Anzeigenformate bei Youtube

23.08.2012, 10:25

Mobil überspringen

Angesichts der Tatsache, dass mittlerweile fast zwei Drittel aller Videoanzeigen auf Youtube überspringbar sind, war es nur eine Frage der Zeit, bis der Videodienst dieses Anzeigenformat auch in seiner mobilen Version freischaltet. Die TrueView In-stream-Anzeigen von Youtube ermöglichen den Nutzern das Überspringen der Werbeeinblendung nach wenigen Sekunden.

„Im Großen und Ganzen geht es hier darum, das Nutzererlebnis und die Ziele der Werbekunden so aneinander anzupassen“, so Youtube Product Manager Phil Farhi gegenüber Techcrunch. Werbekunden zahlen nur für vollständig ausgelieferte Ads.

Bisher liefen auf der mobilen Version von Youtube nur nicht überspringbare Pre-roll-Anzeigen. Nach einigen Testläufen sind nun alle Trueview In-stream-Kampagnen auch für die Auslieferung auf mobilen Geräten buchbar.

In Deutschland bot Youtube das überspringbare Format bereits seit März 2011 an. Youtube ist nach wie vor die beliebteste Videoplattform im Internet.

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Youtube und die Konkurrenz

14.08.2012, 9:31

Mit ungleichen Waffen

Pro Sieben, Sat.1 und RTL dürfen kein gemeinsamen Videoportal starten, weil sie sonst den Markt beherrschen würden. In der Folge kann Marktführer Youtube ungehindert auch diesen Markt dominieren – obwohl ein Gegengewicht überfällig wäre, findet INTERNET WORLD Business-Redakteur Dominik Grollmann.

„TV is the next beaf“, hat Verleger Hubert Burda kürzlich gemahnt. Damit hat er nicht unrecht: Nachdem das Internet die Verlagswelt erheblich durcheinander gewirbelt hat, wird nun die Fernsehlandschaft neu sortiert. Ganz vorn dabei: Natürlich Google. Gerade erst kündigte das Unternehmen an, auf Youtube nun auch abendfüllende Spielfilme streamen zu wollen. Ganz legal und auf deutsch. Selbst ein eigenes Programm soll bald folgen. Derzeit laufen Verhandlungen mit verschiedenen Produzenten, die eigene Youtube-Channels befüllen sollen.

Das ist nicht weniger als ein Frontalangriff auf deutsche Fernsehsender, die derzeit noch nach ihrer Rolle im Internet-Zeitalter suchen. Entsprechend verschnupft war die Reaktion. Youtube agiere „zunehmend aggressiv“, schimpft Pro Sieben Sat.1-Vorstand Conrad Albert. Gerade erst hat ihm das Düsseldorfer Oberlandesgericht erneut aus Wettbewerbsgründen verboten, gemeinsam mit RTL ein Online-Video-Angebot auf die Beine zu stellen. Die beiden Fernseh-Gruppen würden ihre marktbeherrschende Stellung sonst betonieren.

Daraus folgt schon eine recht absurde Situation: Ausgerechnet der einzige Online-Videoanbieter, dem mit Fug und Recht sogar weltweit eine marktbeherrschende Stellung nachgesagt werden kann, wird durch die Entscheidung der Kartellwächter davor geschützt, dass ihm ein nationaler Wettbewerber auf Augenhöhe entgegentreten könnte. In der rein nationalen Betrachtung der Wettbewerbshüter kommt offenbar gar nicht vor, dass Monopole im Internet-Zeitalter eine viel größere, globale Dimension erreicht haben. Gerade unter dem Gesichtspunkt der Medien- und Meinungsvielfalt wäre es im Internet inzwischen äußerst wünschenswert, wenn die Informationsaufbereitung nicht weitgehend alleine von einem einzigen privatwirtschaftlich organisierten Unternehmen erledigt würde.

Denn selbst der heilige Google-Gral – der legendäre, unbestechliche Suchindex – unterliegt in Wahrheit schon längst nicht mehr nur dem „Don’t-be-evil“-Motto, sondern knallharten wirtschaftlichen Interessen. Längst habe sich – von Google Maps über Google+ bis Google Shopping – eigene Dienste in den Index geschlichen, die prominent platziert werden. Und nun will der Konzern auch noch Web-Seiten, auf denen Urheberrechtsverletzungen begangen werden, im Ranking benachteiligt. Was dabei konkret eine Copyrightverletzung ist und wann sie als erwiesen gilt, muss jetzt kein Gericht mehr entscheiden. Das erledigt Google in Zukunft gleich mit. Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Gerade, wenn der selbsternannte Richter zugleich selber Medienanbieter ist und seine medienpolitischen Interessen wahren will.


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Youtube gegen MP3-Konvertierungsdienst

21.06.2012, 12:00

Ist das Downloaden trotzdem legal?

(Foto: iStock.com / Bliznetsov)

Immer wieder das Urheberrecht: Um den Streit mit den Verwertungsgesellschaften weltweit zu entschärfen, will Youtube einem Dienstenabieter untersagen, Audiodateien aus den hochgeladenen Filmen zu extrahieren. Doch so einfach geht das gar nicht, meint der auf Online-Recht spezialisierte Rechtsanwalt Christian Solmecke.Ein Gastbeitrag.

Youtube hat die Betreiber von Youtube-MP3.org dazu aufgefordert, den Dienst innerhalb von 7 Tagen zu schließen. Das Herunterladen von Youtube-Inhalten verstoße gegen die Nutzungsbedingungen. Dieser Streit wird sich voraussichtlich im Bereich des Wettbewerbsrechts bewegen. Doch was bedeutet das für den Nutzer? Darf er solche Dienste verwenden? Oder begeht er eine Urheberrechtsverletzung, wenn er Musik bei Youtube herunterlädt?

Christian Solmecke ist Online-Experte und Rechtsanwalt
der Kölner Medienrechtskanzlei Wilde Beuger Solmecke

Die Nutzungsbedingungen

Es gibt tatsächlich einen Passus in den Nutzungsbedingungen, der die Konvertierung von Youtube-Inhalten in ein speicherbares Format, z.B. als MP3 Datei, untersagt.

Ziff. 6.1.K.: Sie erklären sich damit einverstanden, Zugriff auf

Nutzervideos  nur in der Form des Streamings und zu keinen anderen Zwecken als der rein persönlichen, nicht-kommerziellen Nutzung, und nur in dem Rahmen zu nehmen, der durch die normale Funktionalität der Dienste vorgegeben und erlaubt ist. „Streaming“ bezeichnet eine gleichzeitige digitale Übertragung des Materials über das Internet durch YouTube  auf ein nutzerbetriebenes internetfähiges Endgerät in einer Weise, bei der die Daten für eine Echtzeitansicht bestimmt sind, nicht aber für einen (permanenten oder vorübergehenden) Download, ein Kopieren, ein Speichern oder einen Weitervertrieb durch den Nutzer.

Diese Regelung wird wohl kaum ein Nutzer jemals gefunden und gelesen haben. Wichtig ist jedoch, dass diese Nutzungsbedingungen nur im Verhältnis zwischen registrierten Youtube Nutzern und Youtube gelten. Wer sich ein Video lediglich ansieht, muss die Nutzungsbedingungen weder ansehen noch bestätigen. Daher kann die Regelung allenfalls gegenüber registrierten Youtube Nutzern Geltung erlangen.

Doch auch das ist umstritten. Rechtsanwalt Christian Solmecke sieht diese Klausel kritisch: „Meiner Meinung nach kann das gesetzliche Recht auf Privatkopie nicht ohne weiteres durch die AGB eines Dienstes ausgehebelt werden. Ich verstehe die Norm im Gesetz (§ 53 UrhG) als zwingende Regelung. Selbst wenn man davon ausgeht, dass Youtube das Recht auf Privatkopie einschränken darf, führt dies lediglich zu einer Vertragsverletzung durch den Nutzer. Die Frage, ob eine Urheberrechtsverletzung vorliegt ist hiervon völlig unabhängig.“

Aus Sicht des Nutzers stellt sich natürlich die Frage, ob er Konvertierungsdienste weiter nutzen darf. Wenn man davon ausgeht, dass Youtube das Recht auf Privatkopie nicht einschränken oder ausschließen darf, ist eine Vervielfältigung im Rahmen des § 53 UrhG zulässig.

Problematisch ist dabei, dass eine zulässige Privatkopie voraussetzt, dass das Original, also das Youtube Video, nicht offensichtlich rechtswidrig zugänglich gemacht worden ist. Christian Solmecke erklärt, warum Youtube Videos nicht per se rechtswidrig sind: „Angesichts der Tatsache, dass Youtube mittlerweile mit sehr vielen Künstlern und Plattenfirmen kooperiert ist für den Nutzer nicht mehr ohne weiteres erkennbar, ob das Video unter Verletzung von Urheberrechten auf Youtube hochgeladen wurde. Es gibt mittlerweile zahlreiche Künstler, die Youtube als Werbeplattform nutzen und auf diese Weise Ihre Bekanntheit steigern. Offensichtlich rechtswidrig ist ein Video lediglich dann, wenn die Rechtswidrigkeit ihm gewissermaßen auf die Stirn geschrieben ist, z.B. bei einem Kinofilm, der erkennbar von der Leinwand abgefilmt worden ist. In der Regel kann der Nutzer die Rechtmäßigkeit des Videos jedoch nicht nachprüfen. Er muss daher davon ausgehen, dass das Youtube Video nicht offensichtlich rechtswidrig ist.“

Es muss außerdem unterschieden werden zwischen Privatkopien, die man selbst mit Hilfe einer Software vornimmt und solchen, die man bei einem Dritten wie Youtube-MP3.org in Auftrag gibt. Zwar ist es auch möglich eine rechtmäßige Privatkopie von einem Dritten anfertigen zu lassen, jedoch ist das Risiko, dass es eine solche Kopie aus dem Bereich der Privatkopie herausfällt höher. So z.B. wenn der Dritte durch Werbeschaltungen Einnahmen erzielt. Sicherer ist daher die eigenständige Nutzung einer Konvertierungssoftware.

Abmahnungen von Nutzern wegen des Downloads bei Youtube hat es bisher nicht gegeben. Youtube hat die Konvertierungsdienste bisher einfach ignoriert. Ob der aktuelle Streit eine Trendwende einläutet bleibt abzuwarten.  Nutzern ist daher zu empfehlen, auf Youtube-Downloader Software zu setzen, denn diese selbst angefertigten Kopien sind auf jeden Fall legal.

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Social-Media-Boom reißt nicht ab

24.05.2012, 9:41

AIM-C: Dennoch bezeichnen sich nur 20 Prozent der Nutzer als eher aktiv

Während sich die Internetpenetration bei 80% der Gesamtbevölkerung stabilisiert hat, entdecken zunehmend mehr Nutzer die Vorzüge von Social Media. Das größte Wachstum verzeichnen Facebook und Youtube. Die User werden außerdem zunehmend geübter im Umgang mit Social Media, sind jedoch nach wie vor eher passiv. Vermehrt kristallisieren sich auch Plattformen für die überdurchschnittlich aktiven Profinutzer heraus. Das ist das Ergebnis des aktuellen Austrian Internet Monitor-Consumer AIM-C der INTEGRAL Marktforschung.

(Quelle: social-up.com)

Über die Hälfte der Internetnutzer verwendet Facebook, zwei Drittel nutzen die Videoplattform Youtube. Damit zeigt sich eine steigende Konzentration auf die zwei größten Social-Media-Plattformen. Dies drückt sich auch in der Zufriedenheit mit deren Verwendung aus. So verzeichnet Youtube 84% zufriedene Verwender. Bei Facebook liegt dieser Wert trotz öffentlicher Diskussionen zum Datenschutz bei immerhin 62%.

Die Vorzüge von sozialen Netzwerken werden immer stärker erkannt. Wichtigstes Motiv ist für 85% der Nutzer von Facebook & Co, Kontakt mit ihren Freunden zu halten. Um über die Aktivitäten des Freundeskreises auf dem Laufenden zu bleiben, nutzen 63% der User soziale Netzwerke. Knapp dahinter folgen Einladungen zu Veranstaltungen mit 60%.

Dennoch bezeichnet sich die große Mehrheit nach wie vor als eher passiv bezüglich der Verwendung sozialer Netzwerke. Lediglich ein Fünftel postet regelmäßig Inhalte oder lädt Fotos hoch. Insgesamt veröffentlichen die Nutzer im Schnitt drei Beiträge pro Woche.

Profinutzer treffen sich auf Nischenseiten unter sich. So sind es etwa die Verwender von Foursquare und last.fm, die einen besonders hohen Aktivitätsgrad aufweisen und überdurchschnittlich stark Fotos, Videos und Postings veröffentlichen.

(Quelle: INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung GmbH – Pressemeldung)

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Live-Sendungen auf Youtube

08.05.2012, 15:05

Google+ machts möglich

Live-Sendungen auf Youtube

Los geht’s mit dem Live-Spaß: Google+ öffnet sein Live-Übertragungs-Feature für alle, die etwas zu sagen haben, nicht nur Prominente und Journalisten.

Ab sofort können Hangouts nicht nur bei Google+ live übertragen werden, sondern auch über den eigenen Youtube-Channel in die Weite des virtuellen Äthers gesendet werden. Das gibt Google jetzt im hauseigenen Firmenblog bekannt. Dazu muss auf Google+ lediglich die Option „Enable Hangouts On Air“ aktiviert werden.

Wer wissen will, wie viele Leute er erreicht, kann während der Übertragung abrufen, wie viele Teilnehmer am Live-Hangout dabei sind. Der Hangout wird darüber hinaus automatisch aufgezeichnet und nach Ende des Live-Ereignisses als öffentliche Aufzeichnung in den Youtube-Channel des initiierenden Nutzers eingestellt.

In den USA war die Live-Funktion der Hangouts bereits im September 2011 probeweise eingeführt worden. Bisher stand die Live-Sendung allerdings nur Personen des öffentlichen Lebens oder Medien zur Verfügung. Das neue Feature wird nach und nach eingeführt.

Das soziale Netzwerk aus dem Hause Google erhielt zuletzt im April 2012 ein neues Outfit und neue Funktionen.

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AdWords für Youtube

23.04.2012, 9:52

Neues Modell für Videowerbung

AdWords für Youtube

Wer neue Kunden finden will, kann dies auch auf Youtube tun: Google öffnet AdWords auf Youtube für alle. Werbekunden zahlen, wenn ihre Videospots angeklickt werden. Die Videoads werden aus dem selben Konto gemanagt wie die Search- und Displaykampagnen.

Mit AdWords für Video schneiden Werbekunden ihre Spots speziell auf ihre Zielgruppen zu. Dabei kann das Video mit der Stichwortsuche auf Youtube verknüpft werden, um so interessierten Zuschauern ausgeliefert zu werden.

Die Wirksamkeit der Videokampagnen lässt sich mit Hilfe der Stats überprüfen. Hier zeigt Google an, wie viele Nutzer das Video in Gänze geschaut haben, zur Webseite der Werbekunden weitergeleitet wurden oder den Youtube-Kanal der Werbekunden abonniert haben. Da den Nutzern die Möglichkeit offensteht, Werbespots zu überspringen, zahlen die Werbekunden nur für angeschaute Spots.

Milliarden von Anzeigen werden Jahr für Jahr bereits in Googles AdWords-Programm ausgeliefert. Das Unternehmen betreibt dabei eine strenge Qualitätskontrolle.

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Pay-per-View für Youtube

11.04.2012, 16:02

Geschenk zum ersten Geburtstag

Pay-per-View für Youtube

Youtube Live ist jetzt ein Jahr alt. Seine Nutzer beglückt die Videoplattform dazu mit neuen Features, darunter die Freischaltung von Pay-per-View. Das freut vor allem Publisher.

Gute Nachrichten für Publisher: Livestream-Angebote können jetzt auf Youtube monetarisiert werden. Die Videoplattform hält dafür zwei Optionen bereit: eine Bezahlschranke oder das Einbinden von Werbung.

Im neuen Videomanagementbereich können live gestreamte Events mit den entsprechenden Monetarisierungsmaßnahmen verknüpft werden. So kann hier nicht nur festgelegt werden, dass Werbeclips eingeblendet werden, sondern auch die exakten Preise pro Markt für das gebührenpflichtige Einspielen von Videoclips.

Youtube Live gibt es seit April 2011 und ist die Youtube-Alternative zum Internetfernsehen. In Deutschland verhindert bislang noch der Rundfunkstaatsvertrag eine Einführung des Livestream-Angebots im Videoportal.

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Video of the Week

10.04.2012, 9:52

Ugly Duckling

Viel Spaß!

Gema-Streit um gesperrtes Musikvideo

13.03.2012, 9:42

Deichkind versus Youtube

Gema-Streit um gesperrtes Musikvideo

Gesperrte Musikvideos auf Youtube ärgern Nutzer und Musiker in Deutschland schon seit Längerem. Auch ein Musikvideo der Band Deichkind wurde gesperrt. Die Hip-Hopper beschweren sich per Facebook-Post – und erregen damit große Aufmerksamkeit. Inzwischen ist das Video wieder zu sehen.

Nachdem ein Video der Hip-Hop-Band Deichkind auf Youtube gesperrt wurde, machten sich die Hamburger auf ihrer Facebook-Seite ihrem Ärger Luft. In einem Post vom 10.3. schreiben sie: „Sooo, ‚leider geil’ ist jetzt auch gesperrt. Ob Plattenfirma, Youtube oder Gema, egal wer dafür verantwortlich ist. Wir wollen, dass unsere Videos zu sehen sind. Regelt euren Scheiß jetzt endlich mal und macht eure Hausaufgaben. Ihr seid Evolutionsbremsen und nervt uns alle gewaltig.“

Der Post schlug hohe Wellen: er wurde mittlerweile über Tausend Mal kommentiert, mehrere Tausend Mal geteilt und über 29.000 Mal „geliked“. Inzwischen ist das Video auf Youtube wieder zu sehen. „Deichkind:1, Gema: 0“ kommentiert ein User. In ihrem Lied „illegale Fans“ haben Deichkind bereits gegen Clip-Sperrungen („Copyrights sind was für Loser“) gesungen. Viele Musikclips sind für deutsche Internetuser gesperrt, weil sich die Verwertungsgesellschaft Gema und Google nicht auf Lizenzbeträge einigen können.

Allerdings müssen Komponisten und Autoren eines Liedes sich nicht von der Gema vertreten lassen oder ihre Autorenrechte an eine Plattenfirma abgeben. Laut einer Meldung von Spiegel-Online werten die Rechte von „Leider Geil“ zwei Musikverlage aus, mit denen die Komponisten einmal einen Vertrag geschlossen haben: „Ganz unbeteiligt sind die Deichkind-Bandmitglieder also nicht, so sehr sie sich nun beschweren.“

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Bundesverband der Verbraucherzentralen mahnt Google ab

05.03.2012, 11:09

Neue Nutzungsbedingungen sind zu unkonkret

Bundesverband der Verbraucherzentralen mahnt Google ab

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) mahnt den Internetgiganten Google wegen der zum 1. März 2012 eingeführten neuen Nutzungsbedingungen ab. Google lässt sich durch die neuen Regeln, das Recht einräumen, Nutzerinformationen zwischen den eigenen Diensten wie GMail, Youtube und Google+ auszutauschen.

An den Nutzungsbedingungen wurden vor allem die zahlreichen Konjunktive kritisiert. So seien in den neuen Regel häufig Begriffe wie „gegebenenfalls“,“möglicherweise“ und „unter Umständen“ zu finden, die es für den Nutzer unmöglich machten, die Nutzungsbedingungen und die möglichen Folgen zu durchschauen. Laut den Verbraucherschützern fehlt damit die Voraussetzung für eine rechtskonforme Datenschutzerklärung. Google hat nun bis zum 23. März 2012 Zeit, eine Unterlassungserklärung abzugeben.

In der vergangenen Woche hatte bereits die französische Datenschutzbehörde CNIL Googles neues Regelwerk heftig kritisiert. Im Auftrag der EU-Behörden hatten die französischen Datenschützer die neuen Richtlinien unter die Lupe genommen. Sie kamen zu dem Schluss, dass die neuen Bestimmungen der EU-Datenschutzrichtlinie zuwiderlaufen. Dadurch werde die Nutzung personenbezogener Daten undurchschaubar.

Zum 1. März 2012 hat Google die neuen Nutzungs- und Datenschutzregelungen eingeführt. Gab es bisher für jedes einzelne Google-Produkt eigene Richtlinien und Nutzungsbedingungen, gibt es nun nur noch eine einheitliche Version.

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