TV fürs iPad

06.08.2010, 15:18

Das iPad als TV-Gerät? Diesen Wunsch will der US-Fernsehsender Dish Network den Nutzern von Apples Tablet-PC erfüllen – allerdings nur, wenn sie zu seinen Abonnenten zählen.

Der Pay-TV-Sender will den Service im September anbieten, berichtet das Wall Street Journal. Abonnenten können bereits jetzt Apple-Geräte wie das iPhone als Fernbedienung für die Set-Top-Boxen benutzen, über die sie das TV-Programm empfangen. Möglich ist das über Apps – und in diese Anwendungen wird die Fernsehen-auf-dem-iPad-Funktion integriert. Die App nimmt übers Internet Kontakt mit der Set-top-Box im Zuhause des Users auf. BlackBerry- und Android-Apps sollen folgen.

Auf diesem Weg versucht Dish Network, auch jene Nutzer als Abonnenten zu gewinnen oder zu halten, die TV-Inhalte lieber mobil oder im Netz sehen wollen. Einen Schönheitsfehler hat das System jedoch: Wird Zuhause bereits ein bestimmtes Programm gesehen, kann der iPad-User kein anderes auswählen.

Um das konventionelle Fernsehprogramm mit digitalem Videocontent im Web zusammenzubringen, kooperiert Dish Network auch mit Google. Die Nutzer können über die Set-Top-Box ihres Fernsehgeräts auch auf Internetinhalte zugreifen.

In Deutschland planen ProSiebenSat.1 Media und RTL Deutschland eine zentrale Plattform für TV-Inhalte im Internet, die privaten und öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern in Deutschland und Österreich offen steht. Alle Inhalte werden für die Internetnutzer sieben Tage nach der Ausstrahlung im Fernsehen kostenlos als Stream abrufbar sein.

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sevenload kooperiert mit VideoWeb

28.06.2010, 11:55

Das Videoportal sevenload rückt seine Angebote auf den Fernsehbildschirm. Dazu arbeitet das Unternehmen ab sofort mit dem Anbieter VideoWeb zusammen, der ausgewählte Clips in sein TV-Portal integrieren wird.

VideoWeb bietet einen Satelliten-Reciever an, der neben klassischen TV-Programmen auch die Nutzung von Web-TV und verschiedenen Internet-Anwendungen am Fernsehbildschirm ermöglicht. Ein Update des VideoWeb-Portals soll nun den Kunden die Möglichkeit bieten, die Web-TV-, Video- und Social-Media-Angebote von sevenload auf ihren HD-Fernseher zu bringen.

“Das TV-Gerät ist durch seine neuen digitalen Fähigkeiten für uns absolut relevant geworden”, erklärt sevenload-Geschäftsführer Andreas Heyden. “Deshalb freuen wir uns, unsere Zuschauer nun auch auf einem weiteren Distributionsweg zu erreichen“, fährt er fort.

Laut einer Studie sieht bereits die Hälfte der jungen User im Alter von 20 bis 39 Jahren fern und suft parallel dazu im Internet.

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Neue Chancen für die Marketingkommunikation

22.06.2010, 11:57

Mehr als die Hälfte der jungen User im Alter von 20 bis 39 Jahren sieht fern und surft parallel dazu im Internet. Davon verwenden 24 Prozent einen mobilen Internetzugang.

Acht Prozent der befragten Internetnutzer zwischen 20 und 39 Jahren nutzen dazu ein iPhone. Weitere 16 Prozent gehen über ein anderes internetfähiges Smartphone ins Netz.

Bei der Parallelnutzung von TV und Internet seien vor allem die iPhone-User für im TV beworbene Verkaufsangebote empfänglich, zeigt die Studie „The Age Of On“ von Interone und Jelden Trend & Transformation Consulting. Von diesen Usern recherchierten 43 Prozent online Produkte; bei den Nicht-iPhone-Nutzern lag der Anteil nur bei 24 Prozent.

Vor allem Angebote, die nur für eine begrenzte Zeit wie die der aktuellen TV-Sendung oder den jeweiligen Abend gelten, oder Gutscheincodes animieren die User zum direkten Kauf. Vor allem die mobile Internetnutzung werde in den kommenden Monaten zunehmen.

So planen zwanzig Prozent der Nutzer im nächsten Halbjahr die Anschaffung eines iPhones beziehungsweise Smartphones mit Internetflatrate. Diese Entwicklung könnte auch die Relevanz von E-Mailmarketing steigern, da 40 Prozent der User sich durch E-Mails und Newsletter bei Kaufentscheidungen inspirieren lassen.

40 Prozent nutzen Facebook

Von den 20- bis 39-Jährigen nutzen rund 40 Prozent das soziale Netzwerk Facebook. Ein Viertel davon ist sogar täglich im Social Network aktiv. Unternehmen sollten daher nicht nur auf Facebook präsent sein, sondern sich dort aktiv beteiligen, lautet die Handlungsempfehlung von Interone. Ein anderes Bild liefern derzeit die Lokalisierungsdienste. So haben bisher gerade einmal zehn Prozent der Befragten von Foursquare gehört. Um von diesem Dienst künftig zu profitieren sollten Unternehmen jetzt dort mit den Early Adopters in Kontakt treten.

Ausstiegsmedium Print

Im Vergleich zu den Onlinemedien geht die Nutzung von Zeitungen und Zeitschriften zurück. So werden diese klassischen Medien vor allem dazu genutzt, um vom Medienalltag abzuschalten. Dennoch können redaktionelle Inhalte aber auch Werbeanzeigen in den Printmedien die User zum Kauf eines Produkts animieren. Dafür seien 30 Prozent der Befragten und sogar 38 Prozent der iPhone-User empfänglich.

Für die Studie wurden 1.000 Personen in Deutschland im Alter von 20 bis 39 Jahren online befragt. Die komplette Studie steht auf der Website von Interone zum Abruf bereit.

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Internet und TV verbinden sich immer stärker

09.06.2010, 11:38

Welchen Einfluss hat die zunehmende Verbindung von TV und Internet auf die Sportberichterstattung und die entsprechenden Formate? Diese Frage beschäftigte die Diskutanten der ersten Podiumssitzung am Mittwoch auf den Audiovisual Media Days 2010.

Der klassische Newsbeitrag in Textform habe online nicht die Zugkraft, sagt Sven Froberg von ran Sat.1. Dort ziehe vor allem die Live-Übertragung. Nur Bewegtbild allein reiche jedoch auch nicht. Es muss einfach relevanter Inhalt sein, der bereitgestellt wird. Bevor küntig 3D-Inhalte übertragen werden, sollte zunächst einmal die HD-Übertragung vernünftig realisiert werden. Für Fußball, Eishockey und Boxen seien aber auch 3D-Übertragungen schon möglich. Relevanter Content werde von den Internetnutzern gesucht und damit ziehe der natürlich auch, meint dagegen Zejlko Karajica von Sport 1.

Karl Wieseneder, Laola1, Sportsman Media Group glaubt, dass es auch im Rechtewesen Veränderungen geben werde. Zukünftig werde es nicht mehr möglich sein, einzelne Rechte für Mobile-TV, Fernsehen auf dem TV-Gerät oder IPTV zu verkaufen, da sich die User anders verhalten. Diese Verbindung von Internet und TV zeige sich auch immer mehr bei neuen Geräten.

Ohne Content ist keine Vermarktung möglich, sagt Karajica. Es werden aber auch neue Werbeformen Einzug halten. Komplett durchdeklinierte Werbepläne wird es künftig nicht mehr geben. Stattdessen werden immer mehr spezifisch abgestimmte Werbekampagnen aufkommen.

Auf Facebook sammele sich viel Unsinn, sind sich Froberg und Wieseneder einig. Für bestimmte Zwecke, insbesondere sehr eilige Sachen oder fürs Marketing sei es aber ein spannender Kanal.

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EIAA-Studien zur Onlinenutzung in Europa

08.06.2010, 10:50

Sehen mehr Deutschen Web-TV als der europäische Durchschnitt? Wie hoch ist der Anteil der Menschen, die nach Webrecherche eine andere Marke kaufen als ursprünglich beabsichtigt? Alison Fennah von der European Interactive Advertisting Association (EIAA) präsentierte auf den Audiovisual Media Days 2010 in München viele Zahlen.

43,8 Millionen Deutsche nutzen das Internet, 28,1 Millionen haben einen Breitbandzugang. Die Mehrfachnutzung von Medien nimmt europaweit zu: 44 Prozent sehen gleichzeitig fern, 33 Prozent hören Radio, während sie online sind. In Deutschland sehen nur 17 Prozent gleichzeitig fern, 20 Prozent hören Radio.

Deutsche User sind für ein Sechstel aller Onlineumsätze in Europa verantwortlich. Dabei ist das Internet in vielen Fällen ausschlaggebend für die Entscheidung, welche Marke gekauft wird. Bei Elektronik gaben 64 Prozent der Deutschen (58 Prozent europaweit) an, sich nach Onlinerecherche für den Kauf einer anderen Marke als ursprünglich geplant entschieden zu haben.

Ein Drittel der Internetnutzer in Europa (32 Prozent) sehen online fern, elf Prozent nutzen On-demand-TV. In Deutschland konsumieren 24 Prozent Web-TV, der Anteil der On-demand-TV-Nutzer liegt bei neun Prozent.

Von den Besitzern eines Internet fähigen Handys sehen europaweit nur 16 Prozent Filme auf dem Smartphone, in Deutschland sind es nur 13 Prozent.

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Google bringt das Internet ins TV

21.05.2010, 10:01

Auf seiner Entwicklerkonferenz Google I/O hat der Internetkonzern sein lang erwartetes Projekt Google TV offiziell vorgestellt. Die offene Plattform soll TV-Programme und Internetinhalte zusammen auf den Fernseher bringen.

Für das Projekt, dass bereits seit März in den USA getestet wird, konnte Google neben Intel, Adobe und Logitech auch den Elektronikkonzern Sony gewinnen. Zusammen entwickeln die vier Partner Set-Top-Boxen auf denen eine Google-Software laufen wird, die konventionelle TV-Programme und Webdienste auf Fernsehgeräte bringt. Eine gemeinsame Suchfunktion für TV- und Internetinhalte hat Google bereits mit dem TV-Provider Dish Network erprobt.

Als Betriebssystem komme Android zum Einsatz; die Webinhalte werden im Chrome-Browser dargestellt. Mit dieser Kombination sollen sich auch Apps aus dem Android-Market installieren lassen. Anders als bei Apple ist durch die Zusammenarbeit mit Adobe auch das Abrufen von Flash-Elementen möglich.

Neben den Set-Top-Boxen sollen künftig auch TV-Geräte erscheinen. Beide Geräteklassen werden vorerst aber nur auf dem US-Markt erhältlich sein. Sowohl an die Boxen als auch an die Fernseher sollen sich Peripheriegeräte wie Tastaturen oder auch Android-Handys per WLAN anschließen lassen.

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Google stellt TV-Software im Mai vor

03.05.2010, 12:11

Mitte Mai will der Internetkonzern Google auf seiner Webentwickler-Konferenz I/O eine eigene Software für Set-Top-Boxen, Fernsehgeräte und andere Geräte vorstellen. Damit sollen originäre Webinhalte auch auf TV-Geräte gebracht werden können.

Die Software soll auf Googles eigenen Betriebssystem Android aufsetzen und soll auf offenen Geräten als alternatives Betriebssystem installiert werden. Diese Software könnte die Basis für verschiedenen Apps darstellen, die sich dann analog zu mobilen Geräten auf dem Fernseher nutzen lassen. Dafür spricht auch, dass Google die Softwareplattform bereits in einem frühen Entwicklungsstadium seiner Entwicklergemeinde vorstellt. Diese könnten somit beginnen, TV-Apps zu entwickeln.

Angesichts von immer mehr Unterhaltungselektronik mit Internetanschluss, könnte sich das auf mobilen Geräten erfolgreiche App-Modell auch in absehbarer Zeit auf anderen Geräte wie dem Fernseher durchsetzen. Bereits im März hat Google bekannt gegeben, dass das Unternehmen zusammen mit dem Satelliten-TV-Anbieter Dish Network eine Suchfunktion für TV- und Internetinhalte teste.

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Google testet TV-Suche

09.03.2010, 14:01

Um das konventionelle Fernsehprogramm mit digitalem Videocontent im Web zusammenzubringen, kooperiert Google mit dem US-amerikanischen Satelliten-TV-Provider Dish Network. Damit können die Nutzer über die Set-Top-Box ihres Fernsehgeräts auch auf Internetinhalte zugreifen.

Der Zuschauer kann über eine an den Fernseher angeschlossene Tastatur seine Suchanfragen eingeben oder durch das Angebot im Fernsehprogramm und auf Videoportalen blättern. Google hatte den Test mit einigen wenigen Mitarbeitern bereits im letzten Jahr gestartet, berichtet das Wall Street Journal.

Bemühungen, das Internet mit dem Fernsehen stärker zusammenzubringen, gab es schon einige. Zumeist scheiterten sie daran, dass zusätzliche Hardware nötig wurde. Dieses Problem konnte Google mit der Partnerschaft umgehen, da die für die Websuche erforderliche Google-Software in die Set-Top-Box integriert wurde.

Sollte der Test erfolgreich verlaufen und sich dieses Modell durchsetzen, wäre das auch ein wichtiger Schritt für die Werbeindustrie. Schließlich könnten Konsument dadurch zielgenau mit Werbung versorgt werden, für die sie empfänglich sind.

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