Google will Banner auf Thermostaten und Uhren

22.05.2014, 12:32

Vernetzte Geräte

Werbung gibt es für Google nie genug: Laut einem Brief des Konzerns an die US-Börsenaufsicht SEC könnten Banner künftig auch auf Kühlschränken, Thermostaten, Brillen und Uhren angezeigt werden.

(Quelle: Nest.com)

Seit jeher verdient Google mit Werbung das meiste Geld. Auch im ersten Quartal 2014 waren 70 Prozent des 15,4 Milliarden US-Dollar-Umsatzes dem Anzeigengeschäft zu verdanken. Es ist daher wenig verwunderlich, dass der Konzern nun auch smarte Haushaltsgeräte als Anzeigenfläche nutzen will: In einem Brief an die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hat Google angekündigt, künftig auch Werbebanner auf Kühlschränken, Thermostaten, Brillen oder Armaturdisplays in Autos anzuzeigen. Dank WLAN und Display wäre das problemlos möglich.

Die Mitteilung legt den Gedanken nahe, dass auch der Thermostathersteller Nest Anzeigen einblenden wird. Google hatte das Unternehmen im Januar 2014 für 3,2 Milliarden US-Dollar gekauft. Wie der Konzern nun allerdings bekannt gab, sei Nest von der Äußerung an die SEC nicht betroffen. Der Brief stamme nämlich bereits vom Dezember 2013, sei aber erst jetzt durch einen Bericht des Wall Street Journals bekannt geworden. Nest sei nicht für die Ausspielung von Werbung gedacht.

Der Brief ist eine Reaktion auf die Aufforderung der Behörde, den Umsatz aus mobiler Werbung genau aufzuschlüsseln. Google argumentierte, das sei nicht möglich, da sich die Definition von Mobile durch die steigende Zahl von vernetzten Geräte verschiebe und es so keine wirkliche Trennung von Mobile und Smart mehr gebe.

Wie ebenfalls aus der Stellungnahme an die Sec bekannt wurde, hat sich Google für den Zukauf von Firmen und Technologierechten außerhalb der USA zwischen 20 und 30 Milliarden US-Dollar seiner im Ausland erwirtschafteten Gewinnen reserviert. Außerdem stand Google wohl Ende 2013 kurz vor einem Firmenkauf in Höhe von vier bis fünf Milliarden US-Dollar – die Verhandlungen sind dann aber gescheitert. Um welches Unternehmen es sich dabei handelte, wurde nicht genannt. Neues gibt es auch von Googles Suchalgorithmus. Der Internetkonzern hat angefangen, sein Update Panda 4.0 zu veröffentlichen.

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Facebook bringt Video-Ads nach Deutschland

21.05.2014, 9:32

Social-Media-Marketing

Neue Werbeformate für Facebooks Werbekunden in Deutschland: Das Netzwerk bringt seine Premium-Video-Anzeigen in neue Märkte.

(Quelle: Facebook.com)

Facebook erweitert den Markt für seine Bewegtbild-Anzeigen. Neben Deutschland sind die Premium-Video-Ads nun auch in Australien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Japan und Großbritannien verfügbar. Das hat Facebook in seinem Business-Blog bekanntgegeben. Das Anzeigenformat wurde im März 2014 in den USA eingeführt.

Die 15-Sekunden-langen Werbespots werden automatisch abgespielt, entfalten aber nur die volle Bildschirmgröße, wenn Nutzer sie manuell aktivieren.


So sehen die neuen Insights zu den Video-Ads aus

(Quelle: Facebook.com)

Zur Analyse von Video-Ads gibt Facebook gleichzeitig neue Video-Metriken in Page Insights heraus, über die alle auf Facebook hochgeladenen Videos ausgewertet werden können. Bisher, so das Unternehmen, haben Werbekunden nur sehen können, wie viele Nutzer eine Videowerbung aktiviert hatten. Nun kommen Informationen wie Unique Video Views und durchschnittliche Verweildauer dazu. Die neuen Einblicke sollen in den kommenden Wochen allen zugänglich gemacht werden.

Die Bewegtbildwerbung in Nutzerchroniken startete Facebook Mitte März 2014. Tests zur Einführung der lautlosen Auto-Play-Videos hatte es schon im September 2013 gegeben.

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Yahoo Stream Ads kommen nach Deutschland

21.05.2014, 7:39

Native Advertising

Yahoo launcht seine Native-Advertising-Anzeigen nun auch hierzulande. Die mobil-optimierten Stream Ads passen sich dem redaktionellen Umfeld auf der Yahoo-Seite an.

(Quelle: Yahoo/flickr)

Ab sofort können Werbekunden von Yahoo auch in Deutschland mit den sogenannten Stream Ads auf sich aufmerksam machen. Das Native-Advertising-Werbeformat wird als „gesponsert“ gekennzeichnet und in das Content-Umfeld der jeweiligen Seite integriert. Es ist auf der Yahoo-Startseite, im Yahoo Mail und den entsprechenden Apps integriert. Weitere redaktionelle Umfelder sollen folgen.

Die neuen Anzeigen werden automatisch für Smartphone, Tablet und Desktop optimiert ausgeliefert. „Die Yahoo Stream Ads sind eine zeitgemäße, Content-basierte Werbeform, die ganz klar auch der zunehmenden mobilen Internetnutzung Rechnung trägt und unser Vermarktungsportfolio perfekt ergänzt“, findet Steffen Hopf, Managing Director und Country Commercial Director bei Yahoo Deutschland.

In den USA ist das Anzeigenformat seit Mitte 2013 verfügbar. Laut Yahoo erreichen diese Ads bis zu siebenfach höhere Click-Through-Raten als herkömmliche Display-Kampagnen.

Yahoo-CEO Marissa Mayer stellte während der Consumer Electronics Show im Januar das neue Yahoo Advertising vor. Damit kategorisiert das Unternehmen digitale Werbung nun in vier Segmente: Native, Audience, Premium und Suche. Native Ads ähneln den Anzeigen im Suchmaschinenmarketing. Sie bestehen aus Bild- und Textelementen und werden über den Yahoo Ad Manager gebucht.

Auch die New York Times setzt auf diesen Bereich. Mit sogenannten „Native Ads“ auf seiner Webseite will das Traditionsblatt Verluste im Anzeigengeschäft wieder gutmachen.

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Publicis und Facebook werden Partner

20.05.2014, 9:58

Neue Werbeformate geplant

Es ist einer der größten Deals zwischen einer Marketingagentur und einem Tech-Unternehmen: Facebook und Publicis schließen eine Kooperation.

(Quelle: Shutterstock.com/JuliusKiela)

Über die finanzielle Dimension des Deals wurde bisher geschwiegen, aber sie dürfte riesig sein: Facebook und Publicis schließen eine Partnerschaft. Brancheninsider schätzen, dass der Vertrag eine halbe Milliarde US-Dollar in Werbeausgaben umfassen dürfte, so Adage. Die Kooperation ist auf mehrere Jahre angelegt.

Bei der Zusammenarbeit gehe es um die gemeinsame Entwicklung von Produkten in den Bereichen Datenauswertung, Video und Fotos. Das schließe sowohl Facebook als auch Instagram ein, so Laura Desmond, CEO der Publicis-Tochter Starcom MediaVest Group, die an den Verhandlungen beteiligt war. Zunächst ist der Deal auf den nordamerikanischen Markt begrenzt.

Publicis konzentriert damit nicht nur sein Werbebudget aus den Mediennetzwerken Starcom und Zenith Optimedia auf Facebook, sondern auch das von digitalen Shops, die von den Agenturen Digitas, Razorfish und Rosetta betreut werden. Viele Kunden aus dem Publicis-Potfolio dürften damit in den Genuss von Sonderkonditionen zur Werbung auf Facebook kommen.

Nähere Einzelheiten über die konkrete Form der Zusammenarbeit gaben die beiden Unternehmen bisher nicht preis. Laut Adage sollen die Publicis-Shops jedoch Zugang zu Facebook Insight bekommen und in Zusammenarbeit mit den Facebook-Developern eigene Inhalte und Werbeformate für Instagram entwickeln.

Facebook hatte bisher vor allem Partnerschaften auf technischer Ebene geschlossen, zum Beispiel mit Websense.

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NIVEA – „Danke Papa“ | Video der Woche

19.05.2014, 9:32

Ein Dankeschön zum Vatertag

Welche Abenteuer erlebt man nur mit Papa? Das zeigt uns NIVEA in diesem neuen Spot mit dem niedlichen blonden Jungen, den wir bereits aus einem „Danke Mama“-Video kennen. Mit „Danke Papa“ gibt es nun endlich auch einen Spot zum Vatertag :)

Werbung auf Firefox? Mozilla traut sich nicht

12.05.2014, 14:46

Auf "Neuer Tab"-Seite

Vor einigen Wochen hat Firefox angekündigt, künftig Werbung im Browser einzublenden. Nach Nutzerprotesten rudert die Organisation jetzt zurück – kündigte jedoch weitere Tests an.

Das Mozilla-Projekt, die Macher von Firefox, gab bereits Anfang des Jahres bekannt, dass der Browser künftig Werbung einblendet – und zwar auf der Seite „Neuer Tab“. Öffnet der Nutzer einen neuen Reiten, bekommt er Mozilla-Webseiten, beliebte Seiten aus der Region sowie Anzeigen „handverlesener Partner“ angezeigt, die deutlich als Werbung kennzeichnet sind.

Diesen Plan hat Mozilla nun aufgegeben. Das gab Jonathan Nightingale, Vize-Chef von Firefox, in einem Blog-Eintrag bekannt. Er kündigte jedoch „Experimente“ mit der neuer-Tab-Seite an. Webseiten-Empfehlungen sollen in den Vorabversionen des Browsers eingeblendet werden. Es erscheinen Links zu Mozilla-eigenen Webseiten sowie zu „nützlichen Webseiten“. Es soll auch Änderungen an der Bedienoberfläche von Firefox geben. Damit will Mozilla herausfinden, welche Links auch tatsächlich angeklickt werden. Das Einbinden von Sponsoren, so Nightingale, könnte der nächste Schritt sein.

Mozilla hat Ende April 2014 die Version 29 des Firefox-Browsers veröffentlicht. Neu sind eine komplett überarbeitete Bedienoberfläche im Chrome-Look sowie der einfacher zu nutzende Synchronisationsdienst Firefox Sync.

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Wie weit darf Big Data gehen?

08.05.2014, 7:59

Vorhersage und Freiheit

Big Data hilft Werbungtreibenden, ihre Kunden besser zu verstehen. Die Informationen können aber auch zur Gefahr für die menschliche Freiheit werden. Das war Thema auf der re:publica in Berlin.

Ein kanadischer Psychotherapeut schrieb in einem Artikel, dass er im Jahr 1965 LSD genommen hatte. Bei seiner Einreise in die USA wurde er verhört, jeder weitere Besuch des Landes wurde ihm verweigert. Ein Grenzbeamter hatte ihn gegoogelt.

Eine Kommission in den USA entscheidet jeden Tag, ob Strafgefangene auf Bewährung freikommen. Dazu bedient sie sich eines automatisierten Vorhersagverfahrens. Der österreichische Jurist und Hochschullehrer Viktor Mayer-Schöneberger nennt auf der re:publica in Berlin diese Beispiele, um zu zeigen, was mit Big Data bereits heute möglich ist. „Big Data könnte unsere Art zu leben, unsere Freiheit zerstören. Dagegen müssen wir aktiv werden“, sagt er. Zehn Millionen Fotos werden auf Facebook jede Stunde hochgeladen, 400 Millionen Tweets pro Tag versendet, Google verarbeitet ein Petabyte Daten pro Tag – im Jahr 2000 seien noch drei Viertel der Daten analog gewesen, heute seien es weniger als ein Prozent.

Die Zunahme der Datenquantität könne auch zu einer neuen Qualität führen, meint der Jurist. Er vergleicht das mit dem Fotografieren: „Wenn ich ein Foto von etwas mache und auf den Gegenstand fokussiere, wird das andere unscharf. Mit Big Data, kann ich im Nachhinein festlegen, was für mich wichtig ist“, argumentiert Mayer-Schöneberger. Wenn man enorm viele Daten sammele, dann sei es egal, wenn einzelne Teile unscharf seien. Scheinbare Zusammenhänge in den Daten zeigten, was passiert, aber nicht, warum etwas passiert.

Big Data könne mit Daten aus der Vergangenheit die Zukunft voraussagen. Das mache die Welt einschätzbarer, sei aber auch gefährlich. Künftig könnten so etwa Verbrechen voraus gesagt werden und infolgedessen Menschen für etwas bestraft werden, das sie noch gar nicht verbrochen haben. „Wer aufgrund von Vorhersagen bestraft wird hat, gegenüber dem Staat keinen freien Willen mehr. Aber wenn ich keinen freien Willen mehr habe, kann ich für mein Handeln auch nicht mehr schuldig sein, es wäre das Ende der menschlichen Handlungsfreiheit“, erklärt Mayer-Schöneberger. Menschen könnten beispielsweise aufgrund von Vorhersagen zu ihrem Fahrverhalten keine Autoversicherung bekommen oder müssten eine viel höhere Prämie zahlen, ohne jemals einen Unfall verursacht zu haben.

Mayer Schöneberger nennt auch Lösungsvorschläge, um ein solches Szenario zu verhindern: Man müsse Datensysteme schaffen, die auch vergessen können. Als erfolgreiches Beispiel nennt er den Messaging-Dienst Snapchat. Aber auch der Datenschutz müsse gestärkt werden: „Wir brauchen ein Grundgesetz für das 21. Jahrhundert. Wir brauchen Grundrechte, die uns vor der Vorhersage schützen.“ Big-Data-Analysen müssten transparenter werden und es müsse die Chance der Widerlegbarkeit von Vorhersagen geben. „Das Problem ist nicht die Vorhersage, sondern für welche Zwecke sie eingesetzt wird“, resümiert Mayer-Schönerberger.

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Die emotionalen Effekte digitaler Werbung

06.05.2014, 14:20

Neues Forschungslabor

Welche Emotionen ruft digitale Werbung beim User hervor? Das will Tomorrow Focus genauer wissen und gründet dazu mit der Hamburg Media School das Forschungslabor HMS Neuro Competence Center.

(Quelle: Fotolia.de/fabioberti.it )

Welche neuronalen Prozesse laufen im Gehirn des Nutzers, wenn er digitale Werbung sieht? Und warum ist die eine Werbekampagne trotz ähnlicher Klickrate und Sichtbarkeit wirksamer als eine andere? Mit diesen Fragen will sich künftig Tomorrow Focus Media genauer auseinandersetzen. Der Vermarkter gründet zusammen mit der Hamburg Media School (HMS) das HMS Neuro Competence Center – ein Forschungslabor, das die implizite Wahrnehmung digitaler Werbung messen will.

Ziel des neuro-wissenschaftlichen Forschungsprojekts ist es, die kognitiven Wirkungsprozesse unter anderem mithilfe von Eye-Tracking zu analysieren. Mit dieser Methode sollen Faktoren wie die Verweildauer und der Blickverlauf auf Websites und Apps untersucht werden. Ebenfalls zum Einsatz kommen Elektro-Enzephalogramm (EEG)-Messungen, die die elektrische Aktivität des Gehirns durch Aufzeichnung der Spannungsschwankungen an der Kopfoberfläche festhalten.

Mithilfe der beiden Verfahren sollen laut Tomorrow Focus die emotionalen Reaktionen der User bei der Betrachtung von crossmedialer Werbung synchron aufgezeichnet werden. „Damit wird die traditionelle Werbewirkungsforschung sinnvoll erweitert und in eine neue Phase überführt“, betont Lisa Wolter, Wissenschaftlerin der HMS. Auch Sonja Knab, Director Research & Marketing bei Tomorrow Focus Media, glaubt an die neuen Forschungsansätze. „Bisher haben sich unsere Studien vor allem auf die Selbsteinschätzung der User gestützt“, so Knab. „Die Möglichkeit, nun auch unbewusste Emotionen wie zum Beispiel Begeisterung, Interesse oder Aufgeregtheit messen zu können, ist ein Meilenstein für uns.“

Die Beteiligten hoffen, mit der Erfassung eine neue Entscheidungsgrundlage für Werbungtreibende im Hinblick auf Marketingmaßnahmen zu liefern. „Der Stellenwert von neuro-wissenschaftlicher Forschung im Marketing wächst stetig, denn ein Großteil der Kaufentscheidungen wird primär von emotionalen Faktoren beeinflusst“, meint Martin Lütgenau, Geschäftsführer von Tomorrow Focus Media. Das Projekt ist langfristig angelegt, noch im Mai dieses Jahres starten die beiden Partner die erste Studie. Zur dmexco im September 2014 sollen die Ergebnisse erstmals vorgestellt werden.

Schon jetzt stößt die dmexco 2014 auf reges Interesse. Bereits 580 Aussteller haben sich angemeldet, auch zahlreiche Firmen aus dem Ausland sind auf der Messe in Köln vertreten: Erstmalig nehmen Aussteller aus Japan, Uruguay, Tschechien, Italien, Malta, Dänemark und Schweden teil.

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Don’t rely on fate. Discover the all new AXE. | Video der Woche

05.05.2014, 9:41

AXE bringt Menschen zusammen!

Egal ob zur Eiszeit, bei den alten Römern, im Wilden Westen oder bei den Hippies der 70er Jahre – das Paar in diesem Spot scheint einfach kein Glück zu haben, zusammenzufinden. Doch über alle diese Epochen geben die beiden Verliebten nicht auf und finden am Ende, natürlich dank dem neuen AXE Deospray, doch noch zueinander ;) Fazit: Verlass dich nicht auf dein Schicksal!