Twitter: „Wir sind nicht zufrieden mit dem Nutzer-Wachstum“

29.07.2015, 12:06

Finanzbericht

Mit dem Umsatz von einer halben Milliarde US-Dollar im zweiten Quartal 2015 kann Twitter zufrieden sein. Doch das Wachstum der Nutzerzahl ist so gering, dass das Unternehmen Selbstkritik übt.

Twitter:

(Quelle: Twitter.com/Aaron Durand)

Am Umsatz hapert es bei Twitter nicht: Im zweiten Quartal 2015 konnte die Plattform einen Umsatz von 502 Millionen US-Dollar einfahren – und damit sogar die Erwartungen der Analysten von 470 bis 485 Millionen US-Dollar übertreffen. Verglichen zum Vorjahresquartal verbesserte sich der Umsatz damit um 61 Prozent. Damals waren es 312 Millionen US-Dollar gewesen.

Zu einem Profit führte der gestiegene Umsatz indes nicht. Twitter macht weiterhin Verluste. In diesem Quartal waren es 137 Millionen US-Dollar – immerhin etwas weniger als im Vorjahreszeitraum (145 Millionen US-Dollar).

Das Werbegeschäft – vor allem auf mobilen Geräten – ist bei Twitter jedoch auf gutem Kurs. Insgesamt 452 Millionen US-Dollar nahm das Unternehmen mit Werbung ein, eine Steigerung von 63 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Dabei ist Mobile Twitters Stärke: 88 Prozent der Werbeeinnahmen kommen mittlerweile aus diesem Bereich.

Als gänzlich unzufrieden zeigte sich Twitter-Chef Jack Dorsey jedoch im Finanzbericht des Unternehmens hinsichtlich der Nutzerzahlen – und übte Selbstkritik: „Wir sind nicht zufrieden mit dem Audience-Wachstum. Um Twitters Potenzial voll umzusetzen, müssen wir uns in drei Schlüsselbereichen verbessern: Wir müssen disiplinierter bei der Umsetzung vorgehen, unseren Dienst vereinfachen, um Twitters Angebot schneller auszuliefern, und Twitters Angebot effektiver übermitteln.“ Für das bereits angelaufene Quartal erwartet Twitter einen Umsatz zwischen 545 und 560 Millionen US-Dollar.

Im ersten Quartal 2015 hatte Twitter mit einer bizarren Frühveröffentlichung der Quartalszahlen für Überraschung gesorgt. Vergangenen Monat war Twitters CEO Dick Costolo zurückgetreten. Seine Position hat Twitter-Mitgründer Jack Dorsey interimsweise übernommen.

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Twitter-Targeting von Muttertag bis WM-Finale

24.07.2015, 12:21

Neues Feature

Bei der Verbreitung aktueller Ereignisse ist Twitter besonders gefragt. Advertiser, die ihre Kampagnen mit bestimmten Events verbinden wollen, können dazu nun die Funktion „Event Targeting“ nutzen.

Twitter-Targeting von Muttertag bis WM-Finale

(Quelle: Shutterstock.com/nasirkhan)

Ein neues Targeting-Feature bei Twitter erlaubt Werbekunden, ihre Ads an Zielgruppen auszuliefern, die auf dem Netzwerk Live-Events verfolgen.
Mit drei Tools will es Twitter seinen Kunden erleichtern, die Events einzuplanen, Kampagnen zu kreieren und ihre potentielle Zielgruppe zu analysieren.


Twitter-Targeting von Muttertag bis WM-Finale

(Quelle: Twitter.com)

Ein Event-Kalender gibt dazu den Advertisern einen Überblick über anstehende globale, sowie einige länderspezifische Ereignisse in den Märkten USA, Großbritannien, Frankreich, Brasilien und Japan.
Über Filterfunktionen lassen sich die passenden Events individuell identifizieren.
Diese sind bereits im Einzelnen mit Analysedaten versehen, die den Werbekunden Einblick in Reichweite, Gerätenutzung und Geschlecht der Zielgruppe geben und damit eine bessere Kampagnenabstimmung ermöglichen sollen.

Mit nur einem Klick können dann Kampagnen eingestellt werden.
Andere Targeting-Optionen, zum Beispiel Sprache, Geschlecht und Gerätetyp, sind dabei beliebig kombinierbar. Das Event-Targeting ist für alle Advertiser weltweit jetzt freigegeben worden, gab Twitter in seinem Firmenblog bekannt.

Vor knapp drei Wochen hatte Twitter zuletzt seine Audience Insights aktualisiert, um die Zielgruppendefinierung zu verbessern. Speziell für App-Entwickler brachte Twitter im Juni 2015 das Targeting auf App-Daten-Basis heraus.

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Twitter: Webseiten-Vorschau im Mobile-Stream

15.07.2015, 11:39

Testphase

Twitter testet in einigen seiner Mobile-Streams die Vorschau auf verlinkte Webseiten. Das soll ein weiterer Schritt hin zu einer visuellen Plattform werden.

Twitter: Webseiten-Vorschau im Mobile-Stream

(Quelle: shutterstock.com/Bloomua)

Twitter testet aktuell die Vorschau auf verlinkte Webseiten auf mobilen Endgeräten, berichtet the Verge. Die Vorschau, die in der Timeline dargestellt wird, zeigt sowohl ein Bild als auch einen kurzen Einführungstext der verlinkten Seite. Die erweiterten Links sind ein weiterer strategischer Schritt von Twitter, die Seite visuell ansprechender und auch interaktiver zu gestalten.

Falls Twitter die Webseiten-Vorschau im Stream etabliert, wird sich der Dienst zunehmend von einer vorwiegend textbasierten hin zu einer visuellen Plattform entwickeln. Seit Juni können bereits Videos im Nachrichten-Feed automatisch abgespielt werden.

Diese Entwicklung dürfte auch für Publisher und Werbungtreibende interessant sein. Denn die Vorschauen können zusätzlich zu den bei Twitter verfügbaren 140 Zeichen eingefügt werden.

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Twitter feiert mit neuen Video-Anzeigen

09.07.2015, 15:06

Ein Jahr "App Promo Ads"

Ein Jahr mobile „App Promotion Ads“ sind Anlass für Twitter, das Jubiläum mit der Einführung von Video-Ads zu begehen. Außerdem sollen neue Gebotsoptionen die Anzeigenschaltung versüßen.

Die neue App Promo Video Ad auf dem Smartphone

(Quelle: Twitter.com)

Noch sind die neuen Features zwar nicht online, aber Twitter berichtet bereits von den ersten Ergebnissen aus dem Beta-Test der „App Promo Ads“. So kommt als neue Option die Möglichkeit hinzu, Apps mit einem Video zu bewerben und damit „das Anzeigenerlebnis noch lebensechter zu machen“, so das Unternehmen in einem Beitrag im Twitter-Blog. Die so genannte Video App Card präsentiert die Anwendung mittels einer Videoanzeige und soll damit qualitiativ hochwertigere App-Installationen bewirken.

Darüber hinaus können die Advertiser in Zukunft beispielsweise ihre Investition in Anzeigen mit der Installation ihrer App als Ziel definieren: So können Anzeigen auf Basis von Kosten pro Installierung bezahlt werden. Alternativ erlaubt ein Gebotsprozess auch die Ausrichtung auf Installationen, indem über einen CPC abgerechnet wird.

Das Jubiläum der mobilen App Promo Ads nimmt Twitter gleichzeitig zum Anlass, in einer griffigen Grafik die Entwicklung der App Promo-Anzeigen seit Einführung vor einem Jahr darzustellen. Dabei fehlen bisher jedoch noch handfeste Umsatzzahlen aus den App Promo Ads und ableitbare Trends.


Die Entwicklung der App Promo Ads auf der Zeitleiste

(Quelle: Twitter.com)

Im Juni 2015 hatte Twitter zuletzt das Targeting nach App-Kategorie eingeführt.

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Twitter launcht mobilen Ads Companion

07.07.2015, 11:28

Jetzt offiziell

Letzte Woche noch als Test am Rande erwähnt, ist der Ads Companion bei Twitter nun auch schon offiziell im Einsatz. Das neue Tool erlaubt das mobile Justieren und Überprüfen von Kampagnen.

Zugang übers kleine Statistiksymbol im Profil: der Twitter Ads Companion

(Quelle: Twitter.com)

Der Twitter Ads Companion steht für Werbekunden bereit: Das Kurznachrichtennetzwerk hat sein neues Tool jetzt offiziell vorgestellt. Mit dem Ads Companion können Unternehmen über eine iOS- oder Android-App ihre Werbekampagnen auch von unterwegs beobachten und justieren. Das Tool bündelt Informationen wie Impressionen, Ad Spend, Engagement, Kosten pro Engagement und Engagement-Rate. Und das nicht nur für den Gesamt-Account, sondern auch für spezifische Kampagnen.

Aber nicht nur die Kampagnen-Statistiken werden sichtbar, das Tool kann noch mehr: Kampagnen lassen sich im Ad Companion überarbeiten, die Einzel-Bids und das Budget können verändert und die Auslieferungszeiten angepasst werden. Auch das kurzfristige Pausieren und Wiedereinschalten von Kampagnen lässt sich aus der App vornehmen.

„Jeder, der über ein Twitter-Ads-Konto verfügt, kann auf den Twitter Ads Companion über die Twitter-App zugreifen“, so Christine Lee, Senior Product Manager Revenue, in einem Beitrag im Twitter-Firmenblog. Dabei erscheint auf der Profilseite der regulären Twitter-App ein Statistiksymbol, über das der Zugang zum Tool erfolgt.

Vergangene Woche hatte Twitter seine Targeting-Optionen aktualisiert: Ein Update der Audience Insights soll die Zielgruppendefinierung verbessern. Dazu hat der Kurznachrichtendienst unter anderem die so genannten Personas definiert. Mit einem Klick können die Werbekunden dabei ihre Zielgruppe kategorisieren.

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Mehr Audience Insights bei Twitter

03.07.2015, 9:35

Targeting

Mit den Audience Insights gab Twitter kürzlich seinen Werbekunden ein Tool zum Festlegen der Zielgruppe an die Hand. Jetzt gibt es ein erstes Upgrade, das neue demografische Informationen integriert.

Twitter

(Quelle: shutterstock.com/Denys Prykhodov)

Ein Update der Audience Insights soll die Zielgruppendefinierung bei Twitter verbessern. Dazu hat der Kurznachrichtendienst unter anderem die so genannten Personas definiert. Mit einem Klick können die Werbekunden dabei ihre Zielgruppe kategorisieren

So gibt es in der griffigen Übersicht sowohl altersbezogene Kategorien wie Senioren oder Erwachsene zwischen 18 und 54 Jahren, aber auch Generationen („Baby Boomers“, „Generation X“) oder berufliche Kategorisierungen („Professionals“, „Entscheider“). Innerhalb der einzelnen Personengruppen können weitere Zielgruppendefinitionen vorgenommen werden.


Mit Klick auf die bunten Figuren wird die Zielgruppe definiert

(Quelle: Twitter.com)

Darüber hinaus bringt Twitter weitere Informationen in die Übersicht. Werbekunden sehen beispielsweise, wer ihre Webseite angesteuert oder wer Apps installiert, gekauft oder angefordert hat. Die neuen Features sind zunächst nur in den USA eingeführt worden, sollen aber in Zukunft auch in anderen Märkten starten, so das Unternehmen in einem Beitrag im Twitter-Blog.

Das Audience Insights Tool startete Ende Mai 2015.

So sichtbar sind B2B-Unternehmen im Social Web

25.06.2015, 13:57

Social-Media-Studie

Twitter, Facebook, Blogs und Foren: Wie ist es um die Sichtbarkeit von B2B-Unternehmen im Social Web bestellt und wie hat sich die Nutzung der verschiedenen Kanäle verändert?

So sichtbar sind B2B-Unternehmen im Social Web

(Quelle: Fotolia.com/Matthias Enter)

Facebook und Twitter entwickeln sich zu den wichtigsten Social-Media-Plattformen für B2B-Unternehmen im deutschsprachigen Raum, Blogs und Foren verlieren hingegen an Attraktivität. Zu diesem Ergebnis kommt der „B2B Social Media Report 2015″, den Brandwatch, Anbieter eines Social Media Monitoring Tools, gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Kauleo durchgeführt hat.

Das Gesamtvolumen der gefundenen B2B-Beiträge stieg demnach im Vergleich zum Vorjahr um 2,23 Prozent (News und Social-Media-Treffer). Die Social-Media-Treffer für sich betrachtet sind insgesamt um durchschnittlich 21 Prozent gestiegen. Betrachtet man die einzelnen Kanäle gesondert, zeigt sich eine Entwicklung weg von Content-orientierten Plattformen hin zu dialogorientierten Portalen.


B2B-Branchenentwicklung nach Treffern

(Quelle: Brandwatch/Kauleo)

Demnach haben die Nennungen auf Twitter im Vergleich zu 2013 um 76 Prozent zugenommen und auf Facebook um 52 Prozent. Gleichzeitig zeigt sich bei Foren ein Rückgang von fast 20 Prozent. Auch bei News (15 Prozent) und Blogs (elf Prozent) stellt die Studie einen Rückgang fest. „Die sich abzeichnende Konzentration auf werbeorientierte Plattformen wie zum Beispiel Facebook könnte langfristig für B2B-Unternehmen problematisch werden“, warnt Volker Davids, B2B-Berater bei Kauleo. Firmen sollten das Schaffen von nachhaltigem Content nicht vernachlässigen und die eigenen Aktivitäten regelmäßig und kritisch analysieren.

Aktivstes B2B-Unternehmen beim Thema Social Media ist laut Studie Liebherr, gefolgt von Fraport, Festool und Datev. Auch Sennheiser electronics, BASF, Jungheinrich, Liqui Moly, John Deere und Stiehl haben es in die Top Ten des Rankings geschafft. Zu den „Verlierern“ zählen MAN, Tetra Pak und Krones.

Für den Report wurden insgesamt 215 B2B-Unternehmen aus der DACH-Region analysiert. Die Daten wurden mit dem Social-Monitoring-Tool Brandwatch analysiert. Erhebungszeitraum war das Kalenderjahr 2014.

Für B2B-Unternehmen, die sich gerade mit dem Launch oder Relaunch ihrer Online-Plattform beschäftigen, gilt es einiges zu beachten. Sieben Tipps zur Optimierung der B2B-Plattform hat die Internet World Messe parat.

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Twitter: Tests mit neuen Unternehmensseiten

22.06.2015, 14:17

Mehr Optionen für Advertiser

Gute Nachrichten für Unternehmen und Marken, die auf Twitter werben: Das Kurznachrichtennetzwerk testet zwei neue Möglichkeiten, Produkte im Nutzer-Feed anzuzeigen. Außerdem kuratiert Twitter Trends.

Twitter: Tests mit neuen Unternehmensseiten

(Quelle: Twitter.com)

Twitter will es nicht bei Anzeigen in Form von Promoted Tweets und anderen werbetechnisch hervorgehobenen Beiträgen im Nutzer-Feed belassen. Das Netzwerk kündigte jetzt in seinem Firmenblog an, an zwei neuen Möglichkeiten für Unternehmen zu arbeiten, mit denen diese Produkte im Nachrichten-Feed hevorheben können.

Zum Start des Tests, der in den USA durchgeführt wird, sind bereits Partner wie Sportartikelhersteller Nike, die Warenhauskette Target und die beliebte Fantasy-Serie Game of Thrones an Bord.


ESo erscheint die Produktseite auf der Smartphone-App

(Quelle: Twitter.com)

Dabei testet das Unternehmen unter anderem spezielle Firmenseiten, über die Produkte und Marken mit mehr Informationen beworben werden können. Auf der Seite werden Bilder, relevante Tweets, Produktbeschreibungen und Preisinformationen zusammengefasst. Auch der Kauf des beworbenen Produkts soll über die Integration eines Buy Buttons direkt aus der App oder der Web-Bersion von Twitter heraus möglich sein.

Darüber hinaus will Twitter so genannte Collections einführen. Hier können Unternehmen ähnlich wie auf einer Pinterest-Pinnwand Produkte und Links zusammenstellen, die sie an ihre Zielgruppe weiterreichen wollen. Die Collections tauchen dabei auf der Profilseite der Marken und Unternehmen auf; innerhalb der iOS-Twitter-App gibt es einen speziellen Kategoriepunkt, der die Collections auf den Schirm bringt.

Project Lightning als News-Drehscheibe

Gleichzeitig bringt Twitter auch einen neuen, redaktionell zusammengestellten Nachrichtendienst: „Project Lightning“ soll zur News-Drehscheibe werden, auf der Tweets speziell auf bestimmte Events, Trends und Nachrichten zugeschnitten gesammelt werden.


Eine Beispiel-Collection mit den am Test teilnehmenden Partnern

(Quelle: Twitter.com)

Dabei bestimmt nicht der Algorithmus die Inhalte, sondern eine Redaktion, die die wichtigsten und besten Tweets auswählt. Die Inhalte erscheinen in einer Vollbildanzeige und umfassen neben Tweets auch Fotos und Videos, so das Tech-Blog BuzzFeed.

Vergangene Woche hatte Twitter in seinem News-Feed das automatische Abspielen von Videos eingeführt.

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Twitter kauft sich Whetlab

18.06.2015, 14:45

Mehr Machine-Learning

Twitter will auch in Machine-Learning investieren. Dazu übernimmt das Netzwerk jetzt das Start-up Whetlab, das sich auf künstliche Intelligenz spezialisiert hat.

Twitter kauft sich Whetlab

(Quelle: Twitter.com/Aaron Durand)

Damit seine Nutzer relevante Inhalte auf Twitter schneller und einfacher finden können, will die Plattform ihre Bemühungen in Sachen maschinelles Lernen intensivieren. Die Übernahme des Start-ups Whetlab passt genau dazu: Das Team des jungen Unternehmens entwickelt Software, das Machine-Learning-Systeme entwirft und individuell konfiguriert.

Die genauen Details der Übernahme sind bisher noch nicht bekannt gegeben worden. Das fünfköpfige Team von Whetlab werde zu Twitter wechseln, berichtet Techcrunch, und seine Technologie Twitter zugänglich gemacht. Whetlab selbst soll am 15. Juli 2015 sein bisher nur als Beta-Phase laufendes Angebot vom Netz nehmen.

Kürzlich hatte Twitter den Marketing -Anbieter TellApart übernommen. Für die Live-Streaming-App Periscope legte Twitter weit weniger als die zunächst angenommenen 100 Millionen US-Dollar auf den Tisch.

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Twitter führt Autoplay-Videos ein

17.06.2015, 14:00

Im News-Stream

Jetzt kommt Bewegung in den Twitter-Feed: Nach einer Testphase führt der Kurznachrichtendienst das automatische Abspielen von Videos in seinem Nachrichten-Feed ein.

Twitter führt Autoplay-Videos ein

(Quelle: Shutterstock.com/Bloomua)

Videos und Gifs dürften in Zukunft auf Twitter stärker auffallen: Das Kurznachrichtennetzwerk gibt jetzt bekannt, dass Videos im Nachrichten-Feed künftig automatisch abgespielt werden. Bisher mussten Nutzer ein Video zunächst anklicken, um es abzuspielen. Die selbstabspielenden Videos laufen bereits auf den Web- und iOS-Versionen von Twitter; Android soll in Kürze folgen.

Twitter folgt mit der Autoplay-Standardeinstellung dem Vorbild Facebook, dort gibt es die Autoplay-Videoansicht bereits seit 2013. Die Autoplay-Videos werden geräuschlos abgespielt. Um den Ton zu aktivieren, muss das Video angetippt oder das Mobilgerät zur Vollbildansicht auf die Seite gedreht werden.

Der Test, so Twitter in seinem Firmenblog, habe ergeben, dass die Nutzer die neue Videoeinstellung anderen Einstellungen vorziehen, und dass die sogenannte Video Recall-Rate 14 Prozent höher sei. Darüber hinaus habe der Test einen siebenprozentigen Zuwachs bei der Statistik für komplett angesehene Promoted Videos ergeben.

Während die Autoplay-Einstellung Advertisern mehr Aufmerksamkeit für ihre Videoinhalte bringen soll, haben Nutzer die Möglichkeite, diese auszuschalten. Usern, die bei ihrem Internetzugang nur über eingeschränkte Bandbreite verfügen, werden die Videos nicht im Autoplay-Modus angezeigt.
Twitter-CEO Dick Costolo hat indes seinen Rückzug angekündigt. An seine Stelle soll Mitgründer Jack Dorsey rücken – aber nur übergangsweise

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