Flipboard: Auch Yahoo und Google haben Interesse

28.05.2015, 15:35

Nachrichten-App

Flipboard steht Übernahmeangeboten offen gegenüber, heißt es. Und zu den Interessenten gehören Medienberichten zufolge neben Twitter auch Yahoo und Google. Entsprechende Sondierungen sollen laufen.

Flipboard: Auch Yahoo und Google haben Interesse

(Quelle: Flipboard.com)

Nicht nur Twitter will Flipboard, auch andere Internetgiganten haben ihre Fühler nach der sozialen Nachrichten-App ausgestreckt. Sowohl Yahoo als auch Google sollen in den vergangenen Wochen Gespräche mit dem Übernehmen hinsichtlich einer möglichen Übernahme geführt haben, berichtet das Wall Street Journal. Dabei sei vor allem besprochen worden, wie das Angebot von Flipboard in die Suchgiganten integriert werden könnte. Preisvorstellungen der beiden Unternehmen seien noch nicht durchgedrungen.

Für beide Internetfirmen könnte eine Übernahme von Flipboard sinnvoll sein: Mit der sozialen Nachrichten-App könnten diese ihr Angebot aufwerten und ihre Inhalte vor allem mobilen Nutzern in übersichtlicheren Häppchen präsentieren. Dabei haben sowohl Google als auch Yahoo mit Nachrichten-Apps experimentiert. Yahoos Livestand ist allerdings schon 2012 wieder geschlossen worden.

Das Interesse von Kurznachrichtendienst Twitter an Flipboard dagegen war bereits mit einem Übernahmepreis in Verbindung gebracht worden: Twitter wolle bis zu einer Milliarde US-Dollar für Flipboard auf den Tisch liegen, hieß es.

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Yahoo verzeichnet Umsatzrückgang

22.04.2015, 10:49

Erster Finanzbericht 2015

Yahoo wird den Erwartungen für das erste Quartal 2015 nicht gerecht: Der Umsatz ging leicht zurück, beim Gewinn sieht es noch düsterer aus. Nur der Bereich Mobile macht Hoffnung.

Yahoo verzeichnet Umsatzrückgang

(Quelle: Shutterstock.com/Ken Wolter)

Das nennt man dann wohl einen Gewinneinbruch: Yahoo verzeichnet für das erste Quartal 2015 – zwischen Januar und März – einen Gewinn von 21 Millionen US-Dollar. Das sind satte 93 Prozent weniger als noch im Jahr 2014, als das Unternehmen im ersten Quartal 312 Millionen US-Dollar Gewinn erwirtschaftet hatte.

Auch beim Umsatz wurden die Erwartungen der Experten enttäuscht. Der Umsatz ohne Traffic-Kosten (die Erlöse, die für die Weiterleitung von Nutzern an Partner-Websites gehen) betrug 1,04 Milliarden US-Dollar und damit fast fünf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Damals waren es noch 1,09 Milliarden US-Dollar gewesen. Ein Grund sind die Kosten für die Kooperation mit Mozilla. Die Börse reagierte auf die Zahlen mit einem nachbörslichen Absacker um zwei Prozent.

Yahoo befinde sich in einem mehrjährigen Umwandlungsprozess, versuchte Yahoo-Chefin Marissa Mayer die Zahlen im Finanzbericht zu erklären und betonte das Wachstum, was das Unternehmen im Bereich Mobile verzeichnen konnte. “Der mobile GAAP-Umsatz betrug im ersten Quartal 234 Millionen US-Dollar, ein Wachstum von 61 Prozent im Jahresvergleich.” Dort hat sich Yahoos Umorientierung in Richtung Mobile scheinbar ausgezahlt, denn Ads auf mobilen Geräten laufen für das Unternehmen im Vergleich zum Desktop gut.

Vielleicht bringt die neu ausgehandelte Search-Partnerschaft mit Microsoft Yahoo in Zukunft Erfolge. Die Änderungen am ursprünglich 2006 abgeschlossenen Deal geben Yahoo künftig mehr Flexibilität, denn der Konzern muss nicht mehr den gesamten Traffic von Bing übernehmen: Nach der neuen Vereinbarung muss Yahoo mindestens 51 Prozent von Bing beziehen. Das lässt 49 Prozent offen für die Monetarisierung über eigene Anzeigenprogramme – oder durch andere Search Provider wie Google. Und nach neuesten Informationen von Engadget kann sich Yahoo sogar aus der Partnerschaft ausklinken: Ab 1. Oktober 2015 können die beiden Partner ohne weitere Folgen ihre Zusammenarbeit beenden.

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Yahoo und Microsoft kooperieren weiterhin

17.04.2015, 10:47

Microsoft und Yahoo hatten es bis zuletzt spannend gemacht: Wird die Suchpartnerschaft fortgesetzt oder nicht? Nun ist es offiziell: Ja, es geht weiter. Doch mit einigen deutlichen Änderungen.

Yahoo und Microsoft kooperieren weiterhin

(Quelle: Shutterstock.com/Ken Wolter)

Die Search-Allianz zwischen Microsoft und Yahoo besteht weiterhin. Die beiden Unternehmen haben sich auf neue Konditionen ihrer Kooperation in Sachen Suche und Suchmaschinenmarketing geeinigt. Dabei bleibt der Kern der Vereinbarung bestehen: Für die Desktop-Suche nutzt Yahoo auch künftig Bings Anzeigen, und Microsoft stellt die Technik für die Yahoo-Suche zur Verfügung. Doch ein paar Änderungen bringen durchaus auch signifikante Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

“In den vergangenen Monaten haben Satya (Microsoft-CEO, Anm. d. Red.) und ich eng bei der Etablierung einer überarbeiteten Search-Vereinbarung zusammengearbeitet, die uns erlaubt, das Nutzererlebnis aufzuwerten und den Bereich Search innovativ weiterzuentwickeln”, so Yahoo-CEO Marissa Mayer in der Pressemitteilung zur Search-Partnerschaft. “Die erneuerte Vereinbarung eröffnet uns interessante Weiterentwicklungsmöglichkeiten in unserer Partnerschaft.”

Die Änderungen am ursprünglich 2006 abgeschlossenen Deal geben Yahoo künftig mehr Flexibilität, denn der Konzern muss nicht mehr den gesamten Traffic von Bing übernehmen: Nach der neuen Vereinbarung muss Yahoo mindestens 51 Prozent von Bing beziehen. Das lässt 49 Prozent offen für die Monetarisierung über eigene Anzeigenprogramme – oder durch andere Search Provider wie Google.

Auch bei den Ad Sales gibt es Änderungen. In der Vergangenheit hatte Yahoo auch den Verkauf der Bing-Ads organisiert. Dieser wird in den kommenden Monaten an Microsoft zurückgegeben. Für beide Unternehmen dürften daher personelle Änderungen in den Sales-Abteilungen anstehen.

Der bisherige, 2010 geschlossene Search-Deal war im Februar 2015 ausgelaufen. Die beiden US-Konzerne hatten die Verhandlungszeit über eine Verlängerung der Partnerschaft anschließend auf 60 zusätzliche Tage ausgeweitet.

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Hat Yahoo Interesse an Foursquare?

17.04.2015, 7:17

Wieder Spekulationen

Dass Yahoo an einer Foursquare-Übernahme interessiert ist, wird schon lange diskutiert. Jetzt soll es wieder Gespräche gegeben haben. Als Übernahmepreis werden 900 Millionen US-Dollar genannt.

Hat Yahoo Interesse an Foursquare?

(Quelle: Fotolia.com/vgstudio)

Lokale Search- und Location-Daten sind wertvoll. Kein Wunder, dass sich Yahoo für Foursquare interessiert. Auch wenn die Location-App seit ihrer Spaltung in den Kerndienst Foursquare und die Community-App Swarm ein wenig an Erfolg eingebüsst hat, hat Foursquare ein Datenarchiv, das für Yahoo von Interesse sein dürfte. Und so bestätigten jetzt nicht näher genannte Insider gegenüber Techcrunch, dass ein Deal zwischen Foursquare und Yahoo bereits abgeschlossen sei. Als Übernahmepreis werden 900 Millionen US-Dollar genannt.

Weder Foursquare noch Yahoo wollten bisher zu den Spekulationen Stellung nehmen. Unterdessen hat das Techblog Recode für den Deal bei seinen eigenen Quellen keine Bestätigung gefunden. Doch die Übernahmegerüchte sind hartnäckig – schon 2010 war diesbezüglich gemunkelt worden. Damals ging es noch um einen Kaufpreis von 100 Millionen US-Dollar. Die übernahmefreudige Yahoo-Chefin Mayer hat jedoch einen langen Atem. Auch im Fall der Akquisition von Tumblr hatte die ehemalige Google-Managerin jahrelang bereits die Entwicklung des Microblogging-Diensts verfolgt, bevor sie vor zwei Jahren zuschlug.

Seine Haupt-App Foursquare hatte das Unternehmen im Sommer 2014 einer Überarbeitung unterzogen und neu gelauncht.

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Yahoo und Microsoft verlängern Verhandlung

30.03.2015, 8:07

Search-Partnerschaft

Geht es weiter mit der Search-Partnerschaft von Yahoo und Microsoft? Die beiden Unternehmen haben die Verhandlungsphase vorerst noch einmal verlängert.

Yahoo und Microsoft verlängern Verhandlung

(Quelle: Shutterstock.com/Angela Waye)

Offenbar ist die Verlängerung der Yahoo-Microsoft-Zusammenarbeit in Sachen Suche keine Selbstverständlichkeit. Die beiden Unternehmen haben jetzt die festgelegte Zeit zur Neuverhandlung einer Fortführung des bestehenden Vertrages ausgeweitet. Das berichtet Reuters. So wurde die Verhandlungszeit auf insgesamt 60 Tage nach der vorgegebenen Vertragsneuverhandlung am 23. Februar 2015 verlängert.

Ob die beiden Unternehmen mehr Zeit zur Neuverhandlung brauchen, weil Uneinigkeit über die Vertragskonditionen besteht, ist bisher unklar. Doch beide Firmen werden mittlerweile von CEOs vertreten, die die Suchpartnerschaft ihrer Firmen “geerbt” haben: Die Search-Zusammenarbeit war ein Deal, den die ehemalige Yahoo-Chefin Carol Bartz mit dem damaligen Microsoft-CEO Steve Ballmer ausgeklügelt hatte.

Die Zusammenarbeit zwischen Yahoo und Microsoft war im Jahr 2010 gestartet. Die beiden Internetunternehmen hatten damals gehofft, gemeinsam der Übermacht von Google in Sachen Suche etwas entgegensetzen zu können. Bisher hat die Kooperation jedoch dem Erfolg der Konkurrenz keinen Abbruch bereitet: Google kontrolliert im Stammland USA über zwei Drittel des Marktes.

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Hopf von Yahoo: “Digitales Durcheinander”

25.02.2015, 13:07

Agenturen und Werbekunden

Mediaagenturen, Kreativagenturen, Werbekunden: Das neue Mediennutzungsverhalten ändert die Rolle der Player auf dem Markt. Wie die Zusammenarbeit aussehen sollte, erklärt Steffen Hopf von Yahoo.

Steffen Hopf, Geschäftsführer Yahoo Deutschland

(Quelle: Yahoo)

Wie erreiche ich heute noch meine Zielgruppe, welche Dienstleister spielen für die moderne Mediennutzungssituation noch eine Rolle? Die Media-Debatte ist in Deutschland in vollem Gange. Vor allem das Geschäftsmodell von Mediaagenturen wird diskutiert, in der Horizont etwa warf der frühere Ogilvy-Chef und künftige Jung von Matt-Vorstand Thomas Strerath den Mediaagenturen geringe strategische Kompetenz vor allem bei wichtigen Themen wie Technologie und Beratung vor. Konter gab daraufhin etwa Manfred Kluge, CEO Omnicom Media Group Germany, der glaubt, dass es künftig noch mehr Überlappungen zwischen einst klar getrennt operierenden Dienstleistern geben wird.

Nun äußert sich auch Steffen Hopf, Managing Director und Country Commercial Director von Yahoo Deutschland, zum Thema.

“Lieber Herr Strerath, lieber Herr Kluge und alle anderen sehr geehrten Damen und Herren,

streiten Sie sich nicht! Schuld ist letztlich nur das Smartphone. Die digitale Transformation im Allgemeinen und Milliarden smarter Mobile Devices im Besonderen verändern die Mediennutzung in nie gekanntem, rasantem Tempo. Als User sind wir alle es mittlerweile gewohnt, Informationen zu Produkten, Marken und Dienstleistungen 24/7 zu erhalten. Beim somit zunehmend besser informierten Nutzer, also dem Kunden in Ihrer Zielgruppe, greifen klassische Werbebotschaften immer weniger. Dass alle hier streitenden Parteien unsicher sind, ist keine Überraschung. Und so stellen sich Werbetreibende mehr denn je die große Frage: Wie erreiche ich heute noch meine Zielgruppe? Wie kann ich meine Marketing- und Umsatzziele noch erreichen?

Liebe Strategen, Planner und Kreative, am größten ist das Dilemma für Ihre Kunden: Von den Mediaagenturen hören diese, Einkauf und Optimierungs-Technologien seien am wichtigsten. Das Sujet einer Kampagne und die Kreativstrategie hätten stets Priorität, meinen dagegen die Kreativagenturen. Und die TV-Sender sagen, Fernsehen gehe immer. Seit 50 Jahren. Später dann liest der Kunde in der Fachpresse, dass Verbraucher unter 30 Jahren gar kein TV mehr schauen – Stichwort Millennials. Diese jungen Leute seien heute immer mobil online und überhaupt reiche ihre Aufmerksamkeitsspanne durchschnittlich nur noch acht Sekunden. Wer wäre da nicht verunsichert. Die Werbungtreibenden stellen Fragen, auf die die hier streitenden Personen nur ungenügende Antworten zu haben scheinen.

Nun es hilft an dieser Stelle überhaupt nicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen. Das Motto sollte lauten, miteinander statt übereinander zu reden. Bisher war es oft so: Der eine hat das Geld, der nächste liefert die kreative Strategie, und der Dritte setzt sie in eine Media-Strategie inklusive Einkauf um. Doch diese herkömmliche Troika aus Kunde, Kreativagentur und Mediaagentur wird in Zukunft nicht mehr immer alle Antworten geben können. Die Rollen werden vielleicht nicht neu verteilt, aber die Grenzen verschwimmen. Daraus resultiert offensichtlich eine gewisse Unsicherheit, die bei manchen Vertretern Beißhemmungen ab- und protektionistisch getriebene Aggressionen aufbaut. Konstruktiv wäre es, sich jetzt an einen Tisch zu setzen und zu schauen, wie alle Player am besten voneinander profitieren.

Als Player verstehe ich in diesem Zusammenhang übrigens auch und vor allen Dingen die Media Owner selbst. Media Owner könnten durch ihr Wissen über den User zu einer Versachlichung der Debatte beitragen – ob sie nun Facebook, Google oder Yahoo heißen. Sie nicht einzubeziehen, das wäre, als wenn Sie als Fußballtrainer von Ihrem Team mehr Tore erwarten, darüber aber nie mit Ihren Offensivspielern sprechen. Langjährige Beziehungen zwischen diesen Medien und ihren Nutzern liefern Werbetreibenden wertvolle Erkenntnisse. Herr Strerath spricht von Content, Container und Context. Wer könnte besser darüber Bescheid wissen, als die Media Owner, die durch ihre 1:1-Beziehung mit den Nutzern wertvolle Insights wie niemand anderes erhalten? Wie reagieren unsere Nutzer auf welchen Content? In welchem Umfeld und zu welchem Zeitpunkt funktionieren welche Werbebotschaften am besten? Das finden Media-, Kreativagenturen und Kunden am besten heraus, wenn sie mit einem (oder mehreren) Media Ownern sprechen.

Wir sind die idealen Partner, wenn es darum geht, Daten, Umfeld und Message zu einer perfekten Einheit zu kombinieren und nutzbar zu machen. Im übertragenen Sinn wissen Media Owner also am besten, wie man die gegnerische Abwehr aushebelt. Nutzen Sie dieses Know-how! Dann, da bin ich mir sehr sicher, können wir gemeinsam im Sinne unserer Kunden Klarheit in das vermeintliche ‘digitale Durcheinander’ bringen.

Yahoo feiert im März seinen Geburtstag und kann dann auf 20 Jahre Erfahrung als Digital Publisher und Tech Company zurückgreifen. Gerne lade ich Sie alle ein, dass wir uns zu diesem Anlass zusammenfinden und reden. Miteinander, nicht übereinander.”

Wenn es um den Suchmaschinenmarkt geht, zeigt Yahoos Partnerschaft mit Mozilla weiter Auswirkungen: Auch im Januar muss Google Anteile im US-Suchmaschinenmarkt abgeben. Erstmals liegt der Konzern unter 75 Prozent.

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Google verliert in den USA Anteile an Yahoo

04.02.2015, 11:42

Suchmaschinenmarkt

Yahoos Partnerschaft mit Mozilla zeigt weiter Auswirkungen: Auch im Januar muss Google Anteile im US-Suchmaschinenmarkt abgeben. Erstmals liegt der Konzern unter 75 Prozent.

(Quelle: shutterstock/Twin_Design)

Bewegung im Suchmaschinenmarkt: Hatte Google in den USA im November 2014 noch einen Marktanteil von 77,3 Prozent, fiel der Wert im Dezember des gleichen Jahres auf 75,2 Prozent. Zeitgleich verzeichnete Yahoo mit 10,4 Prozent einen Suchanteil, der seit fünf Jahren nicht mehr so hoch war, belegen Zahlen von Statcounter. Wie der Web-Traffic-Analyst ermittelt hat, hält der Abwärtstrend nun auch im Januar weiter an: Google ist mit 74,8 Prozent erstmals seit sieben Jahren wieder unter 75 Prozent Marktanteil gerutscht. Konkurrent verzeichnete im Januar einen Anteil von 10,9 Prozent, Bing 12,4 Prozent.

Den neuen Minus-Rekord verdankt Google ist in erster Yahoos Partnerschaft mit Mozilla. Die laut Yahoo-Chefin Marissa Mayer bedeutendste Partnerschaft der vergangenen fünf Jahre erstreckt sich auf den Desktop- und den Mobile-Browser. US-Nutzer haben seit November 2014 im Firefox-Browser nicht mehr Google, sondern die Yahoo-Suchmaschine als Standard vor­eingestellt.

Wie die Zahlen von Statcounter allerdings auch zeigen, ist die Verbreitung von Firefox in den USA stark zurück gegangen. Der Browser liegt nun nur noch auf Platz 5, hinter Chrome, Internet Explorer, dem iPhone-Browser und Safari.


US Search Share

(Quelle: Statcounter)

Entscheidend wird sein, ob Yahoo die neuen Nutzer dauerhaft halten kann. Google jedenfalls versucht alles um die verloren gegangen User zurückzugewinnen. Auf der Startseite gibt es beispielsweise eine Schritt-für-Schritt-Anleitung wie Nutzer zurück zu Google wechseln können.

Googles Umsatz stieg im vierten Quartal 2014 nicht so heftig wie erwartet – und doch auf ein Rekordniveau. Das Internetunternehmen setzte im jetzt abgeschlossenen Quartal insgesamt 18,1 Milliarden US-Dollar um und verbesserte sich damit im Jahresvergleich um 15 Prozent.

Yahoo wiederum will seine Anteile an Alibaba in eine eigene Firma steuerfrei ausgliedern. Die aktuellen Quartalszahlen hingegen sorgen eher für Ernüchterung.

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Yahoo gliedert Alibaba-Anteile aus

28.01.2015, 10:19

Steuertrick

Geldregen für alle Yahoo-Aktionäre: Der Konzern will seine Anteile an Alibaba in eine eigene Firma steuerfrei ausgliedern. Die aktuellen Quartalszahlen hingegen sorgen eher für Ernüchterung.

Marissa Mayer, CEO von Yahoo

Marissa Mayer, CEO von Yahoo
(Quelle: Yahoo)

Im September 2014 gelang dem chinesischen Online-Händler Alibaba der größte Börsengang aller Zeiten in den USA. Yahoo gehörte als einer der Investoren zu den großen Profiteuren. Für CEO Marissa Mayer ging damit allerdings auch der Versuch einher, die Yahoo-Aktionäre am Erfolg zu beteiligen. Ein schwieriges Unterfangen, vor allem da der Druck auf Mayer, eine steuergünstige Lösung zu finden, wuchs. “Wir haben in den letzten zwei Jahren Experten für steuereffiziente Strukturen beschäftigt und eine Reihe von Alternativen in Betracht gezogen”, erklärte Finanzchef Ken Goldman. Eine davon scheint jetzt die Lösung zu sein: Yahoo will seine Alibaba-Beteiligung in Höhe von knapp 40 Milliarden US-Dollar steuerfrei in Gewinne für seine Aktionäre wandeln.

Insgesamt sollen 344 Millionen Alibaba-Aktien in eine neue Gesellschaft namens SpinCo übergehen und so an die Börse gehen. “Wir haben unermüdlich an einer Lösung für eine steuer-effiziente Alternative gearbeitet, die den Wert unserer Alibaba-Investition für unsere Aktionäre maximiert”, so Mayer. Wenig verwunderlich, dass die News am Markt gut ankamen – die Yahoo-Aktie stieg nachbörslich um fast acht Prozent.

Mäßige Quartalszahlen

Bei all den Neuigkeiten gerieten die aktuellen Quartalszahlen fast zur Nebensache. Diese fielen für das vierte Quartal 2014 ernüchternd aus. Der Konzern vermeldete einen Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar, der Gewinn lag bei 166 Millionen US-Dollar. Im Vorjahreszeitraum lag der Gewinn noch bei 348 Millionen US-Dollar. Ein Grund für die mittelmäßigen Zahlen ist die starke Konkurrenz durch Google und Facebook im Display-Geschäft, mit Facebook vor allem im mobilen Werbemarkt. Yahoo konnte in der Display-Werbung zwar 17 Prozent mehr Anzeigen verkaufen, dort sanken die Preise allerdings um 20 Prozent.

Große Hoffnungen liegen bei Yahoo im Moment auf der aktuellen Partnerschaft mit Mozilla. Statt Google stellt nun der Mayer-Konzern die Technologie für die Standardsuchmaschine im Firefox-Browser in den USA bereit. Ob Yahoo Google Marktanteile abjagen kann, hängt vor allem davon ab, ob User bald zur gewohnten Suche zurückkehren.

Auch Microsoft blickt auf das vergangenen Geschäftsjahr zurück: Die Zahlen für das vierte Quartal 2014 holen den Konzern auf den Boden der Tatsachen zurück: Der Umsatz kletterte zwar nach oben, der Nettogewinn von Microsoft sank allerdings um elf Prozent.

Yahoo Suchmaschine rückt näher an Google ran

28.01.2015, 9:12

Marktreport

Durch die Partnerschaft der Yahoo Suchmaschine mit dem Firefox-Browser von Mozilla, büßt Google 2014 zum ersten Mal Marktanteile gegenüber dem Konkurrenten in den USA ein.

Yahoo Suchmaschine rückt näher an Google ran

(Quelle: shutterstock/Ken Wolter)

Laut Yahoo-Chefin Marissa Mayer ist es die bedeutendste Partnerschaft, die das Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren eingegangen ist: Seit November 2014 ist im Firefox-Browser für US-Nutzer nicht mehr Google, sondern die Yahoo-Suchmaschine als Standard vor­eingestellt. Jetzt zeigt die Partnerschaft mit Mozilla erste Auswirkungen, wie Zahlen von Statcounter belegen.

Hatte Google in den USA im November noch einen Marktanteil von 77,3 Prozent, fiel der Wert im Dezember des gleichen Jahres auf 75,2 Prozent. Das ist zwar nur ein Minus von zwei Prozentpunkten – dennoch der schlechteste Wert für Google seit 2008.

Die Yahoo Suchmaschine hingegen verzeichnete mit 10,4 Prozent einen Suchanteil, der seit fünf Jahren nicht mehr so hoch war. ­Mozillas Kooperation mit Yahoo ist auf fünf Jahre angelegt und erstreckt sich auf den Desktop- und den Mobile-Browser.

In den wichtigen Märkten Russland und China arbeitet Mozilla inzwischen ebenfalls nicht mehr mit Google, sondern mit den lokalen Anbietern Yandex und Baidu zusammen. Mit Yahoo löst sich Mozilla nun auch im US-Suchmaschinenmarkt aus der finanziellen Abhängigkeit von Google, dem einst wichtigsten Geldgeber.

Allein 2012 erhielt das Unternehmen mit 280 Millionen US-Dollar 90 Prozent seiner Einnahmen von Google. Wie nachhaltig die Neuverteilung der Marktanteile wirklich ist, wird auch davon abhängen, ob die Firefox-User nicht bald zur gewohnten Google-Suche zurückwechseln.

Google setzt auf Bewegtbild

Um für Werbungtreibende weiter attraktiv zu bleiben, setzt Google auf den Treiber Bewegtbild: Das Unternehmen misst künftig, ob Video-Anzeigen auch vom Nutzer gesehen wurden. Das betrifft der Definition des Branchenverbands Interactive Advertising Bureau (IAB) nach alle Spots, bei denen die Hälfte des Videos mindestens zwei Sekunden im sichtbaren Bereich angezeigt wurde.

Die Daten stehen allen Werbungtreibenden und Publishern zur Verfügung, die Kunden des Tochterunternehmens Doubleclick sind. Künftig sollen die Infos auch für Youtube-Werbung auf PC und Smartphone angegeben werden.

Eine Abrechnung nach der Anzahl der gesehenen Spots sei ebenfalls geplant, so Neal Mohan, bei Google Vice President für Video- und Display-Werbung. Im Lauf des Jahres will der Konzern seinen Geschäftspartnern auch mitteilen, wie lange ein Clip sichtbar war und ob der Ton abgespielt wurde.

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Yahoo beschränkt Right-Media-Plattform

12.01.2015, 15:35

Aus für Ad Exchange

Yahoos gibt Right Media als Ad Exchange auf. Werbung auf externen Webseiten kann darüber in Kürze nicht mehr gebucht werden.

Yahoo beschränkt Right-Media-Plattform

(Quelle: Shutterstock.com/Ken Wolter)

Mit dem neuen Jahr gibt es Änderungen bei Right Media. Die Yahoo-Tochter teilte nach Informationen von Adexchanger seinen Partnern mit, dass die Anzeigen-Plattform in Kürze nur noch für Werbebuchungen auf Yahoo-Seiten zur Verfügung steht.

Für Brancheninsider dürfte diese Nachricht nicht besonders überraschend sein. Bereits seit Monaten soll Right Media mit fehlendem Interesse sowohl auf Seiten der Käufer als auch der Verkäufer von Anzeigeninventar gekämpft haben.

Möglicherweise plant Yahoo auch die Zusammenlegung von seinem Mobile-Ad-Anzeigenmarkt Gemini mit der im Juli 2014 übernommenen App-Analyse-Firma Flurry.

Zweifel an Right Media hatte Yahoo übrigens schon vor drei Jahren. Während seines kurzen Zwischenspiels als CEO hatte CEO Scott Thompson darüber nachgedacht, die Anzeigentechnologie mit Right Media zu verkaufen. Das In-App-Werbeinventar von Flurry steht bereits seit November 2014 bereit.

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