Hopf von Yahoo: “Digitales Durcheinander”

25.02.2015, 13:07

Agenturen und Werbekunden

Mediaagenturen, Kreativagenturen, Werbekunden: Das neue Mediennutzungsverhalten ändert die Rolle der Player auf dem Markt. Wie die Zusammenarbeit aussehen sollte, erklärt Steffen Hopf von Yahoo.

Steffen Hopf, Geschäftsführer Yahoo Deutschland

(Quelle: Yahoo)

Wie erreiche ich heute noch meine Zielgruppe, welche Dienstleister spielen für die moderne Mediennutzungssituation noch eine Rolle? Die Media-Debatte ist in Deutschland in vollem Gange. Vor allem das Geschäftsmodell von Mediaagenturen wird diskutiert, in der Horizont etwa warf der frühere Ogilvy-Chef und künftige Jung von Matt-Vorstand Thomas Strerath den Mediaagenturen geringe strategische Kompetenz vor allem bei wichtigen Themen wie Technologie und Beratung vor. Konter gab daraufhin etwa Manfred Kluge, CEO Omnicom Media Group Germany, der glaubt, dass es künftig noch mehr Überlappungen zwischen einst klar getrennt operierenden Dienstleistern geben wird.

Nun äußert sich auch Steffen Hopf, Managing Director und Country Commercial Director von Yahoo Deutschland, zum Thema.

“Lieber Herr Strerath, lieber Herr Kluge und alle anderen sehr geehrten Damen und Herren,

streiten Sie sich nicht! Schuld ist letztlich nur das Smartphone. Die digitale Transformation im Allgemeinen und Milliarden smarter Mobile Devices im Besonderen verändern die Mediennutzung in nie gekanntem, rasantem Tempo. Als User sind wir alle es mittlerweile gewohnt, Informationen zu Produkten, Marken und Dienstleistungen 24/7 zu erhalten. Beim somit zunehmend besser informierten Nutzer, also dem Kunden in Ihrer Zielgruppe, greifen klassische Werbebotschaften immer weniger. Dass alle hier streitenden Parteien unsicher sind, ist keine Überraschung. Und so stellen sich Werbetreibende mehr denn je die große Frage: Wie erreiche ich heute noch meine Zielgruppe? Wie kann ich meine Marketing- und Umsatzziele noch erreichen?

Liebe Strategen, Planner und Kreative, am größten ist das Dilemma für Ihre Kunden: Von den Mediaagenturen hören diese, Einkauf und Optimierungs-Technologien seien am wichtigsten. Das Sujet einer Kampagne und die Kreativstrategie hätten stets Priorität, meinen dagegen die Kreativagenturen. Und die TV-Sender sagen, Fernsehen gehe immer. Seit 50 Jahren. Später dann liest der Kunde in der Fachpresse, dass Verbraucher unter 30 Jahren gar kein TV mehr schauen – Stichwort Millennials. Diese jungen Leute seien heute immer mobil online und überhaupt reiche ihre Aufmerksamkeitsspanne durchschnittlich nur noch acht Sekunden. Wer wäre da nicht verunsichert. Die Werbungtreibenden stellen Fragen, auf die die hier streitenden Personen nur ungenügende Antworten zu haben scheinen.

Nun es hilft an dieser Stelle überhaupt nicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Das Motto sollte lauten, miteinander statt übereinander zu reden. Bisher war es oft so: Der eine hat das Geld, der nächste liefert die kreative Strategie, und der Dritte setzt sie in eine Media-Strategie inklusive Einkauf um. Doch diese herkömmliche Troika aus Kunde, Kreativagentur und Mediaagentur wird in Zukunft nicht mehr immer alle Antworten geben können. Die Rollen werden vielleicht nicht neu verteilt, aber die Grenzen verschwimmen. Daraus resultiert offensichtlich eine gewisse Unsicherheit, die bei manchen Vertretern Beißhemmungen ab- und protektionistisch getriebene Aggressionen aufbaut. Konstruktiv wäre es, sich jetzt an einen Tisch zu setzen und zu schauen, wie alle Player am besten voneinander profitieren.

Als Player verstehe ich in diesem Zusammenhang übrigens auch und vor allen Dingen die Media Owner selbst. Media Owner könnten durch ihr Wissen über den User zu einer Versachlichung der Debatte beitragen – ob sie nun Facebook, Google oder Yahoo heißen. Sie nicht einzubeziehen, das wäre, als wenn Sie als Fußballtrainer von Ihrem Team mehr Tore erwarten, darüber aber nie mit Ihren Offensivspielern sprechen. Langjährige Beziehungen zwischen diesen Medien und ihren Nutzern liefern Werbetreibenden wertvolle Erkenntnisse. Herr Strerath spricht von Content, Container und Context. Wer könnte besser darüber Bescheid wissen, als die Media Owner, die durch ihre 1:1-Beziehung mit den Nutzern wertvolle Insights wie niemand anderes erhalten? Wie reagieren unsere Nutzer auf welchen Content? In welchem Umfeld und zu welchem Zeitpunkt funktionieren welche Werbebotschaften am besten? Das finden Media-, Kreativagenturen und Kunden am besten heraus, wenn sie mit einem (oder mehreren) Media Ownern sprechen.

Wir sind die idealen Partner, wenn es darum geht, Daten, Umfeld und Message zu einer perfekten Einheit zu kombinieren und nutzbar zu machen. Im übertragenen Sinn wissen Media Owner also am besten, wie man die gegnerische Abwehr aushebelt. Nutzen Sie dieses Know-how! Dann, da bin ich mir sehr sicher, können wir gemeinsam im Sinne unserer Kunden Klarheit in das vermeintliche ‘digitale Durcheinander’ bringen.

Yahoo feiert im März seinen Geburtstag und kann dann auf 20 Jahre Erfahrung als Digital Publisher und Tech Company zurückgreifen. Gerne lade ich Sie alle ein, dass wir uns zu diesem Anlass zusammenfinden und reden. Miteinander, nicht übereinander.”

Wenn es um den Suchmaschinenmarkt geht, zeigt Yahoos Partnerschaft mit Mozilla weiter Auswirkungen: Auch im Januar muss Google Anteile im US-Suchmaschinenmarkt abgeben. Erstmals liegt der Konzern unter 75 Prozent.

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Google verliert in den USA Anteile an Yahoo

04.02.2015, 11:42

Suchmaschinenmarkt

Yahoos Partnerschaft mit Mozilla zeigt weiter Auswirkungen: Auch im Januar muss Google Anteile im US-Suchmaschinenmarkt abgeben. Erstmals liegt der Konzern unter 75 Prozent.

(Quelle: shutterstock/Twin_Design)

Bewegung im Suchmaschinenmarkt: Hatte Google in den USA im November 2014 noch einen Marktanteil von 77,3 Prozent, fiel der Wert im Dezember des gleichen Jahres auf 75,2 Prozent. Zeitgleich verzeichnete Yahoo mit 10,4 Prozent einen Suchanteil, der seit fünf Jahren nicht mehr so hoch war, belegen Zahlen von Statcounter. Wie der Web-Traffic-Analyst ermittelt hat, hält der Abwärtstrend nun auch im Januar weiter an: Google ist mit 74,8 Prozent erstmals seit sieben Jahren wieder unter 75 Prozent Marktanteil gerutscht. Konkurrent verzeichnete im Januar einen Anteil von 10,9 Prozent, Bing 12,4 Prozent.

Den neuen Minus-Rekord verdankt Google ist in erster Yahoos Partnerschaft mit Mozilla. Die laut Yahoo-Chefin Marissa Mayer bedeutendste Partnerschaft der vergangenen fünf Jahre erstreckt sich auf den Desktop- und den Mobile-Browser. US-Nutzer haben seit November 2014 im Firefox-Browser nicht mehr Google, sondern die Yahoo-Suchmaschine als Standard vor­eingestellt.

Wie die Zahlen von Statcounter allerdings auch zeigen, ist die Verbreitung von Firefox in den USA stark zurück gegangen. Der Browser liegt nun nur noch auf Platz 5, hinter Chrome, Internet Explorer, dem iPhone-Browser und Safari.


US Search Share

(Quelle: Statcounter)

Entscheidend wird sein, ob Yahoo die neuen Nutzer dauerhaft halten kann. Google jedenfalls versucht alles um die verloren gegangen User zurückzugewinnen. Auf der Startseite gibt es beispielsweise eine Schritt-für-Schritt-Anleitung wie Nutzer zurück zu Google wechseln können.

Googles Umsatz stieg im vierten Quartal 2014 nicht so heftig wie erwartet – und doch auf ein Rekordniveau. Das Internetunternehmen setzte im jetzt abgeschlossenen Quartal insgesamt 18,1 Milliarden US-Dollar um und verbesserte sich damit im Jahresvergleich um 15 Prozent.

Yahoo wiederum will seine Anteile an Alibaba in eine eigene Firma steuerfrei ausgliedern. Die aktuellen Quartalszahlen hingegen sorgen eher für Ernüchterung.

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Yahoo gliedert Alibaba-Anteile aus

28.01.2015, 10:19

Steuertrick

Geldregen für alle Yahoo-Aktionäre: Der Konzern will seine Anteile an Alibaba in eine eigene Firma steuerfrei ausgliedern. Die aktuellen Quartalszahlen hingegen sorgen eher für Ernüchterung.

Marissa Mayer, CEO von Yahoo

Marissa Mayer, CEO von Yahoo
(Quelle: Yahoo)

Im September 2014 gelang dem chinesischen Online-Händler Alibaba der größte Börsengang aller Zeiten in den USA. Yahoo gehörte als einer der Investoren zu den großen Profiteuren. Für CEO Marissa Mayer ging damit allerdings auch der Versuch einher, die Yahoo-Aktionäre am Erfolg zu beteiligen. Ein schwieriges Unterfangen, vor allem da der Druck auf Mayer, eine steuergünstige Lösung zu finden, wuchs. “Wir haben in den letzten zwei Jahren Experten für steuereffiziente Strukturen beschäftigt und eine Reihe von Alternativen in Betracht gezogen”, erklärte Finanzchef Ken Goldman. Eine davon scheint jetzt die Lösung zu sein: Yahoo will seine Alibaba-Beteiligung in Höhe von knapp 40 Milliarden US-Dollar steuerfrei in Gewinne für seine Aktionäre wandeln.

Insgesamt sollen 344 Millionen Alibaba-Aktien in eine neue Gesellschaft namens SpinCo übergehen und so an die Börse gehen. “Wir haben unermüdlich an einer Lösung für eine steuer-effiziente Alternative gearbeitet, die den Wert unserer Alibaba-Investition für unsere Aktionäre maximiert”, so Mayer. Wenig verwunderlich, dass die News am Markt gut ankamen – die Yahoo-Aktie stieg nachbörslich um fast acht Prozent.

Mäßige Quartalszahlen

Bei all den Neuigkeiten gerieten die aktuellen Quartalszahlen fast zur Nebensache. Diese fielen für das vierte Quartal 2014 ernüchternd aus. Der Konzern vermeldete einen Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar, der Gewinn lag bei 166 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum lag der Gewinn noch bei 348 Millionen US-Dollar. Ein Grund für die mittelmäßigen Zahlen ist die starke Konkurrenz durch Google und Facebook im Display-Geschäft, mit Facebook vor allem im mobilen Werbemarkt. Yahoo konnte in der Display-Werbung zwar 17 Prozent mehr Anzeigen verkaufen, dort sanken die Preise allerdings um 20 Prozent.

Große Hoffnungen liegen bei Yahoo im Moment auf der aktuellen Partnerschaft mit Mozilla. Statt Google stellt nun der Mayer-Konzern die Technologie für die Standardsuchmaschine im Firefox-Browser in den USA bereit. Ob Yahoo Google Marktanteile abjagen kann, hängt vor allem davon ab, ob User bald zur gewohnten Suche zurückkehren.

Auch Microsoft blickt auf das vergangenen Geschäftsjahr zurück: Die Zahlen für das vierte Quartal 2014 holen den Konzern auf den Boden der Tatsachen zurück: Der Umsatz kletterte zwar nach oben, der Nettogewinn von Microsoft sank allerdings um elf Prozent.

Yahoo Suchmaschine rückt näher an Google ran

28.01.2015, 9:12

Marktreport

Durch die Partnerschaft der Yahoo Suchmaschine mit dem Firefox-Browser von Mozilla, büßt Google 2014 zum ersten Mal Marktanteile gegenüber dem Konkurrenten in den USA ein.

Yahoo Suchmaschine rückt näher an Google ran

(Quelle: shutterstock/Ken Wolter)

Laut Yahoo-Chefin Marissa Mayer ist es die bedeutendste Partnerschaft, die das Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren eingegangen ist: Seit November 2014 ist im Firefox-Browser für US-Nutzer nicht mehr Google, sondern die Yahoo-Suchmaschine als Standard vor­eingestellt. Jetzt zeigt die Partnerschaft mit Mozilla erste Auswirkungen, wie Zahlen von Statcounter belegen.

Hatte Google in den USA im November noch einen Marktanteil von 77,3 Prozent, fiel der Wert im Dezember des gleichen Jahres auf 75,2 Prozent. Das ist zwar nur ein Minus von zwei Prozentpunkten – dennoch der schlechteste Wert für Google seit 2008.

Die Yahoo Suchmaschine hingegen verzeichnete mit 10,4 Prozent einen Suchanteil, der seit fünf Jahren nicht mehr so hoch war. ­Mozillas Kooperation mit Yahoo ist auf fünf Jahre angelegt und erstreckt sich auf den Desktop- und den Mobile-Browser.

In den wichtigen Märkten Russland und China arbeitet Mozilla inzwischen ebenfalls nicht mehr mit Google, sondern mit den lokalen Anbietern Yandex und Baidu zusammen. Mit Yahoo löst sich Mozilla nun auch im US-Suchmaschinenmarkt aus der finanziellen Abhängigkeit von Google, dem einst wichtigsten Geldgeber.

Allein 2012 erhielt das Unternehmen mit 280 Millionen US-Dollar 90 Prozent seiner Einnahmen von Google. Wie nachhaltig die Neuverteilung der Marktanteile wirklich ist, wird auch davon abhängen, ob die Firefox-User nicht bald zur gewohnten Google-Suche zurückwechseln.

Google setzt auf Bewegtbild

Um für Werbungtreibende weiter attraktiv zu bleiben, setzt Google auf den Treiber Bewegtbild: Das Unternehmen misst künftig, ob Video-Anzeigen auch vom Nutzer gesehen wurden. Das betrifft der Definition des Branchenverbands Interactive Advertising Bureau (IAB) nach alle Spots, bei denen die Hälfte des Videos mindestens zwei Sekunden im sichtbaren Bereich angezeigt wurde.

Die Daten stehen allen Werbungtreibenden und Publishern zur Verfügung, die Kunden des Tochterunternehmens Doubleclick sind. Künftig sollen die Infos auch für Youtube-Werbung auf PC und Smartphone angegeben werden.

Eine Abrechnung nach der Anzahl der gesehenen Spots sei ebenfalls geplant, so Neal Mohan, bei Google Vice President für Video- und Display-Werbung. Im Lauf des Jahres will der Konzern seinen Geschäftspartnern auch mitteilen, wie lange ein Clip sichtbar war und ob der Ton abgespielt wurde.

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Yahoo beschränkt Right-Media-Plattform

12.01.2015, 15:35

Aus für Ad Exchange

Yahoos gibt Right Media als Ad Exchange auf. Werbung auf externen Webseiten kann darüber in Kürze nicht mehr gebucht werden.

Yahoo beschränkt Right-Media-Plattform

(Quelle: Shutterstock.com/Ken Wolter)

Mit dem neuen Jahr gibt es Änderungen bei Right Media. Die Yahoo-Tochter teilte nach Informationen von Adexchanger seinen Partnern mit, dass die Anzeigen-Plattform in Kürze nur noch für Werbebuchungen auf Yahoo-Seiten zur Verfügung steht.

Für Brancheninsider dürfte diese Nachricht nicht besonders überraschend sein. Bereits seit Monaten soll Right Media mit fehlendem Interesse sowohl auf Seiten der Käufer als auch der Verkäufer von Anzeigeninventar gekämpft haben.

Möglicherweise plant Yahoo auch die Zusammenlegung von seinem Mobile-Ad-Anzeigenmarkt Gemini mit der im Juli 2014 übernommenen App-Analyse-Firma Flurry.

Zweifel an Right Media hatte Yahoo übrigens schon vor drei Jahren. Während seines kurzen Zwischenspiels als CEO hatte CEO Scott Thompson darüber nachgedacht, die Anzeigentechnologie mit Right Media zu verkaufen. Das In-App-Werbeinventar von Flurry steht bereits seit November 2014 bereit.

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Yahoo kauft Media Group One aus München

11.12.2014, 11:44

Agentur-Übernahme

Media Group One wird ein Teil von Yahoo. Von der gebündelten Kompetenz, neuen Native-Advertising- sowie Videovermarktungsmöglichkeiten sollen Werbekunden und Publisher gleichermaßen profitieren.

Yahoo kauft Media Group One aus München

(Quelle: Shutterstock.com/Katherine Welles)

Die Firmen sind sich einig: Yahoo übernimmt den Münchner Vermarkter Media Group One. Durch die Akquisition kann eine größere Marktmacht erzielt werden: “Die Kombination der Reichweiten beider Unternehmen wird voraussichtlich in einem Top10-AGOF-Ranking der Vermarktungshäuser in Deutschland resultieren”, heißt es in einer Mitteilung.

“Die Geschäftsbereiche von Yahoo und Media Group One ergänzen sich hervorragend”, kommentiert Aric Austin, Geschäftsführer des Vermarkters. “Insbesondere im Hinblick auf Yahoos Bewegtbildfokus sind wir mit SnackTV, dem Spezialisten im Bereich Syndicated Video, die ideale Ergänzung.” Das Unternehmen repräsentiert mehr als 800 Websites, die in den drei Megaverticals Entania, Fabalista.com und Zolanis vermarktet werden.

Bei Yahoo tut sich gerade einiges im Bereich Übernahmen: Im November hat der Internetkonzern die Foto-App Cooliris gekauft sowie die In-App-Video-Dienste des Marketing-Start-ups Flurry integriert.

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Tumblr testet Kauf-Button

03.12.2014, 9:53

Neues Feature

Wird Tumblr zu E-Commerce-Portal? Das soziale Netzwerk testet einen neuen Buy-Button und weitere Funktionen, die zu mehr Interaktivität verhelfen sollen. Zum Start sind vier Partner dabei.

Klicken und kaufen bei Tumblr

(Quelle: Tumblr.com)

Tumblr testet mit vier ausgewählten Partnern neue Buttons, über die Nutzer etwas kaufen, aber auch für einen guten Zweck Geld spenden oder sich engagieren können. Mit dabei sind znächst die Selbstmach- und Kunst-Portale Etsy und Artsy, sowie die Crowdfunding-Plattform Kickstarter und das Ehrenamtlichen-Portal DoSomething.

“Eure Follower sind jetzt einen Klick näher an den Sachen, die ihr ihnen zeigt”, so das Unternehmen in einem kurzen Vorstellungsbeitrag der neuen Features auf dem Firmenblog. In der oberen rechten Ecke der Tumblr-Beiträge von den genannten Seiten erscheinen Buttons, die zum Mitmachen auffordern. Die Nutzer können kaufen, Geld spenden, sich informieren oder ehrenamtlich aktiv werden. Das Feature erscheint, sobald ein Link der Partnerseiten weitergeleitet wird.

Ob Tumblr bei Verkäufen über den neuen Button eine Vermittlungsgebühr verlangt, ist bisher noch nicht klar. Sicher dürfte aber sein, dass das Netzwerk damit auch in Richtung Social Commerce die Fühler ausstreckt – und damit künftig auch mit größeren E-Commerce-Partnern kooperieren könnte.

Seit der Übernahme von Tumblr durch Yahoo hat der Microblogging-Dienst stetig daran gearbeitet, Geld mit Werbung zu verdienen. Vergangene Woche hatte Tumblr zuletzt die so genannten Sponsored Apps freigegeben, über die Anwendungen direkt im Netzwerk beworben, verkauft und heruntergeladen werden können.

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Neues mobiles Anzeigenformat bei Tumblr

27.11.2014, 9:42

Social-Media-Marketing

Was bei Facebook oder Twitter die sogenannten App-Install-Ads sind, will Tumblr jetzt auch haben: Für seine mobile App bringt der Microblogging-Dienst “Sponsored Apps”.

Sponsored Apps - neues Werbeformat bei Tumblr

(Quelle: Tumblr.com)

Tumblrs Bemühungen, in das Werbegeschäft einzusteigen, nehmen Fahrt auf. Das von Yahoo übernommene Netzwerk hat jetzt ein neues Anzeigenformat eingeführt, das den Download mobiler Anwendungen fördern soll – “Sponsored Apps” genannt. Die Anzeigen bringen nicht nur Werbeinhalt auf das Smartphone oder Tablet der Nutzer, sondern enthalten einen Button, über den die beworbene Anwendung direkt heruntergeladen werden kann.

Die Sponsored-Apps-Beiträge auf Tumblr sollen sich dabei nahtlos in den Nachrichten-Feed der Nutzer einfügen. Genau deshalb erscheinen sie auch größer als die relativ kleinen “Werbekarten” der Konkurrenz. Wie die herkömmlichen Beiträge auf Tumblr können auch die Sponsored Apps mit “Like” markiert und per Klick weitergeleitet werden.

Angesichts der Tatsache, dass Tumblr vor allem von User im Allter zwischen 18 und 34 genutzt wird, dürften sich vor allem Werbungtreibende aus dem Bereich Gaming für das neue Format interessieren. Targeting nach Geschlecht und Ort ist möglich, aber auch nach Nutzerinteressen, die auf Basis der User-Aktivitäten identifiziert werden.

Dabei komme Tumblr die Technologie von Mutterunternehmen Yahoo zu Gute, so Tumblrs Creative Strategy Manager Max Sebela gegenüber Techcrunch. “Wir sind dabei, unser Geschäft unabhängig von Yahoo, aber auf der Basis der Gemini Ad-Targeting-Technologie und insbesondere des Interest-Targeting weiterzuentwickeln.”

Die Preisstruktur des neuen Werbeformats wurde bisher noch nicht bekannt. Tumblr testet zum Start der Sponsored Apps zunächst ein Cost-per-Install-Preismodell.

Was Werbung angeht, dreht Tumblr derzeit auf. Vor wenigen Wochen hatte Tumblr erst Videowerbung in sein Netzwerk gebracht. Anzeigen im Netzwerk gibt es bei Tumblr seit Mai 2013.

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Yahoo verstärkt sein Team mit Cooliris

24.11.2014, 12:30

Foto-App

Bilder und Mobile geht immer. Deshalb legt sich Yahoo Cooliris zu. Dessen App hilft Nutzern, Fotos auf Facebook, Flickr und Dropbox zu entdecken.

Cooliris for Mobile

(Quelle: cooliris.com )

Für Cooliris lief es seit dem Start im Jahr 2006 bestens. Mit Innovationen wie einer 3D-Foto-Wand, einer mobilen Ad-Plattform namens Adjitsu sowie der Cooliris Foto-App war das Unternehmen vor allem auf dem asiatischen Markt aktiv. Insgesamt 27,6 Millionen US-Dollar konnte Cooliris von mehreren namhaften Investoren, darunter auch der Investment-Arm der Deutschen Telekom, T-Ventures, einnehmen, so Techcrunch. Nun wird das Entwicklungsunternehmen von Yahoo gekauft.

Die mobile App “Cooliris for Mobile” ermöglicht Nutzer, Plattform-übergreifend Bilder auf Diensten wie Facebook, Flickr und Dropbox anzusehen. Zudem betreibt das Unternehmen noch die Foto-Messaging-App “Beamt it”.

Die genaueren Pläne Yahoos für Cooliris sind bisher noch nicht bekannt. Die 17 Cooliris-Mitarbeiter sollen in das Communications-Team im kalifornischen Sunnyvale wechseln. In den nächsten Zukunft sollen die Cooliris-Produkte unverändert weiter laufen.

Anfang Oktober 2014 hatte Yahoo die Messaging-App MessageMe übernommen.

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Yahoo löst Google als Suche bei Firefox ab

20.11.2014, 13:03

Neue Partnerschaft

Yahoo und Mozilla gehen eine Partnerschaft ein. Das Ergebnis: Statt Google stellt nun Yahoo die Technologie für die Standardsuchmaschine im Firefox-Browser bereit.

(Quelle: Shutterstock.com/
Alexander Supertramp)

Yahoo stellt ab Dezember die Standardsuche bei Firefox in den USA – und löst damit Google ab, dessen Vertrag mit Mozilla nach zehn Jahren ausgelaufen war. Er habe verschiedene Optionen an alternativen Anbietern von Suchmaschinendiensten überprüft, erklärte Mozillas CEO Chris Beard. Yahoos Angebot sei das beste gewesen. Dennoch legt sich Mozilla in Zukunft sich nicht mehr global auf einen Suchmaschinenpartner fest, sondern einen flexibleren Ansatz verfolgen und Suchpartnerschaften je nach Land eingehen.

Für Yahoo bietet der Fünf-Jahres-Vetrag die Chance, mehr Menschen zu erreichen. “Die Partnerschaft hilft uns dabei, unsere Reichweite im Bereich Suche zu vergrößern”, so Yahoo-CEO Marissa Mayer. Darüber will das Unternehmen mit Mozilla in Sachen Suche, Kommunikation und digitalen Inhalten kooperieren.

Vollständig beendet ist die Zusammenarbeit zwischen Mozilla und Google nicht: Google soll weiterhin die Geolocation-Angaben für Firefox liefern und auch das so genannte Safe Browsing unterstützen. Zudem können Nutzer statt Yahoo auch Google als Suchmaschine wählen.

Laut Stiftung Warentest ist der beste Browser übrigens Google Chrome. In Europa wird das auch durch die Nutzerzahlen gestützt: Chrome ist dort der beliebteste Browser, so eine Studie. Nur nicht in Deutschland. Hierzulande ist der am meisten genutzte Browser Mozillas Firefox.

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