Instagram nennt Kampagnen einen Erfolg

20.12.2013, 9:00

Gesponserte Beiträge

Am 1. November 2013 startete Instagram sein Anzeigenprogramm. Mit der Weihnachtssaison fast hinter sich ergreift das Unternehmen nun die Gelegenheit, eine erste Bilanz aus der Öffnung der Plattform für kommerzielle Beiträge zu ziehen. Dazu untersuchte Instagram vier Kampagnen hinsichtlich Reichweite, Markenbekanntheit und Markenwahrnehmung.

Die Ergebnisse seien vielversprechend, so Instagram im Firmenblog: Die Kampagnen erfüllten die Ansprüche der Advertiser an eine gestreigerte Reichweite. So habe beispielsweise die Levi’s-Kampagne 7,4 Millionen Nutzer in den USA innerhalb von neun Tagen erreicht. Die Markenbekanntheit konnte in den Kampagnen um 32 Prozentpunkte gesteigert werden und verzeichnete eine Steigerung um zehn Prozentpunkte für die Markenwahrnehmung der einzelnen Kampagnen.

"Obwohl diese ersten Ergebnisse vielversprechend sind, glauben wir, dass diese Kampagnen durchaus auch davon profitieren, als erste Werbeeinblendungen auf Instagram geschaltet worden zu sein", so das Unternehmen selbstkritisch. Weitere Fallstudien und Analysen sollen in Zukunft Einblick in die Wirksamkeit der Werbekampagnen auf Instagram ermöglichen.

Instagram hatte seinen Nutzern hoch und heilig versprochen, bei der Einführung von Werbeeinblendungen behutsam vorzugehen und diese harmonisch in den Foto-Feed einzufügen. Die erste Anzeige innerhalb der Foto-App war von Modedesigner Michael Kors gewesen.

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DORITOS “FINGER CLEANER” | Video der Woche

09.12.2013, 8:58

Stelle nie zu viele Fragen!

Chips sind toll, doch jeder kennt das Problem mit den dreckigen Chipsfingern. In der Autowerkstatt in diesem Clip, gibt es extra für Doritos einen “Finger Cleaner”. Warum nur für Dorito-Chips? Das dürft ihr gern selbst herausfinden!

Facebook reduziert Reichweite von Unternehmen

06.12.2013, 11:50

Anzeigen statt organischer Verbreitung

Facebook will mit seinem Dienst Geld verdienen. Und das kommt von den Werbekunden, die auf dem sozialen Netzwerk Anzeigen schalten. Da stört die organische Verbreitung von Unternehmensbeiträgen nur – und wird deshalb reduziert.

(Foto: istockphoto.com/Giorgio Magini)

Die Nutzung von Facebook zu Werbezwecken könnte demnächst schwieriger werden – wenn man keine Anzeigen schalten will. Aus einem Sales-Dokument, das AdAge vorliegt, geht hervor, dass das Netzwerk die organische, unbezahlte Verbreitung der Inhalte von Unternehmensseiten vermindern will. Um dennoch die Zielgruppen zu erreichen, sollen gewerbliche Nutzer die Schaltung von Anzeigen in Betracht ziehen.

Ein kleines Trostpflaster: Die Mühe, die gewerbliche Nutzer bisher in die Gewinnung neuer Fans gesteckt haben, war dennoch nicht vergebens. "Ihre Marke kann dennoch von der Existenz einer Fanbase profitieren, wenn die meisten Ads zu den Fans passen aufweisen", zitiert AdAge das Unternehmen. "Das steigert sowohl den Werbeeffekt als auch die die Effizienz."

In Zusammenarbeit mit der LMU München ist die Agentur Webguerillas der Frage nachgegangen, warum Verbraucher bestimmten Marken auf Facebook folgen, während andere Marken kaum Fans generieren. Das Ergebnis: Markenbindung funktioniert im Social Web völlig anders als bei klassischen Werbekanälen.

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Tumblr bringt mehr Werbung auf Apps

03.12.2013, 10:53

Bezahlte Blog-Empfehlungen fürs Smartphone

Seit einigen Monaten monetarisiert sich Tumblr über Werbung. Nun kommen Anzeigen auch in Form von sogenannten “Trending Blogs” auf die mobilen Apps.

(Foto: Fotolia.de/Tristan3D)

Bei Tumblr blinkt das Dollarzeichen immer schneller: Die Micro-Blogging-Plattform weitet ihr Werbeangebot aus und zeigt künftig auch auf ihren mobilen Apps Werbeeinblendungen in Form von so genannten "Trending Blogs" an. Derzeit sind diese noch unter dem Tabellenreiter "Explore" abgelegt. Doch bald können Unternehmen dafür bezahlen, ihre Blogs gegen Geld unter den "angesagten" anzeigen zu lassen, berichtet The Verge.

Als erste gesponserte Trendblogs konnte Tumblr eine Reihe von namhaften Werbekunden gewinnen, darunter Calvin Klein, Sony Pictures und Fox. Die Werbeeinblendungen werden wie andere auch mit einem kleinen Dollarzeichen gekennzeichnet, das neben dem Follow-Button steht. Die Betaversion des neuen Werbeformats soll noch im Dezember 2013 herauskommen. Ab Januar 2014 sollen die Trending Blogs dann allen Werbekunden zur Verfügung stehen.

Mobile Werbung hatte Tumblr im April 2013 gestartet. Das Unternehmen hatte sich vorgenommen, noch innerhalb des Jahres 2013 profitabel zu werden.

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Mobile steigert Werbeerinnerung deutlich

08.11.2013, 9:01

Werbewirkung auf Smartphones

Mit Anzeigen auf Smartphones lässt sich die Werbeerinnerung um bis zu 50 Prozent steigern. Auch Markenbekanntheit oder die Kaufbereitschaft lassen sich dank Mobile laut einer aktuellen Studie sichtbar steigern.

(Foto: Fotolia.com/Scanrail)

Die Werbeerinnerung von Kampagnen kann durch den Zusatz von Anzeigen auf mobilen Endgeräten um bis zu 50 Prozent gesteigert werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Mobile-Studie der Agenturgruppe pilot und des Vermarkters Spiegel QC. Laut Studie kann auch die Markenbekanntheit durch Werbung auf Smartphones um bis zu 16 Prozent gesteigert werden. Außerdem erhöht sich die Bereitschaft der Nutzer, ein beworbenes Produkt zu testen (plus 44 Prozent) oder zu kaufen (plus 19 Prozent).

Für die Studie wurde Werbung auf Smartphones unter quantitativen und qualitativen Aspekten untersucht. Gegenstand der quantitativen Messung waren Kampagnen von Jever Fun, Fischerman’s Friend und Weber. Die quantitative Untersuchung führte Research Now im Juli und August 2013 mit insgesamt 391 Testpersonen durch. Für den qualitativen Teil der Studie wurden 30 Teilnehmer im Mai 2013 zwei Wochen lang zur Bedeutung und Nutzung von Smartphones befragt.

Auch bei der Kampagne "Beck’s Pils 140", die das Marktforschungsinstitut Interrogare untersucht hat, zeigt sich eine hohe Wiedererkennung von mobilen Werbemitteln. Demnach können sich 42 Prozent der befragten Personen daran erinnern, die Kampagne gesehen zu haben. 70 Prozent bezeichneten die Kampagne außerdem als "sehr gut" beziehungsweise "gut". Außerdem sei die Kauf- und Weiterempfehlungsbereitschaft gesteigert worden.

Eine weitere Studie hat die User-Akzeptanz von Marktforschung über mobile Endgeräte untersucht. Die Untersuchung zeigt auch, dass die gleichzeitige Aussendung eines TV-Spots mit einer mobilen Anzeige sich positiv auf die Werbeerinnerung auswirkt.

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Erste Anzeige bei Instagram

06.11.2013, 10:09

Designer sammelt Likes

Der erste “Sponsored Post” ist auf Instagram gelaufen. Die Anzeige in der Foto-App warb für den Modedesigner Michael Kors – und ist ein voller Erfolg gewesen.

(Foto: Instagram)

Sagenhafte 218.000 Likes innerhalb von 18 Stunden hat der erste gesponserte Beitrag auf Instagram dem Designer Michael Kors eingebracht. Dieser schaltete am 1. November 2013 die erste Anzeige auf Instagram – mit durchschlagendem Erfolg: Das User-Engagement in Zusammenhang mit dem gesponsorten Beitrag war viermal so groß wie normalerweise (plus 370 Prozent). Die Zahlen wurden zusammengestellt von Nitrogram.

Auch beim Generieren neuer Follower war die Anzeige erfolgreich. Mehr als 33.000 Abonnenten konnte Michael Kors innerhalb von 18 Stunden gewinnen. Ein Vergleich des bisherigen, durchschnittlichen Follower-Wachstums zeigt, dass dank der Anzeige sechzehnmal so viele Abonnenten als Reaktion auf einen Beitrag hinzukamen als normalerweise.

Die Anzeigen wurden an Nutzer ausgeliefert, die zu einer von Michael Kors definierten Zielgruppe gehörten. Dabei waren die Ads mit einem kleinen Hinweis versehen, dass es sich um einen gesponserten Instagram-Beitrag handelte.

Das Erscheinen der ersten Instagram-Anzeige kommt ein wenig überraschend: Die Foto-App aus dem Hause Facebook hatte erst im September 2013 offiziell angesagt, sich als Werbeplattform zu öffnen, und dafür 2014 als Start genannt. Das Fotonetzwerk hatte allerdings seinen Nutzern versprochen, die Werbeeinblendungen dezent und harmonisch in den Foto-Feed einzufügen.

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Adblock Plus blendet Facebook-Empfehlungen aus

23.10.2013, 12:07

Werbeblocker mit neuem Feature

Der Werbeblocker Adblock Plus nimmt nun Facebook ins Visier: Mit einer neuen Funktion können Nutzer jetzt Empfehlungen ausblenden lassen, die ihnen das soziale Netzwerk anzeigt. Bislang konnten nur Werbeanzeigen und “Sponsored Stories” geblockt werden.

(Foto: Fotolia.com/mucft)

Adblock Plus, eine Software zur Ausblendung von Werbeanzeigen, hat ein neues Feature für das Blockieren von Inhalten auf Facebook gelauncht. Damit ist es nun möglich, nicht nur Werbeanzeigen und sogenannte "Sponsored Stories" auf dem sozialen Netzwerk zu unterdrücken, sondern auch alle Empfehlungen, die Facebook dem Nutzer aufgrund seiner persönlichen Vorlieben gibt.

Normalerweise sieht der Nutzer diese Empfehlungen – beispielsweise zu seiner Lieblingsmusik oder bevorzugten Fernsehsendungen – in seinem Newsfeed oder in der rechten Randspalte. Mit der neuen Funktion bei Adblock Plus können User diese Empfehlungen von Unternehmen und Freunden nun ganz oder nach Wunsch teilweise ausblenden.

Firmen können aber beantragen, ihre Werbung auf eine sogenannte Whitelist zu setzen – und damit auch den Nutzern des Werbeblock-Programms anzeigen zu lassen. Größere Unternehmen müssen dafür zahlen, dazu gehört auch Google, wie im Sommer 2013 bekannt wurde. Im Mai 2013 hatten sich große Nachrichtenportale wie Spiegel Online und Zeit Online zu einer Kampagne gegen die Nutzung von Werbe-Unterdrückern zusammengeschlossen. Adblock Plus beantwortete die Kampagne mit einem Gegenappell.

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Reuter wirbt mit Limburger Bischof

17.10.2013, 7:02

Anzeige für Designer-Badewannen

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst kommt wegen der hohen Kosten für seinen Bischofssitz nicht aus den Schlagzeilen. Jetzt wirbt der Online-Händler Reuter mit einem Foto das Bischofs für Designer-Badewannen. Dabei wolle man keine religiösen Gefühle verletzen, betont das E-Commerce-Unternehmen.

(Foto: Screenshot/Reuter)

Eigentlich ist ja Sixt der Spezialist in Sachen provokanter Werbeanzeigen mit Prominenten. Jetzt bekommt der Autovermieter Konkurrenz von Reuter, einem Online-Händler für Badeinrichtungen. In einer Anzeige, die heute in der Gesamtausgabe der Bild-Zeitung erschienen ist, wirbt das Unternehmen mit dem Konterfei des Limburger Bischofs Tebartz-van Elst für günstige Designer-Badewannen.

Geschmack und Lebensstil seien zwar löbliche, aber zumeist eben auch kostspielige Eigenschaften, die schnell aus dem Ruder laufen könnten. Wer günstige Bäder kauft, könne sich daher solchen Ärger ersparen, wie ihn momentan der Limburger Bischof wegen der explodierenden Kosten für seinen Bischofssitz hat, argumentiert das E-Commerce-Unternehmen.

Mit dem Bischof-Motiv wolle Reuter "keine religiösen Gefühle verletzen", heißt es in einer Stellungnahme: "Aber wir finden: Besonders aus den Fehlern von Autoritäten sollte man lernen." Schon in der Vergangenheit habe der Händler auf Missstände, auch in der eigenen Branche, aufmerksam gemacht.

Entworfen wurde das Motiv von der Kreativagentur Jung von Matt/365 in Hamburg. Im Netz kursieren derzeit einige Montagen und Illustrationen zu dem Limburger Bischof: etwa der Spielbausatz "Limburg" der Marke "EGO" oder ein fiktives Titelbild der Zeitschrift "Schöner Wohnen".

2011 hat Reuter eine große Werbekampagne zum Thema Badezimmerkauf gestartet, um die Verbraucher von den Vorteilen des Badkaufs im Internet zu überzeugen. Unter dem Motto "Die schönsten Bäder reutert man heute" warnten 20-sekündige TV-Spots vor den verheerenden Folgen des traditionellen Badkaufs.

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Foursquare öffnet seine Anzeigenplattform

15.10.2013, 15:29

Nach dem Test geht's los

Im Juli 2013 ist der Test gestartet, nun öffnet Foursquare seine SB-Anzeigenplattform für alle Kunden. Bei 1,5 Millionen beteiligten Händlern könnte das genau das lukrative Konzept sein, das den Lokalisierungsdienst monetarisiert.

(Foto: istockphoto.com/mbortolino)

Das Konzept hinter den Foursquare-Ads ist simpel: Die Anzeigen der im Lokalisierungsdienst verzeichneten Händler werden den Nutzern von Foursquare immer dann eingeblendet, wenn diese sich tatsächlich in der Nähe der Geschäfte befinden. Mit den entsprechenden Angeboten in den Ads sollen die Nutzer in die Geschäfte gelockt werden. Der Erfolg der Anzeigenkampagne wird damit wortwörtlich greifbar – die in die Geschäfte kommenden Nutzer sind der sichtbare Effekt der Ads, so das Unternehmen in seinem Firmenblog.

Die Anzeigen werden in der SB-Plattform von Foursquare von den Werbekunden selbst eingestellt. Dabei können spezielle Kundensegmente festgelegt werden, denen die Anzeigen ausgeliefert werden. Über ein monatliches Budget können die Ausgaben kontrolliert werden. Die Erfolge der Kampagne werden darüber hinaus über ein Tracking Tool festgehalten: Je mehr Klicks und tatsächliche Besuche im Shop, desto erfolgreicher. Gezahlt wird nur dann, wenn ein Foursquare-Nutzer auf die Anzeige klickt oder das Geschäft tatsächlich besucht. 

Über den richtigen Monetarisierungsansatz hatte Foursquare lange nachgedacht. Mit der Anzeigenplattform könnte Foursquare jetzt jedoch auf dem Weg zur erfolgreichen Monetarisierung sein. Immerhin haben mittlerweile auch etablierte Internetkonzerne wie Yahoo und Microsoft den Lokalisierungsdienst auf dem Schirm: Im August 2013 hieß es, dass sich Yahoo und Foursquare in Verhandlungen über einen Datentausch befänden. Microsoft dagegen interessiert sich für eine finanzielle Beteiligung an dem Lokalisierungsunternehmen. Die SB-Anzeigenplattform hatte Foursquare seit Juli 2013 bereits mit mehreren Tausend kleineren Unternehmen getestet.

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Öffentliche Empfehlungen bei Google

14.10.2013, 8:02

Mit Bild und Namen beworben

Google kündigte jetzt Änderungen in seinen Nutzungsbedingungen an: Das Unternehmen will Nutzernamen und -fotos in Werbeeinblendungen einbinden. Das klingt doch sehr stark nach einem Konzept, das Facebook bereits verfolgt.

"Shared Endorsement" nennt sich das Werbekonzept, das Google jetzt mit einer Änderung der Nutzungsbedingungen ankündigt. Diese öffentlichen Empfehlungen sollen die Authentizität von Werbung erhöhen, indem Fotos und Namen von Nutzern neben Anzeigen eingeblendet werden. Damit soll es bereits am 11. November 2013 losgehen, so The Next Web. Die Google-User können mit einem Klick innerhalb der Nutzereinstellungen die Nutzung ihres Namens und Gesichtes allerdings ausschalten.

Das ist nicht ganz unähnlich zu den Page-Likes bei Facebook, die das Einblenden von Namen und Fotos von Usern, die die beworbene Marke oder das Unternehmen mit "Gefällt mir" markiert haben, in Form von Anzeigen im Nachrichtenstream nach sich ziehen. Der Vorteil von Google dürfte dabei sein, dass das Unternehmen zahlreiche Seiten im Netz hat – und damit die Social Ads weit streuen kann, während Facebook auf die Einblendung im eigenen Netzwerk beschränkt ist. Ein Angriff auf Facebook? Immerhin macht das soziale Netzwerk bereits rund ein Drittel seines Umsatzes mit Werbung.

Um seinen Umsatz muss sich Google allerdings keine Sorgen machen. Das Unternehmen konnte im zweiten Quartal 2013 seinen Umsatz erneut steigern, der Großteil davon über die Google-Homepage und die damit verbundenen Produkte.

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