Das Web als Wahlkampfhelfer

08.05.2013, 11:34

Rund 60 Prozent aller Bundesbürger informieren sich online über Politik, für fast 40 Prozent ist das Internet sogar wahlentscheidend. Das ergab eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom. Bei den 18- bis 29-Jährigen nutzen demnach bereits 55 Prozent die sozialen Medien, um online über die Politik zu diskutieren.

(Foto: Bundestag.de)

Am 22. September 2013 findet die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag statt. Entscheidenden Einfluss auf den Ausgang wird der Einsatz des Internets durch die politischen Parteien haben – sagen zumindest 37 Prozent aller Wahlberechtigten in Deutschland. Unter den 18- bis 29-Jährigen ist mit 48 Prozent sogar fast die Hälfte dieser Meinung, ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Hightech-Verbands Bitkom.

Insbesondere die sozialen Medien sollen in diesem Jahr eine zentrale Rolle im Wahlkampf spielen. "Das Internet wird den Wahlkampf bestimmen wie nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik", prognostiziert Bitkom-Präsident Dieter Kempf. "Die Online-Kampagnen könnten für die Parteien zum Zünglein an der Waage werden, um die entscheidenden Stimmen zu erringen". Laut Umfrage informieren sich 60 Prozent der Bundesbürger über politische Themen im Web. Im Jahr der letzten Bundestagswahl 2009 waren es erst 45 Prozent. Unter den 18- bis 29-Jährigen recherchieren aktuell 80 Prozent im Internet über politische Themen, bei den 30- bis 44-Jährigen sind es 75 Prozent.

Hohe Beteiligung im Netz

Besonders beliebt als Informationsquelle für politische Inhalte sind demnach vor allem die Webseiten der klassischen Medien: 84 setzen auf die Nachrichtenseiten von Spiegel, FAZ, Welt oder n-tv. Bereits mehr als ein Drittel (35 Prozent) informiert sich in sozialen Netzwerken über Politik, unter den 18- bis 29-Jährigen mit 55 Prozent sogar mehr als die Hälfte. Webseiten von Ministerien oder Behörden nutzen  28 Prozent der Politikbegeisterten und 25 Prozent die Internetpräsenzen der politischen Parteien; 16 Prozent surfen auf politischen Blogs und immerhin zwölf Prozent auf den Webseiten einzelner Politiker.

Die oft bemängelte geringe Wahlbeteiligung scheint nicht für das Netz zu gelten: Ein Drittel (32 Prozent) der Bundesbürger konsumiert nicht nur politische Inhalte, sondern nimmt aktiv am Wahlkampf im Internet teil. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es sogar 63 Prozent. "Grund für die hohe Aktivität der Jüngeren ist die breite Nutzung sozialer Netzwerke, die das Erstellen, Kommentieren und Teilen politischer Inhalte dramatisch vereinfachen", sagte Kempf. So "liken" oder teilen 42 Prozent der Jüngeren politische Inhalte in sozialen Netzwerken wie Facebook, Google+ oder Xing. In der Gesamtbevölkerung sind es dagegen nur 15 Prozent. Ein Viertel (24 Prozent) der Bundesbürger gab dazu an, sich bereits an einer E-Petition oder Online-Petition beteiligt zuhaben. Das entspricht rund 16 Millionen Personen. Unter den 18- bis 29-Jährigen sind es 38 Prozent. Aggregiert man die unterschiedlichen Beteiligungsformen, sind 45 Prozent der Bundesbürger im Web politisch aktiv geworden, unter den Jüngeren sogar 58 Prozent.

Merkel, Steinbrück und Brüderle und die sozialen Netzwerke

Dass die Politik und das Internet schon lange keine Berührungsängste mehr haben, zeigt auch eine Analyse der Online-Plattform Pluragraph für den Bitkom. Demnach verfügen aktuell 86 Prozent aller 620 Bundestagsabgeordneten über ein Profil in mindestens einem sozialen Netzwerk. Drei Viertel (76 Prozent) sind bei Facebook vertreten, 50 Prozent bei Twitter, 41 Prozent bei Youtube und 25 Prozent bei Xing. Im Ranking der Spitzenkandidaten liegt Kanzlerin Angela Merkel mit rund 246.000 Unterstützern in den verschiedenen Netzwerken vorne. Peer Steinbrück kommt derzeit auf rund 43.000 Unterstützer, Jürgen Trittin auf rund 33.000 und Gregor Gysi auf 20.000. FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle erreicht in sozialen Netzwerken rund 3.200 Personen.

Die wichtigsten Themen

Die wichtigsten netzpolitischen Themen sind laut Umfrage der Datenschutz und die IT-Sicherheit. 96 Prozent der Bürger sagen, dass sich die neue Bundesregierung stärker als bisher um den Datenschutz kümmern sollte, 95 Prozent nennen die Bekämpfung der Internetkriminalität. 84 Prozent meinen, die Vermittlung von Internetkompetenz bei Kindern und Jugendlichen sollte Priorität haben. 79 Prozent der Bürger fordern eine Reform des Urheberrechts und 76 Prozent die Sicherung der Netzneutralität. Interessant ist auch: Aktuell halten mit 54 Prozent mehr als die Hälfte der Bürger keine Partei für kompetent bei Internet-Themen.

Wie die neuen Medien den Wahlkampf von US-Präsident Barack Obama beeinflussten, erklärte sein Technikchef Harper Reed auf den Next13.

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Facebook, Google und Co gegen Selbstregulierung

07.05.2013, 10:01

Lokalisten und wer-kennt-wen.de haben unterzeichnet, aber die Großen ziehen nicht mit: Unternehmen wie Facebook, Google oder Xing sind dem Wunsch der Bundesregierung nicht nachgekommen, einen Kodex für Datenschutz in sozialen Netzwerken zu unterzeichnen.

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Facebook, Google sowie die Karrierenetzwerke LinkedIn und Xing wollen den von der Bundesregierung geplanten Kodex für eine Selbstregulierung der Online-Netzwerke in Deutschland nicht unterschreiben. Damit haben sich die führenden Unternehmen der Branche dem Abkommen verweigert. Sie begründen ihre Bedenken gegen nationale Programme mit einem Trend hin zu einer international einheitlichen Regulierung, schreibt welt.de.

Zu den Unterzeichnern des Abkommens zählen Lokalisten, Poolworks (ehemals Studi VZ) und wer-kennt-wen.de. Die Bundesregierung hatte die Initiative im Sommer 2011 gestartet. Ziel ist es, die Bereiche Datenschutz, Jugendschutz und Verbraucherschutz abzudecken. Dabei geht es um Themen wie Privatsphäre-Einstellungen, Schutz von Nichtnutzern bei einem Abgleich von Adressen oder mögliche Gesichtserkennung. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) kritisierte die Netzwerke, die nicht unterschrieben haben: "Die Unternehmen haben eine Chance vertan, ihrer Verantwortung für mehr Transparenz bei der Datenverarbeitung und für nutzerfreundlichere Regeln gerecht zu werden."

Friedrich hatte auch zum Auftakt der Computermesse CeBIT härtere Datenschutzauflagen für soziale Netzwerke gefordert: "Für die sozialen Netzwerke brauchen wir strenge Auflagen, um Profilbildung zu verhindern, die weit über das hinausgehen, was dem User bewusst ist."

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Der Social Buzz von TV-Sendungen

06.05.2013, 11:53

Über welche TV-Sendungen wird im Social Web am meisten diskutiert? Ganz vorne liegt "Deutschland sucht den Superstar", gefolgt vom Sonntag-Abend-Klassiker "Tatort".

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Die RTL-Show "Deutschland such den Superstar" bleibt unter allen Fernsehformaten der Dauerbrenner in den sozialen Netzwerken, dicht gefolgt vom ARD-Klassiker "Tatort". Beide sind die meist diskutierten Formate auf der Social TV-Plattform Zapitano. Auf den weiteren Plätzen folgen der US-amerikanische Action- und Science-Fiction-Spielfilm "Thor" sowie die VOX Reality-Doku-Soap "Promi Shopping Queen".

Viel diskutiert heißt jedoch nicht automatisch als gut befunden. So sind die User-Bewertungen des Spitzenquartetts durchwachsen: Auf einer Skala von -2,0 (Flop) bis +2,0 (Top) schneidet die Tatort-Folge vom 14. April mit 0,89 Punkten noch vergleichsweise gut ab. "Thor" hingegen kommt nur auf 0,17, die "Promi-Shopping Queen" sogar auf null Punkte. Noch weniger Zuspruch entfällt auf DSDS: Auf der Skala von Zapitano schaffte die Castingshow vom 27. April nur -1,06 Punkte

Die besten Bewertungen der User erhalten die US-Comedyserie "The Big Bang Theory" (ProSieben), die Krimiserie "Navy CIS" (Sat.1), "Mr. Bean – Die Cartoon-Serie" (Super RTL) sowie die Sitcom "Two and a Half Men" (ProSieben). Alle fünf Formate erzielen jeweils mit zwei Punkten die Höchstbewertung. Am schlechtesten wurden die Sendungen "Shopping Quen" (VOX), "Berlin Tag & Nacht" (RTL 2), "Teenie-Mütter" (RTL 2) und "Undercover Boss" (RTL) bewertet.

Bei Zapitano können sich die User in verschiedene Sendungen einchecken, um sich mit der TV-Community über das laufende Programm auszutauschen sowie Stars und Sendungen kommentieren und bewerten. Basis der aktuellen Auswertung sind 4.544 User-Kommentare und 13.151 Bewertungen im Zeitraum vom 1. bis 30. April 2013.

Trotz des derzeitigen Hypes um den Second Screen sind einige Mediaexperten nach wie vor skeptisch.

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Positives erstes Quartal bei Xing

06.05.2013, 9:01

Das Business-Netzwerk Xing hat im ersten Quartal 2013 Umsatz und Gewinn um jeweils elf Prozent gesteigert. Den größten Anstieg verzeichnete der Bereich E-Recruiting.

Xing erwirtschaftete im ersten Quartal 2013 einen Gesamtumsatz in Höhe von 19,6 Millionen Euro, das sind elf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Ebenfalls um elf Prozent stieg das operative Ergebnis (EBITDA), und zwar auf 5,3 Millionen Euro. Das Nettoergebnis lag mit 2,0 Millionen Euro auf Vorjahresniveau.

Der Umsatz des Geschäftsbereiches "Premium Club", der das Geschäft mit Premiumkunden und den Bereich Display Advertising umfasst, ist die größte Erlösquelle und trug 12,9 Millionen Euro zum Gesamtumsatz bei, vier Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Das Segment E-Recruiting und Unternehmensprofile wuchs um 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erlöste 5,3 Millionen Euro. Das Geschäftsfeld Events verzeichnete einen Anstieg um zehn Prozent auf 1,1 Millionen Euro. In der Jahresbilanz 2012 hatte sich der Veranstaltungsbereich am besten entwickelt.

Auch die Zahl der Mitglieder steigt weiter: Im deutschsprachigen Raum hat Xing nun mehr als 6,3 Millionen Mitglieder (plus 14 Prozent), weltweit sind es knapp 13,2 Millionen (plus neun Prozent). Die Zahl der beitragszahlenden Premiummitglieder wuchs im ersten Quartal im deutschsprachigen Raum um drei Prozent auf 786.000 (weltweit: plus zwei Prozent auf 810.000).

Ende Januar 2013 hatte Xing einen neuen Marktplatz für Jobangebote für Freiberufler eingerichtet. Außerdem hatte das Netzwerk sich mit Kununu eine Bewertungsplattform für Arbeitgeber zugelegt.

Im Aufsichtsrat von Xing ist ein Wechsel geplant: Stefan Winners, im Vorstand von Hubert Burda Media für das Digitalgeschäft zuständig, soll Neil Sunderland bei Xing ersetzen. Der Burda-Kontern hält mit 52,6 Prozent der Anteile die Mehrheit an dem Business-Netzwerk.

Konkurrent LinkedIn hat am vergangenen Freitag seine Quartalszahlen vorgelegt: Der Umsatz war um 72 Prozent auf 324,7 Millionen US-Dollar gestiegen. Der Nettogewinn wuchs von 4,9 Millionen auf 22,6 Millionen US-Dollar. Weltweit hat das Netzwerk 218 Millionen Nutzer.

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LinkedIn legt Quartalsbericht vor

03.05.2013, 13:12

Das Karriere-Netzwerk LinkedIn hat positive Zahlen fürs erste Quartal dieses Jahres vorgelegt: Der Umsatz verbesserte sich um 72 Prozent, der Gewinn legte sogar noch stärker zu.

Im ersten Quartal 2013 fuhr LinkedIn zwar einen Umsatz von 324,7 Millionen US-Dollar ein. Damit lag das Netzwerk weit über dem Umsatz vom Vergleichsquartal des Vorjahres. Damals hatte LinkedIn 188,5 Millionen US-Dollar umgesetzt. Die Steigerung beträgt somit 72 Prozent. Analysten hatten allerdings mehr Umsatz erwartet. Beim Gewinn konnte LinkedIn ebenfalls zulegen. Während im ersten Quartal 2012 noch knapp 4,9 Millionen US-Dollar Nettogewinn eingenommen worden waren, verzeichnete das Karriereportal nun 22,6 Millionen US-Dollar und damit mehr als vier Mal so viel.

Interessant: Im US-amerikanischen Markt macht LinkedIn den Großteil seines Umsatzes. In diesem Quartal waren es 201,4 Millionen US-Dollar – das sind 62 Prozent des Gesamtumsatzes. Für das bereits angelaufene zweite Quartal 2013 erwartet LinkedIn einen Umsatz von insgesamt zwischen 342 und 347 Millionen US-Dollar.

LinkedIn beziffert seine Mitgliederzahl auf nunmehr 218 Millionen Nutzer weltweit. Im Januar 2013 hatte das Karrierenetzwerk noch 200 Millionen Mitglieder gezählt. Im Abschlussquartal 2012 hatte LinkedIn übrigens einen massiven Gewinn eingefahren.

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Shazam plant Börsengang und will TV-Markt erobern

02.05.2013, 13:40

Shazam will an die Börse und erhofft sich davon Einnahmen von rund einer Milliarde US-Dollar. Über den Second Screen will der Entwickler der Musikerkennungs-App außerdem den TV-Markt erschließen.

(Foto: iStockphoto/spectruminfo)

Mit der Smartphone-App Shazam lassen sich unbekannte Songs in Sekundenschnelle erkennen. Nach Herstellerangaben nutzen bereits rund 300 Millionen User auf der ganzen Welt die Anwendung. Doch die Entwickler haben größere Pläne: Das britische Unternehmen will jetzt an die Börse gehen und rechnet dabei mit Einnahmen von einer Milliarde US-Dollar und mehr. Verantworten wird den Börsengang Ex-Yahoo-Manager Rich Riley: Der 39-Jährige löst ab sofort den bisherigen CEO Andrew Fisher ab, der seinerseits als Vorsitzender in den Verwaltungsrat wechselt.

Riley legt den Fokus des Unternehmens verstärkt auf den TV-Markt. Entsprechende Inhalte als Ergänzung zu TV-Werbung und -Sendungen bietet Shazam in den USA bereits seit 2011 an. Im vergangenen Jahr wurde das Angebot zusätzlich auf Großbritannien, Westeuropa und den asiatischen Pazifikraum ausgeweitet. 2012 sollen bereits zehn Millionen Menschen Shazam als begleitende TV-App genutzt haben. Daniel Danker vom britischen Fernsehsender BBC soll nun als neuer Produkt-Manager dabei helfen, auch weiterhin neue Märkte zu erschließen.

Der Second Screen wird sich in naher Zukunft dauerhaft neben dem TV als Parallelmedium durchsetzen. Das prognostiziert eine Studie der Unternehmensberatung Anywab.

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Facebook steigert im ersten Quartal 2013 Umsatz und Gewinn

02.05.2013, 13:17

Im ersten Quartal 2013 konnte Facebook einen Gesamtumsatz von 1,46 Milliarden US-Dollar erzielen. Auch beim Gewinn und den täglichen Nutzerzahlen legte das Netzwerk zu.

Im ersten Quartal 2013 verzeichnet Facebook einen Gesamtumsatz von 1,46 Milliarden US-Dollar. Damit konnte sich das Unternehmen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 38 Prozent steigern. Der Großteil des Umsatzes kommt aus dem Geschäft mit Werbung: 1,25 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 85 Prozent des Umsatzes stammen aus diesem Bereich. In den ersten drei Monaten des vergangenen Jahres waren es noch 872 Millionen US-Dollar, der Umsatz steigerte sich also um 43 Prozent. Der Anteil von mobiler Werbung beträgt 30 Prozent des Advertising-Umsatzes im ersten Quartal 2013 ein, heißt es im Finanzbericht.

Auch beim Gewinn konnte Facebook zulegen: Das erste Quartal 2013 schloss das Netzwerk mit einem Netto-Gewinn von 219 Millionen US-Dollar ab, sieben Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Der Gewinn wäre noch kräftiger gestiegen, wenn Facebook nicht so massiv in neue Funktionen und Techniken investieren würde, vor allem im mobilen Geschäft. "Wir machen diese großen Investitionen, weil wir glauben, dass die Bereiche wichtig sind", kommentierte CEO Mark Zuckerberg. Für die Entwicklung wurde im ersten Quartal 2013 mit 293 Millionen US-Dollar fast doppelt so ausgegeben als im Vorjahresquartal (153 Millionen US-Dollar). Die Marketingausgaben stiegen um 42 Prozent auf 203 Millionen US-Dollar.

Interessant sind die Statistiken zu den vom einzelnen Facebook-Nutzer generierten Durchschnittsumsätze im ersten Quartal 2013. Dieser liegt weltweit bei 1,15 US-Dollar aus Werbung und 0,20 US-Dollar aus kostenpflichtigen Käufen. Zwischen den einzelnen Regionen gibt es große Unterschiede: In den USA bringt ein aktives Mitglied dem Netzwerk einen Umsatz von 2,85 US-Dollar aus Werbung und 0,65 US-Dollar aus Payments – in Europa sind es 1,38 US-Dollar aus Werbung und 0,21 US-Dollar aus Payment.

Bei seinen aktiven Nutzerzahlen konnte Facebook Zuwächse feststellen. Das Netzwerk verzeichnete durchschnittlich 665 Millionen aktive Nutzer pro Tag. Das sind 26 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die monatliche Zahl der aktiven Nutzer stieg um 23 Prozent auf 1,11 Milliarden User. Im Bereich Mobile sieht die Steigerungsrate noch besser aus: Hier konnte sich Facebook im Jahresvergleich um 54 Prozent auf 751 Millionen aktive Mobile-Nutzer im Monat verbessern.

Weitere Business-Highlights aus dem vergangenen Quartal waren unter anderem der Launch von Facebook Home, der Android-Anwendung von Facebook. Das Fotonetzwerk Instagram erreichte im jetzt geschlossenen Quartal erstmals die Zahl von 100 Millionen aktiven Usern. Darüber hinaus startete das Unternehmen im ersten Quartal 2013 neue Werbeprodukte wie Lookalike Audiences und Partner-Kategorien.

Mit den Entwicklungen geht es auch stetig weiter: Facebook kündigte jetzt die Freischaltung eines neuen Werbeformats an. Die Promoted Page Likes erlauben es Seitenbetreibern, direkt von ihrer Seite aus Werbeanzeigen zu schalten. Die Ads werden sowohl mobil als auch auf dem Desktop angezeigt und sind insbesondere auf eine Zielgruppe zugeschnitten, die sich in der Nähe des werbenden Unternehmens befindet.

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Facebook gewinnt gegen Domainbesetzer

02.05.2013, 9:32

Im Streit mit Domain-Besetzern hat ein US-Gericht Facebook nun Recht gegeben. Die Beschuldigten hätten User absichtlich verwirrt und damit Geld verdient. Dafür müssen sie nun Schadensersatz zahlen.

(Foto: Fotolia,com/napatta)

Ein US-Gericht spricht Facebook Schadensersatz in Höhe von 2,8 Millionen US-Dollar zu. Domainbesetzer ließen sich verschiedene Schreibvarianten von Facebooks markenrechtlich geschütztem Domain-Namen schützen, berichtet cnet.com. Die elf Beschuldigten sollen dem Netzwerk pro Domain zwischen 5.000 und 25.000 US-Dollar zahlen, hinzu kommen weitere Gebühren wegen schlechten Verhaltens, da Besucher zu anderen Seiten weitergeleitet wurden. Das Gericht schloss sich damit der Ansicht von Facebook an, die Beschuldigten hätten Geld verdient, indem sie Nutzer absichtlich verwirrten. 

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Twitter Ads in USA freigeschaltet

02.05.2013, 8:55

Twitter öffnet nach einem Jahr in der geschlossenen Testphase jetzt seine Selbstbedienungs-Anzeigen-Plattform für alle Nutzer – allerdings nur in den USA.

(Foto: istock.com/gmutlu)

Die Teilnahme an dem Selbstbedienungs-Anzeigen-Programm für Twitter Ads ist nicht mehr nur per Einladung möglich. Twitter öffnet die Anzeigenplattform jetzt für alle Unternehmen. Nutzer in den USA können sich nun für die SB-Werbe-Plattform anmelden.

"Über den Lauf des Jahres haben wir die Rückmeldungen von Tausenden von Unternehmen und Einzelpersonen, die Zugang zum SB-Tool hatten, sorgfältig überprüft", so  Ravi Narasimhan, bei Twitter Product Manager, Revenue, im Advertising-Blog von Twitter. "Auf der Basis des Feedbacks haben wir Verbesserungen vorgenommen, darunter mehr Targeting- und Berichtoptionen auf der Nutzeroberfläche."

Wann genau die Selbstbedienungsplattform auch für Werbekunden außerhalb der USA freigegeben wird, hat Twitter noch nicht angesagt. Narasimhan hatte jedoch bereits im März 2013 angekündigt, dass die Freischaltung für internationale Kunden noch innerhalb des laufenden Jahres erfolgen solle.

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