Yandex launcht einen völlig neuen Browser

28.11.2014, 12:41

Ganz anders und vor allem endlich modern – so soll der neue Browser aussehen, den der russische Suchmaschinenbetreiber Yandex in einer Alpha-Version vorgestellt hat. Der Fokus liegt auf Reduzierung.

Yandex launcht einen völlig neuen Browser

(Quelle: Screenshot)

Anstatt User mit zahllosen, gleichzeitig eingeblendeten Funktionen zu überfordern, soll der Yandex.Browser, den das russische Unternehmen in einer Alpha-Version gelauncht hat, aktuellen Trends der Nutzererfahrung gerecht werden und vor allem auf Interaktion und Personalisierung setzen. Mit einem komplett neuen Design soll der Bowser allen Anforderungen der Nutzer entsprechen, schreibt Yandex in einem Blog-Eintrag.

Zu den Bedürfnissen der User, die über reines Surfen hinaus gehen, zählen zum Beispiel das Einkaufen im Internet, das Lesen fremdsprachiger Webseiten sowie das Buchen von Flügen, Zugtickets oder Hotelzimmer umfasst. Das Erscheinungsbild des Yandex.Browsers unterscheidet sich tatsächlich deutlich von gängigen Konkurrenten wie Firefox, Internet Explorer oder Google Chrome: Das Design ist stark reduziert, die Tabs befinden sich am unteren Bildschirmrand und nehmen jeweils die Farbe an, die bei der entsprechenden Webseite tonangebend ist (siehe Screenshot).


Die Website des "New Yorker" im Yandex-Browser

Die Website des “New Yorker” im Yandex-Browser
(Quelle: Screenshot)


Die Suchfunktion des Yandex-Browsers

Die Suchfunktion des Yandex-Browsers
(Quelle: Screenshot)

Bei der Search-Funktion sind verschiedene Suchmaschinen verfügbar, obwohl Yandex selbst Anbieter einer Suchmaschine ist. Sobald Nutzer eine Anfrage in die passende Leiste tippen, die auch als Eingabezeile für URL-Adressen dient, erscheint ein kleines Textfeld, das erste Details zu den Suchergbenissen einblendet. Außerdem verzichtet der neue Browser auf eine dauerhafte Anzeige der Adressleiste, stattdessen erscheint lediglich der Name der geöffneten Webseite. Um eine andere Site anzusurfen, ist ein Klick auf die Titelleiste nötig – anschließend erscheint eine Smartbox in einem Overlay, in die Suchanfragen und Internetadressen eingegeben werden können.

Die neue Alpha-Version des Browsers ist in 15 Sprachversionen, darunter Deutsch, Englisch, Russisch und Türkisch, sowie für Geräte mit den Betriebssystemen Windows oder OS X verfügbar.

Den besten Browser hat im Sommer die Stiftung Warentest gesucht und dafür elf verschiedene Kandidaten unter die Lupe genommen. Testsieger war Google Chrome, der laut dem Analytics-Anbieter AT Internet auch der beliebteste Browser europaweit ist.

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Yahoo löst Google als Suche bei Firefox ab

20.11.2014, 13:03

Yahoo und Mozilla gehen eine Partnerschaft ein. Das Ergebnis: Statt Google stellt nun Yahoo die Technologie für die Standardsuchmaschine im Firefox-Browser bereit.

(Quelle: Shutterstock.com/
Alexander Supertramp)

Yahoo stellt ab Dezember die Standardsuche bei Firefox in den USA – und löst damit Google ab, dessen Vertrag mit Mozilla nach zehn Jahren ausgelaufen war. Er habe verschiedene Optionen an alternativen Anbietern von Suchmaschinendiensten überprüft, erklärte Mozillas CEO Chris Beard. Yahoos Angebot sei das beste gewesen. Dennoch legt sich Mozilla in Zukunft sich nicht mehr global auf einen Suchmaschinenpartner fest, sondern einen flexibleren Ansatz verfolgen und Suchpartnerschaften je nach Land eingehen.

Für Yahoo bietet der Fünf-Jahres-Vetrag die Chance, mehr Menschen zu erreichen. “Die Partnerschaft hilft uns dabei, unsere Reichweite im Bereich Suche zu vergrößern”, so Yahoo-CEO Marissa Mayer. Darüber will das Unternehmen mit Mozilla in Sachen Suche, Kommunikation und digitalen Inhalten kooperieren.

Vollständig beendet ist die Zusammenarbeit zwischen Mozilla und Google nicht: Google soll weiterhin die Geolocation-Angaben für Firefox liefern und auch das so genannte Safe Browsing unterstützen. Zudem können Nutzer statt Yahoo auch Google als Suchmaschine wählen.

Laut Stiftung Warentest ist der beste Browser übrigens Google Chrome. In Europa wird das auch durch die Nutzerzahlen gestützt: Chrome ist dort der beliebteste Browser, so eine Studie. Nur nicht in Deutschland. Hierzulande ist der am meisten genutzte Browser Mozillas Firefox.

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Google beerdigt Authorship-Programm

29.08.2014, 12:05

Bereits vor einigen Wochen hat Google damit begonnen, die Autorenbilder aus seinen Suchergebnissen zu entfernen. Jetzt hat ein Google-Mitarbeiter das Authorship-Programm für beendet erklärt.

(Quelle: Shutterstock.com/Angela Waye)

Drei Jahre nach seiner Einführung verabschiedet sich Google von seinem Authorship-Programm. Dueses bot Autoren, die Artikel im Web veröffentlichten, die Möglichkeit, diese mit ihren Userprofilen auf Google+ zu verknüpfen. Dadurch erschien in den Suchergebnissen ein Hinweis zum jeweiligen Autor und dessen Profilbild.

Leider seien diese Informationen “nicht so nützlich für unsere Nutzer wie erhofft und könnten sogar von den Suchergebnissen ablenken” , schreibt der Webmaster-Trends-Analyst John Mueller, der bei Google für das Projekt zuständig war, auf Google+. Daher habe sich der Konzern dazu entschlossen, die Autoren-Informationen nicht mehr in den Suchtreffern anzuzeigen. Auf die Reichweite von Webseiten habe dieser Schritt Tests zufolgeallerdings keinen Einfluss. Die Google+-Beiträge von Freunden und Seiten aus dem eigenen Netzwerk werden Usern laut Mueller aber weiterhin angezeigt.

Das Aus für das Autorenprogramm kommt nicht überraschend: Zunächst hatte Google damit begonnen, die Autorenbilder neben den Suchergebnissen zu entfernen, später tauchte auch die Autorenstatistik nicht mehr im Google Webmaster Tool auf.

Google hatte sein Authorship-Programm 2011 gestartet – im selben Jahr wie auch sein Netzwerk Google+. Insider brachten ein mögliches Aus des Autoren-Programm bereits in Zusammenhang mit dem Abgang des hochrangingen Google+-Managers Vic Gundotra. Gundotra hatte im April 2014 angekündigt, den US-Konzern nach fast acht Jahren zu verlassen. Daraufhin kam es zu Gerüchten, wonach der Abschied des Managers das Ende für das soziale Netzwerk bedeuten könnte. Google hat dies vehement dementiert.

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Schweizer Google-Konkurrent startet Werbung

28.08.2014, 7:14

Zwei Monate nach dem Start sucht die Schweizer Suchmaschine Swisscows nach Werbekunden. Wie bei Google und Co wird nach Klicks abgerechnet. Profitieren sollen vor allem kleinere Unternehmen.

(Quelle: Shutterstock.com/Mikhail Mishchenko)

Die vom Schweizer Softwareunternehmen Hulbee im Juni 2014 gestartete Suchmaschine Swisscows führt textbasierte Werbung auf ihrer Seite ein. Werbekunden werden pro Klick mit einem Euro belastet. Ein Rotationsprinzip soll garantieren, dass jede Anzeige auch wirklich erscheint.

Besonders kleinere Unternehmen sollen so eine Chance bekommen, da sie von großen Firmen nicht verdrängt oder überboten werden können, verspricht der Anbieter.

“Ende Oktober plant das Unternehmen, bei Swisscows Annonce die Klickpreise von den Keywords abhängig zu gestalten, doch nicht so hoch wie bei Konkurrenten”, so Hulbee-Gründer und CEO Andreas Wiebe. Die Werbung wird oberhalb der Ergebnisse und auf der rechten Seite angezeigt, allerdings erst dann wenn sie zu den entsprechenden Suchbegriffen der Benutzer passt.

Bei den Usern soll sich die Suchmaschine dadurch von anderen Angeboten abheben, dass sie keine Daten speichert. Datensicherheit sollen dabei die Server in der Schweiz garantieren. Die Antworten basieren auf semantischer Informationserkennung. Verschiedenfarbige Kacheln auf der linken Seite zeigen verwandte Begriffe zum jeweils gesuchten Wort an.

Nach eigenen Angaben hat Swisscows in den ersten sechs Wochen etwa 2,6 Millionen Suchanfragen erhalten. Pro Monat verzeichnet die Seite 400.000 Unique Users und 1,6 Millionen Page Impressions.

Auf Datenschutz setzt auch die erste in Europa entwickelte Suchmaschine Qwant. Die 2013 in Frankreich gelaunchte Plattform ist zu Beginn des Jahres auch in Deutschland offiziell gestartet.

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Axel Springer beteiligt sich an Qwant

20.06.2014, 10:45

Axel Springer Digital Ventures erwirbt eine Minderheitsbeteiligung an dem französischen Start-up Qwant.com. Mit seiner Suchmaschine positioniert sich das Unternehmen als Konkurrent zu Google.

(Quelle: Fotolia.com/senoldo)

Die Axel-Springer-Tochtergesellschaft Axel Springer Digital Ventures beteiligt sich mit 20 Prozent an Quant.com. Das französische Start-up hat die bislang einzige Suchmaschine in Europa entwickelt: Nutzern zeigt sie Suchergebnisse unterteilt in die Kategorien Webseiten, Social Media, Nachrichten, Produkte, Bilder und Video an. Durch die Darstellung in verschiedenen Streams sollen User ihre Suche verfeinern können.

“Auf dem Suchmarkt gibt es zahlreiche Innovationen. Um daran teilzuhaben und zu lernen, beteiligen wir uns an einem jungen Unternehmen, das hier Vielfalt und neue Impulse einbringt”, erklärt Ulrich Schmitz, Geschäftsführer von Axel Springer Digital Ventures.

Die Suchmaschine startete mit einer ersten Version im Jahr 2013 in Frankreich. Im März 2014 ist Qwant.com in Deutschland online gegangen. Die Macher wollen ihr Konzept in ganz Europa und darüber hinaus bekannt machen. Dabei helfen sollen unter anderem zwei Kooperationspartner, die die Gründer ebenfalls in Berlin präsentierten: TripAdvisor und Firefox. 2013 führte das Unternehmen mit Sitz in Paris nach eigenen Angaben mehr als eine halbe Milliarde Suchanfragen aus.

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Pinterest bringt die “Guided Search” ins Web

13.06.2014, 7:43

Was in der mobilen Version anfing, geht nun auch in der Web-Version von Pinterest online: Die virtuelle Pinnwand mausert sich mit der “Guided Search” vom persönlichen Spickzettel zur Suchmaschine.

(Quelle: Pinterest.com)

Noch sind sie nicht für alle Nutzer sichtbar, aber die Änderungen kommen bald schon für alle: Pinterest führt seine Guided Search auch in der Web-Version ein. Statt wie bisher über die angebotenen Kategorien zu suchen, sollen die Nutzer über den Suchbalken, der nunmehr den oberen Bildschirmrand dominiert, die gewünschten Informationen finden. Zur “geführten Suche” wird das Feature durch die automatisch angebotenen, weiterführenden Stichwörter, die die Guided Search zur Auswahl stellt.

Im Wesentlichen funktioniert die geführte Suche wie ein Filtersystem. Wer zum Beispiel nach Grillideen sucht und das Stichwort “BBQ” eingibt, erhält nicht nur sofort Pins eingeblendet, sondern kann sich mit Hilfe von automatisch angebotenen, weiterführenden Stichworten wie “Drinks”, “Salate” und so weiter in das Thema vertiefen. Die Kategorieliste, über die bisher die Suche auf Pinterest meistens verlief, wurde dementsprechend an den rechten Seitenrand ausgelagert.

Auf diese Weise, so Pinterest-Software-Entwickler Yuliang Yin im Pinterest-Blog, werde die Suche einfacher und schneller. Bisher funktioniere dies allerdings nur auf Englisch. Weitere Sprachen sollen in Zukunft hinzugefügt werden. Das Feature wird in den nächsten Wochen für alle Nutzer sichtbar gemacht werden.

Ende April 2014 hatte Pinterest zunächst in seinen mobilen Versionen auf Android und iOS die Guided Search eingeführt. Die virtuelle Pinnwand ist übrigens bei Frauen besonders beliebt.

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Google will gelöschte Links markieren

10.06.2014, 10:38

Nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs muss Google Suchergebnisse zu personenbezogenen Daten löschen. Jetzt plant der Konzern, künftig auf gelöschte Inhalte hinzuweisen.

(Quelle: Fotolia.com/Mifune)

Google will in Zukunft Inhalte markieren, die auf Wunsch von Nutzern gelöscht wurden. Laut einem Bericht des Guardian will der Internetkonzern einen entsprechenden Hinweis am Seitenende der Suchergebnisse einbauen. Damit reagiert der Suchmaschinenbetreiber auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, wonach Google Links zu personenbezogenen Daten auf Wunsch von Usern entfernen muss.

Die Hinweise könnten demnach ähnlich funktionieren wie jene, die Google verwendet, um auf Inhalte hinzuweisen, die wegen Urheberrechtsverletzungen entfernt wurden. Bereits 24 Stunden, nachdem der Suchmaschinenbetreiber einen Online-Antrag für die Entfernung von Suchergebnissen online gestellt hatte, gingen europaweit mehr als 12.000 Löschanträge ein.

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Wie Google die Universal Search verändert hat

28.05.2014, 12:55

Googles Suchtreffer zeigen nicht nur Links, sondern auch Videos, Bilder, Karten, Shopping-Tipps und Nachrichten. Searchmetrics hat untersucht, wie sich deren Integration 2013 entwickelt hat.

Seit 2007 zeigt Google auf seinen Suchergebnis-Seiten neben reinen Links auch Treffer mit Medienelementen wie Videos, Bildern, Karten, Shopping-Ergebnissen und Nachrichten an. Die Gewichtung der einzelnen Elemente ändert sich jedoch von Jahr zu Jahr. Auch 2013 gab es wieder deutlich Bewegung unter den Universal-Search-Integrationen. Das zeigt eine Analyse von Searchmetrics.

Google hat die Einblendung von Zusatzinformationen wieder stärker hochgefahren. Nachdem der Anteil von Keywords mit mindestens einer Integration 2012 noch gesunken war (Januar 2012: 77 Prozent; Dezember 2012: 70 Prozent), stieg die Quote im vergangenen Jahr. Im Januar 2013 war der Anteil auf 66 Prozent zurückgegangen, stieg dann aber bis Dezember wieder auf 73 Prozent. “Das kann unter anderem mit Entwicklungen wie der Umgestaltung der Shopping-Integrationen (Product Listing Ads), der Evolution des Knowledge Graphs und nicht zuletzt mit dem neuen Google Hummingbird Algorithmus zu tun haben”, erklärt Marcus Tober, Geschäftsführer und Unternehmensgründer von Searchmetrics.

Mit Blick auf die einzelnen Integrationen gibt es eindeutige Gewinner und Verlierer:

  • Die häufigste Integrationsart nach Gesamtzahl sind Bilder.
    Trotz leichter Abnahme liegt der Anteil an Bildern proportional noch immer bei etwa 50 Prozent aller Universal-Search-Elemente. Wenn die organischen Suchergebnisse mit Bildern angereichert werden, sind es meist mehrere – auch wenn diese nun teilweise direkt im Knowledge Graph angezeigt werden.
    In Bezug auf den Keyword-Anteil je Integration nehmen Video-Integrationen kontinuierlich zu.
    Jedes zweite Video in den organischen Suchergebnissen stammt von YouTube, 2012 waren es noch 70 Prozent.
  • (Google-)Shopping ist der Gewinner im Jahr 2013.
    Während die Anteile und Werte in der ersten Jahreshälfte noch stark schwankten, zeigte die zweite Jahreshälfte einen ausgeprägten Trend zu mehr Shopping-Integrationen. Es gab 2012 bereits eine deutliche Bevorzugung der Google-eigenen Listings, inzwischen läuft der Shopping-Sektor ausschließlich über die eigenen Product Listing Ads (PLA).
  • Maps- und News-Integrationen zeigen keine aussagekräftigen Entwicklungen.
    Zur Jahresmitte mit positiven Wachstumswerten gemessen, fielen diese Werte gegen Jahresende wieder ab. Auch die Diversität der Suchergebnisse nimmt anscheinend ab: Während die Anzahl der Newsquellen zunächst leicht anstieg, fiel die Zahl ungefähr mit dem Release des Hummingbird Algorithmus’ wieder.

Auch wenn Bilder nach wie vor die häufigste Universal-Search-Integration darstellen, ist die Tendenz insgesamt leicht fallend. Ein Grund dafür könnte mit der immer häufigeren Abwanderung der Bilder von ihrem ursprünglichen Platz zwischen den organischen Suchergebnissen in den Knowledge Graph zu tun haben. “Dort werden sie nicht mehr nur nebeneinander, sondern teilweise in verschiedenen Größen und auch übereinander angeordnet“, erklärt Tober. Dadurch sei weniger Platz vorhanden. “Auffallend ist auch, dass der größere Abwärtstrend ungefähr im Juli einsetzt, was im Zusammenhang mit dem Hummingbird-Algorithmus stehen könnte, der wiederum eng mit der Evolution des Knowledge Graphs und dem Konzept von Entitäten verknüpft ist.“

Die Analyse basiert auf Suchtreffern für mehrere Millionen Keywords auf den ersten fünf Ergebnisseiten von Google Deutschland.

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Yahoo und Yelp kooperieren

13.03.2014, 9:52

Yahoo bestätigt, was bereits aus einer internen Mitarbeiterversammlung nach außen gedrungen war: Der Konzern integriert künftig Empfehlungen und Bewertungen von Yelp in seine Suchergebnisse.


Yahoo-Yelp

Die Yahoo-Suche wird lokaler. Über eine Kooperation mit dem Empfehlungsportal Yelp will das Unternehmen seine Suchergebnisse aufwerten. Die Bewertungen und Listings erscheinen sowohl stationär als auch mobil. Dies bezieht sich jedoch zunächst auf Unternehmen und Veranstaltungsorte in den USA, gibt Yahoo in seinem Blog bekannt.

Die Empfehlungen und Ratings wurden ans Yahoo-Design angepasst, sind aber mit dem Yelp-Logo deutlich gekennzeichnet. Sie erscheinen im oberen Seitenbereich und sind mit einer Fotogalerie illustriert. Die Adresse des gesuchten Unternehmens und die Yelp-Bewertung in Form von Sternchen stehen gleich darunter.

Yahoo zieht mit dem Einbau von Yelp-Inhalten mit Google und Bing gleich. Google zeigt beispielsweise ähnliche Informationen über seine “Places for Business”-Plattform und arbeitet dafür mit dem Restaurantführer Zagat zusammen. Microsoft hat kürzlich bei Bing Deutschland ebenfalls eine “Places”-Ecke eingerichtet. Eine mögliche Partnerschaft zwischen Yahoo und Yelp war schon vor einem Monat bekannt geworden.


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Qwant startet offiziell in Deutschland

05.03.2014, 8:56

Die bisher einzige in Europa entwickelte Suchmaschine ist nun auch in Deutschland online gegangen. Die Gründer von Qwant stellten ihre Geschäftsidee und neue Kooperationspartner gestern in Berlin vor.

(Quelle: Screenshot Qwant )

Nach zweijähriger Entwicklungszeit ging die Suchmaschine Qwant, das erste europäische Angebot dieser Art, im Juli 2013 in Frankreich online. Nun stellten die beiden französischen Gründer Jean Manuel Rozan und Eric Leandri ihre Geschäftsidee beim offiziellen Deutschland-Start von Qwant in Berlin vor. Sie wollen ihr Konzept in ganz Europa und darüber hinaus bekannt machen. Dabei helfen sollen unter anderem zwei Kooperationspartner, die die Gründer ebenfalls in Berlin präsentierten: TripAdvisor und Firefox.

Das Besondere an der neuen Suchmaschine: Alle Ergebnisse werden auf einer Seite zusammengefasst und nach fünf Kategorien unterteilt. In der Rubrik “Web” stehen Ergebnisse der klassischen Suche, unter “Live” wird ein aktueller Bezug hergestellt und “Social” zeigt den Austausch zum Suchwort in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Pinterest oder tumblr an. Außerdem listet die Rubrik “Shopping” zum Suchbegriff passende Produkte auf, die online verfügbar sind. Videos und Bilder zur Suchanfrage werden schließlich auch noch gesondert angezeigt. Alle Ergebnisse können dabei “endlos” gescrollt werden, ein Anklicken von weiteren Seiten mit Suchergebnissen ist also nicht notwendig.

“Mit unserem Anliegen, bei Suchanfragen neutral zu sein, die Privatsphäre der Internet-Nutzer zu schützen und den uneingeschränkten Zugang zu öffentlichen Inhalten – inklusive der sozialen Netzwerke – zu ermöglichen, entsprechen wir den Wünschen der meisten Internet-Nutzer”, erklärte der Qwant-Vorstandsvorsitzende Rozan, der seit 2011 gemeinsam mit einem 25-köpfigen Team an der Entwicklung des Angebots arbeitet. “Wir möchten die Freiheit der Nutzer wieder herstellen.”

Partnerschaften eröffnen neue Perspektiven

In Berlin stellte Qwant zudem zwei neue Kooperationspartner vor. Durch die Zusammenarbeit mit TripAdvisor werden künftig Rezensionen, Bewertungen und Bilder von Hotels, Restaurants und Sehenswürdigkeiten in den Suchergebnissen angezeigt. Außerdem sollen durch die Kooperation die Flugsuche und die Vergleichsfunktion vorangetrieben werden. Firefox wiederum soll die Verbreitung der Suchmaschine selbst beschleunigen: Qwant.com ist künftig als Standard-Suchmaschine bei mobilen Endgeräten mit Firefox OS vorinstalliert, der Launch der Qwant-App erfolgt in Kürze auf dem Firefox-Marktplatz.

Auf dem Mobile World Congress 2013 in Barcelona hatte Firefox erstmals Smartphones mit dem neuen Betriebssystem Firefox OS angekündigt.

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