So sichtbar sind B2B-Unternehmen im Social Web

25.06.2015, 13:57

Social-Media-Studie

Twitter, Facebook, Blogs und Foren: Wie ist es um die Sichtbarkeit von B2B-Unternehmen im Social Web bestellt und wie hat sich die Nutzung der verschiedenen Kanäle verändert?

So sichtbar sind B2B-Unternehmen im Social Web

(Quelle: Fotolia.com/Matthias Enter)

Facebook und Twitter entwickeln sich zu den wichtigsten Social-Media-Plattformen für B2B-Unternehmen im deutschsprachigen Raum, Blogs und Foren verlieren hingegen an Attraktivität. Zu diesem Ergebnis kommt der „B2B Social Media Report 2015″, den Brandwatch, Anbieter eines Social Media Monitoring Tools, gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Kauleo durchgeführt hat.

Das Gesamtvolumen der gefundenen B2B-Beiträge stieg demnach im Vergleich zum Vorjahr um 2,23 Prozent (News und Social-Media-Treffer). Die Social-Media-Treffer für sich betrachtet sind insgesamt um durchschnittlich 21 Prozent gestiegen. Betrachtet man die einzelnen Kanäle gesondert, zeigt sich eine Entwicklung weg von Content-orientierten Plattformen hin zu dialogorientierten Portalen.


B2B-Branchenentwicklung nach Treffern

(Quelle: Brandwatch/Kauleo)

Demnach haben die Nennungen auf Twitter im Vergleich zu 2013 um 76 Prozent zugenommen und auf Facebook um 52 Prozent. Gleichzeitig zeigt sich bei Foren ein Rückgang von fast 20 Prozent. Auch bei News (15 Prozent) und Blogs (elf Prozent) stellt die Studie einen Rückgang fest. „Die sich abzeichnende Konzentration auf werbeorientierte Plattformen wie zum Beispiel Facebook könnte langfristig für B2B-Unternehmen problematisch werden“, warnt Volker Davids, B2B-Berater bei Kauleo. Firmen sollten das Schaffen von nachhaltigem Content nicht vernachlässigen und die eigenen Aktivitäten regelmäßig und kritisch analysieren.

Aktivstes B2B-Unternehmen beim Thema Social Media ist laut Studie Liebherr, gefolgt von Fraport, Festool und Datev. Auch Sennheiser electronics, BASF, Jungheinrich, Liqui Moly, John Deere und Stiehl haben es in die Top Ten des Rankings geschafft. Zu den „Verlierern“ zählen MAN, Tetra Pak und Krones.

Für den Report wurden insgesamt 215 B2B-Unternehmen aus der DACH-Region analysiert. Die Daten wurden mit dem Social-Monitoring-Tool Brandwatch analysiert. Erhebungszeitraum war das Kalenderjahr 2014.

Für B2B-Unternehmen, die sich gerade mit dem Launch oder Relaunch ihrer Online-Plattform beschäftigen, gilt es einiges zu beachten. Sieben Tipps zur Optimierung der B2B-Plattform hat die Internet World Messe parat.

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Twitter: Tests mit neuen Unternehmensseiten

22.06.2015, 14:17

Mehr Optionen für Advertiser

Gute Nachrichten für Unternehmen und Marken, die auf Twitter werben: Das Kurznachrichtennetzwerk testet zwei neue Möglichkeiten, Produkte im Nutzer-Feed anzuzeigen. Außerdem kuratiert Twitter Trends.

Twitter: Tests mit neuen Unternehmensseiten

(Quelle: Twitter.com)

Twitter will es nicht bei Anzeigen in Form von Promoted Tweets und anderen werbetechnisch hervorgehobenen Beiträgen im Nutzer-Feed belassen. Das Netzwerk kündigte jetzt in seinem Firmenblog an, an zwei neuen Möglichkeiten für Unternehmen zu arbeiten, mit denen diese Produkte im Nachrichten-Feed hevorheben können.

Zum Start des Tests, der in den USA durchgeführt wird, sind bereits Partner wie Sportartikelhersteller Nike, die Warenhauskette Target und die beliebte Fantasy-Serie Game of Thrones an Bord.


ESo erscheint die Produktseite auf der Smartphone-App

(Quelle: Twitter.com)

Dabei testet das Unternehmen unter anderem spezielle Firmenseiten, über die Produkte und Marken mit mehr Informationen beworben werden können. Auf der Seite werden Bilder, relevante Tweets, Produktbeschreibungen und Preisinformationen zusammengefasst. Auch der Kauf des beworbenen Produkts soll über die Integration eines Buy Buttons direkt aus der App oder der Web-Bersion von Twitter heraus möglich sein.

Darüber hinaus will Twitter so genannte Collections einführen. Hier können Unternehmen ähnlich wie auf einer Pinterest-Pinnwand Produkte und Links zusammenstellen, die sie an ihre Zielgruppe weiterreichen wollen. Die Collections tauchen dabei auf der Profilseite der Marken und Unternehmen auf; innerhalb der iOS-Twitter-App gibt es einen speziellen Kategoriepunkt, der die Collections auf den Schirm bringt.

Project Lightning als News-Drehscheibe

Gleichzeitig bringt Twitter auch einen neuen, redaktionell zusammengestellten Nachrichtendienst: „Project Lightning“ soll zur News-Drehscheibe werden, auf der Tweets speziell auf bestimmte Events, Trends und Nachrichten zugeschnitten gesammelt werden.


Eine Beispiel-Collection mit den am Test teilnehmenden Partnern

(Quelle: Twitter.com)

Dabei bestimmt nicht der Algorithmus die Inhalte, sondern eine Redaktion, die die wichtigsten und besten Tweets auswählt. Die Inhalte erscheinen in einer Vollbildanzeige und umfassen neben Tweets auch Fotos und Videos, so das Tech-Blog BuzzFeed.

Vergangene Woche hatte Twitter in seinem News-Feed das automatische Abspielen von Videos eingeführt.

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Twitter kauft sich Whetlab

18.06.2015, 14:45

Mehr Machine-Learning

Twitter will auch in Machine-Learning investieren. Dazu übernimmt das Netzwerk jetzt das Start-up Whetlab, das sich auf künstliche Intelligenz spezialisiert hat.

Twitter kauft sich Whetlab

(Quelle: Twitter.com/Aaron Durand)

Damit seine Nutzer relevante Inhalte auf Twitter schneller und einfacher finden können, will die Plattform ihre Bemühungen in Sachen maschinelles Lernen intensivieren. Die Übernahme des Start-ups Whetlab passt genau dazu: Das Team des jungen Unternehmens entwickelt Software, das Machine-Learning-Systeme entwirft und individuell konfiguriert.

Die genauen Details der Übernahme sind bisher noch nicht bekannt gegeben worden. Das fünfköpfige Team von Whetlab werde zu Twitter wechseln, berichtet Techcrunch, und seine Technologie Twitter zugänglich gemacht. Whetlab selbst soll am 15. Juli 2015 sein bisher nur als Beta-Phase laufendes Angebot vom Netz nehmen.

Kürzlich hatte Twitter den Marketing -Anbieter TellApart übernommen. Für die Live-Streaming-App Periscope legte Twitter weit weniger als die zunächst angenommenen 100 Millionen US-Dollar auf den Tisch.

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Twitter führt Autoplay-Videos ein

17.06.2015, 14:00

Im News-Stream

Jetzt kommt Bewegung in den Twitter-Feed: Nach einer Testphase führt der Kurznachrichtendienst das automatische Abspielen von Videos in seinem Nachrichten-Feed ein.

Twitter führt Autoplay-Videos ein

(Quelle: Shutterstock.com/Bloomua)

Videos und Gifs dürften in Zukunft auf Twitter stärker auffallen: Das Kurznachrichtennetzwerk gibt jetzt bekannt, dass Videos im Nachrichten-Feed künftig automatisch abgespielt werden. Bisher mussten Nutzer ein Video zunächst anklicken, um es abzuspielen. Die selbstabspielenden Videos laufen bereits auf den Web- und iOS-Versionen von Twitter; Android soll in Kürze folgen.

Twitter folgt mit der Autoplay-Standardeinstellung dem Vorbild Facebook, dort gibt es die Autoplay-Videoansicht bereits seit 2013. Die Autoplay-Videos werden geräuschlos abgespielt. Um den Ton zu aktivieren, muss das Video angetippt oder das Mobilgerät zur Vollbildansicht auf die Seite gedreht werden.

Der Test, so Twitter in seinem Firmenblog, habe ergeben, dass die Nutzer die neue Videoeinstellung anderen Einstellungen vorziehen, und dass die sogenannte Video Recall-Rate 14 Prozent höher sei. Darüber hinaus habe der Test einen siebenprozentigen Zuwachs bei der Statistik für komplett angesehene Promoted Videos ergeben.

Während die Autoplay-Einstellung Advertisern mehr Aufmerksamkeit für ihre Videoinhalte bringen soll, haben Nutzer die Möglichkeite, diese auszuschalten. Usern, die bei ihrem Internetzugang nur über eingeschränkte Bandbreite verfügen, werden die Videos nicht im Autoplay-Modus angezeigt.
Twitter-CEO Dick Costolo hat indes seinen Rückzug angekündigt. An seine Stelle soll Mitgründer Jack Dorsey rücken – aber nur übergangsweise

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Twitter-CEO Dick Costolo tritt zurück

12.06.2015, 14:52

Soziales Netzwerk

Twitter-Chef Dick Costolo tritt zum Ende des Monats zurück. An seine Stelle soll Mitgründer Jack Dorsey rücken – aber nur übergangsweise.

Tritt zurück: Costolo

(Quelle: Troy Holden/Twitter.com)

Der Druck von Seiten der Aktionäre und Investoren sei am Ende zu groß geworden: Zum 1. Juli 2015 tritt Dick Costolo als CEO von Twitter zurück. Er freue sich aber darauf, das Unternehmen weiter zu unterstützen, schreibt die Süddeutsche Zeitung.

Die Nachfolge übernimmt Twitter-Mitgründer Jack Dorsey, allerdings nur übergangsweise: „Welcome back, @jack !!“ ließ Costolo über seinen Twitter-Account verlauten. Ein neuer Chef ist offenbar noch nicht gefunden.

Costolo hatte die Geschäfte von Twitter 2010 übernommen und besonders das werbefinanzierte Geschäftsmodell vorangetrieben. Im November 2013 startete Twitter an der Börse. Dennoch schaffte es das soziale Netzwerk nicht einen ähnlichen Status wie Facebook zu erreichen, kritisiert wurden unter anderm die vielen „Karteileichen“ und dass außer dem harten Kern niemand wisse, warum er den Dienst nutzen solle. Die Umsatzprognose für das Jahr 2015 musste im April nach unten geschraubt werden, von 2,17 auf 2,27 Milliarden US-Dollar.

Vor einem Jahr hatte bereits Chief Operating Officer Ali Rowghani Twitter nach vier Jahren verlassen.

Im ersten Quartal 2015 konnte Twitter einen Umsatz von 436 Millionen US-Dollar vermelden – Anaylsten hatten allerdings rund 457 Millionen US-Dollar erwartet. Die Zahlen wurden zudem vorzeitig veröffentlicht – die Twitter-Aktie wurde daraufhin kurzzeitig vom Handel ausgesetzt, anschließend fiel sie um 21 Prozent.

Twitter-Nutzer, denen es schwer fällt, sich kurz zu fassen, dürfen sich indes auf eine Neuerung freuen: Der Kurznachrichendienst hat angekündigt,zum Juli 2015 die Begrenzung auf 140 Zeichen bei Direktnachrichten aufzuheben. Stattdessen sollen künftig bis zu 10.000 Zeichen zur Verfügung stehen. Zudem wendet sich Twitter mit einer neuen Targeting-Option wendet an Advertiser, die ihre Apps unter das Volk bringen wollen: Über die Installed App Category können Entwickler neue Zielgruppen erschließen.

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Twitter: Neues Targeting auf App-Daten-Basis

12.06.2015, 7:05

Installed Apps Categories

Mit einer neuen Targeting-Option wendet sich Twitter an Advertiser, die ihre Apps unter das Volk bringen wollen: Über die Installed App Category können Entwickler neue Zielgruppen erschließen.

Twitter: Neues Targeting auf App-Daten-Basis

(Quelle: Fotolia.de/Scanrail)

Seit einigen Monaten sammelt Twitter Daten über die auf Nutzerhandys installierten Apps. Auf Basis der gewonnenen Informationen bietet das Unternehmen jetzt seinen Werbekunden eine neue Targeting-Option an. Die so genannten Installed Apps Categories ermöglichen die zielgenaue Auslieferung von Anzeigen je nach Kategorie der installierten Apps. Dabei bezieht Twitter auch ein, wann die Apps heruntergeladen wurden.

Die Überlegung hinter der neuen Targeting-Option ist logisch: Wer auf sein Smartphone beispielsweise eine Game-App heruntergeladen hat, dürfte ein generelles Interesse an weiteren Games haben – und damit Teil der Zielgruppe von Games-Entwicklern sein. Nutzer können sich jedoch der Aufzeichnung ihrer App-Daten entziehen: In den Einstellungen lässt sich die Sammlung ihrer App-Informationen ausschalten.

Die neue Targeting-Option ergänzt Twitter darüber hinaus mit neuen Berichten und Analytics, die im Advertiser Dashboard zugänglich sind, erklärt das Unternehmen im Twitter-Firmenblog. So können die Werbekunden beispielsweise identifizieren, welche App-Kategorien die besten Installationserfolge bei den geringsten Kosten pro Installation erzielen und auf Basis dieser Daten ihre zukünftigen Kampagnen auf die leistungsstärksten App-Kategorien ausrichten.

Die installierten Apps auf Nutzergeräten erfasst Twitter bereits seit Ende November 2014.
Twitter-Werbung wird noch zu wenig genutzt, kann B2B-Unternehmen aber dabei helfen, den Vertrieb anzukurbeln. Sieben Tipps für bessere Conversion-Kampagnen zur Leadgewinnung.

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B2B: Vertrieb ankurbeln mit Twitter-Werbung

04.06.2015, 9:00

Leadgewinnung

Twitter-Werbung wird noch zu wenig genutzt, kann B2B-Unternehmen aber dabei helfen, den Vertrieb anzukurbeln. Sieben Tipps für bessere Conversion-Kampagnen zur Leadgewinnung.

Social Advertising mit Twitter

(Quelle: shutterstock.com/Johavel)

Twitter ist für die Bewerbung von Whitepapern, Fallstudien, Webinaren oder Messeeinladungen als Kanal gut geeigent. Tipps, wie Conversion-Kampagnen zur Leadgewinnung auf Twitter erfolgreich laufen, gibt Manuel Leschik, Geschäftsführer der Agentur rabbit performance.

1. Hashtag #Fail: Binden Sie keine Hashtags in Ihre Werbeanzeige ein. Bei Conversion-Kampagnen ist das erklärte Zwischenziel, die Nutzer erst einmal auf eine entsprechende Landingpage weiterzuleiten und dort zur gewünschten Handlung zu führen. Zusätzliche Hashtags und Links reduzieren dabei die Chance, den „richtigen“ Klick zu erzielen.

2. Kein nackter Tweet: Promoted Tweets mit Rich-Media-Elementen wie Bilder und Videos haben laut Twitter über 300 Prozent mehr Engagement und 50 Prozent mehr Retweets als Anzeigen, die nur aus Text und URL bestehen.

3. Bild schlägt Text und Bewegtbild schlägt Bild: Integrieren Sie ein Bild oder eine Bildergalerie in Ihre Twitter-Anzeige. Nutzen Sie dafür Abbildungen, die das Thema des Promoted Tweets visualisieren und gleichzeitig Blickfänger sind. Das Firmenlogo sollte bei B2B-Kampagnen ebenso in die Anzeige integriert werden wie Key Visuals. Video-Content im B2B-Bereich ist rar. Gerade deshalb können Sie hier besonders punkten. Um ein als zu trocken empfundenes Business-Thema interessanter zu machen, können Sie zum Beispiel für Sechs-Sekünder die Mikrovideo-App Vine nutzen, mit der Twitter kooperiert.

4. Ihre Wild Card: Nutzen Sie die sogenannten „Cards“ für Ihre Promoted Tweets. Die Tweet-Erweiterungen bieten Bildflächen, zusätzliche Zeichen für die Werbebotschaft und einen Call-to-Action-Button, der selbst beschriftet werden kann, beispielsweise mit „Jetzt anmelden“ oder „Mehr erfahren“. Gegenüber einem normalen Promoted Tweet mit URL ist das Engagement mit Cards laut Twitter 40 Prozent höher.

Die erste Landeseite muss auch mobil gut bedienbar sein

5. Mobile ist Muss: 80 Prozent der monatlich aktiven Twitter-User weltweit nutzen den Dienst über ein mobiles Endgerät. Hingegen besitzt etwa die Hälfte der B2B-Unternehmen in Deutschland noch keine mobile oder responsive Website. Wenn Ihr Unternehmen zu dieser Gruppe gehört, stellen Sie sicher, dass wenigstens die erste Landeseite auch mobil gut bedienbar ist. Mit dem Tool „Leadpages“ lassen sich ohne große Kosten mobile Landeseiten entwickeln. Beziehen Sie die Konzeption der Landingpages unbedingt mit in die Kampagnenplanung ein.

6. Schlank statt aufgebläht: Das Mediennutzungsverhalten ist bei Twitter stark vom Screening geprägt. Promoted Tweets sollten deshalb kurz und aussagekräftig sein. Dasselbe gilt auch für Landingpages. Halten Sie Kontakt- oder Registrierungsformulare auf der Landeseite schlank. Datensparsamkeit senkt die Abbruchrate und macht es einfacher, Interessenten in Ihren Sales Funnel zu überführen. Wenige Daten genügen, um später die Interessen Ihrer potenziellen Neukunden in Erfahrung zu bringen, beispielsweise mithilfe von E-Mail- oder Lead-Nurturing-Kampagnen.

7. Keywords, Interessen, Follower: Um die richtige Zielgruppe für Ihre vertriebsunterstützende Kampagne auf Twitter zu finden, kommt neben Schlagwörtern oder vorklassifizierten Interessen (zum Beispiel in der Kategorie „Business“) das Targeting auf Follower in Frage. Besonders für Nischenzielgruppen ist es ideal. Denn Follower, die einem Meinungsführer, Fachzeitschriften oder Wettbewerbern folgen, haben ein hohes Interesse an thematisch angrenzenden Themen und sind dadurch ideale Empfänger für Ihre Kampagne.

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Audience Insights: Neue Einblicke in Twitter-User

29.05.2015, 9:13

Follower verstehen

Mit einem neuen Analyse-Tool bietet Twitter Advertisern mehr Targeting-Möglichkeiten. Audience Insights erlaubt Einblicke in demografische Zusammensetzung der Zielgruppe und deren Nutzerverhalten.

Kaufverhalten in der Übersicht: So genau weiß Twitter Bescheid

(Quelle: Twitter.com)

Neue Einblicke in das Nutzerverhalten: Twitters Targeting-Tool Audience Insights erlaubt Werbekunden Einsichten in ihre Zielgruppe und ihre Interaktion mit den Usern. Dabei bündelt das Tool Informationen über die Zielgruppe in den Kategorien demografische Zusammensetzung, Kaufverhalten, Lifestyle, persönliche Interessen, mobiles Nutzungsverhalten oder Fernsehkonsum.

Auf der Basis dieser Daten sollen beispielsweise neue Zielgruppen erschlossen werden – oder einfach nur Einblicke darüber gewonnen werden, welche Produkte die Zielgruppe gerade gekauft oder welche Fernsehsendung sie angesehen hat. Die detaillierten Zusammenfassungen innerhalb der Kategorien sollen den Werbekunden auch Aufschluss darüber geben, mit welchem Medium sie zukünftige Kunden erreichen können, oder über welches Betriebssystem sie die meisten Nutzer erreichen.

Das neue Tool ist zunächst nur für Werbekunden zugänglich. Die Audience Insights beruhen auf Twitter-Daten aus den USA, doch die Erweiterung des Analyse-Tools ist für die nächsten Monate geplant. Der Datenschutz, so betont Twitter in seinem Beitrag im Firmenblog, habe dabei höchste Priorität, die Nutzerinformationen würden nur als Sammelinformation und unpersönlich angezeigt.

An den Targeting-Optionen hatte Twitter auch schon Ende vergangenen Jahres geschraubt und die Zielgruppenansprache nach Gerätetyp und Mobilfunkanbieter eingeführt. Seit Dezember 2014 gibt es auch die „Tailored Audiences“, das Targeting nach App-Aktivitäten der Nutzer.

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Flipboard: Auch Yahoo und Google haben Interesse

28.05.2015, 15:35

Nachrichten-App

Flipboard steht Übernahmeangeboten offen gegenüber, heißt es. Und zu den Interessenten gehören Medienberichten zufolge neben Twitter auch Yahoo und Google. Entsprechende Sondierungen sollen laufen.

Flipboard: Auch Yahoo und Google haben Interesse

(Quelle: Flipboard.com)

Nicht nur Twitter will Flipboard, auch andere Internetgiganten haben ihre Fühler nach der sozialen Nachrichten-App ausgestreckt. Sowohl Yahoo als auch Google sollen in den vergangenen Wochen Gespräche mit dem Übernehmen hinsichtlich einer möglichen Übernahme geführt haben, berichtet das Wall Street Journal. Dabei sei vor allem besprochen worden, wie das Angebot von Flipboard in die Suchgiganten integriert werden könnte. Preisvorstellungen der beiden Unternehmen seien noch nicht durchgedrungen.

Für beide Internetfirmen könnte eine Übernahme von Flipboard sinnvoll sein: Mit der sozialen Nachrichten-App könnten diese ihr Angebot aufwerten und ihre Inhalte vor allem mobilen Nutzern in übersichtlicheren Häppchen präsentieren. Dabei haben sowohl Google als auch Yahoo mit Nachrichten-Apps experimentiert. Yahoos Livestand ist allerdings schon 2012 wieder geschlossen worden.

Das Interesse von Kurznachrichtendienst Twitter an Flipboard dagegen war bereits mit einem Übernahmepreis in Verbindung gebracht worden: Twitter wolle bis zu einer Milliarde US-Dollar für Flipboard auf den Tisch liegen, hieß es.

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Twitter will Flipboard kaufen

27.05.2015, 10:24

Übernahmegespräche

Nachrichten stehen bei Twitter hoch im Kurs. Nun soll eine weitere App auf der Kaufliste stehen. Hinter den Kulissen laufen bereits seit Monaten die Gespräche zur Übernahme von Flipboard.

Twitter will Flipboard kaufen

(Quelle: Flipboard.com)

Twitter möchte seinen Dienst offenbar mit dem Angebot von Flipboard aufwerten. Und das ist dem Unternehmen einiges wert: Nach Informationen von Recode soll sich Twitter bereits seit Anfang des Jahres in Verhandlungen mit Flipboard befinden und eine Übernahmesumme erwägen, die die Nachrichten-App auf eine Bewertung von mehr als einer Milliarde US-Dollar heben würde.

Nicht nur das Angebot von Flipboard – einer Anwendung, bei der Nutzer individuell festlegen können, welche Inhalte ihnen in Magazin-Format eingespielt werden – sondern auch die Köpfe hinter dem Unternehmen scheinen dabei für Twitter von Interesse zu sein. Das Product-Team von Flipboard könnte der Entwicklungsabteilung von Twitter neue Impulse zur Innovation des eigenen Angebots bieten.Twitter arbeitet mit Flipboard bereits in mehreren Bereichen zusammen – zum Beispiel beim Einbinden von Twitter-Werbung auf externen Seiten und Apps.

Anfang Mai 2015 hieß es, dass Twitter auch an der Übernahme der News-App Circa interessiert ist. Für die Akquisition der App Periscope und der Talentagentur Niche legte Twitter in diesem Jahr bereits 86 Millionen US-Dollar auf den Tisch.

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