Immer, wenn es bei der Fertigung von individuellen Objekten schnell und effizient gehen soll, kommt der 3D-Drucker zum Einsatz. Dieses und noch weitere Vorteile hat jetzt auch die Filmindustrie erkannt.
Hollywood entdeckt zunehmend den 3D-Druck für sich. Technologische Fortschritte ermöglichen mittlerweile den Einsatz im Studio-Alltag. Vor allem bei Filmen, die Computereffekte mit realen Szenen mischen, bietet der 3D-Druck entscheidende Vorteile. Für den Film Iron Man 2 beispielsweise wurde Hauptdarsteller Robert Downey Junior in manchen Szenen in eine Rüstung aus einem Drucker gesteckt.
Zwar sind die Einstiegspreise für professionellen Gerät bei mehreren Zehntausend Euro, jedoch rechne sich dieses auch bei dem Ergebnis. Die Alternativen zum 3D-Drucker sind auf Dauer deutlich teurer. Verschiedene Technologien ermöglichen dabei auch den Einsatz von verschiedenen Materialien und Farben. Ein weiterer Vorteil bei der Erstellung von Requisiten mit dem 3D-Drucker ist, das die selben digitalen Modelle verwendet werden können, die auch für die Spezialeffekte aus dem Computer genutzt werden. So ist garantiert, dass zwischen realen Szenen und Computeranimationen praktisch kein Unterschied mehr zu erkennen ist. Die Herstellung ist im Vergleich zu herkömmlichen Methoden sehr schnell.
Vor allem für Filme, die viele Effekte benötigen, können die Studios Geld sparen. Bislang wurden die künstlerischen Vorstellungen der Produzenten mittels Modellen aus Kunstschaum verwirklicht. Bei jeder Änderung musste dabei ein neues aufwendiges Modell erstellt werden. Mithilfe von 3D-Druckern können aus den Computermodellen Schritt für Schritt reale Miniaturen erstellt werden, bis am Ende ein Objekt in Originalgröße erstellt wird. Änderungen können einfach an der Computervorlage vorgenommen werden.
Die Drucker, die Requisiten für die Filmindustrie herstellen, sind technisch auf dem neuesten Stand. Die einzelnen Schichten, aus denen sich ein gedrucktes Objekt zusammensetzt, sind deutlich dünner als ein Haar und mit freiem Auge kaum noch zu erkennen. Nach der Lackierung sind die Teile erst recht nicht mehr als Druckwerk identifizierbar. Die Zuverlässigkeit ist mittlerweile ebenfalls sehr hoch. Obwohl die Geräte noch teuer sind, werden sie immer öfter an Sets eingesetzt. Damit nähert sich High-End-3D-Druck dem Alltag einen weiteren Schritt.
(Nils-Arne Pohlandt | Quelle: Pressetext)





