Pinterest und Instagram für Händler

30.07.2014, 9:17

Social Media ist mehr als nur Facebook. Auch ein Auftritt auf den Foto-Plattformen Pinterest oder Instagram kann sich für Online-Händler lohnen.

(Quelle: Shutterstock.com/BigLike Images)

Social-Media-Marketing wird immer wichtiger, und das aus gutem Grund: Ganze 78 Prozent der Internet-Nutzer in Deutschland besitzen ein Profil in sozialen Netzwerken. Kein Händler sollte sich die Chance entgehen lassen, seine Kunden auch über diese Kanäle zu erreichen. Und die Social-Media-Landschaft hat mittlerweile deutlich mehr zu bieten als den Platzhirsch Facebook.

“Facebook wird immer älter und gerade die jüngere Zielgruppe wendet sich anderen Netzwerken zu”, betont Torsten Heinson, Geschäftsführer der Digital-Agentur Wunderknaben Kommunikation in Erkrath. Es lohnt sich also, neue Wege im Social-Media-Marketing zu gehen, und schon heute haben einige Händler You­Tube, Twitter oder Google+ für sich entdeckt.

Doch manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte – und genau an dieser Stelle setzen Plattformen wie Pinterest oder Instagram an. “Die bildlastigen Netzwerke eignen sich besonders gut, um emotionale Facetten zu zeigen oder um eine emotionale Nähe und Bindung zum Kunden herzustellen”, argumentiert Heinson.

Bei Pinterest wie auch bei Instagram ist es mit wenigen Klicks möglich, Unternehmens-Accounts anzulegen, die im Übrigen kostenlos sind. Der Social-Media-Experte warnt jedoch davor, einfach loszulegen und planlos Fotos hochzuladen. “Ausschlaggebend für den Erfolg des Auftritts ist eine vernünftige Content-Strategie”, gibt er zu bedenken.

Zunächst müsse man sich darüber klar werden, was die Kunden grundsätzlich interessieren könnte, und einen spannenden Mix aus Infos und emotionalen Inhalten finden. Und: “Bei der Nutzung von Instagram und Pinterest ist Kreativität gefragt. Natürlich sollten Kampagnen oder Marketingaktionen einbezogen werden. Aber es bringt nichts, nur Werbeanzeigen zu verbreiten.”

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Designvergleich von Google+ und Facebook

29.07.2014, 10:38

Design ist Kommunikation, und wo herrscht mehr Kommunikation als in den sozialen Medien? Die größten sind Facebook und Google+ mit jeweils über einer Milliarde Nutzer. Facebook hat dabei die weitaus größere aktive Nutzerschaft, auch weil es bereits 2004 gegründet worden war. Google+ stammt aus 2011 und hat sich vom Start weg an die Grundfunktionen von Facebook angelehnt, darauf basierend aber andere Ziele angestrebt, weil es die diversen Googledienste zusammenfassen und Neue kreieren wollte. Wir vergleichen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden sozialen Netzwerke in Design und Funktionalität.

Interface-Design: Die neue Einfachheit

Das Interface-Design hat sich von der Komplexität in die Einfachheit evolutionär gewandelt. Dabei ist die Vereinfachung bei Apple und auch bei Google noch nicht ganz so weit fortgeschritten, Facebook hat einen gewaltigen Schritt in Richtung Flatdesign gemacht, das heißt, es hat seine Icons einfarbig ohne Schattierungen, Spiegelungen und sonstige Dreidimensionalität gestaltet. Google hat seine ikonografische Sprache ebenfalls stark vereinfacht, arbeitet aber noch mit moderaten Verläufen und Schattierungen.

Google setzt auf die Vereinheitlichung eines übergreifenden Corporate Designs

Google hatte im Laufe der Jahre eine Fülle an Webdiensten neben seiner Suchmaschine betrieben, die alle weitestgehend autark nebeneinander her liefen und unterschiedliche Designsprachen hatten. Das wurde dadurch verstärkt, dass Google laufend neue Dienste wie zum Beispiel YouTube hinzukaufte. Mit dem Erscheinen von Google+ wurde gleichzeitig die übergreifende Designanpassung aller Dienste in mehreren Teilschritten betrieben. Von Google+ oder jedem anderen Google-Dienst kann man jeweils alle anderen aufrufen. Ein entsprechendes Ausklappmenü sieht dann so aus:


Ausklappmenü Google+

Oben: Eine Übersicht über einen Teil der Google-Dienste. Zu sehen ist, dass die Icons zum Teil „flat“ sind (Suche, G+, Blogger oder YouTube), zum Teil aber auch mit Verläufen (Play) oder Schattierungen (Books, Shopping) gestaltet sind.

Funktionaler Unterschied zwischen Facebook und Google+

Während Facebook von Anfang an Zusatzprogramme/Apps integriert hatte, ist Google einen anderen Weg gegangen: Es bietet eine Fülle unterschiedlichster Dienste, zu denen z.B. auch Google Mail (Gmail) oder Google Maps gehören, und führt sie über Google+ zusammen. Einmal mit einem Passwort angemeldet, kann man alle diese Dienste nutzen. Deshalb wird gesagt, dass Facebook ein klassisches soziales Netzwerk ist, während Google+ eine Art „sozialer“ kommunikativer Zentrale für die unterschiedlichen Google-Dienste ist.

Facebook Messenger reduziert und mit linearen Illustrations-Icons

Facebook hat seinen „Messenger“ einer radikalen Vereinfachung unterzogen und auch im „PagesManager“ kommt ein klares Flat-Design zum Tragen. Geht es um größere Icons werden die Illustrationen linear dargestellt, was sich im Übrigen mit Apples aktueller Design-Auffassung deckt. In iOS7 sind Nutzer-Dialoge und Unter-Menüs mit dünnstrichigen betont simplen Icons unterlegt, während Google+ auch im kleinen eher flächige und unterschiedlich farbige Darstellungen nutzt.


Facebook Pages Manager

Oben: Das Servicetool „Facebook Pages Manager“, das für die Administration der Unternehmensseiten zuständig ist, erstrahlt in Einfachheit und Übersichtlichkeit.

App Facebook Pages: Konzentration auf das visuell Wesentliche

Die neue Facebook-App „Paper“ schließlich hat ein flächiges leicht schattiertes Menü am unteren Seitenrand. Sie ist im Moment als Ergänzung zur eigentlichen Facebook-App zu sehen, wirkt durch die nachrichtenorientierten Inhalte aber seriöser. Auch hier wurde alles visuell Unnötige weggelassen, damit der Nutzer sich schnell zurechtfindet und das Wesentliche im Blick hat. Derzeit ist “Paper” aber noch nicht in Deutschland erhältlich.


Facebook Pages

Oben: Die neue App „Facebook Paper“ setzt auf hochwertige Inhalte und richtige Storys fernab des „Katzen-Contents“.

Google+App und Facebook-App im gestalterischen Wettstreit

Obwohl die Headergrafik bei Google+ etwas höher ist als bei Facebook, beginnt der erste reguläre Beitrag bei Google+ früher und ist deshalb ansatzweise noch im ersten Screen zu sehen. Facebook hat zwei Navigationsleisten integriert, zeigt zur Verortung des Unternehmens den Ausschnitt einer Landkarte und beansprucht mehr Platz für die Statistik der Seite. In der Google+App erscheint die Landkarte erst bei Klick auf die Adresse.


Mobile Startscreens von Facebook und Google+

Oben: Die Startscreens der beiden Apps für Facebook (links) und Google+ (rechts).

Richtlinienkompetenzen für das Corporate Design

Für jeden roten Faden in der Gestaltung, sei es die kommunikativ-visuelle Linie eines Unternehmens in der Praxis oder sein Corporate Design, gibt es ein Leitmedium. Das ist so etwas wie der „Primus inter Pares“, der „Gleichere unter Gleichen“, von dem das Design ausgeht und auf alle anderen Medien übertragen wird. Als das Web noch kaum präsent war, wurden Corporate Designs in erster Linie für Drucksachen und erst später für die Erfordernisse von Bildschirmen und audiovisuellen Medien ausgelegt. Die grundlegenden Gestaltungsparameter kamen also aus dem Print-Design. Das war selbst in den Anfangstagen des Web-Designs so, auch wenn viele Webdesigner ihren eigenen Weg gingen und den damit begründeten, dass die aus der Printwelt kommende vorhandene Gestaltungssystematik nicht richtig für die Erfordernisse des Screendesigns wäre. Denn eine Webseite gleicht ihre Virtualität gegenüber beispielsweise einer Broschüre durch einen höheren Grad an Strukturiertheit aus. Je weiter der Siegeszug der elektronischen Medien ging, desto dominanter wurde ihr Einfluss auf das Corporate Design eines Auftraggebers zumal Screen-Design grundlegend als innovativer galt.

Design-Trends durch Virtualisierung

Es konnte also passieren, dass das Design einer Webseite und ihr Corporate Design zur gestalterischen Leitlinie auch für den Printbereich werden konnten. Mit Fortschreiten der Virtualisierung der Kommunikation sind zwei weitere Trends entstanden:

a. Jenseits der eigenen Website: Partizipation an sozialen Netzwerken

Zum einen haben größere Unternehmen – gerade Konsumentenmarken – ihre Social-Media-Präsenzen beträchtlich ausgebaut, das heißt dass dort nicht nur die Gestaltungsparameter des Unternehmens den Ausschlag geben, sondern sich in den gestalterischen Rahmen von Facebook und Google+ einfügen.

b. Desktop versus Mobile

Zum anderen haben mobile Geräte mit kleineren Bildschirmen noch einmal das Mediendesign insgesamt verändert – hin zu mehr Klarheit, Einfachheit, Prägnanz und Übersichtlichkeit. Die Miniaturisierung des Dargestellten an kleinen Bildschirmen hat zu einem neuen Nachdenken darüber geführt, wie Informationen aufbereitet und vermittelt werden müssen, damit sie verstanden werden und Prozesse in Gang setzen. Gab es vorher eine Desktopversion des sozialen Netzwerkes, die sich teils erheblich von der mobilen Version unterschieden hatte, wurden statische Webpräsenz und Mobil-App visuell-gestalterisch angeglichen, wobei die gestalterische Richtlinienkompetenz immer mehr von der Mobilversion ausgeht, weil sie einfacher ist und die Nutzungsdauer mobiler Geräte immer weiter zunimmt. Das gilt sowohl im Privatbereich als auch im Businessbereich. Auf kleinen Bildschirmen muss man sich auf das Notwendige beschränken, alles gestalterisch Überflüssige wird also weggelassen. Dieses reduktionistische Denken wirkt sich auch beim Re-Design manch aufgeblähter Desktopanwendung positiv aus.


Facebook in der Desktop-Browser-Version

Oben: Facebook in der Desktop-Browser-Version: Einspaltige Postings, Informationen links in der Randspalte und rechts eine schmale Spalte zum weiteren Navigieren.


Browserversion von Google+

Oben: Die Browserversion von Google+ bietet Mehrspaltigkeit, die sich über eine Voreinstellung aber auch auf einspaltig umstellen lässt. Je nachdem, wie breit man das Fenster zieht, erreicht man eine Zweispaltigkeit oder maximal eine Dreispaltigkeit.

Google und seine sozialen Netzwerke

Nachdem Facebook als Netzwerk der privaten Kommunikation aufgestiegen war, konnte Google nach zwei gescheiterten Versuchen („Wave“ und „Buzz“) und einem partiell erfolgreichen („Orkut“ mit Schwerpunkt in Südamerika) mit Google+ ein erfolgreiches Konzept für ein soziales Netzwerk an den Start bringen. Während man bei Facebook mit Menschen kommuniziert, die man im realen Leben kennt, kann man auf Google+ einfach fremde Menschen kennenlernen und sich mit ihnen austauschen. Bedeutend sind bei Google+ inzwischen zum Beispiel nicht nur die technikaffine Community, sondern auch Fotografen. Das kommt nicht von ungefähr, stellt Google+ doch immer wieder neue Features für Fotografen zur Verfügung. Das sind nicht nur der große Speicherplatz für Fotos, sondern auch Automatikfunktionen, die Bilder animieren oder Fototagebücher erstellen. Eine ausgefeilte Bildbearbeitung ist in Google+ integriert. Fotografen wurden von Anfang an auch deshalb bei Google+ heimisch, weil die Bilddarstellung hier weitreichender und komfortabler war und der Fotodienst „Picasa“ später in Google+ integriert wurde.

Kreisverwaltung: Google mit neuem Look & Feel

Google+ stellte von Anfang an Bilder weitaus größer dar als Facebook, zeigte animierte GIFs oder bot Services wie das Videokonferenzsystem „Hangout“. Augenfällig waren aber die Kreise, die optisch anschaulich zeigten, wen man in welchen (Personen-)Kreisen hatte und mit welchem Kreis man welche Nachrichten teilen wollte. Facebook hatte daraufhin vom Look&Feel her nachgezogen, seine Einstellungen vereinfacht, mehr Transparenz und Klarheit in das Design seines Netzwerkes gebracht, seine Bilder ebenfalls vergrößert und weitere Dienste integriert. Für den Nutzer bedeutet die Konkurrenz zwischen Facebook und Google mehr Innovation und permanente Optimierung beider Dienste.


Kreisdarstellung von Google+

Oben: Google+ wurde bezüglich seines Interface-Designs vor allem über seine Kreisdarstellungen bekannt. Oben befinden sich Personen, die man in unterschiedliche Kreise ziehen kann. So stellt man sicher, dass ein definierter Personenkreis nur bestimmte Informationen sehen kann.

Soziale Medien fördern und verändern die Kommunikation

Google+, das den Vorteil hatte, von Grund auf neu starten zu können, ohne aufwendig Korrekturen an Bestehendem vornehmen zu müssen, war von Andy Hertzfeld gestaltet worden, der zwischen 1979-1984 zum Apple-Macintosh-Team gehört hatte. Er war dabei federführend bei der Entwicklung der Benutzeroberfläche gewesen, die in den 80er-Jahren im Grunde alles mit begründete, was man heute an grafischen Benutzeroberflächen kennt. Kein anderes User-Interface war stilbildender und einflussreicher als dieses. Seine große Erfahrung konnte er bei Google+ einbringen. Google+ schuf mit den Kreisen etwas Neues, das Facebook dazu brachte, dass es die Funktionalitäten des Teilens von Inhalten mit unterschiedlichen Zielgruppen ebenfalls einführte und ausbaute. Von einer gewissen Klarheit aber auch grafischen Opulenz (die Kreise und anderes sind z.T. animiert) ging die Reise immer weiter hin zu einer Vereinfachung des Designs.


Icons der Hauptnavigationen von Google+ und Facebook

Oben: Die Icons der Hauptnavigationen von Google+ (oben) und Facebook (unten) ähneln sich stark. Bei Facebook sind sie flächiger, bei Google+ zum Teil linear (Benachrichtigungs-Glocke und Personen).

Fazit: Weniger ist mehr – vor allem im Design

Google+ hat designmäßig entscheidende Impulse in die Welt der sozialen Medien gebracht und in vielerlei Hinsicht den Quasi-Monopolisten für die private Kommunikation Facebook aufgeschreckt. Facebook hat dadurch seine Struktur und sein Design vereinfacht und verbessert. Ebenso hat sich übrigens Twitter den beiden Mitstreitern visuell angepasst. Die Linie eines übersichtlichen, reduzierten Designs, das die mobile Welt mehr und mehr durchdringt, schwappt zurück in die Browserwelt und verändert auch ganz allgemein das Interface-Design von Anwendersoftware. Design kommt wieder mehr auf den Punkt, wird prägnanter und deutlicher, anstatt sich in Spiegelungen, Effekten und 3D- Simulationen zu ergehen. Das ist gut für den Nutzer, der sich innerhalb einer immer größeren Informationsflut so wieder besser orientieren kann.


Mobile Android-Menü-Leisten von Google+ und Facebook

Oben: Die Menü-Leisten der Smartphone-Apps für Android von Facebook und Google+ im Vergleich.

Die Hauptnavigationsleiste von Google+ (rot) mit Profilbild, Nutzername, Personensuche und Benachrichtigungsglocke zeigt auf dieser obersten Ebene nur das Notwendigste. Darunter die Facebookleiste (blau) mit dem „Mehr“-Menü für weitere Funktionen, das sich bei Google+ in einer zweiten Navigationsleiste befindet, der Suchfunktion und dem Personenbutton. Die beiden Leisten darunter befinden sich auch bei der App am unteren Bildrand. An diesen beiden Leisten ist deutlich zu sehen, dass Facebook (unten) in seiner Formensprache reduzierter und weniger farbig vorgeht, während Google+ seine Icons gerne zum Teil räumlicher gestaltet (Fotos) und vor allem farbig.

Mobile Werbung macht Facebook reich

24.07.2014, 9:25

Eine Bilanz wie ein Paukenschlag: Facebook hat seinen Umsatz im zweiten Quartal 2014 um 61 Prozent gesteigert und den Gewinn mehr als verdoppelt.

(Quelle: Shutterstick.com/catwalker)

Facebooks Fokus auf Mobile zahlt sich aus: Das soziale Netzwerk hat im vergangenen Quartal 2,91 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht und damit 61 Prozent mehr eingenommen als im Vorjahresquartal. Mit Werbung hat das Unternehmen 2,68 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet – 62 Prozent davon mit mobilen Anzeigen. Im zweiten Quartal 2013 betrug dieser Anteil nur 41 Prozent. Der Umsatz mit dem Verkauf virtueller Güter, zum Beispiel in Games, lag bei 234 Millionen US-Dollar, ein Plus von neun Prozent.
Am steilsten bergauf ging es mit dem Nettogewinn: Dieser stieg um 138 Prozent auf 791 Millionen US-Dollar. “Wir hatten ein gutes zweites Quartal”, kommentierte Mark Zuckerberg die Zahlen lapidar. “Unsere Gemeinschaft ist weiter gewachsen und wir sehen noch viele Chancen vor uns.”

Die Nutzerzahlen sind weiter gestiegen: Im Juni 2014 waren 829 Millionen Menschen täglich auf Facebook aktiv (plus 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat), 654 Millionen vom Handy oder Tablet aus (plus 38 Prozent). Die Zahl der monatlich aktiven Mitglieder stieg auf 1,32 Milliarden Menschen (plus 14 Prozent), die der monatlich mobil aktiven um 31 Prozent auf 1,07 Milliarden.

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Mobile Anzeigenverwaltung und “Kaufen”-Button

18.07.2014, 8:51

Werbungtreibende können ihre Facebook-Kampagnen jetzt auch über eine App von unterwegs aus bearbeiten. Außerdem testet das Netzwerk einen “Kaufen”-Button – und damit eine neue Version des F-Commerce.

(Quelle: Facebook.com)

Mehr als 30 Millionen kleine und mittelständische Betriebe sind mittlerweile auf Facebook vertreten, mehr als die Hälfte von ihnen kümmert sich auch via Smartphone und Tablet um ihre Unternehmensseite. Grund genug für Facebook, jetzt auch den Ads Manager mobil zu machen, über den die Werbekampagnen auf dem Netzwerk verwaltet werden. Eine entsprechende mobile App gibt es jetzt sowohl für iOS- als auch für Android-betriebene Geräte.

Nicht alle Funktionen der Desktop-Variante des Ads Managers sind dabei in die App integriert: So können die Werbenden über die mobile Version Kampagnen, Anzeigengruppen und einzelne Anzeigen nicht nur ansehen, sondern auch starten und stoppen. Zudem können Werbebudget und Zeitpläne überprüft und geändert werden sowie die Benachrichtigungen aufgerufen werden. Zum Erstellen und Einrichten von Kampagnen bleibt die Desktop-Version des Ads Managers jedoch weiterhin unerlässlich.


Einkaufen direkt auf Facebook

(Quelle: Facebook.com)

Bis Ende des Sommers will Facebook den mobilen Ads Manager für alle gewerblichen Nutzer freigeschaltet haben, so das Unternehmen in einem Beitrag auf Facebook for Business.

Für seine gewerblichen Nutzer testet Facebook übrigens auch einen “Kaufen”-Button. Wer auf die Schaltfläche “Buy” klickt, kann das beworbene Produkt direkt von der Facebook-Seite aus kaufen und wird nicht zum Shop des Unternehmens weitergeleitet, so das Unternehmen in einem Blogbeitrag. Der Test läuft derzeit für ausgewählte kleine und mittelgroße Unternehmen in den USA.

Facebook arbeitet derzeit verstärkt an der Optimierung seines Werbesystems. Dazu kooperiert das Unternehmen unter anderem mit dem Technikanbieter Ad Parlor. Vor allem in die Videowerbung will das Netzwerk noch investieren und hatte aus diesem Grund erst kürzlich mit LiveRail eine Plattform für Videowerbung aufgekauft.

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Google+ schafft Klarnamenzwang ab

16.07.2014, 12:00

Drei Jahre hat es gedauert, jetzt hat Google nachgegeben: Auf dem Netzwerk Google+ gibt es jetzt keinen Klarnamenzwang mehr.

(Quelle: Shutterstock.com/AHMAD FAIZAL YAHYA)

Nutzer von Google+ müssen sich bei dem sozialen Netzwerk nicht mehr unter ihrem echten Namen anmelden. In einem Beitrag auf Google+ entschuldigte sich das Unternehmen gestern für die Unannehmlichkeiten: “Wir wissen, dass unsere Namensregelung bisher unklar gewesen ist, und dieses hat zu unnötigen Schwierigkeiten einiger unserer Nutzer geführt.” Für Empörung hatte der Klarnamenzwang vor allem im Zusammenhang mit der Bedingung geführt, dass ein Google+-Konto nötig ist, um auf dem Videoportal Youtube zu kommentieren.

Gründe, im Internet nicht unter dem eigenen Namen aufzutreten, gibt es viele. Doch allgemeine Sicherheitsbedenken und persönliche Gründe ließ Google bisher nicht gelten. Wichtiger erschien es dem Unternehmen, dass der Zwang zum Schreiben unter dem eigenen Namen eine soziale Kontrolle ermöglichen sollte, dank derer die Nutzer sich in ihren Beiträgen mäßigen würden. Doch schon vor zwei Jahren war das Netzwerk von der harten Linie abgerückt und hatte immerhin die Nutzung von bestimmten Spitznamen sowie Geburtsnamen erlaubt.

Ob die Änderungen bei Google+ jetzt Präzedenzcharakter für Facebook haben? Bei dem sozialen Netzwerk besteht nach wie vor der Klarnamenzwang, gegen den auch die deutschen Datenschützer mit ihrer Klage nichts ausrichten konnten. Selbst eine Bußgeldandrohung im Jahr 2012 hatte das Netzwerk nicht zum Abrücken von seiner Regel überzeugen können.

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Nachrichten über Kontakte auf LinkedIn

15.07.2014, 8:47

LinkedIn legt sich den Nachrichtendienst Newsle zu, der den Mitgliedern aktuelle News zu ihren Kontakten anzeigt.

(Quelle: Shutterstock.com/Ken Wolter)

LinkedIn will weiter wachsen. Mit der Übernahme des Nachrichtendiensts Newsle integriert das Karrierenetzwerk jetzt einen Service, der den Nutzern aktuelle Neuigkeiten über die Mitglieder ihres persönlichen Netzwerkes präsentiert. Denn Newsle erlaubt das Importieren der Kontaktlisten aus Facebook oder LinkedIn und benachrichtigt die Nutzer, wenn mit ihnen verbundene Personen in News erwähnt werden.

“LinkedIn und Newsle haben ein gemeinsames Ziel”, so LinkedIn-Mitarbeiter Ryan Rolansky im LinkedIn-Firmenblog. “Wir beide wollen professionelle Einsichten ermöglichen, die Euch im Berufsleben besser machen.” Und dazu zähle eben auch, informiert zu sein über die aktuellen Aktivitäten der Kontakte.

Newsle bedient sich dazu verschiedener Algorithmen und Sprachverarbeitungsmethoden, anhand derer Blogs und Nachrichtenseiten im Web nach den Namen der Kontakte gescannt werden. Die Funktionalitäten werden in LinkedIn integriert, der Dienst soll aber weiterhin auch als alleinstehendes Produkt weiter bestehen.

In Deutschland hat LinkedIn mittlerweile mehr als fünf Millionen Mitglieder, weltweit sind es rund 300 Millionen. Trotz starker Expansionsbemühungen sah der erste Quartalsbericht im Jahr 2014 jedoch nicht rosig, sondern rot aus: Das Karrierenetzwerk musste Verluste einstreichen.

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EU befragt WhatsApp-Konkurrenten

10.07.2014, 12:43

Die EU hat erste Schritte zur Überprüfung der WhatsApp-Übernahme durch Facebook eingeleitet. Dabei werden zunächst die Konkurrenten des Messaging-Dienstes zu möglichen wirtschaftlichen Folgen befragt.

Im Februar 2014 hatte Social-Media-Mogul Zuckerberg den Nachrichten-Dienst WhatsApp für 16 Milliarden US-Dollar übernommen. Gut ein halbes Jahr danach haben jetzt die Kartellwächter der Europäischen Union damit begonnen, konkrete Schritte zur Überprüfung des Deals einzuleiten. Dem formellen Prüfungsprozess gehen zunächst Befragungen von WhatsApp-Konkurrenten voraus.

Wie das Wall Street Journal berichtet, haben Vertreter der EU-Kommission dazu in den vergangenen Wochen detaillierte Fragebögen an mehrere große Technologiefirmen und Online-Nachrichtendienste versendet. Dabei geht es vor allem um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Übernahme auf den Wettbewerb. Facebooks Übermacht ist das größte Problem. Mindestens zwei der befragten Firmen sollen Befürchtungen haben, bei einem Zusammenschluss aus dem Markt gedrängt zu werden.

Wie Experten vermuten, könnte der Testfall mit den Fragebögen richtungsweisend sein, was die Anwendung von EU-Recht im Social-Media-Bereich betrifft. “Die Kommission steckt den Zeh ein wenig ins Wasser”, so ein Brüsseler Kartellanwalt. “Es ist das erste Mal, dass sie soziale Netzwerke ernsthaft im Hinblick auf die Marktmacht betrachten.” Damit werden zum ersten Mal auch Themen wie die Kontrolle und Nutzung von Kundendaten relevant – und damit einhergehend die Frage: Wie gehen solche Dienstleister mit persönlichen Daten um? Zuckerberg hatte auf dem mobile World Congress im Februar 2014 noch betont, dass es eine Ausweitung der Datenspeicherung nicht geben soll.

Auch die Frage, wie wahrscheinlich es ist, ob WhatsApp weiter kostenlos bleibt, soll Thema der Untersuchung sein. “Die Nutzer könnten theoretisch gesehen zu einem anderen System wechseln, wenn der Preis steigt. Aber das würde einen koordinierten Schritt von Millionen Menschen voraussetzen”, sagt Jose Luis Buendia, ein ehemaliger EU-Kartellbeamter gegenüber dem WSJ.

Ob sich die EU überhaupt des Deals annimmt, war lange Zeit ungewiss. WhatsApp erzielt in Europa nicht genügend Umsatz, um unter das EU-Kartellrecht zu fallen. Facebook selbst hatte aber offenbar einen Antrag auf Prüfung des Kaufs gestellt – um so gesonderte Verfahren in einzelnen EU-Ländern zu umgehen. Das soziale Netzwerk hat die Übernahme noch nicht offiziell zur Genehmigung vorgelegt. Das ist allerdings die Voraussetzung, um den formalen Prüfungsprozess einzuleiten.

In Deutschland hat WhatsApp die klassische SMS längst verdrängt: Der Short MessagingService hat im vergangenen Jahr erstmals rapide an Bedeutung verloren. Wie der Branchendienst Bitkom mitteilte, brach 2013 die Zahl der in Deutschland verschickten Kurzmitteilungen um 37 Prozent auf 37,9 Milliarden ein.

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Die Millennium-Generation bei Twitter

10.07.2014, 11:19

(Quelle: Twitter.com)

Jahrtausender, Millennials, Generation Y – Namen gibt es für die Generation der nach 1980 Geborenen viele. Wie diese ihr Netzwerk nutzen, hat Twitter untersucht, und gibt Tipps für Firmen.


Twitter fasst die Studienergebnisse in einer bunten Grafik zusammen

(Quelle: Twitter.com)

Twitter nimmt seine Mitglieder unter die Lupe. Auf der Basis einer Nutzerprofilstudie, die gemeinsam mit DB5 durchführt wurde, befragte der Kurznachrichtendienst US-amerikanische User zwischen 18 und 34 Jahren, die das soziale Netzwerk mindestens einmal wöchentlich nutzen. Dabei konnte Twitter vier Rückschlüsse auf deren Verhalten ziehen, die das Netzwerk jetzt in seinem Blog zusammenfasst.

Die große Mehrheit der “Jahrtausender” oder “Millennials” greift über ein mobiles Gerät auf Twitter zu, und zwar 80 Prozent. Ein Prozent mehr, also 81 Prozent, besuchen Twitter mindestens einmal pro Tag, während 15 Prozent mehr als zehn Mal täglich das Netzwerk ansteuern. Fast zwei Drittel (60 Prozent) tweeten mindestens einmal am Tag. Für kommerzielle Nutzer von Twitter empfiehlt das Netzwerk daher, ein Minimum von einem Tweet pro Tag abzusetzen.

Warum nutzen die Millennials Twitter? Weil es die Langeweile vertreibt, so der Schluss von Twitter. Humorvolle Tweets werden besonders geschätzt und weitergeleitet, so das Ergebnis der Studie: Fast zwei Drittel der Befragten (60 Prozent) fühlen sich mit Twitter besser unterhalten als ohne, und witzige Tweets werden von 82 Prozent der Studienteilnehmer weitergeleitet. Dementsprechend sollten sich Marken und Unternehmennicht scheuen, humorvolles Material auf ihrem Twitter-Feed weiterzuverbreiten.

Und nicht nur als Gegenmittel zu Langeweile funktioniert Twitter. Die Generation Y denkt darüber hinaus, dass das soziale Netzwerk ihre Leben schöner macht. Von einer Veranstaltung einen Tweet abzusetzen verbessert für 71 Prozent der Befragten das Gesamterlebnis. Und auch als Zuschauer schätzen viele Millennial-Nutzer Twitter – 70 Prozent lesen im Kurznachrichtendienst mit, während sie ein Live-Event im Fernsehen verfolgen, 67 Prozent folgen einem entsprechenden Hashtag. Kommerzielle Nutzer sollten diese Anbindung von Usern über den Second Screen umsetzen: Twitter empfiehlt individuelle Veranstaltungskalender, die die Nutzer schon vor einem Event ins Geschehen einbinden.

Die Jahrtausender sind nicht schüchtern. Sie geben mit Hilfe von Twitter über ihr Leben und ihren Gemütszustand Auskunft, denn für 56 Prozent von ihnen ist Twitter ein Hilfsmittel zum Teilen ihrer Erlebnisse. Am liebsten wird übrigens über zufällige Gedanken (67 Prozent), kurzweilige Aktivitäten (57 Prozent) und aktuelle Ereignisse (53 Prozent) getweetet. Das Weiterleiten von Fotos ist für 42 Prozent der Studienteilnehmer wichtig. Das Fazit für Marken und Unternehmen: Sie sollten den Nutzern die Möglichkeiten bieten, im Zusammenhang mit Markenwerbung persönliche Informationen weiterzugeben.

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“Bewegender” Follow-Button für Pinterest

09.07.2014, 11:18

Mit einem animierten Follow-Button für externe Webseiten will Pinterest mehr Nutzer auf seine virtuelle Pinnwand locken und zum Abonnieren animieren. Eine gute Idee für Marken und Unternehmen.

(Quelle: Pinterest.com)

Den Follow-Button von Pinterest mit dem roten Punkt kennt man ja bereits. Doch nun hat sich die virtuelle Pinnwand, die seit einem Jahr in Sachen Werbung und Monetarisierung besonders aktiv ist, etwas Neues ausgedacht. Der Follow-Button soll (zum Folgen) animieren – und wird animiert. Ein Klick auf die Schaltfläche führt nämlich nicht wie bisher direkt auf die verbundene Pinterest-Seite, sondern lässt ein separates Fenster aufgehen, in dem der Nutzer einen Überblick über die aktuellsten Bilder und Videos des Kontos erhält. Ein Klick auf eine deutlich rot markierte Schaltfläche im Fenster vollzieht dann erst das Abonnieren der Pinterest-Seite.

Der animierte Follow-Button ist eine clevere Entwicklung. Mit der Voransicht der aktuellsten Inhalte stellt die Pinnwand Zusatzinformationen zur Verfügung, die unschlüssige Nutzer überzeugen können. Marken und Unternehmen dürfte dabei außerdem gefallen, dass der Klick auf den Follow-Button die Nutzer nicht direkt zu Pinterest weiterleitet, sondern auf der eigenen Seite hält, so Pinterest-Mitarbeiter Jason Costa im Firmenblog.

Pinterest stellt den neuen Follow-Button kostenlos zur Einbindung zur Verfügung. Unter den ersten Unternehmen, die den Button bereits eingefügt haben, sind unter anderem Motorola und der Verlag Random House. Im Juni 2014 hatte Pinterest zuletzt die “geführte Suche” in sein Netzwerk gebracht. Auf der virtuellen Pinnwand heften mittlerweile mehr als 30 Milliarden Fotos.

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What’s on your mind? | Video der Woche

30.06.2014, 9:08

Habt ihr auch manchmal durch die Beiträge eurer Freunde bei Facebook den Eindruck, dass diese ein viel aufregenderes Leben haben als ihr? Nun, dass dieser Eindruck entsteht liegt vielleicht daran, dass nicht immer alle im Internet die Wahrheit sagen…

Dieses Video zeigt, wie viele “Likes” man erntet, wenn man sein Leben für Facebook “verschönert”, aber auch was passiert, sobald man einfach mal die Wahrheit sagt!