Milliardeninvestitionen in Onlinewerbung

12.10.2012, 15:22

Auch in den USA wachsen die Investitionen in Internetwerbung ungebremst weiter: Allein im ersten Halbjahr 2012 wurde ein Betrag in zweistelliger Milliardenhöhe für Online-Reklame ausgegeben. Vor allem mobile Werbung legt kräftig zu.

(Foto: istock.com/Pablo)

Im ersten Halbjahr 2012 haben Advertiser auf dem US-Markt 17,0 Milliarden US-Dollar für Internetwerbung ausgegeben. Damit wuchsen die Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent, so der Advertising Revenue Report von IAB. Damals waren in den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 14,9 Milliarden US-Dollar umgesetzt worden.

Vor allem auf Smartphones und Tablets wurden die Werbeaktivitäten verstärkt. Hier steigerte sich der Werbeumsatz um 95 Prozent auf 1,2 Milliarden US-Dollar. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 waren es im ersten Halbjahr 636 Millionen US-Dollar. Damit hält der Bereich Mobile mittlerweile sieben Prozent am gesamten Internetwerbemarkt. Im vergangenen Jahr waren es noch vier Prozent für Mobile gewesen. Den größten Anteil am Werbemarkt verzeichnet aber weiterhin Search mit 47 Prozent. Display-Werbung liegt mit 21 Prozent auf dem zweiten Platz.

Der Retail-Sektor ist bei der Internetwerbung am stärksten vertreten: Ein Fünftel des Werbeumsatzes wird durch werbende Onlinehändler generiert. Das sind 3,4 Milliarden US-Dollar. Finanzinstitutionen und Telekommunikationsunternehmen folgen auf den Plätzen zwei und drei mit 13 Prozent (2,2 Milliarden US-Dollar) und 12 Prozent (2,1 Milliarden US-Dollar).

Schon im April 2012 hatte sich das Wachstum des Internetwerbemarktes abgezeichnet. Auch der deutsche Online-Werbemarkt verzeichnet ein kräftiges Brutto-Wachstum.

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Facebook “The things that connect us” Werbespot | Video der Woche

08.10.2012, 9:28

“Stühle sind dazu da, dass Menschen darauf Platz nehmen und eine Pause machen können.”
Dieser großartige Spot der amerikanischen Agentur Wieden + Kennedy für Facebook beginnt mit einer majestätisch wirkenden Einstellung eines schwebenden Stuhles im Wald und zeigt dann Menschen aller Hautfarben und Kulturen auf Stühlen sitzen. Facebook verbindet Menschen und überzeugt damit mal wieder in diesem bildgewaltigen Video. Viel Spaß beim Anschauen!

Postings für Schnösel und Egomanen

04.10.2012, 10:18

Nach der ersten Testrunde in Neuseeland will Facebook es jetzt wissen: Kommen über die Promoted Posts genug Werbeeinahmen ins Firmensäckel? Der Test der Werbeform wird auf den US-amerikanischen Stammmarkt ausgeweitet.

Es gibt Menschen die schon immer etwas mehr Beachtung erlangen wollen, auch wenn ihnen kaum jemand zuhört. Für diese Zielgruppe hat Facebook nun ein neues Feature freigeschaltet – sofern die Anwender es sich leisten können. Auch Privatnutzer sollen nur für mehr Sichtbarkeit in von zahlen können. Das Promoted Posts-Feature ermöglicht es den Usern, einzelne Beiträge gegen Bezahlung hervorheben zu lassen. Ein Test der neuen Werbemöglichkeit läuft nach einer ersten Phase in Neuseeland in den USA an.

Nach Informationen von Techcrunch sollen die hervorgehobenen Beiträge 7,00 US-Dollar kosten. Facebook hofft, dass Nutzer damit gegen Bezahlung mehr Aufmerksamkeit für private Ereignisse wie Parties oder private Verkaufsangebote "erkaufen" wollen. Das Feature ist bereits in 20 weiteren Märkten verfügbar. User mit weniger als 5.000 Kontakten können die Werbeform, die ursprünglich unter dem Namen "Highlights" bekannt gemacht wurde, nutzen.

Nach Aussage von Facebook werden normale Nutzerbeiträge auf dem Netzwerk von 12 bis 16 Prozent der Kontakte wahrgenommen. Ein Promoted Post könnte dem Beitrag zu mehr Sichtbarkeit verhelfen, indem er an höherer Position im Nachrichtenstrang auftauchen würde. Promoted Posts werden als solche gekennzeichnet; die Nutzer erhalten auch Auskunft über die Reichweite ihrer bezahlten Beiträge.

Im Mai 2012 hatte Facebook den ersten Test mit den damals noch "Highlights" genannten Promoted Posts in Neuseeland gestartet. Seit Mitte September 2012 testet Facebook übrigens auch ein eigenes mobiles Anzeigennetzwerk.

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Facebook ohne Einfluss auf Online-Shopping

02.10.2012, 11:41

Laut den Marktforschern von Forrester Research haben Soziale Medien so gut wie keinen Einfluss auf das Konsumverhalten der Online-Shopper. Lediglich ein Prozent aller Internet-Nutzer würde sich durch Informationen aus sozialen Netzwerken zu einem Kauf bewegen lassen. Auch personalisierte Werbung scheint nur für wenige annehmbar zu sein. Mehr zu den Ergebnissen der Untersuchungen erfahren Sie hier.

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“Wir wissen schon einige Zeit, dass Facebook für Unternehmen nicht der beste Werbekanal ist und es für die meisten auch nie sein wird. Hoffentlich können wir mit dieser Diskussion jetzt endlich aufhören“, so Forschungsleiterin Sucharita Mulpuru. Untersuchungen belegen, dass knapp ein Viertel aller Amerikaner ihre Zeit auf Facebook, Twitter und Co. verbringen und knapp 70 Prozent ihre Käufe im Internet tätigen. Branchenkenner kritisieren bereits seit geraumer Zeit, dass Marketing über Facebook nur schwer betrieben werden kann – dass der Erfolg jedoch so gering ist, hatte kaum einer wahr haben wollen.

Das Inc. Magazine hat 2011 einen Artikel veröffentlicht, in dem soziale Netzwerke für Werbezwecke von Marketingexperten als „sinnlos“ bezeichnet wurden. Im Frühjahr 2012 hat General Motors angekündigt, sich von Facebook zu verabschieden. Der Automobilhersteller habe Berichten zufolge über zehn Millionen Dollar in Werbung auf dem sozialen Netzwerk investiert, jedoch ohne Erfolge.

“Die Idee, dass man auf Facebook Produkte teilt und vergleicht, ist prinzipiell nicht schlecht. Dadurch kann man zum Beispiel das Markenbewusstsein steigern. Unsere Studie zeigt aber das, was viele Unternehmen schon wissen: Social Media überredet die Nutzer nicht zum Spontankauf“, erklärt Mulpuru.

Auch personalisierte Werbung scheint nicht besonders beliebt zu sein – zumindest in Österreich. Laut einer Studie des SORA-Instututs im Auftrag der Telekom Austria Group können sich nur knapp neun Prozent der Befragten mit personalisierter Werbung anfreunden und empfindet diese Inhalte vor allem auf Facebook als störend. „Die Mehrheit findet personalisierte Angebote nicht einmal hilfreich und ist dagegen, dass Nachrichtenportale, Suchmaschinen und Shopping-Seiten nur noch Empfehlungen anbieten. Gleichzeitig fehlt es den Nutzern aber am Bewusstsein, dass es überhaupt so etwas wie Personalisierung gibt“, fasst der Generaldirektor der Telekom Austria Group, Hannes Ametsreiter, zusammen.

(Quelle: pressetext.com)

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Eurokrise bremst Werbeinvestitionen

01.10.2012, 11:45

Der weltweite Werbemarkt wächst – allerdings nicht ganz so stark wie erwartet. Das erklärt ZenithOptimedia in ihrem aktuellen "Advertising Expenditure Forecast". Die Mediaagenturgruppe korrigiert damit den Anstieg der weltweiten Werbeinvestitionen für das laufende Jahr von 4,3 Prozent auf 3,8 Prozent hinunter. Für Onlinewerbung gibt es nach wie vor eine äußerst positive Prognose.

(Foto: Fotolia/N-Media-Images)

Grund für den Einbruch ist die anhaltende Eurokrise. Milliardenlöcher in den Staatshaushalten der Mitgliedsländer führen dazu, dass die Unternehmen Werbeinvestitionen zurückhalten. Daher wurden die Prognosen von ZenithOptimedia für die weltweiten Werbeausgaben für das laufende Jahr von 4,3 Prozent auf 3,8 Prozent heruntergesetzt. Auch für 2013 und 2014 gibt es kleine Korrekturen. So liegen die Erwartungen für 2013 bei 4,5 Prozent (statt 5,3 Prozent) und für 2014 bei 5,2 Prozent (statt 6,1 Prozent).

Die Krisenländer Italien, Spanien, Portugal und natürlich Griechenland befinden sich bereits in der Rezession, ihre Werbemärkte schrumpften zwischen 6,5 Prozent (Italien) und 33,2 Prozent (Griechenland). Deutschland, Österreich und Niederlande wachsen lediglich unterhalb der Inflationsrate. Insgesamt soll der Werbemarkt der Eurozone dieses Jahr um 3,1 Prozent schrumpfen und sich – sofern größere Katastrophen wie ein Auseinanderfallen der Währungsunion ausbleiben – nächstes Jahr bei einem Plus von 0,9 Prozent wieder fangen, ehe es 2014 mit 2,3 Prozent Wachstum wieder aufwärts geht.

"Vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheit über die Zukunft der Eurozone hat sich auch das Werbeklima merklich abgekühlt, so dass wir für dieses Jahr nur noch ein Wachstum von 1,1 Prozent prognostizieren", erklärt Frank‐Peter Lortz, Chairman ZenithOptimedia. "Bis dato ist es der Politik nicht gelungen, eine langfristige Lösung für ein stabiles Europa vorzustellen. Das Hangeln von einem Hilfspaket zum nächsten wird jedoch nicht nur von den hoch verschuldeten Mitgliedsländern als unbefriedigend empfunden, und die Angst vor einer Rezession wächst."

Für 2013 rechnet Lortz mit einem leichten Anstieg der Werbeinvestitionen um 1,6 Prozent, 2014 soll der hiesige Werbemarkt dann um 2,2 Prozent wachsen: "Auffällig, aber nicht verwunderlich ist, dass alle Medien, die den Weg der Digitalisierung bereits ein gutes Stück weit beschritten haben, auch in diesen schwierigen Zeiten zusätzliche Einnahmen verbuchen dürfen, während Gattungen, die auf diesem Weg noch eher am Anfang stehen, Einbußen hinnehmen müssen", so Lortz. Im Klartext bedeutet dies, dass Internet immer noch zweistellig wächst, die elektronischen Medien TV und Radio einstellig und der Rest schrumpft.

ZenithOptimedia erstellt die vierteljährlichen Forecasts seit 16 Jahren. Sie sollen der Werbewirtschaft als Barometer für die Planung ihrer Media‐Aktivitäten dienen.

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Oreo “Lunchbox” Werbespot | Video der Woche

17.09.2012, 9:39

Oreo hat mal wieder einen zuckersüßen Werbespot an den Start geschickt. Die Tochter erklärt ihrem Papa wie man Oreos richtig isst. Konzipiert wurde die Werbung von der britischen Agentur Draftfcb. Viel Spaß!

Real-Time-Werbung

11.09.2012, 10:08

Um Zielgruppen zu ermitteln, sammeln Unternehmen Daten von Internet-Usern. Damit sollen den Besuchern von Websites möglichst passende Angebote in Echtzeit (“Real Time”) präsentiert werden. Die zunehmende Relevanz des Themas zeigen die zahlreichen Vorträge, die dazu auf der diesjährigen Fachmesse Dmexco zu hören sind.

Das komplette Special lesen Sie hier: Real Time Werbung. Die Große Daten-Welle kommt (INTERNET WORLD Business Ausgabe 18/2012).

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Andes Beer Werbespot | Video der Woche

27.08.2012, 11:40

Die argentinische Agentur Saatchi&Saatchi hat mal wieder einen ansehnlichen Werbespot produziert. Der Mann mit den Flaschen an den Fingern erinnert ein wenig an Edward mit den Scherenhänden. Natürlich darf eine dramatische Liebesgeschichte nicht fehlen und die Wende, die für manchen wohl etwas ruppig ist,ist für andere jedoch einen Lacher wert. Seht selbst!

Neue Werbemöglichkeit im Netzwerk

23.08.2012, 12:58

Wer auf Facebook eine App, Marke oder Person sucht, könnte schon bald mit Werbung konfrontiert werden: Das soziale Netzwerk bietet Werbekunden jetzt die Möglichkeit an, so genannte Sponsored Results zu kaufen. Dabei erscheinen die Facebook-Details des Werbekunden mitsamt Profilfoto unter der Überschrift “Sponsored” innerhalb der Suchergebnisse.

Damit sollen Werbekunden ihre Zielgruppe noch genauer ansprechen können, so Techcrunch. Ein Klick auf die Sponsored Result-Anzeige führt die Nutzer auf die Facebook Page der Werbekunden. Die Advertiser können dabei individuell festlegen, auf welche Tab der Link zugreift. Das Verlinken auf die externe Seite der Werbenden ist darüber jedoch nicht möglich. Nutzer können die Ads durch einen Klick ausblenden.

Mit der neuen Werbemöglichkeit versucht sich Facebook einen weiteren Anzeigenplatz zu erschließen und die Monetarisierung über Werbung voranzutreiben. Das scheint auch nötig zu sein, angesichts des Verlusts einiger Großinvestoren. Die Aktie von Facebook befindet sich seit Ausgabe auf Schlingerkurs.

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Der Aufstieg eines “Altherrengetränks”

17.08.2012, 14:31

Vom “Altherrengetränk” zur Kultmarke – mit einer durchdachten Marketingstrategie hat es Jägermeister geschafft, beim jungen Partyvolk als hip zu gelten. Und das obwohl die Alkoholbranche zunehmend mit poltitischen Regulierungsvorstößen konfrontiert wird.

Wenn es nach der Tierrechtsorganisation Peta geht, sollte sich Jägermeister in “Waldmeister” umbenennen. Die Namensänderung würde der Marke zu einem besseren Image verhelfen und den Kräuterlikör auch für Tierfreunde trinkbar machen, die sich nicht mit der Jagd identifizieren wollen. Doch trotz der umstrittenen Jäger-Hymne auf seiner Flasche (“Das ist des Jägers Ehrenschild, dass er beschützt und hegt sein Wild”), hat es das Getränk geschafft, sein altbackenes Image abzustreifen und ist bei jungen Menschen zur Kultmarke avanciert.

Dabei setzt das Unternehmen aus Wolffenbüttel in Niedersachsen auf einen Mix aus Musik, Promotions und dem Internet. Wie der Likör den Sprung zur hippen Marke geschafft hat lesen Sie hier: Jägermeisters Marketingstrategie: Lautes Röhren im Netz (INTERNET WORLD Business Ausgabe 15/2012).


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