Bald ein neuer CEO für Twitter?

03.09.2015, 7:57

Nachfolgersuche

Monate nach dem Abgang von Dick Costolo hat Twitter noch immer keinen neuen CEO. Entscheidet sich beim Vorstandstreffen, wer Twitter in Zukunft leiten wird? Einige mögliche Kandidaten stehen bereit.

Macht Dorsey bei Twitter das Rennen?

Macht Dorsey bei Twitter das Rennen?
(Quelle: Twitter.com)

Der Twitter-Vorstand soll sich nach Informationen von Firmeninsidern beim Vorstandstreffen am heutigen Donnerstag vor allem auf die Besetzung der CEO-Stelle konzentrieren. Nach Informationen von Bloomberg hat das Unternehmen bereits bei einigen Kandidaten angeklopft, die für die Position in Frage kämen.

Unter anderem stehen die ehemalige Cisco-Technikchefin Padmasree Warrior und der CBS Interactive-CEO Jim Lanzone als Kandidaten zur Diskussion. Als interne Kandidaten werden außerdem Twitters CRO Adam Bain und der Interimschef Jack Dorsey gehandelt.

Vor allem letzterer sei ein starker Kandidat. Jack Dorsey hatte bei Twitter bereits mehrfach als CEO das Steuer in der Hand und ist auch jetzt als Interimschef zur Stelle. Problematisch dürften bei Dorsey allerdings seine Verpflichtungen seinem mitgegründeten Payment-Service Square gegenüber sein. Dort fungiert Dorsey bereits als CEO.

Auch wenn Twitter dank des Einspringens von Dorsey derzeit kein ganz steuerloses Schiff ist – es wird Zeit, dass bei Twitter ein neuer Chef an Bord kommt. In den drei Monaten nach Dick Costolos Rücktritt vom CEO-Posten hat Twitters Aktienkurs gelitten, und das Unternehmen kämpft mit dem Weggang mehrerer Produkt-Chefs.

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Vine bringt Musik in seine Tonspur

28.08.2015, 13:43

"Snap to Beat"

Ab sofort ist bei Vine Musik drin: Die Mini-Video-App von Twitter erlaubt jetzt das Unterlegen von Videos mit Musik. Das soll das Videoerlebnis für Nutzer verbessern.

Vine bringt Musik in seine Tonspur

(Quelle: Vine.co)

Vine zeigt sich als Musikliebhaber:
Die Kurz-Clip-App von Twitter bringt Musik ins Videoerlebnis. Wo bisher musikalische Untermalung nur über Abspielen von einem separaten Gerät möglich war, kann jetzt Musik direkt vom Smartphone selbst in die Vine-Videos eingefügt werden, kündigt die App auf dem Vine Blog an.

Um unschöne Übergänge beim automatischen Looping der Miniclips zu vermeiden, bringt Vine darüber hinaus ein Feature, mit dem die Nutzer ihre Clips auf die Musik abstimmen können.
„Snap to Beat“ stellt dabei automatisch fest, wie lang die Musikuntermalung sein muss, um den Loop zu unterlegen, und schneidet Video und Tonspur entsprechend zusammen.

Wem die eigene Musikauswahl auf dem Smartphone übrigens zu klein ist, hat nun auch die Auswahl aus einem „Featured Tracks“-Angebot auf Vine. Hierüber kann Musik nicht nur für eigene Videountermalung ausgewählt, sondern insgesamt neue Musik innerhalb der App entdeckt werden.
Die jeweils in Clips unterlegten Songs werden automatisch mit Titel und Interpret angezeigt – quasi ein „MTV“ für die Handtasche.

Anfang des Jahres hatte Vine eine auf Kinder zugeschnittene Version seiner App herausgebracht.

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Keine Twitter-Direktnachrichten mehr verpassen

26.08.2015, 11:36

Benachrichtigungen

Nur ein Tweet in eigener Sache kündigt es an: Twitter bringt Benachrichtigungen über Direct Messages in seinen Dienst. Damit will sich das Netzwerk vor allem bei stationären Usern nützlicher machen.

Keine Twitter-Direktnachrichten mehr verpassen

(Quelle: Shutterstock.com/lculig)

Vor allem die User, die Twitter nicht mobil, sondern über ihren stationären Computer benutzen, können sich über eine Neuerung bei dem Kurznachrichtendienst freuen:
Twitter macht es ihnen leichter, neue Privatnachrichten im Postfach zu entdecken. Mit einem Tweet kündigte das Unternehmen die Neuigkeit jetzt an.


Keine Twitter-Direktnachrichten mehr verpassen

(Quelle: Twitter.com)

Die Benachrichtigungen erscheinen in der oberen rechten Bildschirmecke.
Ein Klick auf die Benachrichtigung führt die Nutzer direkt zu den privaten Messages. Die neuen Benachrichtigungen sind als Opt-in-Funktion einstellbar, aber noch nicht allen Twitter-Usern zugänglich. An seinen Direktnachrichten feilt Twitter bereits seit Monaten. Im Januar 2015 kündigte das Netzwerk Gruppenchats via Direct Message an.

Erst kürzlich erweiterte Twitter zudem die zugelassene Zeichenzahl in den Privatnachrichten. Statt der bisherigen 140 Zeichen pro Nachrichten kann nunmehr unbegrenzt geschrieben werden.

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Twitter startet Audience Platform

21.08.2015, 8:06

Weltweiter Launch

Twitter tauft sein Publisher Network um – und baut es aus: Mit der neuen Audience Platform können erstmals auch deutsche Werbekunden ihre Twitter-Kampagnen auf Mobile Apps weltweit ausdehnen.

Twitter benennt sein Publisher Network in Audience Platform um

(Quelle: shutterstock.com/360b)

Viel Neues bei Twitter: Im vergangenen Jahr ging das Twitter Publisher Network an den Start. Es bietet Werbungtreibenden Mess-, Targeting- und Kreativ-Tools, um mobile Kampagnen auch außerhalb von Twitter in Apps auszuspielen. Nun wird das Netzwerk ausgebaut – und in Twitter Audience Platform umbenannt.

Neben dem Ziel, Mobile-App-Installationen zu pushen, eignet sich das Netzwerk auch für Re-Engagements – um User zurück zur App zu bringen. Hinzu kommen nun zwei weitere Zielsetzungen: Tweet Engagements und Video Views. Beide Möglichkeiten stehen erstmals weltweit allen Bestandskunden in einer Beta-Version zur Verfügung.

Das heißt konkret: Künftig können auch Video-Kampagnen und Tweet Engagement Kampagnen, die die Interaktion mit Tweets antreiben sollen, in andere Apps verlängert werden. Dazu kommt, dass viele der auf Twitter verfügbaren Targeting-Filter, wie Interesse, Nutzername und Keyword, jetzt auf Kampagnen über alle Mobile Apps hinweg anwendbar sind. Genau wie auf Twitter lassen sich gesponserte Videos über die Audience Platform automatisch auf einem Endgerät mit laut Twitter 100 Prozent Sichtbarkeit abspielen.

Wichtig für alle Werbungtreibenden hierzulande: Im Zuge der Neuerungen können nun also zum ersten Mal auch deutsche Werbekunden ihre Twitter-Kampagnen auf Mobile Apps weltweit ausdehnen.
Neue Kreativ-Features
Auch in Sachen Kreativität hat Twitter Neuigkeiten parat: Unternehmen sollen damit besser ihre In-App Zielgruppen aktivieren können.
Bislang wurden auf der Twitter Audience Platform gesponserte Tweets in Werbeformate wie Video, Native Ads, Banner oder Interstitials umgewandelt. Beispiele:

  • Tweet Engagement Kampagnen auf Twitter werden zu Interstitials und Native Ads
  • Gesponserte Video Kampagnen werden in In-App Video Ads umgewandelt
  • App Installation oder Re-Engagement Kampagnen werden zu Interstitials oder Bannerwerbung

Die Interstitials wurden nun um Kreativ-Features ergänzt: So können Twitter-Nutzer jetzt direkt über ein „Twitter Audience Platform Ad“ retweeten und favorisieren. Außerdem gibt es individuell anpassbare Call-to-Action-Buttons, mit denen die gewünschte Nutzer-Aktion ausgelöst werden kann.


Die Twitter Audience Platform wandelt gesponserte Tweets automatisch in In-App Werbeformate um

(Quelle: Twitter)

Laut Twitter konnten in den vergangenen Monaten Markenwerbekunden, die Kampagnen sowohl über Twitter als auch über die Twitter Audience Platform geschaltet haben, ihre Reichweite verdoppeln und ihre Cost-per-Engagements (CPE) um bis zu 30 Prozent reduzieren. In den nächsten Monaten soll das Programm um weitere Zielsetzungen ergänzt werden, darunter Website-Klicks und Konversionen.

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Rasantes Wachstum von Native Ads bei MoPub

18.08.2015, 14:10

Raus aus der Nische

Twitter gibt einen Einblick, wie sich native Anzeigen über MoPub verkaufen. Die sich nahtlos in ihre Umgebung einpassenden Ads laufen demnach gut – und scheinen kein Nischenprodukt mehr zu sein.

Rasantes Wachstum von Native Ads bei MoPub

(Quelle: Mopub)

Native Ads gibt es bei MoPub erst seit rund 15 Monaten – doch nach den jetzt von Twitter veröffentlichen Zahlen verkaufen sich die Anzeigen, die in ihrem Aussehen den von Nutzern und Publishern kreiertem Inhalt ähneln, besonders gut. So verzeichnet MoPub für den Zeitraum zwischen Juni 2014 und Juni 2015 einen achtfachen Anstieg der nativen Anzeigenzahl.

Das hat auch Auswirkungen auf die Kosten der Anzeigen. So wuchs laut Twitter der eCPM (Kosten je tausend Impressionen) innerhalb des betrachteten Jahreszeitraums um 73 Prozent. Insgesamt haben sich die Ausgaben für native Ads um 387 Prozent vergrößert.


Fünfmal so viel Spend und doppelt so viele Käufer für native Ads bei MoPub

(Quelle: Twitter.com)

„Angesichts der Tatsache, dass mehr als doppelt so viele Demand-Side-Plattforms natives Anzeigeninventar einkaufen, und mit Blick auf einen um mehr als das fünfache gestiegenen Ad Spend, ist es klar, dass native Ads weit mehr als nur ein Nischenformat sind“, sagt MoPubs Elain Szu im Twitter-Firmenblog.

Seinen App-Werbekunden hatte Twitter im Herbst 2014 Tools an die Hand gegeben, mit denen native Ads erstellt werden können. MoPub gehört seit September 2013 zu Twitter.

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Twitter hebt 140-Zeichen-Limit auf

13.08.2015, 13:44

Für Direktnachrichten

Twitter hat bei den Direktnachrichten die 140-Zeichen-Beschränkung abgeschafft. Ab sofort können User bei Twitter miteinander kommunizieren ohne sich kurzfassen zu müssen.

Twitter hebt 140-Zeichen-Limit auf

(Quelle: blog.twitter.com)

Der Microblogging-Dienst Twitter hat sein 140-Zeichen-Limit in den Direktnachrichten aufgehoben. Dieser Schritt ist ein Teil von einigen geplanten Änderungen im Bereich der Direktnachrichten, teilt das Unternehmen in einem Blogpost mit.

Ab sofort können User in den Direktnachrichten also uneingeschränkt miteinander kommunizieren. Twitter möchte so den privaten Bereich für die Nutzer attraktiver machen. Die normalen Tweets sind allerdings weiterhin auf 140 Zeichen limitiert.

In den kommenden Wochen soll die Neuerung weltweit eingeführt werden. Bisher ist die Beschränkung schon in der Twitter App (Android und iOS), auf twitter.com, bei TwitterDeck und Twitter for Mac abgeschafft.

Der Kurznachrichendienst Twitter hat bereits im Juni angekündigt, die Begrenzung auf 140 Zeichen bei Direktnachrichten aufzuheben.

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Verlässt Ex-Twitter-CEO Costolo Aufsichtsrat?

10.08.2015, 14:02

Medienbericht

Nach seinem Rücktritt als CEO blieb Dick Costolo noch dem Aufsichtsrat von erhalten. Doch bis Ende 2015 will Costolo sich offenbar komplett aus Twitter zurückziehen.

Will komplett bei Twitter aussteigen: Ex-CEO Dick Costolo

(Quelle: Twitter.com/Troy Holden)

Bis zum Ende des Jahres 2015 will Dick Costolo den Twitter-Aufsichtsrat verlassen, gegebenenfalls sogar schon vor Ablauf des laufenden Kalenderjahres, wenn sich bis dahin ein neuer CEO für das Kurznachrichtennetzwerk gefunden hat. Das berichtet die New York Times unter Berufung auf Quellen innerhalb des Unternehmens.

Seit seinem Rücktritt als CEO wirkt Costolo im Aufsichtsrat, um die Übergangsphase des Unternehmens bis zur Übernahme durch einen neuen CEO zu stabilisieren. Als Interims-CEO hatte sich Twitter-Mitgründer Jack Dorsey zur Verfügung gestellt. Doch auch um dessen Mitwirkung bei Twitter gibt es Spekulationen, die sich mittlerweile bereits negativ auf den Stand seines Payment-Unternehmens Square auswirken. Denn wenn Dorsey entgegen früher Äußerungen sich doch um das Amt des Twitter-CEO bewirbt, befürchten Insider Auswirkungen auf Dorseys Verpflichtungen bei Square.
Insidern zu Folge soll Square sich bereits vertraulich für den Börsengang angemeldet haben, so Bloomberg.

Ein Abgang von Dorsey könnte den Börsengang verzögern oder die Bewertung des Unternehmens negativ beeinflussen. Dorsey selbst hatte ursprünglich eine langfristige Rückkehr auf den CEO-Posten bei Twitter abgelehnt, soll sich aber in der Zwischenzeit weniger konkret auf Fragen nach seinem zukünftigen Posten bei Twitter geäußert haben.

Im Juni 2015 waren erste Spekulationen über einen geplanten Börsengang von Square aufgetaucht. Dick Costolo war Ende Juni 2015 von seinem Posten als Twitter-CEO zurückgetreten.

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Twitter: Neue Zahlungsoptionen für App Install Ads

07.08.2015, 14:02

Werbung auf dem Netzwerk

Twitter verspricht Advertisern mehr Werbung für ihr Geld: Bei den App Install Ads können Werbungtreibende aus neuen Abrechnungsoptionen auswählen, um ihre Kampagne optimal zu planen.

Twitter: Neue Zahlungsoptionen für App Install Ads

(Quelle: shutterstock.com/Denys Prykhodov)

Für Advertiser geht es beim Budgetieren ihrer Kampagnen um Kosteneffizienz in Relation zum Umsatz. Für viele App-Entwickler rechnet sich beispielsweise die Werbung nur dann, wenn dem Klick auf die Anzeige auch die Installation der App erfolgt. Dementsprechend stellt Twitter jetzt zwei neue Möglichkeiten der Abrechnung für die App Install Ads zur Verfügung: das Cost per Install-Bidding, sowie das so genannte Optimized Action-Bidding.


Die Abrechnungsmodelle für App Install Ads bei Twitter im Überblick

(Quelle: Twitter.com)

Das Cost per Install-Bidding erlaubt den Werbungtreibenden auf die Installierung der App zu bieten und nur dann zu bezahlen, wenn die Twitter-Anzeige tatsächlich eine Installation zur Folge hatte. Bei Letzterem bieten die Advertiser auf den Klick zum Installieren und nicht den App-Klick; bezahlt wird aber weiterhin der Klick auf die App. In den Beta-Testreihen konnten die Advertiser laut eines Beitrags im Twitter-Firmenblog dank der beiden neuen Berechnungsarten ihre Werbekosten im zweistelligen Prozentbereich senken.

Mit seinem flexiblen Abrechnungsmodell dürfte sich Twitter bei den Werbekunden beliebt machen. Cost per Install und Optimized Action-Bidding sind jetzt weltweit für alle Werbungtreibenden verfügbar, bei deren mobile App-Werbekampagnen das Konversions-Tracking aktiviert ist.
Im Juli 2015 hatte Twitter die Option vorgestellt, Apps auch mit einem Video zu bewerben.

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Editor für Anzeigen und Shopify-Buttons bei Twitter

07.08.2015, 11:24

Twitter führt einen Editor für Werbekunden ein, mit dem mehrere Werbekampagnen zur gleichen Zeit kreiert werden können. Außerdem soll das Netzwerk daran arbeiten, Shopify-Kauf-Buttons zu integrieren.

Editor für Anzeigen und Shopify-Buttons bei Twitter

(Quelle: shutterstock.com/Bloomua)

Mit einem neuen Feature will Twitter seinen Werbekunden das Erstellen und Optimieren von mehreren Kampagnen zur selben Zeit erleichtern. Der „Ads Editor“ erlaubt das Kampagnen-Management mit Hilfe von Excel-Tabellen.

So können die bestehenden Kampagnen beispielsweise als Excel-Dokument heruntergeladen und dann Kampagnendaten, Budgets oder Targeting-Einstellungen bearbeitet werden. Auch neue Kampagnen lassen sich innerhalb eines Excel-Dokuments erstellen und in das System eingestellen.

Der Ads Editor wird zunächst für eine kleine Gruppe von Advertisern freigegeben. In den nächsten Wochen sollen alle Werbungtreibenden weltweit Zugang zu dem Hilfsmittel erhalten.

„Unsere Werbekunden erhalten eine Benachrichtigung innerhalb von ads.twitter.com, wenn das Tool für ihr Konto freigeschaltet ist“, so Twitter im Firmenblog.

Nach Informationen von Recode arbeitet Twitter darüber hinaus daran, Kauf-Buttons auch über Shopify in sein Werbeangebot zu integrieren, um das Verkaufen auf Twitter mehr Werbekunden zugänglich zu machen. So könnten Händler, die das Shopify-System nutzen, ihre Produkte mit Hilfe von Shopifys Software auch auf Twitter direkt zum Verkauf anbieten.
Eine Bestätigung von Twitter und Shopify gibt es bisher noch nicht. Twitter hat bereits eigene Kauf-Buttons eingeführt. Eine Integration von Shopifys Kauf-Buttons haben die Konkurrenten Facebook und Pinterest bereits vorgemacht.

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Nachrichten-Tab für schönere Anzeigen bei Twitter?

04.08.2015, 14:01

News im Netzwerk

Twitter experimentiert mit einem neuen Nachrichten-Tab, der aktuelle Inhalte in Form von Schlagzeilen auf die App bringt. Das könnte Auswirkungen für native Ads im Kurznachrichtendienst haben.

Nachrichten-Tab für schönere Anzeigen bei Twitter?

(Quelle: shutterstock.com/Denys Prykhodov)

Werbung bei Twitter stehen viele Advertiser skeptisch gegenüber. Der Nutzer-Nachrichtenstrang ist in der Regel konversationsgeprägt – und die Einblendung von Werbebotschaften wird dementsprechend von Nutzern oft als störend empfunden. Ein Test, den das Kurznachrichtennetzwerk jetzt durchführt, könnte jedoch den Weg frei machen für ein anderes Werbeerlebnis.

In den USA will Twitter zum Test bei einigen Nutzern einen neuen Nachrichten-Tab einführen, die innerhalb ihrer Twitter-App erscheint. Über einen Klick auf den „News“-Button in der Navigation kommt eine Liste der Schlagzeilen auf den Bildschirm, die derzeit im Netzwerk als „Trending“ markiert sind. Ein weiterer Klick auf eine einzelne Schlagzeile führt die Nutzer zu einer neuen Seite, auf der die Schlagzeile mit Illustration und Text sowie der dazugehörigen Diskussion im Netzwerk zusammengefasst wird.

„Wir experimentieren mit einem Nachrichtenerlebnis auf iOS und Android und fahren damit fort, neue Möglichkeiten auszuprobieren, wie wir die besten Inhalte an die Nutzer ausliefern können“, zitiert Buzzfeed einen Twitter-Sprecher. Mit einem solchen Nachrichten-Feature könnte Twitter in der Tat nicht nur neue, nahtlosere Werbemöglichkeiten in sein Angebot aufnehmen, sondern seinen Dienst auch denen näher bringen, die bisher angesichts der Kürze und Fülle an Tweets wenig Gefallen an dem Kurznachrichtendienst gefunden haben.

Während der Testphase sind noch keine Anzeigen innerhalb des Nachrichten-Tab vorgesehen. Die mögliche Verbindung von Nachrichtenseiten und Anzeigenplätzen dürften jedoch auch interessant hinsichtlich Twitters Werbebemühungen sein.

Bei der Vorstellung des aktuellen Quartalsberichts von Twitter hatte sich CEO Jack Dorsey zuletzt unzufrieden hinsichtlich des Wachstums der Nutzerzahlen gezeigt.

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