Justfab verklagt Fab

30.07.2013, 15:02

Die Namen der beiden E-Commerce-Mode-Unternehmen laden auch wirklich zu Verwechslungen ein. Fab oder Justfab – wer ist eigentlich wer? Jetzt hat Justfab eine Klage gegen Fab eingereicht. Unter anderem wegen Markenverletzung und unlauterem Wettbewerb. Fab kündigte an, es wolle seine Marke “aggressiv verteidigen”.

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Das im Jahr 2010 gegründete E-Commerce-Unternehmen Justfab (Originalname: Just Fabulous) hat das E-Commerce-Unternehmen Fab verklagt. In der Klage geht es unter anderem um Markenverletzung wegen eines "verwirrend ähnlichen Namens" und unlauteren Wettbewerb. Beide Shopping-Seiten verkaufen Mode zu reduzierten Preisen für Mitglieder. Fab nahm bereits Stellung zu den Anschuldigungen: "Wir werden unsere Marke, unsere Produkte und Services, die wir unseren Kunden weltweit anbieten, aggressiv verteidigen", zitiert Techcrunch einen Sprecher. 

Justfab-Justiziar Matt Fojout entgegnete: "Wir sind nicht nur darauf vorbereitet, unser geistiges Eigentum zu verteidigen, sondern glauben auch, dass wir die Verantwortung haben, jede tatsächliche oder mögliche Verwirrung zu beenden, die entsteht, wenn jemand anderes einen gleichen Namen verwendet." In der Klage, die in Kalifornien eingereicht wurde, fordert Justfab, dass Fab.com keine Produkte verkaufen soll, die in direkter Konkurrenz zu Justfab.com stehen. Die Klage vermerkt,  Fab.com habe sich im Jahr 2011 von einer sozialen Netzwerk-Seite in ein E-Commerce-Portal verwandelt, das seinen Mitgliedern Schnäppchen anbietet – genau wie Justfab. Zudem verkaufe Fab.com oft auch die gleichen Produkte – zusammen mit dem ähnlichen Namen könne dies eine "Marktplatz-Verwirrung" hervorrufen.

Und noch eine Parallele zwischen den beiden Unternehmen gibt es: "Beide streben Umsätze in Höhe von 250 Millionen Euro in diesem Jahr an. Im Juni hatte Fab den Abschluss des ersten Teils einer neuen Finanzierungsrunde in Höhe von 150 Millionen US-Dollar verkündet. Unter den Investoren sind zwei Unternehmen aus Asien – sie sollen Fab auch bei der Expansion in neue Märkte unterstützen.

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Streit um Ad Impact Faktor beigelegt

17.07.2012, 13:00

(Foto: Fotolia)

Rechenfehler oder nicht? Der Streit zwischen SevenOne Media und den vier Herausgebern der Ad Impact Faktor Studie, United Internet Media, Microsoft Advertising, Yahoo Deutschland und Plan.Net, um die Werbewirkung verschiedener Onlineformate, schlug Ende Juni hohe Wogen. Nun haben sich die Kontrahenten geeinigt und wollen eine gemeinsame Berechnung in Angriff nehmen. Die Studienherausgeber haben zudem einen Fehler in der mathematischen Berechnung eingeräumt.

Der Stein des Anstoßes: Die Anfang Juni veröffentlichte Ad Impact Faktor Studie. Die Studie misst die Werbewirkung unterschiedlicher Formate anhand der Faktoren Wahrnehmung, Markenbewertung und Aktivierung. Dabei kamen die Herausgeber zu dem Ergebnis, dass sogenannte “Exclusives”, damit sind Bewegtbildbanner gemeint, die als Sonderwerbeform in redaktionelle Inhalte integriert sind, besser wirken als Instream-Werbeformate, die im Umfeld von redaktionellem Video-Content geschaltet werden. Der Unterföhringer Vermarkter SevenOne Media warf den Herausgebern der Studie fehlerhafte Berechnungen vor. Ein Fehler bei der Indizierung habe das Ergebnis verfälscht.

Einen Vorwurf, den die vier Unternehmen nun grundsätzlich bestätigen. In einem gemeinsamen Statement mit SevenOne Media erklären sie: “Die Kritik am Ad Impact Faktor richtet sich gegen den von Plan.Net, Microsoft Advertising, United Internet Media und Yahoo gewählten Weg der Index-Berechnung am Ende der Studie. Dieser verdichtet die erhobenen Wirkungs-Indikatoren zu einem Faktor, was zu instabilen Relationen zwischen den getesteten Werbeformaten führt und damit ein unzutreffendes Ergebnis hervorbringt.” Dieser Kritik tragen die Studienherausgeber Rechnung und werden die in der Studie angewandte Methode der Faktorenbildung und die darauf basierenden Aussagen in der gewählten Form nicht weiter verwenden. “Allerdings sind andere im Rahmen der Diskussion vorgeschlagene Berechnungsverfahren auch nicht zielführend”, so ein weiteres gemeinsames Fazit der Kontrahenten. SevenOne Media hatte aufbauend auf den Berechnungen der Studie einen eigenen Rechenweg präsentiert, der zu einem völlig anderes Ergebnis geführt hatte, nämlich, dass Instreams besser wirken als “Exclusives”. Von diesem Ergebnis nehmen die Unterföhringer jetzt wohl ebenso Abstand. In der gemeinsamen Erklärung der zwei Parteien heißt es: “Die grundlegenden Ergebnisse der Studie zur Wirkungsleistung der verschiedenen Werbeformatkategorien sind nicht Gegenstand dieser Kritik und stehen dem Markt weiterhin zur Verfügung”. Heißt: Die grundlegende Aussage, dass “Exclusives” besser wirken als Instream-Formate, scheint anerkannt.

Eine gemeinsame Taskforce soll nun einen Ansatz zur Verrechnung intermedialer Kontaktqualitäten weiterentwickeln. Einen Seitenhieb auf die Gattungsinitiative Wirkstoff TV, die maßgeblich an der Aufdeckung des Rechenfehlers beteiligt war, können sich United Internet Media, Microsoft Advertising, Yahoo Deutschland und Plan.Net dennoch nicht verkneifen. Gegenüber dem Branchenblatt “Horizont” hatten die zwei Wirkstoff-TV-Vertreter Jan Kühl und Jan Isenbart von einer bewussten Verzerrung der Studienergebnisse gesprochen. “Die Studienherausgeber weisen die entsprechenden Einlassungen als unzutreffende Diffamierungen zurück und fordern Wirkstoff.TV auf, diese nicht sachgerechten Äußerungen in Form und Inhalt öffentlich vollumfänglich zurückziehen”, heißt es nun seitens der Herausgeber der Ad Impact Faktor Studie.

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Streit um unerlaubte Preisabsprachen

19.04.2012, 13:37
Streit um unerlaubte Preisabsprachen

US-Behörden werfen Apple und einer Reihe Verlagshäuser vor, unerlaubte Preisabsprachen beim Verkauf von E-Büchern getroffen zu haben. Um sich gegen die Vorwürfe zu wehren, zieht Apple ein Gerichtsverfahren einer außergerichtlichen Einigung vor.

Bei der ersten Anhörung zur Sache stellte ein Rechtsvertreter des Hardwarekonzerns klar, dass Apple im Rahmen eines Gerichtsverfahrens die Vorwürfe klären möchte. “Unsere Grundeinstellung ist, dass wir wünschen, dass der Fall auf Grund der Tatsachen entschieden wird. Wir glauben nicht, dass dieser Fall gegen uns angemessen ist und möchten das beweisen”, so Apple-Rechtsanwalt Daniel Floyd.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgen die Verlagshäuser Penguin und der zur Mediengruppe Georg von Holtzbrinck gehörende Macmillan Verlag, die sich ebenfalls vor Gericht verteidigen wollen. Außergerichtlich einigten sich bereits vergangene Woche drei weitere bei den illegalen Preisabsprachen implizierte Verlage.

Die nächste Anhörung ist für den 2. Juni 2012 geplant. Bei den Vorwürfen geht es um Preisabsprachen zwischen Apple und Verlagshäusern seit Einführung des iPad im Jahr 2010.

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Gema-Streit um gesperrtes Musikvideo

13.03.2012, 9:42
Gema-Streit um gesperrtes Musikvideo

Gesperrte Musikvideos auf Youtube ärgern Nutzer und Musiker in Deutschland schon seit Längerem. Auch ein Musikvideo der Band Deichkind wurde gesperrt. Die Hip-Hopper beschweren sich per Facebook-Post – und erregen damit große Aufmerksamkeit. Inzwischen ist das Video wieder zu sehen.

Nachdem ein Video der Hip-Hop-Band Deichkind auf Youtube gesperrt wurde, machten sich die Hamburger auf ihrer Facebook-Seite ihrem Ärger Luft. In einem Post vom 10.3. schreiben sie: “Sooo, ‚leider geil’ ist jetzt auch gesperrt. Ob Plattenfirma, Youtube oder Gema, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben. Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig.”

Der Post schlug hohe Wellen: er wurde mittlerweile über Tausend Mal kommentiert, mehrere Tausend Mal geteilt und über 29.000 Mal “geliked”. Inzwischen ist das Video auf Youtube wieder zu sehen. “Deichkind:1, Gema: 0″ kommentiert ein User. In ihrem Lied “illegale Fans” haben Deichkind bereits gegen Clip-Sperrungen (“Copyrights sind was für Loser”) gesungen. Viele Musikclips sind für deutsche Internetuser gesperrt, weil sich die Verwertungsgesellschaft Gema und Google nicht auf Lizenzbeträge einigen können.

Allerdings müssen Komponisten und Autoren eines Liedes sich nicht von der Gema vertreten lassen oder ihre Autorenrechte an eine Plattenfirma abgeben. Laut einer Meldung von Spiegel-Online werten die Rechte von “Leider Geil” zwei Musikverlage aus, mit denen die Komponisten einmal einen Vertrag geschlossen haben: “Ganz unbeteiligt sind die Deichkind-Bandmitglieder also nicht, so sehr sie sich nun beschweren.”

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Gema-Streit beendet?

02.03.2012, 9:59

Der Deutschlandstart des schwedischen Musikdienstes Spotify scheint kurz bevor zu stehen. Berichten zufolge soll der Service bereits in zwei Wochen starten. Unklar ist, ob der umstrittene Gratisservice, den die Gema nicht akzeptieren wollten, enthalten sein wird oder nicht.

Einem Bericht des Branchenblogs “Netzwertig.de” zufolge steht der Deutschlandstart des Musikdienstes Spotify kurz bevor. Die Information stamme aus “aus zuverlässiger Quelle”, schreibt Netzwertig.de. Eine offizielle Bestätigung wollten zwar weder Spotify noch die Gema geben, der Musikdienst schickte jedoch an ausgewählte Medien bereits funktionierende Testzugänge. “Derzeit ist Spotify in Deutschland noch nicht verfügbar, aber wir laden Sie ein, unseren Service als einer der Ersten hierzulande kennenzulernen”, heißt es in der Mail, die keine Details zum anstehenden Launch beinhaltet.

Spotify ist in bereits weltweit in zwölf Ländern verfügbar, auch in der Schweiz und in Österreich. In Deutschland scheiterte die Einführung an Differenzen zwischen Spotify und der Gema über das werbefinanzierte Gratisangebot, auf das Spotify auch hierzulande nicht verzichten will. Ob angesichts des offensichtlich bevorstehenden Starts Spotify oder die Gema nachgegeben hat, ist nicht bekannt.

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Streit um Facebook geht doch weiter

20.04.2011, 12:51

Erst in der letzten Woche berichteten wir darüber, dass der Streit um Facebook zwischen dem Gründer Mark Zuckerberg und den beiden Winklevoss-Brüdern Tyler und Cameron zuende sei. Doch nun scheint Zuckerberg doch keine Ruhe zu haben, denn die Winklevosses legten Protest gegen das Urteil der vergangenen Woche ein.

Die beiden Winklevoss-Brüder

(außen) gegen Zuckerberg

(Quelle: ryanlytle.com)

Schon im Jahr 2008 hatten sich die beiden Brüder außergerichtlich mit Zuckerberg geeinigt. Der Vorwurf lautete, Ideendiebstahl für das Social Network. Angeblich solle Zuckerberg die Idee für Facebook erst durch die Arbeit als Programmierer an der Universität der Winklevoss-Brüder entwickelt haben.

Die erhielten damals eine Summe von 65 Millionen Dollar, die sie ruhig stimmen sollte, doch als Facebook zu wachsen begann, gaben sich die beiden Brüder damit nicht zufrieden und wollten mehr. Der Vorwurf lautete nun, dass Zuckerberg damals falsche Angaben über den realen Wert von Facebook gemacht haben solle. Vergangene Woche traf das Gericht dann eine Entscheidung und wies die Klage der Winklevoss-Brüder zurück.

Doch damit geben sich die Zwillinge Cameron und Tyler Winklevoss nicht zurfrieden: Sie erklären, dass der Richter nicht berücksichtigt hätte, dass sie bei dem damaligen Vergleich belogen worden seien. Sie sind der Meinung, ihnen stünden mehr Anteile zu, da damals angeblich falsche Angaben über den tatsächlichen Wert von Facebook gemacht worden sind.

Mark Zuckerberg muss sich auch gegen Vorwürfe eines Holzpellets-Händlers wehren. Er erhebt Anspruch auf 80 Prozent und behauptet, dass er Mark Zuckerbergs Arbeiten an “The Facebook” als Partner finanziert haben soll. Facebook selbst sehen einen Vertrag und E-Mails, die der Händler vorführte, als Fälschung an.

(Marco Schürmann | Quelle: heise.de)

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Streit um Facebook beendet

13.04.2011, 13:21

 

Schon im Jahr 2008 hatten sich die beiden Brüder außergerichtlich mit Zuckerberg geeinigt. Der Vorwurf lautete, Ideendiebstahl für das Social Network. Angeblich solle Zuckerberg die Idee für Facebook erst durch die Arbeit als Programmierer an der Universität der Winklevoss-Brüder entwickelt haben.

Die erhielten damals eine Summe von 65 Millionen Dollar, die sie ruhig stimmen sollte, doch als Facebook zu wachsen begann, gaben sich die beiden Brüder damit nicht zufrieden und wollten mehr. Der Vorwurf lautete nun, dass Zuckerberg damals falsche Angaben über den realen Wert von Facebook gemacht haben solle.

Das entscheidende Gericht wies diese Vorwürfe aber zurück, da der damalige Wert zusammen von Anwälten und Finanzexperten berechnet wurde. Richter Alex Kozinski erklärte in seiner Urteilsbegründung: “Irgendwo muss das Verfahren einmal beendet werden. Das ist jetzt der Fall.” Da die Brüder damals neben den 65 Millionen Dollar auch Aktien im Wert von damals 45 Millionen Dollar ausgezahlt bekommen haben, haben sie sogar mehr erhalten, als eigentlich vorgesehen. Inzwischen liege der Wert dieser Aktien bei nun 150 Millionen Dollar, so Schätzungen.

(Marco Schürmann | Quelle: winfuture.de)

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Apple-Streit: Reaktion deutscher Verlage

08.02.2011, 11:25

Mit den neuen Regeln, die Apple für Medieninhalte der iOS-Geräte definiert hat, müssen sich die Verlage umstellen und neue Strategien entwickeln. Apple fordert, dass künftig jede Anwendung, die dazu dient, Magazine, Zeitungen oder Bücher anzubieten, über eine In-App-Kauffunktion verfügen muss, bei der Apple mitverdient. Den Verlagen gefällt das verständlicherweise nicht.

Wir berichteten bereits von der Frist, die Apple den Verlagen gesetzt hat, um ihre Angebote den neuen Regeln anzupassen. In den Richtlinien des App Stores von Apple steht: “Apps die ein anderes System als das In App Purchase (IAP) zum Kauf von Inhalten, Funktionen oder Diensten nutzen, werden nicht aufgenommen.” Und weiter: “Apps die das IAP nutzen, um physische Güter, andere Waren oder Dienste außerhalb der Anwendung zu nutzen, werden nicht aufgenommen.”

Das dürfte in Zukunft also zu einem großen Problem werden. Denn wenn Apple seine Regeln konsequent umsetzt, dürften bald alle Reader-Apps und digitalen Kioske vom iPad und Co verschwinden. Bereits gekaufte und bezahlte Inhalte dürften dann ebenfalls nicht über die Apps zur Verfügung stehen.

Damit dies nicht geschieht, wollen sich nun die deutschen Zeitungsverlage gemeinsam eine Strategie überlegen. Schon am Dienstag soll laut dem Focus eine Dringlichkeitssitzung des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zum Theme “Diktat des iPad-Herstellers Apple” geben: “Wir haben einen Termin vorgezogen, um über das weitere Vorgehen zu beraten”, so BDZV-Leiter für Kommunikation und Media, Hans Joachim Fuhrmann.

(Marco Schürmann | Quelle: heise.de)

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Streit um Facebook-Gründung wird wieder aufgerollt

13.01.2011, 8:56
Streit um Facebook-Gründung wird wieder aufgerollt

Im Jahr 2008 hatten die Winklevoss-Brüder, die sich mit Mark Zuckerberg um die Rechte an der Idee zu Facebook streiten, bereits in einem Vergleich eine Abfindung von 65 Millionen US-Dollar für ihre Beteiligung an der Entstehung des Netzwerks herausgehandelt. Nach den letzten Neubewertungen des Unternehmens gehen die Zwillinge nun erneut gerichtlich gegen Zuckerberg vor, um mehr herauszuschlagen.

Die Brüder Tyler und Cameron Winklevoss haben jetzt über ein Gericht in San Francisco Berufung gegen den Beschluss aus dem Jahr 2008 eingelegt. Der Firmenwert war bei den damaligen Verhandlungen mit 15 Milliarden US-Dollar zu niedrig bewertet worden, so die Anwälte der Zwillinge. Das berichtet die FTD. Damals einigten sich die Winklevoss-Brüder und Zuckerberg auf eine Entschädigung in Höhe von 20 Millionen US-Dollar in bar und Facebook-Aktien im Wert von 45 Millionen US-Dollar.

Die Neubewertung von Facebook auf 50 Milliarden US-Dollar würde die Entschädigungssumme nach dem damals verwendeten Schlüssel auf 140 Millionen US-Dollar anwachsen lassen. Die Winklevoss-Brüder wollen den Vergleich von 2008 nun kippen und neuverhandeln, notfalls auch über einen erneuten Prozess.

Nach Angaben aus einem Firmenprospekt für potentielle Investoren erwirtschaftete Facebook 2010 einen Gewinn von 335 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar. Das soziale Netzwerk wird voraussichtlich bereits im nächsten Jahr an die Börse gehen.

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Apple und Facebook im Streit

06.09.2010, 8:38

Wer aufmerksam die Pressekonferenz von Apple und Steve Jobs am Mittwoch-Abend verfolgt hat, dürfte mitbekommen haben, dass Apples neues iTunes Social Network “Ping” auf einem Screenshot mit Facebook verbunden hätte werden können. In der erhältlichen Version in iTunes ist das aber nicht möglich – wie das kommt und welche Gründe das hat, erklären wir.

Das soziale Netzwerk Ping startet am Mittwoch-Abend mit Erscheinen der neuen iTunes 10 Version – doch ohne Facebook obwohl man “Facebook Connect” und Freundeseinladungen über Facebook in Screenshots auf der Apple-Pressekonferenz zeigte. Erwähnt hat Steve Jobs Facebook aber mit keinem Wort. Spekuliert wurde anschließend ob in einer früheren Ping-VErsion Facebook integriert war und man dies kurz vor dem Start herausgenommen hat.

Gerade die Funktion, Freunde aus seinem Facebook-Account zu Ping einzuladen wäre eine hilfreiche Funktion gewesen. Apples CEO Steve Jobs erklärte in einem Interview mit “All Things Digital”, dass Facebook spezielle Anforderungen stellte, denen man bei Apple nicht zustimmen konnte. Näher ging Jobs nicht darauf ein. Jedoch war eines klar: auf einem Screenshot der von Ping während der Pressekonferenz zu sehen war, konnte man seine Facebook-Freunde zu Ping einladen.

Ein Gizmodo-Redakteur fand kurze Zeit später heraus, dass Facebook jedoch kurz nach dem Start des Dienstes noch in Ping vertreten war. Er hat direkt zum Start des sozialen Netzwerks einen Screenshot gemacht woraus klar ersichtlich ist, dass Facebook zumindest für eine kurze Zeit in den Dienst integriert wurde, anschließend aber entfernt wurde.

In einem aktuellen Bericht wird nun erklärt, dass Apple und Facebook in Kontakt standen, um Facebook in Ping zu integrieren. Doch die Verhandlungen scheiterten – woran wird nicht genau ersichtlich. Apple störte sich daran allerdings nicht und setzte weiterhin auf die Facebook API um das größte soziale Netzwerk der Welt in sein neues Musik-Netzwerk einzubinden. Doch Facebook saß am längeren Hebel und deaktivierte den Zugriff Apples.

Nach Facebook stellt man jedem über APIs sein Portal offen, außer wenn viele Zugriffe erwartet werden (wie im Falle von Ping). In solch einem Szenario muss zwischen den Partnern (Apple und Facebook) eine Vereinbarung getroffen werden, wobei Apple vermutlich an Facebook einen Betrag hätte zahlen müssen. Dazu wird Apple vermutlich nicht bereit gewesen sein. Daraufhin gab Apple nachdem Facebook den Zugriff blockiert hat, seine Facebook-Integrationspläne auf und nahm alle Verweise aus seinem Ping-Netzwerk.

Doch wie weiter berichtet wird, befinden sich beide Unternehmen weiterhin in Gesprächen, um eine Vereinbarung zu erzielen. (Daniel Schürmann | Quelle: gizmodo.com #1, gizmodo.com #2)

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