Logogestaltung – Was Ihr wissen müsst – Teil 2

11.01.11

Logotypen

Logotypen
Große Unternehmen und Konzerne prägen ganze Familien von Logos. Ein Logo steht etwa für ein einzelnes Produkt oder gar eine ganze Produktlinie, ein Sortiment oder für einen Hersteller. Die Kosten für die Entwicklung, die Flexibilität und auch die Zielgruppe innerhalb dieser Logogruppen gleichen sich keinesfalls.

1. Konzernzeichen
Das wichtigste Logo, das allen weiteren übergeordnet ist, ist das Logo eines Unternehmens. Dieses Logo trägt die Bezeichnung Konzernzeichen. Darunter werden alle Leistungs- und Linienmarken gebündelt. Etwa bei der Markenarchitektur von Nestle. Unter dem Konzernzeichen versammeln sich zahlreiche weitere Marken, wie etwa Nescafe und Nesquik, Smarties und After Eight, Herta und Maggie oder Bübchen.


2. Linien- und Leistungsmarken
Linienmarken dienen als Sammelbegriff, die im Dienstleistungsbereich etwas treffender mit Leistungsmarken bezeichnet werden. Zumeist wird hierbei eine Zielgruppe definiert und diese unter einer Linienmarke mit verschiedensten Produktvarianten bedient. Diese Variationen werden durch die Eingrenzung auf eine Zielgruppe eingeschränkt. Eine Marke wie etwa „kinder“ kann zahlreiche Produkte anbieten, wie etwa „kinder Riegel“, „kinder Überraschung“ oder „kinder Schoko-Bons“. Jegliche Produkte sind denkbar, die zu Milch und Schokolade passen, nicht aber etwa „kinder Autozubehör“.

3. Sortimentsmarke
Eine Sortimentsmarke entsteht mit der Zeit. Zunächst gibt es eine starke Marke, die sich zur Muttermarke entwickelt, wovon sich zahlreiche weitere Produkte abspalten. So entstehen die Sortimentsmarken. Uhu etwa war zunächst nur als Alleskleber bekannt. Mehr und mehr Produkte wurden unter dem Logo veröffentlicht, selbst ein „Uhu Luftentfeuchter“.

Entfernen sich die Produkte zu weit von der Muttermarke, so könnte es zu einer Markenverwässerung kommen. Nichts erinnert mehr an die Ursprungsmarke. Der Vorteil ist allerdings der, dass Sie neue Produkte kostensparend einführen können, da der Kunde schon das Hauptprodukt angenommen hat.

4. Herstellermarke
Um schneller die Akzeptanz des Kunden zu gewinnen, bietet sich eine Herstellermarke an. Darunter werden verschiedenste Produkte zusammengefasst. Es ist ein Konzern, mit verschiedenen Herstellermarken, die Produkt- oder Linenmarken präsentieren. Als Beispiel sei hier der Konzern Kraft Foods genannt, in Deutschland zum Beispiel mit den Herstellermarken Kaba, Milka und Suchard, Kaffee HAG, Onko, Tassimo und Jacobs, Philadelphia, Miracel Whip und Ketchup sowie Miracoli vertreten. Eine Variante der Herstellermarke ist die Handelsmarke, bei der Produkte unter Eigennamen präsentiert werden. Privileg oder Universum etwa waren Handelsmarken von Quelle. Strathwood, Pinzon und Denali sind Handelsmarken von Amazon.

5. Produktmarke
Soll ein Produkt für sich stehen, als eigenständige Marke, so spricht man von einer Produktmarke. Diese bleibt vom Unternehmen unabhängig, doch für die Akzeptanz des Kunden muss gekämpft und viel Geld in Werbung investiert werden, da keine bekannte Marke als Stütze dient. Die Produktmarke Red Bull zum Beispiel ist recht unabhängig von dem gleichnamigen österreichischen Getränkehersteller. Sie könnte auch von The Coca-Cola Company oder PepsiCo hergestellt werden, es würde kaum einen Unterschied machen.

6. Luxusmarke
Die Luxusmarke ist ganz ähnlich der Produktmarke vom Unternehmen unabhängig, jedoch wie die Herstellermarke auch auf andere Produktkategorien übertragbar. Eine Luxusmarke steht für eine hohe Qualitat und weist eine eher künstliche Limitation auf.

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