Facebook testet Livestreams und Collagen für alle

04.12.2015, 13:23

Neue Features

Update-Offensive bei Facebook: Das Unternehmen stellt einige neue Features für die eigene App vor. Es geht um Livestreams, Collagen und ein neues Layout. Manches gibt es bereits, anderes wird noch getestet.

Facebook testet in den USA ein neues Livestream-Feature

(Quelle: Facebook)

Livestreaming nimmt in den sozialen Medien stark an Fahrt auf. Momentan ist das zu Twitter gehörende Periscope einer der Marktführer. Nun testet Facebook mit ausgewählten Nutzern in den USA ein eigenes Livestreaming-Tool.

In drei Schritten zum eigenen Livestream

(Quelle: Facebook)

Status-Update mit Livestream-Funktion

Damit will Facebook es Nutzern ermöglichen, Erlebnisse in Echtzeit mit Freunden zu teilen. Um einen Livestream zu starten, müssen die User künftig ihren Status aktualisieren und auf das „Live Video“-Icon drücken. Anschließend können sie – wie bei Periscope – einen kurzen Beschreibungstext absetzen und die gewünschte Zielgruppe auswählen.

Ein Drop-Down-Menü soll das Teilen von Inhalten erleichtern

(Quelle: Facebook)

Bei dieser Auswahl können die Livestreamer entscheiden, welche Freunde die Eindrücke in ihrer Timline finden können. Während des Broadcasts sieht der Streamende die Anzahl der Zuschauer und einlaufende Kommentare. Über einen „Subscribe“-Button können sich Zuschauer den „Channel“ für das nächste Mal vormerken und werden automatisch benachrichtigt sobald ein neuer Stream startet.

Durchlaufende Collagen

Für iOS-Nutzer ist mit dem neusten Update der Facebook-App eine weitere Funktion hinzugekommen, die von Nutzern bereits ausprobiert werden kann. Wer auf den Foto-Button im Statusmenü drückt, erreicht ein neu gestaltete Fläche.

Hier können Collagen aus Videos und Fotos zusammengestellt werden, die automatisch nacheinander abgespielt werden. Android-User müssen noch bis 2016 warten. Dann wird auch für sie die neue Funktion freigeschaltet.

Mobile-optimiertes Menü

Um der mobilen Nutzung gerecht zu werden, experimentiert Facebook zudem mit einem Drop-Down-Menü. Das neue Design ersetzt bereits auf einigen Endgeräten – iOS und Android – das alte, horizontale Design. Neben der optischen Veränderung sollen in Zukunft auch weitere Optionen folgen.

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Pinterest launcht eigenen Shop für Buyable Pins

04.11.2015, 13:50

Social Commerce

Pinterest will seine Buyable Pins mit integriertem Kauf-Button leichter auffindbar machen und launcht dazu einen eigenen Shop. Außerdem gibt es die Kauf-Pins nun auch auf der Android-App.

Pinterest launcht eigenen Shop für Buyable Pins

(Quelle: Pinterest.com)

Einkaufen auf Pinterest wird leichter. Die Pinnwand eröffnet jetzt den Pinterest Shop. Dazu wurde zunächst der Kauf-Button, der bereits seit Juni 2015 innerhalb der iOS-App zu sehen ist, auch in die Android-App der virtuellen Pinnwand integriert.

Im neuen Pinterest Shop nun werden angesagte Kollektionen kaufbarer Pins von Pinterest-Mitarbeitern von Hand zusammengestellt. Hier sollen, so das Unternehmen in seinem Firmen-Blog, Trendprodukte wie Kleidung, Schmuck oder Home-Accessoires angeboten werden. Insgesamt zählt der Bilderdienst inzwischen 60 Millionen kaufbare Pins, die zu Webhändlern wie Nordstrom, Bloomingdale’s, Macy’s und Neiman Marcus verlinken.

Und so funktioniert es: Die Pins mit kaufbaren Artikeln sind mit einer Preisanzeige in blauer Schrift markiert. Um das beworbene Produkt zu erwerben, klicken die Nutzer auf den Kauf-Button. Pinterest wirbt für seinen neuen Shop mit dem Hinweis, dass der Kauf sicher und schnell sei. Die Verkäufer werden von Pinterest überprüft und sollen damit vertrauenswürdige Seller sein.

Mitte Oktober 2015 hatte Pinterest weitere E-Commerce-Systeme zur Einbindung von Produkten in seine Plattform hinzugefügt.

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Bits and Pretzels: Das größte Gründerfrühstück der Welt

30.09.2015, 11:13

Netzwerken auf der Wies'n

Drei Tage lang traf sich die Gründerszene in München, um auf den Bits and Pretzels über aktuelle Branchen-Themen zu diskutieren. Im Schottenhammel Zelt auf dem Oktoberfest fand das Event seinen Abschluss.

Im Schottenhammel Zelt auf dem Oktoberfest fanden die Bits and Pretzels ihren Abschluss

Im Schottenhammel Zelt auf dem Oktoberfest fanden die Bits and Pretzels ihren Abschluss

Mehr als 3.600 Gründer, Gründungsinteressierte, Investoren und Innovatoren an drei Tagen: Die Bilanz der diesjährigen Bits and Pretzels, die zum zweiten Mal veranstaltet wurden, kann sich sehen lassen. Die ersten beiden Tage waren mit Conferences und Panels auf dem Münchner Messegelände belegt, am dritten Tag kam die Start-up-Branche auf dem Oktoberfest im Schottenhammel Zelt zusammen.
In zünftiger Atmosphäre zwischen Bier und Brezen stand alles ganz im Zeichen von Networking, dem Treffen von Start-ups sowie Investoren und dem Austausch mit bekannten und neuen Gesichtern.

Für Abwechslung sorgte der Auftritt von Comedian Harry G., der alle Nicht-Bayern mit „Herzlich willkommen im Geber-Land“ begrüßte und Tipps für das perfekte Dirndl gab („Über das Knie und nicht in neon-rosa oder neon-grün sowie keine weißen Stiefel dazu“). Auch ein paar Seitenhiebe gegen den Berliner Flughafen und die Schönen und Reichen der Münchner Schickeria konnte sich der bayerische Ober-Grantler nicht verkneifen.

Lieferung in 90 Minuten oder zur Wunschzeit

Standen an den ersten beiden Tagen prominente Player wie Adidas, Runtastic, Allianz, Zalando oder der FC Bayern München im Scheinwerferlicht, bot der dritte Tag Platz für die – noch – nicht ganz so großen Namen der Branche.

Ein Start-up, das beispielsweise mit dabei war und gegen Anbieter wie Tiramizoo und Co bestehen will, ist Liefery. Es ermöglicht Same Day Delivery in Deutschland. Gestartet 2014, ist Gründer und CEO Franz-Joseph Miller aktuell auf Expansionskurs und will den gesamten Mittelstand und eine große Zahl der Online-Unternehmen als Kunden gewinnen.

Auch für das nächste Jahr ist das nach eigenen Angaben größte Gründerfrühstück der Welt geplant, an interessierten neue Jungunternehmern dürfte es nicht scheitern.

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Neue Werbemöglichkeiten auf Facebook

28.09.2015, 8:31

Mobile Marketing

TRP Buying, Mobile Polling und mehr: Facebook will mit verschiedenen Neuerungen Werbungtreibenden dabei helfen, den mobilen Kanal besser in ihre Kampagnen einzubinden.

Neue Werbemöglichkeiten auf Facebook

(Quelle: shutterstock.com/Sukharevskyy Dmytro (nevodka))

Zur Advertising Week in New York kündigt Facebook mehrere neue Funktionen für Werbungtreibende an. Diese sollen vor allem dabei helfen, den mobilen Kanal besser in den Marketingmix einzubinden. Eine der Neuerungen ist sogenanntes TRP Buying: Target Rating Points (TRP) für Videoanzeigen sollen Werbungtreibenden ermöglichen, ihre Kampagnen über TV und Facebook hinweg zu planen.

Des Weiteren führt das Netzwerk „Brand Awareness Optimization“ ein. Damit sollen Markteter ihre Kampagnen so optimieren können, dass sie gezielt die Menschen erreichen, die sich für ihre Werbung am meisten interessieren.

Auch „Mobile Polling“ kündigt das Unternehmen als neue Funktion an. Werbungtreibende auf Facebook und Instagram können damit mobile Umfragen durchführen. Dadurch soll sich die Effektivität von Werbekampagnen messen lassen. Außerdem können nun auch Videos in das Format der Carousel Anzeigen eingefügt werden.

Erst vor kurzem hat Facebook 360-Grad-Videos eingeführt. Die Videos funktionieren ähnlich wie die Rundum-Filme bei Youtube.

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Facebook arbeitet an „Gefällt mir nicht“-Button

16.09.2015, 12:12

Seit langem schon wünschen sich Nutzer des sozialen Netzwerks eine Alternative zum „Like“-Button. Nun soll er kommen, sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg. Ein „Dislike“ wird es aber wohl nicht.

Facebook arbeitet an

(Quelle: Fotolia.de/Wild Orchid)

Während einer Fragerunde in Kairo stand Facebooks CEO Mark Zuckerberg den Nutzern des Social Networks Rede und Antwort. Auch auf die Frage eines jungen Mannes aus Florida, der sich im Zusammenhang mit der aktuellen Flüchtlingskrise eine andere Möglichkeit als den „Gefällt mir“-Button wünschte, um zum Beispiel auf Bilder zu reagieren, die er nicht sehen wolle.

Das sei eine gute Idee, meinte Zuckerberg und räumte zudem ein, dass der US-Konzern derzeit an einer Art „Gefällt mir nicht“-Button arbeite: „Heute ist ein besonderer Tag, an dem ich tatsächlich sagen kann, dass wir daran arbeiten und kurz vor dem Beginn eines Tests stehen.“

Einen „Dislike“-Button schloss Zuckerberg allerdings explizit aus. Ohnehin habe das Unternehmen eine Weile gebraucht, um sich an einen – von den Usern seit Langem geforderten – neuen Button heran zu wagen, „weil wir Facebook nicht in ein Forum verwandeln wollen, in dem Leute über Einträge anderer leute abstimmen“. Deshalb sei es auch „überraschenderweise ziemlich kompliziert“, einen neuen Button zu kreieren.
Dass es Überlegungen für einen „Dislike“-Button gebe, hatte Zuckerberg bereits im Dezember 2014 erklärt. Allerdings war bislang noch nicht von konkreten Plänen die Rede, obwohl Nutzer immer wieder Alternativen wie „Das tut mir leid“, „Interessant“ oder „Gefällt mir nicht“ gefordert haben.

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Die Brücke zu Youtube

02.09.2015, 9:37

Multichannel-Networks

Multichannel-Networks helfen Markenartiklern dabei, Youtube-Stars für Marketing-Zwecke zu nutzen. Mit Werbung in deren Umfeld kommen sie an Zielgruppen, die sonst nur schwer zu erreichen sind.

Die Brücke zu Youtube

(Quelle: Fotolia.com/Thomas Pajot)

Sie haben Namen, die bei älteren Menschen wohl Kopfschütteln hervorrufen: Dagi Bee, Ape Crime, Gronkh oder Dner. Doch was sich nach außerirdischen Wesen aus einem Fantasy-Thriller anhört, sind die Künstlernamen berühmter Video-Stars. Allerdings treten sie nicht im klassischen Fernsehen auf, sondern haben ihre eigenen Shows auf der Plattform Youtube und werden vor allem von Jugendlichen verehrt. Hinter Ape Crime verbirgt sich beispielsweise ein Musik- und Comedy-Trio, dessen Kanal knapp 2,7 Millionen Abonnenten hat. Und Gronkh tut nichts anderes als Video Games zu spielen und dies zu kommentieren. Damit schafft er ebenfalls den Sprung in die Riege der ­absoluten Youtube-Superstars.

Von der Erwachsenenwelt zunächst ­unbemerkt ist in den vergangenen Jahren eine ganze Reihe solcher Künstler herangewachsen, die unter Teenagern Kultstatus genießen. Sie drehen lustige Videos, befassen sich mit Promis, Beauty-Themen, ­Mode, Filme, Games oder einfach ihrem Alltag. Ihre Angebote veröffentlichen sie auf Youtube-Kanälen, die von ihren Fans millionenfach abonniert werden.

Längst hat der Erfolg der Youtube-Stars das Interesse der Werbewirtschaft ­geweckt. Sie erkennt hier die Chance, in ihrem ­Umfeld eine Zielgruppe ansprechen zu können, die ansonsten nur noch schwer zu greifen ist. Allerdings erfordert dies, sich intensiv mit der Programmvielfalt auf Youtube auseinanderzusetzen. „Die Zwillinge Heiko und Roman sprechen mit ­ihrem Comedy- und Musikkanal ‚Die ­Lochis‘ sicherlich andere User an als ­Florian Mundt alias ‚Le Floid‘ oder der ­Kanal ‚100 Sekunden Physik'“, sagt David Eicher, Geschäftsführer der Agentur Webguerillas.

In dieser Gemengelage haben sich inzwischen eine Handvoll sogenannter Multichannel-Networks (MCN) positioniert. Diese Unternehmen haben Youtube-Künstler unter Vertrag und unterstützen sie mit Studios, Redakteuren und Kameraleuten bei der Produktion ihrer Videos. Gleichzeitig bündeln sie die Angebote nach inhaltlichen Schwerpunkten und bieten diese der Werbewirtschaft an. „Für Werbungtreibende hat dies den Vorteil, dass sie ohne langes Recherchieren und Verhandeln Zugang zu Youtubern erhalten, die exakt zu ihrer Marke passen“, sagt Eicher. „Dafür legen die Multichannel-Networks häufig die Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit fest und verdienen – ähnlich wie Spielervermittler im Profifußball – immer kräftig mit.“ Denn die MCNs partizipieren an den Werbeerlösen der Künstler.

Streit steigerte die Bekanntheit der Networks

Das bekannteste dieser Multichannel-Netzwerke ist vermutlich Mediakraft in Köln, das unlängst einige prominente Youtube-Stars verlor und damit in die Schlagzeilen geriet. Video-Blogger wie Le Floid, Unge, Ape Crime oder das Comedy-Duo Space Frogs hatten das Netzwerk unter großem Mediengetöse verlassen, weil sie sich nicht gut genug betreut fühlten. Viele Werbungtreibende erfuhren erst durch den öffentlich ausgetragenen Streit von der Existenz der MCNs, die im Hintergrund längst zu wichtigen Playern herangereift sind.

Le Floid ist nun seit Juni wieder unter Vertrag: bei Studio71, dem Multichannel-Netzwerk, das zur ­Pro-Sieben-Sat1-Gruppe gehört. Studio71 betreut derzeit rund 70 Webstars und kommt damit auf hochgerechnet 270 Millionen Video Views im Monat. Werbekunden werden zwölf unterschiedliche Kanäle angeboten, über die sie verschiedene Zielgruppen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren ansprechen können. Das geschieht meist über klassische Pre-Roll-Videos, aber auch über individuell geschnürte Branded-Entertainment-Inszenierungen.

TV-Konzerne besetzen strategisch den Markt

ProSiebenSat1 positioniert sich mit Studio71 strategisch in einem Markt, der als Ergänzung zum traditionellen TV-Geschäft gilt. Webstars können darüber leichter den Sprung ins klassische Fernsehen schaffen, Werbekunden übergreifend Pakete buchen. Soeben hat ProSiebenSat1 zudem die Mehrheit an den Collective ­Digital Studios übernommen, einem der führenden MCNs in den USA. Daraus wird nun das Collective Studio71 geformt, mit dem auch die internationale Karriere der Video-Stars angeschoben werden kann.

Der große Konkurrent, die RTL Group, investiert ebenfalls kräftig in diesem Segment. Im November stockte der Konzern seinen Anteil an Style Haul, dem führenden Multichannel-Network für Fashion, Beauty und Lifestyle, auf 93,6 Prozent auf. „Die Produktion von Bewegtbild ist von jeher unsere Kernkompetenz“, betont ­Andreas Meier, Communications Manager bei der RTL Group. „Daher sind wir überzeugt, dass es Sinn macht, in diesem dynamischen Markt eine starke Präsenz aufzubauen.“

Auch RTL betrachtet die Video-Netzwerke als internationalen Markt mit ­erheblichem Potenzial. Man könne globalen Marken verschiedene Möglichkeiten ­bieten, sie beim Erreichen ihrer unternehmerischen Ziele kommunikativ zu unterstützen, sagt Tracy Crane, Chief Marketing Officer bei Style Haul in New York: ­etwa bei der Erhöhung der Markenbekanntheit, der Verbesserung des Abverkaufs oder der Steigerung des Traffics auf einem Online-Shop.

Im Januar hat auch die zur RTL-Familie gehörende Produktionsfirma Freemantle Media ihren Anteil an dem Multichannel-Network Divimove auf 51 Prozent auf­gestockt. Zu dem Netzwerk gehört eine Artist Management Unit, die Künstler ­managt und Events produziert, sowie die Werbeagentur „Brandboost by Divi­move“, die Online-Kommunikationslösungen entwickelt. „Als Online-Video-Experten liefern wir nicht nur globale Reichweiten, sondern auch die passenden Influencer, Kreativideen, Konzepte und Produktionen“, sagt Olaf Herzig, Chief ­Sales Officer.

Einfluss der MCNs wird weiter zunehmen

Divimove wurde 2012 gegründet. Anfangs tröpfelte das Business so dahin, seit dem vergangenen Jahr drängen die Markenartikler auf die Youtube-Plattform. „Sie haben jetzt realisiert, dass zur Erreichung junger Zielgruppen kein Weg an Online-Video als Kommunikationskanal vorbeiführt“, sagt Herzig. „Seitdem ­versuchen Marken verstärkt, Vorteile wie die großen Reichweiten, die Emotionalisierung und das Storytelling für sich zu nutzen.“

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Facebook hat über eine Milliarde Nutzer am Tag

31.08.2015, 7:10

Neuer Rekord

Meilenstein bei Facebook: Erstmals nutzten an einem Tag über eine Milliarde User das soziale Netzwerk. Das heißt, jeder siebte Mensch weltweit war mindestens einmal auf Facebook.

Likes aus allen Ecken der Erde: Insgesamt hat Facebook 1,5 Milliarden aktive Mitglieder

Likes aus allen Ecken der Erde: Insgesamt hat Facebook 1,5 Milliarden aktive Mitglieder
(Quelle: Fotolia.com/zmkstudio)

Neuer Rekord bei Facebook: Wie Facebook-Gründer Mark Zuckerberg in einem Post auf seiner Plattform mitteilte, nutzten zum ersten Mal in der Geschichte des sozialen Netzwerks über eine Milliarde Menschen an einem einzigen Tag Facebook. Der Meilenstein wurde laut Zuckerberg am vergangenen Montag erreicht. Innerhalb von 24 Stunden war damit jeder siebte Mensch weltweit mindestens einmal auf der Plattform unterwegs.

Für Zuckerberg steht die Zahl für den „Beginn der Vernetzung der ganzen Welt“. „Eine offenere und verbundene Welt ist eine bessere Welt“, so der Facebook-Chef.

Die letzten Nutzerzahlen gab es im Juli 2105: Facebook verkündete damals nicht nur seine aktuellen Geschäftszahlen, sondern auch, dass das soziale Netzwerk im zweiten Quartal 2015 monatliche Nutzungszahlen von 1,49 Milliarden MAUs (Monthly Active User) verzeichnet; das sind rund 3,5 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. 968 Millionen davon nutzten Facebook demnach täglich.

Die neue Milliarden-Zahl unterscheidet sich von diesen Daily Active Usern insofern, als dass diese immer auf einem 30-Tage-Durchschnitt basieren. Dies ist also laut Facebook kein Update zu den DAU.

Auch Facebooks Apps können sich in Bezug auf monatliche Nutzerzahlen sehen lassen, freute sich CEO Zuckerberg: „Das Engagement innerhalb unserer App-Familie steigt weiter.“ So hat Whatsapp mittlerweile 800 Millionen monatliche Nutzer. Beim alleinstehenden Messenger sind es 700 Millionen. Instagram arbeitet sich mit 300 Millionen monatlich aktiven Nutzern ebenfalls in beachtliche Höhen vor.

Auch in Sachen Traffic-Lieferant liegt Facebook derzeit ganz vorne – zumindest einer Analyse von Parse.ly zufolge. Demnach hat Zuckerbergs-Netzwerk im Juni 2015 erstmals mehr Nutzer auf Medienseiten weitergeleitet als Google.

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Gifs in Facebook-Ads und -Beiträgen?

21.08.2015, 12:09

Blinkende Bannerwerbung

Facebook als Gif-freie Zone war gestern: Bisher waren Facebook die Mini-Clips noch zu störend, doch jetzt experimentiert das Unternehmen damit, Gifs in Ads und Beiträgen einzubinden.

Gifs in Facebook-Ads und -Beiträgen?

(Quelle: shutterstock.com/Twin Design)

Blinkende Bannerwerbung gab es bei Facebook bisher noch nicht. Doch die visuelle Ruhe könnte bereits schon in Kürze aufgemischt werden: Das soziale Netzwerk soll derzeit erwägen, Unternehmen das Einfügen von Gifs in Anzeigen und Beiträgen auf ihren Firmenseiten zu erlauben. Das berichtet Techcrunch.

Die animierten Bilder können nicht in den Seitenstrang eingefügt werden, sondern in Ads auf Unternehmensseiten und in den so genannten „Boosted Posts“. Dabei handelt es sich um beworbene Beiträge, die die Unternehmensseiten einzeln über Facebook bewerben und somit hervorheben lassen können.

Ob die blinkenden Bildchen jedoch verbindlich Einzug bei Facebook halten, hängt von der Reaktion der Nutzer ab: „Gifs können ein attraktives und faszinierendes Kommunikationsmittel darstellen. Bevor wir diese Möglichkeit weiteren Unternehmensseiten zur Verfügung stellen, werden wir untersuchen, ob dies das Nutzererlebnis verbessert“, zitiert Techcrunch einen Facebook-Sprecher.

Völlig statisch ist das visuelle Erlebnis bei Facebook aber schon lange nicht mehr. Mit der Einführung von Autoplay-Video-Ads hatte Facebook schon vor zwei Jahren Bewegung ins Netzwerk gebracht.

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Language of Laughter

12.08.2015, 10:42

Haha statt LOL - so wird auf Facebook gelacht

William Finley Fry Junior gilt als Begründer der Lachforschung. Facebook ist nun in seine Fußstapfen gestiegen und hat untersucht, wie in sozialen Netzen gelacht wird.

Haha statt LOL - so wird auf Facebook gelacht

(Quelle: Shutterstock.com/R. Mutt )

Rund15 Prozent der Nutzer, die auf Facebook etwas posten oder kommentieren, lachen mindestens einmal die Woche – und zwar online. Doch welche Ausdrücke verwenden die Nutzer, wenn sie Posts mit einem netten Online-Lachen kommentieren wollen? Facebook wollte es genauer wissen und hat das „e-laughing“ einmal genauer unter die Lupe genommen.


E-Laughing: So wird online gelacht.

Mit 51,4 Prozent ist demnach ein comic-ähnliches „Haha“ und all seine Abwandlungen am gebräuchlichsten. Das vermeintlich gehässigere „Hehe“-Lachen nutzen hingegen nur 13,1 Prozent. Und das einst allgegenwärtige „LOL“ (Laughing Out Loud) ist mit gerade einmal 1,9 Prozent inzwischen völlig out.

Ebenfalls sehr beliebt – und das vor allem bei jüngeren und weiblichen Facebook-Nutzer, sind Emojis. Stattlich 33,7 Prozent der Facebook-Nutzer bringen ihre Belustigung durch die kleinen Ideogramme zum Ausdruck.

Damit aber genug der Zahlen – nun wird erst mal gelacht. Beispielsweise über die besten Antworten des Facebook-Fakeuser „Kundendienst“, der Kundenanfragen auf Unternehmensseiten mit bitterbösen Kommentaren beantwortet.

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Facebook: „Bewegtbild wird immer wichtiger“

11.08.2015, 14:01

Interview

Ein knappes halbes Jahr ist Marianne Dölz jetzt Facebook-Chefin von Deutschland. Ein Gespräch über Wirkungsnachweise, Video-Werbung und künftige Pläne.

Mariane Dölz: Facebook-Chefin Deutschland

(Quelle: Facebook)

Frau Dölz, wie oft sind Sie eigentlich selbst auf Facebook aktiv?

Marianne Dölz: Mehrfach täglich, vielleicht 25 oder 30 Mal. Für mich ist Facebook ja nicht nur die Plattform, über die ich mich mit Freunden und Familie verbinde, sondern auch Arbeitsmittel, also eine Plattform, auf der wir uns weltweit über verschiedenste Themen austauschen. Die Kommunikation über Facebook hat für mich den gleichen, wenn nicht sogar ­einen höheren Stellenwert als über Mail.

Haben Sie auch Unternehmen geliked?

Dölz: Sehr viele und manche schon sehr lange, beispielsweise das Start-up Fincallorca. Die haben aktuell eine fantastische Kam­pagne auf Facebook, auf der sie Videos von traumhaften Fincas auf Mallorca posten, die sie mithilfe von Drohnen aufnehmen. ­Diese Kampagne funktioniert. Knapp 80 Prozent ihres Website-Traffics und 21 Prozent ihres Umsatzes kommen von Facebook.

Arbeiten die meisten Marken so gut mit ­Facebook?

Dölz: Das ist so unterschiedlich wie die Kommunikationsziele, die Marken auf ­Facebook verfolgen. Wir haben traditionell viele E-Commerce-Unternehmen, die unsere Plattform sehr gut verstanden haben. Die nutzen Facebook sehr effizient und erzielen mit unserer Reichweite und unseren Targeting- und Retargeting-Möglichkeiten sehr gute Ergebnisse.

Und die Markenartikler?

Dölz: Bei Marken aus dem Konsumgüterbereich haben wir eine etwas größere Spreizung. Da gibt es Unternehmen mit einer ausgeprägten digitalen Agenda wie beispielsweise Nestlé, die Facebook-Werbung für verschiedene Marken optimal einbinden. Es gibt aber auch Unternehmen, bei denen noch viel Unsicherheit und Informationsbedarf besteht.

Sind die Zeiten vorbei, in denen vor allem Social KPIs wie Fans und Likes als ultimative Facebook-Währung galten?

Dölz: Definitiv! Und auch wenn Engagement und Likes nach wie vor für einige Marken wichtig sind, so sprechen wir mit dem Großteil unserer Kunden heute vor allem über andere Wirkungsnachweise. Die Diskussion über echte Business-KPIs tritt in den Vordergrund.

Welche Wirkungsnachweise sind das?

Dölz: Das kommt auf die Zielsetzung der Kampagne an. Geht es darum, ein neues Produkt bekannt zu machen, oder darum, Reichweite aufzubauen? Geht es darum, Zielgruppen anzusprechen, die über andere Kanäle nicht erreicht werden konnten, oder für ein Unternehmen Menschen auf den Online-Shop zu leiten und damit eher klassische Abverkaufsziele zu verfolgen? Wenn ein Werbungtreibender klar definiert, welche Geschäftsziele er verfolgt, können wir ihn dabei unterstützen, die Kam­pagne auf Facebook relevant zu machen und den Erfolg anhand von etablierten Kennzahlen zu messen. Dazu arbeiten wir mit Partnern wie der GfK oder Nielsen zusammen.

Wie gefragt ist in diesem ­Zusammenhang Video-Werbung?

Dölz: Der Video-Konsum der Menschen auf Facebook ist im letzten Jahr in Deutschland exponenziell angestiegen. Noch vor ein paar Jahren hat man eher kurze Texte gepostet, dann kamen Bilder dazu und jetzt sind es verstärkt Videos, die Menschen teilen. Die gleiche Entwicklung sehen wir bei Werbungtreibenden. Bewegtbild wird immer wichtiger. In nicht allzu ferner Zukunft wird es dann Virtual Reality sein, sodass die Menschen mit den Videos auch interagieren, sich beispielsweise innerhalb eines ­Videos in 360 Grad bewegen können.

Von Anfang an emotionalisieren

Google hat mit sanftem Druck die Kreativen zur Produktion von Videos gezwungen, die den User sofort vereinnahmen, ansonsten darf er wegklicken. Was unternehmen Sie in dieser Richtung?

Dölz: Aus vielen Studien wissen wir, dass Menschen die Inhalte nutzen, die für sie ­relevant sind. Es geht also darum, die Menschen von Anfang an zu emotionalisieren. Grundsätzlich gilt: Innerhalb der ersten drei Sekunden muss der Content so interessant sein, dass das Video weiter angeschaut wird.

Google sucht seit einigen Monaten die Nähe zu den Kreativen, um dort das Bewusstsein für digitale Kampagnen zu schärfen. Gibt es bei Ihnen auch entsprechende Initiativen?

Dölz: Ja. Wir haben beispielsweise ein sehr praxisorientiertes Ausbildungsprogramm namens Blueprint entwickelt. Das ist ein Workshop, in dem Mitarbeiter aus Kreativ- und Media-Agenturen mit Kollegen von Facebook zusammenkommen und fiktive Cases erarbeiten. Wir planen gerade wieder eine Reihe dieser Tagesseminare für das zweite Halbjahr 2015.

Es gibt Branchenexperten, die die These vertreten, dass Mobile nie ein relevanter Werbekanal werden wird. Die geringen Umsätze, die damit bislang erzielt werden, scheinen diese These zu bestätigen.

Dölz: In unserer Branche gibt es ja viele Experten. Ich kann nur festhalten: Wir haben 27 Millionen Nutzer in Deutschland, 17 Millionen von ihnen nutzen täglich ihr mobiles Endgerät, um auf Facebook zuzugreifen. In manchen Zielgruppen hat die mobile Mediennutzung die TV-Nutzung bereits überholt. Mobile ist also keine Technologie, sondern ein Konsumentenverhalten. Die Diskussion scheint mir deshalb ein wenig müßig, da hat uns das Verhalten der Menschen inzwischen überholt. Was aber ohne Frage eine Herausforderung ist: eine vernünftige Kommunikation auf Mobile Devices hinzubekommen.

Und: Gelingt das Facebook?

Dölz: Auf jeden Fall. Denn unsere Werbeformate sind im Newsfeed integriert. Wir haben keine Display Ads, die sich plötzlich in den Vordergrund schieben. Die Konfrontation mit der Werbeanzeige ist auf Facebook grundlegend anders als bei ­anderen Werbekanälen.

Für den Messenger-Dienst Whatsapp gilt ja eine „No Ads Policy“. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass eines Tages Werbung auf dem Facebook Messenger kommt?

Dölz: Dazu kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nichts sagen. Grundsätzlich können wir uns aber vorstellen, den Facebook Messenger für die Kommunikation zwischen Unternehmen und Kunde zu öffnen, quasi als Echtzeitkundenservice. Erste Tests in diese Richtung laufen bereits.

Welche Trends werden Facebook in den nächsten Monaten sonst noch prägen?

Dölz: Werbungtreibende aus dem Performance-Bereich werden Facebook
künftig verstärkt zum Branding nutzen und umgekehrt. Das ist eine interessante Entwicklung, denn mit der zunehmenden Digitalisierung von Geschäftsmodellen machen sich auch immer mehr Marken im Netz Konkurrenz. Beim ­E-Commerce ist beispielsweise die Gefahr, den Kunden an die Konkurrenz zu verlieren, viel größer als im stationären Handel. Das bedeutet: Der Markenaufbau im Web und damit entsprechende Branding-Kampagnen werden immer wichtiger. Bei der Kaufentscheidung ist nicht mehr der Preis das alleinige Kaufkriterium, auch die Marke wird zum entscheidenden Faktor. Brandformance-Kampagnen werden deshalb in Zukunft stark gefragt sein.

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