Facebook führt Slingshot in Deutschland ein

25.06.2014, 13:00

Vor knapp einer Woche hat Facebook Slingshot in den USA eingeführt. Jetzt gibt es den Snapchat-Rivalen auch in Deutschland.

(Quelle: Fotolia.com/auremar)

Slingshot goes international: Seit ein paar Tagen ist Facebooks neue Foto- und-Video-Messaging-App für US-Amerikaner freigegeben. Nun gibt es die Anwendungweltweit, darunter auch in Deutschland. User können sich die App im Apple Store oder auf Google Play kostenlos herunterladen.

Bei Slingshot geht es weniger um die Informationsübermittlung, als vielmehr um den Spaß an der Kommunikation. Denn wer ein Video oder Bild sehen will, muss mit einem eigenen kreativen Gegenschlag antworten. Foto- und Video-Bearbeitung ist innerhalb der App möglich. Texte können über die Bilder und Videos gelegt oder als Unterschrift eingefügt werden. Auch malen mit den Fingern ist möglich und während des Malvorgangs wird Musik in der App abgespielt. Weitere Kleinigkeiten wie eine kleine Rakete, die das Absenden des Beitrags visualisiert, sollen Slingshot zu einer Anwendung mit Spaßfaktor machen.

Ganz problemlos ging der Launch für Facebook allerdings nicht von statten. Denn dass die App dem Messaging-Dienst Snapshot ähnelt, ist kaum zu übersehen. Jetzt könnte das soziale Netzwerk mit Slingshot das Patent “Single mode visual media capture” verletzten, das Snapchat vor einem Jahr anerkannt wurde. Dieses Patent scheint nicht nur zu beschreiben, wie Snapchat Bewegtbildinhalte aufnimmt, sondern auch wie der neue Konkurrent das tut.

Bereits seit Mai kursierten Gerüchte, dass das soziale Netzwerk einen Snapchat-Konkurrenten plant, knapp eine Woche vor der offiziellen Veröffentlichungen landete der Dienst ungewollt für einige Zeit im App-Store. Tatsächlich freigegeben wurden Slingshot dann Mitte Juni.

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Facebook bei Teenagern wieder beliebter

25.06.2014, 11:27

Jugendliche haben keine Lust mehr auf Facebook? Forrester Research kommt da zu ganz anderen Ergebnissen: Den Marktforschern zufolge ist die Facebook-Nutzung von Teenagern wieder angestiegen.

(Quelle: shutterstock.com/OlegDoroshin)

Wenn die eigenen Eltern auf Facebook sind, wird das soziale Netzwerk für die Kinder uncool. So oder so ähnlich lautete in den vergangenen Monaten der Tenor, wenn von der Facebook-Nutzung Jugendlicher die Rede war. Verschiedenen Studien zufolge haben Konkurrenten wie Youtube oder Twitter Mark Zuckerbergs Netzwerk bei Teenagern mittlerweile den Rang abgelaufen

Eine Studie von Forrester Research hat nun das Gegenteil ermittelt: Das Marktforschungsunternehmen hat 4.517 Teenager zwischen zwölf und 17 Jahren zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt und knapp die Hälfte von ihnen gab an, Facebook häufiger als noch vor einem Jahr zu nutzen.

Die Forscher gehen davon aus, dass besonders die steigende Smartphone-Nutzung den Facebook-Konsum ankurbelt. Die App des sozialen Netzwerks gehört schließlich zu den weltweit meistgenutzten Anwendungen. Außerdem vermuten sie, dass die heute zwölf- und13-Jährigen in vier Jahren, als 16- beziehungsweise 17-Jährige, möglicherweise noch häufiger auf Facebook sind als heute.

Unter den befragten Jugendlichen sei Facebook derzeit das – mit Ausnahme von Youtube – mit Abstand meist verwendete soziale Netzwerk. Zudem sei der Prozentsatz derer, die Facebook ständig nutzen mit 28 Prozent höher als der eines jeden anderen Dienstes. Bezüglich der Anzahl der “heavy user” kommt Instagram Forrester zufolge am ehesten in die Nähe von Facebook, gefolgt von Snapchat, Twitter, Vine und WhatsApp.

Auch um den derzeit sehr populären Messaging-Dienst Snapchat Konkurrenz zu machen, hat Facebook vor wenigen Tagen Slingshot auf den Markt gebracht. Möglicherweise verletzt Facebook damit aber ein Patent des Konkurrenten.

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User, User, du musst wandern

24.06.2014, 13:54

Wenn ein soziales Netzwerk dicht macht, freut sich ein anderes: Als werkenntwen (wkw) eingestellt wurde, hat Seniorbook den wkw-Nutzern eine neue Heimat angeboten – und seinen Traffic verdreifacht.

(Quelle: shutterstock.com/Monkey Business Images)

Seniorbook preist es als eine “Weltpremiere im Web”: Erstmals seien Nutzer im Rahmen einer konzertierten Aktion von einem Netzwerk in ein anderes umgezogen. Grund dafür war das Ende des Social Netzworks werkenntwen.de (wkw), das am 2. Juni 2014 endgültig seine Pforten dicht gemacht hat, und der Aufruf von wkw, nach dessen Ende doch zum Kooperationspartner Seniorbook zu wechseln. Erst im Herbst 2013 hatte werkenntwen seiner Seite einen neuen Look verpasst – im März 2014 gab RTL interactive dann bekannt, sich von seiner Tochter trennen zu wollen.

Wie viele Mitglieder dem Aufruf von wkw nun tatsächlich gefolgt sind, ist nicht bekannt. Nach Unternehmensangaben konnte Seniorbook jedoch zusätzlich zum Schub durch wkw auch ein stärkeres organisches Wachstum verzeichnen, weshalb sich der Traffic binnen weniger Wochen mehr als verdreifacht habe. Außerdem habe das Netzwerk mit dem Claim “Wir verbinden Menschen mit Erfahrung” die Marken von 500.000 Unique Usern, 1,5 Millionen Visits und 60 Millionen Page Impressions geknackt. Die Fokussierung auf die Altersgruppe 45+ könne auch nach der Userwanderung beibehalten werden.

“Die Migration der wkw-Nutzer hat Seniorbook in eine neue Größenordnung katapultiert”, sagt Gründer Thomas Billy. “Wir wollen Seniorbook als Sprachrohr für Menschen in der zweiten Lebenshälfte etablieren und sind diesem Ziel mit der erheblichen Steigerung unseres Traffics ein großes Stück nähergekommen.”

Parallel zu dieser Nutzermigration führte das Netzwerk neue Features und Design-Optimierungen ein. Die Navigation wurde überarbeitet, um die Orientierung “in den Seniorbook-typischen öffentlichen Bereichen” zu erleichtern. Zudem können die Mitglieder nun in ihren Profilen auch ihre Interessen angeben und sich so von Gleichgesinnte finden lassen.

Seit Mitte vergangenen Jahres versucht Seniorbook außerdem seinen Dienst zu monetarisieren. Im Juli 2013 hat das 2012 gegründete Netzwerk Anzeigen auf deren Seiten eingeführt.

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90 Millionen US-Dollar für Tanium

24.06.2014, 13:08

Sie haben schon in Facebook und Pinterest investiert. Jetzt tun sie es wieder: Marc Andreessen und Ben Horowitz stecken einen Millionen-Dollar-Betrag in ein Start-up für IT-Sicherheit.

(Quelle: shutterstock.com/Maksim Kabakou)

Die Neuigkeit verbreitete Marc Andreessen über Twitter: Andreessen Horowitz hat wieder investiert, und wie. 90 Millionen US-Dollar pumpt der Risikokapitalgeber, der auch schon in Facebook und Pinterest investiert hat, in die sieben Jahre alte Computer-Sicherheits-Firma Tanium. Es ist die zweitgrößte Finanzwette in der Unternehmensgeschichte der Investoren und die erste Venture-Capital-Investition, die das 2007 gegründete Start-up erhalten hat. Tanium sei ein Durchbruch, wie wir ihn noch nie gesehen haben, schreibt Andreessen. “Das Unternehmen arbeitet unter dem Radar, aber seine Kunden könnten nicht begeisterter sein.”

Dem “Wall Street Journal” zufolge würde Tanium nach dieser Investitionmit 900 Millionen US-Dollar bewertet werden. Das von Orion Hindawi und seinem Vater gegründete Start-up mit Sitz in Kalifornien könnte dem Bericht zufolge sogar Tech-Unternehmen wie IBM und Symantec gefährlich werden. Bizzfeedz.com bezeichnet die Firma als den “Traum eines IT-Managers”. Mit der Tanium-Software können Unternehmen über einen Webbrowser alle IT-Geräte überwachen und verwalten sowie Schadsoftware erkennen und sofort entfernen.

Einen Finanzierungsbetrag in Millionenhöhe hat derweil auch das SEA-Technologieunternehmen crealytics abgeschlossen. Das Unternehmenerhält im Rahmen einer Wachstumsfinanzierung einen zusätzlichen mittleren siebenstelligen Eurobetrag. Neuer Hauptinvestor ist ist Alstin – Alternative Strategic Investment. Zudem beteiligen sich die bestehenden Investoren LBBW Venture Capital, High-Tech Gründerfonds, Mountain Internet, Bayern Kapital und die BayBG Bayerische Beteiligungsgesellschaft an der Finanzierung. Das Geld will das Unternehmen für die Weiterentwicklung der eigenen SEA-Technologie “camato” sowie zur weiteren internationalen Expansion einsetzen. Bereits 2011 konnte crealytics LBBW Venture Capital, Mountain Super Angel und Bayern Kapital überzeugen, in das Passauer Unternehmen einen Millionenbetrag zu investieren.

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Erfolgreich mit Facebook-Fahndung

18.06.2014, 14:50

Seit zwei Jahren nutzt das Landeskriminalamt Niedersachsen Facebook als zusätzliches Fahndungshilfsmittel. Mit Erfolg: Über zwei Dutzend Fälle wurden seither mithilfe des sozialen Netzwerks gelöst.

(Quelle: Fotolia.de/Arno_Bachert)

Polizeiarbeit 2.0: Seit genau zwei Jahren betreibt das Landeskriminalamt Niedersachsen unter dem Namen “Polizei Niedersachsen Fahndung” eine eigene Facebook-Fanpage. Die Seite soll in Zeiten von Internet und Mobile als zusätzliches Fahndungshilfsmittel dienen. Und das offenbar mit Erfolg: Laut LKA wurden seit Bestehen der Fanpage 293 Beiträge gepostet, darunter Fahndungsaufrufe, Suche nach vermissten Personen, Sachfahndungen, Zeugenaufrufe, Warnmeldungen und Pressemitteilungen. Mittlerweile gelten 75 Posts als “erledigt” und wurden bereits von der Seite gelöscht.

Mehr als ein Dutzend konnten dabei unmittelbar auf die Facebook-Fahndung zurückgeführt werden.

“Wir stellen definitiv fest, dass die zusätzliche Fahndungsergänzung über Facebook sehr erfolgreich ist”, sagt Uwe Kolmey, Präsident des Landeskriminalamts. “Wir erreichen – nachdem wir einen Sachverhalt gepostet haben – innerhalb kürzester Zeit sehr viele Menschen und erhalten eine Vielzahl von Hinweisen, welche zu weiteren Ermittlungen benötigt werden und oftmals in der Gesamtheit zum Erfolg führen”, so Kolmey.

Die Facebook-Fanpage des Landeskriminalamt Niedersachsen:


Facebook-Fanpage des Landeskriminalamt Niedersachsen

Fahndungserfolge

Im März dieses Jahres beispielsweise fahndete die Polizei nach einem Tatverdächtigen, der einen Tag zuvor ein Gewaltverbrechen an einer Wolfsburgerin verübt haben sollte. Die 64-Jährige erlag in Folge dessen an ihren schweren Verletzungen. Ein Wachmann in einem Einkaufszentrum hatte die Suche auf der Homepage der Polizei und der Facebook-Fahndung mitverfolgt und dabei den Braunschweiger als Kunden erkannt. Daraufhin konnte der Tatverdächtige festgenommen werden.

Über die Facebook-Seite der Polizei wird auf die Homepage des LKA verlinkt. So sollen Datenschutzbedenken entkräftet werden, da die amerikanische Datenbank von Facebook laut LKA so nicht über personenbezogene Daten und Fotos zu einer Fahndung in Deutschland verfügt.

Bereits vor zwei Jahren erklärte Facebooks Sicherheits-ChefJoe Sullivan dass Facebook in den USA eine Software einsetze, die Chats und private Kommunikation der User überwacht. In Chatprotokollen sucht das Scan-Programm nach bestimmten Formulierungen, die beispielsweise sexuellen Übergriffen schon einmal vorausgegangen sind. Entwickelt sich ein Gespräch mit diesen Schlagwörtern werden die Facebook-Mitarbeiter davon in Kenntnis gesetzt und entscheiden dann, ob sie die Polizei informieren.

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Facebook bringt Slingshot offiziell

18.06.2014, 10:04

Der Video-Loop von Vine, die15 Sekunden Länge von Instagram, die Message-Halbwertzeit von Snapchat: Facebooks Slingshot kombiniert die Kult-Apps zu einer eigenen Anwendung mit Spaß-Faktor.

(Quelle: Fotolia.com/Syda Productions)

Nach einem Fehlstart auf dem malaysischen Markt gibt Facebook seine Foto- und-Video-Messaging-App Slingshot offiziell frei. Dabei geht es weniger um die Informationsübermittlung, als vielmehr um den Spaß an der Kommunikation. Denn wer ein Video oder Bild sehen will, muss mit einem eigenen kreativen Gegenschlag antworten.

Foto- und Video-Bearbeitung ist innerhalb der App möglich. Texte können über die Bilder und Videos gelegt oder als Unterschrift eingefügt werden. Auch malen mit den Fingern ist möglich und während des Malvorgangs wird Musik in der App abgespielt. Weitere Kleinigkeiten wie eine kleine Rakete, die das Absenden des Beitrags visualisiert, machen Slingshot zu einer Anwendung mit Spaßfaktor.

“Mit Slingshot wollten wir etwas entwickeln, bei dem jeder kreativ ist und niemand nur passiv”, so das Slingshot-Team im eigenen Blog. “Wenn alle mitmachen, gibt es weniger Druck, mehr Kreativität und sogar die kleinen Dinge im Leben werden zu starken geteilten Erlebnissen.” Ob das jedoch reicht, um zum Nutzer-Hit zu werden, muss sich erst noch zeigen. Immerhin ist der Markt für Messaging-Apps weitgehend saturiert: Snapchat, Vine und Instagram haben Chat-, Video- und Foto-Funktionen bereits weitgehend unter sich aufgeteilt.

Dass Facebook einen eigenen Video-Messenger in petto hat, war bereits im Mai deutlich geworden, als das Unternehmen die Slingshot-App versehentlich in Malaysia vorzeitig freigegeben hatte. Erste Anzeichen auf die neue App hatte es bereits im Mai 2014 gegeben.

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Spiele entdecken auf Facebooks iPad-App

17.06.2014, 8:57

Kaum ein iPad-Besitzer hat nicht schon einmal auf seinem Tablet gespielt. Facebook greift den Trend zum Gaming via Tablet auf und gestaltet seine iPad-App mit besonderem Fokus auf Spiele neu.

(Quelle: Facebook.com)

Das Entdecken von neuen Games soll auf der neugestalteteten iPad-App von Facebook im Vordergrund stehen. Das erhoffte Ziel: mehr Downloads und mehr Einnahmen für die Spiele-Entwickler. Dazu hat sich das soziale Netzwerk eine Gaming-Seitenleiste ausgedacht, in der neue Spiele, Videos und News separat angezeigt werden. Die Seitenleiste soll zunächst getestet und dann nach und nach für die Nutzer freigeschaltet werden, kündigt Facebook in seinem Developer-Blog an. In der Smartphone-App des Netzwerks seien die Neuerungen allerdings bisher nicht geplant.

“Wir können ganz klar feststellen, dass Tablets vor allem zum Spielen benutzt werden. Deshalb erschien es auch sinnvoll, die Facebook iPad-App gründlich zu überdenken”, so Dan Morris, Facebooks Abteilungsleiter North American Game Partnerships zu Venturebeat. Die Terstergebnisse sollen als Basis für Überarbeitungen anderer Appversionen dienen.

Um die App für Entwickler lohnender zu machen, will Facebook in der neuen Gaming-Seitenleiste unter anderem Anzeigen ausspielen, über die mehr Spieler angelockt werden sollen. Innerhalb der Gaming-Sektion sollen klickbare Links positioniert werden, die direkt zu den Spielen führen – darunter auch solche, die auf mehreren Plattformen angeboten werden.

Der Test der neuen iPad-App läuft zunächst in den USA. Facebooks Interesse am Gaming zeigte sich bereits im März 2014, als das Netzwerk den Datenbrillen-Entwickler Oculus übernahm.

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Neue Facebook-App versehentlich online

11.06.2014, 14:03

Panne bei Facebook: Eine neue Anwendung, von der der Internetkonzern bisher noch nicht bestätigt hat, dass es sie künftig geben soll, landet ungewollt im App-Store.

(Quelle: Fotolia.de/B. Wylezich)

Bereits seit vergangen Mai kursieren die Gerüchte, dass Facebook an einer App namens Slingshot arbeitet, die dem beliebten Messengerdienst Snapchat Konkurrenz machen soll. Nun musste der Konzern diese Meldungen gezwungenermaßen bestätigen. Denn Facebook-Mitarbeiter haben Slingshot versehentlich im App-Store veröffentlicht, wie eine Sprecherin des Unternehmengegenüber dem Branchendienst Mashable bestätigte. Das neue Feature war vorübergehend in verschiedenen Ländern, darunter Russland, Indien und Australien, erhältlich, wurde aber mittlerweile wieder aus den App-Stores entfernt.

Genau wie beim Vorbild Snapchat sollen auch die auf Slingshot geschickten Beiträge eine Halbwertzeit bekommen: Sie verschwinden nach einer vorgegebenen Dauer aus dem Nachrichten-Feed und sind damit nicht mehr zugänglich. Ebenso soll auch hier die Möglichkeit bestehen, Bilder vor dem Versenden zu beschriften oder zu bemalen. Adressaten müssen dann eine Nachrichten an den Absender zurückschicken, bevor sie die an sie geschickten Bilder sehen können.

Wann die App nun tatsächlich in den App-Stores erhältlich sein soll, verriet die Facebook-Sprecherin nicht. Gegenüber Mashable sagte sie lediglich, dass es bald so weit sein werde.

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User suchen Inhalte vor allem in Social Media

10.06.2014, 14:27

Marketer, die die sogenannte Generation Y, also die heute 18- bis 36-Jährigen erreichen wollen, sollten vor allem Social Media dafür nutzen. Denn diese Zielgruppe sucht insbesondere dort nach Content.

(Quelle: Shutterstock.com/Roobcio)

Während online verfügbare und und individuell anpassbare Newsfeeds eine eher untergeordnete Rolle spielen, stehen Social Media offenbar hoch im Kurs bei Internetnutzern im Alter zwischen 18 und 36 Jahren – auch bei der Recherche: Fünf von sechs Vertreter der sogenannten Generation Y treten eigenen Angaben zufolge über soziale Netzwerke mit Unternehmen in Kontakt. Das ergab eine Studie des Dienstleisters SDL, einem Spezialisten für Web-Content- und Rich-Media-Management sowie Social Intelligence und Analytics.

Demnach ist Facebook die beliebteste Plattform in Großbritannien (52 Prozent), Deutschland (44 Prozent) und den Niederlanden (38 Prozent), gefolgt von Youtube und Twitter. Auch bei der Kommunikation mit Freunden und Bekannten setzt die Generation Y auf diese Kanäle: Im Schnitt teilen die Befragten täglich sechs Inhalte auf Social Networks, die damit E-Mails als bislang bevorzugten Kanal für das Teilen von Content ablösen. Per Mail leiten die 18- bis 36-Jährigen nur noch fünf Inhalte pro Tag weiter.

Der Griff zum Handy erfolgt 36 Mal pro Tag

Bei der Kommunikation mit Unternehmen wollen die Befragten vor allem schnell mit Antworten versorgt werden. Dafür spricht auch, dass die Internet-affine Generation Y fortwährend selbst aktiv wird, um an Informationen zu gelangen: Verbraucher in Europa überprüfen beispielsweise durchschnittlich 36 Mal am Tag ihr Smartphone, User in den USA sogar 43 Mal täglich. “Wenn eine Marke also einem Vertreter der Generation Y eine E-Mail sendet, ist es sehr wahrscheinlich, dass er sie bereits kurz nach dem Erhalt oder zumindest noch am gleichen Tag liest”, schließen die Studienautoren.

Besonderen Wert legen die jungen Nutzer darüber hinaus auf Inhalte, die speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind – und zwar unabhängig davon, ob sie von sozialen Netzwerken, individuellen Newsfeeds oder Musikstreaming-Diensten stammen. Von den Befragten gaben 71 Prozent an, dass sie Musikstreaming-Dienste wie Spotify allgemeinen lokalen Radiosendern vorziehen.

“Unsere Umfrage zeigt, dass Social Media die erste Wahl für die Generation Y ist”, erklärt Paige O’Neill, CMO bei SDL, “und das hat weitreichende Auswirkungen auf das Unternehmensmarketing bei der Vertrauensbildung und langfristigen Geschäftsbeziehungen mit dieser Altersgruppe.”

Für die Studie wurden mehr als 1.800 Nutzer zwischen 18 und 36 Jahren unter anderem aus Australien, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen und den USA befragt. Erhebungszeitraum war von Januar bis April 2014.

Mit hochwertigen Inhalten lässt sich nicht nur bei der Generation Y, sondern auch beim Content Marketing punkten. Wie das vor allem bei Google gelingt, zeigen zehn Einsteiger-Tipps der Online-Marketing-Agentur Löwenstark.

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Facebook holt PayPal-Chef David Marcus

10.06.2014, 10:02

Als Vice President Messaging Products wechselt der bisherige PayPal-Chef David Marcus von der eBay-Tochter zu Facebook. Der Kurznachrichtendienst WhatsApp fällt aber nicht in seinen Bereich.

Zum 27. Juni 2014 wird David Marcus sein Amt beim Bezahldienst PayPal niederlegen, um sich dem Social Network anzuschließen: Der 41-Jährige verantwortet in Zukunft als Vice President Messaging Products die Messenger-Dienste, teilte Facebook im Firmenblog mit. Der Agentur Bloomberg zufolge werde der im Februar 2014 erworbene Kurznachrichtendienst WhatsApp allerdings nicht in seinen Bereich fallen.

Er habe sich für den Wechsel entschieden, nachdem Facebook-Chef Mark Zuckerberg “eine fesselnde Vision über Mobile Messaging” mit ihm geteilt habe, schrieb Marcus auf seiner LinkedIn-Seite: “Ich freue mich darauf, mir die Hände wieder schmutzig zu machen bei dem Versuch, etwas Neues und Bedeutendes aufzubauen.”

Der neue VP Messaging Products war 2011 zu PayPal gekommen, zunächst als Vice President Mobile, seit zwei Jahren leitete er den Bezahldienst und weitete die Sparte verstärkt auf Mobile-Angebote aus. John Donahoe, Chef der Konzernmutter eBay, erklärte, Marcus hinterlasse ein starkes Management-Team, zudem sei das Unternehmen auf Kurs, seine für 2015 gesteckten Ziele zu erreichen. Die Aktien des Online-Marktplatzes eBay fielen nach bekanntwerden des Personalabgangs nachbörslich um 2,2 Prozent.

Bei Facebook, das ebenfalls in zunehmendem Maß auf Werbeeinnahmen über Smartphones und Tablets setzt, ist Marcus nun für den Messenger sowie die Messenger-App zuständig. Im April 2014 hatte das Social Network die App um eine kostenlose Telefonie-Funktion erweitert. Außerdem arbeitet Facebook offenbar an einem Video-Messenger.

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