Twitter bringt Gruppen-Chat und mobile Videos

29.01.2015, 12:30

Neue Features

Wer Twitter nicht nur als kommunikative Einbahnstraße nutzt, sondern auch mit Freunden und Familie privat kommuniziert, kann sich freuen: Das Netzwerk eröffnet den Gruppen-Chat hinter den Kulissen.

Twitter bringt Gruppen-Chat und mobile Videos

(Quelle: Shutterstock.com/Bloomua)

Direktnachrichten gibt es bei Twitter schon lange. Doch bisher waren diese auf die Kommunikation zwischen zwei Personen beschränkt.

Nun führt Twitter die Möglichkeit ein, gleich mit mehreren Personen in den privaten Gruppenaustausch zu treten.

Dabei müssen die Chat-Teilnehmer sich nicht einmal gegenseitig abonniert haben – die Direktnachrichten funktionieren auch ohne Abo. Wer zum Chat eingeladen ist, erhält eine Benachrichtigung.

Diese neuen Direct Messages sind bereits freigegeben, so Twitter im Firmenblog.

Und in Sachen Direktnachrichten dreht Twitter derzeit auf: Erst kürzlich aktualisierte der Kurznachrichtendienst das Feature mit der Möglichkeit, Links zu verschicken. Ein Angriff auf die Messaging-Angebote von Facebook oder WhatsApp?

Gleichzeitig macht Twitter seine mobilen Nutzer zu Regisseuren: Die Android- und iOS-App des Netzwerkes erhielt ein Update, das nicht nur das direkte Filmen von Video ermöglicht, sondern den Nutzern außerdem erlaubt, ihre Clips nachzubearbeiten.


Der Schneideraum im Handy - für Twitter-Videos

(Quelle: Twitter.com)

Die Videos dürfen bis zu 30 Sekunden lang sein. Sie erscheinen in der User-Timeline und lassen sich durch Antippen abspielen.

Ein Schuss gegen Twitters eigenen Kurz-Clip-Dienst Vine dürfte das jedoch wohl kaum sein: Die Vine-Clips sind maximal sechs Sekunden lang.

Mit dem neuen Video-Feature will Twitter dagegen gerade den Nutzern, die aktuelle Ereignisse weiterleiten und mit Bildern illustrieren wollen, mehr Kontext bieten.

Vergangene Woche hatte Twitter die Funktion eingeführt, fremdsprachliche Tweets übersetzen zu lassen.

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Twitter baut Dolmetscher ein

23.01.2015, 11:06

Tweet-Übersetzer

Sprachbarrieren auf Twitter sind nun passé: Der Kurznachrichtendienst integriert die Funktion, fremdsprachliche Tweets übersetzen zu lassen. Möglich macht es eine Kooperation mit Microsoft.

Twitter baut Dolmetscher ein

(Quelle: Fotolia.com/cirquedesprit)

Was lange als Experiment hinter den Kulissen lief, wird nun für alle Twitter-Nutzer freigegeben: Tweets, die in einer fremden Sprache abgesetzt wurden, lassen sich in die Muttersprache der jeweiligen User übersetzen. Die Technik liefert der Bing Translator von Microsoft.

Beiträge auf dem Kurzmitteilungsnetzwerk, die nicht in der Muttersprache des Nutzers erscheinen, werden mit einem kleinen Globus in der oberen rechten Ecke des Tweets markiert.

Ein Klick aktiviert den Übersetzungsservice, der in mehr als 40 Sprachkombinationen angeboten wird. Da die Maschine jedoch nicht immer akkurat übersetzen kann, bleibt der Originaltext weiterhin sichtbar.

Das neue Feature ist bereits für die Desktop- und die mobilen iOS- und Android-Versionen freigegeben. Auf seiner Social-Media-Konsole Tweetdeck hatte Twitter bereits zu Anfang des Monats die Übersetzungsoption eingeführt. Der Kurznachrichtendienst hatte schon im Sommer 2014 mit dem Anzeigen von Übersetzungen experimentiert.

Twitter will Indien mobil erobern

20.01.2015, 10:46

ZipDial gekauft

Twitter übernimmt die Mobile-Plattform ZipDial. Das indische Technologie-Unternehmen soll auch Nutzern in Gebieten mit schwachen Funkverbindungen ermöglicht, den Kurznachrichtendienst zu nutzen.

Twitter will Indien mobil erobern

(Quelle: Shutterstock.com/360b)

Twitter will weiter wachsen – und sucht sich als Zielgruppe jene Menschen aus, die aufgrund schlechter Mobilfunkverbindungen keinen Kontakt mit dem Kurznachrichtendienst hatten. Vor diesem Hintergrund ist die Akquisition der mobilen Plattform ZipDial zu verstehen. Denn das Start-up aus dem indischen Bangalore hat eine mobile Plattform entwickelt, die Telefonieren, SMS, mobiles Surfen und App-Nutzung kombiniert und somit den Nutzern Zugang zu Twitter gibt.

In Indien nutzen beispielsweise Politiker, Sportler oder prominente Künstler die ZipDial-Plattform, um über SMS und Voice-Messages mit der Öffentlichkeit mobil in Kontakt zu treten. Dies funktioniert so, dass der Nutzer einen unbeantworteten (und daher kostenlosen) Anruf tätigt und anschließend unter dieser Nummer die von den Prominenten abgesetzten Inhalte in Form von SMS, App-Benachrichtigungen oder Sprachnachrichten erhält.

Im Zug der Übernahmen etabliert Twitter nun einen eigenen Standort für Software-Entwicklung in Bangalore. Über den Kaufpreis wurde bisher noch nichts bekannt. “Indem wir uns mit ZipDial verbinden, können wir mehr Menschen auf der Welt dabei helfen, interessante und relevante Twitter-Inhalte auf ihren mobilen Geräten zu empfangen”, so Christian Oestlien, Vice President Product, im Twitter-Blog.

Mit Firmenübernahmen ist Twitter bisher eher sparsam umgegangen. Im vergangenen Jahr legte sich der Kurznachrichtendienst unter anderem das Start-up Madbits zu.

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20 Themen des Internetjahrs 2014

12.01.2015, 13:22

Syzygy-Rätsel

Mit einem Jahresrückblick in Form eines Bilderrätsels bilanziert die Agentur Syzygy die vergangenen zwölf Monate – und startet ein Gewinnspiel auf Twitter. Im Fokus der fünften Auflage: Digital Self.

Welche 20 Themen sind gemeint?

(Quelle: Syzygy.de)

Zum fünften Mal in Folge startet der Kreativ- und Mediadienstleister Syzygy aus Bad Homburg am heutigen Montag die Aktion “20Things that happened on the Internet”.

Dafür hat der Künstler Andrew Rae 20 besonders prägnante Ereignisse, die mit dem Web in Zusammenhang stehen, in einem Bilderrätsel verarbeitet.

Die Herausforderung für Teilnehmer der Social-Media-Aktion besteht nun darin herauszufinden, um welche 20 Dinge es sich handelt. Im vergangenen Jahr habe die Aktion allein in den ersten 24 Stunden mehr als 30 Millionen Social Media Impressions verzeichnet.

Das können zum Beispiel besonders kreative Digitalkampagnen sein, Datenskandale, millionenschwere Deals oder außergewöhnliche Viral-Spots. In diesem Jahr dreht sich dabei alles um das Phänomen “Digital Self”, also die Selbstdarstellung im digitalen Zeitalter.

Die Teilnahme ist überall dort möglich, wo die Aktion im Netz geteilt wird. Auf Twitter (@syzygyUK) haben Nutzer die Möglichkeit, ein vom Künstler handsigniertes Poster des Motivs zu gewinnen.

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Twitter-Werbung auf externen Seiten

12.01.2015, 10:03

Neues Anzeigenmodell

Das Kurznachrichten-Netzwerk plant, Anzeigen in Feeds auf externen Webseiten auszuliefern – und damit Umsatz mit jenen Millionen von Nutzern zu machen, die nicht auf Twitter selbst mitlesen.

Twitter-Werbung auf externen Seiten

(Quelle: Shutterstock.com/Bloomua)

Um Twitter-Nachrichten zu lesen, muss man weder bei dem Netzwerk angemeldet sein, noch dessen Seite öffnen: Schließlich integrieren zahlreiche Webseiten und Apps die Tweets in ihr Angebot.

Diese Menschen, die Twitter extern nutzen, bekommen bislang keine Werbung angezeigt. Das will das Unternehmen jetzt ändern.

Das Netzwerk hat im Rahmen der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas Pläne vorgestellt, Anzeigen zu verkaufen, die in den Nachrichten-Feeds auf Apps und Webseiten externer Publisher erscheinen. Das berichtet das Wall Street Journal. Die Umsätze teilt das Netzwerk mit dem Betreiber der Webseite. Welche Publisher mit von der Partie sind, ist bisher unklar.

Gleichzeitig hat Twitter konkretisiert, was es mit seinem neuen Videoplayer vorhat, der es den Mitgliedern ermöglicht, Filme direkt auf Twitter hochzuladen – eine ähnliche Funktion bietet Facebook längst. Innerhalb der nächsten Monate will das Netzwerk verstärkt Auto-Play-Videos in seinem Feed zeigen.

Dabei laufen die Clips sechs Sekunden automatisch und müssen dann von den Nutzern angeklickt werden, um in voller Länge abgespielt zu werden. Darüber hinaus sollen Miniatur-Vorschauen weiterer Filme eingeblendet werden, um die Nutzer auf weiteren Videokonsum Appetit zu machen.

Zum Jahreswechsel hatte Twitter ein neues Feature eingeführt, das den Nutzern nach ihrer Abwesenheit besonders beliebte Tweets anzeigt.

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Twitter zeigt Highlights an

05.01.2015, 9:25

"Während du weg warst"

Wer offline ist, verpasst etwas – manchmal jedenfalls. Twitter zeigt deshalb seinen Nutzern besonders beliebte Kurznachrichten an, die während ihrer Abwesenheit veröffentlich wurden.

Twitter zeigt Highlights an

(Quelle: Shutterstick.com/360b)

Bisher war Twitter eine Momentaufnahme: Die Mitglieder des Kurznachrichtendienstes konnten in ihrer Timeline sehen, was ihre Kontakte in diesem Moment veröffentlichten. Jetzt geht das Unternehmen einen Schritt in Richtung Konkurrent Facebook und zeigt den Nutzern unter der Überschrift “While you were away” auch ältere Tweets an, wenn diese besonders populär waren und seit dem letzten Einloggen abgesetzt wurden.

Twitter hatte diese Funktion bereits im November angekündigt, Techcrunch zufolge wurde sie zum Jahreswechsel für viele Mitglieder freigeschaltet. Eine offizielle Bestätigung von Twitter steht noch aus.

Auch für Unternehmen, die Twitter gewerblich nutzen, gab es kürzlich Neuigkeiten: Twitter hat das Feature “Tailored Audiences” vorgestellt. Werbekunden können nun gezielt Anzeigen basierend auf Informationen über die Anwendungen, die die Nutzer installiert haben, ausliefern lassen.

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Zwei neue Targeting-Optionen für Twitter

17.12.2014, 12:56

Mobile Marketing

Twitter bringt weitere Targeting-Optionen ins Spiel. Mobile Werbekunden können ihre Ads nach Gerätetyp und Mobilfunkanbieter noch zielgenauer ausliefern lassen.

Zwei neue Targeting-Optionen für Twitter

(Quelle: Fotolia.com/ iQoncep)

Neue Targeting-Optionen bei Twitter: Zu den bisherigen Einstellungsmöglichkeiten kommen jetzt zwei weitere Optionen hinzu. Die neuen Features erlauben Werbungtreibenden das Targeting auf Basis von Mobilfunkanbietern und auf Basis von neuen Smartphones, so Twitter im Firmenblog.

Mobilfunkanbieter können beispielsweise über das neue Targeting ausschließen, dass Werbekampagnen zum Kundenneugewinn an solche Twitter-Nutzer ausgeliefert werden, die bereits Kunden sind – oder umgekehrt. Die Ansprache von Usern mit neuen Smartphones dagegen dient vor allem dazu, App-Install-Ads zu verbreiten: Wer ein neues Mobilgerät besitzt, dürfte daran interessiert sein, Applikationen für sein Smartphone herunterzuladen.

Beide Targeting-Optionen sind ab sofort in 35 Ländern verfügbar. Vergangene Woche hatte Twitter erst das Targeting-Feature “Tailored Audiences” vorgestellt. Aufschlüsse über die Nutzerinteressen erhält der Kurznachrichtendienst auch über das Tracking der Anwendungen, die User auf ihren Geräten gespeichert haben.

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Twitter experimentiert mit Analytics im Tweet

28.11.2014, 10:29

Nutzer-Engagement messen

Das könnte Marken und Werbungtreibende interessieren: Twitter testet ein neues Feature, mit dem Kurzstatistiken zum User-Engagement direkt in Tweets eingebunden werden können.

Twitter experimentiert mit Analytics im Tweet

(Quelle: Shutterstock.com/Denys Prykhodov)

Wie wirksam sind Tweets eigentlich? Und wie viele Nutzer lesen die Tweets? Diese Fragen sind vor allem für Werbekunden interessant. Ein von aufmerksamen Beobachtern entdecktes Experiment deutet darauf hin, dass der Kurznachrichtendienst Twitter über Statistiken Einblick in die Reichweite von Tweets geben will: In den Tweets selbst könnte in Zukunft ein Link eingebettet sein, der zu Analytics-Details führt, so Techcrunch.

Bei einer kleinen Gruppe von Testnutzern erscheint derzeit unterhalb der Tweets ein solcher Link. Unter den Analytics-Details verzeichnet Twitter die Gesamtzahl der Impressions und des Engagements der User. Dabei handelt es sich um Interaktionen in Form von Klicks auf im Tweet enthaltene Links. Darüber kann außerdem eine Engagement-Rate ermittelt werden.

Der Schnellzugriff auf die Tweet-Statistiken dürfte nicht nur für aktive Twitter-Nutzer interessant sein, sondern vor allem kommerzielle User des Dienstes ansprechen, die einen kurzen Überblick über die Wirksamkeit ihrer Tweets haben möchten. Alle Nutzer haben allerdings schon seit August 2014 auch Zugang zu einer Analytics-Seite von Twitter, auf der die Aktivitäten ausführlich analysiert werden.

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Twitter erfasst installierte Apps

27.11.2014, 13:06

Tracking

Twitter ermittelt, welche Anwendungen Mitglieder auf ihrem Mobilgerät installiert haben. Mit den Rückschlüssen aus den Daten will das Netzwerk sein Targeting verbessern – und mehr Anzeigen verkaufen.

Twitter erfasst installierte Apps

(Quelle: Shutterstock.com/natrot)

Die installierten Apps auf einem Smartphone geben einen Einblick in die Interessen des Besitzers. Diese sind auch für Twitter spannend, denn das soziale Netzwerk ist bestrebt, sein Targeting zu verbessern und neue Anzeigenkunden zu gewinnen.

“Um euch ein persönlicheres Twitter-Erlebnis zu bieten, sammeln und aktualisieren wir die Liste der Apps, die auf eurem mobilen Gerät installiert sind”, so Twitter im Help Center. Für die Nutzer soll das sogenannte “App Diagramm” den Vorteil bringen, mehr persönlich zugeschnittene Inhalte im individuellen Nachrichten-Feed zu sehen. Mitglieder, die Twitter keinen Zugang zu ihren Apps geben wollen, müssen in den Einstellungen ihre Erlaubnis manuell entziehen.

Bisher basiert Twitter sein Targeting auf die von den Nutzern angegebenen Interessen, die Inhalte ihrer Tweets und ihre Interaktionen im Netzwerk. Die installierten Anwendungen geben weiteren Aufschluss über die Interessen.

Im Mai 2014 hatte Twitter seine Targeting-Optionen mit der Nutzersprache ergänzt. Darüber hinaus kann bei Twitter die Zielgruppe auch nach den E-Mail-Adressen der Nutzer ausgewählt werden.

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Rabatt über Twitter und Kreditkarte

26.11.2014, 12:24

Sonderaktionen per Tweet

Twitter digitalisiert Rabattgutscheine. Über seinen neuen Discount-Dienst Offers können Händler Sonderaktionen per Tweet verbreiten. Abgerechnet wird über Kreditkarte.

Rabatte im Netzwerk abgreifen

(Quelle: Twitter.com)

So kann man auch die Nutzer im Netzwerk halten: Twitter stellt einen neuen Dienst vor, bei dem Sonderaktionen von Unternehmen direkt im Nachrichten-Feed der Nutzer auftauchen. Die Werbetreibenden betten ihre Rabatt-Angebote in einen gesponserten Tweet ein, die Nutzer können dann die Aktion zu ihrer Kredit- oder Bankkarte hinzufügen und bekommen nach dem nächsten Kauf mit derselben Karte den Discount gutgeschrieben.


So funktionieren Twitter Offers

(Quelle: Twitter.com)

Die Werbeform eignet sich vor allem für lokale, stationäre Geschäfte an, die auf Laufkundschaft angewiesen sind: Über die auf Twitter ausgegebenen Rabatte werden die Nutzer in die Shops geleitet. Die Zielgruppe wird über Targeting eingeschränkt und die Abrechnung via Karte erfordert keine Veränderung im Kassensystem.

Das neue Feature steht zunächst nur in den USA zur Verfügung, so das Unternehmen im Firmenblog. Twitter testet den Einsatz während der jetzt laufenden Weihnachtssaison. Im September 2014 hatte Twitter den ersten Schritt in Richtung Einkaufserlebnis im Netzwerk gemacht und mit dem Test für einen Kauf-Button begonnen.

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