Tipps und Tricks zu Adobe Illustrator

26.04.11

Der Wissenssnack für die Mittagspause

Illustrator ist das perfekte Werkzeug, um Comic-Effekte zu gestalten. In diesem Artikel bieten wir dir zwei Tutorials zum Thema an, die schnell zu guten Ergebnissen führen. Eine Holztextur im Comic-Stil kann schnell für etwas Struktur und Natürlichkeit sorgen. Wenige Schritte sind dazu nötig, wobei alles von Hand gestaltet wird.

Auch ein optimierter Wasserfarben-Pinsel, der einige Vorteile im Vergleich zu den Illustrator eigenen Pinseln bringt, wird erzeugt. Mit dieser Technik kannst du natürlich auch noch ganz andere Typen von Werkzeugspitzen erzeugen. Hier ging es uns jedoch um Farben, die sich gegenseitig überlagern können, um die sich vermischenden Wasserfarben zu simulieren.

Comic-Holztextur gestalten

Streifengrundlage

Erstelle ein neues Dokument in der Größe der gewünschten Holztextur. Hier waren das 500 x 300 Pixel. Wähle das Rechteck-Werkzeug an und stelle die Farbe der Fläche auf Schwarz ein. Kontur solltest du ausschalten. Ziehe eine sehr dünne Linie am oberen Rand in das Dokument.

Aktiviere das Direktauswahl-Werkzeug und halte die Alt-Taste gedrückt, um dann einmal die Pfeil-Taste deiner Tastatur zu drücken, für eine Kopie der Linie. Lasse die Alt-Taste los und positioniere die Kopie über die Pfeil-Tasten weiter nach unten. So wurden nach und nach in leicht variierenden Abständen zahlreiche Linien eingefügt.

Stärke regeln

Wähle alle Streifen mit dem Direktauswahl-Werkzeug aus und gehe im Menü auf Objekt > Transformieren > Einzeln transformieren, um die Stärke der Linien zu verändern. Aktiviere Zufallswert und stelle Vertikal unter Skalieren auf 50% ein. Vertikal unter Verschieben stellst du auf -8 px

Verzerren

Klicke das Verkrümmen-Werkzeug doppelt an, um zunächst einige Einstellungen vorzunehmen. Stelle unter den Globalen Pinseleinstellungen die Breite und die Höhe jeweils auf 50 px ein, die Intensität auf 10%. Male mit dem Werkzeug Wellen über die Linien. So werden die noch allzu geraden Linien leicht verzerrt.

Strudel und Zusammenziehen

Klicke das Strudel-Werkzeug doppelt an. Stelle die Intensität auf 20% ein und klicke an Stellen mit sehr dünnen Linien in das Dokument. Halte die Maustaste nicht fest, um allzu starke Umsetzungen zu vermeiden. Klicke das Zusammenziehen-Werkzeug doppelt an und stelle die Intensität auf 10% ein. Auch mit diesem Werkzeug klickst du nur kurz an passenden Stellen in das Dokument.

Transformieren

Mit dem Direktauswahl-Werkzeug werden alle Linien ausgewählt und über Objekt > Transformieren > Skalieren die Linien etwas schmaler gestaltet. Aktiviere Ungleichmäßig und stelle Vertikal auf 50% ein. Verschiebe die Linien nach oben und halte die Alt-Taste gedrückt, um mit dem einmaligen Drücken der Pfeil-Taste nach unten eine Kopie zu erzeugen. Lasse die Alt-Taste los und verschiebe die Kopie nach unten.

Färben

Wähle alle Linien aus und ändere die Farbe der Flächen auf einen Braunton ab. Erstelle eine neue Ebene und ziehe mit dem Rechteck-Werkzeug eine Fläche in der Größe des Dokumentes auf, und zwar in einem helleren Braunton. Ändere die Ebenenreihenfolge so ab, dass die Ebene unterhalb der Ebene mit den Linien liegt. Farb-Variationen und unterschiedliche Linientypen können für so einige Holzarten sorgen.

Wasserfarben-Pinsel

Grundlage

Klicke das Buntstift-Werkzeug doppelt an, um in die Optionen des Buntstift-Werkzeuges zu gelangen. Stelle die Genauigkeit unter Toleranzbereich auf 0,5 Pixel ein und aktiviere Neue Buntstiftkonturen füllen und Auswahl beibehalten. Ausgewählte Pfade beibehalten sollte ausgeschaltet sein.

Erste Form

Zeichne nun mit dem Buntstift eine Form in das Dokument, die etwa sechsmal so lang ist, wie hoch. Zeichne die Form nicht gerade ein, sondern mit einigen Kurven und Rundungen, so wie bei einem Tintenfleck. Sehr wichtig ist, dass der Pfad geschlossen wird. Um sicher zu gehen, könntest du die Alt-Taste gedrückt halten, bevor du die Bearbeitung abschließt. Diese erste Form wird mit weißer Farbe und ohne Kontur umgesetzt.

Zweite und dritte Form

Zeichne eine zweite Form im Inneren der zuerst erstellten Form ein. Die Pfade dürfen sich dabei nicht berühren. Um die andere, weiße Form sehen zu können, lasse sie ausgewählt. Fülle die Fläche mit einem 40% Grau und lasse die Kontur inaktiv. Zeichne eine weitere Form ein, die mit einem noch helleren Grau gefüllt wird.

Überblenden

Wähle mit dem Direktauswahl-Werkzeug die Pfade aus und gehe im Menü auf Objekt > Angleichen > Erstellen. Ist der Übergang nicht weich genug, dann gehe sicher, dass alle Pfade geschlossen sind und sich nicht überlappen. Unter Objekt > Angleichen > Angleichung-Optionen sollte Farbe glätten aktiviert sein. Rufe das Fenster > Transparenz auf und stelle die Füllmethode von Normal auf Multiplizieren um.

Pinsel speichern

Wähle die Pfade mit dem Direktauswahl-Werkzeug aus und ziehe sie in das Pinsel-Fenster (Fenster > Pinsel). Wähle aus dem Dialog-Fenster Bildpinsel aus. Gebe dem Pinsel einen Namen und wähle bei Einfärben und Methode: Farbtöne aus.

Damit hast du den neuen Pinsel erstellt und gespeichert. Mit dem Pinsel-Werkzeug und verschiedenen Farbtönen in Kombination kann eine sehr schöne Wasserfarben-Simulation umgesetzt werden. Und noch mehr, wenn du zahlreiche eigene Vorgaben erzeugst. Besser ist kaum in Photoshop möglich, solch realistische Pinsel zu erzeugen, die so gar nicht nach Vektoren aussehen.

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