Telefonieren aus Google+ Hangouts

11.09.2014, 10:35

Wenn’s nichts kostet, greift man doch gerne noch öfter zum Hörer: Google+ will’s möglich machen. Die Hangouts im Netzwerk Google+ bekommen jetzt eine Telefonie-Funktion.

(Quelle: Google.com)


VoIP direkt aus dem Hangout

(Quelle: Google.com)

Messages und Video-Chats gibt es auf Google+ bereits. Nun soll auch die mündliche Kommunikation in das soziale Netzwerk gebracht werden. Dazu kündigt Google in seinem Firmenblog die Einführung von Telefonie-Funktionen innerhalb der Google+ Hangouts an. Ab sofort kann sowohl von der Online-Version als auch über die Android- und iOS-Apps von Hangouts telefoniert werden.

Angriff auf WhatsApp? Das Telefonieren über Hangouts ist unter Usern des Messaging-Dienstes von Google kostenlos, wie auch bei der Kommunikations-App WhatsApp. Nutzer in Nordamerika können sich ebenfalls freuen – Anrufe an US-amerikanische und kanadische Rufnummern sind ebenfalls gratis. Für internationale Gespräche dagegen fallen Gebühren an. Diese sind jedoch relativ niedrig. Für ein Gespräch mit einer deutschen Festnetznummer werden beispielsweise 1,2 US-Cent pro Minute berechnet, für Mobilfunknummern 4,0 US-Cent pro Minute. Die Abrechnung erfolgt über Kreditkarte.

Um in den Genuss der günstigen Anrufe zu kommen, müssen Nutzer die neueste Version von Hangouts herunterladen, die in den kommenden Tagen freigegeben wird. Der so genannte Hangouts Dialer muss ebenfalls heruntergeladen und verknüpft werden, um auf die Telefonfunktionen zugreifen zu können.

Im Frühjahr 2014 hatte Google bereits in den Hangouts umgestellt und simsen und chatten kombiniert. Messaging-Konkurrent WhatsApp hat derweil seine Nutzerschaft mit der Zurücksetzung von Datenschutzeinstellungen verärgert.

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Facebook bringt Targeting nach Netzverbindung

28.08.2014, 14:22

Targeting nach Gerätetyp, Betriebssystem, sogar Gerätemodell gibt es bereits bei Facebook. Nun führt das Netzwerk jedoch eine neue Targeting-Option ein: Anzeigenauslieferung nach Internetverbindung.

Facebooks neueste Targeting-Option ist vor allem für Werbekunden in den sich entwickelnden Märkten spannend. Das so genannte Bandwidth-Targeting, das auf der Bandbreite der Internetverbindung basiert, ist dort wichtig, wo die Nutzer über mobile Geräte ins Netz gehen. Diese Option ist ab sofort über das Ad Create Tool, den Power Editor und die Facebook-AP verfügbarI. Die Daten der Nutzer, so versichert Facebook, bleiben selbstverständlich anonym.

“Das Targeting auf der Basis der Art der mobilen Netzwerkverbindung erlaubt den Werbekunden, die Anzeigenart auszusuchen, die optimal auf den jeweiligen Geräten und mit der vorliegenden Netzwerkgeschwindigkeit läuft”, erklärt Facebook Product Marketingmanager Brendan Sullivan im Facebook-for-Business-Blog. Die Überlegung ist einfach: Wenn man Nutzern in einem Entwicklungsmarkt eine Videoanzeige ausliefert, die auf Grund einer 2G-Verbindung lange lädt oder nicht vollständig angezeigt wird, werden mögliche Anzeigenimpressionen verschwendet. Mit einer optimierten Anzeige dagegen, die auf Basis einer Bandbreiten-Zuordnung ausgestrahlt wird, werden die Werbeeinblendungen effizienter eingesetzt.

Einsatzmöglichkeiten für neue Targeting-Option gibt es auch außerhalb der Entwicklungsländer. Nutzer mit langsameren Smartphones und in Gegenden mit schlechtem Netz proftitieren auch hierzulande davon, wenn ihnen langwierige Ladezeiten erspart bleiben.

Neben der Ausweitung seiner Reichweite arbeitet Facebook auch in anderen Bereichen an der Verbesserung der Internetzugänge für Nutzer. Zuletzt hatte Facebook über die Initiative Internet.org in Sambia Gratis-Internet eingeführt.

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Facebook sagt Click-Baits den Kampf an

27.08.2014, 7:12

Reißerische Schlagzeile, nichts dahinter – auf diesem Weg sichern sich Webseiten wie “Heftig” Traffic über Social Media. Facebook geht nun mit einem Update des Algorithmus gegen diese Taktik vor.

(Quelle: Shutterstock.com/Denis Vrublevski)

“Oh, mein Gott! Sie werden niemals glauben, was…” – mit Überschriften wie diesen locken Internetauftritte wie der umstrittene Dienst “Heftig” die Nutzer zu sich. Facebook hat jetzt seinen Algorithmus so überarbeitet, dass solche “Click Baits” seltener als bisher im News Feed seiner Mitglieder angezeigt werden. Das teilt das Unternehmen in seinem Blog mit.

Unter “Click Baits” versteht Facebook Links mit Schlagzeilen, die nur wenig über die zu erwartenden Inhalte Preis geben. Diese bekommen oft viele Klicks und erschienen deshalb prominent im Nachrichtenstrom vieler Nutzer. In einer Umfrage teilten allerdings 80 Prozent der Befragten dem sozialen Netzwerk mit, dass sie diese Inhalte nicht als relevant empfinden.


Typischer Link-Bait

(Quelle: Facebook.com)

Als Maßnahme bezieht Facebook jetzt in sein Ranking auch die Zeitdauer mit ein, die ein Mitglied auf der angeklickten Seite verbringt. Je länger diese ist, als umso positiver bewertet das Unternehmen dessen Inhalt. Zudem fließt auch in die Analyse ein, ob über die Links diskutiert oder diese mit den Kontakten geteilt werden.

Die zweite Neuigkeit betrifft ebenfalls die Links: Das soziale Netzwerk bevorzugt Links, die über die Link-Funktion veröffentlicht werden und bei denen in einem Kasten Informationen der dahinter liegenden Webseite angezeigt werden, gegenüber solchen, die in Status-Updates (ohne Vorschau) oder unter Bildern eingebettet sind.

Vergangene Woche hat Facebook seine Richtlinien geändert und erlaubt den Kunden, die gleiche Anzeige öfter als bisher zu präsentieren. Das bedeutet jedoch nicht mehr Werbung: Die Gesamtzahl der Werbung im News Feed des einzelnen Nutzers bleibt gleich.

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WhatsApp meldet 600 Millionen aktive Nutzer

26.08.2014, 9:48

Die Übernahme durch Facebook hat WhatsApp nicht geschadet: Inzwischen nutzen 600 Millionen Menschen den Messaging-Dienst – hundert Millionen mehr als noch im April.

(Quelle: Shutterstock,com/Twin Design)

Weder Sicherheitsmängel, noch der Kauf durch den Social-Media-Giganten Facebook konnten der Beliebtheit des WhatsApp-Messengers etwas anhaben. Auf Twitter verkündet der WhatsApp-Gründer Jan Koum nun einen neuen Rekord: 600 Millionen aktive Nutzer weltweit. Im April waren es 500 Millionen gewesen.

Wie viel davon allerdings aus Deutschland stammen, weist das Unternehmen nicht aus. Ende März waren es noch 31 Millionen. Es ist aber davon auszugehen, dass die Nutzerzahl seitdem auch hierzulande weiter gestiegen ist, zumal einige Mobilfunkanbieter bereits spezielle Tarife anbieten, bei denen Texte, Bilder und Videos, die über WhatsApp versendet und empfangen werden, nicht auf das Datenvolumen angerechnet werden.

Im Februar 2014 hatte Facebook den Dienst für 19 Milliarden US-Dollar gekauft. Der Deal hat viele Nutzer verunsichert, die sich um die Sicherheit ihrer persönlichen Daten sorgen. Koum versuchte, die Bedenken zu zersteuen: “Der Respekt für eure Privatsphäre ist in unserer DNA verankert. Und wir haben WhatsApp mit dem Ziel gebaut, so wenig wie möglich über euch zu wissen.“ Und das werde auch in Zukunft so bleiben. “Wenn die Partnerschaft mit Facebook eine Änderung unserer Werte vorausgesetzt hätte, wären wir sie nicht eingegangen.”

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Facebook-Nutzer geräteübergreifend erfassen

14.08.2014, 10:20

Facebook bringt geräteübergreifendes Reporting für seine Anzeigen. Damit können Werbekunden nachvollziehen, auf welchen Geräten die Nutzer ihre Anzeigen sahen und wo sie ihre Käufe abschließen.

(Quelle: Shutterstock.com/Twin Design)

Konversionen, die sich über mehr als ein Gerät erstrecken, werden im Zeitalter der mobilen Nutzung immer häufiger. Anzeigen, die beispielsweise beim Browsen auf dem Smartphone entdeckt wurden, werden erst später auf einem anderen Gerät durch den Kaufabschluss geadelt. Facebook gibt seinen gewerblichen Nutzern jetzt Einblick in die so genannten Cross-Device-Konversionen.

Innerhalb der Facebook Ad Reports können die geräteübergreifenden Reports aufgerufen werden, indem auf “Edit Columns” geklickt und links “Cross-Device” ausewählt wird. Die neuen Statistiken sollen Werbungtreibenden dabei helfen, vor allem die Rolle der mobilen Werbung innerhalb ihrer Kampagnen zu verstehen.


Konversionen über mehrere Geräte bei Facebook

(Quelle: Facebook.com)

In der Vorstellung des neuen Reportings im Facebook-Firmenblog gab das Netzwerk Einblick in eine Statistik zum geräteübergreifenden Konvertieren: Aus der Gruppe der Nutzer, die zunächst an einer mobilen Facebook-Anzeige Interesse gezeigt hatten, konvertierten 32 Prozent innerhalb der folgenden 28 Tage. Außerdem stellte Facebook in den USA fest, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer nach dem Klick auf eine mobile Anzeige auf einem anderen Gerät konvertieren, mit Verstreichen der Zeit zunimmt.

Auch seine Werbekunden hatte Facebook kürzlich mobil gemacht: Die Kampagnenverwaltung kann auch von unterwegs über eine App vorgenommen werden. Im April 2014 hatte das Unternehmen angekündigt, die Werbeanzeigen in der Seitenspalte auf Facebook vergrößern zu wollen.

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Twitter testet Videowerbung

13.08.2014, 10:06

Los geht’s mit dem Beta-Test für Promoted Videos bei Twitter. Bezahlt wird nur dann, wenn ein Nutzer das Video zum Abspielen anklickt.

(Quelle: Fotolia.com/Photosani)

Ein Video-Werbetool hat Twitter mit Amplify schon seit Längerem. Doch nun will das Kurznachrichtennetzwerk die Bewegtbildanzeigen neben seine etablierten Werbeformate Promoted Tweets und Promoted Accounts stellen: Der Beta-Test für die Promoted Videos hat begonnen. Dabei können Werbekunden Videowerbung ins Netzwerk einstellen, für die sie per Cost-per-View bezahlen, also immer dann, wenn ein Nutzer das Video zum Abspielen anklickt.

Neu ist am Promoted Video-Programm, dass Twitter neue Tools zum Hochladen und Verbreiten von Videowerbung zur Verfügung stellt. Dazu kommen die entsprechenden Analytics zum Messen der Reichweite und der werbetechnischen Wirksamkeit der Ads, zum Beispiel wie viele Nutzer ein Video zu Ende geschaut haben. Derzeit sind die Promoted Videos nur für ausgesuchte Werbekunden nutzbar.

Zu Beginn des Jahres hatte Twitter bereits die Bewegtbildeinspielung über seine Twitter Video Cards getestet. “Die Tests haben gezeigt, dass Tweets, die native Twitter-Videos enthalten, die Nutzer stärker ansprechen und mehr Video-Views generieren als zuvor”, so David Regan, Senior Product Manager, TV and Video im Twitter-Advertising-Blog. “Das übergeordnete Ziel ist, mehr Videos in die Timelines unserer Nutzer zu bringen, um ein volleres und ansprechenderes Twitter zu schaffen.” Und wohl auch, mehr Werbeumsatz zu machen.

Video ohne Werbung testete Twitter bereits im Mai 2014, als bei einigen Nutzern ein Feature erschien, über das Videos automatisch eingebunden werden konnten. Vergangene Woche hatte Twitter eine neue Anzeigenoptimierung angekündigt.

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Weniger Third-Party-Nutzer von Twitter

12.08.2014, 12:03

Twitter revidiert eine Statistik, die bei Investoren für Diskussionen gesorgt hatte: Es sind wohl doch weniger Nutzer, die den Kurznachrichtendienst ausschließlich über Dritt-Apps ansteuern.

(Quelle: Twitter.com/Aaron Durand)

Auf Twitter kann man mobil und per Internet zugreifen, aber auch über Applikationen von Drittanbietern. In seinem Finanzbericht vom zweiten Quartal 2014 hatte Twitter diesbezüglich angegeben, dass rund 14 Prozent aller Twitter-Nutzer ausschließlich über Dritt-Apps das Kurznachrichtennetzwerk besuchen. Diese Zahl gefiel einigen Investoren nicht, so Recode – mit dem Ergebnis, dass Twitter die genannte Zahl jetzt revidierte.

In einer Eingabe an die Börsenaufsicht SEC bezifferte Twitter den Anteil von Nutzern, die ausschließich über Drittanwendungen auf ihr Netzwerk zugreifen, jetzt mit elf Prozent. Und nur rund 8,5 Prozent der User nutzen Apps, die auch automatische Updates einspielen. Für Twitter war die Klarstellung der Zahlen wohl wichtig, da User von Drittanwendungen das Network zum Tweeten nutzen können, ohne dabei die Werbeeinblendungen anzusehen, über die sich der Dienst finanziert – ein wichtiges Argument für Investoren und Werbekunden.

Gleichzeitig wurde durch die SEC-Eingabe bekannt, was sich Twitter die Übernahme hat kosten lassen: Für den Datenanalysedienst bezahlte Twitter 134 Millionen US-Dollar, davon 107 Millionen US-Dollar in bar. Twitter hatte das langjährige Partnerunternehmen im April 2014 übernommen. Im zweiten Quartal 2014 hatte Twitter seine Investoren mit einem erfreulichen Umsatz-Plus überrascht.

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Neue Kampagnen und Bepreisung bei Twitter

08.08.2014, 15:09

Twitter bringt in Kürze zielgerichtete Kampagnen, Reporting und neue Bepreisung für sein Programm Twitter Ads. Damit sollen Advertiser ihre Kampagnen besser optimieren und einstellen können.

(Quelle: Twitter.com)

Zunächst können sich erst einmal kleinere Anzeigenkunden und API-Partner über die neue Ads-Optimierung freuen, die als Beta-Version ausgerollt wird. Allen betreuten Kunden wird das System im Laufe der nächsten Monate per Einladung zugänglich gemacht, kündigt Twitter in einem Beitrag im Firmenblog an.

Demnach ermöglichen die neuen zielgerichteten (oder “objective-based”) Kampagnen das Einrichten von Kampagnenzielen, die nach Leitzielen ausgewählt werden können – zum Beispiel das Erhöhen von Klickraten auf Websites oder Tweets, Konversionsrate, App-Installation, Follower-Zahl etc. Je nach Kampagnenziel schlägt das System das optimale Anzeigenformat vor und stellt Tools zur visuellen Umsetzung der Anzeigen zur Verfügung.

Bezahlen müssen Advertiser dabei nur, wenn die in der Kampagne festgelegten erhofften Reaktionen durch einen Nutzer durchgeführt wurden. Zur Überprüfung der Kampagnen-Performance stellt Twitter neue Reports zur Verfügung, die die relevanten Metriken bündeln.

“Unser Ziel ist es, die Twitter Ads für alle Unternehmenskunden erfolgreicher, einfacher und schneller zu machen”, so Christine Lee, Senior Product Manager Revenue im Twitter-Blog. “Wir werden weiter daran arbeiten, unsere Kampagnenerstellungs- und Reporting-Angebote zu verbessern, sodass ihr eure individuellen Marketingziele optimieren könnt.”

Für die Promoted Tweets und Promoted Accounts hatte Twitter im Mai 2014 bereits das Targeting nach Sprache eingeführt. Im Januar 2014 erweiterte Twitter die Targeting-Optionen um E-Mail-Adressen.

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Bald einkaufen bei Twitter?

07.08.2014, 12:59

Vom Netzwerk zum Shoppingkanal – danach sieht es bei Twitter aus. Aufmerksame Nutzer bemerkten neue Einstellungen in der Android-App des Kurznachrichtendienstes.

(Quelle: Shutterstock.com/Denys Prykhodov)

Können Nutzer bald schon auf Twitter direkt einkaufen, ohne das Netzwerk zu verlassen? Der Kurznachrichtendienst scheint einen Vorstoß in den E-Commerce zu planen. Nutzer des Dienstes entdeckten jetzt eine Option “Payment and Shipping” in der Android-App von Twitter, berichtet The Next Web.

Die bisher noch nicht anklickbare Funktion ist innerhalb des Einstellungsmenüs versteckt und gibt Anlass zu der Vermutung, dass darüber nicht nur Versandadressen eingegeben, sondern auch Bezahlmethoden ausgewählt werden können. Das würde Twitter die Möglichkeit eröffnen, direkt auf der eigenen Plattform Verkaufsaktivitäten zuzulassen.

Eine offizielle Bestätigung dieser Vermutungen gibt es bisher noch nicht. Doch auch in der Vergangenheit hatte Twitter seine neuen Funktionalitäten vor Einführung im kleinen Nutzerkreis getestet. ADie Kauffunktion könnte dem Unternehmen eine weitere Möglichkeit bieten Geld zu verdienen, zumal das Unternehmen schon im Januar 2014 mit dem Payment-Start-up Stripe in Verbindung gebracht worden war. Eine Kooperation mit Stripe würde die Kreditkartenzahlung innerhalb des Netzwerkes ermöglichen.

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Firmen investieren mehr Zeit in Social Media

05.08.2014, 13:55

Nicht nur in der Freizeit nehmen Social Media an Bedeutung zu, auch für Unternehmen wird die Präsenz in Facebook und Co. immer wichtiger. Das haben die Firmen erkannt – und reagieren entsprechend.

(Quelle: Shutterstock.com/Bildagentur Bloonar GmbH)

In den vergangenen beiden Jahren ist der Anteil der Unternehmen, die weniger als einen Manntag pro Monat in die Pflege und Gewinnung von Mitarbeitern über Social Media stecken, von 70 Prozent auf 41 Prozent gesunken. Derzeit wenden immerhin 16 Prozent der Firmen mehr als zehn Personentage monatlich auf, bei elf Prozent sind es sogar mehr als 20 Manntage. Das ergab die vierte Auflage des ADP Social Media Index von ADP, einem Lösungsanbieter für Personal-, Payroll- und Talentmanagement.

“Unternehmen erkennen zunehmend den Wert und die Möglichkeiten, die sich im HR-Bereich durch die Nutzung von Social Media ergeben”, konstatiert Andreas Kiefer, Vorsitzender der ADP Deutschland. Am häufigsten nutzen deutsche Firmen Facebook, Twitter, Xing und Co derzeit, um Praktikanten (58 Prozent) anzusprechen. Auf Studenten zielen immer noch mehr als die Hälfte der Befragten ab (51 Prozent), und 46 Prozent der Unternehmen wollen die Gruppe der “Young Professionals” über Social Media erreichen.

HR-Investitionen im zweiten Halbjahr

Für die Zukunft gibt der ADP Social Media Index ebenfalls Auskunft: Obwohl die Befragten angeben, dass soziale Medien vor allem für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter genutzt würden, stagnierte der Recruiting-Index für die vergangenen sechs Monate. “Für das zweite Halbjahr 2014 zeigt die Prognose einen extremen Anstieg um 34 Indexpunkte”, so Kiefer. “Die Unternehmen scheinen die Investitionen in das nächste Halbjahr verschoben zu haben.”

Der ADP Social Media Index, der seit 2012 halbjährlich erhoben wird, analysiert den Einsatz sozialer Medien im Personalbereich deutscher Unternehmen. Dabei werden mehr als 230 deutsche Firmen quantitativ befragt sowie ihre Social-Media-Nutzung qualitativ untersucht.

Mit der Nutzung sozialer Netzwerke hat sich darüber hinaus Aufgesang beschäftigt. Die aktuelle Studie der Agenturgruppe mit dem Titel “SEO, SEA und Social Media bei deutschen Online-Shops” hat ergeben, dass Social Media auch für Shopbetreiber immer wichtiger werden. Größter Traffic-Lieferant für 177 der umsatzstärksten Webshops hierzulande sind allerdings organische Suchergebnisse, die 81,66 Prozent des Besucherstroms generieren.

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