Yahoo kauft Tumblr

21.05.2013, 9:31

Jetzt ist es offiziell: Yahoo hat Tumblr für stolze 1,1 Milliarden US-Dollar übernommen. Mit der Akquisition der Blogging-Plattform will der Internetkonzern wieder attraktiv für junge Nutzergruppen werden. Für Yahoo-Chefin Marissa Mayer ist es der größte Zukauf seit ihrem Amtsantritt im Juli vergangenen Jahres.

Um auch für die jüngere Zielgruppe wieder interessanter zu werden, hat Yahoos Firmenchefin Marissa Mayer schon seit längerem ein Auge auf die populäre Blogging-Plattform Tumblr geworfen; doch ob der Konzern nur mit dem Anbieter kooperiert oder ihn komplett übernimmt, war bislang noch offen. Jetzt hat Yahoo den Spekulationen ein Ende bereitet und den Kauf selbst bekanntgegeben. Der stolze Preis: 1,1 Milliarden US-Dollar, der laut heise.de ausschließlich mit Barmitteln beglichen wird; dafür soll Yahoo den Großteil seines derzeit flüssigen Kapitals investieren.

Wie Mayer in der offiziellen Ankündigung erklärte, soll sich an dem Konzept und den Mitarbeitern des Blog-Anbieters nichts ändern. Tumblr-Gründer David Karp wird weiterhin CEO bleiben; das Unternehmen soll weiter unabhängig von Yahoo agieren. Daneben gab es das Versprechen: "Wir werden es nicht vermasseln. Denn Tumblr ist einzigartig und hat viel Potenzial." Für Tumblr selbst, das zwar hoch bewertet wird, aber wenig Einnahmen verbucht, ist der Internetkonzern wegen seiner starken Vertriebsmannschaft ein attraktiver Partner. Der Deal ist Mayers größter Zukauf seit ihrem Amtsantritt im Juli 2012.

Die Microblogging-Plattform Tumblr wurde 2007 in New York gegründet. Sie verzeichnet über 100 Millionen Mini-Blogs mit rund 51 Milliarden Postings. Weltweit nutzen nach ComScore-Angaben knapp 117 Millionen Benutzer die Plattform, dabei vor allem junge, internetaffine User.

Zuletzt gab Yahoo die Integration von Tweets in den Nachrichtenfeed bekannt. Die sowohl mobil als auch über den Desktop-PC empfangbaren Kurzmitteilungsnachrichten sollen aber vorerst nur für Nutzer in den USA sichtbar sein. Die Tweets sollen als relevante und personalisierte Einblendungen neben den Nachrichtenmeldungen erscheinen.

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Yahoo kooperiert mit Twitter und verhandelt mit Tumblr

17.05.2013, 10:13

Schon in den nächsten Tagen soll es mit der Integration von Tweets in den Nachrichtenfeed von Yahoo losgehen. Zunächst sind die sowohl mobil als auch über den Desktop-PC empfangbaren Kurzmitteilungsnachrichten nur für Nutzer in den USA sichtbar. Die Tweets sollen als relevante und personalisierte Einblendungen neben den Nachrichtenmeldungen erscheinen.

Yahoo erklärt die Integrationspartnerschaft mit der veränderten Medienlandschaft. "Status-Updates von Politikern, Prominenten, Medien und anderen Publishern sind zu wichtigen Quellen von Echtzeitnachrichten und allgemeinen Informationen geworden", so Yahoo-Chefin Marissa Mayer im Yodel-Blog. Dieser veränderten Nutzung der sozialen Medien wolle man mit der Einbindung von Tweets Rechnung tragen. Für die Nutzer bieten sich darüber neue Gelegenheiten, sich mit Kontakten zu verbinden und Neuigkeiten abzurufen. Das alles soll praktischerweise personalisiert werden, um für den individuellen Nutzer relevant zu sein.

Ob für die Integration der Twitter-Inhalte auf der Yahoo-Nachrichtenseite ein Obolus fällig wird, wurde bisher nicht bekannt. Da vor allem Yahoo von der Schnellaktualisierung seiner Nachrichtenseite durch die Echtzeit-Integration von Tweets profitieren dürfte, wird vermutlich Twitter eine Gebühr von dem Internetkonzern verlangen. Die Tweets für die Nachrichtenseite sollen in Zukunft auch auf andere Märkte gebracht werden.

Im Bestreben, junge Internetnutzer für Yahoo zu begeistern, hat Mayer ein Auge auf den angesagten Bloganbieter Tumblr geworfen. Sowohl eine Kooperation als als eine Übernahme seien im Gespräch, berichtet Adweek. Der Kaufpreis: eine Milliarde US-Dollar. Für Tumblr, das zwar hoch bewertet wird, aber wenig Einnahmen verbucht, wäre der Internetkonzern wegen seiner starken Vertriebsmannschaft ein attraktiver Partner.

Seit ihrem Einstieg bei Yahoo im vergangenen Sommer arbeitet Mayer an einer Personalisierung der Yahoo-Inhalte für Nutzer. Vor allem im mobilen Web sieht die Geschäftsführerin die Zukunft von Yahoo.

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Nächste Talentübernahme bei Yahoo

13.05.2013, 11:56

Yahoo ist wohl auf den Geschmack gekommen – der Internetkonzern kauft weiterhin Start-ups auf. Die neueste Übernahme ist das Mobile-Gaming-Unternehmen Loki Studios.

Allein in der vergangenen Woche hat Yahoo 22 neue Mitglieder in sein Mobile-Team geholt, indem der Internetkonzern die Start-ups Astrid, GoPollGo und Milewise aufgekauft hat. Dazu kommen nun noch sieben weitere Entwickler, denn Yahoo hat das  Mobile-Gaming-Start-up Loki übernommen. Dessen Spezialität ist Geolocation. Der Aufenthaltsort der Spieler wird bei dem Game Geomon von Loki ins Spielgeschehen integriert, ebenso wie Wetter, Temperatur, Tageszeit und Jahreszeit. Ob Yahoo die entsprechende Technologie von Loki auch für eigene Dienste einsetzen wird, ist bisher noch nicht bekannt. Das erwähnte Spiel soll jedoch in Kürze vom Netz genommen werden.

Während sich Yahoo gerade auf Einkaufstour befindet, spart das Unternehmen ansonsten: Ende April stellte Yahoo diverse Produkte ein, darunter auch den Schnäppchendienst Yahoo Deals. Auch die Umsätze in den Bereichen Displaywerbung und Suchwortvermarktung gingen im ersten Quartal 2012 zurück.

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Yahoo mit Microsoft-Kooperation unzufrieden

08.05.2013, 9:21

Die große Liebe ist aus der Vernunftehe zwischen Microsoft und Yahoo nicht geworden. Die beiden Unternehmen hatten sich 2010 in Sachen Suchwortvermarktung zusammen getan. Doch jetzt möchte Yahoo am liebsten aus dem Deal aussteigen.

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Der "Bund fürs Searchmarketing" zwischen Yahoo und Microsofts Suchmaschine Bing läuft zehn Jahre. Als er 2009 geschlossen wurde, war von jährlichen Mehreinnahmen von 500 Millionen US-Dollar für Yahoo die Rede. Das Gegenteil ist eingetreten: Der Umsatz pro Suchanfrage liegt unter dem, den der Internetkonzern vor der Zusammenarbeit erwirtschaftete, als er Suche und Suchwortvermarktung in Eigenregie betrieb. Deshalb möchte CEO Marissa Mayer den Vetrag auflösen: Seit sie die Geschäftsführung im vergangenen Sommer übernommen hat, sucht sie nach Möglichkeiten, die Verbindung zu lösen. Das berichtet das Wall Street Journal.

Microsoft hat jetzt seine Umsatzgarantie verlängert – allerdings nur für den US-amerikanischen Markt. Der Software-Konzern hatte Yahoo einen bestimmten Betrag pro Suchanfrage versprochen, um Umsatzausfälle wegen Anfangsschwierigkeiten zu überbrücken.

Rechtsexperten glauben jedoch nicht, dass Yahoo noch vor Ablauf von mindestens der Hälfte der ursprünglich vereinbarten Laufzeit aus dem Vertrag aussteigen kann. Eine vorzeitige Beendigung der Kooperation ist nur möglich, wenn derUmsatz pro Suchanfrage unter ein bestimmtes Niveausinkt. Dies ist bislang nicht der Fall.

Die 2010 in Kraft getretene Partnerschaft sieht vor, dass Microsoft seine Suchmaschine Bing auf allen Yahoo-Seiten einbindet und die technische Plattform für die Vermarktung stellt. Yahoo übernimmt den Vertrieb der Textanzeigen und beteiligt den Softwarekonzern mit zwölf Prozent am Suchumsatz auf seinen Seiten. Ziel des Deals war es, gemeinsam dem übermächtigen Suchmaschinen-Platzhirsch Google etwas entgegen zu setzen. Eine Zusammenarbeit von Google und Yahoo war 2008 an den Kartellbehörden gescheitert.

Im vergangenen Jahr hatte Google dennoch sein Interesse bekundet, Yahoo seine Technologie Websuche und Suchwortvermarktung zur Verfügung zu stellen – und das zu besseren Konditionen.

Im ersten Quartal 2013 hat Yahoo 425 Millionen US-Dollar Umsatz mit der Suchwortvermarktung gemacht, zehn Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

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Frankreich weist Übernahmeangebot von Yahoo an Dailymotion zurück

03.05.2013, 8:59

Frankreichs Industrieminister Arnaud Montebourg hat sich klar gegen Yahoos geplante Übernahme der Pariser Videoplattform Dailymotion ausgesprochen und ein Kaufangebot des Internetriesen von 300 Millionen US-Dollar für eine Dreiviertelmehrheit abgelehnt. Grund sind Zweifel an der Zuverlässigkeit Yahoos als Investor.

(Foto: istockphoto.com/THEPALMER)

Yahoos Pläne, das französische Start-up Dailymotion zu übernehmen, wurden durchkreuzt: Frankreichs umstrittener Industrieminister Arnaud Montebourg hat ein Angebot des Unternehmens über 300 Millionen US-Dollar für eine Dreiviertelmehrheit an dem Video-Anbieter abgewiesen. Grund dafür seien Zweifel an der Zuverlässigkeit des US-Internetriesen als Investor. Yahoo sei kein Partner, auf den langfristig Verlass sei, berichtet die Neue Züricher Zeitung. "Wir denken, dass es keine gute Sache wäre, Dailymotion in die Hände eines Unternehmens zu geben, dessen Gesundheitszustand mitunter schwankt", so die provozierende Erklärung Montebourgs. Es bestehe das Risiko, dass Dailymotion zugrunde gehe.

Besonders interessant dabei: Die Muttergesellschaft von Dailymotion ist France Télécom. Das Telekommunikationsunternehmen hat den Deal zwischen Yahoo und der Videoplattform, die als einer der größten Konkurrenten von Youtube gilt, seit Beginn an befürwortet. Während die Geschäftsleitung, darunter vor allem Stéphane Richard, der Konzernchef von France Télécom, daran interessiert ist, die Internationalisierung Dailymotions voranzutreiben und lediglich einen 25 Prozent-Anteil an der Tochter behalten möchte, ist Montebourg der Meinung, die französische Erfolgsgeschichte solle im eigenen Land bleiben. Der französische Staat besitzt 27 Prozent der Anteile an France Télécom-Orange und will lediglich die Übernahme eines 50-Prozent-Anteils an Dailymotion erlauben. Yahoo fordert aber 75 Prozent.

Für Marissa Mayer, CEO von Yahoo, wäre der Kauf die erste große Akquisition seit Ihrem Amtsantritt im Sommer letzten Jahres. Dailymotion soll einen Wert von 300 Millionen US-Dollar (232 Millionen Euro) haben, so Heise.de. Der Kauf würde Yahoo deutlich mehr Anteile am Online-Video-Markt in Ländern außerhalb der USA wie Asien und Europa bringen. Nach Comscore verzeichnete Dailymotion 116 Millionen Nutzern im Januar weltweit und ist damit die Nummer 12 unter den Video-Plattformen.

Neben französischen Start-ups scheint Yahoo aktuell auch New Yorker Jungunternehmen im Visier zu haben. Wie das Newsportal Pandodaily.com berichtet, will der Konzern offenbar Milewise kaufen, der Deal soll in dieser Woche abgeschlossen werden. Auf dem US-Portal, das es in mobiler Version auch für Android und iOS gibt, können User ihre Reiseziele und Reisedaten eingeben, bewerten lassen und beispielsweise vergleichen, ob sinnvoller ist für den Flug zu zahlen oder Flugmeilen einzutauschen.

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AOL produziert eigene Web-TV-Serien

02.05.2013, 12:59

Mit gleich 15 neuen Formaten startet AOL die Produktion eigener Web-Serien, die auf "On Network", der Video-Plattform des Internetkonzerns, laufen sollen. Verpflichtet wurden dafür bereits US-Prominente wie Sarah Jessica Parker und Gwyneth Paltrow; größte Konkurrenten sind Yahoo und Netflix.

(Foto: Screenshot AOL On Network)

Wenn es um die Produktion eigener Web-Serien geht, haben sich Yahoo mit Yahoo TV, Netflix und Hulu bereits einen Namen gemacht. Offenbar haben vor allem Netflix und der Streaming-Erfolg der Politthrillerserie "House of Cards" den Internet-Pionier AOL jetzt dazu animiert, die eigenen Online-Fernseh-Pläne weiter auszubauen.

So produziert das Unternehmen laut CNet aktuell bereits 15 neue Internet-Serien, die künftig auf AOLs Video Plattform "On Network" und den 1.700 Partner-Seiten zu sehen sein sollen. Das Themenspektrum reicht von Entertainment über Essen bis hin zu Technik. Prominenten Anreiz sollen US-Stars wie Sarah Jessica Parker, Gwyneth Paltrow und Jonathan Adler schaffen.

"Heute schauen die Konsumenten Web-Videos immer und überall - sowohl auf ihrem Plasma-Fernseher zuhause, als auch auf ihren Smartphones und Tablets. Mit unserem Original-Channel wollen wir eine Lücke füllen - zwischen dem was die Leute mit dem herkömmlichen TV-Programm schauen und zwischen dem, was sie sich online ansehen", erklärt Karen Cahn, verantwortlich für AOLs Video-Kanal.

Mit dem Musik-Sektor scheint AOL währenddessen abgeschlossen zu haben: AOL Music hat überraschend seinen Service eingestellt. Die Mitarbeiter des Musikdienstes wurden entlassen.

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Neue Werbeformate bei Yahoo

30.04.2013, 13:38

Yahoo stellt ein neues Werbeformat vor. Die sogenannten Stream Ads machen genau das, was ihr Name andeutet: Sie erscheinen innerhalb des Nachrichten-Feeds. Außerdem geht Yahoo nun auch unter die Produzenten und bringt eigene Bewegtbildinhalte auf den Computer-Bildschirm.

Ansprechende und wirksame Werbeprodukte will Yahoo seinen Nutzern und Partnern anbieten. In die Palette der Werbeformate reiht das Unternehmen jetzt ein neues ein. Die sogenannten Stream Ads erscheinen noch in dieser Woche im Newsfeed von Yahoo und sind gesponserte Beiträge, die sich in den Nachrichtenstrang einfügen. Nach Informationen von Techcrunch soll das neue Werbeformat zu den Inhalten passen. Eine weitere Neuerung betrifft das Frontpage-Design von Yahoo. Hier können Werbedisplays auf einer Reklamefläche für einen ganzen Tag gebucht werden – ein Konzept, das vor allem größere Marken mit entsprechendem Budget interessieren dürfte.

Gleichzeitig gab Yahoo neben mehreren TV-Kooperationen den Launch von eigenproduzierten Web-Shows bekannt. Mit sechs neuen Originalproduktionen will Yahoo zu den größten Content-Publishern im Web aufschließen. Bei den Shows handelt es sich sowohl um fiktionalisierte Serien als auch Ratgeber- und Talkformate, so cnet. Außerdem hat Yahoo Verträge mit Inhaltsproduzenten wie WWE, ABC News, CNBC und Condé Nast geschlossen.

Yahoo stellt eine ganze Reihe von Produkten Ende April ein. Auch Ende März 2013 hatte das Internetunternehmen bereits einige Dienste geschlossen.

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Yahoo aktualisiert iOS-App

23.04.2013, 15:23

Das ging aber schnell: Kaum einen Monat ist es her, dass sich Yahoo den News-Reader Summly zulegte, und schon sind Spuren des Nachrichtenaggregators in der jetzt vorgestellten Yahoo-App für iOS sichtbar.

Der Nachrichten-Feed in der jetzt aktualisierten Yahoo-App für iOS wurde nicht nur optisch aufgewertet, sondern offenbar auch mit den Zusammenfassungen von Summly angereichert. So zeigt sich die Nachrichtenanzeige nunmehr als endloser Feed, dem ansprechende Fotos als Hintergrund beigegeben wurde. Die Einzelnachrichten erscheinen als Summly-Zusammenfassungen.

Auch die Suchfunktion soll in der Neuauflage der App verbessert worden sein, berichtet Techcrunch. So kann nunmehr auch nach Videos und Bildern gesucht werden, die in verschiedene Kategorien eingeteilt sind. Zur langfristigen individuellen Anpassung lassen sich Themen als interessant markieren oder ausschließen, um die Inhaltsanzeige auf den Nutzergeschmack auszurichten.

An der Überarbeitung der App hat Yahoo offenbar mit Hochdruck gearbeitet – schließlich integriert sie die Nachrichtenzusammenfassungen von Summly, das Yahoo erst vor knapp einem Monat übernommen hatte. Der Internetkonzern sortiert intern derzeit um: Erst gestern hatte das Unternehmen bekannt gegeben, weitere Produkte einstellen zu wollen.

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Schluss mit Yahoo Deals

22.04.2013, 12:15

Marissa Mayer streicht bei Yahoo die Angebote zusammen. Ende April 2013 ist vorerst Schluss mit einer ganzen Reihe von Produkten, darunter auch das Schnäppchenportal Yahoo Deals.

Die Änderungen bei Yahoo stehen unter dem Motto "Wir schärfen unseren Fokus". Statt alte Produkte weiter unterstützen zu müssen, will sich Yahoo lieber auf das Entwickeln neuer Angebote konzentrieren oder die Ressourcen in erfolgreiche Yahoo-Seiten stecken. Auf der Strecke bleiben deshalb sechs Angebote des Unternehmens, die die Erwartungen von Yahoo nicht mehr erfüllen, kündigt Yahoos EVP Platforms Jay Rossiter im ycorp-Blog an.

Am 30. April 2013 wird unter anderem die Schnäppchenseite Yahoo Deals eingestellt. Nutzer können ihre Coupons allerdings auf andere Dealsseiten transferieren. Auch das Event-Tool Upcoming wird vom Netz genommen, genau wie Yahoo Kids. Statt weiterhin separat Yahoo SMS Alerts anzubieten, stellt das Unternehmen diesen Service jetzt ein und verweist auf die SMS-Benachrichtigungsmöglichkeiten seiner News-, Wetter-, Sport- und Finanz-Apps und -Angebote. Darüber hinaus werden der Support für die Mail- und Messenger-Apps für so genannte Feature Phones eingestellt und die älteren Versionen von Yahoo Mail endgültig in die Rente geschickt.

Der Aufräumwahn greift bei Yahoo um sich: Schon Ende März 2013 hatte das Unternehmen Apps und Dienste eingemottet, darunter auch die Search-App für Blackberry und die Yahoo Avatars.

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Yahoo verliert im Werbegeschäft

17.04.2013, 15:24

Yahoo legte jetzt die ersten Quartalszahlen für das Jahr 2013 vor. Auch wenn der Umsatz die Erwartungen von Analysten und Börse erfüllte, sieht es bei Display und Search nicht gut aus.

Das erste Quartal 2013 geht bei Yahoo mit einem Umsatz von 1,1 Milliarde US-Dollar zu Ende. Damit erfüllt das Internetunternehmen zwar die Erwartungen der Börsianer und Branchenkenner, die dieses Ergebnis vorhergesagt hatten, kann aber nicht die Hoffnung auf ein Wiedererstarken stärken. Im ersten Quartal 2012 hatte Yahoo noch einen Umsatz von 1,2 Milliarden US-Dollar eingefahren.

Sowohl die Umsätze im Bereich Displaywerbung als auch bei Search gingen im Jahresvergleich zurück: Im jetzt abgeschlossenen Quartal machte das Unternehmen mit Displaywerbung einen Umsatz von 455 Millionen US-Dollar. Bei Search waren es 425 Millionen US-Dollar. Im vergangenen Jahr waren es in den ersten drei Monaten noch 511 Millionen US-Dollar bei Display – das ist ein Rückgang von elf Prozent. Ähnlich sieht es im Bereich Search aus, der im Vorjahresquartal 470 Millionen US-Dollar umsetzte. Hier beläuft sich die Verringerung auf zehn Prozent.

Yahoo-CEO Marissa Mayer beeilte sich dennoch, Anleger und Insider angesichts der Rückgänge zu besänftigen. Das Unternehmen sei auf einem guten Weg: "Ich bin sicher, dass die Verbesserungsmaßnahmen für unsere Produkte unser Unternehmen für ein langfristiges Wachstum positionieren", so die Yahoo-Chefin. Der Gewinn für das erste Quartal 2013 beläuft sich auf 390 Millionen US-Dollar – und damit immerhin 36 Prozent mehr als noch im Vorjahresquartal – ist aber in erster Linie auf Sparmaßnahmen zurückzuführen.

Die Partnerschaft zwischen Yahoo und Microsoft hat sich bisher nicht als der erhoffte Wachstumsbringer erwiesen. Gemeinsam wollten die beiden Unternehmen der Marktdominanz von Google etwas entgegensetzen, doch bisher ist der Search-Umsatz noch unter dem Niveau der Zahlen geblieben, die Yahoo vor der Kooperation mit Microsoft erwirtschaftete.

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