Das Thema Werbung im Mittelstand

25.11.2011, 10:28

Das Thema Werbung ist für den Großteil der mittelständischen Betriebe in Deutschland ein Buch mit sieben Siegeln. Dass es notwendig ist, vor allem in der näheren Umgebung auf sich aufmerksam zu machen, ist vielen bewusst. Beinahe drei Viertel (72 Prozent) der mittelständischen Handwerks- und Dienstleistungsfirmen in Deutschland schalten zumindest gelegentlich Werbung in Anzeigenblättern, Tageszeitungen oder Branchenbüchern. Doch ob das Schalten von Anzeigen letztendlich auch Kunden ins Geschäft lockt und den Umsatz erhöht, ist für die Mehrheit der Geschäftsleute (62 Prozent) oft nicht messbar.

Werbeblätter: Printanzeigen

reichen nicht mehr aus

(Foto: pixelo.de/W. Wulff)

Diese Diskrepanz zwischen Werbeausgaben und Erfolg zeigt der aktuelle “Werbereport Dienstleistungsgewerbe 2011/12″, der die lokalen Marketingaktivitäten von lokalen Dienstleistern wie Handwerkern, Finanzberatern und auch Ärzten in Deutschland untersucht. Die gemeinsame Studie des Instituts für Marketing und Kommunikation (imk) und der auf Mittelstandsmarketing spezialisierten Internetfirma WinLocal basiert auf der bundesweiten Befragung von 1.600 Betrieben sowie 1.000 Verbrauchern.

Den klassischen Printanzeigen steht Online-Werbung gegenüber, die laut dem Report von knapp der Hälfte (43 Prozent) der lokalen Dienstleister in Deutschland genutzt wird. 29 Prozent geben an, den Erfolg ihrer Online-Werbemaßnahmen in der einen oder anderen Weise zu kontrollieren. Aber lediglich drei Prozent lassen sich von dem von ihnen beauftragten Online-Vermarkter einen Report geben, der den Erfolg oder Misserfolg messbar nachweist. Über ein Viertel (27 Prozent) weiß eigenen Angaben zufolge gar nicht, dass die Messbarkeit bei Online-Werbung möglich ist. 71 Prozent führen gar keine Erfolgskontrolle durch.

“Einer der entscheidenden Unterschiede zwischen Offline- und Online-Werbung, die viel leichtere Erfolgskontrolle, wird von beinahe drei Viertel der handwerklichen und dienstleistenden Mittelständler in Deutschland vollkommen ignoriert”, stellt imk-Akademieleiter Thomas Kunke fest. Der Präsident des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) Mario Ohoven sieht die Zukunft der Werbeaktivitäten ebenfalls im Onlinebereich und rät dem Mittelstand dazu, nicht in der Offline-Welt zur verharren.

“Es gibt in Deutschland roundabout 52 Mio. Internet-User, davon sind 86 Prozent auch Online-Käufer, aber nur 58 Prozent der Klein- und Mittelbetriebe verfügen über eine eigene Homepage. Die gesamte Kundenorientierung muss internetfähig werden. Da hat der Mittelstand noch erheblichen Nachholbedarf”, so Ohoven. Laut BVMW geben Mittelständler pro Jahr zwischen 1.000 und 5.000 Euro für Werbung und Marketing im weitesten Sinne aus.

“Oft wird aber dummerweise aufs falsche Pferd gesetzt. Noch immer inserieren 75 Prozent der mittelständischen Unternehmer vorzugsweise in Print-Medien, wie Regionalzeitungen oder Branchenbücher”, kritisiert Ohoven. Den Betrieben und Dienstleistern empfiehlt er, dem veränderten Konsumentenverhalten Rechnung zu tragen. “Nur wer sich als Unternehmer optimal, und vor allem rechtzeitig auf die neuen Herausforderungen einstellt, kann auf Dauer am Markt bestehen.”

(Caroline Bartz/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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Adform für Online-Display-Werbung

21.11.2011, 11:00

Adform hat kürzlich Funktionen bei den Echtzeitgeboten eingeführt. Das Werbeunternehmen Adform hat vor kurzem zusätzliche Funktionen für “Echtzeitgebote” eingeführt. Dadurch hat sich das Unternehmen als umfassendster Anbieter in der Online-Display-Werbung in Europa etabliert.

Quelle: Samsung

Der Markt für so genannte „Echtzeitgebote” wird allein dieses Jahr auf bis zu sechs Milliarden Dollar in den USA geschätzt, und eine Vervierfachung dieser Zahl bis 2015 wird erwartet. Laut Marktforscher IDC wird dieser neue Trend möglicherweise das gleiche Wachstum auch in der europäischen Online-Display-Werbung zeigen.

Echtzeitgebote haben den bisherigen Industriestandard Medien-Kaufprozess verwandelt. Der Einkauf erfolgt automatisch, basierend auf einem genauen Budget und der Zielgruppe des Inserenten. Ohne Kontakt mit den Medien zu haben, wo die Anzeigen gekauft werden, sind Media-Agenturen und Werbetreibende jetzt in der Lage ihre Einlagen über die Online-Display-Plattform Adform durchzuführen, wobei alles wie an einer Börse in Echtzeit geschieht, so dass Preise und Ziele immer aktuell sein sollen. Als Ergebnis kann die Anlagenrendite der Werbekunden signifikant gesteigert werden, da die Transparenz mit gezielten Einkäufen höher ist und der Preis pro Anzeige häufig abnimmt.

Adforms Methode bietet auch zeitsparende Vorteile, da sie die Notwendigkeit eliminiert, einen Medien-Kontakt zu haben oder einen Preis zu verhandeln, und sie kann für alle Kampagnen angewendet werden, unabhängig von Größe oder wirtschaftlichem Status. Adform bietet Echtzeitgebote beim Anzeigenkauf von den drei wichtigsten Unternehmen am Markt, Microsoft Advertising Exchange, DoubleClick Ad Exchange und AppNexus.

(Daniel Schürmann | Quelle: Adform Pressemeldung)

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Video of the Week

01.11.2011, 9:06

Viel Spaß!

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17.10.2011, 8:57

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Werbung bei Facebook wird effizienter

13.10.2011, 16:16
Werbung bei Facebook wird effizienter (Foto: istockphoto.com/courtneyk)

Eine zielgruppengenaue Aussteuerung von Werbekampagnen ist über Facebook besonders gut möglich. Insbesondere die letzten Änderungen an der Werbeplattform haben die Effektivität der Anzeigen positiv beeinflusst. So stiegt die Klickrate weltweit im dritten Quartal 2011 um 18,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

Im Vergleich mit den USA, Großbritannien und Frankreich stieg die Click-Through-Rate von Facebook-Ads in Deutschland am stärksten an. Das liege, so die Analyse von TBG Digital, vor allem an Kampagnen zur Fangewinnung oder an Anzeigen, die eine Facebook-App bewerben. Zugleich ging der durchschnittliche Cost per Click um 10,8 Prozent zurück. Im internationalen Vergleich ist der CPC in Deutschland besonders niedrig. Verglichen mit dem zweiten Quartal 2011 sind die Preise hierzulande offenbar am stärksten gefallen.

Als Ursache benennt TBG zum einen Facebooks verbesserte Werbeplattform und zum anderen eine stärkere Nutzung des neuen Formats Sponsored Stories. Dieses Format werde vor allem von großen Marken genutzt. In vielen Fällen werden für solche Kampagnen Budgets eingesetzt, die klassischer Weise in TV-Werbung fließen, erklärt TBG in seiner Studie.

Gleichzeitig stieg der Tausenderkontaktpreis (TKP) um 7,1 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2011 an. Noch deutlicher zeigt sich dieser Anstieg bei den Zahlen für Großbritannien und den USA: In den Vereinigten Staaten liegt der TKP im dritten Quartal im Durchschnitt am höchsten. Er stieg um 8,8 Prozent im Quartalsvergleich an. In Großbritannien lag der Zuwachs sogar bei 10,9 Prozent.

Nach Branchen aufgegliedert, zeigt sich, dass die Unterhaltungsindustrie erst im abgelaufenen Quartal die Vorzüge von Facebook als Marketingkanal entdeckt hat. Ihr Anteil verachtfachte sich gegenüber dem zweiten Quartal 2011. Auch die Bereiche Ernährung und die Spieleindustrie schalten verstärkt Kampagnen auf Facebook. Die Automobilindustrie konnte ihren Anteil an den Gesamtimpression im dritten Quartal zwar von 0,2 Prozent auf 2,4 Prozent steigern, nutzt Facebook aber bislang nur sporadisch als Marketingkanal. Der größte Anteil der Impressions entfällt derzeit auf den Onlinehandel, gefolgt von der Lebensmittel- und Finanzbranche.

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OMS steuert Anzeigen anhand von Klimadaten aus

10.10.2011, 11:31
OMS steuert Anzeigen an Hand von Klimadaten aus

Anzeigen je nach Wetter ausliefern? Die OMS bietet ihren Werbekunden ab sofort die Möglichkeit, Echtzeit-Klimadaten für eine geografische Aussteuerung ihrer Kampagnen zu nutzen.

Ob Schnee, Regen oder Sonnenschein: Werbebotschaften können damit je nach aktueller Wetterlage und Temperatur ausgeliefert werden. So lassen sich Urlaubsreisen in den sonnigen Süden ganz gezielt in den Regionen bewerben, in denen es gerade regnet, oder Kampagnen für neue Eiscreme-Sorten nur dort ausspielen, wo gerade die Sonne scheint. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Klimadaten ermöglicht dabei eine dynamische Anpassung der Werbemaßnahmen an die regionalen Wetterbedingungen. Das Targeting ist mit anderen Optionen der OMS kombinierbar.

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Ein Plus von 15 Prozent pro Jahr

04.10.2011, 14:56

Das Internet bleibt bis 2013 das am stärksten wachsende Werbemedium weltweit – und wird in zwei Jahren die Tageszeitungen nach Anzeigeninvestitionen hinter sich lassen und damit hinter dem Fernsehen Platz zwei belegen.

Die Mediaagenturgruppe ZenithOptimedia prognostiziert in ihrer Studie “Advertising Expenditure Forecast” für die Online-Werbebudgets einen jährlichen Anstieg von 14,6 Prozent bis 2013. Vor allem in Displaywerbung – zu der die boomenden Werbeformen Online-Bewegtbild und Social Media zählen – investieren Werbungtreibende mit 17,2 Prozent jährlich stark. Suchmaschinenwerbung wächst mit jährlich 14,6 Prozent ebenfalls deutlich.

In diesem Jahr fließen in Deutschland 13,2 Prozent mehr Werbegelder in das Internet als im Vorjahr, TV gehört nicht mehr zu den Wachstumstreibern des Werbemarktes. “Die Sender konnten von Investitionszuwächsen nicht so profitieren wie erwartet”, sagt Frank-Peter Lortz, Chairman ZenithOptimedia. “Immer mehr Werbekunden nehmen leichte strategische Budget-Shifts Richtung Internet vor.”

Weltweit wächst der Gesamt-Werbemarkt 2011 um 3,6 Prozent – ursprünglich war ZenithOptimedia von 4,1 Prozent ausgegangen. Wesentlich verantwortlich für den schwächeren Anstieg ist der sehr deutliche Rückgang der Werbeinvestitionen in Nordafrika und dem Mittleren Osten (-14,2 Prozent) im aktuellen Jahr, bedingt durch die politischen Umbrüche in dieser Region.

Für die nächsten Jahre erwartet ZenithOptimedia eine Fortsetzung stabilen Wachstums um 5,3 Prozent in 2012 und 5,5 Prozent in 2013, wobei die Werbeinvestitionen der westlichen, etablierten Märkte geringer wachsen werden (Westeuropa bis 2013 jährlich im Schnitt 2,8 Prozent, Nordamerika 3,3 Prozent) als die aufstrebenden Märkte.


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Video of the Week

26.09.2011, 8:38

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Wie Digital die klassische Werbung verändert

22.09.2011, 14:06
Wie Digital die klassische Werbung verändert

Die technische Entwicklung stellt immer neue Anforderungen an die Werbeindustrie. Worauf es in Zukunft ankommt, darüber diskutierten die Teilnehmer in der Debate Hall auf der dmexco.

Jonathan Davies von CNN International glaubt daran, dass mobile Endgeräte in Zukunft viel kleiner und handlicher werden. Sie werden Videos, Texte und Bilder wiedergeben können. “Diese Geräte werden unser digitales Interface werden, über das wir unseren Informationsbedarf stillen.”

Digitale Werbung wird in Zukunft stärker die vorhandenen Daten nutzen müssen, um ein genaueres Targeting sicher zu stellen, ist Christophe Parcot von Yahoo überzeugt. Sie müsse plattformübergreifend sein – also auf allen Geräten funktionieren. In Sachen Datenschutz hofft Parcot darauf, dass Unternehmen transparenter mit den Daten der User umgingen. Den Bedenken der Datenschützer könne man mit einer Selbstkontrolle der Werbetreibenden Unternehmen entgegenwirken. Außerdem sei aber auch bei den Usern noch sehr viel Aufklärungsarbeit zu leisten.

Davies sieht die Datenschutzproblematik entspannter. Seiner Meinung nach geben die umfangreichen Daten den Unternehmen die Möglichkeit, um auch sehr viele gute und nützliche Dinge damit anzufangen. Als Beispiel benennt er die Produktvorschläge von Amazon, die seiner Meinung nach oftmals sehr gut zu seinen Bedürfnissen passten.

Obwohl die digitale Werbung durch neue Entwicklungen in den Social Media und im Targeting immer komplexer wird, müssten sich die Agenturen bemühen, das Marketing transparenter zu machen, meint Parcot. Dazu gehörten auch sinnvolle, klar verständliche Messgrößen. Dieser Meinung schließt sich auch Davies an.

Nigel Sharrocks von Aegis Media geht davon aus, dass sich Mediaagenturen in Zukunft noch deutlich ganzheitlicher denken müssten. Eine große Anforderung stellten kanalübergreifende, interdisziplinäre Kampagnen dar. Dabei gehe es nicht nur um die Kreation, sondern auch um die Überwachung von Social-Media-Feedback und die Cross-Plattform-Messung der Kampagnen.

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Umsatzvolumen mobiler Werbung steigt auf 250 Millionen Euro

20.09.2011, 14:06
Umsatzvolumen mobiler Werbung steigt auf 250 Millionen Euro

Werbung auf mobilen Endgeräten ist inzwischen einer der wesentlichen Wachstumstreiber in der Werbebranche. In den kommenden vier Jahren könnte sich das Umsatzvolumen von heute sogar verdreifachen.

PriceWaterhouseCoopers geht von einer stetig wachsenden Verbreitung mobiler Endgeräte wie Smartphones oder Tablets aus. Allein in Deutschland soll mit mobiler Werbung demnach im Jahr 2015 ein Volumen von 250 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Gegenüber den Prognosen für dieses Jahr wäre dies ein Anstieg um etwa das Dreifache. Verglichen damit sollen die Werbeeinnahmen im stationären Internet bis 2015 nur um maximal 45 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro wachsen.

Mobile Werbung, die den aktuellen Aufenthaltsort der Nutzer berücksichtigt, findet die Hälfte der Internetnutzer in einer von PwC beauftragten Befragung nützlich. Dagegen gaben 34 Prozent an, dass sie diese Werbung stört. Besonders aufgeschlossen stehen junge Nutzer diesen Werbeformen gegenüber. Bei den Usern unter 35 Jahren gaben knapp zwei Drittel an, dass sie ortsbezogene Werbung für sinnvoll erachten.

“Personalisierte mobile Werbung, beispielsweise ortsbezogene Ads oder auf die Interessen potenzieller Konsumenten ausgerichtete Produktempfehlungen werden von den Nutzern positiv bewertet”, sagt Werner Ballhaus, Leiter des Bereichs Technologie, Medien und Kommunikation bei PwC. “Mobile Onlinewerbung ist keine kurzlebige Mode, sondern etabliert sich dank der neuen Möglichkeiten der Endgeräte als wichtige Säule der Internet-Werbeindustrie.”

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