Instagram: Exklusive Werbeformen

03.06.2015, 10:03

Foto-Sharing-Dienst

Werbung auf Instagram kann derzeit in Form von Sponsored Posts, Carousel Ads und Influencer-Marketing geschalten werden. Doch nicht jeder darf werben.

Werbung auf Instagram bietet für Werbungtreibende die Möglichkeit Nutzer zu erreichen

(Quelle: shutterstock.com/Gil C)

Werbung auf Instagram gerät immer mehr in den Fokus von Marketern. Kein Wunder, denn mit rund 300 Millionen Nutzern, ­davon allein rund 4,2 Millionen in Deutschland, hat die Foto-Sharing-App Instagram im abgelaufenen Jahr massiv an Bedeutung gewonnen.
Seitdem Facebook-Chef Mark Zuckerberg die Anwendung 2012 für 737 Millionen US-Dollar gekauft hat, hat sich die Nutzerzahl bis zum heutigen Tag verzehnfacht. Jeden Tag melden sich auf dem sozialen Netzwerk rund 400.000 neue User an.

Im Unterschied zu anderen Social-­Media-Plattformen gibt es auf Instagram noch keinen Suchalgorithmus, der über die Wichtigkeit bestimmter Beiträge und somit ihre Sichtbarkeit entscheidet. Der User findet in seinem Newsfeed lediglich die Bilder der Personen, denen er folgt und (noch) keine Werbung auf Instagram.

Werbung auf Instagram ist nahezu jungfräulich

Eine weitere Besonderheit der Plattform ist, dass weder Nutzer noch Werbungtreibende bislang die Möglichkeit hatten, Verlinkungen in ihre Posts zu integrieren ­beziehungsweise überhaupt Werbung auf Instagram zu schalten.

Trotzdem zieht es immer mehr Unternehmen auf den Kanal. Hanna Heller, Europa-Sales-Chefin des Vermarkters Gosnap, nennt die Vorteile von Instagram gegenüber herkömmlichen Kanälen wie Facebook: „Die Conversion Rate von Follower zu Like liegt im Durchschnitt bei 4,21 Prozent. Das heißt, wir haben rund 60 Mal mehr Engagement pro Follower als bei Facebook.“ Werbung auf Instagram hätte zudem den Vorteil, dass eine sehr junge und auch weibliche Zielgruppe erreichbar sei, die mit klassischer Werbung beispielsweise in TV und Print nicht mehr angesprochen werden könne, so Heller.

Auch die Marketingstrategin Xi Chen von der Berliner Digitalagentur TLGG stellt fest, dass immer mehr Unternehmen dem neuen Trend folgen und sich einen Instagram-Account einrichten. Sie glaubt, dass der Kanal bald nicht mehr aus dem Marketing-Mix wegzudenken sei.

Werbung auf Instagram als Sponsored Posts und Carousel Ads

Mit den sogenannten Sponsored Posts ­haben Unternehmen seit Anfang April 2014 auch in Deutschland erstmals die Möglichkeit, Werbung auf Instagram zu schalten. Die Botschaften der Werbungtreibenden ­erscheinen als normale Beiträge in der Timeline der User und sind oben rechts als „Gesponsert“ gekennzeichnet. Ein Klick darauf genügt und der Nutzer kann die Werbeanzeige ausblenden. Durch dieses Angebot verhindert Instagram, dass seine Nutzer mit ungewollter Werbung bombardiert werden. Somit bewahrt das Netzwerk seinen exklusiven Status.

Dazu gehört auch, dass längst nicht ­jedes Unternehmen Werbung auf Instagram aufgeben darf: „Instagram will die Möglichkeit, Werbung schalten zu können, als Premiumprodukt verkaufen. Erst wenn Instagram den Eindruck hat, dass eine Marke den Kanal verstanden und eine eigene Content-Strategie hat, gibt es Kooperationen“, erklärt Chen.
Klaus Breyer, Geschäftsführer und Gründer der Social-Media-Agentur Buddybrand, ergänzt: „Es ist momentan nach meinen Informationen ein Mindest-Spending von 50.000 Euro notwendig, um Ads zu schalten.“ Eines der ersten deutschen Unternehmen, das Werbung auf Instagram schalten darf, ist Mercedes-Benz. 2,2 Millionen Instagramer folgen dem schwäbischen Autohersteller.

Ein Unternehmenssprecher schildert den Start-Prozess: „Die Einbuchung erfolgt direkt über die Media-Agentur bei Instagram.“ Neben Mercedes-Benz werben unter anderem auch noch Volkswagen, Porsche und Boss auf Instagram. Ein weiteres Werbeformat, das jedoch noch nicht in Deutschland verfügbar ist, sind die Carousel Ads. Diese bieten Werbungtreibenden erstmals die Möglichkeit, einen Link zu hinterlegen.
Im Gegensatz zu Sponsored Posts und normalen Beiträgen kann der Nutzer nach rechts und links swipen (wischen) und weitere Informationen erhalten. Der Handyhersteller Samsung nutze die Carousel Ads in den Vereinigten Staaten beispielsweise dafür, die Fähigkeiten seines ­Modells Galaxy S6 vorzustellen.

Werbung auf Instagram mittels Influencer transportieren

Für Mercedes-Benz bietet Werbung auf Instagram ­neben den „klassischen“ Werbeformaten (Sponsored Posts, Carousel Ads) auch noch eine weitere Chance: „Influencer spielen eine entscheidende Rolle auf Instagram. Die von Dritten erstellten Inhalte sind besonders glaubwürdig.“

An dieser Stelle setzt Gosnap an. Der Anbieter von Influencer- und Social-­Media-Marketing hat eine Plattform entwickelt, mit der Werbungtreibende in ­wenigen Schritten ihre eigene Instagram-Kampagne aufsetzen können. Dabei können die Unternehmen zum Beispiel selbst Hashtags, Kampagnenzeitraum und Zielgruppe bestimmen und anschließend Reichweiten buchen. Abgerechnet wird entweder über Cost Per Thousand Follower oder über Cost Per Engagement.

In Deutschland arbeitet Gosnap bereits mit mehr als 100 Influencern zusammen, die die Kampagnen nach bestimmten Vorgaben verbreiten. Darunter ist auch die beliebte Reise-Bloggerin Sylvia Matzkowiak mit 226.000 Followern. „Ein Vorteil ist die schnelle Umsetzbarkeit, da Kampagnen über ein intuitiv gestaltetes Dashboard in wenigen Schritten eingestellt sind und es zudem keine Vorlaufzeiten gibt. Das heißt, sobald eine Kampagne über Gosnap startet, können schon am gleichen Abend die ersten Influencer-Posts online sein“, berichtet Managerin Heller.

Außerdem sei es möglich, die ­Kampagnen mittels Targeting ganz gezielt auf Alter, Geschlecht und Zielgruppe ­zuzuschneiden. Zwar können theoretisch alle Firmen auf Instagram Influencer-Marketing ­betreiben, doch nicht für alle ist dies sinnvoll. Heller sagt warum: „Unser Haupt­augenmerk liegt auf FMCG (Fast Moving Consumer Goods).“ Das heißt, dass insbesondere Produkte des Alltags gut funktionieren. In Szene gesetzt, haben auch ­Luxusgüter eine große Wirkung. Eine Gosnap-Kampagne des Eisherstellers Ben & Jerry’s für ein Fairtrade-Bananeneis schlug den bisherigen Verkaufsrekord des Unternehmens mit einem Zuwachs von mehr als 18 Prozent.

Doch welche Möglichkeiten ergeben sich für Unternehmen durch Werbung auf Instagram? Buddybrand-Gründer Breyer sieht Risiken und Chancen: „Einerseits ist das Targeting noch ungenau“ (derzeit sei es nur möglich, nach Kategorien wie Amerikaner, zwischen 20 und 45 Jahre alt und männlich zu filtern), „andererseits sind Reichweite und Frequeny-Capping sehr spannend, weil dadurch praktisch Nettoreichweite eingekauft werden kann. Das ist im Prinzip ein Angriff auf den TV-Markt.“

Obwohl der Foto-Sharing-Dienst momentan noch eine eher unbedeutende Rolle im Marketing-Mix der Unternehmen spielt, wird Instagram zunehmend ein Muss für Advertiser werden. Die neuen Anzeigenmodelle bieten für Marketer einige interessante Perspektiven Werbung auf Instagram zu buchen – inwiefern diese allerdings auch den Nutzern dienen, muss sich noch zeigen.

© www.internetworld.de

Neue Benutzeroberfläche bei Twitter

19.05.2015, 11:05

Update für die Optik

Twitter gibt sich ein neues Gewand: Mit einer Aktualisierung der Benutzeroberfläche will das Netzwerk den Nutzern das Navigieren zwischen Tweets, Konten, Fotos und Nachrichten einfacher machen.

Update für die Optik

(Quelle: Shutterstock.com/PiXXart)

Angemeldete Twitter-Nutzer können sich freuen: Nach einem Test mit einer kleinen Gruppe ausgewählter User bekommen nun alle neue Funktionen und einen neuen Look auf den Bildschirm. Neben dem fotofreundlicheren Design sind vor allem mehr Filterfunktionen für eine effektivere und schnellere Suche hervorzuheben, meint Techcrunch.

So erscheinen nach Eingabe eines Suchworts auf Twitter.com zunächst einmal die relevantesten Tweets. Das sind die Beiträge, die entweder mehrfach weitergeleitet oder favorisiert worden waren. Das System ist dabei „intelligent“: Das Top-Ergebnis ist nicht zwingend der am meisten favorisierte und weitergeleitete Tweet, sondern ein Beitrag, den Twitter als besonders relevant identifiziert hat.

Besonders praktisch: Die neuen Filteroptionen sollen das Hin- und Hersurfen zwischen Top Tweets und aktuellem Nachrichtenstrang leichter machen. Die bisher unter „All Tweets“ geführte Nachrichtenanzeige nennt sich jetzt „Live“ und betont den aktuellen Charakter des Twitter-Netzwerks. Weitere Navigationsoptionen sind Accounts, Fotos und Videos. Unter „More Options“ stehen weitere Filtermöglichkeiten zur Verfügung.
Twitter testet derzeit die Möglichkeit für Marken, ihre Apps direkt aus dem Twitter-Profil herunterladen zu lassen.

© www.internetworld.de

Daddeln im Facebook Messenger?

19.05.2015, 10:29

Gaming

Zwei Monate nach dem Launch der Messenger Platform hat Facebook das nächste Projekt ins Visier genommen: Das Unternehmen ist bereits in Gesprächen mit Developern zur Entwicklung von Games.

Daddeln im Facebook Messenger?

(Quelle: Facebook.com)

Nicht nur chatten, auch spielen soll man in Zukunft über den Messenger: Facebook will mehr Apps für seine Chat-Plattform entwickeln lassen. Dazu sei der US-Konzern bereits in Gesprächen mit Games-Developern, berichtet der Blog The Information unter Berufung auf an den Plänen beteiligte Insider. Einen definitiven Zeitplan für die Einführung von Games im Messenger-App-Katalog gebe es jedoch noch nicht.

Mit der Einführung von Games will Facebook nicht nur seine User beglücken. Ganz generell geht es darum, die Nutzung der Messenger Apps anzukurbeln, denn bisher ist den meisten Nutzern nicht bewusst, dass sie neben Emojis, Gifs und Audio-Clips auch andere Apps auf der Chat-Anwendung nutzen können.

Ende März 2015 hat Facebook den Messenger für Entwickler geöffnet und damit das Entwickeln von speziell für den Messenger zugeschnittenen Apps möglich gemacht. Seit Anfang April 2015 gibt es den Messenger des Social Networks auch als eigenständigen Chat im Browser.

© www.internetworld.de

Wie KMU das Web als Wachstumsmonitor nutzen können

11.05.2015, 10:12

Gastkommentar

Von wegen digital können nur die großen Firmen: Wie KMU mit Hilfe des Internets zum Global Player werden können, erklärt Stefan Hentschel, Industry Leader Technology bei Google.

Stefan Hentschel, Industry Leader Technology bei Google

(Quelle: Google)

Von Stefan Hentschel, Industry Leader Technology bei Google
Es ist noch gar nicht so lange her, dass kleine Unternehmen so gut wie keine Chance hatten, außerhalb ihrer Heimatregion aktiv zu werden. War die Rede von globalem Marketing oder Vertrieb, so ging es meist um die großen Firmen. Doch die Zeiten haben sich geändert: Heute können kleine, junge Unternehmen mit Hilfe des Internets den Weltmarkt erreichen und zum Global Player werden. Oftmals setzen sie längst zum Überholmanöver an und nehmen es mit den ganz Großen auf.

Das digitale Zeitalter birgt riesige Chancen für Unternehmen. Nie waren die Voraussetzungen und Möglichkeiten, Kunden zu erreichen, so gut und vielfältig wie heute. Dennoch haben Firmen, die grenzüberschreitend operieren möchten, immer noch viel zu viele Hürden zu überwinden.

Kleine Unternehmen müssen in ihrer digitalen Kompetenz geschult werden
Initiativen, wie zum Beispiel “Weltweit Wachsen – Deutschland exportiert online”, die seit 2014 die Kompetenzen von Partnern wie Deutsche Post DHL, PayPal, Commerzbank, BDO und Google sowie der Universität Leipzig und der Hochschule Reutlingen bündelt, unterstützen kleine und mittelständische Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte über das Internet. Denn natürlich sind die Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet, so lange beschränkt, wie den Menschen das nötige Know-how fehlt. So werden im Jahr 2020 laut aktuellen EU-Zahlen 900.000 Stellen in Europa aufgrund mangelnder digitaler Kompetenzen nicht besetzt werden können. Und oftmals ist es so, dass Betriebe zwar wissen, dass sie online präsent sein müssen – aber keine Ahnung haben, wie sie dies genau anstellen sollen.

Präsenz in Social Media zeigen
Greifen Unternehmen auf diese “Grundausstattung” zurück, so besitzen sie zwar das nötige Rüstzeug, um international erfolgreich zu werden. Was sie aber dennoch auf keinen Fall aus dem Blick verlieren dürfen, sind Trends und Entwicklungen innerhalb ihrer Zielgruppe. Das Stichwort heißt hier Social Media. Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter oder Google+ sind wichtig, um im ständigen Austausch mit Verbrauchern zu bleiben, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und ein nachhaltiges Vertrauen in die eigene Marke schaffen.

Ein besonders effektives Instrument, wenn es um die Erzeugung eines Bewusstseins beim Konsumenten für das eigene Unternehmen geht, ist Online-Video-Werbung. Schon heute werden mit Werbung beispielsweise auf Youtube 49 Prozent der 18- bis 34-Jährigen weltweit erreicht. TV-Werbung landet mit 45 Prozent in dieser Altersklasse lediglich auf Platz 2. Es gibt kaum ein anderes Medium, über das sich Emotionen so glaubwürdig transportieren lassen wie über Videos. Zudem kann Werbung auf Video-Plattformen – im Gegensatz zu TV-Werbung – einfach und schnell geteilt werden. Unternehmen, die mit ihrer Werbung überzeugen, machen so aus Internetnutzern Markenbotschafter, die ihre Begeisterung für eine bestimmte Marke mit Familie, Freunden und Bekannten teilen.

Firmen müssen mutig sein
Festzuhalten bleibt: Unternehmen müssen innovativ sein, die Bedürfnisse der Kunden immer im Blick behalten und die Digitalisierung vorantreiben. Sie dürfen sich nicht aus Angst vor einem möglichen Scheitern aufhalten lassen – denn stehen zu bleiben wird sie am Ende teurer zu stehen kommen als Fehler zu machen. Ist dies gewährleistet, so haben kleine und mittelständische Unternehmen die besten Chancen, sich zu Global Playern zu entwickeln – nicht nur kurzfristig, sondern langfristig.

© www.internetworld.de

Google: Neue Ads für Autohändler und Kreditvermittler

06.05.2015, 13:01

Mobile Anzeigen

Google erweitert sein Anzeigenangebot speziell für Autohändler und Kreditvermittler: Neue Ads, speziell für mobile Geräte optimiert, sollen mehr Details über die Produkte liefern.

Neue Google-Ads

(Quelle: Google.com)

Die Zahl der mobilen Suchen übertrifft in manchen Märkten schon die Zahl der Suchen stationär surfender Nutzer. Google reagiert auf diese Entwicklung mit einem neuen Anzeigenangebot, das sich spezifisch an Autohändler und Kreditvermittler richtet. Die Automobilanzeigen sollen den Nutzern auf einen Blick mehr Informationen bieten als nur einen Link, so das Unternehmen im Inside AdWords-Blog.

Auf Basis der von den Werbekunden zur Verfügung gestellten Daten – wie Produktfotos, Preisen und Produktinformationen – wird den Nutzern bei einer Suchanfrage oberhalb den Ergebnisse eine Liste von Autoanzeigen eingeblendet. Diese können per Fingerwisch in einer Karrussellansicht weitergeschoben werden, um mehr Anzeigen aufzurufen. Den Klick auf eine der so aufgerufenen Ads lässt sich Google bezahlen. Die Nutzer sehen nach Anklicken Detailinformationen über das jeweilige Automobil.
Ähnliche Anzeigen sollen auch für Autohändler und Hypothekenmakler ins Programm kommen. So können sich Autohändler in einer Liste anzeigen lassen, die zu ihren Webseiten führen, währen Hypothekenmakler innerhalb der Anzeigen bereits ihre Kreditkonditionen detaillieren können.
Vor zwei Wochen hatte das Unternehmen angekündigt, in Zukunft einen Großteil der Werbung über das HTTPS-Sicherheitsprotokoll ausliefern zu wollen.

© www.internetworld.de

Snapchat: Freundschaft per QR-Code

05.05.2015, 11:46

Video-Messaging-Dienst

Snapchat verhilft QR-Codes zu einem Revival: Der Messenger-Dienst gibt jedem Profil einen individuellen „Snapcode“ und ermöglicht es Nutzern so, anderen zu folgen.

Snapchat

(Quelle: techcrunch.com/Screenshot)

Sie sind hauptsächlich auf Postern und Werbetafeln zu sehen: QR-Codes. Der Kurznachrichtendienst Snapchat möchte der technischen Spielerei einen neuen Sinn verleihen und launcht dazu Snapcodes. Das geht aus einer Mitteilung des Konzerns hervor. Jeder Nutzer erhält einen individuellen QR-Code. Wird dieser von einem anderen Nutzer eingescannt, folgt er ihm automatisch.
Außerdem erhalten Nutzer die Möglichkeit eine Vektorversion des Snapcodes beispielsweise auf der eigenen Website zu integrieren. Durch die neue Funktion erhält die Anwendung indirekt auch einen „Follow“-Button. Ein derartiges Tool gab es bislang bei Snapchat noch nicht.

Mitte April hatte Snapchat verkündet, seine Brand-Stories-Anzeigen aus dem Verkehr zu ziehen und weiter an einem neuen Werbemodell zu arbeiten.

© www.internetworld.de

Ex-Facebook-Chef: Scott Woods geht zu LiveRail

04.05.2015, 16:03

Vermarktungsplattform

Als im Februar bekannt wurde, dass Marianne Dölz neue Deutschland-Chefin von Facebook wird, war unklar wohin es Scott Woods verschlägt. Heute wurde bekannt, dass er ab sofort für LiveRail arbeitet.

Scott Woods, ehemaliger Deutschlandchef von Facebook, bleibt dem Netzwerk weiter erhalten

(Quelle: Facebook)

Scott Woods, ehemaliger Deutschland-Chef von Facebook, ist ab sofort als Head of Northern Europe bei LiveRail tätig. Der Verantwortungsbereich umfasst Großbritannien, die DACH-Länder sowie Benelux, Skandinavien und Osteuropa. Bei LiveRail handelt es sich um eine Plattform zur Vermarktung von Video-Werbeinventar. 2014 übernahm Facebook LiveRail für rund 500 Millionen US-Dollar. Somit bleibt Scott dem Facebook-Konzern weiter treu.

Im Februar wurde der Wechsel an der deutschen Führungsspitze bei Facebook bekannt. Marianne Dölz übernahm die Leitung von Facebook in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dölz berichtet seither als Country Director DACH direkt an Martin Ott, Managing Director Northern, Central and Eastern Europe bei Facebook.

Facebook will News-Anbieter mit einem attraktiveren Anzeigenmodell ins Netzwerk holen: Für manche Ads sollen die Kunden den gesamten Werbeumsatz ohne Abgaben an Facebook behalten können.

© www.internetworld.de

Twitter plant Übernahme von Circa

04.05.2015, 11:36

News-App

Der Kurznachrichtendienst Twitter will offenbar die News-App Circa kaufen. Seit Launch des Start-ups soll der Wert von Circa auf sechs Millionen US-Dollar gestiegen sein.

Twitter plant Übernahme von Circa

(Quelle: Shutterstock.com/1000 Words)

Der Kurznachrichtendienst Twitter soll in Übernahme-Verhandlungen mit der News-App Circa stehen, berichtet Business Insider. Seit Launch des Start-ups ist der Wert von Circa auf sechs Millionen US-Dollar gestiegen. Circa wurde von Matt Galligan gegründet und zählt unter anderem Path CEO David Morin, WordPress-Gründer Matt Mullenweg und Quotidian Ventures zu seinen Investoren.

Für Twitter wäre es ein neuer Schritt im News-Geschäft: Bisher produziert der Kurznachrichtendienst keinen eigenen Content, sondern bietet auschließlich Medien eine Plattform.

Emanzipation von Meerkat

Im gleichen Zuge emanzipiert sich Meerkat von Twitter und streamt zukünftig Videos auch über Facebook. Und nicht nur Nutzer der iOS-Version können den Dienst für sich in Anspruch nehmen. Meerkat kam Periscope zuvor und veröffentlichte nun die Android-Version seiner Livestreaming-App.

Kürzlich leistete sich Twitter eine weitere Übernahme. So gab das Unternehmen bekannt, den Hersteller von Marketing-Technologie TellApart zu übernehmen. TellApart entwickelt Retargeting-Dienste über dynamische Produktanzeigen und E-Mail-Marketing-Maßnahmen.

© www.internetworld.de

Enttäuschende Zahlen für Yelp

30.04.2015, 10:20

Erstes Quartal 2015

Verluste bleiben Verluste, auch wenn sie weniger werden: Im ersten Quartal 2015 kommt Yelp immer noch nicht aus den Miesen heraus. Dabei ist der Umsatz gestiegen.

Enttäuschende Zahlen für Yelp

(Quelle: Shutterstock.com/Gil C)

Das erste Jahr nach Börsengang scheint für Yelp nicht ganz rund zu laufen. Im ersten Quartalsbericht des Jahres 2015 gab das Unternehmen jetzt einen Umsatz von 118,5 Millionen US-Dollar bekannt. Das sind zwar 55 Prozent mehr als noch im Vergleichszeitraum des Vorjahres, doch der Umsatz erreichte dennoch nicht die von Analysten erwartete Marke von 120 Millionen US-Dollar.

Geld verdient Yelp vor allem mit lokaler Werbung: 98,6 Millionen US-Dollar erwirtschaftete das Unternehmen damit. Markenwerbung und andere Umsätze kamen auf 19,9 Millionen US-Dollar, wie das Unternehmen im Finanzbericht darlegt.

Erneut musste Yelp einen Verlust hinnehmen: Im jetzt abgeschlossenen Quartal lag er bei 1,3 Millionen US-Dollar. Im Vorjahresquartal waren es allerdings noch 2,6 Millionen US-Dollar gewesen.

Das Bewertungsportal verfügt mittlerweile über rund 77 Millionen Restaurant- und Geschäftskritiken und wird von 142 Millionen Nutzern pro Monat besucht. Im Februar 2015 hatte Yelp die Plattform Eat24 übernommen.

© www.internetworld.de

Per Push aufs Handy: WhatsApp für Unternehmen

30.04.2015, 9:09

Publisher und Vermarkter

Frische News direkt aufs Smartphone: Wandelt sich WhatsApp vom privaten Kommunikationsmedium zum Kanal für Publisher und Werbungtreibende, um Nachrichten zu verbreiten?

Per Push aufs Handy: WhatsApp für Unternehmen

(Quelle: Fotolia.de/Bramgino)

Ende April 2015 hat WhatsApp eine neue Marke durchbrochen: 800 Millionen Nutzer sind auf dem Messaging-Dienst weltweit aktiv. Davon alleine rund 35 Millionen in Deutschland. Die große Zahl an potenziellen Lesern und Kunden hat längst auch Publisher und Werbungtreibende auf die Idee gebracht, diesen direkten Zugangskanal zu nutzen.

WhatsApp ermöglicht es, in den privaten Kommunikationsraum der User einzudringen und so gezielt Angebote weiterzuleiten. Außerdem kann der Kanal zur Diskussion verwendet werden. Bei Fragen und Anregungen hat der Nutzer die Chance, ohne Umweg mit dem Unternehmen Kontakt aufzunehmen.

Eine individuelle Umsetzung und Verwaltung von mehreren Hundert oder Tausend Kontakten ist manuell über ein Smartphone unmöglich. Eine Lösungmöglichkeit bietet das Augsburger Unternehmen „Whatsservice“ an. Über diesen Dienst können am Desktop Nachrichten über ein Broadcast-Listensystem verschickt werden und die Kontakte verwaltet werden.

Für Marketers ist es wichtig, dass Grundregeln beachtet werden. So ist es beispielsweise seitens WhatsApp prinzipiell verboten, den Messenger für kommerzielle Zwecke zu gebrauchen. Das Versenden von reinen Werbebotschaften ist folglich kritisch. Wer seine Angebote jedoch in News verpackt, sollte kein Problem bekommen – es sei denn, der Dienst wird zu intensiv bespielt.

Geringe Abmelderate, hohe Click-Through-Rate

Ein Vorteil von WhatsApp im Gegensatz zu anderen Social-Media-Kanälen wie Facebook oder Twitter ist die verhältnismäßig hohe Click-Through-Rate (CTR). „Die Klickraten auf den Links in den versendeten Nachrichten liegen bei bis zu 30 Prozent“, erzählt Gero Gode, bei Whatsservice verantwortlich für Marketing und Verkauf.

Entscheidend für den Erfolg von WhatsApp-Kampagnen ist neben der Relevanz vor allem die Frequenz, in der Werbungtreibende und Publisher ihre Mitteilungen versenden. „Ab vier Nachrichten am Tag fällt die Klickrate deutlich ab“, so Gode. Werden mehr Nachrichten verschickt, sinkt auch langfristig die Abmelderate der User. Diese liege im Schnitt bei unter fünf Prozent, könne aber auf bis zu 20 Prozent ansteigen, erklärt der Whatsservice-Manager.

© www.internetworld.de