Sofatutor launcht drei Web-Magazine

18.10.2013, 12:32

Das Nachhilfe-Portal Sofatutor startet drei Online-Magazine für Schüler, Eltern und Lehrer. Sie sollen den Zielgruppen eine zentrale Anlaufstelle bieten, auf der sie sich über Schulthemen austauschen können.

Die Online-Nachhilfe-Plattform Sofatutor.com hat die drei Online-Magazine "sofatutor-Magazin Eltern", "sofatutor-Magazin Schüler" und "sofatutor-Magazin Lehrer" ins Leben gerufen. Eltern und Schüler können sich vor allem zu den Themen Lernen, Schule, Bildung, Familie und Gesundheit informieren. In dem Lehrer-Magazin sollen dagegen regelmäßig Schulen, Lehrer oder schulische Projekte vorgestellt werden, die sich durch besonderes Engagement, besondere Innovation oder den Einsatz von digitalen Medien im Unterricht auszeichnen.

Geplant sind außerdem Gastautoren- und Expertenbeiträge sowie wiederkehrende Artikelserien und Kolumnen, in denen auch Lehrer ihre Sichtweise darstellen können. "So unterschiedlich diese drei Gruppen auch sein mögen, sie verfolgen dennoch alle ein ähnliches Ziel: Erfolg in der Schule", sagt Sofatutor-Gründer und Geschäftsführer Stephan Bayer: "Wir verfolgen für alle drei Magazine einen sehr offenen und kooperativen Ansatz, der die Zusammenarbeit mit anderen Medien, Bloggern und natürlich den Lesern selbst stark in den Vordergrund rückt."

Mit den Magazinen solle eine zentrale Anlaufstelle geschaffen werden, die den gegenseitigen Austausch zwischen Schulen und Lehrern fördert. Mithilfe von Kommentar- und Social-Media-Funktionen können Leser alle Artikel kommentieren und in sozialen Netzwerken teilen. Für die redaktionelle Betreuung wurde ein Team von vier Mitarbeitern aufgebaut.

Für viel Aufmerksamkeit sorgte zuletzt der Start der Online-Zeitschrift Huffingtonpost.de. Der deutschsprachige Ableger der 2005 in den USA gegeründeten Nachrichtenplattform Huffington Post ging am 10. Oktober 2013 mit einem 15-köpfigen Team online.

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Zeitschriften und ein Shop für Kinder

28.08.2013, 11:51

Kobo wird zum Zeitschriftenkiosk: Das kanadische Unternehmen weitet sein Angebot neben E-Books auch auf Digital-Zeitschriften aus und startet einen neuen Store mit eigenen Benutzerkonten für Kinder und Teenager.

(Foto: Fotolia.com/gena96)

Das kanadische E-Reading-Unternehmen Kobo erweitert sein Angebot und bietet künftig neben E-Books auch Zeitschriften aus den Bereichen Mode, Wissenschaft, Wirtschaft und Technologie an. Dazu hat das Unternehmen verschiedene Zeitschriftenverlage unter Vertrag genommen, unter anderem Conde Nast, Bauer Publishing Group, Hearst Corporation und Reader’s Digest.

Auch einen eigenen Store für mit abgesicherten Suchfunktionen und Benutzerkonten speziell für Kinder eröffnet das E-Book-Unternehmen. Das Angebot wurde um Titel wie Diary of a Wimpy Kid, The Day Crayons Quit oder Catching Fire auf knapp 100.000 Kinderbücher erweitert. Das Zeitschriften- und Kinderangebot ist über die E-Reading-Apps für iOS und Android ab September in Nordamerika erhältlich. Seine neue Tablet-Reihe Kobo Arc will Kobo im Oktober in den Handel bringen, bis Ende des Jahres soll sie im international erhältlich sein.

Kobo ist ein Tochter-Unternehmen des japanischen Online-Marktplatzes Rakuten. Rakuten-Chef Hiroshi Mikitani will den Kobo-Reader zur "besten Alternative von Amazon Kindle und Fire" machen.

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Digitalstrategie mit Dokumentarfilmen

12.08.2013, 15:20

Das US-amerikanische Nachrichtenmagazin "Time" startet unter dem Namen Red Border Films eine neue Rubrik, in der Dokumentarfilme gezeigt werden. Der Name bezieht sich auf den bekannten roten Rand auf dem Cover der Printausgabe. Die neue Einheit soll jeden Monat einen zehnminütigen Film und zudem jedes Jahr zwei längere Projekte zeigen. Manche der Filme sollen in Artikel eingebunden werden, andere für sich allein stehen. 

Red Border Films will bei seinem ambitionierten Projekt auf das umfangreiche Netzwerk der Zeitschrift aus Photojournalisten und Filmemachern zurückgreifen. Unter der Seite time.com/redborder sollen Nutzer künftig Dokumentarfilme sehen, Hintergrundinformationen zu den Filmemachern erhalten und sich Fotogalerien sowie weitere multimediale Elemente zu dem jeweiligen Film ansehen können. "Time" will dabei journalistischen Anspruch mit filmischer Erzählkunst und interaktiven Technologien verbinden. Den Anfang macht "One Dream", ein Rückblick auf die vor 50 Jahren gehaltene Rede "I have a Dream" des US-amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King, mit Videomaterial des Time-Photographen Marco Grob.

Auch die traditionelle New York Times kann und will sich dem Bewegtbild-Boom nicht verweigern: Die US-Zeitung geht mit ihrer ersten animierten Videoserie ins Netz.

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Pubbles schließt

02.07.2013, 14:01

Noch im vergangenen Jahr haben die Buchhändler Weltbild und Hugendubel (DBH) 50 Prozent an Pubbles übernommen. Ziel war es, den Online-Kiosk zur zentralen Plattform für digitales Lesen zu machen. Das hat nicht geklappt, denn Pubbles hat seine Schließung angekündigt.

(Foto: istockphoto/fotosipsak)

Jetzt ist es offiziell: Der Online-Zeitungskiosk Pubbles schließt zum 30. September 2013. Bereits im März im März 2013 war von einer Schließung des Portals die Rede, die aber ein Bertelsmann-Sprecher dementierte. Pubbles werde im Rahmen des Tolino-Projekts eine wichtige Rolle als Distributor von Verlagsinhalten zukommen; eine Entscheidung, das Endkundengeschäft aufzugeben, sei aber noch nicht gefallen, teilte das Unternehmen  gegenüber lesen.net mit.

Nun fordert Pubbles seine Kunden dazu auf, sich ihre gekauften Inhalte rechtzeitig zu sichern. Die Plattform startete im Oktober 2010, beteiligt waren neben Bertelsmann unter anderem auch die Verlage Gruner und Jahr und der Zeit Verlag. Ein Jahr später beteiligte sich die Verlagsgruppe Weltbild an Pubbles. Zu Beginn des Jahres 2012 haben Weltbild und Hugendubel (DBH) gemeinsam 50 Prozent an Pubbles übernommen. In diesem Zusammenhang verlegte Pubbles seinen Standort nach München. Der Shop sollte eine zentrale Plattform für digitales Lesen werden. Mehr als 10.000 E-Books und knapp 100 E-Magazine und E-Zeitungen hat der Internet-Kiosk nach eigenen Angaben derzeit im Angebot.

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Boulevard durch Blogs und Tweets bedroht

07.02.2012, 9:42

Dass sich Zeitungen zunehmend gegen Konkurrenz aus dem Internet behaupten müssen, ist längst bekannt. Dass es den Wettbewerb zwischen neuen und alten Medien bei Tratsch-und-Klatsch-Nachrichten gibt, ebenfalls. Wie schlimm es um die sogenannte “Yellow Press” wirklich bestellt ist, überrascht aber doch.

(Quelle: muenchner-stadtbibliothek.de)

Dominic Mohan, Chefredakteur der britischen “The Sun”, beschwerte sich vor einem Ausschuss des Parlaments über hinderliche Privatsphäre-Bestimmungen, die Printprodukte benachteiligen und den Untergang einer ganzen Produktgattung bedingen.

“Die Aussagen des Sun-Chefredakteurs sind eher unter dem Gesichtspunkt ‘Angriff ist die beste Verteidigung’ zu sehen. Eine grundsätzliche Diskrepanz bei der Regulierung von Inhalten ist zwischen traditionellen- und Online-Medien durchaus erkennbar. Das Ende der Klatsch-und-Tratsch-Berichterstattung in Printmedien sehe ich auf absehbare Zeit nicht. Das hängt aber auch vom Ausmaß des Strukturwandels der Medien ab”, sagt Fritz Hausjell vom Institut für Publizistik der Universität Wien.

Mohan gab in seiner Aussage am vergangenen Donnerstag zu Protokoll, dass der Schutz der Privatsphäre, den traditionelle Medien beachten müssen, ein Hauptgrund für den bevorstehenden Untergang der Klatschpresse ist. Blogs und Social-Media-Seiten, die solchen Auflagen nicht unterliegen, können dadurch über Skandale berichten, die für die eingesessenen Medien Tabu seien. Dadurch käme es zu einem Abfluss von Lesern und Werbegeldern in Richtung Internet. “Wir kämpfen mit sozialen Medien um Augenpaare”, so der Chefredakteur.

“Die meisten Gesellschaften haben sich dazu entschlossen, die Persönlichkeitsrechte extensiv zu schützen. Personen im öffentlichen Interesse sind ein Sonderfall. Sie profitieren auch von der erhöhten Aufmerksamkeit. Bekannte Persönlichkeiten, die ihr privates vom öffentlichen Leben trennen wollen, haben das Recht, das zu tun”, so Hausjell.

Dass auch Prominente selber teilweise sehr freizügig mit privaten Informationen umgehen, hat Mohan nicht erwähnt. Der Yellow-Press bleibt oft nichts anderes übrig, als Privatfotos, die Prominente via Twitter oder anderen Kanälen gepostet haben, nachzudrucken. Die sozialen Medien geben Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, die Möglichkeit, sich selbst zu vermarkten. Die Rolle, die früher von den Medien wahrgenommen wurde, wird so teilweise obsolet. Dass ausgerechnet der Vertreter eines britischen Boulevardblattes die Restriktionen durch Privatsphärenbestimmungen beweint, entbehrt nicht einer gewissen Ironie.

Zeitgleich mit den Aussagen des Sun-Chefredakteurs wurde bekannt, dass sowohl Mohan als auch James Harding, Chefredakteur der Boulevardzeitung “Times”, von einem britischen Gericht vorgeladen werden, um im Zuge der Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Abhörskandal bei britischen Medien Aussagen zur Einhaltung von Pressestandards zu tätigen. Seit dem Bekanntwerden der unzulässigen Abhörvorgänge bei der Boulevardzeitung “News of the World” ist die britische Yellow Press im Allgemeinen in Verruf geraten. Auch bei anderen Publikationen wurden Journalisten des Knackens von Email-Accounts oder des Abhörens vertraulicher Gespräche bezichtigt.

“Solche Methoden sind indiskutabel. Dem Boulevard als ganzes die Daseinsberechtigung abzusprechen halte ich aber für übertrieben. Die Debatte darüber, wie weit Journalisten gehen dürfen, um an Informationen zu gelangen, ist in manchen Fällen gerechtfertigt”, erklärt Hausjell.

(Markus Keßler/Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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