Google+ optimiert Videos

22.12.2014, 13:42

Verbesserungsfunktion

Nutzer können Filme, die sie im sozialen Netzwerk Google+ hochgeladen haben, nun nachträglich verbessern. Eignet sich ein Spot dafürt, weist der Konzern mittels Banner darauf hin.

Google+ optimiert Videos

(Quelle: Shutterstock.com/Twin Design)

Egal ob Licht, Farbe, Stabilität des Bewegtbild-Materials oder in Kürze auch die Sprache: Wie bisher schon bei Fotos können Nutzer von Google+ künftig ihre Videos auf Wunsch mit einem automatischen Verbesserungs-Feature optimieren, nachdem sie es hochgeladen haben, schreibt Google-Engineer Tim St. Clair in einem Blog-Beitrag.

Voraussetzung dafür ist die Nutzung des Medien-Backups des sozialen Netzwerks. Daraufhin analysiert das System automatisch die Ton- und Bildqualität des Spots. Falls Google Optimierungspotenzial sieht, werden Desktop-User mittels Banner gefragt, ob sie eine Vorschau der Verbesserungsmöglichkeiten sehen wollen. Das neue Tool, das bisher nur für Fotos verfügbar war, gibt es für Desktop- und Android-Nutzer.

Neue Features plant Google offenbar nicht nur bei seinem Social Network. Medienberichten zufolge denkt der US-Konzern derzeit darüber nach, einen “Kaufen”-Button auf seiner Suchseite einzuführen.

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Facebook beschleunigt Messenger

22.12.2014, 12:57

Jede Sekunde zählt

Je schneller ein Messenger funktioniert, desto mehr Spaß macht das Chatten. Facebook beschleunigt deshalb seinen Dienst – und fügt eine Statusanzeige hinzu.

Angekommen! So werden die Chat-Teilnehmer informiert

(Quelle: Facebook.com)

Facebooks Messenger ist nach einem Update schneller geworden. Das berichtet Techcrunch. Zudem bekommt der Chat-Dienst des sozialen Netzwerks eine Statusanzeige. Nutzer bekommen also nicht nur angezeigt, ob ihr Chatbeitrag abgesendet worden, sondern auch, ob er vom Empfänger gesehen wurde.

Die neuen Messenger- Funktionen gibt es für die iOS- und Android-Apps. Diese werden derzeit in Europa und den USA freigeschaltet. Der Messenger von Facebook hat rund 500 Millionen Nutzer, gab das Unternehmen im November 2014 bekannt.

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Zwei neue Targeting-Optionen für Twitter

17.12.2014, 12:56

Mobile Marketing

Twitter bringt weitere Targeting-Optionen ins Spiel. Mobile Werbekunden können ihre Ads nach Gerätetyp und Mobilfunkanbieter noch zielgenauer ausliefern lassen.

Zwei neue Targeting-Optionen für Twitter

(Quelle: Fotolia.com/ iQoncep)

Neue Targeting-Optionen bei Twitter: Zu den bisherigen Einstellungsmöglichkeiten kommen jetzt zwei weitere Optionen hinzu. Die neuen Features erlauben Werbungtreibenden das Targeting auf Basis von Mobilfunkanbietern und auf Basis von neuen Smartphones, so Twitter im Firmenblog.

Mobilfunkanbieter können beispielsweise über das neue Targeting ausschließen, dass Werbekampagnen zum Kundenneugewinn an solche Twitter-Nutzer ausgeliefert werden, die bereits Kunden sind – oder umgekehrt. Die Ansprache von Usern mit neuen Smartphones dagegen dient vor allem dazu, App-Install-Ads zu verbreiten: Wer ein neues Mobilgerät besitzt, dürfte daran interessiert sein, Applikationen für sein Smartphone herunterzuladen.

Beide Targeting-Optionen sind ab sofort in 35 Ländern verfügbar. Vergangene Woche hatte Twitter erst das Targeting-Feature “Tailored Audiences” vorgestellt. Aufschlüsse über die Nutzerinteressen erhält der Kurznachrichtendienst auch über das Tracking der Anwendungen, die User auf ihren Geräten gespeichert haben.

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Zalando testet Mode-Show via Google Hangouts

17.12.2014, 8:39

Ausbau der Stilberatung

Zalandos Ideenreichtum sind zum Jahresende keine Grenzen gesetzt. Nach dem Launch eines Curated-Shopping-Auftritts folgt jetzt eine eigene Modeshow auf Google Hangouts.

Zalando-Stylistin Suzie und Moderatorin Hadnet Tesfai helfen beim Silvester-Styling

(Quelle: Zalando)

“In einer Stunde sind wir auf Sendung” – es war nur ein kurzes Facebook-Posting, mit dem Zalando für ein weiteres Novum in Sachen Stilberatung trommelte. Wenige Tage nach dem Launch eines Curated-Shopping-Auftritts ging der Berliner Modeversender am vergangenen Samstag um 15.30 Uhr mit einer eigenen Modeshow auf Basis von Google Hangouts on air.

Die TV- und Hörfunk-Moderatorin Hadnet Tesfai und Zalando-Stylistin Suzie plauderten rund eine halbe Stunde lang auf einer roten Couch im hauseigenen Zalando-Fotostudio im alten Postbahnhof Berlin über aktuelle Modetrends zur “besten Sause des Jahres”. Nutzer konnten über Google Hangouts eigene Fragen in die Runde werfen und erfuhren so beispielsweise, dass ein absolutes No-Go am Silvesterabend sei, von Kopf bis Fuß ausschließlich zu funkeln. Wer stilmäßig auf Nummer sicher gehen wollte, konnte die von Zalando vorgestellten Outfits auch gleich im Web bestellen.

Rund 200 Leute verfolgten Unternehmensaussagen zufolge die Live-Show. Weitere 525 Nutzer riefen den Mitschnitt nachträglich über Youtube ab. Um eine große Reichweite ging es den Berlinern im ersten Schritt allerdings auch nicht: “Unser Social-Media-Team wollte erst einmal testen, ob eine solche Show technisch überhaupt möglich ist und die Qualität der Aufnahmen ausreicht”, erklärt eine Zalando-Sprecherin auf Nachfrage. Die erste Response der Nutzer stimmt positiv, auf die genauen Auswertungen von Google zu Abruf- und Klickzahlen wartet Zalando noch.

Dass weitere Formate dieser Art kommen werden, steht schon so gut wie fest. “Das Kaufverhalten wandelt sich. Unsere Kunden suchen einfach viel Rat und wir testen mit derartigen Projekten, wie wir Hilfestellung geben können”, so die Sprecherin. Die Shows seien ein weiterer Schritt in diese Richtung.

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Zuckerberg denkt über Dislike-Button nach

12.12.2014, 12:19

Gefällt mir - nicht

Bei negativen Ereignissen ist “Gefällt mir” keine Option – doch Schweigen unhöflich und ein passender Kommentar nicht zur Hand. Facebooks CEO Mark Zuckerberg erwägt einen Dislike-Button.

Zuckerberg denkt über Dislike-Button nach

(Quelle: Vimeo.com)

Liken ist schön und gut, aber manchmal hätte man auf Facebook gerne die Möglichkeit, bestimmte Inhalte auch negativ zu bewerten, so wie es bei Googles Video-Dienst Youtube bereits seit geraumer Zeit möglich ist.

Mark Zuckerberg hat gestern in einer öffentlichen Diskussion in Menlo Park Stellung zur Frage genommen, ob Facebook einen Dislike-Button einführen wird – blieb allerdings vage. “Wir denken darüber nach”, sagte der Facebook-Chef und gab zu bedenken, dass die Unterscheidung in “Like” und “Dislike” unter Umständen nicht ausreiche. Wenn jemand auf Facebook etwa über einen tragischen Unfall in der Familie berichte, reiche der Like- oder ein Dislike-Button unter Umständen nicht für eine angemessene Reaktion aus. Mehr Interaktionsmöglichkeiten, mit denen der Nutzer unterschiedliche Gefühle zum Ausdruck bringen könnte, seien ein mächtiges Instrument. Allerdings müsse man den richtigen Weg finden, um solch ein System zu integrieren.

Für Unternehmensseiten führt das soziale Netzwerk derzeit eine Schaltfläche ein, die die Mitglieder zu bestimmten Handlungen wie einem Shopbesuch oder einer Registrierung auffordern kann.

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“Call to Action” für Facebook-Seiten

12.12.2014, 7:43

Handlungsaufforderung

Viele Unternehmen verfolgen mit ihren Facebook-Seiten ein bestimmtes Ziel: mehr Anmeldungen, mehr Buchungen oder mehr Videoabrufe. Dazu können sie die Nutzer jetzt per Button auffordern.

(Quelle: Shutterstock.com/Stuart Miles)

Facebook hat ein neues Feature freigegeben, das Unternehmen ermöglicht, Schaltflächen mit einem Handlungsaufruf direkt in ihre Seite zu integrieren. Zur Auswahl stehen Buttons mit folgenden sieben Texten: Book Now, Contact Us, Use App, Play Game, Shop Now, Sign Up und Watch Video.

Die neuen Call-to-Action-Buttons werden direkt neben dem “Gefällt mir”-Button links oben auf der Unternehmensseite angezeigt. Die Funktion wird in den kommenden Wochen in den USA eingeführt und soll im nächsten Jahr weltweit verfügbar sein, heißt es im Facebook-for-Business-Blog.

Nicht nur für die Firmen, auch für Facebook ist der Button interessant, erföhrt das Netzwerk doch darüber, welches Ziel ein Unternehmen mit seiner Seite verfolgt – und wie die Mitglieder darauf reagieren.

Gestern hatte Facebook für Unternehmensseiten die Möglichkeit freigegeben, eine Art Verfallsdatum ihrer Beiträge festzulegen.

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Webshops machen mehr mit Social Media

10.12.2014, 8:42

Social-Media-Marketing

Deutschlands Webshops engagierten sich 2014 deutlich stärker in sozialen Netzwerken als im Vorjahr. Allen voran sind Amazon, Tchibo und Zalando.

Webshops machen mehr mit Social Media

(Quelle: Shutterstock.com/Twin Design)

Social Networks sind für den Online-Handel offenbar beileibe nicht so tot, wie Marktforscher wie Forrester sie gerne schreiben. Wenn man einer aktuellen Auswertung von Searchmetrics zur sozialen Sichtbarkeit der größten deutschen Webhändler Glauben schenken mag, engagieren sich die Shopbetreiber vielmehr seit Jahresbeginn deutlich stärker bei Facebook und Co als noch im Vorjahr.

So verdoppelte der E-Commerce-Riese Amazon seine Social Visibility. Tchibo und Zalando legten hier gar um das sieben- beziehungsweise sechsfache zu. Bei den Social Links, also der Menge aller Links auf einer Domain, die in den beobachteten sozialen Netzwerken gefunden werden, weist Amazon im Vergleich zu 2013 nahezu die doppelte Anzahl auf, Tchibo und Zalando wuchsen um annähernd 500 Prozent. Insgesamt erhielt Amazon rund 107 Millionen Likes, Shares und Kommentare, Tchibo (18,3 Millionen) und Zalando (14,6 Millionen) liegen weit abgeschlagen auf Rang zwei und drei.


Die Performance auf Facebook

(Quelle: searchmetrics.com)

Auch Pinterest mausert sich zum bedeutenden Social-Media-Kanal für Online-Händler. Das hat vor allem Zalando bereits erkannt: Mit 13.666 Pins engagierte der Modeversender sich 2014 deutlich stärker auf Pinterest als noch im Vorjahr (5.503 Pins). Amazon und Bonprix liegen mit 6.677 und 6.457 Pins nahezu gleich auf.

Grundsätzlich sieht Searchmetrics das Potenzial für Online-Händler in den sozialen Medien längst noch nicht als ausgeschöpft an. “Unser Rat an Online-Händler ist deshalb, das Jahr 2015 für sich zu nutzen, ihre Aktivitäten in den sozialen Netzwerken zu steigern und damit mehr Social Signals zu generieren”, so Searchmetrics-CEO Tom Schuster. Auch 2013 lag Amazon bereits auf Platz ein.

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Facebook will Werbung stärker personalisieren

14.11.2014, 9:36

Social-Media-Marketing

Facebook möchte jetzt auch in Deutschland Informationen darüber, welche Seiten und Apps Mitglieder nutzen, auswerten, um Anzeigen gezielter auszuspielen.

(Quelle: Shutterstock.com/
Thomas Bethge)

Auch in Deutschland will das Social Network seine Werbung künftig noch besser auf die Besucher, denen die Anzeigen eingeblendet werden, abstimmen. Zu diesem Zweck wertet Facebook unter anderem Informationen über besuchte Websites und Apps aus, teilte das Unternehmen mit.

Während Facebook in den USA bereits seit einigen Monaten die Werbeeinblendungen danach ausrichtet, was die Nutzer sonst noch im Web machen, diente hierzulande bislang lediglich das Verhalten in Facebook selbst als Grundlage für die Werbeprofile der Besucher. Allerdings können User die neue Funktion auch abschalten, das gelte dann für alle Geräte, erklärte Chief Privacy Officer Erin Egan auf der Website. Darüber hinaus können Mitglieder in einem neuen Bereich herausfinden, warum ihnen bestimmte Anzeigen angezeigt wurden – und die Einstellungen ändern.

Die Neuerungen kommen gleichzeitig mit einer Aktualisierung der Datenschutzregeln, die das Social Network vorgenommen hat. Neue Bestimmungen gibt es unter anderem zu Bezahldiensten und zu Käufen auf der Facebook-Plattform. Zu den Neuerungen können die Facebook-Mitglieder nun zunächst eine Woche lang Kommentare abgeben. Die Möglichkeit, über die Regeländerungen abzustimmen, die früher bestand, hat das Unternehmen dagegen abgeschafft – wegen schwacher Beteiligung.

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“Pinterest ist kein Selbstläufer”

10.11.2014, 11:00

Werbeträger Social Media

Facebook will mit seiner Werbeplattform Atlas Anzeigenkunden locken, und auch andere soziale Netzwerke hübschen sich auf. Welche Trümpfe Pinterest in der Hand hat, erklärt Deutschlandchef Jan Honsel.

(Quelle: Pinterest)

Wie können Werbungtreibende Pinterest im Moment nutzen?

Jan Honsel: In den USA gibt es derzeit erste Monetarisierungstests mit Promoted Pins. Die werblichen Pins gibt es in Deutschland noch nicht, sie sind aber perspektivisch denkbar. Werbungtreibende haben im Moment in Deutschland die Möglichkeit, unter anderem mit eigenen Profilen auf sich aufmerksam zu machen.

Welche Vorteile bringt das?

Honsel: Unternehmen haben mit Pinterest die Möglichkeit, Zugang zu Zielgruppen zu bekommen, die sie bisher nicht oder nicht ausreichend erreicht haben. Zudem können Sie natürlich auch Ihre Bestandskunden und -user ansprechen und noch besser bedienen. Sie können sich einen Stamm an Followern aufbauen und mit diesen interagieren, das ist wertvolles Direktmarketing. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich die Nutzer von Pinterest in einem zukunftsorientierten Verwendungsmodus befinden. Das heißt, sie sind für sich oder für ihr direktes Umfeld auf der Suche nach Themen, die in Kürze sehr relevant und voraussichtlich realisiert werden. Das können Einrichtungsideen sein, das Kochrezept für den Abend oder das passende Kleid für die Hochzeit der besten Freundin. Oftmals durchaus sehr intime und private Momente, an denen Marken mit dem richtigen Content teilhaben können. Die Kontakte, die so zwischen Marke und Kunde entstehen, sind wahnsinnig wertvoll – vor allem im Vergleich zu Interaktionen bei oder mit anderen Social Networks, wo es eher um die Generierung von Zuschreibungen zu einem geht – nach dem Motto ich verbinde mich mit Marken und Themen um entsprechend von der Außenwelt wahrgenommen zu werden.

Was ist für einen Erfolg auf Pinterest wichtig?

Honsel: Ich sollte als Werbungtreibender natürlich ein Profil haben und es pflegen. Außerdem sollte ich die Menschen über die verschiedenensten Känale auf mein Pinterest-Profil aufmerksam machen. Ich kann zum Beispiel auch Widgets und den Pinterest Pin-it-Button auf meine Webseite oder andere soziale Kanäle einbinden. Grundsätzlich gilt natürlich wie überall, wenn ich etwas tue, dann sollte ich auch darüber sprechen, beispielsweise indem ich “Die beliebtesten Pins auf Pinterest” auf meiner Unternehmensseite präsentiere.

Wie kommen User mit dem Unternehmens-Content in Kontakt?

Honsel: Dafür gibt es grob vier Möglichkeiten. Der User kann der Marke auf Pinterest folgen oder er kann aktiv nach ihr suchen. Produkte und Pins der Marke erscheinen auch, wenn der Nutzer in einer bestimmten Kategorie unterwegs ist in die mein Markencontent fällt, wie etwa Herrenmode. Zuletzt gibt es natürlich die Option, über Menschen mit denen ich verbunden bin auf diesen Markeninhalt aufmerksam zu werden, quasi der klassische virale Effekt. Das ist auch einer unserer großen Vorteile. Bei uns gibt es mindestens vier Wege um auf das Unternehmen aufmerksam zu werden, bei anderen Networks im Grunde genommen, vereinfacht gesagt, nur einen über den klassischen Stream, dessen Anordnung meine “Fanseiten/Freunde” und dem Logarithmus geschuldet ist. Wir sehen, dass bei den vier Optionen, mit der Marke in Kontakt zu kommen, gerade bei neuen Usern vor allem der Home-Stream intensiv genutzt wird.

Neben Werbungtreibenden soll Publisher vor allem der zusätzliche Traffic überzeugen.

Honsel: Egal ob für Online-Shops oder Verlage, beide wollen ihre Zielgruppen erreichen. Pinterest kann helfen, das Markenerlebnis neu zu gestalten und mit Leuten in Kontakt zu kommen, die das Magazin am Kiosk beispielsweise erst einmal nicht kaufen würden, aber am Thema interessiert sind. Mit passenden Boards und Pins kann das Unternehmen es schaffen, diese User zu überzeugen und zu ihren Käufern zu machen. Wir sind einfach eine extreme Traffic-Maschine. Jeder Pin dient als Rückkanal und bringt Nutzer und Reichweite. Für Buzzfeed international sind wir beispielsweise mit Abstand die zweitgrößte Social-Traffic-Quelle nach Facebook.

Wie sieht momentan ihre Arbeit mit Werbungtreibenden konkret aus?

Honsel: Wir sind aktuell vor allem beratend unterwegs, das heißt wir erklären, wie man ein Profil aufbaut, welche Themen individuell relevant sind und wie die Unternehmen von den Nutzern gefunden werden können. Auch saisonale Anpassungen sind natürlich wichtig oder die Verlinkung zur Webseite. Außerdem ist Mobile bei uns natürlich ein riesen Thema sowie die ständige Optimierung des Content und des Uploading-Prozesses. Zudem kümmern wir uns um unser Partnerschaftsprogramm, wie eben mit Verlagen.

Wie sehen Sie die Diskrepanz zwischen der Datenhoheit der Sozialen Netzwerke und dem Verwenden der Information für Werbezwecke?

Honsel: Für mich wie für Pinterest gilt, dass die Privatsphäre der Nutzer stets gewährleistet und die Datenhoheit bei den Nutzern liegen muss. Der Nutzer muss geschützt werden und darf nicht mit schlechter Werbung wie bei mangelhaftem Retargeting belästigt werden. Im Moment befindet sich die Social Media Branche in Sachen Werbung meiner Meinung nach noch in einem Art Zwischenstand, es wird viel ausprobiert, Facebook hat mit Atlas gerade wieder ein spannendes Szenario eröffnet. Was die Nutzer letztlich davon halten und wie sich das Ganze dann in der Praxis auswirkt, bleibt abzuwarten.

Ein kurzer Tipp für Werbungtreibende: Wie kann man die Follower-Zahl erhöhen?

Honsel: Man sollte auf jeden Fall den Pin-It-Button in die anderen Unternehmenskanäle integrieren und natürlich kommunikativ sein und darüber sprechen. Pinterest ist kein Selbstläufer, ohne Arbeit und Pflege bringt der schönste Pin nichts.

Schon seit fast einem Jahr testet Pinterest seine Promoted Pins in den USA. Nun will das Unternehmen besser erfassen, wie die Anzeigen bei den Nutzern ankommen. So jedenfalls verkauft Pinterest die Änderungen seiner Privatsphäre-Richtlinien, die das Unternehmen jetzt in einem Blogbeitrag ankündigte.

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IBM wertet 500 Millionen Tweets pro Tag aus

30.10.2014, 10:24

Big Data

Die Software Watson von IBM soll 500 Millionen Tweets pro Tag analysieren. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen an Firmen bei ihren Geschäftsentscheidungen helfen.

(Quelle: Shutterstock.com/PremiumVector)

“Twitter ist ein riesiges Archiv menschlicher Gedanken über Ideen, Meinungen und Debatten zu fast jedem Thema auf der Welt.” So definiert Twitter im Firmenblog die Summe der über den Dienst veröffentlichten Nachrichten – und stellt diese Informationen künftig in den Dienst von Firmen, die anhand dieser Daten bessere Geschäftsentscheidungen treffen sollen.

Zu diesem Zweck kooperiert das Unternehmen exklusiv mit IBM. Twitter-Daten werden ab sofort in Watson Analytics integriert, ein Computerprogramm aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz, das die Informationsmenge von 500 Millionen Tweets pro Tag verarbeiten, daraus Erkenntnisse gewinnen und diese Unternehmen zur Verfügung stellen kann.

Die Zusammenarbeit ist für beide Firmen ein Gewinn: IBM kann sich auf diesem Weg als modernes Tech-Unternehmen präsentieren, das Social Media auf höchstem Niveau einbezieht – und Twitter braucht dringend neue Umsatzquellen. Im aktuellen Finanzbericht konnte der Kurznachrichtendienst zwar seinen Umsatz verdoppeln, musste allerdings auch doppelt so viel Verlust hinnehmen wie noch im Vorjahresquartal.

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