichnete die Plattform einen Anteil von 53,4 Prozent des Marktes und verbesserte sich damit von 52,5 Prozent im vorherigen Quartal. Apple konnte dagegen mit iOS zwei Prozentpunkte zulegen und liegt nun bei 36,3 Prozent Marktanteil. Blackberry, Microsoft und Symbian liegen mit ihren Plattformen weit abgeschlagen auf den weiteren Plätzen und erreichen nicht einmal einen zweistelligen Marktanteil.

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iPhone überholt Nokia

05.02.2013, 10:54

Zum ersten Mal nimmt das iPhone den ersten Platz in einer Statistik ein, die die monatliche mobile Internetnutzung nach Hersteller aufschlüsselt. Die drei Spitzenplätze unterscheiden sich jedoch nur marginal.

Der Januar 2013 bringt für Apple zum ersten Mal den Spitzenplatz in der Statistik der mobilen Internetnutzung. Mehr als ein Viertel der mobilen Nutzer weltweit surften laut der StatCounter-Studie mobil via iPhone (25,86 Prozent), das sind allerdings dennoch 2,81 Prozentpunkte weniger als im Januar 2012. Damit überrundet das Apple-Smartphone erstmals den bisherigen Spitzenreiter, Nokia. Über Geräte des finnischen Herstellers surften im vergangenen Monat 22,15 Prozent der User weltweit. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch satte 37,67 Prozent gewesen. Der Unterschied beträgt hier -15,52 Prozentpunkte.

Der ehemalige Spitzenreiter liegt damit sogar nur auf Platz drei der Statistik: Auf den zweiten Platz rückte Samsung auf. Mit Geräten des koreanischen Herstellers bewegten sich 22,69 Prozent der User im Netz. Samsung verzeichnet den stärksten Zuwachs. Im Januar 2012 waren es noch 14,84 Prozent. Samsung legte somit 7,85 Prozentpunkte zu.

In Deutschland besitzt mittlerweile schon jeder Dritte ein Smartphone, stellte kürzlich eine Studie des Bitkom fest. Deutsche Smartphone-Besitzer nutzen ihre Geräte aber primär zum Telefonieren.

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Musikangebote von Samsung und Nokia

28.01.2013, 14:08

Viele Smartphone-Besitzer schätzen an ihren Handys die Nutzung als MP3-Player. Kein Wunder, dass die Hersteller Samsung und Nokia auch auf dem Musikmarkt mitmischen wollen. Samsung will seinen Music Hub dabei auch für Modelle anderer Hersteller öffnen.

(Foto: Samsung)

Samsung will mit seinem so genannten Music Hub den bestehenden Android-Musikportalen von Google und Amazon etwas Eigenes entgegenstellen. Der Handy-Hersteller will seinen cloud-basierten Musikdienst zunächst für seine eigene Linie von internetfähigen Geräten einführen. Aber das Angebot soll noch weiter gehen: Samsung hat vor, den Music Hub schlussendlich auch für die Geräte von anderen Herstellern freizugeben. Das berichtet The Next Web.

Für den Music Hub kombiniert Samsung über seinen cloud-basierten Dienst die eigene Musikbibliothek der Nutzer mit Streaming-Angeboten wie beispielsweise von Spotify, Internetradios und Empfehlungsdiensten. Damit will das Unternehmen herkömmlichen Shops sowie Streaming-Anbieter und Cloud-Musik-Diensten mit einem Gesamtpaket das Wasser abgraben. Bisher gibt es den Music Hub für Besitzer der Samsung-Geräte Galaxy S III und Note II in sechs internationalen Märkten. Das Angebot soll aber auf andere Geräte ausgeweitet werden.

Hersteller-Konkurrent Nokia ist ebenfalls in Sachen Musik aktiv. Das finnische Unternehmen kündigt jetzt ein Musik-Abo an, bei dem Nutzer für 3,99 US-Dollar pro Monat seinen ansonsten kostenlosen Mix Radio-Dienst aufwerten können. Über Music+ können Nutzer Musikstücke überspringen, unbegrenzt Musik herunterladen, erhalten High-Quality-Streaming, können Songtexte einblenden und den Musikdienst auch als Desktop-App einrichten, so die Ankündigung von Nokia. Music+ soll in den nächsten Wochen freigegeben werden.

Musikangebote sind immer im Trend. Wie der Bundesverband Musikindustrie und Media Control mitteilte, wurden im Jahr 2012 in Deutschland beispielsweise 115 Millionen Songs heruntergeladen. Streaming-Dienste wie Deezer expandieren derweil fleißig in der ganzen Welt.

Für Musikfans, die lieber handfeste CDs als Downloads kaufen, hat Amazon im Januar einen innovativen Service auf den Markt gebracht: Der Inhalt der dort gekauften CDs werden automatisch als MP3-Datei in der Cloud gespeichert. Die als MP3-Datei in der jeweiligen Nutzer-Bibliothek gespeicherten Songs können auch von anderen Geräten angesteuert werden, sofern diese mit dem Internet verbunden sind. Und dieses Angebot gilt nicht nur für Neukäufe, sondern auch für seit 1998 gekaufte CDs. Bisher sind mehr als 50.000 Alben in den Dienst integriert – und für den Kunden mit einer Markierung als AutoRip erkennbar.

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