Duplicate Content erkennen und vermeiden

03.09.2015, 9:28

Ranking-Faktoren

Inhalt, der an verschiedenen Stellen auftaucht, wird von Google nicht gern gesehen – einige Tipps wie sich Duplicate Content erkennen und vermeiden lässt

Duplicate Content erkennen und vermeiden

(Quelle: shutterstock.com/blan-k)

Unter vielen SEO-Experten gilt Duplicate Content als Schreckgespenst, denn Google straft aufgeblähte oder ­kopierte Inhalte im Ranking ab. Von ­Duplicate Content (= doppelter Inhalt), Near Duplicate Content oder abgekürzt „DC“ wird gesprochen, wenn verschie­dene Seiten einer Website oder eines Shops gleiche oder sehr ähnliche Texte und Elemente enthalten.

Wie stark Duplicate Content tatsächlich das SEO-Ranking ­beeinträchtigt, ist umstritten. Klar ist jedoch: DC kann dem Google-Crawler das rich­tige Indexieren der eigenen Seite erschweren – und das gilt es zu vermeiden.

Doppelte Inhalte können auch bei normalen Corporate Websites auftreten, stellen jedoch bei Online-Shops in höherem Maße ein Problem dar. Folgende Unterscheidungen werden vorgenommen:

  • Interner Duplicate Content – identische oder ähnliche Inhalt können innerhalb einer einzelnen Domain aufgerufen werden.
  • Externer Duplicate Content – identische oder ähnliche Inhalte sind auf verschiedenen Domains zu finden.

Meist wird dieses Thema im Rahmen von Suchmaschinenoptimierung (SEO) betrachtet, da Duplicate Content häufig eine direkte (negative) Auswirkung auf das Ranking der Seite hat.

Weshalb kann Duplicate Content schädlich sein?

Suchmaschinen – allen voran Google – bevorzugen einzigartigen und qualitativ hochwertigen Content. An erster Stelle steht hier der User mit seiner Erwartung, die bestmöglichen, passenden Suchergebnisse zu seiner Anfrage zu erhalten. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, analysiert, bewertet und indexiert Google tagtäglich Millionen von Webseiten.

Wenn es nun mehrere Seiten mit demselben oder einem beinahe identischen Inhalt gibt, dann kann nicht mehr ermittelt werden, welche dieser Seiten die höchste Relevanz besitzt – die Seiten müssen sich somit die Relevanz teilen und verlieren im Ranking der Suchtreffer an Bedeutung. Je mehr Seiten von Duplicate Content betroffen sind, desto schlechter wird meist das Ranking. Duplizierungen, die notwendig sind (etwa sich wiederholende rechtliche Angaben), wirken sich jedoch nicht negativ aus.

Man sollte im Idealfall der Erste sein, der Content publiziert, denn der Veröffentlichungshistorie kommt ein wichtiger Stellenwert zu: Suchmaschinen analysieren, wer als Erster einen Content publiziert hat oder eben, wo er auf der eigenen Plattform publiziert wurde.

Für jede Webseite ist festgelegt, wie viel Zeit die Suchmaschine dort verbringen wird, um einzelne Unterseiten in den ­Index aufzunehmen. Dies ist das sogenannte Crawl Budget. Ist nun aber auf ­bestimmten Unterseiten eines Webauftritts häufig Duplicate Content zu finden, kann es passieren, dass Google einen ­großen Teil der anberaumten Zeit damit verbringt, diese doppelten Seiten zu überprüfen.

Das Crawl Budget kann also aufgebraucht sein, obwohl die Suchmaschine einige wichtige Seiten noch gar nicht ­besucht hat. So kann es passieren, dass einzelne Seiten nicht mit in den Index aufgenommen werden. Durch Duplicate Content werden also möglicherweise wichtige Ranking-Potenziale verschenkt, da die Seiten in Konkurrenz zueinander stehen und sich somit gegenseitig schwächen.

Häufige Ursachen für internen Duplicate Content

Neben technischen Ursachen können auch inhaltliche Aspekte der Grund für eine Bewertung als Duplicate Content sein. Im Folgenden werden die Fälle vorgestellt, bei denen es zu Duplicate Content kommen kann. Das beste Gegenmittel folgt unmittelbar im Anschluss

Probleme beim Aufruf der Seite

  • Eine Website ist mit und ohne „www“ ­erreichbar, Beispiel: http://www.ihredomain.de und http://ihredomain.de
  • Eine Website ist per http und https ­erreichbar, Beispiel: http://www.ihredomain.de und https://www.ihredomain.de

Diese Probleme lassen sich durch eine 301-Weiterleitung vermeiden. Das bedeutet: Eine URL-Variante ruft keine Website auf, sondern wird weitergeleitet auf die ­andere URL-Variante, die dann die Web­site aufruft.

  • Die Website ist mit und ohne Slash „/“ am Ende der URL aufrufbar.
  • Die Website ist mit und ohne „.html“ oder anderes Dateiformat am Ende der URL aufrufbar.
  • Groß- und Kleinschreibung in URLs. Beispiel: /produktkategorie und /Produkt­kategorie

Hier ist ebenfalls eine 301-Weiterleitung sinnvoll. Außerdem kann durch den Einsatz eines Canonical Tag eine Beziehung zwischen verschiedenen Seiten hergestellt werden.

  • Print-Versionen einzelner Seiten
  • Filter- und Sortierfunktionen eines ­Online-Shops
  • Mehrfachzuordnung: Bestimmte Seiten sind bewusst in mehrere Kategorien der Website eingebunden (zum Beispiel ein Produkt unter der jeweiligen Produkt­kategorie sowie unter „Sale“ oder „Neuheiten“)

Dies lässt sich durch den Einsatz von ­Canonical Tags vermeiden.

  • Relaunch: Die alte Website ist noch im Index von Google und hat eventuell ein gutes Ranking aufgebaut, die neue Seite bietet nun jedoch denselben Inhalt unter einer neuen URL an (gleiche Domain, jedoch neue URL-Struktur)

Dies lässt sich durch eine 301-Weiter­leitung von der alten zur neuen URL vermeiden.

Beide Methoden, also die 301-Weiterleitung und das Canonical Tag, haben Vor- und Nachteile. Bei einer 301-Weiterleitung wird immer dieselbe URL aufgerufen, wohingegen bei einem Canonical Tag beide URLs von Nutzern aufgerufen werden können. Das hat den Nachteil, dass unterschiedliche URL-­Aufrufe in Webanalyse-Tools wie etwa Google Analytics einfließen, was eine ­exakte Auswertung erschwert.

Mobile Version einer Website

Seit dem Google-Algorithmus-Update Ende April dieses Jahres ist die Relevanz einer für Mobile optimierten Website ­eigentlich jedem Webmaster bekannt. Websites können auf drei unterschied­liche Arten für Mobilgeräte optimiert werden:

  • Als Responsive Website
  • Per dynamischer Bereitstellung
  • Mit unterschiedlichen URLs

Bei der dritten Variante mit den unterschiedlichen URLs (z. B. m.ihredomain.de als mobile Version und www.ihredomain.de als Desktop-Version) kann ebenfalls ­Duplicate Content entstehen. Hier sollte eine Beziehung zwischen diesen zwei Versionen per Canonical Tag und Alternate Tag hergestellt werden.

Duplicate Content in Texten

  • Sehr ähnliche oder identische Produkt-Beschreibungen
    Abhilfe: Für Top-Produkte einzigartige Beschreibungen verfassen
  • Paginierung – sich wiederholende Texte bei Seitennummerierungen, z. B. bei News-Archiven
    Abhilfe: Per „prev/next“-Auszeichnung eine Beziehung schaffen
  • Interne Suchergebnisseiten
    Abhilfe: Tag „noindex“ verwenden
  • Unterschiedliche Sprachversionen einer Website: Viele Corporate Websites oder Online-Shops sind in unterschiedlichen Sprachen verfügbar, wobei sich die ­Inhalte teilweise nur minimal unterscheiden. Die geografische Ausrichtung der Seite sollte Google mitgeteilt werden, damit nicht mehrere Sprachversionen in der Suche erscheinen und sich gegenseitig schwächen.
    Abhilfe: Einbindung des Alternate Href­lang Tag.

Im zweiten Teil der Serie informieren wir darüber, wie es zu externem Duplicate Content kommen kann und mit welchen Tools doppelte ­Inhalte erkannt werden können. Zudem stellen wir am Beispiel von Produktbeschreibungen und Pressemitteilungen das Problem von externem Duplicate Content konkret vor.

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Google testet Video-Ads in Suchergebnissen

24.08.2015, 7:39

Bewegtbildmarketing

Neue Impulse für Suchmaschinenwerbung? Google testet offenbar Video-Ads in seinen Suchergebnissen. Das könnte ein lukratives Geschäft werden, an dem sich auch die Konkurrenz bereits versucht.

Google testet Video-Ads in Suchergebnissen

(Quelle: Shutterstock/Angela Waye)

Offiziell ist es noch nicht, aber laut Brancheninsidern soll Google derzeit an einem neuen Format für Suchmaschinenwerbung basteln. In einem Test experimentiert das Unternehmen mit Video-Ads in den Suchergebnissen von Google, berichtet Digiday. Weg also von den kleinen Werbetexten oder statischen Fotos und hin zu bewegten Bildern.

Die Attraktivität von Videoinhalten im Vergleich zu reinen Textanzeigen hat sich in der Vergangenheit bereits bewiesen, und das nicht zuletzt auch auf Googles hauseigener Videoplattform Youtube. Doch auch die Konkurrenz schläft nicht: Facebook ist ebenfalls in Sachen Video deutlich aktiver geworden, und Search-Rivalen wie Yahoo und Bing sind mit eigenen „Rich Ad“-Angeboten ebenfalls am Ball. Für Werbungtreibende könnten Video-Ads in den Suchergebnissen jedenfalls interessante neue Möglichkeiten eröffnen, jenseits der reinen Jagd auf Klicks und Kaufabschlüsse auch über mehr Impressionen ihre Marken zu stärken.
Bei Yahoo kamen die so genannten Rich Ads mit Videoinhalten schon im Jahr 2013 in die Suchergebnisse.

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HomeToGo kooperiert mit swoodoo

06.08.2015, 13:23

HomeToGo ist ab sofort auch auf der deutschen Webseite von swoodoo, einer internationalen Reisesuchmaschine, vertreten. Swoodoo-User können damit unter „Ferienhäuser“ gezielt nach Unterkünften suchen.

Fereinhaus-Suchmaschine HomeToGo macht gemeinsame Sache mit swoodoo

(Quelle: Shutterstock.com/Philip Lange)

Die Metasuchmaschine für Ferienunterkünfte HomeToGo macht gemeinsame Sache mit der internationalen Reisesuchmaschine swoodoo. Denn wer seinen Urlaub plant, sucht nicht nur nach Flügen, sondern auch nach einer passenden Unterkunft. Auf dem deutschen Webauftritt von swoodoo können Nutzer unter dem Reiter „Ferienhäuser“ nun nach einer passenden Unterkunft suchen. Dafür stellt HomeToGo seine Angebote als White-Label-Lösung zur Verfügung.

Die Metasuchmaschine hat zurzeit mehr als 2,9 Millionen Ferienhäuser in über 200 Ländern in ihrem Portfolio. Durch die Suchanfrage werden alle Angebote gleichzeitig nach den gewünschten Kriterien abgefragt. Der User kann für die Suchanfrage verschiedene Kriterien auswählen wie zum Beispiel Pool, WLAN oder Nähe zum Wasser.
HomeToGo betreibt mittlerweile lokale Webseiten in neun europäischen Ländern und den USA. Zu den weiteren Expansionsplänen des Unternehmens äußerte sich der Mitgründer von HomeToGo Wolfgang Heigl im Interview mit INTERNET WORLD Business.

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Yahoo testet Google-Suche auf seinen Seiten

02.07.2015, 9:23

Search-Partnerschaft?

Einst waren sie die beiden Platzhirsche, die konkurrierten. Jetzt gliedert Yahoo seine Suche aus – und überprüft in einem Test, wie sich die Suche vom Konkurrenten Google auf den Yahoo-Seiten macht.

Yahoo testet Google-Suche auf seinen Seiten

(Quelle: Shutterstock/Angela Waye)

Yahoo hat bestätigt, in einem Test die Suchergebnisse von Google auf seinen Seiten einzuspielen. In einem Teil der Desktop- und mobilen Suchergebnisse von Yahoo stammen die Daten von Google. Die Suchergebnisse von Google bei Yahoo entdeckte das Blog Seobook. Neben den Google-Suchergebnissen erscheinen nach wie vor aber auch die Bing-Suchresultate bei Yahoo.

Das Experiment mit der Anzeige von Ergebnissen aus Googles-Suche wurde möglich, da Yahoo im April 2015 die bisherige Suchpartnerschaft mit Bing neu verhandelt hat. Dabei behielt sich Yahoo vor, auch mit anderen Suchpartnern zusammen arbeiten zu können. Nach dem neuen Deal muss Yahoo lediglich 51 Prozent der Suche von Bing übernehmen; eigene oder externe Suchtechnologie kann für die verbleibenden 49 Prozent eingesetzt werden.

Ob eine Zusammenarbeit zwischen Yahoo und Google zukunftsträchtig ist, bleibt jedoch fraglich: Googles Vormachtstellung im Bereich Search dürfte die Monopolwächter auf den Plan bringen, zudem in Europa bereits die Europäische Kommission mit einer formellen Kartellbeschwerde gegen Google vorgeht.

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AOL übernimmt Mehrheit am Werbegeschäft von Bing

01.07.2015, 9:14

Microsoft

Microsoft schraubt seine Aktivitäten bei Bing herunter: Der Softwaregigant veräußert Teile von Bing an die Taxi-App Uber. Gleichzeitig übernimmt AOL den Großteil von Bings Anzeigengeschäft.

AOL übernimmt Mehrheit am Werbegeschäft von Bing

(Quelle: Microsoft.com)

Bei Microsoft dürfte in Kürze eine regelrechte Völkerwanderung einsetzen: Dank zweier Deals mit AOL und Uber könnten demnächst zahlreiche Mitarbeiter von Bing in die Teams von AOL und Uber wechseln. Und Microsoft will sich offenbar auf das Anzeigengeschäft in der Suche beschränken.

Das sonstige Werbegeschäft übergibt Microsoft an AOL: Im Rahmen des Deals übernimmt AOL den Verkauf von Display-, Mobile- und Video-Ads auf den Microsoft-Seiten in den USA und acht internationalen Märkten. Im Gegenzug soll Microsofts Suchmaschine Bing bei AOL eingesetzt werden und damit die bisherige Partnerschaft zwischen AOL und Google ersetzen. Die etwa 1.200 Mitarbeiter in der Advertising-Sparte bei Microsoft sollen laut Informationen des Wall Street Journals Angebote erhalten, zu AOL zu wechseln.

Beim Deal mit Uber geht es um verschiedene Entwicklungen und Werte, die Microsoft aus dem Bereich Bildtechnologie an die Taxi-App veräußert. Im Zuge dessen sollen etwa 100 Mitarbeiter von Microsoft zu Uber wechseln, so Techcrunch. Die Investitionen beinhalten auch Datenbanken mit 3D-, Luft- und Straßenaufnahmen, die für die Taxi-App von Wert sind. Genauere Informationen über den Technologietransfer gibt es jedoch nicht.

Finanziert Uber den Technikeinkauf über die letzte Finanzierungsrunde, die zwei Milliarden US-Dollar in die Konten des Start-ups gespült haben sollen? Im Mai 2015 war bekannt geworden, dass der US-Telekommunikationsgigant Verizon AOL für satte 4,4 Milliarden US-Dollar übernehmen will.

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Google Trends mit Echtzeit-Analysen

19.06.2015, 12:36

Themen und Momente in Realtime

Die Trends-Anzeige bei Google gibt interessante Einblicke in die Themen der jeweiligen Stunde. Und nun sogar der aktuellen Minute: Google Trends betont die Echtzeit-Daten.

Google Trends mit Echtzeit-Analysen

(Quelle: Google)

Google Trends werden minutenaktuell. Die Trendanzeige, die die Suchanfragen visualisiert und damit Einblicke gibt, worüber im Web diskutiert wird, wird nun von Minute zu Minute aktualisiert. Das erlaubt den Nutzern beispielsweise die Entwicklung der Nachrichten- und Diskussionslage bei Großevents wie Sportereignissen und internationalen Preisverleihungen Minute für Minute mitzuverfolgen.

„Egal, wo eure Interessen liegen, wir hoffen, dass ihr die neue Google Trends-Seite besucht, um eure Lieblingsthemen zu verfolgen und die Welt um uns herum besser zu verstehen“, so Google im Firmenblog. Die komplett überarbeitete Trends Homepage wurde bereits in 28 Märkten frei gegeben, weitere sollen in Kürze folgen.


Trends auf einen Blick: So stellt Google die Trends dar

(Quelle: Google.com)

Die neue Homepage von Google Trends stellt die Daten in Echtzeit dar. In die Trendanzeige werden übrigens auch Videoaufrufe auf Youtube und Klicks auf Artikel über Google News einberechnet. Damit der Blick allerdings nicht nur auf die größeren Märkte gerichtet ist, hat Google seine Reichweite bei der Trendbeobachtung auch auf kleinere geografische Territorien ausgeweitet. So kommen auch Nischen-Themen in die Trendanzeige.

Vor wenigen Wochen hatte Google bereits seine Suchdaten für Trendprognosen zur Verfügung gestellt: In Zukunft will das Unternehmen speziell für den Bereich Mode die Suchanfragen untersuchen, um daraus Modetrends abzuleiten.

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Tipps zur Verbesserung der Suchfunktion in Shops

04.06.2015, 11:12

Steigerung der Conversion-Rate

Rund 90 Prozent der Webshop-Besucher brechen ihren Einkauf ab. Hauptgrund dafür ist, dass die User nicht finden, was sie suchen. So unterstützt man die Kunden bei der Suche.

Suchoptimierung in Webshops

(Quelle: Fototlia.de/XS-kritiya)

Im E-Commerce ist der finale Kauf eines jeden Kunden hart umkämpft, denn über 90 Prozent der Besucher brechen durchschnittlich ihren Einkauf ab. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass sie nicht das finden, was sie suchen: So verlassen circa 40 Prozent den Webshop direkt wieder, wenn das Wunschprodukt nicht auf Anhieb entdeckt wird. Welche Dinge man beachten muss, um die Nutzer bei der Suche nach dem passenden Produkt zu unterstützen und damit einhergehend die Conversion-Rate zu steigern, erklärt Ve Interactive.

1. Suchfelder auf jeder Seite platzieren: Die optimale Platzierung von Suchfeldern erleichtert den Nutzern das Auffinden des Wunschproduktes und minimiert die Bounce Rate. Aus diesem Grund ist die Implementierung entsprechender Suchfelder auf allen Unterseiten, angefangen bei der Startseite, über die einzelnen Produktseiten bis zum Checkout-Bereich, wichtig. So wird dem User an jeder Stelle der Customer Journey gezielt Hilfe angeboten, was von ihm bestenfalls mit einem Kauf belohnt wird.

2. Intelligente Produktempfehlungen als „Kundenwunsch-Vorhersage“: Manchmal muss es einfach schnell gehen oder es fällt einem nicht ad hoc der richtige Suchbegriff ein. Um auch hier den Kunden in seinem Suchprozess zu unterstützen, ist die „intelligente Suche“ eine sinnvolle Lösung. Via Autocomplete werden Suchbegriffe bei der Eingabe vervollständigt und entsprechende Produkte angezeigt. Auch die Darstellung von Schlagwörtern in Form eines Drop-Down-Menüs erleichtert dem User das Auffinden des passenden Produktes.

3. Skinny Jeans oder Skiny Jaens?: Das sollte bei einem guten Webshop nicht die Frage sein. Denn mit Rechtschreibfehlern und Buchstabendrehern ist bei der Eingabe in Suchfeldern immer zu rechnen. Eine optimale Suchmaschine lässt verschiedene Schreibweisen zu und schlägt so passende Ergebnisse vor. Das allseits frustrierende „Keine passenden Suchergebnisse gefunden“ wird somit umgangen. Allerdings ist das Einpflegen unterschiedlicher Suchbegriffe ins System – egal ob falsch geschrieben oder umständlich ausgedrückt – ein andauernder Prozess, so dass es ratsam ist, vorangegangene Suchanfragen auszuwerten.

Gezielte Filtermöglichkeiten sollten vorhanden sein

4. Präzision durch Filter: Die meisten Kunden wissen genau, wonach sie suchen. Daher sollten gezielte Filtermöglichkeiten bereitgestellt werden, die ein schnelles Auffinden des entsprechenden Produktes ermöglichen. Besonders bei Webshops im Fashion-Bereich ist dies wichtig. Durch das Setzen von Häkchen bei Geschlecht, Produktkategorie, Farbe und Größe kann der User die Suchergebnisse bestmöglich eingrenzen.

5. Darstellung der Suchergebnisse optimieren: Damit Nutzer wirklich zum Kauf animiert werden, ist die Darstellung der Produkte enorm wichtig. In welcher Reihenfolge und nach welchem Prinzip sie aufgelistet werden, ist meist ausschlaggebend für die Entscheidung zum Kauf. Ganz allgemein sollte die (interne) Suchmaschine zwischen Relevanz, Bestsellern und Verfügbarkeit abwägen, um den Kundenwünschen und Händlerabsichten bestmöglich gerecht zu werden. Zusätzliche Kategorien wie „Empfehlungen“ oder „Beliebte Artikel“ verleiten besonders Gelegenheits-Shopper zum Kauf.

6. Den Kunden nicht aufgeben: Auch wenn ein User den Kauf aktiv mittels „Zurück“-Button, Eingabe einer neuen URL oder dem Schließen des Fensters abbrechen will, sollte er nicht gleich aufgegeben werden. An dieser Stelle können Nutzer mit Produktempfehlungen, die auf ihrer Sucheingabe basieren, zum Verbleiben im Webshop motiviert werden. Die entsprechenden Produktempfehlungen werden dem User dabei in Form eines Layers präsentiert und erzielen häufig die gewünschte Wirkung – der Kunde macht den finalen Klick und kauft. Auf diese Weise lässt sich die Abbruchrate reduzieren und der Umsatz effektiv steigern – Win-Win für Online-Händler und Käufer.

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Das steckt hinter Googles Phantom Update

20.05.2015, 14:40

Core-Algorithmus

Anfang Mai rollte Google sein Phantom Update aus. Eine transparente Darstellung der Änderungen am Core-Algorithmus gibt es nicht, Seiten gewinnen oder verlieren scheinbar wahllos an Sichtbarkeit.

Das steckt hinter Googles Phantom Update

(Quelle: Fotolia/atScene)

Während Google sein großes Mobile Update Ende April 2015 bereits Monate vorher groß ankündigte, hüllte sich der Internet-Riese bei seinen aktuellen Änderungen am Core-Algorithmus, dem Herzstück aller Ranking-Algorithmen, in Schweigen. Eine transparente Darstellung der veränderten Ranking-Faktoren gibt es nicht; wie und warum das „Phantom-Update“ ausgespielt wurde, ist unklar.
Dass es allerdings Änderungen am Core-Algorithmus gab, bestätigte Google auf der Fachkonferenz SMX Sydney 2015. „Wir haben einiges am Core Algorithmus verändert, Dinge die geheim sind und die wir nicht kommunizieren. Das hat aber nichts mit dem Mobile Update zu tun“, so Gary Illyes, Google Webmaster Trends Analyst.

Gewinner- und Verlierer-Domains
Der Einfluss des neuen Updates war jedoch für Webseitenbetreiber weltweit spürbar. Scheinbar wahllos verloren und gewannen große, mittlere und kleine Seiten an Sichtbarkeit. Allein in der Kalenderwoche des 04. Mai 2015 auf den 11. Mai 2015 haben laut Sistrix viele Domains zwischen 20 und 60 Prozent ihrer Sichtbarkeit verloren. Der Seo-Tool-Anbieter hat dazu eine Auswahl an vermutlichen Gewinner- und Verlierer-Domains erstellt.

Negativ betroffen sind demnach kleine und mittlere Seiten, Infoseiten und Ratgeber sowie redaktionell geführte Portale. Mehr als 30 Prozent im Sistrix Sichtbarkeitsindex haben etwa redaktionell geführte Portale wie etwa auto-motor-und-sport.de sowie Ratgeber-Seiten wie brillen-sehhilfen.de verloren. Das ist laut Sistrix nicht auf ein einzelnes Verzeichnis zurückzuführen. Das Google Core Update bewertet möglicherweise eine Domain als Ganzes neu.

Zu den Gewinner-Domains zählen Kategorie- und Beratungs-Verzeichnisse und große Marken: Der Onlineshop für Computerelektronik, computeruniverse.net, gewann zum Zeitpunkt des Google Phantom Updates etwa mehr als 25 Prozent im Sistrix Sichtbarkeitsindex. Da hier lediglich das Kaufberatungs- sowie die Kategorien-Verzeichnisse der einzelnen Produktgruppen gewonnen haben, scheint in diesem Falle eine gezielte Neubewertung stattgefunden zu haben, mutmaßt Sistrix. Auch Obi konnte deutlich profitieren und knapp 30 Prozent an Sichtbarkeit gewinnen. Bei einer Stichprobe haben zudem auffällig viele große (Marken)-Domains zum Zeitpunkt des Core-Algorithmus Update an Sichtbarkeit gewonnen, darunter focus.de, brigitte.de oder check24.de.

Unique Content wird honoriert
Auch das SEO-Team von eprofessional hat bei der täglichen Arbeit im Sistrix-SEO-Tool Webseiten festgestellt, die seit der letzten Datenerhebung teils beachtlich an Sichtbarkeit gewonnen oder stark verloren haben. Das sind vor allem um Blogs und Content-Portale. Einige Beispiele:


Gewinner und Verlierer

(Quelle: eprofessional)

Unter den beobachteten Webseiten sind sowohl klassische News-Magazine wie auch Blogs und Portale mit User-Generated-Content vorhanden. Eine pauschal Antwort, welche Art von Content nun besser oder schlechter funktioniert, gibt es nicht. Auffällig ist jedoch, dass vor allem professionelle und singuläre redaktionelle Inhalte am stärksten zugelegt haben.

„Die neuesten Entwicklungen legen nahe, dass Unique Content mit echtem Mehrwert für seine Leserschaft von Google honoriert wird – und das laut den vorliegenden Werten nicht zu knapp“, meint Patrick Lindner, redaktionelle Leitung bei eprofessional. „Die identifizierten Schwankungen lassen vermuten, dass Website-Betreiber Google nur noch mit eigenem Content überzeugen können, mit Content, der die Erwartungen der Suchmaschinennutzer in optimaler Form abfängt.“

Vor gut zwei Wochen hat Google sein neustes Mobile-Update ausgerollt. Ob die zehn beliebtesten Lebensmittelshops mit Ranking- und Traffic-Verlusten abgestraft wurden, zeigt eine Analyse.

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Modevorhersagen auf Basis von Google-Daten

27.04.2015, 12:11

Fashion Trends

Google wird Mode-Scout. Das Unternehmen will in Zukunft regelmäßig Modetrends veröffentlichen, denn aus den Suchanfragen in seiner Suchmaschine lässt sich das Modeinteresse der Internetuser ablesen.

Modevorhersagen auf Basis von Google-Daten

(Quelle: shutterstock.com/conrado)

Die Suchanfragen als Trendprognose – das klingt logisch und wird nun etwas, das Google für den Bereich Fashion zweimal jährlich zur Verfügung stellen will. Auf der Basis aller Suchanfragen im Bereich Mode stellt das Unternehmen Fashion Trends zusammen.

Dazu kategorisiert Google zunächst die Suchanfragen aus dem Bereich Mode. Dabei kann das Unternehmen bereits sortieren, welche Trends im Kommen sind, und welche sich bereits im Abklang befinden. Geografische Daten und das weitere Suchverhalten der Nutzer – zum Beispiel Wörter und Ausdrücke, die im Zusammenhang mit einer Modesuche auftreten – erlauben Google Rückschlüsse auf die heißesten Trends.

Die Trend Reports könnten zwar ein Indikator für das allgemeine Kundeninteresse werden, eine Schwäche dürfte jedoch sein, dass in den einbezogenen Suchdaten nicht berücksichtigt wird, ob einer Suchanfrage auch ein Kauf folgte, oder ob es sich beispielsweise um Definitionsanfragen handelte. Den ersten Fashion Trend Report für die USA stellt Google jetzt seinen Kunden kostenlos zur Verfügung.

Wenn es um Shopping geht, suchen immer mehr Nutzer mobil. Eine Studie ergab kürzlich, dass neun von zehn Google-Usern regelmäßig mit ihrem Smartphone nach lokalen Angeboten suchen.

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Yahoo und Microsoft kooperieren weiterhin

17.04.2015, 10:47

Microsoft und Yahoo hatten es bis zuletzt spannend gemacht: Wird die Suchpartnerschaft fortgesetzt oder nicht? Nun ist es offiziell: Ja, es geht weiter. Doch mit einigen deutlichen Änderungen.

Yahoo und Microsoft kooperieren weiterhin

(Quelle: Shutterstock.com/Ken Wolter)

Die Search-Allianz zwischen Microsoft und Yahoo besteht weiterhin. Die beiden Unternehmen haben sich auf neue Konditionen ihrer Kooperation in Sachen Suche und Suchmaschinenmarketing geeinigt. Dabei bleibt der Kern der Vereinbarung bestehen: Für die Desktop-Suche nutzt Yahoo auch künftig Bings Anzeigen, und Microsoft stellt die Technik für die Yahoo-Suche zur Verfügung. Doch ein paar Änderungen bringen durchaus auch signifikante Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

„In den vergangenen Monaten haben Satya (Microsoft-CEO, Anm. d. Red.) und ich eng bei der Etablierung einer überarbeiteten Search-Vereinbarung zusammengearbeitet, die uns erlaubt, das Nutzererlebnis aufzuwerten und den Bereich Search innovativ weiterzuentwickeln“, so Yahoo-CEO Marissa Mayer in der Pressemitteilung zur Search-Partnerschaft. „Die erneuerte Vereinbarung eröffnet uns interessante Weiterentwicklungsmöglichkeiten in unserer Partnerschaft.“

Die Änderungen am ursprünglich 2006 abgeschlossenen Deal geben Yahoo künftig mehr Flexibilität, denn der Konzern muss nicht mehr den gesamten Traffic von Bing übernehmen: Nach der neuen Vereinbarung muss Yahoo mindestens 51 Prozent von Bing beziehen. Das lässt 49 Prozent offen für die Monetarisierung über eigene Anzeigenprogramme – oder durch andere Search Provider wie Google.

Auch bei den Ad Sales gibt es Änderungen. In der Vergangenheit hatte Yahoo auch den Verkauf der Bing-Ads organisiert. Dieser wird in den kommenden Monaten an Microsoft zurückgegeben. Für beide Unternehmen dürften daher personelle Änderungen in den Sales-Abteilungen anstehen.

Der bisherige, 2010 geschlossene Search-Deal war im Februar 2015 ausgelaufen. Die beiden US-Konzerne hatten die Verhandlungszeit über eine Verlängerung der Partnerschaft anschließend auf 60 zusätzliche Tage ausgeweitet.

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