Twitter soll grundlegende Algorithmus-Änderung planen

08.02.2016, 12:37

Microblogging-Dienst

Aufschrei der Twitter-User: Nachdem am Wochenende spekuliert wurde, dass Twitter seinen Algorithmus ändern will, hagelte es Proteste der Nutzer. Jack Dorsey musste beruhigen.

Twitter soll grundlegende Algorithmus-Änderung planen

(Quelle: Shutterstock.com/Iculig)

Twitter soll nach Informationen des Techblog BuzzFeed planen seinen Algorithmus umzustellen. Statt streng chronologisch die Tweets in den Nutzer-Timelines zu ordnen, soll das Unternehmen bereits ab nächster Woche einen neuen Algorithmus einführen wollen. Dieser entscheidet dann, welche Tweets für die Nutzer am interessantesten sind – ähnlich wie auch bei Facebook die Nachrichtenanzeige geordnet ist.

Im Netzwerk selbst ließ die Reaktion auf eine solche Änderung nicht lange auf sich warten. Unter dem Hashtag #RIPTwitter äußerten die Nutzer ihren Unmut gegen eine Algorithmus-Änderung. Sie wollen selbst über den Inhalt der Timeline entscheiden und nicht dem Algorithmus die Anordnung der Tweets überlassen.

„Wir hören euch zu“

Schließlich musste Twitter-CEO Jack Dorsey selbst einschreiten. Er beteuerte am Samstag, „Ich möchte euch versichern, wir hören euch zu. Wir haben niemals vorgehabt, die Timelines nächste Woche neu zu ordnen“.

Das Zauberwort in Dorseys Tweet zur Schadenbegrenzung dürfte jedoch der Ausdruck „nächste Woche“ sein: Nach Informationen von Brancheninsidern hat das Unternehmen die algorithmisch geordnete Timeline bereits mit einer kleinen Nutzergruppe getestet und für gut befunden. Eine Einführung der Änderungen ist also zu einem späteren Zeitpunkt immer noch denkbar.

Nutzer kritisieren bereits seit Monaten, dass Twitter offenbar an den Alleinstellungsmerkmalen des Kurznachrichtendienstes bastelt. Seit Übernahme des CEO-Postens durch Gründer Jack Dorsey ist auch die Erweiterung des 140-Zeichen-Limits im Gespräch.

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Twitter zeigt Promoted Tweets auch nicht-eingeloggten Usern

11.12.2015, 12:39

Erweiterte Zielgruppe

Auch mit nicht-eingeloggten Nutzern lässt sich Geld machen: Twitter erweitert die Zielgruppe seiner Promoted Tweets. In einem Test werden jetzt Ads auch an Nutzer ausgeliefert, die sich nicht eingeloggt haben.

Twitter zeigt Promoted Tweets auch nicht-eingeloggten Usern

(Quelle: Shutterstock.com/PiXXart)

Zu den Besuchern von Twitter gehören nicht nur die 320 Millionen monatlich aktiven, registrierten Nutzer, sondern auch Hunderte von Millionen, die das Netzwerk ansteuern, ohne eingeloggt zu sein. Diesen will Twitter jetzt ebenfalls Werbeanzeigen einblenden und damit ihren Besuch monetarisieren.

Ab sofort testet Twitter das Einblenden von Anzeigen an nicht-eingeloggte Nutzer in einem privaten Beta-Test. Die Promoted Tweets werden ausschließlich auf der Desktop-Version von Twitter ausgeliefert, so Deepak Rao, Product Manager Revenue, im Twitter-Blog. Sie erscheinen dabei in auf den Profilseiten eines Nutzers und auf den so genannten Tweet Detail Pages, die bei Anklicken eines Tweets aufgehen.

Der Test ist zunächst nur auf Großbritannien, Japan, Australien und die USA beschränkt.

Im dritten Quartal 2015 hatte Twitter 320 Millionen Nutzer. Über das schleppende Wachstum seiner Nutzerzahl hatte Twitter sich bereits im Juli 2015 enttäuscht gezeigt.

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Update für den Twitter-Feed: Mehr Rich Media

08.12.2015, 11:22

Neuer Look

Größere Fotos, schöneres Layout – so lässt sich das aktuelle Update des Twitter-Feeds zusammenfassen. Twitter will damit weg vom reinen Text und mehr „Rich Media“ ins Netzwerk bringen.

Update für den Twitter-Feed: Mehr Rich Media

(Quelle: shutterstock.com/Bloomua)

Nutzer haben es sich schon lange gewünscht: Twitter gibt endlich die automatisch zugeschnittene Ansicht von Fotos im Nachrichten-Feed auf und zeigt Bilder in ihrem Originalformat. Damit bewegt sich das Kurzmitteilungsnetzwerk weg von seinem text-betonten Ansatz und gibt sich einen medien-freundlicheren Look.


Vorher abgeschnittene Bildteile - nachher in voller Schönheit: Neue Fotoansicht bei Twitter

(Quelle: Twitter.com)

„Ab sofort machen wir eure Twitter.com-Zeitleiste lebensechter, indem wir Fotos ungeschnitten anzeigen“, so Twitter-Product Manager Akarshan Kumar im Twitter-Unternehmensblog. „So könnt ihr Fotos in der Form erleben und so präsentieren, wie sie eigentlich gedacht sind.“

Bisher waren an Tweets gehängte Fotos automatisch zugeschnitten worden, um den Gesamt-Look des Nachrichten-Feeds einheitlich zu gestalten. Das Gesamtfoto entfaltete sich erst nach Klick. Auch die Anzeige von mehreren Fotos gleichzeitig in einem Tweet wurde aufgewertet: Statt vier gleich großen Fotos gibt es eine Collagenansicht mit einem hervorgehobenen Hauptfoto.
Mit dem visuelleren Ansatz will Twitter seine Nutzer zum längeren Verweilen im Netzwerk anhalten. Im Oktober 2015 hatte Twitter bereits mit „Moments“ mehr Design und Farbe ins Netzwerk gebracht.

Instagram: Kuratierte Streams und mehr Bilder für Carousel Ads

02.11.2015, 12:08

Update beim Bildernetzwerk

Instagram scheint sich zunehmend auch an Twitter und Snapchat zu orientieren und bringt mit seinem neuen Update kuratierte Inhalte. Zudem können Advertiser bei Carousel Ads nun bis zu fünf Bilder einsetzen.

Instagram: Kuratierte Streams und mehr Bilder für Carousel Ads

(Quelle: Recode/Screenshot)

User, die an diesem Wochenende in den USA die Instagram-App öffneten, fanden am Anfang ihres Streams den Anzeigenreiter „Watch Halloween’s Best Videos“. Hinter dieser Anzeige sahen die Nutzer zahlreiche Video-Inhalte zum Thema Halloween, berichtet recode.net.

Den neuen kuratierten Feed stellten Instagram-Mitarbeiter zusammen. Der Clou: Die Videos stehen dabei für sich alleine und sind nicht von dem gewöhnlichen Instagram-Rand, der Bildunterschrift und der Like-Anzahl umgeben. Ziel soll es sein, einige der populären Themen auf Instagram unter einem bestimmten Event zu sammeln, damit User diesen Content leichter finden.

Vorreiter sind Snapchat und Twitter

Neu ist die Idee nicht: Der Messenger-Dienst Snapchat setzt bereits mit seinem „Live Stories Feature“ auf kuratierte Inhalte. Das ist eine zusammengestellte Kollektion von bestimmten Snapchat-Inhalten etwa von Live-Konzerten oder Sportveranstaltungen.

Auch der Microblogging-Dienst Twitter launchte bereits Anfang Oktober „Twitter Moments“. Unter einem eigenen Tabellenreiter angesiedelt, zeigt das Unternehmen seither eine kuratierte Best of-Zusammenstellung der wichtigsten Nachrichten des Tages.

Ebenfalls neu auf Instagram ist die Möglichkeit für Werbungtreibende, bei Carousel Ads bis zu fünf Bilder einzusetzen. Seit dem Launch im Juni 2015 nutzen Advertiser diese Werbeform laut Instagram vor allem, um die Markenbekanntheit zu steigern. Zusätzliche Fotos in einem Karussell unterzubringen, biete Werbungtreibenden noch mehr Flexibilität bei der Entwicklung von kreativen Anzeigen, so Instagram.

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Twitter Moments sind da

07.10.2015, 14:47

Kuratierte Best of-News

Was Wichtiges verpasst? Mit seinem neuen Produkt Moments will Twitter Ordnung im Nachrichtenüberfluss schaffen. Darüber dürften sich vor allem Gelegenheitsnutzer freuen.

So kommen Nachrichten als Moments auf den Bildschirm

So kommen Nachrichten als Moments auf den Bildschirm
(Quelle: Twitter.com)

Eigentlich hat Twitter mit Trends schon einen Art aktuellen Nachrichtenticker, der die gegenwärtigen Top-Themen anzeigt. Doch jetzt soll es besonders Nutzern, die mit Twitter weniger vertraut sind, leichter gemacht werden, die Top-Nachrichten im Kurzmitteilungsnetzwerk zu finden. Das Unternehmen hat dafür sein neues Produkt „Twitter Moments“ vorgestellt.

Unter einem eigenen Tabellenreiter angesiedelt, zeigt Twitter nun eine kuratierte Best of-Zusammenstellung der wichtigsten Nachrichten des Tages. Dabei gibt es reine Text-Tweets, aber auch Fotos und Videoinhalte. Der Tab erscheint sowohl in den mobilen Apps von Twitter als auch in der Desktop-Version – zunächst jedoch nur bei US-amerikanischen Nutzern.

„Moments hilft euch dabei, das Beste auf Twitter mit nur einem Klick auf eine Miniaturansicht zu finden – ganz egal, mit wem ihr auf Twitter verbunden seid“, erklärt Moments-Produktmanager Madhu Muthukumar die Neuerung im Twitter-Firmenblog. Die Moments sind aktuelle Themen, die ständig aktualisiert werden.

Nutzern wird dabei zunächst eine Einleitung mit Titel und Beschreibung angezeigt. Per Wischgeste nach links geht es direkt in die Stories, die mit Fotos in Vollbildanzeige und automatisch aktivierten Videos, Vines und Gifs garniert sind. Ein einzelner Tipp auf einen Tweet innerhalb von Moments vergrößert die Ansicht und gibt Gelegenheit, den Beitrag als „Favorit“ zu markieren oder weiterzuleiten.

Mit Moments will Twitter zum Nachrichtenmagazin werden – denn die Top-News sind nicht von einem Algorithmus bestimmt, sondern werden von Redakteuren zusammengestellt, die sich von Partnern wie der New York Times, Washington Post, Vogue, Getty Images, Entertainment Weekly, selbst der NASA unterstützen lassen. Die Zielgruppe für die „Presseschau“ dürften vor allem solche Nutzer sein, die bisher mit Twitter wenig anfangen konnten – denn sie erhalten über Moments die aktuellen Nachrichten gebündelt und präsentiert, ohne einer einzelnen Person im Netzwerk folgen zu müssen.

Kurz vor seinem Abgang als CEO hatte Dick Costolo übrigens Moments noch unter seinem Arbeitstitel „Project Lightning“ angekündigt. Gestern hatte Twitter bereits mit der offiziellen Ankündigung von Jack Dorseys Übernahme des CEO-Postens Aufsehen erregt.

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Jack Dorsey ist Twitter-CEO

06.10.2015, 12:08

Nun ist es offiziell

Die Spekulationen haben ein Ende: Jack Dorsey ist als oberster Chef von Twitter nun offiziell bestätigt. Der Firmengründer tweetete gestern seine Amtsübernahme.

Jack Dorsey ist Twitter-CEO

(Quelle: Twitter.com)

Seit Monaten leitet der Twitter-Gründer Jack Dorsey das Unternehmen als Interimschef. Er ersetzte zunächst übergangsweise den im May 2015 ausgeschiedenen Vorgänger Dick Costolo. Nun ist Dorsey als Twitter-Chef offiziell bestätigt.

Der Twitter-Vorstand formalisierte die Führungsrolle Dorseys bereits am vergangenen Mittwoch – denn auf den 30. September 2015 ist die offizielle Meldung an die US-Börsenaufsicht datiert, in der der Wechsel an der Führungsspitze von Twitter bekannt gegeben wurde.
Dorsey selbst tweetete über sein Kurznachrichtennetzwerk die Nachricht in die Welt: „Adam Bain wird COO von Twitter. Wir arbeiten an der Zusammensetzung unseres Vorstandes, und ich werde als CEO von Twitter und Square arbeiten.“

Twitters neuer Kurs

In einer Reihe von Tweets gab der 38-Jährige Einblicke in den angepeilten Kurs: Man wolle sich darauf konzentrieren, schnell agierende Teams in beiden Unternehmen zu schaffen. Die Börse reagierte mit einem Kursanstieg von drei Prozent auf die offizielle Besetzung der Führungsposition.

Die Rückkehr Dorseys zu Twitter, das er einst selbst geführt hatte, kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Kurznachrichtennetzwerk an seinem Wachstum arbeiten muss: Facebook hat mit 1,5 Milliarden Nutzern Twitter längst hinter sich gelassen. Instagram übertrumpft mit 400 Millionen Nutzern. Twitter hat 300 Millionen Nutzer. Es bleibt spannend, ob Dorsey beiden Führungsrollen bei Twitter und Square gleichzeitig gerecht werden kann.

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Twitter will Zeichen-Begrenzung aufgeben

30.09.2015, 14:51

Mehr Platz zum Tweeten?

Die Kürze war bisher das „Markenzeichen“ von Twitter. Nun soll der Kurznachrichtendienst jedoch an einem neuen Produkt arbeiten, das die vorhandene Zeichenanzahl in einzelnen Tweets erweitert.

„What’s happening“ bald in mehr als 140 Zeichen?
(Quelle: Shutterstock.com/PiXXart)

Gibt es bald auch die Langform auf dem Kurznachrichtendienst Twitter? Nach Informationen von Brancheninsidern soll Twitter an einem neuen Produkt arbeiten, welches das Publizieren von Beiträgen erlaubt, die länger als die bisher erlaubten 140-Zeichen-Tweets sind. Das berichtet Recode. Was genau das soziale Netzwerk plant, ist bisher nicht bekannt. Bisher müssen besonders mitteilungsfreudige User auf multiple Beiträge zurückgreifen oder ihre Ausführungen als Bild zum Beispiel über externe Dienste wie OneShot auf Twitter verbreiten.

Kritik an dem knappen Zeichen-Limit, das vor allem bei nicht-englischsprachigen Nutzern immer wieder aneckt, gibt es bereits seit Jahren. Erst kürzlich hatte Twitter darauf beispielsweise im April 2015 durch eine neue Re-Tweet-Funktion reagiert, bei der Tweets von Dritten zitiert und gleichzeitig mit einem Kommentar versehen werden können. Für Werbekunden sind außerdem die Twitter Cards eine Alternative, da sie sich an den Original-Tweet hängen und Zusatzinformationen auf den Bildschirm bringen.

Es dürfte sich jedoch die Frage stellen, ob Twitter mit der Ausweitung des Zeichen-Limits sein Alleinstellungsmerkmal gefährdet. Die Kurzbeiträge sind unter anderem für den Erfolg Twitters bei der Verbreitung von aktuellen Nachrichten verantwortlich – und die Langform für aktuellen virtuellen Austausch hat Facebook fest im Griff. Doch dem Festhalten an Twitters Kurzform steht der Wunsch des Unternehmens gegenüber, seine Nutzer mit neuen Produkten an sich zu binden.

Interims-CEO und Firmengründer Jack Dorsey soll einer Ausweitung des Zeichen-Limits übrigens positiv gegenüber stehen.

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Periscope integriert Screenshots als Social-Tool

24.09.2015, 7:04

Im Kampf gegen die Konkurrenz durch Facebook Mentions stattet Twitter seinen Livestreaming-Dienst Periscope mit zwei neuen Features aus. Screenshots spielen dabei eine wichtige Rolle.

Screenshots bleiben bei Periscope nicht länger unbemerkt

(Quelle: Periscope.tv/Screenshot)

Livestreaming per App: Das ist spätestens nach der Integration von Periscope ins Twitter-Imperium ein Hype geworden. Über die Anwendung können Nutzer problemlos Livestreams starten und anschließend erhalten alle Twitter-Follower der Person eine Push-Benachrichtgung.
Mit Mentions hat Facebook eine Anwendung gelauncht, die zum Problem für Periscope werden könnte. Womöglich haben das die Entscheider beim 140-Zeichendienst gemerkt und statten deswegen Periscope mit neuen Funktionen aus.

Private Broadcasts und Screenshots


Nachdem ein Screenshot gemacht wurde, erscheint ein Symbol im Livestream-Fenster

Eine entscheidende Rolle spielen dabei Screenshots. Diese werden bei Periscope kurzerhand zum sozialen Tool umfunktioniert. Wer einen Screenshot während eines Livestreams macht, erhält die Möglichkeit, das Bild sofort über Twitter weiterzuverbreiten. Dadurch wird mehr Aufmerksamkeit von Twitter zu Periscope verschoben. Außerdem erscheint an der Seite ein kleines „Foto-Symbol“, sodass auch der Verbreiter des Livestreams merkt, dass ein Bild gemacht worden ist.

Außerdem wurden die Möglichkeiten von privaten Live-Übertragungen ausgeweitet. Beim Start eines Streams können nun alle Personen, die sich gegenseitig folgen – sogenannte „Mutuals“ -, automatisch per Knopfdruck eingeladen werden.

Mitte September gab Twitter-Konkurrent Facebook bekannt, dass ab sofort alle Nutzer, die einen verifizierten Account besitzen, die Livestreaming-App Mentions nutzen können. Bislang hatten nur ausgewählte Personen diese Möglichkeit.

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Twitter gibt Kauf-Button für alle frei

16.09.2015, 7:04

Social Commerce

Vor einem Jahr fing Twitter an, mit Social Commerce zu experimentieren. Jetzt gibt der Kurznachrichtendienst seinen Buy-Button mithilfe des Start-ups Stripe für alle frei.

Einkaufen auf Twitter

(Quelle: shutterstock.com/10 FACE)

Nachdem Twitter seinen Kauf-Button vor einem Jahr eingeführt hat, erweitert das soziale Netzwerk nun die Shopping-Möglichkeiten damit. Dazu arbeitet Twitter mit dem Start-up Stripe zusammen, berichtet Mashable.com. Das Mobile-Payment-Unternehmen bietet mit seinem neuen Produkt Relay Händlern die Möglichkeit, ihre Produkte auf Apps von Drittanbietern zu verkaufen.

Neben Twitter soll Relay auch in andere Apps integriert werden. Mit dem Tool, das aus mehreren Programmierschnittstellen (APIs) besteht, können Händler und Entwickler nach Angaben der Unternehmen ihre Verkaufsprozesse optimieren.

Auch Facebook kooperiert mit Stripe. Das soziale Netzwerk hat im Sommer 2014 damit begonnen, einen Kaufen-Button in Anzeigen zu testen. Ein weiterer Kooperationspartner von Stripe ist Pinterest. Das Bildernetzwerk hat in diesem Sommer sogenannte Buyable Pins eingeführt , mit denen sich innerhalb der Werbeanzeigen Artikel kaufen lassen.

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Google und Twitter starten Instant Articles-Programm

14.09.2015, 14:07

Publisher-Inhalte

Google und Twitter arbeiten gemeinsam an einem Programm, mit dessen Hilfe Publisher ihre „Instant Articles“ präsentieren können. Diese werden den Usern dann auf mobilen Endgeräten angezeigt.

Google und Twitter starten Instant Articles-Programm

(Quelle: shutterstock.com/Bloomua)

(Quelle: shutterstock.com/Bloomua)
Google und Twitter arbeiten an einem eigenen „Instant Articles-Team“, berichtet recode. Zu Beginn sollen eine ausgewählte Anzahl von Publishern daran teilnehmen. Voraussichtlich ab Herbst dieses Jahres haben diese damit die Möglichkeit, ihre Inhalte schneller über mobile Endgeräte zu verbreiten. Das Programm von Google und Twitter ist eine Antwort auf die Instant Articles bei Facebook, Snapchat und Apple.

Allen Twitter- beziehungsweise Google-Nutzern, die auf einen Link via Smartphone klicken, soll sich dann ein Pop-Up-Fenster mit einem Artikel öffnen. Dies soll in wenigen Millisekunden geschehen, und nicht mehrere Sekunden dauern, wie es eigentlich der Fall ist, bis sich der Link öffnet.

Die Besonderheit bei Google und Twitter ist, dass diese ihre Publishing-Tools wie ein Open-Source-Project gestalten. Sie hoffen, zahlreiche Tech-Firmen dazu zu bringen, dieses Modell zu übernehmen.
Ein weiterer Unterschied zwischen Google und Twitter und anderen Mobile-Publishing-Projekten ist, dass die beiden Partner keinen Publisher Content bereitstellen, sondern lediglich Kopien der Artikel nutzen, die in einem Cache liegen. Die Publisher sollen die volle Kontrolle darüber behalten.

Das Programm könnte für Publisher sowie für Tech-Firmen von Bedeutung sein, um ihre Inhalte und Produkte zu zeigen. Erste offizielle Medienpartner sind die New York Times und der Guardian.

Die Zugänglichmachung zu Content weitet jetzt auch das Start-up für Paid-Content Blendle aus. Ab sofort ist Blendle auch für User in Deutschland verfügbar und bringt mehr als 100 Titel mit. Deutsche Nutzer können sich von nun an registrieren und zahlreiche Artikel von deutschen Zeitungen und Magazinen auch ohne ein Abonnement abzuschließen online lesen.

Auch in Sachen selbstfahrende Autos gibt es News von Google: Wenige Tage vor der Automesse IAA macht der Internetkonzern John Krafcik zum Chef der Entwicklung selbstfahrender Autos. Zuvor war Krafcik Manager bei Ford und US-Chef von Hyundai, berichtet der Spiegel.

Probleme könnte es indes für Google, Apple und Co in der EU geben. Dort drohen mehr Kosten, wenn sich die Finanzminister im Oktober auf dem G20-Gipfel treffen und ein 15-Punkte-Plan beschlossen werden sollte, berichtet die Faz. Nach jahrelangen Verhandlungen seien sie kurz vor dem Durchbruch, mit einem international verbindlichen Maßnahmenkatalog die Steuervermeidungsstrategien der Konzerne wirksam zu unterbinden.

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