Facebook schaltet Like-Box ab

30.03.2015, 10:05

Neues Page Plugin

Facebook schaltet in drei Monaten die Like-Box ab. Das “Fanfeld” wird durch das Page-Plugin ersetzt, das sich in einem neuen Design präsentiert.

Facebook schaltet Like-Box ab

(Quelle: Shutterstock/Annette-Shaff)

Das Ende des “Fanfelds”: Auf seiner Entwicklerkonferenz F8 hat Facebook bekannt geben, dass in drei Monaten die Like-Box abgeschaltet wird. Ersetzt wird diese durch das neue Facebook Page-Plugin. Die Like-Box gibt es seit mehr als sechs Jahren und gehört zu den populärsten Plugins auf der Social-Media-Plattform. Über sie lässt sich die Facebook-Seite auf der eigenen Webseite abbilden.

Das neue Page-Plugin ist in seiner Funktionalität sehr ähnlich. Auch hier kann man das Plugin bei Facebook selbstständig konfigurieren. Der Nutzer kann entscheiden, ob er ein Titelbild haben möchte oder nicht. Grundsätzlich ist es ab sofort innerhalb der Box, die Darstellung soll so ansprechender für den Nutzer sein. Des Weiteren kann man Posts und Freunde abbilden sowie die Größe definieren.

Mit dem Page-Plugin lassen sich Facebook-Pages auf einer Website einfach bewerben. Ähnlich der Facebookseite können die Nutzer die Seite liken oder teilen. Allerdings hat das neue Page-Plugin nun ein aktualisiertes Design.

Die jährliche Konferenz F8 von Facebook ist inzwischen nicht mehr nur für Entwickler interessant. Auch Online-Marketern, Firmen und Publishern bietet die Veranstaltung einige nützliche Learnings.

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Facebook-Messenger kann Geld überweisen

18.03.2015, 12:13

Online-Payment

Facebook-Nutzer können künftig kostenlose Überweisungen über den Messenger tätigen. Ein neues Chat-Symbol öffnet dabei den Geldtransfer. Vorerst ist die Funktion aber nur in den USA verfügbar.

Online-Payment: Facebook bietet seinen US-Nutzern an, Geld mit seiner Messenger App kostenlos zu verschicken – ähnlich wie Snapchat.

Ein Video zeigt die Vorgehensweise: Um Geld zu überweisen, starten Nutzer dazu einen Chat und tippen auf das neue Dollar-Symbol über der Tastatur. Danach folgt die Eingabe des gewünschten Betrags. Anschließend klicken Nutzer auf den Schriftzug “Pay” am oberen rechten Rand.

Voraussetzung für den Dienst ist laut Facebook die Hinterlegung einer Kreditkarte wie Visa oder Mastercard. Gleiches gilt demnach auch für den Empfänger des Geldbetrags: Auch er muss eine Kreditkarte hinterlegen. Dazu öffnet er ebenfalls den Chat und tippt auf “Add Card” um die Karten-Informationen einzutragen. Danach kann er den Geldtransfer akzeptieren. Das soziale Netzwerk gibt aber an, dass die Überweisung ein bis drei Arbeitstage Bearbeitungszeit in Anspruch nimmt.


Messenger-Payment: Über den Facebook Messenger sollen User künftig Geldüberweisungen vornehmen können.

Messenger-Payment: Über den Facebook Messenger sollen User künftig Geldüberweisungen vornehmen können.
(Quelle: Facebook)

Den Transfervorgang sowie die Kreditkarten-Informationen verschlüsselt Facebook laut eigenen Angaben und nutzt dabei “die höchsten Industrie-Standards”. Die zugehörige Soft- und Hardware soll dabei vom übrigen Netzwerk abgegrenzt sein, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die neue Payment-Funktion soll in den nächsten Monaten für Android, iOS und Desktop-Computer verfügbar sein.

Neue Zielgruppenoption

Facebook stellt darüber hinaus seit Kurzem für seine Business-Kunden eine neue Zielgruppenoption zur Verfügung. Mit dieser Option bietet das Social Network Unternehmen die Möglichkeit, sogenannte Expats – Personen, die nicht in ihrem Heimatland leben – zu erreichen.

Diese Personen stellen eine wichtige Zielgruppe dar, die bislang nur schwer zu adressieren war. Hier möchte Facebook Abhilfe schaffen: Denn in dem sozialen Netzwerk gibt es rund 92 Millionen Expats weltweit. Viele Unternehmen haben spezifische Produkte im Angebot, die sich konkret auf die Nachfrage von Expats konzentrieren. Durch diese Option wird es künftig einfacher für Werbungtreibende, national-spezifische Gruppen, die außerhalb ihres Heimatlandes leben, zu kontaktieren.

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Twitter kauft Live-Streaming-App Periscope

10.03.2015, 12:16

Zukauf

Mit der Streaming-App Periscope haben Nutzer die Möglichkeit Live-Video-Inhalte von ihrem Smartphone zu streamen. Ob die App in Twitter integriert wird, ist noch unklar.

Twitter kauft Live-Streaming-App Periscope

(Quelle: shutterstock/Dirk Ercken)

Der US-Kurznachrichtendienst Twitter hat das Start-up Periscope gekauft. Das Unternehmen hat eine Live-Streaming-App entwickelt, mit der Nutzer Videos in Echtzeit streamen können. Ob dieser Dienst in Twitter integriertwird und wie viel Twitter für die App bezahlt hat, ist nicht bekannt, berichtet theverge.com.

In puncto Video-Dienst ist Twitter schon seit einiger Zeit dabei sich weiter zu entwickeln. Seit Beginn des Jahres können Nutzer Videos über die Twitter-App hochladen und teilen.

Vor kurzem sorgte die App Meerkat für Aufregung. Mit der Drittanbieter-App können User nach dem Einloggen auf Twitter den Live-Stream starten und in Echtzeit das Video kommentieren. Im Nachhinein ist das Video allerdings nicht mehr abrufbar.

Zuletzt gab es Gerüchte über ein neues Design für Twitter. Angeblich plant der Mikroblogging-Dienst einen radikalen Umbau seiner Seite. Ein Algorithmus soll die Tweets zudem nach Relevanz sortieren.

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Mark Zuckerberg treibt Internet.org voran

03.03.2015, 10:20

Mobile World Congress

Der Facebook-CEO hält den Zugang zum Web für ein Menschenrecht. Daher forciert er das Projekt Internet.org, das alle zu Onlinern machen soll. Hilfe erhofft sich Mark Zuckerberg von den Netzbetreibern.

Facebook-CEO Mark Zuckerberg

Facebook-CEO Mark Zuckerberg
(Quelle: GSMA)

Die weißen Flecken befinden sich vor allem in Südamerika, Afrika und Asien, wo nach wie vor ein großer Teil der Bevölkerung keinen Zugang zum Internet hat. Noch nicht. Denn das soll sich möglichst bald ändern – zumindest wenn es nach Mark Zuckerberg geht. Der Gründer und CEO von Facebook nahm seinen Auftritt beim Mobile World Congress (MWC) in Barcelona zum Anlass, um für die von ihm im Jahr 2013 gegründete Initiative Internet.org zu werben.

Mit der Initiative, an der neben dem Social Network auch andere Unternehmen wie Opera, Nokia, Ericsson und Samsung beteiligt sind, soll der Ausbau des Internets vorangetrieben werden, um auch Menschen in Schwellenländern den Zugang zu ermöglichen – teilweise sogar kostenlos. Internet.org sei inzwischen nicht nur eine Initiative, sondern ebenso eine App, die in sechs Ländern – darunter Kenia, Kolumbien und Indien – einen kostenlosen Zugang zu Teilen des Webs ermöglicht: zum Online-Lexikon Wikipedia, zu regionalen Seiten mit Nachrichten und Wetterberichten – sowie natürlich zu Facebook.

Nutzer auf den Geschmack bringen

Mithilfe erhofft sich Zuckerberg bei seinen Bestrebungen von den Telekommunikationsunternehmen, die er beim MWC demonstrativ mit ins Boot holen wollte. Denn das Problem sei nicht, dass die Verbindung zum Internet fehle, sondern dass die Geräte und Verträge in den unterversorgten Regionen bislang schlicht zu teuer seien. Wenn die Menschen allerdings den Nutzen eines Internetzugangs kennenlernen und dadurch auch zu schätzen wüssten, wären sie bald bereit, sich eine Datenverbindung zu leisten. Dem Social Network käme dabei eine wichtige Rolle zu, meint Zuckerberg: “Wir können helfen, weil Facebook eine der ersten Anwendungen ist, die die Leute nutzen wollen.”

Mit dem Argument, dass sich der Netzausbau finanziell durchaus lohne, versuchte der 30-Jährige auf dem MWC die Netzbtreiber zu umgarnen – schließlich wird der Ausbau Milliarden verschlingen: “Die Unternehmen, die uns alle antreiben, sind die Netzanbieter”, so Zuckerberg. “Die machen die wahre Arbeit.”

An der schnelleren Verbreitung des Internets arbeitet derzeit auch Google – mit der Initiative Alliance for Affordable Internet, an der unter anderem Yahoo, Microsoft und Cisco beteiligt sind. Wenige Stunden vor Zuckerberg hatte Sundar Pichai, der bei Google für das mobile Betriebssystem Android zuständig ist, einige Worte zu den Fortschritten der Bestrebungen gesagt: Die Ballons, die der US-Konzern seit zwei Jahren testweise aufsteigen lässt, um damit das Internet in entlegene Regionen zu bringen, brächten mehr als ursprünglich erwartet. Außerdem sollen in Kürze Testflüge mit solarbetriebenen Drohnen starten.

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Extremen Kundenerwartungen gerecht werden

02.03.2015, 9:07

Digital Natives im Fokus

Die Möglichkeiten nehmen zu – und damit die Erwartungen der User: Im Dialog mit ihren Kunden können Web-Händler die Basis für eine Umatzsteigerung legen. Social Media spielt dabei eine wichtige Rolle.

Extremen Kundenerwartungen gerecht werden

(Quelle: Shutterstock.com/Monkey Business Images)

Auch wenn noch nicht jedes Unternehmen so weit ist, die Technologie ist es bereits: Unternehmen und Konsumenten können heute jederzeit miteinander in Dialog treten, egal, wo sich der einzelne Verbraucher gerade aufhält. Entsprechend hoch sind auch die Ansprüche von Konsumenten an die Unternehmens- und Markenkommunikation. Das gilt vor allem für die Anforderungen der Digital Natives: Sie wollen nicht weniger als einen Austausch auf Augenhöhe.

Das geht jedoch nur, wenn Unternehmen bei “Social” nicht mehr an Kanäle für Push-Marketing denken, sondern einen integrativen Ansatz verfolgen. Bruno Teuber, Senior Vice President und General Manager EMEA bei Lithium Technologies, gibt fünf Tipps für den digitalen Erfolg im Zeitalter extremer Erwartungen.

Tipp 1: Schauen Sie auf alle anderen Branchen

Wenn es um die Customer Experience geht, konkurrieren Unternehmennicht mehr nur innerhalb der eigenen Branche, sondern mit allen Branchen. Der jeweils beste Service, der einfachste Prozess, die schnellste Reaktion auf Kundenanfragen – und zwar international – sind die Benchmarks.

Für moderne Verbraucher definiert Amazon, wie ein einfacher Bestellprozess aussieht. Uber ist für sie der Maßstab, wenn es um Ratings geht. Und die privaten Nutzungsgewohnheiten der Digital Natives geben das Tempo vor, wenn sie über Social Media mit Unternehmen kommunizieren. Unternehmen müssen sich daher klar machen, dass die Stationen ihrer Customer Journey an den jeweils besten weltweit gemessen werden.

Tipp 2: Sprechen Sie mit allen, die Einfluss auf Ihre Kunden haben

Vermutlich müssen Sie mit mehr Menschen kommunizieren, als Sie bislang noch annehmen: Kunden, Interessenten, ehemalige Kunden, aber auch Meinungsführer, Trendsetter, Influencer aller Art bilden die Gesamtheit Ihrer Zielgruppe. Es geht nicht nur um Personen, die in den letzten sechs Monaten in Ihrem Geschäft waren oder die in Ihrem CRM-System verzeichnet sind.

Machen Sie sich die enorme Glaubwürdigkeit persönlicher Empfehlungen zunutze: Denn 92 Prozent der Verbraucher vertrauen laut den Nielsen-Marktforschern den Empfehlungen anderer Kunden, lediglich 14 Prozent den Werbebotschaften der Unternehmen. Kommen Sie über Social Media mit allen ins Gespräch, die Einfluss auf die Kaufentscheidungen Ihrer Kunden nehmen.

Tipp 3: Helfen Sie Ihren Kunden, bevor Sie ihnen etwas verkaufen

Konsumenten, die eine Frage oder ein Problem haben, wollen eine Antwort beziehungsweise Lösung – und ganz sicher nicht sofort ein (womöglich teureres) Angebot erhalten. Bieten Sie erstklassigen Service, verbessern Sie die Beziehung zu Ihren Kunden durch schnelle Reaktionen und maßgeschneiderte Informationen. Kurz: Machen Sie sie glücklich durch funktionierende Kommunikation – und sie werden von allein mehr wollen.

Tipp 4: Nutzen Sie Feedback richtig

Das Feedback des modernen Verbrauchers via Social Media ist nicht immer erfreulich. Oftmals ist so viel Ehrlichkeit nur schwer auszuhalten. Weichen Sie jedoch nicht aus – nutzen Sie das Feedback für einen schonungslosen Blick auf Ihre Produkte und Services.

Verbessern Sie diese entsprechend und kommunizieren Sie, dass – und warum – Sie sie verbessert haben. Gehen Sie noch einen Schritt weiter und fordern Sie Ihre Kunden zur aktiven Mitgestaltung der Produkte auf – im Rahmen von strukturierten Ideation-Prozessen. Belohnen Sie die besten Ideen durch Gamification-Elemente.

Tipp 5: Rücken Sie Ihre eigene Website ins Zentrum der Kommunikation

Integrieren Sie die Kunden-Kommunikation mithilfe einer unternehmenseigenen Plattform in sämtliche Marketing-, Vertriebs- und Service-Prozesse – und am besten auch in die Produktentwicklung (vergleiche Tipp 4). Mit einer eigenen Community wird die Kommunikation mit den Konsumenten – und deren Kommunikation untereinander – Teil der Wertschöpfungskette.

Damit sind die Voraussetzungen für eine nachhaltige Monetarisierung des Dialogs mit Kunden und Interessenten geschaffen. Dies geschieht durch eine Vielzahl von Effekten und nicht zuletzt durch Umsatzsteigerungen: 65 Prozent des E-Commerce-Umsatzes durch Social kommen von Marken-Communities, das ist zwölfmal mehr als von allen anderen Kanälen zusammen. Zudem werden Call Center entlastet, die Identifikation mit dem Unternehmen erhöht – und ganz nebenbei entstehen durch die nutzergenerierten Inhalte erhebliche Vorteile bei der Suchmaschinenoptimierung.

Händler sollten indes darauf achten, dass jeder Social-Media-Kanal seinen eigenen Kodex hat. Miriam Rupp, Gründerin und CEO von Mashup Communications erklärt sieben Tipps, wie Unternehmen den jeweils richtigen Ton treffen für den eigenen Firmenblog, Facebook, Instagram, Twitter und Co.

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Pinterest-Gründer: “Wir sind kein Social Network”

02.03.2015, 8:22

Online Marketing Rockstars

Marketing-Trends und große Namen der Digital-Branche: Die fünften Online Marketing Rockstars in Hamburg sind den Kinderschuhen entwachsen. Ein Highlight in diesem Jahr: Pinterest-Gründer Evan Sharp.

Auf den Online Marketing Rockstars: Pinterest-Gründer Evan Sharp

Auf den Online Marketing Rockstars: Pinterest-Gründer Evan Sharp
(Quelle: Pinterest)

Die Online Marketing Rockstars gingen in diesem Jahr am 27. Februar in die fünfte Runde und bewiesen, dass sie sich als großes Event der Digital-Branche etabliert haben. Den Auftakt im Hamburger Stage Theater machte der amtierende Bürgermeister Olaf Scholz, der nicht nur Hamburgs “smart port” – die moderne Hafentechnologie – lobte, sondern seine Stadt auch als Medien- und Digitalstandort pries.

Neu mit dabei in diesem Jahr waren drei Experten auf der Bühne, darunter beispielsweise Michael Trautmann, Gründer und Vorstand der thjnk AG oder “Performance-Papst” Florian Heinemann, die die Redner im Anschluss mit kritischen Fragen auf Herz und Nieren prüfen sollten.

“Mobile is everything”

Großes Bühnentalent bewies Gary Vaynerchuk, Content-Marketing-Stratege und Gründer der Agentur Vaynermedia. Sein Plädoyer an Unternehmen: Aufmerksamkeit ist alles. Wer es schafft, sein Publikum zu fesseln, hat die Möglichkeit seine Geschichte zu erzählen und so Produkte zu verkaufen. Er rät allen Werbungtreibenden, keine Zeit mit unnötigem Werbegeplänkel zu vergeuden, sondern mit Präsenz und Kompetenz zu überzeugen. Unerlässlich dabei: Mobile. “Mobile is everything”, glaubt Vaynerchuk und: “Everything will be smart in the next years”. Zum Schluss gab es – ganz in Oscar-Manier – noch ein Selfie mit dem Publikum.

Einer der großen Namen des Tages: Pinterest-Gründer und Head of Creative Evan Sharp. Er startete die Plattform vor fünf Jahren, anfänglich weniger mit dem Ziel ein großes Unternehmen aufzubauen, als seine Leidenschaft für Design und Architektur auf einer Plattform abzubilden. Sharp sieht in Pinterest daher auch kein Social Network, sondern einen “visual bookmarking service”. Es geht um die persönlichen Interessen und Vorlieben der User, um Inspirationen, die man speichern und abbilden möchte. Das Teilen um des reinen Selbstzweck willens stünde nicht im Vordergrund. Für Sharp ist Pinterest aber nicht nur ein Service, sondern auch eine Marke. Und die gilt es zu finanzieren. Daher startete Sharp im Juli 2014 in den USA mit Promoted Pins, die in langsamen Schritten die Plattform monetarisieren sollen. Daneben liegt der Fokus auf Mobile – bereits jetzt stammt gut 80 Prozent des Traffics von Smartphone und Co.

Neben Vorträgen unterhielten die Rockstars auch mit Showacts, die Band Deichkind etwa gab sich die Ehre, ebenso wie Rockstar-Dauergast Das Bo. Krönender Abschluss war Holger Hübner, Erfinder des größten Heavy Metal-Festival der Welt, den Wacken Open Airs. Er erzählte, wie es ihm gelang, ein Dorf zur Marke zu machen – “Nicht Wacken bei Hamburg, sondern Hamburg bei Wacken” -, was man tun muss, damit es ein Festival ins Kino schafft (“Fullmetal Village”), dass man auf Kreuzfahrt-Schiffen Musik-Festivals abhalten sollte, um damit Geld zu verdienen (Fullmetal-Cruise) und was das Ganze eigentlich mit Online Marketing zu tun hat. Sein großes Geheimnis: Authentizität.

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vzbv mahnt Facebook ab

26.02.2015, 14:27

Verbrauchertäuschung?

Neuer Ärger für Facebook: Der Verbraucherzentrale Bundesverband hat ein Unterlassungsverfahren gegen das Unternehmen eingeleitet. Der Vorwurf: Das soziale Netzwerk führe Nutzer in die Irre.

vzbv mahnt Facebook ab

(Quelle: Shutterstock.com/Gil_C)

Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) hat ein neues Unterlassungsverfahren gegen Facebook “wegen zahlreicher Rechtsverstöße” eingeleitet. Wie der vzbv bekannt gibt, hat er das Unternehmen daher am 23. Februar 2015 abgemahnt. Dabei geht es um insgesamt 19 Klauseln aus den Nutztungsbedingungen und der Datenrichtlinie, die nach Auffassung des Bundesverbands gegen geltendes Recht verstoßen.

Irreführend sei zum Beispiel die Aussage auf der Startseite des Netzwerks “Facebook ist und bleibt kostenlos”. “Nutzerinnen und Nutzer zahlen kein Geld für Facebook. Aber Facebook verdient Milliarden Dollar pro Jahr, indem es sämtliche Daten der Nutzer auswertet und diese in Form von personalisierten Werbeplätzen an werbetreibende Unternehmen verkauft”, argumentiert vzbv-Vorstand Klaus Müller. Dadurch würden persönliche Daten der Nutzer zur Währung, auf der das Geschäftsmodell von Facebook basiere.

Als rechtswidrig bezeichnet der vzbv unter anderem die Klarnamenpflicht oder fehlende Einwilligungen in die Datenverwendung personenbezogener Daten in Verbindung mit Werbung. Nutzer könnten nicht sofort erkennen, wann welche Daten für welche Zwecke verwendet werden. Problematisch, da nicht datenschutzfreundlich, seien auch Voreinstellungen im Zusammenhang mit der Privatsphäre, Markierungen und Werbeanzeigen. Facebook kann nun bis zum 16. März 2015 auf die Abmahnung reagieren.

Am 30. Januar 2015 hatte Facebook seine Datenschutzrichtlinien geändert. Auch beim Bundesjustizministerium stießen die Neuerungen auf Kritik: Die User sollten selbst entscheiden dürfen, ob die AGB aktiviert werden. “Wenn Facebook permanent verfolgt, wie wir auf bestimmte Angebote im Netz reagieren, besteht eine große Gefahr, dass wir vorhersehbar und damit auch manipulierbar werden”, kritisierte der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Kelber Kelber.

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Twitter: Neues Design mit Gitternetz

25.02.2015, 11:32

Großer Relaunch geplant

Neuer Look für Twitter? Angeblich plant der Mikroblogging-Dienst einen radikalen Umbau seiner Seite. Ein Algorithmus soll die Tweets zudem nach Relevanz sortieren.

Twitter: Neues Design mit Gitternetz

(Quelle: Shutterstock/spaxiax)

Seit 2006 gibt es bei Twitter in Sachen Relaunch wenig zu berichten. Die Mikroblogging-Plattform setzt im Gegensatz zu Konkurrent Facebook, der seine Seite ständig anpasst, auf Altbewährtes. Dass Twitter seiner Plattform mehr Dynamik verleihen will, ist schon länger bekannt. Jetzt scheint es aber genauere Pläne zu geben, wie Techcrunch.com berichtet. Demnach plant Twitter einen radikalen Umbau seines Portals.

Das neue Design soll dem User helfen, sich künftig besser zurechtzufinden und weniger unübersichtlich sein. Dabei soll ein Gitternetz helfen, das die bisherige Auflistung der Tweets in chronologischer Reihenfolge ersetzen soll. Die Tweets sollen dabei in verschiedene übergreifende Punkte sortiert sein, wie allgemeine News, Wirtschafts-News, Politiker-Tweets und so weiter.

Auch neuen Usern will man entgegenkommen: Dazu werden derzeit individuelle Startseiten getestet, die ein Algorithmus – ähnlich wie es bei Facebook der Fall ist – nach Relevanz sortiert.

Zuletzt hatte das Twitter die Übernahme von Niche bestätigt, einer kleinen US-Social-Media-Agentur. Niche hat sich darauf spezialisiert, Werbungtreibende mit bekannten Social-Media-Talenten zusammenzubringen. Twitter selbst hat keinen Kaufpreis bekanntgegeben, nach Angaben von Recode.net soll er bei etwa 30 Millionen US-Dollar liegen.

Der neue Star unter den Social-Media-Plattformen ist im Moment Instagram – kein anderer Kanal hat so hohe Zuwächse. Für Marken bedeutet dies: höchste Zeit, dort präsent zu sein.

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Facebook startet Werbeanzeigenmanager-App

25.02.2015, 7:53

Mobile Marketing

Die Zahl der Unternehmen, die auf Facebook werben, ist inzwischen auf über zwei Millionen angestiegen. Jetzt bringt das Netzwerk eine App heraus, die das Verwalten von Anzeigen vereinfachen soll.

Die Werbeanzeigenmanager-App von Facebook

(Quelle: Shutterstock.com/Twin Design)

Bislang war das Erstellen und Verwalten von Anzeigen auf Facebook mobil nur über den Browser möglich. Jetzt veröffentlicht das Unternehmen eine Werbeanzeigenmanager-App, die Advertisern die Arbeit erleichtern soll. Die Anwendung steht in den USA ab sofort zur Verfügung, allerdings nur für das Apple-Betriebssystem iOS. Im deutschsprachigen Raum kann die App voraussichtlich ab Mitte März 2015 genutzt werden. Eine Android-Version will das Unternehmen im Laufe der nächsten Monaten herausbringen.

Werbungtreibende können damit neben dem Erstellen der Anzeigen auch beobachten, wie erfolgreich ihre Ads sind. Außerdem können sie bestehende Werbeanzeigen sowie Budgets und Zeitpläne bearbeiten und Push-Benachrichtigungen erhalten.

Immer mehr Firmen setzen Facebook zu Marketingzwecken ein, nach Angaben von Facebook werben inzwischen mehr als zwei Millionen Unternehmen auf dem Netzwerk, davon sind die Mehrheit kleine und mittelständische Firmen. Über 800.000 von ihnen nutzen die angebotenen Marketing-Werkzeuge auch mobil.
Zuletzt hatte Facebook mit seinen Product Ads ein neues Anzeigenformat für Online-Händler auf den Markt gebracht. Dabei müssen Firmen zuerst ihre Produktkataloge bei dem Netzwerk hochladen. Facebook generiert daraus dann automatisch Werbeanzeigen und liefert diese an die jeweils passende Zielgruppe aus.

Eine Untersuchung der belgischen Datenschutzbehörde ergab indessen, dass die Datenschutzrichtlinien von Facebook offenbar gegen belgisches und europäisches Recht verstoßen. Ende Januar 2015 änderte Facebook seine Datenschutzrichtlinien, die neuen AGB erlauben dem Social Network, seine Nutzer beinahe internetweit zu tracken.

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Facebook-AGB: Verstoß gegen EU-Recht

24.02.2015, 15:03

Datenschutzbehörde

Die neuen Datenschutzrichtlinien von Facebook verstoßen offenbar gegen belgisches und europäisches Recht. Das ergab eine Untersuchung der belgischen Datenschutzbehörde.

Facebook-AGB: Verstoß gegen EU-Recht

(Quelle: Shutterstock.com/Northfoto)

Ende Januar änderte Facebook seine Datenschutzrichtlinien, die neuen AGB erlauben dem Social Network, seine Nutzer beinahe internetweit zu tracken. Beim Bundesjustizministerium stießen die Neuerungen bereits auf Kritik. Auch europaweit könnte jetzt Ärger drohen: Wie eine Studie der Freien Universität Brüssel und der Katholischen Uni Löwen im Auftrag der belgischen Datenschutzkommission ergab, verstoßen die neuen Richtlinien von Facebook offenbar gegen EU- Recht.

Wie der 61 Seiten lange Bericht erklärt, würden die neuen Regeln lediglich die bisherigen Facebook-Richtlinien erweitern und weiterhin die europäischen Verbraucherrechte verletzen. Das Social Network hatte im Vorfeld argumentiert, die neuen AGB seien deutlich klarer und präziser als die bisherigen. Facebook ist zudem davon überzeugt, dass die Updates den geltenden Regeln entsprechen.

Das sehen die Studienautoren jedoch anders. Mitglieder hätten keine ausreichende Kontrolle, ob Inhalte für Werbezwecke genutzt würden. Facebook würde seine User überfordern, außerdem gebe es keine Option in der Facebook-App, die Übermittlung von Standortdaten abzuschalten – außer im Betriebssystem selbst. Grundsätzlich seien die Formulierungen in den neuen AGB unklar und unverständlich.

Die Facebook-Werbeanzeigen orientieren sich in Zukunft nicht mehr nur an den “Gefällt-mir”-Angaben der Nutzer, sondern sie basieren auch übergreifend auf genutzten Apps und besuchten Webseiten, sofern Drittanbieter Facebook-Dienste auf ihrer Webseite verwenden. Da heutzutage fast jede Website Facebook-Funktionen wie das Teilen oder Liken von Inhalten oder gar den Login via Facebook integriert, dürfte dadurch ein nahezu flächendeckendes Nutzer-Tracking gewährleistet sein. Hinzu kommt die Erfassung des Gerätestandorts per GPS, Bluetooth oder WLAN.

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