So setzen Print-Profis „Mock-ups“ zum realistischen Präsentieren ein

19.10.16, 8:40

Portfolio-Präsentation für Künstler

Als Grafiker, Illustrator oder Designer ganz allgemein setzt ihr regelmäßig hochwertige Arbeiten um. Diese werden im Portfolio präsentiert, wobei es dabei zu einem großen Nachteil kommt: Kunden fehlt es oft an Fantasie, um sich die angebotenen Werke gedruckt vorzustellen. Da helfen sogenannte „Mock-Ups“, die auf Grundlage einer fotografierten Basis Grafiken realistisch umsetzen. Noch nicht gedruckt, aber schon so präsentiert!

Urheber: AD Hunter

Wir präsentieren euch da nicht nur Beispiele zum sofortigen Einsatz, sondern auch die weitere Umsetzung in Photoshop, um diese Vorlagen auch gleich mit eigenen Grafiken ausstatten zu können.

Definition: Mock-up

Mock-ups sind Fotos, in denen die Inhalte einer oder mehrerer Drucksachen neutralisiert, also entfernt wurden. So bleibt etwa nur noch der Stapel Visitenkarten stehen, jedoch mit neutraler weißer (oder anderweitig einfarbiger) Oberfläche. Neben einzelnen Elementen, wie eben die Visitenkarten oder einem Flyer, ist auch die komplette Corporate Identity beliebt. Dabei werden zahlreiche Optionen gezeigt, wie ein Unternehmen sich präsentieren könnte.

Urheber: foxie

Mock-up-Grundprinzip #1: Inhalte überlagern

Es wird euch einfach gemacht, wenn das Mock-up von oben herab fotografiert wurde. Dann reicht es aus, die gewünschten Inhalte als Ebene über dem Mock-up zu positionieren, um dann einfach die Füllmethode (auch Mischmodi genannt) von Normal auf Multiplizieren umzustellen. Die Farben und Schattierungen der aktuellen Ebene dunkeln die Bereiche der darunter liegenden Ebene ab. Diese besteht aus einer fast weißen Fläche mit einigen Schatten und Konturen, sodass die Mischung ein erstaunliches Ergebnis zeigt.

Urheber: weedezign

Mischmodi

Photoshops Füllmethoden sind Optionen, wie die aktuelle Ebene mit allen darunter liegenden verrechnet wird. Das angesprochene Multiplizieren dunkelt Bereiche ab, wobei dunkle Farben auch stärker abdunkeln. Die Farbe Weiß verschwindet dabei komplett. Das Gegenteil ist bei Negativ multiplizieren der Fall. Hier verschwindet Schwarz komplett, wobei helle Farbtöne die darunter liegenden Inhalte weiter aufhellen.

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Mock-up-Grundprinzip #2: Perspektive anpassen

Etwas schwieriger, dafür aber auch faszinierender, sind schräge Perspektiven, die auch die Seite eines Druckerzeugnisses zeigen. Zur Vorbereitung müssen wir Photoshop sagen, auf welcher Fläche wir die Inhalte ablegen wollen. Dazu nutzt ihr den Profi Filter > Fluchtpunkt. Es öffnet sich ein großes Dialog-Fenster, in dem ihr einmal in jede Ecke der Vorlage klickt. Es legt sich ein Raster über den ausgewählten Bereich. Bestätigt diesen Vorgang über OK. Umschalt+Strg+N erzeugt eine neue Ebene.

Urheber: Soulart

Perspektive festlegen

Öffnet das Dokument mit dem Ergebnis eurer Arbeit, das eingefügt werden soll. Hier verlangt das Mock-up nach einer Visitenkarte, die über Strg+A ausgewählt und über Strg+C kopiert wird. (bei mehreren Ebenen drückt ihr Umschalt+Strg+C) Geht im Dokument mit dem Mock-up wieder auf Filter > Fluchtpunkt und drückt Strg+V zum Einfügen.

Urheber: newcorner

Grafik einfügen

Zieht die Grafik auf das Raster und positioniert sie. Ist die Grafik noch zu groß, so drückt Strg+T zum Freien Transformieren. Seid ihr zufrieden, so bestätigt über OK. Wir haben die Füllmethode wieder von Normal auf Multiplizieren umgestellt.

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Mock-up-Grundprinzip #3: Zum sofortigen Einsatz

Mock-up #1

Behance ist das Portfolio-Netzwerk von Adobe. Künstler können dort nicht nur ihre Werke ausstellen, sondern auch zum Download anbieten. So finden sich auf der Seite auch zahlreiche kostenlose und doch hochwertige Mock-ups. In diesem Bundle etwa könnt ihr gleich sechs Mock-ups entdecken, wie etwa ein Poster, eine ID-Karte oder eine Tasche.

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Es gibt aber auch Mock-ups von Visitenkarten, zusammen mit einem iPhone, realistische Magazin-Vorlagen, Visitenkartenstapel oder Flyer-Grundlagen.

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Mock-up #2

Aber auch andere Seiten bieten gute Mock-ups an, wie etwa techandall.com mit dem 8×8 Tri Fold Mock-up. Dieses wird gleich in drei Varianten mit dem passenden Schattenwurf zum Download angeboten.

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Mock-up #3

Das Mug PSD Mock-up zeigt gleich zwei Tassen, wobei eine weiße und eine schwarze Version enthalten sind. Perfekt, um etwa ein Logo auf einer eigens gestalteten Tasse schon zu testen, bevor sie in den Druck geht.

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Mock-up #4

Auch T-Shirts können wir bedrucken. Wie so etwas aussehen kann, ist schnell mit dem Free T-Shirt PSD Mock-up kontrolliert. Statt einem hängenden T-Shirt wird dieses hier von einem Model getragen. So wirkt das T-Shirt-Design weitaus realistischer.

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Mock-up #5

Dank dem Flyer/Poster PSD Mock-up werden größere Grafiken ansprechend vorgestellt. Dabei zeigen schon verschiedene Bildausschnitte, wie unterschiedlich diese präsentiert werden könnten.

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