Yahoo kauft Shopping-Plattform Polyvore

03.08.2015, 11:48

Übernahme

Yahoo übernimmt das Fashion-Start-up Polyvore. Teile der Style-Community sollen in Yahoo-Seiten integriert werden, während App und Webseite unverändert weiter bestehen sollen.

Yahoo kauft Shopping-Plattform Polyvore

(Quelle: Yahoo.com)

Yahoo gibt die Übernahme von Polyvore bekannt. Das Unternehmen möchte seine digitalen Angebote damit ausdehnen – und die Übernahme der Mode-Seite Polyvore erscheint mit einer Mischung aus Community und Shopping-Erlebnis dabei ideal, meint Simon Khalaf, Senior Vice President Publisher Products bei Yahoo im Yahoo-Blog: „Die Akquisition wird Yahoos digitales Wachstumsstrategie in den Bereichen Social, Mobile und Native antreiben.“

Zu diesem Zweck sollen Polyvores Community-Funktionen und die Verkaufskooperationen in Yahoo-Angebote wie Yahoo Style oder Yahoo Beauty integriert werden. Die Webseite von Polyvore und die App bleiben jedoch nach Angaben eines Unternehmenssprechers unberührt. Die Mitarbeiter des Start-ups gehen damit zur Yahoo-Organisation und werden in die Teams in Sunnyvale, San Francisco und New York integriert. Polyvore-Mitgründer und CEO Jess Lee berichtet in Zukunft an Khalaf.
Im vergangenen Jahr hatte sich Yahoo unter anderem die Münchner Vermarktungsagentur Media Group One und die Foto-App Cooliris zugelegt.

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Yahoo präsentiert neue App Livetext

31.07.2015, 7:37

Video- trifft Chat-Funktion

Livetext, die neue App von Yahoo, will Video- und Chat-Funktionen miteinander verbinden. Nutzer können Face-to Face über einen Messenger kommunizieren – aber nicht miteinander sprechen.

Yahoo präsentiert neue App Livetext

(Quelle: Yahoo)

Mit der neuen App von Yahoo „Livetext“ können Nutzer ab sofort lautlos via Video- und Chatfunktionen miteinander kommunizieren. Das heißt also: User chatten miteinander und können sich dabei in einem kleinen Fenster sehen, aber nicht miteinander sprechen.


Livetext

(Quelle: Yahoo)

Der Hintergedanke des Konzerns: Nicht immer besteht die Möglichkeit ein Telefonat zu führen. Zudem ist es bei einem Telefonat sowie via Textnachrichten nicht möglich, die Person am anderen Ende zu sehen. So könne es laut Yahoo zu Missverständnissen kommen, weil Körpersprache und Mimik nicht übermittelt werden können.

Das soll nun Livetext ändern. Nach eigenen Angaben will die App „die Unmittelbarkeit, Bequemlichkeit und Einfachheit von Textnachrichten mit der Ausdrucksstärke und Lebhaftigkeit eines Video-Chats ohne Ton verbinden“. Die App möchte eine schnelle unkomplizierte Unterhaltung via Textfunktion ermöglichen. Die visuelle Verständigung soll den persönlichen und unmittelbaren Charakter unterstützen.

Die Livetext-App ist ab sofort für Android und iOS verfügbar.
Zuletzt wurde bekannt, dass Yahoo ein neues Nachrichtenprogramm namens Yahoo News Live herausbringt. Die Sendung läuft täglich von Montag bis Freitag ab 13 Uhr. Moderiert wird die Show von der Nachrichtenmoderatorin Katie Couric.

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Yahoo steigert Umsatz und macht Verlust

22.07.2015, 10:17

Zweiter Quartalsbericht

Im zweiten Quartal 2015 gab es bei Yahoo ein solides Umsatzwachstum zu verzeichnen. Dennoch sieht es beim Ertrag schlecht aus: Das Unternehmen muss 22 Millionen US-Dollar Verlust wegstecken.

Yahoo steigert Umsatz und macht Verlust

(Quelle: Yahoo.com)

Yahoo hat im jetzt abgeschlossenen zweiten Quartal einen Umsatz von 1,24 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Das ist eine solide Steigerung: Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte sich Yahoo damit um 15 Prozent verbessern; da waren es knapp 1,1 Milliarden US-Dollar gewesen.
„Yahoos Verwandlung macht große Fortschritte“, kommentierte Yahoo-Chefin Marissa Mayer im Finanzbericht dann auch die Ergebnisse.

Die Umsatzsteigerung zeigt sich auch in den Bereichen Suche und Display. Mit dem Such-Bereich machte Yahoo im vergangenen Quartal 920 Millionen US-Dollar Umsatz, bei Display waren es 500 Millionen.
Beide Bereiche verzeichneten ein Anstieg um 15 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal 2014. Im Bereich Mobile konnte Yahoo 252 Millionen US-Dollar Umsatz einfahren – gestiegen von 163 Millionen im Vorjahresquartal.

Trotzdem verbucht Yahoo im zweiten Quartal 2015 einen Verlust von 22 Millionen US-Dollar. Das steht im krassen Gegensatz zu dem Plus von 270 Millionen US-Dollar, die das Unternehmen noch im Vorjahresquartal eingefahren hatte.

Die Ergebnisse des zweiten Quartals 2014 hatte Mayer damals mit den Worten „nicht zufrieden“ kommentiert.
Derzeit konzentriert sich Yahoo auf die Ausgliederung seiner Alibaba-Anteile.

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Yahoos Alibaba wird zu Aabaco

20.07.2015, 11:05

Ausgliederung

Weiter geht es mit der Abspaltung von Alibaba aus der Yahoo-Gruppe: Nach neuesten Informationen werden die Anteile Alibabas und ein Teil des Betriebs in eine neue Unternehmenseinheit umgewandelt.

Yahoos Alibaba wird zu Aabaco

(Quelle: shutterstock.com/360b)

Yahoo will Alibaba ausgliedern. Nach neuesten Informationen sollen dazu die Anteile Alibabas und ein Teil seines Betriebs in eine gänzlich neue Unternehmenseinheit umgewandelt werden. Am Ende des Prozesses steht ein neues börsennotiertes Unternehmen mit dem Namen Aabaco Holdings, berichtet Techcrunch. Aabaco soll 15 Prozent des eigenen Unternehmens in Form von 384 Millionen Aktien selbst halten.

Noch im vierten Quartal diesen Jahres soll die Ausgliederung vonstatten gegangen sein, hofft Yahoo-Chefin Marissa Mayer. Damit wird Alibaba eigenständig ohne Yahoo weiter existieren – und Yahoo keine Kontrolle mehr über das Unternehmen oder seine Aktienanteile haben. Angesichts aktueller Preise dürfte Alibaba derzeit mehr als 32 Millionen US-Dollar wert sein.

Die Ausgliederung von Alibaba steht bereits seit Januar 2014 bei Yahoo auf dem Programm. Kürzlich hatte es Zweifel gegeben, ob Yahoo trotz Änderungen an der Besteuerung von Firmenausgliederungen an dem Spin-off festhalten werde. Jedoch hatte Yahoo-CEO Mayer im Juni 2015 die Ausgliederungspläne bekräftigt.

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Yahoo testet Google-Suche auf seinen Seiten

02.07.2015, 9:23

Search-Partnerschaft?

Einst waren sie die beiden Platzhirsche, die konkurrierten. Jetzt gliedert Yahoo seine Suche aus – und überprüft in einem Test, wie sich die Suche vom Konkurrenten Google auf den Yahoo-Seiten macht.

Yahoo testet Google-Suche auf seinen Seiten

(Quelle: Shutterstock/Angela Waye)

Yahoo hat bestätigt, in einem Test die Suchergebnisse von Google auf seinen Seiten einzuspielen. In einem Teil der Desktop- und mobilen Suchergebnisse von Yahoo stammen die Daten von Google. Die Suchergebnisse von Google bei Yahoo entdeckte das Blog Seobook. Neben den Google-Suchergebnissen erscheinen nach wie vor aber auch die Bing-Suchresultate bei Yahoo.

Das Experiment mit der Anzeige von Ergebnissen aus Googles-Suche wurde möglich, da Yahoo im April 2015 die bisherige Suchpartnerschaft mit Bing neu verhandelt hat. Dabei behielt sich Yahoo vor, auch mit anderen Suchpartnern zusammen arbeiten zu können. Nach dem neuen Deal muss Yahoo lediglich 51 Prozent der Suche von Bing übernehmen; eigene oder externe Suchtechnologie kann für die verbleibenden 49 Prozent eingesetzt werden.

Ob eine Zusammenarbeit zwischen Yahoo und Google zukunftsträchtig ist, bleibt jedoch fraglich: Googles Vormachtstellung im Bereich Search dürfte die Monopolwächter auf den Plan bringen, zudem in Europa bereits die Europäische Kommission mit einer formellen Kartellbeschwerde gegen Google vorgeht.

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Yahoos Alibaba-Abspaltung bleibt auf Kurs

18.06.2015, 12:40

Keine Angst vor Steuer

Ob das mit dem Steuertrick wohl klappt? Marissa Mayer ist es egal: Trotz möglicher Versteuerung will die Yahoo-Chefin die Anteile an Alibaba dennoch ausgliedern.

Yahoos Alibaba-Abspaltung bleibt auf Kurs

(Quelle: shutterstock.com/360b)

Keine Änderungen bei Yahoos Plänen zur Ausgliederung von Alibaba-Anteilen. Wie die Yahoo-Chefin Marissa Mayer laut Techcrunch jetzt bei einer Tech-Konferenz in den USA mitteilte, hält das Unternehmen weiterhin an seinen Abspaltungsplänen fest. Und das, obwohl vor wenigen Wochen Spekulationen die Runde gemacht hatten, dass die Ausgliederung der Alibaba-Anteile eventuell nicht an der Steuer vorbei geführt werden kann.

Ursprünglich war geplant gewesen, die Alibaba-Anteile aus Yahoo auszugliedern, um so Steuervorteile zu gewinnen. Doch nun hieß es, die US-amerikanischen Finanzbehörden planten Änderungen an der Versteuerung von Firmenausgliederungen. Dies könnte sich kostspielig auf die Anteilsabspaltung auswirken, zudem Yahoo noch bei der Ankündigung des Spin-offs davon ausgegangen war, ohne Steuerzahlungen davonzukommen.
Im Januar 2014 hatte Yahoo bekannt gegeben, 344 Millionen Alibaba-Aktien in eine neue Gesellschaft umzuwandeln und das neufirmierte Unternehmen an der Börse starten lassen zu wollen.

Zudem will Yahoo offenbar Services wie Maps, Pipes, GeoPlanet, PlaceSpotter APIs sowie einige regionale Seiten schließen. Der Fokus soll künftig auf dem Suchmaschinen- und digitalem Content-Geschäft liegen.

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Junge Mütter nutzen Smartphone am meisten

17.06.2015, 13:30

Yahoo-Mobile-Studie

Immer mehr User greifen zum Smartphone, ganz vorne liegen dabei junge Mütter. Der Mobile-Wandel hat auch Auswirkungen auf Werbungtreibende, die ihre Angebote anpassen müssen.

Junge Mütter nutzen Smartphone am meisten

(Quelle: Shutterstock.com/Syda Productions)

Für 67 Prozent ersetzt das Smartphone mittlerweile den PC. Die Gründe dafür sind für die rund 6.000 Befragten der Yahoo-Studie „The Shift to Smartphone Dominance“ die zunehmend größer werdenden Bildschirme, Cross-Screen-Möglichkeiten sowie immer nützlichere Apps.

Die Gruppe, die ihre Zeit überwiegend mit dem Mobile Device verbringt, sind mit 31 Prozent junge Mütter zwischen 18 und 34 Jahren. Sie legen vor allem Wert auf die Aktualität der Daten und den einfachen Zugriff, die ihnen die mobile Nutzung von Online-Angeboten bietet. Junge Smartphone-dominante Männer führen dagegen mit 22 Prozent den Trend der Multi-Device-Nutzung an.
Jeder zweite wird ein Smartphone-dominater Nutzer

Laut Yahoo wird in den kommenden drei bis vier Jahren fast jeder zweite Smartphone-Besitzer in Deutschland zu den Smartphone-dominaten Nutzern zählen. 38 Prozent von ihnen sind heute schon offen für native Werbung bei der mobilen Nutzung. Redaktionell gestaltete Anzeigen sollen die Relevanz für den Nutzer verstärken und die höchste Werbeerinnerung bei Usern auslösen.

Phablets führen laut Yahoo den Siegeszug der Geräte an, denn der Studie zufolge ist die Nutzung von Phablets im vergangenen Jahr um 148 Prozent gestiegen. Tablet-Nutzer verbrachten im Schnitt elf Minuten vor dem Gerät, im Vergleich dazu Smartphone-Nutzer nur 4,5 Minuten. Yahoos Schlussfoglerung: Das Engagement nimmt mit der Größe des Bildschirms zu.

Der abschließende Rat des Unternehmens: Firmen sollten bei der Entwicklung ihrer mobilen Strategien auch die Einführung immer größerer Phablets berücksichtigen. Denn der größere Bildschirm sorgt zudem für eine bessere Integration nativer Werbung in den Inhalt von Webseiten und Apps.

Die Studie „The Shift to Smartphone Dominance“ wurde unter Verwendung qualitativer und quantitativer Umfragedaten von knapp 6.000 Smartphone-Nutzern aus Deutschland, den USA, Großbritannien und Frankreich sowie der Gesamtheit der Flurry Analytics-Daten aus Januar 2015 aufgesetzt. In Deutschland wurden im Januar 2015 1.011 Smartphone-Besitzer im Alter zwischen 18 und 64 Jahren im Rahmen einer 30-minütigen Online-Befragung interviewt.

Yahoo selbst plant offenbar Services wie Maps, Pipes, GeoPlanet, PlaceSpotter APIs sowie einige regionale Seiten zu schließen. Der Fokus soll künftig auf dem Suchmaschinen- und digitalem Content-Geschäft liegen.

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Yahoo: Schluss mit Maps, Pipes und weiteren Services

05.06.2015, 12:05

Einstellung von Diensten

Yahoo will offenbar Services wie Maps, Pipes, GeoPlanet, PlaceSpotter APIs sowie einige regionale Seiten schließen. Der Fokus soll künftig auf dem Suchmaschinen- und digitalem Content-Geschäft liegen.

Marissa Mayer will Prioritäten setzen

(Quelle: Yahoo)

Große Aufräumaktion bei Yahoo: Marissa Mayer will Prioritäten setzen und sich künftig ganz auf das Suchmaschinen- und digitale Content-Geschäft konzentrieren. Dazu plant der Konzern nun diverse Services und Produkte einzustellen, erklärt Yahoo-Chefarchitekt Amotz Maimon im Blog-Post.

Bis Ende Juni soll demnach nach acht Jahren die Yahoo Maps-Seite geschlossen werden. Das Angebot wird eigenständig nicht weiter bestehen, allerdings sollen die Yahoo-Suchmaschine und der Foto-Sharing-Dienst Flickr Maps weiter unterstützen.

Yahoo Mail, Yahoo Pipes und regionale Seiten

Zudem gibt es einige Einstellungen bei regionalen Angeboten, so plant Yahoo sich von den Philippinen zurückzuziehen und seine philippinische Webseite abzuschalten sowie die jeweiligen Yahoo Music Services in Frankreich und Kanada zu schließen. Auch Yahoo Movies in Spanien droht das Ende sowie den Media-Services wie Yahoo TV und Yahoo Autos in England, Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien. Zu guter Letzt wird Yahoo Entertainment in Singapur im Juli der Stecker gezogen. Der Content all dieser Seiten soll aber auf das Yahoo-Netzwerk verteilt werden.

Ab dem 15. Juni wird zudem Yahoo Mail nicht mehr länger mit Apples Mail App auf iOS 4 und älteren Versionen zur Verfügung stehen. Ende August dann wird Yahoo Pipes eingestellt, eine Web-Anwendung für das Aggregieren von Internetdatenquellen. Die Pipes-Infrastruktur soll noch bis Ende September verfügbar sein, um Entwicklern die Zeit zu geben Projekte und Daten entsprechend zu migrieren. Im dritten Quartal 2015 will Yahoo dann die APIs von GeoPlanet und PlaceSpotter schließen.

Den Erwartungen für das erste Quartal 2015 wurden die Yahoo-Geschäftszahlen indes nicht gerecht: Der Umsatz ging leicht zurück, beim Gewinn sah es noch düsterer aus. Nur der Bereich Mobile macht Hoffnung.

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Flipboard: Auch Yahoo und Google haben Interesse

28.05.2015, 15:35

Nachrichten-App

Flipboard steht Übernahmeangeboten offen gegenüber, heißt es. Und zu den Interessenten gehören Medienberichten zufolge neben Twitter auch Yahoo und Google. Entsprechende Sondierungen sollen laufen.

Flipboard: Auch Yahoo und Google haben Interesse

(Quelle: Flipboard.com)

Nicht nur Twitter will Flipboard, auch andere Internetgiganten haben ihre Fühler nach der sozialen Nachrichten-App ausgestreckt. Sowohl Yahoo als auch Google sollen in den vergangenen Wochen Gespräche mit dem Übernehmen hinsichtlich einer möglichen Übernahme geführt haben, berichtet das Wall Street Journal. Dabei sei vor allem besprochen worden, wie das Angebot von Flipboard in die Suchgiganten integriert werden könnte. Preisvorstellungen der beiden Unternehmen seien noch nicht durchgedrungen.

Für beide Internetfirmen könnte eine Übernahme von Flipboard sinnvoll sein: Mit der sozialen Nachrichten-App könnten diese ihr Angebot aufwerten und ihre Inhalte vor allem mobilen Nutzern in übersichtlicheren Häppchen präsentieren. Dabei haben sowohl Google als auch Yahoo mit Nachrichten-Apps experimentiert. Yahoos Livestand ist allerdings schon 2012 wieder geschlossen worden.

Das Interesse von Kurznachrichtendienst Twitter an Flipboard dagegen war bereits mit einem Übernahmepreis in Verbindung gebracht worden: Twitter wolle bis zu einer Milliarde US-Dollar für Flipboard auf den Tisch liegen, hieß es.

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Yahoo verzeichnet Umsatzrückgang

22.04.2015, 10:49

Erster Finanzbericht 2015

Yahoo wird den Erwartungen für das erste Quartal 2015 nicht gerecht: Der Umsatz ging leicht zurück, beim Gewinn sieht es noch düsterer aus. Nur der Bereich Mobile macht Hoffnung.

Yahoo verzeichnet Umsatzrückgang

(Quelle: Shutterstock.com/Ken Wolter)

Das nennt man dann wohl einen Gewinneinbruch: Yahoo verzeichnet für das erste Quartal 2015 – zwischen Januar und März – einen Gewinn von 21 Millionen US-Dollar. Das sind satte 93 Prozent weniger als noch im Jahr 2014, als das Unternehmen im ersten Quartal 312 Millionen US-Dollar Gewinn erwirtschaftet hatte.

Auch beim Umsatz wurden die Erwartungen der Experten enttäuscht. Der Umsatz ohne Traffic-Kosten (die Erlöse, die für die Weiterleitung von Nutzern an Partner-Websites gehen) betrug 1,04 Milliarden US-Dollar und damit fast fünf Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Damals waren es noch 1,09 Milliarden US-Dollar gewesen. Ein Grund sind die Kosten für die Kooperation mit Mozilla. Die Börse reagierte auf die Zahlen mit einem nachbörslichen Absacker um zwei Prozent.

Yahoo befinde sich in einem mehrjährigen Umwandlungsprozess, versuchte Yahoo-Chefin Marissa Mayer die Zahlen im Finanzbericht zu erklären und betonte das Wachstum, was das Unternehmen im Bereich Mobile verzeichnen konnte. „Der mobile GAAP-Umsatz betrug im ersten Quartal 234 Millionen US-Dollar, ein Wachstum von 61 Prozent im Jahresvergleich.“ Dort hat sich Yahoos Umorientierung in Richtung Mobile scheinbar ausgezahlt, denn Ads auf mobilen Geräten laufen für das Unternehmen im Vergleich zum Desktop gut.

Vielleicht bringt die neu ausgehandelte Search-Partnerschaft mit Microsoft Yahoo in Zukunft Erfolge. Die Änderungen am ursprünglich 2006 abgeschlossenen Deal geben Yahoo künftig mehr Flexibilität, denn der Konzern muss nicht mehr den gesamten Traffic von Bing übernehmen: Nach der neuen Vereinbarung muss Yahoo mindestens 51 Prozent von Bing beziehen. Das lässt 49 Prozent offen für die Monetarisierung über eigene Anzeigenprogramme – oder durch andere Search Provider wie Google. Und nach neuesten Informationen von Engadget kann sich Yahoo sogar aus der Partnerschaft ausklinken: Ab 1. Oktober 2015 können die beiden Partner ohne weitere Folgen ihre Zusammenarbeit beenden.

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