Video of the Week

11.06.2012, 10:11

Viel Spaß!

Fußball-EM 2012: Gelungene Marketing-Ideen

08.06.2012, 11:50

Die EM bietet viel Platz für kreative Marketing-Kampagnen

Ritter Sport will mit einer Kokosnuss
die Spielausgänge vorhersagen

Große Sportereignisse wie die Olympischen Spiele nutzen Werbetreibende gerne, um mit speziellen Kampagnen auf sich aufmerksam zu machen. Auch zur Fußball-EM starten viele kreative Marketing-Maßnahmen – vor allem Social Media wird dabei verstärkt genutzt.

Ob Rittersport, Otto oder VW: Große Marken setzen gezielt auf die EM, um mit dem Fußball-Event verstärkt auf ihre Produkte aufmerksam zu machen. Beliebt sind vor allem Aktionen auf Facebook und Co. und spezielle Apps.

Ritter Sport trumpft mit einem neuen EM-Orakel auf, um die neue Sommersorte “Weiße Cocos” zu vermarkten: Eine Kokosnuss löst in diesem Jahr Kultkrake Paul ab und wird auf der Facebook-Seite der Schokoladenmarke den Ausgang aller deutschen Spiele vorhersagen. Für die kreative Marketingaktion wird eine echte indonesische Kokosnuss, die mit einem Vibrations-Antrieb ausgestattet ist, über ein Spielfeld tanzen. Die Mannschaft, auf dessen Seite die “Weiße Cocos” nach elf Sekunden zum Stehen kommt, soll dann das Spiel gewinnen. Sollte die deutsche Mannschaft frühzeitig ausscheiden, wird die Kokosnuss auch für andere Mannschaften den Spielausgang vorhersagen. Start des Orakels ist der 9. Juni 2012.

Versandhaus Otto setzt hingegen auf eine EM-Kicker-App, um seinen Fans die Wartezeit zur EM zu versüßen. Ein Elfmeter-Shoot-out bietet den Fans drei Versuche, den Ball ins Netz zu befördern – dann ist der nächste Facebook-Freund an der Reihe. Zudem kann ein Spieler einen Facebook-Freund herausfordern, der dann als Torwart die Schüsse parieren muss. Ein öffentliches Ranking wertet die virtuellen Kicker-Ergebnisse aus.

Auch VW ist im EM-Fieber: Passend zum Spiel Deutschland gegen Holland am 13. Juni startet Volkswagen dazu ein internationales Online-Fan-Spiel. Die Aktion “Das Länderspiel” ist als Facebook-Auftritt konzipiert, läuft aber auch als App. Auf der deutschen und niederländischen Facebook-Seite des Automobilherstellers können Fans in beim Online-Live-Elfmeterschießen gegeneinander antreten. Unter allen Teilnehmern wird ein neuer Volkswagen up! in den entsprechenden Landesfarben verlost. Die Aktion ist eine Kooperation vom Volkswagen Vertrieb Deutschland und dem niederländischen Volkswagen Importeur, die Partner des deutschen respektive des niederländischen Fußballbundes sind.

Vollen Einsatz zeigt Bundestrainer und Nivea-Botschafter Jogi Löw: Neben einer TV-Kampagne, in der der Coach getreu dem Motto “Was wirst du für unsere Elf tun?” die vielfältigen Möglichkeiten der Fan-Unterstützung thematisiert, werden die Fans außerdem auf einer Kampagnen-Seite bei Facebook dazu aufgerufen, der Community Fotos und Videos davon zu zeigen, wie sie sich auf ein Spiel der deutschen Mannschaft vorbereiten.

Ein kulinarisches Special zum Fußball-Event in diesem Sommer bot Hallo Pizza. Auf Facebook wurden die Fans dazu aufgefordert ihre Lieblings-EM-Pizza zu kreieren. Die Facebook-Community stimmte dann über die am besten belegte Pizza ab. Die drei Gewinner werden nun für den Zeitraum der Fußball-EM angeboten.

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Bruttowerbeumsätze für mobile Display-Werbung

31.05.2012, 13:22

Bruttowerbeumsätze für mobile Display-Werbung

(Foto: istockphoto.com/ymgerman)

Bereits im ersten Quartal 2012 konnte der mobile Werbemarkt in Deutschland ein Wachstum von über 70 Prozent vorlegen. Für das Gesamtjahr 2012 wird insgesamt ebenfalls ein Wachstum von 70 Prozent erwartet.

Rund 36 Millionen Euro wurden im vergangenen Jahr in Display-Werbung auf mobilen Webseiten und Apps investiert. Beim Vergleich der beiden ersten Quartale der Jahre 2011 und 2012 zeigt sich ein Wachstum von 70 Prozent, so die Zahlen einer Statistik von BVDW und Nielsen. Im ersten Quartal 2012 wurden somit 9,3 Millionen Euro mehr in mobile Werbung gesteckt als im Vorjahresquartal.

“Mobile Advertising gilt als Investition in die Zukunft, von der alle werbungtreibenden Unternehmen profitieren können.  Der deutsche Markt für Mobile Display Advertising wird um mindestens 70 Prozent zulegen und sich zu einem immer relevanteren Werbekanal entwickeln”, sagt Oliver von Wersch, Leiter der Unit Mobile Advertising (MAC) im BVDW, im Hinblick auf das Gesamtjahr 2012.

Vor allem die Automobilbranche habe im laufenden Jahr verstärkt in mobiles Advertising investiert, so die Untersuchung. 2,2 Millionen Euro wurden von den Autobauern für Mobile Display Werbung ausgegeben, gefolgt vom Dienstleistungssektor mit 1,5 Millionen Euro und der Telekommunikationsbranche mit 1,4 Millionen Euro.

Im Jahr 2011 hatte die mobile Werbung bereits einen Erfolgskurs verzeichnet. Die Mobile Werbestatistik von Nielsen und BVDW basiert auf monatlichen Meldungen der mobilen Werbekampagnen von sieben führenden Vermarktern der Mobile-Werbung.

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Markenversprechen mehr Schein als Sein

22.05.2012, 10:25

Das Vertrauen in die Versprechungen von Marken schwindet. Der Kunde sieht sich immer seltener als König. Das zeigt eine auf der Konferenz „Marketing im 21. Jahrhundert“ der HHL Leipzig Graduate School of Management präsentierte Umfrage. „Das Marketing hat in jüngster Vergangenheit viel erreicht, muss aber vorsichtig sein. Die Zeichen häufen sich, dass es in Zukunft kritische Fragen geben wird“, sagt HHL-Marketingexperte Manfred Kirchgeorg.

Supermarkt: Marken schwätzen bloß,
glauben viele – (Foto: pixelio.de/kunstart)

Hinweise dafür gibt eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Deutschen, die von der HHL initiiert und TNS Infratest durchgeführt wurde. Ergebnis: Nur jeder Dritte sieht Markenversprechen als Entscheidungshilfe im Angebotsdschungel, nicht einmal jeder Fünfte vertraut ihnen. Im Gegenzug halten sie acht von zehn als reine Werbemaßnahme und stimmen der Aussage zu, dass Unternehmen durch Versprechungen bloß die Preise hinaufsetzen wollen. Im Osten Deutschlands ist die kritische Distanz gegenüber den Verheißungen am höchsten.

Zwar achten die meisten Kunden beim Einkauf weiter auf Marken und glauben, dass diese für Qualität und Erfahrung stehen. Den Werbesprüchen glaubt man trotzdem nicht, was Kirchgeorg als „Alarmsignal“ sieht: „In der Kommunikation wird zu viel versprochen. Die Menschen können immer weniger unterscheiden, ob das Versprechen auch zutrifft.“ Gut beraten wäre das Marketing, wenn es den Kunden mit seinen Wünschen und Sorgen ernster nähme. „Etwa bei Süßwaren dürfen Negativseiten wie etwa das zunehmende Diabetesproblem nicht ausgeklammert werden“, fordert der Experte.

Doch auch ein zweites Teilergebnis der Studie sorgt bei Kirchgeorg für Stirnrunzeln. Zwei von drei Befragten sagen, dass der Kunde immer weniger König ist, wobei derselbe Anteil bei Jugendlichen diesen Grundsatz sogar als „bloßes Lippenbekenntnis“ bezeichnet. „Modernes Marketing sollte die Möglichkeiten der Kundenorientierung vervielfachen, doch der Schein trügt“, stellt der Experte fest. Sein Rat: „Kundenorientierung muss Teil der Aufgabe aller Abteilungen eines Unternehmens sein. Jeder hat seinen Beitrag dazu zu leisten, dass der Kunde am Ende der Kette mit dem Produkt zufrieden ist.“

(via Johannes Pernsteiner | Quelle: pressetext.com)

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21.05.2012, 8:59

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Greenlight Studie zu Facebook Ads

18.05.2012, 14:19

Einer britischen Studie zufolge würden 44 Prozent der Nutzer niemals auf eine Werbeanzeige in Facebook klicken. Ein Großteil nutze das Netzwerk primär zum sozialen Austausch, knapp ein Drittel würde Facebook aufgrund der Sammlung persönlicher Daten “stark misstrauen”.

(Foto: istock / ymgerman)

Die in London ansässige Agentur für digitales Marketing Greenlight hat in einer globalen Umfrage 500 Personen befragt, wie sie mit Online-Werbung, Suchmaschinen und sozialen Netzwerken umgehen. Das Ergebnis: 44 Prozent gaben an, “niemals” auf eine gesponserte Werbeanzeige in Facebook zu klicken.

Lediglich drei Prozent der befragten Personen hätten angegeben, “regelmäßig” auf Facebook-Werbung zu klicken, 10 Prozent beantworteten die Frage mit “oft”. Gleichzeitig wurde Facebook als die am dritthäufigsten genutzte Website genannt (nach Google und Youtube). Erwartungsgemäß sagten 50 Prozent der Befragten, Facebook  zum Austausch mit Freunden und Familie und zum Teilen von Fotos zu nutzen.

“Die Popularität von Facebook ist nicht überraschend. Mit 30 Prozent der Befragten, die angeben, sie würden Facebook wegen der persönlichen Daten ‘stark misstrauen’, hat Facebook allerdings ein zunehmendes Problem bei seinem Werbeprogramm”, sagt Hannah Kimuyu, die bei Greenlight für den Bereich bezahlte Medien zuständig ist. Angesichts der positiven Wachstumszahlen gehe sie allerdings trotzdem davon aus, dass die Schaltung von Werbeanzeigen auf Facebook in diesem Jahr noch zunehmen werde.

Vermarkter hatten Facebook kürzlich kritisiert, es würde seinen zahlenden Nutzern, die Werbeanzeigen über das soziale Netzwerk schalten, zu wenig Beachtung schenken. Kurz danach hatte General Motors, einer der größten Facebook-Werbekunden, sein gesamtes Budget eingefroren, weil es mit der Performance der Anzeigen unzufrieden war.

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Amazon plant Werbung auf Kindle Fire

18.05.2012, 12:28

Das Kindle Fire von Amazon ist das meistverkaufte Produkt des Onlinehändlers. Nun plant Amazon Anzeigen, die auf dem Startscreen des eBook-Readers platziert werden sollen.

Das Kindle Fire lohnt sich für Amazon

Das meistverkaufte Produkt bei Amazon in den USA soll für den Internetriesen bald noch lukrativer werden: Nach Angaben von AdAge will Amazon sein umsatzträchtiges Kindle Fire nun auch Werbetreibenden zugänglich machen. Für 600.000 US-Dollar können Interessierte Anzeigen schalten, die direkt auf dem Startscreen des eBook-Tablets platziert werden sollen. Bislang gibt es bereits eBook-Reader von Amazon, wie der Kindle Special Offers, die durch die Integration von Werbeanzeigen im Verkauf günstiger sind.

Eine Anzeigen-Kampagne auf dem Tablet würde nach AdAge für zwei Monate laufen. Unklar ist dabei noch, ob die Werbung nur auf demnächst verkauften Readern zu sehen ist oder auch schon bei Usern eingeblendet wird, die schon einen Kindle besitzen. Zudem wolle Amazon keine Angaben zur Anzahl der eingeblendeten Anzeigen geben.

Das Kindle Fire ist in den USA für 199 Dollar erhältlich. Amazon gibt allerdings keinerlei Auskünfte zu Umsatzzahlen des iPad-Konkurrenten.

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Internetnutzer bevorzugen Gebühren statt Werbung

18.05.2012, 12:11

Eine große Mehrheit der Internetnutzer akzeptiert Werbung, um Online-Angebote günstiger oder kostenlos nutzen zu können. Das geht aus einer repräsentativen Erhebung im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM hervor. 64 Prozent der deutschen Internetnutzer bevorzugen Werbeeinblendungen, wenn sie dadurch ihren Geldbeutel schonen können. 28 Prozent möchten lieber keine Werbung sehen und erklären sich bereit, dafür einen höheren Preis zu zahlen. Weitere 8 Prozent machten keine Angaben.

(Quelle: s-com-it.de)

„Viele Internetnutzer sind offen für Werbung, weil sie ein niedriges Preisniveau bei Online-Diensten ermöglicht“, sagt BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Aber auch für werbefreie Bezahlangebote gibt es inzwischen ein recht hohes Potenzial.“ Kempf schließt daraus, dass man die rechtlichen Möglichkeiten der Werbefinanzierung von Online-Angeboten erhalten müsse. „Wer Werbung einschränken will, sollte auch offen sagen, dass er damit gleichzeitig die Verbraucher zur Kasse bittet.“

Je älter die Internetnutzer, desto offener sind sie für werbefreie Bezahlangebote. Die Präferenz dafür ist in der Altersgruppe 50+ mit 37 Prozent am größten, unter den 14- bis 29-Jährigen mit 14 Prozent am niedrigsten. Werbefinanzierte Services werden von 83 Prozent der jungen Nutzer bevorzugt, aber nur von 49 Prozent der Onliner ab 50 Jahren. BITKOM empfiehlt den Internet-Dienstleistern, ihre Angebote noch stärker als bisher zu differenzieren – in kostenlose werbefinanzierte und kostenpflichtige werbefreie Services.

(Quelle: bitkom.org)

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Zu viel Werbung vergrault Kunden

16.05.2012, 10:00

Der Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) hat gestern, Dienstag, in Wien vor Journalisten den Direct Media Report 2012 vorgelegt. In der erstmals durchgeführten Vergleichsstudie wurden Akzeptanz und Wirksamkeit von fünf verschiedenen Direkt-Marketing-Kanälen verglichen. In zwei repräsentativen Online-Befragungen unter insgesamt 2.035 Personen wurde das Potenzial der verschiedenen Medien für das Business-to-Consumer-Marketing evaluiert. Das wichtigste Ergebnis: Jeder Kanal hat Stärken und Schwächen, die richtige Mischung führt zum Erfolg. Botschaften ohne Inhalt führen zu Missmut bei den Kunden.

DMVÖ: gutes Marketing nur mit Medien-Mix
(Foto: DMVÖ)

“Marketing-Profis müssen verantwortungsbewusster mit den zur Verfügung stehenden Kanälen umgehen. Die Kundenkontakte sind durch neue Technologien preiswerter geworden. Nur weil ich Botschaften schicken kann, muss ich die Kunden nicht zumüllen. Nur für sie relevante Themen interessieren die Kunden. Wird das nicht beherzigt, steigen die Opt-Out-Raten“, sagt DMVÖ-Vorstandsmitglied Wolfgang Hafner. Diese Einstellung der Konsumenten geht auch aus der Befragung hervor.

Bei allen fünf untersuchten Marketing-Kanälen, also Prospekt, Direct Mailing, E-Mail, Social Media und Mobil, gibt es genervte Kunden. Allerdings ist auch das Interesse an den Marketing-Aussendungen hoch. „Im Schnitt gaben die Befragten an, 22,4 Prospekte pro Woche zu erhalten. Das ist für 40 Prozent zu viel. Trotzdem lesen 65,6 Prozent der Studienteilnehmer die Sendungen genau und 21,6 Prozent überfliegen sie zumindest“, erklärt Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com.

Diese zwiespältige Haltung gegenüber Werbung setzt sich auch bei den Ergebnissen für die restlichen Kanäle fort. Die wöchentlichen durchschnittlichen sechs persönlich adressierten Postsendungen sind nur für 53,9 Prozent ein akzeptables Maß an Werbung. Trotzdem wird die persönliche Postsendung als hochwertig erlebt. Vor allem wenn es Gutscheine, Coupons oder Warenproben gibt, steigt das Interesse an solchen Sendungen. Bei E-Mail-Marketing sind 40 Prozent der Befragten der Ansicht, dass das Volumen mit im Mittelwert 24,9 E-Mails pro Woche zu groß ist. Trotzdem werden 44 Prozent der Nachrichten geöffnet.

E-Mail-Marketing wird von den Kunden als zeitgemäß empfunden. Genau wie die Verwendung von sozialen Medien. Im Schnitt sind die Befragten bei Facebook Fans von fünf Marken. Die Hälfte der Marken-Anhänger interagiert allerdings nicht oder extrem selten mit den Unternehmensseiten im größten sozialen Netzwerk. Je höher der persönliche Stellenwert eines Mediums wird, desto schwieriger ist die Gratwanderung für Unternehmen zwischen Erreichen und Nerven der Kunden. Das zeigt sich auch in den Ergebnissen für Mobile-Marketing. Vier von zehn Österreichern stehen auf dem Handy derzeit überhaupt nicht in Kontakt mit Unternehmen.

Das Wachstumspotenzial ist für mobiles Marketing aufgrund des geringen Alters des Marktes groß. „Je privater das Medium, desto schwieriger der Zugang. Schafft es eine Marke via Facebook Kontakt zum Kunden herzustellen, erreicht sie hohe Interaktion. Ein Unternehmen darf aber nicht glauben, dass 80 Prozent der Kunden so erreicht werden können“, so Hafner. Eine rein digitale Strategie sei auch aus anderen Gründen nicht zu empfehlen, so der Profi. „Die klassischen Direkt-Kanäle haben ausgezeichnete Lesequoten und Aufmerksamkeitswerte, die TV und andere Medien verblassen lassen. Nur die Kombination aller Kanäle bringt die optimale Reichweite, da jeder Kanal eine Verweigererquote hat“, sagt Hafner.

(via Markus Keßler | Quelle: pressetext.com)

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Bitkom-Studie: Werbung vs. Bezahlinhalte

14.05.2012, 11:26

(Foto: iStock.com / Travelif)

Eine Studie des Bitkom belegt (erneut), dass Online-Werbung den meisten Surfer nicht so unsympathisch ist, wie diese gerne behaupten. Irgenwie nervt Werbung zwar – darauf verzichten will aber trotzdem niemand. Zumindest dann nicht, wenn die Surfer sonst für die Nutzung der Angebote bezahlen müssten.

Surfer jammern gerne über lästige Werbeeinblendungen, wenn es aber ans eigene Portmonee geht, leben sie doch ganz gut damit. Das war schon immer so – und wird auch in Zukunft so bleiben, wenn man einer aktuellen Untersuchung des Branchenverbandes Bitkom glaubt: 64 Prozent der deutschen Internetnutzer bevorzugen demnach Werbeeinblendungen, solange die genutzten Angebote dadurch gratis bleiben können. Lediglich 28 Prozent möchten lieber keine Werbung sehen und erklären sich bereit, dafür einen höheren Preis zu zahlen. 8 Prozent machten keine Angaben.

Je älter die Internetnutzer, desto offener sind sie für werbefreie Bezahlangebote. Die Präferenz dafür ist in der Altersgruppe 50+ mit 37 Prozent am größten, unter den 14- bis 29-Jährigen mit 14 Prozent am niedrigsten. Werbefinanzierte Services werden von 83 Prozent der jungen Nutzer bevorzugt, aber nur von 49 Prozent der Onliner ab 50 Jahren. Bitkom empfiehlt den Internet-Dienstleistern, ihre Angebote noch stärker als bisher zu differenzieren – in kostenlose werbefinanzierte und kostenpflichtige werbefreie Services.

Bitkom-Präsident Dieter Kempf zieht aus Umfrage den Schluss, dass rechtlichen Möglichkeiten der Werbefinanzierung von Online-Angeboten erhalten bleiben müssen. Derzeit gibt es insbesondere aufgrund von immer ausgefeilteren Analyse- und Targeting-Methoden EU-weit Bestrebungen, ein verbindliches Regelwerk für Online-Werbung zu erarbeiten. “Wer Werbung einschränken will, sollte auch offen sagen, dass er damit gleichzeitig die Verbraucher zur Kasse bittet,” sagte Kempf.

Für die Studie ließ der Bitkom im März 2012 durch das Meinungsforschungsinstituts Aris eine repräsentative Erhebung für den Bitkom unter mehr als 1.000 Einwohner ab 14 Jahren in Deutschland durchführen.

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